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Full text of "Jahresbericht über die Erscheinungen auf dem Gebiete der germanischen Philologie"

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I 


JAHRESBERICHT 

ÜBER  DIE 

ERSCHEINUNGEN  AUF  DEM  GEBIETE 

DER 

GEEIAHSCHE]^  PHILOLO&IE 

HERAUSGEGEBEN 

VON  DER 

GESELLSCHAFT  FÜR  DEUTSCHE  PHILOLOGIE 

IN  BERLIN 

SECHSUNDDREISSIGSTER  JAHRGANG 

1914 


LEIPZIG 

0.    K    ßEISLAND 

1916 


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Vorwort. 

Auch  im  2.  Kriegsjahr  ist  ein  weiterer  band,  der  36.  unseres 
Jahresberichts  fast  zur  gewohnten  zeit  fertiggestellt  worden,  ob- 
wohl mancherlei  Schwierigkeiten  und  hemmungen,  teils  wegen  der 
einberufung  von  mitarbeitern,  teils  infolge  der  allgemeinen  zeit- 
verhältnisse  zu  überwinden  waren,  für  den  zu  beginn  seiner  arbeit 
für  die  abteilung  'Englische  literatur'  eingezogenen  herrn  R.  Röhmer 
ist  der  vinterzeichnete  in  die  lücke  eingesprungen,  der  bearbeiter 
der  abteilung  'Hochdeutsche  mundarten',  herr  H.  Teuchert,  der  Vis 
Oberleutnant  im  felde  steht  und  deswegen  seinen  beitrag  für  den 
band  35  nicht  senden  konnte,  hat  ihn  während  eines  Urlaubs  nach- 
geliefert und  zu  gleicher  zeit  die  abteilung  X  für  das  jähr  1914 
fertiggestellt,  die  korrekturbogen  hat  er  an  der  front  gelesen, 
die  abteilung  'Englische  spräche'  hat  der  in  Amerika  vom  krieg 
überraschte  und  dort  als  dozent  an  der  Universität  New  Haven 
tätige  herr  G.  Kartzke  bearbeitet,  wenn  die  beiden  abteilungen 
'Englische  spräche'  und  'Englische  literatur'  mancherlei  lücken 
aufweisen,  so  ist  das  in  der  Schwierigkeit,  das  gesamte  material 
in  der  gegenwärtigen  zeit  zu  beschaffen,  begründet,  diese  Schwierig- 
keit besteht  auch  für  die  Vereinigten  Staaten,  da  dort  wegen  der 
erheblichen  Verteuerung  des  paketportos  weniger  bücher  als  sonst 
gekauft  werden.  auch  die  abteilung  'Runenkunde'  hat  unter  der 
Ungunst  der  kriegslage  zu  leiden  gehabt,  während  die  korrektur- 
bogen nebst  dem  manuskript  auf  dem  wege  zum  bearbeiter  waren, 


lY  Vorwort. 

wurde  Czernowitz  aufs  neue  von  den  Russen  besetzt,  der  unter- 
zeichnete hat  die  korrektur,  so  gut  es  mit  fremden  manuskript 
ging,  gelesen  und  bittet  um  nachsieht  für  einige  lücken.  die 
abt.  Xin,  'Friesische  spräche',  ist  vom  bearbeiter  nicht  recht- 
zeitig fertiggestellt  worden,  da  er  längere  zeit  seinem  Wirkungs- 
kreis durch  vortrage  an  der  Ostfront  entzogen  war.  im  übrigen 
hat  sich  die  Ungunst  der  Zeitverhältnisse  für  die  wissenschaftliche 
Produktion  in  diesem  bände  noch  nicht  geltend  gemacht,  da  er 
ebenso  umfänglich  wie  der  vorjährige  geworden  ist.  leider  haben 
wir  infolge  der  bedeutend  gestiegenen  Unkosten  für  satz,  buch- 
binderarbeit und  papier  den  preis  des  bandes  im  buchhändlerischen 
verkauf  erhöhen  müssen,  hoffen  aber,  wenn  die  Weltlage  wieder 
normal  geworden  sein  wird,  zum  alten  preis  zurückkehren  zu  können. 
Für  die  gesellschaft  für  deutsche  philologie 
die  redaktion  des  Jahresberichts : 

Dr.  Sigmund  Feist. 

Berlin,  im  august  1916. 
N.  54,  Weinbergsweg  13. 


der  vorstand  besteht  aus  den  herren: 

Realgymnasialdirektor  prof.  dr.  G.  Boetticher,  NO.  18,  Elisabeth- 
straße 57/58  (versitzender); 

Oberlehrer  prof.  dr.  J.  Bolte,  SO.  26,  Elisabeth-Ufer  37  (Schrift- 
führer) ; 

Oberlehrer  dr.  H.  Lohre,  Berlin-Pankow,  Breitestr.  15  (Schatz- 
meister). 

Drnckfehlerberichtigungen  im  Teil  I: 

s.  71,  nr.  114  lies  Braungart  st.  Baumgart. 
s.  157,  nr.  47  lies  Bähnisch  st.  Böhmisch, 
s.  199  ist  bei  zeile  13  statt  nemet  szäsz  zu  lesen, 
s.  201  sind  die  ersten  13  zeilen  v.  o.  an  die  spitze  von  s.  200  zu  setzen. 
s.  209  ist  zeile  4  von  unten  Nordalemannisch  wegzulassen. 
8.  210   ist   zeile    12   von   oben   vor   das  wort   Schwäbisch   Nord- 
alemannisch einzusetzen. 


Inhalt. 


(Die  ausführliche  gliederung  der  einzelnen  abteilungen  befindet  sich  an 

ihrem  köpfe.) 


I.  Teil. 

A.   Allgemeines. 

Seite 

I.   Geschichte   der   germanischen   philologie  (J.  Luther)  1 

IL  Vorgeschichte  und  frühgeschichte  (S.  Feist)     .     .     .        19 

III.  Allgemeine    Sprachwissenschaft    und    allgemeine    ver- 

gleichende     Literaturgeschichte     (F.     Hartmann, 

G.  Boetticher) 52 

B.  Sprache  und  literatur. 

IV.  Gotisch  (S.  Feist) 90 

V.  Deutsch    in     seiner     gesamtentwickelung     (S.    Feist, 

P.  Habermann,  G.  Boetticher) 93 

VI.  Althochdeutsch  (K.  Helm) 102 

VII.  Mittelhochdeutsch  (K.  Helm,   G.  Boetticher)       .     .  109 

Vin.  Neuhochdeutsche   spräche  (S.  Feist) 151 

IX.  Neuhochdeutsche     Kteratur     bis      1624      (J.     Bolte, 

J.  Luther) 167 

X.  Hochdeutsche  mundarten,  1913  u.  1914  (H.  Teuchert)  191 

XL  Niederdeutsch  (W.  Seelmann) 226 

Xn.  Niederländisch  (C.  H.  Ebbinge-Wubben)  ....  239 
Xni.  Friesisch  (fällt  aus) 


YJ  Inhalt. 

11.  Teil. 

Seite 

XIV.  Nordisch  (Justus  Lundberg) 1 

XV.  Englische  spräche   (G.  Kartzke) 38 

XVI.  Englische  literatur  (R.  Röhmer,  S.  Feist).  .     .     .  56 

XVII.  Volksdichtung  (J.  Bolte) 87 

C.   Hilfswissenschaften. 

XVm.  Mythologie  und  sagenkunde  (Wolf  v.  Unwert  h)  .  108 

XIX.  A.  Runenkunde  (Th.   v.   Grienberger)       ....  125 

B.  Schriftkunde  (S.  Eeist) 137 

XX.  Mittellatein  und  Humanismus  (R.  Wolkan)   .     .     .  137 

Autorenregister 162 

Sachregister 204 


Abkürzungen 

für  die  häufiger  angeführten  Zeitschriften; 


t.      = 


AdB. 
AfdA. 

Alem. 

Allg.  Littl. 

AJPhil. 

Archiv 

Arkiv 

AKultG. 

ARelW. 

Berl.  ph.  "wschr. 

BfGw. 

Beitr. 

BoStud. 

BSL. 

BZfEw. 

Cbl. 

CMF. 

Dansk  h 

DdVl. 

DE. 

DLz. 

EETS. 

ESt. 

Euph. 

GgA. 

GßMon. 

Hist.  jb. 

Hist.  Viert js. 

Hist.  zs. 

Idg.  anz. 

Idg.  forsch. 

JEGPhil.  = 

JbdShG.  = 

Jsb.  = 

JbEls.-Lothr.   = 

Kbl.  = 

Kbl.f.ADthr.    = 

Kbl.Ges.Ver.  = 

KblSiebLk.      = 

LE.  = 

Litbl.  = 


=  Allgem.  deutsche  biographie. 

=  Anzeiger  für  deutsches  altertum. 

=  Alemannia. 

=  Allgemeines  literaturblatt. 

=  American  Journal  of  philology. 

=  Archiv  für  das  Studium  der  neueren  sprachen. 

=  Arkiv  för  nordisk  filologi. 

==  Archiv  für  kulturgeschichte. 

=  Archiv  für  religionswissenschaft. 

=  Berliner  philologische  Wochenschrift. 

=  Blätter  für  das  gymnasialschulwesen. 

=  Beiträge   zur   geschichte    der   deutschen  spräche    und 

literatur. 
=  Bonner  studicu  zur  en8,iischen  philologie. 
=  Bulletin  de  la  societe  de  linguistique. 
=  Bairische  Zeitschrift  für  realschulwesen. 
=  Literarisches  zentralblatt. 
Casopis  pro  moderni  filologii. 
Dansk  historisk  tidsskrift. 
=  Das  deutsche  Volkslied. 
=  Deutsche  erde. 
=  Deutsche  literaturzeitung. 
=  Early  English  text  Society. 
=  Englische  Studien. 
=  Euphorion. 

=  Göttingische  gelehrte  anzeigen. 
=  Germanisch-romanische  monatsschrift. 
=  Historisches  Jahrbuch  der  Görresgesellschaft. 
=  Historische  vierteljahrsschrift. 
=  Historische  Zeitschrift. 

=  Anzeiger  für  indogermanische  Sprachkunde. 
=  Indogermanische  forschungen. 
=  Journal  of  English  and  Germanic  philology. 
=  Jahibuch  der  deutschen  Shakespeare-gesell'ichaft. 
=  Jahresbericht  über  die  erscheinungen  auf  dem  gebiete 
der  germanischen  philologie. 

Jahrbuch  für  geschichte,  spräche  und  literatur  Elsaß- 
Lothringens. 

ßömisch-germanisch  es  korrespondenzblatt. 

Korrespondenzblatt     der     deutschen     gesellschaft    für 
anthropologie,  ethnologie  und  Urgeschichte. 

Korrespondenzblatt    des    gesamtvereins    der   deutschen 
geschichts-  und  altertums vereine. 

Korrespondenzblatt    des     Vereins    für    siebenbürgische 
laudeskunde. 

Literarisches  echo. 

Literaturblatt  für  germ.  und  roman.  philologie. 


vm 


Abkürzungen. 


Litbl.Fftr.Zg.  =  Literaturblatt  der  Frankfurter  zeitung. 

LitRundschau  =  Literarische  rundschau  für  das  katholische  Deutschland. 

Mannus  =  Mannus,  Zeitschrift  für  Vorgeschichte. 

MLN.  =  Modern  lauguage  uotes. 

MLR.  =  Modern  language  review. 

MPhil.  =  Modern  philology. 

MSchlesVk.  =  Mitteilungen  des  Vereins  für  schlesische  Volkskunde. 

MSL.  =  Memoires  de  la  societö  de  linguistique. 

Mtbl.  =  Monatsblätter. 

Mtschr.  =  Monatsschrift  für  höhere  Schulen. 

Münch.Beitr.  =  Münchner  Beiträge  zur  romanischen    und   englischen 

Philologie. 

Museum  :=  Museum.    Maandblad  voor  philologie  en  geschiedenis . 

Nd.  jb.  =  Jahrbuch  d.  Vereins  für  niederdevTtsche  Sprachforschung. 

Nd.  kbl.  =  Korrespondenzbl.  d.  Vereins  f.  niederd.  Sprachforschung. 

NJb.  =  Neue  Jahrbücher  für  das  klassische  altertum  etc. 

Norsk  h.  t.  =  Norsk  historisk  tidsskrift. 

NQ.  =  Notes  and  Queries. 

KSpr.  =  Die  neuerpu  sprachen. 

NTfFil.  =  Nordisk  tidskrift  for  filologi. 

PMLAss.  =  Publications    of    the    modern   language    association    of 

America. 

Pal.  =  Palaestra. 

Polyb.  =  Polybiblion. 

Praehist.Zs.  =  Praehistorische  Zeitschrift. 

QF.  =  Quellen    und    forschungen    zur    sprach-    und    kultur- 

geschichte  der  germ.  Völker. 

Rev.  germ.  =  Revue  germanique. 

StudonglPh.  =  Studien  zur  englischen  philologie. 

Svensk  h.  t._  =  Svensk  historisk  tidskrift. 

Sven.sk  h.  t.  Ö.  =  Svensk  historisk  tidskrift,  öf versikter  og  granskningar. 

Theol.  Iz.  =  Theologische  literaturzeitung. 

Tijdschr.  =  Tijdschrift  voor  nederlandsche  taal-  en  letterkunde. 

Voss.  ztg.  =  Vossische  zeitung. 

Westd.  zs.  =  Westdeutsche  Zeitschrift  für  geschichte  und  kunst. 

Wien.Beitr.  =  Wiener  beitrage  zur  englischen  philologie. 

WS.  =  Wörter  und  Sachen. 

Wschr.  =  Wochenschrift  für  klassische  philologie. 

ZfdA.  :=  Zeitschrift  für  deutsches  altertum. 

ZfdMa.  =  Zeitschrift  für  deutsche  mundarten. 

ZfdPh.  =  Zeitschrift  für  deutsche  philologie. 

ZfdU.  =  Zeitschrift  für  den  deutschen  Unterricht. 

ZfdWortf.  =  Zeitschrift  für  deutsche  w^ortforschung. 

ZfrenglU.  =  Zeitschrift  für  französischen  und  englischen  Unterricht. 

ZfG-w.  ==  Zeitschrift  für  das  gymnasialwesen. 

ZföG.  =  Zeitschrift  für  die  österreichischen  gymnasien. 

ZfRw.  =  Zeitschrift  für  realschulwesen. 

ZfrhwV.  =  Zeitschrift  für  rheinisch- westfälische  Volkskunde. 

ZfvglLg.  =  Zeitschrift  für  vergleichende  literaturgeschichte. 

ZfvglSpr.  =  Zeitschrift  für  vergleichende  Sprachforschung. 

ZfVk.  =  Zeitschrift  des  Vereins  für  Volkskunde. 

ZSprV.  =  Zeitschrift  des  allgem.  deutschen  Sprachvereins. 


Erster  Teil. 


I.   Geschichte  der  germanischen  Philologie. 

A.  Biographie.  —  B.  Enzyklopädie  und  bibliographie. 

A.   Biographie. 

1.  Biographisches  Jahrbuch  und  Deutscher  nekrolog.  hrsg. 
von  Anton  ßettelheim.  bd.  16.  vom  1.  Januar  bis  31.  dezember 
1911.     Berlin,   G.  Reimer.    1914.     IV,367  s.,  88*  sp.     12  m. 

Andree;  vgl.Jsb.  1912,1,6.  —  2.  [Aug.]  He  ydenr eich,  Richard 
Andree  (1835—1912).     Braunschweigische  heimat  3(1912), 98. 

Arnim;  vgl.  Jsb.  1913,1,2.  —  3.  Hermann  Dreyhaus,  Nie- 
buhr  und  Achim  von  Arnim,  mit  zwei  ungedruckten  briefen  Nie- 
buhrs.  Preuß.  Jbb.  bd.  157(1914),356— 362.  —  behandelt  Arnims 
Verhältnis  zu  Niebuhr,  das  infolge  der  beiderseitigen  tätigkeit  am 
Preußischen  korrespondenten  unerquicklich  wurde  und  zum  bruch 
führte. 

Beauchet.  4.  (Marie-rrancois-)Ludovic  Beauchet,  ehemal. 
Professor  an  der  rechtsfakultät  zu  Nancy,  f  1914.  Zs.  d.  Sav.-stiftg. 
f.  rechtsgesch.  bd,  35(1914),  germ.  abt.  s.  647.  —  B.  arbeitete 
über  nordische  und  fränkische  rechtsgeschichte. 

Brahm.  5.  Otto  Brahm.  kundgebungen  zu  seinem  gedenken. 
hrsg.  von  Willi  Simon.  Berlin,  F.  Lehmann.  1913.  149  s.  mit 
4  bildn.     2,50  m. 

6.     Otto  Brahm,  Kritische  Schriften,     s.  u.  abt.   1,104. 

Brandes.  7.  Conr.  Simonsen,  Georg  Brandes,  moderner 
geist  in  Dänemark,  vom  vf.  bearb.  u.  autoris.  deutsche  ausgäbe 
in  Übertragung  von  Alfr.  Voigt.  Leipzig,  Hammer-verlag.  1914. 
204  s.     2,50  m. 

Brunner.  8.  Kgl.  preußische  akademie  der  Wissenschaften, 
adresse  an  herrn  Heinrich  Brunner  zum  fünfzigjährigen  doktor- 
jubliäum  am  8.  april   1914.     SB.   1914,1,523—525. 

Cederschiöld.  9.  Svenska  studier  tillägnade  Gustav  Ceder- 
schiöld  s.  u.  abt.   1,  105. 

Bahn;  vgl.  Jsb.  1913,1,6.  —  10.  Felix  Dahn.  Jb.  d.  k. 
bayer.  akad.  d.  wiss.   1912  (München  1913),  106. 

Jahresbericht  für  germanische  philologie.   XXXVI.    (1914.)    I.  Teil.         1 


2  I.    Geschichte  der  germanischen  philologie. 

11.  Theodor  Siebs,  Felix  Dahn  und  Josef  Scheffel,  mit 
10  noch  unbekannten  briefen  Scheffels  an  Dahn,  Breslau, 
W.  Q.  Korn.    1914.     32  s.     0,80  m. 

Dilthey;  vgl.  Jsb.  1912,1,19.  —  12.  Wilhelm  Dilthey,  Jb. 
d.  k.  bayer.'akad.  d.  wiss.  jahrg.   1912  (München  1913),  92. 

13.     W.   Diltheys   Gesammelte   Schriften,      s.  u.  abt.  1,106. 

Ebert.  14.  Richard  Bürger,  Brunsvicensien  aus  Fr.  Ad. 
Eberts  briefwechsel.  (Festschrift  f.  Paul  Zimmermann  zur  Vollen- 
dung  seines  60.  lebensjahres.     Wolfenbüttel  1914.     s.  231 — 245.) 

Fischer,  15,  Therese  v.  Helldorf,  Aus  Kuno  Fischers 
letzter  Heidelberger  zeit.    Deutsche  Revue  38(1913),IV,  s.  248 — 252. 

Flügel.  16.  Friedrich  A.  Wyneken,  Ewald  Flügel (1863— 
1914),  prof.  an  der  Leland  Stanford  Junior  Universität.  DE.  13 
(1914/15),141  f. 

FÖrstemanil.  17.  Ernst  Friedrich  Förstemann,  Ernst 
Wilhelm  Förstemann  (1822 — 1906).  in:  Ernst  Förstemann,  Alt- 
deutsches namenbuch.  bd.  2.  3.  aufl.,  hrsg.  v.  Hermann  Jelling- 
haus  (Bonn  1913),  s.  III — XXI,  mit  bildnis.  —  'aus  der  fülle  des 
Stoffes  der  vom  vater  hinterlassenen  Selbstbiographie'  greift  der 
söhn  das  wesentliche  heraus,  um  ihm  an  der  spitze  des  von  ihm 
begründeten  werkes  ein  denkmal  zu  setzen. 

Franck.  18.  H.  Teuchert,  Johannes  Franck  (1854— 1914), 
Professor  in  Bonn,  f.  ZfdMa.  1914,188.  —  ferner:  AfdA.  37 
(1914),64;  Litbl.  35(1914), 102;  s.  a.  unter  abt.  1,  103:  bericht  der 
Deutschen  kommission. 

Freytag;  vgl.  Jsb.  1913,1,12  f.  —  19.  Curt  Classe,  Gustav 
Frpytag  als  politischer  dichter.  Hildesheim  1914.  Diss.  phil. 
Münster.     107  s. 

20.  Rudolf  Pechel,  Frey  tag  und  Stosch.  Das  lit.  echo 
16(1913/14),86 — 91.  im  anschluß  an  'Gustav  Freytags  briefe  an 
Albrecht  von  Stosch,  hrsg.  von  H.  F.  Heimelt.  1913'.  —  be- 
eprechungen  dieses  werkes  geben  ferner:  Otto  Kaemmel,  NJbb. 
17(1914),  bd.  33,141—144;  Hermann  Oncken,  Preuß.  Jbb. bd.  155 
<1914),148— 151. 

Genee;  vgl.  Jsb.  1913,1,15.  —  21.  Prof.  dr.  Rudolf  Gen^e, 
literarhistoriker,  (1824—1914),  f-     Litbl.  35(1914),142. 

Goedeke.     22.     Karl  Goedeke.     LE.   16(1913/14),1124. 

GÖrres;  vgl.  Jsb.  1913,1,16  ff.  —  23.  Johannes  Uhlmann, 
Joseph  Görres  und  die  deutsche  einheits-  und  Verfassungsfrage 
bis  zum  jähre  1824,  dargestellt  auf  grund  seiner  geschichts-philo- 
sophischen  und  staatstheoretischen  anschauungen.  Leipzig,  Quelle  & 
Meyer.  1912.  X,155s.  5,20  m.  (Leipziger  histor.  abhandlungen.  32.) 
—  rec.  Karl  Bauermeister,  Hist.  jb.  35(1914),619— 626. 


I.    A.  Biographie.  3; 

24.  Otto  Tschirch,  Joseph  Görres,  der  Rheinische  Merkur 
und   der   preußische   staat.     Preuß.    Jbb.   bd.   157(1914),225— 247. 

25.  Paul  Wentzcke,  Josef  Görres  und  das  Elsaß.  Zs.  f. 
d.  gesch.  d.  Oberrheins  68  (n.  f.  29;  1914),  304—319.  —bespricht 
u.  a.  Hermann  Grauert,  Görres  in  Straßburg  (Görres-Ges.  z.  pflege 
der  Wissenschaft  im  kathol.  Deutschland.  III.  vereinsschrift  f.  1910). 
Köln,  J.  P.  Bachem.    1910.     120  s.     1,80  m. 

26.  Alfons  Schagen,  Josef  Görres  und  die  anfange  der 
preußischen  Volksschule  am  Rhein  1814 — 1816.  1913.  —  vgl.  Jsb. 
1913,1,20. —  rec.  V.  Müller,  Hist.  zs.  113  (3.  f.  17;  1914),  219f. 
—  die  ersten  drei  bogen  erschienen  als  Bonner  dissertation  u.  d.  t. : 
A.  Seh.,  Schule  und  Unterricht  während  der  provisorischen  preußi- 
schen Verwaltung  der  Rheinlande  1814 — 1816.  mit  besonderer 
berücksichtigung  der  tätigkeit  von  Josef  Görres  als  dir.  des  öffent- 
lichen Unterrichts. 

Gottsched;  vgl.  Jsb.  1913,1,22  f.  —  27.  Eugen  Reichel, 
Gottsched  als  padagog.  [1.]  Berlin,  Gottsched-verlag  [1914J.  VIII 
u.  s.   1—48. 

28.  Eugen  Reichel,  Gottsched,  bd.  2.  1912.  —  vgl.  Jsb. 
1912,1,29.  —  rec.  Gotthard  Winter,  ZsdADSprV.  29(1914),415  f. 

Grimm;  vgl.  Jsb.  1913,1,24  ff.  —  29.  Fritz  Kabilinski, 
Jakob  Grimm  als  romanist.  ein  beitrag  zur  geschichte  der  roma- 
nischen Philologie  in  Deutschland,  Gleiwitz  1914,  Diss.  phil. 
Greif swald.     XIII, 7 3  s. 

Gröber;  vgl.  Jsb.  1912,1,37.  —  30.  Heinrich  Schneegans, 
Gustav  Gröber,  Universitätsprofessor  der  romanischen  philologie 
(1844—1911).     BJb.  16,226  f. 

Harnack.  81.  Otto  Harnack  (1857—1914)  f.  AfdA.  37 
(1914),64;  Litbl.  35(1914),190;  Zs.  d.  Sav.-stiftg,  f.  rechtsgesch. 
bd.  35(1914),  germ.  abt.  s.  646. 

Hehn;  vgl.  Jsb.  1913,1,28.  —  32.  Theodor  Schiemann, 
Victor  Hehn  und  Alexander  Bakunin  vor  der  III.  abteilung.  Zs. 
f.  osteurop.  gesch.  4(1 914), 76 — 78.  'aus  der  höchsteignen  biblio- 
thek  des  kaisers  von  Rußland'.  —  Theodor  Schiemann,  Neue 
beitrage  zur  Vorgeschichte  der  Verhaftung  Victor  Hehns.  ebda. 
228—230. 

Herder;  vgl.  Jsb.  1913,1,29  ff.  —  33.  Eugen  Kühnemann, 
Herder.  2.  aufl,  1912,  —  vgl.  Jsb.  1912,1,40.  —  rec,  Alfred 
Nathansky,  ZföG.  65(1914),743  f. 

Hildebrand;  vgl.  Jsb,  1913,1,37,  —  34,  Julius  Goebel,  Aus 
Rudolf  Hildebrands  nachlaß  (zu  Walther  von  der  Vogelweide), 
JEGPhil,  13(1914),181— 185. 

Hillebrandt;  vgl,  Jsb,  1913,1,38.  —  35,  Festschrift  für 
Alfred  Hillebrandt.     s,  u.  abt.   1,  107. 

1* 


4  I.    Geschichte  der  germanischen  philologie. 

Höfer.  36.  Gustaf  Kossinna,  Professor  dr.  Paul  Höfer 
in  Blaukenburg  a.  Harz  (1845—1914)  f.  Mannus  6(1914),345.  — 
veröffentlicht  eine  anzahl  Schriften  zur  germanischen  vor-  und  früh- 
geschichte. 

37.  Hngo  Mötefindt,  Paul  Höfer  j.  Zs.  d,  Harz-vereins 
47(1914),VIII— XII. 

Höfler.  38.  Max  Roediger,  Max  Höfler  f.  ZfVk.  24 
(1014), 437.  —  H.,  arzt  in  Tölz,  arbeitete  viel  über  Volkskunde, 
im  besonderen  über  Volksmedizin  und  festgebräuche. 

Holder-Egger:  vgl.  Jsb.  1913,1,39.  —  39.  Oswald  Holder- 
Egger  f.  Jb.  d.  k.  baj-er.  akad.  d.  wiss.  Jahrg.  1912  (München 
1913),   1U5  f. 

Humboldt;  vgl.  Jsb.  1913,1,40  ff,  —  40.  Vor  hundert  jähren, 
ungedruckte  briefe  Wilhelm  v.  Burgsdorffs  an  Wilhelm  und 
Karoline  von  Humboldt,     Deutsche  revue  38(1913), IV,   s.  46 — 59., 

41.  Wilhelm  von  Humboldt,  Gesammelte  Schriften,  s.  u. 
abt.  1,108. 

Justi.  42.  Karl  Justi,  prof.  d,  kunstgesch.  a.  d.  univ.  Bona 
(1832—1912)  f.  Jb.  d.  k.  bayer.  akad.  d.  wiss.,  jahrg.  1913 
(München   1914),  105. 

Keller.  43.  Julius  Keller,  Gesammelte  reden  und  abhand- 
lungen.     s.  u.   abt.   1,109. 

Kettner.  44.  Prof.  dr.  Gustav  Kettner,  literarhistoriker, 
(1852—1914),  f.  AfdA,  37(1914),64;  ZfdPh.  45(1913),531;  Litbl. 
35(1914),142. 

Kluge.  45.  Friedrich  Kluge.  Unser  Deutsch,  s.  u. 
abt.   1,110. 

46.  Hermann  Kluge,  prof.  u.  bibliothekar  der  herzogKchen 
landesbibliothek  in  Altenburg,  (1832 — 1914),  f.  Börsenblatt  f.  d. 
deutschen  buchhandel  1914,  nr.  96.  —  Verfasser  der  bisher  in 
45  auflagen  erschienenen  Geschichte  der  deutschen  nationalliteratur. 

Kurz.  47.  Ernst  Müller  (prof.  in  Stuttgart),  Zur  erinneruDg 
an  Hermann  Kurz,  eine  betrachtung  zu  seinem  100.  geburtstag 
am  30.  november  1913.     ZfdU.  27(1913),776— 780. 

Lagarde.  48.  Herm.  Mulert,  Paul  de  Lagarde.  Berlin- 
Schöneberg,  Protestant.  Schriftenvertrieb.  1913.  118  s.  1,50  m. 
(Die  klassiker  der  religion.  bd.  7.)  —  reo.  F.  Niebergall,  Theol.  Iz. 
39(1914).669. 

Lazarus;  vgl.  Jsb.  1906,1,47.  —  49.  Moritz  Lazarus,  Aus 
meiner  jugend.  autobiographie.  mit  vorwort  und  anhang  hrsg. 
von  Xahida  Lazarus.  Frankfurt  a.  M.,  Kauf f mann.  1913.  VIH, 
137  s.  2,50  m.  —  eine  ergänzung  zu  der  bereits  1906  von 
Nahida    L.    und    A.    Leicht    veröffentlichten    'lebenserinnerungen' 


J 


I.    A.  Biographie.  5 

von  M,  Lazarus,  vgl.  Jsb.  1906,1,47.  —  rec.  Rudolf  Raab,  CbL 
1915,2351'.;  v.  Harling,  Theol.  litbl.  36(1915),247  f. 

Leibniz.  50.  Paul  Ritter,  Wie  Leibniz  gestorben  und  be- 
graben ist.     Preuß.  Jbb.  bd.  157(1914),437— 449. 

51.     Interakademische  LeibnizauFgabe.     s.  u.  abt.  1,111. 

Leo.  52.  Eduard  Fraenkel,  Friedrich  Leo  (1851 — 1914). 
Internat,  monatsschr.  8(1914),995— 1008. 

53.  Max  Pohlenz,  Friedrich  Leo.  NJbb.  jahrg.  17(1914), 
bd.  33,297—310. 

54.  Paul  Wendland,  Rede  auf  Friedrich  Leo.  (aus:  (le- 
schäftliche  mitteilungen  der  kgl.  ges.  d,  wiss.  zu  Göttingen.)  Berlin, 
Weidmann.    1914.     24  s.     0,80  m. 

Lichteuberger;  vgl.  Jsb.  1913,1,49,  —  55.  Ernest  Licbten- 
berger,  vorm.  prof.  d.  deutschen  spräche  und  literatur  an  der  Uni- 
versität Paris,  f.     Litbl.  35(1914),46. 

Liliencron ;  vgl.  Jsb.  1912,1,  58  f.  —  56.  Rochus  Freiherr 
von  Liliencron,  j  1912.  Jb.  d.  k.  bayer.  akad.  d.  wiss.  jahrg.  1912 
(München   1913),  100. 

Ludwig.  57.  L.  V.  Schroeder,  Alfred  Ludwig  (1832— 1912). 
nekrolog.  Almanach  d.  kais.  akad.  d.  wiss.  63(1913).  Wien  1914. 
s.  461—463  m.  bildn. 

Meyer.  58.  Eugene  Lewenhaupt,  Ernst  Meyer  (1854 — 
1914)  j,  erster  bibliothekar  an  der  Universitätsbibliothek  zu  Upsala, 
schwedischer  literarhistoriker.  Nordisk  tidskrift  för  bok-  och 
biblioteksväsen   1(1914),287 — 291   m.  bildn. 

59.  Richard  M.  Meyer,  ao.  prof.  d.  deutschen  spräche  und. 
literatur  an  der  iiniversiät  Berlin,  (1860 — 1914),  f.  Litbl.  35 
(1914),422. 

Minor;  vgl.  Jsb.  1912,1,64.  —  60.  Robert  F.  Arnold,  Jakob 
Minor.     Euph.  20(191 3),789— 801. 

61.  August  Sauer,  Jakob  Minor  (1855 — 1912).  nekrolog. 
Almanach  d.  kais.  akad.d.  wiss.  63(1913).  Wien  1914.  s.  467—476 
mit  bildn.      Verzeichnis  seiner  Schriften  ebda.  s.   525 — 571. 

Mogk.  62.  Wolf  v.Unwerth,  Eugen  Mogk.  DE.  13(1911), 
33—35. 

Morsbach.  63.  Festschrift  für  Lorenz  Morsbach.  s.  u. 
abt.   1,112. 

Müller.  64.  Dr.  Mich.  Müller,  Franzensbad  (1849—1914)  f. 
Unser  Egerland  18(1 914), 72  f.  u,  128.  —  war  von  beruf  arzt,  ar- 
beitete aber  viel  über  Egerländer  Volkskunde,  auch  über  die  Eger- 
Jänder  Ortsnamen  u.  a. 

Mülverstedt.  65.  R.  Krieg,  Georg  Adalbert  von  Mülver- 
stedt  f.     Zs.  d.  Harz-vereins  47(1914),XII  f.  —  war  hauptsächlich 


6  I.    Geschichte  der  germanischen  philologie. 

geneaJoge  und  beraldiker,  worauf  auch  seine  abhandlung  über  die 
beimat  uud  das  gescblecbt  des  minnesängers  Heinrieb  von  Morungen 
(Zs.  d.  Harz-vereins   13,  s.  440—476)  beruht. 

Peters.  66.  AloisBemt,  Professor IgnazPeters(1834— 1913). 
Mitt.  d.  ver,  f.  geseb.  d.  Deutschen  in  Böhmen,  jabrg.  52(1914), 
538 — 546.  —  seine  arbeiten  betreffen  besonders  namenkunde  und 
uaundarten  Böhmens.  —  vgl.  ferner  Unser  Egerland  18(1914), 15; 
F.  Hautschel,  Gj^mnasialprofessor  Ignaz  Petters  [so!],  Mittlgn. 
d.  uordböhm.  exkursions-klubs  37(1914), 54  f. 

Riehl;  vgl.  Jsb.  1911,1,49.  —  67.  Bertold  Riehl,  prof.  d. 
kunstgesch.  an  d.  univ.  München,  (1858 — 1911).  Jb.  d.  k.  bayer. 
akad.'d.  wiss.  jabrg.  1912  (München  1913),  106—108.  —  [F.  v. 
Reber],  Chronik  der  Ludwig-Maximilians-universität  München 
1910^11,  14  f.  —  Philipp  Maria  Halm,  'Berthold  Riehl  zum  ge- 
dächtuis',  geleitwort  zu  dem  buche  Riehls  'Bayerns  Donautal'. 
München   1912,  s.  VII  ff. 

Stich.  68.  Reimer  Hansen,  August  Sach,  geb.  1837.  DE. 
13(1914),!  f.  —  vf.  u.  a.:  Das  berzogtum  Schleswig  in  seiner 
ethnographischen  und  nationalen  entwicklung  (1896 — 1907),  Deut- 
sches leben  in  der  Vergangenheit  (1891),  Die  deutsche  heimat 
(1881:  2.  aufl.   1901). 

SaloiIlOIl.  69.  Fritz  Zücken,  Ludwig  Salomon,  literar- und 
kulturhistoriker,  (1844—1911).  BJb.  16,61— 63.  —  vf.  u.  a.:  Ge- 
schichte der  deutschen  nationalliteratur  des  19.  jahi'hs.  1881,  2.  aufl. 
1887;  Geschichte  des  deutschen  zeitungswesens  1900 — 1906;  Allg. 
geschichtc  des  zeitungswesens   1907. 

SeheflFel;  vgl.  Jsb.  1913,1,56.  —  70.  Theodor  Siebs,  Felix 
Dahn  und  Josef  Scheffel,     s.  o.  abt.   1,11. 

71.  Werner  Kremser,  Joseph  Viktor  von  Scheffel.  1913. 
—  vgl.  Jsb.   1913,1,56.  —  rec.  Curt  Noch,  Cbl.   1914,1230  1. 

Schlegel:  vgl.  Jsb.  1913,1,58  ff.  —  72.  Briefwechsel  A.  W. 
von  Schlegel.  Christian  Lassen,  hrsg.  von  W.  Kirfel.  Bonn, 
Frdr.  Cohen.  1914.  XII,248  s.  4,80  m.  —  rec.  W.  Schonack, 
Cbl.  1915,50;  H.  Oldenberg,  DLz.  1915,134  f. 

73.  Josef  Körner,  A.  W.  Schlegel  und  sein  Heidelberger 
Vorleger  (d.  i.  Johann  Georg  Zimmer  in  firma  Mohr  und  Zimmer). 
ZföG.  65(1914),673— 694. 

74.  Wilhelm  Schwartz,  August  Wilhelm  Schlegels  Ver- 
hältnis zur  spanischen  und  portugiesischen  literatur.  Halle,  Nie- 
meyer. 1914.  X,144  8.  4,40  m.  (Romanistische  arbeiten  3.)  — 
rec.  Stephan  Hof  er,  DLz.   1915,411  f. 

75.  Briefe  von  August  Wilhelm  und  Friedrich  Schlegel,  mit- 
geteilt von  dr.  Josef  Körner  in  Prag.    Zs.  f.  Bücherfreunde  1914 


I.   A.  Biographie.  7 

(n.  f.  6),  93 — 96.  —  die  briefe  befinden  sich  auf  der  k.  k.  hof- 
bibliothek  in  Wien,  die  briefe  A.  W.  Sch.s  stammen  aus  der 
zeit  seines  aufenthaltes  mit  Frau  von  Stael  in  Wien  1808,  der 
brief  F.  Sch.s   an   den  Verleger  Karl  Schaumburg  aus  d.  j.   1827. 

76.  Oskar  Walzel,  Goethe  und  die  Schlegel  über  den  stil 
des  epos.     Sokrates,  n.  f.  2(1914),369— 394. 

77.  Carl  Enders,  Friedrich  Schlegel,  die  quellen  seines 
Wesens  und  werdens.    Leipzig,  Haessel.   1913.    XVI, 408  s.    7,50  m. 

78.  Jakob  Bleyer,  Friedrich  Schlegel  am  bundestage  in 
Frankfurt.  1913.  —  vgl.  Jsb.  1913,1,60.  —  rec.  C.  Nohle,  Mitt. 
a.  d.  bist.  lit.  n.  f.  2  (g.  r.  42;  1914),  392—394;  Ottokar  Fischer, 
Cbl.  1915,117  f. 

79.  Hugo  V.  Kleinmayr,  Zu  Jakob  Bleyers  'Friedrich 
Schlegel  am  bundestage  in  Frankfurt'.     ZföG.  65(1914),961— 979. 

80.  Johanna  Krüger,  Friedrich  Schlegels  bekehrung  zu 
Lessing.  1913.  —  vgl.  Jsb.  1913,1,59.  —  rec.  Jos.  Körner, 
Cbl.   1915,101   (günstig). 

81.  Caroline  Schlegel  und  Dorothea  Schlegel  in  brief en. 
hrsg.  von  Ernst  Wieneke.  Weimar,  G.  Kiepenheuer.  1914. 
596  s.  mit  5  bildn.  u.   1  taf.     6  m. 

82.  Oskar  F.  Walzel,  Von  Caroline  und  Bettine.  DLz.  35 
(1914),2629— 2635  u.  2693—2699.  —  über:  Caroline,  briefe  aus 
der  frühromantik.  nach  Georg  Waitz  vermehrt  hrsg.  von  Erich 
Schmidt,  Leipzig  1913  (Jsb.  1913,1,62),  und:  Reinhold  Steig, 
Achim  von  Arnim  und  Bettina  Brentano.  [Achim  von  Arnim  und 
die  ihm  nahestanden,     bd.   2.]     Stuttgart  1913  (Jsb.   1913,1,2). 

Schmidt;  vgl.  Jsb.  1913,1,63  ff.  —  83.  Zu  Erich  Schmidts 
gedächtnis.  Jahresberichte  für  neuere  deutsche  literaturgeschichte. 
bd.  22/23  (1911  und  1912)  II  (BerHn-Steglitz  1914),  s.  II  f.  -- 
s.  a.  abt.   1,103:  Deutsche  kommission. 

Schönbach;  vgl.  Jsb.  1912,1,82.  —  84.  Elias  v.  Stein- 
meyer, Anton  Emanuel  Schönbach  (1848 — 1911).  BJb.  16, 
256  —  261. 

Schuchardt.  85.  Kgl.  preuß.  akademie  der  Wissenschaften, 
adresse  an  herrn  Hugo  Schuchardt  zum  fünfzigjährigen  doktor- 
jubüäum  am  31.  mai  1914.     SB.   1914,1,694  f. 

Schwab.  86.  Werner  Schulze,  Gustav  Schwab  als  balladen- 
dichter. Berlin,  Mayer  U.Müller.  1914.  VIII,223  s.  (Palaestra  126.) 
6,50  m. 

Suphan;  vgl.  Jsb.  1911,1,60.  —  87.  Wanda  von  Putt- 
kamer,  Bernhard  Suphan  und  das  Goethe-Schill  er- Archiv  in 
Weimar.  Deutsche  rundschau  bd.  158(1914),473— 477.  —  tritt 
lebhaft  für  die  aufbewahrung  von  Suphans  handschriftlichem  nach- 
laß  im  Goethe-Schiller-Archiv  zu  Weimar  ein. 


8  L    Geschichte  der  germanischen  philologie. 

Thoniseu.  88.  Festskrift  Vilhelm  Thomsen  dargebracht. 
s.  u.  abt.   1,113. 

Tieck.  89.  Ungedruckte  briefe  L(udwig)  Tiecks.  mitge- 
teilt von  H.  Günther  in  Leipzig.  Euph.  20(1913), 641— 647; 
2 1(1 914), 230 — 237.  —  ein  brief  an  die  Verleger  Voß  und  Leo  in 
Leipzig  vom  23.  dezember  1797  mit  dem  angebot,  seine  Romantischen 
darstellungen  zu  verlegen,  das  aber  abgelehnt  wurde,  ein  ausführ- 
licher brief  an  seinen  Verleger  Frommann  in  Jena  vom  30.  januar 
1801   über  das  Poetische  Journal  u.  a. 

90.  J.-J.  A.  Bertrand,  L.  Tieck  et  le  theatre  espagnol. 
Paris,  F.  Rieder  &  Cie.  1914.  182  s.  4  fr.  (Bibliotheque  de 
literature  comparee.)  —  rec.  Stephan  Hofer,  DLz.   1915,411  f. 

Torp.      91.    Festskrift  til  professor  Alf  Torp.    s.  u.  abt.  1,114. 

Uhland;  vgl.  Jsb.  1913,1,75  ff.  — 92.  Uhlands  Briefwechsel, 
im  auftrag  des  Schwäbischen  Schillervereins  hrsg.  von  Julius 
Hartmann.  tl.  3:  1834—1850.  Stuttgart  u.  Berlin,  Cotta.  1914. 
XIV, 47 7  s.  m.  bildn.  7,50  m.  (Veröffentlichungen  des  Schwä- 
bischen Schillervereins,  bd.  6.)  forts.  zu  Jsb.  1913,1,75.  —  rec. 
Rudolf  Krauss,  DLz.  1915,363  f.  'der  vorliegende  dritte  band 
des  Uhlandschen  brief  wechseis  umfaßt  17  jähre  und  reicht  von 
1834 — 1850.  es  ist  die  zeit  der  germanistischen  Studien  und  der 
volksKedersammlung,  und  der  gelehrtenverkehr  nimmt  darum  unsere 
aufmerksamkeit  hauptsächlich  in  anspruch'.  —  'so  haben  wir  eine 
abschließende  ausgäbe  des  Uhlandschen  briefwechsels  erhalten,  die 
zwar  nicht  alle  zugänglichen  briefe  von  und  an  Uhland  ungekürzt 
widergibt  (sonst  wären  es  statt  4  bände  6  oder  7  geworden),  wohl 
aber  einen  lückenlosen  überblick  über  das  vorhandene  material  ge- 
stattet'. 

Vilmar;  vgl.  Jsb.  1913,1,79.  —  93.  Wilhelm  Hopf,  August 
Vilmar,  1913.  rec.  Horst  Stephan,  Theol.  Iz.  1914,337  f.;  Ernst 
Hey  mann,  Zs.  d.  vor.  f.  hess.  gesch.  u.  landeskunde  1904,401  ff. 

94.  Friedrich  Wieg  and,  August  Vilmar.  ZfKG.  35(1914), 
77 — 86;  eine  kritische  beleuchtung  von  Vilmars  Stellung  als 
theolog  im  anschluß  an  das  buch  von  Hopf. 

Walther.  95.  C.  Borchling,  Gedächtnisrede  auf  C(hristoph) 
Walther,  (1841—1914).  Nd.  jb.  40(1914),155— 156.  —  H[ermann] 
T[euchert],  Christoph  Walther,  ZfdMa.  1914,288;  AfdA.  37 
(1914),64. 

Weitbrecht.  96.  Hermann  Mosapp,  Richard  Weitbrecht, 
evangel.  stadtpfarrer  in  Wimpfen  am  Berg,  (1851 — 1911).  BJb.  16, 
116 — 119.  —  vf.  u.  a.  Geschichte  der  deutschen  dichtung  von  den 
anfangen  bis  zur  gegenwart  1880;  Joh.  Fischart  als  dichter  und 
deutscher;  Fischarts  Ehezuchtbüchlein   1881  usw. 


I.    B.  Enzyklopädie  und  bibliographie.  9 

Wilmamis;  vgl.  Jsb.  1911,1,66  f.  —  97.  Edward  Schröder, 
Willielm  Wilmanns,  prof.  der  deutschen  spräche  und  literatur  an 
der  Universität  Bonn,  (1842—1911).     BJb.   16,41—45. 

Windisch.  98.  Festschrift,  Ernst  Windisch  dargebracht, 
s.  u.  abt.   1,115. 

Winterfeld.  99.  Alfred  Biese,  Paul  von  Winterfeld. 
Konservative  monatsschrift  71(1913/14),I,441— 444. 

WÜlflng;  vgl.  Jsb.  1913,1,81.  —  100.  Ernst  Wülfing  f. 
Beiblatt  zur  Anglia  25(1914), 32.  —  hier  wird  auf  einen  nachruf 
von  Trautmann  in  der  Bonner  zeitung  vom  14,  nov.  1913  hin- 
gewiesen, der  Wülfings  'Verdienste  um  die  Wissenschaft  und  seine 
menschlichen  eigenschaften  würdigt'. 

Zeumer.  101.  Fritz  Kern,  Karl  Zeumer  (1849—1914). 
nachruf.  Hist.  zs.  113  (=3.  f.,  bd.  17;  1914),  540—558.  mit  einem 
Verzeichnis  seiner  Schriften.  —  Richard  Salomon,  NA.  bd.  39 
(1914),518— 533.  —  Zs.  d.  Sav.-stiftg.  f.  rechtsgesch.  bd.  35(1914), 
germ.  abt.,  s.  646  f. 

Zingerle.  102.  Oswald  von  Zingerle.  (in:  Die  Zingerle. 
eine  tiroler  gelehrtenfamilie.  Hist.-pol.  blätter  f.  d.  kath.  Deutsch- 
land bd.  155(1915),268— 270.) 

B.   Enzyklopädie  und  bibliographie. 

103.  Kgl.  preuß.  akademie  der  Wissenschaften.  Deutsche 
kommission.  bericht  der  herren  [Konrad]  Burdach,  [Andreas] 
Heusler,  [Gustav]  Roethe.  (über  das  jähr  1913).  SB.  d.  kgl. 
preuß.  akad.  d.  wiss.  1914,1,130 — 153.  —  Die  Deutsche  kommission 
hat  durch  den  tod  ihr  mitglied  Erich  Schmidt  in  Berlin,  sowie 
ihr  außerakademisches  mitglied.  Johannes  Franck  in  Bonn  verloren. 
—  'Die  inventarisation  der  deutschen  handschriften  konnte 
auf  der  ganzen  linie  gefördert  werden',  berichte  liegen  vor  über 
arbeiten  in  der  Schweiz,  Österreich-Ungarn,  den  deutschen  bundes- 
staaten,  Dänemark,  Schweden,  Schottland  und  Irland,  Frankreich, 
'die  zahl  der  gesamten  beschreibungen  beträgt  über  7900  (6800), 
die  der  zettel  gegen  370  000  (320000)'.  'der  katalog  des  ge- 
druckten handschriftlichen  materials  konnte  nicht  wesentlich  ge- 
fördert werden'.  —  Von  den  Deutschen  texten  des  mittel- 
alt er  s  ist  neu  ausgegeben  nur  bd.  24  (Mittelhochdeutsche  minne- 
reden I).  bd.  22  (Das  Väterbuch)  steht  dicht  vor  dem  abschluß; 
bd.  20  (Rudolfs  von  Ems  Weltchronik)  konnte  noch  nicht  beendet 
werden,  ist  aber  im  Text  vollständig  gedruckt;  bd.  25  (Die  Pilger- 
fahrt des  träumenden  mönchs)  ist  im  satz,  ebenso  bd.  26  (Das 
alemannische  Gedicht  von  Johannes  dem  täufer  und  Maria  Magda- 
lena);   begonnen  hat  der  druck   von  bd.   27  (Das  Marienleben  de9. 


10  I-   Geschichte  der  germanischen  philologie. 

Schweizers  Wernher).  Demnächst  sollen  folgen:  'Der  trojanische 
Krieg'  aus  der  Göttweicher  handschrift,  'Johann  Hartliebs  Über- 
setzung des  Dialogus  miraculorum  von  Caesarius  von  Heisterbach' 
aus  der  handschrift  des  Britischen  Museums.  —  Die  leitung  der 
Wieland-Ausgabe  hat  nach  Erich  Schmidts  tode  zunächst  Bern- 
hard Seuffert  übernommen.  erschienen  sind  im  berichtsjahr 
bd.  4  der  zweiten  abteilung  (Übersetzungen)  und  bd.  10  der  ersten 
abteilung  (werke).  —  Über  das  Rheinische  Wörterbuch  be- 
richtet in  Vertretung  des  verstorbenen  Johannes  Franck  Oberlehrer 
dr.  Josef  Müller  in  Bonn,  die  für  1913  in  aussieht  gestellte 
probe  konnte  infolge  von  Francks  tode  nicht  in  angriff  genommen 
werden,  das  erscheinen  der  ersten  lieferung  zum  100jährigen  Jubi- 
läum der  Eheinprovinz  ist  unmöglich  geworden,  eine  vorläufige 
probe  {h — hachwurz,  dohhel — dohheltag,  dopp)  ist  der  Marburger 
Wörterbuchkonferenz,  die  im  anschluß  an  die  Philologenversamm- 
lung stattfand  und  auf  der  alle  großen  Wörterbuchunternehmungen 
vertreten  waren,  und  damit  der  kritik  unterbreitet,  eine  reihe  von 
einzelsammlungen  sind  der  leitung  zur  Verfügung  gestellt,  die  mit- 
arbeit  hat  sich  in  reger  weise  ausgedehnt,  die  fragebogen  20 — 22 
gelangten  zur  ausgäbe.  der  bestand  an  zetteln  beträgt  rund 
680000.  —  Über  das  Hessen-Nassauische  Wörterbuch  berichtet 
Ferdinand  Wrede.  auch  diesem  unternehmen  sind  eine  anzahl 
von  einzelsammlungen  zugeflossen,  die  mitarbeiterschaft  hat  sich 
erfreulich  gehoben,  der  zettelapparat  umfaßt  gegen  50000  (25000) 
Zettel,  'die  vorwiegend  wort-,  nicht  belegzettel  sind'.  —  Über  das 
Preußische  Wörterbuch  berichtet  Ziesemer.  auch  hier  ist 
das  material  durch  Zuwendungen  und  hebung  der  mitarbeiterschaft 
erfreulich  gewachsen,  die  ersten  beiden  fragebogen  sind  versandt, 
'das  alphabetisch  eingeordnete  material  beläuft  sich  auf  etwa 
120000  (60000)  Zettel'.  —  Über  das  Deutsche  Wörterbuch 
berichtet  Johannes  Lochner.  die  Sammlung  umfaßt  1972  000 
(1813000)  belege,  im  berichtsjahr  sind  erschienen  für  G:  bd.  4, 
abt.  1,  lief.  2  des  4.  teiles  {geumJd — gezäun)  von  [Hermann]  Wunder- 
lieh, für  T:  bd.  11,  abt.  1,  lief.  4  (todestanz — ton)  von  [D.]  von 
Kralik,  für  U:  bd.  11,  abt.  2,  lief.  1  (u — üherdrängen)  von  [V.]  Doll- 
maj-r  und  bd.  11,  abt.  3,  lief.  2  {unansprächig — unbequem)  von 
[K.]  Eulin g,  für  V:  bd.  12,  abt.  1,  lief.  10  {verstehen — versuch) 
von  [Max]  Leopold  und  bd.  12,  abt.  2,  lief.  1  (vesche — viel)  von 
[Rudolf]  Meiszner,  für  W:  bd.  13,  lief.  11  (ivmik — tvappen)  von 
[Karl]  von  Bahder  und  bd.  14,  abt.  2,  lief.  1  {wilh — wille)  von 
[L.]  Sütterlin,  für  Z:  bd.  15,  lief.  1  {z — zähneniangel)  von 
[H.]  Seedorf.  —  Über  die  Forschungen  zur  neuhochdeut- 
schen sprach-  und  bildungsgeschichte  berichtet  [Konrad] 
Burdach,     von    ihm    erschien    im    berichtsjahr:     Rienzo   und    die 


I.    B.  Enzyklopädie  und  bibliographie.  11 

geistige  Wandlung  seiner  zeit,  1.  hälfte  (Vom  mittelalter  zur  re- 
formation  11,1).  der  druck  des  Ackermanns  aus  Böhmen  (Vom 
ma.  z.  ref.  III)  ist  seinem  abschluß  nahe,  für  die  Schriften  Johanns 
von  Neumarkt  (Vom  ma.  z.  ref.  VI)  ist  das  druckfertige  manuskript 
des  ersten  teiles  (lateinisches  original  und  deutsche  Übersetzung 
der  pseudo-augustinischen  soliloquien)  abgeliefert. 

104.  Otto  Brahm,  Kritische  Schriften  über  drama  und 
theater.  hrsg.  von  Paul  Schienther.  Berlin,  S.  Fischer.  1913. 
XVI, 487  s.     mit  einem  jugendbilde  Brahms.     5  m. 

105.  Svenska  studier  tillägnade  Gustaf  Cederschiöld  den 
25.  juni  1914,  utgifna  genom  Svenska  Modersmälslärareföreningens 
arbetsutskott.  Lund,  Gleerup.  1914.  483  s.  gr.  8".  10  kr.  — 
die  Studien  handeln  zumeist  über  neuschwedische  spräche;  s.  456 — 483 
eine  bibliographie  der  Schriften  Cederschiölds.  (eingehender  in  abt.  14 
behandelt.) 

106.  Wilhelm  Dilthe^-s  Gesammelte  Schriften.  bd.  2. 
Weltanschauung  und  analyse  des  menschen  seit  renaissance  und 
reformation  usw.  Leipzig  u,  Berlin,  Teubner.  1914.  XI, 528  s. 
12  m.  —  bd.  1   erscheint  später. 

107.  Beiträge  zur  sprach-  und  Völkerkunde,  festschrift  für 
Alfred  Hillebrandt.  1913.  —  vgl.  Jsb.  1913,1,91.  —  aus  dem 
inhalt:  Richard  Kühn  au.  Die  weiße  frau  (s.  93 — 109);  Ernst 
Lewy,  Zur  frage  der  Sprachmischung  (s.  110 — 120);  Wolf  von 
Unwerth,  Namensgebung  und  Wiedergeburtsglaube  bei  Nord- 
germanen und  Lappen  (s.   179 — 187). 

108.  Kgl.  preuß.  akademie  der  Wissenschaften,  kommission 
für  die  herausgäbe  der  'Gesammelten  Schriften  Wilhelm  von  Hum- 
boldts'. SB.  1914,1,125—127.  für  Erich  Schmidt  ist  Konrad 
Burdach  als  leiter  und  berichterstatter  eingetreten,  sein  bericht 
schildert  Erich  Schmidts,  des  'geistigen  vaters'  der  ausgäbe,  hervor- 
ragende tätigkeit  für  dieselbe,  und  gibt  kenntnis  von  den  Schwierig- 
keiten, die  durch  diesen  todesfall  sowie  auch  durch  den  konkurs 
des  bisherigen  Verlegers  zu  überwinden  waren,  bd.  13,  der  Supple- 
mente zu  den  abgeschlossenen  teilen  bringt,  ist  noch  im  druck, 
mit  dem  druck  von  bd.  14  (tagebücher)  ist  begonnen,  die  briefe 
sind  in  Vorbereitung. 

109.  Julius  Keller,  Gesammelte  reden  und  abhandlungen, 
2  bde.  Karlsruhe,  F.  Gutsch.  1913.  bd.  1 :  XIX,153  s.  m.  bildn. 
3,60  m.;  bd.   2:  244  s.     4,60  m. 

110.  Friedrich  Kluge,  Unser  Deutsch,  eiuführung  in  die 
muttersprache.  vortrage  und  aufsätze.  3.  aufl.  11. — 15.  tausend. 
Leipzig,  Quelle  &  Meyer.    1914.     151   s.     Im. 

111.  Kgl.  preuß.  akademie  der  Wissenschaften,  interaka- 
demische Leibniz-ausgabe.  bericht  des  herrn[Max]  Lenz.  SB.  1914, 


12  I.    Geschichte  der  germanischen  philologie. 

1,127.    mit  der  drncklegung  des  ersten  bandes  der  abteihing  briefö 
xind  denkschriften  ist  begonnen. 

112.  Festschrift  für  Lorenz  Morsbach.  dargebracht  voii 
freunden  und  schillern.  redigiert  von  F,  Holthausen  und 
H.  Spies.  Halle,  Niemeyer.  1913.  4  bll.  u.  721  s.  mit  1  bildu. 
(Studien  zur  engl,  philologie.  50.)  —  aus  dem  Inhalt:  Erik  Björk- 
mau,  Die  'i'estermen'  des  ^Elfric.  eine  namenliste  aus  York 
(s.  1 — 19);  Max  Förster,  Der  Vercelli-codex  CXVII  nebst  ab- 
druck  einiger  altenglischer  homilien  der  handschrift  (s.  20 — 179); 
F[erdinand]  Holthausen,  Das  altengliche  relmlied  (s.  190 — 200 
und  722);  Richard  Rohde,  Zu  Marlowes  Doctor  Faustus.  er- 
örterung  einiger  problerae  (s.  222 — 232);  Willi  Breier,  Synthesis 
und  analysis  des  konjunktivs  in  dem  frühmittelenglischen  streit- 
gedicht  'Eule  und  nachtigall'  (s.  251 — 277);  John  Matthews 
Manly,  What  is  the  Parlement  of  Foules?  (s.  278—290);  Max 
Deutschbein,  BeowulfderGautenkönig  (s.  291 — 297);  Oskar  Boer- 
ner,  Reimimtersuchung  über  die  qualität  der  betonten  langen  e-vokale 
bei  Robert  of  Brunne  (s.  298 — 351);  Heinrich  Cornelius,  Die  eng- 
lischen Ortsnamen  auf  -wick,  -wich  (s.  352 — 416);  Karl  Wildhagen, 
Studien  zum  Psalterium  Romanum  in  England  und  zu  seinen 
glossierungen  (in  geschichtlicher  entwicklung)  (s.  417 — 472);  K.  D. 
Bülb ring,  Untersuchungen  zur  mittelenglischen  metrik(s. 5 10 — 624); 
Heinrich  Spies,  Chaucer's  religiöse  grundstimmung  und  die  echt- 
heit  der  Parson's  tale  (s.  626—721). 

113.  Festschrift  Vilhelm  Thomsen  zur  Vollendung  des  sieb- 
zigsten lebensjahres  am  25.  januar  1912  dargebracht  von  freunden 
und  Schülern.  Leipzig,  Harrassowitz.  1912.  VIII,296  s.  u.  4  taf. 
10  m.  —  aus  dem  inhalt:  Magnus  Olsen,  Über  den  inhalt  einiger 
gruppen  von  urnordischen  runeninschriften  (s.  15 — 20);  Antoine 
Meillet,  Remarques  sur  le  sens  du  genitif  indo-europeen  (s.  21-^23); 
Alf  Torp,  Deutsch  mundartl.  'brente'  (s.  53 — 55);  Richard  Constant 
Boer,  Wulfstuns  beschreibung  der  Weichselmündung  (s.  56 — 58); 
Josef  Marquart,  Studien  zum  Widsid  (s.  98 — 110);  Verner 
Dahlerup,  The  etymology  of  a  Danish  word  (s.  142 — 144; 
'basseralle');  Kristian  Sandfeld  Jensen,  Notes  sur  les  calques 
linguistiques  (s.  166 — 173);  Josef  Julius  Mikkola,  Über  einige 
altgermanische  lehnwörter  im  Finnischen  (s.  174  f.);  Johan  Eyser, 
Thomsen-bibliografi  (s.   222—236). 

114.  Festskrift  til  professor  Alf  Torp  paa  hans  60  aars 
f0dselsdag  27.  September  1913.  Kristiania,  Aschehong  &  co.  19l3. 
3  bll.,  252  s.  m.  bildn.  6  kr.  —  aus  dem  inhalt:  Hjalmar  Falk, 
Begravelsesterminologien  i  den  oldnorsk-islandske  litteratur  (s.  1— ^1 8) ; 
Ragnvald    Iversen,     Nogen    fremmedord    i    norsk    sj0mandssprou' 


I.    B.  Enzyklopädie  und  bibliographia.  13 

(s.  19 — 24);  Halvdan  Koht,  Ei  grunnlov  i  norsk  setningslsere 
(s.  25 — 35);  Amund  B.  Larsen,  Om  betoning  paa  andet  sammen- 
saetüingsled  i  de  norske  bj-gdemaal  (s.  36 — 45);  Olaf  Broch,  Litt 
om  rvtmenormen  i  vordagligtale  (s.  46 — 63);  Marius  Hsegstad, 
Eintal  av  kj-nlause  pronomen  og  nokre  nserskylde  former  i  nynorsk 
(s.  64 — 70);  StenKonow,  Fra  den indiske sprogverden  (s.  88 — 103); 
Jakob  Sverdrup,  Om  aksentveksel  i  urgermansk  (s.  104—114); 
Magnus  Olsen,  Spredte  bemerkninger  til  Eddadigte  (s.  115 — 121); 
Didrik  Arup  Seip,  Storm  Munclis  'Saga'  og  den  fdrste  maalstrid 
i  Norge  (s.  122 — 136);  Alexander  Bugge,  Oen  Man  og  Gotland 
(s.  137 — 149);  S.  Pantzerhielm  Thomas,  Wortgeschichtliche 
kleinigkeiten  (s.  150 — 153);  Olai  Skulerud,  Ein  bundel  nye 
norske  ord  og  ordformer.  tillegg  til  'Norsk  ordbog'  av  Jvar  Aasen 
og  Hans  Ross  (s.  154 — 180);  A.  Kjser,  fjödstadir,  J[>j6(lastadir 
(s.  181^190);  Konrad  Nielsen,  Lappiske  plurale  0navn  svarende 
til  norske  navu  paa  -0,  -0y  (s.  191 — 209);  Carl  Marstrander, 
Kleine  irische  beitrage  (s.  239 — 252;  berührt  auch  germano- 
keltische  beziehungen). 

115.  Festschrift,  Ernst  Windisch  zum  siebzigsten  geburtstag 
am  4.  September  1914  dargebracht  von  freunden  und  schülern. 
Leipzig,  Harrassowitz.  1914.  VIII,380  und  16  s.  mit  1  tafel. 
15  m.  —  aus  dem  inhalt:  Kuno  Meyer,  Eine  verschollene  Artur- 
bage  (s.  63 — 67);  W.  Streitberg,  Zur  gotischen  grammatik 
(s,  217 — 227);  L.  Mühlhausen,  Die  lateinischen,  romanischen, 
germanischen  lehnwörter  des  Cymrischen  besonders  im  'codex 
venedotianus'  der  cymrischen  gesetze  (s.  249 — 348) ;  Übersicht  der 
Schriften  von  Ernst  Windisch  (s.  366—380). 

116.  P.  Lorentz,  Die  52.  Versammlung  deutscher  philo- 
logeu  und  Schulmänner  in  Marburg  a.  d.  Lahn  vom  30.  September 
bis  zum  3.  Oktober  1913.    Internat,  monatsschr.  8(1914),239 — 247. 

—  vgl.  Jsb.  1913,1,96. 

117.  M.  Gold  Schmidt,  Der  Bremer  neuphilologentag.  GRM. 
6(1914),606— 608. 

118.  Festschrift  zum  XVI.  neuphilologentag  in  Bremen  vom 
1.— 4.  juni  1914.    Heidelberg,  Winter.    1914.    V,306  s.    geb.  6  m. 

—  aus  dem  inhalt:  Johannes  Hoops,  Swinburnes  Tale  of  Baien 
und  Malorys  Mort  d' Arthur  (s.  1 — 44);  Heinrich  Spies,  Posies. 
ein  beitrag  zur  englischen  Volkskunde  (s.  45 — 69);  Hermann 
Maas,  Zwei  spätmittelenglische  texte  der  Bremer  stadtbibliothek 
(s.  70—91).  —  rec.  W.  Franz,  DLz.   1915,103  f. 

119.  Rudolf  Sonnleithner,  Bericht  über  die  tätigkeit  des 
Wiener  Neuphilologischen  Vereins  im  jähre  1913.  ZföG.  65(1914), 
861—863. 


14  I-    Geschichte  der  germanischen  philologie. 

120.  Max  Müller  (Duisburg),  Die  31.  tagung  der  Modern 
Language  Association  of  America  in  Harvard-Cambridge  vom 
29.  bis  31.  dezember  1913.     ZfrenglU.   13(1914),326— 340. 

121.  Hermann  Gilow,  Die  alte  Berlinische  Gesellschaft  für 
dentsche  spräche.  Voss.  ztg.  1913,  sonntagsbeil  nr.  50.  —  G.,  'der 
jetzige  direktor  des  Kölnischen  gymnasiums  in  Berlin,  dessen  Vor- 
gänger August  und  Kuhn  einst  zu  den  Ordnern  der  Berlinischen 
Gesellschaft  gehört  haben',  hat  sich  'das  verdienst  erworben,  aus 
dem  archiv  der  schule  noch  einen  wertvollen  teil  der  schriftlichen 
hinterlassenschaft  des  bundes  ans  licht  zu  ziehen;  er  gibt  auf  grund 
dieser  nachrichten  einen  überblick  über  die  ganze  geschichte  der 
gesellschaft,  die  sich  schon  vor  fast  100  jähren  ein  deutsches 
Wörterbuch,  die  deutsche  Sprachlehre,  die  gedichte  der  deutschen 
spräche,  also  drei  noch  heute  nur  teilweise  gelöste  aufgaben,  vor- 
genommen hatte'.     Oskar  Streicher,  ZSprV.  29(1914), 53. 

122.  Festschrift  zur  begrüßung  der  18.  hauptversammlung 
des  Allgemeinen  Deutschen  Sprachvereins  in  Hamburg,  Pfingsten 
1914,  dargebracht  von  mitgliedern  des  hamburgischen  zweigvereins 
des  ADSprV.  Hamburg,  R.  Hermes.  1914.  155  s.  2  m.  —  in- 
halt:  Hans  Landau,  Abriß  der  geschichte  unseres  zweigvereins 
(s.  7 — 24),  Karl  Lorenz,  Fritz  Stavenhagen  (s.  25 — 48);  Ernst 
Krös,  Streif  Züge  durch  die  hamburgische  haus-  und  kindersprache 
(s.  49 — 69);  Gustav  Rosenhagen,  Wort  und  gedanke,  eine  lese- 
übung  (s.  71 — 89);  Oskar  Hauschild,  Wandlungen  der  kauf- 
männischen Schreibart  im  18.  Jahrhundert  (s.  91 — 113);  H.  v. 
Reiche,  Volkstümliche  benennungen  von  arzneimitteln  aus  der 
apotheke  (s.  115 — 128);  Hermann  Fredenhagen,  Deutsche  monats- 
namen  (s.  129 — 155). 

123.  Konrad  Burdach,  Über  deutsche  erziehung.  (Wieder- 
abdruck aus  dem  AfdA.  12,1886,156 — 163.)  nebst  einem  nach- 
wort  und  ausblick.  ZfdU.  28(1914),657— 678.  —  dieser  aufsatz 
gehört  seinem  inhalt  nach  in  den  abschnitt  über  geschichte  der 
deutschen  spräche,  im  besonderen  über  deutsche  syntax.  er  muß 
aber  auch  an  dieser  stelle  genannt  werden,  weil  B.  mit  erfrischen- 
der begeisterung  aus  der  geschichte  der  deutschen  spräche  die 
folgerungen  für  die  erfordernisse  des  deutschen  Unterrichts  zieht. 
'hat  nicht  der  deutsche  Unterricht  schon  jetzt  den  beruf,  führer 
ZU  sein  zur  nationalen  eintracht,  zur  gerechtigkeit  und  Wahr- 
haftigkeit, zur  treue  gegen  uns  und  deutsche  art,  aber  auch  zur 
achtung  und  zum  Verständnis  fremden  Volkstums  und  seiner 
leistungen?  um  uns  regen  sich  tausend  keime  eines  jungen  lebens. 
ein  drängen  und  sehnen  nach  neuer  jugend,  nach  natürlicher, 
freier,  persönlicher  und  sozialer  gestaltung  unseres  Staates,  unserer 
gesellschaft,  unserer  körperlichen  und  geistigen  bildung.    ineinander 


I.    B.  Enzyklopädie  und  bibliographie.  15 

verschlungen  glühen  zahllose  triebe  nach  neuen  Wertungen,  nach 
einem  neuen  menschenideal,  das  deutsche  gymnasium,  der  deutsche 
Unterricht  helfe  dem  kommenden  geschlecht  durch  dieses  labyrinth 
ins  lichte,  die  umfassende  geschichtliche  erkenntnis  unseres  selbst, 
unseres  Volkstums,  unserer  sitte,  unserer  spräche,  unserer  sage, 
unserer  dichtung  und  literatur  werde  der  rettende  faden,  der 
hinausleitet  in  den  tag  des  freien  lebens  und  Schaffens.' 

124.  Deutscher  germanistenverband  (DGV.);  vgl.  Jsb.  1913, 
1,98.  —  die  erste  tagung  des  Verbandes  fand  unter  der  leitung 
Ernst  Elsters  in  Marburg  a.  L.  am  28.  und  29.  September  1913 
statt,  über  sie  berichtet  die  ZfdU.,  erg.-heft  9.  (Deutsche  bildung. 
drei  reden,  die  kulturwerte  der  deutschen  spräche  von  Friedrich 
Kluge,  die  gestaltung  des  deutschen  Unterrichts  auf  den  höheren 
schulen  von  Klaudius  Bojunga  und  Carl  Dietz.  nebst  einem 
anhang:  berichte  und  Verhandlungen  des  ersten  verbandstages  des 
deutschen  Germanistenverbandes,  Marburg,  den  29.  September  1913. 
Leipzig  und  Berlin,  Teubner.  1913.  64  s.  1  m.)  Bojungas 
leitsätze  suchen  die  frage  zu  lösen  (s.  22):  'Was  ist  erforderlich, 
um  den  Unterricht  auf  unsern  schulen  so  zu  gestalten,  daß  in  ihm 
unser  deutschtum  zur  grundlage,  zur  lebendigen,  alles  durch- 
dringenden, segentragenden  kraft  wird?'  J.  G.  Sprengel  faßt 
in  seinem  bericht  (s.  51  f.)  die  arbeit  des  DGV.  folgendermaßen 
zusammen:  'weiterhin  wird  immer  wieder  geltend  zu  machen  sein, 
daß  wir  nichts  anderes  wollen,  als  die  kenntnis  alles  dessen,  was 
deutsch  ist,  vertiefen  und  erweitern,  die  einzelnen  ergebnisse  der 
deutschforschung  miteinander  in  beziehung  setzen  und  mehr  und 
mehr  zu  einem  umfassenden  lebendigen  ganzen  ausgestalten,  unserem 
Volke  die  in  ihm  lebendigen,  im  schaffen  seiner  großen  zum  ereignis 
gewordenen  werte  und  kräfte  zu  fleisch  und  blut  gehen  lassen, 
vor  allem  in  unserer  jugendbildung  zur  geltung  bringen.  wir 
führen  dabei  keinerlei  krieg  gegen  irgendwelche  andere  kultur- 
kreise und  kulturwerte  aus  alter  oder  neuerer  zeit,  aber  wir  nehmen 
uns  das  recht,  unser  eigenes  zu  vertreten  und  zu  schützen,  ihm 
licht  und  luft  zu  schaffen.'  —  Ziele  und  wege  sind,  wie  auf  der 
tagung,  so  auch  sonst  noch  gegenständ  der  erörterung.  der  gegen- 
satz  zur  humanistischen  Vorbildung  steht  in  den  auseinander- 
setzungen  natürlich  im  Vordergründe.  Bojunga  setzt  sich  noch- 
mals mit  Cauer  auseinander  (Paul  Cauer  und  der  Deutsche  Germa- 
nistenverband. ZfdU.  27,1913,865— 867).  P.  Anke  1  (Das  huma- 
nistische gymnasium  1914,56  ff.)  wiederholt  den  satz,  daß  auf  dem 
humanistischen  gymnasium  die  Antike  der  eigentliche  mittelpunkt 
sein  und  von  ihr  die  gesamte  Orientierung  erfolgen  müsse,  wo- 
gegen Walther  Hofstaeter  (Der  mittelpunkt  des  gymnasialunter- 
richts,    ZfdU.  28,1914,416  f.)    betont,     daß    gerade    das    Deutsche 


Iß  I.    Geschichte  der  germanischen  philologie. 

diese  warte  sein  müsse.  Theodor  Siebs  (Humanistische  und 
deutsche  bildung,  NJbb.  bd.  34,  jahrg.  1914,11,  361—365)  hält 
in  einer  besprechung  der  drei  auf  der  Marburger  tagung  ge- 
haltenen reden  an  dem  Zusammenhang  mit  der  klassischen  bildung 
fest.  Richard  M.  Meyer  (Deutsch-humanistisch.  Sokrates  2,1914, 
33 — 35).  hält  'die  humanistische  ausbildung  für  die  unentbehr- 
liche Voraussetzung  unserer  höheren  Schulbildung'  und  meint,  daß 
für  die  ausbildung  in  der  deutschen  literatur  'die  pi'ivatlektüre 
in  breitem  umfang  eintreten  solle',  'so  wäre  ohne  die  übliche 
forderung  nach  Vermehrung  der  Stundenzahl  eine  Vereinigung  der 
beiden  f orderungen  zu  erreichen:  der  gewiß  berechtigten  nach  er- 
haltung  der  humanistischen  grundlage,  der  nicht  minder  berech- 
tigten nach  würdiger  berücksichtigung  der  neueren  literatur'. 
Im  besonderen  nimmt  Joh.  Georg  Sprengel  noch  das  wort  (Der 
Germanistenverband  und  sein  erster  verbandstag.  eine  klarstellung. 
Mtschr.  13,1914,353 — 359.  dazu  ein  nachwort  von  A.  Matthias, 
ebda.  s.  359  f.).  Sprengel  stellt  noch  einmal  als  ziel  des  DGV. 
fest,  daß  dieser  nicht  die  Antike  bekämpfen,  sondern  daß  er  neben 
den  antikischen  den  völkischen  humanismus  stellen  wolle.  Matthias 
rät  dem  DGV.,  mit  tatsachen  zu  antworten  und  etwa  innerhalb 
eines  tüchtigen  lehrerkollegiums,  das  in  seiner  gesamtheit  sich  für 
den  deutschen  Unterricht  besonders  interessiert,  einen  versuch  in 
der  richtung  des  zieles  des  DGV.  zu  machen  und  dann  bei  der  be- 
hörde  vorstellig  zu  werden.  —  inzwischen  macht  die  Werbearbeit 
des  DGV.  f ortschritte,  in  einer  reihe  von  städten  sind  Ortsgruppen 
begründet,  so  in  Frankfurt  a.  M.,  Danzig,  Marburg,  Bremen, 
Dresden,  Genf,  Wien  u.  a.,  zum  teil  unter  anschluß  an  bereits  be- 
stehende Vereinigungen,  worüber  sowohl  in  den  Verhandlungen  der 
Marburger  tagung  als  in  der  ZfdU.  27(1913)  und  28(1914)  an  ver- 
schiedenen stellen  berichtet  wird;  auch  mit  anderen  vereinen  ver- 
wandter richtung  sind  Verbindungen  angeknüpft,  in  der  ortspruppe 
Bremen  hielt  Oberlehrer  dr.  Carstens  einen  Vortrag  über  die  'Vor- 
bildung der  lehrer  des  Deutschen  auf  der  Universität'  mit  dem  er- 
gebnis,  daß  'die  jetzige  fast  rein  historisch-philologische  behand- 
lung'  der  literarischen  denkmale  auf  der  Universität  'so  gut  wie 
nicht  zu  gebrauchen'  sei  (ZfdU.  28,655  f.). 

125.  Ernst  Elster  und  ßobert  Lück,  Die  wissenschaftliche 
Vorbildung  für  den  deutschen  Unterricht  an  höheren  schulen,  vor- 
trage auf  der  Versammlung  deutscher  philologen  und  Schulmänner 
am  29.  September  1909  zu  Graz  gehalten,  mit  einem  anhange: 
bericht  über  die  besprechung  der  beiden  vortrage.  Leipzig  und 
Berlin,  Teubner.  1912.  32  s.  8".  0,80  m.  [ZfdU.  6.  ergänzungs- 
heft.]  —  im  anschluß  an  den  unter  nr.  124  gegebenen  bericht 
über  den  DGV.   sei   noch   nachträglich  auf   die  Sonderausgabe  der 


I.   B.  Enzyklopädie  und  bibliographie.  17 

beiden  auf  der  Grazer  philologenversammlung  gehaltenen  vortrage 
hingewiesen,  beide  waren  einzeln  schon  früher  gedruckt  (vgl.  Jsb. 
1909,1,74  und  75),  sind  hier  aber  zusammengefaßt  und  um  einen 
bericht  über  die  besprechung  derselben  bereichert,  die  vortrage 
waren  'veranlaßt  durch  den  beschluß  der  Hamburger  philologen- 
versammlung im  jähre  1905',  'die  beziehungen  zwischen  Universität 
und  schule  durch  gedankenaustausch  über  gemeinsame  interessen 
ZU  pflegen'  und  haben  daher  'ausschließlich  die  wissenschaftliche 
ausbildung  der  lehramtskandidaten  an  der  Universität'  zum  gegen- 
stände. Elster  behandelt  die  frage  vom  Standpunkt  des  Univer- 
sitätslehrers, Lück  vom  Standpunkt  des  Schulmannes.  Elster 
fordert  im  besonderen  für  die  neuere  literaturgeschichte  mehr 
berücksichtigung  der  neueren  wissenschaftlichen  psychologie,  die 
sowohl  für  die  interpretation  als  für  die  poetik,  Stilistik  und 
rhetorik  von  größter  bedeutung  sei.  Lück  verlangt  von  der  Uni- 
versität mehr  ausbildung  in  der  neuhochdeutschen  Schriftsprache 
und  ihrer  geschichte  und  in  der  kenntnis  und  erklärung  der 
neueren  literatur,  dazu  erlangung  einer  mustergültigen  ausspräche, 
die  ausführungen  haben  infolge  der  bestrebungen  des  DGV.  an 
Wichtigkeit  gewonnen,  die  unter  lebhafter  beteiligung  nachfolgende 
besprechung  ergab  die  annähme  von  acht  thesen  über  die  Vor- 
bildung der  kandidaten.  —  ausführlich  bespr.  von  Klaudius  Bo- 
junga,  DLz.   1914,2777—2783. 

126.  Lorenz  Morsbach,  Universität  und  schule  mit  be- 
sonderer berücksichtigung  der  englischen  philologie.  Vortrag,  ge- 
halten auf  dem  16.  neuphilologentage  zu  Bremen  in  der  pfingst- 
woche  1914.  Berlin,  Weidmann.  1914.  20  s.  0,60  m.  — 
M.  betont,  daß  die  Universität  nicht  Oberlehrer  mit  einer  bestimmten 
summe  des  wissens  auszubilden  habe,  sondern  daß  sie  ganze 
menschen  mit  der  fähigkeit  eigene  wege  zu  gehen,  ein  eigenes  ur- 
teil zu  finden,  erziehen  müsse,  demgemäß  stellt  er  weit  um- 
fassende anforderungen  an  die  lernenden  nicht  minder  als  besonders 
an  die  lehrenden, 

127.  M.  Weyrauch,  Der  Unterricht  in  den  neueren  sprachen 
und  die  Sprachwissenschaft,  vertrag,  gehalten  auf  der  16.  tagung 
des  Allg.  Deutschen  Neuphilologen-Verbandes  in  Bremen.  ZfrenglU. 
13(19]  4),289— 300. 

128.  Christoph  Beck,  Die  neueren  sprachen  in  der  reichs- 
stadt  Nürnberg.  ZfrenglU.  13(1914),385— 393.  —  kurze  Übersicht 
über  die  bestrebungen  zur  erlernung  und  für  den  Unterricht  in 
den  modernen  sprachen,  darunter  auch  englisch  und  holländisch,  in 
Nürnberg  seit  dem   14.  jahrh. 

Jahresbericht  für  germanische  philologie.    XXXVI.  (1914.)  I.  Teil.  2 


18  I-   Geschichte  der  germanischen  philologie. 

129.  Bertold  Bretholz,  Zur  geschichte  der  kaiserlichen  aka- 
demie  der  Wissenschaften  in  Wien.  ein  Gutachten  des  grafen 
Kaspar  von  öternberg,  Präsidenten  der  böhmischen  gesellschaft 
der  Wissenschaften  in  Prag,  über  den  gründungsplan  vom  18.  märz 
1837.  Wien,  Holder  i.  k.  1914.  19  s.  (Sitzuugsber.  d.  kais.  akad. 
d.  wiss.  in  Wien,  philos.-hist.  kl.,  bd.   176,  abh.  8.) 

130.  Rudolf  Thommen,  Die  Universität  Basel  in  den  jähren 
1884 — 1913.  im  auftrage  der  regenz  mit  Unterstützung  des  er- 
ziehungsdepartements  aus  anlaß  der  schweizerischen  landesaus- 
stellung  in  Bern  dargestellt.  Basel,  Friedr.  Reinhardt.  1914. 
VIII,200  s.     4". 

131.  Richard  August  Keller,  Geschichte  der  Universität 
Heidelberg  im  ersten  Jahrzehnt  nach  der  reorganisation  durch  Karl 
Friedrich  (1803  — 1813).  preisschrift  der  Corps-Suevia-stiftung. 
Heidelberg,  Winter.  1913.  XI,346  s.  9  m.  (Heidelberger  ab- 
handlungen  zur  mittleren  und  neueren  geschichte,  h.  40.)  —  rec. 
G.  Kaufmann,   Cbl.   1914,1518—1520. 

132.  Franz  Schneider,  Geschichte  der  Universität  Heidel- 
berg im  ersten  Jahrzehnt  nach  der  reorganisation  durch  Karl 
Friedrich  (1803 — 1813).  preisschrift  der  Corps-Suevia-stiftung. 
Heidelberg,  Winter.  1913.  356  s.  9,20  m.  (Heidelberger  ab- 
handlungen  zur  mittleren  und  neueren  geschichte,  h.  38.)  —  rec. 
G.  Kaufmann,  Cbl.    1914,1518—1520. 

133.  Paul  Zimmermann,  Zur  geschichte  der  Universität 
Helmstedt  im  jähre  1747.  Braunschweig,  magazin  20(1914), 
101—107. 

134.  Aus  den  schicksalsjahren  der  Universität  Helmstedt. 
Briefe  von  Karl  Friedrich  Haeberlin  an  Johann  Ludwig  Klüber 
1792 — 1805,  mitgeteilt  von  dr.  Franz  Schneider.  Jahrb.  d.  gesch.- 
ver.  f.  d.  herzogtum  Braunschweig   13(1914),63 — 83. 

135.  Universität  Zürich,  Festgabe  zur  einweihung  der  neu- 
bauten  18.  april  1914.  Zürich,  Schulthess  &  co.  1914.  149, 
166,  286,  78,  187,  245  s.  8°.  20  m.  —  daraus  für  uns:  Georg 
Cohn,  Der  kämpf  um  den  Sachsenspiegel;  L.  Gauchat,  Anden 
sprachquellen;  Eduard  Schwyzer,  Genealogische  und  kulturelle 
Sprachverwandtschaft. 

136.  Das  Luisenstädtische  gymnasium  in  Berlin  1864 — 1914. 
Berlin,  Druck  von  W.  Pormetter.  1914.  159  s.  —  rec.  W.  Scho- 
nack,  DLz.  1915,652  f.;  Hermann  Gilow,  Mitt.  d.  ver.  f.  d.  gesch. 
Berlins  1915,11  f. 

137.  Königliches  Friedrich-Wilhelms-Gymnasium  zu  Trier 
1563 — 1913.  Festschrift  zur  feier  des  350jährigen  Jubiläums  der 
anstalt  am  6.— 18.  Oktober  1913.     Trier,  J.  Lintz.    1913.    296  u. 


n.   A.  Allgemeines.  19 

99  8.,  21  taf.  6  m.  —  darin:  Ferd.  Hüllen  u.  Matthias  Paulus, 
Geschichte  des  Kgl.  Friedrich-Wilhelms-Gymnasiums  (s,  66 — 274); 
Peter  Roder,  Über  die  pflege  des  schuldramas  am  Trierer 
Jesuitengymnasium  (s.  275 — 296);  Friedrich  Schroeder  u.  Franz 
Joseph  Mennicken,  Verzeichnis  der  direkteren  und  lehrer  vom 
jähre  1815  ab.  —  rec.  Willibald  Klatt,  Sokrates  2(1914),546— 548. 
M.  Wehrmann,  Mtschr.   14(1915),282  f. 

J.  Luther. 


II.   Vorgeschichte  und  frühgeschichte. 

A.  Allgemeines.  —  B.  Zeitschriften,  sammelschriften  und  Versamm- 
lungsberichte. —  C.  Paläolithische  zeit.  —  D.  Neolithische  zeit.  — 
E.  Bronzezeit.  —  F.  Hallstattzeit.  —  G.  Latönezeit.  —  H.  Landschaftliches 
und  zeitlich  unbestimmbares.  —  J.  Germanen.  —  K.  Eömisch-germa- 
nisches.  —  L.  Frühes  mittelalter. 

A.  Allgemeines. 

1.  J.  Dechelette,  Manuel  d'archeologie  prehistorique  celti- 
que  et  gallo-romaine,  II.  Archeologie  celtique  ou  protohistorique. 
3me  partie:  second  äge  du  fer  ou  epoque  de  la  Tene.  Paris, 
A.  Picard.  1914.  1692  s.  (vgl.  Jsb.  1913,2,1.)  —  kurz  vor  aus- 
bruch  des  krieges,  dem  der  vf.  zum  großen  schaden  für  die  Wissen- 
schaft leider  auch  sehr  bald  zum  opfer  fiel,  ist  dieser  band  des 
weit  umspannenden  werkes  zum  abschluß  gekommen,  es  umfaßt 
die  letzten  fünf  vorchristlichen  Jahrhunderte,  vf.  geht  zunächst 
auf  die  Ursprünge  der  gallischen  Latene-kultur  ein,  die  er  in  drei 
Unterabteilungen  zerlegt;  festländische  und  insulare  keltische  sowie 
die  germanische  provinz,  die  weiter  in  zeitliche  Gruppen  zerlegt 
werden,  die  bekannten  keltischen  oppida  werden  der  reihe  nach 
betrachtet  und  ihre  befestigungswerke  erläutert,  weitere  kapitel 
bringen  Untersuchungen  über  Latene-gräber  in  den  verschiedenen 
teilen  Europas,  die  gallische  bewaffnung,  kriegswagen,  pferde- 
geschirr,  kleidung  und  schmuck,  toilettegeräte,  dekorationsmotive, 
die  Verwendung  von  gold  und  silber,  Werkzeuge,  kessel,  gefäße 
fremden  (italo-griechischen)  Ursprungs,  töpferei,  die  kunst,  metall- 
arbeiten, emaillegießerei,  münzen,  handel,  darstellungen  von  Kelten, 
ein  60  selten  umfassendes  register,  ein  Verzeichnis  der  abbildungen 
sowie  ein  Inhaltsverzeichnis  bilden  den  Schluß  des  werkes.  der 
geplante  letzte  band:  die  gallo-römische  zeit  soll  im  manuskript 
so  gut  wie  fertig  vorliegen,  so  daß  die  Vorgeschichte  mit  einer 
Vollendung  des  hochbedeutsamen  und  unentbehrlich  gewordenen 
Werkes  rechnen  darf. 

2* 


20  II-    Vorgeschichte  und  frühgeschichte. 

2.  L.  Reinhardt,  Der  mensch  zur  eiszeit  in  Europa.  3.  aufh 
mit  487  abb.  im  text,  84  kunstdrucktafelu  und  mehreren  karten 
und  tabellen.  München,  Ernst  Reinhardt.  1913.  592  s.  —  der 
inhalt  des  buches  entspricht  insofern  nicht  dem  titel,  als  es  weit 
mehr  gibt:  die  geschichte  des  menschen  wird  bis  zur  jüngeren 
Steinzeit  verfolgt,  im  einzelnen  gliedert  sich  das  buch  in  folgende 
abschnitte:  1.  Der  mensch  zur  tertiärzeit.  2.  Die  eiszeit  und  ihre 
geologischen  Wirkungen.  3.  Die  kulturen  des  älteren  diluviums. 
4.  Die  ältesten  menschenrassen  Europas.  5.  Die  kulturen  der 
letzten    zwischeneiszeit.     6.    Der   mensch    der    frühen    nacheiszeit. 

7.  Die    Übergangsstufen    von    der    älteren    zur  jüngeren   Steinzeit. 

8.  Die  kulturerwerbungen  der  jüngeren  Steinzeit.  9.  Die  erd- 
gruben- und  pfahlbaube wohner.  10.  Die  megalithische  kultur. 
11.  Die  Völker bewegungen  in  Mitteleuropa  während  der  jüngeren 
Steinzeit.  12.  Zur  Charakteristik  des  Urmenschen.  13.  Überreste 
der  Urzeit  in  der  gegenwart.  —  das  bild,  das  vom  Urmenschen  ge- 
zeichnet wird,  ist  reichlich  mit  phantasie  durchsetzt:  'familie'  zu 
fames  'hunger',  also  'hungergesellschaft'!  (aber  um  zu  hungern, 
hätte  man  sich  doch  eher  getrennt!);  freie  liebe  zwischen  mann 
und  frau!  die  doch  recht  zweifelhafte  Rutot'sche  einteilung  der 
verschiedenen  eolithkulturen  wird  als  sicherer  besitz  der  Wissen- 
schaft vorgetragen,  ebenso  werden  aus  den  recht  spärlichen  skelett- 
funden  des  paläolithikums  menschenrassen  und  Wanderungen  von 
solchen  rekonstruiert,  die  man  höchstens  als  vorläufige  arbeits- 
hypothesen  bezeichnen  kann.  die  darstellung  der  funde  von 
Skeletten,  geraten,  schmuck,  idolen,  Wandmalereien  usw.,  die  man 
der  paläolithischen  zeit  zuschreibt,  stützt  sich  auf  die  besten 
quellen,  zum  teil  auf  eigne  anschauung  und  aufnahmen,  so  daß 
dieser  teil,  abgesehen  von  manchen  Schlußfolgerungen,  als  durchaus 
verläßlich  bezeichnet  werden  darf,  gegen  die  bezeichnung  der 
Neolithiker  als  'erdgrubenbewohner'  muß  man  insofern  Verwahrung 
einlegen,  als  dadurch  falsche  Vorstellungen  erweckt  werden  könnten, 
es  ist  wohl  anzunehmen,  daß  der  fußboden  der  wohnstätten  in  der 
regel  vertieft  angelegt  wurde;  aber  die  Vorstellung,  daß  die  stein- 
zeitleute  in  oft  recht  tiefen  mulden  gehaust  hätten,  muß  doch  auf- 
gegeben werden,  es  ist  zu  vermuten,  daß  die  Vertiefungen  (vorrats- 
gruben)  mit  holzböden  zugedeckt  waren,  die  längst  vergangen  sind, 
über  diesen  böden  erhob  sich  das  wohnhaus.  bei  der  darstellung 
der  nordischen,  megalithischen  'kultur'  (was  kennen  wir  von  ihr 
eigentlich  außer  grabbauten,  Skeletten  und  urnen?)  spielen  die 
Indogermanen  und  ihre  teilstämme  eine  große  roUe;  die  Schilderung 
der  megalithischen  'kultur'  baut  sich  aus  sprachlichen  rückschlüssen 
auf.  man  darf  diesen  teil  demnach  als  reines  phantasieprodukt 
kennzeichnen,  ebenso  wie  die  angeblichen  fahrten  der  'Megalithiker' 


f 


II.   B.  Zeitschriften,  Sammelwerke  und  Versammlungsberichte.      21 

zur  See  nach  Afrika  hin.  da  vf.  kein  fachmann  ist,  so  kann  man  ihm 
freilich  nur  vorwerfen,  daß  er  sich  an  die  unrichtigen  quellen  ge- 
halten hat.  die  träger  der  vorgeschichtlichen  kulturen  können  mit 
Völkern,  die  erst  in  weit  späterer  zeit  geschichtlich  bezeugt  sind, 
nicht  identifiziert  werden,  und  noch  eins  darf  nicht  übersehen 
werden:  bei  den  historisch  beglaubigten  Völkern  handelt  es  sich 
doch  nur  um  die  herrenschicht;  welche  elemente  über  den  Wechsel 
der  herren  hinaus  in  den  tiefen  der  Völkerschichten  verharrten, 
ist  uns  zumeist  ganz  unbekannt. 

3.  A.  Wirth,  Rasse  und  volk.  Halle  a.  8.,  Max  Niemeyer. 
1914.  353  s.  —  in  diesem  buche,  das  in  feuilletonistischer  art 
mannigfache  probleme  erörtert,  ist  auch  von  philologen,  Indo- 
germanen,  indogermanischer  Urheimat,  Germanen,  Deutschen  die  rede, 
wir  können  hier  nur  wenige  punkte  hervorheben,  s.  34  meint  vf. 
für  die  philologen  sei  ein  volk,  das  eine  arische  spräche  rede, 
auch  von  arischer  rasse;  sie  wüßten  nichts  von  den  abgründen  der 
rassen,  die  jetzt  von  einer  und  derselben  spräche  überdeckt  werden. 
s.  136:  die  frage  nach  der  Urheimat  der  Indogermanen  ist  eine 
fata  morgana.  s.  253 :  die  germanische  und  deutsche  lautver- 
schiebung  wird  erörtert  und  zwar  im  wesentlichen  in  dem  sinne,  wie 
ref.  sie  an  verschiedenen  stellen  erklärt,  das  buch  erörtert  wohl 
wissenschaftliche  probleme  verschiedener  art,  ist  aber  selbst  nicht 
als  strengwissenschaftlich  anzusehen. 

4.  Lord  Avebury,  Prehistoric  times  as  illustrated  by  an- 
cient  remains  and  the  manners  and  ci;stoms  of  modern  savages. 
London,  William  &  Norgate.  1913.  —  bespr.  v.  Hoernes,  DLz. 
35,69—72. 

5.  G.  F.  Scott  Elliot,  Prehistoric  man.  proceedings  of  the 
R,  phil.  Society  of  Glasgow  1914.      13  s. 

6.  Fr.  Ahrendts,  Siedelungen  und  verkehr  in  der  vorzeit. 
Kbl.  f.  anthr.  1914,73 — 80.  —  vf.  sucht  den  verlauf  von  11  vor- 
geschichtlichen Straßen  in  Deutschland,  Österreich  und  den  benach- 
barten gebieten  festzustellen. 

B.   Zeitschriften,  sammelscliriften  und  Versammlungs- 
berichte. 

7.  Praehistorische  Zeitschrift,  im  auftrage  der  Deutschen 
gesellschaft  für  anthropologie,  ethnologie  und  Urgeschichte,  der 
generalverwaltung  der  kgl.  museen,  des  nordwestdeutschen  und  des 
südwestdeutschen  Verbandes  für  altertumsforschung  hrsg.  von 
C.  Schuchhardt,  K.  Schumacher,  H.  Seger.  bd.  6.  1914.  — 
die  in  betracht  kommenden  aufsätze  sind  in  den  einzelnen  ab- 
teilungen  der  vorliegenden  übersieht  verzeichnet. 


22  II-   Vorgeschichte  und  frühgeschichte. 

8.  Mannu8,  Zeitschrift  für  Vorgeschichte,  im  auftrage  der 
Gesellschaft  für  deutsche  Vorgeschichte  hrsg.  von  G.  Kossinna. 
bd.  6,  1914.  Würzburg,  Gurt  Kabitzsch.  1914/15.  —  s.  bemerkung 
zu  nr.  7. 

9.  Korrespondenzblatt  der  deutschen  gesellschaft  für  anthro- 
pologie  und  Urgeschichte,  hi'sg.  von  G.  Thilenius.  jahrg  50. 
Braunschweig,  Fr.  Vieweg  &  söhn.     1914.  —  s.  bemerkung  zu  nr.  7. 

10.  Archiv  f.  anthropologie.  neue  folge,  bd.  13.  Braun- 
schweig  1915.  —  s.  bemerkung  zu  nr.   7. 

11.  Mitteilungen  der  Wiener  anthropologischen  gesellschaft. 
bd.  49.     Wien  1915.  —  s.  bemerkung  zu  nr.  7. 

12.  Anzeiger  für  schweizerische  altertumskunde.  (Indicateur 
d'antiquites  suisses.)  hrsg.  von  der  direktion  des  Schweizerischen 
landesmuseums  in  Zürich.  Buchdruckerei  Berichthaus.  1914.  n.  f. 
bd.   16.  —  s.  bemei'knng  zu  nr.  7. 

13.  Wiener  prähistorische  Zeitschrift,  hrsg.  von  der  Wiener 
prähistorischen  gesellschaft.  red.  von  M.  Hoernes,  0.  Menghin 
und  G.  Kyrie.      1.  jahrg.   1914.  —  s.   bemerkung  zu  nr.   7. 

14.  Bulletin,  de  l'Institut  national  genevois,  tome  41.  Geneve, 
libr.  Kündig.    1914.  —  s.  bemerkung  zu  nr.  7. 

15.  Baltische  Studien  zur  archäologie  und  geschichte,  hrsg. 
von  der  Gesellschaft  für  geschichte  und  altertumskunde  der  Ost- 
seeprovinzen Rußlands,  mit  23  tafeln  und  80  textabbildungen. 
Berlin,  Georg  Reimer.  1914.  415  s.  —  die  durchweg  in  deut- 
scher spräche  geschriebenen  aufsätze  —  nur  titel,  Vorwort  und 
kurze  inhaltsangaben  sind  auch  auf  russisch  gegeben  —  verteilen 
sich  auf  altertum,  mittelalter  und  neuzeit,  sowie  auf  die  archäo- 
logische tätigkeit  in  den  Ostseeprovinzen.  M.  Bolz  behandelt  das 
neolithische  gräberfeld  von  Kiwisaare  in  Livland,  C.  Fürst,  Neo- 
lithische  schädel  von  der  insel  Oesel,  R.  Hausmann,  Den  ring 
von  Köppo  in  Nordlivland,  den  silberfund  von  Mehntack  (Esthland), 
den  depotfund  von  Dorpat  und  die  im  Embach  gefundenen  zinn- 
kann en,  E.  V.  Stern,  Eine  hellenistische  aschenurne  aus  Olbia, 
M.  Ebert,  Die  Wolf sheimer  platte  und  die  goldschale  des  Khosrau, 
die  beziehungen  der  Ostseeprovinzen  mit  Skandinavien  in  der 
1.  hälfte  des  11.  jahrhs.  und  ein  schwort  mit  tauschierter  klinge 
von  Lümmeda  auf  Oesel,  0.  Montelius,  Schwedische  runensteine 
und  das  Ostbaltikum,  H.  Baron  Bruiningk,  Den  ältesten  mittel- 
alterlichen grabstein  Livlands.  die  ganze  Veröffentlichung  ist  als 
gäbe  für  den  1914  in  Pleskau  stattgehabten  allrussischen  archäo- 
logischen kongreß  gedacht  gewesen,  druck  und  ausstattung  sind 
vorzüglich;  die  tafeln  von  der  Kunstanstalt  A,  Fritsch  in  Berlin 
hergestellt,  in  der  tat  ein  werk,  auf  das  die  Baltische  gesellschaft 
stolz  sein  kann. 


II.    B.  Zeitschriften,  Sammelwerke  und  Versammlungsberichte.       23 

16.  Bericht  des  Vereins  Carnuntum  in  Wien  für  die  jähre 
1908 — 1911.  mit  6  tafeln  in  lithographie,  1  tafel  in  zinkdruck 
und  46  abbildungen  im  text.  Wien  1914.  342  s.  —  den  haupt- 
teil des  vorliegenden  berichts  steuerte  E.  Nowotny,  der  leiter 
der  ausgrabungen,  bei,  der  über  die  grabungen  im  standlager  zu 
Carnuntum  in  15  abschnitten  rechenschaft  ablegt,  die  Überschriften 
lauten:  1.  Allgemeine  Übersicht.  2.  Die  Manipelkasernen.  3.  Der 
Vorbau  K^  4.  spätere  überbauungen  und  adaptierungen  im  kasernen- 
trakt.  5.  Die  strata  der  kasernenhöfe.  6.  Die  lagergasse  G  und 
ihre  strata.  7.  Der  große,  die  gasse  G-  durchziehende  kanal. 
8.  Der  einsteigeschacht  A  bei  i'^  9.  A.  Die  absperrung  der  lager- 
grenze G  durch  die  mauer  ^  bei  i'^  B.  das  gebäude  Q.  10.  Der 
Querschnitt  durch  die  linke  prinzipalfront.  11.  Zur  castrametation. 
12.  Die  prätorialfront.  13.  Zur  baugeschichte  des  lagers.  14.  Die 
gräber.  15.  Nachtrag  zu  kapp.  7,  8,  10.  —  die  grabungen  und 
funde  ergeben,  daß  das  lager  zu  Carnuntum  von  Vespasian  im 
jähre  73  n.  Chr.  in  stein  umgebaut  wurde,  aber  es  wurden  auch 
reste  der  früheren  befestigungen  unter  Claudius  oder  Caligula  und 
unter  Tiberius  und  der  ihnen  vorangegangenen  (vorrömischen)  be- 
siedlung  gefunden,  vf.  versucht  die  römischen  befestigungsanlagen 
der  verschiedenen  zeiten  auch  mit  historischen  daten  in  einklang 
zu  bringen,  unter  Valentinian  im  jähre  375  n.  Chr.  völlig  neu 
aufgebaxit.  spätere  Veränderungen  fallen  nach  395  n.  Chr.,  wohl 
als  folge  des  jahres  405  (einfall  des  Radagais  und  Zerstörung  des 
lagers).  über  die  659  münzen,  die  in  der  ausgrabungsperiode  ge- 
funden wurden,  berichtet  Fr.  v.  Kenner,  ein  im  jähre  1911  ge- 
fundener schätz  von  436  münzen  verteilt  sich  auf  die  zeit  von 
Constantinus  M.  bis  Valentinianus ,  Theodosius  und  Honorius 
(350 — 395  n.  Chr.),  die  übrigen  funde  reichen  von  89  v.  Chr.  bis 
Arcadius.  an  diesen  teil  schließt  sich  ein  epigraphischer  anhang  an 
von  E,  Borman  mit  erläuterungen  und  abbildungen  mehrerer  vor- 
trefflich erhaltener  grabsteine  und  eines  kleinen  altars  mit  griechi- 
scher inschrift. 

17.  Historischer  verein  für  Nördlingen  und  Umgebung.  1.  Jahr- 
buch 1912.  —  darin:  1.  E.  Erickhinger,  Die  vor-  und  früh- 
geschichtliche forschung  im  Ries,  1 — 26.  vf.  behandelt  die 
grabungen  in  der  Ofnet,  im  Hohlenstein,  auf  dem  Goldberg,  dem 
Hesseiberg,  dem  Ipf,  dem  Hermannsberg  bei  Christgarten,  dem 
Adlersberg  usw.,  die  nach  prähistorischen  perioden  gegliedert 
werden.  2.  F.  Birkner  und  E.  Erickhinger,  Die  ausgrabungen 
im  Hohlenstein,  27 — 28.  3.  G.  Grupp,  Marktoffningen,  eine  früh- 
christliche Siedlung,  29 — 31.  —  2.  Jahrbuch  1913.  darin:  1.  F.Birk- 
ner,  Die  vorgeschichtliche  besiedlung  des  Hohlensteins,  186 — 190. 
in  der  älteren  Steinzeit  kam  der  mensch  nur  vorübergehend  in  die 


24  II-    Vorgeschichte  und  frühgeschichte. 

höhle;  aus  der  jüngeren  Steinzeit  fanden  sich  reste  von  berdstellen, 
gefäßreste,  knochen  und  steinwerkzeuge,  sowie  menschliche  knochen, 
die  ebenfalls  wie  tierknochen  von  mahlzeiten  herstammen.  2.  E.  Frick- 
hinger,  Mausoleum  und  brandgräber  bei  Groß-8orsheim  im  Ries, 
191 — 198.  die  anläge  stammt  nach  einem  Sigillata-scherben  mit 
dem  Stempel  Comitialis  aus  dem  2.  jahrh.  n.  Chr.  —  3.  Jahrbuch 
1914.  darin:  F.  Birkner,  Untersuchung  paläolithischer  wohn- 
stätten  im  Ries  im  jähre  1913,  29 — 35.  besprochen  werden  die 
höhle  bei  Christgarten  im  Karthäusertal,  die  Ofnethöhle,  eine  dritte 
höhle  beim  Steinbruch  am  wege  nach  dem  Hohlenstein,  eine  vierte 
im  Kaufertsberg,  an  dessen  steilabsturz  der  paläolithische  mensch 
gehaust  hat.  2.  E.  Prickhinger,  Eine  wohnstätte  der  späten 
Hallstattzeit  in  Lierheim,  36 — 38;  Aus  Nördlingens  frühzeit,  38 — 49 
und  Römische  villa  am  fuße  des  Hahnenbergs,  45 — 47. 

18.  E.  Tatarinoff,  6.  Jahresbericht  der  Schweiz,  gesellschaft 
für  Urgeschichte  (Societe  suisse  de  prehistoire).  1913.  Zürich, 
Beer  &  co,  1914.  —  der  bericht  umfaßt  (neben  geschäftlichen 
mitteilungen)  einen  wissenschaftlichen  teil,  der  sämtliche  vorge- 
schichtlichen Perioden  gesondert  betrachtet,  zu  jeder  periode  wird 
eine  Übersicht  der  allgemeinen  entwicklung  gegeben  und  dann 
werden  die  schwei2erischen  fundplätze  betrachtet,  einer  beson- 
deren betrachtung  werden  die  fragen  der  schalen-  und  zeichen- 
steine, der  ringwälle  (refugien),  der  höhlenforschung  unterworfen, 
soweit  sie  Schweizer  funde  betreffen,  auf  s.  157  ff.  wird  zu  dem 
buche  von  0.  Piper,  Bedenken  zur  Vorgeschichtsforschung  (vgl. 
Jsb.  1913,2,11)  Stellung  genommen,  abgedruckt  wird  ein  aufsatz 
von  G.  Kuhn,  Urgeschichtliches  aus  der  gemeinde  Maur  (kanton 
Zürich).  —  die  wichtigsten  der  besprochenen  funde  sind  durch 
abbildungen  erläutert. 

19.  5.  Tagung  der  Gesellschaft  für  deutsche  Vorgeschichte. 
Köln  a/Rh.  31.  7.  bis  3.  8.  1913.  Mannus  6,1—147.  —  vortrage: 
G.  Kossinna,  Germanischer  goldreich  tum  in  der  bronzezeit  (vgl. 
nr.  60)  s.  1 — 13;  G.  Wilke,  Mythische  Vorstellungen  und  sym- 
bolische zeichen  aus  indoeuropäischer  urzeit,  s.  15 — 44;  A.  Gün- 
ther, Die  steinzeitlichen  kulturen  am  Mittelrhein,  s.  45 — 52; 
K.  Koehl,  Altere  und  jüngere  Spiralmäanderkeramik,  s.  53 — 83  (die 
Plomborner  keramik  ist  die  ältere,  die  Wormser  ist  die  jüngere 
Spiralmäanderkeramik);  A.  Haupt,  Das  holz  als  maßgebender 
Stoff  germanischer  kunstbetätigung,  s.  84 — 88;  H.  Mötefindt, 
Die  ergänzung  der  weichteile  an  vorgeschichtlichen  schädeln, 
8.89 — 96;  P.  Quente,  Ein  germanisches  dorf  bei  Kyritz,  s.  97 — 101 
(teil  eines  hauses,  das  pfosten-  und  schwellenbau  vereinte,  3  herde 
im  innem  mit  je  einer  abfallgrube,  innenraum  in  kammern  einge- 
teilt  durch   kleinere   pfosten,    lehmbewurf   nur    spärlich,    Scherben 


II.   C.  Paläolithische  zeit.  25 

von  un verzierter  form  der  römischen  zeit);  L.  Wilser,  Der  brak- 
teat  von  Grumpan  und  die  runenfrage,  s.  103 — 106  (nordische 
herkunft  der  ruuen  wegen  der  großen  zahl  der  dortigen  funde; 
der  brakteat  von  Grumpan  wird  genauer  betrachtet);  0.  Profe, 
Vorgeschichtliche  jagd,  s.   107 — 134. 

20.  R.  Beltz,  10.  tagung  des  nordwestdeutschen  Verbands 
für  altertumsforschung  zu  Bielefeld  (13. — 15.  april  1914).  Praehist. 
zs.  6,354—359. 

C.   Paläolithische  zeit. 

21.  F.  Arentz,  Palseolithic  chronology.  Kristiania  1911. 
108  s.  —  diese  nachträglich  eingelaufene  schrift  vertritt  einen 
eigenartigen  Standpunkt,  das  eiszeitalter  war  nur  eine  einzige 
periode  und  nur  von  kurzer  dauer,  solange  der  Golfstrom  durch 
den  damals  offenen  Isthmus  von  Panama  nach  dem  Stillen  Ozean 
abfloß,  die  eiszeit  dauerte  im  norden  ungefähr  5000  jähre,  viel- 
leicht noch  weniger,  die  eisschicht  war  nur  dünn,  die  konfiguration 
der  erdoberfläche  wurde  durch  sie  nicht  berührt,  die  meisten 
kjökkenmöddinger  Dänemarks  sind  voreiszeitlich,  die  ältere  sowie 
des  vf.s  eigene  ansichten  werden  eingehend  beleuchtet,  ferner 
unterzieht  er  die  funde  von  Magiemose  und  Braband  einer  Unter- 
suchung; beide  sind  nach  vf.  voreiszeitlich  und  durch  das  eis  ver- 
schleppt, in  einem  zweiten  abschnitt  beleuchtet  vf.  die  paläo- 
lithische periode  im  übrigen  Europa  nach  seiner  weise,  in  Mittel- 
europa dauerte  die  eiszeit  kaum  mehr  als  1000  jähre,  der  mensch 
kam  zur  zeit  des  Miozäns  und  Pliozäns  (!)  von  Asien,  nicht  von 
Nordafrika  nach  Europa,  die  topf erei  war  schon  in  der  paläolithischen 
zeit  bekannt,  zwischen  ihr  und  der  neolithischen  zeit  ist  allerdings 
eine  lücke,  die  durch  die  eiszeit  bedingt  wurde. 

22.  F.  Arentz,  The  antidiluvian  man.  the  easter  Island  or 
Waihu.  Kristiania  1914.  38  s.  —  die  steindenkmäler  und  schrift- 
zeichen auf  der  Osterinsel  in  der  Südsee  sind  die  Überreste  des 
vorsintflutlichen  menschen!  die  sintflut  der  heiligen  schrift  war 
die  gewaltige  Umwälzung  im  Mitteltertiär,  wo  die  gegenwärtigen 
Festländer  sich  erhoben!  das  Vorhandensein  des  menschen  in  der 
ersten  hälfte  der  tertiärzeit  wird  durch  erwägungen  geologischer 
art  zu  erweisen  gesucht. 

23.  Fr.  Wieg  er  8,  Die  geologischen  grundlagen  für  die 
Chronologie  des  diluvialraenschen,  Monatsber.  d.  deutschen  geolog. 
gas.  64(1912),  heft  12. 

24.  Fr.  Wiegers,  Über  das  alter  des  diluvialen  menschen 
in  Deutschland.  Monatsber.  d.  deutschen  geolog.  ges.  65(1913), 
heft  11. 


26  II-   Vorgeschichte  und  frühgeschichte, 

25.  Fr.  Wiegers,  Die  entwicklung  der  diluvialen  kunst  mit 
besonderer  berücksichtigung  der  darstellung  des  menschen.  Zs.  f. 
ethnologie  46,829—865. 

26.  H.  Klaatsch  und  W.  Lustig,  Morphologie  der  paläo- 
lithischen  skelettreste  des  mittleren  Aurignacien  der  grotte  von 
La  Rochette,  Dep.  Dordogne.  mit  61  abb.  und  4  tafeln.  Archiv 
f.  anthrop.  n.  f.  13,81 — 126.  dazu:  Tr.  W.  Eisner,  Die  zahne 
von  La  Rochette,  ebda.  127 — 129.  —  es  werden  die  reste  mensch- 
licher Skelette  behandelt,  die  mit  feuersteinartefakten  und  durch- 
bohrten pferdezähnen  (reste  eines  halsschmucks)  im  juli  1910  auf- 
gefunden wurden  und  dem  mittleren  Aurignacien  zuzuweisen  sind. 

27.  H.  Mötefindt,  Eine  rekonstruktion  des  Neandertalers 
von  La  Quina.  Kbl.  f.  anthrop.  1914,2 — 3.  —  aus  L'homme 
prehistorique,  2.  serie,  bd.  1,  heft  4,  s.  126  ff.  wird  ein  auszug 
eines  aufsatze  von  H.  Martin  gegeben,  in  welchem  die  weich - 
teile  des  Mousterienschädels  von  La  Quina  zu  rekonstruieren  ver- 
sucht wird. 

28.  F.  Richters,  Vergleich  paläolithischer  artefakte  aus 
dem  Vezeretal  mit  solchen  von  Labö  und  umgegend.  Praehist.  Zs. 
6,176—180. 

29.  H,  Ober  maier.  Diluviales  aus  Osterreich.  Zeichnungen 
der  Kostelikhöhle  in  Mähren.  Praehist.  Zs.  6,173 — 176.  —  betr. 
köpfe  vom  Urstier. 

30.  R.  Häusler,  Die  ältesten  spuren  vom  menschen  am 
Schweizersbild.     Mannus  6,181 — 183. 

31.  0.  Menghin,  Kleine  beitrage  zur  kenntnis  des  dilu- 
vialen menschen  in  Österreich.  Wiener  praehist.  zs.  1,245 — 255. 
—  enthält:  1.  Ein  Aurignacienfund  in  Nordtirol?  2.  Solutreen- 
artefakte  aus  Millowitz  in  Südmähren.  3.  Nachlese  zur  Gudenus- 
höhle  in  Nieder- Osterreich. 

32.  E.  Werth,  Zur  kenntnis  des  Magdaleniens  am  Bodensee. 
Praehist.  Zs.  6,203 — 210.  —  'die  Magdalenienkultur  umfaßt  die 
ganze  sog.  Spätglazialzeit,  die  Yoldia-  oder  Dryaszeit  des  nord- 
europäischen diluvialen  Vereisungsgebietes,  bis  zum  eintritt  der  den 
heutigen  im  wesentlichen  gleichenden  faunistischen  und  floristi- 
schen Verhältnisse.' 

33.  G.  Werth,  Die  uferterrassen  des  Bodensees  und  ihre 
beziehungen  zu  den  Magdalenien-kulturstätten  im  gebiete  des 
ehemaligen  Rheingietschers.  Brancafestschrift,  s.  164 — 202.  Leip- 
zig 1914. 

34.  F,  Birkner,  Der  paläolithische  mensch  im  bayerischen 
Ries.  Wiener  praehist.  zs.  1,15 — 21.  —  auf  grund  des  werkes 
'die  diluviale  vorzeit  Deutschlands'  von  R.  R.  Schmidt  behandelt 


II.   C.  Paläolithische  zeit.  27 

vf.  die  funde   in   Hohlenstein  und   im    Kanfertsberg   (Hexenküche) 
bei  Lierheim  (bez.  Nördlingen). 

35.  K.  H.  Jacob  und  C.  Gab  er  t,  Die  altsteinzeitliche  fund- 
stelle  Markkleeberg  bei  Leipzig.  Veröffentlichungen  des  städt. 
museum  für  Völkerkunde  zu  Leipzig,  heft  5.  Leipzig,  K.  Voigt- 
länder. 1914.  105  s.  —  die  schrift  zerfällt  in  drei  hauptab- 
schnitte:  1.  Die  feuersteinartefakte  von  Markkleeberg.  2.  Die 
geologischen  Verhältnisse  der  artefaktenfundstätte.  3.  Die  ein- 
ordnung  der  Markkleeberger  artefakte  in  die  prähistorischen  und 
geologischen  stufen  des  eiszeitalters.  —  die  funde,  etwa  300  gute 
artefakte,  lagen  offen  in  sand-  und  kiesmassen  zusammen  mit 
Zähnen  und  knochen  vom  Elephas  primigenius,  Equus  und  Rhino- 
ceros  antiquitatis.  sie  bestehen  aus  handspritzen,  klingen,  schabern 
und  absplissen;  daneben  fanden  sich  mehr  oder  weniger  bearbeitete 
kernsteine,  von  69  funden  werden  abbildungen  und  beschreibungen 
gegeben,  drei  typen:  eine  ober-,  mittel-  und  Unterstufe  werden 
unterschieden  und  die  hauptmasse  der  funde  dem  Mousterien  zu- 
geteilt, eine  sichere  einreihung  in  eine  geologische  stufe  will  vf. 
vorerst  unterlassen. 

36.  C.  Gagel,  Die  altsteinzeitliche  fundstelle  Markkleeberg 
bei  Leipzig.  Mannus  6,369 — 377.  —  betrachtungen  eines  geo- 
logen  zu  der  unter  nr.  35  verzeichneten  schrift.  er  findet  die 
gleichsetzung  französischer  und  deutscher  paläolithischer  kulturen 
verfehlt,     es  kämen  verschiedene  rassen  in  betracht. 

37.  H.  Virchow,  Der  Unterkiefer  von  Ehringsdorf.  Zs.  f. 
ethnologie  46,869—879. 

38.  J.  Bayer,  Die  Chronologie  der  diluvialen  kulturen  und 
ablagerungen  in  den  alpen  und  in  Norddeutschland,  Zs.  f.  ethno- 
logie 46,465—477. 

39.  Fr.  Wiegers,  Über  die  prähistorische  Untersuchung 
einiger  deutscher  diluvialfundstätten.    Zf .  f .  ethnologie  46,421 — 438. 

40.  H.  Menzel,  Die  geologische  entwicklungsgeschichte  der 
älteren  Postglazialzeit  im  nördlichen  Europa  und  ihre  beziehung 
zur  prähistorie.     Zs.  f.  ethnologie  46,205  —  240. 

41.  H.  Menzel,  Die  paläontologischen  grundlagen  für  die 
Chronologie  des   diluvialmenschen.     Zs.  f.  ethnologie  46,241 — 248. 

42.  G.  Gr.  Marc  Curdy,  The  man  of  Piltdown.  Amer.  anthro- 
pology,  n.  s.  16,  nr.  2. 

43.  G.  Gr.  Marc  Curdy,  Interglacial  man  from  Ehringsdorf 
near  Weimar.     Amer.  anthropology,  n.  s.   17,  nr.   1. 

44.  F.  Arentz,  The  paleolithic  period  of  the  Scandinavian 
Peninsula.     Kristiania  1913.     176  s. 


28  II-    Vorgeschichte  und  frühgeschichte. 

45.  Lampert,  Prähistorische  f ischerei  und  fischereigeräte. 
Archiv  für  fischereigeschichte  1914.  heft  2.  s.  93 — 108.  —  schon 
in  paläolithischer  zeit  genoß  der  mensch  fische,  besonders  den 
salm,  wie  die  funde  zeigen,  in  denen  auch  die  spitzangel,  die  dem 
köder  in  den  leib  geschossen  wird,  ferner  fischharpunen  vertreten 
sind,  aus  der  Madeleinezeit  sind  fischzeichnungen  auf  renntier- 
geweihen  bekannt,  in  den  dänischen  kjökkenmöddinger  finden  wir 
zahlreiche  fischknochen,  aber  wenig  fischereigeräte  (krummangel) ; 
dagegen  sind  die  letzteren  zahlreich  an  der  pommerschen  küste 
sowie  in  den  pfahlbauten  (netzbeschwerer,  netzschwimmer,  bronze- 
angelhaken). 

D.   Neolithische  zeit. 

46.  A.  Seh  Hz,  Steinzeitliche  Wirtschaftsformen.  Praehist.  zs. 
6,211 — 229.  —  die  Wirtschaftsform  der  neolithischen  Völker  in 
Mitteleuropa,  die  mehreren  rassen  angehörten,  war  recht  ver- 
schieden, einzelne  standen  noch  auf  der  sammelstufe,  andere  auf 
der  hackbaustufe,  andere  haben  eine  auf  pflugbau  und  viehzüchtung 
aufgebaute  hoch-  oder  vollkultur.  die  kulturstufe  richtet  sich  nach 
der  bodenform  und  braucht,  weil  einfacher,  nicht  niedriger  zu  sein, 
vf.  betrachtet  besonders  Süd  Westdeutschland  und  unterscheidet  hier 
die  schnurkeramische  und  bandkeramische  kultur,  die  der  mittel- 
ländischen rasse  angehört,  während  die  Rössener  kultur  der  nord- 
ländischen  und  die  pfahlbaukultur  der  alpenländischen  rasse  an- 
gehört, mittelländische  und  pfahlbaurasse,  getrennt  durch  den  ab- 
sturz  der  Alb,  bilden  die  Urbevölkerung,  zwischen  die  mittel- 
ländische rasse  der  lößgebiete  wanderten  die  unseßhaften  schnur- 
keramiker  aus  Mitteldeutschland  und  die  nordländischen  träger  der 
Rössener  kultur  ein.  am  ende  der  Steinzeit  bedecken  die  höhen- 
siedlungen  der  alpinen  stamme  mit  der  sogenannten  Michelsberger 
kultur  ganz  Südwestdeutschland,  während  die  bandkeramiker  ver- 
schwinden. —  vf.  verfolgt  die  kulturen  der  schnurkeramik,  der 
pfahlbaustämme,  der  Michelsberger  und  Rössener  stufe  usw.,  soweit 
wir  sie  aus  den  funden  kennen  in  ihren  einzelnen  erscheinungs- 
formen  (wirtschaftsstufe,  kleidung,  wohnung  usw.).  es  ergibt  sich 
dem  vf.  eine  vielgestaltigkeit  der  lebensverhältnisse  in  dem  von 
ihm  betrachteten  beschränkten  gebiet. 

47.  A.  Schliz,  Die  Vorstufen  der  nordisch-europäischen 
Schädelbildung.  Archiv  f.  an throp.  n.  f.  13,169 — 201.  mit  4  tabellen, 
4  abbildungen  im  text  and  4  tafeln.  —  ausgehend  von  seiner 
theorie,  daß  in  der  neolithischen  frühzeit  ethnische  und  kulturelle 
Übereinstimmung  herrschte,  untersuchte  Schliz  die  schädelbildung 
der  einzelnen  keramischen  kreise  in  zahlreichen  arbeiten,  er  stellte 
bestimmte  gruppen  auf,  darunter  auch  die  des  nordisch-europäischen 
menschen,     er  geht  nun  den  Ursprüngen  dieser  gruppe  in  den  ver- 


IT.    D.  Neolithische  zeit.  29 

ßchiedenen,  bis  jetzt  bekannten  typen  der  paläolithischen  zeit  nach, 
vf.  untersucht  zunächst  A.  Westnordstämme  (Megalithkultur,  Rössener 
kultur,  Großgartacher  kultur)  und  die  entwicklung  ihrer  schädel  auf 
deutschem  boden. 

48.  M.  Schnitze,  Frühneolithische  jagd-  und  fischereigeräte 
der  provinz  Posen  im  Zusammenhang  mit  anderen  norddeutschen 
funden.  Archiv  für  fischereigeschichte.  1914.  heft  2,109 — 132. 
—  vf.  bespricht  zunächst  die  in  Bromberg  aufbewahrten  gerate 
aus  geweih  und  knochen  (harpunen,  äxte,  angelhakeu,  wurfspeer- 
spitze), er  vergleicht  sodann  die  Posener  funde  mit  denen  im 
Magiemose,  dessen  bewohner  nur  von  jagd  und  fischfang  lebten, 
eine  abschweifung  auf  das  gebiet  der  prähistorischen  Chronologie 
schließt  sich  an  und  als  deren  ergebnis  wird  mitgeteilt,  daß  die 
funde  von  fischereigeräten  in  Norddeutschland  der  Ancyluszeit  an- 
gehören, also  annähernd  um  8000  v.  Chr. 

49.  K.  Schumacher,  Neolithische  depotfunde  im  westlichen 
Deutschland.  Praehist.  Zs.  6,29 — 56.  —  betrachtet  werden  die 
funde  bzw.  deren  fehlen  in  Elsaß-Lothringen,  Bayr.  Pfalz,  Hessen, 
Rheinprovinz,  Baden,  Württemberg,  Bayern,  Mitteldeutschland  und 
Norddeutschland.  es  werden  unterschieden:  1.  handelsdepots, 
2.  werkstättenfunde,  3.  votivdepots,  4.  verstecke,  5.  totenopfer. 
in  den  vergleichenden  betrachtungen  greift  vf.  örtlich  und  zeitlich 
über  das  im  titel  genannte  ziel  hinaus. 

50.  G.  Bersu,  Der  hausbau  der  Steinzeit  in  Deutschland. 
Kbl.  Ges.  Ver.  62,114—117. 

51.  C.  Schuchhardt,  Lissdorf,  eine  bandkeramische  Sied- 
lung in  Thüringen,  Praehist.  Zs.  6,293 — 303.  —  wohngruben, 
pfostenlöcher  (ein  rechteck  von  6X3  löchern)  von  zwei  häusern, 
staklehm  (vom  wandbewurf  herrührend),  tonscherben  und  wenige 
Steingeräte  aus  grünlichem  schiefer,  knochengeräte,  spinnwirtel 
kamen  bei  der  grabung  zum  Vorschein. 

52.  P.  Quente,  Steinzeitliche  ackerbaugeräte  aus  der  Ost- 
prignitz.  erdhacken  und  pflüge  und  ihre  Schaftungsmöglichkeit. 
Praehist.  Zs.  6,180—187. 

53.  A.  Stuckmann,  Prähistor.  gräber  und  wohnstätten  zu 
Haffen-Mehr  (kr.  Rees).  Röm,-germ.  kbl.  7,49 — 51.  —  in  einer 
steinzeitlichen  wohnstätte  von  5  X  3  m  fanden  sich  5  eichenpfähle, 
die  als  stützen  gedient  haben  können,  ferner  ein  herd,  eine  stein- 
keule  und  sonstige  fundstücke. 

54.  J.  H.  Holwerda,  Das  große  steingrab  bei  Emmen 
(prov.  Drente).  Praehist.  Zs.  6,57 — 67.  —  das  einzige  sogenannte 
hünenbett  in  Holland,  aus  zwei  steinkammern  bestehend,  die  von 
einer  umhegung  großer,  aufrecht  stehender  steinblöcke  eingefaßt 
sind,     diese    steinblöcke    wurden    durch    eine    erdaufschüttung   im 


so  II-   "Vorgeschichte  und  frühgeschichte. 

Innern  gestützt  und  mit  kleinen  füllsteinen  in  den  Zwischenräumen 
versehen,  die  eingänge  zu  den  grabkammern  befanden  sich  auf 
der  Südseite,  wo  zwischen  wand  und  deckstein  zwei  Öffnungen  ge- 
lassen waren,  zu  denen  aufgänge  führten,  die  funde  waren  spär- 
lich: Scherben  der  nord westdeutschen  Megalithkeramik,  feuerstein- 
splitter,  eine  angefangene  axt,  ein  kleiner  schmalmeißel  und  eine 
Versteinerung,  die  durchbohrt  als  amulett  gedient  hat. 

55.  Georg  F.  L.  Sarauw,  Magiemose,  ein  steinzeitlicher 
wohnplatz  im  Moor  bei  Mullerup  auf  Seeland,  verglichen  mit  ver- 
wandten fanden,  beitrag  zur  beleuchtung  der  frühneolithischen 
Steinzeit  im  Norden.  IL  Praehist.  Zs.  6,1 — 28.  —  fortsetzung  zu 
der  Jsb.  1911,2,17  verzeichneten  arbeit,  hier  werden  die  arte- 
fakte  aus  stein,  knochen  und  hörn  behandelt,  metall  fehlt,  ebenso 
holzgeräte.  die  steingeräte  bestehen  fast  alle  aus  feuerstein;  auch 
flintabfall  war  reichlich  vertreten,  was  beweist,  daß  die  her- 
stellung  der  gerate  an  ort  und  stelle  erfolgte,  klingen  und  messer 
fanden  sich  selten,  dagegen  spankratzer  in  großer  zahl,  längs- 
schneidige pf eilspitzen,  deren  Verbreitung  in  Europa  verfolgt  wird, 
bohrer,  spalter,   beile  fanden  sich  in  einigen  exemplaren. 

56.  Fornminnes  undersökningar  vid  Jfö-sjön.  en  stenälders- 
boplats  funneu  vid  Jfvetofta.  Sydsvenska  dagbladet.  nr.  276 
(11.  X.  1914)  und  nr.  289  (24.  X.'  1914).  —  außer  steinartefakten 
und  knochenwerkzeugen  kamen  zwei  feuerstellen,  eine  aus  größeren, 
eine  aus  kleineren  steinen  gebaut,  und  scherben  zutage,  deren 
musterung  für  südschwedische  wohnplätze  charakteristisch  ist,  die 
aber  verschieden  sind  von  der  ornamentierung  der  gefäße  in  den 
ganggräbern  derselben  gegend.  haben  wir  es  mit  zwei  ver- 
schiedenen bevölkerungselementen  zu  tun? 

57.  E.  Nygren,  Värmlands  stenalder.  meddelanden  fran 
Värmlands  naturhist.  och  fornminnesforening,  bd.  12,15 — 120.  mit 
13  tafeln  und  3  karten.  —  vf.  gibt  eine  kurze  übersieht  über  die 
bisherige  forschung,  die  perioden  der  Steinzeit  nach  Montelius  und 
reiht  die  funde  der  provinz  Värmland  in  diese  ein.  beilage  1  und  2 
drucken  den  bericht  von  Djurklous  über  die  värmländischen  stein- 
kistengräber  aus  dem  jähre  1867  wieder  ab;  beilagen  3 — 7  geben 
ein  nach  kreisen  und  Ortschaften  gegliedertes  Verzeichnis  aller 
steinzeitlichen  funde  der  provinz.  die  karten  zeigen  die  Verteilung 
der  verschiedenen  beiltypen,  steindolche,  lanzenspitzen  und  stein- 
kistenfunde  über  das  behandelnde  gebiet. 

58.  C.  M.  Fürst,  Skelettfynd  frän  stenäldersgravar  i  Nerike 
samt  nägot  om  vär  stenälders  befolknings  sjukdomar  och  äkommor. 
Fornvännen  1914,17 — 31. 

59.  S.  Erixon,  Stenäldern  i  Blekinge.  Farnvännen  1913, 
125—212. 


IL   E.  Bronzezeit.  31 


E.   Bronzezeit. 


60.  G.  Kossinna,  Der  germanische  goldreichtum  in  der 
bronzezeit.  I.  Der  goldf'und  vom  Messingwerk  bei  Eberswalde  und 
die  goldenen  kultgefäße  der  Germanen.  Mannus-bibl.  nr.  12.  Würz- 
burg, Curt  Kabitzsch.  1913.  mit  17  tafeln  und  24  textabbildungen. 
56  s.  —  eine  eilige  publikation  des  fundes,  dessen  berechtigte  be- 
schreibung  durch  C.  Schuchhardt  (vgl.  nr.  61)  noch  aussteht. 
Kossinna  glaubt,  daß  durch  seine  gründe  'für  alle  wohldenkenden 
nunmehr  jeder  zweifei  an  der  germanischen  herkunft  und  her- 
stellung  der  mitteleuropäischen  goldgefäße  beseitigt  worden  ist.'  — 
bespr.  von  S.  Feist,  Litbl.  Fftr.  ztg.,  25.  jan.  1914;  von  W.  Schulz, 
DE.12,187— 188;  von  M.  Hoernes,  Eist.  Viertjs.  25,441—442; 
von  K.  H.  Jacob,  Cbl.  65,1327. 

61.  C.  Schuchhardt,  Der  goldfund  vom  Messingwerk  bei 
Eberswalde,  hrsg.  im  auftrag  des  generaldirektors  der  kg],  museen. 
mit  13  lichtdrucktafeln  und  48  textbildern.  Berlin,  Verlag  für 
kunstwissenschaft.  1914.  51  s.  fol.  —  das  werk  ist  noch  nicht 
ausgegeben,  vgl.  die  besprechung  von  M.  Hoernes,  Wiener 
präh.  zs.   1,298—300. 

62.  G.  Kossinna,  Neue  goldgefäße  aus  Frankreich,  mit 
einem  anhang:  Herr  Schuchhardt  und  die  Wahrheit.  Mannus  6, 
297 — 308.  —  ergänzung  zu  der  unter  nr.  60  verzeichneten  schrift 
des  vf.s  und  polemik  gegen  Schuchhardts  anzeigen  derselben  in 
Praehist.  Zs.  5,585  ff.  nebst  abdruck  einer  berichtigung  des  vf.s  in 
Praehist.  Zs.  6,198  f. 

63.  R.  Beltz-Schwerin,  Die  bronze-  und  hallstattzeitlichen 
fibeln.  Berlin,  Behrend  &  co.  1914.  s.  659—900  des  6.  berichts 
über  die  tätigkeit  der  von  der  deutschen  anthr.  ges.  gewählten 
komm.  f.  prähist.  typenkarten,  mit  einer  kartenbeilage.  —  mit 
dem  vorlegenden  teil  ist  das  bedeutsame  werk  der  typenkarten  der 
fibeln  zum  abschluß  gekommen,  da  die  Latenezeit  schon  früher 
erschienen  ist  und  die  germanische  zeit  von  Almgren  bearbeitet 
ist.  behandelt  werden  zwei  gruppen:  eine  skandinavisch-nord- 
deutsche (bronzezeitlich)  und  eine  süddeutsch-alpine  (hallstättisch). 
berücksichtigt  sind  ferner  das  ostbaltische  gebiet,  Holland,  Frank- 
reich, die  Nordschweiz,  Osterreich,  die  entwicklung  der  ver- 
schiedenen fibeltypen  aus  der  nordischen  'urfibel'  (nadel  mit  ge- 
schwollenem, durchlochtem  hals)  wird  in  eingehender  darstellung 
verfolgt,  während  im  hauptteil  des  buches  ein  systematisches  Ver- 
zeichnis aller  einschlägigen  funde  und  fundorte  enthalten  ist,  deren 
graphische  darstellung  auf  der  allerdings  etwas  überladenen  karte 
gegeben  wird. 


32  II-   Vorgeschichte  und  frühgeschichte. 

64.  E.  Wagner,  Prähistorisches  gräberfeld.  Singen  i.  H. 
Röm.-germ.  kbl.  7,6 — 9.  —  brandgräber  der  späteren  bronzezeit  und 
Skelettgräber  dar  frühen  Latenezeit  fanden   sich  vereint. 

65.  Hilmar  Kalliefe,  Das  bronzezeitliche  dorf  Hohensalza. 
Praehist.  Zs.  6,89 — 114.  —  die  wohnstellen  wiesen  herde  und 
abfallgruben  auf.  einzelne  kindergräber,  skelettreste  von  hunden 
und  ziegen,  sclierben  (etwa  2  ztr.),  feuersteine  und  knochenarte- 
fakte,  ton  perlen,  eine  bronzefibel  und  reste  von  hausbewurf  wurden 
aufgedeckt,  die  ansiedlung  bestand  schon  zur  ausgehenden  Stein- 
zeit und  reicht  in  die  eisenzeit  hinein,  einzelne  gefäßreste  zeigen 
sogar  slavischen  einfluß. 

6ö.  H.  Mente  und  G.  Kossinna,  Ein  depotfund  der  jüngeren 
bronzezeit  aus  dem  hannoverschen  Wendlande.  Mannus  6,192 — 201. 

—  ein  bei  Tüschau,  kr.  Lüchow  gefundenes  tongefäß  enthielt 
19  platten  oder  knöpfe  verschiedener  große  mit  Ösen,  zwei  sicheln, 
einen  tüllenmeißel,  zwei  paar  armringe,  eine  fibel  und  einen  hals- 
kragen. 

67.  A.  Bezzenberger,  Ein  ornament  der  späteren  bronze- 
zeit.    Mannus  6,332—333. 

F.   Hallstattzeit. 

68.  0.  Montelius,  När  började  allmänt  använda  järn? 
Fornvännen   1913,1—27.  61—91. 

69.  M.  Hoernes,  Zur  Chronologie  der  gräberfunde  von 
Watsch.  Wiener  präh.  zs.  1,39 — 52.  —  vf.  unterscheidet  eine 
ältere  stufe  der  reinen  brandgräber  und  eine  jüngere  von  solchen 
und  von  skelettgräbern  in  der  großen  nekropole  der  Hallstattzeit 
bei  Watsch  in  Krain.  in  den  brandgräbern  kamen  noch  vereinzelt 
bronzegeräte  vor,  in  den  skelettgräbern  (etwa  5°/^  der  1000  auf- 
gedeckten gräber)  nur  noch  eisen,  die  Schmucksachen  sind  aus 
eisen,  bei  den  skelettgräbern  nur  aus  bronze.  letztere  waren 
reicher  ausgestattet  als  die  brandgräber. 

70.  G.  Kyrie,  Neue  prähistorische  funde  aus  Schwechat 
bei  Wien.  Wiener  präh.  zs.  1,166 — 171.  —  wohngruben  mit  feuer- 
stellen, topfe,  reste  von  wandbewurf,  tierknochen  kamen  zutage, 
die  funde  gehören  der  mittleren  Hallstattzeit  an. 

71.  G,  Hock,  Die  Frühhallstattzeit  im  bayerischen  Main- 
gebiet, mit  2  tafeln.  =  Frankenland,  1.  Jahrgang,  nr.  6  'Unsere 
heimat  vor  3000  jähren'.    23  s.    Würzburg,   S.  Perschmann.    1914. 

—  allgemeinverständliche  darstellung.  mit  recht  hütet  sich  vf. 
vor  ethnologischen  Schlüssen  aus  den  schädel-  und  sonstigen 
funden.  erwähnt  wird  auch  der  fund  bei  Unterglauheim,  wo  zwei 
goldnäpfe    zum    Vorschein   kamen,    deren    Verzierung   ganz    den   in 


II.   G.  Latönezeit.  33 

Eberswalde  gefundenen  (vgl.  nr.  60)  entspricht,  noch  unbekannt 
ist  bisher  ein  depotfund  aus  der  nähe  von  Niedernberg  a.  M.,  der 
eingehend  beschrieben  wird. 

72.  D.  Viollier  et  F.  Blanc,  Un  tumulus  du  premier  äge 
du  fer  ä.  Niederweningen  (Zürich).  Anz.  f.  Schweiz,  altertums- 
kunde,  n.  f.  IG, 93 — 102.  —  der  'Heidenhügel'  hatte  einen  durch- 
messer  von  15 — 16  m  und  2  m  höhe  und  enthielt  in  einem  haupt- 
grab und  vier  nebengräbern  brandbestattungen.  die  urnen  waren 
beim  aufschütten  des  grabes  bereits  zerbrochen  worden  und  zwar 
aus  rituellen  gründen,  zwei  messer  und  einige  Schmucksachen 
aus  eisen,  ferner  feuersteinartefakte  fanden  sich  vor. 

73.  D.  Viollier  et  F.  Blanc,  Deux  tumuli  k  Uerzlikon 
pr^s  Kappel  (Zürich),  ebenda,  102 — 104.  —  anläge  ähnlich  wie 
bei  nr.  72.  anhaltspunkte  zur  sicheren  datierung  wurden  nicht 
entdeckt. 

74.  0.  Almgren,  Die  ältere  eisenzeit  Gotlands.  nach  den 
in  Statens  historika  museum,  Stockholm,  aufbewahrten  funden  und 
ausgrabungsberichten  im  auftrage  des  k.  Vitterhets  historie  och 
antikvitets  akademien  dargestellt.  1.  heft  mit  20  Tafeln.  Stock- 
holm 1914.  —  die  insel  Gotland  spielte  in  vorgeschichtlicher  und 
mittelalterlicher  zeit  eine  wichtige  rolle  im  handelsverkehr  des 
Baltikums,  das  bedingt  eine  große  reichhaltigkeit  der  funde  und 
berechtigt  zu  einer  gesonderten  betrachtung.  der  vf.  folgt  für  die 
gliederung  des  Stoffes  dem  periodensystem  von  Montelius :  die  vor- 
römische eisenzeit  in  drei  perioden  und  die  römische  eisenzeit  in 
zwei  Unterabteilungen,  die  funde,  sowohl  die  aus  gräbern  wie  ein- 
zelne und  depotfunde,  werden  in  systematischer  anordnung  vorge- 
führt, tabellen  über  die  fundorte  sowie  den  Inhalt  der  bekannten 
Skelett-  und  brandgräber  werden  außerdem  gegeben.  die  sehr 
scharf  und  sauber  ausgeführten  tafeln  enthalten  reiches  anschauungs- 
material. 

Gr.  Latfenezeit. 

75.  P.  Vouga,  La  Tene.  5J3ae  rapport  publie  au  nom  de  la 
commission  de  la  Tene.  fouilles  de  1912  et  1913.  Musee  Neu- 
chätelois,  mars — avril  1914.  22  s.  —  wichtige  funde  wurden 
1912  an  der  berühmten  stelle  am  Neuchäteller  see  gemacht: 
vier  Schwerter  mit  ihren  scheiden,  reste  eines  Schildes  u.  dgl.  m. 
das  ergiebigste  jähr  war  aber  1913:  29  Schwerter,  zumeist  in  den 
scheiden,  19  lanzenspitzen,  drei  vollständige  lanzen,  ein  fast  voll- 
ständiger Schild,  zwei  helvetische  goldmünzen,  ein  ganzes  Wagen- 
rad und  reste  des  wagens,  zwei  joche  usw.,  insgesamt  186  fund- 
stücke,     unsere     kenntnis    der    latenezeitlichen    bewaffnung    und 

Jahresbericht  für  germanische  Philologie.   XXXVI.   (1914.)   I.  Teil.  3 


34  II-   Vorgeschichte  und  frühgeschichte 

Werkzeuge  ist  durch  diesen  reichen  fund  außerordentlich  vermehrt 
worden,  immer  deutlicher  tritt  auch  die  bestimmung  von  La  Tene 
hervor;  es  war  eine  keltische  zollstation  mit  einem  brückenüber- 
gang,  wie  Chälons-sur-Saone,  nach  einer  ansprechenden  Vermutung 
von  Dechelette. 

76.  J.  Gruaz,  Le  cimetiere  gaulois  de  Saint-Sulpice  (Vaud). 
Anz.  f.  Schweiz,  altertumskunde,  n.  f.  16,257 — 275.  —  neben  einem 
schon  früher  ausgegrabenen  friedhof  aus  merowingischer  zeit  wurde 
von  1912 — 1914  ein  friedhof  der  Lat^nezeit  untersucht,  der  reiche 
ausbeute  ergab.  neben  bestattungen  finden  sich  brandgräber 
während  der  ersten  Latenezeit.  aus  einem  grab  hob  man  Schmuck- 
sachen der  beginnenden  Hallstattzeit,  bis  jetzt  sind  87  gräber 
untersucht  worden,  doch  liegt  der  größere  teil  des  friedhofs  noch 
unberührt. 

77.  D.  Viollier,  Les  Geltes  sur  le  Rhin.  festgabe  für 
Hugo  Blümner.  Zürich  1914.  s.  261 — 266.  —  weder  geschichte 
noch  Sprachwissenschaft  noch  anthropologie  vermag  den  Zeitpunkt 
des  ersten  auftretens  der  Kelten  am  Rhein  anzugeben,  nur  die 
Vorgeschichte  kann  das  problem  nach  ansieht  des  vfs.  lösen,  kenn- 
zeichnend für  keltische  ansiedlung  sind  bestattungen  in  flachgräbern 
und  die  beigäbe  von  fibeln  mit  seitlicher  Spiralfeder,  auf  grund 
dieser  Indizien  wird  die  ankunft  der  Kelten  am  Rhein  um  550  v.  Chr. 
angesetzt,  eindatum,  das  auch  C.  Jullian,  Histoire  de  la  Gaule  1,244 
angibt. 

78.  A.  Fuchs,  Die  kultur  der  keltischen  Vogesensiedlungen 
mit  besonderer  berücksichtigung  des  Wasserwaldes  bei  Zabern. 
mit  21  Skizzen,  6  beilagen  und  33  tafeln  abbildungen.  ein  bei- 
trag  zur  frühgeschichte  Elsaß-Lothringens.  =  Bausteine  zur  Elsaß- 
Lothringischen  geschichts-  und  landeskunde,  15.  heft.  Zabern, 
A.  Euchs.  1914.  190  s.  —  vf.  gliedert  die  ergebnisse  seiner 
forschungen  und  ausgrabungen  auf  dem  von  ihm  erwähnten  teil- 
gebiet  der  elsässischen  Vogesen  in  folgende  abschnitte:  1.  Lage  und 
entstehung  der  keltischen  Vogesensiedlungen.  2.  Formen  der 
keltischen  Vogesensiedlungen.  3.  Keltische  landwirtschaft.  4.  Wege 
und  Straßen,  handel  und  verkehr.  5.  Keltische  und  keltisch-römi- 
sche kulturverhältnisse.  6.  Keltische  und  römische  töpferware. 
7.  Keltische  und  römische  spräche.  8.  Religion.  9.  Totenverehrung. 
10.  Eingehen  der  keltischen  Vogesensiedlungen.  vf.  hätte  gut 
daran  getan,  bei  dem  abschnitt  über  keltische  und  römische  spräche 
einen  fachmann  zu  rate  zu  ziehen,  da  hier  manche  irrtümer  unter- 
laufen sind:  aisl.  brü  'Brücke'  (nicht  ae.  bru)  und  kelt.  bnva 
'brücke',  ferner  ahd.  aj^fel  und  ir.  aball  (nicht  abal)  sind  urver- 
wandt; das  germ.  hat  seine  worte  nicht  aus  dem  keltischen  ent- 
lehnt, wie  vf.  angibt,    im  übrigen  stützt  er  sich  aber  auf  gute  quellen 


II.   G.  Latenezeit.  35 

für  seine  allgemeinen  betrachtungen,  die  daher  zumeist  die  heutige 
ansieht  bewährter  forscher  (z.  b.  Camille  Jullian)  wiederspiegeln, 
die  tafeln  bieten  ein  vortreffliches  und  technisch  vollkommenes 
anschauungsmaterial. 

79.     K.    Schumacher,    Gallische   und    germanische    stamme 
und  kulturen  im  Ober-  und  Mittelrheingebiet  zur  späteren  Latene- 
zeit.    PraehistZs.  6,230 — 292.  —  vf.  will  vor  allem  dahin  wirken, 
daß  eine  umfassende  Sammlung  und  schärfere  sichtung  germ.  und 
kelt.    kulturguts    in    den    grenzgebieten   versucht    wird,      die    ent- 
stehung  der  Lat^nekultur  wird  mit  Dechelette  —  auf  dessen  bahn- 
brechenden Manuel  d'archeologie  rühmend  hingewiesen  wird  —  in 
Ostfrankreich  und   der   nähe  des  Ober-  und  Mittelrheingebiets  ge- 
sucht,    von  hier  aus  seien  die  Kelten  vorgedrungen,  um  am  ende 
der  Latenezeit  ihre   größte   Verbreitung   zu   erreichen;    ihre   kultur 
war  eine  weltbeherrschende  von  großer  einheitlichkeit,  die  allerdings 
Sondererscheinungen    bei   den   einzelnen   keltischen   stammen  nicht 
ausschließt,     diese   werden   des   näheren   verfolgt   und  zwar  L  die 
helvetische   gruppe.     1.   in   La  Tene    und    2.    andere    gleichzeitige 
Schweizer  funde.     3.  die  Rauriker.    4.  die  funde  helvetischer  her- 
kunft   in   Südwestdeutschland   zwischen   Rhein  und  Main.     5.    die 
angeblichen    spuren    von    Germanen    in    der   Schweiz.     IL   andere 
keltische  stamme  des  Oberrheins.    1.  Sequaner  und  Aeduer.   2.  Vinde- 
liker,  Bojer  usw.     IIL  die  Beigen  (Mediomatriker,  Treverer  u.  a.). 
IV.  die  linksrheinischen  Germanen:  Triboker,  Nemeter,  Vangionen, 
Ubier.  V.  die  rechtsrheinischen  Germanen:  Ubier,  Usipeter,  Mattiaker, 
Sueben,  Markomannen.    VI.  die  beziehungen  der  rheinischen  stamme 
mit   den   gall.   und   germ.    kulturen   Mittel-   und  Norddeutschlands, 
aus  den  darlegungen  des  vorsichtigen  und  gründlichen  kenners  der 
archäologischen   Verhältnisse   auf   dem  behandelten  gebiet  gewinnt 
man  den  eindruck,  daß  es  vorläufig  und  vermutlich  für  immer  un- 
möglich ist,  die  historischen  Völkerschaften  mit  bestimmten  boden- 
funden  in  einklang  zu  bringen,    zwar  nimmt  man  z.  b.  an,  daß  die 
Germanen    brandbestattung,    die    Kelten    erdbestattung    ausübten; 
aber    es   finden    sich    auch    brandgräber    mit   gallischem    Inventar, 
ferner  haben   wir    ganz   bedeutend   mit  der  Übernahme   keltischen 
kulturguts  seitens  der  Germanen  zu  rechnen,  auch  nach  der  ersten 
Latenezeit,  selbst  in  der  tonware,  die  doch  sonst  bodenständig  ist. 
hübsch  ist   andererseits   die   beobachtung,    daß    die   Mattiaker  von 
den  Chatten  abstammen,  weil  die  funde  von  caput  gentis  Mattium 
(bei  Metz)    mit    zahlreichen    gräberfunden    bei    Gießen,    Butzbach 
und  Wiesbaden  übereinstimmen. 

80.  H.  G.  Stehlin  und  P.  Revilliod,  Die  prähistorische 
ansiedlung  bei  der  gasfabrik  in  Basel  (fortsetzung).  V.  Die  tier- 
knochen.    VI.  Der  hausrat  der  grubenbewohner,  Anzeiger  f.  Schweiz. 

3* 


36  11-    Vorgeschichte  und  frühgeschichte. 

altertumakunde,  n.  f.  16,1  — 11.  —  fortsetzung  zu  Jsb.  1913,2,21. 
die  ausiedlung-  stammt  aus  der  letzten  zeit  dei*  Lateuekultur,  wie 
die  keramischen  und  sonstigen  funde  beweisen,  aus  bronze  be- 
stehen die  bruchstücke  dreier  fibeln,  sowie  ein  messer,  dessen 
griff  in  einen  köpf  mit  halsring  endet,  er  zeigt  die  charakteristi- 
schen merkmale  eines  Galliers  (haartracht  nach  Diodor).  aus  eisen 
bestehen  zwei  reste  von  langschwerterklingen,  ein  speerspitzenbruch- 
stück,  messer,  ein  bohrer  usw.  gegenstände  aus  glas,  ton,  knochen 
und  stein  kamen  ebenfalls  zum  Vorschein. 

81.  0.  Menghin,  Ein  umwallter  Latene-pfahlbau  am  Ritten 
(Südtirol).  Wiener  präh.  zs.  1,58 — 77.  —  aus  dem  vermoorten 
boden  wurden  pfähle,  Schmucksachen,  eiserne  gerate  und  waffen, 
steinschaleu,  holzteile  von  geraten,  holzgeräte,  scherben,  römische 
münzen  des  2.  jahrhs.  v.  Chr.,  eine  etruskische  inschrift  (links- 
läufig):  laseke  maiexe  auf  einem  stein  herausgeholt. 

82.  Kram  er,  Spät-Latene-siedelung.  (Eberstadt,  kr.  Gießen.) 
Röm.-germ.  kbl.  7,38—40. 

83.  J.  Michel,  Das  Latene-gräberfeld  zu  Bodenbach  a.  d.  Elbe. 
Wiener  präh.  zs.  1,189 — 219.  —  es  fanden  sich  sowohl  skelett- 
wie  brandgräber,  wo  die  urnen  in  30 — 60  cm  tiefe  standen  und  mit 
einer  steinsetzung  umgeben  waren,  sonstige  beigaben  waren  nicht 
sehr  viele:  bronzenadeln  und  -fibeln,  reste  eines  bronzearmbands 
und  -gürteis,  eisenfibeln,  eiserne  gürtelhaken  und  -ringe  kamen  in 
geringer  zahl  zum  Vorschein. 

H.   Landschaftliches  uud  zeitlich  unbestimmbares. 

84.  B.  Reber,  Deux  villages  pr^historiques  au  sommet  du 
Reculet.  Bull,  de  l'institut  national  Genevois,  41,83 — 96.  —  in 
öder  gegend  des  Jura  hat  vf.  zwei  ansiedlungen  untersucht,  die 
mauern  der  häuser  aus  Jurakalk  sind  bis  zu  1,20  m  hoch  und 
1,70  m  dick,  wall  und  graben  umgaben  die  ansiedlung.  da  die 
anwendung  von  mörtel  den  erbauern  unbekannt  war,  so  sind  die 
ansiedlungen  mindestens  vorrömisch,  da  keine  grabung  veranstaltet 
wurde,  so  bleibt  die  nähere  Zeitbestimmung  vorerst  ungewiß. 

85.  B.  Reber,  Les  fouilles  sur  l'emplacement  de  la  Made- 
leine-Longemalle ä  Geneve.  Bull,  de  l'instut  Genevois  41,331 — 355. 
—  aus  vorhistorischer  zeit  fanden  sich  nur  wenige  scherben 
gallischer  herkunft,  die  hauptmasse  der  funde  stammte  aus  römi- 
scher zeit:  reste  von  gefäßen,  gewichte  usw.,  auch  zwei  einge- 
mauerte römische  inschriftensteine  kamen  zum  Vorschein,  einer  mit 
dem  namen  Mala,  einer  nymphe  (vgl.  nr.  133).  endlich  fand  man 
auch  mittelalterliche  keramik.  da  zahlreiche  reste  von  einge- 
rammten pfählen  darauf  hindeuteten,    daß   hier   ein    hafen  gelegen 


II.    H.  Landschaftliches  und  zeitlich  unbestimmbares.  37 

hat,  so  sind  die  gegenstände  wohl  nach  und  nach  ins  wasser  ge- 
fallen, um  später,  als  dei'  see  zurückging,  von  bauschutt  und  von 
häusern  überdeckt  zu  werden. 

86.  E,.  Häusler,  Die  ausgrabungen  beim  Schweizersbild, 
Mannus  6,245—260. 

87.  J.  Bayer,  Urgeschichtlicher  Jahresbericht  aus  Osterreich 
1909 — 1911.  1.  Niederösterreich,  Oberösterreich,  Salzburg,  Tirol 
und  Vorarlberg.  Wiener  präh.  zs.  1,88 — 102.  2.  Böhmen,  Mähren, 
Galizien,  Bukowina,     ebenda  s.  102 — 136. 

88.  A.  Egger  und  0.  Menghin,  Die  prähistorische  an- 
siedlung  von  Stuf  eis  (Brixen  a.  E.)  in  Südtirol.  Wiener  präh.  zs. 
1,172 — 188.  —  zwei  kulturschichten  kamen  zutage,  die  untere 
Schicht  lieferte  reste  von  fünf  hausanlagen  (mauerwerk  von  1,70  m 
höhe,  fußboden  aus  lehm,  innenmauern  aus  schieferplatten  von 
30 — 40  cm  höhe,  die  vielleicht  als  podien  anzusehen  sind  und  ver- 
putzstücke), einem  töpferofen.  gewichte,  gefäße,  fouersteinartefakte, 
bronzeobjekte.  die  obere  kulturschicht  enthielt  mehrere  kleinfunde 
aus  eisen,  die  untere  schiebt  gehört  dem  ausgang  der  Hallstatt- 
zeit, die  obere  schiebt  der  frührömischen  zeit. 

89.  S.  Mahr,  Die  älteste  besiedlung  des  Linzer  bodens. 
Wiener  präh.  zs.  1,278 — 290.  —  vf.  verfolgt  die  funde  von  der 
neolithischen  zeit  bis  zur  völkerwanderungszeit. 

90.  E.  Simek,  Grundzüge  der  Vorgeschichte  Böhmens.  Wiener 
präh.  zs.  1,22 — 38.  —  nach  einem  überblick  über  die  bisherige 
forschung  bespricht  vf.  das  paläolithikum,  neolithikum  und  das 
äneolithikum  Böhmens  in  dem  bis  jetzt  veröffentlichten  abschnitt 

91.  A.  Gottwald,  Predhistoricke  nalezy  z  okoli  Urcic. 
Zvlästni  otisk  z  caposisu  Morav.  musea  zem.  Brunn  1914.  — 
hockergräber,  gefäße,  steinartefakte,  bronze-  und  eisensachen  sowie 
goldner  schmuck  wurden  aus  den  258  untersuchten  gräbern  des 
totenfeldes  in  der  Umgebung  von  Urclic,  besonders  bei  dem  dorfe 
Kumberkach,  gehoben. 

92.  Jaroslav  Palliardi,  Die  relative  Chronologie  der  jüngeren 
Steinzeit  in  Mähren.  Praehist.  Zs.  1,256 — 277.  —  vf.  gruppiert 
folgendermaßen:  A.  Alt-neolithikum.  I.  Linear-keramik.  1.  ältere, 
2.  jüngere.  IL  Stichkeramik.  III.  Bemalte  keramik.  1.  rot  auf 
schwarzem  gründe  und  polychrom.  2.  rot  auf  lichtem  gründe 
und  weißmalerei.  a)  ältere  stufe,  b)  jüngere  stufe.  B.  Jung- 
neolithikum. L  Pfahlbau-  und  nordische  keramik.  IL  Fortentwick- 
lung der  pfahlbaukeramik,  weiß  inkrustierte  tiefstich-  und  kane- 
lierte  keramik.     III.  Schnurkeramik. 

92.  A.  Mahr,  Die  prähistorischen  Sammlungen  des  museums 
zu  Hallstatt.  =  Materialien  zur  Urgeschichte  Österreichs.  hrsg. 
von  der  Wiener  präh.  ges.   I.  serie.    1.  heft.    Wien  1914.    63  s.  — 


38  -II-    Vorgeschichte  und  frühgeschichte. 

vf.  gibt  in  den  einleitenden  allgemeinen  bemerkungen  einen 
überblick  über  die  Hallstätter  Sammlung  und  die  geschicke  der 
dortigen  grabuugen.  unter  den  funden  sind  neben  der  jüngeren 
Steinzeit  sowie  der  bronzezeit  hauptsächlich  die  der  Hallstattzeit 
vertreten,  die  in  funde  aus  der  nekropole,  solche  vom  Salzbergrevier, 
bergbaufunde  und  sonstige  gegliedert  werden.  Unterabteilungen 
sind  nach  fundjahren  und,  soweit  das  nicht  möglich  war,  nach  sach- 
lichen gesichtspunkten  angelegt,  endlich  sind  noch  Latene-funde 
verzeichnet,  ein  Sachregister  sowie  8  tafeln  mit  abbildungen  sind 
beigegeben,  die  in  Hallstatt  aufbewahrten  funde  bilden  nur  eine 
kleine  nachlese,  da  die  hauptmenge  der  ausbeute  in  Wien  aufbe- 
wahrt wird. 

94.  Fr.  Metz,  Der  Kraichgau.  mit  4  kartenskizzen.  =  Ab- 
handlungen zur  badiechen  landeskunde,  4.  heft.  Karlsruhe,  G.  Braun. 
1914.  127  s.  —  uns  interessiert  besonders  der  II.  teil:  Siedlungen, 
der  die  römischen,  nachrömischen  und  deutschen  Siedlungen,  die 
anthropologie  der  bewohner,  die  kultur  der  Alemannen  und  Tranken 
neben  allgemeinen  erwägungen  behandelt,  die  gegend  ist  mit  resten 
und  erinnerungen  an  die  Römerzeit  (flurnamen)  übersät,  alemannische 
und  fränkische  Siedlungen  lassen  sich  nicht  streng  auseinander- 
halten (-ingen  und  -heim-orte  sind  keine  sicheren  kriterien,  sie  er- 
scheinen kombiniert  und  werden  im  laufe  der  zeit  sogar  ver- 
tauscht), in  anthropologischer  hinsieht  sind  mehrere  typen  vor- 
handen: der  reingermanische  ist  mit  etwa  25 ''/q  vertreten. 

95.  Reinecke,  Ausgrabungen  auf  dem  Lindenberge  zu 
Kempten   1913.     Röm.-germ.  kbl.  7,28—30. 

96.  R.  Herold,  Beiträge  zur  Vorgeschichte  Erlangens  und 
seiner  Umgebung.  1.  Funde  und  grabungen  vor  august  1913. 
2.  Die  grabung  bei  Kosbach  im  august  1913:  Der  Kosbacher  altar. 
Erlangen,  Max  Mencke.  1914.  42  s.  —  nach  einem  kurzen  über- 
blick über  ältere  grabungen  und  funde  teilt  vf.  eingehender  das 
ergebnis  einer  von  ihm  im  jähre  1911  vorgenommenen  Unter- 
suchung eines  schon  früher  geplünderten  hügelgrabs  der  ausgehen- 
den Hallstattzeit  mit.  eine  zweite  grabung  nahm  vf.  bei  Kos- 
bach vor;  in  dem  hügelgrab  fanden  sich  neben  hornsteinartefakten 
bronzeschmucksachen,  darunter  vier  halsringe,  sechs  tongefäße  mit 
kalzinierten  knochen  und  holzkohle,  endlich  eine  quadratische 
Steinsetzung  mit  einem  mittelblock,  die  durch  eine  lettenschicht 
von  einer  unteren  steinsetzung  getrennt  war.  um  den  mittelblock 
fanden  sich  gefäßreste.  vf.  glaubt  darin  eine  vorgeschichtliche 
kultstätte  (altar)  erblicken  zu  sollen. 

97.  H.  Baldes  und  G.  Behrens,  Birkenfeld.  =  kataloge 
west-   und    süddeutscher   altertumssammlungen  III.     mit  16  tafeln 


II.   H.  Landschaftliches  und  zeitlich  unbestimmbares.  39 

und  einer  kartenbeilage.  Frankfurt  a.  M.,  J.  Baer  u.  co.  1914. 
137  s.  —  die  arbeit  zerfällt  in  vier  hauptteile:  1.  Allgemeiner 
teil.  2.  Inventar  der  Sammlung.  3.  Archäologische  ortskunde  des 
fürstentums.  4,  Besiedlungsgeschichte,  a)  Vorrömische  zeit  (stein- 
und  bronzezeit,  Hallstattzeit,  Latenezeit).  b)  Römische  zeit,  c)  Nach- 
römische zeit,  im  Sammlungsverzeichnis  wie  in  der  systematischen 
darstellung  nimmt  die  römische  zeit  den  breitesten  räum  ein.  die 
funde  aus  der  stein-  und  bronzezeit  sind  zumeist  zufallsfunde,  erst 
in  der  Hallstattzeit  sind  die  funde  durch  systematische  grabungen 
festgelegt,  die  besiedlungsgeschiclite  beginnt  daher  auch  erst  mit 
der  jüngeren  Hallstattzeit,  in  der  Latenezeit,  die  anfangs  reich 
vertreten  ist,  lassen  sich  kultureinflüsse  vom  Mittelmeer  (Massilia) 
aus  nachweisen,  das  land  war  stark  besiedelt;  die  Siedlungen 
(über  500)  liegen  zumeist  an  nachgewiesenen  prähistorischen  straßen. 
die  mittlere  Latenezeit  fehlt  fast  ganz,  an  die  stelle  der  er-d- 
bestattung  tritt  nunmehr  das  brandgrab.  vf.  (Baldes)  möchte  in 
dem  abbrechen  der  kultur  einen  beweis  für  das  eindringen  der 
Germanen  sehen,  in  diese  zeit  soll  auch  die  entstehung  der  ring- 
wälle fallen  (größter  bei  Otzenhausen).  die  römischen  straßen  des 
landes  werden  eingehend  verfolgt,  in  der  nachrömischen  zeit  blieb 
die  keltoromanische  bevölkerung  zunächt  erhalten;  die  -weiler-orte 
bilden  ^/^  aller  orte  des  fürstentums;  -Jieim-ovte  kommen  nur  ver- 
einzelt vor;  fränkische  gräber  fehlen,  die  wirkliche  germanische 
kolonisation  erfolgte  wohl  erst  zur  Karolingerzeit. 

98.  H.  Baldes,  Kingwall  auf  dem  Elsenfels.  (Nohfelden, 
fürstentum  Birkenfeld.)     Röm.-germ.  kbl.  7,65 — 67. 

99.  C.  Mehlis,  Eine  vorgeschichtliche  befestigung  auf  dem 
'Heidelberg'   bei  Hambach   i.   d.  Pfalz.     Kbl.  Ges.  Ver.  62,64—67. 

100.  K  H,  Jakob,  Die  ausgrabung  der  hügelgräber  in  der 
Harth.   Jahrbuch  des  städt.  museums  f.  Völkerkunde  zu  Leipzig,  bd.  5. 

101.  P.  Hörter,  Die  basaltlava-industrie  bei  Mayen  (Rhein- 
land) in  vorrömischer  und  römischer  zeit.  Mannus  6,283 — 294.  — 
vf.  bespricht  besonders  den  zweck  der  sog.  Napoleonshüte,  die  als 
mahlsteine  gedeutet  werden,     die  spitze  stand  nach  unten. 

102.  G.  Wilcke,  Eine  steinerne  armschutzplatte  aus  der 
flur  Gosek,  kr.  Querfurt.     Mannus  6,322—323. 

103.  H.  Mötefindt,  Die  diebeshöhle  bei  Uftrungen,  kr. 
öangerhausen.  Zs.  f.  ethnol.  46,646 — 661.  —  von  prähistorischen 
funden  kamen  scherben  des  Lausitzer  typus,  ein  Aunjetitzer  henkel- 
topf, knochen-  und  bronzegeräte,  ein  bernsteinstück,  getreide- 
reste  usw.  zum  Vorschein. 

104.  H.  Mötefindt,  Aus  thüringisch-sächsischen  privat- 
sammlungen  vor-  und  frühgeschichtlicher  altertümer.  Zs.  f.  ethnol. 
46,662—669. 


40  II-    Vorgeschichte  und  frühgeschichte. 

105.  A.  Kiekebusch,  Die  ausstellung  der  Bucher  funde 
im  Märkischen  museum  zu  Berlin  (april  bis  Oktober  1914)  und 
neue  beobachtungen  in  vorgeschichtlichen  wohnstätten.  Kbl.  f. 
anthr.   1914,61—73. 

106.  R.  Stimming,  Nachtrag  über  fibelformen  der  bronze- 
und  eisenzeit  in  der  mark  Brandenburg  und  in  der  provinz  Sachsen. 
Mannus  6,184—191. 

107.  M.  M.  Lienau,  Über  megalithgi-äber  und  sonstige  grab- 
formen der  Lüneburger  gegend.  (Mannus-bibliothek  13.)  Würz- 
burg, C.  Kabitzsch.  1913.  —  bespr.  von  S.  Feist,  DLz.  35, 
1976—1978  und  G.  Wolff,  Röm.-germ.  kbl.  7,59—61. 

108.  H.  Kalliefe,  Ein  hügelgrab  von  Schedbojewitz  bei 
Hohensalza.     Mannus  6,326 — 331.  —  Zeitalter  unbestimmbar. 

109.  G.  Wilcke,  Noch  einmal:  Das  gräberfeld  in  Wilhelms- 
höhe bei  Usch,  prov.  Posen.  Mannus  6,202 — 210.  —  bespricht 
ein  gefäß,  das  dem  rümpf  eines  vogelkörpers  gleicht  (große 
11X8X8  cm),  das  als  seelenbehälter  mit  rücksicht  auf  ein  ähn- 
liches ehernes  gerät,  das  bei  den  Ewe-negern  in  gebrauch  ist,  ge- 
deutet wird,  es  besteht  aus  zwei  hohlen  halbkugeln  aus  messing, 
deren  untere  auf  einem  fuß  ruht,  während  die  obere  einen  sitzen- 
den vogel  trägt,  es  wird  von  den  eingeborenen  Dahomes  als  'seelen- 
gefäß'  bezeichnet,  das  die  seele  eines  soeben  verstorbenen  eine  ge- 
wisse zeit  beherbergen  solle  (s.  207). 

110.  Seger,  Stand  der  urgeschichtsforschung  in  Schlesien. 
Kbl.  Ges.  Ver.  62,106—111. 

111.  H.  Menzel,  Der  burgwall  bei  Cratzig  im  kreise  Köslin. 
Praehist.  Zs.  6,330 — 347.  —  bei  der  nochmaligen  durchforschung 
des  schon  früher  untersuchten  walles  kamen  außer  zahlreichen 
tierknochen  auch  scherben  zutage,  die  zeigten,  daß  der  burgwall 
in  die  spätwendische  zeit  gehört,  im  innenraum  des  walles  be- 
fanden sich  wohnstätten. 

112.  0.  Almgren,  De  pägäende  undersökningarna  om  Sveriges 
första  bebyggelse.     Fornvännen   1914,1 — 16. 

113.  T.  J.  Arne,  La  Suede  et  l'Orient,  etudes  archeolo- 
giques  sur  les  relations  de  la  Suede  et  de  l'Orient  pendant  l'äge 
des  Vikings.  =  Archives  d'etudes  orientales,  vol.  8.  Upsala  1914. 
243  s.  —  vf.  behandelt  die  historischen  nachrichten  und  die  Zeug- 
nisse der  runendenkmäler  über  die  beziehungen  zwischen  Schweden, 
Rußland  und  dem  nahen  Orient  sowie  die  handelsstraßen  in  einer 
einleitung.  im  hauptteil  werden  die  in  Rußland  gefundenen  Ob- 
jekte skandinavischer  herkunft  (gräber  der  Wikinger,  mit  ihrem 
inhalt  und  zerstreute  funde)  nach  provinzen  geordnet,  betrachtet, 
die  ältesten  stammen  aus  dem  8.  jahrh.  n.  Chr.,  zunächst  in  Kurland, 


II.    J.  Germanen.  41 

von  da  breiten  sie  sich  weiter  aus  und  erreichen  den  höhepunkt 
im  10.  jahrh.  weiter  geht  vf.  auf  die  orientalischen  münzen  und 
die  handelsstraßen  in  Rußland  ein,  um  dann  auf  die  objekte  orien- 
talischer herkunft,  die  in  Schweden  gefunden  wurden,  überzugehen. 
um  einen  maßstab  für  den  regen  verkehr  zu  haben,  erwähnt  er 
z.  b.,  daß  in  Schweden,  zumal  auf  Gotland,  nicht  weniger  als 
24000  ganze  arabische  münzen  und  14000  bruchstücke  von  solchen 
gefunden  worden  sind,  die  funde  in  Schweden  werden  nach  ihrer 
herkunft  klassifiziert:  finnische  und  permische,  baltische,  nach- 
sassanidische  (vom  randgebiet  des  Kaspisees  herrührend),  slavische 
und  bj'zantinische.  zum  Schluß  wird  ein  zusammenfassender  über- 
blick und  eine  fundkarte  für  Rußland  gegeben.  —  bespr.  von 
M.  Hoernes,  Wiener  präh.  zs.    1,304 — 305. 

114.  T.  E.  Karsten,  Svenskarnas  Bosättningar  i  Pinland. 
Svenska  litteraturselskapets  förhandl.  o.  Upps.  27.  Helsingfors 
1914.  —  vf.  behandelt  zunächst  die  bodenfunde  in  den  ver- 
schiedenen vorgeschichtlichen  perioden  in  Pinland,  wobei  er  sich 
der  mithilfe  von  0.  Montelius  bedienen  durfte,  aus  der  gleich- 
artigkeit  der  funde  auf  ost-  wie  westbaltischem  gebiet  wird  auf 
eine  einheitliche  bevölkerung  germanischer  rasse  um  das  baltikum 
geschlossen,  aus  prähistorischen  funden  wird  die  zeit  der  ein- 
wanderung  der  Finnen  aus  den  Ostseeprovinzen  vom  2. — 4.  jahrh. 
n,  Chr.  angesetzt,  die  spuren  der  älteren  germanischen  besiedlung 
Finnlands  findet  vf.  in  zahlreichen  orts-,  fluß-  usw.  namen  wieder, 
denen  der  hauptteil  der  schrift  gewidmet  ist.  er  verfolgt  sie  an 
band  der  namen  von  der  vorhistorischen  zeit  bis  zum  Schluß  des 
mittelalters.  ein  dritter  kurzer  abschnitt  befaßt  sich  mit  dem  fort- 
leben germ.  götterglaubens  in  Finnland,  ein  literaturverzeichnis 
bildet  den  schluß  der  schrift, 

J.   Grermanen. 

115.  Reallexikon  der  germanischen  altertumskunde.  unter 
mitwirkung  zahlreicher  f achgelehrten,  hrsg.  v.  J.  Hoops.  2.  bd. 
F — J.  mit  37  tafeln  und  26  abbildungen  im  text.  Straßburg, 
K.  J.  Trübner.  1913—1915.  630  s.  (vgl.  Jsb.  1913,2,107).  — 
hervorzuheben  sind  etwa  die  artikel:  Germanen,  in  dem  R.  Much 
die  Germanenheimat  mit  der  Indogermanenheimat  gleichstellt;  germa- 
nische sprachen  von  Fr,  Kluge;  Geschichtschreibung  von K,  Hampe, 
Goldschmiedekunst,  der  weit  über  Verhältnis  ausgedehnt  ist,  von 
Th.  Hampe;  Handel  (deutscher)  von  W.  Stein,  (englischer)  von 
R.  J.  Whitwell,  (nordischer)  von  A.  Bugge;  Heldensage  von 
A.  Heusler;  Indogermanische  sprachen  von  A.  Bartholomae; 
Die  botanisclien  artikel  gerste,  hafer,  hirse  von  J.  Hoops  usw.  — 


42  n.   Vorgeschichte  und  frühgeschichte. 

bespr.  von  G.  Neckel,  GRMon.  6,269—276,  Archiv  132,234,  von 
S.  Feist,  Litbl. Ff tr.  Zg.  1.  2.  1914  und  H.  Beschorner,  Cbl.  65. 
224—229. 

116.  C.  Müller,  Altgermanische  meeresherrschaft.  Gotha, 
Fr.  A.  Perthes.  1914.  486  s.  13  tafeln  und  2  karten.  —  das 
ziel,  das  sich  vf.  steckt,  ist  die  altgermanische  seegeltung  von 
dem  dunkel  der  europäischen  Urgeschichte  an  bis  zum  ende  der 
Normannenzeit  zur  darstellung  zu  bringen,  er  teilt  sein  buch  in 
folgende  abschnitte:  1.  Die  urzeit.  2.  Seemythische  niederschlage. 
3.  Geschichtliche  anfange.  4.  Völkerwanderung  zur  see.  5.  Ost- 
und  Nordsee  im  frühmittelalter.  6.  Die  Wikingerzeit.  7.  See- 
heldentum in  der  dich tung;  jeder  abschnitt  weist  mehr  oder  minder 
zahlreiche  Unterabteilungen  auf.  ein  8.  abschnitt:  hauptquellen- 
nachweis  gibt  die  literatur  zu  den  einzelnen  abteilungen.  richtiges 
und  falsches  mischt  sich  in  dem  buche;  so  spricht  vf.  zwar  von 
der  'blonden  edelrasse'  der  Indogermanen,  neigt  aber  dazu,  deren 
ursitze  in  dem  großen  russisch-asiatischen  Steppengebiet  zu  suchen, 
die  Edda  wird  zwar  ganz  richtig  als  kunstdichtung  aus  der  zeit 
des  Übergangs  vom  heidentum  zu  Christentum  gekennzeichnet,  aber 
ihre  weltschöpfungs-  und  untergangssagen  doch  als  'altnordische 
kosmogenie',  also  als  etwas  spezifisch  germanisches,  hingestellt, 
während  er  vielen  landläufigen  meinungen  in  bezug  auf  germa- 
nische götter  recht  kritisch  gegenübersteht,  äußert  er  doch  wieder 
die  zweifelnde  Vermutung,  ob  die  Kimbern  nicht  mit  den  Kimme- 
riern  identisch  sein  könnten,  das  buch  vereint  in  weitausgreifender, 
vielleicht  zu  umfassender  darstellung,  wenn  man  den  titel  im  äuge 
behält,  vieles  gut  ausgewählte  und  brauchbare  material,  zieht  auch 
zumeist  richtige  Schlüsse,  läßt  aber  doch  an  nicht  wenigen  stellen 
die  selbständige  kritik  gegenüber  den  benutzten  werken  vermissen. 
—  bespr.  von  K.  Waschmitius,  Cbl.  65,1189—1191;  von  E.  Fit- 
ger, Grenzboten  73,2,234—236;  von  A.  Gebhhardt,  ZfVk.  24, 
216—217;  von  Fr.  Kauf f mann,  ZfdPh.  46,95—96. 

117.  G.  Schwan t es.  Aus  Deutschlands  Urgeschichte.  2.  verb. 
aufl.  Leipzig,  Quelle  &  Meyer.  1913.  —  bespr.  von  H.  Tertsch, 
ZfRw.  38,690—691. 

118.  L.  Wilser,  Die  Germanen,  beitrage  zur  Völkerkunde. 
2.  bd.  Leipzig,  Dieterich.  1914.  370  s.  —  fortsetzung  zu  Jsb.  1913, 
2,109.  der  band  umfaßt  vom  geschichtlichen  teil  III:  3.  Den  suebisch- 
herminonischen  stamm,  a)  Schwäbische  Völker;  b)  Die  Baiern. 
4.  Den  vandilisch-gotischen  stamm,  a)  Ost-  und  Westgoten;  b)  Die 
Burgunden;  c)  Wanderwege  der  Wandalen.  5.  Den  sächsisch- 
niederdeutschen  stamm,  a)  Niederländer;  b)  Sachsen,  und  den 
IV.  kulturgeschichtlichen  teil.  1.  Kupfer  und  qrz.  2.  Das  runen- 
rätsel.     3.   Zeitrechnung.     4.   Heilkunde.     5.    Sang    und    dichtung. 


II.   J.  Germanen.  43 

6.  Germanische  kunst.  über  den  historischen  teil  gehen  wir  hin- 
weg; wer  sich  über  diese  seite  des  germanischen  lebens  näher 
unterrichten  will,  findet  ja  in  L.  Schmidts  werken  einen  zu- 
verlässigen führer.  im  kulturhistorischen  teil  werden  Tyrsener 
(=  Etrusker)  und  Pelasger  den  thrakischen  Völkern  zugezählt 
(s.  178);  die  bronze  ist  in  Schweden  erfunden  worden;  die  runen 
sind  ein  'urarisches  aiphabet';  die  urnordischen  runeninschriften 
sind  'schwäbischen'  Ursprungs;  die  spange  von  Freilaubersheim 
'sächsisch'!  in  dem  abschnitt  'sang  und  dichtung'  wird  der  mehr- 
stimmige nordische  volksgesang  als  dem  kirchgesang  überlegen  er- 
klärt und  als  autorität  für  diese  Umwertung  der  begriffe  auch  — 
W.  Pastor  (risum  teneatis)  genannt!  das  buch  läßt  sich  als 
materialsammlung  und  durch  die  zahlreichen  hinweise  auf  ein- 
schlägige werke  (darunter  freilich  auch  zahlreiche  wertlose,  die 
kritiklos  überschätzt  werden)  wohl  verwerten;  inhaltlich  gibt  es 
durch  die  vorgefaßte  meinung,  alles  wertvolle  der  weltkultur  sei 
germanischen  Ursprungs,  ein  ganz  schiefes  bild  des  eigentlichen 
ganges  der  entwicklung.  —  bespr.  von  M.  Ho  er  n  es,  DLz.  35, 
2325—2327.  bd.  1  bespr.  von  v.  Hoverka,  Mitt.  d.  anthrop. 
gesellsch.  in  Wien  44,71—72  und  von  S.  Feist,  Litbl.  Fftr.  Zg, 
15.  9.  1914. 

119.  ß.  Braungart,  Die  Südgermanen,  die  Bojer,  Vinde- 
lizier.  Räter,  Noriker,  Taurisker  usw.  waren  nach  all  ihren  land- 
wirtschaftlichen geraten  und  einrichtungen  keine  Kelten,  sondern 
Urgermanen,  höchstwahrscheinlich  das  stammvolk  aller  Germanen, 
mit  334  abbildungen  und  9  tafeln.  2  bde.  1914.  —  das  werk 
selbst  war  nicht  erhältlich,  sondern  nur  ein  inhaltsverzeichnis  der 
einzelnen  abschnitte,  darnach  zu  schließen  sind  die  zwei  bände  eine 
Sammlung  von  essays  über  die  verschiedensten  fragen  der  Vorge- 
schichte und  Sprachgeschichte,  über  die  kulturpflanzen,  landwirt- 
schaftlichen gerate,  haustiere  der  angeblichen  Germanen,  die  hoch- 
äckerfrage  usw.  usw.  der  titel  selbst  ist  ja  schon  ein  programm, 
das  allen  unsern  geschichtlichen  kenntnissen  zuwiderläuft,  was 
unter  der  keltischen  Oberschicht  bei  den  angeführten  Völkern  steckt, 
ist  ja  schwer  zu  sagen,  Germanen  (in  dem  gebräuchlichen  wort- 
sinne) aber  entschieden  nicht. 

120.  H.  Baldes,  Gladius  und  Henkelkrug  aus  Augustäischer 
zeit  (Neunkirchen,  fürstentum  Birkenfeld).  Röm.-germ.  kbl.  7,67 — 69. 
—  aus  einem  Germanengrab  der  Spätlatenezeit. 

121.  A.  Günther,  Eine  Germanen-statuette  ausUrmitz  a.  Rh. 
Mannus  6,210 — 211,   vgl.  K.  Schumacher,  Germanendarstellungen. 

122.  A.  Kiekebusch,  Die  altgermanische  Siedlung  von 
Lagardesmühlen  bei  Cüstrin.     zugleich  ein    beitrag  zur  geschichte 


44  n.    Vorgeschichte  und  frühgeschichte. 

des  germanischen  backofens  (ausgrabungen  des  Märkischen  museums 
1913/1014).  Praehist.  Zs.  6,303—330.  —  nach  abheben  der  25  cm 
starken  humnsschicht  kam  pfostenlöcher,  wohngruben,  herdstellen, 
abfallgruben,  backöfen  (diese  ganz  neuartig)  zutage. 

123.  K.  Kramär,  Die  Germanen  des  Tacitus  und  die  Völker- 
wanderungen in  der  Urgeschichte  der  alten  weit,  mit  einem  nach- 
trag  von  U.  Kramär.  Budweis  1914.  —  im  ersten  teil  der  schrift 
gibt  vf.  eine  Zusammenstellung  der  orts-  und  völkernamen  der  alten 
weit  um  das  becken  des  Mittelmeers,  um  den  ethnischen  Zusammen- 
hang der  bevölkerung  in  dessen  randgebieten  nachzuweisen,  ehe 
die  arische  einwanderung  kam.  dieser  kaukasische  urstamm  ist 
aus  Turkestan  gekommen  und  in  Nordafrika  noch  erhalten  ge- 
blieben, zu  ihm  gehören  auch  die  Sudanesen!  aus  Turkestan 
stammt  auch  die  indogermanische  völkerfamilie,  dafür  ist  die  an- 
wesenheit  der  Goten  in  Stidrußland  ein  beweis!  die  Kelten  sind 
dem  afrikanischen  zweig  der  Indo-Kaukasier  näher  verwandt,  die 
Germanen  sind  keine  echten  Deutschen,  sondern  'nächste  ver- 
wandte der  Kelten  des  zentralen  Galliens  und  somit  auch  der 
nordafrikanischen  stamme,  anderseits  vorfahren  der  modernen 
Kelten'!  nun  möchte  man  doch  gern  wissen,  wer  die  'echten 
Deutschen'  sind!  zum  Schluß  wird  die  Übereinstimmung  der  Bantu- 
sprachen  mit  den  kaukasischen  und  indoeuropäischen  durch  eine 
Wortliste  'bewiesen'  (z.  b.  kam.  ka-landi  'erde':  got.  land^  her.  in- 
dino  'heute':  ai.  dina  'tag'),  also  dilettantische  Spielereien  der  be- 
kannten art. 

124.  0.  L.  Jiri GZ ek.  Die  Arminiuslieder  bei  Tacitus.  GRMon. 
6,113 — 117.  —  vf.  bezieht  sich  auf  die  behandlung  der  stelle: 
caniturque  adhuc  barharas  apud  gentes  (Tacitus,  Annalen  2,88)  durch 
Reitzenstein,  Hermes,  1913,  268  ff.,  617  ff.,  wonach  Tacitus  den 
ganzen  ausdruck  aus  Xenophon,  Kj'rupaideia  1,2,  1  entlehnt  habe, 
wo  es  heißt:  (KvQog)  qdszat  eh  y,al  vvv  vno  tcüv  ßaqßdqwv.  es 
sei  also  nicht  an  heldenlieder  zu  denken,  sondern  an  ein  einfaches 
erzählen,  das  will  vf.  nicht  gelten  lassen;  bei  Tacitus  heiße 
canere   stets:    singen,    dichtungen    vortragen,    in   gedichten    feiern. 

125.  Herm.  Schreuer,  Altgerm,  sakralrecht.  I.  Zs.  d.  Sav.- 
stift.  f.  rechtsgesch.,  germ.  abt.  34,313 — 404. 

126.  Gl.  V.  Schwerin,  Germanistische  rechtsgeschichte. 
Geiste8%vi8S.   1,572 — 578. 

127.  G.  F.  L.  Sarauw,  Das  rentier  in  Europa  zu  den 
Zeiten  Alexanders  und  Caesars.  Mindeskrift  for  Jap.  Steenstrup. 
Kopenhagen  1913.  —  der  Tarandos  des  Aristoteles  und  der  Bos 
Cervi  figura  Caesars  stammen  aus  dem  land  der  Gelonen  bzw.  der 
Budiner  in  Ostrußland  in  den  gouv.  Saratow,  Simbirsk,  Kasan, 
Wjatka  und  Pei'm. 


II.  K.  Römisch-germanisches.  45 

128.  Schon  früher  besprochen:  Fr.  Kauf f mann,  Deutsche 
altertumskunde.  1.  hälfte.  vgl.  Jsb.  1913,2,106.  —  bespr.  von 
H.  Beschorner,  Cbl.  65,224—229;  von  K.  Schumacher,  Litbl. 
35,326—327;  von  S.  Eeist,  Litbl.  Fftr.  Zg.  22.  febr.  1914;  von 
L.  Schmidt,  Hist.  Viertjs.  25,103 — 104;  von  Grupp,  Hist.  jb. 
35,226—227;  von  G.  Kinateder,  BfGw.  50,321—322;  von  K.  F. 
V.  Kummer,  Allg.  litbl.  23,349  —  350;  von  E.  Herr,  NJb.  34, 
104-105;  von  0.  Genest,  Sokrates  2,670—677. 

K.  Römisch-germanisclies. 

129.  Fr.  Gramer,  Römisch-germanische  Studien,  gesammelte 
beitrage  zur  röm.-germ.  altertumskunde.  mit  einer  karte  des  limes- 
gebiets.  Breslau,  F.  Hirt.  1914.'  263  s.  —  ein  teil  der  hier  ver- 
einigten 26  aufsätze  war  früher  schon  gedruckt,  ist  aber  auf  den 
gegenwärtigen  stand  der  forschung  gebracht  worden;  10  sind  ganz 
neu.  was  den  inhalt  der  aufsätze  angeht,  so  sind  einige  päda- 
gogischen zwecken  gewidmet,  andere  populären  inhalts.  besonders 
wertvoll  ist  der  abschnitt:  der  obergermanisch-rätische  limes,  iu 
dem  zum  teil  noch  unbekanntes  material  verwertet  ist.  in  dem 
abschnitt:  Bormitomagus- Wormazfeld- Worms  wird  die  ansieht  ver- 
treten, das  Stammwort  borm-  sei  ligurisch.  das  ist  eine  heute 
weitverbreitete  ansieht,  aber  wir  wissen  nichts  davon,  daß  Ligurer 
am  Rhein  saßen,  und  darf  man  auf  bloße  namensanklänge  hin 
Völker  ohne  weiteres  in  eine  gegend  versetzen?  es  gibt  z.  b.  ein 
'Kirn'  (aus  germ.  *kivernus  'mühle')  a.  d.  Nahe  und  ein  'Kirn'  (zu  cj'mr. 
vair  aus  lat.  castra)  am  Firth  of  Clyde;  an  beiden  stellen  wohnten 
sogar  einmal  Kelten  und  doch  ist  der  Ursprung  der  namen  ganz 
verschieden,  im  aufsatz  'der  name  der  Eifel'  wird  behauptet,  Eifel 
stamme  von  einem  bachnamen  Aquila  (vgl.  Auelbach,  ein  zufluß 
der  KyU);  aus  aquüinsis  habe  sich  die  volkstümliche  form  aflinsis, 
efiinsis  (pagiis  eflinsis  a.  762  =  pagus  aquüinsis  a.  893)  entwickelt 
und  (;laraus  sei  der  name  erst  abstrahiert,  in  dem  aufsatz:  gibt 
es  slavische  Ortsnamen  links  des  Rheins?  wird  diese  in  der  luft 
schwebende  behauptung  eingehend  zurückgewiesen.  —  die  paar 
proben  zeigen,  welche  fülle  von  problemen  in  anregender  und  zu- 
meist sachkundiger  weise  in  dem  buche  behandelt  werden.  — 
bespr.  von  Hans  Witte,  DE.  13,60—61;  R.  Weynand,  Mtschr. 
13,275—276;  L.  Schmidt,  Hist.  Viertjs.  25,442;  Fr.  Koepp, 
NJb.  33,287—281  und  G.  Wolff,  Berl. ph. wschr.  34,1098—1099. 

130.  A.  Riese,  Das  rheinische  Germanien  in  den  antiken  in- 
schriften.  auf  veranlassung  der  röm.-germ.  komm  .des  k.  d.  arch.  inst, 
hrsg.  Leipzig,  B.  G.  Teubner.  1914.  479  s.  —  das  buch  ist  eine 
ergänzung  zu  dem   1892  erschienenen    werk    desselben   vfs. :     'Das 


46  II-   Vorgeschichte  und  frühgeschichte. 

rheinische  Germanien  in  der  antiken  literatur'.  berücksichtigt  sind 
außer  den  provinzen  Germania  superior  und  inferior  noch  die  ge- 
biete der  Helvetier,  Rauraker,  Treverer,  Mediomatriker,  Leuker, 
Tungrer  und  einzelne  nachbargebiete  (z.  b.  B,  Raetien,  Lingonen- 
gebiet).  die  inschriften  sind  aus  dem  ganzen  ßömerreich  zusammen- 
gestellt, soweit  sie  auf  Germania  rhenana  und  dessen  bewohner 
bezug  haben,  der  stoff  ist  eingeteilt  in  1.  Kaiserinschriften  (inkl. 
solche  historischen  inhalts).  2.  Proviuzialverwaltung.  3.  Das  heer. 
4.  Geographisches,  land  und  leute.  5.  Votiviuschriften.  6.  Grab- 
inschriften. 7.  Kleine  inschriften  aus  dem  privatleben.  ein  chrono- 
logisches und  ein  allgemeines  register  sind  beigegeben.  —  bespr. 
von  S.  Wenz,  Geisteswiss.  1,860 — 861;  M.  Siebourg,  Röm.- 
germ.  kbl.  7,62—63;  A.  v.  Premerstein,  Allg.  litbl.  23,282— 283; 
F.  Drexel,  DLz.  35,1950—1952;  Cbl.  65,254. 

131.  G.  Schütte,  Ptolemy's  atlas:  Third  Article  (with 
illustrations).  The  Scottish  geographical  magazine  30,617 — 624.  — 
im  anschluß  an  seine  im  Jsb.  1913,2,119  erwähnte  arbeit  stellt 
vf.  fest,  daß  die  Zeichnung  der  berge  in  den  mittelalterlichen 
Ptolemäuskarten  mit  einschnitten  versehen  sei,  die  wie  täler  aus- 
sehen, und  daß  die  rechtsi-heinischen  gebirge  mit  städteangaben 
überladen,  die  ebenen  leer  seien,  diese  Verwirrung  hat  schon  Pt. 
angestiftet,  der  eine  karte  der  römischen  befestigungen  an  der 
oberen  Rheingrenze  benutzt  hat.  falsches  mischt  sich  also  mit 
richtigem;  so  ist  z.  b.  der  ptol.  fluß  Vidros  die  genaue  entsprechung 
der  heutigen  Wied  und  Wetter  in  sprachlicher  hinsieht,  aber  topo- 
graphisch falsch  eingezeichnet;  der  zug  des  flusses  Vidros  ist  der 
des  Limes,  unter  Äniisia  vermengt  er  die  beiden  Ems  (nebenfluß 
der  Lahn  und  die  in  die  Nordsee  fließende).  Pt.  hat  die  römische 
befestigungskarte  mit  einer  anderen  vorläge  vermengt  und  so  die 
Verwirrung  angestiftet. 

132.  G.  Schütte,  Der  Ursprung  der  handschriftlichen  Ptole- 
mäuskarten. Mitt.  zur  gesch.  der  medizin  und  naturwiss.  59.  bd.  13, 
nr.  5,573 — 577.  —  Ptolemäus  hat  nach  kartenvorlagen  seinen  text 
verfaßt. 

133.  0.  Schulthess,  Neue  römische  inschriften  aus  der 
Schweiz.  I.  reihe  1907 — 1912.  (fortsetzung.)  Anz.  f.  Schweiz, 
altertumskunde,  n.  f.  16,32 — 40  und  105 — 118.  —  behandelt  in- 
schriften aus  Genf,  Basel-Augst  und  Windisch,  weihedenkmäler 
für  die  nymphe  Maia  und  die  nymphen  überhaupt,  für  Apollo, 
inschrift  eines  familiengrabes  u.  dgl.  m. 

134.  A.  Furrer,  Die  römische  Baute  in  Gretzenbach.  Anz. 
f.  Schweiz,  altertumskunde,  n.  f.   16,187 — 194. 

135.  0.  Schulthess,    Zu  den  römischen  augenarztstempeln 


n.   K.  Römisch-germanisches.  47 

aus    der    Schweiz,      festgabe    für    Hugo    Blümner.      Zürich    1914. 
s.  175—185. 

136.  Kaiserl.  akademie  der  Wissenschaften,  der  römische 
limes  in  Österreich,  heft  XII.  Wien,  Alfred  Holder.  1914.  — 
der  inhalt  dieses  heftes  deckt  sich  im  wesentlichen  mit  dem  be- 
richt  des  Vereins  Carnuntum  in  nr.  16.  nur  hat  E.  Bormann 
die  erläuterung  des  ersten  grabsteins  in  seinem  beitrag  (sp.  318 — 321) 
etwas  abgeändert. 

137.  S.  Heuberger,  Grabungen  der  gesellschaft  Pro  Vindo- 
nissa  im  jähre  1913.  1.  In  der  Windischer  dorfstraße.  2.  Im 
grundstück  Ölhafen.  3.  Bei  Schatzmann,  Giesser,  in  Unterwindisch. 
4.  Auf  der  suche  nach  dem  Stidwall.  Anz.  f.  Schweiz,  altertums- 
kunde,  n.  f.   16,173—186. 

138.  Th.  Eckinger,  Der  Pan  von  Vindonissa.  festgabe 
für  Hugo  Blümner.     Zürich  1914.     s.   164—172. 

139.  H.  Finke,  Römischer  meilenstein  aus  Selz  (Elsaß). 
Röm.-germ.  kbh  7,87—88. 

140.  S.  Loeschke,  Muschelverzierung  in  den  Barbara- 
thermen zu  Trier.     Röm.-germ.  kbl.  7,82 — 87. 

141.  H.  Pinke,  Die  römerstraßen  von  Trier  nach  Metz  und 
ein  unpublizierter  meilenstein  im  nationalmuseum  zu  Luxemburg. 
Röm.-germ.  kbl.  7,56—58. 

142.  S.  Wenz,  Zu  einem  Trierer  zaubernagel.  Röm.-germ. 
kbl.  7,21 — 23.  —  der  nagel  trägt  noch  reste  des  wieselkopfs, 
in  den  er  zu  zauberzwecken  eingetrieben  worden  war. 

143.  F.  L.  Ganter,  Rekonstruktion  der  römischen  Mosel- 
brücke bei  Trier.     Röm.-germ.  kbl.  7,14 — 15. 

144.  P.  Steiner,  Neue  römische  mosaiken  und  fresken  aus 
Trier.     Röm.-germ.  kbl.  7,40—42. 

145.  K.  Körber,  Römische  Inschrift.  (Mainz.)  Röm.-germ. 
kbl.  7,69—70. 

146.  P.  Vasters,  Jupiterpfeiler  und  thronender  Jupiter  aus 
der  Sammlung  auf  schloß  Dyck.     Röm.-germ.  kbl.  7,  23 — 26. 

147.  A.  Meier,  Römischer  meilenstein  aus  Schalchen  am 
Chiemsee.  Röm.-germ.  kbl.  7,10 — 11.  —  die  Inschrift  wurde  zu- 
erst zu  beginn  des  3.  jahi-h.  eingehauen,  reicht  aber  bis  zur  mitte 
des  4.  jahrhs.  n.  Chr.  (der  name  Julian). 

148.  P.  Reinecke,  Neue  grabungen  im  kastell  Eining. 
Röm.-germ.  kbl.  7,17—21. 

149.  Hang  und  Sixt,  Die  römischen  inschriften  und  bild- 
werke  Württembergs.  2.  aufl.  hrsg.  von  F.  Hang  und  P.  Geßler. 
Stuttgart,   W.  Kohlhammer.    1914.    727  s.  —  die  dritte  und  schluß- 


48  II-    Vorgeschichte  und  frühgeschichte. 

lieferung  des  bereits  Jsb.  1912,2,114  angezeigten  werkes  umfaßt 
die  funde  in  den  gebieten:  11.  zwischen  Schönbuch,  Neckar  und 
Enz,  12.  an  der  Murr,  13.  nördlich  der  Enz,  14.  am  unteren 
Neckar  und  Kocher,  15.  am  südlichen  teil  des  obergermanischen 
Limes,  Ki.  am  nördlichsten  teil  des  obergermanischen  Limes. 
17.  von  unbekannten  i'undorten,  endlich  nachtrage  und  berich- 
tigungcn.  auch  der  schlußteil  ist  mit  zahlreichen  abbildungen 
versehen;  die  textpublikation  der  inschriftensteine  ist  stets  von 
einem  sachlichen  und,  wenn  nötig,  sprachlichen  kommentar  be- 
gleitet, manche  Inschriften  ergeben  schöne  ausbeute  für  das 
Vulgärlatein  und  keltische,  z.  b.  eine  solche  aus  Meimsheim,  auf 
einem  grabstein  für  einen  Mediomatriker  und  seine  frau  (s.  507). 
die  register  bringen  1.  ein  Verzeichnis  der  personennamen,  das 
nach  sachlichen  gesichtspunkten  gegliedert  ist,  2.  ein  geographisches 
Verzeichnis,  3.  ein  Verzeichnis  von  götternamen,  religiösen  emblemen 
und  formein,  4.  ein  solches  von  staatlichen  und  städtischen  titeln, 
5.  ein  register  für  kriegswesen,  6.  ein  solches  für  privatwesen  usw., 
ferner  sind  sämtliche  fundorte  alphabetisch  verzeichnet,  endlich 
ist  dem  nützlichen  werke  eine  archäologische  fundkarte  beigegeben. 

150.  H.  Finke,  Neuer  Mercurstein  aus  Spachbuch  an  der 
Sauer  (Elsaß).     Röm.-germ.  kbl.  6,52. 

151.  Poppelreuter,  Inschriftbruchstück  (Köln).  Röm.-germ. 
kbl.  7,51—52. 

152.  M.  Wilcke  und  H.  Mötefindt,  Funde  aus  provinzial- 
i'ömischer  zeit  vom  Kämmereihölzchen  bei  Weißenfels.  Mannus  6, 
378—388. 

153.  Materialien  zur  römisch-germanischen  keramik,  hrsg. 
von  der  röm.-germ.  kommission  des  k.  archäol.  instituts.  Frank- 
furt a.  M.  L  Fr.  Oelmann,  Die  keramik  des  kastells  Nieder- 
bieber.  Frankfurt  a.  M.,  J.  Baer  &  co.  1914.  80  s.  und  9  tafeln. 
—  die  reichhaltigen  keramischen  funde  aus  dem  kastell  Nieder- 
bieber  werden  in  gruppen  behandelt:  Terra  sigillata,  firnis-ware, 
marmoriertes  geschirr,  glattwandiges  geschirr  ohne  farbüberzug 
und  rauhwandiges  kochgeschirr,  deren  dekorationsarten  ebenfalls 
betrachtet  werden.  bei  den  sigillata -gefäßformen  werden  die 
Stempel  aufgezählt  und  die  funde  nach  typen  geordnet,  ein  ver- 
fahren, das  auch  bei  den  übrigen  gruppen  beobachtet  ist.  reich- 
haltiges anschauungsmaterial  im  text  und  auf  den  tafeln  vervoll- 
ständigt die  darbietungen.  — bespr.  von  E.  Anthes,  Berl.  ph.  wschr. 
34,1498—1499  und  G.  Behrens,  Röm.-germ.  kbl.  7,63—64. 

154.  G.  Behrens,  Zur  rotbemalten  wäre.  Röm.-germ.  kbl. 
7,70—71. 

155.  H.  Jacobi,  Sigillata  mit  innen  Verzierung  von  der  Saal- 
burg.    Röm.-germ.  kbl.  7,55 — 56. 


IT.    T,.  Frühes  mittelalter.  49 

156.  Anthes,  Sigillala  mit  innenverzierung.  Röm.-germ. 
kbl.  7,  26—27. 

157.  Anthes,  Römischer glasbecher mit darstellungen.  Röm.- 
germ.  kbl.  7,12—13. 

L.  Frühes  mittelalter. 

158.  M.  Fastlinger,  Hosi  =  OsL  NA.  39,179—184.  — 
vgl.  Jsb.  1913,2,173. 

159.  P.  Trenkel,  Zur  frage  der  Völkerbewegungen  in  den 
ländern  zwischen  Weser  und  Elbe  vom  1. — 6.  jahrh.  Arch.  f, 
landes-  u.  Volkskunde  d.  prov.  Sachsen  1913,135 — 150.  —  bespr. 
von  H.  Witte,  DE.  13,61. 

160.  Gotth.  Klee,  Die  alten  Deutschen  während  der  Völker- 
wanderung. 5.  aufl.  Gütersloh,  Bertelsmann.  1912.  —  bespr. 
von  E.  Wolff,  Wschr.  31,878. 

161.  L.  Schmidt,  Die  fränkisch-alamannische  grenze  im 
5.  jahrh.     Westd.  zs.  32,375—376. 

162.  Karl  Rubel,  Fränkische  siedelungen.  Zs.  d.  ver,  f. 
thür.  gesch.  n.f.  21,249— 282. —bespr.  v.  0.  Schlüter,  DE.  13,28. 

163.  Carl  Küchler,  Ein  vergessenes  Germanenvolk.  Nord 
u.  Süd  148,149 — 165.  —  studien  zur  geschichte  und  zum  Volks- 
tum der  Päringer. 

164.  L.  Schmidt,  Die  germanischen  reiche  der  Völker- 
wanderung. (Wissenschaft  und  bildung  band  120.)  Leipzig, 
Quelle  &  Meyer.  1913.  —  bespr.  v.  H.  Schreibmüller,  BfGw. 
50,323. 

165.  H.  Witte,  Entwicklungsgang  der  historischen  natio- 
nalitätenforschung  des  deutschsn  Sprachgebiets.  Geisteswiss.  1, 
624—628. 

166.  Alemannisches  gräberfeld  bei  Hintschingen,  amt  Engen. 
Karlsruher  ztg.  22.  6.  1915.  —  die  anläge  war  ein  reihengräber- 
friedhof,  von  dem  42  gräber  ausgehoben  werden  konnten,  darunter 
16  männer-,  13  frauen-  und  kindergräber,  die  übrigen  ohne  bei- 
gaben, unter  den  funden  sind  bemerkenswert:  ein  10,5  cm  hohes 
kreuz  aus  goldblech,  ein  goldner  fingerring  mit  einer  byzantinischen 
goldmünze  als  platte,  auf  einem  sporn  war  einerseits  ein  kreuz, 
andererseits  eine  swastika  eingezeichnet,  alle  fundstücke  sind  in 
die  Karlsruher  altertümersammlung  gebracht  worden. 

167.  R.  Hahn,  Der  fund  mittelalterlicher  gefäße  im  bau- 
grund  alter  häuser  zu  Liegnitz  und  dessen  bedeutung  für  die 
Volkskunde.    Mitt.  des  geschichts-  und  altertumsvereins  zu   Liegnitz 

Jahresbericht  für  germanische  philologie.   XXXVI.    (1914.)  I.  Teil.  4 


50  II-    Vorgescliichtü  und  früh^eschiclite. 

5.  heft  1913/1914.  —  vf.  will  die  begleitumstäude  bei  der  auf- 
findung  der  gefäße  mitteilen,  aber  noch  keine  geschichte  der 
mittelalterlichen  schlesischen  keramik  in  angriff  nehmen,  ehe  nicht 
reichlicheres  material  vorliegt,  er  teilt  auch  einen  fundbericht  aus 
dem  jähre  1721  mit.  die  glasur  ist  im  15.  und  16.  jahrh.  etwas 
ganz  gebräuchliches,  die  topfe  wurden  dem  Hausgeist  (StedewaldJ 
geweiht  und  beim  neubau  eines  hauses  in  die  erde  eingegraben, 
im  anschluß  an  diese  feststellung  gibt  vf.  eine  darstellung  des  Volks- 
glaubens an  hausgeister  (kobolde).  mit  einem  seeleakult  haben  die 
gefäße  nichts  zu  tun. 

168.  Markstaller,  Zur  einwanderung  der  Bayern.  Kbl.  f. 
anthr.  1914,  s.  21.  —  vf.  spricht  von  den  straßen  der  Wanderung. 

169.  G.  Weise,  Die  Sebastianskirche  zu  Ladenburg  a.  N. 
und  die  ausgrabungen  am  dortigen  Königshof.  Kbl.  Ges.  Ver.  62, 
297—304. 

170.  Ernst  Frickhinger,  Merovingische  reihengräber  bei 
Nördlingen  im  Ries.  Röm.-germ.  kbl.  7,52 — 54.  —  auf  drei  eisernen 
riemenzungen  fanden  sich  in  silberplattierarbeit  inschriften,  die  vf. 
als  semper  vifvas)  und  semper  gaufdens)  deutet,  nebst  einer  anzahl 
zusammenhangsloser  buchstaben. 

171.  E.  Wagner,  Alamannische  gräber  bei  Bruchsal,  ßöm.- 
germ.  kbl.  7,54. 

172.  E.  Brenner.  Zwei  grabfunde  merovingisclier  zeit  aus  West- 
falen. Praehist.  Zs.  6,194 — 196.  —  betrifft  eine  vergoldete  bronze- 
schnalle nebst  nebenfunden  aus  dem  kreis  Soest,  ferner  kleinere 
funde  aus  einem  skelettgrab  am  Heickenberg  bei  Lünen  a.  d.  Lippe. 

173.  Hjalmar  Ealk,  Altnordische  waffenkunde.  mit  37  fig. 
im  text.  Kristiania,  Jacob  Dybwad.  1914.  211  s.  —  vf.  bietet 
in  diesem  buche  nicht  weniger  eine  sachliche  darstellung,  wieder  titel 
vermuten  läßt,  als  eine  sprachliche  Untersuchung,  er  gliedert  es 
allerdings  nach  sachlichen  gesichtspunkten  in  11  kapitel:  1.  All- 
gemeines. 2.  Das  Schwert.  3.  Der  speer.  4.  Bogen,  pfeil  und. 
köcher.  5.  Die  Streitaxt.  6.  Die  keule.  7.  Das  messer.  8.  Der 
Schild.  9.  Die  kopfbewehrung.  10.  Leib-,  arm-  und  fußbewehrung. 
11.  Kriegsmaschinen,  neben  der  Sammlung  und  erklärung  der 
stellen  der  altnordischen  literatur,  wo  von  waffen  und  ihrem  ge- 
brauch die  rede  ist,  tritt  zur  ermittlung  der  bedeutung  eines  aus- 
drucks  die  etymologie  hinzu;  herangezogen  werden  ferner  die 
übrigen  germanischen  quellen  sowie  die  altfranzösische  literatur. 
selbstverständlich  stehen  die  funde  von  alten  waffenstücken  im 
Vordergrund,  chronologische  ermittlungen,  die  dem  vf.  bei  seiner 
arbeit  gelungen  sind,  können  zur  kritischen  beurteilung  der  sagas 
verwertet  werden.  —  die  einleitung  befaßt  sich  mit  der  gewinnung 


IL  L.  Frülies  mittelalter.  51 

des  rohmaterials  für  die  waffen,  des  eisens,  und  dessen  nomen- 
klatur,  ferner  mit  der  bebandlung  der  waffen  (putzen,  schärfen, 
aufbewalirung).  allen  kapiteln  sind  aus  dem  vorhandenen  fund- 
material  reichlich  abbildungen  zur  veranschaulichung  beigegeben,  ein 
Wörterverzeichnis  ist  dem  buche  angefügt,  das  werk  ist  nicht 
nur  für  unsere  kenntnis  des  germanischen  altertums,  sondern  für 
die  Waffenkunde  überhaupt  von  größter  bedeutung. 

174.  William  Hovgaard,  The  voyages  of  the  Norsemen  to 
America,  with  83  illustrations  and  7  maps.  New  York,  The 
American-Scandinavian  foundation.  1914.  304  s.  —  das  buch  ist 
von  einem  Seemann  geschrieben  und  hat  daher  in  erster  linie  als 
ziel,  die  technische  seite  der  Wikingerfahrten  nach  Amerika  auf- 
zuhellen, ähnlich  wie  in  Nansen's  buch  'Nebelheim',  daneben  sind 
die  spärlichen  geschichtlichen  nachrichten  in  den  sagas,  ethno- 
logische, geographische  und  botanische  probleme,  die  unsere  kenntnis 
in  der  dunklen  frage  fördern  können,  berücksichtigt,  das  buch 
behandelt  demnach  in  12  kapiteln:  Island;  Grönland  und  die 
alten  nordischen  Siedlungen;  Wikingerschiffe;  Wikingerfahrten; 
Berichte  über  Vinlandlandfahrten  und  ihr  historischer  wert;  Vin- 
land  und  seine  eigenschaften;  Eskimos  oder  Indianer?;  die  wahr- 
scheinlich entdeckten  küsten;  Richtung,  ausgangspunkt  und  aus- 
führung  der  fahrten,  unser  besonderes  Interesse  erregen  die  ab- 
schnitte, in  denen  der  vf,  als  fachmann  die  banart  der  Wikinger- 
schiffe auf  grund  des  in  Gokstand  gefundenen  schiff  es,  des  bootes 
von  Nydam  und  historischer  berichte  betrachtet  und  die  Schiffahrt 
der  W^ikinger  erläutert.  fein  ausgeführte  abbildungen  in  tief- 
druckverfahren sind  allen  kapiteln  reichlich  beigegeben,  ein  an- 
hang  handelt  über  das  ballspiel  bei  den  Wikingern,  gibt  einen 
ausführlichen  literaturnachweis  und  ein  eingehendes  register. 

175.  E.  Ekhoff,  Bidrag  til  Gotlands-kyrkornas  kronologi. 
Fornvännen   1913,28—60.  91—124. 

176.  Ch.  Joret,  Les  noms  de  Heu  d'origine  non  romane  et 
la  colonisation  germanique  et  scandinave  en  Normandie.  Paris, 
Picard.  1913.  —  bespr.  von  E.  Bourciez,  ßev.  crit.  77,31 — 32 
und  von  F.  Piquet,  Rev.  germ.   10,226—228. 

177.  W.  Bückmann,  Über  die  herstellung  der  Wendelringe. 
Rom. -germ.  kbl.  7,33 — 36.  —  bei  Windecken  (kr.  Hanau)  fand  sich 
bei  dem  skelett  einer  jungen  frau  ein  wendelring,  dessen  technik 
vf.  hier  aufklärt. 

178.  A.  Kiekebusch,  Das  wendische  dorf  Clössnitz  bei 
Cüstrin.     Zs.  f.  ethnologie  46,880—902. 

179.  Berta  Surtees  Phillpotts,  Kindred  and  Clan  in  the 
middle-ages  and  after.  a  study  in  the  Sociology  of  Teutonic  Races. 
Cambridge,  University  press.     XI  u.  302  s. 

4* 


52      III-    -'^IJg-  spracliwissonschaft  u.  allg.  vorgl.  litcraturgesciiächte. 

180.  W,  Boyd  Dawkins,  The  settlement  of  Britain.  Essays 
«,nd  studies  presented  to  VV.  Ridgewav.  Cambi-idge,  University 
Press.    1913.     s.  427—434. 

181.  G.  Klee,  Die  alten  Deutschen  während  der  uraeit  und  der 
Völkerwanderung,  mit  titelbild.  5.  auf].  Gütersloh,  C.  Bertels- 
mann. VIII,330  s.  —  angez.  von  Ed.  Wolff,  Wschr.  1914,878; 
L.  Imendörff'er,  ZöGg.  65,832. 

182.  Schon  früher  verzeichnet:  L.  Schmidt,  Geschichte 
der  deutschen  stamme.  1,4.  1910.  —  bespr.  v.  E.  Loewe,  AfdA. 
36,113—117.  —  11,2.  1913.  —  bespr.  v.  S.  Riezler,  Eist,  zs, 
113,614—620;  von  J.  Weiß,  ZföG.  65,625—626;  von  P.  Hubor» 
BfGw.  50,402.     2,1:   1911. 

Sigmund  Feist 


III.    Allgemeine  Sprachwissenschaft  und  allgemeine 
vergleichende  Literaturgeschichte. 

A.    Allgemeine    Sprachwissenschaft.       1.    Bibliographie    und    phonetik. 

2.   Allgemeines.     3.   Vergleichende  grammatik.     4.   Idg.    altertumskunde. 

5.  Urgermaniscli  und  gemeingermanisch.  —  B.  Allgemeine  und 

vergleichende  literaturgeschichte. 

A.   Allgemeine  Sprachwissenschaft. 

1.    Bibliographie  und  phonetik. 

1.  Hugo  Ehrlich,  Spi'achphilosophie,  allgemeine  und  idg. 
Sprachwissenschaft  (mit  idg.  kulturwissenschaf t),  (1911,  1912).  Krit. 
jsb.  über  die  fortschr.  d.  roman.  phil.   13,17 — 28. 

2.  R.  Weeks,  Allgemeine  phonetik   1910.     ebd.  28—34. 

3.  H.  Naumann,  Die  germanischen  elemente  im  Roma- 
nischen. 1911.  ebd.  40 — 62.  —  bemüht  sich,  die  Übersicht  über 
das  gebiet,  die  zwar  von  anfang  an  geplant,  aber  bisher  ausge- 
fallen war,  für  die  letzten  zwanzig  jähre  nachzuholen,  nur  die 
Ortsnamenforschung  verschiebt  er  auf  den  nächsten  bericht. 

4.  Oskar  Weise,  Literaturbericht  1913.  Allgemeine  Sprach- 
wissenschaft und  deutsche  spräche.    ZfdU.  28,373—376;  447—469. 

5.  W.  Henz,  Die  menschliche  stimme  und  spräche  und  ihre 
pflege  im  gesunden  und  kranken  zustande.  Intern,  pädagog.  bibl. 
bd.  7.  Altenburg,  0.  Bonde.  1913.  389  s.  8  m.  —  vgl.  Barth, 
Dmed Wschr.  40,1030. 

6.  H.  Gutzmann,  Über  gewöhnung  und  gewohnheit,  Übung 
und  fertigkeit.  Fortschr.  der  psych.  2,135 — 189.  —  behandelt  die 
Spracherlernung  und  gewisse  Sprachstörungen,  erklart  aber  auch 
erscheinungen  des  lautwandels  und  der  analogie.  > 


III.    A.  Allg.  Sprachwissenschaft.     1.  Bibliographie  u.  phonetik.      53; 

7.  H.  Giitzmann,  Untersuchungen  über  das  wesen  der 
nasalit&t.  Archiv  l'ür  Laryngologie  27,1 — 67.  —  die  überwiegend 
vom  medizinischen  Standpunkt  aus  geschriebene  btudie  wird  aus- 
führlich bespr.  von  J.  Chlumsky,  Rev.  de  phonet.  3,400 — 404, 
der  sich  bemüht,   die  phonetischen  folgerungen  zu  ziehen. 

8.  Jos.  Chlumsky,  Le  fonctionnement  des  cordes  vocales 
pour  leg  occlusives.     Rev.  de  phonetique  3,396 — 399. 

9.  H.  Klinghardt,  Artikulatious-  und  hörübungen.  prak- 
tisches hilfsbuch  der  phonetik  für  studierende  und  lehrer.  2.,  völlig 
umgearbeitete  aufläge.  Cöthen,  0.  Schulze.  VIII,255  s.  6  m.  — 
angez.  von  B.  Schädel,  Bull,  de  dial.  rom.  G,45. 

10.  J.  Poirot,  Questions  de  techniquo  et  de  methode.  — 
1.  Sur  l'analj'se  harmonique  au  moyen  des  analyseurs,  en  parti- 
culier  celui  deMades(avec  1  fig.).  Revue  de  phonetique  3,279 — 290., 
—  2,  Quel  degre  de  confiance  meritent  les  traces  des  transcriptions. 
phonographiques  (avec  2  fig.).     ebd.  s.  344 — 380. 

11.  0.  C.  L.  Vangensten,  Leonardo  da  Vinci  og  fonetiken. 
■Oversigt  over  Vidensskapselskapets  Moter  i  1912.  Kristiania, 
Dybwad.    1913. 

12.  W.  Victor,  Erster  internationaler  kongreß  für  expe- 
rimentelle phonetik  zu  Hamburg  (april  1914).    DnSpr.22,540 — 542. 

13.  Jos.  Chlumsky,  L'appareil  de  M.Meyer  pour  mesurer 
la  hauteur  musicale  de   la   parole.     Rev.  de  phonetique  3,84 — 89. 

14.  Hans  Joachim  Moser,  Ein  neues  demonstrationsmittei 
für  die  vokalcharakterisierende  eigenschaft  der  obertöne.  Arch.  f. 
exp.  u.  klin.  phonetik  1,117 — 128. 

15.  Hans  Pollak,  Das  phonogramm-archiv  der  kaiserlichen 
akademie  der  Wissenschaften  in  Wien.     GRMon.  6,257 — 269. 

17.  K.  Malisch,  Die  phonetische  grundlage  im  synthetischen 
leseunterrichte.     Arch.  f.  exp.  u.  klin.  phonetik  1,157 — 197. 

18.  K.  Kassel,  Die  bedeutung  des  phonetischen  Unter- 
richtes für  die  erziehung  des  lehrers.  Arch.  f.  exp.  u.  klin.  phonetik 
1,198—204. 

19.  H.  Klinghardt,  Die  ausspx'ache  der  Deutschen  bei  dem 
Oxforder  sommerkursus  1914.  DnSpr.  480.  —  macht  in  dankens- 
werter weise  auf  das  ungünstige  urteil  aufmerksam,  das  T,  Hilding 
in  Moderna  spräk  1914  über  die  phonetische  Vorbildung  der  deut- 
schen Studenten  bei  den  erwähnten  kursen  fällt.  W.  V(ietor) 
spricht  seine  Überraschung  über  die  bemerkung  des  schwedischen 
gelehrten  aus. 

21.  P.  Passy  und  D.  Jones,  The  principles  of  the  inter- 
national phonetic  association  (supplement  to  the  Maitre  phonetique 
Sept.— okt.  1912).  London  1912.  40  s.  0,50  m.  —  angez.  Anglia,. 
Beibl.  25,11  f.  von  Marshall  Montgomer)-. 


54      III-    Allg.  Sprachwissenschaft  u.  allg.  vergl.  literaturgeschichte. 

22.  Harrj'  Johns  ton,  Phonetic  spelling.  a  proposed  uni- 
versal aiphabet  for  the  rendering  of  english,  french,  german  and 
all  other  forms  of  speech.  Cambridge,  University  Press.  1918. 
YI,92  s.  —  angez.  von  Henry  Alexander,  The  mod.  Lang.  Rev. 
9,427  f.    AJPsychol.  25,458. 

23.  Alfred  Egan,  A  German  phonetic  reader.  ed.  by  Daniel 
Jones.  Univers,  of  London  Press.  1913.  XV, 142  s.  5/-.  — 
angez.  von  M.  Montgomery,  Anglia,  Beibl.  25,242 — 244. 

25.  W.  Leyhausen,  Über  die  ästhetische  bedeutung  der 
von  Rutz  aufgestellten  theorie  in  stimme  und  spräche.  Archiv  f. 
d.  ges.  psychol.  30,  literaturbericht  1 — 30.  —  die  sehr  sorgfältige 
und  eingehende  Untersuchung  kommt  zu  dem  ergebnis:  wertvolle 
beobachtungen,  tatsachen  von  höchster  Wichtigkeit  liegen  der 
theorie  zugrunde,  aber  so  wie  sie  uns  geboten  wird,  kann  sie  für 
die  ästhetik  keine  bedeutung  haben,  es  fehlt  dem  vf.  an  der 
gründlichen  kenntnis  der  in  betracht  kommenden  wissenschaft- 
lichen disziplinen,  es  fehlt  auch  an  methodischem  denken.  —  vgl. 
Jsb.   1913,5,11. 

26.  A.  Guttmann,  Die  neuen  entdeckuugen  der  sogenannten 
klanglichen  konstanten  in  der  musik.  Arch.  f.  exp.  u.  klin.  phonetik 
1914,253 — 274.  —  ausführliche,  gänzlich  ablehnende  beurteilung 
der  Rutz-Sieversschen  entdeckuugen.  der  vf.  verlangt  vor  allem 
erst  exakt  gewonnene  ergebnisse. 

27.  Wilh.  Victor,  Elemente  der  phonetik  des  Deutschen, 
Englischen  und  Französischen.  6.  aufl.  IV, 194  s.  Leipzig,  0.  Reis- 
land.    5  m. 

28.  Besprechungen  zu  1:  M.  Grammont,  Pbonetique 
historique  et  experimentale  (Jsb.  1913,3,16):  J.  Acher,  Zs.  f. 
frz.  spr.  u.  lit.  42(2/4), 3 — 6.  +  0.  Jespersen,  Lehrbuch  der 
phonetik,  2.  aufl.  1913  (Jsb.  1913,3,5),  Bl.  f.  d.  gym.  50,311.  -j- 
O.  Jespersen,  Elementarbuch  der  phonetik  (Jsb.  1913,3,26). 
J.  Chlumsky,  Rev.  de  phon.  3,193 — 209(1);  Kruisinga,  Museum 
21,162— 164^  +  A.  Musehold,  Allgemeine  akustik  (Jsb.  1913, 
3,26):  J.  Chlumsky,  Rev.  de  phon.  3,212  f.  +  G.  Panconcelli- 
Calzia,  tJber  Sprachmelodie  (Jsb.  1912,3,19):  J.  Chlumsky, 
Rev.  de  phon.  3,213  f.  -\-  P.  Passy,  Petite  phonetique  2.  aufl. 
(Jsb.  1913,3,6):  K.  V^eitnauer,  Bl.  f.  d.  gymn.  50,312  f.  -f 
L.  Soames,  Introduction  und  The  teacher's  manual  (Jsb.  1913, 
3,8):  M.  Montgomery,  Anglia,  Beibl.  25,12—16;  H.  M(utsch- 
inann),  MLRev.  9,284;  U.  Lindelöf,  NphMitt.  1914,188  f., 
J.   Chlumsky,    Rev.  de  phon.  3,211  f. 


III.   A.  AllgemeiDe  Sprachwissenschaft.    2.  Allgemeines.  55 

2.    Allgemeines. 

29.  L.  Bloomfield,  An  introduction  to  the  study  of  language. 
l^ew  York,  Henry  Holt  &  co. 

30.  D.  Tröcsanyi,  Wilhelm  v.  Humboldts  Sprachphilosophie. 
=  Arbeiten  zur  deutschen  philologie,  hrsg.  von  Gr.  Petz,  .J.  Bleyer, 
H.  Schmidt  11  (ungarisch).  —  gibt  nach  dem  beigegebenen  aus- 
zug  in  deutscher  spräche  die  sprachphilosophischen  gedanken  Hum- 
boldts in  gedrängter  Übersicht  und  erörtert  die  quellen,  letzteres 
im  gegensatz  zu  Steinthal. 

31.  0.  Broens,  Darstellung  und  Würdigung  des  sprach- 
philosophischen gegensatzes  zwischen  Paul,  Wundt  und  Marty. 
diss.  Bonn  1913.  69  s.  —  der  vf.  gibt  im  wesentlichen  eine 
darstellung  des  Verlaufs  der  erörterungen ;  dabei  bemüht  er  sich, 
Pauls  individualismus  als  zu  eng,  Martys  einwände  gegen  Wundts 
^.usführungen  als  von  mißverständnissen  ausgehend  nachzuweisen, 
in  Wundts  'Sprache'  sieht  er  den  ausgangspunkt  aller  ferneren 
forschung.  bei  aller  anerkennung  von  Wundts  verdienst  ist  darauf 
hinzuweisen,  daß  die  psychologie  in  der  Sprachforschung  sich  schon 
jetzt  vielfach  an  stellen  drängt,  wo  sie  nur  störend  wirkt;  ihre 
aufgäbe  beginnt  im  wesentlichen  erst,  wenn  die  geschichtliche 
forschung  zu  bestimmten  ergebnissen  gekommen  ist.  namentlich 
in  Syntax  und  Stilistik  führt  die  falsche  einmischung  der  psycho- 
logie zu  verurteilen,  die  nur  den  blick  für  die  Wirklichkeit  ver- 
sperren. 

82.  Ludwig  Wyplel,  Wirklichkeit  und  spräche,  eine  neue 
art  der  Sprachbetrachtung.  Wien  u.  Leipzig,  Deuticke.  172  s.  — 
angez.  von  0.  Brenner,  Cbl.  1914(30);  M.  Friedwagner,  ZföG. 
1914,428—433;  J.  Golling,  ebd.  734—739;  L.  Wurth,  ebd. 
739—742. 

33.  R.  Wähmer,  Spracherlernung  und  Sprachwissenschaft, 
die  eingliederung  des  Sprachunterrichts  in  den  wissenschaftlichen 
bildungsplan  der  höheren  schule,  dargelegt  am  Französischen. 
Leipzig,  Teubner.     98  s.  —  vgl.  M.  Weihrauch,  Cbl.  1914,725. 

34.  A.  Wyczoikowska,  Theoretical  and  experimental  stu- 
dies  in  the  mechanism  of  speech.     The  psychol.  rev.   20(6). 

35.  Ph.  Seiberth,  A  study  in  the  principles  of  linguistic 
change.     JEGPhil.   13,37—44. 

36.  W.  Stählin,  Experimentelle  Untersuchungen  über  Sprach- 
psychologie.    Archiv  f.  religionspsychologie   1,117 — 195. 

37.  K.  Morgenroth,  Sprachpsychologische  bemerkungen 
zur  Wortbildung.     GRMon.   6,615—632. 

38.  L.  Gauchat,  An  den  sprachquellen.  Universität  Zürich, 
festgabe   zur   einweihung   der   neubauten    18.  april  1914.     Zürich, 


56      in.    Allg.  sprachwissenscliaft  u.  allg,  vergl.  literaturgescMchte. 

Schultheß  &  Co.  V.  Philosophische  fakultät  I  (philosophisch- 
philologisch-historische richtung),  s.  99 — 113.  —  gibt  aus  dem 
Deutschen  und  Französischen  beispiele  für  fortwährende  erneuerung 
des  Sprachstoffs;  er  behandelt  nur  die  psychologischen  veran- 
lassungen, deren  er  drei  unterscheidet:  das  wort  erhält  neue  be- 
deutung,  es  werden  ihm  neue  ausdrücke  zur  seite  gestellt,  ein 
neues  wort  wird  geschaffen.  nebenbei  werden  zahlreiche  er- 
scheinungen  des  wandeis  der  mode  im  sprechen  gestreift. 

39.  Hans  Sperber,  Über  den  affekt  als  Ursache  der  sprach- 
veränderung.  versuch  einer  dynamologischen  betrachtung  des 
Sprachlebens.  Halle,  M.  Niemeyer.  106  s.  2,40  m.  —  knüpft  an 
eine  äußerung  Pauls  an,  derzufolge  die  bei  sprach  Veränderungen 
wirksamen  triebkräfte  dieselben  seien,  wie  die  bei  der  sprach- 
schöpfung  betätigten,  da  nun  frühere  Studien  den  vf.  zur  be- 
achtung  gewisser  affekte  im  sprachleben  geführt  hatten,  so  verall- 
gemeinert er  jetzt  die  beobachtungen  und  sucht  methodologische 
Schlüsse  daran  zu  knüpfen,  dabei  berührt  er  sich  gelegentlich  mit 
Ball3\  den  ausgangspunkt  seiner  entwicklungen  bildet  hier  wie 
schon  früher  Freuds  Psychoanalyse,  im  anhang  sucht  er  an  einem 
beispiel  die  richtigkeit  seiner  anschauungen  sprachgeschichtlich  zu 
bestätigen.  —  selbstanz.  GRMon.  6,427  f.;  vgl.  K.  Bruch  mann, 
DLz.  1914,2495. 

40.  W.  Stählin,  Zur  psj'chologie  und  Statistik  der  meta- 
phern.  Archiv  f.  d.  ges.  psychol.  31,397 — 426.  Würzb.  diss.  — 
erörterung  über  den  unterschied  philologischer  und  psychologischer 
Sprachstatistik,  die  statistische  Untersuchung  der  metaphern  ist 
auch  schon  von  philologischer  seite  in  angriff  genommen,  die 
methode  soll  dann  an  beispielen  aus  Schleiermacher  und  Löhr  ge- 
zeigt werden,  für  die  religiöse  bildersprache  bieten  die  ergebnisse, 
obwohl  auf  recht  engem  räum  gewonnen,  erhebliches  interesse; 
vgl.  K.  Bruchmann,  Berl. ph. wschr.  1914,1624. 

41.  Jakob  Stell,  Zur  psychologie  der  Schreibfehler.  Fort- 
schritte der  Psychologie,  hrsg.  von  Karl  Marbe  2,1 — 133.  — 
angez.  von  Max  Niedermann,  Wschr.  1914,182 — 192;  K.  Bruch- 
mann, Berl. ph. wschr.  1914,282;  M.  Offner,  BfGw.  50,448  und 
DLz.  1914,1821—1823;  P.  Menzerath,  Arch.  f.  d.  ges.  psych.  31, 
Litber.  83— 87 ;  Dieffenbacher,  Cbl.  1914,1188;  L.  Wichmann, 
Arch.  f.  ethn.  22,60. 

42.  Rudolf  Rubel,  Über  psychopathologische  Sprachstörungen. 
GRMon.  6,499—525. 

43.  Arnold  Pick,  Die  agrammatischen  Sprachstörungen. 
Studien  zur  psychologischen  grundlegung  der  aphasielehre.  1.  teil. 
Berlin,  Springer.  291  s.  — selbstanz.  GRMon.  6, 120;  vgl.  Th. Ziehen,. 


III.    Allgemeine  Sprachwissenschaft.    2.  Allgemeines.  57 

GgA.  59,755—760;  Pilcz,  Wiener  klin.  rdschau  1914,91;  Ph.  Chas- 
lin,  Rev,  pbilos.   1914,97—100. 

44.  A.  Sechehaye,  Les  regles  de  la  grammaire  et  la  via 
du  langage.  GRMon,  6,288—303,  341 — 351.  —  behandelt  die 
frage,  wie  man  syntaktische  Untersuchungen  anstellen  und  dar- 
stellen soll,  der  vf.  erörtert  seine  ansichten  am  beispiel  des  be- 
stimmten artikels  im  modernen  Französischen. 

45.  Otto  Jes per sen,  Sprogetslogik.  K0benhavn  og  Kristiania^ 
Gyldendal.  1913.  95  s.  —  nach  der  vorrede  ist  J.  zu  der  Über- 
zeugung gekommen,  daß  einigen  der  wichtigsten  grammatischen 
Unterscheidungen  ein  rein  logisches  verhalten  zugrunde  liegt,  das 
sucht  er  zunächst  an  den  Übersetzungen  des  aristotelischen  to 
V7coy,ei'i.tEvov,  Substanz,  Substantiv  und  Subjekt,  substrat  auszu- 
führen, das  erste  kapitel  bestimmt  den  unterschied  von  Substantiv 
und  adjektiv.  ein  zweites  kapitel  warnt  unter  der  Überschrift 
'sprogets  rangforordning'  vor  dem  glauben,  daß  hauptwort  und 
hauptsatz  etwas  richtiges  über  den  wert  des  bezeichneten  Wortes 
oder  Satzes  aussagen,  das  dritte  hauptstück,  das  Subjekt  und 
prädikat  behandelt,  geht  von  der  definition  von  wort  und  satz 
aus,  die  J.  an  andrer  stelle  zu  begründen  verspricht;  wort  ist, 
was  als  selbständige  äußerung  in  einer  antwort  stehen  kann;  satz, 
was,  auch  ohne  antwort  zu  sein,  selbständige  äußerung  ist.  als 
eingliedrige  Sätze  werden  sodann  nicht  bloß  Interjektionen  und 
ausrufe  wie  'kellner',  'eine  Sternschnuppe',  'feuer'usw.  gefaßt,  son- 
dern auch  imperative  wie  'komm',  'bleib'  und  konsequenterweise 
lateinische  Sätze  wie  pluit,  maneo.  die  versuche,  hier  Subjekt  und 
prädikat  zu  scheiden,  lehnt  J.  mit  der  begründung  ab,  es  sei  besser 
von  diesen  zwei  dingen  erst  zu  sprechen,  wo  sie  zwei  dinge  sind, 
bei  besprechung  zweigliedriger  Sätze  wehrt  sich  J.  gegen  ausdrücke 
wie  'logisches'  oder  'psychologisches  Subjekt'  oder  'prädikat',  be- 
streitet, daß  die  Satzbetonung  damit  zu  tun  habe,  und  schlägt  dafür 
andere  bezeichnungen  vor;  die  namen  subjoktund  prädikat  will  er  der 
grammatik  vorbehalten  wissen,  da  sie  ein  rein  logisches  verhalten  be- 
zeichnen, wie  sie  ja  auch  aus  der  logik  stammen,  auch  subjekt 
und  prädikat  verhalten  sich  zueinander  wie  Substantiv  und  adjektiv 
als  das  speziellere  und  das  generellere,  die  frage,  wie  sich  nun  die 
attributive  Verbindung  des  Substantivs  mit  dem  adjektiv  von  der 
prädikativen  des  Subjekts  mit  dem  verbum  unterscheide,  beant- 
wortet er  etwa  wie  Sütterlin,  indem  er  die  eine  Verbindung  als 
tot,  die  andere  als  lebend  (Sütterlin  offen  —  geschlossen)  bezeichnet; 
die  prädikation  enthalte  ein  neues  moment,  das  der  attributivver- 
bindung  fehle,  das  vierte  hauptstück,  daß  das  objekt  behandelt, 
enthält  zwar  einzelne  beachtenswerte  fingerzeige,  kommt  aber  nicht 
zu  einer  klaren  Unterscheidung  von  Subjekt  und  objekt.     zum  Schluß 


58      III-    -A-llg-  Sprachwissenschaft  u.  allg.  vergl.  literaturgeschichte. 

verweist  der  vf.  auf  ein  in  kurzer  zeit  erscheinendes  größeres  werk 
über  diese  fragen  'die  grnndlagen  der  grammatik'.  —  bespr.  von 
A.  Meillet,  Ilev.  erit.  1914(30).  J.  S.  Crone  Jenson,  NTfFil. 
4,3,164—168.  (An-  Ge)bh(ardt),  Cbl.  1914,1443;  H.  Berth ei- 
sen, Xord,  tidsskr.  f.  vetenskap,  konst  ved  industri  1814,111  — 122. 
—  Hugo  Schuchardt,  Anthropos  9,340 — 343  hebt  abweichungen 
seiner  auffassung  hervor,  die  namentlich  bei  den  subjektlosen 
Sätzen  hervortreten. 

46.  Sigfrid  Ehrling,  Grammatik  och  logik.  Spräk  och  stil 
14,168 — 217.  —  anknüpfend  an  Jespersens  buch  untersucht  der 
vf.  zuerst  das  Verhältnis  von  Substantiv  und  adjektiv,  dann  das 
von  haiiptwort  und  attribut  und  von  subjekt  und  prädikat;  er  er- 
hebt berechtigte  einwände  gegen  Jespersens  ausführungen  und 
wendet  sich  zum  Schluß  auch  gegen  Noreens  darlegungen  über 
das  Verhältnis  von  grammatischem  und  logischem  subjekt. 

47.  Karl  Voßler,  Das  System  der  grammatik.  Logos  4, 
203 — 223.  —  schildert  in  anlehnung  an  Meillets  Linguistique 
(vgl.  Jsb.  1912,3,84)  die  durchdringung  von  mechanischer  gesetz- 
mäßigkeit  und  historischer  eutwicklung  in  den  sprachlichen  er- 
scheinungen. 

48.  E.  von  Ettmaj^er,  Benötigen  wir  eine  wissenschaftlich 
deskriptive  grammatik?  Beiheft  26  zur  Zs.  f.  rom.  sprachf.  s.  1  — 16 
(1910).  —  angez.  Romania  43,149  f.  von  L.  Eoulet;  DLz.  1914, 
1002  f.  von  L.   Gauchat. 

49.  0.  Jespersen,  Energetik  der  spräche.  Scientia  16, 
225 — 235.  —  redet  nicht  nur,  wie  schon  früher,  den  versuchen, 
eine  künstliche  hilfsSprache  zu  schaffen,  das  wort,  sondern  empfiehlt 
auch,  in  den  bestehenden  sprachen  die  zweckmäßigste  ausdrucks- 
weise als  die  richtigste  anzusehen  und  danach  am  'fortschritt'  zu 
arbeiten.  —  vgl.  auch  den  Vortrag  des  vfs  über  das  gleiche  thema 
auf  dem  neuphilologentag   1914  (bericht  DnSpr.  22,318  f.). 

50.  E.  E.  Andersen,  K  voprosu  o  genezise  padezej  ime- 
nitel'nago  i  vinitel'nago.  Russkij  filol.  vestnik  68(1912),  peda- 
gogiceskij  otdel  43 — 54.  (zur  frage  nach  der  entstehung  des 
nominativs  und  des  akkusativs.)  —  spekulative  Sprachbetrachtung. 

51.  August  Procksch,  Der  Wortschatz  Theodor  Storms. 
GßMon.  6,532 — 562.  —  der  aufsatz  wird  hier  erwähnt,  weil  er 
zuerst  an  einer  brauchbaren  Zählung  einen  einblick  über  den  um- 
fang der  tatsächlich  vom  einzelnen  gebrauchten  Wörter  gibt  und 
damit  den  unwert  der  Schätzungen,  die  noch  immer  wieder  Max 
Müller  nachgesprochen  werden,  schlagend  darstellt,  während  z.  b. 
Kluge  noch  1910  sagt,  daß  Shakespeare  mit  einem  Sprachschatz 
von  etwa  20000  worten  ganz  unerreicht  dastehe,  ergibt  sich  für 
Theodor  Storms  wenig  umfangreichere  werke  eine  zahl  von  22421 


III.    A.  Allgemeine  sprachv.  issenschaft.    2.  Allgemeines.  59 

Wörtern,    wonach    also    wesentlich    höhere    durchschnittszahlen    als 
bisher  für  den  wertschätz  des  einzelnen  anzusetzen  sind. 

52.  0.  Schoning,  Sprogforskningens  vilde  skudd.  cm 
navneordene  som  konkreter  og  abstrakter.  NTfFil.  4  rsekke, 
3.29 — 54.  —  wendet  sich  gegen  Dahlerup,  Collin  und  Jensen, 
■die  mit  recht  auf  den  außerordentlich  häufigen  Übergang  von  ab- 
•strakten  in  konkrete  hingewiesen  haben,  mit  der  berufung  auf 
Madvig,  sprogvidenskabelige  str0bemserkningar  s.  34  und  den  an- 
geführten beispielen  ist  nichts  bewiesen;  sie  zeigen  vielmehr,  daß 
der  vf.  weder  von  dem  wesen  noch  dem  umfang  der  erscheinung 
■eine  Vorstellung  hat.  —  dankenswert  ist  s.  53  der  hinweis  auf 
einen  vergessenen  Vortrag  Esaias  Tegners  I^orhandlinger  pä  det 
2.  nord.  filologm0do  1881,  Christiania  1883,  s.  46—78  über 
elliptische  Wörter. 

53.  Hermann  Hilmer,  Schallnachahmung,  Wortschöpfung 
und  bedeutungswandel.  auf  grundlage  der  Wahrnehmungen  von 
schall,  fall,  bruch  und  derartigen  Vorgängen  dargestellt  an  einigen 
lautwm-zeln  der  deutschen  und  englischen  spräche.  Halle,  Nie- 
meyer. XVII,35t)  s.  10  m.  —  weitläuftig  geschriebener  versuch, 
an  einem  umfassenden  material  (s.  185 — 356)  zu  zeigen,  wie  schall- 
nachahmende Wörter  zuerst  zur  bezeichnung  der  einfachsten  Vor- 
stellungen: körper,  erhöhung,  Vertiefung,  bewegung  verwendet 
werden,  vf.  bemüht  sich  seine  ansichten  ps^^chologisch  zu  begründen. 

54.  Marie  Ha d lieh,  Zur  theorie  des  sprachlichen  bedeutungs- 
wandels.  diss.  Halle.  79  s.  —  auf  eine  historische  einleitung 
folgt  eine  beurteilung  der  bisher  versuchten  einteilungen  des  be- 
deutungswandels,  sodann,  in  anlehnung  an  Wundt,  eine  auch  Satz- 
zusammenhang und  tonfall  berücksichtigende  einteilung  nach  psycho- 
logischen gesichtspunkten.  vf.  behandelt  nur  die  durch  assoziative 
Vorstellungen  hervorgerufenen  Veränderungen  eingehender  und  be- 
schränkt sich  für  die  aus  willens-  und  gefühlswirkungen  hervor- 
gehenden auf  vorläufige  andeutungen. 

55.  M.  Breal,  Essai  de  semantique:  science  des  signi- 
fications.    6*"  edition.    Paris,  Hachette  et  cie.    1913.    378  s.    3,50  fr. 

56.  A.  Kluy  ver.  Historische  studie  der  syntaxis.  De  nieuwe 
taalgids  8(1). 

57.  —  — ,  8ome  works  on  syntax.  The  class.  rev.  27, 
266 — 268.  —  der  ungenannte  vf.  tadelt  mit  witz  und  schärfe  die 
Plattheiten  vieler  ganz  nichtssagender  syntaktischer  'Untersuchungen' 
und  wendet  sich  besonders  gegen  die  psj^chologische  sauce,  in  der  die 
einfachsten  dinge  aufgetragen  zu  werden  pflegen,  dabei  ergießt 
er  auch  seinen  spott  über  Wundts  definition  des  satzes,  die  ihn 
weniger  verdient  als  das  verfahren  der  'syntaktiker',  die  sie  miß- 
brauchen. 


GO     in,   Allg.  Sprachwissenschaft  u.  allg.  vergl.  literatvirgeschichte. 

58.  E.  Y.  Arnold,  ebd.  28,67 — 69  legt  gegen  einzelne  Über- 
treibungen in  dem  vorigen  aufsatz  Verwahrung  ein. 

59.  R.  Blümel,  Einführung  in  die  syntax.  Indogermanische 
bibliothek  II.  abteilung,  Spi'achwissenschaftliche  gymnasialbibliothek 
band  Tl.  Heidelberg,  Winter.  XII,283  s.  3^60  m.  —  angez. 
Litbl.  1914,321—324  von  Eugen  Lerch.  —  von  G.  0.  Curme, 
JEGPhil.  14,119  f.,  der  im  allgemeinen  zustimmt,  aber  zwei  aus- 
stellungen  macht,  aus  denen  das  geringe  Verständnis  des  vfs.  i'ür 
Sprachgeschichte  hervorgehe.  —  der  vf.  erörtert,  von  Ries  und 
Paul  ausgehend,  sehr  ausführlich  das  wesen  der  syntaktischen  er- 
scheinungen,  gibt  reichliche  literaturangaben  am  Schluß  und  er- 
läutert die  erscheinuugen  an  beispielen.  nicht  ganz  klar  ist,  an 
wen  er  sich  wendet;  für  den  .schüler  geht  die  behaudlung  zu  sehr 
ins  einzelne  (993  absätze!),  für  den  lehrer  ist  sie  vielfach  zu 
elementar;  vor  allem  bleibt  die  darstellung  in  einzelheiten  stecken, 
ohne  sich  zum  ganzen  zu  runden;  auch  die  historische  abgrenzung 
zwischen  dem,  woraus  die  syntaktischen  formen  erwachsen  und 
was  sie  geworden  sind,  läßt  zu  wünschen. 

60.  J.  Haas,  Grundlagen  der  französischen  syntax.  Halle, 
Niemeyer.  1912.  —  angez.  von  Eugen  Lerch,  Litbl.  1914,157 — 161. 
x^on  A.  Franz,  Rev.  de  dial.  6(^/2).  —  mit  einer  begrenzung  der 
syntax  auf  die  Untersuchungen  solcher  'sprachlichen  erscheinuugen, 
die  ihre  physiologische  grundlage  im  motorischen  Sprachzentrum 
haben'  (s.  6),  dürfte  wenig  gewonnen  sein,  aber  alle  anerkennung 
verdient  das  ernste  streben  des  vfs,  über  wichtige  grundfragen 
der  syntaktischen  forschung  ins  reine  zu  kommen,  natürlich  spielt 
dabei  die  frage  vom  wesen  des  satzes  und  von  der  notwendigkeit 
von  Subjekt  und  prädikat,  die  der  vf.  als  gegenstands-  und  merk- 
malsvorstellung  auffaßt,  eine  wichtige  rolle,  aber  der  vf.  übersieht 
dabei  ganz,  daß  gerade  Subjekt  und  prädikat  keine  grammatischen, 
auch  keine  s^-ntaktischen  kategorien  sind;  er  behandelt  deshalb 
auch  die  frage  der  Scheidung  der  Wortklassen  nicht  ausreichend. 
—  kurz  erwähnt  Romania  1913,155  von  H.  Yvon;  K.  Morgen- 
roth. ZffrzSpr.  u.  lit.  42(2/4),23— 25. 

61.  Ch.  Bally,  Figures  de  pensee  et  formes  linguistiques. 
GRMon.  6,405 — 422,  456 — 470.  —  die  arbeit  ist  im  wesentlichen 
eine  antwort  des  vfs  auf  die  von  Th.  Kalepk}'  erhobenen  ein- 
wände gegen  seine  früheren  ausführungen  über  den  style  indirect 
libre  (GRMon.  4,549  ff.,  597  ff.,  5,608  ff.),  der  allgemeine  titel 
ist  nur  durch  die  allgemeine  Schlußfolgerung  s.  459  f.  berechtigt,  daß 
neben  gewissen  sprachlichen  ausdrucksmitteln  auch  ausdrucks- 
weisen bestehen,  die  absichtlich  auf  das  sprachliche  ausdrucks- 
raittel  verzichten,  das  berührt  sich  mit  den  ausführungen  von 
E,  Lerch,    über  die  Jsb.  1913,3,66  berichtet  ist.     ein   appendice 


III.   A.  Allgemeine  Sprachwissenschaft.    2.  Allgemeines.         61 

«rwähnt,  daß  die  für  das  Französische  nachgewiesenen  ausdrucks- 
forraen  auch  dem  Deutschen  nicht  unbekannt  sind,  und  E.  Lerch 
gibt  weitere  belege  dazu  s.  470  ff.  in  dem  aufsatz  Die  stilistische 
bedeutung  des  Imperfektums  der  rede  (stile  indirect  libre). 

62.  Ed.  Castle,  Zur  entwicklungsgeschichte  des  wortbegriffs 
Stil.  GRMon.  6,153 — 160.  —  der  lehrreiche  aufsatz  unterscheidet 
drei  bedeutungen  des  wertes  stil  und  bestimmt  die  dreifache  auf- 
gäbe der  Stilforschung:  Verwendung  des  Sprachstoffes  zur  er- 
zielung  der  gewollten  Wirkung,  Schreibart  der  einzelperson  oder 
einer  richtung,  stilkunst. 

63.  E.  Otto,  Was  versteht  man  unter  stil?  was  ist  Stilistik? 
progr.     Berlin-Reinickendorf.      36  s. 

64.  A.  Stölzel,  Ein  streifzug  in  die  volksetjanologie  und 
Volksmythologie.  Die  Grenzboten  73(1914), 390— 402.  —  schluß 
der  Jsb.  1913,3,102  verzeichneten  arbeit. 

65.  C.  A.  Ruckmich,  A  bibliography  of  rhythm.  Am.  journ. 
of  psychol.  24,508—519. 

66.  C.  A.  Ruckmich,  The  role  of  kinaesthesis  in  the  per- 
ception  of  rhythm.  Am.  journ.  of  psychol.  24,305 — 359.  —  Über- 
sicht über  die  bestehenden  ansichten,  experimentelle  Untersuchung, 
Schlußfolgerungen.  —  lobend  angez.  Arch.  f.  d.  ges.  psychol.,  31, 
literaturber.  61 — 64  von  A.  Kießlich. 

67.  Zeiger,  Mitteilungen  über  den  stand  der  bestrebungen 
zur  Vereinfachung  und  Vereinheitlichung  der  grammatischen  bezeich- 
uungen.  Neuphilologentag  1914;  vgl.  den  Bericht  von  E.  Ahnert, 
DnSpr.  22,391.  —  besondere  beachtung  verdienen  dort  wieder- 
gegebene ausführungen  von  Find  eisen. 

68.  Eugen  Lerch,  Zur  frage  der  grammatischen  termino- 
logie.  DnSpr.  22,91 — 98.  —  behandelt  die  verschiedene  bedeutung 
von  gerundiv  und  gerondif  in  der  lateinischen  und  französischen 
grammatik  und  erläutert  an  diesem  beispiele,  wie  die  falsche  be- 
zeichnung  im  Französischen  auch  zu  falschen  grammatischen  regeln 
geführt  hat. 

69.  A.  Sonnenschein,  Reform  in  grammatical  nomenclature. 
The  classical  review  27,28 — 31.  —  berichtet  über  die  vorschlage 
der  Universität  Michigan  (vgl.  Jsb.  1913,3,72),  über  das  buch  von 
A.  D.  Sheffield  (vgl.  Jsb.  1912,3,31)  und  die  vorschlage  des 
Wiener  ausschusses  für  einfache  und  einheitliche  fachausdrücke  im 
Sprachunterricht. 

70.  Klaudius  Bojunga,  Einheitliche  deutsche  fachwörter  zur 
Sprachlehre.  ZfdU.  28,417 — 424.  —  bemüht  sich  auf  annähernd  zwölf 
spalten  Verdeutschungsvorschläge  zu  machen,  auch  ohne  ein  gegnor 
dieser  bestrebungen  zu  sein,  wird  man  sagen  müssen,  daß  der  vf.  mit 
seinen  vorschlagen  viel  zu  weit  geht,    es  gibt  übersetzbare  und  unüber- 


62      III.  Allg.  Sprachwissenschaft  n.  allg.  vergl.  liteiaturgeschichte. 

setzbare  fachwörter,  es  gibt  leider  auch  eine  gewisse  richtung  in. 
der  Sprachforschung,  die  etwas  besonderes  geleistet  zu  haben 
glaubt,  wenn  sie  für  die  landläufigeu  begriffe  und  häufige  er- 
scheinungen  neue,  oft  recht  geschmacklos  gewählte  fachwörter 
lateinischer  oder  griechischer  herkunft  erfindet,  hier  sollten  wir 
zuerst  alle  gemeinsam  wirken,  durch  ablehnung  der  neuen  und 
Schöpfung  passender  deutscher  ausdrücke  dem  übel  zu  steuern, 
daß  auch  hierfür  schon  ein  guter  anfang  gemacht  ist,  zeigt  Bojungas 
Übersicht,  in  der  etwa  hundert  eingebürgerte  fachwörter  verzeichnet 
sind,  denen  fremd  ausdrücke  nicht  gegenüberstehen,  wohin  mau 
mit  einseitiger  Sprachreinigung  kommt,  zeigt  in  abschreckender 
weise  z.  b.  das  holländische  und  das  russische  fachwörtersystem. 
man  vgl.  die  bedenken,  die  0.  Behaghel  ebd.  s.  837 — 841  äußert 
und  begründet. 

71.  Besprechungen  zu  2:  Ch.  Bally,  Langage  et  vie  (Jsb. 
1913,3,34):  H.  Yvon,  Romania  1913,626.  —  J.  J.  Salverda  de 
Grave,  Museum  21,41  f.  —  K.  Morgenroth,  ZffrzSpr.  u,  lit. 
42(2/4),l— 3.  —  K.  Bruchmann,  DLz.  1914,534.  —  Th.  Linsch- 
mann,  Cbl.  1914,1118.  —  L.  Wyplel,  ZföG.  65,246—249. 
—  J.  R.onjat,  E,ev.  des  lang.  rom.  57,158.  -f-  Gustav  Bau- 
mann, Ursprung  der  spräche  (Jsb.  1913,3,49)  abgelehnt  von 
Karl  Weitnauer  und  Wilh.  Weyh,  ZföG.  50,310  f.  — K.  Mat- 
thaei,  D.  philol.  blatt  1914,670.  -j-  S.  Behn,  Der  deutsche  rhyth- 
mus  (Jsb.  1912,3,56;  5,50):  F.  Piquet,  Rev.  erit.  1914,(30). -(- 
A.  Dauzat,  Philosophie  du  langage  (Jsb.  1912,3,29),  Rev.  de 
metaph.  et  de  morale  21,  suppl.  6.  -f~  J-  Gillieron  et  M.  Roques, 
Geographie  linguistique  (Jsb.  1913,3,74):  L.  Spitzer,  ZffrzSpr. 
u.  lit.  42(2/4), 25.  —  J.  J.  Salverda  de  Grave,  Museum  21, 
178—180.  —  A.  Dauzat,  Romania  1913,287—290.  —  H(ubert) 
P(ernot),  Rev.  de  phon.  3,216.  —  notiert  Archiv  131,268.  + 
Lis  Jacobsen,  Sprogets  forandring  (Jsb.  1913,3,50):  M.  van 
Blankenstein,  Museum  21,361 — 369.  —  Anker  Jensen,  NTJFil. 
4,3,178 — 180.  -|-  Kr.  Sandfeld  Jensen,  Sprogvidenskaben  (Jsb. 
1913,3,32):  0.  Schoning,  NTfFil.  4,2,103—114,  an  dessen 
methodische  einwendungen  sich  entgegnung  und  erwiderung  ebd. 
174—186  knüpfen.  —  Cbl.  1914,140.  —  0.  Jespersen,  Kord. 
tidsskr.  f.  vetenskap,  konst,  industri  1914,13,613 — 615.  +  Fr. 
Mauthner,  Kritik  der  spräche  (Jsb.  1913,3,74):  0.  Jespersen, 
Geistesw.  1,915  f.  —  T.  Friedemann,  Grenzboten  1914,23,479. -j- 
Fr.  Mauthner,  Die  spräche  (Jsb.  1911,3,90):  K.  Morgenroth, 
Rev.  de  dialect.  rom.  6,3  f.  -f-  J.  Ronjat,  Langage  d'un  enfant 
bilingue  (Jsb.  1913,3,47):  H.  M(orf),  Archiv  132,230.  +  L.  Sütter- 
lin,  Werden  und  wesen  der  spräche  (Jsb.  1913,3,27):  Jan  voa 
Rozwadowski,  Geistesw.   1,525  f. 


III.    A.  Allgemeine  Sprachwissenschaft.     3.  Vergl.  grammatik.       63 

3.    Vergleichende  grammatik, 

72.  A.  Meillet,  Le  probleme  de  la  parente  des  langues. 
Scientia  15,403 — 425.  —  behandelt  die  grundsätze,  nach  denen 
die  Verwandtschaft  der  sprachen  zu  beurteilen  ist.  M.  erkennt 
nur  genealogische  Verwandtschaft  an,  mit  recht;  er  wendet  sich 
gegen  H.  Schuchardt  u.  a.,  die  diese  nicht  scharf  von  der 
Sprachmischung  scheiden;  diese  selbst  aber  definiert  er  offenbar 
zu  eng.  über  grenzen  der  forschung  nach  der  Verwandtschaft  der 
sprachen  äußert  er  sich  in  beachtenswerter  weise;  die  forschncg 
nach  beziehungen  zwischen  Idg.  und  Semitischen  hält  er,  wie  früher, 
für  einen  schweren  methodischen  fehler,  so  lange  nicht  die  ver- 
gleichende  grammatik   des    Semitischen   und  Hamitischen   vorliegt. 

73.  H.  Mo  eil  er,  Sul  problema  della  parentela  delle  lingue. 
Lettera  ad  A.  Meillet.  Memoire  della  r.  acad.  di  scienze  di 
Bologna.  Classe  di  scienze  morali.  Sezione  storico-filol.  ser.  1, 
9,  7.  4''.  —  wendet  sich  gegen  nr.  72  und  verteidigt  aufs  neue 
seine  in  der  tat  immer  festere  gestalt  annehmenden  vergleichungen 
idg.  und  semitischer  wurzeln,  entlehn ung  und  Urverwandtschaft 
kann  M.,  wie  er  ausdrücklich  zugibt,  nicht  scheiden. 

74.  E.  Schwyzer,  Genealogische  und  kulturelle  Sprach- 
verwandtschaft. Universität  Zürich,  einweihungsfeier  1914,  fest- 
gabe  der  philos.  fak.  1.  Zürich,  Schultheß  &  co.  s.  133 — 146.  — 
weist  auf  die  notwendigkeit  hin,  neben  der  historischen  erforschung 
der  entwicklung  der  einzelnen  sprachen  und  ihres  ursprünglichen 
zutiammenhangs  auch  ihre  fortwährende  durchdringung  mit  kultur- 
stoff  zu  beachten,  die  sich  nicht  nur  in  der  entlehnung  von 
Wörtern  und  Suffixen  äußere,  sondern  auf  die  Wortbedeutung  der- 
sprachen,  ihren  satzbau,  ja  auf  manche  formen  des  Umgangs  und 
Verkehrs  übergreife,  als  beispiel  wählt  der  vf.  oft  das  Balkan-- 
gebiet;  er  hebt  die  große  ausdehnung  der  erscheinung  hervor,  er- 
wähnt aber  auch,  daß  sie  sich  im  wesentlichen  auf  die  Schrift- 
sprachen beschränke. 

75.  E.  N.  Setälä,  'Entlehnung'  und  'Urverwandtschaft',  zwei 
lose  blätter  aus  meinem  notizbuch.  NphMitt.  1914,165 — 172.  — 
behandelt  lAi.  panka.  1.  'fibula',  Siwn.spQng,  ahd.  spanga,  2.  'halfter, 
farbenstreif  zu  läpp,  bagge  'capistrum',  mordw.  pango  'haube',  des- 
halb nicht  zu  germ.  ^fanli,  *fang  (gegen  T.  E.  Karsten);  es  kann 
nicht  entlehnung,  sondern  nur  gemeinsamkeit  vorliegen.  2.  fi. 
menninkäinen  'geister  der  abgeschiedenen' :  an.  minnwg  'erinnerung, 
Vorzeichen',  das  auch  lappisch  verwandte  zeigt;  entlehnung  nur 
denkbar,  wenn  es  angeht,  ein  sehr  altes  germ.  *menpuz  'Vorzeichen' 
zu  konstruieren. 


(34      lU-    Allg.  Sprachwissenschaft  u.  allg.  vergl.  literaturgeschichte. 

76.  Hermann  Moeller,  Indoeuropseisk-semitiske  misceller. 
YorTid.  1,1 — 5.  —  behandelt  1.  oöog  ovöog  'schwelle'  und  2.  den 
naraen  der  Plejaden,  letzteren  in  etwas  mehr  populärer  form  als  Orient, 
litztg.  17,62 — 65,  hierbei  werden  auch  die  Stammbeziehungen  von 
lat.  ^;/i/s  und  pleriqnc,  an,  fleiri  behandelt,     vgl.   auch  nr.  94. 

77.  A.  Uppström,  De  indo-europeiska  spräkens  förhällande 
tili  de  semitiska.  profföreläsning  den  19.  februari  1859.  med 
lörfatterens  porträt  och  facsimile  af  hans  namnteckning.  =  Mis- 
cellanea  edidit  W.  Uppström.  Upsala,  Almqvist  &  Wiksell. 
XIV, 22  s.  —  W.  Uppström  leitet  mit  dem  allerdings  veralteten, 
aber  interessanten  versuch  seines  unvergessenen  vaters  die  Ver- 
öffentlichung von  aufzeichnungen  aus  dessen  nachlasse  ein.  dem 
schwedischen  text  ist  deutsche  Übersetzung  gegenübergestellt. 

78.  C.  C.  Uhlenbeck,  Baskisch  und  Indogermanisch.  Idg. 
forsch.  33,171  f.  —  legt  gegen  die  darstellung  seiner  anschauungen 
über  die  Verwandtschaft  des  Baskischen  mit  dem  Idg.  bei  Feist, 
Kultur,  Ausbreitung  und  Herkunft  der  Idg.  s.  362  Verwahrung  ein. 
das  Baskische  ist  isoliert. 

79.  R.  Brandstetter,  Der  artikel  des  Indonesischen  ver- 
glirhen  mit  dem  des  Indogermanischen.  =  Renward  Brandstetter's 
monographien  zur  indonesischen  Sprachforschung,  nr.  10.  Luzern, 
E.  Haag.  1913.  56  s.  2,50  m.  —  nr.  10  behandelt  den  artikel 
im  Indonesischen  und  Idg.  es  bieten  sich  einige  gesichtspunkte, 
unter  denen  die  entwicklung  verglichen, werden  kann,  d.  h.  ähn- 
lichkeiten  und  abweichungen  aufweist;  wert  hat  aber  die  Zusammen- 
stellung kaum.  —  angez.  von  A.  Meillet,  Revue  crit.  1914,8. 
BSL.  61,355  f.  von  G.  Ferrand. 

80.  Ch.  Bally,  Ferdinand  de  Saussure  et  l'etat  actuel  des 
etud^s  linguistiques.  lecon  d'ouverture  du  cours  de  linguistique 
generale  lue  le  27  octobre  1913,  ä  l'aula  de  l'universite.  Genf, 
Atar.  30  s.  —  gibt  einen  Vortrag  wieder,  der  Saussures  Ver- 
dienste um  die  idg.  Sprachwissenschaft  nur  als  ausschnitt  aus 
seinen  auf  die  allgemeine  Sprachwissenschaft  bezüglichen  ansichten 
erscheinen  lassen  soll.  S.  hat  dreimal  über  allgemeine  Sprach- 
wissenschaft Vorlesungen  gehalten;  es  ist  interessant,  daß  diese 
Vorlesungen  herausgegeben  werden  sollen,  erwünscht  ist  auch  das 
Verzeichnis  der  aufsätze  Saussures  am  Schluß,  was  B.  über  de 
Saussures  Stellung  zur  kultur-  und  sachforschung  sagt,  ist  schwer- 
lich richtig  und  verrät  wenig  urteil;  besser  sind  seine  eigenen  be- 
merkungen  über  die  notwendigkeit,  den  einfluß  des  affekts  auf  die 
Sprachveränderungen  zu  beachten. 

81.  W.  Streitberg,  Zu  Grassmanns  gesetz.  IF.  34,366.  — 
nachweis,  daß  schon  Rud.  Raumer  1837  das  wichtigste  erkannt  hatte. 


III.    A.  Allgemeine  Sprachwissenschaft.    3.  Vergl.  grammatik        65 

82.  Elise  Wilm,  Spraclivergleiciie  und  Sprachgeschichte  in 
schule  und  seminar.  ein  hilfsbuch  für  den  fremdsprachlichen 
untei-richt.  Crossen  1911.  56  s.  2.  aufläge.  —  angez.  von  Otto 
Weidenmüller,  DnSpr.  22,688. 

83.  A.  J.  Sobolewsky,  Blagozvüfcie  v  zisni  jazykä.  (Wohl- 
klang im  sprachleben.)  Russkij  filol.  vestnik  67(1 902), 207— 211. 
—  wendet  sich  gegen  die  annähme  eines  horror  aequi  zur  er- 
klärung  der  dissimilation  (Brugmann). 

84.  H.  Güntert,  Über  reimwortbildungen  im  Arischen  und 
Altgriechischen,  eine  sprachwissenschaftliche  Untersuchung.  Heidel- 
berg, Winter.  1914.  X,258  s.  6,80  m.  —  angez.  von  A.  Meillet, 
BSL.  61,212  f.  —  der  versuch,  das  nebeneinanderbestehen  ähn- 
licher, z.  b.  reimender  Wörter  mit  ähnlicher  bedeutung  genauer  zu 
untersuchen  und  bis  zu  einem  gewissen  grade  zu  erklären,  ist 
freudig  zu  begrüßen,  solange  sich  der  untersuchende  auf  den  ge- 
sicherten pfaden  der  idg.  Sprachwissenschaft  hält,  daß  G.  dies 
tut,  ist  anzuerkennen;  aber  es  ist  leider  zu  befürchten,  daß  sein 
buch  schweres  unheil  anrichten  wird,  es  scheint,  als  beabsichtige 
er  selbst  schon  damit  einen  beitrag  zu  den  Störungen  des  gesetz- 
mäßigen laut  wand  eis  zu  liefern,  zwar  verwahrt  er  sich  ausdrück- 
lich gegen  den  Vorwurf,  als  wolle  er  kritiklosem  vergleichen  tür 
und  tor  öffnen,  und  gewiß  hat  er  recht,  wenn  er  manche  fälle  als 
reimwörter  zu  deuten  sucht,  bei  denen  lautliche  kombinationen  und 
Zerlegung  in  determinative  versagen,  aber  es  hätte  schärfer  gesagt 
werden  müssen,  daß  die  annähme  der  gegenseitigen  beeinflussung 
reimender  bildungen  in  historisch  bezeugten  zeiten  der  sprach- 
entwicklung  gelegentlich  bis  zu  einer  gewissen  Wahrscheinlichkeit 
erhoben  werden  kann,  daß  aber  Schlüsse  daraus  auf  die  ausbildung 
des  vorhistorischen  idg.  Sprachschatzes  ganz  unsicher  bleiben.  — 
auf  s.  174 — 186  gibt  der  vf.  anhangsweise  auch  nhd.  beispiele; 
das  letzte  kapitel  'über  die  namen  des  idg.  donnergottes'  behandelt 
u.  a.  das  Verhältnis  von  an.  FiQrgynn,  got.  fairguni  zu  lit.  PerJalnas, 
die  an  quercus  angeknüpft  werden. 

85.  Ferdinand  Sommer,  Konträrbildungen.  Windischfest- 
schrift (Leipzig,  Harassowitz),  123 — 126.  —  macht  darauf  auf- 
merksam, daß  zahlreiche  Wörter  ihre  form  nur  dem  gegensatz  gegen 
andre  zu  verdanken  haben;  überzeugend  weißt  er  das  an  der 
deutung  von  x^if-iaQOg  'zapfen'  im  gegensatz  zu  evdiaiog  'loch' 
nach,  von  deutschen  beispielen  erwähnt  er  z.  b.  schwarze  wasche, 
hummelzug. 

86.  Jos.  Mansion,  La  finale  indo-europeenne.  Le  Museon 
14(3/4).  —  vgl.  auch  unter  nr.  104  E,.  Gauthiot,  La  finale  indo- 
europeenne. 

Jahresbericht  für  gcimauische  philologie.   XXXVI.    (1914.)    I.  Teil.  5 


(j6      III.    Allg.  spraclnvissenschaft  n.  allg.  vergl.  literaturgeschichte. 

87.  Karl  Brugmann,  Zur  geschichte  der  hiatischen  (zwei- 
silbigen) vokalverbindiingen  in  den  idg.  sprachen.  Bericht  über 
die  Verhandlungen  der  kgl.  sächs.  ges.  d.  wiss.  phil-hist.  kl.  65, 
139 — 218.  2  m.  —  übersieht  über  die  fälle,  bei  denen  in  der 
wortfuge,  in  der  Zusammensetzung  und  in  der  flexion  vokale  ur- 
sprünglich oder  unursprünglich  zusammenstoßen,  bei  einigen  Ver- 
bindungen wird  der  versuch  gemacht,  die  lautqualität  des  kon- 
traktionsvokals  aus  den  ursprünglichen  bestandteilen  nach  be- 
stimmten gesetzen  abzuleiten. 

88.  J.  Schef telowitz,  Das  Schicksal  der  indogermanischen 
lautgruppe  zg.  Idg.  forsch.  33,133 — 168.  —  wendet  sich  gegen 
die  von  Benfey  und  Bartholomae  geäußerte  ansieht,  daß  zg  im  ai.  zu 
dg  geworden  sei.  seine  beispiele  sind  ai.  ro^M-'strick',  lit.  rezgis 
'korb',  abg.  rozga  'zweig',  lat.  restis  'strick',  ags.  risce  'binse'; 
ai.  majjän,  majjcc^  majjas  'mark',  asl.  mozgu  'gehirn'  aus  idg. 
*mozg-  neben  as.  rnarg,  aisl.  mergr,  ahd.  marag,  air.  medg  'molken', 
aus  idg.  viozgh-,  ai.  majjati  'taucht  unter',  lit.  mazgöju  'wasche', 
lat.  mergere.  nach  eingehenden  auseinandersetzungen  über  die 
Schicksale  der  lautgruppe  zg  in  den  idg.  sprachen,  wobei  auch  die 
frage  eines  Übergangs  von  z  in  einen  vokal  erörtert  und  die  bei- 
spiele sämtlich  anders  gedeutet  werden,  wird  zum  Schluß  zg  im 
Germanischen  besprochen;  die  beispiele  ergeben  den  Übergang  in  sk. 

89.  W.  frhr.  v.  d.  Osten-Sacken,  Zu  Hirts  erklärung  der 
idg.  es-stamme.  Idg.  forsch.  34,249 — 254.  —  nimmt  recht  späte 
entstehung  der  bildung  an. 

90.  J.  M.  Hoogvliet,  Die  sogenannten  'geschlechter'  im 
Indoeuropäischen  und  im  Latein  nach  wissenschaftlicher  methode 
besehrieben,  mit  einem  zusatze  zur  anwendung  auf  weitentfernte 
sprachen.  Haag,  Nijhoff.  1913.  61  s.  —  angez.  von  H.  Meltzer, 
BphW.   1914,1041;  abgelehnt  von  A.  Walde,    Wschr.   1914,662. 

91.  W.  Petersen,  Der  Ursprung  der  exozentrika.  Idg.  forsch. 
34,259 — 285.  —  sucht  die  erscheinung  von  der  namengebung  aus 
zu  erklären. 

92.  Raoul  de  la  Grasserie,  Du  verbe  comme  generateur 
des  autres  parties  du  discours  (du  phenomene  au  noumene)  notam- 
ment  dans  les  langues  indo-europeennes,  les  semitiques  et  les 
ouraloaltaiques.     Paris,  Jean  Maisonneuve  et  Pils.     310  s. 

93.  0.  Jespersen,  Tid  og  tempus,  fortsatte  logisk-gram- 
matiske  studier.  Oversigt  over  det  kgl.  danske  videnskabernes 
selkabs  forhandl.   1914,367—420. 

94.  P.  Di  eis.  Über  das  idg.  passivum.  Jahresbericht  d. 
sshles.  ges.  für  vaterl.  kultur;  orient.-sprachw.  Sektion,  sitzung 
Yom  2.  dez.  1913.     Breslau,    Aderholz.    1914.     8  s.     0,60  m.  — 


III.    A.  Allgemeine  Sprachwissenschaft.    S.  Vergl.  grammatik.        67 

vermutet,  daß  die  im  Indoiranischen  vorliegende  passivbildung  auf 
-ydte  schon  in  der  urzeit  vorhanden  war  und  z.  b.  im  Griechischen 
{pxitio,  Ttioooj,  arcof-ivooio,  uclloj,  d^eivcS)  fortlebt,  wo  das  aktivum 
aufkam,  um  unbequeme  präsensbildungen  (fünfte,  siebente  klasse) 
zu  ersetzen. 

95.  Ernst  Leumann,  Die  Vorgeschichte  der  präpositionen 
griech,  oiv  und  lat.  cum.  Festschrift  Hugo  Blümner  überreicht. 
Zürich  1914.  s.  296 — 302.  —  vermutet,  daß  otv  und  cum  mit 
den  im  neuendeckten  Nordarischen  begegnenden  zahlwort  ssa^  m 
'eins'  verwandt  seien,  wie  umgekehrt  aus  idg.  sem-  'eins',  aind. 
sain-,  av.  kam-  'zusammen',  deutsch  'samt'  u.  ä.  herkommen. 

96.  E.  Tappolet,  Die  Ursachen  des  wortreichtums  bei  den 
haustiernamen  der  französischen  Schweiz.  Archiv  131,81 — 119.  — 
die  methodisch  wichtige  Untersuchung  betont  den  einfluß  des  be- 
dürfnisses,  des  Interesses  und  des  affektes. 

97.  F.  Holthausen,  Wortmischungen.  GRMon.  6,117.  — 
erklärt  me.  hathel  als  mischung  aus  ae.  cedele  'edel'  und  hceled 
*held',  schott.  fhristle  'distal'  aus  e.  thistle  und  hristle  'börste',  lat. 
cädüceus  Umbildung  aus  v.aovvuov  durch  dücere,  mhd.  Monster  aus 
klösier  durch  münster,  me.  hugge  aus  ngge  'to  shudder'  und  to  hone 
*to  abhor'. 

98.  Jarl  Charpentier,  Zur  altindischen  etymologie.  5.  Ai. 
visäiia-.  Le  monde  oriental  6,128 — 131.  —  visäna-  heißt  'hörn, 
elephanten-  oder  eberzahn,  krebsschere,  spitze,  brustwarze,  schlacht- 
messer'.  also  soll  es  mit  ahd.  wisunt,  ae.  weosend,  griech.  ßioov 
zusammengehören,  nebenbei  wird  nhd.  geiceih,  mhd.  (hirz)gewlge 
behandelt,  das  nach  Kellquist,  Etymol.  bemerkungen,  Gäfle  1893, 
1  f.  auf  -ijiei-f  ui-  'zwei  zurückgeht,  zu  dem  auch  air.  visäna-  ge- 
hören soll,     ganz  problematisch. 

99.  E.  W.  Fay,  Wort-studies.  Idg.  forsch.  33,351— 367. — 
von  dem  gedanken  ausgehend,  daß  [-t)rey.eo-  'bond,  binding'  be- 
deute, was  durchaus  verfehlt  ist,  sieht  der  vf.  diesen  stamm  an 
zahlreichen  stellen,  wo  sich  keine  spur  von  ihm  findet,  so  iu  got. 
neh;  in  got  midjungards  soll  der  erste  teil  akk.  neutr.  (der  rich- 
tung?),  der  zweite  gen.  sein,  ich  halte  das  nicht  für  möglich, 
bevor  nicht  lautlehre  und  sj'ntax  für  die  neuere  Wissenschaft,  die 
der  vf.   einführen  will,  gründlich  reformiert  sind. 

100.  Fr.  Hommel,  Zum  namen  der  Plejaden.  Orient,  litztg. 
16,13  f.  —  erinnert  daran,  daß  er  die  Zusammenstellung  der  Ple- 
jaden mit  avestisch  paoiryaeinyas  und  persisch  parvin  schon  1904 
in  seinem  Grundriß  222A,]  gegeben  Labe,  nur  habe  er  IIlEiüÖEg 
als  eranisches  lehnwort,  nicht  als  urverwandt  angesehen.  —  vgl. 
auch  oben  nr.  76. 

5* 


<38     III-    -A-llg-  Sprachwissenschaft  u.  allg.  vergl.  literaturgeschichte. 

101.  T.  E.  Karsten,  Ein  europäischer  verwaudtschaftsname. 
NphMitt.  1911,160— ir>3.  —  fi.  avio  'ehe'  heiße  älter  'ehefrau' 
und  werde  gelegentlich  in  der  bedeutung  'mutter'  gebraucht;  es 
sei  zu  verbinden  mit  lat.  avia  'großmutter',  aia  'urmutter  erde', 
wozu  weiter  lat.  avus^  ava,  got.  aivö,  arm.  haw,  aisl.  afe,  lat.  avun- 
chIks,  altkorn.  ewitor,  air.  aue,  öa  gestellt  worden,  daneben  gebe 
es  verwandte  im  Mordvinischen  und  Tscheremissischen,  wo  die 
Wörter  aus  dem  Tschuwassischen  stammen,  demnach  sei  entlehnung 
der  finnischen  Wörter  aus  dem  Germanischen  unmöglich,  es  handle 
sich  vielmehr  um  ein  kinderlallwort.  —  eine  aumerkung  behandelt 
die   Seltenheit   von   metathesen   bei    der    entlehnung   ins  Finnische. 

102.  Rud.  Meringer,  Nachtrag  zum  '0/.i(fcc'A6g  (WS.  102, 
48  ff.).  WS.  6,144.  —  M.  weist  auf  gewisse  Übereinstimmungen 
in  den  ergebnissen  der  Untersuchungen  W^.  R.  Rösche rs  (Omphalos, 
K.  sächs.  ges.  d.  wiss.  29,9)  mit  seinen  eignen  forschungen  (vgl. 
Jsb.  1913,3,95)  hin  und  erwartet  für  strittige  punkte  von  der  Zu- 
kunft die  entscheidung.  auf  die  arbeit  Roschers  einzugehen,  ist 
hier  nicht  der  ort.     vgl.  nr.  104. 

103.  N.  van  Wijk,  Das  idg.  wort  für  'ameise'.  Idg.  forsch. 
33,367  —  376.  —  W.  geht  von  idg,  '^'inomro-,  *'meniro-,  *momri-, 
*memrl-  aus;  durch  dissimilation  —  er  beruft  sich  auf  Grammont, 
la  dissimilation  consonantique  s.  177  —  sei  hier  das  erste,  dort 
das  zweite  m  zu  v  geworden,  besonders  ausführlich  werden  die 
germanischen  Vertreter  des  wertes,  an.  maiirr,  dän.  myre,  krimgot. 
miera,  engl,  pisrdire,  mnl.  tniere,  nd.  nitre  behandelt. 

104.  Besprechungen  zu  3:  Brugmann-Delbrück,  Grundriß 
2,  3,  1  (Jsb.  1913,3,75):  A.  Walde,  ZföG.  65,984—987.  — 
H.  Güntert,  Wschr.  1914,452—456.  —  A.  Meillet,  Rev.  crit. 
1914,1,141—144.  —  Selbstanz.  Idg.  anz.  33,1.  +  E.  W.  Tay, 
Idg.  Verbalflexion  (Jsb.   1913,3,86):   A.  Walde,  Wschr.  1914,691. 

—  H.  Meltzer,  BphW.  1914,1269.  -f  E.  Gamillschegg,  Laut- 
substitution (Jsb.  1912,3,84):  M.  Roques,  Romania  43,150  f.  — 
L  Gauchat,  DLz.  1914,1008.  +  R.  Gauthiot,  La  fin  de  mot 
(Jsb.  1913,3,82):  A.  Walde,  Wschr.  1914,691  f.  —  G.  Millardet, 
Romania  1913,627  f.  —  A.  Cuny ,  Rev.  des  et.  anc.  1914,105  —  108. 

—  H.  Lommel,  Cbl.  1914,20  f.  vgl.  oben  nr.  86. -j- A.  Gercke  u.  E. 
Norden,  Altertumswissenschaft  (Jsb.  1913,3,104):  G.  Wissowa, 
NJ.  16(31),1— 19.  —J.S.Speyer,  Museum  21,42  f.  —  Ch.  H.  Ben- 
son,  H.  W.  Preskott,  C.  D.  Bück,  P.  Shorey,  G.  J.  Laing, 
F.  B.  Tarbell,  R.  J.  Bonner,  Class.  phil.  8,104—119.  —  E.  Ka- 
iinka, ZföG.  65,289—315.  —  Stemplinger,  BfGw.  49,51— 53. 

—  Fr.  Heußner,  Sokrates  657  f.  -f-  A.  Green,  Dative  of  agency 
(Jsb.  1913,3,90):  Selbstanz.  GRMon.  6,366.  +  A.  Meillet,  Intro- 
duction^'  (.Lsb.   1913,3,104):    C.  D.  Bück,   Class.  phil.  8,130  f.  — 


III.    A.  Allgemeine  Sprachwissenschaft.    4.  Idg.  altertumskunde.    69 

Lilian  Mary  Bagge,  The  class.  rev.  27,62.  +  R.  Me  ring  er, 
"O^upaloq  (Jsb.  1913,3,95):  Martin  P.  Nilsson  bei  gelegenheit 
fler  besprechnng  von  Roschers  Omphalos,  DLz.  1914,332 — 336. 
N.  lehnt  Meringers  deutung  des  Omphalos  als  der  nabelschnur 
ab.  vgl.  oben  nr.  102.  +  P.  Persson,  Beiträge  z.  idg.  Wort- 
forschung (Jsb.  1913,3,104):  M.  van  Blankenstein,  Museum  21, 
121  — 127. -f  H.  Schuchardt,  Nubisch  und  Baskisch  (Jsb.  1913, 
3,79):  J.  Jud,  Romania  1913,602  f.  -|-  WS.  5,2;  6,1:  A.  Meillet, 
Rev.  crit.  1914,63  —  66.  —  A.  Walde,  ZföG.  65,38—42  der  auch 
ausführlich  auf  Meringers  aufsatz  über  tf-KjiaXog  eingeht.  — 
R.  Findeis,    ebd.   1105  f.    —   M.  Häberlandt,    ZföVk.  15,213. 

4.    Idg.   altertumskunde. 

105.  von  Hagen,  Die  Indogermanen.  kulturbilder  aus  vor- 
jieschichtlicher  zeit.  =  Gymnasialbibliothek  56.  Gütersloh,  Bertels- 
mann. 60  s.  0,80  m.  —  nach  der  angäbe  des  vfs  nur  ein  les- 
barer auszug  aus  den  werken  von  Schrader,  Hirt,  Hoops, 
Much  und  Feist;  erwünscht,  weil  schon  die  schüler  zum  nach- 
denken anregend  und  die  oft  recht  rückständigen  geschichtslehr- 
bücher  berichtigend.  —  angez.  von  Franz  Härder,  Wschr.  1914,, 
1048—1052. 

106.  Karl  Felix  Wolff,  Die  Urheimat  der  Indogermanen. 
Mannus  6,309 — 321.  —  bespricht  Feists  Kultur  der  Idg.  (vgl. 
Jsb.  1913,3,105).  der  vf.  tritt  warm  für  die  europäische  und 
nördliche  Urheimat  ein  und  sucht  zu  diesem  zweck  Feists  Ver- 
mutungen über  die  indogermanisierung  der  Germanen  und  die 
lautverschiebung  zu  entkräften,  die  lautverschiebung  erklärt  er 
als  eine  erscheinung,  die  sich  in  Skandinavien  bei  der  indo- 
germanisierung  der  finnischen  blonden  kurzköpfe  durch  die  lang- 
schädlichen Germanen  ergab;  für  das  Tocharische  meint  er,  daß 
die  von  Feist  angedeuteten  sprachlichen  Schwierigkeiten  sich 
lösten,  wenn  man  seine  heimat  nach  Schlesien,  in  das  land  der 
von  Kossinna  behandelten  kultur  von  Aunetitz  verlege,  so  leicht 
sind  die  Schwierigkeiten  leider  auf  beiden  gebieten  nicht  zu  be- 
heben. 

107.  0.  Schrader,  Germanen  und  Indogermanen.  Kbl. 
Ges.Ver.  62,54 — 69,  abgedruckt  aus  den  Geisteswissenschaften 
1914,196 — 202.  —  in  diesem  äußerst  wichtigen,  auf  der  haupt- 
versammlung  des  Vereins  gehaltenen  vortrage  untersucht  S.  die 
fragen,  seit  wenn  man  von  Germanen  sprechen  könne,  wo  deren 
Vorgänger,  die  Prägermanen,  gewohnt  haben  und  ob  sie  dort  ein- 
heimisch oder  eingewandert  seien,  die  erste  frage  beantwortet  er 
mit  Müllenhoff  dahin,  daß  die  erste  lautverschiebung  das  datum 
sei,  welches  die  germanischen  sprachen   von   den   andern   schei-le, 


70       II-I-    Allg.  Sprachwissenschaft  u.  allg.  vergl.  literaturgeschichte. 

\ind  diese  glaubt  er  in  die  mitte  des  ersten  Jahrtausends  vor  Chr. 
setzen  zu  können;  die  Prägermanen  seien  an  den  nördlichen 
meeren  heimisch ;  bei  der  beantwortung  der  drilten  frage  glaubt 
er  wahrscheinlich  machen  zu  können,  daß  der  norden  Europas  ur- 
sprünglich von  einer  riesigen  rotblonden  nichtindogermanischen 
Urbevölkerung  bewohnt  war,  die  mutterrocht,  weibesherrschaft, 
vigesimalrechnung,  tätowierung  aufwies,  mit  dieser  haben  sich  die 
idg.  Germauen  oder  Prägermanen  vermischt;  die  Pi'ägermauen 
aber  seien  den  Kelten  und  Italikern  am  nächsten  verwandt,  und 
so  sei  deren  vordringen  von  den  Karpathen  und  der  mittleren  bis 
unteren  Donau  nach  norden  anzunehmen, 

108.  Sigmund  Peist,  Indogermauen  und  Germanen.  ein 
beitrag  zur  europäischen  urgeschichtsforschung.  Halle,  M.  Nie- 
me^^er.  76  s.  2  m.  —  bespricht  ausführlicher,  als  es  in  dem 
größeren  werk  (vgl.  nr.  124)  geschieht,  die  frage  des  Verhältnisses 
der  Germanen  zu  den  Idg.  und  ändert  die  dort  geäußerte  Vermutung, 
daß  die  Germanen  durch  Kelten  indogermanisiert  seien,  in  'der 
weise  ab,  daß  diese  Indogermanisierung  einem  nicht  weiter  nach- 
weisbaren stamme  der  europäischen  Urbevölkerung  zugewiesen 
wird,  der  vf.  hofft  auf  diese  weise  die  tatsachen  der  ersten  laut- 
verschiebung  erklären  zu  können,  obwohl  seine  darlegungen  sehr 
vorsichtig  gemacht  werden  und  sich  auf  die  geschickte  Verwendung 
eines  umfassenden  wissens  stützen,  sind  sie  doch  grade  in  diesem 
punkt  nicht  überzeugend,  vor  allem  ist  unsere  kenntnis  der  ge- 
setze  des  lautwandels  auch  noch  viel  zu  wenig  gefestigt,  als  daß 
sie  uns  nötigte,  zur  erklärung  der  lautverschiebang  eine  doppelte 
Übertragung  auf  stammfremde  Völker  anzunehmen. 

109.  Sigmund  Feist,  Indogermanen  und  Germanen,  ZfdU. 
28,161 — 177.  261 — 274.  —  unterrichtet  in  allgemeinverständlicher 
weise  über  die  entwickluug  der  idg.  altertumskunde  und  der  frage 
nach  der  Urheimat  und  legt  dann  seine  in  der  vorigen  nr.  be- 
sprochenen ansichten  dar. 

110.  0.  Schrader,  Die  herkunft  der  Germanen.  DLz.  1914, 
837 — 847.  —  berichtet  über  Peists  kultur  der  Idg.  (vgl.  Jsb. 
1913,3,105  und  unten  nr.  124)  sowie  über  den  aufsatz  Indogermanen 
und  Germanen  (nr.  108).  S.  stellt  in  kürze  die  hauptzüge  des  von 
Feist  gegebenen  bildes  zusammen,  vergleicht  sie  mit  der  von  ihm 
selbst  in  Sprachvergleichung  und  Urgeschichte  1907  entworfenen 
darstellung  und  geht  ausführlicher  auf  einige  abweichungen  ein. 
die  frage  der  Urheimat  führt  dann  zur  erörterung  der  von  Peist 
angenommenen  Indogermanisierung  der  Germanen,  hierbei  macht 
er  namentlicli  auf  die  Schwierigkeit  aufmerksam,  die  die  erklärung 
der  ersten  lautverschiebung  auch  in  der  neuen  fassung  bietet,  und 
tadelt  es,  daß  P.  den  namen  der  Prägermanen  zwar  von  Schrader 


III.    A.  Allgemeine  spracliwissenschaft.     4.  Idg.  altertumskunde.     71 

übernommen,  aber  in  ganz  anderem  sinne,  nämlich  als  bezeichnung 
des  nichtidg.  nördlichen  urvolks  angewendet  habe,  zum  schlug 
werden  mißverständnisse  aufgeklärt.  —  dazu  entgegnung  von  Feist 
und  antwort  von  Schrader  s.   1097 — 1099. 

111.  K.  Kramaf,  Die  Germanen  des  Tacitus  und  die 
Völkerwanderungen  in  der  Urgeschichte  der  alten  weit,  mit  einem 
nachtrag  von  U.  Kramar.     Budweis.     70  s.   1,20  m. 

112.  E.  Steffen,  Kritische  anmerkungen  zu  R.  Henning 
^Der  name  der  Germanen'.  (ZfdA.  44,210 — 230.)  Beilage  zum 
Mannus  6;   16  s. 

113.  Ed.  Heyck,  Der  volksname  'Germanen'  und  seine  ent- 
stehung.  Der  Türmer  16,2,485 — 488.  —  berichtet  über  den  Jsb. 
1913,3,136  verzeichneten  aufsatz  von  R.  Henning. 

114.  Richard  Baumgart,  Die  Südgermanen.  die  Bojer, 
Vindelizier,  Räter,  Noriker,  Taurisker  usw.  waren  nach  all  ihren 
landwirtschaftlichen  geraten  und  einrichtungen  keine  Kelten,  son- 
dern Urgermanen,  höchst  wahrscheinlich  das  stammvolk  aller  Ger- 
manen, mit  334  abbildungen  und  9  tafeln.  2  halbbände.  Heidel- 
berg, Winter.  40  m.  —  der  vf.  glaubt  die  frage  entscheiden  zu 
können,  indem  er  für  die  bayrischen  ochsenjoche,  eggen,  hufeisen 
und  hochäcker  große  altertümlichkeit  und  ununterbrochenen  ge- 
brauch seit  uralter  zeit  nachweist,  diese  methode  kann  das  im 
titel  angedeutete  ergebnis  überhaupt  nicht  erweisen,  außerdem 
arbeitet  er  vielfach  mit  ganz  phantastischen  zahlen,  die  große 
unbeholfenheit  in  der  anordniing  des  Stoffes,  die  fortwährenden, 
sich  scheinbar  oft  widersprechenden  Wiederholungen,  das  immer 
wiederkehrende  schimpfen  auf  die  deutschen  gelehrten  und  be- 
sonders die  Philologen  machen  außerdem  die  lektüre  zu  einer  ent- 
sagungsvollen aufgäbe,  aber  die  sehr  ausführlichen,  mit  reichlichen 
literaturangaben  versehenen  Untersuchungen  über  die  herkunft  und 
entwicklung  der  wichtigsten  deutschen  ackergeräte  und  des  wagen- 
baus,  sowie  die  forschungen  über  das  alter  der  hochäcker  im  zu- 
sammenhange mit  den  hufeisenfunden  verleihen  auch  diesem  selt- 
samen werke  des  greisen  gelehrten  einen  hohen  wert,  eine  fort- 
setzung  über  die  'Nordgermanen'  wird  angekündigt. 

115.  J.  H.  Moulton,  Notes  on  iranian  ethnography.  Essays 
and  studies  presented  to  W.  Ridgeway.  Cambridge,  University 
Press.  1913.  s.  249 — 260.  —  sucht  aus  den  geringen  Verschieden- 
heiten der  lautentwicklung  bei  Ariern  und  Iraniern  Schlüsse  auf 
ihre  ursprüngliche  geographische  nachbarschaft  mit  Italo-Kelten 
und  Germanen  zu  ziehen.  —  sehr  unwahrscheinlich. 

116.  Heinrich  Lud  er  s.  Über  die  literarischen  funde  von 
Ostturkistan.  Sitzungsber.  der  Berl.  akad.  der  wiss.  1914,85 — 105. 
—  allgemeine,  sehr  eingehende  Übersicht  über  den  außerordentlich 


72      III-    Allg.  Sprachwissenschaft  u.  allg.  vergl.  literaturgeschichte. 

bunten    Inhalt    der    bisher    gemachten    funde    und    die    daran    an- 
knüpfenden umfangreichen  forschungen. 

117.  S.  Feist,  Sprachliches  neuland.  bedeutung  der  in 
Zentralasien  neuentdeckten  indogermanischen  sprachen  für  die 
vergleichende    Sprachwissenschaft.      Frankfurter   ztg.    27.   7.   1913. 

118.  A.  Brückner,  Zur  geschichte  der  buchenbenennung. 
ZfvglSpr.  46,193 — 197.  —  es  gehe  durchaus  nicht  an,  aus  dem 
fehlen  eines  besonderen  slavischen  rotbuchennamens  irgend  etwas 
für  die  läge  der  Urheimat  (der  Slaven)  zu  folgern,  diese  sei 
nicht  in  den  Rokitnosümpfen,  sondern  nördlich  der  Karpathen  an- 
zusetzen. 

119.  F.  Knauer,  Zur  i?MSt-frage.  Idg.  forsch.  33,394— 407. 
—  sucht  seine  anschauungen  (vgl.  Jsb.  1912,3,139)  über  die 
germanische  herkunft  der  Waräger  und  die  russische  herkunft 
ihres  namens  Rust  gegen  angriffe  zu  verteidigen. 

120.  Jos.  Marquart,  Über  die  herkunft  und  den  namen 
der  Russen.  Baltische  monatsschrift  55(1 913), 264 — 277.  —  be- 
schäftigt sich  mit  dem  Jsb.  1912,3,139  verzeichneten  aufsatz  von 
Knauer,  dessen  irrtümer  er  eingehend  auf  grund  seiner  um- 
fassenden kenntnisse  der  ungemein  verwickelten  Verhältnisse  der 
altslavischen  Stammesgeschichte  nachweist.  M.  sieht  wie  früher 
in  den  Hros  schwedische  Wikinger,  deren  man  zuerst  555  bei 
dem  sogenannten  Zacharias  Rhetor  begegnet,  die  deutung  des 
namens  rwst  aus  ab.  ranha  lehnt  er  natürlich  ab.  leider  ist  der 
anregende  aufsatz,  der  die  schwierigen  vom  vf.  in  seinen  Ost- 
europäischen und  ostasiatischen  streifzügen  behandelten  fragen 
kurz  zusammenfaßt,  durch  zahlreiche  sinnstörende  druckfehler 
entstellt. 

121.  Karl  Bergmann,  Die  Sprachwissenschaft  im  dienste 
der  kulturgeschichte.     ZfdU.  1914,680—691. 

122.  Edmund  Schopen,  Die  familie  im  verfassungsieben 
der  idg.  centum-völker.  Bonn,  Fried.  Cohen.  63  s.  —  der  vf.^ 
der  seine  arbeit  der  gesellschaft  für  westdeutsche  familienkunde 
widmet,  kennt  die  Unsicherheit  der  hier  von  ihm  geräußerten  Ver- 
mutungen wohl  und  sucht  nicht,  sie  zu  verschleiern,  was  er  über 
den  Zusammenhang  der  familie  mit  der  staatsform  bei  Griechen, 
Römern,  Kelten  und  Germanen  ausführt,  zeigt  zwar,  daß  er  eine 
bedeutende  belesenheit  in  den  neueren  historischen  werken,  aber 
wenig  Vertrautheit  mit  den  eigentlichen  quellen  besitzt,  seinen 
ausführungen  zuzustimmen  bin  ich  selten  in  der  läge,  obwohl  ich 
sie  mit  interesse  gelesen  habe,  der  vf.  selbst  würde  über  viele 
einzelheiten,  namentlich  über  den  Zusammenhang  der  Kelten  und 
Germanen,  ganz  anders  denken,  wenn  er  mit  Zimmers  Forschungen 


III.   A.  Allgemeine  Sprachwissenschaft.    4.  Idg.  altertumskunde.     73 

über  die  reste  des  mutterrechts  bei  den  Kelten  (Zs.  der  Savigny- 
stiftung,  rom.  abt.  bd.  15,209  ff.)  vertraut  wäre;  vermißt  habe 
ich  jeden  hinweis  auf  den  widerstreit  von  königtum  und  priester- 
tum,  der  uns  aus  der  geschichte  des  indischen  volkes  genauer  be- 
kannt ist  und  die  erklärung  liefert  für  die  kämpfe  zwischen 
Agamemnon  und  Kalchas,  für  die  Stellung  der  Druiden  und  die 
ansprüche  des  papsttums;  auch  in  diesem  punkte  übrigens,  wie 
schon  Cäsar  gesehen  hat,  scheiden  sich  Germanen  und  Kelten 
gänzlich.  —  die  auffassung  des  vis  ist  sehr  stark  durch  die  an- 
sieht beeinflußt,  daß  die  Idg.  aus  Asien  eingewandert  seien,  auch 
darin  liegt  eine  quelle  von  irrtümern;  wir  kennen  die  heimat  der 
Idg.  noch  nicht  sicher,  und  Feists  ansieht  ist  nur  eine  hypothese 
wie  andere  und  gewiß  nicht  glaubhafter. 

123.  Paul  Koch,  Die  arischen  grundlagen  der  bibel.  die 
Übereinstimmung  der  biblischen  sagen  mit  der  mythologie  der 
Indogermanen.  Berlin,  Hellmuth  Johnke.  189  s.  2,50  m.  — 
die  Schrift  verfolgt  'das  ziel,  das  alte  testament  als  ein  mytho- 
logisches buch  nachzuweisen,  dessen  inhalt  mit  der  mythologie 
der  Indogermanen  fast  vollständig  übereinstimmt',  der  vf.  beruft 
sich  dabei  neben  einer  auswahl  aus  'gesicherten  forschungen'  auf 
eigene  Untersuchungen.  dafür  ein  beispiel:  s.  59  werden  die 
Midianiter  mit  den  Chatti-Mitani  in  Verbindung  gebracht,  woher 
Mitapotamien  benannt  sei,  das  die  Griechen  in  Mesopotamien  um- 
wandelten, die  Chatti  dürften  sich  als  germanische  Chatten  nach- 
weisen lassen,  nach  einer  beigegebenen  mitteilung  des  verlags 
will  der  vf.  damit  eine  waffe  für  den  jetzt  entbrannten  kämpf  um 
kirche  und  dogma  schmieden,  also  ein  bewußter  mißbrauch  des 
Scheines  der  Wissenschaft, 

124.  Besprechungen  zu  4:  Sigmund  Peist,  Kultur  der  Idg. 
(Jsb.  1913,3,105):  N.  van  Wijk,  Museum  21,241  —  246.  — 
A.  Walde,  ZföG.  65,604— 699.  —  E.  Fraenkel,  Zbl.  1914,144. 
—  J.  Mansion,  Le  museon  15,90 — 96.  —  H.  Meltzer,  Sokrates 
1914,419—427.  —  Leonard  Bloomfield,  JEGPh.  13,472  f.  — 
Martin  P.  Nilsson,  GgA.  1914,590—604.  —  Grupp,  Jahrb.  d. 
Görresges.  1914,227.  —  H.  Leßmann,  Mitra,  Zf vgl. Mythenforsch. 
1,146—157.  —  von  Lichtenberg,  Peterm.  mitt.  1914,1,291.  — 
T.  Friedemann,  Verg.  u.  gegenw.  1914,106.  —  J.  Kohler, 
Zfvgl.Rechtsw.  31,480.  —  A.  Thumb,  Frankf.  ztg.  1914,5.  4.  — 
H.  Kjser,  NTfFil.  4,3,66  f.  +  Gustav  Kossinna,  Herkunft  der 
Germanen  (Jsb.  1913,3,117):  R.  Trautmann,  Litbl.  1914,49 f.  + 
O.  Schrader,  Die  Idg.  (Jsb.  1913,3,117):  H.  Kjaer,  NTfFil.  4, 
3,66—71.  —  E.  Intekofer,  Päd.  arch.  1914,382.  +  0.  Schra- 
der, Viktor  Hehn  und  die  Sprachwissenschaft  (Jsb.  1912,3,140): 
G.  A.  Hückel,  Ann.  de  geogr.   1914,22  f. 


74      ill-  Allg.  Sprachwissenschaft  u.  allg.  vergl.  literaturgeschichte. 

5.    Urgermanisch  und  gemeingermanisch. 

125.  J.  Franck,  Germanisch  b,  d,  g.  ZfdA.  54,1—23.  — 
F.  verlaugt,  das  man  streng  unterscheide  zwischen  der  tatsache,  daß 
in  his^torischer  zeit  in  dem  weitaus  überwiegenden  teil  der  altgerm. 
sprachen  im  in-  und  auslaut  Spirans  herrscht,  und  der  annähme, 
daß  das  gleiche  Verhältnis  gemeingerm.  sei.  während  man  allge- 
mein eine  ver.schiebung  germ.  Spiranten  zu  medien  annahm,  sucht 
er  umgekehrt  eine  anzahl  von  erscheinungen,  besonders  des  Wgm., 
aus  dem  Vorhandensein  von  medien  zu  erklären,  er  weist  am 
Schluß  darauf  hin,  daß  der  Übergang  von  media  zu  Spirans  auch 
griecliisch,  romanisch  und  namentlich  auch  irisch  sei;  an  der  Über- 
einstimmung der  irischen  Orthographie  mit  der  altgermanischen  in 
hinsieht  der  Unterscheidung  von  spirantischer  und  e.xplosiver  aus- 
spräche behauptet  er  nicht  achtlos  vorübergangen  zu  sein,  ver- 
möge aber  einen  Zusammenhang  nicht  zu  entdecken. 

126.  Jakob  Sverdrup,  Om  aksentveksel  i  urgermansk. 
Festskrift  til  professor  Alf  Torp.  Kristiania,  H.  Aschehoug  &  co. 
1913.  s.  104 — 114.  —  gellt  von  Hirts  ansieht  aus,  daß  o-  und 
ä-stämme  im  Idg.  starren  akzent  hatten  und  daß  demnach  fälle, 
die  zu  der  annähme:  nomina  actionis  haben  stammbetonung,  nomina 
agentis  und  adjektiva  sind  stammbetont,  nicht  stimmen,  durch 
analogiewirknngen  zu  erklären  sind,  die  starke  anzahl  der  fälle, 
die  im  Germanischen  widersprechen,  führt  zu  der  Vermutung,  daß 
in  diesem  sprachzweig,  vielleicht  unter  dem  einfluß  der  i-  und 
M-stämme,  tonwechsel  eintrat;  besonders  die  sich  berührenden  er- 
scheinungen bei  germ.  und  slavischen  neutra  auf  -o  legen  diese 
Vermutung  nahe. 

127.  E.  Prokosch,  Die  Stabilität  des  germanischen  konso- 
nantensystems.  Idg.  forsch.  33,377  —  394.  —  der  vf.  beginnt  die 
Jsb.  1913,3,37  angekündigten  Untersuchungen  über  allgemein  phone- 
tische tendenzen,  zunächst  der  germanischen  sprachen,  zu  ver- 
öffentlichen. 

128.  Iv.  Brugmann,  Zur  nominalen  Stammbildung  der  ger- 
manischen sprachen.  Idg.  forsch.  33,300 — 313.  —  unter  1.  got. 
fairra,  ahd.  ferro  'fern'  und  verwandtes  werden  fälle  zusammen- 
gestellt, in  den  durch  silbendissimilation  ein  vokal  zwischen  gleichen 
lauten  ausgefallen  ist.  so  bei  got.  fairra^  bei  qairrus,  das  mit  lat. 
gravis  im  stamm,  mit  yeguQog  in  der  bildung  verglichen  wird,  bei 
and-siaürran,  ahd.  storren,  das  zu  lat.  sterüis,  OTsqeog  gestellt  wird, 
bei  nhd.  starr  wird  die  möglichkeit  gleichartiger  entstehung  er- 
wogen, got.  inna^  ahd.  as.  inna^  inne  werden  entsprechend  auf 
die  in  i'vL  erhaltene  vollere  form  der  präpof^ition  in  zurückgeführt. 
2.  gotisch    hulundi    'höhle'    und   gleichartige  n^bildungen   bespricht 


III.  A.  AUg.  Sprachwissenschaft,    h.  Urgörmanisch  u.  gemeingerm.     75 

."lie  ursprüngliche  stammgestalt  von  got.  hulundi,  nehvundja,  aisl. 
vitund  'kenntnis',  tcgund  'art',  ahd.  leidunt  'anklage',  ags.  peofend 
Diebstahl',  denen  Burgund  angereiht  wird,  etwas  abweichend  sind 
ahd.  tugund  und  jugund  gebildet,  von  denen  tiigund  zu  den  be- 
handelten ntc-ätikmmen.  gestellt,  jugiind  aber  auf  urgerm.  *iuuünpiz 
zurückgeführt  wird.  3.  got.  /on,  funins,  preuß.  panno,  ahd.  fuir, 
fiur  'feuer'  erläutert  die  ganze  äußerst  schwierige  Wortsippe;  be- 
merkt sei,  daß  B.  das  zweisilbige  ahd.  ftiir  von  der  jüngeren  neben- 
form  fiur  verschieden  erklärt. 

129.  Elias  Wessen,  Zur  geschichte  der  germanischen  ??-dekli- 
nation.  diss.  Uppsala.  192  s.  —  die  sorgfältig  gearbeitete  Unter- 
suchung will  die  entstehung  der  n-stämme  mit  abstrakter  und 
resultativer  bedeutung,  die  von  starken  verben  abgeleitet  sind,  er- 
forschen, vf.  gibt  zuerst  s.  1 — 14  eine  übersieht  über  die  ver- 
schiedenen arten  der  n-stämme  und  ihre  Verwendung,  sodann 
s.  85 — 126  eine  Sammlung  der  besonderen  bildungen,  auf  deren 
eridärung  es  ihm  ankommt,  endlich  s.  127 — 170  eine  Vermutung 
über  ihre  entstehung,  die  an  die  Untersuchungen  von  Bengt  Hessel- 
mann  (Jsb.  1913,8,122)  anknüpft,  er  leitet  sie  nämlich  aus  den 
Stämmen  auf  -eno-,  -ono-  ab,  die  zur  bildung  von  infinitiven  und 
Partizipien  dienen,  und  sucht  den  Verlust  des  stammauslautenden 
-0-  mit  den  entstehenden  quantitätsverhältnissen  zu  rechtfertigen. 
—  ein  anhang  bespricht  got.  wiko  und  das  aufkommen  der  'woche' 
bei  den  deutschen  stammen. 

130.  G.  0.  Curme,  The  development  of  modern  group  stress 
in  German  in  English.  JEGPh.  13,493—498.  —  zeigt,  daß  im 
Altgermanischen  der  akzent  der  Zusammensetzungen,  zusammeu- 
rückungen  und  begriffbildenden  wortgruppen  auf  der  ersten  silbe 
lag,  während  das  heutige  Deutsche  und  Englische  ihn  auf  das 
letzte  glied  legen,  dabei  verkennt  er  nicht,  daß  die  ältere  art 
der  bildung  von  Zusammensetzungen  im  Deutschen  noch  lebendig 
ist,  während  sie  im  Englischen  sich  auf  besondere  fälle  beschränkt. 
in  dieser  Verschiebung  der  betonung  sieht  er  the  chief  force  at 
work  in  the  dissolution  of  old  groups.  weiteres  enthält  der  ar- 
tikel  The  Gerund  in  Old  English  in  der  Anglia  38,491—498.  vgl. 
auch  nr.   133. 

131.  Herm.  Collitz,  Bemerkungen  zum  schwachen  Präte- 
ritum. Idg.  forsch.  34,209 — 222.  —  setzt  sich  mit  Loewes  auf- 
satz  ZfvglÖpr.  und  W.  Schulz  es  zusatz  auseinander,  vgl.  Jsb. 
1913,3,126. 

132.  A.  Beer,  Schleichers  aufsatz  'Das  futurum  im  Deut- 
schen und  Slavischen'.     cMF.  3,4/5. 

133.  George  0.  Curme,  The  development  of  verbal  Com- 
pounds in  Germanic.     Beitr.   39,320 — 361.    —   behandelt   die    ge- 


76      III.    Allg.  Sprachwissenschaft  u.  allg.  vergl.  Literaturgeschichte. 

schichte  der  Zusammensetzung  des  verbums  mit  adverbialen  und 
präpositionalen  elementen  unter  dem  gesichtspunkte,  daß  eine  Ver- 
änderung der  Wortstellung  im  laufe  der  zeit  eintrat,  durch  die  das 
schwachbetonte,  mit  dem  verbum  in  alter  zeit  engverbundene 
adverbialpräfix  allmählich  losgelöst  und  mit  starkem  ton  hinter 
das  verb  gestellt  wurde,  deutsche  Substantive  wie  'kehraus,  tauge- 
nichts'  weichen  ab;  englisch  liegt  älteres  oütlobk  neben  jüngrem 
löok-oi(t  in  zahlreichen  fällen,  ausführlich  werden  die  betonungs- 
verhältnisse  bei  den  zusammengesetzten  zeiten  im  Englischen  und 
Deutschen  behandelt,  die  im  Englischen  viel  früher  abgeschlossen  ge- 
wesen sein  müssen  als  im  Deutschen ;  dabei  werden  feine  und  wichtige 
bemerkungen  über  die  ursprüngliche  Stellung  des  verbums  am  ende 
des  nebensatzes  im  Altgermanischen  gemacht.  —  manches  künst- 
liche enthält  der  zweite  teil,  der  die  verbalen  komposita  und 
Präpositionen  von  den  adverbialen  Zusammensetzungen  zu  unter- 
scheiden und  je  nach  dem  grade  der  Verschmelzung  in  fünf  kate- 
gorien  zu  sondern  versucht,  eine  bedenkliche  semasiologische  ent- 
gleisung  läuft  s.  335  mit  unter,  wo  aus  he  ate  the  apple  up,  'die 
Zeitschrift  ist  eingegangen',  gefolgert  wird,  up  und  ein  hätten  trotz 
des  hochtons  ihre  bedeutung  verloren,  denn  up  bedeute  doum  und 
ein  'aus'. 

134.  W.  Klipstein,  Vergleichende  syntax  des  Deutschon,. 
Französischen  und  Englischen.  —  angez.  von  E.  Richter,  Bull. 
de  dial.  rom.  6,46.  —  das  anspruchslose  heftchen,  das  für  die 
praktische  Spracherlernung  bestimmt  ist,  geht  auf  geschichtliche 
erklärung  nicht  ein  und  erstrebt  keine  Vollständigkeit,  es  kann 
recht  nützlich  wirken,  wenn  es  seinen  zweck  erfüllt,  zum  nach- 
denken über  die  behandelten  erscheinungen  anzuregen,  leider  ist 
die  aufmerksamkeit  des  vfs  ungleich  verteilt,  so  ist  z.  b.  die  lehre 
vom  tempus  recht  stiefmütterlich  behandelt;  von  der  erscheinnng 
der  deutschen  aktionsarten  und  ihrer  Wirkung  auf  die  syntax  hat 
der  vf.  offenbar  keine  deutliche  Vorstellung,  und  doch  wäre  hier 
grade  ein  dankbares  gebiet  für  seine  tätigkeit  gewesen. 

135.  A.  Green,  The  analytic  agent  in  Germanic.  JEGPliil. 
13,514 — 552.  —  verfolgt  in  Zusammenhang  mit  den  ausführungen 
über  den  dativus  auctoris  in  seiner  dissertation  (Jsb.  1913, ii, 90) 
die  Umschreibung  des  gleichen  Verhältnisses  durch  präpositionen 
der  ruhe  (*&i,  *at,  *in)  und  in  der  bewegung  (1  *fratn,  *af,  *fona, 
*uz,  2  ^midi,  *wip,  3  *pitrh,  Ho),  im  Got.,  Ahd.,  Ags.  und  An, 
dabei  rühmt  er  wiederholt  die  Überlegenheit  der  analytischen 
Sprachmittel:  'call  Analj'sis  an  'economy  of  expression'  or  a  'law 
of  specialization',  it  is  simply  a  species  of  linguistic  struggle  for 
existence,  a  naturel  tendency  to  secure  greater  ease  and  precision 
in  discourse  and  document.' 


III.  A.  Allg.  Sprachwissenschaft.   5.  Urgermanisch  u.  gemeingerra.     77 

136.  H.  Tschinke  1,  Der  bedeutungswandel  im  Deutschen. 
Wien,  Manz.  IV,60  s.  Im.  —  ohne  wissenschaftliche  ansprüche. 
der  einfluß  der  fremdwörter  fehlt  ganz  (bedeutungslehnwörter); 
unter  unlogischem  wortgebrauch  wird  manches  zusammengestellt, 
•woraus  sich  ergibt,  daß  der  vf.  über  den  Zusammenhang  von  logik 
und  spräche  unrichtige  Vorstellungen  hat. 

137.  Hugo  Schuchardt,  Deutsche  schmerzen.  An  Th.  Gärt- 
ner zum  70.  geburtstrg.  20  s.  4''.  (Styria  in  Graz.)  —  bei  ge- 
legenheit  eines  festgrußes  äußert  S.  seine  persönlichen,  vielfach 
wunderlichen  ansichten  über  das  Verhältnis  von  muttersprache  und 
spräche,  über  die  bekämpfung  der  fremdwörter,  über  Schreibung, 
Zeichensetzung,  druck-  und  Schreibschrift,  über  die  gegensätze  von 
Nord-  und  Süddeutschland.  hoffentlich  gewinnen  seine  eigen- 
brötlerischen anschauungen  keinen  tieferen  einfluß  auf  den  Sprach- 
verein, an  den  sie  sich  wenden. 

138.  Fr.  Kluge,  Etymologisches  Wörterbuch  der  deutschen 
spräche.  8.  verbesserte  und  vermehrte  aufläge,  lief.  1 — 3.  Straß- 
burg, Trübner,  je  160  s.,  2,90  m. 

139.  Emil  Henri ci,  Barbarolexis.  1.  heft:  Sprachmischung 
in  älterer  dichtung  Deutschlands.  2.  heft:  Sprachmischung  in 
älteren  schi'iften  Deutschlands.  Berlin,  J.  Klönne.  1914.  1.  h. 
120  s.,  2.  h.  167  s.  —  vgl.  Jsb.  1913,7,31.  selbstanzeige  1.  GRMon. 
5,118,  2.  ebd.  6,428.  —  R.  Bürger,  Braunschw.  mag.   19,96. 

140.  Fritz  Bechtel,  Deutsche  nameu  einiger  teile  des  mensch- 
lichen körpers.  Akad.  rede.  Halle,  Waisenhaus.  15  s.  2®.  — 
behandelt  die  entstehung  der  bedeutungen  von  liopf,  (gesicht), 
Schädel,  stirne,  scheitel,  schlaf  und  schlafe,  mund  {=  lat.  mentum), 
rümpf,  hals,  brüst,  rücken,  wirhel,  rippe,  arm,  achsel,  Schulter,  hand, 
p'nger  (hng,  eile),  fernst,  hein,  (schenkel),  diechbein,  Schienbein,  wade, 
fvß,  reihen,  rist,  zehe,  hirn,  hinge,  magen. 

141.  H.  M.  Chadwick,  Some  german  river-names.  Essays 
and  studies  presented  to  W.  ßidgeway.  Cambridge,  University 
Press.  1913.  s.  315—322.  —  erwähnt,  daß  Müllenhoff  bei  Weser 
und  Wipper  germanischen  Ursprung  annahm,  obwohl  ihm  selbst 
das  erscheinen  der  gleichen  namen  auf  keltischen  oder  des  keltis- 
mus  verdächtigem  boden  bekannt  war.  nun  scheint  aber  Wiur 
(8.  jahrh.)  als  name  eines  flusses  bei  Durham  und  Weaver  in 
Cheshire  oder  Waver  in  Cumberland  die  beiden  namen  auf  alt- 
britannischem boden  in  einer  lautform  zu  belegen,  die  den  ver- 
dacht germanischer  einschleppung  ausschließt,  damit  wäre  der 
keltische  Ursprung  bewiesen,  was  E.  C.  Quiggin  in  einer  note 
bestätigt. 


7Ö      III.  Allg    Sprachwissenschaft  u.  allg.  vergl.  literaturgeschichte. 

142.  Friedrich  E.  Ettlinger,  Zu  beschummeln,  heschupptiv 
(Beitr.  38,334),  Beitr,  39,570  f.  —  schupp  'betrug'  stammt  aus 
dem  Rotwelschen,  läßt  sich  aber  auf  seine  quelle  nicht  weiter  ver- 
folgen; 'desquamare'  als  bedeutung  wird  abgewiesen,  hebräischer 
ursprang  ist  nicht  zu  erweisen.  heschiimmeln  hängt  schwerlich 
damit  zusammen. 

143.  J.  Löwenthal,  Drei  götternamen.  Arkiv  31,153  f.  — 
behandelt  1.  aschw.  Ingvi,  Yngvi: eyxog,  ablautend  der  name  der 
Angeln:  *2.  ahd.  Phol,  ae.  Pol,  zu  ai.  bala  'weiß';  3.  an.  Loki  :ga.\\. 
Xoi'/OQ '  TLcgaS.     alle  drei  wenig  überzeugend. 

144.  J.  Mansion,  Oudgermanisch  miscellanea.  Leuv.  bij- 
dragen  11,247 — 266.  —  behandelt  1.  &hd.  stuorren.  2.  ahd.  spunni, 
3.  ahd.  Tifan  intwegen,  4.  ahd.  midanl,  5.  Hildebrandslied  64  scarpen 
scurim,  6.  Notker  Ps.  3.  6  släf  räunota  mir  därdna,  7.  got.  Apa- 
reis en  Hröpispius,    8.  Eenige  Gotische  namen,  9.  ndl.  opdat  hij  zou. 

145.  R.  Much,  Vagdavercustis.  ZfdA.  55,284—296.  — 
knüpft  an  Kluges  Vermutung  an,  der  vercust- mit  a,s.  gumkust  'tugend^ 
zusammenstellte,  und  deutet  vagda  als  eine  <^/i-bildung  zu  wz.  vegh- 
'bewegen'.  irisch  bedeute  das  davon  abgeleitete  fecht  'kriegszug", 
so  sei  in  der  Vagdavercustis  eine  göttin  kriegerischer  tugend  zu 
sehen,  obwohl  die  einzelheiten  sorgfältig  erwogen  werden,  bleibt 
doch  namentlich  die  deutung  von  vagda-  noch  recht  zweifelhaft, 
grade  die  von  Much  erwogenen  keltischen  vergleiche  legen  bei 
der  läge  des  fundortes  an  der  grenze  auch  die  möglichkeit  kelti- 
scher herkunft  nahe. 

14G.  Herbert  Petersson,  Einige  tiernamen  aus  alten  farben- 
bezeichrungen.  Beitr.  40,81 — 111.  —  behandelt  im  zusammen- 
hange mit  einer  großen  zahl  anderer  tiernamen:  1.  schwed.  sarf 
'rotauge'  (hierbei  wird  der  häufige  Zusammenhang  von  fisch-  und 
farbennamen  erörtert),  2.  awnord.  arfr  'ochs',  3.  nhd.  reh,  4.  nhd. 
hering,  5.  awnord.  hafr  'Ziegenbock',  6.  brind  'elentier',  7.  ahd. 
alant.  die  möglichkeit  der  umgekehrten  bedeutungsentwicklung 
ist  sonderbarer  weise  nirgend  in  erwägung  gezogen. 

147.  Herbert  Petersson,  Ahd.  i/iwesZ>en.  Beitr,39,563 — 565. 
■ —  verteidigt  seine  vergleichung  mit  lat.  tesqua,  ai.  tucchas  gegen 
F.  Kluge,  stützt  sie  durch  beruf ung  auf  F.  A.  Wood  und  be- 
handelt erneut  die  frage,  wieweit  oder  unter  welchen  bedingungen 
labiovelar  im  Germanischen  zum  labial  werde. 

148.  J.  Pokorny,  Herkunft  und  etymologie  des  Wortes 
eisen.  ZfvglSpr.  4o,292 — 294.  —  Hsarnon,  die  grundform  von 
got.  eisarn,  ahd.  as.  isarn  wird  als  keltisch  angesehen  und  mit 
lat.  aes,  ai.  ayas  zusammengestellt,  da  jedoch  ai  kelt.  nicht  zu  % 
wird,  schlägt  P.  vor,    das  wort   als  illyrisch    anzusehen,    zumal   ja 


III.  A.  Allg.  Sprachwissenschaft.    5.  Urgermanisch  u.  gemeingerm.      79 

die  Hallstattknltur,  die  erste  eisenzeit  Europas,  illyrisch  sei.  auch 
Isarkos,  Eisack  sei  illyrisch  und  zeige  den  stamm  *lsar-. 

149.  Bernhard   Schmidt,   Ganz.     Idg.   forsch.  33,313—332. 

—  nach  einer  sorgfältigen  Übersicht  über  frühere  deutungsversuche 
nimmt  der  vf.  den  von  Benfey  wieder  auf,  der  das  deutsche  wort 
mit  griech.  %avd6v  gleichstellt,  die  formellen  und  semasiologischen 
Schwierigkeiten  werden  eingehend  erörtert;  der  vf.  verbindet  das 
wort  auch  mit  engl,  gaunt,  dessen  bedeutungsgeschichte  er  vor- 
führt und  für  das  er  als  ältere  bedeutungen  'gierig,  hungrig'  und 
'gesund'  erschließt,  zu  dem  in  xuOKio,  yaivio  erhaltenen  stamme 
*Xccv-  stellt  er  mit  andern  auch  den  idg.  namen  der  gans,  er- 
läutert den  nordischen  der  ringelgans,  aisl.  gagl,  der  ähnliche  be- 
deutungsverwandtschaft  aufweist,  ferner  ags.  ganot,  ahd.  ganaggo, 
ganzo  'ganter,  gänserich',  an  das  weiter  an.  ganta  'schäkern',  ganti 
'scurra'  angeknüpft  wird,  der  Schluß,  das  durch  diese  etymologie 
die  adverbia  auf  *-dom  als  idg.  erwiesen  werden,  geht  wohl 
zu  weit. 

150.  Hans  Sperber,  Beiträge  zur  germanischen  wortkunde. 
WS.  6,14 — 57.  —  behandelt  nach  einleitenden  bemerkungen  über 
die  grundsätze  etymologischer  forschung  die  Wortsippe  von  haken, 
zeile,  driesch  'brachland'  (zu  an.  priöta  'aufhören,  untauglich  werden'), 
nhd.  feigen,  folgen  'zum  zweiten  male  pflügen'  (gegen  J.  Hoops, 
vgl.  Jsb.  1911,3,129,  ein  verbum  *felgan  'sich  wenden',  ist  nicht 
erweislich,  S.  geht  überall  von  ahd.  felahan  'verbergen'  aus),  dünger, 
got.  qistjan  'verderben',  kästen,  pfeife  (aus  mlat.  patena,  frz.  panve), 
ahd.  sweiger  'viehherde,  stall',  d.  machen  (dabei  wird  got.  mekeis 
'schwort'  berührt),  d.  schwert,  an.  dalr  'bogen'  und  verwandtes, 
d.  bord,  savoyisch  arpion  'angelsucher'  (zu  germ.  harpa),  d.  eishein, 
schwed.  kull,  got.  kalkinassus  'hurerei'  (zu  lat.  calcare  'treten'  vom 
federvieh),  d.  lust,  d.  keusch  (entlehnt  aus  conscius).  —  s.  57  f. 
fügt  E..  Meringer  einige  grundsätzliche  bemerkungen   hinzu. 

151.  F.   A.  Wood,    Etymological    notes.     MLN.  29,69—72. 

—  behandelt  in  seiner  bekannten  weise  1.  ae.  hän,  an.  ahd.  hein: 
Idit.  per-fines  'perfringas',  a.hg.biti  'schlagen'.  2.  mnd.  hiink  'knochen', 
ne.  bunch  'protuberance,  hunch,  nob,  lump' :  an.  bakke  'anhöhe', 
ahd.  bank  'vielleicht  as.  bak,  ahd.  bahho  'schinken'.  dazu  synonym 
*bhengh-  in  ne.  bung  Ttayig.  3.  norw.  dial.  huna  'knochenröhre, 
Wadenbein' :  nisl.  bu7ia  'jet,  shoot'.  4.  ne.  bum  'buttocks' :  isl.  bumba 
'drum,  bulge'.  5.  got.  usbaugjan  :  steirisch  bocht  'unrat'.  6.  norw. 
buna  'poltern,  antreiben'  :  russ.  dial.  bünif  'hallen,  dröhnen'.  7.  ae. 
dri/ge,  ahd.  truckan,  trockan:\elt.  (ZrMg^^ 'zusammensinken,  mindern'. 
8.  norw.  dial.  dragen  'damp',  nisl.  drungi  'gloominess' :  lit.  dregnas, 
feucht,  drangüs  'lauwarm'.  9.  ae.  gefra^ppegian  'accuse,  reverence' : 
^Qertco  (be  prominent)   'appear,   be  fitting',   violleicht    auch    zu  lat^ 


80      III.    AUg.  Sprachwissenschaft  u.  allg.  vergl.  literaturgeschichte. 

prope.  10.  got.  frops,  frapjan,  lothr.  freddn,  gefruoddn  'betasten, 
empfinden' ;  '^peret-  in  lat.  pressi,  prelum,  mhd.  vrat  'zerbröckelnd', 
vrete,  vrate  'wunde  stelle'.  11.  nl.  golzen  'gulp,  swallow'  von  mnl. 
gole  'an  open  mouth  or  throat',  mhd.  giel  'maul,  rächen'.  12.  ae. 
gelöster,  geolster  'poisonus  secretion'  :  mnl.  gelsterachtig  'fettig, 
stinkend'.  13.  an.  heile  'brain' :  lat.  cilo  'jemand  mit  schmalem  köpf 
und  vortretender  stirne',  aind.  gilä  'stein,  fels'.  14.  hamm  'inner 
part  ov  nee,  ham' :  hämo  'angelhaken',  x^^f-^og  -  yKXTXfA.v'kog.  15.  nd. 
hunke  'abgenagter  knochen',  ne.  hunk  'a  large  lump',  hunch  'hump, 
protuberance',  vielleicht  zu  16.  mnd.  hone,  nl.  hoek  'ecke,  winkel', 
ahd.  hinken,  aind.  khdnjati.  17.  ae.  gelöma  'tool,  Utensil' :  norw. 
löm  'flat  ov  the  band'.  18.  mhd.  luoder  'lockspeise'  nicht  zu  laden, 
sondern  zu  russ.  Idha  'flick,  läppen'.  19.  ae.  rage  'spine' :  mhd. 
raehe  'steif,  starr',  rahe  'stange,  raa',  mhd.  regen  'sich  erheben', 
^'req^  'stretch  out',  'arrange',  aind.  racdyati  'ordnet,  bildet',  got. 
rahnjan.  20.  got.  razn,  an.  rann  'haus' :  ae.  rcBsn  'plank;  ceiling'. 
21.  siponeis :  Sie.  septe  'taught'.  22.  germ.  *widu  'tree,  wood'  =  ir. 
fid  'bäum'  sollen  mit  aind.  vidhüh  'vereinsamt',  lit.  vidüs  'mitte, 
inneres'  durch  aind.  vi  'auseinander',  vayä  'zweig'  verbunden 
werden.  23.  got.  wairila  'lippe',  ae.  weler  'lip' :  ae.  tvearr  'callo- 
sit)'',  wart',  lat.  Verruca,  aind.  varsman-^höhe' ,  lat.  varus  'blotch, 
pimple'.  24.  ne.  wear  1. ;  ae.  werian,  got.  wasj'an,  2.  ae.  -weosan,  for- 
weren  'decayd',  25.  an.  vesall  'wretched,  poor',  mhd.  ^vesel  'schwach', 
152.  Francis  A.  Wood,  Germanic  etymologies.  JEGPhil. 
13,499 — 507.  —  behandelt  1.  ae.  acan  'ake',  mnd.  eken,  ecken 
'eitern'  bedeuten  ursprünglich  'schwellen',  zu  g.  akran  'frucht', 
ae.  cecern  'acorn'  usw.  2.  ae.  äk,  ahd.  eih  'eiche'  bezeichnet  ur- 
sprünglich die  eichel,  auch  *aig-  oder  *9ig-  bedeutet  daher  ur- 
s|)rünglich  'schwellen',  was  auf  ai.  ejati  'rührt  sich,  bewegt  sich' 
zurückgehen  könne.  3.  an.  eigin  'eben  hervorgesprossener  saat- 
kern:  atxAot '  al  yioviai  rov  ßaXovg,  ccixf^iil  oder:  apreuß.  ayculo 
'nadel'  oder:  ksl.  igla  'nadel'.  4.  ae.  äte  'oat',  m.  eitell  'drüse, 
knorren  am  bäum',  ahd.  eitar  'gift' :  oiöog,  lat.  aemidus.  5.  g.  aiz 
'erz',  ahd.  er  'erz,  eisen',  lat.  aes,  ai.  ayah.  6.  ae.  is  'ice',  ahd. 
i.s' :  ksl.  isto  'testiculus',  abg.  istesa  'nieren'.  7.  oe.  äd  'heap;  fire, 
flame',  ahd.  eit  'glut',  al'^w,  lat.  aestus :  an.  id  'restless  motion', 
ai.  edhate  'wächst,  gedeiht'.  8.  ae.  celan  'burn,  kindle,  light',  an. 
eldr  'fire' :  ky.  ilio  'gären',  ae.  ile  'schwiele'.  9.  ae.  äfor  'harsh, 
fierce,  vehement',  ahd.  aipar  eiber  'acerbus' :  nhd,  eifer,  aiipa, 
aupvYjg,  aiTtvg.  10.  ne.  dial.  awvish,  hawfish,  haufish  'slightly  un- 
well,  reluctant,  undecided'  nicht  für  halfish  (Wright),  sondern  iden- 
tisch mit  offish  von  off  wie  uppish  von  upp.  11.  ahd.  fehön  gifehön 
'essen' :  lit.  peszti  'pflücken',  /rexw;  ebenso  ahd.  gifehan  'sich  freuen', 
^.  faginon    'ursprünglich   genießen'.      12.   g.   gatils   ^euAaiqog^   nicht 


III.  A.  AUg.  Sprachwissenschaft.    5.  Urgermanisch  u.  gemeingerm.     81 

ableitung  von  Hl  'gelegenheit',  sondern  von  *gat-  *join,  fit' :  ae. 
geatolic  'aclorned',  abg.  godü  'o'ga,  /.aiQüg\  mhd.  ergetzen.  13.  an. 
^e3  'sinn,  mut'  nicht  zu  nod-og,  sondern  eher  zu  russ.  ugoda  *wohl- 
gcfallen',  mnd.  gaden  'passen  gefallen,  sich  gatten'.  14.  ae.  gor 
Mung,  dirt',  iiisl,  gor  'cud ;  chyme'  nicht  zu  (/er- 'gähren',  sondern 
zu  *gheu-  'gießen'.  15.  mnd.  göre  'gährung',  mnl.  göre  'fragrance, 
odor',  aus  germ.  *gur-  wie  14  oder  *geus-.  16.  mnd.  gole  'sumpf: 
Xclog,  an.  gola  'gentle  breeze'.  17.  ahd.  cheiho,  mhd.  keibe  'leich- 
nam' :  an.  keifr  'schief,  krumm',  lett.  gibt,  geibt  'ohnmächtig  werden', 
gibt  'sich  bücken' ;  vielleicht  auch  zu  serb.  ispogibati  'umkommen', 
slaw.  glniti  'dahinschwinden',  18.  ne.  cozy  'snug,  warm' :  germ.  *keus 
'curve,  bend,  svvell',  an.  kiöss  'höhluug,  bucht'.  19.  as.  küsko  'mit  an- 
stand', mnd.  kusch  'keu.sch'  bedeuten  nicht  ursprünglich  'rein',  sondern 
'bending,  yielding,  retiring' :  18.  20.  ostschw.  dial.  krasa  'grabbing 
hand  or  fist',  krasa  'card,  grab,  gather' :  germ.  *kras-  'draw 
together,  press',  abg.  groznü^  grozdu  'büschel,  traube',  grustt  'hand- 
fuir  ayooiog.  21.  an.  loppa 'hig,  clumsy  hand' :  ne.  Z^(»^2J 'klumpen'. 
22.  ne.  pit  'hole,  cavity',  ae.  pytt  'pit,  grave;  pond;  pustule'  ent- 
spricht erstens  lat.  puteus  und  zweitens  germ.  *putja-,  ae.  jjyttan 
*dig,  prod',  ne.  put  'place,  deposit'.  23.  ae.  geräivende  'dividing, 
cutting' :  wfläm.  reeuwen  'bederven,  sehenden',  ae.  räw  rcew  'row', 
mhd.   rihe,    rlge    'reihe',    wfläm.    inrien    'inakkeren',    rien    'wühlen'. 

24.  ae.    ropp   'intestine,    colon' :  mnd.    roppen   'rupfen',    g.   raupjan. 

25.  g,  skohs,  ahd.  scuoh:  germ.  *sköha-  das  ursprünglich  'clump, 
clog'  bedeutete;  an.  skögr  'vvood,  bush',  ae.  scaga  'copse',  weiter 
zu  ai.  khanjati  'hinkt',  oviatoj,  an.  skakkr  'hinkend,  schief,  mhd. 
Schenkel,  schinke.  26.  mhd.  schedel  'schädel,  trockenmaß',  mnd. 
schedel  'büchse,  dose' :  ahd.  sceida  'scheide',  an.  skeider  'sheath', 
air.  sciath  'shield',  abg,  stitt  'schild',  vielleicht  lat.  scufuni.  27.  ae. 
wearte  'wart',  ahd.  warza  :  slav.  *verdü  'geschwür'.    vgl.  MLN.  29,72. 

153.  Francis  A.  Wood,  Germanic  etymologies.  MPhil.  11, 
316 — 338.  —  behandelt  1.  ae.  ceppel  (zu  lat.  ebulus  'holunder'). 
2.  mnd.  apeldern  'ahorn'  (=  ahd.  affoltra).  3.  mnd.  mapeldorn 
'ahorn'  (mischung  aus  germ.  *ap(a)la-  mit  maser  'ahorn').  4.  ahd. 
masar  'maser',  an.  mqsurr  'ahorn'  enthalten  germ.  *mes-,  *mas- 
'lump,  knot',  wie  an.  mqskue  'masche',  ahd.  masca  'masche'.  5.  g. 
mimz  'fleisch'  f^rjQog.  6.  ai.  majja  'mark',  ksl.  niozgu  'gehirn',  ahd. 
marg,  j^iCoyog^  7.  ae.  mmst,  ne.  mast,  ahd.  7nast  'futter'  fia'Cog,  f-iaorcg. 
S.  i^iii'ßea.  (.uiCög,  juearcc,  ai.  mddah  'trunkenheit',  g.  mats  'speise', 
ahd.  mazoltra  'maßholder',  lat.  medulla,  massa.  9.  ae.  brcegen, 
ßQ^y.fxCg :  lat.  marga  'mergel'.  10.  g.  megs  'schwiegersohn'  nicht  zu 
g.  magus;  sondern  zu  ahd.  gimahalo.  11.  an.  make  'match,  mate, 
pair',  ahd.  giinah,  mahhön  nicht  zu  fxayevg  (Meringer),    sondern  zu 

Jahresbericht  für  germanische  philologie.    XXXVI.    (1914.)   I.  Teil.  Q 


82     III.    AUg.  Sprachwissenschaft  u.  allg.  vergl.  literaturgeschichte. 

ai.  *»m-.  7)iäti,  mimäti  messen'.    12.  an.  mök  'doze,  slumber'.    13.  nhd. 
ynäkch),  mäkeln  'maklergeschäfte  botreiben'.      14.    nhd.  mäkeln  'be- 
kritteln' :  norw.    viakia,     mikla    'hakke,     pirke',     lit.    mü^as    'klein'. 
15.  ne.  mate  'associate,  equal',  ahd.  gimazzo  nicht  zu  '^luati-  'food'^ 
sondern  zu  *werf-,   *niöd-  'messen',    ae.  gemet,   ahd.  giniäzi.     16.  g. 
(/('»lot    ;(W^«',     ahd.   muozzan    'räum    haben',     nicht    nach    Merina;er 
'ich   habe  meine  abgäbe  entrichtet',    sondern    'ich   habe  etwas  mir 
zugemessenem,  räum,  zeit,  kraft'.    17.  g.  gamotjan  nicht  denomin;itiv 
von  mota  'zoll';    germ.   *mödom   'measure'    bezeichnete   auch    einen, 
meeting-place    for    discussion     usw.      18.    g.    manwus     'bereit'  :  ai. 
mänam    'messen'.      19.    an.    hadmr     'tree :  russ.     bafM    'eichenstock'. 
20.  mhd.  bidte,   blitze,    ne.   bidt : '''bheuä  'grow,    swell'.     21.  an.   bode 
'breaker',   'brandung'  ebenso.      22.  an.  bf/fa  'club-foot',    ne.   bubhle, 
23.   an.  böfe,   mhd.  biiobe :  lat.  fäba.    russ.    bobü.     24.   g.    bagms :  lit. 
bäzmas  'menge,  masse'.     25.  nisl.   beyki  'beech',   vielleicht  zu  russ. 
bvzind  'hollunder';  das  Verhältnis  zu /a,9M5  wird  besprochen.    26.  an. 
bf/te    'tausch,    beute'  :  ai.    bhavati    wie   ^.  bydlo  'wohnung',    ae.    botl 
'dwelling,    house'.      27.    g.   bota    'vorteil,    nutzen',     bcdiza     'besser', 
werden  zu  ai.   bhütiJi  'kraft,  macht',  mnd.  böde,  mhd.  buode  'hätte' 
gestellt.      28.    g.    barms    'schoß,    busen',    nicht   zu    *bher-    'tragen',, 
sondern  zu  *bher-  'rise,  swell,  project'.     29.  ae.  bröm  'broom',  ahd» 
hrämo  'brombeerstrauch'  zu  ^blirem-  'rise,  project'.     3D.  an.   briaga 
'brüst',     zu    mhd.    brangen    'prangen'.      31.    scbwed.    dial.     brekka 
'breast' :  an.  brekka  'steile  anhöbe'.     32.  ae.  bröc  'trousers' :  schwäb. 
bruch    'dicker    mann'.     33.   ae.    brand    'brand,    schwert' :  lat.    front- 
*brow,    front'.     34.    ae.    brant    'lofty,    high',    zu   lat.    frond-   'laub'. 

35.  zu  ^bhreu-  'anything  swollen' :  an.   brü  'brücke',  ae.  brü  'braue'. 

36.  zu  ^bhreuk- :  mhd.  brogen  'sich  erheben',  bröue  'hügel'.  37.  zu 
bhreud- :vahd.  briezen  'anschwellen'.  38.  zu  '^bhrms-movw.  brusa 
'sich  ausbreiten',  ne.  brnsh  'gestrüpp',  g.  brusts,  ae.  brord.  39.  an. 
hros  'smile' :  38.  40.  isl.  broddr  'biestmilch'  ebenso.  41.  mnl. 
hruut  'dreck' :  kruss.  briid  'schmutz'.  42.  mhd.  brouchen,  brücken 
'biegen,  formen' :  lit.  brüziti  'drücken',  an.  brauk  'lärm'.  43.  mhd. 
bröwen  'biegen' :  lit.  braukiü  'streichen,  scharren'.  44.  ae.  blöma 
'mass  of  metal' :  bläwan  'blow'.  45.  ne.  blunt  'thick  dull' :  schwäb. 
blurtze  'fetter  körper'.  46.  ne.  dial.  blash  'splash  liquid  or  mud 
about' :  lit.  bldzgeti  'schallen'.  47.  nhd.  plauschen  :  serb.  bJjuzgati 
'dummes    zeug    schwatzen'.     48.    ae.    blyscan    'erröten' :  ae.  äblysian. 

49.  nhd.  blödem  'schlagend  rauschen' :  lit.   blduti   'brüllen,    blöken'. 

50.  scbwed.  dial.  bloslin  'weakly'  :  lit.  ap-blusu  'verzagen',  lat. 
fludra  *a  calm  at  sea'.  51.  an.  dqf  'rump' :  dafna  'stark  sein', 
ksl.  debelt  'dick'.  52.  an.  diibba  *dub,  knight'  zu  slow,  dupati 
'dumpf  rauschen'.  53.  an.  dürr  'nap,  slumber',  norw.  dorina  'sub- 
side,    doze',    mhd.   türm    'wirbel,    Schwindel' :  kruss.    diird    'taumel', 


III.  A.  Allg.  Sprachwissenschaft.    5.  ürgermanisch  u.  gemeiugerm.     83 

dnrnyj  'töricht',  lat.  furo.  54.  schott.  dwarg  'a  hastening,  rush', 
mhd.  turc  'taumel'  wie  58  zu  ^dhen-  'shake,  whir],  nisL.'.  55.  mlid. 
lopfe  ^kreiseliTvqcog.  5G.  norw.  doit,  dodd  'tui't,  wisp',  b1.  dot 
'knäuel',  ahd.  iotoro  'dotter' :  ^iVax'Oc,  d-vöO0f.iai.  bl.  mhd.  totke 
'büudel,  puppe' :  lit.  duznas  'dick,  beleibt'.  58.  g.  daug^  mhd.  tuht 
'kraft' :  lit.  dmig  'viel',  russ.  d^nzij  'gesund,  fest'.  59.  ahd.  tola,. 
lolo  'racemus'  :  ^vXag,  ■d^v?JJg.  GO.  as.  durd  'unkraut :  ^igaog. 
Gl.  an.  dys  'grabhügel',  'cairn'  vielleicht  zu  ^via  'thuya'.  62.  an. 
Jnista  'unförmliche  masse',  ahd.  dosto  'dost' :  ai.  tülam  'rispe,  wedel', 
ii^Xt],  lat.  tumeo.  63.  ae.  post,  ahd.  dost  'stercus'  ebendazu.  64.  mhd. 
llp  'leib' :  ksl.  libivu  'gracilis'.  65.  ae.  llra  'flesh'  :  ae.  lässa  'less',  lit. 
/esas 'mager';  vielleicht  aber  zu  XsiQog  '  o  loyvog  xal  luyqög.  QQ.  g. 
■spaurds  'rennbahn'  :  ai.  sphärah  'ausgedehnt',  ahd.  sjniot  'gelingen',- 
lat.  spatiiim.  67.  ae.  sparwa  'calf  of  the  leg'  nicht  zu  g.  spanv(X 
'sparrow',  sondern  zu  Ofpcxlqa,  OffVQCV  und  G6.  68.  g.  -ivaddj'iis 
'mauer'  auch  zu  lett.  icij'a  'geflochtener  zäun'.  69.  ae.  wäg  'wall'  : 
lat.  vincio  wie  aind.  vegah,  oi/.og,  lat.  vtcus.  70.  g.  weihs  'heilig' 
(:bendazu.  71.  ae.  wigol  'belonging  to  divination',  ivicca  'wizard', 
wicce  'witch'  nicht  zu  iveilis,  sondern  zu  mhd.  iviege.  72.  ao,  veig 
'berauschendes  getränk',  'becher' :  norw.  veigj'a  ^ssih',  ai.  wdÄ 'welle', 
mhd.  iveigen  'schwanken'  und  71.  73.  an.  höfr  'hoof,  ahd.  hitof-.Sii. 
caphdh  werden  auf  grund  der  bedeutung  'projecting  point'  mit  ai. 
gapharah  'karpfen',  lit.  szäpalas  'döbel,  ein  fisch'  zusammengestellt. 
—  alle  drei  aufsätze  des  vfs  bieten,  trotz  der  fülle  des  Stoffes, 
wieder  nur  sehr  wenig  brauchbares,  da  das  verfahren,  auf  wenige 
konkrete  grundbedeutungen  zurückzugehen  und  den  wurzeln  eine 
große  Veränderlichkeit  zu  geben,   verfehlt  ist. 

154.  Karl  Bergmann,  Nach  welchen  gesichtspunkten  können 
die  gegenseitigen  beziehungen  des  Deutschen,  Englischen  und  Fran- 
zösischen auf  lexikalischem  gebiete  im  Unterricht  dargestellt  werden? 
DnSpr.  22,14 — 28.  —  der  vf.  gibt  auf  wenigen  selten  eine  Über- 
sicht über  die  Verwendung  des  Stoffes,  den  er  in  seinem  Jsb.  1913, 
3,165  verzeichneten  buche  zusammengetragen  hat,  für  den  Unter- 
richt, erwähnt  sei,  daß  er  auch  die  endungen,  die  das  Deutsche 
dem  Romanischen  entlehnt  hat,  als  ein  kapitel  dieser  lexikalischen 
beeinflussungen  behandelt. 

155.  J.  J,  Salverda  de  Grave,  L'inflnence  de  la  langue 
fran9aise  en  Hollande  d'apres  les  mots  emprnntes.  Lecons  faites. 
k  l'nniversite  de  Paris  en  janvier  1913.  Paris,  Champion.  1913. 
174  s.  —  behandelt  die  wortentlehnung  im  allgemeinen,  augez. 
von  K.  Morgenroth,  ZffrzSpr.  u,  lit.  42(6/8), 136— 139,  voii 
A.  Meillet,  BSL.  61,295—298;  von  A.  Doutrepont,  Bull,  du 
musee  beige  (17(8)314;  von  J.  Mansion,  Archive«  beiges  16,50 — 53. 

156.  E.    Tappolet,    Die    alemannischeu    lehuwörter    in    den 

6* 


{Si      III.    APg.  tprachwisscnscliaft  u.  allg.  vergl.  litoratiirg->chio]ite. 

luiuidaiten  der  iVanzösisclion  Öcliwciz.  kulturbidtoriscli-linguistische 
uutersucbunp;,  1.  teil,  Straßburg,  Trübner.  104  s.  mit  1  karte. 
4  ru.  —  bespr.  von  E.  Gamillscbci^g,  DLz.  1914,1445  i'.;  von 
E.  Bourciez,  Eev.  crit.  11»14^30),77— 79;  von  IL  Witte,  DE. 
1914,62. 

157.  Viggo  Bröudal,  Notes  d'ctyniologie  roiuane,  NTl'Fil. 
4.  r3?kke,  3,7 — 28.  —  behandelt  1.  le  probleme  fade — iird — 
fastifjinm,  bei  denen  er  mit  hilfe  sehr  künstlicher  annahmen  die 
ableitmig  von  fa7te  aus  fadigiain  zu  erweisen  Kucht,  gleichzeitig 
aber  annimmt,  daß  ahd.  first,  nl.  vord  mit  fastigiaiu  zusammen- 
liängen,  genau  eut.s]»reche  isl.  hurst,  ai.  bhrslih,  das  deutsche  und 
das  niederländische  ^vort  seien  durch  kreuzungen  mit  dem  latei- 
nischen entstanden. 

158.  Giulio  Bertoni,  L'elemento  germanico  nella  Hugua 
italiana.  Genova,  A.  F.  Pormigüini.  XIV, 807  s.  —  angez.  von 
W.  Brückner,  Litbl  1914,337—342. 

159.  Ilie  Gherghel,  Zwei  romanische  Wörter  deutscher  ab- 
stammung.  KblSiebLk.  3G,124 — 127.  —  nätUceancä  wird  als  'neu- 
titsclieiner  (wagen)',  ratti^  Svirthaus'  als  'rathaus'  gedeutet. 

160.  J.  Jud,  Mots  allemands  d'origine  romane.  Romania 
1918,582  f.  —  nimmt,  gestüV/it  auf  F.  Kluge,  l'ür  alle  deutschen 
mit  pf-  anlautenden  werter  fremdsprachlichen  ursprang  an  und 
sucht  das  durch  die  et3^mologie  von  schwäb.  pfaiscke  'patauger', 
2)fi/f'  'petite  mesure  de  vin',  pfitze  'leutilles,  boutou  de  visage'  zu 
bestätigen,  zu  denen  er  romanische  parallelen  mit  p  anführt. 

161.  W.  Kalbosv,  Die  germanischen  por.souennamen  des 
altfranzösischen  heldenepos  und  ihre  lautliche  entwicklung.  Halle, 
Niemeyer.  1913.  179  s.  7  m.  (s.  1 — 57  als  Kieler  dissertation 
erschienen.)  —  vgl.  Jsb.  1913,8,37.  —  angez.  von  J.  Ronjat, 
llevue  crit.    1914,1,352.  —  anerkennend   notiert   Archiv  131,269. 

—  W.  Mejer-Lübke,    ZffrzSpr.  u.  lit.  42(2/4),13— 23   (wichtig!;. 

162.  L.  Mühlhausen,  Die  lateinischen,  romanischen  und 
germanischen  lehnwörter  des  Cymrischen.  Festschrift  Ernst  Win- 
disch zum  siebzigsten  geburtstag  ,  .  .  dargebracht  von  freunden 
und  Schülern.     Leipzig,  Harassowitz.     s.  249 — 348. 

163.  T.  E.  Karsten,  Svenskai-nas  bosättningar  i  Finland. 
iSkrifter  utgivna  av  svenska  litteratursällskapet  i  Finland  CXV; 
Förhandliugar  ochuppsatser27.   1913.  Helsingi'ors  1914.  s.72 — 146. 

—  K.  faßt  zuerst  die  ergebnisse  der  Vorgeschichte  zusammen, 
schon  iip  Jüngern  steinzeitalter  hat  Finlands  Südwesten  schwedische 
besiedelung.  in  der  bronzezeit  dehnt  sich  die  besiedelung  aus,  die 
funde  stehen  in  starkem  gegensatz  gegen  die  des  mittleren  und 
nördlichen  Finland,  die  auf  nichtgei"mauische  herkunft  weisen,    in 


in.  A.  Allg.  spriichwisseiischaft.    5.  Urgermai:isch  u.  gemeingerm.     85 

der  ältoren  eisenzeit  tritt  der  einlluß  der  Ostseefhinen  zuerst 
hervor  —  auf  Kossinnas,  Almgrens  und  Ailios  ansichteu  von 
einem  finnischen  einfluß  schon  in  der  eisenzeit  geht  der  vf.  ans 
.Mj^rachlichen  gründen  nicht  ein  —  er  wird  schnell  stärker  und 
scheint  die  Schweden  fast  zu  verdrängen;  der  vf.  schließt  sich  aber 
der  ansieht  von  Montelius  an,  daß  mitten  unter  den  finnischen 
kolonien  bedeutende  reste  der  schwedischen  Urbevölkerung  saßen. 
dies  ergecnis  wird  durch  eine  darlegung  über  die  aus  den  Orts- 
namen abgeleiteten  Schlüsse  auf  das  alter  der  besiedelnng  und 
durch  die  erkennbaren  resto  des  heidnischen  götterglauben  be- 
stätigt. 

1G4.  T.E.Karsten,  Die  germanischen  lehnwörter  im  Finni- 
schen und  ihre  erforschung.  GRMon,  6,65 — 87.  —  behandelt  zu- 
erst die  geschichte  der  erforschung,  berichtet  sodann  namentlich 
über  Thomsens  grundlegende  Untersuchungen  und  bespriclit  ge- 
wisse miingel  der  von  Setälä  herausgegebenen  bibliographie  der 
älteren  germanischen  bestandteile  in  den  ostseefinnischen  sprachen 
(vgl.  Jsb.  1913,8,164).  hierzu  gibt  er  eine  nachlese  sicherer 
gleichungen,  sowie  eine  Übersicht  über  die  einzelheiten,  die  ihm 
besserungsbedürftig  scheinen,  zuletzt  behandelt  er  Schlußfolgerungen, 
die  neuerdings  aus  den  lehnwörtern  über  die  frage  der  besiedelung 
Finnlands  durch  Schweden  und  Finnen,  über  die  berührung  der  Finnen 
mit  bestimmten  germanischen  stammen  gezogen  sind,  wobei  er  gegen 
Thomsen  und  Setälä,  aber  mit  Wiklnnd  nicht  gotischen,  sondern 
überwiegend  nordgermanischen  einlluß  annimmt,  dabei  sind  aber 
einzelne  zeitstufen  zu  unterscheiden,  es  finden  sich  urgermanische, 
nordgermanische,  alt-  iind  mittelschwedische,  im  Estnischen  und 
Livischen  außerdem  viele  deutsche  lehnwörter,  und  aus  diesem 
lehnwörterbet^tand  lassen  sich  auch  zahlreiche  einzelheiten  der 
finnischen  kulturentwicklung  erschließen. 

165.  J.  J.  Mikkola,  Über  ein  angeblich  germanisches  lehn- 
wort  im  Kirchenslavischen,  NphMitt.  172  f  . —  kirchensl.  Uuxucij 
hängt  nicht  mit  deutsch  blech  zusammen,  sondern  ist  türkischer 
herkunft  (tnrkobulgarisch). 

}6G.  Koni'ad  Nielsen,  Lappiske  pluralo  (}navn  svarende 
til  norsko  navn  paa  -0,  -a;/.  Festskrift  til  professor  Alf  Torp. 
Kristiania   1913.     s.   191—209. 

167.  Heikki  Ojansuu,  Finn.  malja  —  ein  germanisches 
lehnwort.  NphMitt.  1914,163 — 165.  —  stellt  das  finnische  wort, 
das  'schale'  bedeutet,  j'uoda  j'Jain  raalja  'dricka  ens  skäl,  auf 
jemands  gesundheit  trinken',  zn  norw.  mceJe  'maß',  ags.  mele  'maß 
für  flüssige  waren';  auch  mordwinisch  finde  sich  maVanka  'maß'  u.a., 
die  man  irrtümlich  von  russ.   indlyj  'klein'  ableite. 


iiil^       III.  Allg.  spl•ach^vissellscllaft  u.  allg.  vergl.  literaturgescliichte. 

168.  Hugo  Suolahti,  Germanischo  namen  f ür  körperteile  im 
Pinnisclieu.  NpliMitt.  1914,1 — 4.  —  fügt  zu  dem  schon  von  Thomsen 
besprochenen  hinzu:  fi.  hipiä.  hi.viä  'haut,  Oberfläche'.,  got.  Jiuvi, 
aschw.  Jiy,  fi.  kuve  kupcfhjen  'weiche,  leiste,  leistenbruch',  estn. 
kubc  kuheme,  PI.  kiihemed  'unterleib',  got.  hips,  ahd.  hif\  ags.  hype 
'hüfte',  fi.  nivits^  nivuksen  'lende,  hüfte',  nivuneii  PI,  nivuset  'niere', 
estn.  niuz  niue  'liüfte',  ahd.  nloro,  an.  )ii/ra,  für  deren  r  so  ent- 
stehung  aus  älterem  -?  erwiesen  wird,  das  demnach  nicht  zu  veq^QC<^ 
Hchrundines  gehören  kann. 

169.  Hugo  Suolahti,  Ein  französisches  suffix  im  Mhd. 
NphMitt.  1914,111  — 129.  —  behandelt -f»^/er,  das  bei  verschiedenen 
teilen  der  ritterlichen  Schutzrüstung  gebraucht  wird,  der  vf.  leitet 
das  M,  das  sich  im  Frz.  nicht  findet,  aus  dem  stammauslautenden  n 
des  Deutschen  ab,  wobei  hersenier  vorbild  gewesen  sei;  er  be- 
handelt außer  hersenier  (abl.  von  mndl.  hersen  'hirn'  und  Über- 
setzung von  afr.  cervelliere),  miusenier  'armschiene'  zum  schütz  der 
mtis  'oberarmmuskel',  Imffenier  'schutzpolster  für  die  hüften',  lende- 
nicr  'gürtel  um  die  lenden',  senftenier  (zu  senfte  'weich'),  liurtenier 
(von  hurt  'stoß')  brustnier,  lenkenicr  'brüst-  und  seitenpanzer  des 
rosses',  spaldenler  neben  häufigerem  spedier  (frz.  espaulierfe)  'schulter- 
schutz'),  wogegen  nhd.  Spalier,  das  bei  Grimm  Wb.  10,1,1895  damit 
vereinigt  ist,  im  17.  jahrh,  aus  dem  Ital.  entlehnt  ist,  endlich 
die  unerklärten  spozzenier,  grusenier^  krocanir. 

170.  Besprechungen  zu  5:  H.  Bergmann,  Beziehungen  der 
deutschen,  franz.,  engl,  spräche  (Jsb.  1913,3,165):  Elise  Richter, 
Bull,  de  dial.  6,211—215.  —  S.  Feist,  Archiv  131,459.  — 
Herlet,  BfdGg.  1914,66  -f-  J.  Bruch,  Einfluß  der  germ.  sprachen 
auf  das  Vulgärlatein  (Jsb.  1913,3,150):  K.  v.  Ettmayer,  Idi;. 
anz.  33,59—62.  —  Cbl.  1914(22).  +  H.  Brüll,  Untergegangene 
franz.  werte  im  Engl.  (Jsb.  1913,3,154):  0.  Glöde,  Litbl.  1914, 
244  f.  —  Bull,  de  dial.  6,5  f.  —  Ch.  Bastide,  Rev.  crit.  77,113. 
—  notiert  Archiv  132,240.  —  Becker,  DLz.  1913(45).  4- 
E.  Classen,  Vowel  allitteration  (Jsb.  1913,3,130;  5,69):  Allen 
Mawer,  MLRev.  9,105 — 107.  —  Erik  Noreen,  Idg.  anz.  33, 
<^2— 65.  —  B.  S.  Morgan,  JEGPh.  13,449— 451.  —  F.  Klaeber, 
Anglia,  Beibl.  25,164 — 167.  -f-  H.  Collitz,  Schwaches  präteritum 
(Jsb.  1913,3,165):  Selbstanz.  MLN.  29,178—181.  —  Heinsius, 
Museum  20,425—428.  —  J.  Janko,  Casopis  3(2). -f- E.  G ami li- 
sch egg,  Romanische  demente  der  mundart  von  Lusern  (Jsb.  1912, 
3,183):  Leo  Spitzer,  Litbl.  1914,27— 30.  —  F.  Rieh,  Litbl.  der 
Leoges.  1914,184 — 186.  +  Otto  Gröger,  Ahd.  kompositionsfuge 
(Jsb.  1913,3,165):  K.  Helm,  Litbl.  1914,1—3  der  dem  akzent 
<'inen  größeren  einfluß  auf  erhaltung  und  Verlust  des  fugenvokals 
zuschreiben  möchte.  +  P-  Kluge,  Urgermanisch  (Jsb.  1913,3,118): 


111.  B.  Allgemeine  und  vergleichende  literaturgeschichte.  87 

H.  Moeller,  Idg.  anz.  33,52—59.  —  notiert  Archiv  131,239.  -|- 
Kichard  Loewe,  Genn.  pflaTizennamen  (Jsb.  1913,3,119):  S.  Feist, 
Archiv  131,458.  —  M.  Schön feld,  Museum  21,252—255.  — 
H.  Marzell,  DLz.  11)14,866— 868.  —  H.Hessen,  LitRundschau 
.914,388.  +  W.  Meyer-Lübke,  Rom.  Wörterbuch  (Jsb.  1913. 
S104):  0.  Schulz-Gora,  Idg.  anz.  33,38—51.  +  M.  Rühle- 
mann,  Harlequin  (Jsb.  1913,3,155):  Giornale  storico  della  lett. 
ital  63.1G1  (heft  187). -f- M.  üchönfeld,  Wörterbuch  der  alt- 
gevm.  ])ersonennamen  (Jsb.  1913,3,165):  K.  W.  F.  Schmidt, 
Borl.ph.wschr  1914,549.  -|-  E.  Setälä,  Bibliographie  der  germ. 
best2.ndteile  im  Ost-ieefinnischen  (Jsb.  1913,3,164):  H,  Suolahti, 
DLz.  1914,344 — 349. -|- I^einJi-  Wagner,  Suffix  des  Superlativs 
(Jsb.  1912,3,195):  0.  Behaghel,  Litbl.  1914,145  f. 

B.   Allgemeine  uud  vergleichende  literaturgeschichte. 

171.  J.  Petersen,  Literaturgeschichte  als  Wissenschaft. 
Heidelberg,  C  Winter.  74  s.  —  antrittsvorlesung  1913  in  Basel, 
beieits  in  der  GRMon.  1913/14  in  3  aufsätzen  erschienen.  —  aus- 
führlich bespr.  Litbl.  1914,274 — 278  von  E.  Lerch,  der  das  Ver- 
hältnis von  literaturgeschichte  und  ästhetik  eingehend  erörtert 
und  im  gegensatz  zu  Petersen  der  ästhetik  die  führende  stelle 
gibt;  'literaturgeschichte  ist  derjenige  teil  der  ästhetik,  der  sich 
mit  den  literarischen  kunstwerken  beschäftigt'. 

172.  F.  Baldensperger,  La  litterature.  Creation,  Sucres, 
Dunee.     Paris,  Flammarion.    1914. 

173.  H.  M.  Elster,  Die  grundzüge  einer  literaturbeurteilung. 
aus  anlaß  der  'Einführung  in  die  Weltliteratur'  von  A.  Bartels. 
Grenzboten  73,444—453,  485—499,  544  —  553.  —  verurteilt  die 
nationalitstische,  antisemitische,  agrarkonservative  tendenz  des  Bartels- 
schen  Werkes  als  unwissenschaftlich  und  stellt  demgegenüber  eine 
universalistische,  die  dichtungen  lediglich  nach  ihrem  kunstwerte 
beurteilende,  über  alle  persönliche  Stellungnahme  erhabene  behand- 
lungsart  als  allein  wissenschaftlich,  allein  diese  Objektivität  scheint 
doch  auch  der  vf.  nicht  zu  wahren,  wenn  er  z.  b.  s.  4-89  meint, 
daß  'die  ganze  literatur  sich  nach  links  dirigieren  muß,  weil  man 
-da  allein  ihrem  sein  und  werden  die  gebührende  achtung,  das  ge- 
bührende Verständnis  entgegenbringt,  während  die  politische  rechte 
mit  der  kunst  unsrer  zeit  so  gut  wie  gar  nichts  anzufangen  weiß', 
s.  nr.  4. 

174.  A,  Bartels,  Nationale  oder  universale  literaturwissen- 
schaft?  Eine  kampfschrift  gegen  Hanns  Martin  Elster  und  R.  M. 
Meyer.  München,  Callwey.  1914.  140  s.  —  vf.  verteidigt  den 
Dationalen   und   antisemitischen    Standpunkt   seiner    'Einführung   in 


88      III-    Allg.  Sprachwissenschaft  u.  allg.  vergl.  literaturgeschichte. 

die  Weltliteratur'  (s.  nr.  173  n.  Jsb.  1913,8,166),  gegen  die  kritik 
Elsters  in  den  Groiizbotmi  73  (s.  o.  nr.  172)  mit  scharfen  angriffen 
auf  die  hier  geltend  gemachte,  national  indifferente  betrachtungs- 
weise,  als  deren  urheber  er  R.  M.  Meyer  ansieht,  er  wendet, 
sich  daher  (s.  83  ff.)  auch  noch  einmal  gegen  diesen,  insbesondere 
gegen  seine  'Weltliteratur  im  20.  jahrliundert'  in  derselben  weisp. 
allgemeine  literaturwissenschaftliche  fragen  werden  naturgemäß  b;ü 
dem  zweck  der  schrift  nur  gelegentlich  gestreift,  soweit  sie  nicbt 
im  gegenstände  der  schrift  selbst  liegen. 

175.  J.  Stern,  Goethe,  die  Weltliteratur  und  Bartels.  ZidU. 
28,49 — 54.  —  vf.  hält  die  idee  des  Bartelscben  werkes  für  ver- 
fehlt oder  doch  in  verfehlter  weise  ausgeführt,  da  sie  zu  einer 
zersplitternden,  unorganischen  darstellung  führte  xind  den  aweck 
einer  'einführung  in  die  Weltliteratur'  verfehlt,  auch  einzelheiten 
werden  gerügt,  besonders  der  einseitige  Standpunkt  (s.  nr.  2  u.  2a) 
in  der  anführung  von  zitaten  und  urteilen  und  in  dorn  schluß- 
kapitel  'die  gesetze  der  litr-raturentwicklung'. 

176.  F.  Schopper,  Der  Niobemythus  in  der  deutschen  lite- 
ratur  mit  besonderer  berücksichtigung  der  antike,  progr.  Landskron 
1914.     32  s. 

177.  E.  Breth,  Der  Kleomadesstoff  in  der  Weltliteratur, 
progr.  des  mädchenl3'zeums  in  Iglau.  1914.  16  s.  —  die  ge- 
schichte  vom  zauberpferde,  arabiscb,  zuerst  im  abendlande  1275 
vom  Franzosen  Adenes  li  rois. 

178.  Fr.  Brietzmann,  Die  böse  frau  in  der  deutschen  lite- 
ratur  des  ma.s  (Palaestra  42).  Berlin,  Mayer  u.  Müller.  1912. 
VII, 236  s.  7  m.  —  nach  der  anzeige  von  L.  Pfannmüller, 
DLz.  35,678 — 680  zunächst  text  und  kommentierung  zweier  bisher 
ungedruckter  mhd.  gedichte,  der  novelle  'von  einer  bösen  frau' 
(400  verse)  und  des  lehrgedichts  'von  bösen  frauen'  (912  verse), 
dann  literarhistorische  darstellung  des  t}  pus  'böse  frau'  vom  12.  bis 
16.  jahrh.  in  theorie  und  praxis,  auch  in  der  französischen  und 
mittellateinischen  literatur. 

179.  Fr.  Lampp,  Die  schwanrittersage  (Lohengrin)  in  der 
literatur.     progr.     Ratibor.     23  s. 

180.  J.  J.  Meyer,  Isoldes  gottesurteil  in  seiner  erotischen 
bedeutung.  ein  beitrag  zur  vergleichenden  liteiatnrgeschicbte. 
Berlin,  Barsdorf.  1914.  290  s.  —  nach  W.  Golther,  DLz.  35, 
669 — 674  'als  eine  bequeme  Sammlung  der  wichtigsten  fassungen 
der  märe  vom  zweideutigen  eid  dankbar  zu  begrüßen',  obwohl 
'formlos  und  unübersichtlich'. 

181.  K.  Borinski,  Die  antike  in  poetik  und  kunsttheorie 
vom  ausgang  des  klassischen  altertums  bis  auf  Goethe  und  Wilh» 
V.  Humboldt  I.     Leipzig,  Dieterich.    191  i. 


III.    B.  Allgemeine  und  vergleichende  literaturgeschichte.  89 

182.  R.  Müller-Freienfels,  Poetik.  (Aus natur  und  geistes- 
weit 460.)     Leipzig,  B.  G.  Tenbner.     98  s. 

188.  E..  Hiilinerkopf,  Beiti'äge  zur  deskriptiven  poetik  in 
den  mild,  volksepen  und  in  der  Thidreksaga.    diss.    Heidelberg.    7np. 

184.  E.  Otto,  Was  versteht  man  unter  stil?  was  ist  Stilistik? 
progr.  Berlin-Reinickendorf.  1914.  36  s.  —  die  verschiedenen 
definitionen  und  ausichten  über  den  begriff  'stil'  werden  aufge- 
führt, sie  leiden  an  unklarer  Vermischung  der  begriffe  grammatik, 
technik  und  stil.  dieser  bestehe  nur  in  deu  'zweckmäßig  ge- 
wählten ausdrucksmitteln  der  spräche'  und  die  Stilistik  habe  die 
lehre  von  diesen  zu  behandeln. 

185.  H.  Grüninger,  Wie  stellt  der  dichter  die  außenweit 
dar?  grundsätzliche   betrachtungen*     progr.     Frankfurt  a.  M.    44  s. 

186.  G".  Kalf,  Inleiding  tot  de  Studie  der  literatuurge- 
schiedenis.  Haarlem,  Tjeenk  Williuk  u.  zoon.  1914.  XII, 300  s. 
—  behandelt  nach  der  Inhaltsangabe  die  allgemeinen  fragen  über 
den  begriff  der  literatur  und  literatiargeschichte,  den  dichter  und 
sein  werk,  das  publikum  und  die  literaturgeschichtliche  kriiik. 
Elsters  'Prinzipien'  II.  hat  der  vf.  nach  einer  Vorbemerkung  noch 
nicht  benutzen  können. 

187.  Fr.  Zanotto,  Introduzione  allo  studio  di  letteratura 
nelle  scuole  superiori.  Treviso,  Coop.  Trivigiana  di  Stab,  d'arti 
grafiche.  1914,  630  s.  —  38  lektionen  über  wesen  und  aufgäbe 
der  kunst  überhaupt  und  der  redenden  künste  insbesondere. 

188.  Beurteilungen  von  früher  besprochenen  werken:  1.  A. 
Bartels,  Einführung  in  d.  weltlit.  1913,3,166:  BZfRw.  1914, 
79—80  von  E.  Ebner;  ZfenglU.  13,268—273  von  H.  Jantzon, 
dazu  oben  nr.  170 — 173.  —  A.  Baumgarten,  Gesch.  d.  weltl. 
1912,3,202:  NSpr.  22,559—560  von  H.  König.  —  3.  J.  Brock, 
Hygiijs  fabeln  in  der  d.  lit.  1913,5,76:  ZfdU.  28,229  von  J.  Htern; 
Cbl.  65,665—666.  —  4.  C.  Busse,  Gesch.  d.  weltlit.  1913,3,169: 
ZfdU.  28,220  von  J.  Stern  (lobend  gegenüber  Bartels),  Cbl.  65, 
19 — 20  (vermißt  entwicklunasgeschichtliche  behandlung),  ZfBüchertr. 
n.  f.  6,81 — 82  von  F.  E.  Willmanns  (geschickt  und  zweckmäßig, 
doch  zu  viel  aus  zweiter  band,  —  5.  E.  Elster,  Prinzipien  der 
literaturwiss.  1911,3,195:  Allg.  Litbl.  23,480—483  von  K.  F.  v. 
Kummer  (besondere  Vorzüge  hervorhebend).  —  6.  K.  Holt  er- 
mann. Kurze  gesch.  d.  weltlit.  1913,3,169:  ZfdU.  28,220  von 
J.  Stern,  Sokrates  2,640—643  von  P.  Goldscheider,  ZföG.  65, 
747 — 749  von  Czerny  (Standpunkt  sei  engherzig  religiös);  Mtschr. 
13,29  von  A.  Biese  (urteil  maßvoll  trotz  einseitigkeit);  BfGw.  50, 
58 — 59  vo}i  K.  Hartmann;  Lit.  rdsch.  40.290  von  A.  Degen. 
—  7.  P.  Wiegler,  Gesch.  d.  weltlit.  1913,3,170:  Cbl.  64,1721; 
Geisteswiss.   1,468 — 469  von  A.  Hauser. 

Gotthold  Boetticher. 


90  IV.    Gotidch. 

IV.  Gotisch. 

1.  H.  Henning,  Der  Wulfila  der  Bibliotbeca  Augusta  zu 
Wolfeubüttel  (Codex  Carolinus).  Hamburg,  C.  Erich  Behrens.  1914. 
—  in  der  einleitung  berichtet  vf.  über  die  Schicksale  der  hss.  mit 
gotischen  Sprachresten  und  bringt  dann  einen  faksimile-abdruck  der 
8  Seiten  des  Wolfeubüttler  palimpsests  mit  den  40  versen  aus  dem 
Eümerbrief.  die  tafeln  sind  vorzüglich  hergestellt;  der  gotische 
sowie  der  lateinische  text  liest  sich  leicht,  zur  bequemlichkeit  des 
benutzers  gibt  vf.  auch  einen  transkribierten  text  des  gotischen  teils 
des  manuskripts.  mit  der  verdienstvollen  herausgäbe  ist  der  Wissen- 
schaft die  möglichkeit  geboten,  die  richtigkeit  des  bisher  gelesenen 
textes  nachzuprüfen  und  für  seminarübungen  ein  vorzügliches  hilfs- 
mittel zu  verwerten,  es  hätte  sich  empfohlen,  auch  den  lat.  text 
der  biliugue  in  transkription  wiederzugeben. 

2.  H.  Jantzen,  Gotische  Sprachdenkmäler  mit  grammatik, 
Übersetzung  und  erläuterungen.  4.  aufl.  (Sammlung  Göschen  nr  79.) 
Berlin   1914.      121   s. 

3.  H.  Leuthold,  Ulfila.  eine  chronologische  abhandlung. 
Bv^tr.  39,376 — 390.  —  vf.  will  beweisen,  daß  die  angaben  von  Jahres- 
zahlen über  die  amtstätigkeit  des  Ulfila  bei  Auxentius  historisch 
unhaltbar  sind,  und  versucht  diese  daten  unter  umgehung  des 
Auxentius  aus  andern  quellen  festzustellen,  er  betrachtet  Philostor- 
gios  und  des  Anonymus  Valesianus  nachrichten  und  schließt  daraus, 
daß  Ulfila  der  natürliche  söhn  des  Gotenkönigs  Ariarich  war.  die 
ansledlung  der  Goti  minores  in  Mösien  erfolgte  unter  kaiser  Valens, 
der  Ulfila  378  an  den  Westgotenkönig  Fri tigern  als  gesandten 
schickte,  die  reise  zu  der  Häretikersynode  in  Konstantinopel  er- 
folgte 383.  —  zum  Schluß  gibt  vf.  folgende  daten:  305  (spätestens) 
Ulfilas  geburt,  325  Ulfila  auf  dem  konzil  von  Nicaea,  332  Ulfila 
als  geisel  in  Konstantinopel,  335  Ulfila  bischof  der  Goten,  360  Ul- 
fil:t  zur  Häretikersynode  in  Konstantinopel,  373  ansiedlung  der 
Goren  in  Mösien,  383  Ulfilas  tod. 

4.  C.  Müller,  Ulfilas  ende.  ZfdA.  55,76—147.  —  I.  Der 
Auxentiusbrief  als  quelle.  II.  Die  textüberlieferuug.  III.  Der 
Sterbebericht.  IV.  Disputatio  contra?  V.  Der  todeskampf  des 
Arianismus.  VI.  Die  Ambrosiusbriefe.  VII.  Ulfilas  beruf  ung. 
VIII.  Die  näheren  umstände  des  todes.  IX.  Das  konzil  (382). 
X.  Das  friedenskonzil  (383).  XI.  382  das  todesjahr  Ulfilas.  XII.  Zur 
Ulfilachronologie.  XIII.  Die  datierung  der  Maximinschen  schrift. 
XIV.  Der  ausklang  des  Arianismus. 

5.  J.  Mansion,  Les  origines  du  christianisme  chez  les  Gots. 
Aijalecta   Bollandiana,    33  s.      Bruxelles,    Societe   des   Bollandistes. 


IV.   Goüscli.  91 

]914.  30  s.  —  die  christlichen  Goten  waren  in  Arianer  (Wulfila), 
nikäische  Orthodoxe  und  Audieuser  (anhänger  des  Audius)  ge- 
spalten. Wulfila  war  nicht  der  bischof  der  Goten,  sondern  einiger 
Goten.  daneben  gab  es  heidnische  Goten  in  Dacien,  die  wohl 
Wulfila  veranlaßten  etwa  350  n.  Chr.  nach  Mösien  an  den  fuß  des 
Haemus  mit  seiner  gemeinde  auszuwandern.  ein  rechtgläubiges 
gotisches  bistum  ist  in  Konstantinopel  und  in  der  Krim  vor  400 
n.  Chr.  nachzuweisen,  während  im  allgemeinen  der  Arianismus  bei 
den  Goten  auch  in  Konstantinopel  überwog.  eine  volksreligion 
wurde  er  bei  den  Goten  erst  später,  als  sie  sich  selbst  als  ein 
volk  zu  fühlen  begannen;  dann  treten  auch  orthodoxe  Goten  zur 
nationalkirche  über  und  katholische  märtyrer  wurden  von  den 
Arianern  übernommen  (vgl.  den  got.  kalender),  die  in  mehrere 
Schattierungen  zerfielen. 

6.  W.  Streitberg,  Zur  gotischen  grammatik.  Festschrift 
E.  Windisch  zum  70.  geburtstag  dargebracht.  Leipzig,  0.  Harrasso- 
witz.  1914.  s.  217 — 227.  —  1.  qiman  in  und  verwandtes,  qiman 
in  mit  dem  dativ  (pamma  fairJvau),  wenn  es  lediglich  auf  das 
moment  der  Vollendung  ankommt;  mit  dem  akk.  fpana  fairJvu), 
wenn  auch  die  bewegung  in  betracht  kommt,  besonders  häufig 
sind  die  ruhekonstruktionen  bei  den  formen  der  Vergangenheit. 
qiman  ava  findet  sich  gleichfalls  mit  ruhe-  und  richtungskonstruk- 
tionen.  qiman  at  ist  ruhekonstruktiou,  qimav  and  und  du  (je  ein- 
mal) ist  richtungskonstruktion.  2.  tvit  aus  idg.  vl-duo  (Meille-, 
MSL.  12,226  und  13,208);  urgerm.  *witiva,  iv  fiel  aus,  weil  cd 
stimmlos  war.  3.  twa  pusundja,  Nehem.  7,19  ist  falsche  lesung; 
es  steht  -b-  (Zahlzeichen)  pusundjös. 

7.  Fr.  Grünwald,  Zur  gotischen  Synonymik.  I.  Die  vcrba 
dicendi.  II.  Ausgewählte  nominalgruppen.  Jsb.  der  deutschen 
Staatsrealschule  Karolinenthal  1910  und  1914.  42  s.  und  19  s.  — 
vi,  behandelt  im  1.  teil  in  43  Paragraphen  eine  anzahl  gruppen  und 
einzelne  verben  der  aussage,  indem  er  über  Stolzenburg  (vgl.  Jsb. 
1905,3,9;  ZfdPh.  37,145  ff.)  hinausgehend  nachweisen  will,  daß 
Wulfila  nicht  nur  aus  formalen,  sondei'n  auch  aus  inhaltlichen 
gründen  ein  griech.  wort  durch  mehrfache  got.  ausdrücke  an  den 
verschiedenen  stellen  wiedergibt,  der  2.  teil  bringt  in  den  §§  49 — 72 
denselben  nachweis  für  eine  reihe  griech.  substantiva. 

8.  M.  J.  van  der  Meer,  Gotica.  Beitr.  39,201—213.  — 
vf.  behandelt:  1.  den  got.  akk.  c.  inf.  in  Subjektsätzen  und  nach 
■swaei  und  swe.  die  griech.  konstruktion  des  akk.  c.  inf.  wird 
von  Wulfila  bei  der  Übersetzung  in  der  regel  vermieden,  weil  sie 
als  sprachwidrig  gefühlt  wurde,  die  fälle,  wo  sie  indes  im  got.  text 
vorkommt,  werden  geprüft:  Luk.  4,36:  rcarp  afslaupnan  allans 'wird 
durch  konjektur  tcarp  afslaupnan  allaim  beseitigt,    die  stelle  Skeireins 


92  IV.    Gotisch. 

1,19:  (jadöb  ua  icas  mais  paus da  ufargaggan  usw.  wird  ala 

gräzismus  gedeutet,  ebenso  Luc.  14,17:  azetizo  ist,  hiiulii  jah  airpa 
hindarleipivi.  bei  15  fällen  des  acc.  c.  int",  der  vorläge  wird  iii 
diesem  einen  fall  wörtlich  übersetzt.  gegenüber  25  fällen  de* 
inf.  nach  cuace  in  der  vorläge  finden  sich  fünf  fälle  in  dem  got. 
text.  2.  zu  Luc.  2,38.  die  weudung  rödjan  In  wird  verteidigt. 
3.  icarp  afdaupnan  (aiia)  aUuna  .  .  .?  diese  auch  von  Streitberg 
gebilligte  konjektur  zur  beseitigung  des  acc.  c.  inf.  in  der  schon 
oben  zitierten  stelle  Luc.  4,30  wird  verworfen;  es  müiJte  übrigens 
aua  alhiim  heißen. 

9.  A.  Beer,  Flskja-nufa.  CMF.  3,38 — 39.  —  die  zusammon- 
setzung  wird  gedeutet  als  'fischer-fänger'  u?U£ig  upi/QCu7ciüv,  wie 
abulg.  ryhan :  lovlcT. 

lü.  R.  Trautmann,  Gotisch  mag  und  slavisc.h  »togo.  ZfvglSpr. 
46,180 — 183.  —  die  werter  sind  urverwandt,  das  slav.  wort  i^t 
nicht  aus  dem  germ.  entlehnt,  zugrunde  liegt  ein  idg.  -mi-  verb.: 
*müghini,  plur.  maghmes. 

11.  E,.  Meißner,  idreiga,  idreigön.  ZfdA.  55,61 — 63.  — 
von  aisl.  idra  'betrüben'  oder  idrar  'eiugeweide'  zu  trennen  vind  zu 
aisl.  id,  ae.  ed-,  ahd.  ita-  (vgl.  Idweit)  und  aisl,  reigjad  'den  kopl" 
in  den  nacken  werfen'  zu  steilen,  idfelya  also  urspr.  'das  zurück 
richten',  vgl.  gr.  jLiSTcivoia,  ^eict^u/xoOuL.  zur  kompositionsart  Vi^l. 
ae.  edgifan  'wiedergeben'  u.  ä. 

12.  Th.  V.  Cirienberger,  Ostgermanische  flußnamen  bei 
Jordanes.  ZfdA.  55,41 — 52.  —  1.  Scarniunga  ^=  got.  *Skarn/ugga 
'mistfixiß'  zu  aisl.  skarn  *mist',  zur  endung  vgl.  WapUnga  'Wapel' 
(ßüdl.  Jahdebusen)  u.  dgl. ;  mhd.  bair.  nierang,  j/ier/;;^ 'auslauf  einer 
Senkgrube'  ist  auch  zur  bedeutungserklärung  herangezogen,  ver- 
mutungsweise wird  der  fluß  mit  dem  rechten  nebenfluß  der  Raab, 
der  Marczal  (ung.  dial.  marcal  'Moorgrund')  identifiziert.  2.  Nedao  = 
got.  *Nidago  zum  flußnamen  Nida  (Förstemaun  II-,  1147  ff.)  von 
einem  adj.  '^nidags  (:  steinahs),  vgl.  zum  suffix  Ströaga  'Strogen' 
(Förstemann  II'^,  1393)  u.  a.  3.  Bolia  =  got.  '""'Bulja  zu  aisl.  hylia 
'dröhnen'  usw.  4.  Äuha  =  got.  '*aliwa  mit  Umstellung,  heute  die 
'Alt'  (magyar.  01t).  5.  Gilpil  =  got.  *gilpils  zu  ae.  gielpan  'laut 
schreien',  heute  die  schwarze  Koros.  6.  Grisia  zu  germ.  gris  'greis', 
heute  die  weiße  Koros;  zum  suffix  vgl.  mlat.  grlseus,  ital.  grigio, 
das  germ.,  wohl  got.  Ursprungs  ist.  7.  *Iliare  (statt  hs.  miliart) 
zu  as.  llian,  ahd.  lUan  'eilen',  vgl.  lila  (Förstemann  11^,  890). 
8.  zweifelnd  als  germ.  Umbildung  eines  älteren  namens:  Jfarisla 
zu  germ.  '■''inari-  'sumpf,  vgl.  Merdharg;  zum  suffix  vgl.  got.  a^/.r/, 
juhczL  9.  zweifelnd  Flutausis  etwa  got.  '^flTitauseis  'der  schnelle 
Strom'  zu  aisl.  fliötr  'schnell'  und  ausa  'schöpfen'  (vgl.  die  Oos  bei 
Baden-Baden,  Oose,  nebenflus  der  Kyll  u.  dgl.). 


V.    A.  Grammatik.  93 

18.  L.  Wiener,  Pliilological  fallacies.  The  Nation  98(1914), 
5o8  ff.  —  nach  einem  referat  im  Indogerm.  Jahrbuch  3,115  glaubt 
vf.  in  der  gotischen  bibel  viele  provenzalische,  ein  spanisches  und 
<';n  arabisches  wort  zu  finden,  die  nicht  vor  dem  8.  jahrh,  vor- 
handen gewesen  seien.  Wulfila  könne  also  die  gotische  bibel  nicht 
im  4.  jalirli.  verfaßt  haben.  E.  Prokosch  wendet  sich  1.  c.  s.  695 
dagegen,  worauf  Wiener  noch  burgundisch-franz.  worte  in  der 
got.  bibel  nachweisen  will.  —  8treitberg  hält  a.  a.  0.  die  arbeit  für 
phantastisch. 

J4.  t^chon  in  früheren  Jahrgängen  besprochen:  1.  Fr.  Kluge, 
Die  elemente  des  Gotischen  (vgl,  Jsb.  1911,4,1);  bespr.  von 
W.  Paetzel,  Dl.z.  35,291—294.  —  2.  Stamm-Heynes  Ulfilas. 
12.  aufl.  (vgl.  Jsb.  1913,4,1);  bespr.  von  H.  Gürtler',  Allg.  Litbl. 
23,344—345  und  von  S.  Feist,  DLz.  35,545—546. 

Sigmund  Feist. 


V.   Deutsch  in  seiner  gesamtentwicklung. 

A.  G-rammatik.  —  B.  Metrik.  —  C.  Literatnrgeschiclite. 

A.   Grammatik. 

1,  H.  Schulz,  Abriß  der  deutschen  grammatik.  =  Trübner's 
phil.  bibl.  1.  Straßburg,  K.  J.  Trübner.  1914.  134  s.  —  vf. 
will  die  wichtigsten  tatsachen  der  historischen  grammatik  der 
deutscheu  spräche  zusammenstellen,  setzt  aber  die  bekanntschaft 
mit  den  verschiedenen  älteren  germ.  dialekten  voraus,  die  ein- 
leitung  befaßt  sich  mit  den  grundbegriffen  der  phonetik,  der  ab- 
schnitt I  enthält  Urgermanisch  (akzent,  vokale,  ablaut,  konso- 
nanten,  gramm.  Wechsel,  auslaut,  deklination,  konjugation);  ab- 
schnitt II:  Althochdeutsch  (vokalismus,  konsonantismus,  lautver- 
änderungen  in  unbetonten  silben,  flexion);  abschnitt  III:  Mittel- 
hochdeutsch (lautliche  Veränderungen,  flexion);  abschnitt  IV:  Neu- 
hochdeutsch (gleiche  unterabt.).  —  die  syntax  ist  nach  dem  plane 
des  vfs.  überhaupt  nicht  behandelt;  freilich  liegen  für  sie  auch 
nicht  die  vorarbeiten  vor  wie  für  die  laut-  und  formenlehre.  zu 
jedem  abschnitt  wird  dem  studierenden  einige  iiteratur  zur  ev. 
Vertiefung  gegeben,  in  der  beschränkung,  die  sich  vf.  auferlegt 
hat,  ist  das  buch  ein  brauchbares  hilfsmittel. 

2.  E,.  Wagner,  Einführung  in  das  Studium  der  deutschen 
Sprache.  Leipzig,  E.  Wunderlich.  1914.  XVI,364  s.  —  vf.  stützt 
sich  zum  teil  auf  quellenwerke  ersten  ranges,  zum  teil  auf  solche 
abgeleiteter  art.  daher  geht  in  seinem  buch  richtiges  neben  be- 
denklichem nebeneinander  her.     es  zerfällt  in  die  teile:  Lautlehre, 


94  V.    Deutsch  in  seiner  gesamt entwicklung. 

Wortbildungslehre,  Wortbedeutungslehre,  Formenlehre,  die  in  zahl- 
reiche Unterabteilungen  zerlegt  sind,  der  kurze  überblick  über 
die  geschichte  der  deutschen  spräche  handelt  von  der  idg.  Ur- 
sprache, von  der  germ.  Ursprache,  vom  westgerm.,  hoch-  und  nieder- 
deutschen, vf.  hat  hier  keine  klaren  Vorstellungen  zum  ausdruck 
gebracht,  in  der  lautlehre,  z.  b.  bei  der  darstelliing  der  vokal- 
entwicklung  sieht  vf.  mehrfach  als  alte  restformen  au,  was  neue  ent- 
lehnungen  sind,  verfehlte  erklärungen,  wie  z.  b.  die  von  'plumps' 
als  lautmalerei  nach  Uhl  werden  unbedenklich  nachgeschrieben 
(s.  86).  so  fehlt  dem  fleißigen,  inhaltsreichen  buch  die  nötige 
kritik,  die  der  vf.  allerdings  auch  kaum  auszuüben  in  der  läge  war. 

3.  W.  Fischer,  Die  deutsche  spräche  von  heute.  Leipzig, 
B.  G.  Teubner.  1914.  (Aus  natur  und  geistesweit  nr.  475.)  115  s. 
—  das  werkchen  zerfällt  in  3  hauptabschuitte:  1.  Sprachent- 
wicklung in  der  gegenwart.  2.  Sprachrichtigkeit.  3.  Sprache  und 
Schrift,  in  dem  ersten  abschnitt  spricht  vf.  von  ausätzen  zur 
Weiterentwicklung  beim  hauptwort,  zeitwort,  im  Wortschatz  und 
satzbau  und  von  ihrer  Ursache,  im  zweiten  abschnitt  wird  von 
mundart  und  Schriftsprache,  spräche  und  logik,  Sprachkritik,  lehn- 
wörtern,  fremdwörtern,  fremdnamen  und  Sprachgebrauch  gehandelt. 
der  dritte  abschnitt  befaßt  sich  mit  den  fragen:  sprechen  wir,  wie 
wir  schreiben?  Verhältnis  der  laute  zu  den  buchstaben.  unvoll- 
kommenheit  unserer  Schreibung,  deutsche  ausspräche,  einfluß  der 
Schrift  auf  die  ausspräche.  —  die  absieht  des  vfs.  ist  es  nicht,  ein 
lehrbuch  zu  schreiben,  sondern  er  will  in  anregender  weise  über 
die  berührten  fragen  plaudern  und  zu  weiterem  nachdenken  ver- 
anlassen, dies  ziel  wird  er  bei  spi-achlich  interessierten  lesern 
sicher  erreichen. 

4.  J.  M.  Clark,  Beiträge  zur  geschichte  der  periphrastischen 
konjugation  im  Hochdeutschen,  diss.  Basel  1914.  79  s.  —  vf, 
gibt  zunächst  einen  überblick  über  die  Verwendung  umschreibender 
formen  in  den  andern  germ.  mundarten,  wobei  das  Englische  und 
Niederdeutsche  besonders  beachtet  werden,  die  eigentliche  arbeit  wird 
zeitlich  (ahd.,  mhd.,  nhd.)  und  örtlich  (nach  maa.)  gegliedert,  im 
ahd.  und  mhd.  werden  die  Umschreibungen  mit  werden  und  sein -{- 
part.  präs.  bei  verschiedenen  Schriftstellern  verfolgt  und  ihre 
häufigkeit  festgestellt,  mit  der  herausbildung  der  nhd.  Schrift- 
sprache wird  diese  getrennt  von  den  maa.  betrachtet,  die  um- 
schreibende konjugation  war  seit  dem  ende  des  1 5.  jahrhs.  auf  md. 
gebiet  nicht  mehr  üblich,  im  ahd.  tritt  sie  nur  vereinzelt  auf; 
auch  in  der  volkspoesie  der  frühnhd.  zeit  ist  sie  nur  spärlich  ver- 
treten, im  nhd.  ist  sein  -j-  inf.  oder  part.  präs.  nicht  mehr  ver- 
treten; das  neugebildete  futurum  (mit  hilfe  von  werden  -\-  inf.)  Lst 
aus    dem    ostmd.    in    die    Schriftsprache    eingedrungen;     das    urspr. 


V.    A.  Grammatik.  95 

part,  präs.  ist  durch  abschleifung  der  endung  mit  dem  inf.  zu- 
sammengefallen, in  den  obd.  maa.  hielt  sich  die  Verbindung  s<in 
und  werden  -\-  part.  präs.  vereinzelt  länger,  speziell  im  hochale- 
mannischen und  bairischen;  bis  heute  hielt  sich  sein  -\-  part,  präs. 
nur  in  manchen  schweizer  maa.  endlich  sucht  vf.  die  Ursachen 
des  Verfalls  der  umschreibenden  verbalformen  zu  ermitteln  und 
verzeichnet  auch  die  theorieu  verschiedener  forscher  darüber,  am 
Schluß  der  arbeit  setzt  er  sich  mit  G.  0.  Curme  auseinander  (vgl. 
Jsb.   1913,3,127). 

5.  A.  W.  Aron,  Die  'progressiven'  formen  im  Mittelhoch- 
deutschen und  Frühhochdeutschen.  New  York  university.  Otten- 
dorf memorial  series  of  Germanic  monographs  nr.  10.  Frankfurt  a.  M., 
J.  Baer  &  co.  VIII  u.  112  s.  —  die  schrift  ist  aufgebaut  auf 
einer  beträchtlichen  anzahl  von  quellen,  die  vf.  zu  anfang  auf  zwei 
Seiten  aufzählt,  das  thema  der  arbeit  ist  identisch  mit  dem  der 
unter  nr.  4  verzeichneten  dissertation  Clark's.  in  der  ausführung 
im  einzelnen  weichen  die  beiden  vf.  ab  und  ergänzen  sich  dadurch. 
Aron  behandelt  in  den  verschiedenen  abschnitten:  sin  mit  dem  part. 
präs.;  werden  mit  dem  part.  präs.;  nebeneinander  von  part.  präs, 
und  inf.  mit  iverden;  Verhältnis  von  werden  mit  inf.  zu  dem  perfek- 
tiven gebrauch  der  vorsilhe  ge-;  nebeneinander  von  part.  und  inf. 
mit  sm;  werden  mit  inf.;  sin  mit  inf.;  Verhältnis  der  Verbindungen 
mit  sin  zu  denen  mit  werden;  die  anderen  intransitiva  mit  prädi- 
kativem part.  präs.  und  inf.;  transitive  verba  mit  prät.  part.  und 
inf.;  materialsammlung.  im  letzten  und  umfänglichsten  abschnitt 
werden  die  belege  für  die  vorangegangenen  aufstellungen  gegeben. 

6.  E.  Halter,  Die  deutsche  spräche  im  Elsaß  auf  histo- 
rischer grundlage.  Jena,  H.  Costenoble.  1914.  92  s.  —  vf.  geht 
in  seiner  darstellung  der  deutschen  spiache  etwas  weit  zurück,  da 
er  auch  Ligurer,  Basken,  Etrurier,  Pikaiden,  Kelten,  Haruder, 
Triboker  im  Elsaß  behandelt,  auf  s.  40  kommt  er  zu  den  Ala- 
mannen,  auf  s.  45  zu  den  Franken,  wert  erlangt  die  schrift  erst, 
wenn  vf.  auf  die  ihm  aus  eigner  kenntnis  und  erfahrung  bekannten 
Verhältnisse  der  neuzeit  und  den  kämpf  zwischen  französischem 
und  deutschem  einfluß  zu  sprechen  kommt,  er  betont  nicht  mit 
unrecht,  daß  die  langatmigen,  verschachtelten  satzungeheuer  des 
deutschen  seine  ausbreitung  nicht  gerade  fördern,  vf.  bricht  eine 
lanze  für  die  eis.  ma.  am  Schluß  gewinnt  die  schrift  aktuellen 
wert,  wenn  von  der  flucht  der  französisch  gesinnten  bei  der  mobil- 
machung  (1914)  erzählt  wird. 

7.  H.  Tschinkel,  Der  bedeutungswandel  im  Deutschen. 
Wien,  Manz.  1914.  60  s.  —  vf.  gibt  einen  überblick  über  die 
bisherigen  forschungen  zum  bedeutungswandel  und  bespricht  unter 


9H  ^-    Deutsch  in  seiner  gesamtentwicklving. 

den  Überschriften:  bedeutungsverengung,  bedeiitungserweiterung, 
bildersprache,  mehrfacher  bedeutuugswaudel,  gefühlswert  der  Wör- 
ter, gleichbedouteude  und  sinnverwandte  Wörter,  wortgeschichte 
und  kulturgeschichte,  unlogischer  wortgebrauch  die  einschlägigen 
erscheinungen  des  Sprachlebens. 

8.  Schon  in  früheren  Jahrgängen  verzeichnet:  1.  0.  Be- 
haghel,  Die  deutsche  spräche.  3.  aufl.  (vgl.  Jsb.  1911, 5A,2); 
bespr.  vonK.  F.  v.  Kummer,  Allg.  Litbl.  23,81— 82.  —  2.  J.  Stärk, 
Studien  zur  geschichte  des  rückumlauts  (vgl.  Jsb.  1912, 5A, 11); 
bespr.  von  V.  Moser,  ZfdPh.  45,319—323.  —  3.  0.  Lyon,  Deut- 
sche grammatik  und  kurze  geschichte  der  deutschen  spräche.  5.  verb. 
aufl.  (vgl.  Jsb.  1913,8,6);  bespr.  von  W.  Nickel,  Archiv  13], 
24:0—241  und  W.  Egg,  BfGw.  50,167.  —  4.  i\:  Kluge,  Abriß 
der  deutschen  wortbildungsJehre  (vgl.  Jsb.  1913,5,2);  bespr.  von 
M.  H.  Jellinek,  ZföG.  65,830—831. 

Sigmund  Feist. 

B.  Metrik. 

9.  W.  Streitberg,  Metrik.  Lexikon  der  pädagogik  3, 
673—675. 

10.  J.  Wolf,  Neue  literatur  zur  musikgeschichte  des  mittel- 
alters.      Geisteswissenschaften   1914,850 — 853. 

11.  H.  W.  Pollak,  Das  phonogrammarchiv  der  kaiserlichen 
akademie  der  Wissenschaften.     GRM.   6,257 — 269. 

12.  Th.  Frings,  Toulange  vokale.     PBB.  49,112—126. 

13.  Sprechen,  singen,  musik.  grund-  und  zeitfragen  aus 
der  stimmkunde,  musiktheorie  u.  a.  Leipzig,  Dürr.  VI, 292  s.  mit 
6  tafeln.  2,50  m.  —  der  band  erstand  aus  der  absieht  heraus, 
einen  überblick  über  den  stand  der  forschung  auf  den  grund- 
legenden gebieten  zu  geben,  aus  dem  reichen  inhalt  kommen  für 
die  metrik  besonders  in  betracht  folgende  aufsätze:  Fr.  Wethlo, 
Rdfsmittel  der  modernen  stimmforschuug;  M.  Seydel,  Die  neuere 
deutsche  stimmkunde  in  ihrer  anwendung  auf  Sprechkunst  und 
Sprechfertigkeit;  0.  ßutz,  Sänger-  und  reduertypen;  Rudolf  Bode, 
Das  rhythmische  problem  und  die  methode  Jaques-Dalcroze; 
E,.  Noatzsch,  Sprachmelodie  —  gesangsmelodie. 

13a.  R.  Lehmann,  Deutsche  poetik.  (Handbuch  des  deut- 
schen unteiTichts,  hrsg.  von  A.  Matthias.  3,2.)  München,  C.  H. 
Beck.  1913.  —  bespr.  von  K.  F.  v.  Kummer,  Allg.  Litbl.  23, 
347—349. 

14.  K.  Dunlagis,  Time  and  rhythm.  Philological  bulletin  11, 
nr.  5. 

15.  P.  Hagenbring,  Rhj^thmus,  klangfarbe,  Sprachmelodie. 
Pädagogische  warte  21,313 — 319. 


V.   B.  Metrik.  97 

16.  W.  Grohmann,  Vers  oder  prosa  im  hohen  drama  des 
18.  Jahrhunderts,     diss.     Leipzig.     65  s. 

17.  A.  Schreiner,  Ein  mittelfränkisches  akzentgesetz 
KblSiebLk.  27,1—22. 

18.  P.  Ernst,  Dramatischer  und  lyrischer  vers.    Tag  nr.  158. 

19.  R.  Müller-Freienfels,  Einige  psychologische  grund- 
fragen  der  metrik.  GRM.  6,369 — 379.  —  Müller-Freienfels  weist 
auf  die  tatsache  hin,  daß  auf  eine  so  grundlegende  frage  wie  die 
nach  dem  psychologischen  gründe  der  Wirkung  des  poetischen 
rhythmus,  des  verses,  des  strophenbaues  erst  in  neuester  zeit  die 
antwort  gesucht  und  zum  teil  gefunden  worden  ist.  Sprachmelodie 
und  rhythmische  gliederung  sind  als  spezifische  mittel  der  vers- 
wirkung  festgestellt  worden,  nach  MüUer-Ereienfels  übt  besonders 
der  gehobene  sprechton  der  poesie  einen  starken  einfluß  auf  den 
hörer  aus.  diesen  suggestiven  sprechton  ruft  der  vers,  wie  er  im 
druck  vor  uns  liegt,  durch  immanente  mittel  hervor,  es  kommen 
in  betracht  das  ganz  äußerliche  druckbild,  die  anordnung  in  vers- 
zeilen,  die  regulierung  der  atemtechnik  durch  rhythmische  anord- 
nung der  ikten,  das  vermeiden  sprachlicher  härten  (hiate,  konso- 
nantenhäufungen),  und  der  reim  als  stab-  und  endreim.  alle  diese 
mittel  wirken  teils  durch  traditionelle  Suggestion,  indem  wir  ge- 
wohnheitsmäßig solche  sprachlichen  gebilde  im  besonderen  tonfall 
lesen,  teils  aber  auch  durch  tatsächliche  begünstigung  jenes  ge- 
hobenen Sprechtones. 

20.  K.  Luick,  Zur  mittelenglischen  Verslehre.  Anglia  38. 
heft  3/4. 

21.  A.  Mayer,  Das  ästhetische  wesen  des  rhythmus  in 
Goethes  Heideröslein.  Wien,  Programm  Erzherzog  Rainer-Real- 
gymnasium.    25  s.     8**. 

22.  L.  Greulich,  Reimstudien  zu  Wirnt  von  Gravenberg. 
diss.     Heidelberg.     VIII,75  s. 

23.  A,  Charon,  Rhythmus  und  rhythmische  einheit  in  der 
musik.     Archiv  für  psychologie  31,274 — 294. 

24.  H.  Keßler,  Der  fünffüßige  jambus  bei  Chr.  D.  Grabbe. 
ein  beitrag  zur  metrik.     diss.     Münster  1913.      121   s. 

25.  P.  Lambertz,  Der  fünffüßige  jambus  in  den  dramen 
Er,  Halms,    eine  metrische  Untersuchung,    diss.    Münster.  XIII, 73  s. 

26.  W.  Heims,  Der  germanische  alliterationsvers  und  seine 
Vorgeschichte,  mit  einem  exkurs  über  den  Saturnier.  diss.  Münster. 
VIII,  106  8. 

27.  H.  Steinberg,  Die  Reyen  in  den  trauerspielen  des 
Gryphius.     diss.     Göttingen.      123  s. 

Jahresbericht  für  germanische  philologie.    XXXVI.   (1914.)   I.  Teil.  7 

\ 


,gg  V.    Deutsch  in  seiner  gesamtentwicklung. 

28.  A.  Aber,  Die  musikwissenschaftlichen  vortrage  auf  dem- 
kongreß  für  ästhetik.     Stimme  bd.  8,  heft  4. 

29.  A.  Thumb,  Satzrhythmus  und  satzmelodie  in  der  alt- 
griechischen prosa.  fortschritte  der  psychologie.  bd.  1.  Leipzig, 
Teubner.  —  bespr.  v.  K.  Mün scher,  Berl. ph. wschr.  35,460 — 466; 
P.  Habermann,  Wschr.  30,1008/10.) 

30.  0.  Rutz,  Zu  musik,  wort  und  körper  als  gemütsaus- 
druck  (vgl.  Jsb.  1911,5,7).  Zs.  d.  internat.  musikgesellsch.  15,. 
169—173;  225. 

31.  A.  Guttmann,  Über  die  lehre  von  den  klanglichen 
konstanten  in  rede  und  musik.  Zs.  d.  internat.  musikgesellsch. 
15,119—120. 

32.  E.  Sievers,  Neues  zu  den  Rutzschen  reaktionen.  Archiv 
für  experimentelle  und  klinische  phonetik  1,225 — 252.  Berlin. 
Karo-er.  auch  einzeln  1,20  m.  —  Sievers  warnt  davor,  über  der 
bekämpfung  Rutzscher  hypothesen  dessen  tatsächliche  beobach- 
tungen  zu  vergessen  und  erörtert  die  Schwierigkeiten,  die  erstens 
den  reaktionen  entgegenstehen  und  zweitens  ihre  Wahrnehmung 
verhindern,  das  problem  wird  nach  seinem  gegenwärtigen  stände 
dargestellt  und  ein  neues  hilfsmittel  zur  beobachtung  und  expe- 
rimentellen prüfung  des  tatsächlichen  angegeben.  Sievers  hat 
drahtfiguren  hergestellt,  mit  deren  hilfe  der  typus  des  zu  unter- 
suchenden textes  ermittelt  werden  kann. 

33.  A.  Guttmann,  Die  neuen  entdeckungen  der  sogenannten 
klanglichen  konstanten  in  der  musik.  Archiv  für  experimentelle 
und  klinische  phonetik  1,253 — 274. 

34.  E.  Sievers,  Demonstrationen  zur  lehre  von  den  klang- 
lichen konstanten  in  rede  und  musik.  bericht  des  kongresses  für 
ästhetik,  Stuttgart  1914,456—473. 

35.  Fr.  Ohmann,  Melodie  und  akzent.  bericht  des  kon- 
gresses für  ästhetik,  Stuttgart  1914,476 — 481. 

36.  A.  Guttmann,  Kunst  und  Wissenschaft  des  gesanges. 
bericht  des  kongresses  für  ästhetik,   Stuttgart  1914,511 — 519. 

37.  G.  Panconcelli-Calcia,  Einführung  in  die  angewandte 
phonetik.    131  s.    mit  118  abbildungen  und  3  tafeln.    Berlin.    5  m. 

38.  R.  M.  Meyer,   Kürenberges  wise.     ZfdA.  55,337—349. 

39.  K.  Weiß,  Vom  reim  und  refrain.  ein  beitrag  zur 
psychogenese  dichterischer  ausdrucksmittel.    Jmago  1913,552 — 572. 

40.  H.  W.  Nordmeyer,  Das  schallanalytische  Verhältnis 
von  Gottfrieds  Vierzeilern  zu  den  erzählenden  partien  des  Tristan. 
JEGPhil.   13,508—513. 

41.  Th.  Pitzhugh,  The  origin  of  verse.  university  of 
Virginia.     Bulletin  of  the  school  of  latin  nr.  8. 


V.   B.  Metrik.  99 

42.  Fr.  Neumann,  Geschichte  des  neuhochdeutschen  reimes 
von  Opitz  bis  Wieland.  I.  kapital:  Der  reim  und  die  qualität  der 
e-laute.  diss.  Göttingen  1914.  XVI,  102  s.  —  die  arbeit  ist 
rein  sprachlicher  natur, 

43.  0.  Wegener,  Reim  Wörterbuch  zur  weltchronik  Rudolfs 
von  Ems.     diss.     Greifswald   1914.      136  s. 

44.  O.  Drinkwelder,  Ein  deutsches  sequentiar  aus  dem 
ende  des  12.  jahrhs.  Veröffentlichungen  der  Gregorianischen  aka- 
demie  zu  Freiburg  (Schweiz),  hrsg.  von  P,  Wagner.  8.  heft. 
Graz  1914.  VII,84  s.  S*'.  mit  faksimile.  2,60  m.  —  bespr. 
J.   W.,  Zs.  d.  internat.  musikgesellsch.   15,247. 

45.  W.  Brandl,  Sebastian  Wild,  ein  Augsburger  meister- 
singer.  VII,  170  s.  8  m.  Forschungen  zur  neuern  literatur- 
geschichte,  hrsg.  von  Fr.  Muncker.  heft  48.  —  Wild  folgt  in 
der  verstechnik  dem  Vorbild  des  Hans  Sachs,  ohne  ihn  in  der 
glätte  des  verses  zu  erreichen,     versbrechung  kommt  nicht  vor. 

46.  R.  Brotanek,  Zu  den  ältesten  englischen  hexametern, 
Archiv  133,  heft  1/2. 

47.  M.  Trautmann,  Sprache  und  versbau  der  altenglischen 
rätsei.     Anglia  38,  heft  3/4. 

48.  K.  Schuhmacher,  Studien  über  den  Stabreim  in  der 
mittelenglischen  alliterationsdichtung.  213  s.  6,60  m.  Bonner 
Studien  zur  englischen  philologie  heft   11. 

49.  G.  Mann,  Vom  wesen  und  von  der  bedeutung  des 
rhythmus.     Musica  Sacra  47,83 — 87. 

50.  J.  Lindemann,  Über  die  alliteration  als  kunstform  im 
Volks-  und  spielmannsepos.     diss.      Breslau.     62  s.     8*^. 

51.  Besprechungen  von  werken,  die  in  früheren  jahrgängeia 
verzeichnet  sind:  1.  F.  Stütz,  Die  technik  der  kurzen  reimpaare 
des  P.  Gengenbach.  Straßburg  1912  (vgl.  Jsb.  1912,5,46;  1913, 
5,69):  H.König,  ZfdPh.  46,308— 312.  —  2.  S.  Behn,  Der  deut- 
sche rhythmus  und  sein  eigenes  gesetz.  Straßburg  1912  (vgl. 
Jsb.  1912,5,50):  F.  Piquet,  Revue  critique  1914,  nr  30.  — 
3.  E.  Classen,  On  vowel  alliteration  in  the  old  Germanic languages. 
Hanchester  1913  (vgl.  Jsb.  1913,5,14):  Fr.  Klaeber,  Anglia  beibU 
25,164—166;  B.  G.  Morgan,  JEGPhil.  XIII,  heft  3;  A.  Mawer, 
MLR.  9,105 — 107.  —  4.  H.  Rietsch,  Gesänge  von  Frauenlob, 
Reinmar  v.  Zweter  u.  Alexander.  Leipzig  1913  (vgl.  Jsb.  1913, 
5,68):  A.  Schering,  Musik  167—168.  —  5.  F.  Pogatscher, 
Zur  entstehung  des  mhd.  gedichtes  vom  könig  Rother.  Halle  1913 
(vgl.  Jsb.  1913,5,52):  G.  Baesecke,  DLz.  35,1062—1064.  — 
6.  H.  Paulussen,   Rhythmik  und  technik  des  sechsfüßigen  jambus 

7* 


100  V-    Deutsch  in  seiner  gesamtentwicklung. 

im  Deutschen  und  Englischen.  Bonn  1913  (vgl.  Jsb.  1913,5,26): 
E.  Ekwall,  Anglia  beibl.  25,113—115;  P.  Habermann,  DLz. 
35,1704—1705;  ll.  Kern,  Museum  21,419—420.  —  7.  H.  Klein- 
stück, Die  rhythmik  der  kui'zen  reimpaare  des  Burkard  Waldis. 
diss.  Leipzig  1910  (vgl.  Jsb.  1910,5,20;  1911,5,15;  1912,5,54; 
1913,5, 69):  K.  Helm,  Litbl.  35,234—236.  —  8.  L.  Hettich, 
Der  fünffüßige  Jambus  in  den  dramen  Goethes.  Heidelberg  1913 
(vgl.  Jsb.  1913,5,22):  W.  Stammler,  DLz.  35,1886—1889; 
E.  Feise,  JEGPhil.  XIII,  heft  2.  —  9.  Th.  Fitzhugh,  Indo- 
european  rhythm.  Charlottesville  1913  (vgl.  Jsb.  1913,5,17): 
0.  Wessely,  Litbl.  24,187;  J.  Pokorny,  Cbl.  65,697.  — 
10.  C.  Rotter,  Der  schnaderhüpfl-rhythmus.  Berlin  1912  (vgl. 
Jsb.   1912,5,27;   1913,5,69):  A.  Müller,  ZfdPh.  46,324—327. 

P.  Habermann. 

C.   Literaturgeschichte. 

52.  W.  Seh  er  er,  Geschichte  der  deutschen  literatur.  13.  auf  1. 
Berlin,  Weidmann.     XII,834  s. 

53.  L.  Pott,  Geschichte  der  deutschen  literatur  in  grund- 
zügen  mit  ausgewählten  texten.  Genf,  Atar.  224  s.  —  auf  86  s. 
'grundzüge',  d.  h.  eine  ganz  dürftige  art  von  tabelle,  das  übrige 
proben  aus  werken  von  Klopstock  an.     das  ganze  belanglos. 

54.  F.  Schultz,  Geschichte  der  deutschen  literatur.  völlig 
neu  bearbeitet  von  K.  Reuschel.  3.  aufl.  Dresden,  Ehlermann. 
VIII,309  s.  —  vgl.  Jsb.  1913,5,78.  die  schnelle  Verbreitung  des 
buches  spricht  für  seine  bi'auchbarkeit.  die  knappe  und  doch  in- 
haltvolle darstellung,  besonders  in  der  Zeichnung  der  zeitrichtung 
jeder  epoche,  ist  ein  besonderer  vorzug.  etwas  dürftig  erscheint 
die  behandlung  der  alten  zeit  (s.  1 — 60  bis  Opitz)  im  Verhältnis 
zur  neuen  und  besonders  neuesten,  wo  mancher  name  fehlen  könnte. 

55.  E.  Schulze,  Die  deutsche  literatur.  geschieh te  und 
hauptwerke  in  den  grundzügen.  9.  aufl.  Berlin,  Hofmann  u.  co. 
"711,411  s.  —  als  lehrbuch  gedacht  für  weitere  kreise,  'erzielen 
möchte  das  buch  Verständnis  für  die  entwicklung  der  dichtung 
aus  den  treibenden  kräften  heraus',  die  darstellung  zeigt  Sach- 
kenntnis und  wohlbegründetes  urteil,  die  ältere  literatur  bis  Opitz 
umfaßt  8.  1—93. 

56.  W.  Lindemann,  Geschichte  der  deutschen  literatur. 
9.  und  10.  aufl.  von  M.  Ettlinger.  Freiburg,  Herder.  1.  bd, 
XVIII,660  s.  2.  bd.  X,716  s.  mit  60  bzw.  92  bildern.  —  das 
unter  fortgehender  Umarbeitung,  Sichtung  und  ergänzung  immer 
stattlicher  angewachsene  werk  ist  nunmehr  in  zwei  bände  geteilt 
und  mit  bildwerk  ausgestattet  worden,    das   sich   in  dem  üblichen 


V.   C.  Literaturgeschichte.  101 

rahmen  von  handschriftlichen  proben,  büchertiteln  und  dichter- 
bildnissen  hält,  der  zeit  bis  Opitz  sind  509  Seiten  gewidmet,  dei* 
maßvoll  katholische  Standpunkt  ist  bekannt. 

57.  L.  Sternberg,  Die  Nassauische  literatur.  eine  dar- 
stellung  ihres  gegenwärtigen  Standes  auf  der  grundlage  des  älteren 
Schrifttums.  Wiesbaden,  Staadt.  1913.  88  s.  —  der  vorrefor- 
matorischen  literatur  Nassaus  werden  23  seit9n  gewidmet,  haupt- 
sächlich der  Liniburger  chronik.  dann  folgt  sogleich  die  zeit 
Goethes  bis  zur  gegenvvart,  leider  nur  eine  belanglose  aneinander- 
reihung  von  dürftigen  skizzen.  von  einer  behandlungsart  im  sinne 
Nadlers  ist  keine  rede.  —  ablehnend  bespr.  von  W.  Stammler, 
Grenzboten  73,2,187—188. 

58.  V.  A.  Krüger,  Deutsches  literaturlexikon.  biographi- 
sches und  bibliographisches  handbuch  mit  motivübersichten  und 
quellennachweisen.  München,  Beck.  VIII,483  s.  —  das  werk, 
eine  Umarbeitung  des  Lexikons  der  nationalliteratur  von  A.  Stern, 
enthält  neben  den  biographieu  von  Schriftstellern  aller  zeiten  auch 
Übersichten  von  Stoffen  und  motiven  mit  ihren  behandlungen  (z.  b. 
Abraham,  Adam  und  Eva,  Amadisroman  u.  dgl.).  es  umfaßt  ferner 
literarhistorische  artikel  (Poetik,  das  jüngste  Deutschland  usw.)  und 
historische  (Hohenstaufen  usw.).  ausländische  dichter  sind  nur 
insoweit  berücksichtigt,  als  sie  größere  bedeutung  für  die  deutsche 
literatur  besitzen  (z.  b.  Shakespeare),  anderes  soll  später  ergänzt 
werden  (z.  b.  Ibsen),  vf.  ist  sich  der  unvollkommenheit  seiner 
arbeit  selbst  bewußt,  —  J.  Körner,  Cbl.  65,1144 — 1145  weist  die 
unZuverlässigkeit  des  buches  nach,  J.  G.  Sprengel,  Litbl.Fftr.Zg, 
vom  5,  juli  1914  begrüßt  es  als  einen  erfreulichen  anfang  auf 
diesem  gebiete. 

59.  H.  Benzmann,  Die  deutsche  ballade.  2  bde.  Leipzig, 
Hesse  u.  Becker.  —  nach  der  anzeige  von  J,  Stern,  ZfdU.  28,224 
gibt  vf.  eine  einleitung  über  wesen,  typen,  stilarten  und  entwick- 
lung  der  ballade,  sodann  eine  Sammlung  der  deutschen  balladen 
vom  Hildebrandliede  an  bis  zur  gegenwart  mit  heranziehung  aus- 
ländischer balladen  als  Vergleichsmaterial. 

60.  Schulbücher.  0.  Borbein,  Literaturgeschichtliches  hand- 
und  lesebuch  zum  lesewerk  von  Berger-Lemp.  für  die  oberstufe 
der  lyzeen.  Bielefeld,  Velhagen  und  Klasing.  —  P.  Kl  au  seh, 
Hilfsbuch  für  den  Unterricht  in  der  deutschen  literaturgescliichte. 
2,  aufl,  Leipzig,  Hirt.  172  s.  2  m.  —  R.  Lippert,  Deutsche 
dichtung.  hilfsbuch  für  die  einführung  in  die  wichtigsten  erschei- 
nungen  der  deutschen  nationalliteratur,  3,  aufl.  Leipzig,  Quelle  u. 
Meyer.  VII,207  s.  —  G.  Klee,  Grundzüge  der  deutschen  lite- 
raturgeschichte.    16.  aufl,    Berlin,   Bondi.    7111,198  s.    2,50  m. — 


102  "V'I.    Altliochcleutsc.il. 

H.  Werner,  Kurzgefaßte  geschichte  der  deutschen  literatur.  Braun- 
echweig,  Westermann.  VI, 166  s.  —  J.  Cerny,  Die  deutsche 
dichtung.  Wien,  Tempsky.  360  s.  2,95  ra.  —  W.  Reuter, 
Literaturkunde,  abriß  der  poetik  und  geschichte  der  deutschen 
poesie.  20.,  21.  aufl.  Freiburg,  Herder.  XII,350  s.  —  K.  Cor- 
nelius, Leitfaden  der  deutschen  literaturgeschichte  in  aufgaben, 
fragen  und  antworten.  2.  aufl  von  Gr.  Backhaus.  Paderborn, 
Schöningh.  XIV,204  s.  —  0.  Masing,  Quellenbuch  zur  deut- 
schen literaturgeschichte.  3.  band.  Riga  u.  Leipzig,  Neuner.  1918. 
90  und  200  s.  (der  3.  band  zuerst  erschienen,  sonst  in  heften; 
bespr.  Mtschr.   13,520  von  W.  Haynel.) 

61."  Beurteilungen  von  früher  besprochenen  werken:  I.E.Engel, 
Oeschichte  der  deutschen  literatur.  2  bde.  16.  aufl.  1907,5,6: 
Allg.  Litbl.  22,726 — 727  (unzulängliche  berücksichtigung  der  katho- 
lischen literatur).  —  2.  J.  Nadler,  Literaturgeschichte  der  deut- 
schen Stämme  1913,5,75:  ZfdU.  28,223  von  J.  Stern  (allgemeine 
Würdigung);  Rev.  germ.  10,231  von  F.  Piquet  (zum  teil  gewalt- 
same konstruktionen);  Zs.  f.  d.  gesch.  d.  Oberrheins  29,357 — 363 
von  Fr.  Schultze;  ZföG.  65,419— 428  von  J.  Pohl  (ausführliche 
beleuchtung  und  Würdigung,  die  durch  die  ganze  anläge  bedingten 
Unstimmigkeiten,  die  auch  hier  berührt  werden,  fallen  den  Vor- 
zügen der  neuartigen  behandlung  gegenüber  nicht  ins  gewicht). 
—  3.  H.  Röhl,  Geschichte  der  deutschen  dichtung  1913,5,74: 
anerkennend  beurteilt  50,462 — 468  von  M.  Schnuck;  Mtschr.  13, 
518  —  519  von  W.  Haynel.  —  4.  A.  Salzer,  Illustrierte  ge- 
schichte der  deutschen  literatur  1912,5,55:  anerkenend  bespr.  NJb. 
34,355—358  von  M.  Feichtlbauer,  Mtschr.  13,28—29  von 
A.  Biese. 

Gotthold  Boetticher. 


VI.   Althoclideutsch. 

A.  Allgemeines.  —  B.  Denkmäler  in  alphabetischer  reihenfolge. 

A.    Allgemeines    (Laut-    und    formenlehre   1 — 3,    Wortforschung 

und  etj'^mologie  4 — 13.     Literatur   14). 

1.  Hans  Naumann,  Althochdeutsche  graramatik.  (Sammlung 
(i'i.rlien  727.)  159  s.  —  vf.  gibt  weniger  eine  ahd.  grammatik 
als  eine  historische  entwicklung  des  Althochdeutschen,  er  geht 
vom  Westgermanischen  aus  und  versucht  in  abschnitt  A|  (die 
Westgermanen  und  ihre  spräche),  die  Weiterentwicklung  des  süd- 
lichen Westgermanischen  bis  zur  'gemeinahd.  basis'  darzustellen, 
meist  auf  grund  der  allgemein  geltenden  auffassung,  doch  gelegent- 
lich   eigene    wege   gehend,     der   zweite   kleinere   abschnitt  B   (die 


VI.    A.  Allgemeines.  103 

ahd.  dialekte)  stellt  in  der  form  von  nachtragen  zu  den  para- 
graphen  des  ersten  teiles  die  eigenheiten  der  hauptdialekte  zu- 
sammen, für  die  'erlernung'  des  Althochdeutschen  ist  die  anord- 
nung  wenig  praktisch. 

2.  Friedr.  Krüer,  Der  bindevokal  und  seine  fuge  im  schwachen 
deutschen  präteritum  bis  1150.  (=  Palästra  CXXV.)  Berlin, 
Mayer  und  Müller.  VIII,357  s.  8  m.  —  volldruck  der  Jsb. 
1912,6,9  besprochenen  arbeit.  —  untersucht  wird  in  den  weiteren 
teilen  von  kap.  2  die  westgermanische  synkope  in  den  einzelnen 
klassen  der  yau-verba,  getrennt  die  einsilbig  langen  und  die  ein- 
silbig kurzen  wurzeln,  dann  die  vokalischen  stamme  und  endlich 
die  zwei-  und  mehrsilbigen  verba.  darauf  folgt  ein  abschnitt  über 
systemzwang  in  der  bildung  und  wähl  der  präterita  mit  besonderer 
rücksicht  auf  Otfrids  metrik.  das  dritte  kapitel  bespricht  die 
jüngeren  erscheinungen:  bei  den  synkopierten  präteriten  der  yaw- 
klasse  mit  umlaut  ist  in  den  meisten  fällen  Übertragung  des  um- 
gelauteten  präsensvokals  auf  das  präteritum  anzunehmen,  nur  bei 
-einer  kleineren  gruppe   haben   wir   jüngere   synkope  seit  ende  des 

10.  jahrhs.      ebenso    ist    bei   o-   und    e-verben    erst   seit   ende   des 

11.  jahrhs.  eine  wirkliche  synkope  in  nennenswertem  umfang  vor- 
handen, das  vierte  kapitel  betrachtet  das  Schicksal  der  wurzel- 
schließenden konsonanten:  sie  sind  bei  erhaltenem  bindevokal  un- 
verändert; bei  Synkope  werden  alle  geminaten  vereinfacht,  ebenso 
lautgruppen,  deren  zweiter  teil  dem  hd.  endungsdental  gleich  ist; 
-b  und  -g  erscheinen  vor  dem  t  der  endung  verhärtet,  wo  präs. 
und  prät.  hinsichtlich  der  wurzelschließenden  konsonanten  lautlich 
gespalten  sind,  tritt  ausgleich  ein.  —  ein  vollständiges  register 
aller  besprochenen  verba  ist  s.  338  ff.  beigegeben. 

3.  Constantin  Nörrenberg,  Ahd.  1;  =  /:  Beitr.  40,165 — 166. 
—  der  gebrauch  des  Zeichens  v  für  stimmlosen  labialen  Spiranten 
wird  auf  einfluß  der  Iren  zurückgeführt,  diese  sprachen  lat  v  als 
stimmlosen  Spiranten  (und  ersetzten  deshalb  auch  lat.  v  in  lehn- 
worten  durch  /);  sie  hatten,  als  sie  als  missionare  die  Deutschen 
deutsch  schreiben  lehrten,  für  die  ahd.  stimmlose  spirans  die 
beiden  zeichen  v  und  f  zur  Verfügung  und   verwendeten  sie  auch. 

4.  Erich  Gutmacher,  Miszellen  zur  wortkunde.  Beitr.  40, 
150 — 156.  —  darin:  nr.  2  zu  Sieg,  macht  erneut  auf  ahd.  ubar- 
sigirot  aufmerksam,  dessen  r  auf  den  alten  s-stamm  hinweist.  — 
3.  zu  scazfung.  kompositum,  zweiter  bestandteil  das  als  simplex 
nicht  belegte  ahd.  *phunc  =  got.  puggs  beutel.  —  4.  fona  fimf- 
chustim  zu  Kluge  wb.'  s.  347.  —  5.  laune.  verweis  auf  ahd. 
niuuilune  neomenia.  —  7.  päd.  hermafrodita.  die  glosse  päd  be- 
ßieht  sich  auf  das  unmittelbar  vorhergehende  Herma  calidas  aqiias. 


104  VI.    Althochdeutsch. 

—  zu   nr.  3   bemerkung   über  ungenauigkeiten   in  der  wiedergäbe 
von  ahd.  wortmaterial. 

5.  Fr.  A.  Wood,  Germanic  etymologies.  JEGPhil.  13, 
499 — 507.  —  nr.  11  ahd.  fehön,  'verzehren'  zu  einer  idg.  wurzel 
*pek  pflücken  gestellt;  ebenso  ahd.  gifehan  sich  freuen.  —  17.  ahd. 
cheibo,  mhd.  keibe  'aas'  zu  an.  keifr  'schief  und  einer  wurzel  *geibh 
'zugrunde  gehn'.  —  auch  in  andern  nummern  ist  ahd.  besprochen 
feih,  igil,  eitar,  er,  ts,  eit,  eipar,  gor,  küski,  riga,  scuoh,  scehan,  sceida^ 
warzaj. 

6.  Hans  Sperber,  Beiträge  zur  germanischen  wortkunde. 
WS.  6,14 — 58.  vgl.  auch  absch.  111,150.  —  darin  s.  36  ahd.  sweiga 
'viehstall,  viehherde',  das  als  geflochtene  viehhürde,  zu  aisl. 
sveigja  biegen  usw.,  gedeutet  wird.  —  auch  die  übrigen  nummern 
des  aufsatzes  behandeln  unter  anderm  manche  ahd.  werte. 

7.  Herbert  Petersson,  Einige  tiernamen  aus  alten  färben- 
bezeichnungen.  Beitr.  40,81 — 111.  —  darin  nr.  7:  ahd.  alant  zu 
mittelir.  aladh  'bunt',  ahd.  iilo,  lit.  *elvas  'weiß',  idg.  *eluo.  (in 
nr.  3  wird  ahd.,  nhd.  rch  mit  air.  Hack  'gefleckt'  zusammen- 
gebracht.) 

8.  Karl  Demeter,  Ärichsteti.  Neues  arch.  f.  alt.  dtsch.  ge- 
schichtskunde  39,185 — 186  und  nachtrag  s.  765 — 766.  —  das  in 
einer  Urkunde  von  977  überlieferte  wort  bedeutet  stellen,  aa 
welchen  der  freie  zug  der  fische  durch  einlegen  von  reusen, 
körben  oder  dgl.  gesperrt  ist.  belege  aus  späterer  zeit  und  aus 
den  heutigen  obd.  mundarten  werden  gegeben.  —  im  nachtrag 
weitere  belege,  die  von  Joh.  Schul tze  im  Archiv  für  fischerei- 
geschichte  3,  s.  254  f.  beigebracht  wurden. 

9.  Karl  Helm,  Ahd.  evangeljo  swm.  Beitr.  40,162 — 165.  — 
form  und  geschlecht  des  ahd.  wortes  erklären  sich  ungezwungen 
durch  die  annähme,  daß  es  von  den  Oberdeutschen  aus  dem  goti- 
schen (aüvaggeljo  swf.)  entlehnt  und  wegen  des  auslautenden  -o 
der  klasse  der  schwachen  maskulina  angeschlossen  wurde. 

10.  W.  Schulze,  Ahd.  hnegen.  ZfvglSpr.  46,188—189.  — 
das  wort,  als  hnegen,  nicht  mit  Graff  als  hneigen,  anzusetzen,  stimmt 
in  bildung  und  vokalisation  genau  zu  chleben,  leben,  swepm;  hnegen 
'geneigt  sein'  verhält  sich  zu  hnigan  wie  bogen  'krumm  sein'  zu 
biogan. 

11.  Th.  von  Grienberger,  Leudus.  Beitr.  40,127 — 136.  — 
erneuter  versuch,  das  leudus  der  beiden  Fortunatusstellen  als  volk 
'vulgus'  zu  erklären,  schon  im  9.  jahrh.  sei  misverständnis  des 
Wortes  als  'lied'  möglich  gewesen,  die  frühere  literatur  über  die 
bekannte  Streitfrage   siehe  Jsb.   1907,6,25;    1910,6,10;    1911,6,10. 

12.  Herbert  Petersson,  Ahd.  ^Ä?/;e5&ew.  Beitr.  39,563 — 565. 
ahd.   thwesben    'vertilgen',    germ.    *puaspian^    geht  zurück   auf    ein© 


VI.   B.  Denkmäler.  105 

idg.   Wurzel    '^'tuesqü   und   ist   ein   weiteres   beispiel   für   den   selten 
belegten  Übergang-  von  idg.  labiovelar  zu  germ.  labial. 

13.  Herbert  Petersson,  Einige  tier-  und  pflanzennamen 
aus  idg.  sprachen.  ZfvglSpr.  46,128 — 150.  —  darin  nr.  5  ahd. 
wisant  das  zu  ai.  uisätia  *horn'  gestellt  wird:  idg.  ^tiisonto-  'mit 
hörnern  versehen'. 

14.  A.  Kober,  Zur  geschichte  der  deutschen  Mariendichtung. 
ZfdU.  28,595—619.  —  vgl.  abschnitt  VII,7;  für  ahd.  zeit  ist  nur 
kurz  festzustellen,  daß  ein  'Marienerlebnis'  noch  nicht  vorhanden 
ist.     Heliand  und  Otfrid  enthalten  noch  keine  Mariendichtung. 

15.  Besprechungen  früher  erschienener  werke:  1.  L. 
Armitage,  An  introduction  to  the  Study  of  Old  High  German 
(vgl.  Jsb.  1911,6,3;  1912,6,17[2],  1913,6,15[1]);  bespr.  v.  AI.  Green, 
JEGPhil.  13,309—313.  —  2.  Jos.  Mansion,  Althochdeutsches 
lesebuch  für  anfänger  (vgl.  Jsb.  1912,6,3;  1913,6,15[2]);  bespr. 
von  H.  König,  DnSpr.  22,424 — 425;  von  R,  C.  Boer,  Museum 
21,294 — 295.  —  3.  Joh.  Franck,  Altfränkische  grammatik  (vgl. 
Jsb.  1909,6,6;  1910,6, 15[2];  1912,6,17[3]);  bespr.  von  0.  Be- 
haghel,  Litbl.  35,233—234.  —  4.  0.  Gröger,  Die  ahd.  und  as. 
kotnpositionsfuge  (vgl.  Jsb.  1911,6,6;  1913,6,15[3]);  bespr.  von 
K.  Helm,  Litbl.  35,1 — 3.  —  5.  Rob.  Liehl,  Mittelvokale  und 
mittelvokallosigkeit  vor  m,  n,  l,  r  (vgl.  Jsb.  1913,6,2);  bespr. 
von  K.  Glöckner,  ZfdMa.  9,184—185.  —  6.  Hugo  Suolahti, 
Die  deutschen  vogelnamen  (vgl.  Jsb.  1909,6,14;  1910,5,14[8];  1912, 
6,17[4]);  bespr.  von  D.  v.  Kralik,  GgA.  1914,129—168.  mit  aus- 
führlichen erörterungen  über  die  namen  icarchengil,  dorndragil, 
isarn,  eringreoz  (dies  eine  entstellung  aus  ags.  earngeap,  im  anschluß 
daran  ausführungen  über  beeinflussung  der  Lev.-gloss.  durch  eine 
ags.  glosse,  s.  149 — 155),  sisagomo  (totenklagemann,  bezeichnuug 
des  uhu,  von  den  glossatoren  versehentlich  auf  den  pelikan  über- 
tragen). —  7.  Wilh.  Uhl,  Winiliod,  Supplement  (vgl.  Jsb.  1913, 
6,13);  bespr.  von  K.  Helm,  Litbl.  35,379—380;  von  -tz-,  Cbl. 
65,481 — 482;  von  0.  Schissel  v.  Fleschenberg,  Österr.  zs.  f. 
bibliothekswesen  II  u.  III,  s.  65 — 67;  selbstanzeige  GRMon.  6,365. 
—  8.  Walth.  Paetzel,  Die  Variationen  in  der  altgerman.  allite- 
rationspoesie  (Palästra  48)  (vgl.  Jsb.  1913,11,7;  15,116);  bespr.. 
von  J.  Pranck,  AfdA.  37,11—14. 

B.  Denkmäler. 

16.  Hans  Naumann,  Althochdeutsches  lesebuch.  (Sammlung 
Göschen  734.)  148  s.  —  die  auswahl  der  lesestücke  ist  geschickt 
getroffen  und  erfüllt  gut  ihren  zweck,  eine  Vorstellung  von  der 
Vielseitigkeit   der   ahd.   literatur   zu   geben,     die  Sammlung  umfaßt 


106  VI.    Althochdeutsch. 

I.  Prosadenkmäler:  1.  Denkmäler  zur  Zeitgeschichte,  2.  Denkmäler 
zur  geschichte  der  christlichen  kultur  (gebete,  katechetisches, 
Übersetzungen),  3.  Denkmäler  der  gelehrsamkeit,  4.  Profane  über- 
«etzungskunst,  5.  Volkstümliche  prosastücke;  II.  Poetische  denk- 
jnäler:  1.  Volkstümliche  gedieh te,  2.  Gedichte  der  Zeitgeschichte, 
3.  Christlich-volkstümliche  gedichte,  4.  Lyrica.  in  einigen  ab- 
schnitten hat  herausgeber,  um  das  zur  Verfügung  stehende  material 
zu  vermehren,  auch  auf  die  frühmhd.  zeit  (12.  jahrh.)  übergegriffen 
{vgl.  abschnitt  Lyrica).  auch  einiges  unnötige  ist  abgedruckt,  so 
das  von  Zappert  gedichtete  'ahd.  Schlummerlied'.  —  s.  133  ff. 
glossar;  ferner  zwei  knappe  Seiten  anmerkungen,  die  für  den 
kundigen  überflüssig  sind  und  dem  lernenden  nicht  ausreichen 
können.  —  die  einleitung  (s.  7 — 26)  bietet  einen  kurzen  abriß  der 
geschichte  der  ahd.  literatur. 

17.  Albert  Leitzmann,  Zu  den  kleineren  ahd.  denkmälern. 
I.  Die  quelle  des  Wessobrunner  gebetes.  II.  Die  heimat  der 
samariterin.    III.  Die  quelle  des  138.  psalmes.    Beitr.  39,548 — 563. 

—  I.  Die  quelle  des  Wessobrunner  gebetes  war  wahrscheinlich 
«in  kommentar  zu  psalm  89,  nicht  der  text  des  psalmes  allein, 
wie  G.  Jellinek  vermutet  hatte;  denn  erst  durch  die  kommentare 
wird  die  erwähnung  der  engel  im  gebet  erklärt.  —  II.  L.  tritt 
auf  grund  des  Wortschatzes  mit  entschiedenheit  für  alemannische 
herkunft  der  samariterin  ein.  zum  text :  in  v.  9  liest  L.  statt 
U'iss'is  aller  ausgaben  wis  sis.  III.  Die  quelle  des  psalms  138  ist 
nicht  die  vulgata  gewesen  sondern  ein  kommentar,  der  einen  text 
entliielt,  welcher  von  der  vulgata  in  vers  5  abwich  und  dort  den 
sinn  des  hebräischen  Originals  genauer  wiedergab,  daraus  erklärt 
sicli  die  stelle  den  wech  furiivorhtostü  mir.  bemerkungen  zu  vers  4. 
9.    13.  27  f. 

Christus  und  die  samariterin;  s.  nr.  17. 
Gebet,  Wessobrunner;  vgl.  auch  nr.  17. 

18.  Otto  Deneke,  Vom  dichter  Kazungali.  Zs.  f.  bücher- 
frennde  n.  f.  6,19 — 30.  —  zusammenfassende  darstellung  der  ge- 
schieh te  des  ergötzlichen  mißverständnisses,  infolge  dessen  diese 
glosse  (s.  Steinmeyer-Sievers  IV, 312)  als  name  des  vermeintlichen 
dichters  des  Wessobrunner  gebetes  in  der  germanistik  des  18.  jahrhs. 
ihr  Unwesen  trieb. 

Glossen;  s.  auch  nr.   15,6  und   18. 

19.  Rob.  Brans,  Das  Reichenauor  glossar  Rf  nebst  seinen 
näheren  verwandten  Bib.  9  und  Bib.    12.     diss.     Straßburg.     72  s. 

—  teildruck.  I  (s.  3 — 46)  gemeinsame  grammatische  beschreibung 
der  drei  glossare.  II.  Die  sprachhistorische  Stellung  derselben. 
nm  diese  festzustellen,  vergleicht  Br.  ihre  spräche  mit  den  Mur- 
bacher glossen,  den  St.   Galler  und  den  Weißenburger  denkmälern. 


VI.    B.  Denkmäler.  107 

er  kommt  zu  dem  Schlüsse,  Rf  gebe  den  dialekt  von  Reichenau 
■wieder  und  sei  dort  etwa  in  die  zeit  von  810 — 815  anzusetzen, 
also  vor,  nicht  wie  Kögel  annahm  nach  Rb.  die  glossare  Bib.  9.  12 
zeigen  nach  Br.  eine  älteste  schiebt  fränkischer  herkunft,  eine 
jüngere  Murbacher  schiebt  und  eine  jüngste  St.  Gallener.  etwa 
im  dritten  Jahrzehnt  des  9.  jahrhs.  seien  sie  aus  Murbacher  nieder- 
.schriften  in  St.  Gallen  kopiert  worden.  —  die  ganze  arbeit  soll 
als  heft  5  der  Untersuchungen  zur  deutschen  Sprachgeschichte  (hrsg. 
von  Rud.  Henning)  erscheinen. 

20.  Jos.  Stalzer,  Die  Zusammensetzung  des  glossars  Je  des 
Codex  Oxoniensis  Jun.  25.  ZföG.  65,389—400.  —  vf.  stellt,  ohne 
auf  die  ahd.  werte  des  glossars  einzugehn,  auf  grund  der  lat. 
lemmata  fest,  daß,  wie  Steinmeyer  schon  erkannt  hat,  das  lat.-lat. 
glossar  Äff.  die  hauptmasse  der  glossen  geliefert  hat.  ergänzungen 
dazu  stammen  in  erster  Knie  aus  einem  lat.-lat.  glossar,  das  den 
Ker.-Hr.  glossen  zugrunde  liegt,  darauf  beschränkt  sich  also  der 
Zusammenhang  mit  diesen  glossen,  in  denen  Kögel  irrtümlich  die 
hauptgrundlage  von  Je  sehen  wollte,  hinzu  kamen  noch  einige 
glossen  zur  Vulgata,  Gregors  Homilien  und  Benediktinerregel,  viel- 
leicht direkt  aus  glossierten  texten,  nicht  aus  glossaren  entnommen. 

21.  Karl  Helm,  Worterklärungen  zum  Keronischen  glossar. 
.ZfdWortf.  15,270 — 272.  —  einige  fälle,  in  welchen  die  lat.  werte 
falsch  verstanden  sind,  werden  nachgewiesen:  Steinmeyer- Sievers 
1,82,16;  146,17;  249,17;  vielleicht  auch  150,23;  249,17  zel-t 
außerdem  ags.  glossieruug.  bei  202,1  hat  Ra  das  ahd.  wort  nicht 
mehr  verstanden  und  deshalb  entstellt. 

22.  Otto  B.  Schlutter,  Weitere  nachtrage  zu  den  althoch- 
deutschen glossen.  ZfdWortf.  15,228 — 233.  —  einige  nachtrage 
zu  bd.  II — IV  der  Steinmeyer-Sieversschen  glossen. 

Hildebrandslied.  23.  The  Hildebrandslied.  Translated  from 
the  Old  High  German  into  English  alliterative  verse  by  Francis 
A.  Wood.  Chicago,  University  press.  11  s.  —  kurze  einleitung. 
Übersetzung,  in  der  zeilenordnung  E.  Wadsteins  Beiträgen  zur  er- 
klärung  des  Hildebrandsliedes  folgend,  ferner  Übersetzung  des 
mhd.  Hildebrandsliedes  nach  dem  text  in  MSD.  II,  s.   26  ff. 

Isidor.  24.  Alb.  Leitzmann,  Isidor  und  Matthäus.  Beitr. 
40,341 — 345.  —  stellt  die  sämtlichen  in  Matthäus  begegnenden 
Übersetzungsfehler  zusammen;  sie  sind  zum  teil  so  schlimm  und 
elementar,  daß  sie  dem  Isidorübersetzer  nicht  zugetraut  werden 
dürfen,  auch  sie  nötigen  also,  zwei  verschiedene  Verfasser  an- 
zunehmen. 

Ludwi^slied.  25.  P.  R.  Kolbe,  Variation  in  the  Old 
High  German  Post-Otfridian  Poems.  II:  Das  Ludwigslied.  MLN. 
29,82 — 84.  —  infolge  des  krieges  nicht  geliefert. 


108  ^^-   Althochdeutsch. 

Markbeschreibuugen.  26.  Karl  Christ,  Starkenburger 
^enzmarken.  Vom  Rhein  12,65  ff.;  13,1—5.  9—12.  25—27. 
37 — 40.  —  erörtert  vorwiegend  geographisches  und  geschieht* 
liches,  kommt  aber  auch  auf  form  und  bedeutung  einzelner  namen 
zu  sprechen. 

Hatthäiis  (Mousee);  s.  nr.  24. 

Notker;  s.  nr.  32,1  und  abschn.  VII,  132. 

Otfrid;  s.  auch  nr.  32,2. 

27.  Edw.  Schröder,  Otfrid  beim  abschluß  seines  werkes. 
ZfdA.  55,377—380.  —  Schröder  sieht  in  den  versen  Otfrid  1,31  ff. 
einen  ausfluß  patriotischer  erregung,  hervorgerufen  durch  den  er- 
folg der  Slawen,  welche  im  jähre  868  die  anerkennung  ihrer 
Sprache  als  kirchensprache  erreichten,  und  entscheidet  sich  auf 
grund  dessen  wieder  für  dieses  jähr  als  abfassungszeit  der  widmung 
an  Ludwig. 

28.  Jos.  Riegel,  Bischof  Salomo  I  von  Konstanz  und  sein& 
zeit.  Freiburger  diözesan-archiv  n.  f.  15,111 — 188.  —  darin 
s.  129 — 132  über  die  beziehungen  Otfrids  zu  Salomo,  zusammen- 
fassend auf  grund  der  germanistischen  literatur,  ohne  neue  er- 
gebnisse. 

Psalm  138;  s.  nr.  17. 

Tatian.  29.  Friedr.  Köhler,  Lateinisch-althochdeutsches 
glossar  zur  Tatianübersetzung,  als  ergänzung  zu  Sievers'  althoch- 
deutschem Tatianglossar.  Paderborn,  F.  Schöningh.  X,143  s.. 
5  m.  —  diese  für  weitere  beschäftigung  mit  dem  ahd.  Tatiaa 
sehr  nützliche  arbeit  verzeichnet  mit  ausnähme  des  verbums  und 
der  konjunktionen  alle  Wortarten  mit  allen  belegstellen,  einschließlich 
der  stellen,  an  denen  sie  unübersetzt  blieben,  für  die  konjunk- 
tionen ist  nur  eine  kleinere  zahl  von  belegstellen  gegeben  und  für 
das  weitere  material  auf  Köhlers  dissertation  (s.  Jsb.  1912,6,35) 
verwiesen,  ausgeschieden  sind  aus  dem  eigentlichen  glossar  die 
verba;  sie  werden  in  einem  anhang  alphabetisch  zusammengestellt,, 
jedes  mit  seinen  sämtlichen  ahd.  Übersetzungen,  auf  grund  deren 
das  gesamte  material  nach  Sievers'  ahd.  Tatianglossar  gesammelt 
werden  kann. 

Zaubersprüche.  30.  Jul.  Schwietering,  Der  erste  Merse- 
burger Spruch.  ZfdA.  55,148 — 156.  —  auch  der  erste  Merse- 
burger Spruch  soll  nach  Schw.  nicht  rein  heidnisch,  sondern  christ- 
lichen Ursprungs  .sein,  er  deutet  die  idisi  auf  die  drei  zum  grabe 
gehenden  Marien,  und  will  weiterhin  auch  in  den  einzelnen  handlungen 
der  idisi  die  entsprechenden  handlungen  der  Marien  sehen:  hapt 
heptidun  gehe  auf  das  binden  der  leiche  Christi  in  die  leichen- 
tücher,  clubodiin  usw.  auf  das  lösen  am  ostermorgen,  vielleicht  auch 


vir.    A.  Allgemeines.  109 

heri  lezidvv  auf  die  schlafenden  Wächter  im  auferstehungsbild.  die 
«igentliche  beschwörung  gehe  ebenso  auf  die  auferstehung  selbst, 
in  der  Christus  den  todesbanden  und  den  höllischen  feinden  entrinnt. 

31.  Friedr.  von  der  Leyen,  Der  erste  Merseburger  Zauber- 
spruch. Bayr.  hefte  f.  volksk.  1,270 — 277.  —  verteidigt  gegen 
Schwietering  (nr.  30)  die  heidnisch-germanische  herkunft  des 
Spruches. 

32.  Besprechungen  früher  erschienener  werke:  I.Hans 
Naumann,  Notkers  Boethius  (vgl.  Jsb.  1913,6,27);  bespr.  von 
A.  Pfalz,  DLz.  35,1953—1956.  —  2.  Br.  Engelberg,  Stilistik 
<le3  adjektivs  in  Otfrids  evangelienbuch  und  im  Heliand  (vgl.  Jsb. 
1913,6,31);  bespr.  von  R.  Blümel,  ZfdWortf.   15,326—327. 

Gießen.  Karl  Helm. 


vn.   Mittelhochdeutsch. 

A.    Allgemeines.    1.  Sprache  (grammatik,  Wortforschung  und  etymologie, 
Syntax,  stil).      2.   Literaturgeschichte  und  kulturgeschichte.  —  B.   Denk- 
mäler.    1.  Handschriften  und  textsammlungen.     2.  Einzelne  denkmäler 
und  autoren:    a)  Epik  und  didaktik.     b)  Lyrik  und  Spruchdichtung. 
c)  Drama,     d)  Prosa. 

A.  Allgemeines. 

1.  Sprache. 
1.  Franz  Hörburg  er.  Die  entwicklung  der  adjektivflexion 
in  der  Urkundensprache  Vorarlbergs,  programm,  Linz.  16  s.  —  zu- 
nächst stellt  vf.  aus  der  mundart  von  Doren  bei  Bregenz  die  flexion 
des  starken  und  schwachen  adjektivs  und  die  wenigen  reste  der 
unflektierten  form  zusammen,  dann  wird  aus  den  Urkunden,  die 
sich  über  die  zeit  von  ca.  1290 — 1791  erstrecken,  aber  zum 
größten  teil  vor  1500  liegen,  die  flexion  des  adjektivs  und  die 
Verwendung  der  flektierten  und  unflektierten  sowie  der  starken 
und  schwachen  form  verglichen,  überblick  über  die  entwicklung 
der  endungen  in  den  Urkunden  in  hinsieht  auf  die  mundart  s.  8, 
nr.  5:  die  mundartlichen  formen  gewinnen  im  allgemeinen  im 
14.  jahrh.  boden,  sind  aber  erst  seit  ausgang  des  jahrhs.  herrschend, 
soweit  sie  nicht  wieder  durch  schriftsprachlichen  einfluß  verdrängt 
werden,  die  unflektierte  form  ist  bis  ende  des  15.  jahrhs.  in 
weitem  umfang  (gegen  den  heutigen  gebrauch  der  mundart)  zu 
belegen.  Verdrängung  schwacher  formen  durch  die  entsprechenden 
starken  kommt  in  verschiedenen  fällen  vor;  im  akk.  sg.  fem.  wird 
sie  in  der  zeit  von  1380 — 1500  vollzogen  und   ist  fest  geworden. 


1 10  VII.    Mittelhochdeutsch. 

2.  Hugo  Suolahti,  Ein  französisches  suffix  im  Mittelhoch- 
deutschen. Neuphilolog.  mitt.  1914,111 — 124.  —  das  mhd.  hat 
aus  dem  afr.  eine  reibe  von  benennungen  für  die  ritterliche  rüstuisg- 
entlehnt,  teils  afr.  mask.  auf  -ier  wie  collier,  größerenteils  feuu 
auf  iere  wie  haniere.  das  geschlecht  blieb  in  einigen  fällen  be- 
wahrt, häufiger  sind  die  Worte  neutra  geworden,  der  worttypus 
ist  dann  im  mhd.  produktiv  geworden,  bleibt  aber  beschränkt  auf 
bezeichuungen  für  die  verschiedenen  teile  der  ritterlichen  schutz- 
rüstung,  und  mit  dem  rittertum  verschwindet  auch  die  bildungs- 
weise  wieder,  das  suffix  ier  ist  zweifellos  romanischen  Ursprungs, 
die  erweiterung  -n-ier  ist  aber  nicht  französisch,  sie  ist  im  deut- 
schen vielleicht  unter  holländischer  Vermittlung,  entstanden,  aus- 
gehend von  Worten  wie  hersenier,  bei  welchen  dem  suffix  ein 
stammauslautendes  -n   vorausgeht. 

3.  Fritz  Hastenpflug,  Das  diminutiv  in  der  deutschen 
Originalliteratur  des  12.  und  13.  jahrhs.  diss.  Marburg.  91  s.  — 
I.  Statistik  der  diminutiva  für  die  einzelnen  denkmäler:  berück- 
sichtigt wird  außer  der  absoluten  häufigkeit  die  Verteilung  auf  die 
verschiedenen  werke  eines  autors,  das  vorkommen  im  reim,  Ver- 
bindung mit  adjektiven.  bei  jedem  beleg  ist  kasus  und  numerus 
angegeben.  —  II.  Für  die  zeitliche  Verbreitung  der  diminutiva  ist 
eine  allmähliche  zunähme  festzustellen,  diese  erfolgt  aber  nicht 
in  einer  geraden  linie,  da  individuelle  momente  mitspielen,  während 
von  den  gegenwärtigen  mundarten  namentlich  die  Oberdeutschen 
die  diminutiva  in  größtem  umfang  verwerten,  zeigt  die  lit.  des 
12.  und  13.  jahrhs.  keine  Verschiedenheit  nach  ihrer  heimat:  ein 
kriterium  für  die  existenz  einer  mhd.  literatursprache.  —  von  den 
einzelnen  literaturgattungen  verwendet  die  lyrik  die  diminutiva  im 
größten  umfang,  innerhalb  der  epik  ist  die  kurze  erzählung  be- 
sonders reich,  die  didaktik  lehnt  —  abgesehen  vom  ßenner  — 
die  diminutiva  meist  ab,  die  prosa  ebenfalls.  —  die  von  geist- 
lichen verfaßten  werke  sind  im  gebrauch  der  diminutiva  zurück- 
haltend, die  volkstümlichen  gattungen  zeigen  reiche  Verwendung 
(so  auch  Berthold  v.  Regensburg  als  volkstümlicher  prediger!). 
dies  ist  ein  beweis  gegen  Polzins  annähme,  daß  die  diminutiva  auf 
lateinische  Vorbilder  zurückgehen;  der  befund  spricht  für  Wredes 
erklärung  der  diminutiva  als  volkstümliche  koseworte  von  appel- 
lativen  nach  dem  muster  von  eigennamen.  —  in  der  bildung  der 
diminutiva  herrscht  bei  weitem  das  suffix  -Im  mit  seinen  dialek- 
tischen Varianten  vor  (etwa  SO^'/q);  daneben  steht  -el  (9,5*^/0)  und 
-in  (8,7°/o),  sehr  selten  sind  -kin  (O,?"/,,)  und  -lach,  -leck  (l,l7o). 
maskulina  und  feminina  sind  nur  noch  ganz  vereinzelt  anzutreffen; 
das  neutrum  herrscht  allgemein,  vf.  vermutet,  das  neutrale  ge- 
schlecht habe  von  dem  wort  kint  und  kindelin  seinen  ausgang  ge- 


Yn.   A.  Allgemeines.  111 

nommen.  —  diminutiva  von  anderen  werten  als  Substantiven  sind 
sehr  selten,  —  III.  Alphabetisches  Wörterverzeichnis  mit  angabfr 
der  denkmäler  (ohne  tormale  Varianten). 

4.  Albert  W.  Aron,  Die  'progressiven'  formen  im  mittel- 
hochdeutschen und  frühneuhochdeutschen  (New  York  university. 
Ottendorfer  memorial  series  of  germanic  monographs,  nr.  10). 
Frankfurt  a.  M.,  J.  Baer  u.  co.  VIII,112  s.  3  m.  —  eine  Unter- 
suchung über  die  Verbindung  von  sin  und  werden  mit  dem  part. 
präs.  und  dem  infinitiv  bis  zum  anfang  des  16.  jahrhs.  sin  mit 
dem  part.  präs.,  werden  mit  dem  part.,  nebeneinander  von  part. 
präs.  und  infinitiv  mit  werden,  ebenso  nebeneinander  von  part.  präs. 
und  infinitiv  mit  sin,  werdest  mit  dem  infinitiv  und  sin  mit  dem 
infinitiv  und  das  Verhältnis  der  Verbindungen  mit  sin  zu  denen 
mit  werden,  die  entstehung  der  Verbindung  von  werden  mit  dem 
infinitiv  wird  auf  die  inchoative  bedeutung  von  werden  (in  einen 
zustand  übergehn)  zurückgeführt,  und  auf  die  erscheinung,  daß- 
der  infinitiv  sich  an  alle  verba  anlehnen  kann,  die  fähigkeit  oder 
bereitwilligkeit  zu  einer  handlung  ausdrücken.  —  am  Schlüsse 
einiges  material  für  die  Verbindung  anderer  verba  (transitiva  und 
intransitiva)  mit  part.  präs.  und  infinitiv.  —  die  dem  englischen 
nachgebildete,  ganz  unverständliche  bezeichnung  'progressive' 
formen  für  diese  syntaktische  Verbindung  sollte  aus  unserer 
grammatischen  terminologie  je  eher  desto  besser  wieder  ver- 
schwinden. 

5.  Besprechungen  früher  erschienener  werke:  1.  Vic- 
tor Michels,  Mittelhochdeutsches  elemeotarbuch.  2.  aufl.  (vgl. 
Jsb.  1912,7,2;  1913,7,10[2]);  bespr.  von  0.  Behaghel,  Litbl.  35, 
377;  von  J.  H.  Schölte,  Museum  21,327—332.-2.  Frz.  Jeli- 
nek,  Mhd.  Wörterbuch  zu  den  deutschen  Sprachdenkmälern  Böhmens 
(vgl.  Jsb.  1911,7,3;  8,11;  1912,7, 11[1];  1913,7, 10[4]);  bespr.  von 
F.Panzer,  Lit Rundschau  40,434 — 435;  vonFrantzen,  Museum  21. 
—  3.  Erik  Wellander,  Die  bedeutungsentwickluug  der  partikel 
ab  in  mittelhochdeutscher  verbalkomposition  (vgl.  Jsb.  1911,7,6); 
bespr.  von  H.  König,  DnSpr.  22,422—424. 

2.    Literaturgeschichte  und  kulturgeschichte. 

6.  Emil  Henrici,  Barbarolexis.  Sprachmischung  in  älteren 
Schriften  Deutschlands.  2.  heft,  s.  121 — 167.  Berlin,  J.  Klönne 
nachf.     2  m.  —  nicht  geliefert,     über  heft  1   vgl.  Jsb.  1913,7,13. 

7.  A.  Kober,  Zur  geschichte  der  deutschen  Mariendichtung, 
ZfdU.  28,595 — 619.  691 — 700.  —  eine  'analyse  der  erlebniswerte 
der  Mariendichtung',  der  erste  teil  bespricht,  leider  sehr  wenig 
tibersichtlich,    die    ahd.    zeit,    in   welcher   ein  Marienerlebnis   noch 


112  VII.    Mittelhochdeutsch. 

nicht  festzustellen  ist,  und  die  mhd.  zeit  mit  ihrer  reich  ent- 
wickelten fülle  verschiedener  typen  der  Mariendichtung  bis  zu 
Folz  und  Oswald  von  Wolkenstein,  der  zweite  teil  führt  die  be- 
trachtung  in  kurzen  zügen  fort  bis  zur  wende  des  17.  zum 
18.  Jahrhundert. 

8.  Franz  Bär,  Die  Marienlegenden  der  Straßburger  hand- 
schrift  Ms.  Germ.  863  und  ihr  literarhistorischer  Zusammenhang, 
diss.  Straßburg.  217  s.  —  I.  Beschreibung  der  jetzt  in  Berlin 
befindlichen  hs. ;  sie  ist  ca.  1325 — 1355  in  Straßburg  von  einer 
nonne  des  Reuerinnenklosters  geschrieben.  —  II.  Inhaltsangabe: 
der  erste  teil  der  hs.  enthält  bl.  1 — 112  eine  prosaübersetzung 
der  Vitae  patrum.  der  zweite  teil  hat  zunächst  (bis  184)  be- 
lehrungen  der  altväter  und  erzählungen  aus  ihrem  leben,  im  ganzen 
310  stück;  von  blatt  184  an  wundergeschichten ,  anekdoten, 
legenden,  der  dritte  teil  (bl.  325 — 351)  enthält  predigtmärlein. 
dreißig  stücke  der  hs.  sind  auszugsweise  von  Fr.  Pfeiffer  ver- 
öffentlicht worden,  vf.  verzeichnet  von  blatt  184  ab  die  Über- 
schriften aller  stücke  mit  kurzer  andeutung  des  inhalts  und  ver- 
weisen auf  sonstiges  vorkommen  der  motive.  dann  bespricht  er 
ausführlich  die  unter  den  geschichten  der  hs.  befindlichen  sieben- 
unddreißig Marienlegenden,  indem  er  für  jede  die  sonstige  Ver- 
breitung und  ihre  verwandten  nachweist.  —  eine  einheitliche 
quelle  für  die  ganze  in  der  hs.  vorliegende  Sammlung  ist  nicht 
vorhanden;  die  geschichten  sind  aus  allerhand  quellen,  auck  auf 
grund  mündlicher  Überlieferung  (predigt)  zusammengetragen,  eine 
größere  zahl  derselben,  zum  teil  ganze  gruppen,  stammt  aus  der 
Legenda  aurea,  aus  Thomas  Cantipratensis  und  besonders  aus 
Caesarius  von  Heisterbach. 

9.  Franz  Xaver  Seppelt,  Mittelalterliche  Hedwigslegenden. 
Zs.  d.  Vereins  f.  geschichte  Schlesiens  48,1 — 18.  —  macht  auf 
eine  bis  jetzt  unbekannte  Maihinger  hs.  der  lat.  Hedwigslegende 
aufmerksam  und  gibt  dann  eine  Übersicht  über  deutsche  legenden, 
er  kennt  von  solchen  die  im  Breslauer  Codex  von  1451,  eine 
ältere  in  Schleusingen  von  1424,  beide  schon  bekannt,  ferner  zwei 
bisher  unbekannte:  eine  zu  Brüssel  aus  dem  jähre  1380,  ent- 
standen auf  veranlassung  Albrechts  III.  von  Österreich,  und  eine 
zu  Maihingen  aus  der  ersten  hälfte  des  15.  jahrhs.  sie  enthält 
den  traktat  über  die  genealogie  der  hl.  Hedwig,  dann  die  Über- 
setzungen der  Legenda  maior  und  der  Legenda  minor  und  ist  mit 
bildern  geschmückt,  die  vom  vf.  aufgezählt  und  kurz  beschrieben 
werden,     am  Schlüsse  abdruck  der  vorrede  zur  Legenda  maior. 

10.  Friedrich  Wilhelm,  Zur  Dreikönigslegende.  Münch. 
museum  11,146 — 190.  —  die  Münchener  hss.  Clm.  5866  und  Clm. 
18427    enthalten   eine   lat.  Dreikönigslegende  (L),    welche   zu    der 


VII.   A.  Allgemeines.  II3 

bis  jetzt  bekannten  Relatio  de  tribus  magis  in  engem  Verhältnis 
steht,  wahnscheinlich  auf  diese  selbst  als  quelle  zurückgeht;  neu 
ist  hier  aber  hinzugekommen  die  erzählung  von  der  bekehruug  dei* 
Magier  durch  den  apostel  Thomas,  verschiedene  argumente  zeigen, 
daß  die  legende  diesen  Zuwachs  vor  1349  erhalten  haben  muß. 
die  fassung  L  stammt  wie  die  Relatio  aus  Köln,  sie  war  haupt- 
quelle für  die  Historia  de  translatione  beatissimorum  trium  regum 
des  Johann  von  Hildesheim  (geschrieben  zwischen  1364  und  1375). 
8.  152 — 176  abdruck  der  legende,  diese  lat.  legende  ist  im 
14.  jahrh.  von  einem  Bayern  ziemlich  holperig  verdeutscht  worden; 
die  Übersetzung,  handschriftlich  in  München  im  Cgm.  54  erhalten, 
aus  welchem  Schönbach  ZfdA.  24,65  f.  einige  segen  veröffentlicht 
hat,  wird  s.   177 — 190  abgedruckt. 

11.  Martin  Goebel,  Die  bearbeitungen  des  Hohen  liedes  im 
17.  Jahrhundert,  nebst  einem  überblick  über  die  beschäftigung 
mit  dem  Hohen  liede  in  früheren  Jahrhunderten,  diss.  Leipzig. 
141  s.  —  in  kap.  I  knapper  überblick  über  die  beschäftigung  mit 
dem  Hohen  lied  in  der  lateinischen  literatur.  daran  (s.  17  ff.) 
anschließend  über  die  deutschen  denkmäler:  Williram,  St.  Trud- 
perter  Hohes  lied,  Brun  von  Schonebeck,  die  43  lieder  aus  der 
Historienbibel,  Verwendung  des  liedes  in  der  predigt  und  der  mysti- 
schen prosa;  dann  über  den  einfluß  des  liedes  auf  die  deutsche 
dichtung  (Hochzeit,  Geistlicher  rat,  Mariendichtung);  direkter  ein- 
fluß auf  die  weltliche  dichtung  nicht  feststellbar,  aber  indirekt 
hat  es  durch  predigt  und  geistliche  dichtung  auf  die  weltliche 
eingewirkt. 

12.  G.  Brock stedt,  L'origine  franpaise  des  epopees  popu- 
laires   du    moyen-haut-allemand.     Rev.  germ.  X.   —   unzugänglich. 

13.  Richard  Hünnerkopf,  Beiträge  zur  deskriptiven  poetik 
in  den  mittelhochdeutschen  volksepeu  und  in  der  Thidrekssaga. 
diss.  Heidelberg.  70  s.  —  um  eine  grundlage  für  eine  gruppierung 
der  volksepen  nach  inhalt  und  tendenz  zu  gewinnen,  untersucht 
H-,  wie  einige  bestimmte  motive  dem  verschiedenen  charakter  der 
dichtungen  entsprechend  in  den  einzelnen  volksepen  behandelt 
werden,  es  handelt  sich  dabei  um  die  zum  teil  in  engerem  Zu- 
sammenhang untereinander  stehenden  motive:  boten  und  botschaft 
(nach  form  der  botschaft,  person  des  boten  und  bedeutung  der 
botschaft  im  Zusammenhang  der  handlung),  entführungen,  Ver- 
kleidungen und  erkennungen,  gefangenschaft  und  befreiung,  end- 
lich kämpfe  von  massen  und  von  einzelnen  und  jagd.  auf  grund 
der  Untersuchung  teilt  H.  die  besprochenen  epen  in  vier  gruppen : 
1.  Die  brautfahrtgeschichten,  niedere  Spielmannspoesie,  Rothei*, 
Ortnit,    Hugdietrichs    brautfahrt   in  Wolfd.  B.  und  D.,    großenteils 

Jahresbericht  für  germanische  philologie,   XXXVI.    (1911.)   I.  Teil.         8 


114  VII.    Mittelhochdeutsch. 

mit  starren  t3'pen,  nur  Rother  und  Ortnit  höher  stehend;  2.  Dich- 
tunjren,  welche  kämpfe,  hauptsächlich  einzelkämpfe  darstellen^ 
einer  straffen  einheit  entbehrend:  Laurin,  Roseng.,  Virg.,  Ecke, 
Sig:.,  die  Wolfdietriche;  3.  Darstellungen  größerer  kämpfe:  Bit., 
Dietrichs  flucht,  Alph.,  Rab.;  4.  Epen,  welche  eine  geschlossene  band- 
lung  vorführen,  in  der  das  Schicksal  bestimmter  personen  im 
mittelpunkt  steht  und  die  ganze  komposition  beherrscht:  Nib.,. 
Kudrun. 

14.  Joh.  Lindemann,  Über  die  alliteration  als  kunstform 
im  Volks-  und  spielmannsepos.  diss.  Breslau.  62  s.  —  nach. 
ausschluß  der  zufälligen  oder  wenigstens  unbewußten  alliteration en 
bleibt  eine  ziemliche  zahl  von  fällen  übrig,  in  denen  die  allite- 
ration bewußt  verwendet  wird.  vf.  unterscheidet  I.  Formeln: 
1.  Zwillingsformeln  und  2.  stehende  Wortverbindungen;  II.  Allit. 
zur  horvorhebung  besonderer  stellen  (in  anrede,  frage,  wünsch,, 
bitte,  beteuerung,  aufforderung,  Versicherung);  III.  Allit.  zur 
hervorhebung  einzelner  worte.  der  hauptteil  der  arbeit  gibt  eine 
Sammlung  und  Sichtung  des  materials  auf  grund  dieser  einteilung» 
die  Verteilung  der  alliteration  innerhalb  der  denkmäler  schwankt 
nicht  erheblich.  zwischen  den  verschiedenen  dichtungen  sind 
unterschiede  vorhanden:  am  meisten  alliterationen  zeigt  Sant  Oswald 
mit  ö,09^Iq  aller  verse,  am  wenigstens  Eckenliet  mit  1,69'^/^  (ab- 
gesehen von  Goldemar,  der  keine  alliteration  zeigt,  was  aber  bei 
seiner  kürze  zufall  sein  kann),  das  Nibelungenlied  hat  3,56  ^/q,. 
Kudrun  2,68°/^;  vergleichsweise  herangezogene  stücke  aus  Hart- 
mann (Arm.  Heinrich)    und    Wolfram    zeigen   1,38 ^/q  bzw.   1,47 ''/q 

15.  Edward  Schröder,  Vornehme  namen  in  der  altdeutschen 
literaturgeschichte.  Litbl.Fftr.Zg.  vom  19.  okt.  1913.  —  bespricht 
kurz  den  Laubacher  Barlaam,  dessen  vf.  bischof  Otto  II.  von 
Freising  ein  graf  von  Berg  ist;  verweist  dann  auf  den  anteil 
des  weifischen  hauses  an  der  deutschen  dichtung.  die  annähme 
des  referenten,  daß  Luder  von  Braunschweig  der  vf.  des  buches 
der  Makkabäer  sei,  hält  er  für  wahrscheinlich. 

16.  Paul  Kluckhobn,  Der  minnesang  als  Standesdichtung. 
AKultG.  11,389 — 410.  —  die  Standesverhältnisse  der  deutschen 
minnesänger  zeigen,  daß  der  frauendienst  nicht  mit  Wechssler  aus 
ministerialenstellung  der  dichter  hergeleitet  werden  kann,  die  Unter- 
suchung der  epitheta,  der  bilder  und  metaphern  und  der  Wendungen 
des  frauendienstes  (des  diensterbietens)  führt  zu  dem  Schlüsse,  daß 
diese  ausdrucksmittel  ganz  allgemein  der  ritterlichen  kultur  nicht 
nur  einem  kleineren  kreise  des  ritterstandes  angehören,  ihr  auf- 
treten im  minnesang  erweist  diesen  ebenfalls  als  eine  einheitliche 
und  dem  ganzen  rittertum  gemäße  Standesdichtung. 


VII.   A    Allgemeines.  115 

17.  Fritz  Löwenthal,  Studien  zum  germanischen  riVtsel 
(Germanistische  arbeiten,  hrsg.  von  G.  Baesecke,  1).  Heidelberg, 
C.  Winter.  VIII,150  s.  4  m,  —  das  erste  und  zweite  kapitel 
dieser  arbeit  behandelt  außerdeutsches:  die  Heidreksgätur  und  die 
rätsei  des  Exeterbuchs  nach  stoffkreis,  stil  und  gegenseitigem 
Verhältnis,  das  dritte  kapitel  wendet  sich  zu  dem  rätsei  bei  den 
mhd.  Spruchdichtern:  Reinmar  von  Zweter,  Tannhäuser,  Witzlaw 
von  Rügen,  Hardegger,  Reinmar  der  Fiedler,  Raumsland,  Damen, 
Stolle,  Kelin,  Boppe,  Meißner,  Alexander,  Marner,  Sunburg,  Frei- 
dank, indem  jedes  einzelne  rätsel  auf  seinen  stoff  und  seine  lösung 
besonders  betrachtet  wird,  daran  anschließend  werden  die  formel- 
haften Züge  und  die  kernelemente  der  mhd.  rätsel  besprochen.  — 
vom  sonstigen  germanischen  rätsel  unterscheidet  sich  das  mittel- 
hochdeutsche stofflich  sehr:  die  gegenstände  der  an.  und  ags.  rätsel 
fehlen  fast  ganz,  auch  stilistisch  haben  sie  nur  wenig  berührung 
mit  jenen,  eine  vergleichung  mit  den  antiken  und  mittellateinischen 
rätseln  zeigt  ebenfalls  starke  Verschiedenheiten,  aber  doch  auch 
größere  berührungen  im  stoffkreis,  die  rätsel  der  mhd.  spruch- 
dichter nehmen  also  eine  Sonderstellung  zwischen  den  altgermanischen 
und  den  antiken  ein,  sie  stehn  letzteren  aber  näher. 

18.  Vera  Vollmer,  Die  begriffe  der  triuwe  und  der  staeie 
in  der  höfischen  minnedichtung.  diss.  Tübingen.  VIII, 144  s.  — 
für  beide  begriffe  wird  erst  gebrauch  und  bedeutung  außerhalb 
des  minnewesens  dargelegt  und  dann  ihre  spezielle  Verwendung  in 
der  minnedichtung.  die  triuwe  spielt  im  rechtswesen  des  mittel- 
alters  eine  rolle,  besonders  im  lehnswesen  als  richtschnur  für  das 
handeln  des  lehnsmannes;  die  staete  ist  hauptsächlich  ein  thema 
moralphilosophischer  und  theologischer  werke,  sie  ist  die  'Stand- 
festigkeit' und  'standhaftigkeit'  constantia  und  perseverantia.  in 
der  deutschen  dichtung  nehmen,  ohne  beziehung  auf  die  minne, 
trimve  und  staete  einen  großen  räum  ein,  besonders  die  triuwe  so- 
wohl im  volksepos  als  in  der  höfischen  epik,  und  zwar  in  absoluter 
bedeutung  als  eine  persönliche  eigenschaft  (aufrichtigkeit,  ehren- 
haftigkeit,  glaubwürdigkeit)  und  in  relativer  bedeutung  in  mannig- 
facher nuancierung  sich  äußernd  nach  dem  Verhältnis,  in  welchem 
die  betreffenden  personen  stehn  als  'tugend  des  altruismus  schlecht- 
hin'. —  in  der  minne  ist  triuive  der  inbegriff  der  ehrenhaftigkeit 
und  Wahrhaftigkeit,  staete  die  standhaftigkeit,  sittliche  festigkeit, 
anhänglichkeit.  beide  begriffe  berühren  sich  vielfach:  die  tr'mwe 
echließt  die  staete  schon  ein,  die  staete  äußert  sich  selbstverständlich, 
auch  in  diQT  triuive.  triuive  bezeichnet  mehr  die  aktive,  staete  mehr  die 
passive  seite  derselben  Wesenseigenschaft,  beide  eigenschaften  als 
unerläßliche  bedingungen  im  niinneverhältnis  werden  aus  ethischen 
begriffen    schließlich    zu    sozialen    umgewertet  und   werden    gesell- 

8* 


llf;  Vir.   Mittelhochdeutsch. 

schaftliche   kennzeichen,    deren   Vorhandensein   bei    jedem   initgliei 
der  höfischen  fjesellschaft  gefordert  wurde. 

1 9.  Fritz  Jacobsohn,  Die  darstellungen  der  historischen  volks- 
licder  des  14.  und  15.  Jahrhunderts  und  die  lieder  von  der  schlacht 
bei  Sempach.  diss.  Berlin,  115  s.  —  im  einleitenden  ersten 
tapitel  (Eddalieder  und  lieder  der  Karolingerzeit^  einige  bemerkungen 
zum  Ludwigslied  und  Heinrich8lied.  die  lieder  des  14.  und  15.  jahrhs. 
sind  abbilder  der  zeit,  selten  Verherrlichungen  einzelner,  tj'pisch 
ist  die  ausmalung  der  geschehnisse.  einzelne  wichtige  züge,  die 
Verwendung  des  Spottes,  Sentenzen,  lehrhaftigkeit,  formein,  be- 
ziehungen  zum  publikum,  Personifikationen,  hyperbel,  eigenheiten, 
de.s  satzbaus  und  die  Wortwahl  werden  besprochen,  das  raaterial 
fällt  nur  zum  teil  noch  in  unsere  periode.  im  zweiten  hauptteil 
werden  vom  lied  auf  die  schlacht  bei  Sempach  (1376)  die  texte  von 
Schodoler  (ca.  1520)  und  Steiner  (1533)  besprochen,  grundlage 
bildet  eine  verlorene  fassung  des  Steinerschen  textes.  der  älteste 
teil  liegt  in  strophe  10  —  21  vor;  eine  zeitliche  fixierung  ist  nicht 
möglich,  nur  ist  einerseits  entstehung  vor  1475  andererseits  nach 
1438  (Züricher  cbronik)  nachzuweisen,  für  andere  teile  ergibt 
sich  entstehung  vor  1482:  die  Winkelriedstrophen  sind  jünger 
(erst  ca.  1512 — 1516  entstanden),  das  große  lied  unserer  Über- 
lieferung ist  nicht  viel  vor  1530  anzusetzen.  —  vergleiche  auch 
die  ausführungen  über  aufschwellung  von  liedern  s.  36 — 43. 

20.  Is".  C.  Brooks.  Recent  books  on  the  mediaeval  religious 
drama.     JEGPhil.  13,610—612. 

21.  Jos.  Maximilian  E,udwin,  Die  teufelsszenen  im  geist- 
lichen drama  des  deutschen  mittelalters.  diss.  Ohio.  Göttiagen, 
Vandenhoeck  u.  Ruprecht.  S6  s.  —  der  frühste  textbeleg  für 
das  auftreten  des  teufeis  im  geistlichen  drama  findet  sich  im 
lateinischen  'sponsus'  des  12.  jahrhs.,  in  deutschen  dramen  finden 
wir  ihn  erst  seit  der  mitte  des  13.  jahrhs.  eingeführt  wurde  er 
zuerst  wahrscheinlich  in  den  höUenfahrtszenen,  dann  in  den  anderen 
Szenen,  in  welchen  ihn  die  biblische  handlung  bedingte,  er  ist 
nicht  etwa  aus  den  weltlichen  fastnachtstücken  erst  als  lustige 
person  ins  geistliche  spiel  übernommen  worden,  innerhalb  des 
geistlichen  dramas  entwickelt  er  sich  allmählich  zur  komischen 
figur;  das  entwickelt  sich  ebenso  selbständig,  wie  sich  andere 
komische  auswüchse  im  geistlichen  spiel  herausbildeten.  —  die 
kapitel  2 — 4  besprechen  die  einzelnen  szenen  der  mysterien,  der 
eschatologischen  dramen  und  der  mirakelspiele,  in  welchen  der 
teufel  auftritt,  und  versucht  jeweils  die  biblische  grundlage  der 
betreffenden  teufelsrollen,  unbeschadet  ihrer  Weiterbildung  im  ein- 
zelnen nachzuweisen,  das  schlußkapitel  bespricht  die  inszenierung 
der  teufelsrollen:  die  darsteller,  kostüm  und  andere  requisiten  und 


VII.   A.  Allffemeine*-.  117 

Standort  des  teufels.  —  die  disseitation  bildet  nach  brieflicher 
mitteilung  des  Verfassers  den  ersten  teil  einer  arbeit  über  den 
teufel  in  den  deutschen  geistlichen  spielen  des  mittelalters  und  der 
reformationszeit,  die  als  heft  6  der  Hesperia  erscheinen  soll, 
danach  ist  also  die  notiz  auf  9.  81  zu  korrigieren. 

22.  Georges  Duriez,  La  theologie  dans  le  drame  religieux 
en  Allemagne  au  moyena.ge.  Lille,  Rene  Giard;  Paris,  J.  Tallendier. 
645  s.  15  frcs.  —  vf.  gibt  einleitend  einen  knappen  hinweis  auf 
die  bekannte  entstehung  des  geistlichen  dramas  und  stellt  fest^ 
daß  es  mit  dem  kult  und  der  kirchlichen  bildenden  kunst  ein  ge- 
meinsames ziel  hat:  der  erbauung  zu  dienen^  selbst  dann  noch  als 
die  entwicklung  es  aus  der  kirche  entfernt  hatte,  hauptsächlicliste 
quelle  und  fundament  des  geistlichen  dramas  ist  die  heilige  schrift, 
den  Verfassern  dieser  stücke  wohl  bekannt,  hinzu  kommen  aber 
als  weitere  quelle  die  ganze  masse  der  geistlichen  tradition,  di© 
Schriften  der  kirchenväter,  die  kommentaro,  die  mystiker  und  theo- 
logen,  freilich  ohne  daß  sie  auf  alle  diese  direkt  zurückgriffen, 
eine  kleine  anzahl  vom  kompilatoren  (Walafrid  Strabo,  Nicolaus 
von  Lyra,  Petrus  Comestor,  Vincenz  von  Beauvais,  Jacobus  de 
Voragine,  Bonaventura,  Thomas  von  Aquino)  hat  ihnen  deren  ge- 
danken  vermittelt,  in  zwanzig  außerordentlich  eingehenden  kapiteln 
durchmustert  vf.  den  ganzen  in  den  dramen  enthaltenen  geistlichen 
stoffkreis;  dreieinigkeit,  Schöpfung,  die  engel,  teufel  und  hölle,. 
Schaffung  des  menschen,  patriarchen  undpropheten,  Christi  mensch- 
wertung  und  leben,  erlösung,  kreuzesweg  und  kreuzigung,  aufer- 
stehung,  himmelfahrt,  antichrist  und  jüngstes  gericht,  und  stellt 
für  die  einzelnen  züge  die  quellen  fest.  —  ausgeschlossen  von  der 
darstellung  ist  die  rolle  der  apokryphen,  da  diese  in  einem  zweiten, 
werk  (s.  nächste  nummer)  gesondert  besprochen  werden,  —  bespr. 
von  W.  Nithack-Stahn,  LB,   17,56—57. 

23.  Georges  Duriez,  Les  apocryphes  dans  le  drame  religieux 
en  Ailemagne  au  moyen-äge.  Lille,  Rene  Giard ;  Paris.  J.  Tallandier. 
112  s.  3  frcs.  —  vier  episoden  aus  den  apokryphen  sind  in 
deutschen  geistlichen  dramen  des  mittelalters  behandelt  worden. 
drei  davon  nur  in  einzelnen  stücken:  das  verhör  Christi  mit  den 
Szenen  vom  büttel,  von  den  fahnenträgern  und  von  den  Verteidigern 
im  Frankfurter  und  Alsfelder  passionsspiel,  die  einkerkerung  und 
befreiung  Josefs  von  Arimathia  in  der  Heidelberger  und  Sterzinger 
passion,  die  himmelfahrt  Mariae  nur  im  Innsbrucker  spiel,  nur 
die  vierte  szene,  die  höllenfahrt  ist  in  einer  großen  zahl  von 
spielen  behandelt,  die  apokryphen,  welche  diese  Stoffe  übermitteln, 
sind  der  Transitus  Beatae  Mariae  Virginis  für  die  himmelfahrt  der 
Maria,  für  die  anderen  szenen  die  Gesta  Pilaii.  es  handelt  sich 
darum,    festzustellen,    ob    diese    apokryphen    Schriften    direkt    be- 


118  Vli.    Mittelhochdeutsch. 

nutzt  sind,  oder  ob  andere  quellen  den  dichtem  die  Stoffe  der 
dramon  vermitttelt  haben,  vf.  stellt  um  dies  zu  entscheiden  fort- 
laufend in  paralleldruck  die  entsprechenden  stellen  der  apokrypher 
und  der  spiele  einander  gegenüber,  er  kommt  für  die  ersten  drei 
Stoffe  zu  dem  Schlüsse,  daß  die  stücke  jedenfalls  direkt  aus  der 
apokryphen  quelle  geschöpft  haben,  keine  der  großen  lateinischen 
und  deutscheu  darstellungen  könne  den  stoff  vermittelt  haben, 
und  dasselbe  gilt  auch  für  die  höllenfahrtszeuen;  vf.  nimmt  sogar 
an,  daß  die  stücke  selbst  da,  wo  sie  untereinander  große  ähnlich- 
keit  zeigen,  doch  alle  direkt  auf  der  apokr^^phen  quelle  fußen.  — 
bespr.  von  W.  Nithack-Stahn,  LE.   17,56 — 57. 

24.  Jos.  Max  Rudwin,  Zum  Verhältnis  des  religiösen  draman 
zur  liturgie  der  kirche.  MLN.  29,  april  1914.  —  das  mittelalter- 
liche drama  hat  die  prophetenworte  nicht  direkt  aus  der  bibel, 
sondern  aus  der  liturgie.  spezieller  nachweis,  daß  das  im  Als- 
felder ])assionsspiel  4859 — 4862  stehende  wort,  der  Messias  werde 
zwischen  zwei  tieren  geboren,  auf  die  im  Brevier  beibehaltene  falsche 
Übersetzung  der  Habakukstelle  3,2  in  der  Itala  zurück  geht,  während 
die  Vulgata  den  fehler  beseitigt  hat. 

25.  Karl  Young,  The  origin  of  the  Easter  Play.  PMLAss. 
29,1—58. 

26.  Karl  Polheim,  Altnordische  und  altdeutsche  prosa. 
Grenzboten  73,2,106 — 117.  —  auf  s.  113  ff.  kurze  Charakteristik 
der  deutschen  dichterischen  prosa  vom  ausgehenden  14.  jahrh., 
legenden,  bibelübersetzung  und  Volksbücher. 

27.  A.  Hauber,  Deutsche  handschriften  in  frauenklöstern 
des  späteren  mittelalters.  Zbl.  f.  bibl.-wesen  31,341 — 373.  — 
tiberblick  über  die  von  den  nonneu  bevorzugte  litoratur  und  über 
die  Verdienste  der  klosterfrauen  um  die  erhaltung  besonders  der 
oberdeutschen  erbauungsliteratur  des  14.  und  15.  jahrhs.  am 
wichtigsten  ist  die  büchersammlung  des  klosters  St.  Katharina  in 
Nürnberg,  einzeln  erörtert  werden  die  bestände  der  drei  wenig 
bekannten  klöster  St.  Katharina  in  St.  Gallen,  Inzigkofen  bei 
Sigmaringen  und  Oggelsbeuren,  württ.  oberamt  Ehingen. 

28.  Richard  Benz,  Die  deutschen  Volksbücher,  ein  beitrag 
zur  geschiclite  der  deutschen  dichtung.     Jena,  Eug.  Diederichs. 

29.  P.  Herre,  Deutsche  kultur  des  mittelalters  in  bild  und 
■wort.  (Wissenschaft  und  bildung  nr.  100/101.)  Leipzig,  Quelle  u. 
Meyer.     2  m.  —  bespr.  von  M.  Landwehr,  ZföG.  65,183. 

30.  W.  Ganzenmüller,  Die  empfindsame  naturbetrachtung 
im  mittelalter.  AKultG.  12,195 — 228.  —  die  ausdrucksformen, 
deren  sich  die  menschen  bedienen,  um  ihr  Verhältnis  zur  natur 
darzustellen,    sind   vom   ausgang  des  altertums  an  stets  dieselben: 


VII.   A.  Allgemeines.  119 

die  ausdrücke  werden  von  einem  Zeitalter  dem  andern  überliefert, 
nicht  immer  wieder  neu  gefunden,  inhaltlich  zwei  richtungen  von 
anfangan  nebeneinander:  die  antike  anschauung,  vielfach  zur  leeren 
form  geworden,  daneben  die  christliche  anschauung,  welche  auch 
die  naturbetrachtung  in  beziehung  zur  heilslehre  bringt.  im 
11.  jahrh.  tritt  als  ein  neues  moment  der  ausdruck  persönlicher 
empfindung  im  weltlichen  liebeslied  daneben,  zum  erstenmal  ein  sub- 
jektives Verhältnis  zur  natur,  bei  den  Vaganten,  den  schulpoeten.  die 
empfindsame  naturbetrachtung  der  Troubadours  geht  auf  lateinische 
liebeslyrik  des  11.  und  12.  jahrhs.  zurück,  nicht  auf  volkstümliche 
poesie.  vf.  zeigt  dies  an  den  naturschilderungen  als  eingang  mit 
ihrer  teils  parallelen,  teils  antithetischer  behandlung.  für  den 
deutschen  minnesang  gilt  das  gleiche;  er  zeigt  dieselben  arten  der 
naturbetrachtung.  die  vergeistigung  der  minne  kann  zu  völliger 
enthaltung  von  naturschilderung  führen:  bei  Hausen  und  Reinmar, 
denen   gegenüber   Walther   zur   älteren   Überlieferung   zurückkehrt. 

31.  J.  Schairer,  Das  religiöse  volksieben  am  ausgang  des 
mittelalters.  nach  Augsburger  quellen.  beitrage  zur  kulturge- 
schichte  des  mittelalters  und  der  renaissance,  hrsg.  v.  W.  Goetz, 
heft  13.  Leipzig,  Teubner.  VII, 136  s.  4  m.  —  Augsburg  ist 
für  die  darstellung  gewählt,  weil  es  als  eine  der  bedeutendsten 
reichsstädte  und  dank  seiner  läge  ein  'treffpunkt  aller  kräfte  und 
Strömungen  war,  die  damals  Deutschland  durch  wogten.'  der  Zeit- 
raum, auf  die  sich  die  darstellung  erstreckt,  wird  begrenzt  durch 
die  auf  rieh  tung  des  zunftregiments  im  jähre  1368,  womit  das  volk 
^mündig'  wurde,  iind  die  reformation.  —  die  religiöse  dichtung 
kommt  infolge  der  beschränkung  auf  die  eine  stadt  etwas  zu  kurz. 

32.  Fritz  Wagner,  Studien  über  die  namengebung  in  Köln 
im  zwölften  Jahrhundert.  I.  teil,  die  rufnamen.  diss.  Göttingen 
1913.  90  s.  —  das  sehr  reichhaltige  namenmaterial  wird  in 
kap.  1 — 7  statistisch  dargestellt,  besonders  wichtig  kap.  1  die 
"wortstämme  der  germanischen  zweistämmigen  vollnamen  unter  ge- 
nauer angäbe  ihrer  Verteilung  auf  die  glieder  der  vollnamen  wie 
auf  die  geschlechter;  kap.  4  kurz-  und  kosenamen:  A.  alte  simplicia, 
B.  C.  aus  vollnamen  entstandene,  D.  lallnamen,  E.  jüngere  bildungen 
mit  Suffixen  {-echo,  -zo,  -izo,  ichin,  ilo,  Hin  und  weiteren  zum  teil 
aus  contamination  der  genannten  entstanden),  patronymika  und 
bildungen  mit  -man  und  -wif;  kap.  5  fremdnamen  und  ihre  her- 
kunft,  daran  anschließend  (6)  die  einflüsse,  welche  zu  ihrer  ein- 
führung  geführt  haben,  in  kap.  7  gesamtübersicht  über  die  häufig- 
keit  der  einzelnen  gattungen.  —  das  schlußkapitel  bespricht  die 
tendenzen,  welche  die  namengebung  Kölns  im  12.  jahrh,  bestimmt 
haben,  auf  grund  der  von  Arnold  aufgestellten  10  'hilfen'  für  die 
namenwahl.     in  betracht  kommt  die  tradition,  in  großem  maße  die 


120  VII.    Mittelhochdeutsch. 

politische  und  dynastische  hilfe,  dann  die  religiöse  (aber  sehr  wenig 
die  ethische),  die  hilfen  der  nachbarschaft,  der  Originalität  und 
des  Wohlklangs  haben  an  der  wähl  deutscher  namen  kaum  ante?!, 
aber  wohl  an  der  einführung  von  fremdnamen  (ergänzung  zu  di^m 
in  kap.  6  ausgeführten),  die  literarische  hilfe  seitens  der  zeit- 
genössischen deutschen  literatur  war  offenbar  ganz  gering;  auch 
einfloß  der  deutschen  heldensage  kann  aus  den  namen  nur  fn  sehr 
beschränktem  ma.sse  geschlossen  werden,  da  die  betreffenden  namen 
großenteils  allgemeingut  waren,  an  besonderen  merkmalen,  wie 
häufung  solcher  namen  in  einer  familie,  fehlt  es  ganz,  —  dagegen 
ist  eine  reihe  von  fremdnamen  vorhanden,  die  nur  aus  einflüssen 
nichtdeutscher  literatur  zu  erklären  sind,  namen  aus  dem  Artus- 
stoff kreis  treten  schon  vor  Chrestien  auf,  sie  müssen  also  aus  den 
mündlich  verbreiteten  erzählungen  von  Spielleuten  stammen.  —  ein 
zweiter  teil  soll  die  charakterisierenden  zusätze  zu  den  rufnaraen 
behandeln  und  zeigen,  welche  zu  festen  beinamen  und  zu  ver- 
erbten familiennamen  werden.  —  bespr.  von  P.  Cascorbi,  ZSprV. 
28,343—344. 

33.  Besprechungen  früher  erschienener  werke:  1.  W. 
Golther,  Die  deutsche  dichtung  im  mittelalter.  800 — 1500  (vgl. 
Jsb.  1912,7,11:  1913,50,70.  7,22[2]);  bespr.  von  K.  Helm,  Z.s. 
f.  frz.  spr.  u.  lit.  42,11,36—38;  von  V.  Dollmayr,  DLz.  35. 
803—805;  von  H.  Bieber,  LE.  16,361—362;  von  A.  Biese, 
Mtschr.  13,29;  von  A.  Wallner,  Zfög.  65,415-419;  von  G.  Gro- 
maire,  Moyen  äge  26,433—439;  vonH.  Anz,  Sokrates  1,121 — 122. 

—  2.  S.  Singer,  Aufsätze  und  vortrage  (vgl.  Jsb.  1912,7,12);  bespr. 
von  V.  Junk,  DLz.  2699— 2700;  von  Alfr.  Nathansky,  ZföG.  65, 
1101 — 1103.  —  3.  Walther  Matthias,  Die  geographische  nomen- 
klatur  Italiens  im  altdeutschen  Schrifttum  (vgl.  Jsb.  1912,7,16; 
1913,7,32[.5]);  bespr.  v.  K.  Helm,  Litbl.  35,278.  —  4.  Aug.  Lüt- 
jens,  Der  zwerg  in  der  deutschen  heldendichtung  des  mittel- 
alters  (vgl.  Jsb.  1912,7,20;  1913,7,32[7]);  bespr.  von  K.  Helm, 
Litbl.  35,196  f.  —  5.  Br.  Barth,  Liebe  und  ehe  im  afr.  fablel 
und  in  der  mhd.  novelle  (vgl.  Jsb.  1910,7,33;  1911,7,22[5];  1912, 
7,32[9]);  bespr.  von  K.  Euling,  DLz.  35,416—420.  —  6.  Franz 
Brietzmann,  Die  böse  frau  in  der  deutschen  literatur  des  mittel- 
alters  (vgl.  Jsb.  1912,7,22;  1913,7, 32[6]);  bespr.  von  W.  Richter, 
Archiv   131,242—243;  von  L.  Pfannmüller.  DLz.  35,678—680. 

—  7.  Paul  Merker,  Die  tifchzuchtenliteratur  (vgl.  Jsb.  1913,7,17); 
bespr.  von ,  Cbl.  65,1554.  —  8.  J.  W.  Bruinier,  Minne- 
sang (vgl.  Jsb.  1913,7,19);  bespr.  von  W.  Stammler,  Grenzb. 
73,2,187.  —  9.  B.  Q.  Morgan,  Natnre  in  Middle  High  German 
Lyrics  (vgl.  Jpb.  1912,7,23;  1913,7,32[10j);  bespr.  von  Theod. 
Frings,     Lz.    35,735 — 737     ('unendlicher    fleiß     vergeudet').    — 


Vll.   B.  Denkmitler,  121 

10.  Heinr.  Lütcke,  Studien  zur  philosophie  der  meistersinger 
(vgl.  Jsb.  1910,7,30;  1911,7,19;  1912,7,32[12]);  bespr.  v.  K.  Helm, 
Litbl.  35,276  f.  —  11.  J.  M.  Rudwin,  Die  prophetensprüche  im 
religiösen  drama  des  mittelalters  (vgl.  Jsb.  1913,7,24);  bespr.  von 
F.  Piquet,  Rev.  germ.  10,381—382;  von  N.  C.  Brooks,  JEGPhiL 
13,612;  von  Edw.  Schröder,  AfdA.  37,54;  von  L.  J.  Haas, 
Magazin  f.  evangel.  theol.  42,154;  von  F.  W.  Stellhorn,  Tbeolog. 
zeitblätter  4,226;  von  0.  v.  Harling,  Saat  auf  hoffnung  51,48; 
von  S.  A.,  GRMon.  4,311;  von  P.  Berner,  Allg.  Lit.  Anz.  28,2; 
von  Anz,  DLz.  36,2196;  von  J.  0.  Beer,  Deutsch-amerik.  Zs.  f. 
theol.  u.  kirche  35,184. 

B.   Denkmäler. 

1.  Handschriften  und  textsammlungen  (vgl.  auch  nr.  8.  9.  27). 

34.  Adolf  Becker,  Die  deutschen  handschriften  der  kaiser- 
lichen universitäts-  und  landesbibliothek  zu  Straßburg.  Straßburg, 
K.  J.  Trübner.  X,143  s.  6,60  m.  —  nach  einer  tabellarischen 
übersieht  über  die  hss.  in  der  reihenfolge  der  Signaturen  folgt  die 
genaue  beschreibung  in  sachlicher  anordnung  der  hss.:  1.  Gebet- 
bücher, predigten,  erbauungsbücher,  traktate.  2.  Legenden.  3.  Poe- 
tische beitrage.  4.  Weltliche  prosa,  chroniken  usw.  inkl.  geschichte 
und  recht.  5.  Naturwissenschaften,  philosophie,  medizin.  6.  Deut- 
sche eintrage  in  lateinischen  handschriften.  verzeichnet  sind  die 
hss.  bis  1700;  ausgeschieden  wurde  alles  rein  historische  material. 
—  der  katalog  bringt  viel  neues  zutage,  zumal  Baracks  alter 
Zettelkatalog  aus  reichhaltigen  handschriften  meist  nur  eine  oder 
einige  wenige  nummern  aufgezeichnet  hat. 

35.  Karl  Löffler,  Die  handschriften  des  klosters  "Wein- 
garten, unter  beihilf e  von  oberbibliothekar  dr.  Scherer,  Fulda. 
Leipzig,  0.  Harrassowitz.  VIII,  185  s.  —  die  arbeit  enthält  in 
ihrem  ersten  hauptteil  beitrage  zur  geschichte  der  einst  sehr 
reichen  handschriftensammlung,  einen  überblick  über  die  miniaturen 
und  initialen,  eine  Charakterisierung  der  einbände,  endlich  einen 
überblick  über  die  fächer,  auf  welche  die  bibliothek  sich  erstreckte. 
der  zweite  teil  verzeichnet  die  843  hss.,  von  denen  wir  nun  wissen, 
und  zwar  getrennt  die  der  alten  bibliothek,  des  klosterschatzes 
und  des  klostorarchivs.  kurze  inhaltsangaben  und  notizen  über  den 
jetzigen  auf  enthalt;  von  beschreibungen  wurde  natürlich  abgesehen, 
es  folgt  ein  ausführliches  register  für  den  inhalt  der  hss.,  ein  Ver- 
zeichnis der  Schreiber  und  besitzer,  endlich  ein  Verzeichnis  nach 
der  heutigen  bibliotheksheimat. 

36.  W.  Dolch,  Die  miniaturenhand Schriften  der  Dr.  Ed. 
Langerschen  bibliothek  zu  Braunau  in  Böhmen,    mit  10  abbildungen. 


122  VII.   Mittelbochdeutscli. 

Zs.  f.  bücherfreimde,  n.  f.  6,34 — 41.  —  bescLreibung  und  ab- 
bildung  einiger  miniaturen.  die  genannte  privatbibliothek  enthält 
ca.  800  hss.,  zum  größten  teil  mittelalterliche  buchhandschriften. 
den  grundstock  bilden  literaturdenkmäler  des  13. — 17.  jahrhs.  in 
deutscher  und  tschechischer  spräche,  sehr  reich  verti-eten  sind 
die  mj'stiker.  auch  ältere  hss.  des  9. — 11.  jahrhs.,  zum  teil  mit 
unveröffentlichtem  inhalt  (auch  deutsche?)  sind  vorhanden. 

37.  Franz  Hotzy,  Zur  deutschen  gebetsliteratur  des  aus- 
gehenden mittelalters.  zugleich  anzeige  zweier  hss.  progr.  Kalks- 
burg, 1913.  38  s.  mit  4  abb.  —  einleitend  ein  überblick  über 
die  verschiedenen  typen  der  laiengebetbücher  des  mittelalters.  der 
älteste  ist  das  laienpsalterium,  dessen  kern  biblische  psalmen 
bilden;  an  diese  wuchs  ein  andere  gebete  enthaltender  anhang  an, 
der  immer  weiter  ausgestaltet  wurde,  seit  dem  ende  des  13.  jahrhs. 
treten  als  folge  des  bedürfnisses  für  privatandachten  die  stunden- 
bücher  auf  und  verdrängen  die  psalterien  ganz,  aus  den  stunden- 
büchern  und  erbauungsbüchern  der  mystikerzeit  wuchs  als  dritter 
typus  der  Hortulus  animae,  seelengärtlein.  dieser  typus  herrscht 
im  ausgang  des  mittelalters.  —  es  folgt  die  ausführliche  be- 
schreibung  und  inhaltsangabe  von  zwei  handschriftlichen  gebets- 
sammlungen.  die  erste,  eine  pergamenths.  zu  Salzburg,  in  bayr.- 
österr.  mundart,  steht  zwischen  den  Stundenbüchern  und  den  seelen- 
gärtlein in  der  mitte;  sie  stammt  wohl  aus  der  mitte  des  15.  jahrhs. 
und  enthält  eine  aus  verschiedenen  vorlagen  zusammengeschriebene 
Sammlung  älterer  und  jüngerer  stücke,  die  zweite,  eine  papierhs. 
aus  Innsbruck,  etwas  später  geschrieben,  für  eine  klosterfrau  be- 
stimmt, ist  keine  lose  gebetsammlung.  der  gedanke  wird  durch- 
geführt, daß  die  betende  den  Heiland  in  die  wüste  begleitet  und 
dort  40  tage  mit  ihm  verweilt,  stark  mystische  auffassung  herrscht 
hier  vor.  nach  dem  urteil  Hotzj'^s  steht  das  werk  in  seiner  ein- 
holt und  zielbewußten  abrundung  unter  den  werken  jener  zeit  einzig 
da,  'eine  perle  der  deutschen  religiösen  prosa'. 

38.  C.  v.  Kraus,  Mittelhochdeutsche  bruchstücke.  I.  Aus 
Konrads  von  Heimesfurt  Mariae  himmelfahrt.  II.  Aus  Wirnts 
Wigalois.     ZfdA.  55,296 — 301.  —  siehe  unten  nr.  68  und  95. 

39.  Des  Minnesangs  frühling.  mit  bezeichnung  der  ab- 
weichungen  von  Lachmann  und  Haupt  und  unter  beifügung  ihrer 
anmerkungen  neu  bearbeitet  von  Friedrich  Vogt,  zweite  ausgäbe. 
L.  S.  Hirzel.  XVI,459  s.  —  neue  ausgäbe  mit  einzelnen  kleinen 
änderungen  im  text  und  einigen  zutaten  in  den  anmerkungen.  (über 
die  erste  ausgäbe  siehe  Jsb.  1911,7,28;   1912,7,45[4];   1913,7,38[4].) 

40.  Fritz  Tejessy,  Deutsche  lieder  in  alten  hss.  der  Pfarr- 
bibliothek von  St.  Jakob  in  Brunn.  Zs.  des  deutschen  Vereins  f. 
d.  geschichte  Mährens  und  Schlesiens  18,383 — 393.    —   nach  weis 


\'L    B.  Denkmäler.  12S 

«iciger    volles-   und   liebe^lieder   sowie   eines   gereimten   gebetes   i^ 
hss,  des  15.  jahrhs. 

41.  Neil  C  Brooks,  Ostert'eiem  aus  Bamberger  und  Wolfen- 
büttler  handschriften.  ZfdA.  55,52 — 61.  —  fünfzehn  lateinische 
texte,  bzw.  bruchstücke  von  solchen,  der  älteste  noch  aus  dem 
10.  jahrh.,  die  raehrzahl  aus  dem  12. — 14.  jahrh.,  die  jüngsten 
erst  dem   16.  jahrh.  angehörend. 

42.  Denkmäler  deutscher  prosa  des  11.  xind  12.  jahrhs. 
(abt.  A:  Text.)  hrsg.  und  mit  kommentar  und  einleitung  versehen 
vou  Friedrich  Wilhelm.  (Münchener  texte,  hrsg.  von  Friedrich 
Wilhelm,  heft  8.)  München,  G.  Callwey.  IV,132  s.  2,50  m. 
—  der  vorliegende  band  enthält  nur  die  texte:  gebete,  rezepte, 
arzneibücher,  naturwissenschaftliches  (physiologus,  steinbuch),  segen, 
kalenderverse,  traktate,  meist  neu  nach  den  hss.  verglichen  und 
in  möglichst  getreuer  wiedergäbe  von  text,  Orthographie,  inter- 
punktion  und  akzentuation  der  hss.  zum  ersten  male  gedruckt  sind 
die  Göttinger  fragmente  des  Lucidarius. 

43.  Friedr.  Wilhelm,  Medizinisches  aus  dem  Basler  Cod.  B 
XI,8.  Münch.  museum  2,365 — 367.  —  teils  lateinisch,  teils  deutsch, 
aus  dem  14.  jahrh..  alemannisch.  I.  rezepte  und  heilmittel.  II.  ana- 
tomisches. 

44.  Besprechungen  früher  erschienener  werke:  1.  C. 
V.  Kraus,  Mhd.  Übungsbuch  (vgl.  Jsb.  1911,7,26;  1912,7,45[ll; 
1913,7,38[1]);  bespr.  von  B.  Q.  Morgan,  MLN.  29,17—19;  von 
H.  Schölte,  Museum  22,10—12.  —  2.  L.  Englmann,  Mittel- 
hochdeutsches lesebuch,  bearb.  von  G.  Kinateder  (vgl.  Jsb.  1913, 
7,36);  bespr.  von  Ant.  Wallner,  ZföG.  65,609—610.  —  3.  Hans 
Vollmer,  Materialien  zur  bibelgeschichte  und  religiösen  Volks- 
kunde des  mittelalters  I  (vgl.  Jsb.  1913,7,35);  bespr.  v.  C.  Borch- 
ling,  Mtschr.  13,263—265;  von  E.  Herr,  Cbl.  65,170—171.  — 
4.  Kleinere  mhd.  erzählungen,  fabeln  und  lehrgedichte  bd.  3,  hrsg. 
vou  G.  Rosenhagen  (vgl.  Jsb.  1910,7,13;  1911,7,30[3]);  bespr. 
vou  J.  J.  A.  A.  Frantzen,  Museum  21,137—141.  —  5.  Mhd. 
niinnereden.  I.  hrsg.  von  Kurt  Matthaei  (vgl.  Jsb.  1913,7,37); 
bespr.  von  F.  Piquet,  Rev.  crit.  76,513.  —  6.  Die  große  Heidel- 
berger liederhaudschrift.  hrsg.  von  Fr.  Pfaff  (vgl.  Jsb.  1909, 
7,12:  1910,7, 18[2];  1911,7,30[5]):  bespr.  von  G.  Ehrismann, 
ZfdPh.  45,309—311. 

2.  Einzelne  denkmäler  und  autoren. 
a)  Epik  und  didaktik  (vgl.  auch  oben  nr.   12 — 14). 

Athis  und  Prophilias.  45.  Richard  Mertz,  Die  deutschen 
bruchstttcke  von  Athis  uud  Prophilias  in  ihrem  Verhältnis  zum  alt- 


124  VII.    Mittelhochdeutsch. 

französischen  roman.  diss.  Straßburg.  88  s.  —  die  inhaltlich» 
vergleichiing  ergibt  im  ganji;  der  handlnug  und  einer  reihe  von 
parallelstelleu  engste  Übereinstimmung  beider  gedichte.  es  muß 
deshalb  angenommen  werden,  daß  der  deutsche  dichter  den  fran- 
zösischen roman  gut  gekannt  und  benutzt  hat.  neben  den  Über- 
einstimmungen finden  sich  aber  auch  zahlreiche  abweichungen  in 
der  anordnuug  wie  gelegentlich  im  ganzen  inhalt  der  szeneu,  wes- 
halb angenommen  werden  muß,  daß  dem  deutschen  dichter  das 
französische  gedieht  in  einer  von  der  uhs  bekannten  fassung  ab- 
weichenden form  vorlag,  dies  ist  aber  nioiit  die  zu  Tours  vor  einigen 
Jahren  neu  gefundene  Version  gewesen,  welche  vielmehr  weit  ab- 
seits steht,  die  annähme  einer  unserem  gedieht  vorausliegend eu 
älteren  deutschen  fassung,  die  vf.  für  möglich  hält,  ist  doch  wohl 
auszuschließen.  —  in  der  darstellung  bestehen  zwischen  beiden  ge- 
dichten  in  einzelheiten  ebenfalls  wesentliche  unterschiede:  im  deut- 
schen begegnet  eine  größere  ps^'chologische  Vertiefung  und  Ver- 
feinerung, wie  weit  dies  aber  auf  rechnung  des  deutschen  vis^ 
kommt,  i.st  nicht  zu  entscheiden,  solange  nicht  seine  direkte  vor- 
läge bekannt  ist. 

Berthold  von  Holle.  40.  Hermann  Kopperschmidt,  Die- 
spräche  der  Hildesheimer  Urkunden  in  der  ersten  hälfte  des 
14.  jahrhs.  und  ihr  Verhältnis  zur  spräche  Bertholds  von  Holle 
und  Eilharts  von  Oberge.  diss.  Marburg.  136  s.  —  das  erste 
kapitel  ist  ein  beitrag  zur  grammatik  der  raundart  von  Hildesheim, 
also  des  Mittelniederdeutschen,  im  zweiten  kapitel  wird  dann  mit 
der  Hildesheimer  mundart  die  von  Berthold  von  Holle  geschriebene 
spräche  (vokalismus,  konsonantismus,  flexion  und  wertschätz)  ver- 
glichen, und  daraufhin  gezeigt,  daß  Berthold,  wie  auch  schon  Vogt 
und  Roethe  festgestellt  haben,  sich  von  seiner  mundart  wesentlich 
entfernt,  und  zwar  wächst  diese  entfernung  im  laufe  der  zeit,  er 
schreibt  eine  vom  hd.  stark  beeinflußte  dichtersprache,  seine  werke 
gehören  also  mehr  zur  hd.  als  zur  nd.  literatur.  vereinzelt  sind 
die  ausätze,  dem  hd.  und  nd.  zugleich  gerecht  zu  werden,  kapitel  III 
beschäftigt  sich  mit  Eilhard  und  prüft  die  ergebnisse  nach,  zu 
denen  E.  Gierach,  Prager  Studien  IV  (vgl.  Jsb.  1908,7,50;  1909,. 
7,57;  1912,7, 121[3])  gekommen  war.  Gierach  hatte  bei  Eilhard 
laittelfränkische,  speziell  moselfränkische  einflüsse  feststellen  wollen 
und  ihn  direkt  als  letztes  glied  in  die  reihe  der  dichter  eingestellt,, 
welche  unter  dem  banne  der  mfr.  literatursprache  stehen,  dem- 
gegenüber zeigt  K.,  daß  Eilhart  vieles  mittelfränkische  meidet  und 
daß  andererseits  manches  bei  ihm,  was  G.  als  speziell  mfr.  be- 
zeichnet, allgemein  niederdeutsch  ist,  ja  daß  E.  auch  ausgesprochen 
niederdeutsches  verwendet,  in  Wirklichkeit  ist  nach  K.  das  ver- 
iiältnis  Eilharts  zur  hd.  literatursprache  nicht  so  sehr  verschieden 


vir.   B.  Denkmäler.  125 

von  deu»  Verhältnis  Bertholds  zu  derselben.  Eilhart  ist  in  manchem 
hochdeutscher  als  B.,  in  manchem  niederdeutscher,  wie  bei  B. 
handelt  es  sich  auch  im  Tristant  um  eine  dichtersprache,  die  über 
den  einzeldialekten  steht:  in  der  hauptsache  ist  er  also  hd.,  mit 
allerdinjS's  nicht  geringem  nd.  einschlag,  aus  der  reihe  der  mfr. 
dichtungen  ist  der  Tristant  aber  zu  streichen. 

Dietrich  und  Wenezlan.  47.  Justus  Lunzer,  Dietrich 
lind  Wenezlan.  ZfdA.  55,1 — 40.  —  T.  Wenezlan  ist  könig 
Wenzel  II.  von  Böhmen:  ihn  zu  verherrlichen  ist  des  dichters  ab- 
sieht, zu  diesem  zweck  stellt  er  ihm  Dietrich  in  unentschiedenem 
Zweikampf  gegenüber,  da  Wenzel  II.  der  Pole  iind  fürst,  aber 
nicht  könig  von  Polen  genannt  wird,  fällt  die  abfassungszeit 
zwischen  1291  und  1300.  II.  die  im  gedieht  als  grenze  zwischen 
Etzels  und  Wenozlans  reich  erwähnte  Salza  ist  der  rechte  neben- 
fluß  der  Enns,  damals  grenze  zwischen  Steiermark  und  Nieder- 
österreich. III.  im  jähre  1295/96  empörten  sich  österreichische 
heirn  gegen  Albrecht  I.,  damals  eröffnete  sich  für  Wenzel  aus- 
sieht auf  eroberung  Österreichs,  in  die  kurze  zeit  des  aufstands 
(11.  nov.  1295  bis  juni  1296)  läßt  sich  die  abfassungszeit  genauer 
einengen,  als  zeugnis  für  eine  alte  sage  von  kämpfen  Dietrichs 
mit  slavischen  Völkern  ist  das  gedieht  nicht  zu  betrachten,  ver- 
wertet ist  nur  das  rosengartenmotiv,  wenn  der  dichter  seinen 
helden  sich  mit  dem  stärksten  sagenhelden  messen  läßt,  gekannt 
hat  der  dichter  außerdem  jedenfalls  das  gedieht  von  Dietrichs 
flucht,   vielleicht  auch  den  Biterolf. 

Eilhart  Ton  Oberge.     s.  oben  nr.  46. 

Ezzo.  48.  Edw.  Schröder,  Ezzo  str.  29.  ZfdA.  55,40. — 
in  dem  bild  von  der  seefahrt  steht  das  segel  zweimal  (v.  4  u.  7), 
während  das  rüder  (steuer)  ganz  fehlt.  Schröder  bessert  deshalb 
V.  4  in:  min  frehth   rnoäer  nnfe  vere. 

Genesis  und  Exodus,  (vgl.  auch  nr.  104,7.) 
^9.  Gotthard  Krömer,  Die  präpositionen  in  der  hochdeut- 
schen Genesis  und  Exodus  nach  den  verschiedenen  Überlieferungen. 
Untersuchungen  zur  bedeutungslehre  und  zur  syntax.  I.  diss. 
Leipzig.  =  Beiträge  39,403 — 523.  —  der  theoretische  teil  der  ar- 
beit (s.  415 — 453)  enthält  wichtige  ausführungen  über  die  behand- 
lung  der  bedeutungslehre  und  der  syntax  der  präpositionen.  die 
bedeutungslehre  hat  auf  den  ältesten  erreichbaren  sprachzustand 
zurückgehend  die  einzelnen  bedeutungen  nach  dem  Sprachgefühl  zu 
scheiden,  dann  das  geschichtliche  Verhältnis  der  so  gefundenen 
bedeutungen  festzustellen  und  endlich  die  bedeutungsgeschichte 
zusammenhängend  darzustellen,  die  syntax  der  präpositionen  hat 
sich  auf  Stellung  und  rektion  zu  erstrecken,     die  bedeutungslehre 


126  ^'^^-   Mittellioclideutsch. 

int  die  notwendige  Voraussetzung  für  die  bearbeitung  der  syntax. 
^ie  historische  syntax  hat  die  entstehung  der  wortgattung  'präpo- 
Bition'  zu  untersuchen,  d.  h.  das  Verhältnis  der  präp,  zu  dem 
kasus,  mit  dem  sie  zusammentritt;  die  syntax  der  präposition  ist 
verkettet  mit  der  syntax  der  präpositionalen  Verbindung,  auszu- 
<»ehen  ist  dabei  von  den  fällen,  in  welchen  die  präposition  ihre 
rein  materielle  funktion  hat;  dazu  kommt  als  jüngere  erscheinung 
eine  neue  syntaktische  funktion,  sobald  die  präposition  ein  aus- 
druck  für  syntaktische  beziehungen  geworden  ist.  das  Verhältnis 
der  Präpositionen  zu  den  kasus  stellt  sich  nach  Kr.  so  dar,  daß 
die  kasus  ursprünglich  materielle  und  syntaktische  funktion  be- 
sitzen, während  bei  den  präpositionen  letztere  erst  sekundär  ist.  — 
der  zweite  teil  der  arbeit  (s.  453 — 523)  legt  unter  diesen  gesichts- 
punkten  nun  das  material  für  die  präpositionen  an.  in  und  zu  aus- 
führlich dar.  —  die  arbeit  von  Weller  über  die  Wiener  Genesis 
hat  vf.  noch  nicht  gekannt,  der  gebrauch  der  präpositionen  gibt 
zu  Schlüssen  für  oder  gegen  die  einheitlichkeit  des  werkes  kein 
hilfsmittel. 

Genesis,  Wiener.  50.  Alfred  Weller,  Die  frühmittelhoch- 
deutsche Wiener  Genesis  nach  quellen,  Übersetzungsart,  stil  und 
syntax  (=  Palästra  123).  Berlin,  Mayer  und  Müller.  IX,259  s. 
7,60  m.  —  volldruck  der  Jsb.  1912,7,52  besprochenen  arbeit,  die 
weiteren  teile  stellen  eine  große  parallelensammlung  dar,  mit  dem 
zwecke,  den  grad  der  einheitlichkeit  oder  der  Verschiedenheiten 
innerhalb  des  werkes  hinsichtlich  der  Stoffgestaltung  (stil  und 
syntax),  der  stoffanordnung  und  Stoffverknüpfung  darzulegen,  die 
sammluncren,  durch  zahlreiche  tabellen  anschaulich  gemacht,  zeigen 
einerseits  vielfache  stilistische  Ungleichheiten  der  einzelnen  teile 
der  dichtung,  andererseits  aber  in  allen  teilen  für  stoffwahl  und 
anordnung  die  gleiche  'anschauung,  Übersetzungsmethode  und 
dichterische  befähigung',  besonders  auch  gleichheit  in  Unregel- 
mäßigkeiten, irrtümern  und  fehlem,  zum  teil  sind  die  Ungleich- 
heiten genügend  erklärt  aus  der  Verschiedenheit  der  in  den  ein- 
zelnen büchern  bearbeiteten  stoffe,  den  Schwierigkeiten,  mit  denen 
ein  ungeübter  anfänger  zu  kämpfen  hat,  und  dem  verschiedenen 
interesse,  das  er  den  einzelnen  partien  entgegenbrachte.  so 
schließt  Weller  auch  aus  diesem  teil  der  Untersuchung,  wie  aus 
den  in  kap.  I  und  II  vorliegenden  quellenstudien,  daß  das  ganze 
werk  von  nur  einem  vf.  herrührt,  dessen  'selbständige  und 
temperamentvolle  persönlichkeit  sowohl  die  Ungleichheiten  als  auch 
die  Schönheiten  der  dichtung  bedingt.' 

Gottfried  von  Straßburg.     (vgl.  auch  nr.  104,8.) 
5 1 .    Friedrich  Ranke,  Die  Überlieferung  von  Gottfrieds  Tristan. 
ZfdA.  55,157  —  278.  —  I.  Verbesserungen  und  zusätze  zu  Marolds 


VII.    B.  Denkmäler.  127 

Variantenapparat,  der  sich  bei  einer  genauen  nachvergleichung  der 
Hss.  in  'erschreckendem'  umfang  lückenhaft,  ungenau  und  ver- 
kehrt erwiesen  hat,  so  daß  er  weder  sichere  erkenntnis  der  Über- 
lieferung von  einzelstellen  noch  eine  beurteilung  des  handschriften- 
verhältnisses  ermöglicht.  —  II.  Das  Verwandtschaftsverhältnis 
der  vollständig  erhaltenen  handschriften.  die  beobachtung  der 
verslücken  führt  zur  aufstellung  von  drei  Überlieferungszweigen: 
X,  a  und  ß;  auf  grund  der  lesarten  führt  Ränke  «  und  ß  mit  von 
der  Hagen  auf  eine  gemeinsame  grundlage  y  zurück,  die  jünger 
als  X  im  Elsaß  entstanden  ist.  sehr  großen  umfang  erreichen 
aber  die  berührungen  zwischen  handschriften  verschiedener  gruppen. 
der  schlußteil  soll  die  Untersuchung  der  fragmente  und  definitive 
feststellung  des  resultats  enthalten. 

52.  J.  J.  Meyer,  Isoldes  gottesurteil  in  seiner  erotischen 
bedeutung.  mit  einleitendem  Vorwort  von  prof.  dr.  Rieh.  Schmidt. 
(Neue  Studien  zur  geschichte  des  menschlichen  geschlechtslebens  IL) 
Berlin,  H.  Barsdorf.  290  s.  —  eine  gerechte  beurteilung  Gott- 
frieds ist  weder  möglich,  wenn  man  ihn  als  einen  frivolen  unsitt- 
lichkeitsverkünder  hinstellt,  noch  wenn  man  ihn  gegen  diesen  Vorwurf 
verteidigen  will,  die  Tristangeschichte  ist  'ein  höhn  auf  ehre  und 
menschenadel',  wenn  man  unser  heutiges  empfinden  als  maßstab 
anlegt.  G.  muß  eben,  was  übrigens  dem  Germanisten  nichts  neues 
ist,  historisch  verstanden  werden:  die  höfischen  dichter  stehn 
selbstverständlich  auf  Seiten  der  Minne,  das  gottesurteil  ist,  wie 
bekannt,  ein  beispiel  für  einen  uralten  und  weitverbreiteten  trickj 
Meyer  sammelt  s.  57  ff.  zahlreiche,  namentlich  orientalische 
parallelen,  als  heimat  des  'Märchens  vom  gottesurteil  mit  dem 
zweideutigen  eid'  betrachtet  er  Indien.  —  bespr.  von  W.  Golther, 
DLz.  35,673—674. 

53.  J.  J.  Meyer,  Zur  aufklärung  über  'Isoldes  gottesurteil'. 
MPhil.   12. 

54.  Bruno  Dittrich,  Die  darstellung  der  gestalten  in  Gott- 
frieds Tristan,  diss,  Greifswald.  VIII,278  s.  —  ein  gegenstück 
zu  den  arbeiten  von  Heyne  über  Hartmann  (vgl.  Jsb.  1912,7,58) 
und  Behre  über  Ulrich  von  Zatzichofen  (vgl.  Jsb.  1913,7,98). 
teil  I  behandelt,  wie  bei  Behre,  die  einführung  der  gestalten, 
teil  II  gibt  einen  überblick  über  die  art  des  dargestellten  und  die 
allgemeinen  richtlinien  der  darstellung.  teil  III  bespricht  die  technik 
der  darstellung;  wie  bei  Behre  und  Heyne  wird  dabei  a)  direkte 
und  b)  indirekte  Schilderung  unterschieden,  dann  werden  die  mittel 
zur  Unterstützung  der  darstellung  (kontrast,  gradation,  prädis- 
ponierung der  phantasie  usw.)  wie  bei  Heyne,  die  stilistischen 
hilfsmittel  (epitheta,  bilder,  hyperbeln,  formein)  ähnlich  wie  bei 
Behre    behandelt,     eine   sehr   ausführliche   deskriptive   arbeit,    die 


128  VII.  Mittelhochdeutsch. 

resultate  werden  am  Schlüsse  einiger,  leider  nicht  aller,  abschnitte 
in  kurzen  überblicken  zusammengefaßt,  —  vf.  ist  auf  dem  felde 
der  ehre  gefallen. 

55.  H.  W.  Nordmeyer,  Das  schallanalytische  Verhältnis 
von  Gottfrieds  Vierzeilern  zu  den  erzählenden  partien  des  Tristan. 
JEGPhil.  13,508 — 513.  —  kein  prinzipieller  gegensatz  in  beiden 
viTsarten;  vielmehr  sind  G's.  verse  podisch  gebaut,  wenn  er  er- 
zahlt, dipodisch,  wenn  er  begrifflich  pointiert,  danach  verteilen 
sich  in  den  reimpaaren  wie  in  den  Vierzeilern  die  beiden  verstypen. 

Hartmauu  von  Aue.    (vgl.  auch  nr,  104,  9  f.) 

56.  Gustav  Rosenhagen,  Beiträge  zur  Charakteristik  Hart- 
nianns  von  Aue.  ZfdU.  28,94 — 110.  —  erläutert  an  zwei  bei- 
(spielen  aus  Iwein  (Gawans  rat  2770 — 2912  und  Iweins  träum 
3505 — 3596)  Hartmanns  arbeitsweise.  die  lektüre  seiner  quelle 
wird  ihm  persönliches  erlebnis,  auf  grund  dessen  er  dann  den 
Stoff  nacherzählt.  darin  liegt  seine  dichterische  leistung.  auf 
grund  der  leistung  Hartmanns  gegenüber  seiner  quelle  in  den 
beiden  genannten  episoden  darf  angenommen  werden,  daß  auch 
im  Armen  Heinrich  das  maß  seiner  eigenen  leistung  sehr  weit  zu 
stecken  ist.  —  vgl.  auch  Verhandlungen  der  52.  Versammlung  deut- 
bcher  Philologen  und  schulmänner  in  Marburg  (1913),  s.  120 — 121. 

57.  Gustav  E,osenhagen,  Zobel  von  Connelant.  ZfdA.  55, 
301 — 302.  —  die  erwähnung  von  Connelant  (Iconium)  im  Erec 
setzt  den  kreuzzug  Barbarossas  voraus,  auf  welchem  Iconium  er- 
obert wurde,  aber  Zobel  aus  Iconium  ist  eine  naturgeschichtliche 
Unmöglichkeit,  dies  und  ebenso  die  art,  wie  die  läge  von  Conne- 
lant angegeben  wird,  zeigt,  daß  Hartmann,  als  er  die  stelle 
schrieb,  Iconium  nicht  gekannt  hat.  er  hat  also  nicht  den  kreua- 
jBug  von  1189,  sondern  erst  den  von  1197  mitgemacht. 

58.  Erich  Gier  ach,  Untersuchungen  zum  Armen  Heinrich. 
IL  fehler  in  der  textbehandlung.  ZfdA.  55,303—336.  —  über 
teil  I  vgl.  Jsb.  1913,7,56.  zur  weiteren  begründung  seiner  text- 
herstellung.  eine  umsichtige  kritische  besprechung  verfehlter 
besserungsvorschläge  und  nicht  anerkannter  besserungen  in  früheren 
ausgaben,    im  anhang  erörterungen   über   zweifelhafte   änderungen. 

59.  Jos.  Klapper,  Die  legende  vom  Armen  Heinrich.  Breslau, 
R.  Nischkowsky.  36  s.  —  das  in  zwei  hss.  erhaltene  predigt- 
exempel  vom  Armen  Heinrich  wird  kritisch  betrachtet  und  mit 
Hartmanns  gedieht  verglichen,  der  lat.  text  kann  nicht  auf  das 
deutsche  gedieht  zurückgehn,  umgekehrt  kann  Hartmanns  vorläge 
nicht  mit  dem  uns  bekannten  lat.  text  identisch  gewesen  sein, 
als  gemeinsame  quelle  beider  vermutet  Kl.  einen  lat.  rhythmus 
von  17  Strophen,  dessen  Wiederherstellung  in  anläge  I  versucht  wird. 


VII.   B.  Denkmäler.  129 

60.  Ernst  Schuppe,  Zur  textkritik  des  'Gregorius  Peccator^ 
.Arnolds  von  Lübeck.  48  s.  diss.  Leipzig  1914.  —  nicht  ge- 
liefert. 

Heinrich  von  Freiberg.  61.  Anton  Wallner,  Thomas 
von  Britannien.  Beitr.  40,145 — 150.  —  wenn  Heinrich  von  Frei- 
berg  von  Thomas  sagt,  er  habe  die  geschichte  von  Tristan  in 
lampartischer  spräche  geschrieben,  so  liegt  ein  mißverständnis 
irgend  einer  notiz  vor,  in  der  er  den  Thomas  in  Verbindung  mit 
der  Historia  lomhardica,  d.  h.  der  Legenda  aurea  nennen  hörte, 
wie  es  in  einem  von  W.  angeführten  predigtmärlein  geschieht, 
ein  solches  mißverständnis  wäre  Heinrich  nicht  zuzutrauen,  wenn 
er  der  vf.  der  legende  vom  Heiligen  kreuz  wäre.  Wallner  zeigt 
aber,  daß  die  möglichkeit,  mit  Bernt  in  dieser  legende  ein  jugend- 
werk Heinrichs  zu  sehen,  auf  die  größten  chronologischen  Schwierig- 
keiten stößt,  sie  ist  ihm  also  abzusprechen,  da  das  gedieht  von 
der  Ritterfahrt  des  Michelspergers  ebenfalls  nicht  vom  Tristan- 
fortsetzer sein  kann,  kämen  wir  auf  drei  Heinriche  von  Freiberg. 
die  häufigkeit  dieses  namens  hat  nach  W.  nichts  auffälliges,  sie 
kann  aus  den  wirtschaftlichen  Verhältnissen  erklärt  werden,  viel- 
leicht aber  hieß  der  vf.  der  legende:  Heinrich  Fridewerch,  und 
auch  der  vf.  der  Ritterschaft  trägt  den  namen  H.  v.  Freiberg 
möglicherweise  zu  unrecht. 

Heinrich  von  Neustadt,     (vgl.  auch  nr.  104,12  ff.) 

62.  R.  W.  Pettengill,  The  source  of  an  episode  in  Hein- 
richs von  Neustadt  Apollonius.  JEGPhil.  13,45 — 50.  —  zu  der 
episode  vom  Zweikampf  zwischen  Flordelise  und  Silvian  (Ap. 
19  856 — 20  346),  wozu  Singer  auf  die  chronik  von  Bern  verwiesen 
hat,  weist  P.  weitere  parallelen  nach  aus  dem  bair.  rechtsbuch 
Ruprechts  von  Freisingen  von  1332,  dem  Augsburger  stadtrecht 
von  1276  einer  hs.  zu  Wolffenbüttel,  und  einer  dissertation  des 
18.  jahrhs.  von  Ephraim  Gerhard  (diese  m.  e,  ohne  quellenwert), 
er  vermutet,  daß  H.  v.  N.  derartige  rechtsbestimmungen  gekannt 
hat.  —  woher  stammen  aber  diese  rechtlichen  bestimmungen?  (vgl. 
auch  Grimm,  Rechtsaltertümer  2,593.) 

Heinrich  von  dem  Türlin.  63.  Erich  Gülzow,  Zur  stil- 
kunde  der  Krone  Heinrichs  von  dem  Türlin  (Teutonia,  heft  18). 
Leipzig,  H.  Haessel.  XXIV,248  s.  —  volldruck  der  Jsb.  1913, 
7,61  besprochenen  dissertation.  —  aus  dem  gebiet  der  Wortwahl 
kommen  die  volksepischen  Wörter  und  die  bei  H.  sehr  zahlreichen 
fremdwörter  zur  besprechung.  daran  schließen  sich  Untersuchungen 
über  den  gebrauch  des  pronomens  (pleonasmus  und  ersparung),  der 
negation  (Umschreibung  und  Verstärkung  derselben),  der  verbal- 
umschreibungen,  der  Verbindung  von  Substantiv  und  genitiv,  der 
Jahresbericht  für  germanische  philologie.  XXXVI.   (1914.)  I.  Teil.  9 


130  VII.    Mittelhochdeutsch. 

"wortpaarung,  der  metaphern  und  vergleiche,  endlich  ein  kapiteF 
über  das  hervortreten  der  persönlichkeit  des  dichters  in  allerhand 
subjektiven  äußerungen,  durch  die  der  gang  der  erzählung  unter- 
brochen oder  modifiziert  wird.  Heinrich  ist  in  seinem  stil  ein  epigone 
aus  dem  beginn  des  Verfalls  höfischer  epik.  charakteristisch  ist 
eine  typische  formelhaftigkeit,  deren  demente  teils  die  alten  volks- 
epischen Stilerscheinungen  sind  teils  die  von  den  großen  epikern. 
ausgebildeten  und  bevorzugten  stilformen,  die  nun  von  den  nach- 
folgern  nachgeahmt  und,  wie  etwa  die  Verbindung  von  Substantiv 
und  genitiv,  in  der  geblümten  rede  auf  die  spitze  getrieben  werden., 
von  den  höfischen  epikern  ist  für  Heinrich  das  hauptsächlichste 
Vorbild.  Hartmann  von  Aue,  daneben  hat  er  volkstümliche  stil- 
eigenheiten  wohl  durch  Wolframs  einfluß  übernommen,  dem  er 
auch  anderes  verdankt.  Gottfried  hat  er  jedenfalls  nicht  direkt 
benutzt,  die  Verwendung  der  bilder  und  metaphern  läßt  schließen, 
daß  H.,  wie  schon  Singer  angenommen  hat,  ursprünglich  nur  die 
bis  zu  V.  13  900  reichende  geschichte  aus  dem  leben  des  jungen 
Artus  erzählen  wollte,  während  er  diesen  teil  des  werkes  mit 
bilderschmuck  reichlich  ausstattete,  hat  er  solchen  in  der  später 
hinzugefügten  erzählung  von  Gaweins  abenteuern  sehr  sparsam 
verwendet.  —  im  anhang  (s.  228 — 248)  stellt  G.  eigene  und 
fremde  Verbesserungen  zu  Scholls  text  zusammen. 

Heinrich  TOn  Teldecke.  64.  Olga  Gogala  di  Leesthal, 
Studien  über  Veldeckes  Eneide  (=  Acta  germanica,  hrsg.  von 
R.  Henning,  neue  reihe,  heft  5).  Berlin,  Mayer  und  Müller. 
164  s.  —  auf  grund  einer  vergleichung  der  Eneide  mit  Veldeckes 
vorläge  wird  versucht,  festzustellen,  welche  züge  höfischer  tendenz 
und  kultur  sich  bei  Veldecke  unabhängig  von  seiner  quelle  finden, 
so  soll  gezeigt  werden,  wie  weit  etwa  die  höfische  kultur  schon 
sein  und  seiner  zeit  eigentum  geworden  war.  ebenso  wird  ge- 
gesammelt, was  er  von  seiner  eigenen  nationalen  und  künstle- 
rischen eigenart  in  die  erzählung  hineinlegt. 

Hugo  von  Trimberg.  65.  Joh.  Iwer,  Zur  moduslehre 
des  Renners,  diss.  Tübingen  1914.  74  s.  —  die  Verdrängung 
des  konjunktivs  durch  den  Indikativ  ist  im  Renner  schon  ziemlich 
vorgeschritten,  die  fälle,  in  denen  der  konjunktiv  noch  durchaus 
nach  mhd.  weise  angewendet  wird,  sind  beschränkt  auf  die  ver- 
gleichungssätze  mit  e  denne  und  die  konzessivsätze  mit  alein.  in 
manchen  Sätzen  herrscht  schwanken;  bedingungs-  und  konzessiv- 
sätze zeigen  am  stärksten  schon  die  annäherung  an  den  nhd. 
modusgebrauch,  der  einfluß  des  hauptsatzes  auf  den  modus  des 
nebensatzes  (modale  assimilation  und  konjunktiv  nach  uegation) 
spielt  im  Renner  nur  eine  geringe  rolle. 


VII.    B.  Denkmäler.  131 

GG.  Hugo  von  Trimberg,  Lateinische  werke:  2.  Solse- 
quium,  hrsg.  von  E.  Seemann  (Rlünchener  texte,  hrsg.  von  Friedr. 
Wilhelm,  heft  9).     München,   G.  D.  W.  Callwey. 

Kla^e.  67.  Kurt  Getzuhn,  Untersuchungen  zum  Sprach- 
gebrauch und  Wortschatz  der  Klage  (Germanistische  arbeiten,  hrsg. 
von  G.  Baesecke,  2).  Heidelberg,  C.  Winter.  XIII,171  s,  5  m. 
—  ausführliche  darlegung  des  für  Stiluntersuchungen  wichtigen 
laaterials  an  formein  (traditionellen  ausdrucksformen,  poetischen 
stilformen,  syntaktischen  en^cheinungen,  traditionellen  reimen)  und 
werten  (adjektiven,  Substantiven,  verben)  in  der  Klage  unter  ver- 
^leichnng  mit  den  erscheinungen  in  der  sonstigen  zeitgenössischen 
oder  voraufgehenden  epik,  besonders  auch  im  Nibelungenlied,  für 
den  Wortschatz  drei  große  tabeüen  für  das  vorkommen  der  ein- 
zelnen adjektiva,  substantiva  und  verba  mit  den  entsprechenden 
zahlen  für  Nibelungenlied,  Wolfram,  Gottfried  und  Hartmanns 
1  wein. 

Kourad  von  Hcimesfurt.     G8.     C.  v.  Kraus,  Aus  Konrads 

von    Heimesfurt    Mariae    himmelfahrt.       ZfdA.    55,296 — 298.     

pergamentblatt  des  15.  jahrhs.  in  Wiener  Privatbesitz,  mit  dem 
fragment  D  zu  derselben  hs.  gehörend  und  direkt  daran  an- 
schließend mit  vers   192 — 283.     abdruck  des  fragments. 

Kudrun.  69.  Kudrun,  hrsg.  von  B,  Sijmons.  2.  ver- 
besserte aufläge.   (Altdeutsche  textbibliothek  5.)   CXI,343  s.  4  40  m 

70.  Leonhard  Schmidt,  Gudrun.  2.  aufl.  Wittenberg 
ß.  Herrose.  98  s.  mit  13  abb.  1,60  m.  —  umdichtung  der  k' 
in  neun  gesängen  verschiedenen  versmasses. 

Makkabäer.     s.  oben  nr.  15. 
Nibelungenlied,     (s.  auch  nr.  104,20.) 

71.  J.  Janko,  Nova  badäni  o  hlavnich  zjevech  starSi  lite- 
ratury  n^mecke,  III  (Neue  forschungen  über  die  haupterscheinungen 

der  älteren  deutschen  literatur).    cMF.  3,226 — 232. Tschechisch 

bericht  über  arbeiten  das  Nibelungenlied  und  die  Klao-e  betreffend 

72.  Hermann  Fischer,  Über  die  entstehung  des  Nibelungen- 
liedes. Sitz.-ber.  d.  kgl.  bayr.  akad.,  philos.-philol.  klasse  1914  7 
32  s.  —  vf.  untersucht  den  umfang  des  christlichen  inhaltes  des 
Nibelungenliedes  und  vergleicht  ihn  mit  dem  in  anderen  dich- 
tungen  vorliegenden  Verhältnis,  auf  grund  davon  kommt  er  zu 
dem  Schlüsse,  das  werk  sei  in  geistlicher  Umgebung  entstanden 
und  für  solche  bestimmt  gewesen,  die  erwähnung  Passaus  und 
Pilgrims  von  Passau  weise  auf  entstehung  im  bereiche  des  Passauer 
hofes,  der  durch  hervorhebung  eines  berühmten  früheren  inhabers 
des  bischofssitzes  geehrt  werden  sollte.  Passauer  lokalkenntnis 
deutet  in  derselben  richtung.     für  die  datierung   wichtig  ist  nach 

9* 


132  ^'11-    Mittelhochdeutsch. 

F.  die  neiiuung  des  alten  biscbofs  von  Speyer,  in  welchem  er  mit 
Schönbach  Konrad  von  Scharf enberg,  bischof  von  1200 — 1224  er- 
blickt, dieser  traf  im  jähre  1200  auf  dem  hoftag  zu  Nürnberg 
mit  Wolfgang  von  Ellenbrechtskirchen,  bischof  von  Passau,  zu- 
sammen; damit  bringt  F.  seine  nennung  im  liede  zusammen,  er 
kommt  also  zu  einer  recht  sjnlten  datierung  des  Nibelungenliede^;, 
die  auch  wegen  des  Verhältnisses  zu  Wolframs  Parzival  schwierig 
ist:  er  ist  genötigt  anzunehmen,  daß  Äzagouc  und  Zazamanc  aus 
dem  Parzival  stammen,  während  ßumolt  aus  dem  Nibelungenlied 
stammen  müßte,  das  ergäbe  entstehung  zwischen  1200  und  1204, 
doch  hält  F.  es  für  möglich,  daß  auch  Wolfram  und  der  Nibe- 
lungendichter im  jähre  1200  in  Nürnberg  anwesend  waren  und 
diese  persönliche  berührung  ihnen  gegenseitig  die  kenntnis  der 
oben  genannten  einzelheiten  verschaffte.  —  zur  liedertheorie  stellt 
vf.  sich  auf  einen  vermittelnden  Standpunkt,  einige  einzellieder 
müsse  der  dichter  gekannt  und  benutzt  haben  —  einige  anfange 
■will  F.  wiedererkennen  — ,  aber  es  brauchen  nicht  viele  zu  sein, 
sie  sind  nicht  zu  einem  epos  zusammengearbeitet  worden,  sondern 
haben  nur  im  dichter  den  entschluß  zum  reifen  gebracht,  aus  dem 
allgemein  bekannten  sagenstoff  ein  epos  zu  schaffen. 

73.  Rud.  Much,  Rüdiger  von  Pechlarn.  Vortrag.  Wien, 
A.  Holder.  —  nicht  geliefert. 

74.  Karl  Christ,  Die  beziehungen  der  Nibelungen  zum 
Rhein  und  Odenwald.     Mannheimer  gesch.-blätter   15,79 — 91. 

75.  Hermann  Patzig,  Die  Verbindung  der  Sigfrids-  und 
der  Burgundensage.     Dortmund,  Ruhfus.     49  s.      1,20  m. 

76.  Adrian,  Das  Nibelungenlied  in  moderner  erneuerung. 
Lichtenrade,  Ruhland.  159  s.  —  freie  nachdichtung.  —  bespr. 
von  E.  Bergmann,   Cbl.  65,   schöne  literatur  s.   183. 

Oswald.  77.  Karl  Helm,  Beiti-äge  zur  Überlieferung  und 
kritik  des  W^iener  Oswald.  PBB.  40,1 — 47.  —  eine  neu  aufge- 
fundene hs.  des  Wiener  Oswald  aus  Dessau  (D)  wird  kollationiert 
und  in  ihrem  Verhältnis  zu  den  beiden  von  Baesecke  benutzton 
hss.  bestimmt,  sie  geht  mit  der  hs.  0  auf  eine  gemeinsame  vor- 
läge (*D0)  zurück,  hat  aber  daneben  bei  einzelnen  stellen  eine 
zweite  vorläge  zu  rate  gezogen,  die  zur  hs.  W.  stimmt,  die  l^s. 
hat  zwar  zahlreiche  fehler,  an  einigen  stellen  überliefert  sie  aber 
als  einzige  das  richtige,  sie  hat  auch  den  in  0  fehlenden  schluß 
und  zwar  zum  teil  besser  als  W  bewahrt,  s.  40 — 47  besserungen 
zu  Baeseckes  text;  vgl.  besonders  die  bemerkungen  zu  den  versen 
246  ff.  512.  570.  770  f.  928.  1015  ff.  1050  ff.  1142  f.  1232. 
1285  f.  1382.  1389  f.   1396  ff. 

Oswald  der  Schreiber,  78.  Eugen  Czinkotszky  (Cz. 
Jenö),    Die    deutsche    verserzäblung    Oswalds    des   Schreibers    aus 


VJI.    B.  Denkmäler.  133 

Königsberg  (Ujbänya)  in  Ungarn  (XIV.  Jahrb.).  Arbeiten  zur 
«leutscben  pbilologie,  hrsg.  v.  G.  Petz,  J.  Bleyer,  H.  Schmidt, 
lieft  9.  Budapest,  Ferd.  Pfeifer.  60  s.  2,50  kr.  —  Ungarisch, 
ein  kurzer  deutscher  auszug  ist  beigegeben,  danach  behaudehi 
kap.  1  und  2  die  sage  vom  priester  Johannes  und  die  deutsche 
Kaisersage,  kap.  3  — G  das  gedieht  Oswalds,  seine  spräche  und 
heimat.  Oswald  war  Schreiber  zu  Königsberg  in  Ungarn,  dort 
hat  er  gegen  ende  des  14.  jahrhs,  .seine  dichtung,  in  welcher  die 
beiden  genannten  sagen  verbunden  sind,  abgefaßt.  er  ist  der 
erste  nachweisbar  in  Ungarn  geborene  und  dort  wirkende  deutsche 
dichter. 

Otto  von  Freising:  (Laubacher  Barlaam).     s.  oben  nr.   15. 

Ottoltars  reimchronik.     s.  unten  nr.  94. 

Reimclirouik.  79.  A.  Tomsa,  Die  deutsche  Übersetzung 
der  sog.  Dalimilschen  reimchronik  und  deren  Verhältnis  zur  czechi- 
schen  vorläge.     CMF.  4,229—238. 

llother.     (vgl.  auch  nr.   104,22.) 

80.  Otto  Weisleder,  Die  spräche  der  Heidelberger  hand- 
schrift  des  könig  Rother.  diss.  Greifswald.  112  s.  —  zur  nach- 
prüfung  der  von  v,  Bahder  und  Wiegand  aufgestellten  these, 
daß  in  der  Heidelberger  Hotherhandschrift  zwei  Schreiber  zu 
unterscheiden  seien,  wird  die  äußere  form  und  die  spräche  der 
hs.  genau  untersucht  und  beschrieben,  es  werden  in  der  schrift 
tatsächlich  einige  auf  zwei  Schreiber  deutende  Verschiedenheiten 
festgestellt.  (Zusammenfassung  s.  27  f.)  ebenso  zeigt  die  spräche 
eine  reihe  nicht  sehr  tiefgehender  aber  deutlicher  unterschiede, 
welche  vielleicht,  worüber  vf.  sich  nicht  äußert,  den  Schluß  er- 
lauben, daß  der  zweite  Schreiber  etwas  südlicher  zu  hause  ist  als 
der  erste,  die  grenze  zwischen  den  beiden  Schreibern  liegt  auf 
blatt  42,2  der  handschrift. 

Rudolf  von  Ems.  81.  J.  Schatz,  Die  bruchstücke  der 
Stamser  hs.  der  weltchronik  Rudolfs  von  Ems.  Zs.  d.  Ferdinan- 
deums  3.  folge,  58.445 — 453.  —  außer  den  früher  bekannten 
bruchstücken  sind  noch  einige  weitere  aufgefunden  worden.  Schatz 
gibt  eine  aufzählung  und  iuhaltsangabe  aller  nun  bekannten  stücke 
in  der  reihenfolge,  in  welcher  sie  ursprünglich  mutmaßlich  standen, 
es  sind  im  ganzen  die  reste  von  28  blättern,  zerstreut  in  Berlin 
(Kgl.  bibliothek),  Innsbruck  (Universitätsbibliothek  und  Ferdinan- 
deum)  und  Stams.      einige  sind  zur  zeit  unauffindbar. 

82.  Otto  Wegner,  Reimwörterbuch  zur  weltchronik  Rudolfs 
von  Ems.  diss.  Greifswald.  13G  s.  —  auf  grund  der  ausgäbe 
von  Ehrismann  (Deutsche  texte  des  MA.  xx);  die  reime  in  gramma- 
tisches Mittelhochdeutsch   übertragen,  in  streng  alphabetischer  an- 


134  VII.    Mitlelhoclideutsch. 

Ordnung,     die  reime  von  sechs  iuterpolationen  sind  in  den  anhang 
verwiesen. 

Sieben  weise  meister.  83.  Isabella  Massey,  Text  und 
quellenstudien  zu  dem  anonymen  mittelhoclideutschen  gedieht  von 
den  sieben  weisen  meistern,  diss.  Marburg.  71  s.  —  außer  den 
trüber  bekannten  hss.  des  gedichtes  (Berlin,  Erlangen,  Hamburg) 
ist  eine  vierte  zu  Donaueschingen  erhalten,  ihre  spräche  wird  vom 
vf.  beschrieben,  sie  ist  schwäbisch,  die  hs.  geht  mit  der  Ham- 
burger auf  gemeinsame  vorläge  zurück;  ihr  kritischer  wert  ibt 
also  gering,  zumal  ihr  text  zum  teil  auch  sehr  verstümmelt  ist.  — 
Paschkes  aufstellung,  Hans  von  Bühel  habe  das  anonyme  gedieht 
benutzt,  ist  nicht  haltbar,  da  Bühel  nach  seiner  eigenen  angäbe 
auf  eine  deutsche  prosa  zurückgeht,  die  dieser  prosa  zugrunde 
liegende  lateinische  fassuug,  gruppe  B^,  C,  Mg,  W  der  Historia 
Septem  sapientium,  kann  nicht  die  vorläge  des  anonymen  gedichtes 
gewesen  sein,  dessen  vorläge  ist  unbekannt,  auch  der  Göttinger 
druck,  auf  den  Paschke  hinwies,  und  die  hs.  J  kommen  als  quellen 
nicht  in  betracht.  —  das  schlußkapitel  gibt  als  proben  eines  kriti- 
schen textes  die  abschnitte  59,5 — 62,6   und  74,1 — 80,8. 

Stricker.  84.  Joh.  Brückner,  Betrachtungen  zum  pfaffeu 
Amis  des  Strickers,  progr.  Bautzen.  30  s.  —  I.  inhaltsangabo 
der  zwölf  schwanke.  II.  allerhand  sprachliches:  über  die  breit o 
der  ausdrucksweise,  die  bilder,  die  rolle  der  zahl  6,  geldbezeich- 
nungen,  beteuerungen,  gebrauch  der  worte  niuot,  sin,  lip  und  maerc. 

Übeles  weib.  85.  Anton  Wallner,  Zu  dem  schwank  von 
der  bösen  frau.  PBB.  40,137 — 145.  —  textkritisches,  an  die 
editio  princeps  und  an  Schröders  neuausgabe  (vgl.  Jsb.  1913,7,95) 
anknüpfend,  vf.  vermutet,  daß  der  dichter  der  Warnung  den 
schwank  gekannt  hat,  da  die  ehepredigt  v.  1043  ff.  einseitig  das 
zusammenleben  mit  einem  weiblichen  unhold  in  betracht  zieht. 

Ulrich  von  Eschenbacli.  86.  Hans  Paul,  Die  Dessauer 
hs.  des  Wilhelm  von  Wenden  von  Ulrich  von  Eschenbach.  ZfdA. 
55,349 — 372.  —  die  im  jähre  1422  geschriebene  Dessauer  hs. 
steht  der  bisher  allein  bekannten  Hannoverer  hs.  (h)  sehr  nahe; 
P.  stellt  alle  abweichungen  zusammen,  wichtig  ist  sie  aber,  weil 
sie  die  blattlücken  in  h  (einleitung  und  neun  lücken  im  innern) 
ersetzt:  diese  neuen  stücke  werden  von  P.  vollständig  abgedruckt. 

87.  Hans  Paul,  Ulrich  von  Eschenbach  und  seine  Alexau- 
dreis.      166   s.     Berlin,  E.  Ehering.     4  m. 

Ulrich  von  Lichtenstein.  88.  Wilhelm  Lucas,  Das  ad- 
jektiv  bei  Ulrich  von  Lichtenstein,  diss.  Greifswald.  117  s.  — 
für  U.'s  frauendienst  wird  der  gebrauch  der  einzelnen  adjektiva, 
dann  der  adjektivgruppen  ausführlich  statistisch  dargelegt:  U.  ver- 
wendet das  adjektiv  ziemlich  oft  (auf  je  3  verse  eines,  gegen  4  verso 


VII.   B.  Denkmäler.  135 

bei  Wolfram  und  5  verse  bei  Gottfried),  hat  aber  keine  große  ab- 
wechslnng.  die  adjektivgruppen  erreichen  bis  zu  7  glieder.  in 
der  Schilderung  des  zweiten  minnedienstes  treten  mehr  adjektiva 
auf  als  in  der  des  ersten,  auch  einige  vorher  nicht  belegte,  eine 
folge  der  Irrealität  des  zweiten  dienstes.  —  im  anhang  werden 
kurz  die  entsprechenden  Zusammenstellungen  für  das  adjektivum 
im  frauenbuch  gegeben. 

Ulrich  von  Zazikhoven.  89.  Oskar  Hannink,  Vorstudien 
zu  einer  neuausgabe  des  Lanzelet  von  Ulrich  von  Zazikhoven.  diss. 
Göttingen  1914.  79  s.  —  beschreibung  der  handschriften  und 
ihrer  sprachlichen  eigentümlichkeiten.  dann  darstellung  der  spräche 
Ulrichs  nach  seinen  reimen,  im  anhang  bemerkungen  zum  text, 
die  hoffentlich  nicht  als  er s atz  für  die  nach  dem  titel  zu  er- 
wartende neuausgabe  gelten  sollen. 

90.  John  L.  Campion,  Zu  Ulrichs  Lanzelet  4720  ff.  MLN. 
29,86 — 87.  —  streicht  ir  v.  4722  und  liest  4723  müeze.  zum  ge- 
danken  der  stelle  wird  Veldecke  MF.  67,33  f.  und  Eilhart  7417 
verglichen. 

Täterbuch.  91.  Das  Väter  buch,  aus  der  Leipziger,  Hildes- 
lieimer  und  Straßburger  handschrift  hrsg.  von  K.  Reissenb erger. 
mit  drei  tafeln  in  lichtdruck.  (Deutsche  texte  des  mittelalters, 
hrsg.  von  der  kgl.  preuß.  akad.  d.  Wissenschaften,  bd.  22.)  Berlin, 
Weidmann.  XXVIII,643  s.  23  m.  —  die  in  bekannter  weise 
eingerichtete  ausgäbe  bespricht  in  der  einleitung  kurz  die  an  das 
Väterbuch  anknüpfenden  fragen  auf  grund  der  vorhandenen  Lite- 
ratur, in  der  heimatfrage  entscheidet  vf.  sich  aus  sprachlichen 
gründen  für  den  Mittelrhein  (s.  IX).  die  schon  früher  mehrfach 
ausgesprochene  ansieht,  daß  das  Väterbuch  dem  Passional  voraus- 
gegangen sei,  ist  zwar  im  allgemeinen,  aber  nicht  vollständig 
richtig,  es  muß  begonnen  worden  sein,  ehe  die  Legenda  aurea 
fertig  war  (so  auch  Hohmann  s.  82)  und  ist  auch  großenteils  da- 
mals, also  vor  dem  Passional,  niedergeschrieben  worden,  eine 
längere  pause  ist  aber  wohl  vor  vers  27  569  anzusetzen  und  die 
verse  33460  ff.  hat  der  dichter,  wie  R.  überzeugend  feststellt,  sicher 
in  hohem  alter  geschrieben,  so  daß  es  ausgeschlossen  ist,  daß  er  nach- 
her noch  das  ganze  Passional  geschrieben  hat.  —  der  text  folgt 
der  guten  alten  Leipziger  hs.  (A)  soweit  sie  reicht,  dann  der 
Hildesheimer  (K)  bis  zu  deren  ende  (v.  39348);  der  Schluß  und 
<3as  in  K  fehlende  ist  nach  der  Straßburger  hs.  gegeben,  diese 
vollständigste  aller  handschriften  ganz  zugrunde  zu  legen,  hat  E.. 
mit  recht  unterlassen,  da  sie  sowohl  dem  alter  als  der  spräche 
nach  sich  weiter  vom  original  entfernt  als  die  beiden  anderen 
handschriften.  kleine  lücken,  die  noch  blieben,  sind  aus  der 
Xönigsberger  hs.  900  (F)  und  der  Hamburger  hs.  (Q)   ergänzt. 


136  VII,    Mittelhochdeutsch. 

Vridaiie.  92.  Osw.  v.  Zingerle,  Treidanks  grabmal  in 
Treviso.  Leipzig,  Dyksche  buchhandlung.  102  s.  3,50  m.  — 
die  frage,  ob  der  zu  Treviso  begrabene  Freidank  wirklich  der 
dichter  der  bescheidenheit  sei,  wird  von  Z.  verneint,  die  kritische 
Untersuchung  zeigt,  daß  das  von  Hartmann  Schedel  erwähnte 
grab  nur  am  dom  gewesen  sein  kann,  daß  es  aber  sehr  wenig 
wahrscheinlich  sei,  daß  einem  landfremden  bürgerlicher  abkunft  ein 
grab  an  der  mauer  der  hauptkirche  zugestanden  wui'de.  deshalb 
ist  anzunehmen,  daß  ein  anderer  Treidank  hier  begraben  ist,  wahr- 
scheinlich ein  Tiroler,  vielleicht  der  im  jähre  1310  zum  letzten  mal 
urkundlich  bezeugte  pfarrer  Gerold  Freidank,  kaplan  der  herren 
von  Taufers,  die  mit  zwei  Friaulischen  adelsfamilien  und  den 
grafen  von  Görz  in  verwandtschaftlichen  beziehungen  standen.^ 
die  Schrift  enthält  s.  43  ff.  wertvolle  nachweise  über  das  häufige 
vorkommen  des  namens  Freidank  in  Tirol,  s.  63  ff.  Urkundenbelege 
für  die  vielfachen  beziehungen  tiroler  dynasten  und  bischöfe  zu  den 
oberitalischen  städten,  s.  79  ebensolche  belege  aus  den  Raitbüchern 
für  den    umfang   des   handelsverkehrs   zwischen   Italien  und  Tirol. 

Werner  der  Gärtner.  93.  Martin  H.  Haertel,  Social 
conditions  in  Southern  Bavaria  in  the  thirteenth  Century,  as  shown 
in  Meier  Helmbrecht.  transactions  of  the  Wisconsin  acad.  of 
sciences,  arts  and  lettres  XVII,  II,  s.  1057 — 1072.  —  Zusammen- 
stellung der  für  die  darstellung  des  bauern,  des  ritters  und  des 
sozialen  lebens  (religion,  erziehung,  hochzeit,  gericht,  geschäft) 
wichtigen  züge  aus  dem  Meier  Helmbrecht;    nichts  neues  bietend 

94.  Ludwig  Pfannmüller,  Nu  ziio  des  der  neue  si!  ZfdA 
55,278 — 284.  —  die  Wendung  ist  einmal  im  Meier  Helmbrecht 
und  dreimal  in  Ottokars  reimchronik  belegt.  an  allen  stellen 
handelt  es  sich  um  eine  preisgäbe  durch  verwandte;  Pf.  erklärt 
die  werte  deshalb  als  eine  formel  der  entsippung.  der  Wortlaut 
selbst  stammt  vielleicht  aus  der  darstellung  eines  bestimmten  einzel- 
falles,  ist  hier  zuerst  stilisiert  worden  und  dann  zur  redensart 
abgeblaßt,  so  daß  wir  es  weniger  mit  einer  formel  als  mit  einer 
art  von  zitat  zu  tun  hätten. 

Wirnt  von  Grafenberg.  95.  C.  von  Kraus,  Aus  Wirnts 
Wigalois.  ZfdA.  55,298 — 301.  —  pergamentblatt  des  14.  jahrhs. 
in  Wiener  Privatbesitz,  zu  derselben  hs.  wie  das  Heinrichauer 
fragment  gehörend,  enthält  die  verse  81,12 — 84,13.  abdruck  des 
blattes.  —  beigegeben  ist  ein  Verzeichnis  aller  bekannten  hss.  und 
bruchstücke  des  gedichts. 

96.  Laura  Greulich,  Reimstudien  zu  Wirnt  von  Grafen- 
berg, diss.  Heidelberg,  VIII,75  s.  —  laut-  und  formenlehre 
werden  auf  grund  der  reime  ausführlich   dargestellt,    ebenso  dana 


VII.   B.  Denkmäler.  137 

die  technik  des  reims:  klingende  und  rührende  reime,  wortmaterial 
im  reim,  traditionelle* reime  und  flickreime,  die  Untersuchungen 
ergeben  Verschiedenheiten  zwischen  den  einzelnen  teilen  des  werkes, 
wodurch  die  schon  bekannte  tatsache,  daß  der  dichter  anfangs 
unter  Hartmanns,  später  unter  Wolframs  einfluß  steht,  neu  be- 
stätigt wird,  in  besonders  hohem  maße  zeigt  sich  Wolframs  ein- 
fluß etwa  im  letzten  sechstel  des  werkes,  wo  ganz  neue  Wolfram- 
sche reimworte  auftreten,  die  substantiva  im  reim  nehmen  zu  usw. 
als  grund  dieser  erscheinung  betrachtet  vf.  eine  arbeitspause  vor 
diesem  teil,  in  welcher  Wirnt  sich  aufs  neue  in  den  Parzival  ver- 
tiefte, so  daß  er  dann  den  Schluß  seines  werkes  unter  dem  frischen 
eindruck  des  gelesenen  niederschrieb. 

Wolfram  von  Escheulbach.  97.  K.  J.  Benzinger,  Parzival 
in  der  deutschen  handschriftenillustration  des  mittelalters.  Straß- 
burg, Heitz.  (Studien  zur  deutschen  kunstgeschichte  175.)  60  8. 
mit  41   tafeln.     12  m. 

98.  C.  Pschmadt,  Jeschute.  ZfdA.  55,63 — 75.  —  setzt  tii© 
begegnung  Parzivals  mit  Jeschute  im  zeit  in  beziehung  zu  der 
hindenfeesage  (diss.  des  vfs.  'die  sage  von  der  verfolgten  binde'. 
Greifswald  1911)  unter  anziehung  der  verschiedenen  Versionen  des 
Parzivalkreises :  'eine  hindenfeesage  schloß  einst  P's.  jugendleben 
im  walde  ab,  später  drang  die  ritterepisode  in  die  erste  version 
ein  und  durchbrach  den  Zusammenhang;  hierdurch  verlor  die  hirsch- 
jagd  viel  von  ihrem  abenteuerlichen  charakter,  während  die  feen- 
liebschaft  als  erstes  erlebnis  des  ausziehenden  knaben  besser  er- 
halten blieb'. 

99.  C.  ß.  Hohberger,  Die  entstehungsgeschichte  von  Wag- 
ners 'Parsifal'  auf  philologisch-historischer  grundlage.  Greifswalder 
diss.  Leipzig,  Mayer.  186  s.  —  in  einem  ersten  abschnitt  'die 
dichtungsweise  Wagners'  (s.  1 — 18)  werden  Wagners  ziemlich  ver- 
ständnislose urteile  über  Wolframs  dichtung  kritiklos  zusammen- 
getragen, auch  spätere  bezugnahmen  sind  ohne  belang,  die  'philo- 
logisch-historische' arbeit  beschränkt  sich  auf  eine  eingehende 
vergleichung  des  ursprünglichen  prosaentwurfs  Wagners  mit  der 
vollendeten  dichtung.  auffällig  sind  die  vielen  druckfehler,  Wieder- 
holungen und  auch  nachlässigkeiten  wie  'gangen'  für  'giengen' 
(s.  21).  vf.  kennt  (s.  25)  keine  schrift,  die  sich  mit  dem  drama- 
tischen auf  bau  des  'Parsifal'  beschäftigt;  ich  darf  dazu  an  meinen 
aufsatz  'Parsifal  und  Parzival'  in  den  Preuß.  jahrb.  50,46  ff.  ei'- 
innern. 

100.  J.  Dostal,  Die  heimat  der  Gralsage.  Stellungnahme 
zu  den  letzten  hypothesen.      progr.     Kremsier.      25  s. 

101.  V.  Junk,  Gralsage  und  Graldichtung  des  ma's.  2.  aufl. 
Wien  1912.     (Wiener  sitz.-ber.  168,4.)  —  vgl.  Jsb.   1911,7,90.  — . 


138  VII.    Mittelhochdeutsch. 

P.  Hagen,  ZfdPb.  46,109 — 114  erkennt  an,  daß  vf.  den  Zusammen- 
hang des  Perounikmärchens  mit  der  Parzivalsage  aufgedeckt  aber 
nicht  bewiesen  hat,  daß  die  Gralsage  aus  dieser  abzuleiten  und 
mit  ihr  von  anfang  an  untrennbar  verbunden  gewesen  sei. 

101a.  A.  Kluyver,  Lapsit  exillis.  ZfdWortf.  15,217— 220. 
—  die  früheren  deutungen  der  Parzivalstelle  469,7  sind  bei  Blöte, 
ZfdA.  47,101 — 124  verzeichnet.  1909  hat  Iselin,  der  morgen- 
läudische  Ursprung  der  grallegende,  s.  52  an  lapis  berillis  gedacht, 
vf.  denkt  an  ein  verschriebenes  lapis-textillis  aus  gr.  ^eOKeXog 
'wunderbar'.  die  entwicklung  der  lautform  wird  des  näheren 
verfolgt. 

102.  Beurteilungen  früher  besprochener  werke:  1.  J.  L. 
Boyseu,  Über  den  gebrauch  des  genetivs  in  den  epen  Wolframs 
1910,7,80:  Litbl.  1914,145—147  von  0.  Behaghel  mit  aus- 
stellungen  an  der  formalen  behandlung.  —  2.  S.  A.  Bacon,  The 
source  of  Wolframs  Willebalm  1910,7,97:  AfdA.  36,145 — 147  von 
J.  F.  D.  Blöte;  Litbl.  35,109  von  K.  Helm;  ZfdPh.  45,303—304 
von  A.  Leitzmann  (sorgfältige  forschung  und  im  wesentlichen 
richtige  ergebnisse  überall  anerkannt). 

Wunderer.  103.  Heinrich  Hempel,  Untersuchungen  zum 
Wunderer,  diss.  Halle.  VIII,102  s.  —  das  original  des  Wun- 
derers war  eine  reimpaarfassung,  nur  erhalten  in  den  bearbeitungen 
der  fragmente  L  (um  1300)  und  K  (14.  jahrh.).  eine  strophische 
fassung  *Y  brachte  starke  inhaltliche  erweiterungen  hinzu;  auf  sie 
geht  H^  und  weiter  meistersingerisch  bearbeitet  *h,  die  vorläge 
Xaspars  von  der  Rhön  zurück,  das  fastnachtspiel  steht  der  strophi- 
schen fassung  nahe,  muß  aber  auch  eine  reimpaarfassung  (L?)  be- 
nutzt haben,  die  Stellung  von  F  genau  festzulegen,  ist  vf.  noch 
nicht  geglückt,  der  romanhafte  einschlag  des  Wunderers  beruht 
auf  starker  atflehnung  an  den  Wigamnr.  trotz  einiger  Uneben- 
heiten wird  man  doch  diesen  einfluß  schon  für  das  original  an- 
nehmen müssen,  die  drei  gnaden  werden  vom  vf.  mit  recht  als 
litfrarisch  entlehnte  märchenzüge  ohne  allegorischen  oder  alt- 
mythischen iühalt  betrachtet,  ebenso  ist  frau  Saide  eine  märchen- 
figur  geworden;  ihres  höfischen  wesens  ist  sie  entkleidet,  das 
gedieht  ist  als  willkürliche  neubildung  zur  Dietrichsage  aus  den 
traditionen  des  volksepos  geschaffen,  sein  kern,  das  verfolgungs- 
motiv  stammt  aus  der  volkssage.  —  das  Verhältnis  des  Wunderers 
zur  Vasoltepisode  des  Eckenliedes  beurteilt  H.  folgendermaßen: 
die  Vasoltzene  des  Eckenliedes  sei  nach  dem  vorbild  des  Wunderers 
entstanden;  die  kämpf  Schilderung  in  W.  gehe  aber  wohl  auf  eine 
ältere  fassung  des  Eckenliedes  (ohne  die  Vasoltszene)  zurück;  die 
breitere  ausmalung  des  kampfes  im  text  H  sei  dann  wieder  unter 
neuer  anlehnung  an  das  Eckenlied  geschehen,     ist   das   Verhältnis 


VII.    B.  Denkmäler.  13!^ 

in  der  angegebenen  weise  richtig,  so  muß  der  Wunderer,  da  die 
Vasol' Szene  schon  in  der  fassung  HD  des  Eckenliedes  steht,  vor 
1250  geschrieben  sein. 

104.  Besprechungen  früher  erschienener  werke:  l.Der 
P'oße  Alexander,  hnsg.  von  G.  Guth  (vgl.  Jsb.  1908,7,43;  1909, 
7,16;  1912,7,121[1]);  bespr.  von  Gust.  Ehrismann,  Litbl.  35, 
109 — 110.  —  2.  Priester  Arnolds  gedieht  von  der  siebenzahl, 
hrsg.  von  H.  Polzer  van  Kol  (vgl.  Jsb.  1913,7,39);  bespr.  von 
F.  Piquet,  Rev.  germ.  10,381.  —  3.  Bruno  Wiesotzky,  Unter- 
suchungen über  das  mhd.  'buch  der  rügen'  (vgl.  Jsb.  1911,7,33; 
1913,7,llla[l]);  bespr.  von  W.  Ziesemer,  DLz.  35,98—99;  von 
K.  Helm,  Litbl.  35,279—280.-4.  Otto  Mordhorst,  Egen  von 
Bamberg  und  'die  geblümte  rede'  (vgl.  Jsb.  1911,7,38);  bespr.  von 
K.  Helm,  Litbl.  35,328  f.  —  5,  Bruchstücke  von  Konrad  Flecks 
Floire  und  Blancheflür,  hrsg.  von  Karl  Rischen  (vgl.  Jsb.  1913, 
7,49);      bespr.    von     Er.    Gierach,      DLz.    35,2078—2080;      von 

F.  Piquet,     Rev.    germ.    10,397;     von ,     Cbl.    65,198.    — 

6.  Kui't  Burchardt,  Das  mhd.  gedieht  von  der  frauentreue  (vgl. 
Jsb.  1911,7,44);  bespr.  von  K.  Helm,  Litbl.  35,147.  —  7.  F.  Bult- 
haupt,  Milstäter  Genesis  und  Exodus  (vgl.  Jsb.  1912,7,51;  1913, 
7,112[6]);  bespr.  von  0.  Behaghel,  Litbl.  35,381—382.  —  8.  Ger- 
trude  Schöp perle,  Tristan  and  Isolt  (vgl.  Jsb.  1913,18,87);  bespr. 
von  W.  Golther,DLz.  35,669—674;  von  W.  A.  Nitze,  JEGPhil. 
13,444 — 449.  —  9.  Hartmann  v.  Aue,  Der  Arme  Heinrich,  hr.-g. 
von  E.  Gierach  (vgl.  Jsb.  1913,7,55);  bespr.  von  H.  König, 
NSpr.  22,422;  von  F.  Piquet,  Rev.  crit.  76,513.  —  10.  G.Rie- 
mer, Wörterbuch  und  reimverzeichnis  zu  dem  Armen  Heinrich 
Hartmanns  von  Aue  (vgl.  Jsb.  1912,7,61;  1913,7,1 12[8]);  bespr. 
von  B.  J.  Vos,  MLN.  29,25—27.  —  11.  Ludw.  Pfannmüller, 
Die  vier  i'edaktionen  der  heidin  (vgl.  Jsb.  1911,7,55;  1912,7, 
121[8]);  bespr.  von  K.  Helm,  Litbl.  35,195—196.  —  12.  A.  Bock- 
hoff u.  S.  Singer,  Heinrichs  von  Neustadt  Apollonius  von  Tyr- 
land  und  ^eine  quellen  (vgl.  Jsb.  1911,7,56;  1912,7, 121[10]);  bespr. 
von  K.  Helm,  Litbl.  34,362—364;  von  A.  L.  Stiefel,  Zs.  f. 
roman.  phil.  38,381  f. —  13.  M.  Marti,  Gottes  zukunft  von  Heinrich 
von  Neustadt  (vgl.  Jsb.  1911,7,57;  1912,7,121[11];  1913,7,112[11]); 
bespr.  von  K.  Helm,  Litbl.  34,362—364.  —  14.  M.  Geiger,  Die 
Visio  Philiberti  des  Heinrich  von  Neustadt  (vgl,  Jsb.  1912,7,68; 
1913,7, 112[12]);  bespr.  von  Ant.  W^allner,  ZföG.  65,1098—1100; 
von  K.  Helm,  Litbl.  34,364.  —  15.  Helwigs  märe  vom  heiligen 
kreuz,  hrsg.   von  P.  Heymann   (vgl.   Jsb.   1908,7,73);    bespr.  von 

G.  Ehrismann,  ZfdPh.  45,305—306.  —  16.  W.  Buske,  Die 
mhd.  novelle  'Das  rädlein'  des  Johann  von  Freiberg  (vgl.  Jsb. 
1912,7,76);  bespr.  von  W.  Richter,  Archiv  131,243.  —  17.  Aug. 


140  VII.  Mittelhochdeutsch. 

Walsch,  Das  (/t'-präi'ix  in  verbalen  kompositionen  in  Konrads  von 
Würzburg  'Engelhard  und  Engeltrud'  (vgl.  Jsb.  1912,7,82;  1918^ 
7,112[15]);  bespr.  von  Thedieck,  Idg.  anz.  33,G7— 68.  —  18.  Die 
lilie,  hrsg.  von  P.  Wüst  (vgl.  Jsb.  1910,7,5G;  1911,7,99[ü]);  bespr. 
von  J.  A.  Frantzen,  Museum  21,137—141.  —  19.  Erich  Mai, 
Das  mhd.  gedieht  vom  mönch  Felix  (vgl.  Jsb.  1912,7,80;  1913^ 
7,112[16]);  bespr.  von  F.  Burckhardt,  Cbl.  65,1145;  von  G.  Gro- 
maire,  Le  moyen  äge  17;  von  F.  Behrend,  Zt'Vk.  24,102.  — 
20.  Jos.  Körner,  Nibelungenforschungen  der  deutschen  romantik 
(vgl  Jsb.  1911,7,70;  1912,7, 121[7];  1913,7,1 12[18]);  bespr.  von 
K.  Helm,  Litbl.  35,194—195.  —  21.  C.  v.  Kraus,  Der  heilige 
Georg  Reinbots  von  Durne  (vgl.  Jsb.  1907,7,122;  1910,7,98); 
bespr.  von  G.  Rosenhagen,  ZfdPh.  45,496—504.  —  22.  Franz 
Pogatscher,  Zur  entstehungsgeschichte  des  mhd.  gedichts  vom 
König  Rother  (vgl.  Jsb.  1913,7,88);  bespr.  von  G.  Baesecke,. 
DLz.  35,1062—1064.  —  23.  H.  Niewöhner,  Der  Sperber  und 
verwandte  mhd.  novellen  (vgl.  Jsb.  1913,7,92);  bespr.  vonW.  Rich- 
ter, Archiv  131,243—244.  —  24.  Wilh.  Stehmann,  Die  mluL 
novelle  vom  Studentenabenteuer  (vgl.  Jsb.  1909,7,107:  1907,7,, 
89[13];  1911,7,99[11];  1913,7,112[27]);  bespr.  von  K.  Euling, 
DLz.  35,416—420.  —  25.  Fr.  Ranke,  Sprache  und  stil  im 
Wälschen  gast  des  Thomasin  von  Circlaria  (vgl.  Jsb.  1908,7,118); 
bespr.  von  G.  Ehrismann,  ZfdPh.  45,312—316.  —  26.  H  Maync, 
Die  altdeutschen  fragmente  von  könig  Tirol  und  Fridebrant  (v<:l. 
Jsb.  1910,7,73;  1912,7, 121[25};  bespr.  von  H.  König,  NSpr.  22, 
421—422;  von  G.  Baesecke,  AfdA.  37,26— 34;  von  W.Nickel, 
Archiv  121,241  —  242.  —  27.  Zwei  altdeutsche  schwanke:  Die 
böse  frau.  Der  weinschwelg,  hrsg.  von  Edw.  Schroeder  (vgl. 
Jsb.  1913,7,95);  bespr.  v.  L.  Pfannmüller,  DLz.  35,1256— 1258. 
—  28.  Eberh.  K.  Busse,  Ulrich  von  Türheim  (vgl.  Jsb.  1913, 
7,97);  bespr.  von  Er.  Gierach,  DLz.  35,2184—2185;  von 
W.Richter,  Archiv  132— 235.  —  29.  Max  Päpke,  Das  Marien- 
leben des  Schweizers  Wernher  (vgl.  Jsb.  1913,7,102);  bespr.  von 
A.  Schmeck,  LitRundschau  40,435 — 436.  —  30.  H.  Schneider, 
Die  gedichte  und  die  sage  von  Wolfdietrich  (vgl.  Jsb.  1913,7,103- 
und  18,75);  bespr.  von  W.  v.  Unwerth,  ZfdPh.  46,115—119.  — 
31.  Walt.  Seehausen,  Michel  Wyssenherres  gedieht  'Von  dein 
edeln  hern  von  Bruneczwigk  (vgl.  Jsb.  1913,7,111);  bespr.  von, 
W.  Richter,  Archiv   132,235—236. 

hj  Lyrik  und  spruclullchturuj  (vgl.   auch   nr.   IG — 19.  39  f.  44,6). 

Fraueulob.     (vgl.  auch  nr.  116,1.) 

105.     Kurt   Plenio,    Strophik    von    Frauenlobs   Marienieich. 
Beitr.  39,290 — 319,  —   über  diese  arbeit,  in  deren  fußnoten   auch 


vir.    B.  Denkmäler.  141 

wertvolle    beiträte   zur   strophik    und   metrik    anderer    Minnesinger 
enthalten  sind,   vgl.  Jsb.   1913, 5B, 58. 

Friedrich  von  Hausen.  106.  M.  H.  Jellinek,  Zu  Minne- 
sangs frühling.  ZfdA.  55,372 — 377.  —  einige  besserungen  und 
erklärungen  zu  Friedricli  von  Hausen  (MSF.  50,35)  und  Rudolf 
von  Tenis  (BISF.  80,17—24;   82,5—11.  26—28). 

Hennan  Damen,  (vgl.  auch  oben  nr.  17,  \mten  116,2.) 
107.  Paul  öchlupkoten,  Herman  Damen.  Untersuchung 
und  neuausgabe  seiner  gedichte.  diss.  Marburg.  66  s.  —  die 
arbeit  ist  gleichzeitig  mit  der  von  H.  Onnes  (vgl.  Jsb.  1913,7,116) 
und  ohne  kenntnis  derselben  erschienen,  teildruck,  enthaltend  die 
abschnitte  über  das  leben,  die  reimsprache,  die  stilistische  technik 
und  den  text.  vf.  hat  zwei  Urkunden  aus  Rostock  aufgefunden, 
in  welchen  ein  Herman  Däraen  genannt  wird,  und  erblickt  in  diesem 
gewiß  mit  recht  den  dichter,  während  0.  noch  Brandenburgische 
heimat  angenommen  hat  (vgl.  dazu  auch  Litbl.  35,384).  der  text 
verdient  an  manchen  stellen  den  Vorzug  von  dem  bei  0.  —  voll- 
druck der  arbeit  mit  den  weiteren  kapiteln  über  den  bau  der  ge- 
dichte, kunstbegriffe  und  gelehrsamkeit,  berührung  mit  anderen 
Spruchdichtern,  persönlichkeit  und  anmerkungen  zu  den  gedichten 
soll  in  den  Gei'manistischen  abhandlungen  erscheinen. 

Hermann  von  Salzburg.  108.  Aug.  Gebhardt  und  Elias 
0 echsler.  Die  Windsheimer  handschrift  des  liedes  'Von  Sankt 
Martins  freuden'.  ZfVk.  24,47  —  54.  —  eine  erst  dem  anfang  des 
16.  jahrhs.  angehörende  hs.  des  liedes,  die  aber  einen  guten  text 
bietet  und  stellenweise  selbst  vor  den  älteren  handschriften  den 
Vorzug  verdient. 

Kürenberg.  109.  R.  M.  Meyer,  Kürenherges  ivise.  ZfdA. 
55,337 — 348.  —  eine  reihe  wertvoller  anregungen  zur  beurteilung 
der  literarhistorischen  Stellung  und  bedeutung  der  Kürenberg- 
strophe.  vf.  hebt  hervor,  daß  dieselbe  in  der  ausdrucksweise 
episch  gefärbt  ist;  ihr  erfinder  hat  eine  form  geschaffen,  die 
noch  fast  epischen  Charakter  hat,  aber  durch  eine  'nuance  am 
Schluß  dem  lyrischen  prinzip  entgegenkommt',  für  die  entstehung 
des  Minnesangs  ist  nach  M.  überhaupt  dieses  moment  wichtig:  an- 
lehnung  der  volkstümlichen  lyrik  an  die  ritterliche  epik,  unter 
dem  einfluß  der  provenzalischen  kunst.  —  ein  dichter  K.  braucht 
nach  M.  nicht  existiert  zu  haben,  vielleicht  ist  K.  nur  der  held  einer 
liebesgeschichte,  die  in  dieser  strophe  abgefaßt  war.  zum  Schlüsse 
stellt  M.  die  Vermutung  auf,  die  Strophen  stammten  aus  einem 
epos,  das  die  geschichte  eines  herrn  von  Kürenberg  erzählt,  und 
versucht  eine  rekonstruktion  des  inhalts.  an  literarhistorischen 
parallelen  würde  es  nicht  fehlen. 


142  ^11-    Mittelhochdeutsch. 

Leuthold  von  Seveii.     s.  unten  nr.  1 1 4. 

Lupoid  Homburg.  110.  Konrad  Zwierzina,  Lupoid  Hom- 
burgs f^edichte,  aus  der  festschrift  des  k.  k.  Erzherzog  Rainer 
real-gymnasiums  in  "Wien,  aus  anlaß  seines  fünfzig  jähre  andauern- 
den bestaudes  18Ö4 — 1914.  s  115 — 136.  —  von  Lupoid  Homburg 
enthält  die  Würzburger  hs.  außer  dem  schon  veröffentlichten  ge- 
dieht 'von  allen  singern'  vier  spruchgedichte,  welche  sich  auf 
ereignisse  der  jähre  1347 — 1848  beziehen.  1.  die  landpredigt, 
VPi'anlaßt  durch  die  plagen  dieser  und  der  vorhergehenden  jähre, 
eine  poetische  vorläuferin  der  laienpredigten  der  geißler  des  jahres 
1349.  2.  die  rede  von  des  reiches  klage,  ein  lat.  klage- 
gedicht,  das  Rihnntiaun  des  Lupoid  von  Bebenburg,  wurde  von 
Otto  Baldemann  im  jähre  1841  übersetzt,  diese  Übersetzung  hat 
L.  H.  in  sein  gedieht,  zum  teil  ohne  es  genau  zu  verstehn,  auf- 
genommen, sein  eignes  werk  ist  1348  geschrieben.  8.  der  zunge 
streit  vom  jähre  1348  gegen  die  Unterstützung  des  falschen 
Waidemars  durch  kaiser  Karl  IV.  4.  ehrenrede,  eine  leichen- 
rede  auf  Konrad  III.  von  Schlüsselberg,  herbst  1347.  Lupoid 
hatte  enge  beziehungen  zu  Würzburg,  seine  werke  sind  nur  durch 
die  Sammlung  Michaels  de  Leone  erhalten  geblieben.  —  schließ- 
lich wird  das  schon  bekannte  gedieht  Von  allen  singern  besprochen; 
Zw.  weist  darauf  hin,  daß  L's.  urteile  zum  teil  wirkliche  kenntnis 
der  erwähnten  dichter  erkennen  lassen,  die  reimstellung  zeigt  be- 
reits meistersingerisch  gekünstelte  art:  in  Strophe  I  scheinbar 
rührende  reime  und  solche  von  ungleicher  vokalqualität,  in  Wirk- 
lichkeit ist  alles  korrekt,  der  dichter  scheidet  genau  und  will 
offenbar  ein  beispiel  geben  für  die  Scheidung  ungleicher  laute  in 
identisch  geschriebenen  Worten;  dies  wird  in  Strophe  I  für  e  und  e, 
in  II  für  i  und  i,  in  III  für  s  und  z  durchgeführt.  Zw.  schlägt 
für  den  reimscherz  die  bezeichnung  'differenzreim'  vor. 

Neidhart.  111.  v.  Kralik,  Die  tanzlieder  Neidhards  von 
Reuen thal.     Der  Gral,  jahrg.   1913/14. 

Rätsel.     8.   oben  nr.   17. 

Reinmar  von  Zweter.     s.  oben  nr.  17. 

Rudolf  von  Fenis.     s.  oben  nr.  106. 

Ulrich  von  Lichtenstein,    s.  oben  nr.  89. 

Volkslied,     s.  oben  nr.   19.  40.   108. 

Walther  von  der  Vogelweide,    (vgl.  auch  nr.  116,5  ff.) 

112.  Julius  Goebel,  Aus  Rudolf  Hildebrands  nachlaß  (zu 
Walther  von  der  Vogelweide).  JEGPhil.  13,181—185.  —  Hilde- 
brands nachlaß  ist  von  der  Stanford  university  vor  jähren  er- 
worben worden,  aus  ihm  gibt  G.  ein  stück  aus  einem  kollegien- 
heft  vom  jähre  1870  heraus,  enthaltend  eine  kurze  Charakteristik 
Walthers  und  seiner  kunst. 


VII.    B.  Denkmäler.  143 

113,  Starr  Willard  Cutting,  Notes  on  Walther  von  der 
Vogelweide.     MPhil.   12,101  —  108. 

114.  J.  W.  Bruinier,  Zu  Walther  51,13:  muget  ir  schoutven. 
ZfdU.  28,159 — 160.  —  aufführung  der  gründe,  welche  Br.  be- 
stimmt haben,  dies  lied  (mit  J.  Grimm,  Wackernagel  und  Bartsch) 
Walther  abzusprechen  und  Leutold  von  Seven  zuzuschreiben. 

Zaubersprüche.  115.  Adolf  Ja coby.  Der  Bamberger  Blut- 
segen. ZfdA.  54,200 — 209.  —  nachweis,  daß  der  Bamberger 
Blutsegen  auf  christlich-orientalische  quelle  im  evangelium  infantiae 
arabicum  zurückgeht  und  nicht,  wie  Koegel  und  andere  annahmen, 
heidnisch-germanische  grundlage  (im  ßaldermythus)  hat.  —  über 
das  Verhältnis  zum  Straßburger  Blutsegen  und  zum  Longinussegen. 

116.  Besprechungen     früher      erschienener      werke: 
1.  Ludw.  Pfannmüller,  Frauenlobs  Marienieich  (vgl.  Jsb.   1913, 
7,114);    bespr.    von    F.    Piquet,    Eev.     crit.     78,425 — 426;     von 
A.  Schmeck,  LitRundschau  40,337 — 338.  —   2.   Helena  Onnes 
De    gedichten    van   Hermann   der  Damen    (vgl,   Jsb.   1913,7,117) 
bespr.    von   K.    Helm,    Litbl.   35,383—384.    —    3.    Er.    Juethe 
Der  Minnesänger  Hiltbolt   von   Schwangau  (vgl.  Jsb.   1913,7,118) 
bespr.  von  A.  Hübner,    Archiv  132,423—424.    —    4,  E,  Pflug, 
Suchensinn    und    seine    dichtungen    (vgl.   Jsb.   1908,7,145);    bespr 
von  G.  Ehrismann,  ZfdPh.  45,307— 309.  —  5.  ß.  Wustmann 
Walther  von  der  Vogelweide  (vgl.  Jsb.  1912,7,129;   1913,7,124[2]) 
bespr.  von  H.  Anz,    Sokrates  2,47;    von   F.  Ranke,    ZfdPh.  46, 
114 — 115.  —   6.  Max  Nußberger,    Walther  von  der  Vogelweide 
(vgl.  Jsb.  1913,7,121);  bespr.  von  H.  Anz,  Sokrates  2,45—46.  — 
7.  H.  Grauert,  Magister  Heinrich  der  poet  (vgl.  Jsb.  1912,7,135; 
1913,7,124);  bespr.  von  H.  D.,  Anal.  Bollandiana  32,344—347. 

c)  Drayna  (vgl,  auch  oben  nr,  20 — 25.  41). 

117.  Perd.  Vetter,  Das  Tegernseer  spiel  vom  Deutschen 
kaisertum  und  vom  antichrist,  Münch.  museum  2,279 — 333.  — 
Vetter  setzt  die  entstehung  des  Spiels  in  die  zeit  der  Vorbereitung 
zum  kreuzzug  von  1190.  überblick  über  die  geschichte  der  idee 
vom  Weltkaisertum  und  antichrist  und  über  die  antichristspiele. 
zur  metrik  stellt  V.  die  these  auf,  daß  in  den  dialogstellen  des 
Stückes  zwei  versarten  verwendet  sind:  im  ersten  dialog  herrsche 
die  trochäische  vagantenzeile,  im  zweiten  und  dritten  der  jambische 
Alexandriner,  die  lyrischen  stellen  haben  ihre  besonderen  formen. — 
ß.  313 — 333  Übersetzung  des  Spieles  unter  möglichst  engem  an- 
achluß  an  die  formen  des  Originals. 

118.  Besprechungen  früher  erschienener  werke: 
1.    R.   Höpfner,    Untersuchungen    zu    dem   Innsbrucker,    Berliner 


144  ^11-    Mittelhoclideutsch. 

und  "Wiener  osterspiel  (vgl.  Jsb.  1913,7,125);  bespr.  von  F.  Piquet, 
Rev.germ,  10,382— 383;  von N.C.  Brooks,  JEGPhil.  13,611—612. 
—  2.  Georg  Dinges,  Untersuchungen  zum  Donaueschinger  passions- 
«piel  (vgl.  Jsb.  1910,7,103;  ]911,7,122[1];  1912,7,140;  1913,7, 
125[2]);  bespr.  von  K.  Helm,  Litbl.  35,147  f. 

d)  Prosa  (vgl.  auch  oben  nr.   1.  8.  9.  26—28.  37.  42  f.). 

Briefe.  119.  Ernst  Vogt,  Ein  drohbrief  aus  dem  14.  Jahr- 
hundert. AKultG.  12,229 — 230.  —  brief  eines  Mainzer  beamten 
in  Thüringen  an  das  Erzstift  Mainz,  schrift:  mitte  des  14.  jahrhs. 
genaue  datierung  fehlt. 

Margarethe  Ebner.  120.  Ludwig  Zopf,  Die  mystikerin 
Margaretha  Ebner  (1291  — 1351).  (=  Beiträge  zur  kulturgeschichte 
des  mittelalters  und  der  renaissance,  hrsg.  von  W.  Goetz,  bd.  16.) 
IX,177  s.     6  m.  —  nicht  geliefert. 

Eckhart.     s.  auch  unten  nr,   154,2. 

121.  Deutsche  mystiker  des  14.  Jahrhunderts,  hrsg.  von 
Franz  Pfeiffer,  unveränderter  (anastatischer)  neudruck  der  aus- 
gäbe von  1857.  Göttingen,  Vandenhoeck  und  Ruprecht,  bd.  2: 
Meister  Eckhart.     XIV,687   s.      12  m. 

122.  Meister  Eckhart,  ausgewählt  und  übersetzt  von  Jos. 
Bernhart  (Deutsche  mystiker  III,  Sammlung  Kösel  77).  Kempten, 
J.  Kösel.  XI,201  s.  Im.  —  nach  einer  einleitung  in  Eck- 
harts  gedankenweit,  Übersetzung  von  neun  predigten,  zwei  trak- 
taten  (reden  der  Unterweisung  und  buch  der  göttlichen  tröstung), 
einigen  Sprüchen,  vier  Eckhartlegenden;  endlich  lateinischer  und 
deutscher  text  der  verurteilten  sätze  Eckharts. 

Gebete,     (vgl.  auch  oben  nr.  37.) 

123.  Eriedr.  Wilhelm,  Zu  den  Sankt  Lambrechter  gebeten. 
Münchener  museum  2,238.  —  die  quellen  zu  diesen  gebeten  stehen 
im  gebetbuch  von  Muri. 

Joh.  Hartlieb.  124.  Eugen  Travnik,  Über  eine  Raaber 
hs.  des  Hartliebschen  Alexanderbuches.  Münchener  museum  2, 
211 — 221.  —  ausführliche  beschreibung  der  hs.,  die  Hirsch  (vgl. 
■Jsb.  1909,7,65)  noch  nicht  kannte,  vorwort  und  widmung  fehlen, 
die  grundlage  der  spräche  ist  bairisch,  doch  zeigen  sich  zahlreiche 
md.  orthographische  eigenheiten,  im  ganzen  haben  wir  also  das 
sprachbild  der  kaiserlichen  kanzlei  gegen  ende  des   15.  jahrhs. 

125.  Hans  Poppen,  Das  Alexanderbuch  Johann  Hartliebs 
und  seine  quelle,  diss.  Heidelberg.  80  s.  —  durch  die  auf- 
findung  der  Pariser  hs.  (P)  des  lateinischen  Alexanderromans  ist 
die  zuletzt  von  Hirsch  (vgl.  Jsb.   1909,7,65)  behandelte  frage  nach 


YII.   ß.  Denkmäler.  I45 

Hartliebs  quelle  in  ein  neues  Stadium  getreten,  der  Pariser  codex 
stimmt  in  komposition  und  gesamtinhalt  mit  Hartlieb  genau  überein. 
in  einigen  einzelheiten  zeigt  er  freilich  solche  abweichungen  von 
Hartlieb,  daß  er  selbst  als  quelle  nicht  in  betracht  kommen  kann, 
aber  die  enge  Übereinstimmung  in  der  gesamtanlage  beweist,  daß 
Hartliebs  quelle  eine  fassung  des  Alexanderromans  war,  von  welcher 
uns  in  P  eine  nur  wenig  abweichende  rezension  erhalten  ist.  die 
quelle  hat  Hartlieb  wortgetreu  übersetzt,  ohne  etwas  auszulassen; 
nur  hat  er  durch  breite  wiedergäbe  die  erzählung  in  die  länge 
gezogen,  nebenquellen  kommen  nur  in  sehr  beschränktem  umfang 
iu  betracht:  manches,  was  sich  in  anderen  fassungen  der  Alexander- 
geschichte findet,  ist  von  H.  wohl  aus  dem  gedächtnis  zugefügt 
worden,  einmal  beruft  er  sich  auf  eine  Chronik  von  manigen  landen, 
einmal  auf  ein  buch  vom  Ursprung  der  Sachsen;  wahrscheinlich  ist 
beide  male  ein  und  dieselbe  mittelalterliche  chronik  gemeint,  ge- 
funden ist  diese   quelle  noch  nicht. 

126.  Johann  Hartliebs  buch  aller  verbotenen  kunst.  unter- 
sucht und  herausgegeben  von  Dora  Ulm.  Halle  a.  S.,  M.  Nie- 
meyer. LXVIII,78  s.  4  m.  —  Hartliebs  buch  ist  in  drei  hss. 
überliefert,  von  denen  die  Dresdener  und  Wolfenbüttler  gegenüber 
der  Heidelberger  enger  zusammen  gehören,  letztere,  von  Cl,  Hätzlerin 
geschrieben,  ist  die  älteste  und  ursprünglichste;  sie  ist  der  ausgäbe 
zugrunde  gelegt,  lesarten  der  anderen  hss.  sind  für  die  ersten 
kapitel  vollzählig,  dann  mit  auswahl  gegeben,  vorausgeschickt  ist 
der  ausgäbe  außer  der  Untersuchung  über  das  Verhältnis  der  hss. 
eine  beschreibung  ihres  Sprachstandes  (H  und  D  sind  schwäbisch, 
W  zeigt  bairische  eigenheiten),  dann  recht  knappe  angaben  über 
den  Wortschatz  und  endlich  ausführliche  besprechung  der  quellen 
für  den  aberglauben,  die  H.  selbst  nennt,  und  kürzere  erörterung 
über  das  material,  das  er  zum  beweis  gegen  den  aberglauben  heran- 
gezogen hat. 

Johann  von  Saaz.  127.  Konrad  Burdach,  Über  den  Ur- 
sprung des  humanismus  (schluß).  Deutsche  rundschau  159,66 — 83. 
— ■  nach  besprechung  der  Adam-mystik  in  abschnitt  VIII  behandelt 
B.  in  IX  (s.  72  ff.)  die  durch  sie  beeinflußten  beiden  werke  Peter 
der  Pflüger  des  Engländers  William  Langland  und  —  mit  be- 
sonderer wärme  ■ —  den  deutschen  dialog  des  Ackermanns  aus 
Böhmen  mit  dem  tod.  er  charakterisiert  seinen  Inhalt:  ein  ringen 
mit  dem  grundproblem  der  epoche,  dem  mysterium  von  leben  und 
tod,  mit  dem  ziel,  den  körperlichen  tod  geistig  zu  überwinden 
durch  die  den  tod  überdauernde  ewige  liebe,  das  werk  ist  'die 
erste  und  zugleich  die  köstlichste  frucht  des  deutschen  humanismus', 
—  in  dem  bekannten  bilde  von  vogelwat  ist  min  pflüg,  mit  dem  der 
Jahresbericht  für  germanische  philologie.    XXXVI.    (19U.)   I.  Teil.       IQ 


146  ^  il-    Mittelhochdeutsch. 

vf.  des  dialogs  auf  seinen  beruf  anspielt  (vgl.  auch  Jsb.  1913,7,133), 
möchte  B.  auch  eine  andeutuug  seines  namens  erkennen  und  ver- 
iiiUtet,  daß  er  identisch  sei  mit  einem  im  anfang  des  15.  jahi'hs. 
bezeugten  Johann  Pflug  von  Rabenstein  oder  einem  Johann  Pflug, 
der  unter  könig  Wenzel  in  der  reichskanzlei  nachzuweisen  ist. 

Konrad  rou  Megenberg.  128.  Hermann  Meyer,  Lacrima 
ccclesiae.  neue  forschungen  zu  den  Schriften  Konrads  von  Megen- 
berg.  Neues  archiv  d.  ges.  f.  alt.  d.  gesch.-kxinde  39,469 — 503.  — 
unter  Megenbergs  lateinischen  werken  pflegt  ein  in  Gretsers 
Waldensergeschichte  (1613)  aufgenommenes  mit  dem  ihm  von 
Gr.  gegebenen  titel  als  De  crrorihus  Be<jeharäorum  aufgeführt  zu 
werden,  ein  zweites  nach  Megenbergs  eigenen  Worten  in  seinem 
traktat  über  die  pfarrechte  als  Tradatus  contra  mendicantes  ad 
l)apar)i  Urbanum  qidntum'.  Meyer  zeigt,  daß  dies  nicht  zwei  ver- 
schiedene Schriften  sind,  sondern  ein  und  dieselbe,  bzw.  das  von 
Gretser  mitgeteilte  stück  ein  teil  davon,  der  wirkliche  titel  des 
Werkes  war  Lacrima  ecclesiae.  vf.  kann  bis  jetzt  zwei  hss.  des- 
selben, eine  zu  Wolfenbüttel,  eine  zu  Trier  nachweisen  und  gibt 
danach    eine  ausführliche   Inhaltsangabe,      verfaßt    ist    es    zwischen 

1362  — 1370.  —  der  Schluß  des  aufsatzes  bringt  wichtige  neue 
nachrichten    zu    Konrads    biographie.      danach    hatte    er   im    jähre 

1363  die  absieht,  Augustinerchorherr  in  Salzburg  zu  werden,  es 
scheint  jedoch,  daß  diese  absieht  nicht  zur  ausführung  gelangte, 
wahrscheinlich  ist  Konrad  nach  ablauf  des  noviziates  unter  den 
weltklerus  zurückgetreten;  denn  er  wird  auch  später  nur  als  dom- 
herr  zu  Regensburg  bezeichnet. 

129.  Richard  Salomon,  Zur  Oeconomica  des  Konrad  von 
Megenberg.  Neues  archiv  d.  ges.  f.  alt.  d.  gesch. -künde  39,190 — 200. 
—  Inhaltsangabe  der  seit  langem  verschollenen  umfangreichsten  unter 
Megenbergs  lateinischen  politischen  Schriften,  dann  abdruck  eines 
kleinen  fragmentes  derselben,  das  in  einer  schrift  des  professors 
H.  von  Ej^ben  vom  jähre  1695  anmerkungsweise  wiedergegeben  ist. 
der  verbleib  der  ganzen  einst  in  Eybens  besitz  befindlichen  hs.  war 
nicht  zu  ermitteln. 

KonTentsbuch,  Marienburger.  130.  Das  Marienburger 
Konventsbuch  der  jähre  1399 — 1412.  mit  Unterstützung  des 
Vereins  für  die  herstellung  und  ausschmückung  der  Marienburg 
hrsg.  von  Walther  Ziesemer.  mit  zwei  Schriftproben  und  einer 
karte  der  Marienburger  komturei.  Danzig,  A.  W.  Kafemann.  1913. 
XIX,379  s.  S^.  15  m.  —  wertvolle  quelle  für  unsere  kenntnis 
der  wirtschaftlichen  Verhältnisse  des  haupthauses  des  Deutschen 
Ordens:  für  die  einzelnen  jähre  getrennt  werden  die  einzelnen  arten 
von  einnahmen  und  ausgaben  gebucht,  eine  kurze  einleitung  sowie 
ausführliche  personen-  und  ortsregister,  wort-  und  Sachregister  sind 


VII.    B.  Denkmäler.  I47 

vom  herausgeber  beigegeben  worden.  —  bespr.  von  M.  Perlbach, 
Mitteil.  d.  Westpreußischen  gesch. -Vereins  13,15 — 17;  von  Hugo 
Bonk,  Oberländische  geschichtsblätter  15,778 — 779. 

Legenden,     s.  oben  nr.  8.  9. 

Otto  von  Diemeringen.  131.  August  Gebhardt,  Das 
Erlanger  Mandevillebruchstück  und  die  entstehungszeit  der  Dieme- 
ringenschen  Verdeutschung,  Münchener  museum  2,191 — 204,  — 
das  Erlanger  bruchstück,  von  einem  alten  bucheinband  losgelöst, 
enthält  109  zeilen  aus  der  Übersetzung  Ottos  von  Diemeringen  und 
gehört  der  zeit  um  1430  an.  überhaupt  ist  die  übersetzungstätig- 
keit  Ottos  um  rund  100  jähre  früher  anzusetzen  als  die  literatur- 
geschichte  bisher  annahm;  denn  nach  urkundlichen  in  Metz  noch 
vorhandenen  Zeugnissen  ist  er  1369  domherr  daselbst  geworden  und 
1398  gestorben. 

Psalmen.  132.  H.  Lewark,  Zur  deutschen  interlinear- 
version  der  psalmen  aus  dem  kloster  Windberg.  diss.  Marburg, 
164  s.  —  eine  erneute  vergleichung  der  hs.  auf  grund  einer  Photo- 
graphie derselben  ergab  über  die  korrekturen  Wallburgs  hinaus- 
gehend noch  reichliche  Verbesserungen  von  Graffs  text.  —  die 
grammatische  darstellung  ergibt  in  laut-  und  flexionslehre  gleich- 
falls zahlreiche  richtigstellungen  gegenüber  Wallburg  und  bietet 
vor  allem  genauere  feststellung  der  von  dem  normalen  sprachstand 
der  hs.  abweichenden  formen,  daran  schließt  sich  eine  Unter- 
suchung der  Syntax,  die  bei  einer  interlinearversion  naturgemäß  nur 
in  beschränktem  maße  möglich  ist.  —  in  einigen  punkten  weicht 
der  Übersetzer  von  den  grundsätzen  einer  strengen  interlinear- 
version etwas  ab:  er  gibt  in  kurzen  werten  einige  erklärungen  und 
Zusätze,  überträgt  sehr  oft  einen  ausdruck  durch  zwei  Synonyma, 
statt  der  eigennamen  verwendet  er  oft  angaben  des  Standes,  der 
eigenschaften  u.  dgl.  dem  sinne  nach  abweichende  Übersetzungen 
begegnen  nur  an  stellen,  wo  ein  verlesen  oder  mißverstehen  vor- 
liegt. —  die  frage,  ob  die  sechs  Schreiber  der  hs.  abschreiber 
einer  Originalübertragung  oder  sechs  selbständige  Übersetzer  sind, 
wird  im  schlußkapitel  auf  grund  einiger  differenzen  in  erscheinungen 
der  laute  und  flexionsformen  und  in  der  Wortwahl  im  zweiten 
sinne  entschieden,  die  einheitlichkeit,  die  trotzdem  im  großen  und 
ganzen  herrscht,  erklärt  sich  wohl  daraus,  daß  die  arbeit  das  werk 
einer  übersetzerschule  ist. 

Suso.  133.  Anna  Nicklas,  Die  terminologie  des  mystikers 
Heinrich  Seuse  unter  besonderer  berücksichtigung  der  psycho- 
logischen, metaphysischen  und  mystischen  ausdrücke,  diss.  Königs- 
berg. 161  s.  —  nach  kurzer  einleitung  über  Seuses  bedeutung 
für  die  deutsche  spräche  und  zusammenfassendem  überblick  über 
seine   terminologie    gibt    N.    ein   ausführliches,    nach    den    stammen 

10* 


148  "^11-   Mittelhochdeutsch. 

alphabetisch  geordnetes,  lexikalisches  Verzeichnis  seiner  mystischen 
terminologie  mit  stellenangaben  und  Interpretation. 

134.  Paul  Heitz,  Zur  mystischen  stilkunst  Heinrich  Seuses 
in  seinen  deutschen  Schriften,  diss.  Jena.  XXII,38  s.  —  teil- 
druck, .  enthaltend  abschnitt  B:  die  mittel  der  Satzverbindung: 
koordination,  Satzverbindung  im  büchlein  der  ewigen  Weisheit, 
pleonasmus,  kurze  einleitungssätze,  an-  und  ausrufe,  das  ganze 
werk  soll  außerdem  handeln  über  A.  Wortwahl,  C.  mittel  zur  ein- 
dringlichkeit  der  rede,  D.  mittel  zur  hebung  der  rede,  E.  mittel 
zum  schmuck  der  rede. 

Steillhöwel.  135.  Walter  Bor  vi  tz,  Die  übersetzungstechnik 
Heinrich  Steinhöwels,  dargestellt  auf  grund  seiner  Verdeutschung 
des  Speculmn  vitae  humanae  von  Rodericus  Zamorensis  (=:=  Her- 
maea  13).     Halle.     XI,159  s.  —  angez.  Cbl.  75,1159. 

Tailler,     siehe  auch  unten  nr.   154,3. 

136.  Ausgewählte  predigten  Johann  Taulers.  hrsg.  von 
Leop.  Naumann  (Kleine  texte  für  Vorlesungen  und  Übungen, 
hrsg.  von  H.  Lietzmann,  nr.  127).  Bonn,  A.  Marcus  u.  E.  Weber. 
62  s.  1,50  m.  —  acht  predigten  Taulers,  in  Vetters  ausgäbe  s.  12,16. 
118,9.  125,1.  304,8.  170,1.  16,25.  114,18.  51,6.  der  text  geht 
jedoch  nicht  auf  diese  ausgäbe  zurück,  sondern  ist  verschiedenen 
hss.  entnommen,  damit  so  die  entwicklung  der  Überlieferung  der 
Taulerschen  predigten  sichtbar  wird,  die  zweite  und  dritte  predigt 
ist  in  der  nd.  fassung  gegeben,  die  achte  aus  dem  ältesten  Tauler- 
druck von  1298  abgedruckt,  lesarten  aus  Vetters  ausgäbe  sind 
an  schwierigen  und  zweifelhaften  stellen  notiert. 

137.  Fr.  Lienhard,  Aus  Taulers  tagen.     Der  türmer  16. 
Urkunden,  landschaftlich  geordnet,     (vgl.   auch  nr.   1.) 

138.  Altere  Urkunden  in  deutscher  spräche  (Münchener  texte, 
hrsg.  von  Eriedr.  Wilhelm,  heft  4).  abt.  A,  Oberdeutschland 
nr.  III:  Schwäbische  Urkunden,  Oberdeutschland  nr.  VI:  Nord- 
bayrische Urkunden;  abt.  B  (Mitteldeutschland),  nr.  1:  Rhein- 
fränkische Urkunden.  hrsg.  von  Eriedr.  Wilhelm.  München, 
G.  Callwe}'.  —  Urkunden  aus  der  zweiten  hälfte  des  13.  und  den 
ersten  jähren  des  14.  jahrhs.,  in  diplomatisch  getreuer  wiedergäbe. 

139.  Karl  Otto  Müller,  Das  finanzwesen  d^T  schweizerischen 
Deutschordenskommendeu  im  jähre  1414.  Archiv  des  histor.  Vereins 
des  kantons  Bern  22,83 — 136.  —  abdruck  der  auf  die  schweize- 
rischen kommenden  bezüglichen  teile  der  im  Staatsfilialarchiv  zu 
Ludwigsburg  befindlichen  Jahresrechnung  der  Bailei  Elsas-Burgund 
vom  jähre  1414.  Alemannisch,  die  Jahresrechnung  der  württem- 
bergischen kommenden  soll  in  den  Württembergischen  Vierteljahrs- 


Yll.    B.  Dejukmaler.  149 

heften  abgedruckt  werden;  für  die  Jahresrechnung  der  elsäss.  kommen- 
den s.  nr.   141. 

140.  Fritz  Jecklin,  Urbar  des  hospizes  St.  Peter  auf  dem 
Septimer.  44.  Jsb.  d.  histor-antiquar.  gesellschaft  von  Graubünden, 
8.  229  —  279.  —  das  Urbar,  teils  deutsch,  teils  lateinisch,  ist  in 
der  erhaltenen  gestalt  nicht  vor  1477  zusammengestellt,  enthält 
aber  wörtliche  abschriften  älterer  aufzeichnungen.  abdruck  s.  255  ff. 
als  beilagen  vier  bischöfliche  lehnsbriefe  aus  dem  15.  jahrh.  (1417. 
1419  und  1470). 

141.  Karl  Otto  Müller,  Die  elsässischen  Deutschordens- 
kommenden  im  jähre  1414.  Jahrb.  f.  gesch.,  spräche  u.  literatur 
Elsas-Lothringens  30,199 — 251.  —  darin  s.  203  ff.  wörtlicher  ab- 
druck der  Jahresrechnungen  1414  für  die  kommenden  Gebweiler 
und  Straßburg,  gekürzter  abdruck  der  rechnungen  für  Mülhausen, 
Suntheim,  Kaysersberg  und  Andlau.  Alemannisch,  s.  250  f.  ein 
kurzes  Wortverzeichnis,     (vgl.  auch  nr.   139.) 

142.  Wirtembergisches  urkundenbuch,  hrsg.  von  dem 
kgl.  Staatsarchiv  in  Stuttgart,  bd.  11.  Stuttgart,  Kohlhammer. 
XXIII, 6 45  8.  fol.  —  schlußband  des  ganzen  Werkes;  er  enthält  138 
Urkunden  mit  deutschem  text  aus  den  jähren  1297  — 1300.  —  bespr. 
von  V.  Pflugk-Hartung,  Cbl.   65,254  f. 

143.  Fritz  Schillmann,  Württembergische  Urkunden  in  der 
königlichen  bibliothek  zu  Berlin.  Württ.  vierteljahrsh,  n.  f.  23, 
341 — 354.  —  regesten  von  30  aus  Schwäbisch  Hall  und  Umgebung 
stammenden  Urkunden,  darunter  28  deutsche  aus  dem  14.  und 
15.  jahrh.  Unterschrift  und  datierungen,  auch  sonst  vereinzelte 
Sätze,  sind  getreu  nach  den  originalen  abgedruckt. 

144.  Rudolf  Ochsenbein,  Das  älteste  Ausburgerrodel  der 
Stadt  Burgdorf.  Archiv  des  hist.  Vereins  des  kantons  Bern  22, 
57  —  75.  —  abdruck  eines  Verzeichnisses  der  Ausburger  der  ge- 
meinden Wyningen  und  Dürrenrot  für  die  zeit  von  1440 — 1520, 
mit  angaben  über  ihren  städtischen  besitz.     Alemannisch. 

145.  Anton  Meli  und  Hans  Pirchegger,  Steirische  ge- 
richtsbeschreibungen.  als  quellen  zum  historischen  atlas  der  österr. 
Alpenländer.  LXII  und  623  s.  —  enthält  neben  vorwiegend 
jüngeren  Urkunden  eine  deutsche  Urkunde  des  13.  jahrhs.  (nr.  61 
von  1285)  und  eine  größere  zahl  solcher  aus  dem  14.  und  der 
ersten  hälfte  des  15.  jahrhs.  (nr.  12.  24.  34  f.  37.  63.  65  f.  69  ff. 
74  f.  84.  96  f.  101.  146.  148.  160.  173.  199.  205.  220.239.352. 
376.  392.  405.  436  f.  452.) 

146.  Joh.  Handeck,  Eine  Egerer  pergament-urkunde  aus 
dem  jähre  1423.  Unser  Egerland  18,59.  —  pergamenturkunde  des 
rates  von  Eger  über  wasserrecht. 


150  VlI.    Mittülhochdoutsch, 

147.  Ernst  Vogt,  Mainz  und  Hessen  IV — VI.  Mitteil,  des 
oberhess.  geschiclitsvereins  n.  f.  21,12 — 54.  —  darin  s.  48  ff.  zwei 
deutsche  Urkunden  vom  4.  juli  1298  (Frankfurt)  und  vom  11.  dez. 
1329  aus  Münzenberg  (Friedensvertrag  zwisclien  Mainz  und  Hessen; 
bisher  uugedruckt), 

148.  Wilh.  Müller,  Zur  geschichte  der  Wormser  zolle.  Vom 
Rhein  13,30 — 32.  41 — 43.  —  darin  abgedruckt  der  tarif  des  Sal- 
buchs  von  1425,  nach  einer  abschrift  aus  dem  jähre  1616.  (ebenso 
der  tarif  des  gefällregisters  von   1490.) 

149.  Frankfurter  zunfturkunden  bis  zum  jähre  1612.  hrsg. 
und  eingeleitet  von  Benno  Schmidt,  bd.  1  und  2.  Frankfurt  a.  M., 
Baer  und  co.     92  und  546;  8  und  481  s. 

150.  A.  Neupert,  Eine  im  Weimarer  gesamtarchiv  ent- 
deckte Plauische  Urkunde  vom  jähre  1432.  Mitteil.  d.  altertums- 
vereins  zu  Plauen  i.  V.  24(1914), 135 — 138.  —  abdruck  des  briefes. 
datieruiig  ergibt  sich,  da  der  Schluß  fehlt,  daraus,  daß  auf  den 
zwei  jähre  vorher  stattgefundenen  zug  der  ketzer  (Hussitenüberfall 
vom  25.  Jan.  1430)  bezug  genommen  wird.  —  auch  schon  von 
E.  Gritzner,  Neues  archiv  f.  sächs.  geschichte  33,143  f.  abgedruckt. 

151.  Richard  Je  cht,  Der  zug  der  Hussiten  nach  der  Mark 
im  jähre  1432.  Forsch,  zur  brandenb.  geschichte  25,29 — 50.  — • 
dabei  als  beilage  drei  deutsche  berichte  aus  Soldin  und  Landsberg 
in  der  Neumark  vom  april  1432. 

152.  Hermann  Krabbo,  Ungedruckte  Urkunden  der  mark- 
grafen  von  Brandenburg  aus  askanischem  hause.  erste  folge. 
Forsch,  zur  brandenb.  u,  preuß.  geschichte  25,1 — 27.  zweite  folge, 
ebd.  27,391 — 430.  —  die  erste  folge  enthält  zwei  deutsche  Ur- 
kunden des  markgrafen  Waldemar:  nr.  15  vom  9.  juni  1309  und 
nr.  18  zwischen  1306  und  1311,  die  zweite  folge  unter  nr.  11 
eine  deutsche  Urkunde  der  verwitweten  markgräfin  Jutta  aus 
Weißenfels  vom  28.  jan.   1310. 

Tolksbücher.     s.  oben  nr.  28. 

Wyle.  153.  Rud.  Wolkan,  Neue  biiefe  von  und  an  Niklas 
von  Wyle.  Beitr,  39,524 — 548,  —  dreißig  lateinische  briefe,  wir 
erhalten  durch  sie  neue  kenntnisse  über  den  kreis  von  männern, 
mit  denen  er  im  verkehr  stand,  brief  12  und  13  deuten  vielleicht 
auf  ein  verlorenes  werk  Wyles  hin. 

154.  Besprechungen  früher  erschienener  werke.  1.  Ein 
deutsches  Adambuch,  hrsg.  von  H.  Vollmer  (vgl.  Jsb.  1909,7,43; 
1910,7,89[1]);  bespr.  v.  C.  Borchling,  Mtschr.  13,265.  —  2.  Phil. 
Strauch,  Meister-Eckart-probleme  (vgl.  Jsb.  1912,7,142);  bespr. 
von  W.  R/ichter,  Archiv  131,244.  —  3.  Die  heilige  regel  für  ein 
vollkommenes  leben,  hrsg.  von  R.  Priobsch  (vgl.  Jsb.  1909,7,151 


VIII.     A.  Ausspraclie  und  rechtschreibung.  151 

1910,16,250;  1911,7, 138[1]);  bespr.  von  J.  J.  A.  A.  Frantzen, 
Museum  21,137  — 141.  —  4.  Die  predigten  Taulers,  hrsg.  von 
F.  Vetter  (vgl.  Jsb.  1910,7,120;  1911,7,138[2];  1913,7,147[8]); 
bespr.  von  0,  Behaghel,  Litbl.  35,280;  von  J.  J.  A.  A.  Frantzen, 
Museum  21,137 — 141.  —  5.  Br.  Strauß,  Der  Übersetzer  Nicolaus 
von  Wyle  (vgl.  Jsb.  1912,7,153);  bespr.  von  Alfr.  Götze,  ZfdPh. 
45,516—617. 

Gießen.  Karl  Helm 

(die  nummern  97 — 102  von  G.  Boetticher). 


VIII.   Neuhochdeutsche  spräche. 

A.  Ausspraclie  und  rechtschreibung  —  B.  Grammatik.  —  0.  Stilistik.  — 
D.  Neuhochdeutsche  Schriftsprache.  — E.  Standessprachen.  —  F.  Namen- 
forschung, a)  Personen-  und  familiennamen.  h)  Tier-  und  pflanzen- 
camen.  c)  Orts-,  Stadt-,  flur-,  bergnamen.  d)  Verschiedene  namen.  — • 
Ct.  Wortforschung,  a)  Allgemeines,  b)  V^^örterbüchor.  c)  Einzelnes.  — 
II.  Kulturgeschichtliches. 

A.   Aussprache  und  rechtsclireibung. 

1.  0.  Jespersen,  Lehrbuch  der  phonetik.  2.  aufl.  mit 
2  tafeln.  Leipzig,  B.  G.  Teubner.  1913.  258  s.  —  vf.  nimmt 
in  den  fragen  der  lauterzeugung  seinen  eignen  Standpunkt  ein,  ver- 
weist den  benutzer  seines  buches  aber  zur  kontrolle  seiner  auf- 
stellungen  auf  eigne  beobachtung,  wo  sich  gelegenheit  bietet, 
allem  gelehrten  formelkram  ist  er  abhold,  in  der  2.  aufl.  hat  er 
die  grundzüge  des  buches  nicht  verändert,  dagegen  manches  um- 
geordnet und  deutlicher  dargestellt,  für  den  Sprachforscher  wird 
auf  den  abschnitt  über  den  akzent  und  Verners  gesetz  und  auf 
die  neue  auffassung  der  tenues  und  mediae  verwiesen.  Die  deutsche 
übersetzuDg  des  dänischen  vfs.  hat  H.  Buergel-Goodwin  in  Stock- 
holm durchgesehen,  das  buch  zerfällt  in  4  hauptteile:  1.  Analyse. 
2.  Synthese.  3.  Kombinationslehre.  4.  Nationale  sj^stematik.  im 
letzten  abschnitt  wird  auf  s.  249  f.  eine  kurze  Charakteristik  der 
lautgebung  der  norddeutschen  gemeinsprache  versucht. 

2.  A.  Egan,  A  German  phonetic  reader.  London,  Univer- 
sity  Press.  1913.  —  bespr.  von  M.  Montgomery,  Anglia  beibl. 
25,242—244. 

3.  0.  Brenner,  Die  lautlichen  und  geschichtlichen  grund- 
lagen  unserer  rechtschreibung.  2.  aufl.  München,  Lindauer.  1914. 
70  s.  —  die  schrift  verfällt  in  die  Kapitel:  1.  Ziele  und  arten  der 
rechtschreibung.  2,  Allgemeine  geschichte  der  deutschen  Ortho- 
graphie.   3.  Lautliche  grundlagen  der  heutigen  Schreibung.    4.  Die 


152  VIII.    Neuhochdeutsche  spräche. 

geschichtlichen  grundlagen  der  heutigen  rechtschreibung  im  ein- 
zelnen. 5.  .Ausblicke  in  die  zukunft.  6.  Die  entwicklung  unserer 
rechtschreibung  in  proben.  —  neue  gesichtspunkte  enthält  das 
schriftchen  nicht,  selbst  nicht  in  kap.  5,  wo  solche  hätten  er- 
wartet werden  dürfen,  dort  steht  (s.  59)  ein  satz,  der  ganz  un- 
verständlich ist;  es  sollte  wohl  gesagt  werden:  die  heutige  Schreib- 
weise ist  unserer  spräche  unangemessen.  —  bespr.  v.  0.  Langer, 
ZfRw.  39,424—425;  von  G.  Ammon,  BfGw.  50,319  und  Frz. 
Ruschke,  ZSprV.  29,224—225. 

4.  R.  Block,  Die  grundlagen  der  rechtschreibung.  eine 
darstellung  des  Verhältnisses  von  spräche  und  schrift.  mit  4  abb. 
(Veröffentlichung  der  Lit.-ges.  'Neue  Bahnen').  Leipzig,  R.  Voigt- 
länder. 80  s.  —  die  schrift  zerfällt  in  die  abschnitte:  A.  Die 
laute.  B.  Die  schriftzeichen.  C.  Laut  und  zeichen.  D.  Bezeich- 
nungderlautdauer. E.  Großschreibung.  F.  Silbentrennung.  G.  Hilfs- 
zeichen. H.  Unsere  rechtschreibung.  J.  Probestücke.  —  vf.  greift 
in  abschnitt  B  etwas  weit  aus;  phönikische,  griech.,  lat.  schrift- 
zeichen, runen,  got.  und  mittelalterliche  alphabete  werden  behandelt, 
er  beklagt  mit  recht  die  bekannten  mißstände  in  unserer  recht- 
schreibung, wird  aber  mit  seinen  weitgehenden  vereinfachungsvor- 
schlägen  wohl  zunächst  keinen  erfolg  haben. 

5.  V.  Müller,  Die  deutsche  rechtschreibung.  ZfdU.  28, 
527 — 532.  —  vf.  tadelt  die  Unzulänglichkeit  und  Unklarheit  der 
amtlichen  Orthographie  und  macht  vorschlage  zur  abhilf e:  ä  überall 
durch  e  ersetzen;  alle  bisherigen  Vokallängebezeichnungen  beseitigen 
und  langen  vokal  durch  untergesetzten  punkt  bezeichnen  (warum 
dann  nicht  längestrich  über  dem  vokal?);  für  äw,  ai  tritt  eu,  ei  ein; 
<^}  V^^j  Vi  i^,  dt,  qu,  ck,  v  verschwinden  aus  deutschen  Wörtern;  man 
schreibt  am  wort-  und  silbenende  p,  t  für  &,  d  (Erp-se,  TotJ;  alle 
hauptwörter  werden  klein  geschrieben. 

B.   Grammatik. 

6.  M.  H.  Jellinek,  Geschichte  der  neuhochdeutschen  gram- 
matik  von  den  anfangen  bis  auf  Adelung,  2.  halbbd.  Heidelberg, 
C.  Winter.  1914.  XII  u.  504  s.  —  fortsetzung  zu  dem  Jsb.  1913,8,5 
bespr.  1,  bd.  vf.  stellt  sich  darin  die  aufgäbe,  das  Wachstum  gram- 
matikalischer beobachtung  und  die  Veränderungen  in  der  begriff- 
lichen formung  der  tatsachen  zu  schildern,  ferner  will  er  einen 
überblick  geben  über  die  lehren  der  wichtigsten  grammatiker.  der 
band  zerfällt  in  die  kapp.  9:  gliederung  der  gramm.  10:  lautlehre. 
11:  Orthographie.  12:  die  lehre  von  den  redeteUen.  13:  Wort- 
bildung. 14:  die  flektierbaren  redeteile.  15:  die  unflektierbaren 
redeteile.     16:  syntax.     namen-  und  Sachregister  sind  am  Schlüsse 


VIII.    B.  Grammatik.  153 

beigegeben,  auf  den  reichen  inhalt  des  Werkes  kann  hier  im  ein- 
zelnen nicht  eingegangen  werden;  es  wird  für  jeden  forscher,  der 
sich  mit  der  geschichtlichen  entwicklung  der  grammatik  unserer 
muttersprache  befassen  will,  eine  unerschöpfliche  fundgrube  der  be- 
lehrung  sein.  —  beide  bände  bespr.  von  E.  Lerch,  Litbl.  35, 
324—325;  1.  bd.  bespr.  von  0.  Weise,  ZfdU.  28,376;  von 
A.  Matthias,  Mtschr.  13,333—334  und  von  K.  v.  Bahder, 
Idg.  anz.  33,68—70. 

7.  J.  Chr.  A.  Heyses  Deutsche  grammatik.  28.  aufl.  nach 
0.  Lyon  bearb,  von  W.  Scheel.  Hannover  und  Leipzig,  Hahn. 
1914.  644  s.  —  der  neubearbeiter  hat  das  buch  auf  den  stand 
der  heutigen  Wissenschaft  gebracht,  aber  an  den  bewährten  grund- 
lagen  nicht  gerüttelt,  neben  einer  laut-  und  schriftlehre,  wortlehre, 
Satzlehre  umfaßt  das  werk  auch  eine  Verslehre,  die  einleitung  gibt  einen 
kurzen  überblick  über  die  bildung  der  deutschen  spräche,  ein  ver- 
sehen ist  es  wohl,  wenn  auf  s.  4  bemerkt  ist,  daß  uns  im  Latei- 
nischen noch  die  freiheit  des  idg.  akzents  entgegentritt;  gemeint 
ist  wohl  das  Slavisch-Baltische.  die  darstellung  der  metrik  steht 
noch  sehr  unter  dem  einfluß  des  antik-klassischen  Vorbildes;  hier 
dürfte  sich  eine  Umarbeitung  nach  modernen  gesichtspunkten  für 
eine  neuauflage  empfehlen. 

8.  K.  Reissinger,  Deutsche  Sprachlehre,  nach  H.  Stöckeis 
deutscher  Sprachlehre  auf  geschichtlicher  grundlage  neu  bearb. 
Bamberg,  C.  C.  Buchner.  1914.  226  s.  —  das  im  Jsb.  1908,8,19 
verzeichnete  werk  von  Stöckel  ist  nach  dessen  tode  von  Reissinger 
wesentlich  umgestaltet  worden,  mancherlei  könnte  daraus  ohne 
schaden  noch  verschwinden,  so  s.  2  die  isolierenden,  agglutinieren- 
den und  flektierenden  Sprachgruppen,  andere  teile  sind  zu  knapp,  um 
nutzen  zu  stiften,  z.  b.  s.  6 — 7  'Die  schrift'.  die  angaben  über  die 
Indogermanen  auf  s.  10,  über  die  Germanen  (=  nachbarnl),  über  die 
schrift  bei  den  Germanen  auf  s.  12 — 13  müßten  dem  heutigen 
stand  der  Wissenschaft  angepaßt  werden,  aber  auch  im  hauptteil 
des  verdienstlichen  Werkes  dürfte  vf.  sich  von  vielen  altüber- 
kommenen vor-  und  darstellungen  zum  nutzen  der  Sache  befreien, 
unsere  deutsche  schulwissenschaft  steht  noch  immer  in  den  banden 
der  klassischen  Unterrichtsmethode. 

9.  R.  Blümel,  Einführung  in  die  syntax  (Indogerm.  bibl. 
2.  abt.,  6.  bd.)  Heidelberg,  C.  Winter.  1914.  —  bespr.  von 
E.  Lerch,  Litbl.  35,321—324. 

10.  R.  Blümel,  Die  haupttypen  der  heutigen  nhd,  Wort- 
stellung im  hauptsatz.    Straßburg,  K.  J.  Trübner.    1914.   VIII,77  s. 

11.  R.  Blümel,  'Verbindung  von  ganzem  und  teil'  und 
andere   gruppen   syntaktischer   beziehungen   in    der   nhd.    Umgangs- 


154  Till.    Neuhoclideutsclie  spräche. 

spräche.  Idg.  forsch.  34,285 — 295.  —  vf.  behandelt  Verbindungen 
wie:  'unser  hausdach  ist  beschädigt,  der  westliche  teil'  oder  — 
'an  seinem  westlichen  teil'  und  andere  syntaktische  ungenauigkeiten 
('hier  stehe  ich'  beim  Schachspiel)  der  Umgangssprache. 

12.  R.  Blümel,  Vom  heutigen  neuhochdeutschen  modus. 
GrRM.  6,379 — 389.  —  der  modus  an  sich  bedeutet  nicht,  daß  etwas 
ist  oder  sein  könne,  außer  der  auffassung  des  sprechenden  (schreiben- 
den) ist  auch  die  des  hörenden  (lesenden)  zu  berücksichtigen,  der 
icdikativ  stellt  häufig  auch  etwas  als  nicht  wirklich  hin  (wenn 
sich  das  fieber  verringert,  irird  der  kranke  genesen);  der  potential 
kann  etwas  tatsächliches  hinstellen  (ich  könnte  viel  schneller  laufen, 
ivenn  .  .  .J.  auszugehen  ist  von  der  form:  hauptsätze  mit  be- 
hauptendem Indikativ  oder  potentialis  beginnen  mit  dem  Subjekt 
oder  einem  andern  Satzteil,  nicht  mit  verb;  hauptsätze  mit  wünschen- 
dem potential  oder  dem  imperativ  beginnen  mit  dem  verb.  zu 
trennen  ist  die  vorstellungsseite  von  der  willensseite. 

13.  E.  Kieckers,  Zu  den  schaltesätzen  im  (Lateinischen, 
Eomanischen  und)  Neuhochdeutschen.     Idg.  forsch.  32,7 — 23. 

14.  0.  Behaghel,  Von  deutschen  bindewörtern.  36.  beih. 
d.  ZSprV.  Berlin,  F.  Berggold.  1913.  s.  165—182.  —  der  auf- 
satz  gibt  einen  Vortrag  wieder,  der  auf  der  Marburger  philologen- 
versammlung  1913  gehalten  wurde,  und  befaßt  sich  mit  der  konj. 
so  und  ihren  Verbindungen  (soiver  <^  mhd.  sicer),  wobei  auch  aller- 
hand fragen  des  ausfalls  von  unbetonten  silben  berührt  werden; 
ferner  mit  kein  und  seiner  Vorgeschichte,  nachdem  und  seiner  ver- 
wendungsweise. 

15.  Kl.  Bojunga,  Einheitliche  deutsche  fachwörter  zur 
Sprachlehre.  ZfdU.  28,417 — 424.  —  im  auftrag  des  Grermanisten- 
verbandes,  des  Neuphilologen-Verbandes  und  des  DSpV.  trat  im 
herbst  1913  ein  ausschuß  zusammen,  um  die  gramm.  termini  zu 
vereinheitlichen  und  zu  verdeutschen.  mit  dem  entwurf  einer 
liste  wurde  vf.  beauftragt,  seine  vorschlage  sind  in  obigem  auf- 
satz  enthalten. 

16.  0.  Behaghel,  Deutsche  fachwörter  zur  Sprachlehre. 
ZfdU.  28,837 — 841.  —  vf.  äußert  seine  bedenken  gegen  Bojunga's 
Verdeutschungen  und  macht  gegenvorschläge.  er  hält  die  ganze 
frage  für  noch  nicht  spruchreif. 

17.  K.  Bruns,  Laiengedanken  über  das  dativ  -e.  ZfdU.  28> 
342 — 344.  —  vf.  verteidigt  den  brauch  des  B.  G.  B.,  vor  einem 
vokal  das  dativ  e  wegzulassen,  vor  einem  konsonant  oder  am  wort- 
ende es  zu  setzen  und  verweist  auf  seine  ausführungen  im  Jur. 
litbl.  1913.  er  wendet  sich  gegen  den  DSpV.,  der  die  dativ-e 
aus  historischen  gründen  in  v^eiterem  umfang  erhalten  wissen  will. 


Till.   C.   Stilistik.  155 

18.  J.  Hagen,  Zum  akkusativ  mit  dem  infinitiv  im  Deut- 
schen. ZfdU.  28,856.  —  vf.  gibt  beispiele  aus  allen  perioden  der 
deutschen  Sprachgeschichte  in  ergänzung  zu  J.  Grimm,  Deutsche 
gramm.  4(1898),  s.   129  ff. 

19.  W.  Hoch,  Zwei  beitrage  zur  lehre  vom  satz.  Südwest- 
deutsche  schulblätter  29,12  und  30,1.     Karlsruhe,    Gutsch.     21  s. 

20.  Schon  in  früheren  Jahrgängen  verzeichnet:  1.  R.  Blume  1, 
Neuhochdeutsche  appositionsgruppen  (vgl.  Jsb.  1912,8,21);  bespr. 
von  J.  Ries,  AfdA.  30,133 — 135.  —  Jos.  Metzner,  Nhd.  o  für 
mhd.  u  (vgl.  Jsb.   1913,8,7);  bespr.  von  0.  Weise,  ZfdU.  28,452. 

C.   Stilistik. 

21.  Th.  Matthias,  Sprachleben  und  Sprachschäden,  ein 
führer  durch  die  Schwankungen  und  Schwierigkeiten  des  deutschen 
Sprachgebrauchs.  4.  aufl.  Leipzig,  F.  Brandstätter.  1914.  XII, 
490  8.  —  größere  Veränderungen  sind  mit  dem  buche  seit  der 
3.  aufl.  (vgl.  Jsb.  1906,8,68)  nicht  vorgenommen  worden,  doch  hat 
vf.  im  einzelnen  vieles  gebessert,  die  einteilung  des  werkes:  1.  Zur 
Wortbildung  und  -bedeutung.  2.  Zur  wortbeugung.  3.  Zur  Wort- 
fügung. 4.  Zur  Satzfügung.  5.  Sauberkeit,  einfachheit  und  Wahr- 
heit der  darstellung  ist  die  gleiche  geblieben,  vf.  will  nicht,  wie 
andere  stilistiker,  als  diktator  auftreten,  sondern  nur  ein  befragens- 
werter  berater  sein, 

22.  E.  Engel,  Deutsche  stilkunst.  22. — 24.  aufl.  Leipzig, 
G.  Ereytag.  1914.  501  s.  —  11.  aufl.  (1911)  bespr.  von  K.  Bert- 
sche,  Lit.  rundschau  39,583 — 585. 

23.  0.  Walze  1,  Kunst  der  prosa.    ZfdU.  28,1— 25  und  81— 93. 

24.  Ed.  Castle,  Zur  entwicklungsgeschichte  des  wortbegriffs 
Stil.     GRMon.  6,163—160. 

25.  Kl.  Matzura,  Etwas  vom  deutschen  sprachgebrauche, 
progr.  St.  Polten  1913/14,  28  s.  und  1914/15,  16  s.  —  vf.  be- 
handelt rechtschreibung  und  Zeichensetzung,  biegung,  Steigerung, 
Zeitwort,  fremdwörter,  mittelwort,  nennform,  modi.  er  weist  auf 
logisch  und  sprachliche  fehler,  auf  unschönheiten  des  Sprachge- 
brauchs hin  und  gibt  vorschlage,  wie  sie  zu  meiden  sind. 

26.  G.  Wenzer,  Th.  Fontane,  spräche  und  stil  in  seinen 
modernen  romanen.     diss.     Greifswald  1914.     150  s. 

27.  R.  Brettschneider,  Zum  stil  der  deutscheu  erzählung. 
progr.     Mühlhausen  i.  Eis.  1914.     32  s. 

28.  Schon  in  früheren  Jahrgängen  verzeichnet:  1.  0.  Schroe- 
der,  Vom  papiernen  stil  (vgl.  Jsb.  1913,8,24);  bespr.  von  R.  v. 
Carlowitz-Hartitzsch,  Grenzb.  73,2,176 — 179  und  von  H.  Bou- 
rier,  BfGw.  50,63 — 64.    —    2.  R.  M.  Meyer,    Deutsche  Stilistik. 


156  VIII.    Neuhochdeutsche  spräche. 

2.  aufl.  (vgl.  Jsb.  1913,8,23);  bespr.  von  P.  Kolb,  Kbl.  f.  d.  höh. 
schulw.  Württ.  21,365—366;  von  K.  F.  v.  Kummer,  AUg.  Litbl. 
23,347  und  von  R.  v.  Carlowitz-Hartitzsch,  Grenzb.  73,2, 
179—182. 

D.  Neuhochdeutsche  Schriftsprache, 

29.  C.  Franke,  Grundzüge  der  Schriftsprache  Luthers  in 
allgemeinverständlicher  darstellung.  gekrönte  preisschrift.  2.  teil. 
Wortlehre.  2.  aufl.  VIII  u.  366  s.  Halle,  V\^aigenhaus.  1914. — 
nicht  zur  besprechung  geliefert.  —  bd.  1  bespr.  von  0.  Brenner, 
Cbl.  64,1727—1728  und  von  A.  M.  Wagner,  ZfdU.  28,369; 
bd.  1  und  2  von  0.  Weise,  Zfdü.  28,459—460;  von  F.  Piquet, 
Rev.  germ.   10,253. 

30.  C.  Franke,  Der  geschichtliche  kern  der  legende  von 
Luthers  Schöpfung  der  nhd.  Schriftsprache.    Grenzb.  73,4,248 — 253. 

31.  W.  Borvitz,  Die  Übersetzungstechnik  Heinrich  Stein- 
höwels  dargestellt  auf  grund  seiner  Verdeutschung  des  'Speculum 
vitae  humanae' von  ßodericus  Zamorensis.    diss.    Halle  1914.  64  s. 

32.  W.  F.  Luebke,  The  language  of  Berthold  von  Chiem- 
see  in  Tewtsche  theologey  II.  MPhil.  12,277 — 296.  —  fortsetzung 
des  Jsb.  1913,8,16  verzeichneten  arbeit,  vf.  behandelt  in  teil  II 
deklination  und  schwanken  im  geschlecht  beim  Substantiv,  das 
adjektiv,  das  adverb,   die  Steigerung,  die  Zahlwörter  und  fürwörter. 

33.  V.  Moser,  Beiträge  zur  lautlehre  Spees.  ZfdPh.  46, 
17 — 80.  —  vf.  behandelt:  I.  gebrauch  von  d  fäj,  II.  gebrauch  von 
du — eu,  III.  unterbleibende  diphthongierung  bei  vff',  IV.  anwendung 
von  ai  (äij  für  mhd.  ei,  V.  kleinigkeiten  zu  den  betonten  vokalen, 
VI.  Schwund  von  unbetontem  e,  VII.  zusatz  eines  unbetonten  e, 
Vni.  sonstiges  zu  den  nebensilben,  IX.  verschiedenes  aus  dem 
konsonantismus,  X.  die  dehnungszeichen.  —  vf.  hofft,  Spee  und 
seine  drucker  von  dem  vollständig  unberechtigten  verdacht  der 
rückständigkeit  gereinigt  zu  haben. 

34.  V.  Moser,  Über  spräche  und  Orthographie  Fischarts. 
Alemannia  42,158 — 174. 

35.  K.  Schneider,  Zur  ausgestaltung  der  deutschen  spräche. 
Borsdorf  bei  Leipzig,  A.  Hasert.    1914.     160  s. 

36.  K.  Weidmann,  Dereinfluß  des  französischen  auf  Fischarts 
Wortschatz  im  Gargantua.     diss.      Gießen  1914.      61  s. 

37.  Th.  Lindemann,  Versuch  einer  formenlehre  des  Hürnen 
Seyfrid.  mit  den  24  holzschnitten  des  neuentdeckten  Straßburger 
druckes  von  1563  als  anhang.  Halle,  M.  Niemeyer.  1913.  82  s. 
—  bespr.  von  0.  Brenner,  Cbl.  65,1255. 

38.  L.  Kr  eil,  Studien  zur  spräche  Fischarts  aus  seinen 
reimen,     progr.     München   1914.     56  s. 


VIII.   E.  Standessprachen.  —  F.  Namenforschung.  157 

39.  ScHon  in  einem  früheren  Jahrgang  verzeichnet:  A.Becker 
Die  spräche  Friedrichs  von  Spee  (vgl.  Jsb.  1912,8,15);  bespr.  von 
V.  Moser,  ZfdPh.  46,129—134;  von  — nn— ,  Cbl.  65,372  und 
A.  Hübner,  Archiv   132,182—183. 

E.   Standessprachen. 

40.  0.  Basler,  Die  spräche  des  modernen  arbeiters.  ZfdWortf. 
15,246 — 270.  —  auf  grund  der  darstellung  der  geistigen  höhe  der 
arbeiterschaft  in  dem  buche  von  A.  Levenstein,  Die  arbeiter- 
frage,  München,  E.  Reinhardt,  1912  behandelt  vf.  sein  thema  unter 
den  titeln:  elemente  der  bildung;  Wortwahl;  Sprichwort  und  Schlag- 
wort; beruf  ssprache ;  fremd  wort;  Orthographie  (vokale,  diphthonge, 
konsonanten,  konsonantendoppelung,  behandlung  des  g^  des  s,  des  z, 
des  ])  usw.);  formenlehre  und  syntax. 

41.  L.  Günther,  Von  der  Speisekarte  des  landstreichers, 
Wiss.  beih.  des  ADSprV.,  5.  reihe,  nr.  36,  s.  182 — 191.  —  der 
aufsatz  behandelt  ausdrücke  der  'kundensprache'  für  speisen  und 
getränke  und  ihre  verfertiger. 

42.  M.  Fi  ekel  u,  Aug.  Renner,  Unsere  gesetzessprache. 
2  preisarbeiten  d.  ADSprV.  Berlin,  Berggold.  1913.  134  s.  — 
bespr.  von  0.  Weise,  ZfdU.  28,458—459. 

43.  H.  Weck,  Die  spräche  im  deutschen  recht.  Berlin, 
Karl  Heymann.  1913.  144  s.  —  bespr.  von  K.  Bruns,  ZSprV. 
29,316—320. 

44.  Bodenheim,  Über  gesetzessprache.  Archiv  für  rechts- 
und  wirtschaftsphilos.  6,698  ff.  —  bespr.  v.  Dronke,  ZSprV.  29,52. 

45.  K.  Bechler,  Die  spräche  des  deutschen  sports.  ZASprV. 
29,152—156.     ferner:  Polo  und  golf,  ebd.  274—278. 

F.  Namenforschung. 

a)  Personen-  und  familiennamen. 

46.  A.  Heintze,  Die  deutschen  familiennamen  geschichtlich, 
geographisch,  sprachlich.  4.  aufl.  hrsg.  von  P.  Gas corbi.  Halle  a.S., 
Waisenhaus,    1914.    298  s.  —  nicht  zur  besprechung  eingegangen. 

47.  A.  Böhmisch,  Die  deutschen  personennamen.  2.  aufl. 
(Aus  natur-  und  geistesweit  296.)  Leipzig,  B.  G.  Teubner.  1914. 
126  8.  —  die  vorliegende  2.  aufl.  ist  im  großen  ganzen  eine  wieder- 
gäbe der  1.  aufl.  (vgl.  Jsb.  1910,8,27),  die  aber  im  einzelnen  gründ- 
lich durchgearbeitet  worden  ist.  während  in  der  1.  aufl.  mehr  auf 
schlesische  Verhältnisse  hingewiesen  wurde,  treten  infolge  der  Über- 
siedlung des  vfs.  nach  Stargard  nunmehr  die  pommerschen  namen 
mehr  hervor,     irrtümer  dürften  noch  ausgemerzt   werden,    so  z.  b. 


158  VIII.   Neuhochdeutsche  spräche. 

auf  s.  2,  wo  es  heißt,  das  die  altdeutschen  namen  Siegfried,  Hilde- 
gund  u.  a.  'sinnvoll'  seien;  welcher  sinn  soll  in  diesen  mechanischen 
bildungen  denn  stecken?  der  name  Berlin  harrt  noch  der  deutung 
(s.   16). 

48.  Fr,  Hegi,  Gesellennamen,  ein  beitrag  zur  entstehung 
der  familiennamen.  ZfdWortf.  15,243 — 245.  —  die  zunamen  dieser 
art  entstammenden  Spitznamen,  die  in  den  ma.  zünften  bei  der 
'freisprechung'  den  gesellen  gegeben  wurden,  wofür  urkundliche  be- 
lege angeführt  werden:  Ordnungsbrief  der  hufschmiede  in  Zürich, 
namen  wie:    Cunrat  Schindisen,   Herman  Schnid  gen.    Wildysen  usw. 

49.  0.  Abel,  Kosenamen  aus  der  altbayrischen  kinderstube 
und  ihr  gegenteil.     ZfdU.  28,736—740. 

50.  C.  üsbeck.  Frühere  namen  in  Niederzwehren.  Hessen- 
land 28,152 — 154  u.  172 — 173.  —  vf.  behandelt  die  familiennamen 
älterer  und  später  zugezogener  einwohner. 

51.  P.  Pietsch,  Unecht  deutsche  frauennamen.  Wiss.  beih. 
zur  Zs.  ADSprV.,  5.  reihe,  heft  36,  s.  191 — 192.  —  die  kurze 
notiz  spricht  von  den  mit  der  romanischen  femininendung  -a  von 
deutschen  mannesnamen  gebildeten  frauennamen. 

52.  Teuffei,  Der  name  Teuffei,  Teufel  u.  ä.  Württ.  viertel- 
jahrsheft  f.  landesgesch.  423,339—340. 

53.  H.  Drees,  Die  heutigen  familiennamen  Wernigerodes, 
progr.     30  s. 

54.  Schon  in  früheren  Jahrgängen  besprochen:  1.  M.  Schön- 
feld, Altgerman.  personennamen  (vgl.  Jsb.  1911,3A,159);  bespr. 
von  V.  Grienberger,  Idg.  anz.  32,42 — 54.  —  2.  E.  Pörste- 
mann,  Altdeutsches  namenbuch.  bd.  2,  3.  aufl.  (vgl.  Jsb.  1913, 
8,57);  bespr.  von  H.  Witte,  DE.  13,60—61.  —  3.  Wem.  Kal- 
bow,  Die  germanischen  personennamen  (vgl.  Jsb.  1913,8,37);  bespr. 
von  Jules  Bonjat,  Rev.  crit.  77,352;  von  W.  Meyei'-Lübke, 
ZffrzSpr.   42,13—23  und  P.  Piquet,  Eev.  germ.  10,228—229. 

b)  Tier-  und  pflanzennamen. 

55.  W.  Zimmermann,  Mundartliche  pflanzennamen  aus 
Baden.  Alemannia  42,175 — 189.  —  mit  einem  vorläufig  bis  E 
reichenden  alphabetischen  Verzeichnis. 

56.  Schon  in  früheren  Jahrgängen  besprochen:  1.  H.  Suo- 
lahti.  Die  deutschen  vogelnamen  (vgl.  Jsb.  1909,  passim);  bespr. 
von  D.  V.  Kralik,  GgA.  176J29— 168  und  von  Siebs,  MSchlesVk. 
15,288 — 289.  —  2,  H.  März  eil.  Die  tiere  in  deutschen  pflanzen- 
namen (vgl.  Jsb.  1913,8,52);  bespr.  von  W.  Zimmermann,  Alem. 
42,124—125;  von  0.  Weise,  ZfdU.  28,456  und  von  H.  Hessen, 
Lit Rundschau 40,388 — 389.  —  3.  R.  Loewe,  Germanische  pflanzen- 


VIII.  F.  Namenforschung.  159 

namen  (vgl,  Jsb.  1913,8,51);  bespr.  von  H.  Marzell,  DLz.  35, 
866—868;  von  M.  Schönfeld,  Museum  21,252—255;  von  Th. 
Frings,  DE.  13,28;  Chi.  64,391;  von  S.  Feist,  Archiv  132, 
458—459;  von  0.  Weise,  ZfdU.  28,456;  von  H.  Hessen, 
Lit Rundschau  40,388 — 389.  von  F.  Graebner,  Botanische  Jahr- 
bücher, bd.  51,  Literaturbericht  s.  24 — 25.  Gr.  Lindau,  Natur- 
wissenschaftliche Wochenschrift,  n.  f.  12,283 — 284.  Ders.,  Beiblatt 
zur  Hedwigia,  organ  für  kryptogamenkunde  53,176 — 177.  H.  Mar- 
zell, Mitteilungen  zur  geschichte  der  medizin  und  der  naturwissen- 
schaften   12,446—447. 

c)  Orts-,  Stadt-,  straßen-,  flur-,  bergnamen. 

57.  Frz.  Gramer,  Aufgaben  der  heutigen  ortsnamenforschung. 
NJb.  33,210—216. 

57a.  Zur  etymologie  des  namens  Krems.  Jahrbuch  f.  landes- 
kunde  von  Niederösterreich  1912,109—143,  Nachtrag  ebd.  1913, 
254  f,  —  umsichtige  Untersuchung,  die  zu  der  annähme  führt,  der 
name  sei  keltisch  und  gehe  auf  den  idg.  stamm  zurück,  der  auch 
in  'AQ^f-iai-iaL  steckt,  der  ungenannte  vf.  verkennt  die  Schwierigkeit 
nicht,  die  darin  liegt,  daß  das  Keltische  grade  dieses  etynom  sonst 
nicht  bewahrt. 

58.  J.  Stur,  Die  slawischen  Sprachelemente  in  den  Orts- 
namen der  deutsch-österreichischen  Alpenländer  zwischen  Donau 
und  Drau,  eine  phil.-hist.  Untersuchung  über  die  Siedlungen  der 
mittelalterlichen  Alpenslawen  mit  einem  abriß  ihrer  allgemeinen 
geschichte.  Sitz.-ber.  k.  akad.  d.  wiss.  in  Wien,  phil.-hist.  kl. 
176.  bd.,  6.  abh.  Wien,  A.  Holder.  1914.  106  s.  —  vf.  gibt 
zunächst  auf  34  s.  eine  mit  dem  eigentlichen  thema  nur  in  losem 
zuammenhang  stehende  einleitung  über  die  geschichte  der  österr. 
Alpenländer  seit  der  Römerzeit  und  das  vordringen  der  Slawen. 
die  behandlung  der  Ortsnamen  ist  deshalb  von  Wichtigkeit  für  unsere 
zwecke,  weil  sie  zeigt,  wieviel  slawisches,  volksetymologisch  umge- 
deutetes sprachgut  in  namenformen  steckt,  die  scheinbar  ganz 
deutsch  aussehen  und  daher  zu  falscher  deutung  veranlassung 
geben  könnten,  so  sind  z.  b.  die  bekannten  Ortsnamen  Melk  und 
Mödling  slawischen  und  zwar  gleichen  Ursprungs:  892  Medelicha  = 
Melk;  903  Medelicha  =  Mödling.  sie  sind  von  slav.  metlika  'bei- 
fußkraut'  abzuleiten,  woher  auch  Möttling  in  Krain  stammt.  Weid- 
ling  ist  früher  als  Widnich  belegt  und  ist  eine  kontamination  des 
mhd.  widern  'kirchengut'  mit  der  slav.  endung  -7iik.  dagegen  ist 
der  Wiener  bezirk  Meidling  deutschen  Ursprungs;  älter  Mevrlinge, 
Mulinge,  das  mit  mhd.  mür  'Mauer'  zusammenhängt,  so  bietet  die 
Schrift  auch  für  den  germanisten  des  lehrreichen  genug. 


160  VIII.   Neuliochdeutsclie  spräche. 

59.  F.  Settegast,  Über  einige  deutsche  Ortsnamen  im  französ. 
volksepos.     ZfromPh.  38,458—468. 

60.  J.  Koblischke,  Berichtigende  beitrage  zur  Ortsnamen- 
kunde  und   historischer   nationalitätsforschung.     DE.  12,164 — 172. 

61.  J.  Miedel,  Die  bayerischen  Ortsnamen.  Bayer,  hefte  f. 
volksk.  1,14—25,   161—177. 

62.  E.  Herr,  Der  name  Elsaß.  Zs.  f.  gesch.  Oberrheins  29, 
7 — 53.  —  lehnt  die  deutung  'fremdes  land,  fremdsitz'  ab,  weil  die 
einziehenden  deutschen  stamme  den  okkupierten  gebieten  den 
Stammes-  oder  sippennamen  gegeben  hätten,  die  Franken  hätten 
ihr  eignes  land  auch  nicht  als  'fremdland'  bezeichnet,  die  bildung 
sei  auch  sprachlich  nicht  leicht  zu  erklären,  zugrunde  liege  viel- 
mehr eine  bezeichnung  wie  pagus  Älisacinsis,  die  von  einem  fluß- 
namen  '^Älisaca  abgeleitet  sei,  dem  früheren  ligurischen  namen 
der  '111'. 

63.  F.  Mentz,  Der  name  Elsaß,  ebd.  30,44—51.  —  der 
name  ist  nach  dem  zeugnis  des  Ermoldus  Nicellus  fränkischen  Ur- 
sprungs und  zwar  von  den  in  der  Rheinpfalz  sitzenden  Franken 
gegeben,  die  wußten,  daß  ihre  stammesgenossen  in  fremder  (ale- 
mannischer) Umgebung  saßen,  übrigens  kann  alisäz  auch  einfach 
'neues  land'  bedeuten,  dor  flußname  '^'Älisaca  für  '111'  ist  nicht 
überliefert,  seine  ligurische  herkunft  unbeweisbar;  er  hätte  übrigens 
eine  Alisach,  Elsach  ergeben  müssen;  vgl.  Breisach  aus  Brisiacum. 
vgl.  auch  0.  Behagel,  Frankfurter  zeitung  1914,  nr.  169. 
2.  morgenblatt. 

64.  W.  Schoof,  Der  name  Altkönig.  ZfdU.  28,499—509. 
—  gegen  Haas'  deutung  in  Fuld.  geschichtsblättern  1907,  s.  101, 
der  den  keltischen  Ursprung  des  bergnamens  im  Taunus  vertrat, 
vf.  sieht  eine  Umbildung  des  wertes  kuh  darin,  das  eine  ahd.  neben- 
form  kim  gehabt  zu  haben  'scheine'.  König  bedeute  mit  volks- 
etymologischer anlehnung  an  das  bekannte  wort  also  'Kuhberg, 
Kuhburg';  Altkönig  die  'alte  verfallene  Kuhburg'. 

65.  Helene  Brehm,  Namen  aus  der  feldflur  von  Abterode- 
Hessenland  28,202—203. 

66.  R.  Neumann,  Die  flurnamen  des  Busecker  tals.  I.  teil: 
Die  bestandteile  der  namen.  diss.  Gießen  1914,  —  die  arbeit  ist 
ein  teildruck  einer  für  das  flurnamenbuch  des  großherzogtums 
Hessen,  provinz  Oberhessen,  bd.  4,  kreis  Gießen  heft  2  projek- 
tierten Schrift:  in  einer  einleitung  handelt  vf,  über  die  geschichte 
der  flurnamenforschung  und  ihre  ergebnisse.  sein  Verzeichnis  der 
namen  zerlegt  er  in  einfache  und  zusammengesetzte  namen,  je 
nachdem  diese  nur  eine  oder  mehrere  eigenschaften  der  örtlichkeit 
berücksichtigen;    letztere   werden   wieder  mehrfach  gegliedert,     die 


VIII.    F.  Namenforschung.  161 

nameuformen  werden  beti-achtet  unter  dem  gesichtspunkt  der 
grammatisclien,  mundartlichen  und  schriftsprachlichen  form,  zu 
diesem  behuf  wird  auf  manche  eigentümlichkeiten  der  Busecker  ma. 
eingegangen,      endlich  verbreitet  vf.  sich  über  seine  quellen. 

67.  W,  Schoof,  Beiträge  zur  hessischen  Ortsnamenkunde  III. 
Hessenland  28,81 — 83  und  102 — 105.  —  Marburg,  Marbach  aus 
Markburg,  Markhach. 

68.  W.  Schoof,  Beiträge  zur  hess.  Ortsnamenkunde.  Hess, 
blätter  f.  Volkskunde   11(1912),225  ff. 

69.  W.  Schoof,  Beiträge  zur  hessischen  Ortsnamenkunde. 
Zs.  f.  hess.  gesch.  u.  heimatk.  1913,12/13. 

70.  Frz.  Gramer,  Mimigernaforcle,  Mimig ardeford,  die  ältesten 
namen  Münsters.  Zs.  d.  ver.  f.  gesch.  u.  altertumsk.  Westfalens 
71,309—323. 

71.  Deutsche  orts-  und  flußnamen  in  Belgien  und  Nordfrank- 
reich.    ZSprV.  29,401—407. 

72.  0.  Bethge,  Fränkische  siedelungen  in  Deutschland  auf 
grund  von  Ortsnamen  festgestellt.     WS.  6,58 — 89. 

73.  Ph.  Keiper,  Die  Ortsnamen  in  Goethes  'Götz  von 
Berlichingen'.     ZfdU.   28,772—774. 

74.  W.  Schoof,  Beiträge  zur  volkstümlichen  namenkunde. 
1.  Hungerberg,  Hoyiigberg  u.  ä.  2.  Weinberg,  Winterberg,  Venus- 
her g.     ZfVk.  24,272—292. 

75.  A.  Brückner,  Schimpf worte  aus  Ortsnamen.  ZfvglSpr. 
46,214—217. 

76.  J.  Schnetz,  Das  Lar-problem  mit  besonderer  berück- 
sichtigung  der  unterfränkischen  Lohrorte  am  Main.  Progr.  d. 
human,  gymn.  Lohr  a.  M.  1913.  —  bespr.  J.  Miedel,  ZfdMa. 
9,279—281. 

77.  A.  Hoffmann,  Die  typischen  Straßennamen  im  mittel- 
alter  und  ihre  beziehungen  zur  kulturgeschichte.  unter  besonderer 
berücksichtigung  der  Ostseestädte,    diss.    Königsberg  1914.    103  s. 

78.  Th.  Imme,  Die  orts-  und  flurnamen  der  bürgermeisterei 
Stoppenberg.  s.-a.  aus  Geschichte  der  bürgermeisterei  Stoppenberg. 
Essen  1914. 

79.  Schon  in  früheren  Jahrgängen  verzeichnet:  1.  R.  Klein- 
paul, Länder-  und  völkernamen  (vgl.  Jsb.  1910,8,39);  bespr.  von 
H.  Hartwig,  Mtschr.  13,605—607.  —  2.  Ders.,  Die  Ortsnamen 
im  Deutschen  (vgl.  Jsb.  1912,8,46);  bespr.  von  v.  Carlowitz- 
Hartitzsch,  Grenzb.  73,2,182—183.  —  3.  W.  Ohnesorge, 
Deutung    des    namens    Lübeck    (vgl.   Jsb.    1909,8,43);    bespr.    von 

Jahresbericht  für  germanische  philologie,   XXXVI.   (1914.)   I.  Teil.         H 


162  YIII.    Neuhochdeutsclie  spräche. 

K.  Fedde,  Deutsche  geschichtsbl.  15,239—241.  —  4.  W.  Hotz, 
Die  flurnameu  der  grafscliaft  Schlitz  (vgl.  Jsb.  1912,8,58);  bespr. 
vonF.  Böhm,  ZfVk.  24,101  und  von  J.  Miedel,  ZfdMa.  9,180— 181. 
—  5.  A.  Altrichter,  Die  dorfuamen  in  der  Iglauer  Sprachinsel 
(vgl.  Jsb.  1913,8,63);  bespr.  von  M.  Gehre,  DE.  12,191.  — 
0.  E,  Fehrle,  Flurnamen  von  Aasen  (vgl.  Jsb.  1913,8,70);  bespr. 
von  J.  Miedel,  ZfdMa.  9,181  —  183. 

d)  Verschiedene  namen. 

80.  E.  Meiler,  Die  deutsche  namensabstammung  am  Riesen- 
gebirge.    Leipzig,  Sphinx- Verlag.    1914.     IV,61   s. 

81.  J.  Pfalz,  Der  volksname  der  Bayern.  Bayr.  hefte  f. 
volksk.   1,140. 

82.  Fr.  Bechtel,  Deutsche  namen  einiger  teile  des  mensch- 
lichen körpers.     akad.  rede.     Halle  a.  S.      15  s. 

83.  H.  V.  Reiche,  Volkstümliche  benennungen  von  arznei- 
mitteln  aus  der  apotheke.  Festschrift  zur  begrüßung  der  18.  haupt- 
versammlung  d.  ADSprVer.  Hamburg  1914,  s.   117 — 128. 

84.  H.  Fredenhagen,  Deutsche  monatsnamen,  Festschrift 
zur  begrüßung  der  18.  hauptversammlung  des  ADSprVer.  Hamburg 
1914,  s.  129—155. 

G.   Wortforschung. 

a)  Allgemeines. 

85.  Zeitschrift  für  deutsche  Wortforschung,  hrsg.  von  F.  Kluge, 
bd.  15,  3.-4.  heft.  Straßburg,  K.  J.  Trübner.  1914.  die  ein- 
schlägigen aufsätze  sind  mit  ausnähme  von  0.  Giemen,  Das 
exempel  von  dem  läuseknicker  sämtlich  an  der  ihnen  zukommenden 
stelle  dieses  bds.  des  Jsb.  verzeichnet.  —  die  ZfdWortf.  hat  mit 
dem  15.  bd.  ihr  erscheinen  eingestellt. 

86.  Zeitschrift  des  allgemeinen  deutschen  Sprachvereins,  hrsg. 
von  0.  Streicher,  29.  Jahrg.  Berlin  1914.  —  bringt  zahlreiche 
aufsätze  und  einzelbemerkungen  zur  fremdwörter-  und  stilfrage, 
die  wichtigsten  aufsätze  sind  besonders  verzeichnet  und  ihr  haupt- 
inhalt  angegeben.  von  sonstigen  artikeln  seien  erwähnt:  Joh. 
Pöschel,  Einheitliche  fachausdrücke  im  flugwesen,  sp.  5 — 10; 
F.  Mentz,  Meyers  neues  orts-  und  verkehrslexikon  und  die  orts- 
namenschreibung,  sp.  33 — 40;  0.  Weise,  Das  Niederdeutsche, 
sp.  65 — 70;  0.  Sarrazin,  Prof.  Dr.  Hans  Delbrück  und  der 
ADSprVer.,  sp.  105 — 112;  Deutsche  orts-  undflußnamen  in  Belgien 
und  Nordfrankreich,  sp.  401 — 407. 

87.  E.  Wilke,  Deutsche  wortkunde.  5.  aufl.  Leipzig, 
F.  Brandstetter.    1913.     437  s.  —  vf.  erzählt  in  seinem  beliebten 


"V^II.    G.  Wortforschung.  168 

buche  im  1.  teil  vom  werden  und  von  den  Veränderungen  des 
Wortes  im  allgemeinen,  der  1.  abschnitt  befaßt  sich  mit  dem  Ur- 
sprung der  spräche,  dem  idg.  und  germ.  sprachstamm  und  der  nhd. 
Schriftsprache,  der  2.  abschnitt  behandelt  die  laute,  der  3.  ab- 
schnitt die  wortbildungslehre,  der  4.  abschnitt  die  beugungslehre 
und  der  5.  abschnitt  die  woi'tbedeutungslehre.  der  2.  teil  bringt 
'wortgeschichten'  in  stofflicher  gliederung  (der  menschliche  körper, 
haus  und  familie,  kleidung  und  nahrung  usw.).  endlich  ist  dem 
buch  ein  'Schriftenverzeichnis'  auf  8  Seiten  in  etwas  willkürlicher 
auswahl  beigegeben,  da  vf.  sich  auf  gute  quellen  stützt,  so  sind 
seine  ausführungen  zumeist  anzuerkennen;  daß  er  in  mancher  frage, 
z,  b.  der  der  idg.  Sprachverwandtschaft  oder  der  herausbildung  der 
germ.  sprachen  keinen  selbständigen  Standpunkt  einnimmt,  kann 
man  ihm  nicht  vorwerfen,    er  gibt  die  landläufigen  ansichten  wieder. 

88.  E.  E-eichel,  Auch  eine  quelle  fürs  deutsche  Wörterbuch. 
ZfdWortf.  15,220—228.  —  in  wbb.  fehlende  oder  nicht  aus- 
reichend belegte  Wörter  werden  aus  der  im  jähre  1728  in  Leipzig 
erschienen  Wochenschrift  'Leipziger  Socr^ites'  nachgewiesen. 

89.  Gg.  Schoppe,  Zur  geschichte  der  fremdwörter  im  Deut- 
schen. ZfdWortf.  15,174 — 217.  —  der  aufsatz  ist  gedacht  als 
nachtrag  zu  Weigand-Hirt's  wb.  und  zu  Schulz  fremdwb.  es  werden 
frühere  belege  für  dort  verzeichnete  Wörter  ixnd  nicht  verzeichnete 
Wörter  aufgezählt. 

90.  Schon  früher  verzeichnet:  Fr.  Kluge,  Wortforschung 
und  Wortgeschichte  (vgl.  Jsb.  1912,8,76);  bespr,  von  Ad.  Matthaei, 
Preuß.  jbb.   151,133—134  u.  Fr.  Gut,  LitRundschau  40,336—337! 

b)  Wörterbücher. 

91.  J.  u.  W.  Grimm,  Deutsches  Wörterbuch.  Leipzig, 
S.  Hirzel.  1914.  4.  bds.,  1.  abt.,  4.  teil,  3.  lief,  gezaunen — ge- 
ziemen, bearb.  von  H.  Wunderlich,  von  umfangreicheren  artikeln 
seien  gezeit,  gezelt  (32  spalten),  gezeug  (44  spalten),  gezeugnis.  diese 
lief,  behandelt  überwiegend  sprachgeschichtlich  und  kulturhistorisch 
wichtige  Wörter. 

dass.,  4,  bds.,  1.  abt.,  6.  teil,  1.  lief,  gveander — grenzförster, 
bearb.  von  A.  Hübner.  größeren  räum  nehmen  die  lemmata 
greifen,  greis,  grenze  (hier  hätte  die  Granitz  auf  Rügen  erwähnung 
verdient  wegen  der  bedeutungsparallele  mit  deutsch  mark). 

dass.,  10.  bds.,  3.  abt.,  1.  lief,  stoh — stoff,  bearbeitet  von 
B.  Crome.  hervorzuheben  sind  die  artikel:  stock  (38  spalten), 
dessen  Zusammensetzungen  den  größten  teil  der  lieferung  füllen, 
stocken,  stoff  (20  spalten),   das  noch  nicht  zu  ende  geführt  ist. 

dass.,  11.  bds.,  3.  abt,,  3.  lief,  imbequem — unerfreulich,  bearb. 
von    K.    Euling.      besonders    ausführlich    behandelt    ist    und    auf 

11* 


164  A'III.   Nenhochdeutsclie  spräche. 

24  spalten;  der  übrige  teil  der  lieferung  verteilt  sich  der  Sachlage 
nach  auf  kleinere  artikel. 

dass.,  12.  bds.,  1.  abt.,  11.  lief,  versuch — vertreten,  bearb.  von 
M.  Leopold,  auch  in  dieser  lieferung  verteilt  sich  der  stoff  auf 
zahlreiche  komposita,  unter  denen  versuchen,  verteilen,  vertrag,  ver- 
tragen,  vertrauen,  vertreiben  größeren  räum  einnehmen. 

dass.,  14.  bds.,  1.  abt.,  3.  lief,  tvehtag — weiche,  bearb.  von 
A.  Grötze.  eine  durch  viele  sprach-  und  sachgeschichtlich  inter- 
essante artikel  ausgezeichnete  lieferung  vgl.  iveih  auf  45  spalten 
und  seine  Zusammensetzungen,  iveich  auf  19  spalten,  iveichbild,  das 
als  rechtswort  'ortsrecht'  (zu  tveich  'siedlung'  und  bil-  in  bil-lih  'ge- 
recht',  un-bil  'ungerecht')  gedeutet  wird. 

dass.,  16.  bds.,  1.  lief,  zobel — zu,  bearb,  von  G.  ßosenhagen. 
umfänglicher  sind  die  artikel  zoll  (15  spalten)  mit  zahlreichen  Zu- 
sammensetzungen, zopf,  gorn  (16  spalten),  zu  (bisher  18  spalten), 
das  noch  unvollendet  ist. 

92.  Fr.  Kluge,  Etymologisches  Wörterbuch  der  deutschen 
spräche.  8.  auf).  1. — 2.  lief.  Straßburg,  K.  J.  Trübner.  1914. 
in  der  vorrede  hebt  vf.  hervor,  daß  die  aufgaben  eines  deutschen 
Wörterbuchs  nicht  mehr  so  einfach  seien  wie  vor  30  jähren,  als 
die  1.  aufl.  erschien,  damals  war  der  gesichtspunkt  der  Urver- 
wandtschaft mit  andern  idg.  sprachen  für  vf.  maßgebend,  heute 
tritt  die  geschichtliche  Wortbetrachtung  mehr  in  den  Vordergrund, 
jedem  wort  müsse  ein  platz  in  der  geschichte  der  spräche  ange- 
wiesen werden  und  darin  liegt  die  größte  Schwierigkeit.  —  diesem 
Programm  entsprechend  zeigt  die  neue  aufläge  überall  die  umge- 
staltende hand  des  viel  erfahrenen  forschers.  auch  fremdwörter 
sind  in  erhöhtem  maße  nunmehr,  auch  nach  ihrem  ersten  auftreten 
verzeichnet  und  etymologisch  klargestellt. 

93.  A.  Schlessings  deutscher  Wortschatz.  5.  aufl.  neu 
bearb.  von  H.  Wehrle.  Eßlingen,  Neff.  1914.  —  bespr.  von 
Streicher,  ZSprV.  29,116—117. 

94.  P.  F.  L.  Hoffmann,  Wörterbuch  der  deutschen  spräche, 
nach  dem  Standpunkte  ihrer  heutigen  ausbildung  neu  bearb.  von 
G.  Mohr.  8.  aufl.  Leipzig,  F.  Brandstetter.  1914.  620  s.  — 
die  neue  aufläge  bringt  außer  Verbesserungen  im  einzelnen  keine 
wesentlichen  Veränderungen  in  der  bewährten  anläge  des  werkes. 
es  vereinigt  auf  verhältnismäßig  kleinem  räum  eine  große  stoff- 
menge, vielleicht  dürfte  sich  bei  einer  neuauflage  die  aufnähme 
neuerer  termini,  wie  flieger,  flugzeug,  eindecker  usw.  empfehlen,  zu- 
mal das  werk  auch  im  ausländ  sehr  verbreitet  ist  und  erfahrungs- 
gemäß gerade  solche  benutzer,  die  unserer  muttersprache  fremd 
gegenüberstehen,  für  den  heutigen  Sprachgebrauch  das  meiste  Inter- 
esse haben. 


^'ill.    G.  Wortforschuijg.  165 

95.  Job.  Grießmann,  Die  gebräuchlichsten  fremdwörter  in 
etymologisch  geordneten  gruppen.  4.  aufl.  Bamberg,  C.  C.  Buchner. 
1914.  178  s.  —  ein  recht  brauchbares  werkchen,  das  den  be- 
handelten Stoff  nach  den  sprachen  (Griechisch,  Lateinisch,  Fran- 
zösisch) gruppiert,  aus  denen  das  fremdwort  stammt,  innerhalb  der 
beiden  klassischen  sprachen  werden  die  fremdwörter  nach  alpha- 
betisch geordneten  wortstämmen  untergebracht,  ein  alphabetisches 
hauptregister  auf  über  50  selten  mit  hinweisen  ermöglicht  es  die 
behandelten  Wörter  aufzufinden. 

96.  Schon  in  früheren  Jahrgängen  verzeichnet:  1.  Weigand- 
Hirt,  Deutsches  Wörterbuch.  5.  aufl.  bd.  2  (vgl.  Jsb.  1910,8,102); 
bespr.  von  S.  Feist,  Archiv  132,181—182.  —  2.  R.  Loewe, 
Deutsches  Wörterbuch  (vgl.  Jsb.  1910,8,104);  bespr.  von  J.  Janko, 
Idg,  anz.  33,14—15.  —  3.  K.  Bergmann,  Der  deutsche  Wort- 
schatz (vgl.  Jsb.  1912,8,79);  bespr.  von  H.  Schneider,  BfGw. 
50,339  und  S.  Feist,  Archiv  131,459.  —  4.  Alfr.  Götze,  Früh- 
neuhochdeutsches glossar  (vgl.  Jsb.  1912,8,78);  bespr.  von  0.  Be- 
haghel,  Litbl.  35,382—383  und  A.  M.  Wagner,  ZfdU.  28,367. 
—  5.  H.  Schulz,  Deutsches  fremdwörterbuch.  1.  bd.  (vgl.  Jsb.  1913, 
8,109);  bespr.  von  A.  Matthias,  Mtschr.  13,185  und  Cbl.  65,481. 

c)  Einzelnes. 

97.  Erich  Gutmacher,  Miszellen  zur  wortkunde.  Beitr.  40, 
151 — 156.  —  darunter  folgende  nhd.  worte  und  redensarten: 
1.  flöten  gehen  (stammt  aus  dem  holländischen  fluiten  [=  urinieren] 
gaan).  2.  zu  sieg.  5.  lamie.  8.  maulaffen  feilhalten.  9.  hei  jmd. 
einen  stein  im  hrett  haben.  10.  vom  stengel  fallen.  11,  aufhorchen — 
aufJiÖren. 

98.  B.  Schmidt,  Ganz.  Idg.  forsch.  33,313 — 332.  —  zu 
gr.  xavdavw  'klaffe',  xavdov  'geräumig'  (Od.  (f  294)  vgl.  me.  gaunt 
'schlank,  hager',  ne.  'gierig,  hungrig' ;  idg.  grf.  *gha7idöm  adv.  'klaffend'. 

99.  A.  Lindqvist,  Nhd.  schwanen.  Beitr.  39,398 — 402.  — 
gegen  0.  Behaghel's  beanstandung  (Jsb.  1913,8,88  a)  seiner  deutung 
des  woi-ts  aus  md.  es  weinet  mir  (Jsb.  1912,8,89).  es  sei  nicht 
auffallender,  daß  in  swänen  ä  nicht  zu  ö  geworden  wäre  wie  im 
subst.  nhd.  wahn  u.  a.  ä  wurde  auch  durch  die  assoziation  mit  es 
ahnt  mir  und  mit  schivan  erhalten,  die  unpersönliche  konstruktion  es 
wänet  mir  sei  von  ihm  gut  nachgewiesen,  das  sog.  Behagheische 
lautgesetz  (gesch.  d.  d.  spr.  3,218;  sw  <Ci  iv)  sei  nur  durch 
siver  <^  wer  gestützt,  eine  form,  die  sich  auch  durch  den  ersatz 
des  älteren  relativs  durch  das  interrogativ  erklären  lasse. 

100.  E.  Fabricius,  Der  name  Pfahl.  Kbl.  7,1—6.  — 
wendet  sich  gegen  den  versuch  von  archäologen  Pfahl  von  lat. 
Valium  abzuleiten,     es  ist  aus  lat.  paliis  entlehnt. 


166  VIII.    Neuhochdeutsche  spräche. 

101.  C  Liederwald,  Der  begriff  edel  bei  Goethe,  diss, 
Greifswald   1914.     171   s. 

102.  J.  A.  Walz,  Heil!  ZfdWortf.  15,157  —  174.  —  Gott- 
sched wendet  sich  gegen  den  gebrauch,  aber  seit  Klopstock  ist  er 
häufig.  Adelung  billigt  ihn.  altgerm.  adj.  heil  bildet  seine  grund- 
lage,  aber  es  war  früh  im  mhd.  ausgestorben;  im  Englischen  und 
in  den  skand.  sprachen  hielt  es  sich  bis  in  die  neuzeit.  in  den 
vorlutherischen  bibeln  steht  gegrügit  =  lat.  ave.  subst.  heil  mit 
dativ  ist  im  mhd.  und  frühnhd.  öfter  belegt,  im  17. — 18.  jahrh. 
nicht  mehr.  engl,  hau  bei  Milton  gibt  Bodmer  mit  gegrüßt  wieder, 
an  zwei  stellen  hat  er  heil  mit  dir.  aus  dem  Englischen  hat  Klop- 
stock sein:  heil  mir!  nicht  entlehnt,  es  ist  segensformel,  selten  gruß- 
formel  und  entstammt  der  religiösen  spräche. 

103.  N.  0.  Heinertz,  Nhd.  felher  und  verwandtes.  ZfdWortf. 
15,240 — 243.  —  vf.  behandelt  die  Verwendung  de»  Suffixes  nhd. 
-er  aus  lat.  -arius  zur  bildung  von  namen  frucht-  oder  blumen- 
erzeugender pflanzen,  besonders  im  mndl.  eine  entlehnung  aus  dem 
frz.  (z.  b.  pommier)  hält  er  für  ausgeschlossen,  denn  nhd.  felher: 
felhe  '^  ahd.  felawa  'weide',  vehvdre  'weidenbaum'  ist  eine  alte 
bildung;  vgl.  ahd.  alhäri,  nhd.  alher  'weißpappel'.  in  Ortsnamen 
sind  die  pflanzennamen  auf  -er  auch  sonst  nachweisbar:  Asper ^ 
Hasler  usw.  (schweiz.  u.  Schwab.),  auch  dat.  plur,  Affoltern,  Bir- 
cheren  usw.  viele  derartige  na,men  auf  -ler  sind  analogiebildungen 
nach  namen  mit  apfel  und  hasel  im  stamm. 

104.  0.  Giemen,  Scherflein.  ZfdWortf.  15,277—278.  — 
vgl.  W.  Brückner,  ZfdWortf,  13,152.  gemeingut  wird  das  wort 
durch  M.  Luthers:  sein  scherflein  beitragen  (vgl.  Ov ermann,  Zs, 
d.  ver.  f.  kirchengeschichte  in  Sachsen  10,116  f.).  in  Erfurt  wurde 
um  1500  ein  ^/^  pfennig  geprägt,  der  scher f  hieß. 

105.  Eritz  Schramm,  Schlagworte  der  Alamodezeit.  ZfdWortf. 
Beih.  zu  bd.   15. 

H.   Kulturgeschichtliches. 

106.  K.  Bergmann,  Die  Sprachwissenschaft  im  dienste  der 
kulturgeschichte.  ZfdU.  28,679—690.  —  vf.  behandelt  in  den 
abschnitten:  1.  Religion,  2.  Siedelungen,  3.  EamiUe,  4.  Hausbau, 
5.  Landwirtschaft,  6.  Handel  und  verkehr,  7.  Zeitrechnung  auf 
grund  von  Schrader  und  Hirt  die  ergebnisse  der  sprachlichen 
archäologie  für  die  idg.  und  germ.  urzeit. 

107.  W.  Ganzenmüller,  Die  empfindsame  naturbetrachtung 
im  mittelalter.     AKultG.  12,195—228. 

108.  Schon  früher  besprochen:  1.  Frz.  Seiler,-  Die  entwick- 
lung  der  deutschen  kultur.    4.  teil,  2.  abschn.  (vgl.  Jsb.  1912,8,124); 


IX.   A,  Literaturgeschichte.  167 

bespr.  von  G.  Binz,  ZfdPh.  45,521—522.  1.  band.  3.  aufl.  (vgl. 
Jsb.  1913,8,112);  bespr.  von  0.  Weise,  ZfdU.  28,456—457  und 
Sokrates  2,353—356  sowie  H.  Michel,  ZfVk.  24,210—211.  — 
2.  Gg.  Steinhausen,  Geschichte  der  deutschen  kultur  (vgl.  Jsb. 
1913,8,111);   bespr.  von  p.,  Cbl.  65,209. 

Sigmund  Feist. 


IX.   Neuhochdeutsche  literatur. 

A.  Literaturgeschichte.  —  B.  Denkmäler  von  1450 — 1624. 

A.   Literaturgeschichte. 

1.  Jahresberichte  für  neuere  deutsche  literaturgeschichte,  hrsg. 
von  J.  Elias,    M.  Osborn,    W.  Fabian,    K.  Jahn,    L.  Krähe, 

F.  Deibel,  M.  Morris,  22.— 23.  bd.  (1911  —  1912),  2.  Text  und 
register.     Berlin-Steglitz,    B.  Behr.     VIII,    s.   569—1115.     40  m. 

—  s.  685  Von  der  mitte  des  15.  bis  zum  anfang  des  17.  Jahr- 
hunderts.   W.  Stolze,  Allgemeines.  —  701  R.  Buchwald,  Lyrik. 

—  708  G.  Kohfeldt,    Epos.   —   712    W.  Creizenach,    Drama. 

—  715  G.  Kohfeldt,  Didaktik.  —  721.  F.  Cohrs,  Luther  und 
die  reformation.  —  734  P,  Lehmann,  Humanisten  und  neu- 
lateiner. 

2.  A.  M.  Wagner,  Das  16.  Jahrhundert,  literaturbericht 
1912—1913.     ZfdU.  28,367—373. 

3.  J.  Schairer,  Das  religiöse  Volksleben  am  ausgang  des 
mittelalters  nach  Augsburger  quellen.  Leipzig,  Teubner.  VII, 136  s. 
4  m.     (Beiträge    zur    kulturgeschichte    des    mittelalters.)    —    rec. 

G.  Bessert,  Theol.  Iz.  1914,592  f.  0.  Giemen,  ZfKg.  35,304  f. 
H.  Preuß,  Theol.  litbl._  1914,271. 

4.  L.  Pfleger,  Über  das  elsässische  predigtwesen  im  mittel- 
alter.     Elsäss.  mtschr.  4,529—538. 

5.  A.  Kober,  Zur  geschichte  der  deutschen  Mariendichtung. 
ZfdU.  28,595—619.  691—700. 

6.  J.  Klapper,  Das  deutsche  privatgebet  im  ausgehenden 
mittelalter.  Protokolle  der  hauptversammlung  der  deutschen  ge- 
schichtsvereine  in  Breslau  1913  (Berlin,  Mittler)  s.  215 — 223. 

7.  P.  Merker,  Die  tischzuchtenliteratur  des  12. — 16.  jahrh. 
Leipzig,  Hiersemann.  1913.  52  s.  (Mitt.  der  dt.  ges.  in  Leipzig 
11,1.)  rec.  Zbl.  1914,1554.  —  hierzu  gehört  auch  W.  de  Vreese, 
Die  oudt  wijsman  leert  den   jonghelinck.     Volkskunde  25,17 — 20. 

8.  J.  Luther,  Die  titeleinfassungen  der  reformationszeit. 
3.  lief.     Leipzig,  R.  Haupt.    1913.     50  taf.,  7   s.     25  m. 


IQQ  IX.    Neuhochdeutsche  literat-ur. 

9.  J.  Luther,  Die  schnellarbeit  der  Wittenberger  buch- 
druckerpressen  in  der  reformationszeit  (aus  Zbl.  f.  bibl.  1914). 
Leipzig,  Harassowitz.     23  s.     1  m.     s.  nr.  92. 

B.  Denkmäler  Ton  1450—1624. 

AlberiiS.  10.  E.  Körner,  Erasmus  Albers  lehre  von  der 
ehe.     N.  kirchl.  zs.   1914,1,75—84.   130—156. 

Bibel.  10 a.  H.  Vollmer,  Ober-  und  mitteldeutsche  historien- 
bibeln.  Berlin,  Weidmann.  1912.  VII,214  s.  12  m.  (=  Materia- 
lien zur  bibelgeschichte  und  religiösen  Volkskunde  des  mittelalters  1.) 
—  reo.  0.  Giemen,  Theol.  Iz.  1913,462.  H.  Schlosser,  Theol. 
litbl.  1913,508.  G.  Ficker,  Theol.  rundschau  1913,225.  A.  Risch, 
DLz.  1913,2129—2133.  E.  Herr,  Zbl.  1914,170  f.  C.  Bor<5h- 
ling,  Mtschr.   1914,263. 

Blaurer.  11.  E.  Spitta,  Wie  die  Konstanzer  reformatoren 
A.  Blaurer  und  J.  Zwick  über  rechte  Vorbereitung  auf  den  tod 
gepredigt  und  gedichtet  haben  (1541).  Mtschr.  f.  gottesdienst 
19,333—336. 

Brant.  12.  Sebastian  B ran t,  Das narrenschj^ff  (Basel  1494). 
faksimiledruck  für  die  gesellschaft  der  bibliophilen  hrsg.  von 
H.  Kögler.     Basel  1913.     312  s.     4». 

Bucer,  13.  G.  Anrieh,  Martin  Bucer.  Straßburg,  Trübner. 
147  s.  2,75  m.  —  rec.  0.  Giemen,  ,ZfKg.  35,600.  H.  Preuß, 
Theol.  litbl.  1914,438  f. 

14.  A.  Lienhard,  Martin  Butzer,  der  elsässische  refor- 
mator  und  mitarbeiter  Luthers.     Straßburg,  Heitz.    31s.     0,30  m. 

15.  J.  Eicker,  Bildnisse  der  Straßburger  reformation.  Straß - 
bürg,  Trübner.      13  taf.,  20  s.     4  m. 

Dürer.  16.  A.  Dürer,  Tagebuch  der  reise  in  die  Nieder- 
lande,    Leipzig,  Inselverlag.     95  s.     0,50  m. 

Eck.  17.  A.  Brandt,  Johann  Ecks  predigttätigkeit  an 
u.  1.  frau  zu  Ingolstadt  (1525—1542).  Münster,  Aschendorff. 
XII,239  s.  6,40  m.  —  rec.  L.  Theobald,  Theol.  litbl.  1914, 
491  f. 

Eulenspiegel.  18.  0.  v.  Schaching,  Till  Eulenspiegel, 
96  seiner  geschichten.     Regensburg,  Habbel.     63  s.    geb.   2,50  m. 

Ewiger  Jude.  19.  L.  Neubaur,  Zur  geschichte  und  biblio- 
graphie  des  Volksbuchs  von  Ahasverus.  Zs.  f.  bücherfreunde  n.  f. 
5,211—223.  —  vgl.  F.  Boehm,  ZfVk.  24,434. 

Fabri.  20.  M.  Haussier,  Felix  Fabri  aus  Ulm  und  seine 
Stellung  zum  geistigen  leben  seiner  zeit.  Leipzig,  Teubner.  VII, 
119  8.     4  m.  —  rec.  0.  Giemen,  ZfKg.  35,480. 


IX.    B.  Denkmäler.  169 

Faustbucli.  21.  Das  Volksbuch  vom  doktor  Faust  nach  der 
um  die  Erfurter  geschichten  vermehrten  fassung  hrsg.  und  einge- 
leitet von  J.  Fritz.  Halle,  Niemeyer.  XLIV,134  s.  3  m.  — 
der  nach  einer  ausgäbe  o.  o.  1589  und  nach  einer  o.  j.  wieder- 
gegebene text  beruht  auf  einem  verlorenen  drucke,  der  nach  dem 
erhaltenen  titelholzschnitt  nach  Straßburg  1588  angesetzt  wird. 
die  hier  zum  ersten  male  erscheinenden  6  Erfurter  kapitel  druckte 
Petsch  1911  s.  147  nach  einer  späteren  ausgäbe  von  1589  ab. 
sorgsame  Untersuchungen  des  herausgebers  bereichern  die  biblio- 
graphie  der  sippen  C  und  D  des  Eaustbuches.  —  rec.  G.  W., 
ZfBücherfr.  n.  f.  6,1,244.  S.,  Revue  germ.  10,527  f.  J.  F.,  GRMon. 
6,428  f. 

22.  F.  Babinger,  Der  geschichtliche  Faust.  Alemannia  41, 
152—156. 

23.  A.  Becker,  Doktor  Faust  und  Speyer.  Pfalz,  museum 
1914(2).  auch  besonders.  Kaiserslautern,  Kayser.  8  s.  4^.  1  m. 
—  vgl.  A.  B.,  GRMon.  6,428. 

24.  R.  Blume,  Die  quelle  der  berichte  der  Zimmerischen 
chronik  und  der  Volksbücher  vom  Faust.  Schau-ins-land  40.  (sonder- 
abdruck,  10  s.  4*^.)  —  Die  gestalten  in  dem  ältesten  Volksbuch 
vom  Faust  und  ihre  beziehungen  zu  Staufen  im  Breisgau.  ebd.  41, 
37—56. 

25.  R.  Petsch,  Lercheimer  und  das  Faustbuch.  Beitr.  39, 
175 — 188.  —  verteidigt  gegen  E.  Wolff  (1912)  seine  auffassung 
von  der  Vorgeschichte  des  Faustbuches;  Lercheimer  habe  das  Faust- 
buch erst  in  der  gedruckten  fassung  von  1587  kennen  gelernt, 
nicht  in  einer  hsl.  Vorstufe. 

26.  G.  Heinrich,  Faust,  irodalomtörteneti  czikkek.  Buda- 
pest, Franklin-gesellschaft.  IV, 258  s.  6  kr.  —  von  den  acht 
hier  vereinigten  aufsätzen  gehören  die  drei  ersten  her:  Das  Volks- 
buch und  der  geschichtliche  Faust;  Faustartige  gestalten  vor  Faust; 
Faust  im   17.  Jahrhundert,   Marlowe. 

FlllgSChrifteil.  27.  Th.  Lorentzen,  Zwei  flugschriften 
aus  der  zeit  Maximilians  L     Neue  Heidelb.  jb.   17,139  —  218. 

28.  P.  Roth,  Die  neuen  zeitungen  in  Deutschland  im  15.  und 
16.  jahrh.  Leipzig,  Teubner.  86  s.  4^  5  m.  (Preisschriften 
hrsg.  von  der  fürstl.  Jablonowskischen  gesellschaft,  geschichtliche 
Sektion  nr.  25.)  —  rec.  M.  Spahn,  DLz.  1914,1797—1804. 
1861—1869. 

29.  G.  Kawerau,  Ein  pasquill  auf  propst  G.  Buchholzer 
(1549).     Jahrb.  f.  brandenb.  kirchgesch.   9—10,   386—390. 

30.  0.  Lauffer,  Der  komet  im  Volksglauben.  Protokolle 
der  hauptvers.  des  gesamtvereins  der  dt.  geschichtsvereine  in 
Breslau  1913  (Berlin,  Mittler)  s.  255—258. 


170  IX-    Neuhochdeutsclie  literatur. 

Geugenbach.  31.  F.  Stütz,  Die  technik  der  kurzen  reirn- 
paare  des  Pampliilus  öengenbach.  Straßburg,  Trübner.  1912. 
(Jsb.  1912,5,4G.)  rec.  E.  Buchwald,  Zbl.  1914,105  f.  P.  Haber- 
mann, DLz.  1914,805—807. 

Grosch.  32.  L.  Jacobsen,  Joh.  Groscli'  Trostsprüche  hrsg. 
von  Veit  Dietrich.     ZfKg.  35,403—413. 

Hamelmaim.  33.  H.  Hamelmann,  Geschichtliche  werke 
bd.  2:  Reformationsgeschichte  Westfalens  hrsg.  von  K.  Löffler, 
mit  einer  Untersuchung  über  Hamelmanns  leben  und  werke  und 
einem  bildnisse.  Münster,  Aschendorf  f.  1913.  LXXXIV,443  s. 
12  m.  —  rec.  0.  Lerche,  Theol.  litztg.  1914,525  f.  0.  Giemen, 
ZfKg.  35,142. 

Harff.  34.  H.  Stumme,  Das  arabische  und  das  türkische 
bei  ritter  Arnold  von  Harff.  Festschrift  für  E.  Windisch  (Leipzig, 
Harrassowitz)  s.  127 — 137.  —  die  115  arabischen  Wörter  und 
Sätze  sind  palästinensisches  arabisch,  die  56  türkischen  meist  dem 
dialekt  von  Konstantinopel  entlehnt,  enthalten  aber  viele  mißver- 
ständnisse  und  arabische  Wörter. 

Hartlieb.  35.  Dora  Ulm,  Johann  Hartliebs  buch  aller  ver- 
botenen kunst,  untersucht  und  herausgegeben.  Halle,  Niemeyer. 
LXVIII,76  s.  4  m.  —  die  1456  auf  veranlassung  des  raarkgrafen 
Johann  von  Brandenburg  abgefaßte  schrift  wider  die  Zauberei  und 
den  aberglauben  ist  nach  dem  von  der  Augsburgerin  Glara  Hätz- 
lerin  geschriebenen  Heidelberger  cod.  pal.  478  herausgegeben, 
unter  vergleichung  einer  Dresdener  und  einer  Wolfenbüttler  hs. 
die  einleitung  handelt  von  den  quellen  (Clavicula  Salomonis,  Thebit, 
Luipoldus  de  Austria,  Arnold  von  Novavilla,  Rasiel  usw.),  den 
schwäbischen  und  bairischen  sprachformen,  dem  wertschätz  und 
stil,  ohne  den  Inhalt  genauer  zu  besprechen  (kap.  12  eine  legende 
aus  Gaesarius,  44  von  losbüchern,  71  Roland,  79  atzmann,  86  zauber- 
spiegel,  96  bleigießen,   103  Zigeuner  u.  a.).     ein  register  fehlt. 

36.  E.  Travnik,  Über  eine  Raaber  hs.  des  Hartliebschen 
Alexanderbuches.     Münchener  museum  2,211 — 221. 

37.  H.  Poppen,  Das  Alexanderbuch  Johann  Hartliebs  und 
seine  quelle,     diss.      Heidelberg.     80  s. 

Hasentödter.  38.  0.  Günther,  Hans  Hasentödter,  ein 
preußischer  poet  des  16.  jahrhs.  Zs.  d.  westpreuß.  geschichtsv. 
55,1—48.  182  f.  —  der  Hesse  Hasentödter  (1517—1586),  1562 
Sänger  der  hofkapelle  zu  Königsberg  und  1572  kanzlist  in  Danzig, 
hat  außer  seiner  1569  gedruckten  gereimten  Ghronica  auch  einige 
historische  und  geistliche  lieder  hinterlassen,  die  G.  aus  dem 
Danziger  autographon  zum  teil  wiedergibt:  s.  20  vier  deutsche 
chorlieder  aus  dem   1563/64   in  Königsberg   aufgeführten  Hecastus 


IX.    B,  Denkmäler.  171 

des  Macropedius,  s.  32  ein  lied  an  die  Artusbrüder  zu  Königsberg, 
s.  37  ein  loblied  auf  die  kürschner,  s.  29  '0  Riga  halt  dich  feste', 
s.  47   '0  Dantzig  halt  dich  feste',    s.  43    wider  die  Flacianer  u.  a. 

Historie  von  Tier  kaufmännern.  39.  K.  Mechel,  Die 
historie  von  vier  kaufmännern  (le  cycle  de  la  gageure)  und  deren 
dramatische  bearbeitungen  in  der  deutschen  literatur  des  16.  und 
17.  jahrh.  diss.  Halle.  IX,65  s.  —  die  1484  erschienene  historie 
behandelt  denselben  stoff  wie  Boccaccios  decameron  2,9,  ist  aber 
aus  dessen  verlorener,  vermutlich  französischer  quelle  geflossen, 
M.  zählt  die  drucke  und  die  nid.,  englischen  und  dänischen  Über- 
tragungen auf  und  bespricht  ausführlicher  die  dramen  von  H.  Sachs 
(1548),  Liebholdt  (1596),  Kongehl  (1683),  Ayrer  und  Shakespeare. 

Hohenlohe.  40.  Sigm.  v.  Hohenlohe,  Kreuzbüchlein  1523, 
neu  hrsg.  von  J.  Ficker.  Straßburg,  Trübner.  1913.  XLVI,23  s. 
mit  4  taf.  4,50  m.  —  rec.  G-.  Bossert,  Theol.  Iz.  1914,524  f. 
G.  Buchwald,  Theol.  litbl.   1914,163  und  DLz.   1914,2112  f. 

HÖrttner.  41.  H.  Bächtold,  Zwei  schweizerische  hoch- 
zeiten  des  16.  jahrh.  Schweizer,  archiv  f.  volksk.  18,7 — 20.  — 
druckt  s.  13 — 20  einen  gereimten  lobspruch  teilweise  ab,  den  der 
maier  Joseph  Hörttner  aus  Innsbruck  1590  auf  die  hochzeit  Philipps 
von  Stäffis  dichtete. 

Hubert.  42.  F.  Spitta,  Der  Ursprung  des  Hubertschen 
liedes  'Dieweil  wir  sind  versammlet'.  Mtschr.  f.  gottesdienst  19, 
247—249. 

Hubmaier.  43.  C.  Sachsse,  D.  Balthasar  Hubmaier  als 
theologe.  Berlin,  Trowitzsch  u.  söhn.  XVI,274  s.  10,40  m.  — 
rec.  H.  Preuß,  Theol.  litbl.  1914,467—469.  H.  Kropatschek, 
ZfKg.  35,602  f. 

Hütten.  44.  G.  Eskuche,  Rachelieder  Ulrichs  von  Hütten 
gegen  den  Greifswalder  bürgermeister  Lotze  und  dessen  söhn,  ver- 
deutscht.    Hessenland  28,73  f.  85  f. 

45.  D.  F.  Strauß,  Ulrich  von  Hütten,  neu  hrsg.  von 
O.  Giemen.     Leipzig,  Inselverlag.     527  s.,  35  taf.      12  m. 

Earlstadt.  46.  W.  Friedensburg,  Der  verzieht  Karl- 
stadts  auf  das  Wittenberger  archidiakonat  und  die  pfarre  in  Orla- 
münde  (1524  juni).     Archiv  f.  refgesch.   11,69 — 72. 

Kirchenlied.^)  47.  A.  Schmeck,  Die  literatur  des  evan- 
gelischen und  katholischen  kirchenliedes  im  jähre  1912  mit  nach- 
tragen und  berichtigungen  zu  Bäumkers  vier  bänden  über  das 
katholische  deutsche  kirchenlied.  Düsseldorf,  Schwann.  1913. 
VII,156  s.     2,80  m.  —  reo.  V.  Hertel,  DLz.   1914,1941  f. 


^)  vgl.  nr.  10  Alberus,  11  Blaurer,  42  Hubert,  115  Sattler,  122  Spangen- 
berg.  126  Speratus,  135  Weisse. 


172  IX.    Neuhochdeutsche  Literatur. 

48.  D.  V.  d.  Hey  dt,  Der  einfluß  der  reformation  auf  das 
katholische  deutsche  kirchenlied.  Dt.  evangelisch  1914,2,80 — 91. 
—  rec.  Archiv  f.  refgesch.   11,149  f. 

49.  Enchiridion  geistlicher  gesänge  .  .  .  das  erste  Leipziger 
gesangbuch  von  Michael  Blume  (Leipzig  1530).  Geschichtliches 
und  textkritische  anmerkuugen  von  H,  Hof  mann.  Leipzig, 
Quelle  &  Meyer.     2  bl,   113,30  s.  —  rec.  Bess,   ZfKg.  35,597  f. 

50.  0.  Giemen,  Drei  unbekannte  reformatorische  lieder. 
Archiv  f.  refgesch.   11,291—301. 

51.  B.  Claußen,  Ein  gesangbuch  Hans  Luffts  v.  j.  1538. 
Mtschr.  f.  gottesdienst  19,184  f.  —  Verzeichnis  der  60  lieder  nach 
dem  erhaltenen  letzten  bogen. 

52.  F.  Spitta,  Die  melodie  'Ein  feste  bürg'  in  den  täufer- 
liedern  des  16.  jahrh.     ebd.   19,310—312. 

53.  J.  Plaß,  An  die  deutsche  nation.  volkstümliche  weise, 
aus  der  kunstform  des  16.  jahrh.  hergestellt  (Frisch  auf  in  gottes 
namen).     ebd.   19,332. 

54.  J.  Zahn,  Kirchengesänge  aus  dem  16.  und  17.  jahrh. 
für  den  männerchor  gesammelt  und  bearb.  2.  hälfte.  3.  aufl, 
Gütersloh,  Bertelsmann.     IV, 88  s.      1,80  m. 

Kurzmann.  55.  L.  Gauby,  Andreas  Kurzmann,  ein  bei- 
trag  zur  Sprachgeschichte  des  15.  jahrh.    1.  teil,    progr.    Graz.    18  s. 

Laiebuch.  56.  Das  Laiebuch  (1597),  mit  den  abweichungen 
und  erweiterungen  der  Schiltbürger  (1598)  und  des  Grillen  vertreib  ers 
(1603),  hrsg.  von  K.  v.  Bahder.  Halle,  Niemeyer.  LXXVII, 
199  s.  2,40  m.  (Neudrucke  dt.  literaturwerke  nr.  236—239.)  — 
der  ungenannte  Verfasser  des  Laiebuches  war,  wie  B.  aus  dem 
Wortschatz  und  dem  Straßburger  ietternmaterial  des  druckes  über- 
zeugend erweist,  ein  Elsässer  und  zwar  ein  gelehrter,  wie  sich  sein 
buch  auch  den  denkmälern  des  gelehrtenhumors  anreiht,  für  den 
Frankfurter  buchdrucker  Paul  Brachfeld  verfaßte  dann  ein  Wester- 
wälder  oder  Oberhesse  die  beiden  Umarbeitungen  von  1598  und 
1603,  in  denen  statt  der  allgemein  bezeichneten  narrren  (lalen)  die 
bewohner  des  meißnischen  Schiida  eingeführt  werden,  mit  diesen 
feststellungen  hat  B.,  der  auch  die  komposition  und  die  schwank- 
quellen des  buches  sorgfältig  darlegt,  die  forschung  weit  über 
E.  Schröder  und  E,  Jeep  (1890)  hinaus  gefördert,  die  zusätze  der 
ausgaben  B  und  W  sind  auf  s.  147 — 198,  die  textabweichungen 
am  fuß  der  seiten  mitgeteilt;  nicht  wiederholt  werden  die  in  A 
angehängten  'Neuwen  zeytungen  auß  der  gantzen  weit',  die  J.  M. 
Wagner  in  der  ZfdA.   16,437   abgedruckt  hat. 

Lercheimer,     oben  9,25  R.  Petsch. 


IX.   B.  Denkmäler.  I73 

Luther.  Bibliographie.  58.  0,  Giemen,  Walther  Köhler, 
K.  Völker,  Kirchengeschiclite  von  1517  bis  1648.  Theol.  jsb. 
bd.  32  (bericht  über  1912),  tl.  I  (abt.IV;  Leipzig  1914),  s.  553— 687; 
Luther  im  besonderen  ebd.  s.  607 — 621. 

59.  W.  Kühler,  Neuere  kirchengeschichte  (Reformationszeit) 
L  IL  Theol.  rundschau  17(1914),249— 261  u.  297  —  307.  —  be- 
spricht u.  a.:  Luthers  werke  in  auswahl,  hrsg.  von  0.  Giemen. 
1912—1913;  A.  Hausrath,  Luthers  leben,  bd.  1.  3.  aufl.  1913; 
G-.  Buchwald,  Dr.  Martin  Luther.  2.  aufl.  1914;  H.  Böhmer, 
Luther  im  lichte  der  neueren  forschung.  3.  aufl.  1914;  0.  Stiller, 
Luther  u.  Zwingli,  1913;'  M.  Luther,  Von  der  freiheit  eines 
Christenmenschen.  1913;  P.  Kalkoff,  Zu  Luthers  römischem 
prozeß.  1912;  B.  Grabinski,  Wie  ist  Luther  gestorben?  1913. 
(ein  trauriges  mach  werk.) 

60.  Luther  und  die  reformation.  bericht  über  1911  und 
1912.  Jahresberichte  für  neuere  deutsche  literaturgeschichte  bd.  22/23, 
IL  (Berlin-Steglitz  1914.)    text  von  Ferdinand  Gohrs,  s.  721—734. 

61.  Reformation  und  gegenreformation  (1500 — 1648).  notizen 
und  nachrichten.  Hist.  zs.  112(=  3.  f.,  bd.  16;  1914),  198—205, 
438—445,  666—674;  113(=  3.  f.,  bd.  17;  1914),  202  —  209, 
440—447,  671—675. 

62.  [Walter  Friedensburg,]  Neuerscheinungen.  Archiv  f. 
ref.-gesch.   11(1914),  s.  73—80,  159  f.,   233—240,  319  f. 

63.  Ders.,  Aus  Zeitschriften  (regesten  über  die  in  Zeitschriften 
erschienenen  aufsätze).     ebd.    s.   148—159,    230—233,    310—319. 

Werke.  64,  D.  Martin  Luthers  Werke,  kritische  gesamt- 
ausgabe.  bd.  40,  abt.  IL;  50;  Die  deutsche  bibel,  bd.  5.  Weimar, 
Böhlau.  1914.  —  bd.  40,IL  VI,615  s.  19  m.;  bd.  50.  IX,690  s. 
21,20  m.;  Die  deutsche  bibel.  bd.  5.  XXIX,804  s.  25,60  m.— 
von  den  drei  unter  Karl  Dreschers  leitung  im  berichtsjahr  er- 
schienenen bänden  enthält  bd.  40,11  den  Schluß  der  in  bd.  40,1 
begonnenen  Galatervorlesung  des  Jahres  1531  (erschienen  1535), 
dazu  Vorlesungen  über  die  psalmen  2,  51  und  45  (erschienen  1546, 
1538,  1533),  von  A.  Freitag  bearbeitet,  mit  germanistischen  be- 
merkungen,  Worterklärungen  usw.  von  0.  Brenner,  und  den  biblio- 
graphien  von  J.  Luther.  —  bd.  50  bringt  die  Schriften  Luthers 
aus  den  jähren  1536 — 1539,  in  der  hauptsache  von  0.  Giemen 
bearbeitet,  einzelne  von  0.  Brenner,  F.  Gohrs,  G.  Kawerau, 
G.  Koffmane,  0.  Reichert,  E.  Thiele,  die  germanistische  be- 
arbeitung  rührt  durchweg  wie  sonst  von  0.  Brenner  her,  eine 
vergleichung  des  tcheschischen  Originals  der  von  Luther  mit  einer 
vorrede  herausgegebenen  briete  des  Johann  Huß  ist  von  P.  Di  eis 
beigesteuert,  die  bibliographien  wie  sonst  von  J.  Luther,  bemerkens- 
wert   ist    die    der    bisherigen    annähme    widersprechende    zeitliche 


174  IX.    Neuhoclideutsche  literatur. 

bestimmung  einzelner  Schriften,  für  uns  besonders  hervorzuheben 
sind  die  von  E.  Thiele  und  0.  Brenner  bearbeiteten  Äsopischen 
fabeln  Luthers,  für  deren  entstehung  endgültig  das  jähr  1530  fest- 
gestellt wird,  sowie  die  von  0.  Brenner  besorgte  ausgäbe  der 
Aliquot  nomina  propria  Germanorum  ad  priscam  etymologiam 
restiluta  vom  jähre  1537.  Brenner  spricht  die  schrift,  deren  erste 
ausgaben  ohne  nennung  eines  Verfassers  herauskamen,  während  erst 
in  den  ausgaben  von  1554  ab  Luthers  uame  als  der  des  Verfassers 
genannt  wird,  endgültig  Luther  ab  und  weist  eingehend  nach,  daß 
am  ehesten  Joh.  Carion  als  Verfasser  in  betracht  kommt.  —  die 
deutsche  bibel  bd.  5  bringt  den  abdruck  der  lateinischen  Vulgata- 
revision,  die  zuerst  i.  j.  1529  zu  Wittenberg  erschien,  bearbeitet 
und  herausgegeben  von  Eberhard  Nestle  und,  nach  dessen  tode, 
von  seinem  söhne  Erwin  Nestle,  'der  streit,  ob  die  vorliegende 
Yulgatabesserung  wirklich  von  Luther  herrührt,  dürfte  im  groi3en 
ganzen  doch  wohl  jetzt  in  bejahendem  sinne  entschieden  sein.' 
die  bibliographie  stammt  wie  sonst  von  J.  Luther. 

65.  Dasselbe.  Die  deutsche  bibel  bd.  3,  1911,  —  vgl.  Jsb. 
1911,9,42  —  bespr.  von  F.  Cohrs,  DLz.  1914,1357—1359.  — 
Tischreden  bd.  1  und  2,  1912  und  1913.  —  vgl.  Jsb.  1912,9,62 
und  1913,9,39  —  bespr.  von  0.  Giemen,  DLz.  1914,2773  f., 
G.  Buchwald,  LZbl.  1915,257  f.,  bd.  1  allein  von  N.  Paulus, 
Eist. -pol.  bll.   151(1913),249— 265. 

66.  Martin  Luther,  Ausgewählte  werke,  unter  mitwirkung 
von  Hermann  Bärge,  Georg  Bnchwald,  Paul  Kalkoff,  Max 
Schumann,  Wolfgang  Stammler,  Henry  Thode.  hrsg.  von  Hans 
Heinrich  Borcherdt.  bd,  2,  München  u.  Leipzig,  Georg  Müller. 
1914.  CLXXXVI,319  s.  6  m,  —  die  neue  ausgäbe  wendet  sich 
nicht  an  die  theologen  und  gelehrten  allein,  sondern  an  die  weiten 
kreise  der  gebildeten  überhaupt,  für  deren  verschiedene  schichten 
gar  nicht  genug  Lutherausgaben  geschaffen  werden  können,  dem 
zwecke  entsprechend  ist  das  hauptgewicht  dieser  ausgäbe  nicht  so 
sehr  auf  die  wissenschaftlich-theologischen  Schriften,  sondern  auf 
die  historisch  und  kulturgeschichtlich  wichtigen  Schriften  gelegt, 
der  plan  umfaßt  1.  reformatorische  und  politische  Schriften,  2.  Schriften 
zur  neuorganisation  der  gesellschaft,  3,  Schriften  zur  neuorganisation 
der  kirche,  4.  predigten,  5.  erbauliche  und  vermischte  Schriften, 
6.  dichtungen,  7,  tischreden,  8.  briefe,  und  verteilt  diesen  Inhalt 
auf  15  bände,  dem  ziel  der  ausgäbe  entsprechend  ist  die  spräche 
und  Schreibart  vorsichtig  dem  heutigen  gebrauche  genähert,  auch 
sind,  dem  heutigen  geschmacke  folgend,  dem  texte  nachbildungen 
von  titelblättern  gleichzeitiger  ausgaben  sowie  bildnisse  der  Zeit- 
genossen und  Luthers  selbst  beigegeben,  letztere  sollen  später  zu 
einer  ikonographie   des   Lutherbildes   zusammengefaßt   werden,    wie 


IX.    B.  Denkmäler.  175 

•wir  sie  in  kleinerem  maßstabe  übrigens  schon  in  der  ausgäbe  der 
Lutherbildnisse  durch  Hans  Preuß  in  den  Voigtländerschen  quellen- 
büchern  bd.  42  —  vgl.  Jsb.  1913,9,48  —  besitzen,  daß  die  aus- 
gäbe in  den  einleitungen  und  anmerkungen  auf  der  höhe  der  Wissen- 
schaft stehen  wird,  verbürgen  die  namen  der  bearbeiter.  der  zuerst 
erschienene  bd.  2  bringt  die  Schriften  des  Jahres  1520  'An  den 
christlichen  adel',  'Von  der  babylonischen  gefangenschaft  der  kirche', 
'Sendbrief  an  papst  Leo  X.',  'Von  der  freiheit  eines  christen- 
menschen';  die  einleitung  Paul  Kalkoffs,  des  ausgezeichneten  for- 
schers  über  Luthers  römischen  prozeß,  umfaßt  allein  186  selten, 
die  äußere  ausstattung  ist  vorzüglich  und  wird  die  anschaffung 
zweifellos  auch  manchen  kreisen  empfehlen,  die  sonst  dieser  lite- 
ratur  zurückhaltend  gegenüberstehen. 

67.  Martin  Luther,  eine  auswahl  aus  seinen  Schriften  in 
alter  sprachform  mit  einleitungen  und  erläuterungen  nebst  einem 
grammatischen  anhang  von  Richard  Neubauer,  tl.  1.  5.  und 
6.  verb.  aufl.  Halle,  Waisenhaus.  1913.  XVII,287  s.  —  tl.  2. 
4.  und  5.  verb.  aufl.  ebd.  1914.  XIV,238  s.  je  2,80  m.  (Denk- 
mäler der  älteren  deutschen  literatur,  hrsg.  von  Gotthold  Bötticher 
und  Karl  Kinzel.  111,2  u.  3.)  —  wenn  auch  Böttichers  und 
Kinzels  Denkmäler  zunächst  'für  den  literaturgeschichtlichen  Unter- 
richt an  höheren  lehranstalten'  bestimmt  sind,  so  geht  ihr  Wirkungs- 
kreis vielfach  auch  noch  weit  darüber  hinaus,  das  gilt  ganz  be- 
sonders für  Neubauers  Lutherauswahl,  die  auch  dem  studierenden 
der  germanischen  philologie  eine  feste  grundlage  für  das  erfassen 
von  Luthers  spräche,  darstellungskraft  und  den  geist  seiner  werke 
zu  geben  geeignet  ist,  und  ebenso  jedem,  der  mit  ernst  in  die 
sprach-  und  gedankenweit  Luthers  eindringen  will,  ein  hilfsmittel 
bietet,  wie  das  bei  keiner  anderen  auswahl  der  fall  ist.  die  ge- 
diegenheit,  die  eine  folge  der  Sorgfalt  und  liebe  ist,  mit  der  der 
herausgeber  seine  arbeit  von  anfang  an  begonnen  und  durchgeführt 
hat,  und  die  in  den  besprechungen  der  früheren  autlagen  durchweg 
anerkannt  ist,  sichert  der  ausgäbe  ihren  bleibenden  wert,  was  auch 
durch  die  notwendigkeit  der  neuen  auflagen  bezeugt  wird,  an  dem 
Inhalt  ist  gegen  früher  nichts  w^esentliches  geändert,  doch  sind  die 
sprachlichen  und  sachlichen  anmerkungen  auch  jetzt  wieder  sorg- 
fältigst durchgearbeitet,  im  besonderen  trifft  die  durcharbeitung, 
wie  der  herausgeber  selbst  hervorhebt,  den  teil  der  einleitung, 
der  'Luthers  bedeutung  für  die  deutsche  spräche  und  literatur,  seine 
Stellung  in  der  geschichtlichen  entwicklung  unserer  spräche  und 
seine  Verdienste  um  die  begründung  des  neuhochdeutschen  be- 
handelt,' und  in  welchem  der  herausgeber  entgegen  anderen  an- 
sichten  den  hohen  wert  dieser  bedeutung  betont;  dabei  entwirft 
er    auch   ein    bild    des    augenblicklichen   Standes    der    sprachlichen 


176  I^-    Neuhochdeutsclie  literatur. 

Lutherforschung  sowie  der  aufgaben,  die  ihrer  noch  harren,  der 
tod  hat  dem  herausgeber  nach  der  Vollendung  des  zweiten  teiles 
der  neuen  aufläge  die  feder  aus  der  hand  genommen,  seine  arbeit 
wird  aber  als  ein  werk  unermüdlicher  liebevoller  Vertiefung  in  die 
sprachliche  und  literarische  bedeutung  des  reformators  bestehen 
bleiben. 

68.  Luthers  werke  in  auswahl.  unter  mitwirkung  von  Alb. 
Leitzmann,  hrsg.  von  Otto  Giemen,  bd.  1 — 4.  1912 — 1913. 
—  vgl.  Jsb.  1912,9,64  und  1913,9,40.  —  die  ausgäbe  ist  auch 
weiterhin  günstig  besprochen:  bd.  1 — 4  von  0.  Behaghel,  Litbl. 
1914.382;  bd.  1—3  von  E.  Herr,  Mitt.  a.  d.  hist.  lit.  43  (n.  f.  3; 
1915),  37  f.;  Otto  Scheel,  ZfdPh.  46(1914),122  — 126  (erkennt 
die  berechtigung  und  die  leitsätze  der  ausgäbe  an,  hätte  aber  in 
der  auswahl  der  Schriften  den  entwickluugsphasen  Luthers  mehr 
aufmerksamkeit  gewünscht);  bd.  3  und  4  von  Ferdinand  Cohrs, 
Theol.  litbl.  35(1 914),345— 347.  ferner  von  K.  Bihlmeyer,  Theol. 
quartalschr.  95(1913), 291  f.  (bd.  1  u.  2)  und  96(1914),  s.  282  f. 
(bd.  3  u.  4)  ('sie  kommt  einem  wirklichen  bedürfnis  entgegen  und 
darf  theologen,  historikern  und  germanisten  empfohlen  werden'): 
W.  Köhler,  s.  o.  abt.  9,  nr.  59. 

69.  Luther's  pädagogische  Schriften,  ausgewählt  und  zu- 
sammengestellt von  A.  Moldehn.  6.  aufl.  Breslau,  F.  Hirt.  1913. 
63  s.  0,80  m.  (Schriften  hervorragender  pädagogen  für  Semi- 
naristen und  lehrer.     h.   1.) 

70.  Lutherbuch,  eine  auslese  aus  Luthers  werken  mit  er- 
läuternden abschnitten  und  anmerkungen  von  W.  Schrank.  Leipzig, 
Quelle  u.  Meyer.    1913.     XII,81  s.     0,80  m. 

71.  Luthers  Großer  katechismus.  textausgabe  mit  kennzeich- 
nung  seiner  predigtgrundlagen  und  einleitung  von  Johannes  Meyer 
(prof.  in  Göttingen).  Leipzig,  Deichert.  1914.  VII,  178  s.  3,80  m. 
(Quellenschriften  zur  geschichte  des  protestantismus,  heft  12.)  — 
M.  gibt  eine  entstehungsgeschichte  des  textes  von  Luthers  Großem 
katechismus,  indem  er  dessen  abhängigkeit  von  den  drei  reihen  der 
katechismuspredigten  aus  dem  jähre  1528  sowie  der  predigten  in 
der  karwoche  1529  —  hrsg.  von  G.  Buchwald  in  der  Weimarer 
ausgäbe  bd.  29  und  301;  vordem:  G.  Buchwald,  Die  entstehung 
der  katechismen  Luthers  und  die  grundlage  des  Großen  katechismus, 
1894  —  im  einzelnen  nachweist  und  die  verschiedene  herkunft 
durch  verschiedenen  druck  übersichtlich  kenntlich  macht,  dabei 
geht  M.  in  den  nachweisen  der  abhängigkeit  über  Buchwald  und 
ebenso  über  Albrecht  (in  der  Weimarer  ausgäbe  311,  s.  480  ff.), 
der  sich  im  wesentlichen  an  Buchwald  anschließt,  weit  hinaus, 
hatte  schon  Albrecht  'eine  sorgfältige  nachprüf ung  dieses  teils  der 


IX.    B.  Denkmäler.  I77 

Buchwaldschen  arbeit'  als  'ein  lohnendes  thema  für  eine  sonder- 
untersuchung'  bezeichnet,  so  kommt  M.  nunmehr  zu  wichtigen  neuen 
ergebnissen  sowohl  in  der  zeitlichen  abstufung  der  arbeit  Luthers 
am  Großen  katechismus  als  in  der  damit  zusammenhängenden  inneren 
ausgestaltung  des  textes.  besonders  wichtig  sind  M.s  ergebnisse 
für  die  erklärung  des  textes  des  ersten  hauptstückes ;  auch  auf  die 
entstehung  des  Kleinen  katechismus  sowie  der  Katechismustafeln 
geht  M.  dal^ei  ein.  —  ausführlich  besprochen  von  0.  Albrecht- 
Naumburg,  Theol.  lit.-ber.  37(1914),293— 296:  'unleugbar  hat  der 
vf.  die  philologische  kenntnis  des  Großen  katechismus  durch  seinen 
textabdruck  und  seine  Untersuchung  verfeinert  .  .  .  über  Buchwald 
und  meine  andeutungen  in  der  W.  A.  hinaus,  doch  hat  er  die  theo- 
logische bedeutung  seiner  textkritischen  bemühungen  .  .  .  über- 
schätzt.' ebenfalls  eingehend  bespr.  von  Ferdinand  Cohrs,  Theol. 
lit.-blatt  1915,123—127. 

72.  F.  Nieländer,  Die  beiden  plakatdrucke  der  ablaßthesen 
D.  Martin  Luthers.  ZfKg.  35(1914),151— 165.  —  N.  sucht  nach- 
zuweisen, daß  der  anschlagdruck  A  (s.  Weimarer  ausg.  bd.  1,  s.  230), 
der  bisher  als  druck  von  Melchior  Lotther  in  Leipzig  betrachtet 
wurde,  vielmehr  von  Hieronymus  Höltzel  in  Nürnberg  gedruckt, 
und  daß  der  anschlagdruck  B,  über  dessen  herstellungsort  bisher  eine 
feste  ansieht  noch  nicht  bestand,  in  Wittenberg  gedruckt  sei,  frei- 
lich, da  dessen  typen  in  Wittenberg  nicht  nachweisbar  sind,  mit 
typen,  die  Luther  sich  dazu  von  außerhalb  verschafft  habe. 

73.  Martin  Luthers  Geistliche  lieder.  Leipzig,  Insel-verlag 
[1914].  66  s.  0,50  m.  (Insel-bücherei,  nr.  144.)  —  gibt  nächst 
Luthers  vorrede  'Daß  geistliche  lieder  singen  gut  und  Gott  ange- 
nehm sei'  und  der  'Frau  Musica'  Luthers  lieder  unter  ablehnung 
von  Spittas  ansichten  im  wesentlichen  im  anschluß  an  Wacker- 
nagels anordnung  (Das  deutsche  kirchenlied  bd.  3),  indem  jedoch 
inhaltlich  zusammengehörige  lieder  zu  einer  gruppe  vereinigt  wurden, 
einige  sprachliche  erläuterungen  sind  angefügt. 

74.  Dr.  Martin  Luthers  briefwechsel.  bearbeitet  und  mit  er- 
läuterungen versehen  von  f  Ernst  Ludwig  Enders.  fortgesetzt 
von  Gustav  Kawerau.  bd.  15.  briefe  vom  november  1542  bis 
märz  1544.  Leipzig,  Verein  f.  reformationsgeschichte,  Rud.  Haupt. 
1914.     VIII,371   s.  —  forts.  zu  Jsb.   1912,9,65. 

75.  Martin  Luthers  Tischreden,  hrsg.  von  A.  Frederking. 
Berlin,  Deutsche  bibliothek.  1914.  XII,283  s.  1  m.  (Deutsche 
bibliothek.) 

Biographisches.  76.  Heinrich  Boehm er,  Luther  im  lichte 
der  neueren  forschung.    ein  kritischer  bericht.    8.  verm.  u.  umgearb. 

Jahresbericht  für  germanische  Philologie.    XXXVI.    (1914.)    I.  Teil.       12 


]^78  ^^-    Neuhochdeutsche  literatur. 

aufl.  Leipzig  u.  Berlin,  Teubner.  1914.  VI,170  s.  1  m.  (Aus 
natur  und  geistesweit,  bändchen  113.)  —  selbstanzeige  GRMon. 
6(1914),595.  'sucht  in  der  neuauflage,  den  neuesten  stand  der 
Lutherforschung  berücksichtigend,  von  einer  kritischen  auseinander- 
setzung  mit  den  letzten  ergebnissen  der  protestantischen  wie  katho- 
lischen Lutherforschuug  ausgehend  zu  einer  auf  den  quellen  fußen- 
den unparteiischen  Würdigung  von  Luthers  persönlichkeit  zu  ge- 
langen, sie  aus  ihrer  zeit  heraus  zu  erfassen,  sie  menschlich  näher 
zu  bringen,  ihre  schwächen  und  stärken  gleichmäßig  zu  beleuchten. 
so  werden  religiöse  entwicklung  des  reform ators,  sein  kämpf  gegen 
die  alte  kirche,  seine  bedeutung  als  gelehrter  und  mensch  und 
seine  befähigung  zum  denker  und  propheten  eröi'tert.  auch  die 
fragen  des  Lutherporträts  sind  unter  wiedergäbe  zweier  wichtiger 
Lutherbilder  behandelt.'  —  das  buch  bleibt  nach  wie  vor  von  der 
kritik  günstig  aufgenommen,  vgl.  Jsb.  1910,9,86  zur  2.  aufl.  — 
W.  Sohm,  Hist.  zs.  113  (3.1,  17;  1914),  s.  204:  'das  buch  bleibt 
auch  in  seiner  neuen  gestalt  eine  ausgezeichnete  einführung  in  das 
Studium  Luthers  und  seines  werkes';  'eine  vorzügliche  einleitung 
in  die  probleme  der  gegenwärtigen  Lutherforschung',  Geisteskampf 
der  gegenwart  1914,  s.  278;  günstig  auch  [0.]  Albrecht-Naum- 
burg,  Theol.  lit.-ber.  37(1914),183  f.  —  W.  Köhler,  s.  o.  abt.  9, 
nr.   59. 

77.  Adolf  Hausrath,  Luthers  leben,  bd.  2.  3.  ausg.  (5.  taus.) 
Berlin,  Grote.  1914.  X,511  s.  mit  1  bildnistafel.  7  m.  —  forts. 
zu  Jsb.  1913,9,44.  —  günstig,  namentlich  in  bezug  auf  die  Ver- 
besserungen, die  zum  teil  noch  Hausrath  selbst,  nach  seinem  tode 
Hans  von  Schübe rth  beigefügt  hat,  bespr.  von  G.  Kawerau, 
DLz.   1915,284—286;  bd.   1:   W.  Köhler,  s.  o.  abt.  9,  nr.  59. 

78.  Geo.  Buchwald,  Doktor  Martin  Luther,  ein  lebensbild 
für  das  deutsche  haus.  2.  verm.  u.  verb.  aufl.  mit  zahlreichen 
abbildungen  im  text  und  auf  16  tafeln  nach  kunstwerken  der  zeit. 
Leipzig,  Teubner.  1914.  X,516  s.  8  m.  —  günstig  bespr.  von 
Paul  Meinhold,  Sokrates  2(1914),552  f.;  ebenfalls  günstig  von 
G.  Kawerau,  Theol.  Iz.  1915,252  f.,  der  nur  daran  anstoß  nimmt, 
daß  B.  in  der  beurteilung  von  Luthers  verhalten  zum  ehehandel 
des  landgrafen  Philipp  nicht  auf  der  höhe  des  gegenwärtigen 
Standes  der  forschung  steht;  s.  a.  Geisteskampf  der  gegenwart 
1914,  s.  76;  ungünstig  dagegen  von  Josef  Frank,  ZföG.  65(1914), 
763—765;  W.  Köhler,  s.  o.  abt.  9,  nr.  59. 

79.  Hartmann  Grisar,  Luther.  —  vgl.  Jsb.  1913,9,45; 
1912,9,73  und  früher.  —  bd.  1 — 3  noch  einmal  im  Zusammenhang 
besprochen  von  ■W[alther]  Köhler,  Hist.  zs.  113  (3.  f.,  17;  (1914), 
8.  355 — 359:  'alles  in  allem:  das  neue  katholische  Lutherwerk 
bedeutet  formell   einen   fortschritt  gegenüber  Denifle,    krankt   aber 


IX.   B.  Denkmäler.  I79 

an  derselben  falschen  methodik  wie  er  und  kann  trotz  allen  fleißes 
im  einzelnen  als  gesamtleistung  nicht  vor  dem  forum  der  kritik  be- 
stehen'; Otto  Scheel,  Theol.  Iz.  1915,201  f.  betont  die  Unmöglich- 
keit eines  wissenschaftlichen  Streites  mit  Grisar;  s.  a.  Otto  Scheel. 
Die  historisch-psychologische  methode  in  Grisars  Luther,  Theol. 
stud.  u.  krit.  1914,126 — 152.  auch  K.  Bihlmeyer,  Theol.  quartal- 
schrift  96(1914),  s.  277  —  279  sagt  zu  bd.  3:  'dabei  wird  man 
allerdings  der  meinung  sein  dürfen,  daß  auch  der  katholische  ge- 
schichtschreiber,  ohne  seiner  glaubensüberzeugung  untreu  zu  werden, 
dem  ideal  der  historischen  Objektivität  noch  etwas  näher  kommen 
könne  als  Grisar,  der  manchmal  allzu  rasch  rein  katholische  maß- 
stäbe  des  urteils  an  Luther  anlegt,  wo  es  nicht  unbedingt  nötig 
ist.'  —  vgl.  ferner  H.  Grisar,  Walther  Köhler  über  Luther  und 
die  lüge  (Hist.  jb.  bd.  34,  1913,233—255)  und  dazu  Köhlers 
Zurückweisung  in  ZfKg.  35(1914),260— 277. 

80.  H,  Böhmer,  Aus  alten  handschriften  von  Luther  und 
über  Luther.  Neue  kirchl.  zs.  25(1914),397— 412,  —  die  fund- 
stücke sind  in  der  mehrzahl  dem  kodex  R  273  der  Breslauer 
Stadtbibliothek  entnommen;  sie  bilden  neue  und,  zumal  sie  von  der 
hand  Stephan  Roths  stammen,  wichtige  beitrage  zur  Verbrennung 
der  bannbulle  durch  Luther  —  Luthers  worte  lauten  hier  'Quoniam 
tu  conturbasti  veritatem  Dei,  conturbet  te  hodie  Dominus  in  ignem 
istum';  vgl.  Jsb.  1907,9,124  — ,  zu  Luthers  reise  nach  Worms, 
seiner  gefangennähme  vor  der  Wartburg,  zu  den  Wittenberger  Un- 
ruhen von   1521/22,    Luthers   rückkehr  von  der  Wartburg  u.  a.  m. 

81.  Johannes  v.  Walther,  Vom  jungen  Luther,  vertrag. 
Neue  kirchl.  zs.  25(1914),55— 74. 

82.  Heinrich  Böhmer,  Luthers  Romfahrt.  Leipzig,  Deichert. 
1914.  IV,  183  s.  4,80  m.  —  Böhmers  arbeit  unterscheidet  sich 
von  den  bisherigen  darstellungen  über  Luthers  Romfahrt  ausdrück- 
lich und  vorteilhaft  dadurch,  daß  er  nicht  schildert,  was  Luther 
auf  dieser  reise  kennen  gelernt  haben  kann,  sondern  was  er  nach 
den  quellen  nachweisbar  kennen  gelernt  hat.  darnach  hat  er  'iu 
Rom  weder  etwas  besonderes  gesehen,  noch  etwas  besonderes  ge- 
hört und  getan,  seine  erlebnisse  und  eindrücke  ähneln  durchaus 
den  erlebnissen  und  eindrücken  anderer  Romfahrer  jeuer  tage,  sie 
sind  vollkommen  typisch.'  B.  scheidet  im  besonderen  zwischen 
Luthers  eigener  erfahrung  und  dem,  was  er  später  von  anderen 
über  Rom  und  römisches  leben  gehört  hat.  den  hintergrund  zu 
Luthers  erlebnissen  gibt  ein  mit  ganz  außerordentlicher  kenntnis 
der  quellen  ausgeführtes  bild  des  damaligen  Rom  und  des  dortigen 
lebens.  —  das  buch  ist  durchweg  sehr  günstig  besprochen.  'B.s 
glänzende  Untersuchung,  ein  muster  historischer  gründlichkeit  und 
wissenschaftlicher   Objektivität,    darf   als  abschließend  und  in  ihren 

12* 


180  I^-    Neuhochdeutsche  literatur. 

ergebnissen  endgültig  bezeichnet  werden',  G.  Buchwald,  LZbl. 
1914,1368:  ebenfalls  günstig  Hans  Preuß,  Theol.  litbl.  35(1914), 
367  f.,  G.  Kawerau,  Theol.  Iz,   1915,375  f. 

83.  Johannes  Kühn.  Luther  und  der  Wormser  reichstag 
1521.  aktenstücke  und  briefe.  Leipzig,  Voigtländer.  1914.  121  s. 
1   m.     (Voigtländers  Quellenbücher,  bd.   73.) 

84.  Karl  Bauer,  Luther  und  Ignatius  von  Loyola.  Protest, 
monatshefte   18(1 914),308— 323. 

85.  Alphons  Victor  Müller,  Luthers  theologische  quellen. 
1912.  —  vgl.  Jsb.  1912,9,83.  —  bespr.  von  W.  Koch,  Theol. 
quartalschrift  96(1914),  s.  293  f.  'das  buch  Müllers  ...  ist  eine 
kräftige  anregung  für  die  mittelalterliche  dogmenhistorie  und  wird 
für  die  weitere  klärung  der  frage  nach  den  quellen  der  lehre 
Luthers   von  großer  bedeutung  sein.' 

86.  Johannes  Gottscliick,  Luthers  theologie.  hrsg.  von 
W.  Gottschick.  (Ergänzungsheft  1  zur  Zs.  f.  Theol.  u.  Kirche.) 
Tübingen,  Mohr.  1914.  IV,92  s.  3  m.  —  rec.  Hans  Preuß, 
Theol.  litbl.  35(1914), 515  f.  (ablehnend);  kurz  angezeigt  von 
G.  Buchwald,  Zbl.   1915,338  f. 

87.  S.  Baranowski,  Luthers  lehre  von  der  ehe.  Münsteri.  W., 
H.  Schöningh.  1913.  VIII,210  s.  4  m.  —  rec.  [0.]  Albrecht- 
Naumburg,  Theol.  lit.-ber.  37(1914),184.  'der  fleiß  des  vfs  sowie 
sein  bemühen  um  objektive  quellenmäßige  darstellung  verdient 
anerkennung.  seine  'Objektivität'  ist  aber  die  eines  korrekten, 
gläubigen  katholiken,  der  durch  das  dogma  und  die  grundsätze 
seiner  kirche  gehindert  ist,  die  positiven  sittlich-religiösen  f ort- 
schritte der  reformation  anzuerkennen';  ähnlich  bespr.  von  Stein- 
lein, Theol.  litbl.  35(1914), 392  f. 

88.  Ludw.  Ihmels,  Das  dogma  in  der  predigt  Luthers, 
(progr.)  Leipzig,  A.  Edelmann.  1912,  70  s.  2,25  m.  —  rec. 
Otto  Scheel,  Theol.  Iz.  39(1914),558— 560. 

89.  Henry  Thode,  Luther  und  die  deutsche  kultur.  München 
und  Leipzig,  G.  Müller  [1915].  92  s.  Im.  —  das  werk  ist  die 
einleitung  zu  dem  in  Vorbereitung  befindlichen  ersten  bände  der 
neuen  Lutherausgabe  (s.  o.  abt.  9,66).  trotz  mancher  bedenken 
nennt  0.  Albrecht-Naumburg  die  schrift  'eine  wertvolle,  geist- 
reiche und  fruchtbare  kulturphilosophische  skizze,  in  die  man  sich 
mit  gewinn  vertieft.'      Theol.  lit.-ber.  38(1915), 166— 168. 

Sprachliches.  90.  Carl  Prancke,  Grundzüge  der  Schrift- 
sprache Luthers.  2.  aufl.  tl.  2 :  wortlehre.  Halle,  Waisenhaus. 
1914.  Vin,366  s.  8,40  m.  —  forts.  zu  Jsb.  1913,9.50.  —  tl.  1 
günstig  bespr.  von  0.  Brenner,  LZbl.  1913,1727  f.;  tl.  1  u.  2 
von  [0.]  Albrecht-Naumburg,  Theol.  lit.-ber.  86(1913),304  f.  und 


IX.    B.  Denkmäler.  3  81 

37(1914),185   f.;    Philipp    Strauch,    Theol.    stud.    u.    krit.    1915, 
381—384. 

91.  Fritz  Haiibold,  Untersuchung  über  das  Verhältnis  der 
originaldrucke  der  Wittenberger  hauptdrucker  Lutherscher  Schriften: 
Grunenberg,  Lother,  Döring-Cranach  und  Lufft  zu  Luthers  druck- 
manuskripten.  diss.  Jena.  Borna-Leipzig,  buchdr.  E.  Noske.  1914. 
96  s.,  1  bl.  —  die  feststellung  des  Verhältnisses  der  spräche 
Luthers  in  seinen  handschriften  zu  der  gestalt,  in  der  sie  gedruckt 
erscheint,  ist  augenblicklich  eine  der  wichtigsten  aufgaben  der 
eigentlichen  Lutherphilologie,  die  vorliegende  arbeit  ist  der  erste 
größere  selbständige  versuch  in  dieser  richtung,  zu  dem  der  vf. 
sich  einige  der  hauptsächlichen  Wittenberger  drucker  ausgesucht 
hat.  der  vf.  erstreckt  seine  beobachtungen  auf  rechtschreibung, 
interpunktion,  lautstand,  deklination  und  konjugation,  Wortbildung, 
sowie  den  text,  und  gibt  eine  sorgfältige  Statistik  aller  von  ihm 
bemerkten  unterschiede,  der  weg  ist  durchaus  glücklich  gewählt, 
des  vfs  beobachtungen  ergeben,  daß  bei  der  gegenseitigen  an- 
näherung  auch  Luthers  Schreibweise  im  laufe  der  zeit  von  den 
druckern  beeinflußt  wurde,  in  auffälliger  weise  trifft  das  z.  b.  bei 
den  konsonantenverdoppelungen  zu,  die  Luther  zuerst  sehr  häufig, 
später  aber  seltener  anwendet,  während  die  drucker  ihnen  von  an- 
fang  an  abgeneigt  sind;  die  Umlautbezeichnungen  dagegen  führen 
die  drucker  ein.  das  endergebnis  der  verdienstvollen  arbeit  ist:  'den 
Wittenberger  hauptdruckern  ist  ein  verdienst  um  die  entwicklung 
der  Luthersprache  zuzuschreiben,  indem  sie  anregend  auf  Luther 
wirkten  und  später  die  bei  Luther  sich  entwickelnden  regeln 
immer  konsequenter  durchführten,  als  es  Luther  selbst  tat.' 

92.  Johannes  Luther,  Die  schnellarbeit  der  Wittenberger 
buchdruckerpressen  in  der  reformationszeit.  (Aus  der  drucker- 
praxis  der  reformationszeit.  II;  s.-a.  aus  dem  Zentralblatt  f.  biblio- 
thekswesen  31.)  Leipzig,  Harrassowitz.  1914.  23  s.  Im.  — 
fortß.  zu  Jsb.  1910,9,92.  —  die  Schnelligkeit,  mit  der  die  Witten- 
berger drucker  Luthers  Schriften  auf  den  markt  zu  bringen  suchten, 
zeitigte  ganz  eigenartige  herstellungsverfahren  :  1.  den  ergänzungs- 
druck  (neudruck  eines  oder  mehrerer  bogen,  die  aus  versehen 
zuerst  in  zu  geringer  anzahl  abgezogen  waren),  2.  den  zwitter- 
druck (erhöhung  der  aufläge  einer  schrift  während  des  druckes, 
wenn  ein  teil  des  werkes  schon  hergestellt,  der  andere  teil  aber 
sich  noch  unter  der  presse  oder  vor  dem  druck  befand;  die  ersten 
bogen  wurden  dann  neu  gesetzt),  3.  den  paralleldruck  (der  text 
wurde,  nach  diktat,  sogleich  zweifach  gesetzt  und  beide  satz- 
formen dann  unterschiedslos  zur  herstellung  der  exemplare  ver- 
wendet), 4.  den  unkorrigierten  druck  (die  schrift  wurde  zuerst 
ohne  korrektur  des  vfs,    dann   mit   inzwischen    erfolgter  korrektur 


182  1^'    Neuhochdeutsche  literatur. 

ausgegeben),  die  vier  verfahren  kommen  sowohl  jedes  einzeln 
für  sich,  als  ii;  der  mannigfachsten  art  kombiniert  vor.  der 
treibende  grundsatz  war,  durch  möglichst  schnelle  und  hohe  auflagen 
dem  nachdruck  zu  steuern,  was  den  Wittenberger  druck ern  auch 
gelang,  wie  der  vf.  statistisch  nachweist,  die  feststellungen  sind 
für  die  textkritik  wichtig. 

93.  Carl  Franke,  Der  geschichtliche  kern  der  legende  von 
Luthers  Schöpfung  der  neuhochdeutschen  Schriftsprache.  Grenz- 
boten jg.  73(1914),IV,248 — 253.  —  'im  wertschätz  und  satzbau 
war  die  deutsche  kanzleisprache  schon  auf  dem  wege,  sich  und 
damit  überhaupt  die  Schriftsprache  der  lebendigen  Volkssprache 
immer  mehr  zu  entfremden,  dieser  entfremdung  gebot  Luther  ein 
energisches  halt,  indem  er  an  stelle  der  kanzleisprache  seine  bibel- 
übersetzung  dem  deutschen  Schrifttum  als  klassisches  muster  hin- 
stellte. ...  so  hat  denn  Luther  das  unsterbliche  verdienst  um  die 
deutsche  Schriftsprache,  den  im  werden  begriffenen  einigungs- 
prozeß  ihrer  äußeren  form  teils  wirklich  vollzogen,  teils  veranlaßt 
und  sie  hinsichtlich  des  inneren  kerns  zurückgeführt  zu  haben  zu 
ihrem  ewig  jungen  quell  der  lebendigen  spräche  des  volks.' 

94.  Eisch,  Beiträge  zur  deutschen  Bibelsprache.  Neue 
kirchl.  zs.  25(1914), 771 — 797.  —  vf.  führt  die  gedanken  eines 
früheren  aufsatzes  (Welche  aufgaben  stellt  die  Lutherbibel  der 
wissenschaftlichen  forschung?  vgl.  Jsb.  1911,9,49)  für  die  Bibel- 
sprache durch,  und  will  damit  eine  Vorarbeit  zu  einer  zeitgemäßen 
Bibelrevision  geben,  indem  er  'volle  klarheit  über  den  sinn  der 
von  Luther  gebrauchten  biblischen  ausdrücke  zu  geben  sucht  und 
dabei  auch  die  abweichungen  der  Luthersprache  von  der  gegen- 
wart  berücksichtigt.'  im  vorliegenden  aufsatz  werden  die  wort- 
gruppen  'arg,  ärgern,  ärgernis,  ärgerlich',  'fromm,  frömmigkeit', 
'segen  und  fluch'  behandelt,  in  lehrreicher  weise  erörtert  der  vf. 
im  anschluß  an  den  urtext  der  Bibel  und  an  die  Vorgeschichte  des 
deutschen  wortes  den  begriff,  den  Luther  mit  dem  werte  ver- 
band, sodann  die  entwicklung  des  begriffes  bei  Luther  und  ver- 
gleicht diesen  mit  dem  jetzt  gebräuchlichen  sinn.  so  gibt  er 
wertvolle  beitrage    auch   zur   deutschen   wortgeschichte   überhaupt. 

95.  0.  Albrecht,  Das  Luthersche  handexemplar  des  deut- 
schen Neuen  Testaments  (gedruckt  in  Wittenberg,  Lufft  1540), 
eine  grundlage  der  berichtigten  texte  in  den  bibelausgaben  von 
1541  und  1546.     Theol.  stud.  u.  krit.  jg.  1914,153—208. 

96.  Warren  Washburn  Flor  er,  Luther's  use  of  the  pre- 
lutheran  versions  of  the  bible.  article  1.  Ann  Arbor,  Michigan, 
George  Wahr.  1912.  s.  1 — 52.  35  c.  —  G.  Kawerau,  DLz. 
1915,968 — 970:  der  vf.  behauptet  im  gegensatz  zu  der  herrschen- 
den meinunf:  einen  stärkeren  einfluß   der    älteren  deutschen  bibel- 


IX.    B.  Denkmäler.  183 

Übersetzung  auf  Luther,  und  zwar  erstens  weil  es  Luther  sonst 
gar  nicht  möglich  gewesen  wäre,  in  so  kurzer  zeit  das  ganze  neue 
testament  zu  übersetzen,  zweitens  weil  sich  Übereinstimmungen 
finden.  für  die  erste  behauptung  hält  Kawerau  dem  vf.  die 
völlige  Vertrautheit  Luthers  mit  dem  bibeltext  entgegen,  für  die 
zweite  erklärt  er  es  als  einen  methodischen  fehler  des  vfs,  die 
kapitel  Matth.  5  und  Luk.  2  zum  nachv\'eis  der  Übereinstimmung 
mit  dem  älteren  text  in  parallele  zu  stellen.  daß  in  diesen 
schlichten  erzählungen  und  Sprüchen  eine  fülle  von  Vokabeln  in 
beiden  Übersetzungen  übereinstimmen,  ist  selbstverständlich,  die 
Untersuchung  müsse  vielmehr  an  abschnitten,  die  schwer  zu  über- 
setzen oder  deren  sinn  dunkel  ist,  durchgeführt  werden,  'kurz, 
mit  dem  hier  vorgebrachten  hat  der  vf.  mich  noch  nicht  über- 
zeugt; es  bleibt  abzuwarten,  ob  er  in  der  fortsetzung  seiner  Unter- 
suchung triftigeres  vollbringen  wird.' 

97.  D.  Martin  Luther  und  der  heutige  Sarrazinismus,  offener 
brief  von  Otto  Sarrazin  an  herrn  Franz  Sandvoß  in  Weimar. 
ZSprV.  29(1914),133— 144.  —  Nochmals  Franz  Sandvoß,  ebd. 
143  f.  —  die  beiden  aufsätze,  die  Luthers  Stellung  zur  fremd- 
wörterfrage  behandeln,  sind  aus  den  Jahrgängen  1897  und  1898 
der  ZSprV.  wieder  abgedruckt,  die  unhaltbaren  ansichten  von 
Sandvoß  sind  bereits  Jsb.  1897,10,151  und  1898,9,130  besprochen, 
der  abdruck  bildet  eine  anläge  zu  dem  aufsatz  von  Otto  Sarrazin, 
'Professor  dr.  Hans  Delbrück  und  der  Allgemeine  deutsche  Sprach- 
verein', ZSprV.  29(1914), 105 — 112,  einer  abwehr  Sarrazins  gegen 
einen  neuerlichen  angriff  Delbrücks  u.  d.  t.  'Treitschke  über 
Sprachreinigung'  gegen  den  ADSprV.  in  den  Preuß.  jbb.  bd.  155 
(1914),133— 136. 

Manuel.  97a.  F.  Vetter,  Schwert  und  feder.  Niklaus 
Manuel  als  kriegsmann  und  dichter,  1522 — 1528.  Die  persönlich- 
keit 1(1). 

MathesillS.  98.  G.  Bossert,  0.  Giemen,  P.  Flemming, 
G.  Loesche,  Vallensia.  Jb.  f.  d.  gesch.  des  protest.  in  Öster- 
reich 34,38 — 54.  —  briefe  von  Mathesius  und  P.  Eber,  s.  53  Nie. 
Hermans  grablied  auf  Melanchthon. 

Meistersällger.     unten  nr.   145  Brandl,  Seb.  Wild. 

Melanchthon.  99.  K.  Schornbaum,  Zum  briefwechsel 
Melanchthons.     ZfKg.   1914,2,277  f. 

100.  L.  Enders  und  G.  Kawerau,  Nachträge  und  Ver- 
besserungen zu  den  briefen  Melanchthons  an  Georg  Buchholzer 
und  seine  söhne.     Jahrb.  f.  brandenb.  kirchgesch.  9 — 10,  49 — 77. 

101.  G.  Bossert  und  W.  Friedensburg,  Melanchthoniana. 
Archiv  f.  refgesch.   11,228  f. 


184  IX-    Neuhochdeutsche  literatur. 

102.  0.  Giemen,  Melanchthons  Loci  als  Stammbuch.  ThStK. 
1914,111—118. 

Morsheim.  103.  Fanny  Keßler,  Johann  von  Morsheims 
Spiegel  des  regiments.  Marburger  diss.  1913.  67  s.  —  unter- 
sucht die  ausgaben  des  1515  erschienenen  gedichts,  das  zuletzt 
185G  von  Goedeke  abgedruckt  wurde,  und  gibt  eine  sorgfältige 
Übersicht  der  lautlehre,  synkope  und  apokope,  flexionslehre,  des 
reimgebrauchs,  der  metrik. 

Murner.  104.  K.  Plenio,  Thomas  Murners  Sapphicum. 
Beitr.  39,566 — 570.  —  das  sparnößly  im  Lutherischen  narren 
V.  3992  bewahrt  silbenzahl  und  kadenz  der  sapphischen  Strophe, 
belebt  sie  aber  durch  reim  und  refrain. 

Oesterreieher.  105.  L.  Junius  Moderatus  Columella,  De 
re  rustica  übersetzt  durch  Heinrich  Oesterreieher,  abt  von 
Schussenried,  hrsg.  von  Karl  Löffler,  bd.  1:  buch  1 — 6.  bd.  2: 
buch  7 — 12  (Stuttgarter  literar.  verein  263 — 264).  Tübingen. 
XXIV, 341.  360  s.  —  genauer  abdruck  der  Stuttgarter  hs.,  die  der 
Übersetzer  selber  korrigiert  hat.  die  Verdeutschung,  die  er  1491  auf 
anregung  des  grafen  Eberhard  im  hart  unternahm,  steht  unter  dem 
einflusse  des  Niclas  von  Wyle  und  beruht  auf  dem  Venezianer 
drucke  Columellas  von  1472  oder  auf  dem  abdrucke  von  1482. 
der  herausgeber  verzeichnet  am  fuß  der  seite,  wo  es  nötig  schien, 
den  text  der  lateinischen  vorläge  und  fügt  ein  register  der  be- 
merkenswerten ausdrücke  bei. 

Paumgartner.  106.  Camilla  Lucerna,  Der  dichter  Urban 
Paumgartner.  Jb.  f.  gesch.  d.  protest.  in  Österreich  24,55 — 72. 
—  P.,  geb.  um  1540,  gest.  nach  1624,  hat  1605  einen  latei- 
nischen lobspruch  auf  Klagenfurt  verfaßt,  den  R.  v.  Buzzi  (f  1886) 
in  deutsche  hexameter  übertrug,  und  1618  eine  lateinisch-deutsche 
allegorie  'Quadrinoctium  Laureacense'  (Enns). 

Puschmann,  107.  E.  Goetze,  Adam  Puschmann.  ZfdPh. 
46,84—87.  —  nachtrage  zu  Goedekes  grundriß'  2,263. 

Sachs.^)  108.  E.  Goetze,  Zu  den  schwanken  des  Hans 
Sachs.  ZfdPhil.  46,83  f.  —  Der  gehencket  schuster,  meister- 
Hed  1559. 

109.  H.  Sachs,  Eastnachtspiele,  ausgewählt  und  sprachlich 
erneuert   von  L.   Colze   1 — 2.     Berlin,    A.   Collignon.     je  0,80  m. 

110.  H.  Sachs,  Schwanke  ausgewählt  und  mit  bildern  ge- 
schmückt von  G.  Barlösius.  München,  Holbein-verlag.  46  s. 
1,25  m.  (Jungbrunnen-bücherei  2.  neuausgabe).  —  Vom  dummen 
teufel.     ebd.     40  s.     1,25  m.     (ebd.   14.) 


*)  vgl.  nr.  117  M.  Herrmann. 


IX.    B.  Denkmäler.  185 

111.  E.  F.  Clark,  The  fable  'frosch  und  maus'  as  found 
in  Luther  and  Hans  Sachs.     JEGPbil.   13,51—59. 

112.  S.  Wernicke,  Die  prosadialoge  des  Hans  Sachs,  diss. 
Berlin,  Calvary.    1913.     VI,135  s.     3  m. 

113.  El.  Hintner,  Bausteine  zu  einer  Hans  Sachs-biblio- 
graphie   1.     progr.     Wels.     22  s. 

114.  E.  Mummenhoff,  Hans  Sachsens  geburtshaus.  Kbl. 
des  gesamtv.  der  dt.  geschichtsvereine  62(9). 

Sattler.  115.  E.  Spitta,  Michael  Sattler  als  dichter. 
ZfKg.  35,393—402. 

Schauspiel.^)  116.  Das  Pai-iser  reformationsschauspiel  von 
1524,  ausgäbe  in  lichtdruck  nach  dem  exemplar  der  Marien- 
bibliothek zu  Halle  mit  einer  einleitung  von  K.  Voretzsch.  Halle, 
Niemeyer.  1913.  2  bl.,  18  s.,  6  bl.  4".  1,50  m.  —  dem  texte 
der  'Comedia'  von  1524  ist  der  bericht  von  J.  H.  Malus  (1687) 
über  eine  1530  vor  Karl  V.  gespielte  'comoedia  muta'  und  ein 
kupferstich  von  1718  angehängt.  Geigers  Vermutung,  der  vf.  der 
lateinischen  vorläge  des  deutschen  textes  sei  Earel  gewesen,  hat 
keinen  beifall  gefunden.  —  rec.  O.  Giemen,  ZfKg.  35,599  f. 
Zbl.    1914,317. 

117.  Max  Herrmann,  Eorschungen  zur  deutschen  theater- 
geschichte  des  mittelalters  und  der  renaissance.  Berlin,  Weid- 
mann. XV, 541  s.  mit  129  abb,  20  m.  —  das  mit  Unterstützung 
der  generalintendantur  der  kgl.  Schauspiele  herausgebene  stattliche 
buch  zeigt,  wie  die  junge  Wissenschaft  der  theatergeschichte  an- 
gefaßt werden  muß,  um  über  so  dilettantische  leistungen,  wie  etwa 
Genees  Lehrjahre  des  deutschen  Schauspiels  (1882)  und  manche 
späteren,  endlich  hinauszukommen,  scharf  formulierte  fragen  werden 
mit  hilfe  aller  ergebnisse  philologischer  und  kunstgeschichtlicher 
forschung  beantwortet,  von  den  beiden  teilen  des  werkes  stellt 
sich  der  erste,  'das  theater  der  Meistersinger  von  Nürnberg',  die 
aufgäbe,  eine  aufführung  von  H.  Sachsens  Tragedi  des  hürnen 
Seufrid  (1557)  bis  ins  kleinste  wieder  lebendig  werden  zu  lassen. 
H.  untersucht  den  in  der  Marthakirche  vorhandenen  bühnenraum, 
rekonstruiert  das  podiuni,  die  vorhänge,  die  eingänge,  Verwendung 
von  kanzel  und  chorgestühl,  die  'gesprochene  dekoration',  die 
requisiten  und  kostüme,  endlich  die  schauspielerkunst  der  meister- 
sänger, die  darstellung  von  sterben  und  krankheit  im  ernsten 
drama,  den  ausdruck  der  gefühle,  weinen,  lachen,  dazu  werden 
nicht  nur  die  andern  Schauspiele  des  H.  Sachs  herangezogen, 
sondern  auch  die   frühere   literatur:    die    einförmigkeit   der   gesten 


^)  vgl.  nr.  31  Gengenbach,  109  Sachs,   125  Spangenberg,  145  Wild- 


186  I^-    Neuhoclideutsche  literatur. 

im  weltlichen  epos  des  mittelalters,  die  gasten  der  kirchlichen 
liturgie,  der  geiötlichen  bildkunst  und  der  Dürerschen  maierei,  der 
pathetischen  Marienklagen,  der  gebärdensprache  des  fastnachtspiels 
und  die  Schauspielkunst  des  schultheaters,  wie  sie  1540  von  Jodocus 
Willich  in  einem  lehrbuch  der  rhetorik  in  regeln  gebracht  wird,  usw. 
ergebnis:  H.  Sachs  hat  das  von  der  tradition  überkommene  syste- 
matisiert und  normalisiert.  —  der  2.  teil  behandelt  ausführlich 
die  dramenillustrationen  des  15.  und  16.  jahrhs.,  namentlich  die 
Terenzillustrationen,  die  lebenden  bilder  der  rederijkers  und  die 
illustrationen  der  schweizerischen  dramen  von  Edlibach,  Gengen- 
bach, Manuel,  Ruof.  die  beigegebenen  vortrefflichen  nachbildungen 
und  die  ausführlichen  Untersuchungen  sind  sehr  willkommen,  wenn 
auch  H.  s.  503  gesteht,  daß  es  ihm  hier  mehr  darauf  ankomme, 
eine  bisher  wenig  geübte  wissenschaftliche  betrachtungsweise  durch- 
zuführen als  eine  wesentliche  bereicherung  unsrer  kenntnisse  zu 
liefern. 

Schmeltzl.  118.  Wolf  Schmeltzl,  Lobspruch  der  stadt 
Wien.     Wien,  H.  Diezel. 

Schwenkfeld.  119.  Corpus  Schwenkfeldianorum  vol.  4: 
Schwenkfeld,  Letters  and  treatises  dec.  1530 — 1533.  ed.  CD. 
Hartranft,  E.  E.  Schultz-Johnson,  S.  Schultz-Gerhard. 
Leipzig,  Breitkopf  &  Härtel.     28,925  s.     24  m. 

Seifriedslied.  120.  Scheidweiler,  Die  entstehung  und 
sagengeschichtliche  bedeutung  des  Seifriedslieds.  progr,  Neu- 
wied.    42   s. 

121.  Th.Lindemann,  Versuch  einer  f  ormenlehre  des  Hürnen 
Seyfried.  mit  den  24  holzschnitten  des  neuentdeckten  druckes  von 
1563  als  anhang.     Halle,  Niemeyer.    1913.     VII,82  s.     4  m. 

C.  Spangeuberg.  122.  F.  Roth,  Prozeß  des  Georg  von 
Schachten  gegen  Cyriacus  Spangenberg  (1586).  AHessG.  n.  f.  9, 
36—47. 

123.  Cyriacus  Span genberg,  Mansf eidische  chronica,  4.  teil, 
hrsg.  von  C.  Rühlemann.  Eisleben,  Schulbuchh.  II,  s.  313 — 554. 
4  m.     (Mansfelder  blätter  28.) 

TT.  Spangenberg.  124.  Wolfhart  Spangenberg,  Anbind- 
oder fangbriefe  hrsg.  von  F.  B ehrend.  Tübingen.  XVI,251  s. 
(Bibl.  des  literarischen  Vereins  in  Stuttgart  262.)  —  die  29  nach 
dem  kalender  geordneten  glückwunschgedichte,  die  Sp.  1611 
herausgab,  erzählen  meist  die  legende  des  namensheiligen  mit 
allegorie  verbrämt,  als  quellen  dienen  dem  protestantischen  autor 
Schedels  Weltchronik,  Hondorfs  Promptuarium  exemplorum,  Petrus 
de  Natalibus,  auch  Stumpfs  Schweizerchronik,  Alberus  u.  a.  der 
sorgfältig©  herausgeber  benutzt  außer  den  vier  drucken  des  werkes 


IX.    B.  Denkmäler.  187 

auch  die  Varianten  zweier  hsl.  erhaltenen  stücke  und  sorgt  durch 
einleitung,    anmerkungen  und    register  für  das  rechte    Verständnis. 

125.  J.  Schwaller,  Untersuchungen  zu  den  dramen  Wolf- 
hart  Spangenbergs.  Straßburger  diss.  Rixheim,  Sutter  &  cie. 
VIII,  109  s,  —  behandelt  umsichtig  Spangenbergs  Übersetzungen 
11  lateinischer  schuldramen  des  Straßburger  theatrum  academicum 
(1599 — 1609)  und  seine  6  freien  Schauspiele,  soweit  sie  auf  uns 
gekommen  sind,  ihre  motive,  bühnentechnik,  Sprichwörter  u.  a., 
auch  mit  benutzung  von  Straßburger  archivalien.  als  todesjahr 
des  dichters  wird   1635 — 1636  festgestellt. 

Speratus.  126.  J.  Zell  er.  Neues  über  Paulus  Speratus. 
Württemb.  vjsh.  f.  landesgesch.  n.  f.  23,97—119. 

Spreng.  127.  R.  Pfeiffer,  Kleine  beitrage  zu  Johann 
Sprengs  wertschätz.     ZfdMa.  1914,261—264. 

Steinhöwel.  128.  P.  Spar mb er g,  Zu  Steinhöwels  13.  extra- 
vagante. ZfdPh.  46,80 — 83.  —  verweist  zu  H.  Sachs,  Fabeln 
5,249  auf  Winterfeld,  Deutsche  dichter  des  lateinischen  mittel- 
alters  1913,  s.  409. 

129.  W.  Borvitz,  Die  Übersetzungstechnik  Heinrich  Stein- 
höwels, dargestellt  auf  grund  seiner  Verdeutschung  des  Speculum 
vitae  humanae  von  ßodericus  ZamorenBis,  eine  stilistische  Unter- 
suchung. Halle,  Niemeyer.  XI,  195  s.  5  m.  (Hermaea  13).  — 
s.  1 — 162  erschienen  als  Hallische  dissertation.  am  Schlüsse 
von  Steinhöwels  übersetzertätigkeit  steht  das  Speculum  vitae 
humanae,  dessen  Verdeutschung  1475  bei  Zainer  in  Augsburg  er- 
schien, aus  der  erhaltenen  originalhs.  Steinhöwels  (cgm.  1137)  er- 
gibt sich,  daß  die  arbeit  1472 — 1474  entstand,  die  sorgsame  stil- 
untersuchung  berücksichtigt  auch  die  gestrichenen  ausdrücke  des 
manuskripts  und  nutzt  die  neueren  forschungen  über  Steinhöwel, 
Wyle,  Hütten  und  die  kanzleisprache  verständig,  belege  werden 
ziemlich  ausführlich  gegeben.  B.  behandelt  das  wort,  Wortver- 
bindungen, satz,  Satzverbindungen,  metapher,  bilder,  kürzungen 
und  erweiterungen  der  vorläge,  Übersetzungsfehler,  im  anhange 
vergleicht  er  die  kanzleisprachlichen  elemente  in  Steinhöwels  eigner 
vorrede  mit  dem  übrigen  texte  und  die  bibelsprüche  mit  der  vor- 
lutherischen und  lutherischen  Verdeutschung. 

Stumpf.  130.  A.  Bernoulli,  Neueres  über  Stumpfs  Basler 
quellen.     Basler  zs.  f.  gesch.   13,191  — 193. 

Tappe.  131.  K.  Löffler,  Eberhard  Tappe,  ein  westfälischer 
Sprichwörtersammler  des   16.  jahrh.     Niedersachsen   19,441  f. 

Yogel.  132.  G.  Roethe,  Über  Jakob  Vogels  lied  'Kein 
seligr  tod  ist  in  der  weit'  und  über  Vogels  literarhistorische 
Stellung.  Sitzungsber.  der  Berliner  akad.  1914,973.  —  kurzer 
bericht. 


188  IX.    Neuhochdeutsche  literatur. 

Wagner.  133.  Das  Wagnervolksbuch  im  18.  Jahrhundert, 
hrsg.  von  J.  Fritz.  Berlin-Leipzig,  B.  Behr.  XXXVI,58  s.  (Dt. 
literaturdenkmäler  nr.  150.)  —  F.  vervollständigt  die  bibliographie 
seiner  ausgäbe  (Jsb.  1910,9,40)  durch  genaue  beschreibung  der 
drucke  von  1601,  1712,  1714,  1798,  1799  und  weist  das  1890 
von  Engel  herausgegebene  Puppenspiel  als  eine  nach  1850  ent- 
standene fälschung  nach.  —  rec.  J.  F.,  GRMon,  6,430  f. 

Watt.  134.  R.  Staiger,  Benedict  von  Watt,  ein  beitrag 
zur  kenntnis  des  bürgerlichen  meistergesangs  um  die  wende  des 
16.  jahrh.  Leipzig,  Breitkopf  u.  Härtel.  114  s.  (Publ.  der 
internat.  musikgesellschaft,   2.  folge,   13.) 

Weiße.  135.  F.  Spitta,  Die  herkunft  des  liedes  '0  gläubig 
herz  gebenedei'   (1531).     Mtschr.  f.  gottesdienst   19,364—367. 

Weltliches  lied.^)  136.  Gr.  Forsters  frische  liedlein,  eine 
Sammlung  deutscher  lieder  aus  dem  16.  jahrh.  Fünfzig  ausge- 
wählte lieder  für  eine  singstimme  und  klavier  bearbeitet  von 
F.  Schwab.  Wien,  Universaledition  nr.  1998.  112  s.  8^.  — 
ohne  kenntnis  von  M.  Marriages  ausgäbe  der  texte  Forsters. 

137.  M.  Steidel,  Die  zecher-  und  schlemmerlieder  im  deut- 
schen volksliede  bis  zum  dreißigjährigen  kriege.  Heidelberger  diss. 
Karlsruhe,  J.  Liepmannssohn.  XV,  107  s.  —  eine  ziemlich  schema- 
tische Zusammenstellung  der  redewendungen  und  motive  des  volks- 
mäßigen trinkliedes  aus  seiner  blütezeit,  dem  16.  Jahrhundert 
(wein-  und  biersorten,  trinkgefäße,  zutrinken,  strafen,  gesang, 
üble  folgen,  buhlerei  u.  a.),  auch  über  geistliche  uradichtungen, 
auf  heranziehung  der  Martinslieder  und  der  lateinisch-deutschen 
mischpoesie  hat  S.  absichtlich  verzichtet,  aber  die  sonstige  trink- 
literatur  zur  erläuterung  benutzt. 

138.  R.  Veiten,  Das  deutsche  gesellschaftslied  unter  dem 
einfluß  der  italienischen  musik.  Heidelberg,  Winter.  VIII,  163  s. 
6  m.  (Beiträge  zur  neueren  litgesch.  n,  f.  5.)  s.  1 — 57  erschienen 
als  Heidelberger  diss.  —  die  einführung  italienischer  liedweisen 
übte  auch  metrisch  und  inhaltlich  auf  die  texte  der  deutschen  ge- 
sellschaftslieder  einfluß.  die  sieben-  und  elfsilbler  dieser  villa- 
nellen  und  canzonetten  und  die  motive  dieser  liebeslyrik  verbreiteten 
Eich  in  den  jähren  1574 — 1610  durch  die  Verdeutschungen  von 
Brechtl,  Zacharia,  Schallenberg,  Haßler,  Haußmann.  —  rec.  R.  V., 
GRMon.  6,495. 

139.  A.  Gebhardt  und  E.  Oechsler,  Die  Windsheimer 
hs.  des  liedes  'von  sankt  Martins  freuden'.  ZfVk.  24,47 — 54.  — 
'Wolauf  lieben   gesellen   unverczeit',    4  Strophen   mit  melodie,    um 


*)  vgl.  nr.  38  Hasentödter. 


IX.    B.  Denkmäler.  189 

1500  geschrieben,     das  lied  ist  auch  in  einer  Wiener,  Mtinchener 
und  Berliner  hs.   erhalten. 

140.  F.  Tejessy,  Deutsche  lieder  in  alten  handscliriften  der 
pfarrbibliothek  von  st.  Jakob  in  Brunn.  Zs.  f.  d.  gesch.  Mährens 
18,383—393.  —  1.  Es  grünen  perg  und  tiffetall  (6  str.,  um  1500 
von  Ladislaus  von  Boskowitz  geschrieben,  dialog  von  tochter  und 
mutter).  2.  Es  ging  ein  fraw  gar  wolgetan  (mit  melodie;  un- 
sauber). 3.  Seydt  willykum  herr  fasching.  4.  Groß  lieb  hat  mich 
umfangen  (6  str.).  5.  Ich  man  dich  herre  Jesu  Christ  (gereimtes 
gebet). 

141.  E.  Henrici,  Barbarolexis,  Sprachmischung  in  älteren 
Schriften  Deutschlands,  2.  heft  (Berlin,  J.  Klönne  nachf.),  s.  132 — 139 
lieder  vom  liebesbaume  (lateinisch-deutsche  mischlieder  aus  einem 
hs.  des   15.  jahrh,).  —  s.   129 — 132  osterfreuden. 

142.  E,.  Kade,  Antonius  Scandellus  1517 — 1580,  ein  bei- 
trag  zur  geschichte  der  Dresdener  hofkantorei.  Sammelbde  der 
internat.  musikges.  15,535 — 565. 

Wickram.  143.  G.  Fauth,  Jörg  Wickrams  romantechnik. 
diss.      Straßburg.     76  s. 

144.  J.  Wickram,  Das  rollwagenbüchlein  hrsg  von  C.  H. 
Kleukens.     Leipzig,  Inselverlag.      106  s.     0,50  m. 

Wild.  145.  W.  Brandl,  Sebastian  Wild,  ein  Augsburger 
meistersinger.  Weimar,  A.  Duncker.  VII, 170  s.  8  m.  (Forschungen 
zur  neueren  literaturgeschichte  48.)  —  die  fleißige,  aber  doch  nicht 
erschöpfende  und  im  Verhältnis  zu  ihrem  ertrage  etwas  zu  umständ- 
liche arbeit  behandelt,  ohne  den  Augsburger  Schneider  und  lehrer 
zu  überschätzen,  von  seinen  1566  erschienenen  dramen  das  weih- 
nachtsspiel  eingehender,  kürzer  die  passion,  die  andern  geistlichen 
und  weltlichen  stücke  (z.  b.  Belial,  Titus,  sieben  weise  meistei", 
Octavian,  Magelone,  Asinus  vulgi),  die  reimchronik  (cgm.  960)  und 
meisterlieder  (cgm.  5102  und  4944;  hs.  aus  Steier  und  Göttinger 
cod.  philol.  197),  endlich  s.  152  die  bühnentechnik  und  die  ein- 
wirkung  der  'passion'  auf  das  Oberammergauer  spiel. 

Witzel.  146.  G.  Richter,  Die  Verwandtschaft  G.  Witzeis, 
eines  fuldischen  theologen  der  reformationszeit.  (Fuldaer  ge- 
schichtsblätter.)  Fulda  1913.  35  s.  0,80  m.  —  reo.  A.  Hasen- 
clever, ZfKg.  35,133. 

147.  G.  Richter,  Die  Schriften  G.  Witzeis  bibliographisch 
bearbeitet,  nebst  einigen  ungedruckten  reformationsgutachten  und 
briefen  Witzeis  (10.  Veröffentlichung  des  Fuldaer  geschichts- 
vereins).  Fulda  1913.  XVIII,208  s.  4,50  m.  —  rec.  G.  Bessert, 
Theol.  Iz.  1914,368  f.     A.  Hasenclever,  ZfKg.  35,608. 

Wyle.  148.  R.  Wölk  an,  Neue  briefe  von  und  an  Niklas 
von  Wyle.    Beiträge  39,524 — 548.  —  30  briefe  aus  Wolfenbüttler, 


190  I^-    Neuhochdeutsche  literatur. 

Luzerner  und  Inusbrucker  hss.  aus  den  jähre  1447 — 1464.  s.  535 
erwäliuuug  eines  verlorenen  werkes  Wyles. 

Ziiumerischo  chrouik.     oben  9,24  R.  Blume. 

Zwillgli.  149.  Zwingiis  sämtliche  werke,  hrsg.  E.  Egli, 
G.  Finsler  und  W.  Köhler,  3.  band.  Leipzig,  Heinsius.  913  s. 
41,50  m. 

150.  A.  Lang,  Zwingli und  Calvin.  Bielefeld,  Velhagen  &  Kla- 
sing.  1913.  152  s.  3  m.  —  rec.  Beß,  ZfKg.  35,133  f.  A.  Baur, 
DLz.   1914,274—278. 

151.  Zwingliana,  mitteilungen  zur  geschichte  Zwingiis  und 
der  reformation,  hrsg.  von  G.  Meyer  v.  Knonau  3,  ni-.  3.  Zürich, 
Zürcher  und  Furrer.     s.  65—96.     0,75  m. 

152.  Besprechungen  der  in  früheren  Jahrgängen  verzeichneten 
werke:  1.  F.  Spitta,  Liebeslieder  des  herzogs  Albrecht  von  Preußen 
1912,9,11.  A.  M.  Wagner,  ZfdU.  28,371  f.  —  2.  J.  Sahr,  Von 
Brant  bis  Rollenhagen  1912,9,17.  rec.  Schweizer,  archiv  f.  vk.  18, 
203.  —  3.  M.  Reu,  Quellen  zur  geschichte  des  kirchlichen  Unter- 
richts 1 — 2.  1907,9,63.  rec.  W.  Friedensburg,  Archivf.  refgesch. 
11,73 — 75.  —  4.  F.  Spitta,  Das  deutsche  kirchenlied  L  1913, 
9,30.  Th.  Meyer,  Kbl.  f.  d.  höh.  schulen  Württ.  21,73  f.  0.  Floeck, 
Allg.  litbl.  23,459  f.  —  5.  W.  Bäumker,  Das  katholische  deut- 
sche kirchenlied  IV.  1911,9,31.  rec.  V.  Hertel,  DLz.  1914, 
720 — 722.  —  6.  H.  Lütcke,  Studien  zur  philosophie  der  meister- 
sänger 1911,9,69.  rec.  K.  Helm,  Litbl.  1914,279  f.  —  7.  0.  Gie- 
men, Studien  zu  Melanchthons  reden  1913,9,59.  rec.  G.  B.,  Zbl. 
1914,512.  Dietterle,  ZfKg.  35,132  f.  P.  Flemming,  DLz. 
1914,2422 — 2424.  —  8.  Th.  v.  Liebenau,  Der  Franziskaner 
Thomas  Murner  1913,9,62:  H.  Naumann,  Zs.  f.  gesch.  d.  Ober- 
rheins n.  f.  28,717—719.  A.  M.  Wagner,  ZfdU.  28,370.  M.  Spa- 
nier, DLz.  1914,1805  f.  B.  Hennig,  Mitt.  a.  d.  bist.  lit.  4|l, 
402—406.  H.,  Allg.  litbl.  23,283  f.  Th.  Maus,  ZfdPh.  46,484— 488. 
Archiv  f.  refgesch.  11,78.  —  9.  H.  Henze,  Die  allegorie  bei  Hans 
Sachs  1912.9,103.  rec.  A.  M.  Wagner,  ZfdU.  28,370  f.  W.  Moog, 
Litbl.  1914,110.  J.  E.  Wackernell,  Allg.  litbl.  23,131  f.  — 
10.  J.  Hart  mann.  Das  Verhältnis  von  H.  Sachs  zur  Steinhöwel- 
schen  decameronübersetzung  1911,9,84.  rec.  K.  Helm,  Litbl.  1913, 
364 — 368.  —  11.  Schaidenreissers  Odyssea,  hrsg.  von  F.  Weid- 
ling  1912,9,105.  rec.  C.  Borchling,  Mtschr.  13,265  f.  — 
12.  G.  Dinges,  Donaueschinger  passionsspiel  1910,9,120.  rec. 
K.  Helm,  Litbl.  1914,147  f.  —  13.  S.  Mauermann,  Die  bühnen- 
anweisungen  1911,9,92.  rec.  A.  v.  Weilen,  DLz.  1914,2504  f.  — 
14.  K.  Konrad,  Die  deutsche  Studentenschaft  in  ihrem  Verhältnis 
zu  bühne  und  drama  1913,9,74.  A.  v.  Weilen,  DLz.  1914,1364  f. 
—  15.  H.  W.  Mangold,  Bühnenverdeutschungen  des  Terenz  1912 


X.    A.  AUgomeines.  191 

9,110.  A.  M.  Wagner,  ZfdU.  28,370.  —  16.  H.  Kleinstück, 
Die  rhythmik  der  kurzen  reimpaare  des  B.  Waldis  1910,9,142. 
rec.  K.  Helm,  Litbl.  1914,234—236.  —  17.  W.  Seehausen, 
Wyssenherres  gedieht  und  die  sage  von  Heinrich  dem  Löwen  1913, 
9,94.  rec.  W.  S.,  GEMon.  6,311  f.  W.Richter,  Archiv  132,235. 
—  18.  Zwingliana  3.  1913,9,99.  G.  Bessert,  Theol.  Iz.  1914, 
429—431.     0.  Giemen,  ZfKg.  35,314  f. 

Johannes  Bolte  (nr.   1—56.  97—152) 
und  Johannes  Luther  (nr.   57 — 96). 


X.    Hochdeutsche  mundarten  (1913). 

A.    Allgemeines:    1.    Zusammenfassendes.      2.    Einzelne    erscheinungen : 

a)  grammatische,  b)  phonetische.  —  B.  Die  oberdeutschen  mundarten.  — 

C.  Die  mitteldeutschen  mundarten. 

A.  Allgemeines. 

1.  Zusammenfassendes. 

1.  Zeitschrift  für  deutsche  mundarten.  im  auftrage  des 
Vorstandes  des  Allgemeinen  deutschen  Sprachvereins  hrsg.  von 
0.  Heilig  und  H.  Teuchert.  4  hefte  von  je  6  bogen.  Berlin, 
Verlag  des  AUg.  deutschen  Sprachvereins  (F.  Berggold).  10  m.  — 
die  einzelnen  abhandlungen  werden  für  sich  aufgeführt,  besondere 
erwähnung  verdient  die  in  jedem  heft  gebotene  reichhaltige  zeit- 
schriftenschau. 

2.  0.  Weise,  Bericht  über  mundartliches  im  jähre  1912. 
ZfdU.  1913,376—381.  —  besprochen  werden  kurz  die  nrn.  16 
und  17  des  Jsb.  1911,10  und  2,  48,  49,  51,  65,  66,  68,  70  des 
Jsb.   1912,10. 

2,   Einzelne  erscheinungen: 
a)  grammatische. 

3.  Joh.  Franck,  Germanisch  &,  d,  g.  ZfdA.  54,1 — 23.  (vgl. 
abt.  3,120.) 

4.  Paul  Diels,  Zur  spontanen  nasalierung  der  deutschen 
dialekte.  ZfvglSpr.  45,326—333.  —  forts.  von  Jsb.  1912,10,4. 
(vgl.  Jsb.   1913,3,121.) 

5.  J.  Metzner,  Nhd.  o  für  u.  ein  beitrag  zur  geschichte 
der  nhd.  Schriftsprache,  diss.  Würzburg.  46  s.  (vgl.  Jsb.  1912, 
8,16  und  1913,8,7.) 

6.  K.  Eother,  Der  worttypus  faulenzen.  ZfdWortf.  1913, 
219 — 220.  —  eine  reihe  alter  und  neuer  verben  aus  Schlesien  und 


192  X.   Hochdeutsche  mundarten  (1913). 

davon  abgeleiteter   adjektiva   auf  -inzen^    -inzig,    die  beweisen,    daß 
faulenzen  aufzulösen  ist  faul-enzen  (vgl.  ZfdWortf.  VI,40). 

7.  0.  Weise,  Mundartliches  bei  Goethe.  ZSprV.  1913, 
162 — 164.  —  ausgewählte  ersch einungen,  die  genügen,  'um  einen 
blick  in  die  dichterwerkstatt  zu  tun'. 

b)  phonetische. 

8.  M.  Rubinyi,  Das  problem  der  lautnachahmung.  GRMon. 
1913,497—512. 

9.  H.  W.  Pollak,  Die  aufnähme  deutscher  mundarten  durch 
das  Phonogramm-archiv  der  kaiserlichen  Akademie  der  Wissenschaften 
in  Wien.  ZfdMa.  1918,83 — 88.  —  legt  dar,  daß  sich  die  physischen 
und  psj'chischen  beeinflussungen  des  'phonographierens'  ebenso  ver- 
meiden lassen  wie  beim  photographieren.  für  die  wiedergäbe  der 
konsonanten,  bes.  der  Zischlaute  ist  die  methode  weniger  geeignet 
(s.  dazu  die  richtigstellung  ZfdMa.  1913,286),  dagegen  ist  sie  un- 
schätzbar für  die  festhaltung  des  musikalischen  und  exspiratorischen 
akzentes.  die  geschichte  der  phonogrammaufnahmen  ist  vor  allem 
mit  dem  namen  Seemüllers  verbunden,  seit  1909  besteht  unter 
Bachmanns  leitüng  ein  Schwesterinstitut  in  Zürich,  das  seine  auf- 
nahmen dem  Wiener  archiv  zur  technischen  Verarbeitung  überläßt. 

B.   Die  oberdeutschen  mundarten. 

Südalemannisch.  Allgemein  schweizerisch.  10.  Jähr- 
liche rundschau  des  Deutschschweizerischen  Sprachver- 
eins 1912.  Bern,  Gottfr.  Iseli.  60  s.  —  enthält  den  8.  Jahres- 
bericht des  Vereins  (s.  3 — 11),  den  bericht  über  das  erste  vereins- 
jahr  1911/12  der  Gesellschaft  für  deutsche  spräche  St.  Gallen 
(s.  12 — 15),  die  ortsbenennung  auf  geographischen  karten  der 
Schweiz,  im  auftrage  des  Deutschschweizerischen  Sprachvereins  dar- 
gestellt von  einem  besonderen  ausschuß  (s.  16 — 31),  'Schweizerisch' 
oder  'Schweizer'?  von  K.   Schnorf  (s.  32 — 38)  u.  a. 

11.  Dass.  1913.  54  s.  —  enthält  den  9.  Jahresbericht  des 
Vereins  (s.  4 — 14),  dann  die  aufsätze  'Spitteler  und  das  fremd  wort' 
von  A.  Steiger  (s.  15 — 21),  'Etwas  von  den  familiennamen  unserer 
mitglieder'  von  Paul  Oettli  (s.  22  —  31)  u.  a. 

12.  Schweizerisches  Idiotikon,  Wörterbuch  der  schweizer- 
deutschen Sprache,  begonnen  von  F.  Staub  und  L.  Tobler. 
h.  74 — 75  (=  bd.  VII,  sp.  1537 — 1786,  enthaltend  die  stamme 
satz — sutz,  und  bd.  VIII,  sp.  1 — 56,  enthaltend  die  stamme  seh — schih) 
bearbeitet  von  A.  Bachmann  und  E.  Schwyzer,  J.  Vetsch, 
W.  Wiget,  0.  Gröger  (h.  75  für  W.  Wiget  von  W.  Kodier). 
Frauenfeld,   Huber  u.  co.     das   heft   zu  2  m.    —    im   berichtsjahre 


X.   B.  Die  oberdeutschen  mundarten.  193 

st  der  VII.  band  dieses  einzigartigen  werkes  des  deutschen  Sprach- 
gebietes fertig  gestellt  worden,  der  buchstabe  s  ist  damit  bis  zu 
dem  stamme  sntz  gediehen,  trotz  der  großen  zahl  der  wissenschaft- 
lichen mitarbeiter  ist  der  fortschritt  langsam,  dafür  aber  wird  ein 
umfangreicher  stoff  geboten,  dessen  aufbau  verrät  sorgfältige  Sich- 
tung, scharfe  logische  gliederung  und  reiche  geschichtliche  sprach- 
kenntnisse.  die  an  diesem  werke  bekannte  anordnung  nach  stammen 
kommt  der  raumausnutzung  wie  der  sprachlichen  und  volkskund- 
lichen fortbildung  der  benutzer  zugute,  achtung  auch  des  unsicher 
bezeugten  sprachgutes,  die  m.  e.  manchmal  das  erforderliche  maß 
überschreitet,  zumal  die  dazu  benötigte  erklärung  räum  in  anspruch 
nimmt  (s.  z.  b.  SÖd  m.  322),  verbindet  sich  mit  strenger  Unterdrückung 
wuchernder  sproßformen  und  ihrer  vinterordnung  unter  eine  grund- 
form.  jedoch  erlaubt  die  anordnung  nach  stammen  mehr  als  in 
andern  Wörterbüchern  das  selbständige  auftreten  primärer  ab- 
leitungen  wie  z.  b.  der  diminutiva  auf  -i,  da  nur  ein  neuer  absatz 
benötigt  wird,  manchmal  aber  fällt  die  Vereinigung  verschieden- 
artiger wurzeln  unter  einem  Stichwort  und  der  unklare  hinweis  auf 
synonyme  (s.  saderen  296)  auf.  sonst  gebührt  der  sprachgeschicht- 
lichen behandlung  der  Wörter,  die  sich  nicht  nur  auf  deren  laut- 
form und  flexion,  sondern  auch  auf  die  Wandlung  ihres  geschlechtes 
und  ihrer  geographischen  Verbreitung  erstreckt,  achtung.  für  die 
ältere  zeit  wird  oft  abschließendes  geboten.  gute  phonetische 
kenntnisse  gestatten  die  ausschließung  lautlicher  Wandlungen  selt- 
nerer art,  wie  z,  b.  der  emphatischen  dehnung  und  diphthongierung 
(398  und  1504),  bevor  die  urform  aufgestellt  wird,  bei  einem 
solchen  verfahren  schwindet  unsere  Zurückhaltung  gegenüber  an- 
sätzen  wie  einer  dritten  ablautsstufe  säga  neben  saga,  sega  'säge' 
(424).  einen  großen  räum  nehmen  die  sippen  sagen,  sehen,  vor 
allem  sitzen  ein,  und  die  menge  der  Zusammensetzungen  von  säge 
und  seil  gewährt  einen  blick  in  die  volkskultur.  die  hervorhebung 
des  rein  schweizerischen  gutes  empfiehlt  sich,  die  angaben  über 
flexion,  wort-  und  formengeographie  sind  dankenswert. 

13.  L.  Brun,  Zum  schweizerdeutschen  lehngut  im  Romont- 
schen.  Revue  de  dialectologie  romane  V,  229 — 231.  —  fordert  nach 
Brandstetters  Untersuchungen  'Über  das  schweizerdeutsche  lehngut 
im  Eomontschen.  Luzern  1905'  neue  nachforschungen  über  das 
deutsche  lehngut  im  romanischen. 

14.  F.  Vetter,  Lautverwachsung  und  lautabtrennung  im 
schweizerdeutschen.     Archiv  130,249 — 268. 

15.  Beiträge  zur  schweizerdeutschen  grammatik  hrsg. 
von  A.  Bachmann.     Frauenfeld,  Huber  u.  co.  —  III.  J.  Berger, 
Die    laute    der    mundarten   des   St.    Galler   Rheintals   und    der    an- 
Jahresbericht für  germanische  philologie.  XXXVI.   (1914.)  I.  Teil.        13 


194  ^-    Hochdeutsche  mundaxten  (1913). 

grenzenden  vorarlbergischen  gebiete.  VIII, 231  s.  mit  3  karten- 
6  m.  —  nach  einer  sorgfältigen,  an  die  sprachliche  Vorstufe  sich 
anschließenden  darstelluug  der  lautlehre  behandelt  B.  das  Verhältnis 
von  spräche  und  geschichte  seines  gebietes.  unter  bezugnahme  auf 
die  7  Sätze  über  Sprachbewegung,  die  K.  Haag  in  der  ZfdMa.  I 
(1900),  138  ff.,  aufstellt,  legt  er  dar,  daß  bei  ihm  das  schichten- 
weise vorrücken  einer  lauterscheinung  nicht  das  gewöhnliche  sei; 
besonders  wichtig  erscheint,  daß  Verkehrs-  und  wirtschaftliche 
grenzen  die  politischen  an  bedeutung  übertreffen  können,  neue 
politische  grenzen  machen  sich  hier  nach  100  jähren  bemerkbar, 
die  natürlichen  grenzen,  bes.  der  Rhein,  treten  hinter  den  poli- 
tischen und  Verkehrsgrenzen  zurück,  die  mundart  des  St.  Galler 
Rheintals  bildet  eine  relative  Spracheinheit;  es  zerfällt  in  das 
schweizerische  und  das  vorarlbergisch-österreichische  gebiet,  ein  hd. 
Wörterverzeichnis  erhöht  den  wert  der  sorgfältigen  arbeit.  —  bespr, 
von  Herrn.  Fischer,  ZfdMa.   1913,187—188. 

16.  VI.  K.  Bohnenberger,  Die  mundart  der  deutschen 
Walliser  im  heimattal  und  in  den  außenorten.  XVI, 280  s.  und 
1  karte.  8  m.  —  groß  angelegte  Vorarbeit  für  eine  altalemannische 
grammatik,  deren  abfassung  B.  beabsichtigt,  auf  grund  mühsamer 
Sammlungen  an  ort  und  stelle  und  der  Verwertung  einer  reichen 
geschichtlichen  literatur  werden  die  sprachlichen  und  geschicht- 
lichen Verhältnisse  des  Walliser  Sprachgebietes  dargestellt,  haupt- 
ergebnisse  aus  einer  glänzend  durchgeführten  Verbindung  geschicht- 
licher, meist  schwachfließender  nachrichtenquellen  mit  dem  der- 
zeitigen und  noch  erreichbaren  früheren  sprachbestand  sind:  die 
Walliser  sind  um  das  10.  jahrh.  vom  oberen  Aaretal,  also  aus  dem 
bernischen  Sprachgebiet,  her  über  die  Grünsei  eingewandert  und 
alemannischen  Ursprungs,  burgundische  Stammesangehörige  können 
höchstens  in  beimischungen  vorkommen  und  sind  aufgesogen,  die 
ab  Wanderungen  zerfallen  in  zwei  stufen:  1.  nach  Süden,  2.  nach 
Osten  nach  Graubünden  und  Vorarlberg,  eine  neue  einteilung 
des  gesamten  alemannischen  Sprachgebietes  wird  s.  48  vorgeschlagen 
und  verdient  allgemeine  beachtung:^)  1.  Nordalemannisch  (k  wird 
beibehalten),  a)  schwäbisch  (i,  ü  ^  ei,  ou),  b)  niederalemannisch  (z,  ü 
bleiben  erhalten);  2.  Südalemannisch  (k  ^  kx  oder  xx)-  ^)  ii^ittel- 
alemannisch  (rjÄ;  ^  'l^X)»  b)  hochalemanisch  (tjk'^  i]x)-  ^^^  hoch- 
alemannischen rechnet  das  bernische  und  Walliser  gebiet,  um  miß- 
verständnisse  zu  vermeiden,  nennt  B.  in  seiner  arbeit  2  b  'höchst- 
alemannisch', s.  50  wird  die  grenze  von  2  b  geboten,  das  haupt- 
merkmal  von  2  b  ist  die  Vertretung  von  s  durch  s,  das  hier  wohl 
vorwiegend    auf   romanischen    einfluß,    im    südbayerischen    dagegen 


*)  diese  einteilung  wende  ich  von  jetzt  an  für  den  Jsb.  an. 


X.    B.  Die  oberdeutschen  mundaxten.  195 

mehr  auf  eine  dem  s  nahestehende  artikulation  des  s  zurückzuführen 
ist  (s.  53).  gekennzeichnet  wird  die  Walliser  ma.  außerdem  durch 
die  bewahrung  der  klangfarbe  der  endungsvokale  (vgl.  auch  Jsb. 
1910,10,26).  es  ist  zu  hoffen,  daß  einzeluntersuchungen,  wie  sie 
bereits  in  aussieht  stehen,  die  ergebnisse  dieser  grundlegenden  ar- 
beit, die  ein  muster  der  Verknüpfung  sprachgeschichtlicher  und 
geschichtlicher  forschungsmethode  ist,  im  einzelnen  ergänzen  werden. 
—  bespr.  von  Herrn.  Fischer,  ZfdMa.   1913,187—188. 

17.  Das  buch  von  Bohnenberger  wird  ausführlich  gewürdigt 
von  0.  Gröger,  Die  deutschen  Walliser  nach  Verbreitung  und 
mundart.  DE.  1913,127 — 134.  mit  einer  prächtigen  von  P.  Lang- 
hans nach  den  Untersuchungen  von  Bohnenberger,  Branger,  Hoppeler, 
AI.  Schulte,  Studer  u.  a.  entworfenen  karte. 

Nordalemannisch.  Niederalemannisch.  Badisch.  18.  Fr. 
Hub  er,  Beiträge  zum  wortbestand  badischer  mundarten.  ZfdMa. 
1913,316 — 368.  —  wertvolle  arbeit,  in  volkstümlicher  schrift.  eine 
reichhaltige  liste  von  pflanzen-  und  tiernamen  wird  zuerst  geboten, 
gute  etymologische  deutungen,  die  wohl  Ph.  Lenz  zu  verdanken 
sind,  mit  Verweisungen  auf  die  großen  Wörterbücher  der  nachbar- 
landschaften, als  gute  Vorarbeit  für  ein  badisches  Wörterbuch  ein 
ansporn  für  die  hoffentlich  bald  in  größerem  umfange  einsetzende 
Sammeltätigkeit. 

19.  W.  Haape,  Beiträge  aus  der  niederalemannischen  mund- 
art. ZSprV.  1913,332 — 333.  —  empfiehlt  einige  mundartliche  Wörter 
wie  alem  räß  'scharf  vom  geschmack',  ahheldig  'geneigt  von  einer 
fläche'  zur  aufnähme  in  die  Schriftsprache. 

20.  F.  Weik,  Fremdwörter  in  der  ma.  von  Rheinbischofs- 
heim (auch  diss.  Freiburg  1913).  ZfdMa.  1913,244 — 249.  —  im 
ganzen  anerkennenswerte  Sammlung,  in  zweifelsfällen  sind  die  be- 
lege akzentuiert,  was  recht  wertvoll  ist,  um  die  eindeutschende 
kraft  der  ma.  zu  erkennen,  aber  wie  fast  stets  bei  solchen  ar- 
beiten wird  manches  deutsche  gut  dem  französischen  zugewiesen, 
so  z.  b.  hamhol  f.  unordentliches  frauenzimmer  <Cipampre  weinrebe  (!), 
dqdlict  ängstlich  wird,  allerdings  mit  fragezeichen,  zu  doute  gestellt, 
grageel  <C^  quereile,  mit  dem  es  doch  nur  formal  etwas  zu  tun  hat, 
und  —  das  stärkste  stück!  —  wagds  m.  Elsässer  <^  vagahond  her- 
geleitet, geboten  werden  außer  den  französischen  noch  die  hebräischen 
fremdwörter. 

Elsässisch.  21.  dr.  Kassel,  Sprüche  (schnaderhüpfeln)  im 
elsässischen  volksmund.     Jb.  Els.-Lothr.  28,219 — 275. 

Schwäbisch.  22.  Herm.  Fischer,  Schwäbisches  Wörter- 
buch. Ifg.  42—46  (=  bd.  4,  sp.  961—1760,  enthaltend  Land- 
kommentur — Morgengabe).     Tübingen,  H.  Laupp.    4**.    subskriptions- 

13* 


196  X-    Hochdeutsche  mundarten  (1913). 

preis  je  3  m.  —  vgl.  Jsb.  1912,10,26.  —  bespr.  von  R.  Kap  ff, 
ZfdWortf.  14,312—314.  Ifg.  23—35  H.  Teuchert,  AfdA.  36, 
103-104. 

23.  dr.  Steif f.  Württembergische  literatur  vom  jähre  1911. 
Württ.  jb.  f.  stat.  u.  Idk.  1913,  2.  heft.  —  s.  VIII  bericht  über 
'Mundartliches'. 

24,  M.  Lohss,  Beiträge  aus  dem  landwirtschaftlichen  wert- 
schätz des  Schwäbisch-Württembergischen.  Heidelberg,  Carl  Winter. 
XIV,  115  s.  7  karten.  11  m.  (=  Wörter  und  Sachen  1914, 
2.  beiheft.) 

Bayerisch-Österreichisch.  Österreichisch.  25.  J.W.Nagl, 
Grundlegendes  für  das  mundartenwörterbuch.  Wiener  ztg.  18.  4.  1913. 
—  der  verdiente  österreichische  forscher  setzt  sich  hier  für  die 
anordnung  nach  stammen  im  mundartenwörterbuch  ein.  so  gern 
man  ein  solches  verfahren  beim  alten  Graff  bis  auf  das  Schweize- 
rische Idiotikon  vorfindet  und  es  gewiß  auch  im  neuen  und  großem 
Schmeller,  dem  entstehenden  Bayerisch-österreichischen  Wörterbuch, 
sehen  mag,  so  wenig  ratsam  ist  es,  sich  N.'s  gründe  dafür  zu  eigen 
zu  machen,  seine  symbolische  ausdeutung  der  einzelnen  'radikale', 
zu  denen  er  die  vokale  nicht  rechnet,  gelangt,  wenn  sie  'rad, 
rand,  rinde,  rund,  ring,  ringen,  rücken,  reiben,  reichen,  reiten, 
mhd.  reit  gedreht'  zu  einer  wurzelgruppe,  die  etwas  rundes  be- 
deutet, zusammenfaßt,  ja  allerdings  noch  vor  die  zeit  des  idg.  ab- 
lauts.  wenn  sie  aber  bei  einer  etwas  anderen  betrachtungsweise 
schon  im  Mnd.  und  Ahd.  stecken  bliebe?  wenn  'ring'  noch  das 
'radikal'  h  (ahd.  hring)  oder  gar  k  (vorgerm.  krengho-)  bekäme,  es 
ebenso  mit  'rücken'  stünde  und  'ringen',  'reiben',  mhd.  reit  noch 
im  Mnd.  mit  w-  aufträten?  aber  der  vf.  will,  wie  eine  brieflich 
übermittelte  erklärung  besagt,  nur  tatsachen  des  Sprachgefühls  be- 
handeln, auch  dann  jedoch  kann  ich  die  behaupteten  zusammen- 
hänge, wie  ich  die  mundart  kenne,  nicht  zugeben. 

26.  J.  W.  Nagl,  Sonderbare  ausdrücke  aus  der  mundart. 
Wiener  ztg.  8.  8.  1913.  —  einige  verbale  und  substantivische 
bildungen  mit  dem  suffix  -zen. 

27.  A.  Pfalz,  Aufruf,  kurze  Übersicht  über  die  bayerischen 
mundarten  Österreichs.  Bayerischer  heimatschutz.  München  1913, 
14—22. 

28.  E.  G-amillscheg,  Die  romanischen  elemente  in  der 
deutschen  mundart  von  Lusern.  (Beihefte  zur  Zs.  f.  rem.  phil. 
nr.  43.)  Halle,  Niemeyer.  1912.  —  bespr.  von  K.  v.  Ettmayer, 
DLz.  34,1066—1067;  E.  Bowiciez,  Rev.  crit.   75,231—232. 

29.  A.Pfalz,  Die  mundart  des  Marchfeldes.  (Deutsche  mund- 
arten IV,  XXVII.    mitt.  der  Phonogramm-archivs-kommission.    s.-b. 


X,    B.  Die  oberdeutschen  mundarten.  197 

d,  kais.  Akademie  d.  wiss.  in  Wien.)  Wien,  Holder.  1913.  75  s. 
ladenpreis  1,80  m.  —  unter  nr.  I  wird  eine  probe  der  ma.  von 
Deutsch- Wagram  als  XXI.  aufnähme  der  phon.-arch.-komm.  geboten, 
in  der  von  früher  bekannten  weise,  daß  an  stelle  einer  belang- 
losen erzählung  unter  B  die  beschreibung  des  landwirtschaftlichen 
Wagens  tritt,  ist  ein  fortschritt.  nr.  II  bringt  (s.  6 — 41)  eine  laut- 
lehre  der  ma.  des  Marchfeldes.  aus  den  einleitenden  bemerkungen 
geht  hervor,  daß  die  ma.  zum  Mittelbayerischen  gehört  und  in  die 
allgemeinere  Marchfeldmundart,  die  mhd.  uo  zu  uv  entwickelt,  und 
in  die  wJ-muudart  zerfällt.  im  Südosten  wohnen  germanisierte 
Kroaten  mit  einer  etwas  abweichenden  ma.  die  grenzlinien  werden 
mitgeteilt,  die  arbeit  behandelt  dann  ausführlich  und  klar  die  laut- 
lehre  und  läßt  schon  jetzt  die  flexion  nicht  außer  acht,  interessant 
sind  die  ausführungen  über  die  entstehung  einer  doppeldiminutiv- 
form,  neben  der  aber  die  alte  mit  der  bedeutung  des  verächtlichen 
zum  teil  geblieben  ist  (vgl.  mändl  verächtlicher  oder  doch  nicht 
vollwertiger  mann,  mändvl  lieber,  kleiner  mann),  ein  reichhaltiges 
Wörterverzeichnis  (s.  42 — 75)  bildet  den  beschluß  der  tüchtigen 
arbeit.  —  bespr.  von  W.  Steinhauser,  DLz.  34,2141 — 2144; 
Ed.  Weinkopf,  ZföG.  64,987—988. 

Bayerisch.  30.  K.  Reiterer,  Ennstalerisch.  volkstümliches 
aus  der  nordwestlichen  Steiermark.  Graz,  Deutsche  vereinsdruckerei 
und  Verlagsanstalt.     143  s. 

31.  K.  V.  Ettmayer,  Die  geschichtlichen  grundlagen  der 
Sprachenverteilung  in  Tirol.  Mitt.  d.  inst.  f.  österr.  geschichtsf, 
9.  erg.-bd.,   1—33. 

32.  Hans  Dietl,  Ergänzungen  zu  Schmellers  Bayerischem 
Wörterbuch  II.  progr.  d.  Gymn.  zu  Ingolstadt  1913.  —  forts.  von 
Jsb.  1912,10,22.  hat  zur  besprechung  nicht  vorgelegen.  I  ange- 
führt BfGw.  48,538. 

33.  A.  Schacherl,  Der  flachsbau  und  die  flachsbearbeitung 
im  südlichen  Böhmerwalde.  Zs.  f.  österr.  vk.  1913,105 — 117.  — 
mit  vielen  mundartlichen  ausdrücken. 

34.  M.  Eilzi,  Sprachproben  aus  dem  Unterinntal  und  den 
Seitentälern,     progr.     Pola  1911. 

Oberitalienische  Sprachinseln.  35.  W.  Hörst el.  Die  reste 
des  deutschen  Volkstums  in  den  italienischen  Alpen.  Tägliche  rund- 
schau,  Unterhaltungsbeilage  der  nrn.  140 — 144  und  188 — 190. 
Jahrg.  1913.  —  behandelt  ausführlich  die  geschichte  der  cimbrischen 
gemeinden  Südtirols  und  der  deutschen  gemeinden  Bladen,  Zahre 
und  Tischlwang  in  Friaul.  unter  entschiedener  ablehnung  der  hypo- 
these  A.  Galantis  in  seinem  buche  'I  Tedeschi  sul  versante  meri- 
dionale  deUe  Alpi.  Rom.  1885',  daß  die  Deutschen  in  den  er- 
wähnten gemeinden  nachkommen  der  Überreste  aller  in  Italien  seit 


198  ^-    Hochdeutsche  mundarten  (1913). 

der  Völkerwanderung  eingedrungenen  deutscheu  stamme  seien,  weist 
er  an  der  hand  von  Urkunden  und  an  der  eigenart  der  jetzigen 
spräche  die  kolonisation  durch  nahewohnende  deutsche  alpenstämme 
nach,  die  Cimbern  sind  bayrisch-tirolische  ansiedier  des  12.  und 
13.  jahrh.,  und  Tischlwang  ist  im  15.  jahrh,  von  kärntischen  berg- 
knappen  und  Bladen  1410  vom  tirolischen  Pustertal  aus  besiedelt 
worden,  während  Zahre  möglichweise  bereits  einige  Jahrhunderte 
früher  von  baj'^rischen  flüchtlingen  aus  Kärnten  angelegt  worden 
ist.     für  Zahre  und  Bladen  wird  neues  Sprachmaterial  geboten. 

36.  Joh.  Kostial,  Deutschruth.  DE.  1913,88—92.  —  'über- 
sieht der  noch  zugänglichen  angaben  über  das  schwinden  des 
dortigen  Deutschtums',  mit  den  resten  der  tirolischen  ma.  aus 
dem  Pustertal ;  jetzt  völlig  slovenisch.  dazu  eine  karte  von  P.  Langhans. 

Ostfräilkisch.  Allgemein  (mit  berücksichtigung  der  nach- 
bargebiete): 37.  Jos.  Schnetz,  Das  Lär-problem  mit  besonderer 
berücksichtigung  der  unterfränkischen  Lohrorte  am  Main,  progr. 
Lohr  a.  M.  1912/13.  69  s.  —  in  kritischer  form  behandelt  vf. 
unter  ablehnung  des  irreführenden  sprachlichen  deutungsverfahrens 
die  früheren  versuche,  das  dunkle  wort  zu  erklären,  die  betrach- 
tung  der  Überlieferung,  die  eigenart  der  Zusammensetzungen  mit 
lär,  tatsachen  geologisch-geographischer  natur  führen  zu  dem  in 
überzeugender  weise  entwickelten  ergebnis,  daß  als  grundbedeutung 
von  lär,  das  ursprünglich  ein  germanischer,  meist  neutraler  a-stamm 
ist,  '(natürlicher)  Weideplatz'  ist.  vf.  ist  geneigt,  lär  mit  dem  ags. 
Ices  'weide'  in  Verbindung  zu  bringen,  die  arbeit  ist  als  muster- 
beispiel  für  die  methodische  behandlung  eines  schwierigen  Orts- 
namens zu  empfehlen. 

38.  Peter  Schneider,  Der  Wortschatz  der  Bamberger  mund- 
art  von  1880 — 1910.  1.  teil  (70.  bericht  des  Histor  ver.  zur  pflege 
der  gesch.  des  ehemal.  Pürstbistums  Bamberg  s.  99 — 123).  Bam- 
berg, Buchner.  —  hat  zur  besprechung  nicht  vorgelegen,  bespr. 
von  0.  Weise,  ZfdU.   27,377. 

39.  A.  Förster,  Phonetik  und  vokalismus  der  ostfränkischen 
mundart  der  Stadt  Neustadt  (S.-Koburg).  (teildruck),  diss.  Jena. 
Borna-Leipzig,  Noske.  1913.  55  s.  —  aus  einer  'Grrammatik  d. 
mda.  der  stadt  Neustadt',  die  erscheinen  soll. 

Egerländisch.  40.  A.  Böhringer,  Volkstümliche  pflanzen 
des  Egerlandes.    ZföVk.   1913,32—34. 

41.  Jos.  Köferl,  Das  eigenschaftswort  im  dialekt.  Unser 
Egerland  1912,26.  —  kurze  aufzählung  von  zusammengesetzten 
adjektiven  in  der  Egerländer  ma. 

42.  Joh.  Kirchb  erger ,  Beiträge  zur  Egerländer  Wortforschung. 
Unser  Egerland  1913,34—35.  41—43.  55—58.  92—93.  —  enthält 
Daar — Dan.     zu  breit  und  kritiklos. 


X.    C.  Die  mitteldeutschen  mundarten.  199 

43.  AI.  Swoboda,  Wortsammlung  aus  der  Tachauer  gegend. 
Unser  Egerland  1913,102—104.   115  —  117.  —  kurz  erklärt. 

C.   Die  mitteldeutschen  mundarten. 

Rheinfränkisch.  Pfälzisch.  44.  Ph.  Keiper,  Noch  ein- 
mal Pfälzer  appellativnamen.  ZfdMa.  1913,380 — 382.  —  ein  nach- 
trag  zu  ZfdMa.  1910,126 — 140,  zu  dem  Th.  Zink  das  meiste  bei- 
gesteuert hat. 

45.  Klaus  Scholl,  Die  mundarten  des  kreises  Ottweiler. 
Untersuchungen  auf  lautpsysiologischer  und  sprachgeschichtlicher 
grundlage.  Straßburg,  K.  Trübner,  157  s.  3,50  m,  (als  Straß- 
burger diss.   1912.)  —  hat  zur  besprechung  nicht  vorgelegen. 

Ungarländische  mundarten.  46.  R.  Huß,  Az  erdelyi 
nemet  nyelvjäräs-tanulmänyozäs  mai  älläsa.  Budapest,  F.  Pfeifer. 
42  s.  —  da  mir  das  buch  nicht  vorgelegen  hat,  bin  ich  nicht  in 
der  läge,   den  dialekt  zu  bestimmen. 

Ostfränkisch-rheiufränkisches  grenzgebiet.  47.  K. 
Glöckner,  Die  mundarten  der  Rhön.  diss.  Gießen  (=  11.  Ver- 
öffentlichung des  Fuldaer  geschichtsvereins).  IV,119  s.  mit  1  tafel 
und  2  karten.  3  m.  —  die  frage  nach  der  grenzlinie  zwischen  ost- 
und  rhfrk.  in  der  Rhön  abschließende  arbeit,  auf  grund  eigener 
kenntnis  der  hauptdialekte  und  zweijähriger  eigener  Sammlungen 
nimmt  der  vf.,  den  man  zu  dieser  arbeit  beglückwünschen  muß, 
Stellung  zu  den  problemen  des  alters  der  Sprachgrenzen,  ihres  Ver- 
hältnisses zu  politischen  und  natürlichen  grenzen,  der  frage,  ob 
kompromißform  oder  selbständige  entwicklung.  dadurch  trägt  er 
zur  klärung  in  dem  streit  der  beiden  sich  seit  jähren  bekämpfenden 
schulen  bei.  es  entspricht  durchaus  der  von  mir  stets  vertretenen 
ansieht  von  der  bedeutung  reinsprachlicher  forschungsmethode,  wenn 
s.  117  für  eine  ganze  reihe  von  lauterscheinungen  die  nachträg- 
liche bildung  von  kompromißformen  dadurch  als  unmöglich  erwiesen 
wird,  daß  durch  sprachlich  chronologische  erwägungen  das  alter 
dieser  vermeintlichen  kompromißformen  festgelegt  wird.  die  be- 
kannte theorie  des  geringeren  einflusses  natürlicher  als  politischer 
scheiden  läßt  sich  an  vielen  stellen  in  der  Rhön  einleuchtend  klar- 
legen, die  neueren  politischen  grenzen  des  19.  jahrhs.  sind  — 
wenigstens  an  manchen  orten  —  gänzlich  bedeutungslos  für  die 
mundart.  von  großem  und  allgemeinem  wert  ist  die  beobachtung, 
daß  Sprachgrenzen  ohne  politische  oder  natürliche  bedingungen  vor- 
kommen, dadurch  wird  die  wellentheorie  von  Joh.  Schmidt  an 
schönen  beispielen  erläutert;  denn  diese  linien  sind  entstanden,  weil 
die  kraft  gewisser  lautlichen  Vorgänge  dort  erlahmte,  d.  h.  nicht 
mehr    die    anders    geartete   artikulationsstellung   umformen    konnte. 


200  X-   Hochdeutsche  mundarten  (1913). 

ist  die  wiege  der  rheinfrk.  mundartdichtung,  auch  jetzt  blüht  sie 
hier,  eine  zweite  pflegstätte  ist  die  Pfalz,  am  meisten  herrscht 
die  epik  vor.  ausführlicher  werden  der  Frankfurter  Friedrich  Stoltze, 
der  Nassauer  Rudolf  Dietz,  der  Mainzer  Friedrich  Lennig,  der 
Wetterauer  Peter  Geibel,  der  Odenwälder  Georg  Volk,  der  Münchner 
Franz  von  Kobell,  der  auch  liebenswürdige  badisch-pfälzische  ge- 
dachte gemacht  hat,  der  Heidelberger  Gottfried  Nadler,  die  West- 
richer  Karl  Eduard  Ney,  Daniel  Kühn,  August  Gotthold  und  Paul 
Münch  und  die  Saarbrücker  Friedrich  Wilhelm  Schön  und  Karl 
Schumann  behandelt.  —  bespr.  von  F.  Boehm,  ZfVk.  23,432;  von 
-nn-,  Cbl.  64,986. 

49.  W.  Schoof,  Die  Schwälmer  mundart.  ZfdMa.  1913, 
70—83.   146—181.   196—210.  —  wird  fortgesetzt. 

50.  W.  Schoof,  Hessische  Ortsnamen  in  mundartlicher  ge- 
stalt.  ZfdMa.  1913,211 — 232.  —  die  Ortsnamen  sind  im  satz- 
zusammenhange gefragt  worden,  so  daß  klarheit  über  die  Ver- 
wendung des  artikels  geschaffen  ist.  behandelt  werden  die  kreise 
Kassel,  Eschwege,  Rotenburg,  Frankenberg,  Hünfeld,  Gersfeld, 
wertvoll  ist  die  angäbe  des  tons, 

51.  W.  Schoof,  Beiträge  zur  Fuldaer  namenkunde.  Fuldaer 
geschieh tsblätter  1913.   nr.  8.  —  Schwabenhimmel,  Himmeldunkberg. 

52.  W.  Schoof,  Kanzleistil  und  flurnamenforschung.  Hessen- 
land 1913,1 — 16.  33 — 34.  52 — 54.  —  vor  dem  aufkommen  einer 
kanzleisprache  schließt  man  sich  eng  an  die  ausspräche  an.  die 
kataster-  und  flurbücher  sind  mit  ihrer  amtlichen  Schreibung  die 
älteste  quelle,  interessante  beispiele  für  mißverstehen  der  mundart- 
lichen form  durch  die  beamten  und  das  wirken  der  Volksetymologie. 

53.  Ernst  Bromm,  Studien  zur  dialektgeographie  der  kreise 
Marburg,  Kirchhain,  Frankenberg.  diss.  Marburg  1913.  73  s.  — 
gibt  zunächst  eine  lautlehre  der  ma.  von  Rauschenberg  im  kreise 
Kirchhain,  dann  einige  angaben  zur  flexion  und  behandelt  nach 
einem  dialektgeographischen  überblick  die  geschichte  der  gegend. 
in  keinem  teile,  am  wenigsten  im  letzten,  leistet  die  arbeit  be- 
sonderes, der  fast  gänzliche  verzieht  auf  sprachgeschichtliche  er- 
klärungen  fällt  auf.  auch  der  dialektgeographische  teil  bietet  nur 
beschreibung.  grundsätzliches  läßt  sich  aus  der  arbeit  nicht  ge- 
winnen. 

54.  E.  Maurmann,  Kleine  beitrage  zur  geographie  der 
deutschen  mundarten.  ZfdMa.  1913,193 — 196.  —  inhalt:  zur  öjü- 
grenze  für  wgerm.  au  =  ahd.  o,  zur  Verbreitung  von  ä  für  wgerm. 
au  =  ahd.  ou,  zur  gmsfejjgaisfej- grenze,  die  behandlung  des  aus- 
laute in  'leute,  heute,  müde',  zur  Verbreitung  des  Inlauts  au  in 
'heute'     von    br-    und    hl-    in    'pflaumen'    im    hessischen    und    zur 


X,  C.  Die  mitteldeutschen  mundarten.  201 

feine  bemerkuugen  über  die  abweicliende  sprachentwickluDg  einer 
kolonie  (s.  116).  hingewiesen  wird  auf  die  rolle,  die  individuelle 
Schwankungen  der  ausspräche  für  die  entwicklung  spielen,  und 
deren  erforschung  verlangt,  bemerkenswert  ist,  daß  die  kinder- 
sprache  sich  allmählich  der  spräche  der  älteren  anzupassen  scheint, 
vgl.  die  gleiche  Vermutung  Thumbs  (Jsb.  1911,10,5).  hervorzu- 
heben sind  schließlich  die  guten  phonetischen  angaben. 

Hessen-nassauisch.  Allgemein.  48.  F.  Schön,  Ge- 
schichte der  rheinfränkischen  mundartdichtung,  Alem.  1913,18 — 33; 
81 — 99  (auch  als  buch  Ereiburg  (Bad.),  Fehsenfeid).  —  behandelt 
kurz,  aber  gut  orientierend  die  dichter  1.  Hessen-Nassaus,  2.  Hessens, 
3.  des  rheinfränkischen  mundartgebietes  in  Baden,  4.  der  bayrischen 
Pfalz,  5.  Deutsch-Lothringens,  6.  des  Saarbrücker  landes,  Frankfurt 
diphthongierung  zwischen  Rhön  und  Thüringerwald,  forts.  von 
Jsb.  1911,10,3.  bis  auf  den  letzten  punkt  mit  grenzangaben  nach 
eigenen  Untersuchungen. 

55.  Martin  Schmidt,  Der  konsonantismus  der  Bonnländer 
mundart  auf  frühalthochdeutscher  grundlage.  diss.  Gießen  1912. 
96  s.  —  als  forts.  der  arbeit  seines  bruders  'Der  vokalismus  .  .  . 
diss.  Gießen  1905'  gedacht,  eine  reichhaltige  Stoffsammlung  mit 
vielen  ausblicken  auf  etymologie  und  flexion.  die  arbeit  verrät 
gute  grammatische  kenntnisse. 

Nassauisch.  56.  Aug.  Höfer,  Die  nassauische  spräche. 
Nassauisches  heimatbuch.  Wiesbaden,  Petmecky.  s.  661 — 680. 
auch  als  sonderabdruck.  ebd.  20  s.  —  skizze  der  ma.:  allge- 
meines, lautlehre  phonetisch  und  historisch,  aus  der  formen-  und 
Satzlehre,  texte. 

57.  Wilh.  Kr  oh,  Beiträge  zur  nassauischen  dialektgeographie 
(teildruck),  diss.  Marburg  1912.  66  s.  —  die  ganze  arbeit  soll 
in  der  Deutschen  dialektgeographie  hrsg.  von  F.  Wrede.  IV,65  ff. 
veröffentlicht  werden. 

Moselfränkisch.  58.  H.  Meyers,  Beiträge  zur  ma.  der 
Schneeeifel.  ZfdMa.  1913,45—54.  105—130.  —  lexikalische  Samm- 
lung, die  verhältnismäßig  nur  wenig  neues  material  bringt,  die 
lautschrift  ist  nicht  streng,  der  akzent  und  die  etymologie  wird 
nicht  berücksichtigt,  mit  spuren  ripuarischer  lauterscheinungen, 
z.  b.  der  gutturalisierung  von  -d-  und  -t. 

59.  T.  K rings,  Mundartliche  fremdwörter  aus  der  Mittel- 
eifel.     Eifelvereinsblatt  1913,  nr.  1, 

60.  Edm.  Protsch,  Eine  kirmes  im  Hunsrück.  ZfVk.  1913, 
72 — 74.  —  mit  einigen  mundartlichen  ausdrücken. 

Siebenbürgisch.  61.  Siebenbürgisch- sächsisches 
Wörterbuch,    mit  benutzung  der  Sammlungen  Joh.  Wolffs.    hrsg. 


202  S^-    Hochdeutsche  mundarten  (1913). 

vom  ausschuß  der  Vereins  für  siebenbürgische  landeskunde.  I.  bd. 
4.  Ifg.  bearbeitet  von  Ad.  Schullerus  (s.  417 — 576  Batsche- 
bi'rch — Beute).     Straßburg,  K.  J.  Trübner.     4  in. 

62.  Zum  Wörterbuch.  KblSiebLk.  1913,1— 4.  —  F.  Hof- 
städter erklärt  den  nösnischen  familiennamen  Kuales  aus  Calixtus; 
R.  Huß  über  nackipansi  m.  kleines  nacktes  kind,  ferner  d  kit  er 
sagt;  F.  Holzträger  über  einige  redewendungen;  J.  Jacobi  über 
Ystar;  Joh.  Roth  über  vtren  'nach  vorn  hin;  A.  Schullerus 
8.  25 — 27  stellt  die  Worterklärungen  von  herbes  n.  bienenkorb, 
inängelqchen  rotgefärbtes  osterei,  röm  m.  weinrebpfahl,  fe^hesch  m. 
brotkuchen  von  neuem  zur  diskussion,  dazu  G.  Kisch  s.  81  —  82; 
H.  Ungar,  Zur  Volkskunde  aus  Reußen  s.  82 — 86;  J.  Roth, 
Reuß.  eine  sprachliche  und  rechtsgeschichtliche  Untersuchung. 
8.  121 — 124.  behandelt  das  dunkle  wort  rewsz^  daß  bei  Diefenbach- 
Wülcker  819  und  im  Dt.  wtb.  8,848  als  friedensvertrag  erklärt 
wird,  und  deutet  es  auf  grund  eines  siebenbürgischen  gebrauches 
als  reis  (vLrga). 

Ripiiarisch,  63.  M.  Schollen,  Aachener  Sprichwörter  und 
redensarten.     2.  aufl.     Aachen,    La  Ruellesche   druckerei.      228  s. 

64.  Th.  Frings,  Studien  zur  dialektgeographie  des  Nieder- 
rheins zwischen  Düsseldorf  und  Aachen  (=  Deutsche  dialekt- 
geographie hrsg.  von  F.  Wrede.  h.  V).  Marburg,  N.  G.  Elwert. 
IX,243  s.  mit  einer  karte.  8  m,  —  höchst  bedeutsame  arbeit 
über  den  rheinischen  akzent  und  die  daraus  sich  ergebenden 
diphthongierungserscheinungen  in  ihren  verschiedenen  abstufungen, 
mit  frischer  entschiedenheit  kritisiert  F.  die  arbeiten  seiner  zahl- 
reichen Vorgänger  und  findet  die  richtige  auffassung  vom  'rheini- 
schen akzent',  wie  die  bekannte  'zirkumflektierte  betonung'  öfters 
genannt  worden  ist,  bereits  bei  dem  alten  Hardt,  Vokalismus  der 
Sauerma,  1843  und  dann  wieder  bei  dessen  nachfolger  Engel- 
mann, Ein  mittelfränkisches  akzentgesetz.  Beitr.  1910,382  ff.  (Jsb. 
1911,10,57),  die  den  ausdruck  'korreption'  dafür  verwendeten, 
nach  Wredes  verschlag  wählt  F.  die  bezeichnung  'schärf ung'.  in 
der  tat  beweisen  zwei  experimentelle  aufnahmen  die  geringere 
dauer  eines  'geschärften'  langvokals  (das  t  in  stif  'steif  ist  ungefähr 
^Iq  länger  als  das  i:  in  sti:  f  'steife,  stärke'),  von  dieser  kürzung 
wird  auch  der  nachfolgende  konsonant  betroffen  und  in  weiterer 
ausdehnung  auch  die  endung.  in  dieser  reihenfolge  setzt  nun  F. 
die  Vorgänge  an,  die  zum  abfall  des  endungs-e  und  der  reduktion 
der  endung  -en  zu  -e  geführt  haben,  seine  annähme  stellt  sich 
demnach  zu  allen  früheren,  die  die  apokope  als  die  Ursache  für  den 
zweigipfligen  ton  angesehen  haben,  in  schroffem  gegensatz.  den 
entstehungsgrund  für  die  'schärfung'  findet  er  in  der  satzrhythmik: 
der  auf  der  betonten  stelle  eines  Sprechtaktes  ruhende  satzton  sucht 


X.    C.  Die  mitteldeutschen  mundarten.  203 

sich  im  einsilbigen  (stlf)  wie  zweisilbigen  wort  {stive  'steife')  in  der 
dauer  gleichzubleiben  und  führt  durch  dieses  streben  zur  kürzung 
des  Vokals,  so  daß  sich  zunächst  sU:v9,  später,  wenn  auch  die  endung 
davon  erfaßt  ist,  sti:f  entwickelt,  neben  der  schärf ung  steht  die 
zirkumflexion,  'der  geschleifte  ton',  der  aus  langen  oder  gedehnten 
vokalen  durch  dissimilation  diphthonge  bildet,  der  geschleifte  ton 
ist  die  eigentliche  Ursache  der  diphthongierung;  doch  kann  auch 
durch  schärfung  ein  (geschärfter)  diphthong  entstehen,  in  diesem 
ist  regelmäßig  der  erste  bestandteil  qualitativ  gesenkt,  die  be- 
seitigung  der  sogenannten  'spontanen'  zirkumflektierung  der  alten 
längen  d,  e,  o,  mit  der  sich  die  frühere  forschung  beholfen  hatte, 
die  deutung  der  diphthongstufen  Leiheners  als  geschärfte  und  un- 
echte diphthonge  ist  beachtenswert.  —  eine  arbeit,  deren  folgen 
nachhaltig  sein  müssen  und  der  forschung  eine  energische  Zu- 
sammenfassung und  jedenfalls  erfreuliche  klärung  geschafft  haben, 
doch  sind  weitere  Untersuchungen  dringend  erforderlich. 

65.  K,  Schmitz,  Der  handwebstuhl  in  der  Krefelder  mund- 
art.     ZfrhwVk.   1913,133—140. 

Thüringisch.  66.  G.  Kirchner,  Beiträge  zur  abgrenzung 
des  Zentralthüringischen,  diss.  Jena.  34  s.  —  hat  zur  besprechung 
nicht  vorgelegen. 

67.  C.  Hankel,  Sprachgrenzen  im  nördlichen  Thüringen, 
diss.  Halle.  67  s.  —  untersucht  die  grenze  zwischen  i  tcjei  au, 
ei  ouje  Ö,  g-jj-,  kr-  kl-jj'r-  jl  in  dem  gebiet  zwischen  Weimar  und 
Sangerhausen,  die  diphthongierungslinie  (i  ü  ^  ei  au)  und  die  linie 
g-jj-  streichen  in  nordsüdlicher  richtung,  während  die  beiden  andern 
sich  nach  osten  abwenden,  das  monophthongierungsgebiet  (mhd. 
ei  ou~^  e  ö)  ist  fest,  dagegen  weichen  die  lü  deutlich  nach  westen 
zurück,  die  erhaltung  der  monophthonge  e  ö  -<^  mhd.  ei  ou  läßt 
sich  auf  den  einfluß  der  landschaftlichen  Umgangssprache  zurück- 
führen, dieselbe  Ursache  verdrängt  aber  die  'gewöhnliche'  aus- 
spräche i  ü.  nach  Bremer  geht  die  diphthongierung  auf  fränkischen 
und  sächsischen  einfluß  zurück. 

68.  A.  Puckel,  Schmakaller  quieler-born.  gedichte  und  ge- 
schichten  in  Schmalkalder  ma.  Schmalkalden ,  Wilisch.  48  s. 
0,60  m.  —  schnurren  und  kleine  Szenen  aus  dem  Volksleben,  die 
in  gefälliger  form  geboten  werden  und  trotz  einer  einfachen  phone- 
tischen Schrift  leicht  lesbar  sind,  ein  Wörterbuch  der  ma.  gibt  dem 
büchlein  auch  für  den  forscher  wert. 

Ohersächsisch,  69.  K.  Müller-Praureuth,  Wörterbuch 
der  obersächsischen  und  erzgebirgischen  mundarten.  Ifg.  7  (s.  241 — 384 
Mistfink  bis  sagen)  und  Ifg.  8  (s.  385 — 528  sägen  bis  Sommerlatte). 
Dresden,  Baensch.     je  3,50  m.  —  vgl.  Jsb.   1912,10,68. 


204  21.    Hochdeutsche  mundarten  (1913). 

Eragebirgisch.  70.  E.  Gerbet,  Beiträge  zur  kenntnis  des 
westerzgebirgischen,  niedererzgebirgischen  u.  vogtländischen.  ZfdMa. 
1913,54—69.  130  —  146.  249—262.  289—314.  'im  anschluß  an  den 
Wortschatz  von  Oberdorf  im  Erzgebirge'  von  0.  Philipp,  ZfdMa. 
1911,359  ff.  iu  zwangloser  form  bietet  der  verdiente  forscher 
dialektgeographische  Studien  zu  einzelworten.  behandelt  werden 
wohl  alle  in  frage  kommenden  erscheinungen,  so  die  unterschiede 
der  lautgestaltung,  der  flexion,  der  Wortbildung,  des  geschlechtes, 
beachtet  wii'd  die  volksumdeutung,  die  lautmalerei,  der  bedeutungs- 
wandel.  auch  die  etymologie  wird  gefördert,  den  größten  gewinn 
hat  die  dialektgeographie  zu  verzeichnen  und  zwar,  was  besonders 
nottut,  die  lexikalische,  die  einzelnen  artikel  sind  alphabetisch  ge- 
ordnet, die  arbeit  ist  ein  neues  zeugnis  dafür,  was  das  Wörterbuch 
von  Müller-Fraureuth  alles  versäumt  hat. 

Lausitzisch-SChlesiscll.  Allgemein,  71.  Hämetgsang, 
1.  Jahrbuch,  hrsg.  von  L.  W.  Roche  wanski.  Ereudenthal,  W.  Krom- 
mer.  1912.  geb.  2,50  kr.  —  eine  anthologie  schlesischer  und 
mährischer  mundartdichter;  im  ganzen  beitrage  von  21  Schrift- 
stellern, eine  ausführliche  inhaltliche  und  sprachliche  Würdigung 
gibt  davon  F.  Graebisch,  ZfdMa.   1913,185—187. 

72.  L.  Hanke,  Die  Wortstellung  im  schlesischen  (=  Wort 
und  brauch  hrsg.  von  Th.  Siebs  u.  M.  Hippe,  11.  heft).  Breslau, 
M.  u.  H.  Marcus.  XIV,112  s.  4  m.  —  vgl.  Jsb.  1911,10,73; 
dort  abschnitt  I  und  II  besprochen  als  diss.  —  der  3.  abschnitt 
behandelt  die  pron.,  der  4.  die  partikeln,  der  5.  das  zahlwort  und 
maßbestimmungeu,  der  6.,  umfangreichste,  das  verbum.  dieser 
schließt  sich  an  Schiepek,  Der  satzbau  der  Egerländer  ma.  1899, 
1908  an.  im  satzbau  sind  nachstellungen  entweder  syntaktisch 
nicht  mit  dem  satze  verbunden  oder  a)  dem  tonischen  gewicht 
eines  vorangehenden  Satzteils  untergeordnet  oder  b)  in  den  voraus- 
gehenden satztakt  einbezogen;  doch  gibt  es  im  schlesischen  auch 
nachtrage,  die  den  hauptton  tragen,  im  nebensatz  stehen  inf.  und 
part,  gern  am  ende,  dagegen  nicht  so  sehr  das  verbum  finitum, 
da  dem  volksbewußtsein  die  tätigkeit  als  das  wichtigste  erscheint, 
ausführlich  wird  die    parataxe   behandelt,     eine   brauchbare   arbeit. 

73.  Th.  Siebs,  Schlesische  Volkskunde,  in  der  'Schlesischen 
landeskunde' II.  bd.  s.  351— 393.  Leipzig  1913.  — darin  s.  370— 388 
'Sprache  und  dichtung'  mit  einer  sprachkarte  von  Schlesien,  im 
anschluß  an  die  arbeiten  v.  Unwerths  werden  die  nationalitäts-  und 
mundartengrenzen  geboten,  gegen  frühere  behauptungen  hält  S. 
das  schlesische  Sprachgebiet  für  mitteldeutsch  ohne  niederdeutsche 
beimischung.  eine  periode  gemeinsamer  Sprachentwicklung,  etwa 
vom  13.  Jahrhundert  an,  hat  für  alle  gegenden  des  gebietes  über- 
einstimmende lauterscheinuDgen   herausgebildet,     es    folgt   die   auf- 


X.    C.  Die  mitteldeutschen  mundarten.  205 

Zählung  der  gemeinschlesischen  merkmale  und  der  einzelnen  mund- 
arten (A.  1.  Laus.-schles.  stammmundarten,  2.  gebii'gsmundarten, 
3.  glätzische  mundarten.  B.  1.  Diphthongierungsmundarten,  2.  kräuter- 
mundart).  9  sätze  des  Wenkerschen  Sprachatlas  in  diesen  mund- 
arten (s.  378 — 381)  geben  eine  Vorstellung  von  ihnen,  zum  schluß 
einige  bemerkungen  über  die  spi*achliche  Zuverlässigkeit  der  schle- 
sischen  dialektdichter  und  über  die  Volkslieder,  verse  und  sprüche 
und  Unterhaltungen,  die  andern  abschnitte  der  klar  geschriebenen 
arbeit  geben  auch  manches  sprachliche. 

74.  F.  Graebisch,  Über  die  schlesische  ma.  des  Eulen- 
gebirges im  kreise  Reichenbach.  ZfdMa.  1913,239 — 244.  —  kurze 
augabe  der  hauptsächlichen  lautlichen  ab  weichungen  von  der  ma. 
des  Riesengebirges  und  hinweis  auf  grenzen  innerhalb  des  gebietes. 
II.  proben  aus  dem  ortsteil  Neubielau  von  Langenbielau, 

75.  F.  Graebisch,  Aus  einem  unbekannten  dorfe.  Guda 
obend.  jahrg.  1913.  —  enthält  mundartliches  aus  Brzesowie,  graf- 
schaft  Glatz.  ein  zweiter  artikel  an  derselben  stelle  ist  zum  teil 
in  der  deutschböhmischen  ma.  von  Gießhübel  abgefaßt. 

76.  K.  Roth  er,  Fremdwörter  in  der  schlesischen  mundart. 
MSchlesVk.  15,137—155. 

77.  Deutsche  Volkskunde  aus  dem  östlichen  Böhmen 
von  dr.  Ed.  Langer,  Braunau  i.  B.  XIII.  bd.  1.  u.  2.  h.  — 
enthält  u.  a.  Volkstümliche  dichtung  (s.  35 — 49),  Sage  und  brauch 
aus  dem  Isergebirge  (s.  50 — 62),  Mundartliches  und  abergläubisches 
(s.  63—100). 

Zipsisch.  78.  E.  Kövi,  Volkstümliche  redensarten  usw. 
aus  Zipsen.  ZfdMa.  1913,233 — 239.  315 — 316.  —  sprachlich  ohne 
belang. 

79.  E.  Kövi,  Die  Zipser  mundart.     MSchlesVk.  15,42—83. 

80.  Jul.  Greb,  Schlesisch  und  Oberzipsisch.  MSchlesVk.  15, 
84—98.  —  bespr.  von  B.  Capesius,  KblSiebLk.  1913,79—80. 

Iglau.  81.  A.  Altrichter,  Schnadahüpfeln  aus  der  Iglauer 
Sprachinsel.     ZföVk.  1913,245—254. 

Jüdisch-Deutsch,  82.  H.  Bourgeois,  Petite  grammaire 
de  la  langue  judeo-allemande  (jargon).  Rev.  de  ling.  46,12 — 24. 
99—109.  177—184. 

83.  S.  Weissenberg,  Die  'Klesmer'-sprache.  Mitt.  anthrop. 
ges.  Wien  1913,127 — 142.  —  Klesmorim  heißen  die  musikanten 
im  jüdisch-deutschen  jargon.  sie  sind  noch  jetzt  in  Galizien  und  Ruß- 
land fahrende  leute  und  finden  besonders  bei  jüdischen  hochzeiten 
Verwendung,  sie  sind  jetzt  im  aussterben,  vf.  gibt  ein  Wörter- 
verzeichnis, das  deutsche,  slavische,  hebräische  elemente  und  will- 
kürliche Schöpfungen  sowie  aus  den   verschiedenen  gaunersprachen 


206  X.    Hochdeutsche  mundarten  (1913). 

entlehnte    bestandteile    enthält.     Es    sind    im    ganzen   200    Wörter; 
mehr  hat  er  nicht  in  erfahrung  bringen  können. 

84.  A.  Landau,  Zur  russisch-jüdischen  'Klesmer'-sprache. 
Mitt.  anthrop.  ges.  Wien,  1913,143 — 149.  —  die  spräche  der  jüd. 
musikanten  aus  dem  gouv.  Cherson  ist  aus  dem  Jargon  durch  Ver- 
setzung eines  konsonanten,  Veränderung  des  anlauts,  Umstellung  usw. 
gebildet.  Wörter  aus  slav.  maa.,  aus  der  gaunersprache  sind  auf- 
genommen, vf.  gibt  einen  nachtrag  zu  der  wortsammlung  des 
dr.  S.  Weissenberg. 

85.  Besprechungen  von  werken,  die  in  früheren  Jahr- 
gängen verzeichnet  sind:  F.  Holzträger,  Sjmtaktische  funk- 
tion  der  wortformen  im  nösnischen  1911,10,60  und  1912,10,51: 
F.  Hofstädter,  KblSiebLk.  1913,10—13;  0.  Weise,  ZfdU.  27, 
379 — 380.  —  A.  Hauffen,  Geschichte,  art  und  spräche  des 
deutschen  Volksliedes  in  Böhmen  1912,10,11:  Ss.  Kbl.SiebLk. 
1913,42.  —  K.  Gusinde,  Eine  vergessene  deutsche  Sprachinsel 
im  polnischen  Oberschlesien  1911,10,74:  B,  Capesius,  KblSiebLk. 
1913,78—79.  P.Drechsler,  ZfVk.  1913,109.  P.  Pietsch,  ZSprV. 
1913,183.  —  Beiträge  zur  schweizerdeutschen  grammatik, 
hrsg.  von  A.  Bachmann,  h.  L  IL  IV.  V  1910,10,25.  26;  1911, 
10,16.  17:  P.  Lessiak,  AfdA.  36,22.5— 233.  K.  Bohnenberger, 
ZfdPh.  45,361 — 384.  —  Gedeon  Petz,  XJngarländische  mundarten. 
1.— 7.  heft,  1910,10,55  —  61:  R.  Huß,  AfdA.  36,22—39.  — 
Wörterbuch  der  Elberfelder  mundart  1910,10,73:  L.  Groo- 
taers,  Leuv.  bijdr.  1913,358—359.  0.  Behaghel,  Litbl.  1913, 
270 — 271.  —  J.  Janiczek,  Der  vokalismus  der  mundarten  in 
der  Schönhengster  Sprachinsel  1911,10,79:  0.  Behaghel,  Litbl. 
1913,226.  —  Jos.  Matzke,  Die  mundart  von  Rathsdorf  im  Schön- 
hengstgau 1911,10,77.  1912,10,73:  0.  Behaghel,  Litbl.  1913, 
226.  — Hans  Reis,  Die  deutschen  mundarten  1912,10,2:  0.  Weise, 
Sokrates  1,266—269;  ZfdU.  27,376.  F.  P.,  Rev.  germ.  9,251. 
R.  Kapff,  Kbl.  f.  d.  höh.  schul.  Württ.  20,287.  A.  Meillet,  BSL. 
61,307.  — •  K.  Hentrich,  Wörterbuch  der  nordwestthüringischen 
mundart  des  Eichsfeldes  1912,10,65:  A.  Gebhardt,  ZfdPh.  1913, 
108—110.  W.  Kroh,  DLz.  34,809—810.  —  P.  Schneider, 
Volksetymologie  in  Bamberger  namen  und  in  der  Bamberger  ma. 
1911,10,44:  Cascorbi,  ZSprV.  1913,116—117.  0.  Weise,  ZfdU. 
27,300.  — •  E.  Dornfeld,  Untersuchungen  zu  Gottfried  Hagens 
reimchronik  der  Stadt  Köln  1912,10,60:  V.  Moser,  ZfdPh.  45, 
317—318.  R.  Spiller,  Cbl.  64,955—956.  —  0.  Kürsten  und 
0.  Bremer,  Lautlehre  der  ma.  von  Buttelstedt  1910,10,84:  0.  Phi- 
lipp, ZfVk.  1913,97—98.  -nn-,  Cbl.  64,515.  —  H.  Schmoeckel, 
Das  Siergerländer  bauemhaus  1912,10,48:  R.  Mielke,  ZfVk, 
1913,99.     A.  Wrede,  Westd.  zs.  31,488—489;  0.  Weise,  ZfdU. 


X,  (1914).   A.  Allgemeines.  207 

27,378.  —  P.  Frisch,  Studien  zur  grenze  des  mosel-  und  rhein- 
fränkisclien  im  Süden  desreg.-bez.  Trier  Jsb.  1912,10,46:  Th.  Frings, 
Westd.  zs.  32,338 — 340.  —  Em.  Friedli,  Bärndütsch  als  Spiegel 
bernischen  Volkstums.  3.  bd.  Jsb.  1911,10,14:  0.  Ebermann, 
ZfVk.  23,330.  —  0.  Weise,  Unsere  mundarten.  Jsb.  1910,10,4: 
A.  Petak,  ZfRw.  28,412.  —  Th.  Schönborn,  Das  pronomen  in 
der  schlesischen  mundart  Jsb.  1912,10,70:  0.  Brenner,  Cbl. 
64,348.  —  Jos.  Seemüller,  Deutsche  mundarten  III.  Jsb. 
1911,10,29.  30.  32.  33,11.  34.  36.  38:  Hans  W.  Pollak,  ZföG. 
64,326 — 328.  —  W.  Schoof,  Die  Zeitbestimmungen  in  der  schwälmer 
ma.   1912,10,38:  0.  Weise,  ZfdU.  27,378. 

H.  Teuchert. 


Hochdeutsche  mundarten  (1914). 

A.Allgemeines:  1.  Zusammenfassendes.  2.  Lexikalisches.  —  B.  Die  ober- 
deutschen mundarten:  1.  In  der  heimat.  2.  Oberdeutsche  Sprachinseln. 
—  C.  Die  mitteldeutschen  mundarten :  1.  In  der  heimat,  2.  Mitteldeutsche 
Sprachinseln.  (Mit  freundlicher  Unterstützung  der  herren  S.  Feist, 
W.  Seelmann,  der  die  dissertationen  eingesehen  hat,  und  O.  Weise.) 

A.   Allgemeiues. 

1.    Zusammenfassendes. 

1.  Zeitschrift  für  deutsche  mundarten.  im  auftrage 
des  Vorstandes  des  Allgemeinen  deutschen  Sprachvereins,  hrsg.  von 
0.  Heilig  und  H.  Teuchert.  4  hefte  von  je  6  bogen.  Berlin, 
Verlag  des  Allg.  deutschen  Sprachvereins  (F.  Berggold).  10  m.  — 
die  einzelnen  abhandlungen  werden  für  sich  aufgeführt. 

2.  Dietrich  Schäfer,  Die  deutsch-französische  Sprachgrenze. 
Intern,  monatsschr.  f.  wiss.,  kunst  und  technik  7,  sp.  15  ff.  — 
angez.  von  Rud.  Belitz,  DE.  13,172.  —  betont  den  wert  der 
orts-  und  flurnamenforschung. 

2.    Lexikalisches. 

3.  Kökeln.  belege  aus  Nordböhmen  und  Niederösterreich 
von  W.  Steinhauser,  aus  Köln  (zwischen  1589  und  1631)  von 
A.  Wrede.  bedeutungen  1.  mit  feuer  spielen,  2.  gaukeln,  taumeln. 
ZfdMa.  9,287. 

4.  Heinr.  März  eil,  Die  tiere  in  deutschen  pflanzennamen. 
ein  botanischer  beitrag  zum  deutschen  Sprachschatze.  Heidelberg, 
K.  Winter.  1913.  XXVI,263  s.  6,80  m.  —  hat  zur  besprechung 
nicht  vorgelegen,  doch  vgl.  Jsb.  1912,10,7;  bespr.  von  W.  Zimmer- 
mann, Alem.  42,124 — 125. 


208  ^-    Hochdeutsche  mundarten. 

5.  G.  Schaaffs,  Misel  nebst  ableitungen  bei  Goethe.  ZfdU. 
28,509 — 521.  —  aus  der  eis.  ma.,  wie  das  Deutsche  Wörterbuch 
annimmt,  die  ableitungen  miselei  und  misein  aber  neubildungen 
Goethes,  aus  einer  reimerei  im  familienkreise  stammt  der  name 
Misele  (6  wie  Wetterle)  in  einem  gedieht  aus  dem  jähr  1818. 

B.  Die  oberdeutschen  mundarten. 

1.  In  der  heimat. 
Südalemannisch.  Schweizerisch  im  ganzen,  6.  E.  Hoff- 
mann-Krayer  und  Hanns  Eächtold,  Bibliographie  über  die 
schweizerische  volkskundeHteratiir  des  Jahres  1913.  Schweizer, 
archiv  f.  volksk.  18(1914), 48 — 56.  —  bringt  unter  nr.  XII  einen 
bericht  über  die  spräche,  daraus  führe  ich  folgende  im  Jsb.  nicht 
angezeigte  arbeit  an:  H.  Goldener,  Die  verbalflexion  einer  ost- 
schweizerischen dialektgruppe  mit  besonderer  berücksichtigung  der 
analogiebildungen.  Bemer  diss.,  Frauenfeld  o.  j.  [1912?).  einige 
besprechungen  und  andere  kleinigkeiten  finden  sich  noch  außerdem 
angezeigt. 

7.  Schweizerisches  idiotikon.  Wörterbuch  der  schweize- 
rischen spräche,  begonnen  von  F.  Staub  und  L.  Tobler.  76. — 77.  h. 
(=  bd.  VIII,  sp.  57 — 344,  enthaltend  die  stamme  sch-b — sch-f) 
bearbeitet  von  A.  Bachmann  und  E.  Schwyzer,  J.  Vetsch, 
0.  Gröger,  W.  Hodler  (für  J.  Vetsch  ist  in  h.  77  K.  Stucki 
getreten).     Erauenfeld,  Huber  u.  co.    1914.     je  2  m. 

8.  0.  Gröger,  Schweizer  mundarten.  im  auftrage  der  leiten- 
den kommission  des  Phonogrammarchivs  der  Universität  Zürich 
bearbeitet  (=  XXXVI.  mitt.  d.  Phonogrammarchivskommission  der 
kais.  Akad.  d.  wiss.  in  Wien),  s.-a.  aus  den  Sitz.-ber.  d.  kais. 
Akad.  d.  wiss.  in  Wien,  phik-hist.  kl.,  176.  band,  3.  abhdlg,  Wien, 
A.  Holder.  1914.  94  s.  —  auf  anregung  von  prof.  A.  Bach- 
mann, dem  begründer  des  Zürcher  phonogrammarchivs,  gibt  vf. 
eine  auswahl  von  phonographisch  aufgenommenen  mundartproben 
der  ganzen  Schweiz,  mit  den  172  platten,  die  das  archiv  zurzeit 
besitzt,  sind  63  aufnahmen  gemacht  worden,  für  das  deutsche 
Sprachgebiet  ist  als  einheitlicher  text  eine  von  dr.  W.  Wiget  ver- 
faßte Tellerzählung  zugrunde  gelegt  worden,  doch  daneben  noch  ein 
anderes  stück  aufgenommen,  die  vorliegende  Sammlung  bietet  nur 
proben  der  letzten  art,  die  recht  gefällig  sind,  die  transkription 
verwendet  die  bekannte  lautschrift  der  'Beiträge  zur  schweizer- 
deutschen grammatik'.  veröffentlicht  werden  20  alemannische, 
6  frankoprovenzalische,  4  lombardische,  4  rätoromanische  aufnahmen. 

Hochalemannisch.  9.  Em.  Friedli,  Bärndütsch  als  Spiegel 
bernischen  Volkstums,   4,  bd.:  Ins  (Seeland  I.  teil).   Bern,  A.  Francke. 


X.   B.  Die  oberdeutschen  mundarten.  209 

1914.  IX, 627  s.  broscli.  10  m.,  geb.  12  m.  —  dem  vf.  wie  dem 
Verleger  hat  im  jähre  1912  die  Berner  Hochschule  den  ehrendoktor 
verliehen,  in  der  tat  verdient  das  Friedlische  werk  diese  ehrung. 
in  ungezwungener  darstellung  werden  'wörter  und  Sachen'  zu  einem 
bilde  des  Volkstums  vereinigt,  das  ein  denkmal  der  spräche  und 
der  geschichte  der  bewohner  und  ihres  landes  bietet,  von  dem 
brennpunkte  des  einen  ortes,  Ins,  zwischen  Neuenburger  und  Bieler 
See,  ausgehend,  schildert  der  vf.  die  ganze  landschaft  mit  ihrer 
pflanzen-  und  tierweit,  den  fluren,  ackern  und  Waldungen  und  be- 
sonders ausführlich  das  Große  moos,  überall  die  lebensbedingungen 
der  bevölkerung  darstellend,  dabei  werden  die  zukommenden  sprach- 
lichen ausdrücke  in  der  ma.  bestimmter  Ortschaften  gegeben,  vom 
wissenschaftlichen  Standpunkt  unsers  berichtes  vermissen  wir  weder 
eine  phonetische  darstellung  noch  etymologische  deutungen.  auch 
auf  sprachliche  probleme,  wie  die  berührung  der  deutschen  grenzma. 
mit  dem  französischen  wird  eingegangen,  gerate,  kleidung  und  ge- 
richte  werden  uns  sprachlich  und  sachlich  beschrieben,  die  auf- 
gäbe, die  mundartlichen  formen  lautlich  treu,  aber  doch  im  üblichen 
schriftbilde  zu  bieten,  ist  glücklich  gelöst,  eine  fülle  von  bildern 
des  Inser  malers  Anker  und  Photographien  beleben  den  text.  ohne 
zweifei  ein  unternehmen,  das  in  den  rahmen  des  bernischen  landes 
vorzüglich  paßt,  anderswo  aber  kaum  den  gleichen  erfolg  hätte, 
bei  aller  Volkstümlichkeit  ein  reicher  wissenschaftlicher  gehalt,  den 
herauszuschälen  ein  oder  mehrere  sach-  und  Wörterverzeichnisse 
helfen  sollten,  dies  unser  wünsch!  —  bespr.  von  0.  Meisinger, 
ZfdMa.  9,277—278. 

10.  H.  Ammann,  Die  Sprachverhältnisse  des  Berner  Jura* 
DE.  13,2 — 14.  —  mit  2  karten,  bringt  statistische  angaben  über 
die  amtsbezirke  Neuenstadt,   Courtelary  und  Freibergen. 

11.  Ernst  Tappolet,  Die  alemannischen  lehnwörter  in  den 
mundarten  der  französischen  Schweiz,  kulturhistor.-linguist.  Unter- 
suchung. 1.  teil.  Straßburg,  Trübner,  1914.  —  bespr.  v.  E.  Gra- 
millscheg,  DLz.  35,1445—1446;  H.  Witte,  DE.  13,62. 

12.  E.  Hörburger,  Die  entwicklung  der  adjektivflexion  in 
der  Urkundensprache  Vorarlbergs,  s.-a.  aus  d.  Jsb  des  Realgym- 
nasitims  Linz  1914.  16  s.  —  für  die  Chronologie  der  mundart- 
lichen adjektivflexion  wichtige  arbeit,  zugrunde  gelegt  wird  die 
heutige  ma.  von  Doren,  4  stunden  östlich  von  Bregenz. 

Nordalemanniscli.    Mittelalemannisch.    13.    K.  Bohnen- 
berger,    Zur    auflösung    des    n    vor    reibelaut    im    alemannischen. 
ZfdMa.  9,377 — 382.    —    kurze,    auf    eigenen    und    fremden    nach- 
forschungen    beruhende    darstellung    der    nasalierung    der    kurzen 
Jahresbericht  für  germanische  philologie.    XXXVI.    (1914.)  I.  Teil.        14 


210  ^«   Hochdeutsche  mundarten. 

vokale  vor  reibelauten  (die  gutturalen  reibelaute  kommen  aus 
dialektgeographischen  gründen  nicht  in  frage),  folgendes  wird  fest- 
gestellt: 1.  auch  der  nordwesten  des  alemannischen  von  Basel  bis 
zur  fränkischen  grenze  zeigt  spuren  der  auflösung  mit  Verstärkung 
des  Vokals  und  zwar  rechtsrheinisch  im  ersten  drittel,  linksrheinisch 
in  zwei  dritteln  der  strecke;  2.  i  und  u  werden  diphthonge  rechts- 
rheinisch bis  zur  Alb  und  gegen  den  Feldberg,  ohne  das  schwä- 
bische diphthonggebiet  zu  berühren,  linksrheinisch  bis  zur  Thur- 
mündung  und  zur  welschen  grenze  in  den  Vogesen  und  im  Jura, 
der  Ursprung  des  lautvorganges  ist  auf  schweizerischem  boden  zu 
suchen. 

Schwäbisch.  14.  Herrn.  Fischer,  Schwäbisches  Wörter- 
buch. Ifg.  47 — 49  (=bd.  4,  sp.  1761 — 2098  Morgengahe — Nutzung). 
Tübingen,  H.  Laupp.  4*'.  je  3  m.  —  vgl.  Jsb.  1913,10,22.  —  im 
bei'ichtsjahre  ist  der  4.  band  dieses  großen  werkes  abgeschlossen 
worden,  er  umfaßt  die  lieferungen  36 — 49  und  enthält  die  buch- 
staben  i,  y,  ä;,  q,  l,  m,  n.  für  den  größten  teil  des  bandes  hat  der 
vf.  sich  noch  der  Unterstützung  seines  langjährigen  mitarbeiters 
Pfleiderer  erfreuen  dürfen,  hoffen  wir,  daß  es  F.  vergönnt  sein 
möge,  bald  wieder  einen  tätigen  helfer  zu  finden,  damit  er,  der 
berufenste  arbeiter  am  schwäbischen  sprachgut,  sein  hochverdienst- 
liches werk  vollenden  könne,  für  den  4.  band  gilt  das  gleiche  lob 
wie  für  die  drei  ersten,  besonders  umfangreich  sind  die  artikel 
Katze,  Kind,  Ku,  lassen,  Leut  (mit  besonders  vielen  mundartlichen 
belegen),  Mai,  Mann,  einige  bemerkungen:  folgende  grammatische 
feststellungen  verdienen  beachtung:  neben  kam  schimmel  wird  ein 
mhd.  *kuon  wahrscheinlich  (172);  metathesis  weist  die  form  Krel)e 
weidenkorb,  desgleichen  eine  andere  ablautstufe  auf  (718);  das  mhd. 
langeze  frühling  erscheint  noch  in  der  form  längs  (986);  ein  (l-suffix 
zum  stamme  kl-  besitzt  Keid  keim  (307);  ^r-abfall  im  anlaut  vor  i 
ist  beachtenswert  in  l2)s  gips  (46)  und  in  Ilge  lilie  (17),  das  auf 
ital.  giglio  zurückgeführt  wird;  gemination  einer  media  durch  -el 
scheint  vorzuliegen  in  Kampel  kämm  (187).  klore  runde  pflaumen 
(500)  heißt  in  der  Neumark  ebenso  fglqrdj;  das  schwäbische  Kauder 
1.  werg,  2.  gebund  werg  mit  seinen  Verzweigungen  Kuder  abfall 
von  werg  (818),  Kutter  keliricht,  alles  zerbröckelte  (881)  und  Käuzen 
bund  gehechelten  flachses  (298)  ist  ein  weitverbreitetes  wort,  vgl. 
obers.  kaute  gebund  flachs  (Müller-Fraureuth  11,29),  lüneburgisch 
kÜ9,  kaud  (mit  (Z-schwund)  bündel  flachs  (bei  Schambach),  neumärk. 
küdd  12  hände  voll  flachs  und  dazu  wohl  auch  seh] es.  kudlich  mit 
zerzaustem  haar  (Mitt.  schles.  ges.  f.  vk.  XVI,110).  zur  bedeutungs- 
entwicklung  von  Lank  art  und  weise  (989),  das  zu  lenken  gehört, 
kann  man  das  neumärk.  trcn  art  und  weise  vergleichen,  das  zu 
trendein  zu  stellen  ist. 


X.    B.  Die  oberdeutschen  mundarfcen.  211 

15.  r.  Veit,  Die  ahd.  a-  und  e-laute  in  der  ma,  von  Ost- 
dorf. Beitr.  40,169 — 215.  —  eine  auf  einer  kurzen  darstellung 
der  heutigen  mundartlichen  laute  von  Ostdorf  aufgebaute  theorie 
des  Umlautes  von  a  und  ä  im  hochdeutschen,  anknüpfend  an 
Nagls  anschauung  über  den  umlaut,  die  er  erheblich  abändert,  er- 
klärt V.  den  sogenannten  sekundären  umlaut  (ä)  als  die  ursprüng- 
liche ausspräche  des  a.  diese  habe  sich  infolge  der  bisher  für  das 
entstehen  des  sekundären  umlauts  erkannten  bedingungen  erhalten, 
während  in  allen  andern  Wörtern  die  ausspräche  ä  sich  zum  reinen  a 
verdumpft  habe,  der  primäre  umlaut  machte  aus  dem  alten  ä  ein 
geschlossenes  e.  der  sogenannte  sekundäre  umlaut  sei  eigentlich 
als  unterbliebener  oder  'negativer'  umlaut  anzusehen,  des  weiteren 
wendet  sich  V.  gegen  eine  unmittelbare  herleitung  des  diphthongs 
aus  d  über  da  und  verbleibt  bei  der  anschauung,  ä  sei  zu  q  ver- 
dumpft und  dann  erst  diphthongisch  geworden,  auch  für  ä  setzt 
er  die  ursprüngliche  ausspräche  ä   an. 

16.  Herm.  Fischer,  Aus  dem  schwäbischen  Wortschatz  älterer 
zeit.     Württ.  vierteljahrsh.  f.  landesgesch.  23,337 — 338. 

17.  Fr.  Pf  äff,  Joh.  Gg.  Jacobi  und  die  alemannische  mund- 
art.     ZfdU.  28,110—114. 

18.  Rud.  Pfeiffer,  Kleine  beitrage  zu  Johann  Sprengs  Wort- 
schatz, ZfdMa.  9,261 — 264.  —  angeführt  werden  Wörter  aus 
Sprengs  Ilias-  und  Aneisübersetzung  (Augsburg  1610),  die  im 
D.  WB.  fehlen  oder  nur  in  andrer  Verbindung  und  bedeutung  ge- 
nannt sind,  zugleich  ein  beitrag  zu  Fischers  Schwäbischem  wtb., 
wo  Spreng  nicht  herangezogen  wurde,  einige  30  Wörter  von  zum 
teil  schwäbischem  gepräge. 

19.  H.  Marzell,  Volkstümliche  pflanzennamen  aus  dem  bay- 
rischen Schwaben.  ein  beitrag  zur  Volkskunde  (s.-a.  aus  dem 
41.  bericht  des  Naturwissenschaftlichen  Vereins  für  Schwaben  und 
Neuburg).    1913.     54  s. 

Niederalemannisch.  Elsässisch.  20.  Paul  Levy,  Die 
Verwertung  der  mundarten  im  deutschunterrichte  höherer  lehr- 
anstalten  unter  besonderer  berücksichtigung  des  elsässischen  (s.-a. 
aus  ZfdU.  1913,  8.  ergänzungsheft).  63  s.  1,50  m.  —  zu  natio- 
nalem und  didaktischem  zweck  verfaßter  aufsatz,  der  an  dieser 
stelle  wegen  der  menge  gut  ausgewählter  beispiele  erwähnung 
verdient. 

21.  D.  Müntzer,  Neues  elsässer  schatzkästel.  eine  Samm- 
lung elsässischer  dialektgedichte  aus  Vergangenheit  und  gegenwart. 
Straßburg,  Straßburger  druckerei.  1913.  —  bespr,  von  Br.  Stehle, 
DLz.  35,2185—2186. 

14* 


212  ^'   Hochdeutsche  mundarten. 

Badisch.  22.  0.  Heilig,  Zum  wortbestand  der  nieder- 
alemannischen  mundart  von  Ottersdorf  bei  Rastatt.  ZfdMa.  9, 
335 — 345.  —  angeführt  werden  I.  'neuhochd.  Wörter,  die  in  der 
mundart  fehlen  und  durch  andere  ersetzt  werden,  II.  hochd.-mund- 
artliche  Wörter  (in  lautlicher  hinsieht  vielfach  bemerkenswert)', 
solche  durchmusterung  des  Sprachschatzes  einer  mundart  ist  wert- 
voll nicht  nur,  um  die  bildungsstufe  der  bevölkerung  festzustellen, 
sondern  auch  um  den  Sprachschatz  möglichst  vollständig  aufzu- 
decken, auch  die  beziehungen  zwischen  ma.  und  Schriftsprache 
lassen  sich  so  verfolgen,  natürlich  reicht  eine  solche  arbeit  nicht 
aus,  wenn  man  die  im  volke  lebenden  begriffe  und  ihre  benennungen 
aufspüren  will,  also  für  die  eigentliche  wörterbucharbeit,  ich  zweifle 
aber,  ob  sich  in  jedem  falle  das  mundartliche  wort  mit  dem  nhd. 
begriff  deckt,  der  II.  teil  stellt  eine  art  lautlehre  in  alphabetischer 
abfolge  dar. 

23.  Ders.,  Aus  badischen  mundarten.  ZfdMa.  9,245  —  254. 
—  forts.  von  Jsb.  1911,10,22.  lautformen  und  synonyme  für  einige 
fünfzig  Wörter  oder  wortformen  aus  63  Ortschaften,  die  über  ganz 
Baden  verstreut  liegen. 

24.  W.  Zimmermann,  Mundartliche  pflanzennamen  aus 
Baden.  Alem.  42,175 — 189.  —  plan  einer  umfassenden  Samm- 
lung, fragen  und  probe  des  bisher  gesammelten  Wortschatzes,  ent- 
haltend die  buchstaben  a — e.  die  deutungen  verraten  oft  eine 
vorgefaßte  meinung  und  lassen  die  fachwissenschaftlich-sprachliche 
Schulung  vermissen,  nur  das  alemannische  sprachgut  ist  berück- 
sichtigt. 

25.  r.  Weik,  Kinderreime,  merkverse,  Sprüche,  Wetterregeln 
und  rätsel  aus  Rheinbischofsheim.  ZfdMa.  9,254 — 260.  —  79  nr., 
in  lautschrift. 

Bayerisch-Österreichisch.  26.  (E.  Kuhn),  Erster  bericht 
der  Kommission  für  die  herausgäbe  von  Wörterbüchern  bayerischer 
mundarten.  kgl.  Bayerische  akademie  der  Wissenschaften.  München. 
22  s.  —  im  arbeitskartell  mit  der  Wiener  Akademie  wird  ein 
großes  Bayerisch-österreichisches  mundartliches  Wörterbuch 
geschaffen,  dessen  redaktion  in  Wien  vorgenommen  werden  soll, 
daneben  wird  die  herausgäbe  eines  Rheinpfälzischen  und  eines 
Ostfränkischen  Wörterbuches  geplant,  versitzender  des  Münchener 
ausschusses  ist  prof.  Ernst  Kuhn,  der  bericht  gibt  auskunft  über 
die  vorbereitenden  schritte  und  das  bis  ende  1913  erreichte. 

27.  (Jos.  Seemüller),  I.  bericht  der  von  der  kaiserl.  Aka- 
demie der  Wissenschaften  in  Wien  bestellten  Kommission  für  das 
Bayerisch-österreichische  Wörterbuch,  erstattet  von  ihrem  obmann. 
Wien  1913.     19  s.   —   gibt    künde    von    den    Vorbereitungen,    die 


X.   B.  Die  oberdeutschen  mundarten.  213 

zur  Schaffung  einer  sorgfältig  geregelten  arbeitsgemeinschaft  mit 
der  bayerischen  Urheimat  führten,  und  der  Organisation  des  Unter- 
nehmens, obmann  ist  prof.  Jos.  Seemüller,  Verfasser  prof.  Primus 
Lessiak;  nahe  steht  dem  Wörterbuch  prof.  Jos.  Schatz  und  dr. 
V.  Kralik.  —  II.  dass.  Wien  1914.  32  s.  —  berichtet  über 
die  bisherige  Sammeltätigkeit. 

28.  H.  Pollak,  Das  phonogramm-archiv  der  kaiserl.  Akademie 
der  Wissenschaften  in  Wien.     GRMon.   6,257 — 269. 

29.  0.  Abel,  Kosenamen  aus  der  altbayerischen  kinderstube 
und  ihr  gegenteil.  ZfdU.  28,736 — 740,  —  eine  fülle  kosender 
und  tadelnder  bezeichnungen  für  kleine  kinder  wie  Patscherl, 
Muschel,  Gischpel. 

Steirisch.  30.  L.  Bein,  Beitrag  zur  kenntnis  des  ober- 
steirischen haus-  und  ackergerätes  und  zum  steirischen  wertschätz. 
Mitt.  d.  anthrop.  gesellsch.  in  Wien  44,165 — 221. 

Ostfränkisch.  31.  Otto  Dellit,  Die  mundart  von  Klein- 
schmalkalden  (laut-  und  formenlehre,  syntax  und  Wortschatz). 
Marburg,  N.  G.  Elwert.  1914.  XI,240  s.  —  Kleinschmalkalden 
und  Brotterode  sind  die  vom  Thüringischen  stark  beeinflußten  nörd- 
lichsten Vorposten  der  nordhennebergischen  ma.,  die  durch  die  er- 
haltung  des  mhd.  pf-  und  die  'nominativdehnung'  zum  oberdeutschen 
gewiesen  wird.  thür.  ist  z,  m,  iu,  e,  o  als  monophthonge,  ou,  ei  als 
diphthonge  und  die  diminutivendung  -chen.  die  trotz  des  volks- 
tümlichen tons  durchaus  wissenschaftlich  begründete  arbeit  ist 
durch  klarheit  in  der  darstellung  ausgezeichnet,  anschauliche  be- 
nennungen  wie  'volkssuperlativ'  für  verstärkende  adjektivzusammen- 
setzungen  sind  glücklich  gewählt,  die  phonetisch  gute  beschreibende 
wie  die  geschichtliche  lautlehre  sind  erfreuliche  leistungen.  manches 
gute  findet  sich  im  abschnitt  IV  (Wortbildung),  dankenswert  sind 
die  abschnitte  VI  und  VII,  die  teile  der  syntax  behandeln. 
VIII  bringt  dann  noch  proben  des  Wortschatzes,  wobei  auch  die 
personen-,  straßen-,  flur-  und  orts-,  tier-  und  pflanzennamen  mitge- 
teilt werden,  hoffentlich  findet  das  gefällige  buch  die  leser,  die  es 
verdient.  —  bespr.  von  0.  Weise,  ZfdU.  28,463. 

32.  E.  Kaupert,  Die  mundart  der  herrschaft  Schmalkalden 
(teildruck),     diss.     Marburg   1914.     73   s. 

33.  Otto  Feiler,  Das  fürwort  in  der  mundart  von  Gerolz- 
hofen  (Ufr.).  ein  beitrag  zur  syntax  der  ostfränkischen  mundarten. 
diss.     Würzburg,  Dreschel  &  Reichart.    1914.     VIII,52  s. 

34.  Hubert  Haß  mann,  Zur  lautlehre  der  mundart  des  Eger- 
landes.  Unser  Egerland  18,23  ff.'  —  gehandelt  wird  in  der 
noch  nicht  zu  ende  geführten  arbeit  über  die  Egerländer,  deren 
ma.  eine  teilma.  des  Nordgauischen  (Oberpfälzischen)   sei,    die    bis- 


214  X..    Hochdeutsche  mundarten. 

herige  literatur,  die  ziele  der  forschung  und  die  lautschrift.    darauf 
folgt  eine  phonetik  der  einzelnen  laute. 

35.  Johann  Kirchb erger,  Beiträge  zur  Egerländer  Wort- 
forschung. Unser  Egerland  17(1913),34  ff.  18,54  ff.  —  zahlreiche 
bekannte  und  weniger  bekannte  ausdrücke  werden  jeder  in  einem 
besonderen  abschnitt  ausführlich  behandelt. 

2.  Oberdeutsche  Sprachinseln. 
Schwäbisch.  36.  R.  v.  Pfaundler,  Das  deutsche  Sprach- 
gebiet in  Südungarn.  DE.  13,15—22.  56  —  60.  159—171.  mit 
4  karten.  —  ausführliche  darstellung  der  geschichte  des  Siedlungs- 
gebietes im  Banat  und  in  der  gespanschaft  Arad.  die  arbeit  be- 
ruht auf  den  ergebnissen  der  Volkszählung  vom  31.  dez.  1910. 
s.  161 — 171  wird  die  gespanschaft  Torontal  behandelt. 

37.  Ders.,  Die  ergebnisse  der  Volkszählung  vom  31.  dez.  1910 
im  deutschen  Westungarn.  DE.  13,74 — 95.  —  vergleichung  mit 
den  zahlen  von  1900. 

38.  Ders.,  Die  ergebnisse  der  Volkszählung  vom  31.  dez.  1910 
an  der  deutsch-italienischen  Sprachgrenze  im  Etschtal.  DE.  13, 
148—152. 

Badisch.  39.  D.  Häberle,  Badische  kolonien  in  Süd- 
rußland. Alem.  42,17 — 40.  —  mit  2  kartenskizzen.  geschicht- 
liche und  statistische  angaben  über  die  zu  anfang  des  19.  jahrhs. 
mit  ansiedlern  aus  Baden,  der  Pfalz  und  dem  Elsaß  begi'ündeten 
kolonien. 

Südbayerisch.  40.  Elemer  Schwartz,  A  rdhalapincskozi 
(iijelvjdräs  hangtana  (=  Lautlehre  der  ma.  zwischen  der  Raab  und 
Lafniz.  Arbeiten  zur  deutschen  Philologie,  hrsg.  von  G.  Petz, 
J.  Bleyer,  H.Schmidt.  X).  Budapest,  E.  Pfeiffer.  1914.  1318. 
4,50  kr.  —  die  bewohner  der  komitate  Eisenberg,  Ödenburg  und 
Wieselburg  sind  steirische  einwandrer  und  keine  Hienzen.  be- 
wiesen wird  diese  behauptung  durch  eine  vergleichung  des  körper- 
baues,  der  speise-  und  kleidernamen,  des  häusertypus  und  der 
familiennamen  in  dem  gebiet  zwischen  Raab  und  Lafniz  einerseits 
und  der  Steiermark  und  der  Henzonia  anderseits.  71°/^  der  fami- 
liennamen stimmen  mit  den  steirischen  überein.  s.  36 — 108  wird 
eine  ausführliche  lautlehre  geboten,  die  die  vorigen  ergebnisse  be- 
stätigt, die  ma.  stellt  sich  somit  zum  Südbayerischen,  während  die 
hienzische  eine  nordbayerische  ist.  eine  karte  und  Wörterverzeichnis 
beschließen  das  fleißige  buch,  eine  deutsche  Inhaltsangabe  ist  bei- 
gelegt. 

41.  Pr.  Lessiak,  Zwei  deutsche  Sprachinseln  in  Eriaul: 
Bladen    und    die    Zahre.      DE.    13,132—137.    —    die    Zahre     mit 


X.   C.  Die  mitteldeutschen  mundarten.  215 

2  dörfern  und  die  Bladner  Sprachinsel  mit  deren  13  haben  wie  die 
beiden  andern  fri auler  Sprachinseln  Grottschee  und  Tischelwang  alte 
Spracheigentümlichkeiten  ihrer  altbayerischen  ma.  bewahrt.  so 
heißt  der  Schwiegervater  noch  schwer,  die  -tochter  schnür,  die 
Schwägerin  geschwaie.  L.  vermutet,  daß  die  bewohner  beider 
Siedelungen  eines  Stammes  sind;  ihre  nächsten  verwandten  wohnen 
im  kärtnischen  Leßachtal  und  im  osttirolischen  Pustertal.  beachtens- 
wert ist  der  umstand,  daß  die  Sprachinseln  allgemein  frühere  sprach- 
stufen bewahren  als  das  heimatgebiet. 

42.  Dar  klöane  Catechismo  vor  de  Sihen  Kameün  mit 
halghen  Gasang.  In  Semindrieu  von  Padehe  1842.  39  s.  (neu- 
druck,  veranstaltet  vom  Bund  der  sprachinselfreunde.)  Leipzig-R., 
Nationale  kanzlei.  1914.  20  m.  —  bespr.  von  A.  Pfalz,  ZfdMa. 
1915,330 — 331:  der  älteste  katechismus  stammt  aus  dem  jähre 
1602;  die  ausgäbe  von  1842  ist  ein  unveränderter  abdruck  des 
1813  gedruckten  zimbrischen  katechismus.  zitiert  nach  der  be- 
sprechung  von  A.  Pfalz. 

Nordbayerisch.  43.  S.  Graf,  Hianzische  märchen.  ZfVk. 
24,20 — 31.  —  in  mundartlicher  lautform. 

C.   Die  mitteldeutschen  mundarten. 

1.    In  der  heimat. 
Rheinfränkisch.    Pfälzisch.    44.    Fr.  Schön,  Lina  Sommer, 
eine  Pfälzer  mundartdichterin.     Alem.   1913,157 — 158. 

45.  Jak.  Wille,  Gottfried  Nadler.  rede,  gehalten  am  Nadler- 
denkmal in  Heidelberg  zur  feier  des  100.  geburtstages  des  dichters 
am  19.  aug.  1909.  Alem.  42,1 — 7.  —  diese  rede  wird  wegen 
ihrer  tatsächlichen  angaben  und  der  Charakteristik  des  Heidelberger 
dichters  hier  angeführt. 

46.  Heinr.  Reichert,  Lautlehre  der  mundart  von  Mönchzell. 
diss.     Freiburg  i.  B.,  Wagner.    1914.     88  s. 

47.  Roland  Martin,  Untersuchungen  zur  rhein-moselfrän- 
kischen  dialektgrenze  (teildruck),     diss.     Marburg   1914.     63  s. 

Hessisch.  48.  W.  Seh oof,  Die Schwälmer mundart.  IL  teil, 
flexionslehre.  ZfdMa.  9,3—31.  —  forts.  von  Jsb.  1913,10,48.  die 
ganze  arbeit  auch  als  buch.  Halle  a.  d.  S.,  Waisenhaus.  1914. 
94  s.  2,40  m.  —  durch  das  gebiet  der  Schwalm  führt  die  grenze 
zwischen  dem  Hessen-  und  Oberlahngau;  dieser  entspricht  die 
jetzige  mundartengrenze  von  Ober-  und  Niederhessen,  aber  es 
läßt  sich  kein  beweis  dafür  erbringen,  daß  die  Sprachgrenze  auf 
die  gaugrenze  zurückgeht,  trotz  der  behauptung  des  vfs.  vielmehr 
ist  für  die  sprachlinie    die   territoriale   grenze   zwischen   Ober-  und 


216  X.    Hochdeutsche  mundarten. 

Niederhessen  verantwortlich  zu  machen,  der  II.  teil  bietet  einen 
überraschend  reichen  stoff  für  die  Verwendung  des  genitivs  und 
dativs.  der  versprochenen  syntax  der  Schwälmer  ma.  darf  man 
daher  mit  erwartung  entgegensehen,  die  lautlehre  leidet  unter 
Wiederholungen,  sie  ist  fast  nur  beschreibend  und  läßt  die  wirken- 
den lautgesetze  nicht  hervortreten,  auch  systemzwang  und  analogie- 
wirkungen  werden  nicht  immer  erkannt,  erwünscht  wäre  eine 
darstellung  der  dehnung  und  der  diphthongierung.  als  beachtens- 
wertes lautliches  ergebnis  führe  ich  den  wert  ö  für  ahd.  ou  an, 
während  der  umlaut  zu  e  führt,  im  hiat  geht  die  entwicklung  für 
ou  zu  ai,  für  öü  zu  ä.  einige  versehen  in  der  grammatischen  be- 
nennung  ('media  fortis'  u.  a.)  stören.  —  bespr.  von  0.  Philipp, 
ZfVk.   24,326—327;    A.  Fuckel,  Hessenland  1914,94. 

49.  W.  Schoof,  Beiträge  zur  hessischen  Ortsnamenkunde  III. 
Hessenland  1914,81—83;  102—105;  340—343.  —  behandelt  in 
ruhig  wägender,  die  alte  urkundliche  wie  die  heutige  namensform 
würdigender  form  die  Ortsnamen  Marburg,  Marienthal,  Weimar, 
Ungedanken  und  Gedankenspiel. 

50.  Paul  Freiling,  Studien  zur  dialektgeographie  des  hessi- 
schen Odenwaldes  (teildruck),  diss.  Marburg,  Friedrich.  1914. 
76  8.  —  die  vollständige  arbeit  wird  in  Dtsch.  dialektgeographie  XII 
erscheinen. 

51.  Hans  Gore  11.  Studien  zur  dialektgeographie  der  ehe- 
maligen graf Schaft  Ziegenhain  und  benachbarter  ge bietsteile  (teil- 
druck), diss.  Marburg,  Friedrich.  1914.  63  s.  —  erscheint  voll- 
ständig in  Dtsch.  dialektgeographia  VII. 

52.  Maximilian  Martin,  Die  französischen  Wörter  im  Rhein- 
hessischen, diss.  von  Gießen.  Mainz,  v.  Zabern.  1914.  125  s. 
1   karte. 

53.  Fritz  Hackler,  Der  konsonantismus  der  Wittgensteiner 
mundart  (mit  einer  landkarte).  diss.  Bonn,  Rhenania.  1914. 
74  8.      1   karte. 

Hessen-nassauisch.  54.  F.  Wrede,  Das  Hessen-nassauische 
Wörterbuch.     Hessenland  28,71—72;  277 — 281;  295 — 296. 

Mittelfränkisch  im  ganzen.  55.  0.  Schell,  Bibliographie 
zur  rheinisch-westfälischen  Volkskunde  für  1913.  ZfrhwVk.  11, 
60 — 67.  —  von  nicht  notierten  abhandlungen  führe  ich  daraus  u.  a. 
an  'Epostrakismos  (flache  steine  übers  wasser  werfen)'.  Köln.  ztg. 
11.  2.  1913  (nr.  161).  —  Aug.  Lennartz,  Flachsernte.  Köln.  ztg. 
1913  (nr.  1177).  —  Ad.  Wagner,  'Hillig'  auf  dem  Vorderhunsrück. 
Deutsche  dorfzeitung  von  H.  Sohnrey  XVI,37.  —  K.  R.  Schmidt, 
Kniereiterlieder  aus  dem  Bergischen.  —  F.  Halbach,  Menschen  an 
der  Wupper.  ein  beitrag  zum  'Rhein,  wörterb.'  Gen.-anz.  f.  Elber- 
feld  u.  Barmen  1913  (28.  11.). 


X.    C.  Die  mitteldeutsclien  mundarten.  217 

56.  Jos.  Müller,  Der  apfel  im  Spiegel  rheinischer  mundart. 
ZfdMa.  9,31 — 53.  —  'in  lexikalischer  form  zusammengestellt',  mit 
21  quartseiten  wohl  der  umfangreichste  Wörterbuchartikel,  den  ein 
deutsches  mundartenwörterbuch  nach  der  aufnähme  dieses  hier  auf- 
zuweisen hätte,  aber  durch  die  geplanten  vorarbeiten  zum  Rheini- 
schen Wörterbuch,  die  grammatik  und  den  Sprachatlas  werden 
viele  angaben  zum  fortfall  kommen,  reichliche  anführung  urkund- 
licher belege  beweist,  daß  das  Rhein,  wtb.  auch  die  Vergangenheit 
ausnutzen  wird,  die  komposita  füllen  nicht  weniger  als  8  selten. 
es  zeigt  sich  wieder,  welche  vorteile  die  anordnung  nach  stammen 
wie  im  Schweizerischen  Idiotikon  bietet,  vielleicht  entschließt  sich 
die  Wörterbuchleitung  noch  hierzu. 

57.  Ders.,  Die  bohne  in  rheinischer  spräche  und  sitte. 
ZfrhwVk.  11,4 — 42.  —  erschöpfende  Schilderung  der  rolle,  die  die 
bohne  im  leben  des  rheinländischen  volkes  spielt.  M.  weist  mit 
nachdruck  auf  die  kraft  der  sprachschöpfung  hin,  die  das  Volk  an 
dieser  erst  nach  1570  heimisch  gewordenen  nährpflanze  gezeigt 
hat.  eine  anzahl  eigens  für  die  behandlung  und  das  Wachstum 
dieses  gewächses  geschaffener  Wörter  und  ausdrücke  finden  sich 
vor.  die  beliebtheit  des  bohnengerichtes  zeitigt  viele  bildliche 
redensarten;  auch  der  abergiaube,  feste  und  allerlei  gebrauche  ver- 
knüpfen sich  mit  dem  anbau  und  der  herrichtung  der  frucht.  das 
bohnenlied  steht  in  beziehung  zum  geschlechtsleben. 

58.  (Ders.),  Probe  zum  Rheinischen  Wörterbuch.  34  s. 
(o.  ].).  —  für  die  erste  Versammlung  der  leiter  der  deutschen 
wörterbuchanternehmungen  in  Marburg  hergestellte  probe,  die  eine 
Vorstellung  von  der  achtjährigen  Sammeltätigkeit  und  einen  anhält 
für  die  endgültige  form  geben  soll,  sie  bietet  die  mit  ba  und  do 
beginnenden  wortstämme  zum  teil;  besonders  ausführlich  ist  Bach 
behandelt,  die  reife  und  abgeschlossenheit  dieses  artikels  eröffnet 
die  besten  aussichten  auf  das  ganze  werk,  ein  für  allemal  sei  er- 
wähnt, daß  das  aus  dem  archiv  des  Rheinischen  Wörterbuchs 
stammende  sprachgut  auch  die  nieder-  und  rheinfränkischen  be- 
zirke des  gebietes  ausschöpft. 

59.  Ders.,  Rheinische  fastnachtsrufe.  ZfrhwVk.  11,271 — 276. 
—  necksprüche,  einfache  gereimte  nachrufe,  ausrufe  und  be- 
nennungen  von  fastnachtsnarren  in  stattlicher  menge. 

60.  Ders.,  Die  butterhexe  (rheinische  Sprüche  beim  buttern). 
ZfrhwVk.   10(1913),267— 272. 

61.  Ders.,  Thomasesel  und  pfingstfuchs.  ZfrhwVk.  11, 
133 — 141.  —  eine  reihe  benennungen  für  den  langschläfer,  der 
im  ripuarischen  gebiet  (zum  teil  auch  im  ndfrk.,  im  moselfrk.  fast 
nicht)  am   Thomastage,    21.  dez.,    als   Thomasesel   verspottet  wird. 


218  -X..   Hochdeutsche  mundarten. 

in  den  grenzbezirken  und  im  moselfrk.  besteht  die  in  den  meisten 
deutschen  gauen  bekannte  sitte,  den  Spätaufsteher  am  pfingsttage 
zu  necken. 

62.  Ders.,  Haudkitzelverse.  ZfrhwVk.  11,144 — 147.  —  zwei 
grundformen.  die  eine  verwendet  nur  reimworte,  die  andere  be- 
gnügt  sich    mit   dem   das  kitzeln  ausdrückenden  wort  am  Schlüsse. 

63.  K.  Schwarz,  Das  intervokalische  -g-  im  fränkischen, 
sprachgeschichtliche  Untersuchungen,  mit  3  karten  und  4  skizzen 
im  text.  Straßburg,  K.  J.  Trübner.  1914.  VIII,132  s.  5  m.— 
die  Untersuchungen  erstrecken  sich  an  der  hand  eines  ungewöhnlich 
reichen  materials,  wie  es  nur  durch  die  mustergültige  Organisation 
der  Sammeltätigkeit  am  Rheinischen  Wörterbuch  zusammengebracht 
werden  konnte,  auf  das  gesamte  gebiet  der  Rheinprovinz  mit  ein- 
schluß  des  rheinfränkischen  striches  um  Saarbrücken,  verwerten 
also  nieder-,  mittel-  und  rheinfränkische  sprachformen,  darüber 
hinaus  zieht  der  vf.  das  rheinfränkische  links  des  Rheins,  öfters 
das  elsässische  und  schwäbische  hinzu,  die  lautverbindungen  age, 
ege,  ege,  ige,  oge,  uge;  äge,  ege,  ige,  üge;  eige,  iege  und  uoge  werden 
geschichtlich  und,  was  ein  hervorragendes  verdienst  der  arbeit  ist, 
geographisch  untersucht.  eine  dankenswerte  Vorarbeit  für  den 
Sprachatlas  der  Rheinprovinz  mit  gelungenen,  übersichtlichen  karten 
und  skizzen.  die  neuartige  Übersichtstabelle  auf  s.  93  für  'egge', 
die  die  verschiedenen  lautformen  nach  der  geographischen  läge 
ihrer  heimatorte  nebeneinader  anordnet,  verdient  empfehlung.  als 
ergebnis  seiner  Untersuchungen  führt  der  vf.  s.  131  und  132  folgende 
punkte  an:  1.  die  lautgeschichte  des  intervokalischen  -g-  in  der 
Rheinprovinz  zeigt  regel-  und  gesetzmäßigkeit.  wahrscheinlich  be- 
steht eine  ähnliche  gesetzmäßigkeit  für  das  gesamte  deutsche 
Sprachgebiet;  2.  egi  wird  nicht  zu  ei;  3.  es  gibt  einen  älteren  und 
Jüngern  ^-ausfall.  an  dem  ersten  nehmen  teil  a)  die  formen  auf  t  und  s, 
b)  die  formen,  bei  denen  die  silbe  mit  g  durch  konsonant  -f-  silbe 
gedeckt  war  (z.  b.  ahd.  seganon  segnen,  pl.  wagene  wagen,  kegele 
keil),  erst  später  fällt  g  aus,  wenn  age,  ege  usw.  am  wortende 
standen  oder  nur  noch  ein  konsonant  auEer  s  und  t  folgte,  den  er- 
gebnissen  unter  1  und  2  kann  man  ohne  weiteres  zustimmen;  aber 
bei  3  trifft  m.  e.  wohl  die  Unterscheidung  eines  älteren  und  eines 
jüngeren  g'-schwundes  zu,  aber  die  erklärung  des  älteren  lautvor- 
ganges,  welche  das  hauptergebnis  der  arbeit  darstellt,  muß  man 
ablehnen.  S.  denkt  sich  nämlich  die  beseitigung  des  g  nicht  durch 
kontraktion,  sondern  durch  assimilation.  er  läßt  beispielweise  ke:l, 
k7\'l  'kegel,  pflock'  aus  kegle  nach  ausfall  des  unbetonten  e  (in  kegele) 
entstehen,  nicht  aus  keil  <<^  kegil,  da  egi  im  fränkischen  nicht  ei 
ergibt,  so  läßt  er  auch  rhein-  und  moselfrk.  sg.  tvä:n  wagen  aus 
wagne,  nä:l  nagel  aus  nagle  entstehen;  nur  für  r  (in  mager  mager) 


X.    C.  Die  mitteldeutsclien  mundarten.  219 

gibt  er  zu,  daß  es  sich  ablehnend  gegen  die  assimilation  verhalte; 
eine  gute  beobachtung.  daß  folgendes  -de  den  ^r-schwund  be- 
günstigt hat,  lehren  viele  mundarten;  aber  daß  sich  g  an  n,  l  assi- 
miliert hat,  bestreite  ich.  auch  sehe  ich  in  dem  g  zurzeit  dieses 
Vorganges  keine  media  mehr,  sondern  schon  eine  spirans.  nach 
meiner  ansieht  liegt  frühe  dehnung  auf  kosten  der  spirans  g  vor. 
dem  zirkumflektierenden  akzent  lege  ich  kein  großes  gewicht  bei, 
da  er  durch  systemzwang  in  formen,  die  ihn  lautgesetzlich  nicht 
beanspruchen  dürfen,  gedrungen  sein  kann.  —  als  dissertation  von 
Bonn  1914  erschien  s.  21 — 62  und  karte  unter  dem  titel  'Beiträge 
zur  entwicklungsgeschichte  des  intervokalischen  -g-  im  fränkischen, 
die  verba  tragen  und  sagen\ 

64.  W.  Schoof,  Zur  deutung  des  namens  Hundsrück. 
ZfrhwVk.  11,93 — 112.  —  deutet  den  ersten  bestandteil  als  ndd. 
hund  'ein  stück  feld  von  etwa  ^/-  morgen'  in  der  erweiterten  be- 
deutung  'feld,  ackerland'  überhaupt;  doch  ist  diese  nicht  belegt.  — 
'rück'  ist  nach  ihm  gleich  ricTi  'stange,  latte;  gehege;  hecke'. 

65.  K,  Stuhl,  Hundsrück  und  Hundsding.  ZfrhwVk.  11, 
241 — 253.  —  leistet  das  denkbar  mögliche  in  der  Vereinigung 
verschiedener  existierender  und  nicht  existierender  wortstämme. 

QQ.  F.  Schön,  Stadtgespenster  in  rhein-  und  mittelfrän- 
kischen mundartdichtungen.  ZfrhwVk.  11,141 — 144.  —  aus  Aachen, 
Trier,  Saarbrücken,  Frankfurt  a.  M.,  Heidelberg. 

Moselfränkisch.  67.  J.  Heuft,  Sprichwörter  und  redens- 
arten  in  Maifelder  mundart  aus  Trimbs  bei  Polch,  kreis  Mayen. 
ZfrhwVk.   10(1913),284— 286. 

68.  F.  Gregorius,  Sprichwörter  und  redensarten  aus  Hörn 
bei  Simmern.  ZfdMa.  9,265—276;  327—334.  —  behandelt  in 
19  abschnitten  die  verschiedenen  seiten  des  menschlichen  lebens; 
in  lautschrift. 

69.  Ders.,  Volkstümliches  aus  Hörn  bei  Simmern  (Hunsrück). 
ZfrhwVk.   11,207 — 212.  —  ähnliche  Sammlung  wie  vorher. 

Ripuarisch.  70.  J.  Klein,  Oberbergische  redensarten  und 
reime  aus  Brück  bei  Kalk.     ZfrhwVk.   11,287—290. 

71.  Theod.  Frings,  Das  alter  der  Benrather  linie.  Beitr. 
39,362 — 376.  —  die  Benrather  linie  wird  von  mehr  fällen  mit 
affrikaten  als  von  beispielen,  in  denen  die  tenues  sich  zu  Spiranten 
entwickeln,  überschritten,  formen  wie  Jiolts  holz,  sivats  schwarz 
dringen  also  nördlicher  als  Äo/,  Äo%  küche,  krufd  kriechen,  diese 
tatsache  ist  nicht,  wie  Behaghel  nach  Wenker  annimmt,  so  zu 
deuten,  daß  die  dentale  Verschiebungslinie  nördlicher  als  die  guttu- 
rale und  labiale  verläuft;    denn    die    dentale   spirans   hat  denselben 


220  X-   Hochdeutsche  mundarten. 

linienverlauf  wie  die  gutturale  und  labiale,  F.  verwertet  die  mit- 
geteilte tatsache  in  Verknüpfung  mit  den  geschichtlichen  unter- 
lagen für  das  gebiet,  er  macht  mit  hilfe  zwar  nicht  immer  aus- 
reichender geschichtlicher  nachrichten  wahrscheinlich,  daß  die 
Benrather  sprachlinie  um  1250  in  anlehnung  an  die  nordgrenze 
der  grafschaft  Jülich  und  des  erzbistums  Köln  entstanden  sei.  das 
allmähliche  vordringen  dieser  territorien  nach  norden  habe  auch 
die  ehedem  völlig  einheitliche  Verschiebungslinie  in  ein  strahlen- 
bündel  aufgelöst,  dessen  weiteste  ausstrahlung  im  osten  auf  rechnung 
der  schwankenden  besitzverhältnisse  oder  wenig  gefestigter  amts- 
grenzen  zu  setzen  sei.  trotz  der  geringen  zahl  der  von  F.  in 
seiner  arbeit  (Deutsche  dialektgeogr.  V)  benutzten  beispiele  — 
F.  bezieht  sich  in  dem  voi'Hegenden  aufsatz  darauf  — ,  von  denen 
u.  a.   das  zahlwort  zwei   so   gut   wie   gar  keine  beweiskraft  besitzt 

—  kann  man  das  hauptergebnis,  daß  die  politische  mit  der  sprach- 
lichen eroberung  hand  in  hand  vor  sich  gehe,  annehmen,  um  auf 
das  wort  'zwei'  zurückzukommen:  tsioai  spricht  man  nachgerade 
schon  nahe  der  ostseeküste  in  Hinterpommern,  die  beobachtung, 
daß  tz  häufiger  als  ss,  ff  und  ch  die  Verschiebungslinie  über- 
schreitet, kann  man  auch  in  der  Neumark  machen,  vgl.  ZfdMa. 
1907,247.  die  von  F.  dafür  vorgebi-achte  begründung  (Beitr.  39,365) 
halte  ich  für  zutreffend. 

72,  A.  Wrede,  Der  historische  Kölner  Sprachschatz.  ZfdMa. 
9,226 — 228.  —  plan  eines  historisch- etymologischen  Wörterbuches 
des  altkölnischen  Sprachschatzes  von  der  mitte  des  12.  jahrhs.  bis 
1815,  das  W.  in  bearbeitung  hat.  am  1.  april  1914  waren  be- 
reits 30000  Zettel  vorhanden,  nicht  nur  das  dialektische  sprach- 
gut, sondern  überhaupt  der  sprachgeschichtlich  wertvolle  stoff  wird 
ausgezogen. 

73.  M.  Becker,  Die  niederrheinische  Windmühle.  ZfrhwVk. 
11,230.  —  zählt  die  bestandteile  der  nordripuarischen  Windmühle 
in  ihrer  mundartKchen  gestalt  auf. 

Thüringisch.  74.  0.  Weise,  Niederdeutsches  in  Thüringen, 
ZfdMa.  9,237 — 245,  —  weist  niederdeutsche  spuren  in  der  lautform 
(g-  ^  j-,  k-  ohne  aspiration,  Verwechslung  von  mir  und  mich, 
Tis  ^  SS  u,  a,),  flexion  und  im  Sprachschatz  nach,  ohne  zweifei 
aber  sind  manche  anscheinend  rein  niederdeutschen  Wörter  früher 
gemeinbesitz  mehrerer  stamme  gewesen,  darüber  klärt  uns  jede 
neue  lieferung  der  deutschen  mundartenwörterbücher  auf. 

75.  Gust.  Kirchner,  Beiträge  zur  abgrenzung  des  zentral- 
thüringischen,   diss.  von  Jena.    Borna-Leipzig,  Noske.    1913.    34  s. 

—  soll  in  der  'Samml.  kurzer  grammatiken  dtsch.  maa.'  vollständig 
erscheinen,  in  dem  teildruck  s.  15 — 25  über  die  ausspräche;  sonst 
kommt  der  vf.  vor  erörterungen  allgemeiner  art  nicht  einmal  dazu, 


X.    C.  Die  mitteldeutschen  mundarten.  221 

den  begriff  des  zth.  (nach  s.  31  die  gegend,  in  der  keine  diplithon- 
giening  erscheint;  nach  s,  32  ie,  ue,  oa  statt  ostth.  t,  ü,  a)  klar 
zu  stellen  und  seine  grenzen  außer  auf  s.  32  gegen  osten  anzu- 
geben, die  heimat  des  vf.  ist  Mönchenholzhausen  in  der  mitte 
zwischen  Erfurt  und  Weimar. 

Obersächsisch-erzgebirgisch.  76.  K.  Müller-Fraureuth, 
Wörterbuch  der  obersächsischen  und  erzgebirgischen  mundarten. 
lief.  9 — 10  (=  bd.  II,  s.  529 — 819  Sommerlehne — Zypresse  sowie 
nachtrage).  Dresden,  Baensch.  je  3,50  m.  —  mit  der  lief.  10  ist 
das  werk  abgeschlossen,  was  ich  im  Jsb.  1912,10,68  gesagt  habe, 
gilt  auch  für  den  II.  band,  es  ist  dringend  zu  wünschen,  daß  der 
abschluß,  den  Müllers  arbeit  gebracht  hat,  von  der  heimischen 
forschung  nicht  als  ein  endgültiger  angesehen  werde,  denn  trotz 
des  'bienenfleißes'  des  vfs.  fehlt  es  an  einer  ausreichenden  Samm- 
lung des  lebenden  Wortschatzes,  weder  das  volkskundliche  gut 
noch  die  fülle  der  redensarten  und  Wortbedeutungen  sind  erschöpft, 
für  die  wort-  und  lautgeographie,  die  Wortbildung  und  flexion  ist 
die  hauptarbeit  noch  zu  leisten.  die  ungewöhnlich  ausgiebige 
beachtung  der  witz-  und  Schwankliteratur  hat  dem  vf.  die  er- 
kennung  des  geschichtlichen  wandeis  der  Wortbedeutungen  er- 
schwert, die  etymologie  muß  über  die  stufe  des  bloßen  ratlosen 
zusammenstellens  früherer  vorschlage  gehoben  werden  und  sich 
mehr  an  die  spräche  der  nachbarlandschaften  anlehnen,  wobei  ent- 
legene quellen  zu  meiden  sind,  phonetische  kenntnisse  sind  er- 
forderlich, um  in  die  bunte  fülle  abgewandelter  und  ähnlicher 
formen  regel  und  Ordnung  zu  bringen  (bloße  vertauschung  Hegt 
z.  b.  nicht  vor  bei  Ludel  penis  und  Nudel,  nutschen  und  lutschen 
saugen,  Hornisse  und  Horlsche  u.  a.  11,265).  Schiehel  altmodischer 
hut  (11,410)  kann  lautlich  unmöglich  zu  Schauh  strohbündel  ge- 
hören, da  das  erste  wort  auf  umgelautetes  ü  weist,  das  zweite  aber 
altes  au  besitzt,  wie  soll  Kech  n.  zusammengerechtes  stroh  'neben- 
form'  zu  Kaff  sein?  das  verbum  knospein  (unter  knispeln  11,66  an- 
führt) hat  mit  knispeln  mühsam  stricken  nichts  zu  tun,  sondern  ge- 
hört zu  ahd.  knuspern,  rein  lautliche  kenntnis  hätte  mit  leichtig- 
keit  Krietschel(chen)  kleine,  saure  kirsche  zum  nhd.  Krieche  gestellt 
und  die  beziehung  zum  wend.  kruzenka  gebackene  birne  gar  nicht 
erst  aufkommen  lassen,  weitere  beispiele,  deren  es  leider  noch 
viele  gibt,  übergehe  ich.  wenn  so  das  Obers.-erzgeb.  wtb.  mit 
größter  vorsieht  zu  benutzen  ist,  so  bietet  es  doch  einen  stoff,  der 
wegen  seiner  engen  beziehung  zur  nhd.  Schriftsprache  dem  Sprach- 
forscher willkommen  ist.  —  bespr,  von  F.  Piquet,  Rev.  germ. 
10,396;  525—526.  lief.  7—8  bespr.  von  0.  Weise,  ZfdMa.  9, 
186—187  und  ZfdU.  28,463.  beide  bände  bespr.  von  H.  Wunder- 
lich, Litbl.  35,377—379. 


222  31-   Hochdeutsche  mundarten. 

77.  C.  Müller,  Nachbarreime  aus  Obersachsen.  ZfVk.  24, 
90—94;   183—188. 

78.  E.  Gerbet,  Neue  beitrage  zum  erzgebirgischen  und  vogt- 
ländischen.  ZfdMa.  9,131 — 159.  —  ein  nachtrag  zum  Obei'- 
sächsischen  Wörterbuch  von  K.  Müller-Fraureuth.  das  material 
entstammt  eigenen  aufnahmen  und  der  schriftlichen  Sammlung  eines 
landeseingesessenen,  der  vf.  bemerkt,  daß  die  ma.  von  Brünlos 
und  umgegend  wohl  bestimmt  eine  Sprachinsel  bilde,  die  dar- 
stellung  ist  kurz,  bringt  aber  trotzdem  zahlreiche  angaben  geo- 
graphischer und  lautlicher  natur.    behandelt  sind  die  buchstaben  a — z. 

79.  Ders.,  Nachlese  aus  Westsachsen  zum  Obersächs.  Wörter- 
buch. ZfdMa.  9,345 — 376.  —  vervollständigt  den  in  voriger 
nummer  gebotenen  stoff.  besonders  in  grammatischer  hinsieht 
beachtenswert;  aber  auch  redensarten  und  gebrauche  werden  mit- 
geteilt,    buchstaben  a — z. 

80.  Ad.  Hausenblas,  Grammatik  der  nordwestböhmischen 
mundart  (laut-  und  formenlehre  mit  textproben  [=  Beiträge  zur 
kenntnis  der  deutsch-böhmischen  mundarten  hrsg.  von  H.  Lam- 
bel.  II]).  Prag,  Verlag  des  Vereins  f.  gesch,  d.  Deutschen  in 
Böhmen,  in  kommission  bei  J.  G.  Calve.  1914.  XI,  143  s.  —  zu- 
grunde liegt  die  ma.  der  Brüx-Postelberger  gegend.  der  mund- 
artliche stoff  ist  verhältnismäßig  karg;  daher  ist  an  vielen  stellen 
noch  nicht  die  abschließende  deutung  möglich,  geboten  wei'den 
die  üblichen  teile  einer  mundartlichen  grammatik  (laut-  und  formen- 
lehre). die  beachtung  der  namen  und  interjektionen  verdient  er- 
wähnung;  am  Schluß  textproben  und  eine  kartenskizze.  die  nord- 
westböhmische ma.  gehört  zum  obersächsischen,  pf-  erscheint  nur 
im  anlaut.  im  norden  grenzt  das  nordböhmische,  im  westen  das 
erzgebirgische,  im  Süden  und  Südwesten  das  egerländische  an.  die 
grenzorte  werden  angegeben. 

Lausitzisch-schlesisch.  81.  Fr.  Graebisch,  Kinderspiele 
aus  der  grafschaft  Glatz.  MSchlesVk.  15,269 — 280,  —  in  mund- 
artlicher spräche  und  lautschrift;    meist   aus  dem  dorfe  Brzesowie. 

82.  Ders.,  Kinderspiele  aus  Deutsch-Böhmen.  MSchlesVk. 
16,95 — 98.  —  aus  dem  dorfe  Nieder-Mohren,  zugleich  mit  einigen 
angaben  über  die  ma. 

83.  W.  Schremmer,  Schlesische  dreschreime.  MSchlesVk. 
16,102 — 103.  —  einige  dem  rhythmus  des  dreschertaktes  ange- 
paßte reime. 

84.  K.  E,other,  Ein  schlesisches  Wörterbuch  von  Hoffmann 
von  Fallersleben.  MSchlesVk.  15,231—269  und  16,104—158.  — 
auszug  aus  dem  handschriftlichen  Idioticon  Silesiacum  des  Hoff- 
mann von  Fallersleben,  aus  dem  H.   1857  in  Frommanns  deutschen 


X.    C.  Die  mitteldeutschen  mundarteo.  223 

mundarten  IV,  163  ff.  bereits  selbst  etwa  400  Wörter  veröff entlieht 
hat.  mit  angaben  und  beitragen  aus  der  heutigen  ma.  von  Grünau 
bei  Camenz. 

85.  H.  Sabersky,  Altfranzösisches  in  der  schlesischen  mund- 
art.  MSchlesVk.  15,208 — 211.  —  möchte  den  Ortsnamen  Nete- 
plaistba  als  französisch  erweisen  und  somit  den  Zisterziensern  zu- 
schreiben. 

86.  Fr.  Lambert  Schulte,  Angebliche  altfranzösische  Orts- 
namen in  Schlesien.  MSchlesVk.  16,88 — 93.  —  erhebt  gegen 
methode  und  behauptung  des  vorigen  aufsatzes  entschiedenen  ein- 
spruch. 

87.  Fr.  Graebisch,  Verbreitung  und  kennzeichen  der  glätzi- 
schen  mundaft  und  ihre  wichtigsten  unterschiede.  MSchlesVk.  16, 
187 — 244.  —  mhd.  i,  ü  meist  durch  e,  mhd.  o,  u  meist  durch  o 
vertreten,  mhd.  om  ^  ä,  inlautendes  h  und  g  ist  spirantisch.  G.  be- 
handelt die  unterschiede  innerhalb  der  glätzischen  maa.  (eine  süd- 
und  nordglätzische  gruppe ;  vgl.  die  Übersicht  s.  204  und  die 
mundartenkarte :  die  grenze  verläuft  etwas  östlich  an  Glatz  vorbei 
auf  das  Adlergebirge  zu),  diese  unterschiede  werden  mit  geo- 
graphischen angaben,  die  auch  die  Wortgeographie  betreffen,  recht 
ausführlich  behandelt,     zum  schluß  mundartproben, 

2.    Mitteldeutsche  Sprachinseln. 

Rheinfränkisch.  88.  Heinr.  Schmidt,  Die  deutschen  mund- 
arten in  Südungarn  (vertrag  gehalten  auf  der  52.  Versammlung  deut- 
scher Philologen  und  Schulmänner),  s.-a.  aus  der  'Ungarischen  rund- 
schau'  1914,  s.  656 — 677.  —  für  die  behandlung  der  kolonialmund- 
arten  Ungarns  methodisch  wertvolle  erfahrungen  und  lehren  daraus, 
die  Viumöglichkeit,  die  heimat  nur  auf  grund  sprachlicher  ver- 
gleichung  zu  finden,  wird  nachgewiesen,  weitere  anregungen  zu 
dieser  frage  bietet  mein  aufsatz  'Grundsätzliches  über  die  Unter- 
suchung von  siedelungsmundarten',     ZfdMa,   10,409 — 415. 

Siebenbürgisch.  89.  A.  Scheiner,  'Ein  mittelfränkisches 
akzentgesetz'.  KblSiebLk,  37,1 — 22.  —  unter  bezugnahme  auf 
Rene  Engelmanns  gleichbetitelten  aufsatz,  der  von  mir  Jsb.  1911, 
10,57  besprochen  worden  ist,  faßt  Seh.  die  ergebnisse  der  rheini- 
schen forschung  über  den  'rheinischen  akzent',  von  Hardt  bis  auf 
Capesius,  zusammen,  leider  hat  er  die  wichtige  arbeit  von  Th.  Frings, 
Studien  zur  dialektgeographie  des  Niederrheins  zwischen  Düsseldorf 
und  Aachen,  Marburg  1913  nicht  mit  herangezogen,  es  verdient  be- 
achtet zu  werden,  daß  sich  Seh.  und  Frings  in  einem  hauptpunkte 
treffen,  in  der  behauptung  nämlich,  daß  der  rheinische  akzent  die 
Ursache  und   nicht  die  folge  der   apokope   gewesen  sei,    womit    sie 


224  X.    Hochdeutsche  mundaxten. 

beide  im  gegensatz  zu  Wredes  aufstellung  in  seiner  bekannten  ab- 
handluDg  'Die  entstehung  der  nhd.  diphthonge'  (ZfdA.  39,257  ff.) 
treten,  auf  grund  persönlicher  beobachtungen  an  den  noch  leben- 
den erforschern  des  rheinischen  akzentes  (Engelmann,  Maurmann, 
Müller  (Frings),  Nörrenberg  und  Ramisch)  glaubt  Seh.,  daß  'der 
sogenannte  rheinische  akzent  nichts  anderes  ist  als  die  konven- 
tionellste melodie,  auf  die  in  i'heinischen  landen  die  gewöhnlichen 
lautgeberdentexte  gesprochen  zu  werden  pflegen'  —  ein  anderer 
ausdruck  für  das  oben  gesagte,  er  sieht  in  dem  rheinischen  akzent 
einen  Satzakzent,  der  den  alten  germanischen  wortton,  den  das 
Vernersche  gesetz  zur  Voraussetzung  hat,  besiegt  und  verdrängt 
hat.  wenn  er  aber  aus  diesem  rhythmisch  bedingten  akzent  —  so 
sieht  ihn  auch  Frings  an  —  alle  quantitäts-  und  qualitätsver- 
änderungen  der  lautgestalt,  sowohl  syn-,  apokope  wie  diphthon- 
gierung  und  dehnung  ableitet,  so  wirft  er  die  von  Frings  scharf 
geschiedenen  Wirkungen  des  'rheinischen  akzentes'  und  der  zirkum- 
flexion  wieder  zusammen  und  hemmt  den  m.  e.  von  Frings  er- 
zielten fortschritt  in  der  behandlung  dieser  schwierigen  frage, 
insbesondere  erscheint  es  fraglich,  ob  dieser  neue  akzent  wirklich 
ein  musikalischer  ist.  sowohl  Engelmann  wie  Frings  finden  keine 
wesentlichen  musikalischen  elemente  in  den  beiden  von  ihnen  be- 
schriebenen akzenten.  auch  bleibt  abzuwarten,  ob  sich  der  'rheini- 
sche' akzent,  dessen  wesen  nach  Hardt,  Engelmann  und  Frings  die 
kürzung  ist  —  schärfung  nennt  ihn  daher  Frings  —  mit  dem 
zirkumflektierenden,  aus  dem  Frings  die  diphthongierungen  ableitet, 
auf  eine  wurzel  zurückführen  läßt,  diese  wurzel  ist  nach  Seh.  die 
betonte  pausenstellung. 

90.  R.  Huß,  Siebenbürgisch-deutscher  Sprachatlas.  Kbl 
SiebLk.  37,25—36,  56—59  und  101—102.  —  H.  teilt  mit,  daß 
er  einen  siebenbürgischen  Sprachatlas  in  anlehnung  an  Wenker- 
Wredes  deutschen  und  John  Meiers  luxemburgischen,  für  den  die 
vorarbeiten  getan  sind,  schaffen  wolle.  er  hat  fragebogen  mit 
44  Sätzen,  von  denen  die  ersten  40  die  von  Wenker  entworfenen 
sind,  verschickt,  gleichzeitig  beabsichtigt  er  phonographische  auf- 
nahmen der  ma.  s.  34 — 36  entgegnet  darauf  Ad.  Schullerus,  daß 
der  Verein  für  siebenbürgische  landeskunde  bereits  seit  jähren 
einen  Sprachatlas  plane,  der  aus  der  phonetischen  aufnähme  der 
maa.  von  dorf  zu  dorf  erwachsen  werde,  und  bereits  in  angriff 
genommen  habe,  ferner  warnt  er  vor  Übertragung  der  deutschen 
Verhältnisse  auf  das  kolonialland.  darauf  entgegnung  von  Huß,  er- 
widerung  von  Schullerus  und  Schlußbemerkung  von  Huß. 

91.  K.  Eitel,  Zum  Wörterbuch  aus  Heitau.  KblSiebLk.  37, 
135 — 136.  —  bringt  einige  redensarten,  in  denen  tiere  verwendet 
werden. 


X.    C.  Die  mitteldeutschen  mundarten.  225 

Lausitzisch-schlesiscli.  92.  E.  Kövi,  's  Pisenstetzchen. 
eine  Sammlung  von  erzählungen  uni  gedichten  in  Zipser  mundart. 
Kesmärk,  Santer.  1912.  164  s.  2,50  kr.  —  aus  den  vier  dialekten 
der  Zips. 

93.  Rezensionen  früher  angezeigter  werke:  Th.  Schön- 
born, Das  pronomen  in  der  schlesischen  ma.  Jsb.  1912,10,70: 
B.  Capesius,  KblSiebLk.  37,70—71;  H.,  MSchlesVk.  15,281; 
K.  Gusinde,  ZfdMa.  9,185—186;  W.  v.  Unwerth,  ZfdPh.  46, 
166 — 168.  —  Jos.  Schiepek,  Der  satzbau  der  Egerländer  ma. 
Jsb.  1909,10,31:  Th.  Siebs,  MSchlesVk.  15,297.  —  Em.  Eriedli, 
Bärndütsch  als  Spiegel  bernischen  Volkstums  I — lEE  1905,10,19; 
1908,10,8;  1911,10,14:  Th.  Siebs,  MSchlesVk.  15,297—299; 
IV:  E.  Hoffmann-Krayer,  Schweiz,  arch.  f.  volksk.  18,119.  — 
E.  Dornfeld,  Untersuchungen  zu  Gottfrieds  Hagens  reimchronik 
der  Stadt  Köln  1912,10,60:  J.  Götzen,  Annal.  d.  hist.  ver.  f.  d. 
Niedrrhein  96,224—225;  0.  Behaghel,  Litbl.  35,327—328; 
V.  Moser,  ZfdPh.  45,317 — 318.  —  Hans  Reis,  Die  deutschen 
mundarten  1912,10,2:  W.  Egg,  BfGw.  50,319;  H.  Teuchert, 
ZfdMa.  9,175 — 177.  —  0.  Kürsten  und  0.  Bremer,  Lautlehre 
der  ma.  von  Buttelstedt  1910,10,84:  P.  Lessiak,  Idg.  anz.  32, 
74 — 80.  —  C.  Berndt,  Die  verba  reflexiva  in  den  deutschen 
mundarten  1912,10,10:  H.  Teuchert,  ZfdMa.  9,178—179.  — 
K.  Scholl,  Die  mundarten  des  kreises  Ottweiler  1913,10,45: 
0.  Meisinger,  ZfdMa.  9,277.  —  A.  Scheiner,  Die  Schenker 
herrenmundart  1909,10,36:  0.  Behaghel,  Litbl.  35,52.  —  R.  Engel- 
mann, Der  vokalismus  der  Viandener  mundart  1910,10,75:  0.  Be- 
haghel, Litbl.  35,52,  —  K.  Hentrich,  Wörterbuch  der  nord- 
westthüringischen mundart  des  Eichsfeldes  1912,10,65:  0.  Be- 
haghel, Litbl.  35,234.  —  E.  Holzträger,  Syntaktische  funktion 
der  wortformen  im  nösnischen  1911,10,60  und  1912,10,51:  0.  Be- 
haghel, Litbl.  35,281.  —  L.  A.  Birö,  Lautlehre  der  heanzischen 
mundart  von  Neckenmarkt  1910,10,63:  0.  Behaghel,  Litbl.  35, 
196—197.  —  K.  Bohnenberger,  Die  mundart  der  deutschen 
Wailiser  im  heimattal  und  in  den  außenorten  1913,10,16:  0.  Bren- 
ner, Cbl.  64,1683;  E.  E.  Gerbet,  DLz.  35,2182  —  2184.  — 
J.  Berger,  Die  laute  der  mundarten  des  St.  Galler  Rheintals  und 
der  angrenzenden  vorarlbergischen  gebiete  1913,10,15:  0.  Brenner, 
Cbl.  64,1683;  F.  E.  Gerbet,  DLz.  35,2182—2183.  —  L.  Hanke, 
Die  Wortstellung  im  schlesischen  1913,10,72:  J.  Klapper,  DLz. 
35,680—681;  W.  Ruth,  Archiv  131,490.  —  E.  Ab  egg,  Die 
mundart  von Urseren  1911,10,16:  0.  Behaghel,  Litbl.  35,107 — 109; 
A.  Gebhardt,  Archiv  131,445—446.  —  Th.  Müller.  Lautlehre 
der  ma.  von  Mühlingen  1911,10,20:  0.  Meisinger,  ZfdMa.  9, 
Jahresbericht  für  germanische  philologie.  XXXVI.    (1914.)   L  Teil.        15 


226  XI-    Niederdeutsch. 

183 — 184.  —  F.  Weik,  Lautlehre  der  ma.  von  Eheinbischofs- 
heim  1913,10,20:  0.  Meisinger,  ZfdMa.  9,183—184.  —  A.  Pfalz, 
Die mundart des  Marchfeldes  1913,10,29:  W.  Steinhauser,  ZfdMa. 
9,281 — 284  (eingehend  und  stark  berichtigend).  —  K.  Gusinde, 
Eine  vergessene  deutsche  Sprachinsel  im  polnischen  Oberschlesien 
1911,10,74:  W.  V.  Unwerth,  AfdA.  37,20—26;  0.  Behaghel, 
Litbl.  35,107—109.  —  ¥.  Enderlin,  Die  mundart  von  Keßwil 
1911,10,17:  0.  Behaghel,  Litbl.  35,107—109;  A.  Gebhardt, 
Archiv  131,445 — 446.  —  M.  Lohß,  Beiträge  aus  dem  landwirtschaft- 
lichen Wortschatz  Württembergs  1913,10,24:  K.  Brunner,  DLz. 
35,2453 — 2454.  —  E.  Gamillscheg,  Die  romanischen  elemente 
in  der  deutschen  mundart  von  Lusern  1913,10,28:  F.  Rieh,  AUg. 
Litbl.  23,184—186;  L.  Spitzer,  Litbl.  35,27—30.  —  W.  Müller, 
Untersuchungen  zum  vokalismus  der  stadt-  und  landkölnischen 
mundart  1912,10,62:  H.  Teuchert,  ZfdMa.  9,177—178.  —  Jos. 
Schnetz,  Das  Lär-problem  mit  besonderer  berücksichtigung  der 
unterfränkischen  Lohrorte  am  Main  1913,10,37:  J.  Miedel,  ZfdMa. 
9,279 — 281  ('eine  in  ausführung  und  ergebnis  ganz  vortreffliche 
arbeit').  —  A.  Fuckel,  Schmakaller  quieler-born  1913,10,68:  Pflug, 
ZfdMa.  9,286 — 287.  —  F.  Schön,  Geschichte  der  rheinfränk. 
mundartdichtnng  1913,10,48:  K.  Helm,  Hess.  hl.  f.  volksk.  13, 
203—204. 

H.  Teuchert. 


XI.   Niederdeutsch. 

A.  Allgemeines.  —  B.  Altniederdeutsche  spräche  und  denkmäler.  — 
C.  Mittel-  und  neuniederdeutsche  spräche:  1.  Sprachlehre.  2.  Wort- 
kunde. 3.  Die  einzelnen  mundarten.  4.  Literaturgeschichte.  —  D.  Mittel- 
und  neuniederdeutsche  denkmäler:    1.  Mnd.  dichtungen.     2.  Mnd.  prosa. 

3.  Spätere  zeit. 

A.   Allgemeines. 

1.  Korrespondenzblatt  des  Vereins  für  niederdeutsche 
Sprachforschung  (redigiert  von  C.  Borchling).  heft  34,  nr.  2 — 6 
und  register  =  s.  21 — 100).  Norden,  Soltau.  der  jahrg.  2  m. 
(zusammen  mit  dem  Nd.  Jahrbuch  gegen  den  mitgliedsbeitrag  von 
5  m.)  —  darin  außer  den  besonders  verzeichneten  beitragen  mit- 
teilungen  über  einzelne  Wörter  und  redensarten,  abdrücke  von 
liedern  und  volkssprüchen,  bibliographisches,  nekrologe  u.  a. 

2.  Otto  Schütte,  Die  Verdrängung  des  niederdeutschen  in 
den  Braunschweiger  Urkunden.  Nd.  kbl.  34,27  f.  —  das  älteste 
hd.  testament  ist  v.  j.  1545,  das  letzte  nd.  von  1599,  in  den  ersten 
hochdeutschen    finden   sich  viele   nd.,    in   den   niederdeutschen   des 


XI.    C.  Mittel-  und  neuniederdeutsche  spräche.  227 

16.  jahrhs.  viele  hd.  formen,  besonders  ch  in  ich  und  in  den 
endungen  -ich  und  -lieh. 

3.  Ferd.  Wippermann,  Englisch  und  plattdeutsch  mit  be- 
sonderer berücksichtigung  der  mundarten  des  Ruhrmündungsge- 
bietes.  Duisburg-Meiderich,  Buchdruckerei  Graffmann,  1914.  38  s. 
0,50  m.  —  hinweis  auf  Übereinstimmungen  beider  sprachen  in 
grammatik  und  Wortschatz  zur  erleichterung  des  engl.  Unterrichts, 
im  anhange  plattd.  kinderreime.  —  angez.  Cbl.  65,  sp.  1385. 

B.   Altniederdeutsche  spräche  und  denkmäler. 

4.  Wolf  von  Unwerth,  Alsächsisch  hlr.    Beitr.  40,156 — 159. 

—  das  Wort  erscheint  hsl.  als  hier,  her,  hir;  letzteres  sei  wohl  eine 
fries.  form,  die  afries.  quellen  bieten  stets  hir,  und  das  i  (ahd.  ia) 
steht  fries.  lautlich  nicht  isoliert. 

C.  Mittel-  und  neuniederdeutsche  spräche. 

1.    Sprachlehre. 

5.  Agathe  Lasch,  Mittelniederdeutsche  grammatik  (=  Samm- 
lung kurzer  grammatiken  germanischer  dialekte,  hrsg.  von  Wilh. 
Braune.    IX).     Halle  a.  S.,  Niemeyer.     1914.     XI,286  s.    6,80  m. 

—  eine  musterleistung  nach  dem  vorbilde  und  in  der  art  der  ahd, 
grammatik  Braunes.  die  Verfasserin,  der  kaum  einer  der  vor- 
arbeitenden beitrage  fremd  geblieben  ist,  hat  diese  alle  mit  kritik 
und  Sorgfalt  benutzt,  in  größerem  umfange  beruht  ihre  arbeit  aber 
auf  dem  reichen  material  selbst  gesammelter  belegstellen  und  auf 
eigenen  Untersuchungen,  die  lebende  mundart  ist  vielfach  heran- 
gezogen, statt  tondehnung  führt  sie  leider  die  bezeichnung  zer- 
dehnung  durch.  —  angez.  von  A.  G.  van  Hamel,  Litztg.  30,1026  f., 
der  in  dem  mnd.  'eine  reihe  von  dialekten'  erkennt  'die  voneinander 
durch  scharf  ausgeprägte  unterschiede  getrennt  sind',  jedoch  teilt 
er  gründe  für  diese  sonst  unbekannte  tatsache  nicht  mit.  ferner  von 
E,  Schröder,  Hans.  gesch,-bl.  1914,385—387;  0.  Behaghel, 
Litbl.  36,75—81. 

6.  0.  Weise,  Das  niederdeutsche,  ZSprV.  29,65—70.  — 
populäre  darlegungen  über  Verschiedenheiten  des  niederdeutschen 
vom  hd.  und  innerhalb   des  nd. 

7.  Otto  Bremer,  Regeln  für  die  plattdeutsche  rechtschreibung 
nebst  textprobe  und  Wörterverzeichnis,  mit  Unterstützung  des  Vereins 
f.  nd.  sprachf.  hrsg.  beilage  z.  Kbl.  d.  ver.  f.  nd.  sprachf.  Halle, 
Buchdruckerei  des  Waisenhauses.  1914.  63  s.  (Hamburg,  Hermes. 
0,60  m.).  —  nicht  für  lautschrift,  sondern  für  plattd.  Schriftsteller,  in 
der    vorgeschlagenen    rechtschreibung    sind    nicht    einzelne    regeln 

15* 


228  ^-    Niederdeutsch, 

streng  durchgeführt,  Boudern  ist  möglichster  anschluß  an  die  hd. 
Schreibung  eistrebt.  im  wesentlichen  eine  regelung  der  späteren 
Reuterschen  rechtschreibung.  —  im  anschluß  hieran  sind  folgende 
arbeiten  erschienen,  in  denen  Bremers  vorschlagen  mehr  oder 
weniger  widersprochen  wird:  Alb.  Schwarz,  Vörsläg'  to  en  een- 
heitlich  plattdütsch  rechtschriwung.  Berlin,  Thiede.  1914;  L.  Stüve, 
Zur  plattdeutschen  rechtschreibung.  Niedersachsen  19,200;  H.  Teu- 
chert,  desgl.  ZfdMa.  9,228 — 237;  R.  Vonhof,  desgl.  Niedersachsen 
19,81  f.;  20,10  f.;  H.  Wanner,  d.  alt.,  desgl.  ebd.  19,157;  Cornils 
Traulsen,  Öwer  dat  plattdütsche  richdischrivn,  ebd,   19,280  ff. 

8.  Th.  Frings,  Tonlange  vokale.  Beitr.  40,112 — 126.  — 
gegen  Ag.  Lasch  (vgl.  Jsb.  1913,11,12),  deren  indizienbeweis  im 
einzelnen  wohl  weniger  widerlegt  als  durch  die  gegenteilige  an- 
nähme bekämpft  wird,  daß  allgemein  die  dehnung  zu  langen 
monophthongen  das  ursprüngliche,  die  diphthongierung  sekundär 
sei.  diese  entwicklung  und  der  einfluß  des  akzentes  dabei  ergebe 
sich  mit  Sicherheit  aus  den  ripuarischen  mundarten.  auf  die  ent- 
sprechenden lautvorgänge  der  ma.  zwischen  Ürdinger-  und  Benrather 
linie  wird  genauer  eingegangen. 

9.  Eug.  Lerch,  Akkusativ  für  nominativ  im  plattdeutschen. 
ZfdMa.  1914,324—327.  —  die  bekannte,  auch  bei  Reuter  belegte 
erscheinung  wird  hier  wie  etwas  neues  aus  den  plattd.  stellen 
eines  hd.  romans  nachgewiesen  und  unzulänglich  besprochen. 

10.  0.  Weise,  Die  Streckformen  und  die  akzentverschiebung. 
Nd.  jb.  40,55 — 80.  —  die  von  H.  Schröder  aufgestellte  ansieht 
der  entstehung  unregelmäßig  betonter  Wörter  (wie  z.  b.  ostfr. 
klabattern  'galoppieren'  aus  Mattem  'klappern')  durch  Streckung, 
d.  h.  einschub  einer  unbetonten  silbe  vor  dem  hochton,  und  seine 
annähme,  daß  derartige  gebilde  aus  geheimsprachen  in  den  volks- 
mund  übergegangen  sind,  seien  unhaltbar,  gegen  jene  spreche  vor 
allem,  daß  die  meisten  hergehörigen  formen  nicht  durch  Streckung 
erklärlich  und  daher  von  Schröder  beiseite  gelassen  seien,  gegen 
diese,  daß  diese  bildungen  namentlich  im  kindermunde  beliebt  sind, 
zahlreiche  beispiele  finde  man  bei  Wossidlo,  z.  b.  im  kinderliede 
Wie  reitet  der  bauer?  klabatter,  klabatter.  hieraus  seien  Zeit- 
wörter wie  klabattern  hervorgegangen,  aus  demselben  spieltrieb 
erkläre    sich   Heinrich   Kateinrich,    slampampen,    rumpumpeln  usw. 

2.    Wortkunde. 

11.  Ernst  Weißbrodt,  Niederdeutsch-lateinische  glossen  um 
1500.  ZfdWortf.  15,278—310.  —  alphabetisch  geordnete  Zu- 
sammenstellung vieler  nd.  glossen,  die  sich  in  folgenden  drucken 
finden:  Jacobus  Spirensis,  CoUectanea  (Deventer  1515);  Johannes 
de  Garlandia,  Composita  cum  commentariis  Johannis  Synthen  (Cöln 


XI.    C.  Mittel-  und  neuniederdeutsclie  spräche.  229 

c.  1480);  Murmellius,  Composita  (Cöln  1504);  Timannus  Keme- 
nerus,  Opusculum  usw.  (1506).  der  herausgeber  möchte  den  glossen 
ungefähr  gleiche  herkunft  nach  ort  und  zeit  zuschreiben  und  sie 
als  glossen  aus  münsterschen  humanisten  bezeichnen,  [viele  sprach- 
formen sind  jedoch  nicht  münstersch,  sondern  mittelfränkisch.] 
welchen  jener  bücher  die  einzelnen  glossen  entnommen  sind,  ist 
nicht  kenntlich  gemacht, 

12.  0.  Behagbel,  missingsch.  ZSprV.  29,315.  —  aus  haupt- 
wörtern  werden  stoffbezeichnende  beiwörter  mit  der  endung  -en 
oder  -ern,  nie  mit  -isch  gebildet,  irden  'aus  erde',  irdisch  'zur  erde 
gehörig',  es  kann  also  missingsch  ursprünglich  nicht  'aus  messing' 
bedeutet  haben,    (vgl.  jedoch  mnd.  missiinghesch  'aus  messing'.) 

13.  Ed,  Kück,  betest.    Lüneburger  museumsblätter  9,93 — 98. 

—  im  Bardengau  verbreitetes  wort  'während  dieser  zeit'  =  mnd. 
bi  des  dat;  der  Übergang  von   germ,  th  zu  t  sei  langobardisch. 

14.  Walter  Redslob,  Versuch  einer  erklärung  der  wörter- 
sippe  von  ran,  rand,  rant  und  rants,     Nd,  kbl.  34,29  f. 

15.  Walter  Redslob,  Die  worte:  plürr,  kattrepel,  slammdtje, 
böten  und  kuddehnuddel.     Nd.  kbl.  34,31 — 33. 

15a.     Hans  Ruhe,  Zum  'breiten  stein'.    Nd.  kbl.   34,37 — 46. 

—  Zusammenstellung  der  stellen  in  Volksliedern  und  der  mundart- 
artlichen  redensarten,  in  denen  das  wort  erscheint. 

16.  Otto  Schütte,  Zum  mnd.  wörterbuche.     Nd.  kbl.  34,30  f. 

—  betr.  u,  a.  apengeter  (apen  mit  anweisungen  über  zu  zahlende 
gelder  waren  in  kirchen),  omeke  (neffe,  nichte),  todrepen  (gebühren). 

17.  0.  Schütte,  Zubuttern.  ZfdU.  28,384.  —  als  man  mnd, 
toboten  'zuschießen'  (Nd.  jahrb.  115)  nicht  mehr  verstand,  machte 
man  ndd.  tobottern,  hd.  zubuttern  daraus. 

18.  Außerdem  sind  im  Nd.  kbl.  folgende  Wörter  erörtert: 
ank  (pfropfreis)  34,75.  —  auftramühen  (==  updramösen  'hoch- 
kämmen') 34,28.  —  boomstill  (auch  dänisch)  34,29.  —  böten 
(eigentlich  büßen)  34,91.  —  bullen  (schneeballen)  34,64.  —  bunke 
(bursche)  34,20.  90.  —  drawede  (band  das  runge  und  lünsstaken 
zusammenhält)  34,88.  —  höftstua  (kapital,  mnd.  hovetstol)  34,76.  — 
klae  (flachsbund;  mnd,  klove)  34,88.  —  kokein  (mit  feuer  spielen, 
zu  hd.  gaukeln)  34,34.  63.  91.  —  loch  (niedrig)  34,33.  —  moggo 
(mnd.  mouwe  'ärmel')  34,76.  —  schabelle  (schemel,  weibsstück) 
34,90.  —  sjyidi  (ärgerlich)  34,33.  91.  —  tass  (mnd.  tas,  zu  got. 
ungatas)  34,75.  —  iinnermel  (mittagsruhe ;  gegen  Müllenhoffs  ety- 
mologie)  34,76.  —  wrevel  (geflochtener  topfuntersatz)  34,33. 

19.  Fei-ner  wurden  besprochen:  kokein,  kökeln  (mit  feuer 
spielen;  im  Ammerlande:  komödie  spielen,  gaukeln,  und  kökeler, 
der  komödiant).     Niedersachsen  19,285  u.   ö.  —  kulpage.     ebd.  19, 


230  ^I-    Niederdeutsch. 

239  u,  ö.  —  reren  (herausfallen,  schreien),  ebd.  19,142.  —  scharr- 
weger  (mistkäfer,  wird  [falsch]  von  scarabaeus  abgeleitet),  ebd.  19,335. 
—  lieivekeukcn  (in  Lippe  nach  M.  Höfler  gegen  Wehrhan  nicht 
lebkuchen,  sondern  'liebekuchen').  ZfdRVk.  11,54  f.  — pfingstfuchs 
(an  der  Niederweser  wird  der  hirte,  der  am  pfingstmorgen  zuletzt 
austreibt,  pfingstfuchs  genannt),  ebd.  11,133  ff.  —  hengelidor  und 
sticklegrint  (Hamburger  ausdrücke).     Quickborn  7,68.  112  f. 

3.   Die  einzelnen  mundarten. 
Rheinland.     20.     Friedr.   Brück  er,     Findlinge    und    fremd- 
linge   im    niederrheinischen    Sprachgebiet.     Der   Niederrhein    1913, 
s.   228 — 239.   —    eine  liste    niederrhein.    idiotismen    und    aus    dem 
holländischen  und  französischen  entlehnter  Wörter. 

21.  Hans  Müller-Schlösser,  Die  niederrheinischen  dialekte, 
ihre  Stellung  zur  lautverschiebung  und  ihre  eigenarten.  Der  Nieder- 
rhein 1(1912),  h.   3,75 — 79.  —  populäre  darlegung.    nach  Wenker. 

22.  Albert  Hanenberg,  Studien  zur  niederrheinischen  dialekt- 
geographie  zwischen  Nymegen  und  Ürdingen.  diss.  Marburg  1914. 
100  s.  1  karte,  (sonderabdruck  aus  h.  8  der  Deutschen  dialekt- 
geographie.)  —  s.  14  ff.  kurze  lautlehre  der  ma.  von  Kalkar  nach 
westgermanischem  schema.  s.  44  ff.  dialektgeogr.  übersieht  nach 
dem  gleichen  Schema,  s.  76  ff.  historische  Untersuchung  der  grenzen 
mit  demselben  allgemeinen  ergebnis  wie  bei  Neuse  (nr.  23). 

23.  Heinr.  Neuse,  Studien  zur  niederrheinischen  dialekt- 
geographie  in  den  kreisen  Rees,  Dinslaken,  Hamborn,  Mülheim, 
Duisburg,  diss.  Marburg.  16  s.,  1  karte,  (sonderabdruck  aus 
h.  8  der  Deutschen  dialektgeographie.)  —  knappe  Übersicht  über 
den  lautstand  von  Aldenrade  mit  westgermanischem  schema.  es 
bietet  nicht  den  rheinischen,  sondern  den  auf  weniger  worte  ver- 
teilten kleverländischen,  d.  h.  schwach  geschnittenen  akzent.  in 
hiatusstellung  entwickelt  sich  halbkonsonant  i  und  u,  vor  denen 
dann  vokalsenkung  stattfindet  (mei  mir,  dou  du),  s.  37  ff.  ab- 
weichende formen  von  274  Wörtern  in  den  verschiedenen  dörfern 
und  bestimmung  der  mundartlichen  grenzen,  s.  73  ff.  vergleichung 
dieser  mit  den  alten  historischen  grenzen,  nicht  die  gau-,  sondern 
die  politischen  territorialgrenzen  in  Verbindung  mit  den  alten  kirch- 
spielgrenzen seien  für  die  sprachlichen  grenzen  maßgebend  gewesen, 
die  hauptgrenzen  seien  schon  im  späteren  mittelalter  vorhanden 
gewesen. 

Westfalen.  24,  Bernhard  Heiermeier,  Die  landwirtschaft- 
lichen fachausdrücke  Westfalens  auf  grund  der  mundart  des  kreises 
Wiedenbrück.  diss.  von  Münster.  Bielefeld  1914.  58  s.  (aus 
28.  Jahresbericht  d.  hist.  ver.  f.  d,  grafschaft  Ravensberg.)  —  reich- 
haltige Verzeichnung  von  Wörtern  betr.  den   bauer  und  seinen  hof, 


XI.    C.  Mittel-  und  neuniederdeutsche  spräche.  231 

Wohnräume,  haustiere,  gerate,  feld-  und  gartenfrüchte,  sträucher 
und  kräuter.  den  Wörtern  sind  gelegentlich  kurze  hinweise  auf 
ihre  herkunft  beigefügt. 

25.  Karl  Prümer,  Schelte-,  spott-  und  Scherznamen  aus 
der  westfälischen  Mark.  ZfRVk.  11,42 — 54.  —  reichhaltiges  alpha- 
betisches Verzeichnis. 

26.  Karl  Prümer,  Tod  und  teufel  im  volksmunde  der  west- 
fälischen Mark.  ZfRVk.  11,204 — 206.  —  Sammlung  von  Sprich- 
wörtern und  redensarten. 

27.  Hans  Wix,  Studien  zur  westfälischen  dialektgeograpliie 
im  Süden  des  Teutoburgerwaldes.  (teildruck.)  Marburg,  Friedrich. 
1913.  64  s.  —  die  arbeit  wird  vollständig  in  der  Deutschen 
dialektgeographie  h.  9  erscheinen,  der  teildruck  bietet  nur  Zu- 
sammenstellungen der  aus  den  westgermanischen  vokalen  heute  in 
und  bei  Gütersloh  entwickelten  laute. 

Hannover.  28.  A.  Lohse,  Eigentümlichkeiten  der  aus- 
spräche in  Niedersachsen.  Hannoverland  7,88  f.  —  populär  (nord- 
westlich von  Hannover)  tritt  bei  e-apokope  hinter  n  silbige  aus- 
spräche des  letzteren  ein:  tun'n  (tonne),  wun'n  (wunde),  dagegen 
ek  (eiche),  starke  kürzung  von  namen:  Wräist  (Wrestedt),  Haust 
(Hanstedt),  Bahnsen  (Bodanhusen). 

29.  Hermann  Kopperschmidt,  Die  spräche  der  Hildes- 
heimer  Urkunden  in  der  ersten  hälfte  des  14.  Jahrhunderts  und 
ihr  Verhältnis  zur  spräche  Bertholds  von  Holle  und  Eilharts  von 
Oberge.  diss.  Marburg  i.  H,  Schaaf.  1914.  136  s.  —  s.  1  ff. 
eine  vollständige  laut-  und  formenlehre  der  stadtrechtsurkiinde  von 
ca.  1300,  s.  37  ff.  desgleichen  der  Urkunden  von  1300  bis  1350 
unter  beachtung  der  Verschiedenheit  der  kanzlisten,  s.  56  ff.  eine 
vergleichung  der  Urkundensprache  mit  der  heutigen  mundart,  wo- 
nach sich  s.  62  Übereinstimmung  betr.  des  wechseis  von  e  und  ei  er- 
gibt, s.  65  schon  für  die  alte  ma.  -lieh  für  lik  angenommen  wird, 
s.  74  ff.  über  das  mundartliche  bei  Holle  und  Eilhart. 

30.  Alfr.  Edgar  Niblett,  Grammatik  der  osnabrückischen 
mundart,  teil  1.  diss.  von  München.  Osnabrück,  Paal.  1913. 
VI,55  s.  —  übersichtliche  darlegung  der  aus  den  mnd,  vokalen 
und  konsonanten  heute  entstandenen  laute,  von  den  nachbarma. 
weicht  Osn.  ab,  indem  mnd.  ä  6"  in  Artlande  geblieben,  in  Münster 
zu  Q  au,  in  Osw.  beide  zu  ou  geworden  sind;  mnd.  t  ü  vor  vokal 
sind  im  Artl.  e  ö,  in  M.  at,  au,  in  0.  zu  ig,  uw  geworden,  mnd. 
tonl.  a  ist  heute  in  0.  wie  M.  ä. 

31.  Kummerfeld,  Slavische  spuren  im  dialekte  des  Wend- 
landes, eine  sprachgeschichtliche  Studie.  Niedersachsen  20,62.  — 
anlautendes  h  vielfach  nicht  gesprochen. 


232  XI.  Niederdeutsch. 

Nordeibisch.  32.  Th.  Claussen,  Beiträge  zum  schleswig- 
holsteinischen Wörterbuch  I.  II.  programm.  Realsch.  St.  Pauli. 
Hamburg  1912.  1913.  30,  33  s.  8«.  —  469  a— i  beginnende 
süderdithmarsche  Idiotismen. 

32a.  Ludw.  Prahm,  Plattdütsche  plantennamen  bi  Hamborg 
rüm.     Quickborn  7,98—102. 

33.  Otto  Mensing,  Handschriftliche  nachtrage  zu  Schützes 
Holsteinischem  Idiotikon  I.  II.  Nd.  kbl.  34,65—71.  82—88.  — 
aufgezeichnet  in  Süddithmarschen  zwischen  1806  und  1814  mit 
ausgiebigen  anmerkungen  von  Mensing. 

34.  R.  Stamme  rjohaun,  Dithmarscher  und  Holsteiner 
Idiotismen.     Nd.  kbl.  34,33  f. 

35.  Ernst  Krös,  Streifzüge  durch  die  hamburgische  haus- 
und  kindersprache.  Festschrift  zur  18.  hauptvers.  des  Allg.  dtsch. 
Sprachvereins  in  Hamburg  1914.  s.  49 — 69.  —  aufzählung  nd. 
und  hd.  Wörter  und  redensarten  in  feuilletonistischem  zusammen- 
hange. 

36.  Gesinus  Kloeke,  Der  vokalismus  der  mundart  von 
Finkenwärder  bei  Hamburg,  inaug.-diss.  der  Universität  Leipzig, 
Hamburg  1914.  85  s.  (erschien  auch  als  11.  beiheft  z.  Jahrb.  d. 
Hamburgischen  wissensch.  anstalten.  XXX.  mitteilungen  aus  dem 
Deutschen  seminar  zu  Hamburg  I.)  die  ma.  der  insel  ist  wesent- 
lich dieselbe  wie  die  des  alten  landes.  auf  teilweise  ndl.  besiedlung 
weist  nei,  nai  (nicht),  5s  als  nomin.  'wir',  nasalierung  vor  ns,  ns. 
(der  s.  9  angenommene  Übergang  von  d  zn  u  in  raud  'rote'  erklärt 
sich  wohl  anders,  d  ist  ausgefallen  und  der  vokal  diphthongiert.) 
s.  14 — 31  phonetik  der  einzelnen  laute  mit  beobachtungen,  die 
auch  für  andere  ma.  beachtung  verdienen,  s.  31  ff.  historische 
darstellung  der  vokale  mit  vielen  belegen,  alle  mnd.  ä  sind  om,  alle 
e  zu  ei,  alle  6  zu  eu,  umgol.  oi,  geworden. 

37.  R.  Stammerjohann,  Die  mundart  von  Burg  in  Dith- 
marschen  mit  besonderer  berücksichtigung  der  quantitätsverhält- 
nisse.  ZfdMa.  1914,54  ff.  (76  s.  erschienen  als  dissertation.  Kiel 
1918.)  —  die  mundart  ist  fast  dieselbe,  wie  die  des  nördlich  an- 
grenzenden ii/»i-gebietes.  Kohbroks  1901  gegebene  darstellung 
desselben,  welche  ständig  herangezogen  wird,  hat  deshalb  auch  die 
historische  lautlehre  der  nachbarma.  im  wesentlichen  mit  erledigt 
der  vf.  der  vorliegenden  arbeit  hat  besonders  die  phonetik  ins 
äuge  gefaßt  und  lange  reihen  mit  dem  Marbeschen  apparat  er- 
mittelter quantitätsmessungen  der  einzelnen  laute  zusammengestellt. 

38.  Heinr.  Sievers,  Die  mundart  der  Stapelholmer.  (teil- 
druck.) diss.  Marburg,  Friedrich,  1914.  71  s.  (soll  vollständig 
als    Dtsch.    dialektgeographie    XIII    erscheinen.)    —    St.    liegt    im 


XI.   D.  Mittel-  und  neuniederdeutsclie  spräche.  233 

kreise  Schleswig,  phonetik  mit  messungen  von  tonhöhe  und  laut- 
dauer  an  apparaten.  s.  33  darstellung  der  entwicklung  aus  den 
westgerm.  kürzen, 

Pommern.  39.  Aus  dem  Pyritzer  Weizacker.  die  Volks- 
kunde des  Weizackers  von  Rob.  Holst en  (Bau-  und  kunstdenk- 
mäler  des  reg.-bez.  Stettin,  anhang  zu  heft  7).  Stettin,  Saunier. 
1914.  —  darin  s.  219 — 222  Von  der  spräche  des  Weizackers,  der 
vf.  beschränkt  sich,  ohne  irgend  etwas  grammatisches  auch  nur  zu 
erwähnen,  auf  angaben  aus  seinen  programmen  (Jsb.  1913,11,34; 
1914,11,40)  über  die  geltungsgebiete  einiger  plattdeutscher  aus- 
drücke. 

40,  Rob.  Holstein,  Coccinella  septempunctata  im  pommer- 
schen  plattdeutsch,  programm,  Pyritz  1914.  6  s,  4°.  —  die 
verschiedenen  namen  des  marienkäferchen,  ihre  erklärung,  die  zum 
teil  aus  alten  mythologischen  anschauungen  hergeleitet  wird,  und 
ihre  Verbreitungsgebiete,   die  den  Sprachgebieten  auffällig  gleichen. 

Posen.  41.  A.  Koerth,  Weitere  beitrage  zur  niederdeut- 
schen mundart  der  Rogasener  gegend  in  Posen.  ZfdMa.  1914, 
159  ff.,  312  ff.  —  Verzeichnis  von  wortformen  mit  unorganischem, 
durch  polnischen  einfluß  verursachten  j  (z.  b.  mjäk  milch),  ferner 
sprichwörtliches.     312 — 324  Wörterverzeichnis. 

42.  Florian  Steinke,  Sprachproben  aus  Niekosken,  kreis 
Czarnikau  (prov.  Posen).  Nd.  jb.  40,48 — 54,  —  einer  kurzen 
Vorbemerkung  über  die  mundart,  in  der  in  os  'uns'  und  vor  ausl. 
t  lange  vokale  verkürzt  sind  {hrot  'brot',  wü  'weit',  jet  'geht'), 
folgen  in  lautschrift  eine  Sammlung  von  76  nrn,  'sprichwörtliches' 
und  die  Wenkerschen  sätze, 

Preußen.  43.  W.  Ziesemer,  Das  preußische  Wörterbuch, 
Königsberg  i.  Pr.  1914,  24  s.  (privatdruck,)  —  außer  program- 
matischen ausfährungen  s,  14 — 18  eine  Übersicht  der  wortformen 
für  eidechse,  maulwurf,  ameise;  s.  19  f.  einige  redensarten,  volks- 
sprüche  u,  ä. 

44,  Walter  Mitzka,  Ostpreußisches  Niederdeutsch  nördlich 
von  Ermland.  diss.  (teildruck.)  Marburg  1912.  60  s.  —  wird 
vollständig  in  der  Deutschen  dialektgeographie  h.  6  erscheinen,  der 
teildruck  bietet  den  vokalismus  und  konsonantismus  von  Königsberg 
nach  westgerm,  Schema. 

4.    Literaturgeschichte. 

45.  C.  Borchling,  Mittelniederdeutsche  handschriften  in  den 
Rheinlanden  und  in  einigen  anderen  Sammlungen,  (vierter  reise- 
bericht.)  aus  den  Nachrichten  der  k.  gesellschaft  der  Wissen- 
schaften zu  Göttingen,    philol.-hist.  klasse  1913.   (beiheft.)  (Göttingen 


234  XI,   Niederdeutsch. 

1914).  256  s.  —  schliißband  des  werkes,  außer  aus  rheinischen 
bibliotheken  (Cöln,  Darmstadt  und  Süddeutschland  werden  nicht 
berücksichtigt)  sind  hss.  und  inkunabeln  aus  Calbe  a.  d.  Milde, 
Gießen,  Frankfurt,  Fulda,  Nürnberg  verzeichnet,  mehrere  geist- 
liche gedichte  und  ein  druck  des  jüngeren  Hildebrandsliedes  in 
Düsseldorf  sind  vollständig  abgedruckt,  s.  205  ff.  sehr  sorgfältige, 
umfangreiche  gesamtregister  über  alle  vier  bände:  1.  der  orte, 
deren  hss.  berücksichtigt  sind,  2.  der  vorbesitzer  der  hss.,  3.  der 
Schreiber,  sowie  4.  sach-  und  titelregister. 

46.  F.  Goebel,  Die  ältere  niederdeutsche  dichtung  in  ihren 
hauptrichtungen.  Hannoverland  5(1911),121— 123.  157—159.  — 
eine  bis  zur  entstehung  des  mnd.  reichende  kurze  skizze,  die  selb- 
ständige gedanken  ausspricht. 

47.  Waldemar  Haupt,  Zur  niederdeutschen  Dietrichsage. 
Untersuchungen.  (Palaestra  129.)  Berlin,  Mayer  &  Müller.  1914. 
294  s.  8  m.  —  vf.  führt  eine  reihe  der  in  der  nord.  Thidhreks- 
saga  enthaltenen  erzählungen  auf  durch  kühne  kombinationen  kon- 
struierte nordalbingische  heldensagen  zurück,  in  kap.  I  die  sage 
vom  Dietleip  vom  Stire,  der  nach  ausweis  der  böhmischen  ge- 
staltung  und  des  liedes  Ermenrikes  dot,  in  dem  er  von  der 
Store  heißt,  ursprünglich  ein  ndd.  Detlef  van  der  Störe  gewesen, 
d.  h.  von  dem  bei  Husum  mündenden  flusse  genannt  sei.  kap.  II 
erkennt  in  den  Hünen-,  Wilcinen-  und  Russenkämpfen  eine  ab- 
spiegelung  der  Slavenkriege  der  Sachsen,  kap.  III,  IV  wird  die 
Dietrichsage  des  11.  und  12.  jahrhs.  erschlossen. 

48.  Klaus  Groth,  Briefe  über  hochdeutsch  und  plattdeutsch, 
für  den  Quickborn  in  Hamburg  neu  hrsg.  von  Jac.  Bödewadt 
(Quickborn-bücher  bd.  6).  Hamburg,  Alfr.  Janssen.  1914.  93  s. 
0,50  m.  —  bloßer  abdruck.  bespr.  von  Jac.  Bödewadt,  Moder- 
sprak  1,71 — 74. 

49.  H.  Schönhoff,  Geschichte  der  westfälischen  dialekt- 
literatur.  Münster  i.  W.,  Aug.  Greve.  69  s.  nebst  8  bildnissen. 
1,50  m.  —  nach  flüchtigem  umblick  in  der  älteren  literatur  auf 
s.  10 — 56  auf  knappstem  räume  ein  vortrefflicher  überblick  über 
die  dichtung  des  19.  jahrhs.  mit  ausführungen  über  ihre  haupt- 
vertreter,  deren  bildnisse  beigegeben  sind.  die  reinsprachliche 
Würdigung  läßt  der  vf.  außer  acht,  das  reiche  material  kennt  der 
vf.  so  vollständig,  daß  ihm  nur  ein  paar  belanglose  Schriften  un- 
bekannt sind.  8.  57 — 61  eine  bibliographie  der  dichter.  —  angez. 
von  Jos.  Riehemann,  Litztg.   1915,  sp.   1445. 


XI.   D.  Mittel-  und  neuniederdeutsclie  denkmäler.  235 

D.   Mittel-  und  neuniederdeutsche  denkmäler. 

1.    Mnd.  dichtungen. 

50.  Rud.  Schulze,  Niederdeutsches  Schrifttum  einst  und 
jetzt,  bd.  1:  dichtung.  für  schule  und  haus  hrsg.  Münster  i.  W., 
Aschendorff.  240  s.  1,30  m.  —  nicht  geliefert.  angez.  von 
Ed.  Egbring,  Nd.  kbl.  34,95  f.  es  ist  darnach  eine  anthologie  mit 
mnd.  und  neund.  stücken. 

51.  H.  Deiter,  Zwei  niederdeutsche  gebete  des  14.  Jahr- 
hunderts. Nd.  jb.  40,46  f.  —  ostergebete  aus  der  hs.  I^  nr.  74, 
in  Hannover  s.  164  f.  und  s.  385  f.  darin  tne  wie  mi  neben  mik. 
das  zweite  gebet  ist  anscheinend  aus  einer  vorläge  mit  reimen  und 
assonanzen  in  prosa  umgesetzt. 

52.  0.  Weltzien,  Aus  alten  ndd.  liederbornen.  Nieder- 
sachsen 20,219 — 222.  —  proben  geistlicher  lieder  aus  bekannten 
Sammlungen  (Kölscher,  Schlüter  u.  a.)  des  15.,   16.  jahrhs. 

53.  H.  Deiter,  Zwei  priameln  des  15.  Jahrhunderts.  Nd.  jb. 
40,47.  —  aus  der  hs.  XI  nr.  673,  in  Hannover  s.  80  b. 

Drama.  54.  Fr.  Krage,  Zu  Arnold  Immessen.  Nd.  kbl. 
34,28.  —  zwei  leute  mit  namen  Immesen  in  Einbeck  sind  1453 
urkundlich  genannt,  vielleicht  stammt  Arnold  Immessen  aus  Ein- 
beck nnd  ist  später  nach  Alfeld  übergesiedelt. 

55.  W.  Hohnbaum,  Zur  heimatbestimmung  des  mnd.  Sünden- 
falls. Nd.  kbl.  34,72 — 73.  —  gegen  Krage  wird  ausgeführt,  daß 
die  mundart  des  Stückes  nach  Goslar  weise. 

Narrenschiff.  56.  Dat  Narrenschyp  von  Hans  van  Ghe- 
telen,  hrsg.  von  Herman  Brandes.  Halle  a.  S.,  Niemeyer.  1914. 
LXXIX,576  s.  —  text  des  Lübecker  Originals  von  1497  mit  den 
abweichungen  des  (von  Schröder  herausgegebenen)  jüngeren  druckes, 
umfangreichen  anmerkungen  und  glossar.  die  einleitung  stellt  fest, 
daß  die  ostfälischen  eigentümlichkeiten  der  spräche  des  Narren- 
schiffs und  des  Reynke  Vos  in  allen  nd.  werken  wiederkehren, 
welche  die  mohnkopfmarke  tragen,  und  folgert,  daß  sie  sämtlich 
von  demselben  Verfasser  herrühren,  da  Mattheus  Brandis,  der  an 
der  herstellung  dieser  werke  beteiligt  war,  ihr  Verfasser  nicht  sein 
kann,  weil  sein  Lucidarius  von  1485  sprachlich  abweicht,  so  muß 
der  Urheber  jener  Hans  van  Ghetelen  sein,  dessen  name  am  Schluß 
der  Evangelia  von  1488  genannt  wird.  Ghetelen  und  Brandis 
müssen  sich  1487  zu  gemeinschaftlichem  geschäftsbetriebe  vereinigt 
haben,  da  in  diesem  jähre  zwei  werke  aus  Brandis'  offizin  hervor- 
gegangen sind,  von  denen  nur  eins  die  merkmale  der  spräche 
Ghetelens  aufweist,  einen  dritten  inhaber  der  mohnkopfdruckerei 
glaubt  B.   in   Barth.   Ghotan    zu    sehen,    weil    frühere    druckwerke 


236  ^I-   Niederdeutsch. 

desselben  seit  1488  von  der  mohnkopfdruckerei  neu  aufgelegt 
wurden  und  diese  grundsätzlich  gegen  den  nachdruck  sich  gelegent- 
lich erklärt  hat.  —  angez.  von  A.  G.  van  Hamel,  Litztg.  36, 
1652 — 1554;  von  Ag.  Lasch,  MLN.  june  1915,  welche  einige 
folgerungen  betr.  die  drucker  nicht  für  zwingend  hält,  im  übrigen 
aber  die  Sorgfalt  und  Wichtigkeit  der  arbeit  hervorhebt. 

Statwech.  57.  H.  Deiter,  Textkritische  bemerkungen  zu 
Statwechs  gereimter  weltchronik.  Nd.  jb.  40,43 — 45.  —  ab- 
weichende hsl.  lesarten,  die  eine  nachvergleichung  der  hs.  mit  dem 
abdrucke  Korlens  ergeben  hat.  eine  anzahl  stellen  werden  dadurch 
gebessert. 

2.  Mnd.  prosa. 

58.  H.  Ballschmiede,  Die  Sächsische  weltchronik.  Nd.  jb. 
40,81 — 140.  —  der  vf.  ermittelt  zunächst  den  Stammbaum  der 
hss.  und  stellt  in  diesen  die  tendenz  der  interpolationen  fest,  er  er- 
gibt sich,  daß  die  gruppen  der  hss.  nicht  auf  verschiedene  Um- 
arbeitungen durch  den  Verfasser  selbst  zurückgehen,  sondern  auf 
bearbeitungen  durch  fortsetzer  der  chronik.  der  ursprüngliche  text 
der  chronik  ist  von  demselben  Eike  von  Repgow,  der  den  Sachsen- 
spiegel verfaßt  hat.  beide  haben  nicht  nur  eine  stattliche  anzahl 
eigenartiger  redewendungen  gemeinsam,  sondern  auch  wörtlich  oder 
stofflich  übereinstimmende  stellen,  die  hsl.  Überlieferung  spreche 
mehr  für  ursprünglich  nd.   als  für  md.  abfassung. 

58a.  Rud  Schulze,  Ein  mittelalterliches  niederdeutsches 
anstandsbuch.  Niedersachsen  19,257  f.  —  einige  Inhaltsangaben 
aus  der  Hovescheit  (gedruckt  in  Wigands  Archiv  4,315;  Pfeiffers 
Germania  1876,424). 

59.  Rieh,  Brill,  Mnd.  predigtmärlein.  Nd.  jb.  40,1 — ^42. — 
aus  einer  Hannoverschen  hs.,  die  1473  in  kloster  Marienstuhl  vor 
Egeln  bei  Magdeburg  hergestellt  ist.  die  spräche  entspricht  im 
allgemeinen  der  hier  gesprochenen  mundart.  quelle  der  märlein: 
der  kleine  Seelentrost,  buchstäblicher  abdruck.  verglichen  sind 
5  hss.  und  1  druck  des  kleinen  Seelentrostes,  aus  denen  lesarten 
angemerkt  sind. 

3.    Spätere  zeit. 

60.  H.  Deiter,  Niederdeutsche  gelegenheitsgedichte  des  17.  u. 

18.  jahrhs.  aus  Niedersachsen.     ZfdMa.  1914,166  —  174.  —  2  hoch-  | 

zeitsgedichte  aus  Osnabrück  und  Hannover  von  1668  und  1689.  | 

61.  Goebel,  Ein  niederdeutsches  lied  auf  die  schlacht  an  i 
der  Conzer  brücke  (1.  august  1675).  Niedersachsen  20,6  f.  —  | 
nach  zwei  erhaltenen  drucken,  anfang:  Düc  Krequi,  hör,  wat  wultu  s 
dohn?  12  mal  5  verse. 


XI.    D.  Mittel-  lind  neuniederdeutsche  denkmäler.  237 

62.  Goebel,  Ein  ndd.  gedieht  auf  die  abreise  könig  Georgs 
nach  England.  Niedersachsen  19,517 — 519.  —  v.  j.  1714.  anfang: 
Wat  Gott  ^eschloten  hat.  angeblicher  vf. :  Joust  Görries  am  Deister. 
24  mal  4  verse. 

63.  G.  H.  Ringeling,  Ein  vergessener  niederdeutscher  dichter. 
Niedersachsen  19,213 — 215.  —  betr.  Babst,  neues  wird  nicht  ge- 
boten. 

Groth.  63a.  Eug.  Wolff,  Aus  der  handschrift  des  Quick- 
born. Modersprak  1,8  f.  —  betr.  die  Urschrift  des  'Peter  Kunrad' 
in  der  zuerst  von  dem  dichter  beabsichtigten  Schreibweise  aus 
d.  j.  1852,  welche  der  gesprochenen  mundart  näher  steht  als  die 
der  drucke. 

Reuter.  64.  Herrn,  gen.  Ant.  Eckhott,  Untersuchungen 
über  die  romantechnik  Fritz  Reuters,  inaug.-diss.  zu  Münster 
(1913).  Haselünne  i.  H.,  Lammersdorf  1912.  113  s.  —  die  Unter- 
suchung gründet  sich  auf  Franzosen-  und  Stromtid,  Dörchl.  und 
Reis'  nach  Konstantinopel,  sie  erstreckt  sich  auf  1.  die  komposition 
(aufbau,  personen-  und  sachmotive,  anknüpfungs-  und  Verbindungs- 
technik, hervortreten  des  dichters.  symbolische  Verwertung  des 
beiwerks);  2.  die  Charakteristik  der  personen  (ihre  einführung,  ver- 
schiedene redeweise,  mimik  u.  a ).  gelegentlich  wird  die  technik 
Scotts  und  besonders  Dickens'  herangezogen,  die  wohl  etwas  zu 
früh  abgeschlossene  arbeit  gewährt  einen  lehrhaften  blick  in  einige 
Züge  der  erzählungskunst  Reuters,  unbeachtet  ist  geblieben,  daß 
die  rücksicht  auf  humoristische  Wirkungen  den  aufbau  der  er- 
zählungen  wesentlich  beeinflußt  hat;  ferner  daß  der  aufbau  der 
Reis'  nach  Konstantinopel  davon  abhängig  ist,  daß  ihr  Reuters  eigene 
fahrt  und  die  fabel  des  Onkel  Jakob  zugrunde  liegen,  ferner  daß 
die  s.  86  wieder  aufgetischte  annähme  der  abhängigkeit  Reuters 
vom  Siegfr.  v.  Lindenberg  längst  widerlegt  ist.  vgl.  meine  Reuter- 
ausgabe  1,57.    2,457. 

65.  Hugo  Geist,  Fritz  Reuters  literarische  beziehungen  zu 
Charles  Dickens,  diss.  Halle  1913.  43  s.  —  nach  Dickens  vor- 
gange habe  Reuter  in  der  ur-Stromtid  plattd.  dialog  in  die  hd.  er- 
zählung  eingefügt,  ferner  vielen  personen  redende  namen  (Bräsig, 
Nüßler  usw.)  gegeben.  manche  charakterzeichnung  bei  Reuter 
zeige  züge  aus  Dickens,  das  Vorbild  Pickwicks  sei  bei  Bräsig, 
das  des  lehrlings  Tappertits  (in  Barnaby  Rudge)  bei  Triddelfitz  er- 
kennbar, der  diener  Samuel  in  Onkel  Jakob  stamme  aus  den  Pick- 
wickern, eigentliche  entlehnungen  aus  Dickens  finden  sich  jedoch 
nicht  bei  Reuter,  reminiszenzen  seien  die  kirschbaumszene  (Nd. 
jb.  22,131)  und  daß  frau  Nüßler  wasser  in  Triddelfitz'  revolver 
gießt,  vgl.  Barnaby  Rudge  c.  63,  wo  bier  in  einen  gewehrlauf  ge- 
gossen   wird,     durch   Dickens'   Hard    Timer    sei   Reuter    ermuntert 


238  ^I-  Niederdeutsch. 

worden  Kein  Hüsing  zu  verfassen.  —  die  in  der  sorgsamen  arbeit 
beigebrachten  ähnlichkeiten  zwischen  Dickens  und  Reuter  sind  so 
allgemeiner  art,  daß  sich  die  formale  abhängigkeit  Reuters  von  Dickens, 
der  in  deutscher  Übersetzung  zu  seinen  lieblingsbüchern  gehörte, 
nicht  sicher  ergibt,  wenn  man  sie  auch  in  gewissem  grade  an- 
nehmen darf.  die  stoffliche  abhängigkeit  beschränkt  sich  auf 
geringfügige  reminiszenzen. 

6G.  Gr.  Hamdorf,  Fritz  Reuters  'ollen  Kapteihn'  (justizrat 
Albert  Schultze,  mitglied  der  Hallischen  burschenschaft).  Burchen- 
schaftliche  blätter  28,1 — 3.  —  schöpft  aus  Alfr.  Schultze's  buch 
(vgl.  Jsb.   1911,11,86)  und  bringt  nichts  neues. 

67.  Christian  Krüger,  Quellenforschungen  zu  Pritz  Reuters 
dichtungen  und  leben.  Nd.  jb.  40,141 — 149.  —  bisher  unbekannte 
beitrage  Reuters:  1.  für  das  Güstrower  Wochenblatt  von  1845. 
(Reuter  leugnet  vf.  zweier  ihm  allgemein  zugeschriebener  aufsätze 
zu  sein,  von  denen  'die  gerissene  glocke'  abgedruckt  wird,  welche 
inmitten  hd.  erzählung  plattd.  aussagen  eines  tagelöhners  enthält, 
die  allerdings  von  Reuters  sonstiger  Schreibung  abweichen.)  — 
2.  für  die  Meckl.  landw.  zeitung  von  1859  und  18*iO.  (kritik  des 
theaters  in  Neubrandenburg.)  'eine  preßfehde  Reuters'  gegen 
Brückners  kritik  der  aufführung  von  'Blüchers  tabakpfeife'  und 
eine  'theaterkritik'  der  posse  'die  Maschinenbauer'  von  Weihrauch. 

68.  0.  Weltzien,  Aus  Reuters  engstem  freundeskreis. 
Charakterbilder.  Niedersachsen  19,135  f.  148  f.  226  f.  —  betr. 
Reinhard,  Schlöpke,  Tischbein,  s.  151  die  (von  dem  landesarchivar 
Dunkelmann  in  Rostock  übernommene)  hypothese,  daß  der  Gerold 
von  Vollblut,  durch  den  Reuter  zur  Stromtid  angeregt  wurde,  nicht 
von  Brinckman,  sondern  von  Reinhard  verfaßt  sei. 

Brinckman.  69.  R.  Dohse,  John  Brinckman.  zu  seinem 
100.  geburtstag,  3.  juli  1914.  Eckart,  jahrg.  8,628—643.  —  ein 
lesbarer  überblick  über  das  leben  und  eine  nicht  tief  eindringende 
Würdigung  der  werke  des  dichters.  neue  tatsachen  oder  gesichts- 
punkte  sind  nicht  aufgedeckt. 

70.  0.  Weltzien,  Der  verbesserte  Kaspar-Ohm.  Nieder- 
sachsen 19,473  f.  —  weist  auf  die  schon  durch  Römer  bekannt 
gewordene  tatsache  hin,  daß  die  ausgäbe  des  Kaspar  Ohm  von 
1867   allein  den  text  lückenlos  bietet. 

71.  Otto  Weltzien,  Brinckman-buch.  John  Brinckmans 
Leben  und  schaffen,  buchschmuck  von  Ad.  Jöhnssen.  Hamburg, 
Hermes.  112  s.  mit  bildn.  u.  faksim.  (=  Niederdeutsche  bücherei 
bd.  3).  —  nicht  geliefert. 

72.  Besprechungen  in  früheren  Jahresberichten  verzeichneter 
bücher:  S.  Colliander,  Der  paralleliemus  im  Heliand  1913,11,69; 


XII.    A.  Allgemeines.  —  B.  Sprachliches.  239 

bespr.  von  Wilh.  Brückner,  ZfdPh. 46,96 — 101;  von  Job.  Franck, 
AfdA.  37,6—14.  —  Fr.  Jostes,  Heimat  des  Heliand  1913,11,69; 
bespr.  von  Lütjens,  Lit.  Rundschau  39,585.  —  Fr.  Krage, 
Immessen,  der  sündenfall  1913,11.43  bespr.  von  J.  H.  Schölte, 
Museum  23,265  ff.  (wahrscheinlich  gehen  sämtliche  drei  mnd.  be- 
arbeitungen  der  legende  vom  Kreuzesholz  auf  eine  verlorene  mnd. 
quelle  zurück,  so  daß  Immessen  keine  mnl.  bearbeitung  benutzt  hat.) 
—  A,  Lasch,  Tonlange  vokale  1913,11,12;  bespr.  von  H.  Teu- 
chert,  ZfdMa.  1914,80.  —  Franz  Willecke,  Arzneibuch  des 
Doneldey  1912,11,50;  bespr.  von  Karl  Sudhoff,  ZfdPh.  46,127— 129. 

Wilhelm  Seelmann. 


XII.   Niederländisch. 

A.    Allgemeines.    —    B.   Sprachliches:     1.    Allgemeines,   geschichtliches, 

grammatisches.    2.  Mundarten.    3.  Wortkunde.  —  C.  Literatur:    1.  Poesie 

bis   1600.     2.  Prosa  bis  1600.   —  Anhang:   Bezensionen  von  in  früheren 

Jahrgängen  verzeichneten  werken. 

A.  Allgemeines. 

1.  Tijdschrift  voor  nederlandsche  taal-  en  letterkunde,  uitg. 
vanwege  de  maatschappij  der  nederlandsche  letterkunde  te  Leiden, 
jg.  33.     lief.   1—2.     Leiden,   1914. 

2.  De  nieuwe  taalgids.     jg.  8.     Groningen,   1914. 

3.  Bijblad  (van  Opvoeding  en  onderwijs)  voor  taal  en  letteren. 
jg.   2.     Amsterdam,   1914. 

4.  Museum.  Maandblad  voor  philologie  en  geschiedenis. 
21ste  jg.  lief.  4 — 12.  jan.— sept.  1914.  22ste  jg.  lief.  1 — 3. 
okt, — dez.  1914.  Leiden.  —  die  auf  ndl.  philologie  bezüglichen 
aufsätze  in  diesen  vier  Zeitschriften  werden  alle  besonders  ver- 
zeichnet. 

B.  Sprachliches. 

1.    Allgemeines,  geschichtliches,  grammatisches. 

5.  J.  van  Ginneken,  Handboek  der  nederlandsche  taal. 
II.  De  sociologische  structuur  II;  met  medewerking  van  Willem 
Kea.  Nijmegen,  1914,  —  derde  boek:  de  sociale  taalkringen.  de 
Jodentaal,  het  Bargoensch,  de  handelstaal,  de  rechtstaal,  de  jagers- 
taal,  indeeling  der  sociale  taalgroepen,  de  lagere  vaktalen  (am- 
bachten  en  grootindustrie),  de  socialistische  arbeiderstaal,  de  soldaten- 
taal,  de  zeemanstaal.  alles  reichlich  versehen  mit  allgemeinen 
betrachtungen  über  die  psychologie  der  gruppen,  mit  texten, 
Wörterverzeichnissen,  literaturangaben. 


240  XII.    Niederländiscli. 

6.  P.  Kat  Pzn.,  Klank  en  symbool.  Zutphen,  [1914],  — 
klank  en  "woord.  naam  en  begrip.  katachrese,  euphemisme.  de 
verandering  van  begrippen.  scheepstermen  en  zeemanstaal.  jagers- 
taal.     pathognomie  en  physionomie.     gebarentaal.     symboliek. 

7.  G.  S.  Overdiep,  De  vormen  van  het  aoristisch  praeter- 
itum  in  de  middelnederlandsclie  epische  poezie.  (Proefschrift 
Rijksuniversiteit  Leiden.)     Rotterdam,   1914. 

8.  C.  G.  N.  de  Vooys,  Het  gezag  van  een  'Algemeen 
beschaafd'.     Nieuwe  taalgids  8(1914), 1—14,  65—81. 

9.  W.  de  Vries,  De  typen  der  mededeeling.  opmerkingen 
over  syntaxis.  Verhandeling  behoorende  bij  het  programma  v.  h. 
gymnasium  der  gemeente  Groningen  voor  1914 — 1915.    Gron.,  [1914]. 

10.  J.  J.  Salverda  de  Grave,  De  meervoudsvorm  op  -s  in 
het  Nederlands.  Nieuwe  taalgids  8,15 — 23.  —  eine  hypothese  daß 
dieses  s  nicht  anders  sei  als  der  ausgang  des  gen.  sing,  der  starken 
deklination. 

11.  E.  Kruisinga,  Heeft  het  Nederlands  een  genitief  meer- 
voud?    Nieuwe  taalgids  8,279—280. 

12.  J.  van  Alphen,  De  vraagzin.    Nieuwe  taalgids  8,88 — 95. 

13.  Adr.  Hollenberg,  Levende  hulpmiddelen  voor  het  woord- 
geslacht  in  het  nederlandsch.  Katholiek  145,162  — 169.  —  vf. 
meint,  gute  hilfsmittel  seien  u.  a.  die  adverbiellen  bestimmungen 
mit  des  (des  avonds,  des  middags);  ausdrücke  mit  ten  (ten  overvloede, 
ten  strijde),  mit  ter  (fer  hruüoft,  ter  plaatse);  eigennamen  (van  der 
Goot,  van  der  Laan,  van  der  Werf).  —  bespr.  von  L.  C.  Michiels, 
Bijblad  (van  Opvoeding  en  onderwijs)  voor  taal  en  letteren  11(1914), 
13—19. 

14.  G.  Royen,  Het  woordgeslacht  in  het  Nederlandsch. 
Katholiek  146,16—33.  » 

15.  C.  G.  N.  de  Vooys,  Hoe  zijn  anglicismen  te  beschouwen?  I 
Nieuwe  taalgids  8,124—131.  161—181.  225—235.  —  teilweise  | 
ergänzung  von  W.  de  Hoog,  Studien  over  de  Ndl.  en  Engeische  | 
taal  en  letteren  (1902;  2.  dr.   1909).  | 

2.    Mundarten  usw.  t 

16.  J.  Wolthuis,  Amsterdamse  woorden.  De  schoolwereld  ' 
1913—1914,137—140. 

17.  J.  Wolthuis,  De  amsterd.  volkstaal.  Amsterdammer 
(weekblad).     jg.  27(1914),  nos.   1934,  1936,  1937.  |, 

18.  A.  H.  Smith,  De  Westerwoldsche  dialecten.  Driemaand. 
bladen  Xin(1913),109— 129. 

19.  C.  Breuls,  Vademecum  handelend  over  Maastrichtsch 
dialect.     verb.  editie  (met  bloemlezing).     Maastricht,   1914. 


XIT.    B.  Spracliliches.  24-1 

20.  A.  Meyer  (pseiid.  Ramo),  Kuikkers  eu  kuikkerspel  in 
het  Venloosch  dialect.     Limburg's  jiiarboek   20,1G1  —  1G2. 

21.  C.  J.  van  Rijn,  Het  zeer  nanw  verband  tussen  het 
Afrikaans  en  liet  Nederlands.  Kaapstad,  1913.  —  bespr.  von 
D.  C.  Hesseling,  Nieuwe  taalgids  8(19M),43 — 48.  —  vf.  meint, 
daß  das  afrik.  sich  gebildet  hat  unter  einfhiß  der  kindersprache; 
dagegenüber  verteidigt  der  rec.  seine  nieinung,  daß  e.s  die  malaisch- 
portug.  spräche  der  sklaven  stark  beeinflußt  hat. 

22.  Hugo  Schuchardt  und  D.  C.  Hesseling,  Zum  neger- 
holliindischen  von  St.  Thomas,  Tijdschr.  33,123—142.  —  bio- 
graphisches, grammatisches,  text  mit  ndl.  Übersetzung. 

23.  A.  A.  Fokker,  Het  papiamentoe  of  basterd-spaans  der 
West-Indiese  eilanden.  Tijdschr.  33,34 — 79.  —  diese  auf  den 
inseln  Curazao,  Bonaire  und  Aruba  gesprochene  spräche  besteht  zu 
ca.  90®/(j  aus  wieder  erkennbaren  spanischen  Wörtern;  die  übrigen 
10**/^  setzen  sich  zusammen  aus  holländisch,  portugiesisch  (und 
karai'bisch?);  der  holl.  bcstandteil  umfaßt  hunderte  Wörter  und 
redensarten,  die  teils  zur  Umgangssprache  gehören;  z.  b.  tock,  net, 
of,  liopi  ('hoopje'),  oentiki  ('n  tikje,  'n  beetje'),  danki.  Dlos  ('God 
dank'),  usw. 

3.    Wortkunde. 

24.  Woordenboek  der  uederlandsche  taal,  bewerkt  door 
A.  Beets,  A.  Kluyver,  Gf.  J.  Boekenoogen,  J.  Heinsius, 
J.  A.  N.  Knüttel,  W.  L.  de  Vreese,  K.  van  der  Meulen. 
dl.  III.  afl.  21—22  (draf— dubben);  dl.  VII,  afl.  3  (jeugdig— 
jopenbier);  dl.  VIII,  afl.  10  (leggen — lippen);  dl.  12,  afl.  3  (pan — 
paraplu):  dl.  XIII  (riant — riet). 

25.  Van  Dale's  Groot  woordenboek  der  nederl.  taal.  5.  ver- 
meerderde  en  bijgewerkte  druk.  ('s  Grav.  1914 — 1915).  —  bespr. 
von  A.  Beets,  Museum  21,256 — 259;  rec.  meint,  das  Wörter- 
buch solle  nicht  einen  enzyklopädischen  charakter  tragen;  auch  seien 
zu  viel  indische  Wörter  aufgenommen;  von  L.  Grootaers,  Leuv. 
bijdr.  11,302 — 305;  von  A.  W.  Stell  wagen,  School  en  leven 
15,742—747.  808—813.  822—829  (mit  ergänzungen   des  rec). 

26.  E.  VerwijsenJ.  Verdam,  Middelnederlandsch  woorden- 
boek.   's  Gravenhage.    deel  VIII,  afl.  9 — 12  (varuweketele — verbot). 

27.  Jul.  Storme,  Een  van  de  brennen  van  Kiliaan's  ety- 
mologieen.  Tijdschr.  33,116 — 122.  —  beweist,  daß  Kiliaan  u.  a. 
benutzt  hat  den  Dictionnaire  franpois-latin  von  Johan  Thierry 
(1564). 

28.  J.  Verdam,  Het nederlandsch woordenboek,  1864 — 1914, 
(mit  abb.)     Panorama,  weekblad.     28.  jan.   1914. 

Jahresbericht  für  germanische  philologie.    XXXVI.   (1914.)   I.  Teil.         16 


242  Xn.   Niederländisch. 

29.  Dietsche  kalenders,  uitg.  door  E.  Grailliard  en  W.  de 
Yreese,  Jaarboek  kon.  vlaamsche  acad.  voor  taal-  en  letterk.  jg.  27 
(1913), 17  — 128.  forts.  zu  jg.  25,  Jsb.  33.  12.  30.  —  beschrieben 
sind  wieder  gebetbücher  des  14. — 16.  jahrhs.  (nos  21 — 26).  darin 
beitrage  zur  mnl.  lexikographie  und  Orthographie.  ? 

29  a.    De  kaert  van  der  zee  van  Jan  Severszoon  (1532),  het  oudste  f 

gedrukte  nederlandsche   leeskaartboek  uitgegeven    door   Johannes  :J. 

Knudsen  naar  het  eenige  behende  exemplaar  toebehorende  aan  de  '{ 

kon.  bibl.  te  Brüssel.    Köbenhavn,   's  Gravenhage.  1914.  —  wichtige  | 

quelle    für    die    kenntnis    der    Ortsnamen,     s.  79 — 99    enthält   eine  t 

(aiphabet.)  'lijst  van  plaatsnamen  in  de  leeskaertboeken  von  1532,  K 

1540  en  1541'.  1 

30.  F.   P.   H.   Prick   van   Wely,    Plaatselijke    benamingen  | 
voor    kiis    en    küssen.      Navorscher  63,29.    —    zoen,    smak,    smok, 
doetje,  mokkel,  muilke,  pune, 

31.  Gr.  P.  Jut  in  enkele  woorden,  Navorscher  63 — 58.  — 
juttemis  =  jodemis;  juttepeer  =  jodepeer. 

32.  J.  Vercoullie,  Van  jakken  en  jassen,  van  kwidams  en 
kwibussen.     Volkskunde  25,12 — 16. 

33.  W.  de  Vries,  Etymologische  aanteekeningen.  Tijdschr. 
33,143 — 149.  aalbes  (das  vorkommen  in  Europa),  arbeid  (zu 
*baidian,  'zwingen'),  armzaUg  (zu  mhd.  arbeitsselec  oder  erbe- 
saelec?),  avond  (urg.  e  unsicher),  balk  (zu  balg,  vgl.  belgisches  bark, 
bork,  ndl.  'barg';  merk,  merg),  bei  ('bes';  ags.  formen),  bedaren 
(verschiedene  grundwörter  deuten  auf  eine  grundbed.  'beweegloos 
worden,  zijn');  bende  (vgl.  fr.  bände;  und  kust,  kuste,  afr.  coste), 
betten  (nicht  friesisch). 

34.  A.  de  Cook,  Spreekwoorden,  zegswijzen  en  uitdrukkingen 
op  volksgeloof  berustend.  Volkskunde  25,128— 134.  164—168.  — 
235.  Sint-Jans  minne.  de  dronk  van  Sint-Geerten  minne  en  Sint- 
Jans  geleide.  236.  eerste  gewin  is  kattegespin.  —  D.  Het  kind. 
237.  slimme  kinderen  leven  niet  lang.  238.  een  kind,  waar  men 
overheen  stapt,  zal  niet  meer  wassen.  239.  spijers  zijn  dijers; 
spugers  zijn  blijvers.  240.  een  broodlip  hebben.  241.  kraken  de 
beentjes,  't  hert  is  goed.  242.  kinderen  die  met  vuur  speien  zullen 
's  nachts  in  hun  bed  pissen.  243.  met  geen  ledige  wieg  te  wiegen. 
244.  kinderen  mögen  niet  'bestoeft'  worden  (booze  oog).  245.  t'is 
gevaarlijk  een  kind  te  wegen,  of  te  meten,  of  zijn  portret  te  laten 
maken.  246.  geeft  nooit  den  naam  van  uw  afgestorven  kind  aan 
een  nieuwgeborene.  247.  doodenmaal(tijd),  lijkmaal,  grafmaal,  dooden- 
bier,  troostelbier,  uitvaartbier,  zieltjespap.  248.  ziele(n)brood, 
zieltjeskoeken.     249.  er  loopt  iemand  over  mijn  graf. 


XII.    B.  Sprachliches.  243 

35.     Einzelnes:^) 

ayeren,  haejjeren,  agieren  (mnl.,  'in  acht  nemen,  waarnemen, 
doen  wat  behoort  gedaan  te  worden,  [bejhandelen').  Versl.  via,  acad. 
1914,387—392  (E.  Gailliard).  —  belegsteile  aus  dem  15.  und 
16.  jh.  zur  ergänzung  von  Versl.  1912,346—347  (vgl.  Jsb.  1912, 
12,25). 

(eene  messe)  bedienen  (mnl.,  'faire  le  service  d'une  chapelle'). 
Versl.  via.  acad.  1914,110  (E,  Gailliard).  —  belegsteile  aus  dem 
j.  1493;  auch  capelrie  bedienen,  1507. 

fheni  moetenj  besnyden  (mnl.,  'zieh  beperken  in  het  doen  van 
uitgaven').  Versl.  via.  acad.  1914,372.  (E.  Gailliard).  —  beleg- 
.stelle  aus  dem  j.  1523. 

bevaen  hebben  (mnl.,  'beslaan,  tenir  certaine  place').  Versl. 
via.  acad.  1913,131  (E.  Gailliard).  —  belegstelle  aus  dem  j.   1274. 

bierig  (bei  Huygens,  in  der  bed.  'luidruchtig  (na  het  drinken 
van  bier)'.     Tijdschr.  33,79—80.     (C.  Bake.) 

bonnett(eJmaecker  (mnl.  ,'mutsenmaker')  Versl.  via.  acad.  1914, 
109  (E.  Gailliard).  —  belegstelle  aus  dem  j.   1523. 

botidke  (oder  boticle,  mnl.,  'tout  endroit  ou  quelque  chose  se 
fait'?)  Versl.  via.  acad.  1914,130  (E.  Gailliard).  —  belegstelle 
aus  dem  j.  1522. 

metten  schoonen  daghe  =  onder  den  Jiane  =  metten  hane  (mnl., 
*met  het  krieken  van  den  dag').  Versl.  via.  acad.  1914,79  (E.  Gail- 
liard). —  belegstelle  aus  dem  j.  1531. 

dansschole  (mnl.,  'vergadering,  bijeenkomst,  om  te  dansen'. 
Versl.  via.  acad.  1914,133  (E.  Gailliard).  —  belegstelle  aus  dem 
j.  1655;  vgl.  barbierschool,  scheerschool,  kaartschool  (De  Bo),  uit 
de  schole  klappen,  mnl.  dobbelscole,  queecscole  (=  maison  oü  l'on 
joue  au  trictrac). 

deelnemer  (mnl.,  'erfgenaam').  Versl.  via.  acad.  1914,109 
(E.  Gailliard).  —  belegstelle  aus  den  j.   1429—1439. 

dicken  (mnl.,  'dikker,  steviger  maken').  Versl.  via.  acad.  1914,78. 
(E.  Gailliard).  —  belegstelle  aus  dem  j.   1335. 

doothouc  (mnl.,  'in  het  Sint-Janshospitaal  te  Brügge  plaats  voor 
een  rij  bedden  voor  de  zieken  die  in  doodsgevaar  verkeerden'). 
Versl.  via.  acad.  1914,110  (E.  Gailliard).  —  belegstelle  aus  dem 
j.   1415. 

(den  eersten)  dronc  (hebben  ende  nemen)  (mnl.,  'de  wijnen 
proeven  voor  zij  verkocht  worden  om  te  zien  of  zij  van  goede 
kwaliteit  waren').  Versl.  via.  acad.  1914,135  (E.  Gailliard).  — 
belegstelle  aus  dem  j.   1428. 


^)  von  den  Versl.  via.   acad.  sind    nur    die    lieferungen   1 — 5    ver- 
wertet,    (nicht  mehr  erschienen?) 

16* 


244  ^^i-    Niederländisch. 

jegliens  gacn,  medegaen  (mul.,  'iem.  ongunstig  of  gunstig  zijn, 
in  ziju  na  -of  voordeel  zijn").  Versl.  via.  acad.  1914,132  (E.  Gail- 
liard).  —  belegstelle  aus  den  j.  1467  — 1473. 

zine  jaren  ghekent  zijn  (mnl.,  'voor  meerderjarig  verklaard 
worden').  Yev^l.  via.  acad.  1914,133  (E.  Gailliard).  —  beleg- 
stelle aus  den  j.  1429—1439. 

uteri  handen  zijn  (mnl.,  'niet  meer  voorlianden  zijn').  Versl. 
via.  acad.  1914,131   (E.  Gailliard).  —  belegstelle  aus  dem  j.  137S. 

mit  eender  handl  (mnl.,  'alsof  alles  uit  een  en  dezelfde  band 
kwam').  Versl.  via.  acad.  1914,111  (E.  Gailliard).  —  belegstelle 
aus  dem  j.  1520. 

inhrinck  (mnl.,  'het  feit,  hij  de  massa  eener  ualatenschap  vooruit 
genoten  goed  weder  in  te  brengen').  Versl.  via.  acad.  1914,79 — 80 
(E.  Gailliard).  —  belegstelle  aus  dem  j.  1535  (nicht  zu  lesen  inbruick). 

labaye^  mnl.,  'penning',  auch 'meel'.  Tijdschr.  33,91  —  94.  N.  0. 
Heinertz.  wohl  von  fr.  la  paye,  'sold';  unter  einfluß  von  genn. 
lahhen,  'trinken',  'zechen'  entstand  das  verbum  lahaifCn,  'trinken'; 
daher  labaye,  'trinkgelage',  'fest',  lahayhroot ;  und  als  letzte  stufe  der 
entwicklung  labag  im  sinne  von  'mehl'. 

legghen  den  deel  (mnl.,  'rechtsvormen  in  zake  erfenis  vervullen'. 
Versl.  via.  acad.  1914,132  (E.  Gailliard).  —  belegstelle  aus  dem 
j.  1535. 

nijdas  (ndl.,  nijdigaard').  Tijdschr.  33,80.  (C.  Bake.)  Zu- 
sammenhang mit  dem  tiere  'das'  (dachs);  vgl.  'schoolvos',  'werkezel', 
'spottvogel',  hgd.  frechdachs,  neidhammel,  neidhund. 

ondervoet  bliven  (mnl.,  'onuitgevoerd  blijven').  Versl.  via.  acad. 
(E.  Gailliard).  —  belegstelle  aus  den  j.   1442 — 1478. 

overslaan  (mnl.,  'toewijzen  bij  openbare  verkoopingen').  Versl. 
vla.acad.l914,80(E.Gailliard).— belegstelle  ausdenj.  1429— 1439. 
,pandinghe  ende  stellingke  (auch:  stellinghe  ende  saisissement, 
(mnl.,  'gerechtelijke  ontzetting  van  iemand  uit  het  bezit  van  een 
goed').  Versl.  via.  acad.  1914,393—400  (E.  Gailliard).  —  beleg- 
stelle aus  dem  14. — 17.  jh. 

slovaerf  (mnl.,  entweder  'een  die  met  een  slove  [bepaalde 
kleedij  bij  begrafenissen]  is  aangekleed'  oder  'schreeuwer,  schreier 
[bij  begrafenissen],  fra.  pleureur'.  Versl.  via.  acad.  1914,130 
(E.  Gailliard).  —  belegstelle  aus   dem  j.   1527. 

in  de  stillicheyt  (in  stilte,  dans  l'intimite).  Versl.  via.  acad. 
1914,134  (E.   Gailliard).  —  belegstelle  aus  dem  j.   1622. 

siragiers.  ergänzung  von  Versl.  via.  acad.  1909,777 — 819 
(E.  Gailliard),   1911,12,106. 

(hoedenj  trecken  (mnl,,  fra.  'dresser  un  chapeau').  Versl.  via. 
acad.  1914,134  (E.  Gailliard).  —  belegstelle  aus  dem  j.  1528. 
auch  treckeghe,  'de  vrouw  die  het  hoedentrecken  uitoefende'. 


XII.    C.  Literatur.  245 

vernachten  (mnl.,  met  geweld  openbreken').  Versl.  via.  acad. 
1914,109  (E.  Gailliard).  —  belegsteile  aus  dem  j.   1528. 

versnijden  (mnl.,  von  kleider  gesagt,  fra.  'detailler').  Versl. 
via.  acad.   1914,320  (E.  Gailliard).  —  belegstelle  aus  dem  j.  1549. 

verwerckelick  (hout)  (mnl.,  auch  noch  heute  in  mundart  von 
Brügge,  '[hout]  dat  nog  kan  verwerkt  worden').  Versl.  via.  acad. 
1914,320  (E.  Gailliard).  —  belegstelle  aus  dem  j.   1536. 

int  viercante  van  (der  maerct)  (mnl.,  'in  den  omvang  van,  dans 
Tenceinte  de').  Versl.  via.  acad.  1914,132  (E.  Gailliard).  —  beleg- 
stelle aus  dem  j.  1535.  dasselbe  bed.  hinnen  den  vier  hoecken  (van 
de  niard). 

vulle, vulvat  (mn\.,  'groot  vat'?).  Versl.  via.  acad.  1914,135 — 136. 
(E.   Gailliard).  —  belegstelle  aus  dem  j.   1523. 

ivedernaent.  Versl.  via.  acad.  1914,78  (E.  Gailliard),  vlg. 
1913,792.  —  belegstelle  der  formen  weudemaent  (a.  d.  j.  1398), 
lüodemaent,  ivoidemaent  (1326). 

even  zinen  kaercwech  ivederstaan,  mnl.,  wahrscheinlich  'iem. 
beletten  van  zijn  recht  van  'kerkweg'  gebruik  te  maken':  dazu 
auch:  tvederstandinghe.  Versl.  via.  acad.  1914,80  (E.  Gailliard).  — 
belegstelle  aus  dem  j.   1374. 

weeran  (bei  Huygens  =  vooruit  maar',  und  auch:  'maar  wel- 
vooruit,  op  nieuw  aan  het  werk'.  Navorscher  63,269  (C.  Bake), 
drei  belegstelle. 

C.   Literatur. 

1.    Allgemeines. 

36.  J.  te  Winkel,  Ontwikkelingsgang  (forts.)  lief.  15 — 16. 
Bilderdijk  (forts.).  21.  de  Eransche  tijd.  22.  de  dichters  van  den 
Eranschen  tijd.  23.  de  Eransche  tijd  der  Zuid-Nederlanden. 
24.  de  vestiging  van  het  koninkrijk  der  Nederlanden.  25.  Tollens 
en  zijn  kring.  26.  Staring.  27.  het  tooneel  na  de  Omwenteling. 
28.  het  proza  na  de  Omwenteling.  29.  Bilderdijk  in  opstand  tegen 
den  tijdgeest.  30.  de  Zuid.  Nederlanden  onder  Willem  I.  —  Zesde 
tijdvak,  Romantiek  en  realisme  sedert  1830.  1.  Nederland  en 
Belgie  gescheiden.  2.  Scott's  romantiek  door  van  Lennep  ingevoerd. 
3.  De  cerste  historische  romans.  4.  Byroniaansche  romantiek.  5.  De 
voorloopei's  van  De  Gids.  6.  de  eerste  jaren  van  De  Gids. 
7.  Beets  en  andere  humoristen.  8.  Potgieter.  9.  Verzet  tegen 
het  Byronianisme.  10.  Toenadering  tot  de  school  van  Tollens. 
11.  Da  Costa  en  het  Reveil. 

37.  J.  Prinsen  J.  Lzn.,  Handboek  tot  de  nederlandsche 
letterkundige  geschiedenis.  's-Gravenhage  1914.  lief.  1.  inleiding. 
—  de  middeleeuwsche  litteratuur  en  de  drie  standen,  de  ridder- 
poezie:  de  wording  van  de  ridderromans.    de  f rausche  ridderroman 


246  XII.  Niederländisch. 

in  de  Nederlanden:  Britsche  romans,  klassieke  en  oostersche  romans. 
die  Rose,  de  ridderroman  eu  zijn  verval.  Dirc  Potter.  de  ridder- 
roman  als  volksboek.  de  burgerlijke  kunst.  Jacob  van  Maerlant. 
de  Reinaert.  Jan  van  Boendale  en  de  verdere  didactiek.  boerden 
en  sproken.  Willem  van  Hildegaersberch  en  verdere  beroepsdicbters. 
het  wereldlijk  lied.  de  geestelijke  poezie.  heiligenlevens.  Hade- 
wych.     Beatrys  en  Theophilus.     Ruusbroec,  moderne  devotie. 

38.  F.  Bastiaanse,  Overzicht  van  de  ontwikkeling  der 
uederlandsche  letterkunde,  met  bloemlezing  en  illustraties.  Amster- 
dam (1914).  —  deel  I.  voorgeschiedenis.  1.  de  ridderroman.  2.  de 
geestelijke  poezie.  3.  dierdicht-didactiek  (Maerlant  etc.).  4.  sproken, 
boerden,  liederen,  proza.  5.  het  tooneel.  6.  de  rederijkers.  7.  het 
tijdperk  van  overgang  1500 — IGOO.      8.  de  renaissance. 

39.  L.  van  Puyvelde,  Schilderkunst  en  tooneelvertooningen 
op  het  einde  van  de  middeleeuwen.  Gent,  1912.  —  1.  icono- 
graphische  Studien  in  verband  met  ons  onderwerp.  2.  het  in- 
dringen van  het  realisme  in  de  schilderkunst.  3.  italiaansche 
invloed?  4.  geschreven  en  geteekende  oorkonden  ten  dienste  van 
de  schüders.  5.  konden  de  tooneelvertooningen  op  de  schilders  in- 
werken?  6.  medewerking  van  schilders  van  vertooningen.  7.  nieuwe 
voorstellingen  in  de  schilderkunst.  8.  het  theater  en  decoratief  in 
verband  met  kunstschilderijen.  9.  uitzicht  der  personages.  10.  be- 
sluit.  —  bespr.  Katholiek  145,250 — 251;  von  A.  Fierens,  D.  Wa- 
rande  1914,1,572—578;  von  C.  (G.  N.)  de  Vooys,  Nieuwe  taal- 
gids  8(1914),311— 314;  von  G.  Kalff,  Gids  1914,1,272—285. 

40.  A.  L.  A,  Roessingh,  De  vrouw  bij  de  dietsche  mora- 
listen.  Proefschrift.  Groningen,  1914.  —  'doel  .  .  is  een  beeld 
te  geven  van  de  vrouw,  zooals  zij  zieh  aan  ons  voordoet  in  de 
zedenschilderingen  onzer  Middeleeuwsche  moralisten  .  .  uit  het 
laatst  der   13.  en  de  geheele  14.  eeuw'. 

41.  J.  te  Winkel,  De  kwakzalver  op  ons  tooneel  in  de 
16.  en  17.  eeuw.  Ned.  tijdschr.  v.  geneeskunde  58,  1.  helft  A, 
1915 — 1923.  —  bespr.  wird  u.  a.  das  Tafelspel  van  Meester 
Kackadoris  und  2  esbatemente  von  Corn.  Everaert. 

2.  Poesie  bis  1600. 
Teldeke.  42.  Chr.  Mertz,  Rond  Hendrik  van  Veldeken. 
Katholiek  145,74—85,  118—138,  310—333,  369— 414.  —  V.  ist 
gestorben  vor  dem  jähre  1206,  und  vielleicht  geboren  etwa  1140; 
er  vollendete  seine  Eneide  vor  dem  jähre  1190,  begann  dieselbe 
vielleicht  etwa  1170.  Inhaltsübersicht  der  Eneide.  der  dichter  war 
ein  feiner  künstler  und  menschenkenner.  —  wendet  sich  gegen  Fr.  Wil- 
helm,   Sanct  Servatius  f^Iünchen,   1910),    der   dem  Servatius  eine 


XII.    C.  Literatur.  247 

politische  bedeutung  zuschreibt.  inhalt  des  Servatius  und  ver- 
gleichung  mit  der  modernen  arbeit  von  Marie  Koenen,  'Hendrik 
van  Veldeke's   Sint   Servatius   legende   bewerkt'.     (Bussum,    1912.) 

43.  A.  Kempeneers,  Hendrik  van  Veldeke  en  de  bron  van 
zijn  Servatius.  Antwerpen,  1913.  (Studien  en  tekstuitgaven  3.)  — 
enthält  eine  lateinische  Vita  sancti  Servatii  nach  einer  brusselschen 
hs.;  der  ndl.  S.  ist  nach  einem  anderen  original  bereimt  als  der 
hgd.;  vf.  meint  (mit  Behaghel),  das  wirklich  Veldeke  der  bearbeiter 
sei,  ungefähr  im  jähre  1176;  er  sei  nicht  (wie  Fr.  Wilhelm 
meint)  ein  anhang  der  kaiser-politik,  sein  gedieht  also  keine  tendenz- 
arbeit. V.  ist  geboren  im  belg.  Limburg;  daß  er  in  Maastricht  ge- 
lebt hat  (wie  Endepols  in  seiner  einleitung  zu  M.  Koenen, 
'Veldeke's  Sint  Servatius'  meint)  ist  gar  nicht  bewiesen.  —  bespr. 
von  J.  P,,  Dietsche  warande  en  Beifort.  1.  halfjaar  1914,497 — 498; 
von  A.  van  Poppel,  Van  onzen  tijd  14,614 — 616;  von  C.  (G.  N.) 
de  Vooys,  Nieuwe  taalgids  8,316 — 317. 

Maerlant.  44.  Rogerius  Hassink,  Kleine  fragmenten  in 
handschrift  uit  den  Rijmbijbel  van  Jacob  van  Maerlant.  Bijblad 
(van  Ovoeding  en  onderwijs)  voor  taalen  letteren  (II),  (1914), 66 — 73. 
tekst  von  2  fragm.  aus  eine  hs.  im  Seminarium  Seraphicum  zu 
Langeweg  (N.  Brabant).  die  übereinst,  verse  aus  Davids  ausgäbe 
(v.  7475—7483,  7527—7535,  7575—7582,  7625—7632,  7589— 
7624,   7542—7574)  sind  hinzugefügt. 

Boec  van  den  honte.  45.  P.  Maximilianus,  Dboec  van 
den  houte.  bijblad  (van  Opvoeding  en  onderwijs)  voor  taal  en 
letteren  II(1914),38— 48.  vs.  192—745  aus  einer  hs.  (15.  jht.) 
in  der  bibliothek  der  Kapuziner  zu  Tilburg. 

Reynaert.  46.  W.  Govaert,  Van  den  vos  Reynaerde. 
Bijblad  (van  Opvoeding  en  onderwijs)  voor  taal  en  letteren  II 
80 — 107.  —  in  populärer  spräche  Inhaltsangabe  und  darlegung 
der  frage  nach  den  zwei  Verfassern. 

fladewych,  47.  Aug.  Vincent,  Hadewige,  une  mystique 
brabanponne  du  temps  de  Ruusbrouc.  La  Belgique  artistique  et 
litteraire,  okt.— dez.  1912,24—32,  92 — 101.  —  leben,  werke,  stelle 
in  der  literaturgeschichte,  einfluß. 

48.  D.  A.  Stracke,  De  assonancen  in  Hadewych's  strophi- 
sche gedichten.     Leuvensche  bijdr.   11,279 — 298. 

Beatrys.  49.  D.  A.  Stracke,  Hoe  oud  is  onze  Beatrys- 
legende?  Leuvensche  bijdr.  11,267 — 277.  —  bestreitet  die  bisher 
angenommenen  'beweise',  das  der  mnl.  B.  am  ende  des  13.  jhs. 
zu  datieren  ist,  denn:  1.  die  Übereinstimmung  von  B.  521  mit  zwei 
versen  aus  dem  Theophilus  ist  gar  nicht  wörtlich,  und  wenn  sie 
es  wäre,    so  sei  dieses  noch  kein  beweis,    daß  die  mnl,  bearb.  der 


248  XII-   Niederländisch. 

Theophilussage  benützt  ist.  2.  das  wort  der  minnestrale  kann 
ebensowohl  eine  reininiszenz  der  franz.  als  der  mnl.  Rose  sein; 
überdies  kommt  es  auch  schon  bei  Hadewych  vor. 

Tau  Joilitas  eude  Rosafiere.  50.  P.  Max  im  i  Hanns, 
Van  Jouitas  en  Rosafiere.  Bijblad  (van  Opvoeding  en  onderwijs) 
voor  taal  en  letteren  11,108 — 117.  —  Inhaltsverzeichnis  der  schon 
hrsg.  hss.  A.  (Gei\t)  und  B.  (Amsterdam)  und  text  eines  neu  ge- 
fundenen hs.  fragments  aus  der  klosterbibliothek  der  Kapuziner  zu 
Handel  bei  Heimond;  es   datiert  von   vor  dem  j,   1514. 

Dirc  Tau  Herxen.  51.  W,  Govaert,  Een  kerstlied  von 
Dirc  van  Herxen.  Bijblad  (van:  Opvoedings  en  onderwijs)  voor 
taal  en  letteren  11,121 — 128.  —  text  des  liedes  'Och,  Heer,  der 
hemelen  stichter'  (aus  Knüttel,  Geest,  lied  128)  mit  betrachtungen 
über  Inhalt  und  form. 

52.  Th.  de  Jager,  Wildi  hören  singhen  jj  enen  soeten  sanc  | 
van  Jesus  die  ic  gheere  songhe  ||  al  wordet  lanc  (etc.).  kritisch 
hrsg.  mit  erklär.  Bijblad  (van:  Opvoeding  en  onderwijs)  voor  taal 
en  letteren  II(1914),5— 12. 

Tondalus.  Patricius.  53.  Tondalus'  visioen  en  St.  Patri- 
cius'  vagevuur  uitg.  door  R.  Verdeyen  en  J.  Endepols  (mit 
abb.)  Gent,  's-Gravenhage,  1914.  dl.  I.  —  dieser  1.  teil  (319  s.) 
enthält  I.  inleiding:  Het  visioen  bij  de  leren;  het  christelijke 
visioen  vöor  Tondalus  visioen  en  St.  Patricius'  vagevuur;  de  theo- 
logische waarde  van  de  visioenen,  in  het  bijzonder  van  het 
visioen  van  Tondalus  en  van  Patricius'  vagevuur.  II.  Het  visioen 
van  Tondalus  (Inhaltsverzeichnis;  datierung  wahrscheinlich  1149); 
de  letterkundige  geschiedenis  der  legende  van  Tondalus  (die  älteste 
mnl.  bearb.  ist  die  desLod.  van  Velthem,  nur  in  fragmenten  aufbewahrt); 
lijst  van  handschriften  en  drukken.  III.  Het  vagevuur  von  St.  Patri- 
cius. de  bedevaartsplaats  van  het  St.  P.'s  vagevuur;  de  legende 
van  Owein;  de  letterkundige  geschiedenis  der  legende  (mnl.  u.  a. 
bei  Maerlant,  Sp.  Hist.,  und  im  Passionael);  de  pelgrimsverhalen; 
lijst  van  handschriften  en  drukken.  —  bespr.  von  C.  (G.  N.)  de 
Y(ooys),  Nieuwe  taalgids  8,  263—264. 

Riddere  metter  nionwen.  54.  Roman  van  den  riddere 
metter  mouwen,  opnieuw  naar  het  hs.  uitgegeven  en  van  een  inleiding 
en  glossarium  voorzien  door  Bertha  M.  van  der  Stempel. 
Leiden,  1914.  (in  der  serie:  Bibl.  van  mnl.  letterkunde.)  in  der 
einleitung  wird  argumentiert,  daß  dieses  gedieht  eine  freie  bear- 
beitung  ist  (nach  dem  muster  des  mnl.  Moriaen)  einer  älteren 
fassung  des  uns  bekannten  dem  'mestre  Requis'  zugeschriebenen 
Richard  li  Biaus.  ausgäbe  nach  der  Haager  Lancelot-hs.  —  bespr. 
von  C.  G.  N.  de  Vooys,  Nieuwe  taalgids  8,259—260. 


Xn.   C.  Literatur.  249 

Seghelijn.  55.  N.  0.  Heinertz,  Seghelijn  v.  1422  ff. 
Tijdschr.  33,95 — 97.  —  a)  hi  decte  hem  so  hi  best  mochte,  als  sijn 
meester  hem  besochte  op  hem  scermen  ende  wanderen,  daer  si 
die  een  den  anderen  stonden  te  gader  ende  houwen;  'wanderen'  = 
'das  vorrücken  und  siclizurückziehen  eines  fechters';  'houwen'  ist 
prät.  (analogie,  vgl.  mhd.  prät.  'hou',  das  dem  verbum  'bliuwen, 
blouwen,  blou'  nachgebildet  ist),  h)  Daer  mocht  men  Seghelyn 
scouwen  so  cort  hem  vouwen  onder  den  seilt;  'hem  cort  vouwen'  = 
'sich  durch  ducken  klein  machen'.  c)  Waer  zaeghdi  bi  uwer 
trouwen  enighen  man  so  nauAve  houwen,  alse  mi  mijn  meester 
helt?  'houwen'  ist  hier  nebenform  des  verbums  'houden',  'halten'; 
'nauwe  houden'  =  'jemanden  eng  auf  den  leib  rücken'. 

Spiegel  Tan  smenschen  behoudenisse.  56.  J.  Verdam, 
De  handschriften  van  den  Spiegel  van  smenschen  behoudenisse. 
Hand.  Mij.  der  ndl.  letterk.  1913 — 1914,53 — 54.  —  kurze  übersieht 
eines  Vortrags,  die  eine  hs.  (Haarlem)  ist  ein  prosatext  vom  jähre 
1464,  also  jünger  als  die  alten  drucke;  die  andere  (British 
museum,  photogr.  repr.  Leiden)  ist  eine  gereimte  bearbeitung  des- 
selben lateinischen  Originals  und  datiert  aus  dem  anfange  des 
15.  jhs.,  ist  also  nicht  dem  Jacob  van  Maerlant  zuzuschreiben. 

Anna    Bijns.     57.     J.    Lindeboom,     Anna    Bijns    en    haar 

invloed  in  kerkelijke  kringen.  Ndl.  archief  kerkgesch.  n.  s.  11, 
324—331. 

Jan  Tan  der  Noot.  58.  Theo.  Weiman,  De  fabel  om- 
trent  Jan  van  der  Noot.  Vlaamsche  arbeid  9,191 — 194.  (lief  5: 
die  fortsetzung  ist  noch  nicht  erschienen.)  —  bestreitet  die  bis- 
herige Vorstellung  daß  N.,  nachdem  er  erst  an  der  Seite  der  re- 
foi-mation  gestanden  hat,  ein  katholischer  brotschreiber  geworden 
wäre,  fest  steht  nur  folgendes:  N.  hat  wirklich  an  einem  aufstand 
in  Antwerpen  teilgenommen,  der  vom  prinzen  von  Oranien  unter- 
drückt wurde;  er  flüchtete  darauf  1567  nach  London  und  schrieb 
dort  anderthalb  jähr  später  das  vorwort  zu  seinem  Theätre. 

Marnix.  59.  G.  Kalff,  Een  oordeel  over  Marnix  van  Sint 
Aldegonde  als  taal-  en  letterkundige  van  het  jaar  1600.  Tijdschr. 
33,152 — 154.  —  Charakteristik  von  Marnix,  text  aus  einem 
Pamphlete  der  kgl.  bibl. 

60.  C.  A.  Williams,  Zum  ältesten  druck  des  Wilhelmus- 
liedes.  Tijdschr.  33,154 — 156.  —  in  einem  Frankfurter  'lieder- 
büehlein'  vom  jähre  1580  in  hochd.  Übertragung  die  älteste  er- 
haltene fassung  des  Wilhelmus. 

61.  'Die  oudt  wijsman  leert  den  jonghelinck',  text  des  16.  jhs. 
hrsg.  von  W.  de  Vreese.  Volkskunde  25,17 — 20.  —  ine.  Goet 
gheselle  hout  dese  leere  reyn,  altyt  te  leven  eerlijek  int  ghemeyn.  .  . 


250  "XIl.   Niederländisch. 

expl.     Leest  ooc  voor  die  goede  sielkens  me,    requiescant  in  santa 
pace.     amen. 

3.  Prosa  bis  1600. 

Ruusbroec.  62.  Alle  de  werken  van  Jan  Ruusbroec,  de 
Wonderbare,  in  nieuwere  taal  overgezet  d,  H.  W.  E.  Moller. 
Bussum,  1914.  dl.  I,  voorbericht.  inleiding.  rijk  der  gelieven. 
siering  der  geestelijke  bruiloft.  handsieraat  of  de  stralende  edelsteen. 
—  bespr.  von  W.  Kloos,  Nieuwe  gids  29,449 — 463;  von  P.  van 
Luijk,  Bijblad  (van  Opvoeding  en  onderwijs)  voor  taal  en  letteren 
11,118 — 120;  von  C.  (G.  N.)  de  Vooys,  Nieuwe  taalgids  8,314— 316; 
und.  in  den  Zeitungen  Centrum  vom  31.  okt.  1914  (von  H.  Linne- 
bank)  und  Nieuwe  Rotterd.  Courant  vom  14.  dez.  1914.  (Av.  B.) 
63.  Paul  O'Sheridan,  Une  tentative  malheureuse  de  E,uys- 
broeck:  la  foudation  du  second  ordre  predit  par  Joachim  de  Flore. 
(Revue  beige  d'histoire,  Brux.  1914.  s.  98—147  [forts.  folgt]).  — 
bemüht  sich  hauptsächlich,  die  unzuläßlichkeit  festzustellen  von 
Pomerius'  De  origine  monasterii  Viridisvallis:  was  dieser  über  das 
leben  R.'s  und  die  Stiftung  von  Groenendal  erzählt,  sei  unbegründet; 
auch  der  prolog  des  Broeder  Gheraert  sei  unzuverläßlich.  —  ab- 
lehnend bespr.  von  L.  Reypens,  Voor  de  geschiedenis  van  Jan 
van  Ruysbroek  (Dietsche  warande  en  Beifort,  1914.  1.  halfjaar, 
405 — 416,  505 — 522).  vf.  verteidigt  Pomerius;  er  meint,  dieser 
sei  eine  sehr  glaubenswürdige  quelle;  was  den  B.  Gheraert  an- 
betrifft, so  erlaube  der  heutige  stand  der  Wissenschaft  noch  nicht, 
darüber  etwas  festzustellen. 

Yperman.  64.  E.  C.  van  Leersum,  Note  concernant 
l'annee  de  la  mort  de  Jean  Yperman.  Janus  19,33 — 34.  —  nach 
den  Untersuchungen  des  Ypernschen  archivars  E.  de  Sagher  ist 
Y.  gestorben  zwischen  dem  28.   okt.  1330  und  1.  nov.   1331. 

Drie  COuinglieil.  65.  Van  den  heilighen  drien  coninghen. 
Middelnederlandsche  teksten  uitgeg.  als  proefschrift  door  T.  J.  A. 
Scheepstra.  Groningen,  1914,  —  die  mdnl.  texte  sind  bearbeitet 
nach  einer  lateinischen  Historia  trium  regum,  geschrieben  zwischen 
den  jähren  1364  und  1375  vom  Karmeliter  Joannes  de  Hildesheim, 
sehr  verbreitet  und  in  mehrere  sprachen  übersetzt  und  ein  merk- 
würdiges den  evangelien  entlehntes  specimen  der  mittelalterlichen 
literatur.  entwicklung  der  legende  und  Zusammenstellung  der 
'Historia'.  beschreibung  der  mdnl.  hss.  und  Inkunabeln,  ihr  Ver- 
hältnis, die  mdln.  texte  mit  kommentar.  —  bespr.  von  C.  G,  N. 
de  Vooys,  Nieuwe  taalgids  8,260 — 263. 

Sinte  Franciscus.  66.  B.  Kruitwagen,  Den  Wijngaert 
van  Sinte  Franciscus.  (Antwerpen,  1518.)  Neerlandia  Franciscana 
1914,1,43 — 72,   135 — 155.    —    kurze    analyse    des   inhaltes    dieser 


XII.    C.  Literatur.  251 

kompilatioD,  quellenangabe.  der  vf.  war  ein  in  der  literatur  seines 
Ordens  sehr  belesener  Franziskaner,  der  noch  im  jähre  1518  lebte 
(vielleicht  frater  Cornelius  Petri  vonZierikzee?).  mit  unrecht  schreibt 
Dirck  van  Bleyswijck  in  seiner  beschryvinghe  der  stadt  Delft 
(1667),  daß  der  Wijngaert  wäre  'een  boek  't  welk  de  Francis- 
canen  allerwegen  op  doen  soecken  ende  om  groot  geldt  inkoopen, 
ten  eynde  sy  deselve  aen  het  vuyr  mochten  opofferen  ende  alle 
uyt  de  wereldt  helpen,  overmits  aldaer  beschreven  staen  .  .  walche- 
Hjke  .  .  en  abominabile  .   .  saecken'. 

67.  A.  Stracke,  Horoscopen  uit  de  15.  eeuw,  Versl.  via. 
acad.  1914,364 — 372.  mnl.  prosatext:  hs.  aus  der  mitte  des  16.  jhs. 
in  einem  exemplar  von:  Hyginius,  De  mundi  et  sphaerae  .  . 
declaratione  .  .  Venetiis,  1517.  —  hierin  u.  a.  viele  namen  von 
Sternen,   die  nicht  bei  Verdam  aufgenommen  sind. 

Marnix.  68.  J.  v.  d.  Valk,  Een  onitgegeven  brief  van 
Marnix  over  de  caesuur.  Tijdschr.  33,149 — 152.  —  text  eines 
briefes  von  M.  am  prediger  Arnoldus  Cornelii,  in  Delft,  1589.  (auf- 
bewahrt im  archiv  der  Stadt  Delft.) 

69.  Besprechungen  von  in  früheren  Jahrgängen  verzeichneten 
werken:  De  Froe,  Klanken  1913,12,9;  bespr.  von  E.  Kruisinga, 
Nieuwe  taalgids  8,53 — 57.  —  van  Ginneken,  Handb.  I.  1913, 
12,7;     bespr.    von   A.    de   Cock,    Volkskunde    25,140 — 142;     von 

F.  H.  Fischer,  Amsterdammer  (weekblad),  12.  april  1914;  von 
A.  Goudsmit,  De  school  9. — 16.  mai  1914;  von  L.  Grootaers, 
Leuv.  bijdr.  11,311 — 319;  von  A.  Kluyver,  Museum21,371 — 373; 
von  C.  Kops,  Bijblad  taal  en  letteren  2,129  — 138;  von  J.  Man- 
sion,  Versl.  via.  acad.  1914,119 — 127;  von  H.  Padberg,  Studien 
jrg.  46,  dl.  81,38 — 48;  von  D.  A.  Stracke,  Hooger  leven  27.  dez. 
1913;  von  A.  V(erwey),  Beweging  10,1,103—107;  von  C.  (G.  N.) 
de  Vooys,  Nieuwe  taalgids  8,302 — 314;  von  N.  van  Wijk, 
Gids  1914,1,541—552  und  D.  lit.-ztg,  1914,  nr.  18;  anonym 
N,  Rotterd.  Courant  28.  Jan.  1914  (Av.  B.).  —  Haslinghuis, 
Duivel  drama  1912,12,34;  bespr.  Volkskunde  24,251.  —  Hist.  Chr. 
Wagenaar  1913,12,63;  bespr.  von  P.  L.  van  Eck  jr.,  Gulden 
winckel  13,40—43.  —  Kalff,  Geschied.  VII  1912,12,27;  bespr. 
von  J.  Koopmans,  Nieuwe  taalgids  8,139 — 144;  von  C.  G.  N.  de 
Vooys,  Museum  21,259 — 263.  —  Kern,  Werkw.  vormen  1912, 
12,8;    bespr.    von   A.    Kluyver,    Nieuwe  taalgids   8,82 — 87;    von 

G.  0.  Curme,  JEGPhil.  13,173—180.  —  Colijn  van  Eyssele, 
Sp.  der  minnen  1913,12,55;  bespr.  von  B.  v.  d.  S(tempel?),  Het 
boek  3,263—265;  von  C.  (G.  N.)  de  Vooys,  Nieuwe  taalgids 
8,255 — 259.  —  Salverda  de  Grave,  Influence  langue  franc. 
1913,12,29;  bespr.  von  P.  Valkhoff,  Nieuwe  taalgids  8,95—102. 
—  Spieghel,  Twespraack  1913,12,6;  bespr.  vonD.  C.  Tinbergen, 


252 


XnL    Friesisch. 


Nieuwe  taalgids  8,113—123.  —  Teirlinck,  Toponymie  1913, 
12,39;  bespr.  von  J.  P.,  D.  Warande  1914,1,403—404.  —  Ver- 
dam,'Handwdb.  1911,12,24;  bespr.  von  Franck,  ZfdPh.XLV,316. 
—  Wirth,  Untergang   1911,12,41;    bespr.  von  Blöte,    AfdA.  36. 

C.  E.  Ebbinge  Wubbea. 


XIII.   Friesisch. 

(fällt  aus.) 


Zweiter  Teil. 


XIV.   Nordisch. 

1.  Biographie  —  schul-  und  gelehrtengeschichte.  —  II.  Zeitschriften  und 
Sammelwerke.  —  III.  Bibliographie  —  bibliotheken.  Besprechungen.  — 
IV.  Wortkunde.  1.  Wörterbücher  —  bedeutungslehre  2.  Fachsprache 
—  geheimsprache.  a)  Rechts-  und  Verwaltungssprache,  b)  Berufs- 
bezeichnungen vind  handwerkersprache.  c)  G-eheimsprache.  3.  Wort- 
forschung im  einzelnen  —  etymologie.  4.  Fremd-  und  lehnwort.  5.  Namen- 
kunde, a)  Götter-  und  personennamen.  b)  Völker-  und  Ortsnamen. 
c)  Andere  namen,  tier-  und  pflanzennamen.  d)  Verschiedenes.  Be- 
sprechungen. —  V.  Sprachgeschichte   und  grammatik.     1.    Allgemeines. 

2.  Grammatik  im  engeren  sinne,  a)  Gesamtdarstellungen,  b)  Lautlehre  — 
betonung.  c)  Wortlehre,  a)  Stammbildung  ^  Zusammensetzung,  ß)  Wort- 
beugung, d)  Satzbildung  —  stil  und  prosarhythmus.  3.  Mundarten, 
Darstellung  und  Untersuchung.  Besprechungen.  —  VI.  Literaturge- 
schichte. 1.  Westnordische  literatur.  a)  Eddalieder,  b)  Skalden  und 
rimur.  c)  Saga.  «)  Islendingasaga  und  verwandtes,  ß)  Konungasaga  — 
annalen.  y)  Fornaldar.saga.  d)  Gelehrtes  altisländisches  Schrifttum,  e)  Ver- 
schiedenes. 2.  Schwedische  literatur.  3.  Dänische  literatur.  Besprechungen. 
Vn.  Verslehre.  —  VIII.  Götter-  und  heldensage.  —  IX.  Volkslied 
und  Volksmusik.  —  X.  Volkskunde.  —  XI.  Urgeschichte  und  altertums- 
kunde  —  XII.  Kulturgeschichte.  —  XIII.  Allgemeine  Staats-  und  Ver- 
waltungsgeschichte. —   XIV.  Rechtsgeschichte.   —  XV.   Verschiedenes. 

I.   Biographie  —  schul-  und  gelehrtengeschichte. 

1.  Carl  Carlsson  Bonde,  freiherr,  einer  der  größten  buch- 
freunde Schwedens,  dessen  bibliothek  mehrere  unica  umfaßte. 
Msecen,  besonders  verdient  um  die  geisteswissenschaften.  gest. 
nov.  16.,  1914.  nachruf  von  Fr.  Vult  von  Steijern,  NTfBB. 
s.  76—82. 

2.  Bernhard  Lundstedt,  geb.  zu  Stockholm  juni  11.,  1846, 
gest.  in  Castellamare  bei  Neapel  märz  24,,  1914,  bibliothekar  an 
der  königl.  bibliothek  zu  Stockholm,  hervorragender  bibliograph, 
nachruf  von  Emil  Haverman,  NTfBB.   1914,374—377. 

3.  Ernst  Meyer,  geb.  zu  Stockholm  märz  5.,  1854,  gest.  zu 
Uppsala  febr.  19.,  1914,  erster  Universitätsbibliothekar  in  Uppsala. 
nachruf  von  H.  B — n  in  Svensk  h.  t.  1914,   s.  44. 

4.  J.  Moltke  Moe,  folklorist  und  kulturhistoriker,  prof.  in 
Kristiania,  geb.  im  kirchspiel  Krödsherred  juni  19.,   1859,  gest.  zu 

Jahresbericht  für  germanische  phüologie.   XXXVI.    (19U.)   II.  Teil.  l 


2  XIV.    Nordisch. 

Kristiania  dez.  15.,  1913.  nachruf  von  Hj.  Falk,  Maal  og  Minne 
1914,1 — 3.  —  von  C.  W.  v.  83^6 ow  in  Folkminnen  och  Folk- 
tankar  1914,  s.  8 — 12;  am  ausführl.  von  Gerhard  Gran,  Edda 
1914,  s.    1—18. 

5.  Hans  Ross,  geb.  in  Holum,  Norwegen,  1 833,  gest.  zu 
Kristiania  1914,  dialektforscher,  lexikograph  und  grammatiker. 
nekrolog  von  Amuud  B.  Larsen,  MoM.   1914,  s.   177 — 180. 

6.  Johannes  Skar,  geb.  im  kirchspiel  Oyer  im  Gubrandsdal 
nov.  18.,  1837,  gest.  im  Saetesdal  febr.  3.,  1914,  folklorist  und 
mundartforscher,    nachruf  von  D.  A.  Seip,  MoM.  1914,  s.  49 — 56. 

7.  Vilhelm  Gödel:  Erik  SpaiTC,  Till  historien  om  hans 
litterära  samlingar.  NTfBB.  1914,  s.  238—245.  —  Erik  Sparre,  gest. 
1600,  war  nicht  nur  einer  der  hervorragendsten  politiker  und 
krieger  Schwedens  sondei'n  auch  —  nebst  Hogenskild  Bielke  — 
der  größte  buchfreund  seinerzeit  und  ein  fleißiger  sammler  lite- 
rarischer arbeiten. 

8.  Hallgrimur  PeturSSOn,  Erindi  flutt  i  Akureyrarkirkju 
1.  sunnudag  i  föstu  1914  von  Matthias  Jochumsson.  Skirnir 
88,182—200.  H.  Petursson,  geb.  1614,  gest.  1674,  bedeutender 
Verfasser  von  isländischen  geistlichen  liedern. 

9.  Henrik  Schuck,  Ur  gamla  anteckningar  IV.  ett  bidrag 
tili  Samuel  Colunibus  biografi.     Samlaren  233 — 236. 

10.  Henrik  Schuck,  Ur  gamla  anteckningar  V.  ur  Runius' 
anteckningsbok.  Samlaren  236 — 241.  —  kleinere  beitrage  zur 
biographie  des  Bimius  aus  den  jähren   1706 — 1713. 

11.  Leonard  Bygden,  Svenskt  anonym-  och  pseudonym- 
lexikon.  häft  XIX  =  skrifter  utgifna  af  svenska  litteratursäll- 
skapet  17:17.     Uppsala  1914.     bd.  II,  sp.  865—960. 

12.  Claes  Annerstedt,  Upsala  universitets  historia.  Enligt 
uppdrag  författad.  D.  3:2.  1719 — 1792.  Universitetets  Organi- 
sation och  verksamhet.     Uppsala  1914.     8:0  VIII -f- 655  s. 

II,   Zeitschriften  und  Sammelwerke. 

(die  einschlägigen  aufsätze  sind  in   der   regel  nach  sachlichen  gesichts- 
punkten  in  abt.  XIV  eingereiht.) 

13.  Antikvarisk  tidskrift  för  Sverige  utgiven  av  kungl. 
vitterhets-,  historie-  och  antikvitets-akademien  genom  Emil  Ekhoff. 
1914.     del.  20  och  21.     (ATS.) 

14.  Arkiv  för  nordisk  filologi  utgivet  av  Axel  Kock.  bd.  31. 
Lund,  Gleerup.     Leipzig,  Harrassowitz.    1914.     (Arkiv.) 

15.  Danske  studier  udgivne  af  Marius  Kristensen  og 
Axel  Olrik  for  universitetsjubilseets  danske  samfund.  4  hefte. 
K0benhavn,  Gyldendal.    1914.     (DSt.) 


XIV.    II.  Zeitschriften  und  Sammelwerke.  3 

16.  Edda,  Nordisk  tidskrif t  f  or  litteraturf  orskniiig.  Kristiania, 
Aschehoug.  1914.  1.  arg.  —  angez.  und  gelobt  von  0.  Wiesei- 
gren, NTfBB.  (s.  nr.  27)   1914,  s.  382—384.     (Edda.) 

17.  Tataburen,  Kulturhistorisk  tidskrif t  utgifven  (för  Nor- 
diska  müsset)  av  G.  Upmark.  Stockholm  1914.  —  vom  Inhalt 
ist  zu  erwähnen:  Louise  Hagberg,  Sägner  om  den  förborgade 
kittein.  —  N.  E.  Hammarstedt,  Julklubban.  —  N.  Lithberg, 
Koskällan.  —  A.  Sjögren,  Nägot  om  äldre  tiders  klichetillverkning. 
mit  vielen  figuren  im  text.  —  G.  Upmark,  Karlskrona  guldsmeds- 
ämbete  1695 — 1812.  —  K.  B.  Wiklund,  Kastkäpp  hos  Lapparna. 
—  kleinere  raitteilungen  und  anzeigen  von  fachverwandten  Schriften, 
u.  a.  Th.  Hach,  Lübecker  glockenkunde.  Lübeck  1913.  (Fata- 
bnren.) 

18.  Folkminnen  och  Folktankar.  Populär  vetenskaplig 
tidskrift  utgiven  av  folkminnesföreningen  i  Lund.  redigiert  von 
C.  W.  V.  Sydow.  Lund  1914.  (FoF.)  enthält  u.  a.  verschiedene 
beitrage  zur  Volkskunde  und  zur  heimatsforschung  von  C.  W.  v. 
Sydow,  Louise  Hagberg,  Nils  Lithberg,  Olof  Christoffers- 
son.  —  bespr.  von  N.  L — g.     Fataburen   1914,  s.  190 — 191. 

19.  Foreningen  til  norske  fortidsmindesm?erkers  bevaring. 
Aarsberetning  for  1913.  69.  aargang,  med  161  illustrationer 
i  teksten.  Kristiania  1914.  gegen  einen  Jahresbeitrag  von  4  kr. 
II  -f-  255  s.  —  enthält  zahlreiche  beitrage  zur  kunst-  und  bau- 
geschichte,  kleinere  mitteilungen  nebst  einer  kunsthistorisch-archäo- 
logischen bibliografi  1913,  mit  einschluß  von  runeninschriften  von 
W.  P.  Soramerfeldt. 

20.  Fornvännen.  Meddelanden  frän  K.  Vitterhets-Historie 
och  Antikvitets  Akademien  1914.  under  redaktion  av  Emil  Ek- 
hoff.  ärgängen  9.  Stockholm.  —  eine  vortreffliche  inhaltsangabe 
zu  1914  ist  der  Zeitschrift  am  ende  beigefügt,  s.  274 — 298.  (Forn- 
yänuen.) 

21.  Förhandlingar  och  uppsatser  27,1913  =  Skrifter 
utgivna  av  svenska  litteratursällskapet  i  Finland  115.  Helsingfors 
1915.     (FoU.) 

22.  Hembygden,  tidskrift  för  svensk  folk-  och  hembygds- 
kunskap  in  Finland  utgiven  av  Gabriel  Nikander,  Wäinö  Sol- 
strand och  Bob.  Wickman.  Helsingfors  1914.  10  hefte.  — 
darin  u.  a.  Einar  Jewelius,  En  blick  pä  hembygds  forskningen 
i  Finland  är  1913.  —  über  den  inhalt  der  Zeitschrift  im  übrigen 
vgl.  'sakregister  tili  tidskriften  Hembygden  I — V,  1910—1914'. 
h.  9—10. 

23.  Maal  og  minne,    norske    studier   utgit   av   bymaalslaget 
ved  Magnus  Olsen.    4hefte.    Kristiania,  Bymaalslagetsforlag.   1914. 

1* 


4  XIV.    Nordisch. 

()loM.)  —  outhält  außer  den  an  ihrer  stelle  erwähnten  aufsätzen 
noch:   Smaastykker  h.   1,  s.   42 — 48. 

24.  Namn  och  bygd,  tidskrift  för  nordisk  ortnamnsforskning 
nteiven  av  A.  Grape,  O.  Liindberg,  J.  Sahlgren.  ärgäng  2. 
382  s.  Uppsala,  Akademiska  bokh.  1914.  s.  1 — 320:  'Nordiska 
ortnam.  hyllningsskrift  tillägnad  Adolf  Noreen  pä  sextioärsdagen.' 
Ol  tsnamenverzeichnis  s.  320 — 332.  (NoB.)  —  angezeigt  von 
M.  Kristensen,  DSt.   1914,47—48. 

25.  Nordiska  ortnamn,  hyllningsskrift  tillägnad  Adolf 
Noreen  pä  sextioärsdagen  av  vänner  och  lärjungar.  utgiven 
genom  Namn  och  bygd.  Uppsala  1914.  VIII  -\-  320  s.,  mit  einem 
bild  von  Adolf  Noreen  =  Namn  och  bygd,  ärgäng  2.  1914.  — 
gelobt  von  G.  Knudsen,  DSt.   1914,  s.   95 — 96. 

26.  Nordisk  tidskrift  for  filologi.  4.  rsekke.  tredie  binds 
4  hefte.     E:0benhavn,  Gyldendal.    1914(— 15).     (NTfPhil.) 

27.  Nordisk  tidskrift  för  bok-  och  biblioteksväsen  under 
medverkan  af  Oluf  Kolsrud,  Kristiania,  Viktor  Madsen,  K0ben- 
havn  och  Georg  Seh  au  man,  Helsingfors  utgifven  af  Isak  CoUijn, 
Stockholm,    ärgäng  1.    K0benhavn  und  Uppsala.    1914.     (NTfBB.) 

28.  The  Proceedings  of  the  society  for  the  advancement 
of  Scandinavian  stud}',  edited  by  prof.  George  T.  Plom  of  the 
university  of  Illinois,  and  published  at  Urbana,  111.,  ist  eine  Zeit- 
schrift für  skan dinavische  philologie  und  literatur.  vol.  I.  191 3 — 19 1 4. 
enthält  u.  a. :  Leonard  Bloomfield,  A  type  of  Scandinavian  word- 
formation.  —  L.  M.  Hollander,  The  drama  in  Iceland.  —  A.  M. 
Sturtevant,  A  note  on  the  'Härbardsljöd'.  —  J.  Lillehei,  On 
the  forms  of  the  landsmaal  in  Norway  (with  a  bibliography  of 
landsmaal  literatur).  Gudm.  Schütte,  Swedish  place-names  in 
Denmark. 

29.  Skirnir  timarit  hius  islenzka  bökmentafelags,  88.  är. 
Ritstjöri  Gudm.  Pinnbogason.  Reykjavik  Isafoldarprentsmidja 
1914.  —  darin  folgende  anfsätze  (mit  auswahl  verzeichnet):  nach- 
ruf  mit  bild  auf  Steingrimur  Thorsteinsson  (gest.  dez.  1912)  von 
Gudm.  Finnbogason;  J.  C  Hauch,  Svissarinn  (kvaedi  Stgr. 
Thorsteinssons  pyddi;  Gudm.  Fridjönsson:  Visur  til  Vaeringjans; 
Fäll  Jönsson,  Haed  Islendinga;  J>orsteinn  Gislason,  Island  1913; 
Einar  Benediktsson,  Vaeringjar  (kvaedi);  Jonas  Jönasson, 
Nokkur  ord  um  f)jödtrü  og  {)j6dsidi  Islendinga;  Gudm.  Hannes son, 
Unga  fölkid  og  atvinnuvegir  landsins;  Gudm.  Tinnbogason, 
kvedjur;  Hannes  Haf stein,  I  hafisnum  (kvaedi);  Gudm.  Kam- 
ban,  Faxi  (saga);  Gudm.  Fridjönsson,  Jökulsärgljüfur  (kvaedi); 
3Iagnus  Jönsson,  Saga  Islands;  pöri  Bergsson,  Hraedan  (saga); 
Brynjülfur  Jönsson,  Aefisaga  min. 


XIV.    III.  Bibliograpliie  —  bibliotheken.  5 

30.  Spräk  och  stil,  tidskrift  för  nysvensk  spräkforskniu»^ 
utgiven  av  E..  G:son  Berg,  Bengt  Hesselman,  Oloi'  Ostergren. 
14  ärgängen.     Uppsala   1914.     111,276  s.     (SpoSt.) 

31.  Studier  i  nordisk  filologi  utgivna  genomHugo  Pipping. 
femte  bandet  =  Skrifter  utgivna  av  svenska  litteratursällskapet 
i  Finland.    113.     Helsingfors  1914.     (SllF.) 

32.  Svenska  landsmäl  och  svenskt  folkliv.  tidskrift  ut- 
given pä  uppdrag  av  landsmälsföreningarna  i  Uppsala,  Helsingfors 
och  Lund  genom  J.  A.  L  und  eil.  Stockholm,  Norstedt  &  söner. 
1913.     4  hefte  (der  ganzen  reihe  h.   120—123).     (SvLm.) 

33.  Svenska  studier  tillägnade  Gustaf  Cederschiöld  den 
25  juni  1914,  utgivna  genom  svenska  modersmälslärareföreningens 
arbetsutskott.  Lund,  Gleerup.  1914.  483  s.  festschrift,  (Svenska 
Studier.) 

34.  Aarb0ger  for  nordisk  oldkyndighed  og  historie,  udgivne 
af  det  kongelige  nordiske  oldskrift-selskab.  III.  rsekke.  4.  bind, 
1.  und  2.  h.     176  s.     Kbh.  1914.     (Aarb.) 

35.  Schon  früher  verzeichnet:  Xenia  Lideniana  (vgl.  Job. 
1912,14,34).  —  bespr.  von  E.  Olson,  Arkiv  31,214—226. 

III.  Bibliographie  —  bibliotheken. 

36.  Bibliotheca  Danica.  systematisk  fortegnelse  over  den 
danske  literatur  fra  1482  til  1830,  efter  samlingerne  i  det  kongl. 
bibliotek  i  Iv0benhavn.  med  suplementer  fra  universitetsbiblioteket 
i  K0benhavn  og  Karen  Brahes  bibliotek  i  Odense.  udgivet  af  det 
kongl.  bibliotek.  Supplement  ved  Lauritz  Nielsen.  Keibenhavn, 
Gyldendal.  1914.  —  bespr.  von  Carl  S.  Petersen,  NTfBB.  1914, 
s.  378 — 382,  der  das  ganze  werk  lobt. 

37.  [Svensk  historisk]  34.  Bibliografi  1913.  upprättad  af 
Kristian  Setterwall.  s.  337 — 373.  beilage  zu  Svensk  h.  t.  1914, 
heft  1. 

38.  Sven  Gren  Broberg,  Johan  Gustav  Christoff  er  Ceder- 
schiölds  bibliografi.  förteckning  öfver  prof.  J.  G.  C.  Ceder- 
schiölds  intill  den  11  maj  1914  frän  trycket  utgifna  skrifter, 
uppsatser  och  recensioner.     Svenska  studier,  s.  456 — 483. 

39.  Catalogue  of  the  Icelandic  collection  bequeathed  by 
Willard  Piske.  compiled  by  Halldor  Hermannsson  Cornell 
university  library.  Ithaca,  New- York  1914.  VIII  +  775  s.  — 
in  diesem  kataloge  ist  der  inhalt  der  großen  Icelandic  collection 
der  bibliothek  der  Cornell  university  zum  ersten  male  im  druck  zu- 
sammengestellt, der  katalog  ist  deshalb  außerordentlich  wertvoll 
für  alle,    die   sich   mit  isländischer   Wissenschaft   und   isländischen 


g  XIV.    Nordisch. 

Verhältnissen  beschäftigen,  besonders  für  Sprachforscher.  —  gelobt 
von  P.  Herrmanu,  DLz.  35,1416 — 1420  und  von  Fall  Eggert 
Ölason,  Skirnir  88,  s.  422—428. 

40.  Isak  Collijn,  Tva  blad  af  det  förlorade  breviarium 
Nidrosiense,  Hölar  1534.  NTfBB.  1914,  s.  11—16.  zwei  wieder- 
gefundene blätter  aus  dem  Brev.  Nidrosiense,  das  sonst  verloren 
gegangen  ist,  gedruckt  bei  Jon  Matthiasson  in  Hölum.  mit 
2  faksimilien.  —  bespr.  von  R.  M.  Ö.     Skirnir  88,  s.  222 — 223. 

41.  Isak  Collijn,  Katalog  der  inkunabeln  der  kgl.  bibliothek 
in  Stockholm.     8:o.     teil  1.     XXXI,329  s.  und  88  s.  tafeln. 

42.  Dansk  bogfortegnelse  for  1914.  64.  aargang,  udgivet 
og  forlagt  af  G.  E.  C.   Gad.    K0benhavn  1914.    LXXXII+127s. 

43.  E.  Erichsen,  Bibliografi  (der  nord.  philologie)  for  1912. 
Arkiv  30,304—337. 

44.  Fem  og  tredivte  Arsberetning  fra  samfund  til  ud- 
givelse  af  gammel  nordisk  litteratur  stiftet  24.  maj  1877.  K0ben- 
havn   1914.      20  s. 

45.  Anders  Grape,  Om  bröderna  Salan  och  deras  handskrift- 
samling.  in  Bibliografiska  undersökniugar  tillägnade  Claes  An n er- 
st edt  pä  hans  sjuttiofemärsdag  den  7  juni  1914.  Festskrift  utg. 
af  Nordisk  tidskrift  för  bok-  och  biblioteksväsen,  Uppsala  1914. 
s.   139—170. 

46.  Anders  Grape,  Litteraturen  rörande  Ynglingatal.  Biblio- 
grafi =  Med  delandenfrän  nordiska  seminariet  utgivna  av  A.  Noreen. 
8.  III.  Uppsala  1914.  —  diese  bibliographie  über  Ynglingatal 
genügt  allen  billigen  ansprüchen  und  hilft  einem  lange  empfundenen 
bedürfnis  beim  Studium  des  Ynglingatals  ab. 

47.  Oskar  Lundberg,  Ortnamnsbibliografi.  Festskrift  tilläg- 
nad  Claes  Annerstedt  den  7  juni  1914,  s.  209—213.  NTfBB. 
s.  329 — 334.  —  ein  rückblick  und  einige  wünsche. 

48.  Oskar  Lundberg,  Nordisk  ortnamslitteratur  i  biblio- 
grafisk  förteckning.  I  distribution  hos  Akad.  bokhandeln,  Upp- 
sala  1914. 

49.  Axel  Nelson,  Svensk  litteraturhistorisk  bibliografi.  32. 
1913.  27  besonders  gezählte  Seiten  am  schluß  der  Zeitschrift 
Samlaren,  tidskrift  utgifven  af  Svenska  litteratursällskapets  ar- 
betsutskott.      35  :e  ärgängen   1914.     Uppsala   1914. 

50.  Axel  Nelson,  Ett  bidrag  tili  Olaus  Magnus'  bibliografi. 
NTfBB.  s.  167 — 170.  —  schon  drei  jähre  nachdem  0.  Magnus'  be- 
rühmte 'Historia  om  de  nordiska  folken'  in  ihrem  lat.  urtext  in 
Rom  erschien,  wurde  in  Antwerpen  eine  Zusammenfassung  davon 
durch  den  buchdrucker  Chr.  Plantin  im  jähre  1558  heraus- 
gegeben, vier  jähre  später  hat  Plantin  eine  andere  aufläge  ge- 
druckt,    diese  beiden  auflagen  sind  jedoch  nicht  identisch. 


XIV.    IV.  Wortkunde.  7 

51.  Safn  tili  sögu  Islands  og  islenzkra  bökmenta  ad  fornu 
og  nyja,  gefid  iit  af  hinu  islenzka  bökmentafelagi.  IV.  8.  Kaup- 
mannahöfn   1914.     s.  817—907. 

52.  Arskatalog  för  svenska  bokhandeln  utgifven  a£  svenska 
bokförläggareföreningen  genom  Axel  Nelson,  fyrtiotredje  ärgängen 
1914.      150  s. 

53.  Besprechungen  von  in  früheren  Jahrgängen  verzeichneten 
Schriften.  Halldör  Hermannsson,  Islandica.  vol.  III  fvgl.  Jsb. 
1910,14,20).  bespr.  v.  G.  Neckel,  AfdA.  37,50—51.  —  Islan- 
dica. an  annual  rel.  to  Iceland.  vol.  III  (vgl.  Jsb.  1910,14,23). 
vol.  IV  (vgl.  Jsb.  1911,14,28).  bespr.  v.  A.  Gebhardt,  Litbl. 
35,150 — 151.  —  Islandica,  an  annual  rel.  to  Iceland.  vol.  VI 
(vgl.  Jsb.  1913,14,22).  bespr.  v.  Päll  Eg.  Ölason,  Skirnir  88 
428—430. 

IV.   Wortkunde. 

1.    Wörterbücher  —  bedeutungslehre. 

54.  Vilh.  Andersen,  Kritik,  sprog  og  literatur.  daraus 
besonders  zu  erwähnen:  Sprog  og  stil,  sammanfold  og  ber0ring. 
ein  beitrag  zur  dänischen  bedeutungslehre.  K0benhavn,  Gyldendal. 
1914.     267  s.     8«. 

55.  Ordbok  öfver  svenska  spräket,  utg.  af  Svenska  Aka- 
demien, h.  48.  ark.  191—200  (Bland— Blifva).  Lund,  Gleerup. 
(Leipzig,  Nils  Pehrsson).    1913.      1,50  kr. 

56.  H.  Bergroth,  Nägra  finländska  tillägg  och  randan- 
märkningar  tili  svenska  akademiens  ordbok,  häft.  1 — 47.  SNF. 
1914,52  s.  —  ergänzung  aus  dem  schwedisch-finnischen  zu  Svenska 
Akademiens  ordbok,  h.  1 — 47. 

57.  F.  A.  Dahlgren,  Glossarium  öfver  föräldrade  och 
ovanliga  ord  och  talesätt  i  svenska  spräket.  första  haftet.  Lund, 
Gleerup.  1914.  8".  400  s.  —  utgives  med  anslag  av  staten, 
svenska  Akademien,  K.  Vitterhets-,  Historie-  och  Antikvitets  Aka- 
demien samt  svenska  fornskriftsällskapet.  das  heft  umfaßt  a — hätull. 

58.  K.  r.  Söderwall,  Ordbok  öfver  svenska  medeltids- 
spräket.     25  h.     Lund,  Gleerup,    1914.     (iväruldsliker — angin.) 

59.  Erland  Hjärne,  Vid  läsningen  av  'Speculum  vitae 
humanae'.  SpoSt.  1914,29 — 39.  —  aufzählung  und  erklärung  von 
einigen  ausdrücken  aus  dem  älteren  neuschwedischen. 

60.  K.  L.  Österberg,  En  kort  ordbok  öfver  Ovikens 
bygdemäl.     8^     36  s.     Umeä  1914. 

61.  Dansk  ordbog  for  folket  udarbejdet  af  B.  T.  Dahl  og 
H.  Hammer  under  medvirkning  af  Hans  Dahl.    40.  heft=:bd.  II 


3  XIV.    Nordisch. 

s.  617 — G42  und  I — IV.  K0benhavn,  Gj^dendal. — mit  dieser  die 
Wörter  0  bis  evrighedspost  sowie  Dach  träge  und  berichtigungen 
umfassenden  lieferung  ist  das  als  volkstümliches  wb,  vortreffliche 
werk  —  vgl.  Jsb.  1913,14,31  —  abgeschlossen,  das  für  alle  der 
lebenden  dänischen  spräche  angehörenden  Wörter  die  formen,  in 
zweifelfällen  die  ausspräche,  ferner  notizen  zur  etymologie  und 
herkunft,  eine  erklärung  der  bedeutungen,  beispiele  für  vorkommen 
und  Phraseologie,  wie  es  scheint  vollständig,  verzeichnet.     [G.] 

62.  H.  F.  Feilberg,  Bidrag  til  en  ordbog  over  jyske 
almuesmäl.  udgivet  av  universitsetsjubilseets  danske  samfund.  43.  h. 
K0benhavn  1914.  (nachtrage  und  berichtigungen.  5.  h.)48  s.  — 
vgl.  Jsb.  1912,14,53. 

63.  Lexicon  poeticum  antiquae  linguse  septentrionalis.  ord- 
bog over  det  norsk  islandske  skjaldesprog.  forfattet  af  Sveinbjöm 
Egilsson.  foröget  og  pä  ny  udgivet  for  det  Kongelige  nordiske 
Oldskriftselskap  ved  Finnur  Jönsson.  1.  hseft.  K0benhavn  1913. 
[a_fjT.]  —  bespr.  von  B.  M.  Ö.,  Skirnir  88,210—211;  von  -bh-, 
Cbl.  65,950—951.  —  2.  hseft.  K0benhavn  1914.  [fyr— lymsku- 
fljötr.] 

64.  Finnur  Jönsson,  Oldislandske  ordsprog  og  talemäder. 
Arkiv  30,61 — 111  und  170 — 217.  —  aufzählung,  erklärung  und 
Zusammenstellung  altisländischer  Sprüche  und  redensarten. 

65.  L.  Larsson,  En  granskning.  Arkiv  31,46 — 51.  —  er- 
gänzungen  und  berichtigungen  zu  den  ausgaben  der  verschiedenen 
teile  der  Delagardieschen  hs.  nr.  4 — 7  in  der  Universitätsbibliothek 
zu  Uppsala,   die  nunmehr  vollständig  gedruckt  vorliegt. 

2.    Fachsprache  —  geheimsprache. 
a)  Rechts-  und  Verwaltungssprache. 

66.  Axel  Kock,  Belysning  av  ett  gammalt  i  lagtext  mötande 
ord.  Svenska  studier  137 — 141.  —  in  'Kyrkobalken  9:1'  des 
Upplandsgesetzes  kommt  ein  wort  heye-ost  vor.  das  erste  glied  ist 
mit  nnorw.  bcegja  'krankheitsanfall',  aisl.  vb.  hcegja  'drücken,  aus- 
treiben' und  mehreren  anderen  verwandten  Wörtern  zusammenzu- 
stellen: aschw.  '^'bceghia  bedeutete  also  'plötzliche  krankheit',  be- 
sonders die  schmerzen  einer  gebärerin.  —  heye-ost  also  'krankheits- 
käse'  oder  'wochenbett-käse'. 

67.  Hugo  Pipping,  Fornsvenskt  lagspräk.  IV.  Strödda 
anteckningar.  SNF.  1914,V,6.  —  bespricht:  Vgl.  I.  ArfJ)8erbolkser4. 
2.  in  folstra  'sklavin'  liegt  umgekehrte  Schreibung  vor,  l  fällt  vor  s 
aus  oder  Is  ^  ss  in  der  västgötischen  mundart.  —  Arf{)aer  bol- 
kser  11.     dr(Bp(E  ist  dat.  Rg.  von   subst.   drcepi,    vgl.  mandrcepi.  — 


XIV.    IV.  Wortkunde.  9 

Giptaer  bolkser  9.  firi  gipt  skilice  ist  als  'den  heiratskontrakt 
formulieren'  zu  übersetzen;  Jcloepi  micetoe  'das  tuch  messen'  (mit 
längenmaß);  a  mungats  tipcp  daghi  nicht  =  a  brullops  daghi,  man- 
gats  tipir  =  'der  Zeitpunkt,  wo  die  gäbe  des  bräutigams  dem  Vertreter 
der  familie  der  braut  übergeben  werden  soll!  —  R£etl0S3B  bolkser  13. 
Laggi  fr  am  poet  han  uill  ok  map  tylptoer  ep  at  han  usw.,  map  be- 
deutet 'außerdem'  und  nicht  'mit'.  —  Jorftaer  bolkser  3.  3.  a  pingi 
skal  owormaghce  k^pm  lysce,  owormaghce  ist  gen.  und  nom.  —  ibdm.  i. 
a  flcet  farve  =  'den  hochsitz  zugunsten  des  neuen  besitzers  ver- 
lassen' [und  sich  selbst,  d.  h.  der  abtreter,  auf  das  flset  nieder- 
lassen]. —  Jor{)3er  b.  17.  2.  intakce  in  der  phrase  eigh  ma  han 
celloer  intakce  bedeutet  'für  den  eigenen  gebrauch  reservieren',  vgl. 

aschw.  hegna.  —  Huru   myulnu   skal   gaerae.      1.   flskigarp 

at  pem  cdpri  f.  spillir.  pem  ist  dat.  komparationis  vom  dem-pron. 
sa.  —  Vgl.  I.  Fornb.  b.  7.  pcen  a  otcar  oer  or  a  takeer,  a  ist  mit 
' Wasser'  zu  übersetzen.  —  G.  L.  Af  allum  lutum  15.  einloyptri^  t 
kommt  aus  adjektiva  wie  giptr-ogiptr.  —  Om  förväxlingen  av 
bokstäverna  z  och  p. 

38.  K.  F.  Söderwall,  Rättsuttryck  i  den  fornsvenska  pen- 
tateukparaf rasen.  Svenska  studier  419 — 429.  —  behandelt  in 
alphabetischer  Ordnung  einige  rechtsausdrücke  aus  der  sogenannten 
pentateuchparaphrase,  die  sich  in  ähnlicher  form  auch  in  den  land- 
schaftsgesetzen  finden. 

69.  Elis  Wadstein,  Eriksgata.  in  Svensk  h.  t.  1914, 
s.  38 — 42.  —  verteidigt  seine  etymologie  des  wortes  eriksgata: 
eriksgata <Ci*efpJ-(w)reks-gata  =  eides-leistungs-weg  gegen  Lindroths 
erklärung  von  eriksgata  aus  einem  "^eprlkisgata  =  'die  reise,  auf 
der  frühere  eide  neu  beschworen  werden'.  —  vgl.  Jsb.  1912,14,65. 

hj  Berufshezeichnungen  und  handw er ker spräche. 

70.  E.  Danielsson,  Svensk  matrosslang.  SpoSt.  87 — 93. 
II  Skeppsholmsslang.  aufzählung  und  erklärung  der  Wörter  in 
alphabetischer  Ordnung. 

71.  Sven  Hedblom,  Ord  och  uttryck  inom  kustfisket  i 
Helsingland.     SvLm.   1913,5 — 36. 

72.  Ragnar  Ljunggren,  Ord  och  uttryck  för  äkez'bruk  och 
boskapsskötsel  i  Laske-Vedums  socken,  Västergötland.  SvLm. 
1913,  h.  1,  s.  37 — 98.  —  ein  genaues  Verzeichnis  der  dem  acker- 
bau  und  der  Viehzucht  angehörenden  Wörter  und  redensarten  in 
dem  kirchspiel  Laske-Vedum,  Västergötland. 


10  XIV.    Nordisch. 

c)  Geheimsprachen. 

73.  Magnus  Olsen,  Sproglig  fra  de  laveste  samfundslag  i 
Kristiania.  MoM.  37 — 41.  —  nach  einer  aufzeichnnng  mit  titel: 
Brudstykker  af    Wikasprog  —  Tyvesprog  —  Teatersprog. 

3.    Wortforschung  im  einzelnen  —  etymologie. 

74.  A.  Le  Roy  Andrews,  Old  norse  notes.  MLN.  29, 
133 — 136.     etymology  of  pengill  and  of  glima. 

75.  R.  G:son  Berg,  Duala  Substantiv  i  nusvenskan.  Svenska 
studier  s.   180—190. 

76.  E.  Hell qu ist,  Engrupp  svenska  dryckestermer.  Svenska 
studier  s.  347 — 370.  —  aufzählung  in  alphabetischer  Ordnung 
und  erklärung  einer  menge  sprach-  und  kulturgeschichtlich  intr. 
ausdrücke  und  bezeichnungen  des  schnapstrinkens. 

77.  E.  Jessen,  Etymologiserende  notitser,  NTfFil.  4.  r.  3. 
97 — 112.  —  forts.  zu  Jsb.  1913,14.42.  —  bespricht  folgende 
Wörter:  astrant,  ata  und  etja,  aiall,  hjor-r,  bryne,  draug-r,  dreng, 
eikthyrnir,  for-  als  präfix,  fäne,  gube,  hwin,  huo  icke,  ilde-,  j'evn, 
kirtel,  kiegh,  led-,  mudder,  iwgling,  oresf,  sagen  in  'syn  for  sagen', 
skamhyde,  skj'ev,  stemme,  syver,  tane,  tygge,  vaag  isl.  *väkr'. 

78.  E.  Liden,  Ett  par  fornsvenska  bidrag.  Svenska  studier 
s.  413 — 418.  —  1.  aschw.  quiggrind  [qtiipgrindj  in  Vgl.  I.  2.  pater 
noster  als  aschw.  femininum. 

79.  A.  Noreen,  Ett  knippe  folketymologier.  Svenska  studier 
g.  114 — 118.  —  ergänzung  zu  vf.s  großen  Sammlungen  schwed. 
Volksetymologien  in  SvLm.  VI, 5  und  in  Spridda  studier,  1  saml. 
2.  uppl. 

80.  Johan  Palm  er,  Tolkning  av  ett  par  i  äldre  nysvenskan 
förekommande  ord.  SpoSt.  s.  229 — 234.  —  1.  Försije  daghar, 
försije  <C.  altschw.  forsea  'sich  in  acht  nehmen'.  Försije  daghar 
'Tage  vor  denen  man  sich  in  acht  nehmen  muß',  'Erwählte  Tage'. 
—  2  Ormahleck,  Ein  pflanzenname  dessen  zweites  zusammens.-glied 
auf  isl.  v.  hlaka  zurückgeht. 

81.  Julius  Swenning,  Nysvenska  argbigga  och  besläktade 
uttryck.  SpoSt.  s.  97 — 115.  —  gibt  einen  ausführlichen  und 
gründlichen  beitrag  zur  etymologie  des  sehr  umstrittenen  schwed. 
Wortes  argbigga  und  damit  verwandter  ausdrücke. 

82.  Alf  Torp,  Ordförklaringar.  MoM.  s.  85 — 94.  —  be- 
spricht folgende  neunorw.  Wörter:  ana,  aamesykja  vgl.  deutsch,  dial. 
'ehm.  ahm',  dav,  davra,  daale,  desta,  drßjgla,  dvaa,  dykje,  dunskrift, 
ebnen,  remen,  fagg,  farg,  fess  lat.  'versus',  file,  fei,  fjon,  fj'ott,  ßira, 


XIV.    IV.  Wortkunde.  U 

gidd,  gigg,  gikk,  giksel,  gludren,  nnorw.  dial.  grad  und  ugrad,  nnorw; 
grela,  gül  im  ausdrucke  'sitja  paa  gül,  gula'. 

83.  Axel  Akerblom,  Ordet  bonet  hos  Aurivillius.  Arkiv 
30,337—338. 

4.    Fremd-   und   lehnwort, 

84.  Evald  Ljunggren,  Mejerl.  en  ordhistorisk  Studie. 
Svenska  studier  s.  76 — 98.  —  mejeri  ist  kein  dänisches  lehnwort, 
sondern  ist  direkt  aus  dem  holsteinischen  entliehen,  an  der  seite 
von  mejeri  steht  dej'eri  als  gelehrte  bildung  sowie  holländerie. 
beide  sind  jedoch  gegenwärtig  außer  gebrauch. 

85.  Hilding  Geländer.  Nägra  danismer  hos  Snoilsky. 
Svenska  studier  s.  321 — 326. 

86.  P.  T.  Dahl,  Sproglig  skiftedrift  mellem  dansk  og  svensk, 
DSt.  145 — 149.  —  zur  frage  nach  danismen  und  norwegischen 
idiotismen  im  schwedischen,  nach  schwedischen  und  norwegischen 
idiotismen  im  dänischen. 

87.  Pelle  Holm,  Nägot  om  svensk  spräkrensning  £öre  Viktor 
Pydberg.  Svenska  studier  s.  371 — 393.  —  Stiernhielm  ist  der 
erste  eigentliche  Sprachreiniger  in  Schweden,  in  späterer  zeit  ist  der 
von  ihm  angeregte  kämpf  gegen  die  fremdwörter  nie  vollständig 
erloschen,  als  mehr  oder  weniger  hervorragende  puristen  sind  zu 
erwähnen:  von  Dalin,  Sahlstedt  und  Hof,  mitglieder  der  neu- 
gebildeten schwedischen  akademie  wie  Adlerbeth,  0.  Celsius. 
am  anfang  des  neunzehnten  Jahrhunderts  huldigen  Tegner,  G-eijer, 
Afzelius,  Arwidsson  puristischen  tendenzen.  um  die  mitte  des 
vorigen  Jahrhunderts  werden  die  puristischen  ideen  allgemeiner 
und  eifriger  verteidigt,  besonders  von  u.  a.  Hazelius,  Jonas  L. 
Almqvist,  E.  Rydqvist. 

5.    Namenkunde. 
n)  Götter-  und  personennamen. 

88.  F.  Dj^rlund,  Christian(us) :  Kristjarn,  -stjcern,  -stern: 
Xrister,  Kristen.  DSt.  40—44.  —  gegen  E.  H.  Lind,  Arkiv  11,267  ff. 
und  A.  Kock.  Arkiv  9,149  unten  und  12,268  f.  erörtert  vf.  die 
«ndung  -rn  in  den  oben  angeführten  namenreihen. 

89.  Hugo  Jungner,  Om  kung  Orre.  nägra  funderingar. 
MoM.  1914,  s.  123—146.  —  vgl.  Jsb.  1912,14,88. 

90.  E.  H.  Lind,  Norsk-isländska  dopnamn  ock  f ingerade 
namn  frän  medeltiden.  samlade  och  utgivna.  med  understöd  av 
det  svenska  Ecklesiastikdepartementet,  den  norska  Nansenfonden 
och    det    Isländska    Bokmentafelaget.      attonde    haftet.      Uppsala, 


12  XIV,   Nordisch. 

Lundequistska  bokh.,  Leipzig,  Harrassowitz.    1121 — 1270.     [Yng- 
vin — Qsurr.] 

91.  L.  Fr.  L äff  1er,  Oknamn  i  en  västgötafamilj  pä  1860- 
och   1870-talen.     Svenska  studier  s.   145  — 150. 

92.  John  Loewenthal,  Drei  götternamen.  Arkiv31,153 — 154. 
—  1.  aschw.  Ingvi.  [2.  ahd.  Fhol].  3.  an.  Loki.  vf.s  etymologien 
scheinen  wenig  stichhaltig  zu  sein. 

93.  Birger  Nerman,  Konung  Ragnwald  i  Ynglingatal.  MoM. 
1914,  s.  65 — 75.  —  zur  namengebungsgeschichte  im  Norden  im 
neunten  Jahrhundert. 

94.  Gudmund  Schütte,  Folkelighof-  och  statskalender.  DSt. 
s.  29 — 37.  —  ein  beitrag  zur  frage  nach  den  prinzipien  für  ge- 
schichtliche namengebung. 

h)  Völker-  und  Ortsnamen. 

95.  0.  Almgren,  Det  runristade  guldhornets  datering.  NoB. 
1914,  s.  217 — 225.  —  ein  beitrag  zur  Chronologie  der  in^re-namen. 

96.  N.  Beck  man,  Randanmärkningar  om  västgötska  ortnamn. 
KoB.  1914,  s.  336—345. 

97.  R.  G:son  Berg,  Ortliga  tendensnamn.  NoB.  1914, 
s.   155—159. 

98.  Gaardnavne  i  Bratsberg  amt.  oplysninger  samlede 
til  brug  ved  matrikelns  revision  af  0.  Rygh.  =  Norske  gaardnavne. 
7.  bind.     Bratsberg  amt  bearbeidet  af  A.  Kja^r.     Kria   1914. 

99.  Erik  Brate,  En  forntida  ö.  NoB.  1914,  s.  84—91. — 
das  run.  hakunu  —  Bautil  n:r  279  —  wäre  als  ein  inselname 
auf  -0  aufzufassen.  —  *Häkun-0  oder  *Hä-kyn-0. 

100.  Eilert  Ekwall,  Trenne  nordiska  ord  i  engelska  ort- 
r.amn.  NoB.  arg.  2,  (1914)151 — 154.  —  1.  me.  grafswin  in  den 
Ortsnamen  Grafsuineskinkel  (-cinkel)  geht  auf  ein  altdän.  grafswin 
zurück.  —  2.  me.  skarth  'kluft'  o.  dergi.  ^  isl.  skard  Vertiefung 
in  der  felswand',  in  zusammengesetzten  namen  ist  skarth  sehr  ge- 
wöhnlich. —  3.  me.  storth  in  Ortsnamen  wie  Storthes,  Quitstorth, 
tScamwathlithestorthes  ist  auf  anord.  stord  'unterholz,  gebüsch' 
zurückzuführen. 

101.  H.  F.  Feilberg,  Stedsnavne  som  appellativer.  NoB. 
1914,  s.  69—74. 

102.  Otto  V.  Friesen,  Gursten.  NoB.  1914,  s.  1—17.  — 
der  hof  Gursten  im  kirchspiel  Lofta  in  N.  Tjust  hat  seinen  namen 
von  einem  in  der  nähe  stehenden  runenstein  erhalten,  dieser  ist 
über  dem  grab  eines  mannes  GöJ)e  errichtet  und  hat  im  aschw. 
den  namen  Göpa  stoeinn  getragen.  Göpa  stceinn  heißt  in  ver- 
schiedenen Perioden  gudesienn,  guderstenn,  guerstenn  und  zuletzt  gegen- 
wärtig Gvrsten. 


XIV.    IV.  Wortkunde.  13 

103.  Anders  Grape,  Om  Petter  Dijkmans  Bua-haitl.  NoB. 
1914,  s.  281—296.  —  Petter  Dijkman,  geb.  1647,  Schwedens 
erster  ortsnamenforscher,  wollte  im  jähre  1711  ein  buch  über  die 
Ortsnamen  Upplands,  'Bua-haiti',  herausgeben,  das  mskr.  ist  noch 
heutzutage  nicht  ohne  wert. 

104.  Bengt  Hesselman,  När  och  Närke.  NoB.  1914, 
s.  263 — 271.  mit  zwei  karten.  —  teilt  im  anschluß  zu  Sahlgrens 
erklärung  des  namens  der  landschaft  Närke  (vgl.  Jsb.  1911,14,87), 
andere  beispiele  mit  *när  als  erstes  glied  mit,  z.  b.  Närsjöfjäräen, 
Närsjö,  NärJeJwlmen  in  Södermanland.  *När  hat  in  diesen  namen 
die  bedeutung  von    *ei'd-rücken'  oder  'nehrung',   schmale  landzunge. 

105.  Th.  Hjelmqvist,  Nägra  ortnamnmed  sekundär  använd- 
ning  i  nysvenskan.     NoB.   1914,  s.  165 — 169. 

106.  K.  F.  Johansson,  Onomatologiska  bidrag.  NoB.  1914, 
s.  205 — 216.  —  zur  erklärung  der  kirchspielsnamen  DöderhuU 
und  Misterhidt  aus  Smäland,  sowie  des  seenamens  Ahnten  aus  Öster- 
götland. 

107.  Pinnur  Jönsson,  Islandske  elvenavne.  NoB.  1914, 
18 — 28.  —  die  flußnamen  Islands  sind  nur  von  geringem  inter- 
esse.  eine  kleine  gruppe  besteht  aus  nicht  zusammengesetzten 
namen;  die  meisten  flußnamen  sind  zusammengesetzt  und  zwar 
mit  -fljot,  mit  -votn,  mit  personen-,  tier-  und  fischnamen.  die 
Stromverhältnisse  und  die  Umgebung,  sowie  lokale  erscheinungen 
haben  auch  bei  der  namengebung  eine  rolle  gespielt. 

108.  G.  Kallstenius,  De  fiktiva  ortnamnen  i  Gösta  Ber- 
lings  saga,  fran  spräklig  synpunkt  betraktade.  NoB,  1914, 
s.  60—62. 

109.  T.  E.  Karsten,  Harjavalta  och  Raitio  'fjärdingar'  i 
Satakunda  samt  det  svenska  ordet  liäracl.  SNF.  V,2.  12  s,  — 
Raitio  ist  aus  einem  urnord.  kompositum  *harjaraidia  durch 
kürzung  entstanden,  das  dem  aschwed.  ja-st.  hcercepe  entspricht,  das 
schon  urnord.  an  der  seite  des  aschwed.  a-st.  hcerap  vorkommt, 
die  grundbedeutung  dieser  beiden  Wörter  ist  im  aschwed.  'bygd, 
trakt'.  Harjavalta  soll  auch  eine  bildung  von  *harja-raidia  durch 
kürzung  des  letzten  gliedes  sein. 

109.  T.  E.  Karsten,  Nägra  tillägg  och  rättelser  tili  SNF. 
T,2.     SNF.  1914,  V,7,  2  s. 

110.  T.  E.  Karsten,  Tiwaz.  NoB.  1914,  s.  195  —  204.  — 
gegen  Noreen  (vgl.  Jsb.  1911,14,88)  behauptet  vf.,  daß  der  wald 
Tiweden  seinen  namen  vom  gotte   Tir,   aisl.   Tf/r  haben  müsse. 

111.  A.  Kjaer,  Gaardnavnet  Jarleif.    NoB.  1914,  s.  170—172. 


14  XIV.    Nordisch. 

112.  A.  Kj»r,  Nogle  stedsnavne.  MoM.  1914,  s.  204 — 223. 
mit  3  fig.  —  behandelt  folgende  namen:  1.  Soue^  2.  Vevj'a^ 
3.  Sivesm,  4.  StreitgJclauf,  5.   Trßiborg,  6.  ^Fj'qlna,  FJqlnir. 

113.  Gunnar  Knudsen,  Sydsjaellandsk  navneskik  ved  aar 
1600.  DSt.  1914,  s.  119—128.  I.  Rajkkenavne.  II.  Kortnavne 
af  stednavne. 

114.  Oluf  Kolsrud,  Navneskik  paahedmarken  i  1528.  MoM. 
1914,  s.   101—105. 

115.  M.  Kristensen,  Nogle  sydslesvigske  landsbynavne. 
NoB.  1914,  s.  46 — 54.  —  nach  einer  orientierenden  einleitung 
über  die  Ortsnamen  S0nderjyllands  werden  eine  menge  namen  auf 
-hy  aus  SydschlesAvig  aufgezählt  und  besprochen,  diese  namen 
sind  fast  alle  jung  und  deuten  auf  eine  rege  Übersiedelung  aus 
dem  übrigen  Dänemark  zur  Wikingerzeit  hin. 

116.  Sven  Lampa,  Grävsnäs  historia  i  dess  tidigare  skede. 
NoB.  1914,  s.  272 — 280.  —  eine  namen-  und  kulturgeschichtliche 
Studie  über  den  hof  Grävsnäs  in  Västergötland. 

117.  Evald  Liden,  Om  Frsenfjordens  namn.  NoB.  1914, 
s.  259 — 262.  —  das  erste  glied  in  FrcPMfjorden^  Norwegen,  ist  ein 
nomen  agentis  zum  vb.  aisl.  frenja  'brüllen,  toben',  *freni  d.  h.  der, 
welcher  brüllt,  tobt,  dessen  entsprechendes  fem.  frenja  'kuh'  ist.  vgl. 
z.  b.  aisl.  Bell  'mugitor',   aus  aisl.  vb.   helj'a,  nnorw.  belj'a  'brüllen'. 

118.  E.  H.  Lind,  Smäbidrag  tili  namnförklaringar.  NoB, 
1914,  s.  173  —  178. 

119.  Hj.  Lindroth,  Namnet  Gottland.  NoB.  1914,  s.  75—83. 
mit  einer  karte  von  Gottland.  —  weist  nach,  daß  der  name  der 
insel  Gottland  auf  einen  flußnamen  Crut  oder  Guti  (Goti)  zurück- 
zuführen ist. 

120.  Hj.  Lindroth,  En  omdebatterad  önamnsgrupp.  Forn- 
vännen  1914,  s.  125 — 201.  —  in  Mittel-Schweden  gibt  es  nicht 
wenige  zusammengesetzte  Ortsnamen  mit  letztem  glied  -garn.  dieses 
-yarn  hat  man  als  'insel'  oder  irgend  einen  begriff,  der  mit 
wasser  zu  schaffen  hat,  aufgefaßt,  vf.  zeigt,  daß  sowohl  das  wort 
arinn  'anhöhe',  sowie  das  wort  garn  (gqrnj  seinen  anteil  an  der 
entstehung  der  Ortsnamen  auf  -garn  hat.  der  hauptbestandteil  ist 
arinn,  synkop.  am;  er  tritt  bei  inselnamen  als  -arfe)n,  -arö  auf.  die 
form  -garn  ist  durch  zusammenwirken  folgender  zweier  faktoren 
entstanden:  1.  in  vielen  namen  schloß  das  erste  glied  auf  g,  in 
älterer  zeit  ^r/i.  z.  h.  Läng-arn.  dies  kann  genügt  haben  um  einen  neuen 
typus  -garn  zu  bilden.  2.  es  gab  einen  einfachen  Ortsnamen  Garn 
(umord.  gani),  das  teils  einen  langen,  fließenden  bach,  teils  einen 
langgestreckten  bergrücken  oder  hebung  des  terrains  bezeichnete, 
das  wort  am  als  Zusammensetzungsglied  wurde  von  der  Verbindung 


XIV.   IV.  Wortkunde.  15 

mit  ariun  losgerissen,  das  letztere  starb  aus,  garn  blieb  besser 
bekannt,  auf  diese  weise  wurde  leicht  ein  inselname  Läng-am 
mit  -garn  (Garn)  verbunden,  und  so  schuf  man  eine  menge  neuer 
inselnamen  auf  -garn.  —  vf.  hat  eine  karte  mit  kommentar  bei- 
gefügt, die  die  Verbreitung  der  namen  auf  -am,  auf  -garn,  ver- 
mittelnder namen  anf  -g  und  unbestimmbarer  namen  zeigt,  das 
alter  und  die  ausbreitungszeit  der  namen  auf  -am  und  -garn  sucht 
vf.   mit  hilfe  einer  niveaukarte  von  Uppland  klarzulegen. 

121.  Oskar  Lundberg,  Kanteborg  och  Gassljunga.  NoB. 
1914,  s.  255 — 258.  —  setzt  den  namen  Kanteborg  aus  Alvsborgs  län 
=  engl.  Canterbury  und  leitet  Gassljunga  in  Jönköpings  län  aus 
^gardhs-lengib  her. 

122.  Johan  Nordlander,  Nägra  ortnamsförklaringar.  Noß. 
1914,  s.  313 — 320.  —  erklärt  werden:  1.  Der  stadtname  Härnösand. 
2.  Das  bestimmungswort  Gärdmäl.  3.  Germandö.  4.  Sandtommen. 
5.  Yxhammarsberget. 

123.  E.  Noreen,  Quadhowi,  nuvarande  Kävö  i  Närke.  NoB. 
1914,  s.  121—126. 

124.  Axel  Olrik,  Brdvellir.  NoB.  1914,  s.  297—312.  — 
unter  heranziehung  der  mythischen  und  geschichtlichen  erzählungen 
von  der  schlacht  bei  Brävalla  ('Brävallaslaget')  und  nach  einer 
geographischen  Untersuchung  der  betreffenden  örtlichkeiten,  verlegt 
vf.  diese  ins  'Bräbo-land',  die  ebene  nördlich  des  Motalastroms  bis 
Kolmärden  und  östlich  bis  nach  'Bräviken'.  eine  stütze  seiner  an- 
nähme sieht  vf.  im  noch  vorhandenen  königshof  Ringstad.  könig 
B/ing  war  in  der  schlacht  der  führer  der  einwohner  Östergötlands 
gegen  die  Dänen. 

124b.  Axel  Olrik,  Tilföjelser  til  a.fhsind\mgen  om  Brdvellir. 
NoB.  1914,  s.  321. 

125.  Jörgen  og  Axel  Olrik,  Äsgärd.  DSt.  h.  1,  s.  1 — 8.  — 
eine  namengeschichtlich-mj'thologische  Studie,     mit  zwei  nachtragen. 

126.  Gunnar  Olsen,  Skoklefald.  MoM.  1914,  s.  32—34. 
nebst  einem  nachtrag  von  Magnus  Olsen,  s.  34 — 36.  —  Skokle- 
fald, ein  hofname  aus  dem  bezirk  Nesodden,  Norwegen,  bezeichnet 
vielleicht  den  platz,  wo  man  beim  abschluß  der  ernte  die  gabel- 
arme niederzulegen  pflegte,    ^skqklafald  eig.  =  'fall  der  gabelarme'. 

127.  Magnus  Olsen,  Skjeberg.  NoB.  1914,  s.  247—251.  — 
Skjeberg  <^  '*Skjalfberg  woraus  teils  Skjalherg,  teils  ^Skjaßerg  ^ 
Skjaberg;  das  erste  glied  ist  skjqlf  (skjalfj  f.  mit  bedeutung  wie 
ags.  scielfe,  scylfe  und  scylf;  engl,  shelf. 

128.  P,  Persson,  Till  Noreens  förklaring  av  sv.  Tibhle, 
Tybble.     NoB.  1914,  s.  235—238. 

129.  G.  Rudberg,  En  häradsgräns.    NoB.  1914,  s.  139—142. 


16  XIV.    Nordisch. 

130.  Jöran  Sahlgren,  Mansuamnet  Locke  och  ortnamnen 
Läckered  och  Läckiorp.  NoB.  1914,  s.  252 — 254.  —  der  manns- 
narae  Locke  ist  nebenform  zu  Lokkr,  'der  gelockte',  dieser  name 
steckt  z.  b.   in  Läckered  und  Läcktorp  aus  Alvsborgs  län. 

131.  Ralf  Saxen,  Nägra  nyländska  byanamn.  NoB.  1914, 
s.  226 — 234.  —  eine  reihe  von  Ortsnamen  aus  dem  kirchspiel 
Kyrkslätt  in  Nyland  werden    alphabetisch    aufgezählt  und  erklärt. 

132.  H.  Sperber,  Djurnamn  som  beteckningar  pä  sjöar. 
NoB.  1914,  s.  239—243. 

133.  Joh.  Steenstrup,  Nogle  studier  over  slesvigske  sted- 
navne.  NoB.  1914,  s.  127 — 138.  —  1.  Ortsnamen  mit  der  endung 
-mark.     2.  namen  von  bürgen  und  anderen  befestigten  platzen. 

134.  C.  W.  V.  Sydow,  Grendel  i  anglosaxiska  ortnamn. 
NoB.  1914,  s.  160—164.  —  mit  Grendel  (Grindel,  Gryndel)  sind 
folgende  ags.  Ortsnamen  zusammengesetzt:  1.  Grendeles  pyt,  De- 
vonshire  aus  dem  jähre  739,  2.  Grendeles  mere,  Wiltshire  931, 
3.  Grendeles  sylle,  Surrey  957,  4.  Grendeles  gate,  Middlesex  912, 
5.  Grindeies  pyt,  Worcester  708,  6.  Grindles  hec,  ibidem  932, 
7.   Grendels  mere,  Stafford  958,  8.   Grendelc,  Yorkshire. 

135.  G.  Thulin,  Ortnamnsundersökningarna  och  deras  bety- 
delse  i  kameralt  avseende.     NoB.   1914,  s.   143 — 150. 

136.  Sven  Tunberg,  Sveriges  medeltidskällor  och  ortnamns- 
forskningen.     NoB.   1914,  s.   98—104. 

137.  E.  Wadstein,  Birka  och  Bjarköarätt  NoB.  1914, 
s.  92 — 97.  —  hirk-  in  Birka  ist  mit  einem  westg.  herek,  das  im 
mndl.  erhalten  ist,  identisch  und  bedeutet  urspr.  'rechtspruch, 
rechtsgewalt' :  Jurisdiktion;  daraus  ist  später  die  bedeutung  von 
'bereich'  entstanden,  der  name  Berkö,  Birca  bezeichnete  wahr- 
scheinlich zuerst  die  insel,  wo  es  eine  besondere  (berek-)juris- 
diktion  gab.  Kaufstädte  hatten  aber  oft  eine  eigene  Jurisdiktion; 
allmählich  ist  so  Birka  zum  namen  der  stadt  geworden. 

138.  Erik  Wellander,  Till  frägan  om  ellips  i  vära  svenska 
sjönamn.     NoB.   1914,  s.  179—186. 

139.  K.  B.  Wiklund,  Urnordiska  ortnamn  i  de  södra 
lappmarkerna.  NoB.  1914,  s.  105 — 120.  —  als  urnord.  Ortsnamen 
im  lappischen  müssen  angesehen  werden:  Vindeln,  nebenfluß  der 
Urne;  der  flußname  Ume,  Brakko  Velle,  Teure  velle',  Autje  welle, 
Nursfjället,  Brakkfjället,  Munsfjället,  Stenfjället,  Ottfjället,  Heim- 
dalshaugene. 

140.  Ortnamnen  i  Alvsborgs  län  pä  offentligt  uppdrag 
utgivna  av  Kungl.  Ortnamskommitten.  =  Sveriges  ortnamn.  del  8, 
Kullings  härad.     Stockholm,  Ljus.    1914.     301  s. 


X[Y.    IV.  Wortkunde.  17 

c)  Andere  nameii,  Her-  und  pflanzennamen. 

141.  Elof  Hellquist,  Ljudhärmande  svenska  fägelnamn. 
NTfFil.  1914,  s.  539 — 554.  —  vf.s  antrittsrede  als  professor  an 
der  Universität  Lund. 

142.  H.  Petersson,  Einige  tiernamen  aus  alten  farben- 
bezeichnungen.  Beitr.  40,81  — 111.  —  folgende  Wörter  werden 
eingehend  behandelt:  schwed.  sarf  'rotauge';  awnord.  arfr  'ochs'; 
nhd.  reh;  nhd.  hering;  awnord.  hafr  'Ziegenbock';  nschwed.  dial. 
hrind  'elentier';  ahd.  alant. 

143.  Aug.  Lyttkens,  Svenska  växtnamn:  XIX  u.  1891  s. 
Stockholm,  G.  E.  Fritzes  bokförlag  a.-b.  i  distribution.  1904 — 1915. 
—  das  reichaltige  und  fleißige  buch,  die  arbeit  von  zehn  jähren 
(nach  dem  erscheinen  der  1.  lief,  gerechnet),  ist  nunmehr  zum  ab- 
schluß  gekommen,  die  mit  der  Schlußlieferung  ausgegebene  ein- 
leitung  gibt  einen  geschichtlichen  überblick  der  pflanzennamen- 
forschung,  speziell  auf  germanischem  Sprachgebiet  und  eingehender 
für  das  schwedische,  die  aufzählung  der  verzeichneten  schwedi- 
schen pflanzennamen  wird  im  vorliegenden  werk  in  das  Linnesche 
System  eingeordnet,  zu  gleicher  zeit  beabsichtigt  vf.  auch  norma- 
tive regeln  für  die  pflanzenbenennung  im  schwedischen  aufzustellen, 
er  berücksichtigt  bei  seiner  Sammlung  nicht  nur  die  jetzige  schwedi- 
sche reichssprache,  sondern  auch  die  ältere  zeit  und  die  mund- 
arten.  zur  vergleichung  werden  auch  ältere  und  moderne  deutsche, 
dänische  und  norwegische  pflanzennamen  herangezogen,  vf.  be- 
tont, daß  seine  arbeit  verbesserungsfähig  ist,  besonders  was  die 
normative  seite  angeht.  darüber  haben  wir  hier  nicht  zu  ur- 
teilen; hervorgehoben  sei  die  außerordentliche  belesenheit  und  der 
Sammelfleiß  des  vf.s  sowie  die  Übersichtlichkeit  seines  buches,  die 
durch  ein  Inhaltsverzeichnis  (s.l705 — 1731)  erhöht  wird,  an  dieses 
schließt  sich  ein  Verzeichnis  der  lateinischen  sowie  der  schwedischen 
namen  der  pflanzenfamilien.  das  nunmehr  folgende  Verzeichnis 
der  in  dem  buch  enthaltenen  schwedischen  pflanzennamen  umfaßt 
fast  100  dreispaltige  selten,  endlich  findet  sich  noch  ein  chrono- 
logisches Verzeichnis  der  benutzten  literatur  sowie  ein  solches  der 
für  dieselbe  verwendeten  abkürzungen. 

144.  B.  Hesselman,  Tvä  svenska  växtnamn.  Svenska 
studier  1914,  s. 406 — 442.  —  bespricht  die  pflanzennamen:  1.  Mura 
'Mohre  oder  Möhre',   2.  vial  'Lathyrus  pratensis,  oder  Vicia  cracca'. 

145.  Hugo  Pipping,  Växtnamnet  Jcampe.  Svenska  studier 
1914,  s.  14:2— lU. 

146.  E.  Tegner,  Plister.  nägra  växtfilologiska  anmärkningar. 
Svenska   studier  1914,    s.  430 — 451.    —    Plister,    alt.    blister,    ein 

Jahresbericht  für  germanische  philologie.   XXXVI.    (1914.)   IL  Teil.  2 


18  XIV.   Nordisch. 

dialektwort  aus  Uppland,  kommt  zum  ersten  male  in  'Spec. 
botanicum'  1638  vor  und  ist  als  eine  ableitung  des  verbes  hlistra 
'pfeifen'  aufzufassen;  vgl.  aisl.  hlistra  mit  dergleichen  bedeutung. 
Flister  ist  also  etwa  ' pfeif enblume'  und  wurde  so  genannt,  weil 
man  —  natürlich  besonders  die  kinder  —  damit  zu  pfeifen  pflegte. 

d)   Verschiedenes. 

147.  Th.  V.  Grienberger,  Topisches  aus  den  urnordischen 
inschriften.  NoB.  1914,  s.  63 — 69.  —  Laasauwija  auf  der  spange 
aus  dem  Vier-moore  geht  auf  einen  Ortsnamen  *Lasawi  zurück; 
Walhakurne  auf  dem  bracteaten  von  Tjurk0  ist  vielleicht  als  ein 
Ortsname  anzusehen,  '*walh-dkurne  wäre  dann  lok.  zu  nom.  -*akurna 
aus  vorausges.  *-akrina;  *Wdlhdkurna  sollte  ein  ort  sein  im  oder 
am  'Walchaker'  gelegen. 

148.  W.  von  Unwerth,  Ein  problem  der  nordischen  orts- 
uamenforschung.  NoB.  1914,  s.  55 — 59.  —  zur  frage  nach  der 
pluralendung  -a(r)  in  nordischen  Ortsnamen. 

149.  Besprechungen  von  in  früheren  Jahrgängen  ver- 
zeichneten Schriften.  P.  Envall,  Om  gärdsnamnen  i  Enviken 
(vgl.  Jsb.  1911,14,86);  bespr.  von  M.  Cahen,  Rev.  germ.  10, 
375 — 376.  —  A.  G-rape,  Inlänade  personnamn  (vgl.  Jsb.  1912, 
14,91);  bespr.  von  M.  Cahen,  Rev.  germ.  10,86 — 87.  —  A.  Kock, 
Nordiska  ord  och  uttryck  (vgl.  Jsb.  1912,14,83);  bespr.  von  A.  Geb- 
hardt,  Litbl.  35,13 — 14.  —  H.  Lindkvist,  Middle  engl,  place- 
names  (vgl.  Jsb,  1912,14,93);  bespr.  von  E.  Ekwall,  Angl.  beibl. 
25,193 — 198.  —  0.  Lundberg  och  H.  Sperber,  Härnevi  (vgl. 
Jsb.  1912,14,106);  bespr.  von  F.  Jönsson,  NTfFil.  4.R,  123—124; 
von  M.  Cahen,  Rev.  germ.  10,375 — 376.  —  J.  A.  Lyttkens 
och  F.  A.  Wulff,  Svensk  ordlista  (vgl.  Jsb.  1912,14,58);  bespr. 
von  M.  Cahen,  Rev.  germ.  10,87 — 88.  —  M.  Olsen,  Stednavne- 
studier  (vgl.  Jsb.  1912,14,94);  bespr.  von  M.  Schönfeld,  Idg.  anz. 
33,65 — 67.  —  Hans  Na  am  an,  Altnord,  namenstudien  (vgl.  Jsb. 
1912,14,84);  bespr.  von  A.  0.,  DSt.  38—39.  —  G.  T.  Zoega, 
A  conc.  dictionary  of  o.  icel.  (vgl.  Jsb.  1912,14,48);  bespr.  von 
M.  Cahen,  Rev.  germ.   10,88. 

y.  Sprachgeschichte  und  grammatik. 

1.    Allgemeines. 

150.  Rasmus  Bartholin,  Tale  om  det  danske  sprog.  oversat 
fra  latin  ved  C.  Bohrend.  =  Studier  fra  sprog-  og  oldtidsforskning 
udgivne  af  Det  philologisk-historiske  samfund  nr.  97.  K0benhavn, 
Pio.    1914.    6  4"  33  8.  —  schon  1657  fordert  Universitätsprofessor 


XIV.    V.  Sprachgeschichte  und  gramrijaiik.  19 

H.  Bartholin  seine  landsleute  auf,  die  dänische  spräche  nicht 
nur  beim  sprechen  sondern  auch  beim  schreiben  zu  gebrauchen, 
damit  'werke  aller  künste  und  Wissenschaften  in  der  eigenen 
spräche  zu  lesen  seien'. 

151.  Nat.  Beck  man,  Kritiska  strövtag.  SpoSt.  1914,  s.  5 — 28. 
mit  folgenden  Unterabteilungen :  I.  Individuelle  Sprachgeschichte. 
II.  Die  grammatikalischen  kategorien  nochmal.  III.  Zur  frage 
nach  dem  Zeugnis  des  reimes  für  die  ältere  ausspräche.  IV.  Die 
sogenannte  dritte  schwedische  konjugation  im  schwedischen.  — 
eine  polemik  gegen  E.  Olson,  'Till  frägan  om  uppkomsten  av  den 
s.  k.  tredje  svaga  konjugationen  i  svenskan'.    vgl.  Jsb.  1913,14,80. 

152.  Gustaf  Ceder schiöld,  Fresta  duger  jämte  andra 
uppsatser.  Stockholm  1914.  257  s.  —  bespr.  von  R.  Iversen, 
MoM.  1914,  s.  233—236. 

153.  Otto  von  Friesen,  Grunddragen  av  det  svenska  spräkets 
historia.      2.  uppl.     Uppsala   1914, 

154.  0.  F.  Hultman,  Om  uppkomsten  av  den  bildade  tal- 
svenskan  i  Finland.  föredrag  vid  svenska  litteratursällskapets 
ärshögtid  den  5  febr.  1914.     FoU.  Helsingfors  1914.     s.  230—249. 

155.  J.  C.  Poestion,  Lehrbuch  der  norwegischen  spräche. 
3.  aufl.  Wien,  A.  Hartleben.  1914.  —  mit  einigen  kleinen  be- 
merkungen  anerkennend  bespr.  von  A.  B.  Larsen,  MoM.  1914, 
8.  230—232. 

156.  D.  A.  Seip,  En  liten  norsk  sproghistorie.  Kria,  Asche- 
houg.    1914.     30  s. 

2.    Grammatik  im  engeren  sinne. 

a)  Gesamtdarstellungen. 

157.  Sigfrid  Ehr ling,  Grammatik  och  logik.  SpoSt.168— 217. 
Nägra  synpunkter.  —  ausführliche  und  kritische  rezension  von 
0.  Jespersen,  Sprogets  logik.  Kbhn.  1913;  verschiedene  ein- 
wände gegen  mehrere  von  J.'s  ansichten,  z.  b.  über  'substantiv 
und  adjektiv',  'overled'  und  'adled',  'subjekt'  und  'prädikat';  vf. 
trägt  eigenes  in  großer  ausdehnung  bei. 

158.  S.  Eskeland  og  Knut  Liest0l,  Laerebok  i  gamalnorsk. 
Kria.  1914.     127  s. 

159.  Adolf  Noreen,  Värt  spräk.  nysvensk  grammatik  i  ut- 
förlig  framställning.  19.  haftet  [=  band  111,3].  s.  161—240. 
1914.   20  haftet  [==  bd.  VII,2].    s.  97— 192.    Lund,  Gleerup.   1914. 

b)  Lautlehre  —  betommg. 

160.  R.  C.  Boer,  Om  st0det  i  dansk.    Arkiv  30,283—258. 

2* 


20  XIV.    NordLscli. 

161.  Olol"  Gj  er  dm  an,  Övergäng  av  p,  1,  k  tili  h,  d,  y  füre 
omedelbart  följande  b,  d,  g  i  nutida  svenbka.   NoB.  1914,  s.  244 — 246. 

—  dialektisch  gehen  die  lautverbindungen  ph,  pd,  prj;  tb  usw., 
kb  usw.  zu  resp.  hb,  dd,  gg  usw.  über. 

162,  Axel  Kock,  Umlaut  und  brechung  im  altschwedischen. 
eine  Übersicht.  IV,  s.  117 — 164.  V,  s.  165 — 196.  [programm.] 
Lund  1914.  —  fortsetzung  zu  Jsb.  1913,14,74.  mit  dem  i-umlaut 
ist  folgende  lauten twicklung  verwandt:  ein  durch  i-umlaut  ent- 
standener kurzer  0-laut  wird  im  älteren  altschwed.  vor  k  und  gg 
weiter  zu  y  palatalisiert,  wenn  ein  /  oder  i  in  der  nächsten  silbe 
folgt,  z.  b.  dat.,  akk.  0x1  ^  yxi.  akk.  sneggian  ^  snyggian.  — 
sogenannter  Wechsel  umgelauteter  und  ununigelauteter  vokale  kommt 
in  einer  menge  von  Wörtern  und  wortgruppen  vor;  z.  b.  bei  subst. 
und  adj.  aschwed.  fand :  f'ynd,  aschwed.  brün:bryn,  'rand',  isl. 
sekr:  aschw.  saker,  —  bei  verba,  z.  b.  die  Verschiedenheit 
zwischen!  dem  isl.  und  anorw.  einerseits  und  dem  altschwed. 
andrerseits  betreffend  den  gebrauch  des  i-umlauts  im  sing,  praes. 
ind.  starker  verba,  isl.  bypr:  aschwed.  biüper,  —  bei  part.  pass. 
St.  verba  aschwed.  Icetin :  lätin,  aschwed.  brytin :  brutin,  sowie  auch 
bei  zweisilb.  praet.  konjunktivi  st.  und  schw.  verba,  isl.  feiri: 
aschwed.  före  zu  /«va,  isl.  uelpi:  altschwed.  valde.  diese  Wechsel 
kommt  auch  bei  lehnwörtern  vor,  z.  b.  sg,  eyrir:  pl.  aurar.  — 
der  u-  und  «;-umlaut.  u-umlaut:  I,  älterer  «-umlaut.  a)  einfacher 
älterer  e^-umlaut,  b)  kombinierter  älterer  M-umlaut.  II.  jüngerer 
M-umlaut.  a)  —  einfacher  — ,  b)  kombinierter  jüngerer  M-umlaut. 
der  einfache  ältere  ?r-umlaut  ist  zu  urnordischer  zeit  im  ganzen 
nordischen  Sprachgebiete  bei  ä  und  ä  durchgeführt,  z.  b.  isl. 
ond,  aschwed.  run.  aiit,  ont,  ot  aus  urnord.  nom.  sg.  '^andu.  — 
kombinierter  älterer  M-umlaut  liegt  z.  b.  im  adän.  run.   laikfrup  vor. 

—  der  jüngere  einfache  M-umlaut  trat  auf  Island  und  im  nor- 
wegischen Westland  beim  ä  und  ä  ein,  z.  b.  gafugr  ^  g^ifugr, 
dat.  pl.  allum  ^  qllam,  rdpum  ^  rqpum,  dagegen  nicht  in  den  alt- 
norwegischen  dialekten  vom  Tröndelag  und  des  Ostlandes,  auch 
nicht  in  den  ostnordischen  sprachen.  —  jüngerer  kombinierter 
«-umlaut  ist  nicht  nur  beim  a  sondern  auch  bei  anderen  vokalen 
\,  I,  cß  auf  westnord.  boden  eingetreten,  z.  b.  mqnnmn  zu  niapr^ 
kicapu  ^  köpu  zu  kvepa,  kyrr  'ruhig',  pr0skuldr  'schwelle',  smiskr 
'schwedisch',  im  altschwed.  ist  dieser  umlaut  beim  kurzen  a  nur 
spärlich  und  zwar  dialektisch  vertreten,  beim  langen  a  ist  jüngerer 
kombinierter  M-umlaut  im  altschwed.  unter  denselben  bedingungen 
wie  in  den  altwestnordischen  sprachen  durchgeführt. 

163a.  A.  Kock,  Kritiska  anmärkningar  tili  frägan  om  bryt- 
ningen  i  fornnordiska  spräk,  Arkiv  30,339 — 388.  —  gegen  die 
von   Hesselman   in   Västnordiska   studier   (vgl.   Jsb.    1913,14,72) 


! 


XIV.    V.  Sprachgeschichte  und  grammatik.  21 

ausgesprocheneu    neuen    ansichten   von   der  a-  und   «-brechung  er- 
hält Kock  seine  früheren  theorien  darüber  aufrecht. 

163b.  A.  Kock,  Till  arkiv  30,339  ff.  —  Arkiv  31,114.  — 
vervollständigende  bemerkungen  zu  der  oben  angeführten  ab- 
handlung. 

164.  Amund  B.  Larsen,  Vokalforla-ngelser  i  de  norske 
bygdemaal.  I.  Gammel  vokalforla?ngelse  i  fremlyd.  MoM.  1914, 
s.   147—172. 

165.  Stig  Olsson  Nordberg,  Förekomsten  av  akut  och 
grav  i  utländska  nomiua  propria  vid  deras  användnino-  i  svenskt 
tal.     Spo8t.   1914,  s.  244—270. 

166.  Emil  Olson,  Kritiska  anmärkniugar  tili  fnigan  cm 
samnordisk  förlust  av  n\  Arkiv  31,11.5 — 152.  —  erwiderung  auf 
H.  Pipping,  'Zur  lehre  vom  ?6-verlust  in  den  altnordischen 
sprachen'  (vgl.  Jsb.  1912,14,124);  weist  die  ansichten  H.  Pippiugs 
zurück. 

167.  E.  Olson,  Om  behandlingen  av  urgerm.  liw  i  de  nor- 
diska  sjjräken.  Arkiv  31,1 — 25.  —  I.  in  der  lautverbindung 
postvok.  urg.  hv:  ist  urnord.  w  zuerst  verloren  gegangen:  urg. 
Hahivaz  ^  urn.  HaliwaR  ^  '-^lahaR  ^  */aJS  ^  altschw.  Zä>-,  isl. 
her.  eine  entwicklung  mit  wegfall  von  h  vor  dem  von  tv  hätte 
gegeben:  ''''iahwaR  '^  '^läiraB'^  '-'lör;  im  altisl.  durch  E.-umlaut 
*l0r.  urg.  '^tiehtcöz  kompar.  ^urn.  ^nühnmR  ^  "^nähaR  ^  ^'näaR'^ 
altschw,  7iär  adv.  und  konj.  'när'.  einige  scheinbare  Schwierig- 
keiten bieten  doch  Wörter  wie  isl.  ?>ioV,  pl,  mdvar,  altwn.  jör,  pferd. 
vf.  gibt  jedoch  spezialerklärungen  dieser  Wörter.  die  lautver- 
bindung r  oder  l  -{-  hu-  scheint  in  den  nord.  sprachen  folgende 
entwicklung  gehabt  zu  haben:  urg.  ''^-'arhwö '^  urn.  '^arJnvöR '^ 
arwöB  ^  arvar  nom.  u.  akk.  plur.  zu  isl.  or.  urg.  '""'ferhiva-  ^  isl. 
fjor,  dat.  fjqrvi  mit  wegfall  von  li  früher  als  von  ?r. 

168.  Emil  Olson,  Om  konsonantforlängningen  i  pluraler  av 
typerna  fötter,  getter,  nötter,  böcker.    Svenska  studier  1914,  s.  49 — 75. 

169.  Emil  Olson,  Andelsevokalernas  växling  i  Östgötalagens 
textkodex.  Arkiv  30,259 — 303.  —  eine  ins  einzelne  gehende  er- 
widerung auf  Er.  Sand  wall  —  vgl.  nr.  171  — ,  worin  er  seine 
eigenen  früher  ausgesprochenen  ansichten  über  die  auslautenden 
vokale  im  Ostgötagesetze  verteidigt. 

170.  Hugo  Pipping,  Über  den  schwund  des  h  in  den  alt- 
nordischen sprachen.     Xeuphil.  mitt.   1914,  s.   124 — 160. 

171.  Eredrik  Sandwall,  Andelsevokalernas  växling i  Östgöta- 
lagens textkodex.  =  Uppsala  universitets  ärsskrift  1914.  =  Medde- 
lenden  frän  nordiska  seminariet  utgivna  av  Adolf  Xoreen.  8. 
Uppsala  1914.  54  s.  Polemik  gegen  E,  Olson,  Östgötalagens 
Ijudlära.     Lund  1904.  —  vgl.  nr.   169. 


22  XIV.    Nordisch. 

c)   Wortlehre, 
a)  Stammbildung  —  Zusammensetzung. 

172.  A.  Kock,  Zur  frage  nach  dem  suffix  der  participia 
passivi  an.  starker  verba.  Idg.  forsch.  33,337 — 350.  —  vf.  hält 
gegen  A.  Noreen,  Idg.  forsch.  14,399  ff.,  aisl.  Gr.^,  aschwed.  Gr. 
passim,  Gesch.  d.  nord.  sprachen'  seine  schon  in  den  beitragen  23 
aufgestellte  theorie  aufrecht,  'daß  part.  pass.  starker  verba  mit 
gutturalem  wurzelvokal  zu  urnord.  zeit  das  suffix  -an-  hatten,  daß 
aber  dieser  a-laut  unter  gewissen  dort  angegebenen  umständen 
lautgesetzlich  in  e  (i)  überging'. 

173.  Karl  J.  Samuelsson,  Nägra  ord  om  sammansättningar 
med  -lös  och  -fri.     8venska  studier    1914,  s.  394 — 405. 

174.  E.  Wessen,  Zur  geschichte  der  germanischen  n-dekli- 
nation.     inaug.-diss.     Uppsala  1914.     192  s. 

ß)  Wortbeugung. 

175.  Wilh.  Cederschiöld,  Nägot  om  spräkliga  nybildningar, 
gjorda  av  skolpojkar.     Svenska  studier  1914,  s.   119 — 128. 

176.  Otto  v.  Friesen,  Fornsvenska  paradigm  sammanställda 
för  elementärundervisningen  i  nord.  spräk.    3.  uppl.    Uppsala  1914. 

177.  Einar  Gerdelius,  Växlande  artikelböjning  med  n  och ;fe. 
SpoSt.  1914,  s.  116 — 131.  —  alphabetisch  geordnetes  Verzeichnis 
von  Wörtern,  vorwiegend  fremdwörtern,  die  Chemikalien  und  Stoffe 
bezeichnen,  mit  wechselndem  geschlecht  im  nschwed.  und  er- 
klärung  des  Vorgangs. 

d)   Satzhildung  —  stil  und  prosarhjthnms. 

178.  J.  Byskov,  Om  begrebet  grundled.  DSt.  1914, 
s.   129—144. 

179.  Jobs.  Br0ndum-Nielsen,  Sproglig forfatterbestemmelse. 
studier  over  dansk  sprog  i  det  16.  ärhundredes  begynnelse.  K0ben- 
havn  og  Kristiania,  Gyldendal.  1914.  163  s.  mit  einer  karte  von 
iSchonen. 

180.  Olof  Gjerdman,  Vär  satskommatering.  SpoSt. 
s.   151—167. 

181.  Sigurd  Kolsrud,  Til  biskop  Jens  Nilss0ns  visitatsbdker. 
MoM.  1914,  s.  224 — 229.  Stilistische  Studien  über  die  spräche 
in  bischof  Jens  Nilss0ns  Lagbog  (1574 — 1597). 

182.  Hj.  Lindroth,  Ora  nägra  onödiga  skiljaktigheter  mellan 
svensktskriftspräkoch  talsprak.     Svenska  studier  1914,  s.  99 — 113. 

183.  Carl  Rebbe,  Bidrag  tili  frägan  om  passivbildningarnes 
användning  och  betydelse  i  nusvenskan.  Svenska  studier  1914, 
B.   169—179. 


XIV.   V.  Sprachgeschichte  und  grammatik.  23 

184.  D.  A.  Seip,  Norskhet  i  sproget  hos  Wergeland  og  hans 
samtid.     Kristiania,   Aschehoug.     1914.     217   s. 

185.  Fr.  Wulff,  Om  undanhällna  ords  behandling  i  svensk 
sats  dynamiskt  och  melodiskt.  Lund,  Gleerup.  1914.  48  s. 
auch  in  'Svenska  studier'  tillägnade  G.  Cederschiöld. 

3.   Mundarten.     Darstellung  und  Untersuchung. 

186.  Bjursäsmalets  ordförräd  upptecknat  av  A.  Magne- 
vill.  SvLm.  bd.  10,  1914,  s.  1 — 207.  —  alphabetisches  ver- 
zeicbnis  des  Wortschatzes  der  mundart  des  kirchspiels  Bjurs 
(Bjursäs),  Dalekarlien. 

187.  Torsten  Ericsson,  Grundlinjer  tili  undersökning  av 
Södermanlands  folkmäl.  SvLm.  1913,  h.  2.  s.  1—226.  —  1.  all- 
gemein orientierende  einleitung  über  die  geschichte  der  mundarten- 
forschung  in  Södermanland  und  wünsche  betreffend  die  zukünftige 
erforschung.  —  2.  die  haupteigentümlichkeiten  der  laut-  und 
formenlehre  des  dialekts  von  Södermanland:  a)  der  lautlehre,  b)  der 
formenlehre.  —  notizen  zum  Wortschätze  und  syntax. 

188.  Amund  B.  Larsen,  Om  de  trondhjemske  dialekters 
'apokope'.  =  Kria.  videnselskaps  forhandl.  1914,  nr.   1. 

189.  Bidrag  tili  nordisk  filologi  av  studerende  ved  Kria. 
universitet.  utgit  av  Magnus  Olsen.  —  I.  Heidmarksbrev 
1315 — 1560.  Kjeldekritisk  studio  av  Sigurd  Kolsrud.  37  s.  — 
eine  übersichtliche  darlegung  der  alten  Heidmarks-[=  Upplands-] 
mundart  auf  grund  der  Heidmarksbriefe  aus  den  oben  erwähnten 
Jahren,  drei  entwicklungsperioden  der  spräche:  1.  1315 — 1420 
-e  und  -0  tritt  zuweilen  für  -i  und  -u  ein,  —  2.  1420 — 1480 
-J)  stirbt  aus,  -e  und  -o  waltet.  —  3.  1480 — 1560.  die  dänische 
periode. 

190.  K.  L.  Osterberg,  Ovikens  bygdemal  i  Jämtland. 
Lund  1914.  129  s.  —  darstellung  der  mundart  des  kirchspiels 
Oviken  im  südlichen  Jämtland. 

191.  J.  Lillehei,  Landsmaal  and  the  language  movement 
in  Norway.  JEGPhil.  13,60—87.  —  eine  geschichtliche  dar- 
stellung der  'landsmaals'-bewegung  in  Norwegen. 

192.  J.  A.  Lundell,  Om  uppteckning  av  folkmäl.  Anvis- 
ningar  och  räd.  SvLm.  1914,  h.  5.  s.  5 — 45.  —  einführung  in 
die  mundartenforschung. 

193.  E.  Nordenstam,  Dalarnes  fornminnesförening  och 
landsmälsforskningen.  =  meddelanden  frän  Dalarnes  fornminnes- 
förening. L  Ealun  1914.  —  geschichtliches  über  die  altertums- 
forschung  und  das  mundartenstudium  in  Dalekarlien. 

194.  Besprechungen  von  in  früheren  Jahrgängen  ver- 
zeichneten  Schriften.      P.    Hannaas,    Maallsere   fraa   West-Agder, 


24  XIY.    Nordisch. 

Robyggjalaget  (vgl.  Jsb.  1911,14,124);  bespr.  von  Emil  Olson, 
Arkiv  30,229 — 232.  —  A.  Heusler,  Altisl.  elementarbuch  (vgl. 
Jsb.  1913,14,66);  bespr.  v.  H.  Almstedt,  JEGPhil.  13,318—319. 
—  Lis  Jacobson,  Sprogets  forandring  (vgl.  Jsb.  1913,14,64); 
bespr.  von  A.  Jensen,  NTfFil.  4.  reihe,  4,178 — 180.  —  A.  Kock, 
Svensk  Ijudhistoria  11,2  (vgl.  Jsb.  1911,14,103.);  bespr.  von  A.  G-eb- 
hardt,  Litbl.  35,151 — 152.  —  A.  B.  Lar.sen  og  G.  Stoltz, 
Borgens  bymäl  (vgl.  Jsb.  1912,14,149);  bespr.  von  M.  Gaben, 
Rev.  germ.  10,219.  —  A.  Noreen,  Värt  spräk,  h.  13—16  (vgl. 
Jsb.  1909,14,83;  1910,14,90;  1911,14,97);  bespr.  von  A.  Geb- 
hardt,  Litbl.  35,50 — 51.  —  A.  Noreen,  Gesch.  der  nord.  spr. 
(vgl.  Jsb.   1913,14,68);  bespr.  von  -bh-,  Cbl.  65,513. 

Tl.   Literaturgeschichte. 

1.    Westnordische  literatur. 

aj  Eddalieder. 

195.  A.  Le  Roy  Andrews,  Cid  norse  notes,  MLN.  29, 
135 — 136.  —  handelt  über  Gripisspä. 

196.  Edda.  Die  lieder  des  codex  regius  nebst  verwandten 
denkmälern  hrsg.  von  Gustav  Neckel.  Heidelberg  1914.  I.  text. 
331  s.  =  Germanische  bibliothek  hrsg.  von  W.  Streitberg,  zweite 
abt.  Untersuchungen  und  texte.  neunter  band.  —  bespr.  von 
A.  Heusler,  DLz.  35,2609—2613. 

197.  G.  Neckel,  Untersuchungen  zur  Eddakritik  I.  Beitr. 
40,48 — 80.  —  beschäftigt  sich  in  diesem  teil  seiner  Untersuchungen 
mit  orthographisch-lautlichen  beobachtungen.  ausführlich  werden 
die  vokale  der  neben.silben,  7(  (o)  und  i  (e)  in  endungen  und  ab- 
leitungen  behandelt.  —  vgl.  Jsb.   1912,14,163. 

198.  A.  Bugge,  Arnor  Jarlaskold  og  det  forste  kvad  om 
Helge Hundingsbane.  Edda  1914,350— 380.  —  Helge  Hundings- 
bane  des  Eddagedichtes  ist  mit  dem  könig  Magnus  dem  guten 
identisch,  der  streit  Helges  mit  Hoddbrodd,  seine  fahrt  nach  dem 
land  der  Grammarssöhne  und  die  schlacht  beim  Erekastein  ist 
eine  politische  Umschreibung  des  kampfes  Magnusens  mit  Svein 
Ulfsson,  seines  zuges  nach  Vendland  und  der  schlacht  auf  der 
Lyrskogerheide.  vf.  des  gedichtes  von  Helge  H — e  ist  Arnor 
Jarlaskold.     abfassugszeit  1046. 

199.  Björn  M.  Olsen,  Til  Eddakvadene.  Arkiv  31,52—95. 
II.  Til  Hävamäl.  —  textkritische  bemerkungen  und  erklärungen 
zu  vielen  versen  in  Hävamäl.  die  verse  36 — 37:  Bu  er  hetra^ 
J>oit  litit  se  sind    zu   lesen:     Bcen  es  hetra  M,   '^ot  litit  se.     andere 


XIV.    71.  Literaturgeschichte.  25 

ausführlich  besprochene  verse  sind:    41, ^~^;   53;    66,*~^;    69;  73; 
74;    107;    136;    137;    139;    151,^  und    1521-3  in   Bugges   ausgäbe. 

bj  Skalden  und  rimur. 

200.  Den  norsk-islandske  skjaldedigtning  udgiven  af 
kommissionen  for  det  arnamaguaeauske  legat  ved  Finnur  Jönsson. 
II.  band,  1.  h.  A.  Tekst  efter  händskrifterne.  B.  Rettet  tekst 
med  tolkning.  212  und  228  s.  K0benhavn  og  Kristiania,  Gyldeudal. 
forts.  von  Jsb.   1912,14,171. 

201.  Birger  Nerman,  Om  adilsstrofens  äkthet  och  upprepning 
inom  Ynglingatal.     SNF.   1914,V,1. 

202.  Anders  Grape  och  Birger  Nerman,  Ynglingatal  I — IV. 
=  Uppsala  universitets  ärsskrii't  1914,  =  Meddelanden  fran  nor- 
diska  seminariet  utgivna  av  Adolf  Noreen  3.  Uppsala  1914. 
135  s.  —  enthält,  außer  der  an  ihrer  stelle  verzeichneten  biblio- 
graphie  der  literatur  vom  Ynglingatal,  I.  text  der  hs.  diplomatisch 
wiedergegeben;  II.  Paleographischer  kommentar  nebst  4  photo- 
graphischen tafeln;  IV.  Metrik  des  Ynglingatals. 

cj  Saga, 
a)  Islendingasaga  und  verwandtes. 

203.  Islandica.  an  annual  relating  to  Iceland  and  the  Fiske 
Icelandic  collection  in  Cornell  university  library,  vol.  VII  The 
story  of  Griselda  in  Iceland  by  Halldör  Hermannsso n.  Ithaca, 
N.  Y.  1914.  XIV  -4"  48  s.  —  im  gegensatz  zu  früheren  heften 
von  Islandica  ist  dieses  heft  keine  bibliographie,  sondern  enthält 
teils  eine  literaturgeschichtliche  studie  über  die  Griselda-sage  auf 
Island;  teils  werden  einzelne  texte  —  poesie  und  prosa  —  mit- 
geteilt. —  bespr.  von  Sigfus  Blömdal,  NTfBB.  386—387. 

204.  La  Laxdsela  saga.  Legende  historique  islandaise. 
traduite  du  vieux  norrois  avec  une  carte,  une  introduction  et  des 
notes  par  Fernand  Mosse.  Paris,  Librairie  Felix  Alcan.  1914. 
—  durch  diese  arbeit  ist  die  französische  Übersetzungsliteratur  isl. 
sagas  um  einen  wertvollen  band  bereichert  worden,  die  Über- 
setzung schließt  sich  sehr  nahe  an  den  grundtext  an  und  gibt  in 
verdienstvoller  weise  den  geist,  das  leben  und  das  historische 
milieu  wieder,  welche  die  Laxdsela-saga  kennzeichnen,  die  ein- 
führung  enthält  eine  darstellung  von  der  entstehung,  der  kompo- 
sition  und  der  Überlieferung  der  saga  und  gewährt  einen  vorzüg- 
lichen einblick  in  die  damaligen  Verhältnisse  der  saga-insel.  der 
wert  der  Übersetzung  wird  durch  die  am  ende  beigefügten  er- 
läuterungen  erhöht.  —  bespr.  von  G.  F.,  Skirnir  88,436 — 437. 


'26  XIV.   Nordisch. 

ß.  Konungasaga  —  annalen. 

205.  H.  Gering,  R<jgnvaldr  und  Ermingerdr  in  der  Orkn.- 
saga.  ZfdPh.  46,1—17.  —  vgl.  Jsb.  1911,14,160.  —  erwiderung 
auf  P.  Jönssons  einwände  in  'Sagaernes  lausavisur'  (Aarb.  f. 
oldk.  og.  bist.  1912,  s.  53 — 57)  und  in  'Rcjgnvald  jarls  jorsalfserd'. 
(Eist,  tidskr.-dansk  8.  r.  4,151—165.) 

206.  Halvdan  Koht,  Norsk  historieskriving  under  kong 
Sverre,  serskilt  Sverre-soga.  Edda  1914,11,67 — 102.  —  I.  Upp- 
take  til  konge-sogene.  II.  Koss  Sverre-soga  vart  ihopsett,  III.  To 
former  av  Sverre-soga. 

207.  Halvdan  Koht,  Die  geschichtsauffassung  der  nor- 
wegischen könig-sagas.     Geisteswiss.   1,593 — 596. 

208.  Sigurdur  Nor  dal,  Om  Olof  den  helliges  saga.  en 
kritisk  unders0gelse.     diss.     K0benhavn,  Gad.    1914.     204  s. 

209.  Sigurdur  Nor  dal,  Orkney  inga  saga  udgivet  for  sam- 
fund  til  udgivelse  af  gammel  nordisk  litteratur.  K0benhavn, 
S.  L.  M0]ler.  1914.  2.h8efte.  kap.  56—108.  Fall  Sveins  Asleifar- 
sunar.  —  forts.  zu  Xsb.   1913,14,112. 

y)    Foroaldarsaga. 

210.  A.  Leroy  Andrews,  Studies  in  the  FornaldarsQgur 
Nodrlanda.  II.  The  Hervarar  saga.  —  vgl.  Jsb.  1913,14,115.  — 
Modern  philology  11,363 — 378.  Studien  über  die  verschiedenen 
handschriften  der  saga. 

211.  0.  Klockhoff,  Nya  studier  öfver  pidreks  saga  af 
Bern.  Arkiv  31,156 — 213.  —  gibt  einige  bemerkungen  zu  den 
handschriften  Cod.  Holm.  4  fol.  und  zu  dem  prolog,  erörtert  ferner 
die  frage  nach  der  Originalität  der  saga  und  weist  nach,  daß  die 
J>idrekssaga  keine  Übersetzung  sein  kann,  mit  dem  prologe  verhält 
69  sich  ganz  anders,  über  die  komposition  der  saga  hat  sich  vf, 
ausführlich  geäußert  sowie  über  die  Umarbeitung  der  Vilkina  und 
Velentsagas. 

212.  Die  rrid|jj(')f  ssaga  in  ihrer  Überlieferung  untersucht 
und  der  älteren  fassung  kritisch  hrsg.  von  Gustaf  Wenz. 
CXXXVIII  +  44  s.     Halle  a.  S.  1914. 

213.  Vikingasaga  um  Herferdir  vikinga  frä,  Nordurlöndum 
eptir  Jon  Jönsson.  fyrsta  hefti.  Reykjavik  1914.  —  I.  Inn- 
gangsord.  II.  Frä  Nordurlöndum  fyrir  vikinga-öldina.  III.  Yvirb't 
yfir  sögu  vikingaaldarinnar. 

213  a.  Thule,  Altnordische  dichtung  und  prosa.  hrsg.  von 
Felix  Niedner.  5.  bd.:  P.  Hermann,  Die  geschichte  von  dem 
starken  Grettir,  dem  geächteten,    mit  8  ansichten  und  einer  karte. 


XIV.    yi.  Literaturgeschichte.  27 

252  s.  —  6.  bd.:  R.  Meißner,  Die  geschichte  von  den  leuten  aus 
dem  Lachswassertal.    mit  2  beilagen.     232  s.    Jena,  E.  Diederichs. 

1913.  —  9.  bd.:  F.  Niedner,  Vier  skaldengeschichten  (Geschichte 
von  Gunnlaug  Schlangenzunge,  die  skalden  Björn  und  Thord, 
Kormak  der  liebesdichter,  Hallfred  der  königsskalde).  265  s.  — 
12.  bd.:  G.  Necke  1,  Sieben  geschichten  von  den  Ostland-familien. 
161  s.  —  4.  bd.:  A.  Heusler,  Die  geschichte  vom  weisen  Njal. 
mit  einer  karte.  390  s,  —  10.  bd,:  W.  H.  Vogt  und  Fr.  Fischer, 
Fünf  geschichten  aus  dem  westlichen  Nordland  (die  leute  aus  dem 
Seetal,  Finnbogi  der  starke,  Thord  und  sein  ziehson,  der  durchtriebene 
Ofeig,  Thorhall  biermütze).  mit  einer  Übersichtskarte.  324  s. 
Jena,  E.  Diederichs.  1914.  —  allen  diesen  mustergültigen  Über- 
setzungen altisl.  Schrifttums  sind  orientierende  einleitungen  beige- 
geben, die  in  mehr  oder  minder  ausführlicher  weise  über  den  in- 
halt  der  übersetzten  dichtung,  ihre  entstehung  und  Überlieferung 
sowie  über  die  umweit  unterrichten. 

dj  Gelehrtes  alt  isländisches  Schrifttum. 

214.  Alfraedi  Isleuzk  udg.  ved  N.  Beckman  og  Kr.  Kä- 
lund,  Islandsk  encyklopedisk  litteratur.  II.  RimtQl.  udgivet  for 
samfund  til  udgivelse  af  gammel  nordisk  litteratur.  K0benhavn, 
S.  L,  M0ller.  1914.  enthält:  Rim.  I  nebst  drei  ergänzungen. 
Rim.  II  1—146.  —  vgl.  Jsb.   1911,14,169. 

e)   Verschiedenes. 

215.  Jon  Jönsson,  Aett  Haralds  hilditannar.  Arkiv  31, 
26 — 46. 

216.  Fredrik  Pasche,  St.  Michael  og  hans  Engle.  en  studie 
over  den  seldre  katolske  skjaldedigtning,  draumkvsedet,  og  seerlig 
sölarljod.     Edda  1914,  s.  19—74. 

2.    Schwedische  literatur. 

217.  Ragnar   Alvin,    Abraham    Sahlstedt.     Lund,    Gleerup. 

1914.  inaug.-diss.  —  Sahlstedt  ist  einer  der  vielseitigsten  und 
fleißigsten  Verfasser  des  achtzehnten  Jahrhunderts,  er  hat  eine 
menge  werke  über  Sprachwissenschaft,  literaturkritik,  national- 
Ökonomie  und  politik  geschrieben,  am  meisten  bekannt  ist  er  als 
grammatiker  und  seine  schwedische  grammatik  wurde  lange  zeit 
bei  dem  Unterricht  benutzt. 

218.  Sverker  Ek,  Hercules  och  företalet  tili  gambla  swea- 
och  göta-mäles  fatebur.  Svenska  studier  s.  327 — 334.  —  vgl. 
nr.  224. 

219.  Mathias  Feuk,  Frödings  Corydon  tili  Chloe.  SpoSt 
1914,  s.  235—243. 


28  XIV.   Nordisch. 

220.  Otto  von  Friesen,  Hvem  var  Skogekiär  Bärgbo? 
Svenska  studier  1914,  s.  335 — 346.  —  eine  stilistisch-literarische 
Studie  über  die  identität  des  pseudonyms  iSk.  Bärgbos  mit  Gustaf 
Rosenbane.  —  vgl.  nr.  228. 

221.  Arvid  Hultin,  Bidrag  tili  litteratur-  och  lärdoms- 
historien  i  Finland.  nägra  anteckningar  frän  perioden  1640 — 1720. 
Förh.  och.  Upps.  Helsingfors  1914.     s.  1 — 66. 

222.  E.  A.  Karlfeld t,  Lasse  Lucidor.  131  s.  med  illustra- 
tioner frän  dätidens  Stockholm  efter  Erik  Dahlbergs  original- 
teckningar,     Stockholm,  Norstedt.    1914. 

223.  Konung  Gustaf  den  förstes  registratur  utgivet  af 
riksarkivet  genom  Joh.  Ax.  Almquist.  Sthlm.  1914.  IV-}- 738  s. 
—  272  briefe  des  königs  Gustaf  Wasas  aus  dem  jähre  1558  nebst 
einem  regestenauszug  aus  etwa  acht  hundert  anderen,  verlorenen.  — 
bespr.   in  Svensk  h.  t.  1914,  s.  135 — 137. 

224.  Hjalmar  Lindroth,  Stiernhielms  Hercules,  en  dikt- 
monografi.     Lund   1913.     IV  -[-  350     s.  —  vgl.  nr.  218. 

225.  Johan  Nordström,  Hvemhar  skrifvit  Bröllopps  Beswärs 
Ihogkommelse?  Samlaren  1914,  s.  71 — 229.  —  vf.s  ergebnisse 
sind  zweifellos  richtig,  die  sprachliche  beweisfühi'ung  aber  wenig 
überzeugend. 

226.  Johan  Nordström,  Vär  äldsta  svenska  hexameterdikt. 
ett  litet  bidrag  tili  den  svenska  vorsens  historia.  »Samlaren  1914, 
s.  230 — 232.  —  Georg  Stiernhielm  —  'Den  svenska  skalde- 
konstens  fader'  —  ist  nicht  der  erste  schwed,  hexameter-dichter; 
schon  13  jähre  vor  seinem  'Hercules'  erscheint  ein  hochzeitsgedicht 
in  guten  hexametern. 

227.  Erik  Noreen,  Om  'Sju  vise  mästare'  pä  fornsvenska. 
Samlaren   1914,  s.  67 — 70. 

228.  Einar  Sundström,  Studier  över  Skogekär  Bärgbo.  diss. 
Uppsala  1914.  XI,  130  s.  —  enthält  einen  beitrag  zur  frage  nach 
der  identität  Gustaf  Hosen  haue  s  mit  dem  pseudonym  Skogekär 
Bärgbo  nebst  einigen  bemerkungen  und  kommentaren  zu  'Wenerid', 
sprachlichen  und  literarischen  inhalts.  —  vgl.  nr.  220. 

229.  Samlade  dikter  av  Lucidor  utgivna  av  Fr.  Sand- 
wall, 1  h,  =  Svenska  författare  utgivna  av  svenska  vitterhets- 
samfundet.    IV.     Sthlm.  1914.     320  s. 

230.  Samlade  skrifter  af  Olavus  Petri  utgifna  af  Sveriges 
kristliga  studentrörelses  förlag  under  redaktion  af  Bengt  Hessel- 
man.  med  ett  förord  af  Harald  Hjärne  och  Ktteraturhistoriska 
inledningar  af  Knut  B.  Westman.  1  bd.  XXXI,558  s,  Upp- 
sala 1914.  —  erster  band  einer  publikation  der  sämtlichen  werke 
des  reformators  Olavus  Petri,  die  Schriften  aus  den  jähren 
1526—1528  enthaltend. 


XIV.    VI.  Literaturgeschichte.  29 

231.  Samlade  skrifter  av  Erik  Johan  Stagnelius  utgifna 
af  Fredrik  Book.  f ernte  delen.  kommentar.  2  h.  =  Svenska 
författare  utgifna  af  svenska  vitterhetssamfundet  III.  Stockholm, 
Bonnier.    1914.     (s.  207—208)  s.   101—281. 

232.  Then  swänska  Argus  utgifven  af  B.  Hesselman  och 
M.  Lamm,  andra  delen.  =  Svenska  författare  utgifna  af  svenska 
vitterhetssamfundet.    I.     Stockholm,  Bonnier.    1914.    498  s. 

233.  H.  Schuck  &  K.  Warburg,  Illustrerad  svensk  litte- 
raturhistoria.  2  omarb.  och  utvidg.  uppl.  d.  4.  h.  1.  48  s.  4  pl. 
Stockholm,  Geber.  —  angezeigt  von  0.  Wieseigren,  Edda  1914, 
s.   213—214. 

234.  E.  Wrangel,  Staffan  stalledräng  i  ord  och  bild. 
Svenska  studier   1914,  s.  257 — 277.     mit  4  abbildungen. 

3.    Dänische  literatur. 

235.  Just  Bing,  Holbergs  'Vir  perillustris'.  MoM.  1914, 
s.  14—23. 

236.  H.  Brix,  Johannes  Ewald.  X^benhavn,  Gyldendalske 
boghandel.  1913.  —  gelobt  von  J.  Ealbe-Hansen  in  DSt.  1914, 
s.   150—152. 

237.  0.  James  Campbell,  jr.,  The  comedies  of  Holberg. 
Cambridge,  Harward  university  press.  1914.  363  s.  —  eine 
Holbergmonographie,  besonders  wird  H.s  Verhältnis  zu  England 
hervorgehoben.  Holberg  sei  viel  mehr  von  der  englischen  lite- 
ratur beeinflußt  worden  als  man  bis  jetzt  angenommen  hat.  — 
gelobt  von  Chr.  Christiensen,  DSt.   160—162. 

238.  Besprechungen  von  in  früheren  Jahrgängen  verzeich- 
neten Schriften.  A.  Le  Roy  Andrews,  Halfssaga  (vgl.  Jsb.  1909, 
14,148);  bespr.  v.  W.  Ramisch,  AfdA.  36,139—142.  —  Det 
Arnamagn.  haandskrift  81a  fol.  (vgl.  Jsb.  1913,14,114);  bespr. 
V.  A.  Gebhardt,  Litbl.  35,193.  —  W.  A.  Craigie,  The  icel. 
sagas  (vgl.  Jsb.  1913,14,106);  bespr.  v.  E.  Mogk.  v.  W.  H.  Vogt, 
DLz.  35,228—229.  v.  F.  Jönsson,  NTfFil.  4.  r.,  2,126—127.  — 
Edda  übertr.  von  Genzmer  (vgl.  Jsb.  1913,14,87);  bespr,  von 
R.  Findeis,  ZföG.  65,511 — 514.  v.  Finnur  Jönsson,  Arkiv  30, 
27 — 29.  —  Die  geschichte  von  den  leuten  aus  dem  Lachswassertal 
übertr.  v.  R.  Meißner  (vgl.  Jsb.  1913,14,108);  bespr.  v.  H.  Nau- 
mann, DLz.  35,1830 — 1831.  —  Grönländern.  Fär.  gesch.  übertr.  v. 
E.  V.  Mendelsohn  (vgl.  Jsb.  1912,14,181);  bespr.  v.  A.  Geb- 
hardt, DLz.  35,1374—1375.  bespr.  Archiv  131,240.  —  H.  Gün- 
tert.  Über  altisl.  berserkergeschichten  (vgl.  Jsb.  1912,14,203); 
bespr.  V.  J.  C.  Poestion,  Allg.  Litbl.  23,33.  v.  W.  Ramisch, 
DLz.  35,1765—1766.    —    J.   W.  Hartmann,   The  G^ngu-Hrolfs- 


30  XIV.    Nordisch. 

saga  (vgl.  Jsb.  1013,14,107);  bespr.  von  -bh-,  Cbl.  65,1326.  von 
Aug.  Gebhardt,  ZfdPh.  46,121—122.  v.  F.  Jöusson,  NTfFil. 
4.  r.,  2,124 — 125.  • —  K.  Hildebrand,  Die  lieder  der  älteren 
Edda  (vgl.  Jsb.  1912,14,164);  bespr.  von  R.  C.  Boer,  Museum 
21,255—256.  —  C.  F.  Hof k er,  Die  Fostbroeclrasaga  (vgl.  Jsb. 
1908,4.179);  bespr.  v.  G.  Neckel,  AfdA.  37,14—20.  —  Den 
norsk-islandske  Skaldedigtning  udg.  ved  F.  Jönsson  (vgl.  Jsb. 
1912,14,171);  bespr.  v.  -bh-,  Cbl.  65,1143—1144.  von  A.  Geb- 
hardt, Litbl.  35,51 — 52.  —  E.  Olson,  Yngvarssaga  vidforla  usw 
(vgl.  Jsb.  1912,14,199);  bespr.  v.  W.  H.  Vogt,  DLz.  35,1443— 1444. 
—  Peder  Palladius,  Danske  skrifter.  udg.  f.  univ.  jubilseets 
danske  samfund  av  Lis  Jacobsen  (vgl.  Jsb.  1912,14,208);  bespr. 
V.  J.  Br0ndum-]Srielsen,  Arkiv  31,106— 111.  —  E.  Sievers,  Zur 
technik  d.  wortst.  in  d.  Eddal.  (vgl.  Jsb.  1909,14,125);  bespr.  v. 
J.  Ries,  AfdA.  36,129—132.  —  Sturlunga  saga  (vgl.  Jsb.  1911, 
14,154);  bespr.  v.  S.  Nordal,  Arkiv  31,111—114.  —  E.  Wilken, 
Die  pros.  Edda  (vgl.  Jsb.  1912,14,201);  bespr.  v.  R.  C.  Boer, 
Museum  21,326—27.  v.  E.  Mogk,  Anglia  beibl.  25,99—101. 
v.  J.  Amsdorff,  BfGw.  50,460—461.  v.  Poestion,  Allg.  Litbl. 
23,390.     V.  W.  Ramisch,  DLz.  35,   1956—1957. 

TU.   Yerslehre. 

239.  Johan  Götlind,  Ar  den  fria  versen  poesi  eller  prosa? 
SpoSt.  1914,  s.  218 — 227.  —  zur  frage:  was  ist  poesie  und  was 
ist  prosa? 

240.  Yngve  Ling-Lander,  Adverbiell  placering  av  attribut 
i  akademisk  1700-talsvers.     SpoSt.  1914,  s.  40—86. 

241.  L.  Fr.  Läffler,  Om  nägra  underarter  av  Ijödahättr. 
bidrag  tili  den  fornnorsk-fornisländska  versläran  och  tili  textkritiken 
av  Eddasängerna,  tillika  en  studio  över  Hattatals  strof  101. 
3  forts.     SNF.  1914,  95  +  VII  s. 

242.  Josua  Mjöberg,  Nägot  om  nutida  svensk  rimkonst. 
Svenska  studier  1914,  s.  242—256. 

243.  Marius  Kristensen,  Til  Johannes  Ewalds  orlogssang. 
metrische  Studien  über  Ewalds  lyrik.     DSt.   1914,  s.   97 — 103. 

244.  Otto  Sy Iwan,  Studier  i  svensk  värs.  Göteborg  1914.  28  s. 

Vm.  Götter-  und  heldensage. 

245.  Hilding  Geländer,  Lokeproblemet.  erwiderung  auf 
Axel  Olriks  einwände  in  DSt.  1912,  s.  90—95.  DSt.  1914, 
65 — 88.  nachtrag  von  Axel  Olrik  ibdm.  s.  88 — 93.  —  vgl.  Jsb. 
1911,14,196. 


XIV.    IX.  Volkslied  und  Volksmusik.  31 

246.  Ludvig  Sjöberg,  En  Odensägen  frän  Blekinge.  FoF. 
1914,  s.  175—176. 

247.  C.  W.  V.  Sydow,  Jätten  Hymes  bägare.  FoF.  1914, 
s.   113—150. 

248.  Wolf  von  Unwerth,  Ottiun  und  Rota.  PBB.  39, 
218 — 221.  —  zur  frage  nach  der  Identität  Odinns  mit  dem  lappi- 
schen totengott  Rota. 

249.  Besprechungen  von  in  früheren  Jahrgängen  ver- 
zeichneten Schriften.  Finnur  Jonsson,  Godafrsedi  Nordmanna  usw. 
(vgl.  Jsb.  1913,14,141);  bespr.  von  Henrik  Ussing,  Skirnir  88, 
321 — 324.  —  W.  V.  Unwerth,  Totenkult  und  Odinsverehrung 
(vgl.  Jsb.  1911,14,194);  bespr.  v.  E.Hellquist,  Arkiv  30,124— 128. 

IX.  Tolkslied  und  Yolksmusik. 

250.  Josef  Andersson,  Nägra  kontradanser  frän  1700-talet. 
FoF.  1914,  s.  96—100. 

251.  Danske  viser  fraAdelsviseb0gerogflyveblade  1530 — 1630, 
udgivne  af  H.  Grüner  Nielsen,  med  ordbog  af  Marius  Kristensen. 
udgaven  bekostet  af  O.  A.  Hagemann.  2.  bind,  episke  viser. 
udgivet  af  Det  danske  sprog-  og  litteraturselskab.  K0benhavn, 
Gyldendal.  1914.  284  s.  textabdruck  von  77  liedern.  —  vgl. 
Jsb.   1912,14,237. 

252.  Catharinus  Elling,  Vore  kjsempeviser,  belyst  fra  musi- 
kalisk  synspunkt.  [Videnskapsselskabets  skrifter.  IL  Hist.-filos. 
klasse  1913,  nr.  4.]  Kristiania,  J.  Dybwad.  1914.  —  anerkennend 
bespr.  V.  H.  Grüner  Nielsen,  DSt.  1914,  s.  188—193. 

253.  Finnur  Jönsson,  De  islandske  folkeviser.  Aarb.  1914, 
s.  1 — 62.  —  Studien  über  'islenzk  fornkvsedi',  d.  h.  über  die  Volks- 
lieder Islands,  zuerst  von  Gissur  Sveinsson  im  jähre  1665  aufge- 
zeichnet, diese  Volkslieder  sind  im  hohen  grad  bes.  von  dänischen 
Volksliedern  beeinflußt  —  zuweilen  nur  Übertragungen. 

254.  Knut  Liest0l,  Sogegrunnlaget  for  ei  islendsk  folke- 
vise.  MoM.  181 — 199.  —  das  Volkslied  Bjarnasona-kvsedi  hat 
einen  geschichtlichen  hintergrund:  'Drepinn  Jon  dröttning',  Konunga- 
sögur  s.  213. 

255.  Magnus  Olsen,  Til  Bjarnasona-kvsedi.  —  tillseg  til 
K.  Liest0l,  Sogegrunnlaget  for  ei  islendsk  folkevise.  MoM.  1914, 
s.  181  ff.  —  MoM.  1914,  s.  2C0— 203. 

256.  Skrifter  utgifna  af  svenska  litteratursällskapet.  7:7:2. 
1500-  och  1600-talens  visböcker  utgifna  af  Adolf  Noreen  och 
J.  A.  Lundell.  VII.  k.  bibliotekets  visbok  i  4**.  2:a  haftet. 
üppsala  1913.     s.  323—370.     s.  77—154  der  hs.,  20  lieder. 


32  XIV.    Nordisch. 

X.  Volkskunde. 

257.  8am.  Ander sson,  'Dyngdansen'.  ein  fruchtbarkeitg- 
ritus  aus  dem  kirchspiel  Näshulta,  Södermanland.  FoF.  1914, 
s.   103—109. 

258.  Job.  Boetliius,  Sägner  m.  m.  Iran  Orsa.  =  Medde- 
landen  fr.  Dalarnes  fornminnesförening  II.    Sthlm.,  Norstedt.    1914. 

259.  F.  J.  E.  Eneström,  Finvedsbornas  seder  och  lif.  med 
50  afbildningar.  2  uppl.  Stockholm  1914.  269  s.  —  bespr.  in 
Fatabureu  1914,  s.  189—190. 

260.  H.  F.  Feilberg,  Sjseletro.  —  in  Danmarks  folkeminder 
nr.  10.  8".  218  s.  enthält:  I.  Sjaeletro,  D0dsriget.  II.  Til- 
givelse.  III.  Graven.  Den  d0des  Bolig.  IV.  Et  Blad  af  Afguds- 
billedernes  Historie. 

261.  Jan  Half  vordssons  uppteckningar.  utgivna  av  Gunnar 
Freudenthal.  SvLm.  1914,  h.  5.  s.  46—68.  —  *Stampa-Jans' 
aufzeichnungen  in  Dalboer  mundart  von  riesen,  spukgestalten,  wald- 
gespenstern, hexen,  wald-  und  seeabenteuern,  aberglauben  aller  art. 

262.  Herman  Geijer,  En  gosses  märkvärdiga  upplevelser, 
en  berättelse  om  djävulsanfäktelser  och  trolldom  i  Dalarme  under 
1890-talet.  SvLm.  1913,  s.  99—148.  —  geschichte  eines  Schu- 
machers, der  mit  dem  teufel  im  streit  gewesen,  aber  heil  davon- 
gekommen ist. 

263.  Emil  Herlenius,  Bläkullafärder  i  nittonde  ärhundradet. 
SvLm.   1913,  s.   143—144.  —  ergänzung  zu  Jsb.  1912,14,251. 

264.  M.  Hörlen,  Gamla  seder  och  bruk  frän  södra  Ingel- 
stads  härad.     215  s.     Ystad   1914. 

265.  Pehr  Johnsson,  Sägner  frän  nordöstra  Skäne.  SvLm. 
B9,  1913,  s.  1 — 90.  —  erzählungen  geschichtlichen  inhalts,  von 
gespenstern  und  riesen,  von  Jerusalems  Schumacher,  Spukge- 
schichten und  aberglauben  aus  den  bezirken  Göinge,  Willand, 
Gärd  und  Albo  in  Schonen. 

266.  Jonas  Jönasson,  Nokkur  ord  um  J)jödtrü  og  {»joctsidi 
islendinga.     Skirnir  88,116—127. 

267.  C.  A.  Lindstam,  Folktro  och  annat  frän  Bohuslän. 
SvLm.  1914.  h.  5.  s.  69 — 93.  —  von  Vorzeichen,  sitten  und 
gebrauchen  des  jahres,  von  ehe  und  kindern,  von  krankheiten, 
vom  alp  u.  dgl.  m. 

268.  Nils  Lithberg,  Gotländska  sägner  om  'Bysen'.  volks- 
erzählungen  aus  Gotland.     FoF.  1914,  s.  78—89. 

270.  Jan  Petersen,  Overtro  fra  Gravhaug.  MoM.  1914, 
106 — 109.    —    anläßlich   der   grabfunde   aus   Storedal,    Norwegen, 


XIV.    XI.  Urgeschichte  und  altertumskunde.  33 

erinnert  P.  an  die  aus  der  Gisle  Sursson-saga  [kap.  14,  17]  be- 
kannte sitte,  helschuhe  an  die  füssen  des  toten  zu  binden,  damit 
er  nicht  umgebe. 

271.  N.  E.  Ritzen,  Ur  öfre  Ädalens  folklif  medio  af  1800- 
talet.     Uppteckningar,  Sollefteä.    1913.     123  s. 

272.  Georg  .Sverdrup,  Kamp  mellem  Vaetter.  MoM.  1914, 
s.  24—31. 

273.  The  tolff  sibyllers  spädomar,  som  mänge  undersamme 
händelser  ifrä  werldennes  begynnelse  in  til  enden  tilkenna  gifwa. 
Stockholm  1914.   96  s.  —  neudruck  der  ausgäbe  aus  dem  jähre  1620. 

274.  Schon  früher  verzeichnet:  Tobias  Norlind,  Svenska 
allmogens  lif  i  folksed  (vgl.  Jsb.  1912,14,246):  bespr.  v.  M-nd-r, 
FoF.   1914,  s.  46—48. 

XI.  Urgeschichte  und  altertumskunde. 

275.  Oscar  Almgren,  Nägra svensk-finska  stenlldersproblem. 
mit  vielen  figuren  und  zwei  karten  im  texte.  ATS.  1914,  s.  1 — 78. 
—  1.  Finsk  import  tili  mellersta  S vorige  under  stenälderns  sista 
tid.  —  2.  Bätyxkultur  och  boplatskultur.  —  3.  Boplatskeramikens 
Ursprung.  —  4.  Skifferfrägan.  —  5.  Rasproblemet. 

276.  0.  Almgren,  Die  ältere  eisenzeit  Gotlands.  nach  den 
in  statens  historiska  museum,  Stockholm,  aufbewahrten  funden 
und  ausgrabungsberichten.  Zeichnungen  von  0.  Sörling.  holz- 
schnitte  von  E.  Hansen  und  W.  Meyer,  h.  1.  ij  -I-  56  s.  20  pl. 
Stockholm  1914. 

277.  Oscar  Almgren,  De  pägäende  undersökningarna  om 
Sveriges  första  bebyggelse,  Fornvännen  1914.  s.  1 — 16.  —  durch 
sorgfältiges  materialsammeln  und  durch  die  archäologische  Unter- 
suchung der  verschiedenen  landschaften  durch  mehrere  forscher 
ist  die  Chronologie  der  ältesten  besiedeluug  Schwedens  ziemlich 
genau  festgestellt  worden,  die  bisherigen  ergebnisse  sind  etwa 
folgende:  die  früheste  besiedelung  hat  an  der  küste  des  meeres  — 
in  Blekinge,  im  bezirk  Kalmar  —  oder  an  der  küste  eines 
größeren  Binnensees  —  in  Väster-  und  Ostergötland  —  schon 
während  der  ältesten  Steinzeit  stattgefunden,  von  der  küste  aus 
verbreiteten  sich  die  wohnplätze  in  das  innere  des  landes;  während 
der  steinkistenzeit  ist  die  ganze  provins  besiedelt  worden,  in  diese 
zeit  fällt  der  Übergang  der  fischer-  und  Jägerstämme  zum  acker- 
bau  —  zuerst  in  Schonen,  die  küstenplätze  hören  in  der  mitte 
der  ganggräberzeit  auf.  eine  neue  kulturform  tritt  auf,  die  durch 
bandkeramik,  gut  geformte  Steinäxte  und  durch  einzelgräber  aus- 
gezeichnet ist.  —  auf  Gotland  schließen  sich  die  wohnplätze  der 

Jahresbericht  für  germanische  philologie.   XXXVI.   (1914.)   II.  Teil.         3 


34  XIV.   >'ordisch. 

ganggräberzeit  nicht  unmittelbar  an  die  alten  uferbesiedlungen  an, 
sondern  finden  sich  auf  neubevölkerten  gebieten,  in  Östergöt- 
land  ist  die  ackerbaukultur  im  westen  sehr  alt.  die  eigentüm- 
liche wohnplatzkeramik  stammt  aus  der  schonisch-dänischen  kera- 
mik,  und  diese  kultur  ist  nicht  vom  osten  her  gekommen;  die 
ältesten  werkzeugstypen  gehören  nämlich  der  skandinavischen  halb- 
insel  an,  und  die  Werkzeuge  sind  meistenteils  aus  einheimischem 
schiefer  gemacht,  die  wohnplatzkultur  in  Ost-Schweden  ist  ur- 
sprünglich und  mutterkultur  der  nahe  verwandten  in  Nord- 
Skandinavien,  Nordost-Pinland  und  Nord-Rußland. 

278.  T.  J.  Arne,  La  suede  et  l'Orient.  etudes  archeoio- 
giques  sur  les  relations  de  la  Suede  et  de  l'Orient  pendant  l'äge 
des  vikings.     these  pour  le  doctorat.     Uppsala  1914.     240  s. 

279.  Erik  Brate,  Vanerna.  en  mytologisk  undersökning.  = 
Svenska  humanistiska  förbundets  skrifter.   XXI.    Sthlm.  1914.  32  s. 

280.  G.  Cederschiöld,  Var  brändes  Olav  Trätälja  euligt 
YngUngatal?    NoB.  1914,  s.  29—35. 

281.  Carl  M.  Fürst,  Skelettfjmd  frän  stenäldersgravar  i 
Nerike  samt  nägot  cm  vär  stenäldersbefolknings  sjukdomar  och 
äkommor.     mit  vielen  abbildungen.     Fornvännen  1914,  s.  17 — 31. 

282.  Finn  Jönsson,  Hvar  er  Lögberg  hid  forna?  Skirnir 
88,51 — 72.  —  zur  viel  umstrittenen  frage  nach  der  lokalität  des 
alten  Logbergs. 

283.  T.  E.  Karsten,  Svenskarnas  bosättningar  i  Finland. 
FoU.  Helsingfors  1914,  s.  72 — 146.  6  figuren.  I.  Stamfrändskap. 
—  Förhistoriska  tidsäldrar.  —  Rasegenheter.  IL  Ortnamnen: 
namnet  'Finland';  natur-och  kulturnamn.  III.  Minnen  av  forn- 
nordisk  gudatro  i  Finland. 

284.  Oluf  Kolsrud,  To  hittil  ukjendte  hov  i  L0ten.  MoM. 
1914,  s.  95 — 100.     mit  einer  karte  über  L0ten. 

285.  Nils  Lithberg,  Gotlands  stenälder.  akadem.  afhand- 
ling.  Stockholm  1914.  VI +  143  s.  191  abbildungen  und  8  karten 
sind  dem  buche  am  ende   beigefügt. 

286.  Oscar  Montelius,  Boning,  grav  och  tempel.  ATS. 
del  21,  nr.  1,  s.  1—192. 

287.  Birger  N  er  man,  Svärges  älsta  konungalängder  som 
källa  f'ör  svensk  historia.     Uppsala   1914.     31  s. 

288.  Eskil  Olsson,  Översikt  över  de  fasta  fornlämningarna 
i  Angermanland.  Fornvännen  1914,  s.  49 — 80.  —  die  bis  jetzt 
bekannten  wohnplätze  in  Angermanland  sind  drei;  sie  finden  sich 
in  Overveda  im  kirchspiel  Nordingrä,  in  Barksjö  im  kirchspiel  Ed 
und   in  Vängel   im    kirchspiel  Fjällsjö    und    stammen   alle    aus   der 


XIV.   XII.  Kulturgeschichte.  35 

jüngeren  Steinzeit,  aus  der  bronzezeit  stammen  die  bemerkens- 
werten felsenritzungen  auf  den  klippen  des  Nämnforsen  im  Anger- 
mannafluß, stein-  und  erdhügel  sind  die  wichtigsten  altertums- 
denkmäler  Angermanlands,  sie  sind  sehr  zahlreich,  etwa  500  stein- 
hügel,  die  erdhügel  sind  ebenso  zahlreich.  —  Angermanlands  stein- 
kreise gehören  einer  späten  zeit  an. 

289.  Nils  Aberg,  Kalmar  läns  stenälder.  59  s.  =  Medde- 
landen  frän  Kalmar  läns  fornminnesförening.    7.      1914. 

290.  H.  Schiefer,  Waffenstudien  zur  Thidrekssaga,  —  vgl. 
Jsb.  1912,14,262.  —  bespr.  v.  A.  Gebhardt,  ZfdPh.  46,119—121. 
—  F.  Jönsson,  NTfFil.  4.  r.,   2,125. 

XII.   Kulturgeschichte. 

291.  A.   Clement,  Sort  salt.     DSt.  1914,   s.  104—118. 

292.  Hj.  Falk,  Vore  Forfaeders  Haeropstilling.  MoM.  1914, 
s.  76—84. 

293.  Otto  V.  Friesen,  Gustaf  Rosenhanes  respublica  gla- 
cialis.  Fataburen  1914,  s.  193 — 222.  —  ein  wertvoller  beitrag  zu 
der  schwedischen  ethnographie  und  kulturgeschichte  des  17.  jahrhs. 

294.  Vilhelm  Gr0nbech,  Pteligionsskiftet  i  Norden,  Kbhn., 
Gyldendal.  1913.  —  teilweise  anerk.  bespr.  von  H.  Ussing,  DSt. 
1914,  s.  179—181. 

295.  P.  Herrmann,  Island,  das  land  und  das  volk.  Leipzig, 
Teubner.  1914.  (aus  Natur  und  geistesvvelt  461.)  —  bespr.  von 
F.  Boehm,  ZfVk.  24,432. 

296.  Ludvig  Larsson,  Runstenen  i  Växjö  domkyrka  —  ock 
Gunnar  Gröpe?    Svenska  studier  1914,  s.  128 — 136. 

297.  Sune  Lindqvist,  Ramsundsbron  vid  Sigurdsristningen 
och  en  storbondesläkt  frän  missionstiden.  Fornvännen  1914, 
s.   203—230. 

298.  Oskar  Lundberg  och  Anders  Grape,  Byar  och  bönder 
i  Alunda  för  600  är  sedan.  =  Upplands  fornminnesförenings  tid- 
skrift,  bd.  7.  s.  106 — 148.  —  es  finden  sich  wichtige  Urkunden 
über  das  kirchspiel  Alunda,  Uppland,  von  anfang  des  14.  Jahr- 
hunderts, u.  a.  ein  'markegäldsförteckning'  aus  dem  jähre  1312  in 
lat.  spräche,  das  einen  guten  einblick  in  die  Verhältnisse  des  ortes 
gewährt;  besonders  über  die  dörfer  und  bauern  und  ihre  besteuerung 
werden  genaue  angaben  mitgeteilt,  kulturgeschichtlich  ist  die  Ur- 
kunde von  großer  bedeutung. 

299.  Oscar  Montelius,  Svenska  runstenar  om  färder  österut. 
Fornvännen  1914,  s.  81 — 124.  —  ein  beitrag  zur  geschichte  der 
Wikingerzeit,    die  beziehungen  zwischen  Schweden  und  den  ländern 

3* 


36  XIV.    Nordisch. 

jenseits  der  Ostsee  sind  während  der  Wikingerzeit  besonders  leb- 
haft, vf.  gibt  die  erzählung  der  Nestorchronik  wieder,  die  von 
der  gründung  des  russischen  reiches  durch  Schweden  künde  bringt; 
ferner  einen  bericht  über  mehr  als  80  runeninschriften  aus  Upp- 
land,  Södermanland,  Väster-  und  Östergötland,  aus  Got- 
land  und  Oland,  die  von  fahrten  nach  dem  osten,  nach  Finland, 
Gardarike,  Serkland  und  Jursalir  melden,  mehr  als  20  steine 
erwähnen  den  heerzug  nach  osten,  den  der  vornehme  häuptling 
Ingvar  machte. 

300.  Martin  P:n  Nilsson,  Aarets  folkelige  fester.  auto- 
riseret  oversaettelse  fra  forfattarens  manuskript  ved  Fr.  Birket- 
Smith.     kl.  8".     63  s.     K0benhavn,   Gyldendal.    1914. 

301.  Helge  Rosen,  Phallosguden  i  Norden.  AT8.  1914, 
del  20.  s.  1 — 24.  —  weist  nach,  daß  noch  vor  kurzer  zeit  bei 
den  Lappen  eine  sehr  primitive  form  von  Phalloskultus  vorhanden 
war,  wo  der  priapus  selbst  statt  seines  trägers  verehrt  wurde,  zum 
beweis  vergleicht  er  die  bekannte  stelle  im  Flateyarbuch, 
Volsapattr,  mit  einer  bis  jetzt  unbeachteten  anekdote  in  Mors- 
kinskinna:  gorjn  garp  um  hestrepr  —  die  sich  auf  einen  primi- 
tiven Phalloskultus  beziehen  müsse.  daß  ein  stark  entwickelter 
Phalloskultus  auch  im  Norden  heimisch  gewesen  ist,  beweisen  die 
vielen  geschickt  gemachten  Phallosbilder,  die  jüngst  in  der  erde 
gefunden  worden  sind. 

302.  8tan.  Rozniecki,  Varsegiske  minder  i  den  russiske 
heltedigtning.  diss.  K0benhavn  1914.  307  s.  —  gelobt  von 
J.  R.  Aspelin,  Finskt  museum  XXI,44. 

303.  Josef  Sand  ström,  En  gilleurkund  frän  medeltidens 
slut.  NoB.  187 — 194.  —  gibt  an  der  band  einer  gildeurkunde  aus 
dem  jüngeren  mittelalter  einen  beitrag  zur  geschichte  des  gilde- 
wesens  im  kirchspiel  vSvinnegarn,  Uppland. 

304.  Otto  S}' Iwan,  Pyrtiotalets Student.  Stockholm,  Bonnier. 
1914.  261  s.  —  eine  zusammenfassende  darstellung  der  gedanken- 
strömungen  und  ansichten,  welche  die  Universitätsjugend  in  den 
vierziger  jähren  beherrschten,  in  der  zeit,  wo  die  Studentenpolitik 
ihre  goldene  periode  hatte:   'die  zeit  des  Skandinavismus'. 

305.  Vilhelm  Gr0nbech,  Vor  folketet.  —  vgl.  Jsb.  1912, 
14,266.  —  bespr.  von  H.  Ussing,  DSt.   173—179. 

306.  F.  Niedner,  Islands  kultur  zur  W^ikingerzeit.  mit 
24  ansichten  und  2  karten.  Jena,  Eugen  Diederichs.  1913.  = 
einleitungsband  zu  Thule.  altnord.  dichtung  und  prosa.  188  s. 
—  der  1.  teil  umfaßt  das  isländische  Volkstum,  im  ersten  kapital 
gibt  vf.   eine   geographisch-historische   einleitung,    das    2.  kap.   be- 


XrV.    XIII.— XV.  Allg.  Staats-  u.  veiwaltungsgeschichte  usw.       37 

faßt  sich  mit  dem  neuisl.  volk,  das  3.  kap.  behandelt  die  her- 
kunft  der  Isländer,  das  4.  kap.  die  besiedlung  Islands,  das  5.  kap. 
das  altisl.  alltagsleben.  —  der  2.  teil  umfaßt  das  altisl.  heldeu- 
zeitalter  in  folgenden  Unterabteilungen:  6.  der  altisl.  Staat,  7.  die 
altisl.  familie,  8.  das  altisl.  fehdewesen,  9.  Eddadichtung  imd 
sagazeit,  10.  die  familiengeschichten,  11.  die  königsgeschichten. 
12.  Skaldentum  und  Skaldendichtung.  —  der  3.  teil  umfaßt:  Islän- 
dische Wikingerkultur  in  13.  Christentum  und  renaissance,  14.  Snorri 
Sturleson,  15.  die  kultur  der  sagas,  ein  register  bildet  den  schluß 
des  buches.  die  karten  sowie  die  24  in  tief  druck  ausgeführten 
ansichten  stehen  auf  der  höhe  der  technik.  —  bet^pr.  v.  R.  Find  eis, 
ZföG.  65,511—514. 

Xni.   Allgemeine  Staats-  und  verwaltiingsgeschichte. 

307.  Syslumannaaßfir  eptir  Boga  Benedikt sson  ä  Stadarfelli 
med  skyringum  og  vidaukum  eptir  Hannes  porsteinsson.  IV.  bd. 
6.  h.  s.  633—760.  forts.  zu  Jsb.  1913,14,170.  VI.  Skaptafell- 
sysla  und  VII.  Mülasysla.     Reykjavik   1914. 

XIV.  Rechtsgeschichte. 

308.     A.    Heusler,    Straf  recht   d.   Isländersagas.    —    vgl.    Jsb. 
1912,14,288.  —  bespr.  v.  M.  Cahen,  Rev.  germ.   10,85—86. 

XV.   Verschiedenes. 

309.  Diplomatarium  islandicum.  Islenzkt  fornbrefasavn, 
sem  hefir  inni  acl  halda  bref  og  gjörninga,  doma  og  maldaga,  og 
adrar  skr4r,  er  snerta  Island  eda  islenzka  menn.  gefid  üt  af 
hinu  islenzka  bökmentafelagi.  X,3.  (1538 — 1542.)  Reykjavik 
1914.     s.  369—751. 

310.  Diplomatarium  Norwegicu  m.  Oldbreve  til  kunskap 
om  norges  indre  og  ytre  forhold  usw.  aktstykker  vedr0rende 
Norges  forbindelse  med  de  Brittiske  0er.  [f0rste  bind.]  utgit  av 
Alexander  Bugge.  nittende  samling.  2.  halvdei.  Kria  1914. 
8^     s.   641—930.     umfaßt  die  zeit  von  1322—1412. 

Justus  Lundberg. 


38  XV.    Englische  spräche. 


XV.   Englische  spräche. 

A.  Allgemeines.  —  B.  Wortschatz:   1.  Wörterbücher.     2.  Wortforschung. 

8.  Namenforschung.  —  C.  Grammatik:  1.  Gesamtdarstellungen.    2.  Ortho- 

episten.     3.   Dialekte.     4.  Lautlehre,    o.  Formen-  und  wortbildungslehre. 

6.  Syntax.     7.   Stilistik.  —  D.  Metrik. 

A.  Allgemeines. 

1.  E.  Ekwall,  Fortscliritte  auf  dem  gebiete  der  englischen 
Sprachgeschichte,     Geisteswiss.   1,410 — 412. 

2.  Leonard  Bloomfield,  An  introduction  to  the  study  o£ 
language.     New  York,  Henry  Holt  and  co.    1914. 

3.  ßeuzensionen  früher  erwähnter  werke:  1.  0.  Jespersen, 
Growth  and  structure  of  the  English  language  (vgl.  Jsb.  1913,15,4); 
bespr.   von  W.  Franz,  Idg.  anz.  32,58 — 59. 

B.  Wortschatz. 

1.    Wörterbücher. 

4.  A  New  English  dictionarv  on  historical  principles,  ed.  by 
Murray,  Bradley,  W.  A.  Craigie.  Clarendon  Press.  Oxford. — 
Sorrow-Speech  (vol.  IX),  bespr.  Athenaeum  1914,1,83,  NQ.  11.  ser. 
9^79 — 80.  Shastri-Shyster  (vol.  VIII).  bespr.  Athenaeum  1914, 
1,550,  NQ.  11.  ser.  9,338—339.  Traik-Trinity  (vol.  X).  bespr. 
Athenaeum   1914,II,G9— 70,  NQ.   11.  ser.  10,59. 

4  a.  M.  Born,  Nachträge  zu  'The  Oxford  English  dictionary'. 
Jsb.  Chamisso-schule.  Schöneberg  bei  Berlin,  1914.  12  s.  — 
in  diesem  III.  und  letzten  teil  schließt  vf.  seine  forschungen  ab, 
die  nach  seiner  angäbe  in  teil  I  235  titelköpfe  mit  443  voll- 
ständigen Zitaten  und  48  Verweisungen  auf  nicht  mitgeteilte  stellen, 
in  teil  II  237  titelköpfe  mit  621  zitaten  und  89  verweisen  und 
im  jetzt  erschienenen  teil  III:  316  titelköpfe  mit  874  zitaten  und 
113  Verweisungen  umfassen,  vf.  gibt  seiner  bewunderung  für  die 
riesenleistung  des  New  Oxford  English  dictionary  ausdruck. 

5.  Ch.  M.  Hathaway  jr.,  Notes  on  the  'New  English  dictio- 
nary'.    ESt.  47,473—475. 

6.  Chambers  English  dictionar3^  enlarged  ed.  with  Supple- 
ment.     1302  s.      Chambers  Id.    Edinburgh  and  London. 

7.  Walter  W.  Skeat,  A  glossary  of  tudor  and  Stuart  words. 
especiallv  from  the  dramatists.  edited  with  additions  by  A.  L. 
Mayhew!!  Oxford  (H.  Milford),  Clarendon  Press.  1914,  461  s,  — 
aus  einer  nachgelassenen  Sammlung  heute  nicht  mehr  gebräuch- 
licher oder  in  anderer  bedeutung  gebrauchter  Wörter  bei  älteren 
dramatikem,    die  Skeat  angelegt  hatte,    hat   herausgeber  mit  hilfe 


XV.    B.  Wortschatz.  39 

von  Dr.  Bradley  und  Mr.  Simpson  das  nützliche  werk  zusammen- 
gestellt, eigenes  hat  er  nicht  hinzugefügt,  so  daß  es  unter  Skeats 
händen,  falls  er  noch  länger  gelebt  hätte,  wohl  noch  umfänglicher 
ausgefallen  wäre.  —  bespr.  Athenaeum  1914,1,307 — 308.  DLz. 
A.   Schröer,  35,807—809. 

8.  E.  ritt  gel,  Specimen  of  the  Chaucer  dictionary.  letter  E. 
Anglia  37,497—532. 

9.  Routledge  new  dictionary  of  the  English  language,  ed. 
by  Cecil  Weatherley  VIII— 1039.    London,  ßoutledge.    1914. 

10.  C.  Weatherley,  New  dictionary  of  the  English  language. 
London,  ßoutledge.    1914. 

11.  Ed.  D.  Price  et  H.  T.  Peek,  British  Empire  univer- 
sities  modern  English  dictionary.    new  ed.  Syndicate  Press  Co.   1914. 

12.  J.  S.  Fernald,  Comprehensive  Standard  dictionary  of 
the  English  language.     London,  Funk  und  Wagnalls.     1914. 

13.  H.  Sabersky,  Pocket  dictionary  of  the  English  and 
French  languages.  meth.  Toussaint-Langenscheidt.  London,  Grevel. 
1914.     534  s. 

14.  F.  H.  Vizetelly,  The  development  of  the  dictionary 
of  the  English  language.     New  York,  Funk  &  Wagnalls.    1914. 

15.  E.  G.  A.  Beckwith,  Military  expressions  in  English, 
French  and  German.     Paris,  Hachette  &  co.    1914. 

16.  John  S.  Bumpus,  A  dictionary  of  ecclesiastical  terms, 
cheaper  ed.  London,  T.   W.  Laurie.    1914. 

17.  C.  N.  Caspar,  Technical  dictionary.  English-German 
and  German-English.  272  s.  Milwaukee,  C.  N.  Caspar  &  co.  — 
Technol.  Wörterbuch,  Deutsch-Englisch  u.  Englisch-Deutsch.  264  s. 
Milwaukee,  C.  N.  Caspar  &  co.    1914. 

18.  C.  S.  Goldingham,  Dictionar}^  of  modern  novel  technical 
terms:   Germ. -Engl,  and  Engl.-Germ.      164  s.     H.  Rees.    1914. 

19.  Besprechungen  früher  verzeichneter  werke:  1.  C.  W. 
M.  Grein,  Sprachschatz  dsr  angelsächsischen  dichter  (vgl.  Jsb. 
1913,15,19).  —  bespr.  von  A.  Schröer,  DLz.  35,1891/92. 

2.    Wortforschung. 

20.  Ernest  Weekley,  The  romance  of  words.  260  s.  Lon- 
don, J.  Murra3^  1912.  bespr.  Academy  1914,1,364.  —  vf.,  ein 
mitarbeiter  des  N.  E.  D.  für  die  etymologie,  hat  in  anregender 
weise  die  Wortforschung  einem  größeren  publikum  zugänglich  ge- 
macht. 1.  Cur  vocabulary.  2.  Wanderings  of  words.  3.  Words 
of  populär  manufacture.  4.  Words  and  places.  5.  Phonetic  acci- 
dents.  6.  Words  and  meanings.  7.  Semantics.  8.  Metaphor. 
9.   Folk-etymology.      10.   Doublets.      11.    Homonyms.      12.    Family 


40  ^^  •    Englische  spräche. 

names.  13.  Etymological  t'act  and  fiction.  —  ein  index  gibt  alle 
behandelten  Wörter,  von  denen  die  folgenden  die  aixfmerksamkeit  des 
forschers  verlangen:  akimbo,  anlare,  branks,  caulk,  cocknej'^,  felon, 
foil,  kestrel,  lugger,  mulligrubs,  mystery,  oriel,  patch,  petronel, 
salet,  sentr}',  suUen,  trat. 

21.  Auguste  Hansen,  Ags.  Schmucksachen  und  ihre  be- 
zeichungen.  eine  kulturgeschichtl.-etymol.  Untersuchung.  diss. 
Kiel  1913.  59  s.  —  mit  umsichtiger  behandlung  des  materials: 
glossen,  literaturdenkmäler,  bodenfunde  (deren  beschreibung  und 
illustrationen,  museen)  hat  vf.  ihren  gegenständ  behandelt.  1.  teil: 
Kulturgeschichtlicher  teil:  köpf  schmuck,  haisschmuck,  brustschmuck, 
gürtelschmuck,  armschmuck,  fingerschmuck.  2.  teil:  Die  einzelnen 
Worte  werden  gegeben  und  zwar  form,  bedeutung,  belege,  ety- 
mologie.  ein  index  gibt  alle  behandelten  Wörter.  —  vgl.  Jsb. 
1913,15,23. 

22.  Jos.  Matzerath,  Die  altengl.  namen  der  geldwerte, 
maße  und  gewichte  sprachlich  erläutert.  Bonner  diss.  Bonn, 
Georgi.  1913.  VII,128  s.  —  die  geldwerte  sind  nach  den  ags. 
quellen  zusammengestellt:  1.  Münzen.  2.  Rechenwerte,  die  eine 
bestimmte  summe  von  münzwerten  darstellen.  3.  Geldwerte,  aus- 
gedrückt durch  gewichtsmengen  edelmetalls.  B.  Auswärtige  geld- 
werte. —  vf.  gibt  jedesmal  bedeutung,  belegstellen  -und  wort- 
geschichte. 

23.  H.  Meyn,  Beteuerungen  und  Verwünschungen  bei  Mar- 
lowe,  Kyd,  Lj'ly,   Greene  und  Peele.     diss.     Kiel  1914.     92  s. 

24.  Otto  Funke,  Die  gelehrten  lateinischen  lehn-  und  fremd- 
wörter  in  der  altengl.  literatur  von  der  mitte  des  X.  jahrhs.  bis 
um  1066.  nebst  einer  einleitenden  abhandlung  über  die  Quaestiones 
grammaticales  des  Abbo  Floriacensis.  Halle,  Niemeyer.  1914. 
XVIII,210  s.  —  bespr.  von  v.  Hagen,  Mtschr.  13,615;  U.  Linde- 
löf,  Neuph.  mitt.   1914,187—188. 

25.  Herrn.  Hilmer,  8challnachahmuug,  Wortschöpfung  und 
bedeutungswandel.  auf  grundlage  der  Wahrnehmungen  von  schlag, 
fall,  bruch  und  derartigen  vergangen  dargestellt  in  einigen  laut- 
wurzeln der  deutschen  und  englischen  spräche.  Halle,  Niemeyer. 
1914.     XVII,356  s. 

26.  A.  Heinrich,  Französische  Wörter  und  Wendungen  im 
Englischen.     NSpr.  22,398—407.  475—479. 

27.  H.  Lindkvist,  Some  old  Scandinavian  deposits  in  middle 
English  records,  minneskrift  tillägnad  prof.  Axel  Erdmann.  Upp- 
sala  1913.  s.  198 — 219.  —  nordische  lehnwörter  im  Mittel- 
englischen. 

28.  Etymologische  und  lexikalische  artikel:  1.  P.  Knaak, 
Über  den  gebrauch  des  wortes  yrotesque.    diss.    Greifswald  1913.  — 


XV.    B.  Wortschatz.  41 

2.  Elizabeth  Wittmann,   Clipped  words.    Dialect  notes  IV;11.  — 

3.  W.  W.  Skeat,  Notes  on  English  etymology.  Transact.  of  the 
philol.  Society  1907—1910.  part.  IV,332— 354.  —  4.  Otto  B. 
Schlutter,  Zur  echtheit  von  ae.  dpriUen.  Anglia  beibl.  38,250.  — 
5.  Otto  B.  Schlutter,  Weitere  beitrage  zur  ae.  Wortforschung. 
Anglia  38,512 — 5 IG.  —  ae.  andbita  und  andbeorma.  —  ae.  beald- 
lice  'bald'.  —  ae.   bewrltan  'zeicben  machen  um  etwas'.  —  ae.  burse. 

—  ae.  cinimim  'zimt'.  —  ae.  ci/pera  =  a,ndd.  cupira.  —  6.  E.  Björk- 
man,  Marc,  onsien  'facies'.  ESt.  48,115 — 123.  —  7.  U.  Linde- 
löf,  Altnordhumbrisches  gimungo  'hochzeit'.  Anglia  beibl.  25, 
180 — 181.  —  8.  A.  B.  White,  Early  nses  oi  parliamentum.  MLR. 
9,92 — 93.  —  9.  J.  H.  Kern,  Zu  ae.  Crist.  —  zu  ne.  oven.  Anglia 
beibl.  38,265—268.  vgl.  Jsb.  1913,15,27.  —  E.  Weckley,  Ety- 
mologies.  Transact.  of  the  philol.  society  1907 — 1910.  part.  IV, 
354—391.  vgl.  Jsb.  1910,15,122.  —  11.  E.  Weekley,  Ety- 
mologies,  chiefly  Anglo-Erench.  Transact.  of  the  philol.  society 
1907—1910.     part.  IV,288— 322.     vgl.  Jsb.  1910,15,122. 

29.  Besprechungen  früher  verzeichneter  Schriften :  1.  H.BrüU, 
Untergegangene  u.  veraltete  worte  des  Französischen  im  heutigen  Eng- 
Hsch  (vgl.  Jsb.  1913,15,28);  bespr.  v.  0.  Glöde,  Litbl.  35,244— 245; 
Gl.  Bastide,  Rev.  crit.  77,113.  —  2.  H.  Michiels,  Über  eng- 
lische bestandteile  altdeutscher  glossenhandschriften  (vgl.  Jsb. 
1912,6,26.  15,32);  bespr.  von  J.  Marik,  Anglia  beibl.  25,140—141. 

—  3.  H.  Jacobs,  Die  namen  der  profanen  wohn-  und  Wirtschafts- 
gebäude im  Altenglischen  (vgl.  Jsb.  1911,15,23);  bespr.  v.  J.  Marik, 
Anglia  beibl.  25,139 — 140.  —  4.  W.  Rein,  Maß-  und  gewichts- 
bezeichnungen  des  Englischen  (vgl.  Jsb.  1911,15,22);  bespr.  von 
B.  Fahr,  Anglia  beibl.   25,72—74. 

3.    Namenforschung. 

30.  W.  St.  Clair  Baddeley,  Place-names  of  Gloucestershire. 
Gloucester,  Bellows.  1914.  XXX,185  s.  —  bespr.  Academy 
1914,1,204;  NQ.   11   ser.  9,258—259. 

31.  R.  G.  Ptoberts,  The  place  names  of  Surrey.  Cambridge, 
Univ.  Press.    1914. 

32.  P.  W.  Joyce,  The  origin  and  history  of  Jrish  names 
of  places.     vol.  3.     London,  Longmans.    1913. 

33.  W.  J.  Sedgefield,  The  iplsice-mme  Haie,  Haue,  Haugh, 
Eale.     MLR.  9,240—241. 

34.  A.  Mawer,  Some  unconsidered  elements  in  English. 
Place-names,   Clarendon  Press.    1913. 

34a.  R.  G.  Zachrisson,  Two  instances  of  French  in- 
fluenca  on  English  place-names.  Studier  i  modern  spräkvetenskap 
5,1—23. 


42  XV.    Euglische  spräche. 

35.  Besprechungen  früher  verzeichneter  werke:  1.  H.  Lind- 
kvist,  Middle  Enirlish  place-names  (vgl.  Jsb.  1912,14,93);  bespr. 
von  E.  Ekwall,  Anglia  beibl.  25,193—198.  —  2.  H.  Alexander, 
The  place-names  of"  Oxfordshire  (vgl.  Jsb.  1913,15,38);  bespr.  von 
E.  Ekwall.  Anglia  beibl.  25,65—71.  —  3.  H.  Mutschmann, 
The  place-names  of  Nottinghamshire  (vgl.  Jsb,  1913,15,35);  bespr. 
von  E.  Ekwall,  Anglia  beibl.  25,198—201;  W.  J.  Sedgefield, 
MLR.  9,405—409;  E.  Björkmann,  DLz.  35,740—742;  NQ. 
11.  ser.   9,258—259. 

C.   Grammatik. 

1.    Gesamtdarstellungen. 

36.  K.  Luick,  Historische  grammatik  der  englischen  spräche. 
lief.  1/2.    Leipzig,  Chr.  H.  Tauchnitz.    1914.    (vgl.  Jsb.  1913,15,39.) 

—  hier  wird  uns  der  beginn  einer  groß  angelegten  historischen 
grammatik  gegeben,  die  ganz  ixnd  gar  auf  der  höhe  der  forschung 
steht,  das  wichtige  ist  durch  druck  von  unwichtigem  geschieden, 
so  daß  der  student  nun  endlich  einen  gedruckten  fuhrer  durch  das 
schwierige  gebiet  haben  wird,  die  verschiedenen  ansichten  werden 
objektiv  dargestellt,  alle  beitrage,  die  irgendwie  Avichtig  sind,  sind 
verzeichnet;  so  daß  von  jeder  stelle  aus  Orientierung  und  detail- 
forschung  möglich  ist.  —  einleitung:  1.  Begriffsbestimmungen, 
stand  der  forschung.  2.  Grundzüge  der  äußeren  geschichte  des 
Englischen.  3.  Zeitliche  und  örtliche  gliederung  (dialekte  und 
schriftspraclie).  4.  Die  schichten  des  englischen  Wortschatzes. 
5.  Schrift  und  Schreibung.  Lautgeschichte:  einleitung.  L  haupt- 
teil: Die  entwicklung  der  sonanten,  A:  bis  ins  11,  Jahrhundert.  — 
bespr.  von  A.  Schröer,  DLz.  35,1221 — 1228;  Rieh,  Jordan, 
ESt.  152—154;  M.  Förster,  JbdShG.  50,220—221;  A.  Eichler, 
ZföG.  65,917—925. 

37.  H.  C.  Wyld,  A  short  history  of  English  with  a  biblio- 
graphy  of  recent  books   on   the    subject.     London,  Murray.    1914. 

—  in  übersichtlicher  klarer  darstellung  werden  die  wichtigsten 
erscheinungen  der  laut-  und  flexionslehre  gegeben.  es  ist  be- 
sonders erfreulich,  daß  der  vf.  mit  den  skandinavischen  und  deut- 
schen forscliungen  gut  vertraut  ist,  auch  daß  die  ergebnisse  der 
vielen  tüchtigen  dissertationen  berücksichtigt  sind,  der  vf.  nimmt 
auf  grund  eigner  forsch ungen  Stellung  in  Streitfragen,  wie  ur- 
.«;prung  der  Schriftsprache  (kap.  9).  die  bibliographie  bringt  das 
wichtigste  und  macht  keinen  anspruch  auf  Vollständigkeit,  immer- 
hin wäre  es  erfreulich,  wenn  ein  hinweis  auf  den  Jahresbericht 
gegeben  wurde,  damit  dann  die  Untersuchungen  von  einzelnen 
fragen  nicht  an  vielen  einzelarbeitungen  vorbeigingen,  die  nur  im 


XV.    C.  Grammatik.  43 

Jahresbericht  verzeichnet  sind.  —  kap.  1.  General  considerations. 
kap.  2.  Position  of  English  among  languages.  dialect  and  chrono- 
logical  divisions.  kap.  3.  Sounds  of  speech.  kap.  4.  General 
principles  of  the  history  of  language.  kap,  5.  History:  Old  Engl, 
kap.  6.  Middle  Engl.  kap.  7.  Modern  period.  kap.  8.  Inflections. 
kap.  9.  Origin  and  development  of  the  Engl,  literary  language.  — 
index. 

38.  Frz.  Horten,  Studien  über  die  spräche  Defoes.  nebst 
einem  anhang.  XVI, 238  s.  Bonn,  Haustein.  1914.  —  vgl.  Jsb. 
1910,15,24.  —  für  die  Orthographie  benutzte  vf.  die  mss.  (von 
Bülbring  hrsg.),  The  compleat  English  gentleman  und  Of  Koyull 
educacion,  ferner  die  faksimileausgabe  Dobsons  v.  Robinson  Crusoe, 
dasselbe  material  wurde  für  die  wortbiegung  benutzt;  für  die 
übrige  Untersuchung,  auch  die  syntaktischen  fragen  nur  die  beiden 
ersten  Schriften,  hoffentlich  wird  vf.  auch  die  anderen  werke  für 
die  Syntax  später  ausbeuten,  leider  fehlt  ein  index,  damit  der 
reichtum  an  einzelheiten,  besonders  des  I.  teils,  besser  ausge- 
schöpft werden  könnte,  um  so  mehr  als  eine  Zusammenfassung 
nicht  gegeben  wird.  I.  teil  (s.  1 — 105):  Die  Orthographie  ver- 
glichen mit  dem  ersten  druck  seines  Rob.  Gr.:  vokale,  konsonanten, 
Zeichensetzung,  groß-  und  kleindruck.  II.  teil  Wortlehre  (s.  106 — 151) : 
A.  Wortbiegung.  B.  Wortbildung.  C.  Wortbedeutung.  III.  teil 
Satzlehre  (s.  152 — 212):  A.  Allgemeines.  1.  Wortstellung;  2.  Ver- 
neinung,    B.  Besonderes.      1.  Einzelsatz;   2.   Satzgruppe. 

39.  N.  Bögholm,  Notes  on  present-day  English.  Anglia 
beibl.  38,505—511. 

40.  Joseph  Delcourt,  Essai  sur  la  langue  de  Sir  Thomas 
More  d'apres  ses  oeuvres  anglaises.  Paris,  Didier.  1914,  XXVIII, 
471  s.  —  nach  einer  ausführlichen  vorrede,  die  die  sprachliche 
erforschung  englischer  Schriftsteller  umfaßt,  und  einer  längeren 
liste  der  benutzten  literatur  gibt  vf.  in  einem  einleitenden  kapitel 
'L'homme  et  son  oeuvre',  das  59  Seiten  umfaßt,  eine  biographie  des 
dichtei'S  und  einen  überblick  über  seine  literarischen  leistungeu. 
im  hauptteil  befaßt  sich  kap.  I  'Les  textes'  mit  der  Überlieferung  seiner 
werke  in  handschriften  und  drucken,  kap.  II  'Les  sons'  mit  einem 
anhang  'L'accent  de  phrase'  gibt  eine  lautlehi-e.  kap.  III  'Les 
formes'  eine  formenlehre.  kap.  IV  'Les  tournures'  eine  syntax. 
kap.  Y  'Les  mots'  betrachtet  die  Wortbildung  und  den  Sprach- 
gebrauch, kap.  VI  'Le  st^^le'  die  stilistischen  eigentümlichkeiten 
des  Schriftstellers,  in  allen  kapiteln  gibt  vf.  historische  und  ver- 
gleichende ausblicke  auf  gleichzeitige  autoren.  in  drei  anhängen 
behandelt  vf.  die  selbstgeschriebenen  briefe  More's  nach  den  origi- 
nalien  im  British  museum,  gibt  eine  bibliographie  von  More's  eng- 
lischen werken  und  ein  Verzeichnis  der  neubildungen  und  archäismen. 


44  XV.   Englische  spräche. 

41.  E,  Rösemeier,  Über  spräche  und  mundart  einiger 
kleinerer  altenglischer  denkmäler  aus  Sweet's  Oldest  English  texts. 
diss.      Münster   1913.      101   s. 

42.  Besprechungen  früher  erwähnter  Schriften:  1.  U.  Linde- 
löf,  Grundzüge  der  geschichte  der  englischen  spräche  (vgl.  Jsb. 
1912,15,51);  bespr.  von  M.  Krummacher,  NSpr.  22,193. 

2.    Orthoepisten. 

43.  Thomas  Smith,  De  recta  et  emendata  linguae  anglicae 
scriptione  dialogus  (1568).  hrsg.  von  0.  Deibel.  Halle,  Nie- 
meyer. 1913.  (als  Gießener  diss.  vgl.  Jsb.  1913,15,48.)  bespr. 
von  A.  Schröer,  DLz.  35,2016—2018. 

44.  Butlers  English  grammar  (1634).  hrsg.  von  A.  Eichler. 
einleitung.  (neudrucke  frühneuengl.  grammatiken,  hrsg.  von  Brota- 
nek.)     Halle,  Niemeyer.    1913. 

45.  A.  Eich  1er,  Schriftbild  und  lautwert  in  Chai'les  Butlers 
Enghsh  grammar  (1633,34)  und  Feminin  monarchs  (1634).  VIII, 
134  s.  Halle,  Niemeyer.  —  bespr.  von  A.  Schröer,  DLz.  35, 
2017 — 2018.  —  als  einen  zweiten  teil  des  neudruckes  gibt  hier 
vf.  dankenswerter  weise  eine  systematische  darstellung  von  Butlers 
lautstand,  der  aus  der  'EngKsh  grammar'  nur  schwer  zu  ersehen 
ist.  ein  index  verborum  und  ein  register  zum  lautstand  Butlers 
machen  es  leicht  möglich,  sich  nun  schnell  und  zuverlässig  über 
Butlers  ausspräche  eines  wortes  zu  orientieren. 

46.  Engelb.  Müller,  Englische  lautlehre  nach  James  Elphinstou 
(1765,  1787,  1790).  Xn,272  s.  (Angl.  forschg.  43  heft.)  Heidel- 
berg, Winter.  1914.  —  es  werden  die  grammatischen  werke,  be- 
sonders das  wichtigste,  The  principles  of  the  English  language  or 
English  grammar  1765,  untersucht,  auch  die  anderen  Schriften 
des  Sprachforschers  E.  (1721 — 1809)  sind  berücksichtigt,  es  liegt 
so  eine  weitere  eingehende  Untersuchung  der  quellen  vor,  die  für 
die  spätere  Sprachentwicklung  wichtig  sind,  einleitung:  1.  E.'s 
Leben  und  werke.  2.  E.'s  Sprachbücher.  3.  E.'s  Englisch.  4.  E.'s 
Reformierte  Orthographie,  lautlehre:  Phonetischer  teil:  1.  E. 
System  der  sprechlaute.  2.  Lautwert  der  vokale  und  diphthonge 
und  E.'s  phonetische  terminologie.  historischer  teil:  vokale,  konso- 
nanten,  wortbetonung  (sehr  aufschlußreich),  anhang:  E.'s  engl, 
bearbeitung  von  Martial  V,8  (vulgäre  Londoner  spräche),  index 
der  Wörter  in  ne.  Schreibung. 

47.  R.  E.  Zachrisson,  Notes  on  some  early  English  and 
French  grammars.     Anglia  beibl.   25,245 — 253. 

48.  Besprechungen  früher  erwähnter  Schriften:  1.  Th.  Spira, 
Die  englische  lautentwicklung  (vgl.  Jsb.  1913,15,2);  bespr.  von 
0.  Deibel,  Sokrates  2,53—55^:  R.  Jordan,  Archiv  131,186—187. 


XY.    C.    Grammatik.  45 

3.    Dialekte. 

49.  Elizabeth  Mary  Wright,  Rnstic  speech  and  folklore. 
Oxford,  Univ.  Press.  1914.  841  s.  —  das  buch  ist  eine  fund- 
grube  für  den  dialektforscher  und  den  folkloristen;  allerdings  ist 
das  buch  nicht  wissenschaftlich  angelegt,  sondern  die  vf,  gibt  aus 
allen  dialekten,  was  ihr  gerade  interessant  erscheint,  seien  es 
Wörter,  redewendungen,  sitten.  so  muß  sich  denn  der  leser  das 
wertvolle  selbst  zusammenstellen,  um  so  mehr  als  leider  kein  wort- 
index  den  zugang  zu  den  einzelheiten  eröffnet,  besonders  ertrag- 
reich für  den  linguisten  sind  Corruptions  and  populär  etymologies, 
archaic  literary  words  in  the  dialects,  archaic  meanings  and  forms 
in  the  dialects,  foreign  loan  words,  literary  words  with  dialect 
meanings,  phonology  and  grammar  (sehr  kursorisch),  populär  phrases 
and  sayings,  plant  names  and  names  of  animals.  —  bespr.  von 
M.   Weyrauch,  Cbl.  65,1374;  Anglia  beibl.  25,231—232. 

50.  W.  Klein,  Der  dialekt  von  Stokesley  in  Yorkshire, 
North  Riding.  nach  den  dialektdichtungen  von  Mrs.  E.  Tweddel 
und  nach  grammophonischen  aufnahmen  der  Vortragsweise  ihres 
öohnes  T.  C.  Tweddel.  XII,251  s.  Berlin,  Mayer  &  Müller, 
pal.  124.  (als  teildruck-diss.  vgl.  Jsb.  1913,15,56.)  bespr.  von 
A.  Schröer,  DLz.  35,2255 — 2257.  —  die  ersten  sieben  kapitel 
erschienen  als  Berliner  diss.  das  buch  ist  eine  wertvolle  be- 
reicherung  der  dialektforschung ;  der  vf.  basiert  seine  Unter- 
suchungen auf  1.  Rhymes  and  sketches  to  illustrate  the  Cleve- 
land  dialect  by  Mrs.  George  Markham  Tweddel,  2.  ed.  Stokesley, 
Tweddel  and  sons  1892,  publ.  by  D.  W.  Richardson,  Stokesley 
1903  und  2.  Poems  in  the  North  Yorkshire  dialect  by  John 
Castillo,  ed.  with  a  memoir  and  glossaiy,  by  George  Markham 
Tweddel,  Stokesle}"  1878.  vf.  hat  sodann  seine  dialektstudien  in 
einer  entlegenen  farm  im  ort  Dauby  begonnen  und  dann  in 
Stokesley  fortgesetzt,  wo  der  söhn  (Tom  C.  Tweddel)  der  ver- 
storbenen dialektdichterin  ihm  den  wertvollsten  aufschluß  geben 
konnte,  um  sein  so  gewonnenes  material  noch  weiter  zu  stützen, 
ließ  er  Tweddel  3  abschnitte  aus  dem  buch  seiner  mutter  in  einen 
Gdeonapparat  sprechen,  so  daß  nun  durch  die  schallplatten  erneute 
prüfung  möglich  ist.  nach  den  nötigen  angaben  über  leben  und 
werke  der  dialektautoren  wird  im  6.  kap.  eine  transkription  der 
schallplatten  gegeben,  so  daß  Tweddels  Schreibung  und  Kleins 
phonetische  Schreibung  gegenüberstehen;  Übersetzung  ins  engl, 
wird  auch  geboten,  auf  grund  dessen  gibt  die  leselehre  kap.  7 
eine  deskriptive  lautlehre.  kap.  8.  Lautgeschichte,  kap.  9.  Ei'- 
gebnisse:  kritik  der  Schreibweise,  der  Sprechweise;  vergleich  des 
dialekts   von    Stokesley    mit    denen    von   South    Cleveland,   Dauby, 


46  X^  •    Englische  s^prache. 

Mid  Yorkshire,  Whitby,  Windhill,  Bowness  sowie  mit  der  Schrift- 
sprache,    kap.   10,   Glossar. 

51.  James  St  out  Angus,  A  glossary  of  the  Shetland  dia- 
lect.  Paisley,  A.  Gardner.  1914.  170  s.  —  dieses  glossar  ist 
nicht  nur  eine  sehr  interessante  und  aufschlußreiche  Wortliste;  es 
gibt  auch  hilfsmittel  zur  ausspräche  und  viele  idiomatische  aus- 
drücke. 

52.  W.  E.  Me ad  ,  The  American  dialect  dictionary.  PMLAss. 
29,225—235. 

53.  W.  Heuser,  Alt-London  mit  besonderer  berücksichtigung 
des  dialekts.     progr.     Osnabrück   1914.     64  s. 

54.  Sir  J.  Wilson,  The  dialect  of  the  New  Forest  in 
Hampshire  (as  spoken  in  the  Village  of  Burley).  (Publications  of 
the  philolog.  society  IV.)     Oxford,   Clarendon  Press.    1914. 

55.  W.  Grant,  The  pronunciation  of  English  in  Scotland. 
Cambridge,  Universit}-  Press.  1913.  —  bespr.  von  H.  Mutsch- 
mann,  MLR.  9,273—275. 

56.  E..  E.  Zachrisson,  Northern  English  or  London  Eng- 
ish    as   the    Standard    pronunciation.      Anglia  beibl.    38,405 — 432. 

56a.  T.  H.  P.  Williams,  Some  points  of  similarity  in  the 
phonology  of  Welsh  and  Briton.    diss.    Preiburg  i.  B.    1913.    117  s. 

57.  Jos.  Mafik,  Entwicklung  von  me.  ö  in  den  heutigen 
schottischen  mundarten.  progr.  der  Landes-oberrealschule  Wiener- 
Neustadt.    1912.  —  bespr.  von  J.  Ellinger,  ZföG.  65,480. 

57a.  Olof  E.  Bossen,  Slang  and  cant  in  J.  K.  Jerome's 
werk,     a  study.     Cambridge   1911.      71   s. 

58.  Besprechungen  früher  erwähnter  Schriften:  1.  B.  Bri- 
lioth,  A  grammar  of  the  dialect  of  Lorton  (vgl.  Jsb.  1913,15,58); 
bespr.  von  W.  J.  Sedgefield,  MLR.  9,409—410.  —  2.  Bruno 
Schulze,  Exmoor  Scolding  (vgl.  Jsb.  1913,15,59);  bespr.  von 
A.  Schröer,  DLz.  35,2255 — 2257.  —  3.  J.  Sixtus,  Der  dialekt- 
schriftsteller  Frank  Robinson  (vgl.  Jsb.  1912,15,43);  bespr.  von 
H.  Mutschmann,  Archiv   131,181 — 183. 

4.    Lautlehre. 

59.  W.  Schlemilch,  Beiträge  zur  spräche  und  Orthographie 
spätaltenglischer  Sprachdenkmäler  der  Übergangszeit  (1000 — 1150), 
XIV,73  s.  (Studien  zur  engl,  phil.,  ed.  Morsbach,  heft  34.) 
HaUe,  Niemeyer.  1914.  73  s.  —  die  arbeit  behandelt  das  auf- 
kommen me.  laute  und  lautzeichen  in  der  Übergangszeit,  über 
deren  dauer  aber  etwas  hinausgegriffen  wird.  vf.  behandelt  vor- 
nehmlich  den    vokalismus,    den    konsonantismus    nur    in    anglofrz. 


XV.    C.  Grammatik.  47 

Schreibungen  und  in  der  konsonantendehnung.  nach  einer  liste 
der  benutzten  denkmäler  wird  das  thema  in  folgenden  abteilungen 
behandelt:  I.  Vokalismus.  A.  Die  ae.  kurzen  vokale.  B.  Die  ae. 
langen  vokale.  0.  Die  ae.  kurzen  diphthonge.  D.  Die  ae.  langen 
diphthonge.  E.  Früheng!,  diphthongierung  durch  palatale.  F.  Ae. 
vokal  oder  diphthong  +  folg.  Spirans.     G.  Chz'onologische  übersieht. 

11.  Anglofranzösische  Schreibungen.  III.  Dehnung  auslautender 
und  intervokalischer  konsonanten.  IV.  Zusammenfassung.  nach- 
trage, vf.  hat  ein  reiches  material  von  den  wests.  evangelien  bis 
zur  Peterborough  chronik  bearbeitet  und  dabei  die  große  menge 
von  einzeluntersuchungen  sorgsam  herangezogen.  hauptresultat 
ist,  daß  das  Spätwestsächsische  in  den  gesetzen  und  Urkunden 
vorherrscht  und  daß  es  wohl  auch  als  Schriftsprache  über  den 
größten  teil  Englands   verbreitet   war.     bis   zur   ersten    hälfte   des 

12.  jahrhs.  erhalten  sich  ihre  grundzüge,  während  dann  lautliche 
und  orthographische  änderungen  zunehmen,  bis  sie  sich  im  letzten 
teil  der  Peterborough  chronik  als  me.  durchsetzen.  —  bespr.  von 
B.  Fehr,  DLz.  35,2571—2573. 

60.  Friedrich  Seiffert,  Die  behandlung  der  Wörter  mit  aus- 
lautenden ursprünglichen  silbischen  liquiden  oder  nasalen  und  mit 
kontraktionsvokalen  in  der  genesis  A  und  im  Beowulf.  Halle, 
diss.  1913.  56  s.  —  vf.  sucht  das  zeitKche  Verhältnis  von  genesis  A 
und  Beowulf  zu  bestimmen,  er  hat  eine  von  Richter  (Chronolog. 
Studien  zur  ags.  lit.  Halle  1910)  und  Sarrazin  (ESt.  38,190)  er- 
heblich verschiedene  auffassung  der  in  betracht  kommenden  fälle, 
im  ersten  teil  ist  die  metrik  der  beiden  denkmäler  auf  grund  der 
Sieversschen  typen  gegeben,  im  zweiten  folgt  die  behandlung  der 
einschlägigen  Wörter,  ergebnis :  die  kriterien  widersprechen  sich : 
genesis  hat  schon  a)  häufig  zweisilbige  messung  von  Wörtern,  wie 
beacen  (spätere  zeit),  b)  noch  fast  keine  kontrahierten  formen  (ältere 
zeit).  Beowulf  hat  meist  einsilbige  messung  von  Wörtern  mit  aus- 
lautenden liquiden  oder  nasalen  (ältere  zeit),  c)  schon  kontraktions- 
formen  (jüngere  zeit),  den  Widerspruch  sucht  vf.  durch  dialekt- 
verschiedenheit  zu  erklären. 

61.  E.  Björkman,  Orrms  doppelkonsonanten.  Anglia  beibl. 
37,351 — 381.  494 — 496.  —  vf.  erörtert  die  alte  Streitfrage  über 
die  bedeutung  der  doppelkonsonanten.  im  ersten  teil  bespricht  er 
alle  bisher  vorgetragenen  theorien  in  eingehender  weise  (Sweet, 
Morsbach,  Trautmann,  Lambertz  u.  a.);  im  zweiten  teil  verficht  er 
sehr  überzeugend  seine  ansieht,  daß  Orrms  prinzip  rein  phonetisch 
war,  daß  er  so  schreiben  wollte,  wie  er  wirklich  sprach;  aber  er 
schrieb,  wie  er  zu  sprechen  glaubte;  unbetonte  silben  nicht  in  der 
natürlichen  ausspräche,  sondern  so  wie  diese  in  isolierter  Stellung 
unter  hochton  gesprochen  würden  (vgl.  langsames  sprechen  eines 
Schulkindes:  gü — tenn,  mÖrr — genn). 


48  XV.    Englische  spräche. 

62.  Edm.  A schan er,  Englisch- französische  lautstudien.  Progr. 
d.  2.  k.  k.  Staats-realschule.  Wien  1910.  —  bespr.  von  F.  Wawra, 
ZföG.  65,284—286. 

63.  0.  T.  Williams,  The  development  of  ai  und  ei  in 
iniddle  Scotch.  Transact.  of  the  philol.  society  1907 — 1910. 
part.  IV,285— 288. 

64.  R.  E.  Zachrisson,  The  pronunciation  of  English  vowels 
1400—1700.     Göteburg,  Wettergren.    1913. 

65.  J.  K.  Rasmussen,  Die  spräche  John  Andelays  (laut- 
und  flexionslehre).     diss.     Bonn   1914.     90  s. 

66.  Eilert  Ekwall,  Historische  neuengl.  laut-  und  formen- 
lehre.      150  s.     Berlin,   Göschen.    1914. 

67.  Will.  A.  Read,  A  Vernerian  sound-change  in  English. 
ESt.  47,167—184. 

68.  J.  Lawrence,  Authorities  on  English  pronunciation. 
MLR.  9,53—62. 

69.  K.  Sisam,  Epenthesis  in  the  consonant  groups  sl,  sn. 
Archiv   131,305—310. 

70.  Arvid  Gabrielson,  The  development  of  early  modern 
English  ijr  (+  cons.).  Minneskrift  tillägnad  prof.  Axel  Er d mann. 
Uppsala  1913.     s.  68—119. 

71.  Archer  Wilde,  Sounds  and  signs.  a  criticism  of  the 
aiphabet,  with  suggestions  for  reform.  London,  Constable  &  co. 
1914.  180  s.  —  als  motte  setzt  vf.  vor  sein  buch:  Not(e)!  Not! 
No(ugh)t!  worin  die  drei  verschiedenen  o-laute  in  der  von  ihm  ge- 
planten art  gedruckt  sind,  der  Inhalt  zerfällt  in  folgende  ab- 
schnitte: I.  Reforms  of  type  and  aiphabet  independent  of  spelling 
reform.  IL  Some  reasons  for  spelling  reform.  III.  Ellis  and  Pit- 
man's  phonotype.  IV.  Theory  and  purpose  of  literary  notation. 
V.  The  mental  progress  of  reading.  VI.  Principles  of  notation  of 
Speech.  VII.  The  English  phonetic  aiphabet.  VIII.  The  present 
notation  examined.  IX.  Proposed  reforms.  X.  Boustrofedon 
arrangement  of  print.  IX.  Various  considerations.  XII.  Summary 
and  conclusion.  index.  —  die  ideen  des  vfs.  sind  richtig,  ihre 
Verwirklichung  ist  aber  nicht  zu  erwarten. 

72.  W.  H.  P.  Pythe,  18000  words  often  mispronounced. 
London,  Putnam  sons.    1914. 

73.  M.  Trautmann,  Kleine  lautlehre  des  Deutschen,  Fran- 
zösischen und  Englischen.     2.  aufl.     Bonn,  Carl  Georgi.    1914. 

74.  G.  Panconcelli-Calzia,  Einführung  in  die  angewandte 
phonetik.  131  s.  mit  118  abbildungen.  Berlin,  Tischers  med. 
buchhandlung.  —  das  buch  folgt  den  methoden  der  experimentellen 


XT.    C.  Grammatik.  49 

phonetik.  das  wichtigste  über  die  stimme,  die  laute  (nach  klang- 
farbe,  dauer,  stärke,  höhe),  und  über  die  laute  in  gruppen  (allge- 
meines, klangfarbe,  dauer,  stärke,  höhe,  akzent)  wird  in  knapper 
form  gegeben,  die  erläuternden  Zeichnungen  und  Photographien 
sind  vorzüglich  ausgeführt;  vor  allem  werden  die  technischen  appa- 
rate  in  ihrer  funktion  sehr  gut  veranschaulicht,  das  buch  wird 
jedem  Sprachlehrer  ein  wertvolles  rüstzeug  sein. 

75.  Henry    Sweet,    Collected    papers.     arranged   by   H.  C. 
Wyld.     (H.  Milford.)     Clarendon  Press.    1913.     600  s. 

76.  A.  Kamp,  Die  spräche  der  altengl.  genesis.  eine  laut- 
untersuchung.     diss.     Münster  1913.     Vin,55  s. 

76a.  R.  E.  Zachrisson,  Shakespeares  uttal.  studier  i  modern 
spräkvetenskap  5,25 — 43.     Uppsala   1914. 

77.  Besprechungen  früher  verzeichneter  Schriften:  1.  Rob. 
Bridges,  Present  state  of  English  pronunciation  (vgl.  Jsb.  1913, 
15,81);  bespr.  von  M.  Montgomery,  Anglia  beibl.  25,17 — 20; 
Archiv  131,500.  —  2.  A.  C.  Dunstan,  Englische  phonetik  (vgl. 
Jsb.  1913,15,74);  bespr.  von  K.  Weitnauer,  BfGw.  50,312. 
Archiv  131,256.  —  3.  Hans  Raudnitzky,  Die  Bell-Sweetsche 
schule  (vgl.  Jsb.  1911,15,75);  bespr.  von  A.  Schröer,  DL.  34^ 
2214  f.  —  4.  0.  Jespersen,  Engelsk  fonetik  (vgl.  Jsb.  1913, 
15,88);  bespr.  von  A.  Trampe  B0dtker,  NTfFil.  n.  r.  1,133—137. 
-T-  5.  A.  Schröer,  Neuengliches  aussprachewörterbuch  (vgl.  Jsb. 
1913,15,75);  bespr.  v.  A.  Eichler,  ZfRw.  39,608— 609;  L.  Petry, 
NSpr.  22,206— 207;  W.  Franz,  DLz.  35,167—168;  H.  Jantzen, 
ZfenglU.  13,379—380;  Fr.  Depken,  Das  humanist.  gymn.  25, 
146 — 147;  Ders.,  Allg.  Litbl.  23,492;  0.  Jespersen,  Greisteswiss, 
1,972—973.  —  6.  Laura  Soames,  The  Teacher's  Manual  (vgl. 
Jsb.  1913,15,79;  bespr.  v.  A.  Schröer,  ESt.  47,72—77;  M.  Mont- 
gomery, Anglia  beibl.  25,12 — 16.  —  7.  H.  Michaelis  and 
D.  Jones,  A  phonetic  dictionary  (vgl.  Jsb.  1913,15,76);  bespr. 
von  A.  Rambeau,  NSpr.  22,337—338;  H.  C.  Wyld,  MLR.  9, 
107 — 109;  F.  Piquet,  Rev.  germ.  10,255;  W.Franz,  Geisteswiss. 
1,972—973;  A.  Eichler,  ZfRw.  39,216—217;  J.  Kleyntjens 
Leuvensche  bydr.  11,320—322;  Archiv  131,256.  —  8.  H.  John- 
ston, Phonetic  spelling  (vgl.  Jsb.  1913,15,87);  bespr.  von  R.  E. 
Zachrisson,  ESt.  48,291  —  295. 

5.    Formen-  und  wortbildungslehre, 

78.  Louise  Po  und,  Blends,  their  relation  to  EngHsh  word- 
formation.  (Angl.  forschg.,  heft  42.)  Heidelberg  1913.  IV,58  s. 
(vgl.  Jsb.  1913,15,91,  wo  ein  teildruck  verzeichnet  ist.)  —  eine 
sehr  interessante  arbeit,  die  auf  die  große  anzahl  von  'blendwords' 

Jkiurasberieht  für  germaniacbe  pküologie.    XXXYI.   (19U.)   II.  Teil.         4 


50  X^-  Englische  spräche. 

oder  'sportmanteau  words'  (nach  L,  Caroll's  Through  the  Looking 
Glass),  z.  b.  misterne  =  austere  -\-  stern;  fiurrij  =  flaiv  -}-  hurry  ein- 
geht, die  meisten  dieser  Wörter  gehen  auf  bewußte  Wortschöpfung 
moderner  autoren  zurück,  doch  finden  sich  vereinzelte  fälle  in 
früherer  zeit,  z.  b.  Shakespeare  hubukle  =  huho  -\-  carbuncle,  re- 
Imse  =  rebuke  -\-  dbiise,  porpentine  =  porcypine  -f-  pourpoint.  heute 
ist  diese  Wortbildung  sehr  beliebt  geworden  und  besonders  in 
Amerika,  wo  sogar  eine  ganze  reihe  von  städten  auf  diese  weise 
ihre  nauien  empfangen  haben  (Uvada,  town  in  Utals  near  Nevada), 
folo-ende  klassen  werden  unterschieden:  1.  Literarische  prägungen, 
oft  witzig,  z.  b.  Caroll,  Kipling  u.  a.:  z.  b.  galumphing  =  gallop  -|- 
iriumph.  2.  Politische  ausdrücke:  Mooseveit  =  Boosevelt  -f-  Bull 
3/0060  (polit.  Organisation).  3.  Eine  art  aphesie:  swindle -\- ivheedh  = 
.siveedle.      4.    Kinderprägung:      smokolotive  =  smoke  -{-   locomotive. 

5.  Bewußte    volksprägung :     siceatspiration  =  siveat -\- Perspiration. 

6.  Unbewußte  volksprägung,  nicht  humoristisch  gemeint:  insi- 
nuendo  =  insimmtiori  -\-  innuendo.      7.    Orts-    und    personennamen: 

Uvada,  s.  o. ;  Mayheth  ==  May  -f-  Elizabeth.  8.  Wissenschaftliche 
namen:  Chloroform.  9.  Warenbezeichnung:  Nabisco  =  National 
Biscnit  Company,  Pebeco.  u.  a.  den  beschluß  der  interessanten  und 
anregenden  studio  machen  Wortlisten,  in  denen  die  vf.  die  quellen 
der  neugeprägten  Wörter  gibt. 

79.  Eil.  Ekwall,  The  s-less  genitive  in  early  modern  Eng- 
lish.  Minneskrift  tillägnad  prof.  Axel  Erdmann.  Uppsala  1913. 
s.  53—67. 

80.  J.  S.  Kenyon,  Ye  and  You  in  the  king  James  Version. 
PMLAss.  29,453—471. 

81.  J.  Plaut,  Das  poetische  genus  personifizierter  substan- 
tiva  bei  Alfred  Tennyson.     diss.     Kiel   1913.      128  s. 

82.  R.  Bohndorf,  Das  persönliche  geschlecht  unpersön- 
licher   substantiva    bei   Thomas   Moore,     diss.     Kiel  1913.     85  s. 

83.  V.  Schultz,  Das  persönliche  geschlecht  unpersönlicher 
Substantive  (mit  einschluß  der  tiernamen)  bei  Spenser.  diss.  Kiel 
1913.     114  s. 

84.  F.  Bergeder,  Die  periphrastische  form  des  engl,  ver- 
bums im  17.  jahrh.     diss.     Halle  1914.     86  s. 

85.  W.  Schrader,  For  and  fore  verbalkomposita  im  ver- 
lauf der  engl.  Sprachgeschichte,     diss.     Greifswald  1914. 

86.  E.  Meyerhoff,  Die  verbalflexion  in  den  Vices  and 
Virtues.     diss.     Kiel  1913.     86  s. 

87.  J.  Trede,  Das  persönliche  geschlecht  unpersönlicher 
substantiva  (mit  einschluß  der  tiernamen)  bei  Lord  Byron,  diss. 
Kiel  1914.     149  s. 


XV.    C.  Grammatik.  51^ 

87a.  J,  Reinius,  A  f'ew  miscellaneous  notes  on  Englisli 
pronouns.  Studier  i  modern  spräkvetenskap  5,1 37— 146.  üpp- 
sala  1914. 

88.  Besprechungen  früher  verzeiclineter  schritten:  1.  Francis 
A.  Wood,  Parallel  formations  in  English  (vgl.  Jsb.  1913,15,90); 
bespr.  von  E.  Ekwall,  Anglia  beibl.  25,133—135.  —  2.  V.  Bla- 
din,  Studies  on  denominative  verbs  (vgl.  Jsb.  1911,15,97);  bespr, 
von  M.  Krummacher,  NSpr.  22,197—198.  —  3.  Th.  Kolbe, 
Die  konjugation  der  Lindisfarner  evangelien  (vgl.  Jsb.  1912,15,76); 
bespr.  K.  Wildhagen,  Archiv  131,461—462.  —  4.  H.  T.  Price, 
A  history  of  ablaut  (vgl.  Jsb.  1910,15,58);  bespr.  von  J.  H.  Kern, 
Museum2  1,175 — 178.  —  5.  H.  C.  A.  Carpenter,  Deklination  in 
der  nordhumbrischen  evangelienübersetzung  (vgl.  Jsb.  1911,15,87); 
bespr.  von  J.  H.  Kern,  Museum  21,215 — 219.  —  6.  J.  Booker, 
The  French  'inchoative'  suffix  -iss  (vgl.  Jsb.  1913,15,94);  bespr. 
vonE.  Biörkman,  ESt.  48,157— 162;  H.  T.  Price,  Anglia  beibl 
25,71—72. 

6.   Syntax. 

89.  G.  Wendt,  Syntax  des  heutigen  Englisch.  2.  teil. 
Satzlehre.  Heidelberg,  C.  Winter.  1914.  XII,279  s.  —  dieser 
zweite  teil  schließt  nach  der  wortlehre  (vgl,  Jsb.  1911,15,106)  die 
Syntax  ab.  die  bearbeitung  ist  selbständig,  die  einleitung  klar, 
der  vf.  hält  an  dem  allein  richtigen  Standpunkt  fest,  induktiv  die 
erscheinungen  vor  uns  auszubreiten.  dem  dogmatiker  ist  die 
lektüre  sehr  zu  empfehlen,  damit  er  sieht,  wie  'regellos'  und 
darum  wie  unendlich  sch%ver  die  spräche  ist.  ein  weiterer  wert- 
voller beitrag  zu  der  erfreulichen  erforschung  der  modernen  syntax, 

90.  0.  Jespersen,  A  modern  English  grammar  on  historical 
principles.  part.  I,  Sounds  and  spellings.  London,  D.  Nutt.  1913.  — 
part.II,  Syntax,  1vol.  Heidelberg,  C,  Winter,  1914.  XXVIII,486  s. 
—  part.  II,  1  vol.  London,  Dulau  &  CO.  1914.  514s.  —  bespr.  Athen. 
1914,11,144 — 145.  —  in  diesem  ersten  teil  liegt  die  syntax  des 
numerus,  adjektivs,  Substantivs  und  pronomens  vor.  die  beispiele 
zeigen  eine  bewundernswerte  belesenheit  bis  in  die  modernste 
literatur.  wegen  seiner  originellen  anläge,  wegen  der  historischen 
und  psychologischen  erklärungen  ist  das  werk  neben  Krüger  und 
Wendt  unentbehrlich,  ein  sorgfältiger  index  gestattet  ein  nach- 
schlagen jeder  einzelheit. 

91.  H.  Poutsma,  A  grammar  of  late  modern  English,  for 
the  use  of  continental,  especially  Dutch,  students.  part.  II, 
sect.  lA.  Groningen,  Noordhoff.  1914.  XII  u.  702  s.  —  part.  I 
umfassend  section  I:  The  elements  of  the  sentence  und  section  II: 
The  composite  sentence  erschienen  1904/1905.     in  diesem  teil  von 

4* 


52  ^V.    Englische  spräche. 

part.  II:  The  parts  of  speech  werden  nouns,  adjectives  und  ar- 
ticles  behandelt,  neben  der  theoretischen  erörterung  der  gramm. 
Probleme  findet  sich  überall  eine  reiche  fülle  von  beispielen,  die 
eine  ungeheure  belesenheit  und  einen  erstaunlichen  sammelfleiß  des 
vfs.  bekunden,  das  werk  eine  unerschöpfliche  fundgrube  für  alle, 
die  sich  theoretisch  und  praktisch  mit  fragen  der  engl,  grammatik 
befassen.  —  bespr.  von  J.  H.  A.  Günther,  Museum  21,420 — 422 
und  von  A.  Western,  Anglia  beibl.  25,304 — 309. 

92.  G.  Krüger,  Schwierigkeiten  des  Englischen.  II.  teil: 
Syntax  der  englischen  spräche  vom  englischen  und  deutschen 
Standpunkte.  1.  abt.  hauptwort.  2.  abt. :  Eigenschaftswort,  Um- 
standswort. 2.  neu  bearb.  u.  stark  verm.  aufläge.  XII  u.  s.  219 — 702. 
Dresden,  C.  A.  Koch.  1914.  —  3.  abt.:  Fürwort.  2.  neu  bearb.  u. 
stark  verm.  aufi.  XVI,703— 1026  s.  Dresden,  C.  A.  Koch.  1914. 
—  bespr.  W.  Franz,  DLz.  35,2792—2793.  NQ.  ser.  11,  IX, 
239—240. 

93.  Herrn.  Eitle,  Die  satzverknüpfung  bei  Chaucer.  (Angl. 
forsch.  44.  heft.)  XVII,214  s.  Heidelberg,  C.  Winter.  1914.  — 
vgl.  J.  Koch,  Litbl.  35,332 — 336.  —  die  gliederung  der  Unter- 
suchung folgt  Mätzner  und  Schücking;  sie  schließt  relativver- 
knüpfuug  aus.  das  ergebnis  der  eindringenden  abhandlung  wird 
im  anhang  übersichtlich  zusammengestellt,  das  wichtigste:  and  =  if 
sehr  häufig,  viele  moderne  konjunktionen  schon  bei  Gh.,  vor- 
dringen des  Indikativs.  den  beschluß  machen  ergänzungen  zu 
Mätzners  gramm.  und  zum  N.  E.  D.  ein  register  ermöglicht  be- 
queme  benutzung  für  einzelfragen. 

94.  R.  Krohn,  Der  gebrauch  des  schwachen  adjektivs  in 
den  wichtigsten  prosaschriften  der  zeit  Alfreds  des  großen,  diss. 
Breslau  1914.     VIII,78  s. 

95.  E.  Hüttmann,  Das  partizipium  präsentis  bei  Lydgate 
im  vergleich  mit  Chaucers  gebrauch,     diss.     Kiel  1914.     92  s. 

96.  W.  Roth,  Die  Wortstellung  im  aussagehauptsatz  angels. 
Originalprosa,     kap.  A — E.     diss.     Berlin   1914.     VII,97  s. 

97.  Alex.  Green,  The  dative  of  agency  (Columbia  diss.). 
New  York,  Milford.    1914. 

98.  A.  Akerlund,  A  word  on  the  passive  definite  tenses. 
ESt.  47,321—337. 

99.  Eug.  Einenkel,  Die  entwicklung  des  englischen  gerun- 
diums.     Anglia  beibl.  38,1 — 76. 

100.  Eug.  Einenkel,  Zur  herkunft  des  englischen  gerun- 
diuma.     Anglia  beibl.  38,499—504. 

101.  Eug.  Einenkel,  Zur  geschichte  des  englischen  gerun- 
diums.     Anglia  beibl.  37,382—392. 


XV.   C.  Grammatik.  6S 

102.  G.  O.  Curme,  The  gerund  in  Old  English  and  German. 
Anglia  beibl.  38,491—498. 

103.  0.  Johnsen,  On  some  uses  of  the  indefinite  relative» 
in  Old  English  and  on  the  origin  of  the  definite  relatives.  Anglia 
37,281—302. 

104.  Eug.  Einenkel,  Nochmals  zur  ftigung  a  good  one. 
Anglia  beibl.  38,193—212. 

105.  K.  Luick,  Zur  Vorgeschichte  der  fügung  a  good  one. 
Anglia  37,548—548.  —  vgl.  Luick,  Anglia  29,339;  Einenkel, 
Anglia  36,539. 

106.  Fr.  Schmidt,  The  indefinite  article  before  plural  com- 
binations  in  English.  Minneskrift  tillägnad  prof.  Axel  Erdmann. 
Uppsala  1913.     s.  147—170. 

107.  Olaf  Johnson,  On  some  oe.  adverbs  and  conjunctions 
of  time.     Anglia  38,83—100. 

108.  C.  T.  Onions,  The  history  of  the  English  gerund. 
ESt.  48,169—171. 

109.  G.  0.  Curme,  Origin  and  force  of  the  split  infinitive. 
MLN.  29,41—45. 

110.  J.  Reinius,  A  few  miscellaneous  notes  on  English 
pronouns.     Studier  i  modern  spräkvetenskap  5,137 — 146. 

110a.  R.  E.  Zachrisson,  Two  instances  of  Erench  influence 
on  English  place-names.  Studier  i  modern  spräkvetenskap  5,1 — 23.. 
Uppsala  1914. 

111.  Besprechungen  früher  verzeichneter  Schriften:  1.  Mor- 
gan Callaway,  The  infinitive  in  Anglo-Saxon  (vgl.  Jsb.  1913, 
15,101);  bespr.  von  E.  Einenkel,  Anglia  beibl.  25,129—131; 
E.  Piquet,  Rev.  crit.  77,282;  J.  Zeitlin,  JEGPhil.  13,479—482. 
—  2.  G.  Wen  dt,  Syntax  des  heutigen  Englisch,  teil  I  (vgl.  Jsb. 
1911,15,106);     bespr.    von    Clodius,    ZfrenglU.     13,37—49.     — 

3.  W.  Zenke,  Synthesis  und  analysis  im  Orrmulum  (vgl.  Jsb. 
1911,15,151);    bespr.    von   K.   Wildhagen,    Archiv  131,461.    — 

4.  H.  Druve,  Der  absolute  infinitiv  (vgl.  Jsb.  1910,15,74);  bespr. 
von  B.  Fehr,  Anglia  beibl.  25,75 — 76.  —  5.  J.  M.  Burnham,. 
Concessive  constructions  (vgl.  Jsb.  1911,15,110);  bespr.  von 
M.  Krummacher,  NSpr.  22,194.  —  6.  Osk.  Nusser,  Disjunktiv- 
konstruktionen im  Englischen  (vgl.  Jsb.  1913,15,100);  bespr.  von 
Erik  Björkman,  ESt.  48,156—157.  —  7.  H.  David,  Zur  syntax 
des  adnominalen  genitivs  (vgl.  Jsb.  1913,15,104);  bespr.  von 
E.  Einenkel,  Anglia  beibl.  25,131—133.  —  8.  H.  G.  Shearin, 
The  'that'-clause  (vgl.  Jsb.  1910,15,67);  bespr.  v.  J.  S.  Eenyon, 
JEGPhil.  13,147—167.  —  9.  Lor.  Morsbach,  Grammatisches 
und    psychologisches    geschlecht    im    Englischen    (vgl.   Jsb.    1913,. 


5-4  Xy.    Englische  spräche. 

15,97);  bespr.  von  J.  Mai'ik,  E8t.  48,155—156.  —  10.  A.  Dahl- 
stedt,  The  modern  English  word-order  (vgl.  Jsb.  1912,15,87a); 
bespr.  Archiv   131,257. 

7.    Stilistik. 

112.  G.  Krüger,  Die  wichtigsten  sinnverwandten  Wörter 
des  Englischen.     2.  aufl.    Dresden  u.  Leipzig,  Koch.    1914.    78  s. 

113.  H.  Ulbrich,  Zu  G.  Krügers  Synonymik  und  wort- 
gebrauch der  englischen  spräche.     ZfrenglU.  13,433 — 443. 

114.  R.  K.  Torrens  and  Hub.  Parker,  English  idiomatic 
and  slang  expressions  done  into  German.  Straßburg,  K.  J,  Trübner. 
1914.     XII,119   s.  —  bespr.  Academy  1914,1.686. 

115.  H.  Barth,  Das  epitheton  in  den  dramen  des  jungen 
Shakespeare  und  seiner  Vorgänger  (==  Studien  zur  engl.  phil.  ed. 
Morsbach  nr.  52.)  Halle,  Max  Niemeyer.  1914.  XI  u.  203  s.  — 
nachdem  vf.  Umgrenzung  und  ziel  der  arbeit  angegeben,  behandelt 
er  sein  thema  in  3  teilen:  I.  Form  des  epithetons.  IL  Bedeutung 
des  epithetons  (bei  Greene,  Peel,  Kyd,  Marlowe,  Shakespeare). 
III.  Das  epitheton  in  einigen  stilfiguren.  während  für  die  Vor- 
gänger Shakespeares  das  ergebnis  der  Untersuchung  in  statistischen 
tabellen  am  Schlüsse  des  betreffenden  abschnitts  festgelegt  wird, 
kommt  vf.  am  ende  des  buches  zu  dem  gesamtergebnis  für  Shake- 
speare, an  dessen  stil  er  besonders  die  konkrete  wirkung  hervor- 
hebt, er  faßt  seine  stilmittel  bei  der  Verwendung  der  epitheta  in 
6  punkten  zusammen:  1.  Zusammensetzungen;  2.  verstärktes  part. 
präs.;  3.  charakteristische  sinnliche  epitheta;  4.  charakterzeichnung 
wirklicher  menschen;  5.  metaphorische  epitheta;  6.  häufung  der 
epitheta. 

115a.  R.  H.  rietcher,  Principles  of  composition  and  lite- 
rature.  New  York,  A.  S.  Barnes  co.  1914.  355  s.  —  vf.  will 
im  1.  teil  seines  buches  praktische  anweisungen  zur  abfassung 
englischer  aufsätze  und  im  2.  teil  anweisungen  zum  Verständnis 
literarischer  werke  geben,  das  buch  ist  für  schüler,  Studenten, 
bibliotheken  und  zum  Selbstunterricht  bestimmt,  es  will  auch  eine 
lanze  für  die  humanistische  bildung  brechen. 

116.  Früher  verzeichnet:  1.  G.  Krüger,  Schwierigkeiten 
des  Englischen.  1.  teil  (vgl.  Jsb.  1910,15,83);  bespr.  v.  M.  Krum- 
macher, NSpr.  22,194—195.  —  2.  teil,  1.  abt.  (vgl.  Jsb.  1913, 
15,96);  bespr.  v.  W.  Franz,  DLz.  35,856—357.  —  2.  Fr.  Stro- 
hecker, Doppelformen  und  rhythmus  (vgl.  Jsb.  1913,15,120); 
bespr.  von  Fr.  Jung,  Litbl.  35,14 — 15. 


XV.    D.  Metrik.  55 

D.   Metrik. 

117.  Karl  Schumacher,  Studien  über  den  Stabreim  in  der 
mittelenglischen  alliterationsdichtung.  213  s.  Bonn,  Hanstein. 
1914.    (Bonner  stud.  z.   engl.  philoL,  hrsg.  von  Bülbring.    11.  h.) 

—  vgl.  Jsb.  1913,15,128.  —  der  Unsicherheit  in  bezug  auf  den 
Stabreim  in  den  me.  alliterierenden  dichtungen  will  vf.  durch 
sorgfältige  Untersuchung  aller  einschlägigen  denkmäler  des  14., 
15.  und  16.  jahrhs.  ein  ende  machen,  (bis  jetzt  Schipper,  Kaluza 
metrik;  Luick,  Gedr.)  der  erste  teil  untersucht  die  stabreimkunst, 
und  damit  wird  die  Verläßlichkeit  der  zu  ziehenden  Schlüsse  be- 
stimmt, im  hauptteil  wird  die  qualität  der  alliteration  besprochen 
(reine,  unvollkommene  und  fragliche  reime),  auf  grund  der  resultate 
gibt  vf.  im  3.  teil  textkritische  Verbesserungen,  eine  tabelle  der 
ergebnisse  macht  den  beschluß;  die  unvollkommenen  reime  sind 
danach  verhältnismäßig  gering,  solche  wie  d:t,  g:k,  f:w,  t:ch, 
d :  j,  s:p,  c:ch  nirgend  zu  belegen. 

118.  R.  Wieners,  Zur  metrik  des  codex  Junius  XI.  diss. 
Bonn  1913.     70  s. 

119.  E.  Leiblein,  Prinzipien  und  anwendung  des  Stabreims 
in  W.  Morris,  Sigurd  the  volsung.     diss.     Würzburg   1913. 

120.  W.  Trapp,  Zum  versbau  Kynewulfs.  diss.  Bonn 
1913.     73  s. 

121.  W.  Grohmann,  Vers  oder  prosa  im  hohen  drama  im 
18.  jahrh.     diss.      1914. 

122.  A.  Kerrl,  Unterschiede  in  der  behandlung  von  satz- 
schiuß  und  versschluß  in  Shakespeares  King  John  und  Julius  Caesar. 
diss.     Bonn  1913. 

123.  Fr.  Klee,  Das  enjambement  bei  Chaucer.  diss.  Halle. 
1913.     70  s. 

124.  C.  F.  Babeock,  A  study  of  the  metrical  use  of  the 
inflectional  e  in  middle  English,  with  particular  reference  to 
Chaucer  and  Lydgate.     PMLAss.  29,59 — 92. 

125.  G.  A.  Bergström,  On  some  cases  of  poetic  licence  in 
modern  English.  Minneskrift  tillägnad  prof.  Axel  Erdmann.  Upp- 
sala  1913.     s.  18—33. 

126.  P.  Fijn  van  Draat,  The  cursus  in  Old  English  poetry. 
Anglia  38,377—404. 

127.  K.  Luick,    Zur  me.  Verslehre  L    Anglia  38,269 — 348. 

—  vf.  nimmt  Stellung  zu  Bülbrings  Untersuchung  der  Avowynge 
of  Arthur  (Stud.  z.  engl.  phil.  50,511  ff.),  indem  er  das  vers- 
material  dieser  dichtung  neu  analysiert,  er  bespricht  in  drei  ab- 
schnitten die  schweifreimverse,   die  tripletverse  sowie  allgemeines. 

Georg  Kartzke. 


56  XVI.  Englische  literatur. 

XVI.   Englische  literatur. 

A.  Literaturgeschichte.  1.  Gesamtdarstellungen,  einzelne  perioden  und 
Sammelwerke.  2.  Bibliographie.  3.  Landschaftliches  4.  Einzelne  gattungen : 
a)  Lyrik,  b)  Spruchdichtving.  c)  Eoman.  d)  Sage,  e)  Drama,  i)  Theater- 
geschicht«.  g)  Balladen.  5.  Einzelne  Stoffe.  6.  Auswärtige  beziehungen. 
7.  Stilistik.  8.  Kritik.  9.  Kulturgeschichtliches.  —  B.  Altenglische 
denkmäler.  —  C.  Mittelenglische  denkmäler.  —  D.  Neuenglische 

denkmäler. 

A.   Literaturgeschichte. 

1.    Gesamtdarstellungen,    einzelne   perioden 
und   Sammelwerke. 

a)    Gesamtdarstellungen. 

1.  The  Cambridge  history  of  English  literature,  volume  XI. 
the  period  of  the  French  revolution  ed.  by  A.  W.  Ward  and 
A.  R.  Waller.  Cambridge,  University  press.  1914.  —  Inhalt: 
1.  Edmund  Burke.  2.  Political  writers  and  Speakers.  3.  Bentham 
and  the  early  utilitarians.  4.  William  Cowper.  5.  William  Words- 
worth.  6.  Coleridge.  7.  Georg  Crabbe.  8.  Southey;  lesser  poets 
o£  the  later  18th  Century.  9.  Blake.  10.  Burns;  lesser  Scottish 
verse.  11.  The  prosody  of  the  ISth  Century.  12.  The  Georgian 
drama.  13.  The  growth  of  the  later  novel.  14.  Book  production 
and  distribution  1625—1800.  15.  The  blue-stockings.  16.  Chil- 
dren's  books  —  bibliographies.  table  of  principal  dates.  index 
of  names.  —  bd.  VII — X  bespr.  von  Rud.  Imelmann,  DLz.  35, 
1958 — 1961.  bd.  IX  bespr.  von  F.  C.  Danchin,  Rev.  germ.  10, 
89 — 90.  bd.  X  (vgl.  Jsb.  1913,16,17)  bespr.  von  Ph.  Aronstein, 
Anglia  beibl.  25,315—321;  von  C.  van  Doren  MLR.  9,254—259 
und  von  Ch.  Bastide,  Rev.  crit.  77,360—361. 

2.  F.  Sefton  Delmer,  English  literature  from  'Beowulf  to 
Bernard  Shaw,  for  the  use  of  schools,  seminaries  and  privat© 
students.  4.  ed.  Berlin,  Weidman.  1914.  234  s.  —  die  neue 
aufläge  ist  durch  einige  zusätze  gegenüber  der  vorhergehenden  ver- 
mehrt worden,  außerdem  ist  eine  graphische  darstellung  des  ein- 
flusses  der  englischen  dialekte  auf  die  Schriftsprache  in  den  ein- 
zelnen perioden  und  des  Verwandtschaftsverhältnisses  der  idg.  und 
germ.  sprachen  beigegeben  worden,  letztere  ist  indes  verbesserungs- 
bedürftig. 

3.  Amy  Cruse,  English  literature  through  the  ages:  Beo- 
wulf  to  Stevenson.     London,  Harrap.    1914. 

4.  E.  M.  Tapp  an,  A  brief  history  of  English  literature. 
illustrated.     London,  Harrap.    1914.     320  s. 


XVI.    A.    Literatnrgcschichtt.  57 

5.  W.  T.  Young,  A  primer  of  English  literature.  Cambridge, 
University  press.    1914. 

6.  A.  Schröer,  Grundzüge  und  haupttypen  der  engl,  lite- 
raturgeschichte.  2.  teil.  Von  Shakespeare  bis  zur  gegenwart. 
2.  aufl.     (Sammlung  Göschen  nr.  287.)     Leipzig  1914.     150  s. 

7.  R.  Burton,  Little  essays  in  literature  and  life.  New 
York,  The  Century  co.    1914. 

8.  r.  Olivero,  Saggi  di  letteratura  inglese.  Bari,  G.  Laterza 
e  figli.    1913.     471  s. 

b)  Einzelne  perioden. 

9.  A.  J.  Barnouw,  Anglo-Saxon  Christian  poetry:  an  address 
delivered  at  the  opening  of  the  lectures  on  the  English  language 
and  literature  at  Leiden,  transl.  by  Louise  Dudley.  The  Hague, 
M.  Nijhoff.    1914. 

10.  Ch.  Sears  Baldwin,  An  introduction  to  English  medieval 
literature.     London,  Longmans  &  co.    1914. 

11.  H.  E.  Sandison,  The  'Chanson  d'aventure'  in  middle 
English.  (Bryn  Mawr  College  Monographs.  Monograph  series, 
vol.  XIL)  Bryn  Mawr,  Pa.  1913.  152  +  XII  s.  —  bespr.  von 
K.  Brunner,  ESt.  48,297—299. 

12.  G.  H.  Mair,  Modern  English  literature  from  Chaucer 
to  the  present  day.     London,  Williams  and  Norgate.    1914. 

c)  Sammelwerke. 

13.  Th,  W.  Hunt,  English  literary  miscellany.  Ist  and 
2nd  series.  Oberlin  (Ohio),  Bialiotheca  Sacra  Co.  1914.  320  s. 
bzw.  318  s.  —  die  hier  gesammelten  aufsätze  sind  bereits  früher 
in  der  'Bibliotheca  Sacra'  veröffentlicht  worden,  sie  umfassen  im 
1.  band  die  gruppen:  I.  Allgemeine  themata:  1.  Die  abhängigkeit 
der  neueren  englischen  literatur  von  der  älteren.  2.  Historische 
entwicklung  der  englischen  prosa.  3.  Geschichte  des  engl,  lyri- 
schen verses.  4.  Entwicklung  der  Elisabethanischen  dramatik. 
5.  Der  engl,  dramatische  vers  nach  Shakespeare.  6.  Das  roman- 
tische element  in  der  Elisabethanischen  literatur.  II.  Besondere 
themata.  1/2.  Spenser.  3.  Shakespeare's  sonette.  4.  Coleridge's 
dichtung.  5.  Wordworth's  dichtung.  6.  Tennyson's  'Idylls  of  the 
king'.  7.  Tennysons  'In  Memoriam'.  der  2.  band  bringt:  I.  All- 
gemeine themata:  1.  Das  Elisabethanische  Zeitalter  der  schönen 
literatur.  2.  Die  geschichtlichen  Vorläufer  des  englischen  dramas. 
3.  Übergang  zur  modernen  engl,  dichtung.  4.  Engl.  lit.  kritik. 
5.  Engl.  'Poets  laureates'.  IL  Besondere  themata:  1.  The  Cle- 
ments of  Shakespeare's  Genius.  2.  Shakespeareana.  3.  The  epie 
verse  of  Milton's  'Paradise  lost'.   4.  John  Keats'  dichtung.    5.  Matthew 


58  XVI.    Englische  literatur. 

Arnold's  dichtung.  6.  Robert  Browning's  dichtung.  7.  Eine  Studie 
über  Mrs.  Browning.  8.  Swinburne's  dichtung.  —  die  leicht  ver- 
ständlichen aufsätze  dienen  dem  gewollten  zweck. 

14.  Essays  and  studies  by  members  of  the  English  asso- 
ciation.  vol.  4.  collected  by  C.  H.  Herford  1914.  —  inhalt: 
J.  E.  Spingarn,  A  note  on  dramatic  criticism;  0.  Elton,  Eng- 
lish prose  numbers;  A.  Mawer,  Some  uneonsidered  elements  in 
English  place-names;  L.  Win  Stanley,  Platonism  in  Shelley; 
A.  C.  Guthkelch,  Defoe's  *True-Born  Englishman';  A.  R.  Skemp, 
The  plays  of  Mr.  John  Galsworthy;  G.  P.  Baker,  Dramatic 
technique  in  Marlowe. 

15.  Festschrift  für  Lorenz  Morsbach,  dargebracht  von  freunden 
und  Schülern,  redigiert  von  F.  Holthausen  und  H.  Spies.  Studien 
zur  engl,  phil.,  hrsg.  von  Lorenz  Morsbach.  50.  Halle  a.  S., 
Max  Niemeyer.  1913.  7'21  s,  —  inhalt:  1.  Erik  Björkmann,  Die 
'festermen  des  Aelfric,  eine  namenliste  aus  York.  s.  1 — 19.  2.  Max 
Förster,  Der  Vercelli-codex  CXVII  nebst  abdruck  einiger  alt- 
englischer homilien  der  handschrift.  s.  20 — 179.  3.  Wendelin 
Foerster,  Der  feuertod  als  strafe  in  der  altfrz.  erzählenden 
dichtung.  s.  180 — 189.  4.  F.  Holthausen,  Das  altenglische  reim- 
lied.  (s.  nachtrag  s.  722.)  s.  190 — 200.  5.  Hans  Hecht,  Deacon 
Brodie.  eine  quellenstudie  zu  R.  L.  Stevenson  (mit  einem  porträt). 
201 — 222.  6.  Richard  Rohde,  Zu  Marlowes  Doctor  Faustus. 
erörterung  einiger  probleme.  s.  222 — 232.  7.  Theodor  Mühe, 
W.  M.  Thackeray  über  die  liebe,  s.  233—250.  8.  Willi  Brei  er, 
Synthesis  und  analj'sis  des  konjunktivs  in  dem  frühmittelenglischen 
Streitgedicht  'Eule  und  nachtigall'.  s.  251 — 277.  9.  John  Matthews 
Manly,  What  is  the  parlement  of  foules?  s.  278 — 290.  10.  Max 
Deutschbein,  Beowulf,  der Gautenkönig.  s.291 — 297.  11.  Oskar 
Boerner,  Reimuntersuchung  über  die  qualität  der  betonten  langen 
e-vokale  bei  Robert  of  Brunne,  s.  298 — 351.  12.  Heinrich  Cor- 
nelius, Die  englischen  Ortsnamen  auf  -wick,  -wich.  s.  352 — 416. 
13.  Karl  Wildhagen,  Studien  zum  psalterium  romanum  in  Eng- 
land und  zu  seinen  glossierungen  (in  geschichtlicher  entwicklung). 
s.  417 — 472.  14.  Johannes  Hoops,  Virginien  zur  kolonialzeit. 
eine  kulturgeschichtliche  Studie,  s.  473 — 509.  15.  K.  D.  Bül- 
bring,  Untersuchungen  zur  mittelenglischen  metrik.    s.  510 — 624. 

16.  Fritz  Roeder,  Neue  beitrage  zur  erziehung  der  angelsächsischen 
Jugend.      (dieser    beitrag     erscheint    in     kürze    separat.)      s.    625. 

17.  Heinrich  Spies,  Chaucer's  religiöse  grundstimmung  und  die 
echtheit  der  Parson's  Tale.    s.  626 — 721. 

16.  The  golden  treasury  of  the  best  songs  and  lyrical  poems 
in  the  English  language.    selected  and  arranged  by  Francis  Turner 


XVI.   A.  Literaturgeschichte.  59 

■Palgrave,  with  additional  poems,  and  with  notes  b}^  C.  B.  Wheeler. 
Oxford,  University  press.  1914.  —  bespr.  Athenaeum  1914,1, 
485—486. 

17.  Schon  früher  besprochen:  1.  Gr.  Sarrazin,  Von  Käd- 
inon  bis  Kynewulf  (vgl.  Jsb.  1913,16,50);  bespr.  von  W.  A. 
Bereudsohn,  Litbl.  35,386—388.  —  2.  W.  P.  Ker,  English 
literature  medieval  (vgl.  Jsb.  1913,16,51);  bespr.  Archiv  131, 
248—249. 

2.    Bibliographie. 

18.  Wilfrid  M.  Voynich,  Catalogue  of  early  works  on 
English  history,  literature  and  science.    1914. 

19.  Ar.  Esdaile,  A  list  of  English  tales  and  prose  romances 
printed  before  1740.  London,  Printed  for  the  bibliographical 
Society.  1912.  —  bespr.  von  R.  S.  Crane,  MLN.  29,45 — 49  und 
Tr.  Brie,  Anglia  beibl.  25,257—259. 

20.  M.  Eörster,  Der  Vercelli-codex  CXVII  nebst  abdruck 
einiger  ae.  homilien  der  hs.  s.  Festschrift  f.  L.  Morsbach,  oben 
nr.  19. 

21.  ß.  Wieners,  Zur  kritik  des  Cod.  Junius  XI.  diss. 
Bonn.     70  s. 

22.  W.  W.  Greg,  Facsimiles  of  twelve  early  English  mss. 
in  the  library  of  trinity  College,  Cambridge,  ed.  with  transcriptions. 
London,  H.'^Milford.    1914. 

23.  J.  M.  Booker,  A  middle  English  bibliography  —  dates, 
dialects  and  sources  of  the  XII,  XIII  and  XIV  Century  monu- 
ments  and  manuscripts,  exclusive  of  the  works  of  Wyclif,  Gower 
and  the  documents  in  the  London  dialect.  Heidelberg,  C.  Winter. 
1912.  —  bespr.  von  C.  Brown,  MLN.  29,153—156. 

3.    Landschaftliches. 

24.  Alma  Blount,  Intensive  studies  in  American  literature. 
New  York,  The  Macmillan  Company.  1914.  331  s.  —  das  buch 
zerfällt  in  zwei  teile,  einen  theoretischen  und  einen  induktiven, 
teil  I:  Rhetorical  introduction  befaßt  sich  mit  1.  einer  allgemeinen 
erörterung  über  den  begriff  literatur.  2.  Metrischen  fragen. 
3.  Melodie  und  harmonie.  4.  Der  satzform.  5.  Stil.  6.  Stil- 
figuren. 7.  Stilarten.  8.  Anspielungen.  9.  Gedanke  und  stil. 
10.  Der  frage,  wie  man  eine  literarische  leistung  studieren  soll, 
teil  II:  intensive  studies  bringt  die  anwendung  des  in  teil  I  aus- 
geführten auf  ausgewählte  stücke  aus  den  werken  von  11.  Irving, 
12.  Bryant.  13.  Poe.  14.  Longfellow.  15.  Whittier.  16.  Lowell. 
17.  Holmes.  18.  Hawthome.  19.  Lanier.  20.  Whitman.  21.  Emer- 
son,     ein    anhang    bringt    1.    eine    liste    von    90    aufsatzthemen. 


60  XVI.   Engliacbe  literatur. 

2.  Einen  auszug  aus  Forman's  Greater  Love  nach  Harper's  Maga- 
zine 1908.  S.Addison:  Thoughts  in  Westminster  Abbey.  19  illustra- 
tionen  sind  dem  werk  beigegeben,  die  freilich  nur  zum.  teil  im 
Zusammenhang  mit.  den  im  buch  behandelten  gegenständen  stehen^ 
reichliche  literaturangaben  und  winke  zur  Vertiefung  machen  das 
buch  zu  einem  nützlichen  ratgeber  für  den  studierenden. 

25.  Br.  Matthews,  Einführung  in  die  amerikanische  lite- 
ratur.    Berlin,  Weidmann.    1914. 

26.  D.  J.  O'Donoghue,  The  poetsof  Ireland;  a  biographical 
dictionary  of  Irish  writers  of  English  verse.  New  York,  Oxford 
university  press..    1914.     508  s. 

27.  Schon  früher  besprochen:  Will.  B.  Cairns,  A  history 
of  American  literature  (vgl.  Jsb.  1913,16,18);  bespr.  von  G.  E. 
Hadow,  MLR.  9,398—400. 

4.    Einzelne  gattungen. 
a)  Lyrik. 

28.  Fr.  A.  Patterson,  The  middle  English  penitential  lyric, 
New  York,  Columbia  Univ.  press.  1911.  IX, 203  s.  —  bespr.  von 
Fr.  M.  Padelford,  JEGPhil.   13,624—628. 

29.  G.  Saintsbury,  The  historical  character  of  English 
lyric.  London,  Frowde.  1912.  —  bespr.  Fl.  Delattre,  Rev.  germ. 
10,376—377. 

30.  E.  Rhys,  Lyric  poetry.  London,  Dent  &  sons.  1913. 
—  bespr.  von  S.  C.  Chew,  MLN.  29,173—178. 

31.  Geschichte  des  engl,  lyrischen  verses  in  Th.  W.  Hunt, 
English  literary  miscellany  (s.  oben  nr.   19),  1,3. 

32.  E.  Sieper,  Die  altenglische  elegie.  Straßburg,  K.  J. 
Trübner.    1914. 

33.  Th.  Wright,  The  lives  of  the  British  hymn- writers : 
vol.  ni.  Isaac  Watts  and  contemporary  hymn-writers.  London, 
Farncombe.    1914. 

34.  Schon  früher  besprochen:  1.  F.  E.  Schelling,  The 
EngUsh  lyric  (vgl.  Jsb.  1913,16,22);  bespr.  von  S.  C.  Chew, 
MLN.  29,173—179.  —  2.  E.  B.  Reed,  English  lyrical  poetry 
(vgl.  Jsb.  1913,16,26,2);  bespr.  von  S.  C.  Chew,  MLN.  29, 
173—178  und  von  Fl.  Delattre,  Rev.  germ.   10,376—377. 

h)  Sprachdichtung. 

35.  C.  Williams  Blanche,  Gnomic  poetry  in  Anglo-Saxon. 
ed.  with  introduction,  notes  and  glossary.  New  York,  Columbia 
Univ.    press.    1914.      171   s.  —  das    buch    zerfällt    in    zwei    teile: 


XVI.   A.  Literaturgeschich t«.  gl 

1.  eine  umfängliche  einleitung  auf  82  Seiten,  in  der  die  geschichte 
der  Spruchliteratur  in  weitem  umfang  behandelt  wird,  bei  Griechen, 
lüdern,  Persern,  Germanen,  von  germ.  denkmälern  werden  die 
Germania  des  Tacitus,  das  runenlied,  die  Edda,  Beowulf,  wanderer, 
Seefahrer  usw.  sowie  christl.  literatur  betrachtet,  von  s.  83  an 
werden  besonders  die  Exeter  und  Cotton  Sprüche  ins  äuge  gefaßt, 
deren  text  weiterhin  abgedruckt  und  mit  anmerkungen  und  einem 
glossar  versehen  wird. 

c)  Boman. 

36.  G.  Saintsbury,  The  English  novel.  London,  Dent  &  co. 
1913.  —  bespr.  v.  S.  C.  Chew  jr.,  MLN.  29,89—90. 

37.  E.  A.  Baker,  A  guide  to  historical  fiction.  London, 
Houtledge  &  sons.    1914.     582  s. 

d)  Sage. 

38.  The  song  of  the  V.  A.  D.  with  legends  of  Sussex  und 
■'Surrey,  old  and  rqw.  by  'commandment'.  London,  St.  Catherine 
press.    1914. 

e)  Drama. 

39.  F.  E.  Schelling,  The  English  drama.  London,  J.  M. 
Dent  &  sons.    1914. 

40.  G.  B.  Dutton,  Dramatic  Fashions  illustrated  in  six 
old  plays.     JEGPhil.   13,398—418. 

41.  J.  Palm  er  s,  The  comedyof  manners.  London,  Bell  &  sons. 
1913.  —  bespr.  von  M.  Förster,  JbdShG.  50,229—230. 

42.  J.  Palm  er,  The  comedy  of  manners.  New  York,  The 
Macmillan  Co.    1914.    (dasselbe  werk   wie  die  vorangehende  nr.?) 

43.  Notta  Syrett,  The  old  miracle  plays  of  England, 
illustrated.     new  ed.     London,  Mowbray.    1914.     126  s. 

44.  W.  Roy  Mackenzie,  The  English  moralities  from  the 
point  of  view  of  allegory.     Boston,   Ginn  &  co.    1914. 

45.  H.  Craig,  The  Corpus  Christi  procession  and  the  Corpus 
Christi  play.     JEGPhil.  13,589—602. 

46.  0.  Spaar,  Prolog  und  epilog  im  mittelalterlichen  engl, 
drama.     diss.     Gießen.     81  s. 

47.  W.  W.  Greg,  Bibliographical  and  textual  problems  of 
the  English  miracle  circles.     London,  Moring.    1914. 

48.  B.  Cron,  Zur  entwicklungsgeschichte  der  engl,  misterien 
alten  testaments.     diss.     Marburg.     121   s. 

49.  Ch.  W.  Wallace,  The  first  London  theatre.  materials 
f'or  a  history.     univ.  studies.     Lincoln,  Nebr.    1914. 


62  XVI.    Englische  literatur. 

fj  TheatergescMchte. 
5Ü.     Ch.  C.   Stopes,    The   debt   the   English    stage    owes    to' 
the  Burbages.     Archiv   131,155 — 161. 

51.  Th.  Sh.  Graves,  The  court  and  the  London  theatres 
during  the  reign  of  Elizabeth,  diss.  the  university  of  Chicago. 
Menasha  Wisc,  G.  Banta  Publishing  Co.    1914. 

52.  T.  S.  Graves,  The  origin  of  the  Custom  of  Sitting  on 
the  stage.     JEGPhil.  13,104—109 

53.  T.  S.  Graves,  The  political  use  of  the  stage  during 
the  reign  of  James  I.     Anglia  38,137 — 156. 

54.  Schon  früher  besprochen:  W.  J.  Lawrence,  Elizabethan 
playhouse  (vgl.  Jsb.  1912,16,75);  bespr.  von  J.  Quincy  Adams  jr., 
JEGPhil.   13,356—361. 

g)  Balladen. 

55.  Frank  Egb.  Bryant,  A  history  of  English  fcalladry  and 
other  studies.  Boston,  Badger.  1913.  443  s.  —  bespr.  Archiv 
131,250. 

56.  English  and  Scottish  populär  ballads  edited  from  the 
collection  of  Francis  James  Child  and  others.  Cambridge  edition. 
London,  D.  Nutt.    1914. 

57.  A.  Wirth,  Tod  und  grab  in  der  schottisch-englischen 
volksballade.  Jahresber.  des  Karlsrealgymnasiums  zu  Bernburg 
1914.  —  bespr.  von  0.  Glöde,  ZfrenglU.  13,471—472. 

58.  J.  R.  Moore,  Ommission  of  the  central  action  in  Eng- 
lish ballads.     Modern  philology   11,391—406. 

59.  K.  Ehrke,  Das  geistermotiv  in  den  schottisch-englischen 
volksballaden.  ein  beitrag  zur  geschichte  der  Volksdichtung,  diss. 
Marburg  a.  L.  1914.  119  s.  —  vf.  zerlegt  seine  arbeit  in  einen 
analytischen  und  einen  synthetischen  teil,  im  ersten  behandelt  er 
11  geisterballaden  nach  inhalt,  Überlieferung,  motiven,  einfluß  auf 
die  kunstdichtung;  im  zweiten  teil  faßt  er  die  ergebnisse  zusammen 
unter  den  Überschriften:  1.  Die  geisterweit  bei  Kelten,  Skandinaviern 
und  Schotten.  2.  Heidnisch-germ.  und  christl.-kath.  Weltanschauung, 
3.  Stil  und  komposition  in  den  geisterballaden.  4.  Das  trägt  die 
Untersuchung  zur  lösung  der  allgemeinen  balladenprobleme  bei?  — 
für  seine  bemerkungen  über  kelt.  Volksglauben  hätte  vf.  das  buch 
von  G.  Henderson,  Survival  in  belief  among  the  Celts  mit  nutzen 
verwerten  können,  dann  wäre  sein  urteil  über  diesen  punkt  wohl 
anders  ausgefallen. 

60.  R.  S.  Forsythe,  Modern  imitations  of  the  populär 
bailad.     JEGPhil.  13,88—97. 

61.  W.  Bolle,  Forbes'  'Songs  and  fancies',  das  erste  in 
Schottland   gedruckte    Liederbuch.      Archiv  131,320—333.    —    die 


XV.  A.  Literaturgeschichte.  63 

Sammlung,  die  meist  Forbes'  (des  Verlegers)  cantus  genannt  wird, 
erschien  in  drei  ausgaben:  1662,  1665,  1682,  die  in  der  zahl  und 
auswahl  der  lieder  nicht  ganz  übereinstimmen,  über  herausgeber 
und  Verleger,  die  lieder  und  ihre  quellen,  die  dichter  und  den  text 
werden  Untersuchungen  angestellt. 

62.  W.  Bolle,  Forbes'  'Songs  and  fancies',  das  erste  in 
Schottland  gedruckte  liederbuch.  (fortsetzung.)  Archiv  132,36 — 65 
(schluß),  ebd.  281 — 300.  —  vf.  bringt  die  35  lieder  zum  abdruck. 
bei  jedem  sind  die  quellen  sowie  die  textvarianten  angegeben. 

63.  The  songs  of  the  Ettrick  shepherd.  London,  Foulis. 
1914.     158  s. 

64.  B.  Neuendorff,  Nachklänge  des  'nußbraunen  mädchens'. 
Archiv  132,139—141. 

5.    Einzelne  Stoffe. 

65.  J.  Kirchhoff,  Zur  geschichte  der  Karlssage  in  der 
engl,  literatur  des  mittelalters,     diss.     Marburg  1914.      87   s, 

66.  K.  Sandkühler,  Der  drachenkampf  des  hl,  Georg  in 
englischer  legende  und  dichtung  vom  14.  bis  16.  jahrh.  Wiss. 
beil.  zum  jsb.  progymn.  Pasing.  1913.  119  s.  (vgl.  Jsb.  1913, 
16,33.)  —  die  vorliegende  abhandlung  bildet  einen  ausschnitt  aus 
einem  geplanten  größeren  werke:  Drachenkämpfe  in  engl,  sage  iind 
dichtung.  durch  die  bedeutung,  die  dem  Schutzpatron  Englands 
auch  in  der  dichtung  zukommt,  rechtfertigt  es  sich,  daß  vf.  gerade 
die  aut  ihn  bezüglichen  dichtungen  zuerst  betrachtet,  er  tut  es 
in  10  abschnitten,  die  sich  mit  lat.,  me.  und  ne.  bearbeitungen  der 
legende  befassen,  darunter  die  von  Lydgate  und  Spenser.  die 
Schrift  ist  ein  gut  orientierender  beitrag  zur  engl,  literaturgeschichte. 

67.  Fr,  Funk,  Die  englischen  Hannibaldramatisierungen  mit 
berücksichtigung  der  bearbeitungen  des  Stoffs  in  den  übrigen  lite- 
raturen.     diss.     München.     85  s. 

68.  E.  Koeppel,  Zu  'Amor  und  Psyche  in  England'.  Archiv 
131,161—163. 

69.  J,  Blaß,  Die  entwicklung  der  figur  des  gedungenen 
mörders  im  älteren  engl,  drama  bis  Shakespeare,    diss.  Gießen.    77  s. 

70.  H.  Detlefsen,  Die  namengebung  in  den  dramen  der 
Vorläufer  Shakespeares,     diss.     Kiel.     60  s. 

71.  R.  M.  Alden,  The  use  of  comic  material  in  the  tragedy 
of  Shakespeare    and   his   contemporaries.      JEGPhil.  13,281 — 298. 

72.  Schon  früher  verzeichnet:  1.  W.  H.  Schofield,  Chivalry 
in  English  literature  (vgl.  Jsb.  1913,16,8);  bespr.  von  R.  Acker- 
mann, Litbl.  35,283—284.  —  2.  Jul.  Wirl,  Orpheus  in  der 
engl,  literatur  (vgl.  Jsb.   1913,16,61);  bespr.  von  Fr,  Jung,  Litbl. 


64  XVI.    Englische  literatur. 

35,58—59;  von  J.  Ellinger,  ZföG.  65,50—551  und  Arch.  132, 
239 — 240.  —  3.  K.  Borchers,  Die  Jagd  in  den  me.  romanzen 
(vgl.  Jsb.  1913,16,58);  bespr.  von  J.  Mafik,  Anglia  beibl.  25,141. 
—  4.  Frank  A3'delotte,  Elizabethan  rogues  and  vagabonds  (vgl. 
Jsb.  1913,16,62);  bespr.  von  M.  Förster,  JbdShG.  50,226—227 
und  von  F.  P.  Wilson,  MLR.  9,391—394. 

6.    Auswärtige  beziehungen. 

73.  W.  F.  Trench,  An  inaugural  lecture  entitled:  An  intro- 
duction  to  the  stud}'^  of  renaissance  in  its  relation  to  English  lite- 
rature.  delivered  in  Trinity  College  3d  febr.  1914.  31  s.  London, 
Hodge,  Figgis  &  co. 

74.  Gr.  Waterhouse,  The  literar}-  relations  of  England  and 
German}'  in  the  sevententh  centurJ^  Cambridge,  University  press. 
1914.  XX  u.  190  s.  —  vf.  benutzte  bei  einem  teil  seines  buches  die 
vorarbeiten  deutscher  gelehrter;  bei  anderen  teilen  lagen  solche 
nicht  vor.  das  buch  zerfällt  in  14  kapitel:  1.  Early  IVavellers 
(vgl.  nr.  90  dieses  berichts).  2.  Earlier  lyrical  poetry.  3.  Sid- 
ney's  'Arcadia'  in  Germany.  4.  The  latin  novel.  5.  The  epigram. 
6.  History  in  literature.  7.  English  philosophers  in  Germany. 
8.  The  theologians.  9.  Later  travellers.  10.  The  Awakening  of 
Germany  and  the  Growth  of  English  influence.  11.  Later  lyrics. 
12.  Later  satire.  13.  Milton  in  Germany.  14.  Conclusion.  3  appen- 
dices.  index,  während  im  16.  jahrh.  der  deutsche  einfluß  auf 
England  durch  die  reformation  vorwiegt,  hat  sich  das  Verhältnis 
im  18.  jahrh.  umgekehrt,  dazwischen  liegt  die  im  vorliegenden  werk 
behandelte  zeit,  in  der  die  deutsche  literatur  daniederliegt,  ihren 
einfluß  auf  England  vervor,  so  daß  der  konnex  zwischen  beiden 
ländern  verloren  ging,  der  erst  am  ende  des  Zeitraums  wieder  an- 
geknüpft wurde.  Deutschland  steht  unter  der  einwirkung  der 
ital.,  Span.,  franz.  und  holl.  lit. ;  ihnen  gegenüber  trat  England  in 
den  hintergrund.  mit  der  Übersetzung  von  Milton's  Paradise  Lost 
(1680)  setzt  der  Umschwung  ein,  der  in  Klopstock  einen  höhe- 
punkt  erreicht,  der  anhang  A  gibt  ausführliche  literarische  nach- 
weise für  die  einzelnen  kapitel.  —  bespr.  Athenaeum  1914,11,144. 

75.  Schon  früher  verzeichnet:  1.  G.  S.  Gordon,  English 
literature  and  the  classics  (vgl.  Jsb.  1912,16,120  und  1913,16,68,1); 
bespr.  von  E.  Wolff,  Wschr.  31,1038—1043.  —  2.  W.  Wodick, 
Jakob  Ayrers  dramen  (vgl.  Jsb.  1912,16,65);  bespr.  von  W.  Stamm- 
ler, ZfdU.  28,132—133.  —  3.  S.  L.  Wolff,  The  Greek  romances 
(vgl.  Jsb.  1912,16,123);  bespr.  von  A.  J.  Tieje,  JEGPhil  13, 
482—487. 


XVI.   A.  Literaturgeschichte.  65 

7.    Stilistik. 

76.  Th.  MacDonagh,  Thomas  Campion  and  the  art  of 
English  poetry.  Dublin  1913.  —  bespr.  von  Fl.  Delattre,  Rev. 
germ.  10,508. 

77.  R.  P.  Corl,  The  theory  of  poetry  in  England,  its  develop- 
ment  in  doctrines  and  ideas  from  the  IGth  Century  to  the  19th  Cen- 
tury. London,  Macmillan  &  co.  1914.  —  bietet  eine  auslese 
aus  Schriftstellern  über  dichtkunst  und  literatur.  —  bespr.  Athe- 
naeum  1914,11,244—245. 

8.    Kritik. 

78.  J.  E.  8  p  in  gar  n,  A  note  on  dramatic  ci-iticism  s.  u. 
Essays  and  studies  usw.     oben  nr.   14. 

79.  A.  J.  Tieje,  The  critical  heritage  of  fiction  in  1579. 
ESt.  47,415 — 448.  —  vf.  betrachtet  zunächst  die  typen  der 
renaissance-prosadichtung  bis  1579:  Unterhaltung,  erbauung,  be- 
lehrung,  lebensbeschreibung,  erregung  und  wendet  sich  dann  zu 
den  Stilmitteln,  mit  denen  diese  ziele  erreicht  wurden:  berufung 
auf  autoritäten,  abwendung  von  traditionellen  phrasen,  aus- 
schmückende darstellung.  die  begründenden  noten  sind  ans  ende 
des  aufsatzes  verwiesen. 

80.  Schon  früher  verzeichnet:  G.  M.  Miller,  The  historical 
point  of  view  in  English  literary  criticism  (vgl.  Jsb.  1912,16,252); 
bespr.  von  Fr.  Jung,  Litbl.  .34,400—401. 

9.  Kulturgeschichtliches. 
84.  J.  Müller,  Das  kulturbild  des  Beowulfepos.  Stud.  z. 
engl,  phil.,  hrsg.  von  L.  Morsbach  53.  Halle,  Max  Niemeyer. 
1914.  88  s.  —  das  werk  zerfällt  in  zwei  teile:  1.  Darstellung 
des  kulturbilds  und  2.  Kritische  Untersuchungen,  der  1.  teil  zer- 
fällt in  die  kapitel:  1.  Königtum  und  gefolgschaft.  2.  Kampf 
und  krieg.  3.  Recht.  4.  Ethos  und  Seelenleben.  5.  Christentum 
und  heidentum.  6.  Die  materielle  kultur.  7.  Sport  und  Ver- 
gnügungen, dieser  teil  stellt  eine  Sammlung  der  kulturgeschicht- 
lichen angaben  im  Beowulflied  dar.  im  2.  teil  wird  geprüft,  ob 
die  dichtung  ae.  oder  skand.  kultur  schildert  und  die  frage  nach 
der  geschichtlichen  Wahrheit  des  kulturbildes  erörtert,  das  kultur- 
bild glaubt  vf.  als  wesentlich  ae,  erwiesen  zu  haben,  wenn  auch 
England  und  der  Norden  sich  noch  in  vielen  beziehungen  gleichen, 
da  die  einzelnen  germanischen  Völker  in  der  frühen  zeit  vor  700 
noch  wenig  auseinandergewachsen  waren,  wo  sich  jedoch  ae.  und 
Jahresbericht  für  germanische  philologie.  XXXYI.   (1914.)   II.  Teil.         5 


QQ  XVI.   Englische  literatur. 

skand.  kultur  voneinander  scheiden  —  bei  der  Salbung  des  königs, 
bei  der  religion  und  beim  ethos  — ,  da  entspricht  die  schildei'ung 
des  Beowulf  den  ao.  Verhältnissen. 

85.  Margarete  Rösler,  Erziehung  in  England  vor  der  nor- 
mannischen eroberung.  ESt.  48,1 — 114.  —  1.  Weltliche  erziehung 
der  Angelsachsen.  2.  Geistliche  erziehung:  Jona  und  Lindisfarne, 
Malmesbury,  Wearmouth  und  Yarrow,  St.  Augustine  bei  Canterbury, 
frauenklöster,  kathederschule  zu  York,  die  klöster  zur  zeit  der 
Benediktinerreform. 

86.  P.  H,  Boyntou,  London  in  English  literature.  Chicago 
(111.)  o.  J.,  The  university  of  Chicago  press.  346  s.  —  vf.  will 
eine  Vorstellung  der  atmosphäre  des  geistigen  Londons  in  den  ver- 
schiedenen literarischen  epochen  geben  und  die  stellen  schildern, 
wo  sich  das  interesse  der  aufeinander  folgenden  generationeu 
konzentrierte,  eine  reichliche  auswahl  älterer  und  neuerer  radie- 
rungen  und  Photographien  (38  an  der  zahl)  sollen  diesen  zweck 
unterstützen,  das  buch  verfällt  in  10  kapitel,  die  London  zur  zeit 
Chaucers,  Shakespeares,  Miltons,  Drydens,  Addisons,  Johnsons, 
Lamb  und  Byrons,  Dickens,  Viktorias  und  in  der  gegenwart 
schildern,  im  anhang  werden  eine  anzahl  werke  charakterisiert, 
in  denen  Londoner  örtlichkeiten  vorkommen,  den  Schluß  des  buches 
bildet  ein  reichlicher  index  der  darin  vorkommenden  personen-, 
sti'aßen-,  häuser-  usw.  namen.  —  bespr.  NQ.  11.  ser.  9,59  und 
Arch.  132,240—241. 

87.  J.  Routh,  The  purpose  of  art  as  conceived  in  English 
literary  criticism  of  the  16th  and  17th  centuries.   ESt.  48,124 — 144. 

88.  G.  B.  Brown,  Anglo-Saxon  art  and  industry  in  the 
Pagan  period.     vol.  3  and  4.     London,  John  Murray.    1914. 

89.  R.  Taylor,  The  political  prophecy  in  England.  (Columbia 
universit}'-  studies  in  English.)  New  York  1911.  —  bespr.  von 
H.  T.  Price,  Anglia  beibl.  25,49— .50. 

90.  W.  Dibelius,  Englische  berichte  über  Hamburg  und 
Xorddeutschland  aus  dem  16.  bis  18,  Jahrhundert.  Zs.  d.  ver.  f. 
Hamburgische  geschichte  19,51 — 82.  —  im  mittelalter  ist  Deutsch- 
land für  die  Engländer  ein  im  wesentlichen  unbekanntes  land;  die 
Vermittlung  zwischen  beiden  bildete,  wie  noch  heute  in  vieler  hin- 
sieht, Prankreich,  das  bild  ändert  sich  erst  mit  der  reformation: 
Roger  Ascham  kommt  1551  nach  Augsburg,  Coryat  und  Henry 
Wotton  nach  Heidelberg,  aber  in  der  hauptsache  ist  Deutschland 
noch  immer  das  land  der  seltsamen,  ungeheuerlichen  ereignisse; 
daneben  geht  bis  in  die  neueste  zeit  die  Vorstellung  von  dem  selt- 
sam tiefen,  wunderbar  mystischen  im  deutschen  Charakter.    Deutsch- 


XVL   ß.  Altenglische  denkmäler.  67 

land  wird  aber  als  tief  unter  dem  englischen  niveau  stehend  an- 
gesehen; deutsche  kleinstaaterei,  titelsucht,  Völlerei  werden  ver- 
spottet, die  kleineren  höfe  kommen  tneist  schlecht  weg,  gerühmt 
wird  dagegen  (schon  1749!)  der  Berliner  hof  und  der  preußische 
Staat,  dem  allgemeinen  bild  von  Deutschland  fügt  sich  das  von 
Hamburg  an;  charakteristische  züge  sind  in  den  berichten  nur 
spärlich  vertreten. 

B.  Altenglische  denkmäler. 

a)  Sammehverke. 

91.  C.  W.  M.  Grein,  Sprachschatz  der  ags.  dichter,  neu 
hrsg.  von  J.  J.  Köhler,  lief.  12  (schluß  des  werks).  Heidelberg, 
C.  Winter.    1914. 

92.  Schon  früher  verzeichnet:  1.  M.  Förster,  Altengl,  lese- 
buch  (vgl.  Jsb.  1913,16,78);  bespr.  von  M,  Dyboski,  Allg  Litbl. 
23,236  und  von  Fr.  Klaeber,  Anglia  beibl.  25,294—296.  — 
2.  Rud.  Brotanek,  Texte  und  Untersuchungen  zur  ae.  literatur 
(vgl.  Jsb.  1913,16,87);  bespr.  von  B.  Neuendorff,  Cbl.  64,1611. 

b)  Einzelne  denkmäler. 

Aelfric.  93.  B.  Fehr,  Die  hirtenbriefe  Aelfrics  in  alt- 
englischer  und  lateinischer  fassung.  hrsg.  und  mit  Übersetzung 
und  einleitung  versehen.  =  Bibl.  d.  ags.  prosa  X.  Hamburg, 
Henri  Grand.  1914.  CXXVI  u.  209  s.  —  die  sehr  ausführliche 
einleitung  (teil  1)  behandelt  zunächst  die  einrichtung  der  vor- 
liegenden ausgäbe,  gibt  ein  Verzeichnis  der  hss.  und  der  ausgaben 
der  hirtenbriefe  bis  1900,  behandelt  ihre  entstehungsgeschichte 
und  abfassungszeit,  die  handschriftenverhältnisse  im  allgemeinen, 
die  Sonderstellung  der  fassung  D  von  brief  II,  die  quellen,  der 
2.  teil  bringt  die  texte:  l.  ae.  brief,  1.  lat.  brief;  2.  lat.  brief,  2.  ae. 
brief;  3.  ae.  brief,  einen  bisher  unbekannten  lat.  brief  und  in  acht 
anhängen  verschiedene  kleinere  ae.  fragmente  und  lat.  texte,  eine 
abhandlung  über  die  Interpunktion  der  ae.  briefe,  eine  konkordanz 
zwischen  der  vorliegenden  und  Thorpes  ausgäbe,  endlich  Ver- 
besserungen und  nachtrage  zu  den  texten,  die  auswahl  der  dem 
diplomatischen  abdruck  zugrunde  gelegten  texte  ist  verschieden- 
artig je  nach  der  gute  der  hs.,  zuweilen  z.  beim  2.  ae.  brief  sind 
drei  fassungen  nebeneinander  gedruckt,  insoweit  ein  bestimmter 
text  zugrunde  gelegt  ist  (zumeist  0,  d.  h.  die  Parkerhs.  des  Cam- 
bridge Corpus  Christi  College  190),  sind  in  noten  die  Varianten 
der  andern  hss.  gegeben,  besonderes  gewicht  wurde  auf  die  in 
den  noten  enthaltenen  quellennachweise  gelegt. 

5* 


68  XVI.    Englische  literatur. 

Alleren  Riwle.  94.  G.  C.  Macaulay,  The  'Ancren  Riwle*. 
MLR.  9,63—78.  145—160.  309—331. 

95.  Schon  früher  verzeichnet:  TheRecluse.  a  fourteenth  Cen- 
tury Version  of  the  Ancren  Riwle  (vgl.  Jsb.  1911,16,194);  bespr. 
von  B.  Fahr,  Anglia  beibl.  25,75. 

Beowulf.  96.  Beowulf,  edited  with  introduction,  notes, 
glossary  and  appendices  by  W.  J.  Sedgefield.  2nd  ed.  (Publi- 
cations  of  the  university  of  Manchester,  Engl,  series  nr.  II.)  Man- 
chester 1913.  —  zur  1.  aufl.  vgl.  Jsb.  1912,16,190;  bespr.  von 
Fr.  Klaeber,  AngHa  beibl.  25,166—168. 

97.  A.  J.  Wyatt,  Beowulf  with  the  Finnsburg  fragmenti 
new.  ed.  with  4  facsimiles.  London,  Cambridge  University 
press.    1914. 

98.  H.  Gering,  Beowulf  nebst  dem  Finnsburg-frugment. 
übersetzt  und  erläutert.  2.  aufl.  Heidelberg,  C.  Winter.  1914. 
XV,123  s. 

99.  The  story  of  Beowulf.  translated  from  Anglo-Saxon 
into  Modern  English  prose  by  E.  J.  B.  Kirtlan.  London,  C.  H. 
Kelly.    1914.     212  s. 

100.  M.  Deuts chbein,  Beowulf  der  Gautenkönig,  s.  Fest- 
schrift für  Lorenz  Morsbach,  oben  nr.   15. 

101.  0.  L.  Olson,  'Beowulf  and  'The  feast  of  Bricrin'. 
MPhil.  11,407—427. 

102.  E.  J.  B.  Kirtlan,  The  story  of  Beowulf.  London, 
Kelly.    1914.  —  bespr.  Athenaeum  1914,11,71. 

1©3.  Schon  früher  verzeichnet:  1.  H.  Pierquin,  Le  poeme 
Anglo-Saxon  de  Beowulf  (vgl.  Jsb.  1912,16,184  u.  1913,16,102,5); 
bespr  von  -tz-,  Cbl.  65,444 — 445.  —  2.  Beowulf.  mit  ausführlichem 
glossar,  hrsg.  von  M.  Heyne  (vgl.  Jsb.  1913^16,102,1);  bespr.  von 
A.  Olrik,  NTfFil.  4.  r.  2,128.  —  3.  Knut  Stjerna,  Essays  on 
questions  connected  with  Beowulf  (vgl.  Jsb.  1913,16,102,6);  bespr. 
Arch.  132,239—239;  von  Fr.  Klaeber,  JEGPhil.  13,167-173 
und  A.  Olrik,  NTfFil.  4.  r.  2,127—128.  —  4.  R.  C.  Boer,  Die 
ae.  heldendichtung.  bd.  1:  Beowulf  (vgl.  Jsb.  1912,16,182);  bespr. 
von  W.  A.  Berendsohn,  Litbl.  35,152—154. 

Christ  and  Satan.  104.  Th.  Frings,  Christ  and  Satan. 
ZfdPh.  45,216—236. 

105.  S.  Moore,  Notes  on  the  Cid  English  Christ.  Archiv 
131,311—314. 

Deor.  106.  Svet.  Stefanovic,  Zur  dritten  strophe  des 
'Deor'.     Anglia  37,533 — 538.    —    gegen   Fr   Tupper  jr.,    Anglia 


XVI.   B.  Altenglische  denkmäler.  69 

37,118—124   (vgl.  Jsb.  1913,16,110)  und  MPhil.  okt.  1911    (vgl. 
Jsb.  1911,16,178)  wird  der  text  als  einwandfrei  nachgewiesen. 

Genesis  A.  107.  F.  Holthausen,  Die  ältere  Genesis,  mit 
einleitung,  anmerkungen,  glossar  und  der  lat.  quelle.  Heidelberg, 
C.  Winter.    1914.     132  s. 

Genesis  B.  108.  Ft.  Klaeber,  Notizen  zur  jüngeren  Genesis. 
Anglia  37,539—542. 

109.  Schon  früher  verzeichnet:  Fr.  Klaeber,  The  later 
Genesis  (vgl.  Jsb.  1913,16,113);  bespr.  von  E.  Björkman,  Anglia 
beibl.  25,202—203  undW.  W.  Lawrence,  JEGPhil.  13,144— 146 

Glossen.  110.  K.  Wildhagen,  Zum  Psalterium  Romanum 
in  England  und  zu  seinen  glossierungen,  s.  Festschrift  für  L.  Mors- 
bach, oben  nr.   15. 

111.  Schon  früher  verzeichnet:  0.  B.  Schlutter,  Das  epi- 
nales  und  Erfurter  glossar  (vgl.  Jsb.  1912,16,203);  bespr.  von 
J.  Delcourt,  Rev.  germ.  10,88 — 89  und  G.  Götz,  Idg.  anz.  33, 
13—14. 

Grave.  112.  Louise  Dudley,  'The  Grave'.  MPhil.  11, 
429—442. 

Guthlac.  113.  Schon  früher  verzeichnet:  Das  ags.  prosa- 
leben des  hl.  Guthlac  (vgl.  Jsb.  1909,16,166);  bespr.  Archiv 
131,249. 

Psalmen.  114.  U.  Lindelöf,  Der  Lambeth-psalter.  eine 
altenglische  interlinearversion  des  psalters  in  der  hs.  427  der  erz- 
bischöflichen Lambeth  Palace  Library.  IL  Beschreibung  und  ge- 
schichte  der  hs.  Verhältnis  der  glosse  zu  anderen  psalterversionen. 
bemerkungen  über  die  spräche  des  denkmals.  Acta  Societatis 
Scientiarum  Fennicae.  bd.  48,  nr.  3.  Helsingfors  1914.  4°.  104  s. 
—  im  anschluß  an  seine  ausgäbe  des  Lambeth-psalters:  I:  text 
und  glossar  (vgl.  Jsb.  1909,16,171),  gibt  vf.  im  vorliegenden  heft 
Äuf  15  Seiten  eine  eingehende  beschreibung  der  hs.,  bespricht  dann 
kurz  den  lat.  text  und  wendet  sich  im  hauptteil  des  heftes  zu- 
nächst zur  Charakterisierung  der  Lambethglosse  und  der  darstellung 
ihres  Verhältnisses  zu  den  übrigen  ae.  psalterglossen.  er  stellt  die 
fälle  zusammen,  wo  die  Lambethglosse  nicht  die  eigne,  sondern 
eine  sonst  bekannte  lat.  lesart  wiedergibt,  ferner  fälle  fehlerhafter 
Übersetzung  der  lat.  konstruktion.  er  betrachtet  die  doppelten 
und  mehrfachen  glossen  zu  demselben  lat.  wort  usw.  als  ergebnis 
kann  vf.  feststellen,  daß  die  Lambethglosse  sehr  selbständig  und 
reich  ist.  des  weiteren  behandelt  vf.  den  Wortschatz  und  wort- 
gebrauch des  Lambeth-psalters  und  gibt  bemerkungen  zur  lautlehr© 
und  flexionslehre. 


70  X^I-    Englische  literatvir. 

115.  M.  Förster,  Die  altenglischeu  beigaben  des  Lambeth- 
psalters.  Archiv  132,328 — 335.  —  nachtrag  zu  dem  in  U.  Linde- 
löf's  abdruck  (vgl,  Jsb.  1909,16,171)  gebotenen  text,  enthaltend 
3  gebete,  davon  2  in  lat.  spräche  mit  ae.  glossen,  die  hier  zum 
erstenmal  vollständig  abgedruckt  werden,  während  ein  ae.  gebet 
bereits  von  Logemann,  Anglia  11,103  veröffentlioht  ist.  zwei 
hagiologische  fragmente  (St.  Mildryd  und  St.  Seaxburh)  werden 
erneut  abgedruckt. 

Rätsel.  116.  B.  Schneider,  Satzbau  und  wertschätz  der 
ae.  rätsei  des  Exeterbuches.  ein  beitrag  zur  lösung  der  verfasser- 
frage,    diss.     Breslau  1914. 

117.  Mor.  Trautmann,  Die  zahl  der  ae.  rätsei.  Anglia 
beibl.  25,272—273. 

118.  Mor.  Trautmann,  Zu  den  lösungen  der  ae.  rätsei. 
AngUa  beibl.  25,273—279. 

119.  F.  Holthausen,  Nochmals  die  ae.  rätsei.  Anglia  38, 
77 — 82.  —  diese  fortsetzung  der  durch  Tuppers  neuausgabe  ver- 
anlaßten  textkritischen  bemerkungen  (vgl.  Anglia  35,165 — 177) 
beschäftigt  sich  mit  den  rätseln  1,  4,  5,  15,  32,  40,  49,  56,  60, 
64,  68,  71—73,  77—78,  81—84,  87—89,  91—94. 

120.  J.  H.  Kern,  Noch  einmal  zum  Leidener  rätsei.  Anglia 
38,261—265.  —  gegen  Schlutter  vgl.  Anglia  32,334  ff.,  516, 
33,452  ff.,  457  ff. 

121.  Mor.  Trautmann,  Die  quellen  der  ae.  rätsei.  Anglia 
38,349 — 354.  —  im  gegensatz  zu  Tupper,  der  ihm  den  einfluß 
der  vier  wichtigsten  lateinischen  Sammlungen  (Symposius,  Aldhelm, 
Tatwine,  Eusebius-Hwsetberht)  auf  die  Exeter-rätsel  zu  gering  ein- 
schätzt, und  zuPrehn,  der  für  nahezu  jedes  ae,  rätsei  eine  oder 
mehrere  lat.  quellen  nachweisen  zu  können  glaubt,  findet  vf.  die 
Wahrheit  auf  der  mittleren  linie.  zwar  lassen  sich  für  die  mehrzahl 
der  ae.  fassungen  lateinische  Vorbilder  nicht  nachweisen,  und  auch 
wo  das  gelingt,  zeigt  die  entlehnung  (von  den  übersetzten 
nummern  33  und  38  abgesehen)  größte  Selbständigkeit  in  der  form; 
aber  deshalb  ist  die  ae.  rätseldichtung  doch  durchaus  die  tochter 
der  lateinischen,  und  ohne  die  genannten  vier  Sammlungen  gäbe 
es  wohl  kein  einziges  der  Exeter-rätsel.  dagegen  habe  vf.  für 
ihre  abhängigkeit  von  den  Lorscher  und  Berner  Sammlungen  sowie 
von  der  des  Bonifatius  und  den  sogen.  Flores  Bedae  keinen 
sicheren  beleg  gefunden,  wenn  auch  gewisse  anklänge  nicht  zu 
leugnen  sind. 

122.  Mor.  Trautmann,  Sprache  und  versbau  der  ae.  rätsei. 
Anglia  38,355—364. 

123.  Mor.  Trautmann,  Zeit,  heimat  und  Verfasser  der  ae. 
rätsei.     Anglia  38,365—373. 


XVI.    C.  Mittelenglische  denkmäler.  71 

124.  Schon  früher  verzeichnet:  1.  Old  English  riddles.  ed. 
ty  A.  J.  Wyatt  (vgl.  Jsb.  1913,10,121,1);  bespr.  von  A.  R.. 
Skemp,  MLR.  9,400 — 402  und  Mor.  Trautmann,  Anglia  beibl. 
25,290—294.  —  2.  The  riddles of  the  Exeter  book.  ed. Fr.  Tupper 
(vgl.  Jsb.  1912,16,223);  bespr.  von  R.  W.  Chambers,  MLR.  9, 
271—273. 

Reimlied.  125.  F.  Holthausen,  Das  ae.  reimlied,  s.  Fest- 
schrii't  für  L.  Morsbach,  oben  nr.    15. 

Widsith.  12G.  A.  Anscombe,  'Widsith'  11.  4,5.  NQ.  11.  ser. 
9,161—162. 

127.  A.  Anscombe,  Wala  of  'Widsith'  and  'Valliarica© 
Insulae'.     NQ.   11.  ser.   10,8—9. 

128.  Schon  früher  verzeichnet:  R.  W.  Chambers,  Widsith 
(vgl.  Jsb.  1913,16,129);  bespr.  von  W.  A.  Berendsohn,  LitbL 
35,384—386  und  A.  Olrik,  NTfFil.  4.  r.   1,129—130. 

C.   Mittelenglische  denkmüler. 

aj  Smmnelausgahen. 

129.  Gr.  H.  MacKnight,  Middle  English  humorous  tales  in 
verse.  (The  Belles-Lettres-Series.  sect.  II.  Middle  English  lite- 
rature.)  Boston,  D.  C.  Heath  &  co.  LXXV,156  s.  —  bespr. 
Arch.  132,239. 

130.  Jessie  L.  Weston,  The  chief  middle  English  poems. 
newly  rendered  and  edited,  with  notes  and  bibliographical  references. 
Boston,  Houghton  Mifflin  Co.  o.  J.  (1914).  396  s.  —  vf.  hat 
die  übersetzten  texte  entweder  vollständig  oder  wenigstens  in  ge- 
schlossenen episoden  wiedergegeben;  sie  umfassen  alle  hauptzweige 
der  me.  literatur:  historische  und  legendarische  texte,  romane,  er- 
zählungen,  Sprichwörter  nnd  didaktisches,  religiöses  und  lyrisches, 
unter  den  historischen  texten  sind  Layamon  und  Barbour's  Bruce 
besonders  berücksichtigt,  erklärende  noten  und  eine  kleine  biblio- 
graphie  mit  hinweisen  für  Studenten  zur  weiteren  information  sind 
dem  buche  beigegeben. 

131.  K.  Brunner,  Hs.  Brit.  mus.  additional  31042.  Archiv 
32,316 — 327.  —  vf.  gibt  eine  neue  beschreibung  der  hs.  und  ver- 
öffentlicht einige  kleinere  me.  stücke  lyrischen  und  epischen  in- 
halts  vollständig. 

h)  Ein.zelausgahen. 
Bruce.      132.     Fr.  W.  Mühleisen,  Textkritische,  metrisch» 
und    grammatische    Untersuchungen   von   Barbour's   Bruce.     Bonn» 
C.  Georgi.    1913.    XVI,222  s.  —  bespr.  Archiv  131,494—495. 


73  XVI.    Englische  literatur. 

133.  M.  Macmillan,  Tlie  Bruce  of  Banuockburn:  being  a 
translation  of  the  greater  portion  of  Barbour's  Bruce.  Stirling, 
E.  Mackay,  o.  J.  (1914).  XXXIII  u.  275  s.  —  vf.  hat  seine 
Übersetzung  zum  GOOjälirigen  gedächtnis  der  berühmten  Schlacht 
veröffentlicht,  sie  ist  möglichst  wortgetreu  abgefaßt,  eine  ein- 
leitung  unterrichtet  über  das  leben  Barbours,  den  Inhalt,  die  stil- 
mittel,  die  spräche,  die  geschichtliche  treue  seines  werkes.  die 
Übersetzung  liest  sich  leicht,  wenn  sie  auch  infolge  der  gewollten 
nachahmung  der  Originalsprache  etwas  holprig  klingt.  einige 
noten  und  ein  index  der  in  der  dichtung  vorkommenden  eigen- 
namen  sind  dem  buche   beigegeben.  —  bespr.  NQ.   11.  ser.  9,499. 

Brunne.  134.  0.  B.  Schlutter,  Zu  Robert  Brunne,  'Hand- 
lyng  Synne  9863—9866'.     Anglia  38,251—254. 

Caxton.  135.  Caxton's  Mirrour  of  the  World,  ed.  by  Oliver 
H.  Prior.     London,  H.  Milford.    1914.     218  s. 

136.  J.  Munro,  The  history  of  Jason,  translated  from  the 
French  of  Raoul  le  Fevre  by  William  Caxton,  c.  1477.  the 
text.     208  8.     London,  H.  Milford.    1914. 

Charters.  137.  Mary  Caroline  Spalding,  The  middle  Eng- 
lish  Charters  of  Christ.  Bryn  Mawr  College  Monographs.  Mon. 
series  15.  Bryn  Mawr,  1914.  CXXIV  u.  104  s.  —  die  hier 
veröffentlichten  texte  sind  mit  zwei  ausnahmen  (Kent  Charter, 
KQ.  9.  ß.  8,240  und  Short  Charter,  Fairfax  text,  Archiv  106, 
69 — 70)  hier  zum  erstenmal  gedruckt,  der  eigenartige  literarische 
typus,  allegorische  dichtung  in  form  einer  Urkunde,  wird  vom  vf. 
in  einer  einführung  charakterisiert,  daran  schließt  sich  eine  dar- 
stellung  des  überlieferten  materials,  zwei  lat.  und  drei  engl,  texte : 
Carta  dei,  Short  Charter  und  Long  Charter,  letztere  in  drei 
fassungen.  abseits  stehen  die  Charter  of  Pardon  (Mercy),  die  im 
34.  kap.  der  Pylgrymage  of  the  Soul  (ed.  Caxton  1483)  steht 
nach  Furnivall  dem  dichter  Hoccleve  zugeschrieben  wird,  ferner 
zwei  andere  Pardons,  die  vf.  nicht  zugänglich  waren,  die  über- 
lieferten texte  werden  betrachtet,  die  geschichte  und  quellen  des 
Charter  beleuchtet  und  die  genauigkeit  der  interlinearversionen 
der  Short  und  Long  Charter  untersucht,  im  zweiten  teil  der  schrift 
werden  die  texte  abgedruckt  und  daran  schließen  sich  drei  an- 
hänge: einer  mit  beobachtungen  über  die  spräche  der  texte,  ein 
zweiter  mit  vier  kleineren  texten  (zwei  lat.  und  zwei  me.). 

Chaucer. 

a)  Biof/raphisches  und  allgemeines. 
138.     Grace   E.   Hadow,    Chaucer    and   his   times.      London, 
Williams    and    Norgate.     1914.      8^.      256    s.     —    in    7    kapiteln 


XVI.    C.  Mitteienglische  denkmäler.  73 

behandelt  vf. :  1.  Chaucer's  leben  und  Zeitalter.  2.  Cii.'s  werke. 
3.  Ch.'s  behandlunf^  seiner  quellen.  4.  Ch.'s  charak terzeich nung. 
ö.  Ch.'s  humor.  6.  Ch.'s  darstellungskunst.  6.  Einige  ansichten 
Ch.'s  von  menschen  und  dingen.     7.  Ch.'s  einfluß. 

139.  J.Koch,  Neuere  Chaucer-literatur.  ESt. 48,251— 281. — 
©ingehende  besprechungen  von  1 :  W.  S.  Cornick  and  K.  K.  Root, 
Specimen  extracts  from  the  nine  unprinted  mss.  of  Ohaucer's 
Troilus  and  from  Caxton's  and  Thynne's  Ist  editions.  London 
1914.  2.  J.  Koch,  A  detailed  comparison  of  the  8  mss.  of  Ch.'s 
Canterbury  tales.  London  1913.  3.  0.  F.  Emerson,  Poems  of 
Chaucer.  New  York  1911  und  4.  E.  Meyer,  Die  charakterzeich- 
nung  bei  Chaucer.    Halle   1913. 

140.  J.  Koch,  Nouere  beitrage  zur  Chaucer] iteratur  aus 
Amerika.  Anglia  beibl.  25,327 — 342.  —  vf  bespricht  1.  Fr.  T Up- 
per jr.,  Chaucer  and  the  seven  deadly  sins.  PMLAss.  29,93 — 128. 
2.  Drei  arbeiten  von  J.  Livingstone  Lowes  und  3.  Eünf  arbeiten 
von  J.  P.  S.  Tatlock. 

141.  Fr.  T Upper,  Chaucer  and  the  seven  deadly  sins. 
PMLAss.  29,93—128. 

142.  W.  G.  Dodd,  Courtly  love  in  Chaucer  and  Gower. 
Boston,  Ginn  &  co.    1913. 

143.  G.  H.  Campbell,  Chaucer's  prophecv  in  1586.  MLN. 
29,195—196. 

144.  E.  P.  Kühl,  Some  friends  of  Chaucer.  PMLAss.  29, 
1270—276. 

145.  J.  S.  P.  Tat  lock,  Chaucer's  retractations.  PMLAss. 
28,521—529. 

hj  Gesamtausgaben. 

146.  H.  N.  MacCracken,  The  College  Chaucer.  New  Haven, 
Yale  University  press.  1913.  713  s.  —  die  ausgäbe  will  in  dem 
umfang  eines  bandes  so  viel  von  Chaucer  geben,  daß  der  lehrer 
die  möglichkeit  einer  gewissen  auswahl  hat.  der  text  lehnt  sich 
möglichst  an  die  frühesten  und  besten  hss.  an.  statt  erklärender 
noten  ist  ein  umfangreicheres  glossar  gegeben,  das  auch  etymolo- 
gische erklärungen  bringt,  in  fußnoten  sind  gelegentlich  lesarten- 
variationen  verzeichnet,  neben  der  auswahl  aus  den  Canterbury 
tales  enthält  die  ausgäbe  auch  22  von  den  kleineren  gedichten. 
ein  anhang  gibt  winke  für  die  ausspräche  des  me.,  die  spräche 
Chaucer's  (deklination,  konjugation),  die  versformen,  einen  kurzen 
bericht  über  Chaucer's  leben  u.  dgl.  m.  das  glossar  am  schluß 
umfaßt  mehr  als  100  selten,    druck  und  ausstattung  sind  zu  loben. 

147.  J.  S.  P.  Tatlock  and  P.  Mackaye,  The  complete 
poetical    works   of   Geoffrey   Chaucer   now    first   put   into   modern 


74  XVI.    Englische  literatur. 

Englieh,     with    illustrations    by    W.    Goble.     London,    Macmillaa 
&  CO.    1914. 

c)  Canterbttry  tales. 

148.  John  Koch,  Geoffrey  Chaucer's  Canterbury  talea. 
nach  dem  Ellesmere  manuskript  mit  lesarten,  anmerkungen  und 
einem  glossar.  Engl,  textbibl.  ed.  J.  Hoops.  16.  Heidelberg;^ 
C.  Winter.  1915.  475  s,  —  die  einleitung  unterrichtet  über  die 
handschriftliche  Überlieferung,  die  drucke,  die  Chaucer  Society,  die 
entwicklung  der  C.  t.,  ihre  quellen,  die  ausgaben  und  die  ein- 
richtung  der  vorliegenden  ausgäbe,  daran  schließt  sich  der  te.xt 
mit  den  lesarten:  The  general  Prologue,  the  Knyghtes  tale,  the 
JVIilleres  tale,  the  Reues  tale,  the  Cokes  tale  usw.  bis  zu  25 : 
the  Parsouns  tale.  ein  anhang  gibt  längere  lat.  randglossen 
wieder,  den  schluß  des  werkes  bildet  das  ausführliche  glossar 
auf  55  zweispaltigen  seiten,  das  auch  texterläuterungen  bringt, 
aber  leicht  zu  deutende  Wörter  ausläßt.  —  vf.,  ein  gründlicher 
kenner  Chaucer's,  hat  seiner  ausgäbe  den  text  der  Ellesmere-bs. 
nach  Furnivall's  ausgäbe  mit  Elügel's  korrekturen  zugrunde  ge- 
legt; von  deren  lesarten  ist  er  nur  abgewichen,  wo  der  sinn  der 
stelle,  grammatik  oder  versbau  es  zu  verlangen  schien,  doch  sind 
die  änderungen  durch  kursiven  druck  hervorgehoben,  die  Ortho- 
graphie der  hs.  ist  möglichst  beibehalten. 

149.  G.  Chaucer,  I  racconti  di  Canterbury,  tradotti  e 
illustrati  da  Cino  Chiarini.    vol.  2.   Eirenze,  Sansoni,     LXXI,247  s. 

150.  J.  S.  P.  Tatlock,  Notes  on  Chaucer:  the  Canterbury 
tales.     MLN.  29,140—144. 

151.  J.  Koch,  Textkritische  bemerkungen  zu  Chaucer's 
Canterbury  tales.  ESt.  47,338 — 414.  —  vf.  gibt  hier  die  be- 
gründung  für  eine  anzahl  fälle,  wo  er  in  seiner  neuausgabe  der 
C.  t.  (vgl.  nr.   148)  von  den  früheren  herausgebern  abweicht. 

152.  M.  Förster,  Chauceriana  I.  1.  Die  nonnenkaplanin 
(me.  chapeleine).     Archiv  132,399—401. 

153.  Fr.  Tupper,  The  Pardoner's  Tavern.  JEGPhil.  13, 
553—565. 

154.  W.  H.  Williams,  'Palamon  and  Arcite'  and  the  'Knights 
tale'.     MLR.  9,161—172. 

155.  J.  L.  Lowes,  The  'Coroners  tM^o'  of  the  'Second  Nun'* 
tale':  a  supplementary  note.     PMLAss.  29,129 — 133. 

156.  W.  H.  Schofield,  The  Sea-battle  in  Chaucer's  Legend 
of  Cleopatra.     Kittredge  Anniversary  Papers.    1914. 

157.  B.  L.  Jefferaon,  Queen  Anne  and  Queen  Alcestis. 
JEGPhil.  13,434 — 443.  —  vf.  bekennt  sich  zu  der  schon  von  ten 
Brink  vertretenen,  aber  von  Lowes  (PMLAss.  19,593  ff.)  bekämpften, 


XVI.   C.  Mittelenglische  denkmäler.  75 

ansieht,  das  vorbild  der  Alcestis  in  Ch.'s  Prologue  of  the  legend 
of  good  women  sei  königin  Anna  gewesen,  insofern  als  er  züge 
von  beiden  in  der  fassung  B  wiederfinden  will,  während  in  der 
redaktion  A  die  erinnerung  an  königin  Anna  unterdrückt  sei. 

dj  Kleinere  Schriften. 

Parlement  of  foules.  158.  C.  M.  Drennan,  Chaucer. 
Parlement  of  foules.  with  an  introduction,  notes  and  glossary. 
London,  W.  B.  Clive,  University  tutorial  Press.  1914.  94  s.  — 
die  kleine  ausgäbe  bringt  in  einer  einleitung  angaben  über  Chau- 
cer's  leben  und  werke,  seinen  einfluß  auf  die  engl,  lit,,  abfassung, 
quellen,  versmaß  des  Parlement  of  foules,  die  spräche  und  den 
satzbau  Chaucer's.  daran  schließt  sich  der  text  der  dichtung  mit 
reichlichen  noten  und  einem  glossar. 

159.  J.  M.  Manly,  What  is  the  Parlement  of  foules?  s.  Fest- 
schrift für  L.  Morsbach  oben  nr.   15. 

160.  0.  F.  Emerson,  What  is  the  Parlement  of  foules? 
JEGPhil.  13,566—582. 

Boseuroman.  161.  Dean  Spruill  Fansler,  Chaucer  and 
the  Eoman  de  la  Rose.  New  York,  Columbia  University  press. 
1914.  269  s.  —  die  arbeit  befaßt  sich  in  sieben  kapiteln  mit  dem 
einfluß  des  Roman  de  la  Rose  auf  Chaucer's  lektüre,  seine  an- 
spielungen  auf  historische  und  legendarische  personen  und  orte, 
seine  mythologischen  anspielungen,  den  einfluß  des  R.  de  la  R. 
auf  Ch.'s  Stil,  Schilderungen  und  Situationen,  Sprichwörter,  den 
einfluß  des  R.  de  la  R.  auf  Ch.'s  philosophische  anschauungen.  — 
eine  einleitung  orientiert  über  die  bisherigen  forschungen  zu  dem 
behandelten  thema  und  gibt  vfs.  eignes  ziel  an;  in  einer  schluß- 
betrachtung  faßt  vf.  seine  ergebnisse  zusammen:  Ch.  hat  vor- 
nehmlich den  von  Jean  de  Meung  herrührenden  teil  des  R.  de  la  R. 
benutzt,  eine  bibliographie  und  indices  verschiedener  art  bilden 
den  Schluß  des  verdienstlichen  buches.  —  bespr.  von  E.  Koeppel, 
Anglia  beibl.  25,203—205. 

162.  H.  Lange,  Zur  datierung  de  me.  Rosenromanfrag- 
ments  A.  Anglia  38,477 — 490.  —  die  Übersetzung  des  A-frag- 
ments  des  Romaunt  of  the  Rose  muß  nach  dem  jähre  1377 
vollendet  worden  sein. 

HOUS  of  Farne.  163.  R.  Imelmaun,  Chaucer's  Haus  der 
Fama.  ESt.  45,397—431.  —  bespr.  von  J.  Koch,  Anglia  beibL 
25,82—84. 

Minor  Poems.  164.  J.  S.  P.  Tatlock,  Notes  on  Chaucer: 
Earlier  or  Minor  Poems.     MLN.  29,97—101. 


76  XVI.    Englische  literatur. 

e)  Grammatisches  unp  metrisches. 

165.  H.  Eitle,  Die  satzverknüpf ung  bei  Chaucer.  Angl. 
forsch.  44.     Heidelberg,  C.  Winter.    1914.     XVII,210  s. 

166.  Fr.  Klee,  Das  enjambement  bei  Chaucer.  diss. 
Halle.     70  s. 

167.  Schon  früher  verzeichnet:  1.  John  Koch,  A  detailed 
comparison  of  the  eight  mss.  of  Chaucer's  Canterbury  tales  (vgl. 
Jsb.  1913,16,145);  bespr.  von  C.  Hammond,  Anglia  beibl.  25, 
234 — 239.  —  2.  The  complete  works  of  Chaucer.  ed.  by  W.  W. 
Skeat  (vgl.  Jsb.  1913,16,160,1);  bespr.  von  H.  T.  Price,  Anglia 
beibl.  25,50.  —  3.  J,  R.  Hulbert,  Chaucer's  official  life  (vgl. 
Jsb.  1913,16,138);  bespr.  von  J.  Koch,  Anglia  beibl.  25,79—82 
und  Archiv  131,249 — 250.  —  4.  E.  Meyer,  Die  charakterzeich- 
nung  bei  Chaucer  (vgl.  Jsb.  1913,16,142);  bespr.  von  0.  Glöde, 
Litbl.  35,245 — 246.  —  5.  H.  Spies,  Chaucers  religiöse  grund- 
stimmuug  (vgl.  Jsb.  1913,16,150);  bespr.  von  J.  Koch,  Anglia 
beibl.  25,84—86. 

Drama.  168.  K.  Joung,  The  origin  of  the  Easter  play. 
PMLAss.  29,1—58. 

169.  Frances  A.  Fester,  The  north ern  Passion,  four 
parallel  texts  and  the  French  original.  London,  11.  Milford.  1914. 
'256  s. 

170.  F.  M.  Warren,  An  earlier  version  of  the  Roland 
miracle.     MLN.   29,3—4. 

171.  J.  K.  Bonnell,  The  source  in  art  of  the  so-called 
*Prophets  play'  in  the  Hegge   collection.     PMLAss.  29,327—340. 

172.  M.  H.  Dodds,  The  problem  of  the  'Ludus  Coventriae'. 
MLR.  9,79—91. 

173.  A.  Feuillerat,  An  unknown  protestant  morality  play. 
MLR.  9,94—96. 

Oawaiu.  174.  Sir  Gawayne  and  the  green  knight.  (I.  Text 
of  the  poem.)  re-edited  from  the  Cotton  ms.  Nero  A.  X.  in  the 
British  museum  by  R.  Morris,  revised  by  J.  Gollancz.  London, 
H.  Milford.    1914.     84  s. 

Gregorius.  175.  K.  Keller,  Die  mittelenglische  Gregorius- 
legende.  alt-  und  me.  texte.  6.  Heidelberg,  C.  Winter.  1914. 
XIV,195  s. 

Havelock.  176.  H.  Le  Sourd  Creek,  The  author  of  'Have- 
lock the  Dane'.  ESt.  48,193 — 212.  —  vf.  kommt  zum  ergebnis, 
daß:  'a  cleareyed,  kindly,  practical  man,  interested  in  common 
people,  thoroughly  patriotic,  very  religious  in  character,  if  not  in 
profession,  priest  rather  than  minstrel,  wrote  our  English  Havelock.' 


XVI.    C.  Mittelenglische  Denkmäler.  77 

Isunibras.  177.  C,  Brown,  A  passage  from  'Sir  Isumbras'. 
ESt.  48,329. 

Kinge's  Quair.  178.  A.  Lawson,  King's  Quair  and  the 
Quare  of  Jelusy  (vgl.  Jsb.  1910,16,226);  bespr.  von  B.  Fehr, 
Anglia  beibl.  25,38—40. 

Loveres  Slaladye.  179.  J.  L.  Lowes,  The  Loveres  Maladye 
of  Hereos.     MPbil.   11,491—546. 

Lnyamon.  180.  L.  Bartels,  Die  Zuverlässigkeit  der  hand- 
scbriften  von  Layamons  'Brut'  und  ihr  Verhältnis  zum  original. 
(Stud.  z.  engl.  phil.  51.)  Halle,  Max  Niemeyer.  1913.  96  s.  — 
bespr.  von  K.  Brunner,  ESt.  48,439 — 441  und  E.  Björkmann, 
Anglia  beibl.  25,296—302. 

Lydgate.  181.  H.  N.  MacCracken,  Lydgatiana.  Archiv 
131,40 — 63.  —  vf.  bringt  den  text  von  14  kurzen  religiösen  ge- 
dichten  des  15.  jahrhs.,  die  unter  Lydgate's  einfluß  entstanden 
sind,  ihre  Verfasser  sind  unbekannt  mit  ausnähme  von  The  live 
joys,  das  in  John  Shirley's  Ashmole  ms.  59  einer  'holy  ankaresse  of 
Mansfeld'  zugeschrieben  wird,  und  ABC  to  the  virgin,  das  mit 
John  Marrion  unterzeichnet  ist. 

182.  H.  Beutner,  Lydgate's  testament.  progr.  München 
1914.     58  s. 

183.  J.  Duschl,  Das  Sprichwort  bei  Lydgate  nebst  quellen 
und  parallelen,     diss.     München   1914.     99  s. 

184.  El.  Prescott  Hammond,  Poet  and  patron  in  the  'Fall 
of  princes':  Lydgate  and  Humphrey  of  Gloucester.  Anglia  38, 
121—136. 

Medicina  de  Qiiadrupedibus.  185.  J.  Delcourt,  Medicina 
de  Quadrupedibus.  an  early  me.  version,  with  introduction,  notes, 
translation  and  glossary  edited.  (Angl.  forsch,  heft  40.)  Heidel- 
berg, C.  Winter.  1914.  LI  u,  40  s.  —  bespr.  von  E.  Björk- 
mann,  ESt.  48,438—439. 

Merlin.  186.  E.  A.  Koch,  Merlin,  a  middle-English  me- 
trical  Version  of  a  French  romance.  by  Harry  Lovelich,  skinner 
and  Citizen  of  London  (about  1450  a.  d.).  ed.  with  introduction, 
notes  and  glossaries.    part.   2.    London,  H.  Milford.    1914.    212  s. 

Patience.  187.  Select  early  English  poems.  ed.  by  J.  Grol- 
lancz.  I.  Patience,  an  alliterative  Version  of  Jonah  by  the  poet 
of  Pearl,  with  preface,  notes,  glossary,  and  appendix  giving  the 
vulgate  text  of  Jonah,  together  with  the  Wicclifite  version  usw. 
London,  H.  Milford.  1914.  —  mit  dieser  ausgäbe  beginnt  eine 
neue  Sammlung  ae.  texte  zu  erscheinen.  6  bände  bilden  eine 
Serie,  preis  eines  bandes  2/6  s.;  einer  serie  10/6  s.  —  bespr. 
von  K.  Brunner,  Archiv  32,184—185;  Athenaeum  1914,11,71; 
J.  H.   G.  Grattan,  MLR.  9,403—405. 


78  XVI.    Englische  literatur. 

188.  S.  B.  Liljegren,  Has  the  poet  of  'Patience'  read  'De 
Jona'?    ESt.  48,337—341. 

189.  0.  F.  Emerson,  Two  notes  of  'Patience'.  MLN.  29, 
85—86. 

Perceyal.  190.  Schon  früher  verzeichnet:  Sir  Perceval  of 
Gales,  hrsg.  von  J.  Campion  u.  F.  Holthausen  (vgl.  Jsb.  1913, 
16,181);  bespr.  von  W.  Golther,  Litbl.  35,154—156  u.  W.  Förster, 
ZfromPhil.  38,116—119. 

Piers  Plowman.  191.  H.  S.  V.  Jones,  Imaginatif  in  Piers 
Plowman.     JEGPhil.  13,583—588. 

192.  S.  Moore,  Studies  in  Piers  the  Plowman.  MPhil.  12, 
19—50. 

Richard  Löwenherz.  193.  Schon  früher  verzeichnet: 
K.  Brunn  er,  Der  me.  versroman  über  Richard  Löwenherz  (vgl. 
Jsb.  1913,16,182);  bespr.  Academy  1914,1,202;  Archiv  134,494; 
V.  R.  Imelmann,  DLz.  35,2375—2379  und  M.  Förster,  Cbl.  65, 
480—481. 

D.   Neuenglische  denkmäler. 

Allot.  194.  Englands  Parnassus.  compiled  by  Rob.  Allot, 
1600.  ed.  from  the  original  text  etc.  by  Ch.  Crawford.  with 
introduction,  notes,  tables  and  Indexes.  Oxford,  Clarendon  press. 
1913.  — bespr.  von  Förster,  JbdShG.  50,245—246  undPh.  Aron- 
stein,  Anglia  beibl.  25,170—172. 

Bacon.  195.  Roger  Bacon,  Essays,  contributed  by  various 
writers  on  the  occasion  of  the  commemoration  of  the  seventh 
centenary  of  his  birth.  collected  and  edited  by  A.  G.  Little. 
London,  H.  Milford.    1914.     434  s. 

196.  J.  H.  Bridges,  The  life  and  works  of  Roger  Bacon. 
an  introduction  to  the  Opus  majus.  edited,  with  additional  notes 
and  tables  by  J.  H.  Jones.  London,  Williams  and  Norgate.  1914. 
173  s.  —  das  buch  enthält  die  einleitung  zu  der  1897  in  der 
Clarendon  press  erschienen  ausgäbe  von  Bacon's  Opus  majus  von 
Bridges.  dieser  hat  dem  lat.  text  eine  analyse  in  englischer  spräche 
beigegeben,  auch  eine  schrift  'Essays  and  addresses'  im  jähre  1907 
veröffentlicht,  ferner  Bacon's  biographie  geschrieben  (1892).  alle 
diese  werke  sind  neben  der  einleitung  zum  Opus  majus  für  das 
vorliegende  buch  verwertet  worden,  es  enthält  in  12  kapiteln 
eine  darstellung  von  Bacons  leben,  seiner  ausgedehnten  wissen- 
schaftlichen tätigkeit  auf  zahlreichen  gebieten  und  eine  allgemeine 
Charakteristik  des  Opus  majus.  ein  anhang  auf  22  Seiten  be- 
handelt in  7  abschnitten  verschiedene  nebensächliche  fragen,  die 
in  dem  hauptteil  gestreift  wurden,  ein  Verzeichnis  der  in  dem 
buch  vorkommenden  eigennamen  bildet  den  Schluß. 


XVI.   D.  Neuenglische  denkmäler.  79 

197.   J.  E.  Sandys,  Roger  Bacon.  British  academy.    1914.  18  s. 

Baldwin.  198.  rriedr.  Brie,  William  Baldwin  als  drama- 
tiker.  Anglia  38,157 — 172.  —  untersucht  werden  lediglich  zwei 
stücke,  die  am  hofe  Eduards  VI.  zur  aufführung  gelangten:  ein 
interlude,  genannt  Aesop's  Crowe,  worin  die  Schauspieler  als  vögel 
auftreten,  und  ein  Irisshe  play  of  the  State  of  Ireland.  bekannt 
ist  uns  indes  von  diesen  stücken  nichts,  ebenso  wie  von  einem 
dritten  stück,  Love  and  Lyve,  das  in  einem  brief  Baldwin's  an 
Sir  Thomas  Cawarden  besprochen  wird. 

199.  Fr.  Brie,  William  Baldwin's  'Beware  the  Cat'  (1561). 
Anglia  37,303 — 350.  —  die  dichtung  nimmt  als  erste  originelle 
prosaerzählung  in  der  entwicklung  der  engl.  lit.  eine  bedeutsame 
Stellung  ein.  vorher  gab  es  auf  dem  gebiete  der  erzählenden 
prosa  lediglich  Übersetzungen  aus  fremden  sprachen ....  die  rahmen- 
erzählung  hat  kein  eigentliches  Vorbild  gehabt;  aber  nach  Wirkungen 
Chaucer's  und  des  Mirror  of  magistrates  verbinden  sich  mit  selbst- 
erlebtem und  sonstigen  reminiszenzen. 

JBeanmont.  200.  Ch.  Mills  Gailey,  Beaumont  the  drama- 
tist.     New  York,  Century  Co.    1914. 

201.  Eloise  Robinson,  The  minor  poems  of  Joseph  Beau- 
mont (1616 — 1699).  edited  from  the  autograph  ms.  with  intro- 
duction  and  notes.  London,  Constable  &  co.  Itd.  1914.  463  s. 
—  das  mit  einem  bildnis  des  dichters  geschmückte  buch  gibt  zu- 
nächst in  einer  einleitung  auskunft  über  das  einzige  ms.  der 
kleineren  gedichte  B.'s,  das  jetzt  prof.  Palmer  von  der  Harvard 
Universität  gehört,  es  ist  von  B.'s  hand  geschrieben,  trägt  aber 
korrekturen  in  anderer  schrift.  es  enthält  177  gedichte,  die  in 
der  ausgäbe  von  1749  zum  teil  abgedruckt  sind,  weiterhin  wird 
B.'s  leben  dargestellt  und  seine  poetische  tätigkeit  gewürdigt, 
druck  und  ausstattung  des  buches  sind  vorzüglich;  über  die  Sorg- 
falt des  abdrucks  läßt  sich  bei  dem  mangel  einer  möglichkeit  zur 
nachprüfung  nichts  sagen,  doch  scheint  sie  nicht  zu  fehlen.  — 
bespr.  Athenaeum  1914,1,193 — 194. 

Beaumont  und  Fletcher.  202.  0.  Ulrich,  Die  pseudo- 
historischen dramen  Beaumonts  and  Eletchers  'Thierrey  and  Theo- 
doret',  'Valentinian',  'The  Prophetess'  und  'The  False  One'  und 
ihre  quellen,  diss.  Straßburg  1913.  —  bespr.  von  Phil.  Aron- 
stein,  Angliabeibl.  25,168— 170  und  M.  Förster,  JbdShG. 50,242. 

Brome.  203.  Schon  früher  verzeichnet:  Cl.  E.  Andrews, 
Richard  Brome  (vgl.  Jsb.  1913,16,188);  bespr.  von  Ph.  Aron- 
stein,  Anglia  beibl.  25,44 — 47. 

Browne.  204.  E.  M.  Cox,  The  first  edition  of  Browne's 
'Britannia's  Pastorais'.     NQ.  11.  ser.  9,3 — 4. 


so  XVI.    Englische  literatur. 

ChapniaM.  205.  Th.  M.  Parrott,  The  plays  änd  poems 
of  George  Chapman.  the  comedies.  ed.  with  introductions  and 
notes.  London,  G.  Routledge  &  sons.  New  York,  E.  P.  Dutton  &  co.^ 
o.  J.  IX  u.  911  s.  —  der  2.  bd.  der  vorliegenden  ausgäbe  um- 
faßt die  comedies  (der  1.  bd.  enthielt  die  tragödien,  der  3.  bd. 
soll  die  gedichte  umfassen),  jedes  stück  wurde  von  dem  heraus- 
geber  sorgfältig  mit  den  quartoausgaben  des  British  museum  und 
der  Bodleiana  verglichen,  der  band  enthält;  The  blind  beggar  of 
Alexandria,  An  humourous  day's  Mirth,  All  Fools,  May-Day,  The 
Gentleman-Usher,  Monsieur  d'Olive,  The  Window's  Tears,  The 
Masque  of  the  Middle  Temple  and  Lincoln's  Inn,  Eastward  Ho, 
The  Ball  und  Sir  Giles  Goosecap.  die  autorschaft  Chapman's  an 
dem  letzteren  ist  indes  zweifelhaft;  herausgeber  glaubt  sie  aller- 
dings wahrscheinlich  gemacht  zu  haben,  andererseits  meint  er,  Cb. 
habe  keinen  anteil  an  der  abfassung  von  The  Ball  gehabt,  wenn 
er  das  stück  auch  widerstrebend  abdruckt,  da  es  in  der  erstaus- 
gabe  von  Ch.'s  werken  enthalten  ist.  Eastward  Ho  ist  ein© 
kollektivarbeit  Ch.'s  mit  Johnson  und  Marston,  wobei  Ch.'s  anteil 
nicht  mit  Sicherheit  festzustellen  ist.  —  neben  670  Seiten  text 
stehen  200  selten  einleitungen  und  anmerkungen  zu  den  einzelnen 
stücken,  die  über  zahlreiche  anspielungen,  örtliche  Verhältnisse, 
idiomatische  ausdrücke  usw.  aufklären.  —  bespr.  Athenaeum 
1914,1,903  und  M.  Förster,  JbdShG.  50,238—239. 

Cibber.  206.  C.  de  Witt,  Croissant.  Studies  in  the  worlc 
of  Colley  Cibber.  (Bulletin  of  the  university  of  Kansas,  vol.  XIV. 
Humanistic  studies.  vol.  I,  nr.  1.)  Lawrence  1912.  —  bespr.  von 
Förster,  JbdShG.  50,245. 

207.  Th.  Roop,  Das  Verhältnis  von  Colley  Cibbers  lustspiel 
'The  Rival  Fools'  zu  Beaumont  and  Fletcher's  *Wit  at  several 
Weapon's.     diss.     Greifswald.     76  s. 

Davies.  208.  Schon  früher  verzeichnet:  Marg.  Seemann, 
Sir  John  Davies',  sein  leben  und  seine  werke  (vgl.  Jsb.  1913, 
16,191);  bespr.  von  Frank  Gschwind,  Anglia  beibl.  25,205—206; 
Archiv  131,497  und  0.   Gl  öde,  Litbl.  35,285—286. 

Dekker.     209.     Satiromastix  s.  u.  nr.  251,4. 

Donne,  210.  Schon  früher  verzeichnet:  The  poems  of  John 
Donne  ed.  by  H.  J.  C.  Grierson  (vgl.  Jsb.  1912,16,308);  bespr. 
von  M.  Eimer,  Anglia  beibl.  25,41 — 44  und  E.  K.  Chambers, 
MLR.  9,269—271. 

a)  Sammlangen. 

Dramen.  211.  Clyomon  and  Clamydes  (1599).  The  Malone 
Society  reprints  1913.  Oxford,  University  press.  —  bespr.  von 
M.  Förster,  JbdShG.  50,232. 


XVI.   D.  Neu  englische  denkmäler.  81 

212.  Look  about  you  (1600).  The  Malone  society  reprints 
1913.  Oxford,  University  press.  —  bespr.  von  M.  Förster, 
JbdSLG.  50,232. 

213.  The  wit  of  a  woman  (1604).  The  Malone  society  re- 
prints 1913.  Oxford,  University  press.  —  bespr.  von  M.  Förster, 
JbdShG.  50,231. 

214.  The  love  of  king  David  and  Fair  Bethsabe  by  George 
Peele  (1599).  The  Malone  society  reprints.  Oxford,  University 
press.  —  bespr.  von  M.  Förster,  JbdShG.  50,235—236. 

215.  The  contention  betweenliberality  and  prodigality  (1602). 
The  Malone  society  reprints  1913.  Oxford,  University  press.  — 
bespr.  von  M.  Förster,  JbdShG.  50,230—231. 

216.  A  larum  for  London  (1602).  The  Malone  society  re- 
prints 1913.  Oxford,  University  press.  —  bespr.  von  M.  Förster, 
JbdShG.  50,232. 

217.  The  resurrection  of  our  lord.  The  Malone  society  re- 
prints 1912.  Oxford,  University  press.  —  bespr.  von  M.  Förster, 
JbdShG.  50,230. 

218.  The  two  angry  women  of  Abington  (1599),  The  Malone 
society  1912.  Oxford,  University  press.  —  bespr.  von  M.  Förster, 
JbdShG.  50,231—232. 

219.  Englishmen  for  my  money.  The  Malone  society  re- 
prints 1912.  Oxford,  University  press.  —  bespr.  von  M.  Förster, 
JbdShG.  50,231. 

221.  Representative  English  comedies  under  the  general 
editorship  ofCh.  Mills  Gayley:  vol.  IIL  The  later  contemporaries  of 
Shakespeare:  Fletcher  and  others.  London,  Macmillan  &  co.  1914. 
—  inhalt:  sechs  Schauspiele  von  Dekker,  Middleton,  Rowley, 
Fletcher,  Massinger,  Richard  ßrome,  James  Shirley  mit  einleitungen 
von  verschiedenen  Verfassern. 

222.  Schon  früher  verzeichnet:  Representative  English  come- 
dies. general  editor:  Charles  Mills  Gayley.  vol.  I:  From  the 
beginnings  to  Shakespeare,  vol.  U:  The  later  contemporaries  of 
Shakespeare:  Ben  Jonson  and  others  (vgl.  Jsb.  1912,16,66);  bespr. 
von  M.  Förster,  JbdShG.  50,227—228. 

223.  Masterpieces  of  the  English  drama.  general  editor  Fei.  E. 
Schellin g.  New  York,  American  Book  Company.  1912.  — 
Christopher  Marlowe,  ed.  by  W.  L.  Phelps.  Beaumont  and  Flet- 
cher, ed  by  F.  E.  Schelling.  Webster  and  Tourneur,  ed.  by 
A.  H.  Thorndike.  Ph.  Massinger,  ed.  by  L.  A.  Sherman.  —  bespr. 
von  G.  C.  Macauley,  MLR.  9,111—113. 

Jahresbericht  für  germanische  philologie.   XXXVI.  (1914.)  II.  Teil.        g 


82  XYI.   Englische  literatur. 

224.  W.  Bang,  Materialien  zur  künde  des  älteren  englischen 
dramas.  bd.  41:  Jasper  Heywood  and  his  translations  of  Seneca's 
Troas,  Thyestes  and  Hercules  Furens  ed.  from  the  octavos  of 
1559,  1560  and  1561  by  H.  de  Vocht.  Louvain,  A.  Uystpruyst. 
Leipzig,  0.  Harrassowitz.     London,  D.  Nutt.     LIV,355  s. 

2'25.  Materialien  zur  künde  des  älteren  englischen  dramas, 
begründet  und  hrsg.  von  W.  Bang.  bd.  44:  Documents  relating 
to  the  revels  at  court  in  the  time  of  king  Edward  VI.  and  Queen 
Mary.  The  Loseley  mss.  ed.  with  notes  and  indexes  by  A.  Feuillerat. 
Loewen,  S.  Uystpruyst.    1914.     XV  u.  340  s. 

226.  Schon  früher  verzeichnet:  1.  John  W.  Cunliffe, 
Early  English  classical  tragedies  (vgl.  Jsb.  1913,16,37);  bespr. 
von  A.  Peuillerat,  Anglia  beibl.  25,33—35.  —  2.  Wily  Beguiled 
1606.  The  Malone  society  reprints  1912.  Oxford,  University 
press.  (vgl.  ESt.  43,189;  Jsb.  1911,16,276);  bespr.  von  M.  Förster, 
JbdShG.  50,232. 

bj  Einzelausgaben. 

227.  Ralph  Roister  Doister,  With  introd.  and  notes  by 
Cl.  Griffin  Child.  (The  Riverside  literature  series.)  London,  Har- 
rap  &  CO.    1913.  —  bespr.  von  M.  Förster,  JbdShG.  50,238. 

228.  Wm.  Chislett,  The  sources  of  'Ralph  Roister  Doister'. 
MLN.  29,166—167. 

Warning  for  fair  women.  229.  J.  Qu.  Adams,  jr.,  The 
authorship  of  'A  warning  for  fair  women'.    PMLAss.  28,594 — 620. 

230.  Schon  früher  besprochen:  1.  A  tale  of  a  tub  nach  dem 
drucke  von  1640  hrsg.  von  H.  Scherer  (vgl.  Jsb.  1913,16,198); 
bespr.  von  B.  Neuendorff,  Cbl.  65,185—186  und  M.  Förster, 
JbdShG.  50,241.  —  2.  How  a  man  may  chuse  a  good  wife  from 
a  bad,  ed.  by  A.  E.  H.  Swaen  (vgl.  Jsb.  1913,16,199);  bespr. 
von  B.  Neuendorff,  Cbl.  65,185—186. 

Drilinmond.  231.  The  poetical  works  of  Will.  Drummond 
of  Hawthornden  with  'A  Cypresse  Grove'.  ed.  by  L.  E.  Kastner. 
(Publications  of  the  university  of  Manchester.  Engl.  ser.  nr.  5.) 
Manchester  1913.  —  bespr.  von  M.  Förster,  JbdSG.  50,246; 
G.  C.  Moore  Smith,  MLR.  9,262—269  und  Ch.  Bastide,  Rev. 
crit.  77,112. 

Dryden.  232.  A.  W.  Verrall,  Lectures  on  Dryden.  Cam- 
bridge, University  press.    1914.     280  s. 

233.  A.  J.  F.  Co  Hins,  Johnson's  life  of  Dryden.  Univer- 
sity tutorial  press.    1914. 

284.  J.  Dryden,  All  for  love  and  The  Spanish  Fryar.  ed. 
by  Will.  Strunk.  (The  belles-lettres  series.  sect.  IH.)  Boston, 
Heath  &  co.    1913.  —  bespr.  von  M.  Förster,   JbdShG.  50,243. 


XVI.   D.  Neuenglische  denkmäler.  gg^ 

235.  F.  Heigl,  Die  dramatischen  einheiten  bei  Dryden. 
diss.  München  1912.  —  bespr.  von  M.  Förster,  JbdShGr.  50, 
243—244. 

Dunbar.  236.  W.  D.  Howells,  The  complete  works  of 
Laurence  Dunbar.  with  introduction  to  'Lyrics  of  lowly  life'. 
New  York,  Dodd,  Mead  &  co.    1914. 

Glapthorne.  237.  J.  Qu.  Adams  jr.,  Some  notes  on  Henry 
Glapthorne's  Wit  in  a  Constable.     JEGPhil.  13,299—304. 

Goosecappe.  238.  Fr.  L.  S  oho  eil,  A  new  source  o£  'Sir 
Gyles  Goosecappe'.     MPhil.   11,547—558. 

Greene.  239.  0.  Petersen,  Beiträge  zu  Greene's  Friar 
Bacon  and  Friar  Bungay.  ZfrenglU.  13,449 — 451.  —  vf.  behandelt 
Szene  V,75,  IX,273— 274,  XII,66— 67,  XV,23  ff. 

Hall.  240.  K.  Schulze,  Zu  Halls  Satiren.  Archiv  131, 
430 — 434.  —  im  anschluß  an  E.  Dicks  besprechung  seiner  neu- 
ausgabe  (Palaestra  106)  in  Anglia  beibl.  22,7,201  ff.  bringt  vf.  eine 
reihe  von  nachtragen  zur  textkritik  und  deutung  einer  anzahl  stellen. 

Harvey.  241.  Gabriel  Harvey's  Marginalia.  collected  and 
ed.  by  G.  C.  Moore  Smith,  Stratford,  Shakespeare  Head  press. 
Stratford  1913.  —  bespr.  Athenaeum  1913,11,723  und  Friedr.  Brie, 
Anglia  beibl.  25,259—260. 

242.  H.  Berli,  Gabriel  Harvey,  der  dichterfreund  und 
kritiker.  diss,  Zürich  1913.  —  bespr.  von  0.  Glöde,  Litbl.  35, 
389—390;  Ph.  Aronstein,  Anglia  beibl.  25,102— 104  und  Fr.  Brie, 
Anglia  beibl.   25,259—261. 

HemillgS.  243.  H.A.  Cohn,  The  jewes  tragedy  by  William 
Hemings.     diss.     Straßburg   1914.      103  s. 

244.  Schon  früher  verzeichnet:  The  jewes  tragedy  von  Will. 
Hemings,  hrsg.  von  H.  A.  Cohn  (vgl.  Jsb.  1913,16,202);  bespr. 
von  M.  Förster,  JbdShG.  50,236—238  und  B,  Neuendorff, 
Cbl.  65,185—186, 

Heywootl.  245.  Jasper  Heywood  and  his  translations  of 
Seneca's  Troas,  Thyestes  and  Hercules  Fureus,  ed,  from  the 
octavos  of  1559,  1560  and  1561  by  H.  de  Vocht.  (Materialien 
zur  künde  d.  älteren  engl,  dramas,  hrsg.  von  W.  Bang.  41.) 
Louvain,  Uystpruyst.  1913.  —  bespr.  von  B.  Neuendorff,  Cbl. 
65,185—186  und  von  M.  Förster,  JbdShG.  50,233—234. 

Ben  Jonson.  246.  W.  D.  Briggs,  Studies  in  Ben  Jenson. 
Anglia  37,463—493. 

247.  W.  Briggs,  Studies  in  Ben  Jonson.  11.  The  4to  and 
12mo  of  1640.     Anglia  38,101—120. 

6* 


84  XVI.    D.  Neuenglische  denkmäler. 

248.  W.  D.  Briggs,  Recovered  lines  of  Ben  Jonson.  MLN. 
29,156—157. 

249.  J.  Gutmann,  Die  dramatischen  einheiten  bei  Ben 
Jonson.  diss.  München.  1913.  —  bespr.  von  M.  Förster,  JbdShG. 
50,239—240. 

250.  Ben  Jonson  on  Shakespeare's  sonnets.  an  exposition 
of  English  by  J.  M.  Cr.    London,  Sherratt  &  Hughes.   1914.    21  s. 

251.  Schon  früher  verzeichnet:  1.  Ben  Jonson,  Sejanus. 
ed.  by  W.  D.  Briggs  (vgl.  Jsb.  1912,16,336);  bespr.  von  C.  R. 
Baskervill,  JEGPhil.  13,366—368.  —  2.  C.  R.  Baskervill, 
English  Clements  in  Jonson's  Early  comedy  (vgl.  Jsb.  1911,16,303); 
bespr.  von  R.  Ackermann,  Litbl.  35,284 — 285  und  M.  Castelain, 
Rev.  germ.  10,377 — 378.  —  3.  Cynthias'  Revels,  or  the  fountain 
of  self-love  by  Ben  Jonson.  ed.  by  A.  C.  Judson  (vgl.  Jsb. 
1912,16,339);  bespr.  von  W.  W.  Greg,  MLR.  9,259—262.  — 
4.  Poetaster  by  Ben  Jonson  and  satiromastix  by  Thos.  Dekker. 
ed.  bj^  J.  Penniman  (vgl.  Jsb.  1913,16,212);  bespr.  von  M.  Förster, 
JbdShG.  50,241—242;  J.  Quincy  Adams  jr.,  JEGPhil.  13, 
613—624  und  Ph.  Aronstein,  Anglia  beibl.  25,106—108. 

Marlowe.  252.  H.  Logeman,  The  name  of  Christopher 
Marlowe's  Murderer.  Anglia  38,374 — 376.  —  die  von  J.  H.  Ingram 
1904  faksimilierte  eintraguDg  im  kirchenbuch  von  St.  Nicolas  zu 
Deptford  liest  L.  mit  Halliwell,  W.  G.  Zeigler  (1898)  und  dem 
ortsgeistlichen  Chandler  als:  'Christopher  Marlow  slaine  by  ffrancis 
ffrezer,  the  1.  of  june'  (1593).  der  mörder  hieß  also  Frezer  oder 
Frazer,  nicht  Archer,  das  datum  ist  natürlich  das  des  begräb- 
nisses,  wenn  auch  Ingram  fälschlich  das  'the'  als  'sepultus'  ge- 
gedeutet hat. 

253.  W.  D.  Briggs,  Marlowe's  Edward  IL  London,  David 
Nutt.  1914.  CXXX  u.  221  s.  —  bespr.  von  E.  Einenkel,  Anglia 
beibl.  25,312—314;  Athenaeum  1914,1,350— 351;  NQ.  11,  ser.  9,318. 

254.  G.  H.  Baker.  Drmnatic  technique  in  Marlow  in  Essays 
and  studies  usw.     (s.  oben  nr    14.) 

255.  0.  Petersen,  Beiträge  zu  Marlowes  Doctor  Faustus. 
ZfrenglU.  13,443 — 449.  —  vf.  behandelt  einige  stellen,  die  er  im 
gegensatz  zu  Wards  ausgäbe  s.  CLXXI  nicht  als  Marlowes  eigen- 
tum  ansieht  bzw.  für  ihn  in  anspruch  nimmt.,  (szene  V,  Fausts 
vertrag;  szene  I,  VI,  IX,  XI.) 

256.  F.  C.  Danchin,  Etüde  critique  sur  Christopher  Mar- 
lowe.  IL     Rev.  germ.  10,52—68. 

257.  H.  Meyn,  Beteuerungen  und  Verwünschungen  bei  Mar- 
low, Kyd,  Lyly,   Greene  und  Peele.     diss.     Kiel.     92  s. 


XVI.   D.  Neuenglisclie  denkmäler.  85 

258.  Schon  früher  verzeichnet:  Harm  de  Vries,  Die  Über- 
lieferung von  Marlowe's  Doctor  Faustus  (vgl.  Jsb.  1911,16,320); 
bespr.  von  R.  Ackermann,   Lithl.   35,113 — 114. 

Masoil.  259.  John  Mason's  The  Türke  ed.  by  J.  Q.  Adams 
(vgl.  Jsb.  1913,10,220);  bespr.  von  B.  Neuendorff,  Cbl.  65, 
185—186. 

May.  260.  Th.  Maj^'s  Tragedy  of  Julia  Agrippina,  Em- 
presse  of  Rome,  nebst  einem  anhang:  die  tragödie  Nero  und 
Thomas  May  von  F.  E.  Schmidt.  85  und  127  s.  =:  Materialien 
zur  künde  des  älteren  engl,  dramas,  hrsg.  von  W.  Bang.  bd.  43. 
Löwen,  A.  Uystpruyst.    1914. 

Medwall.  261.  W.  Roy  Mackenzie,  A  source  for  Med- 
wall's  'Nature'.     PMLAss.  29,189—199. 

Munday.  262.  P.  D.  Mundy,  Anthony  Munday,  dramatist. 
NQ.   11.  ser.  9,181—183. 

Peele.  262.  Schon  früher  verzeichnet:  P.  H.  Cheffaud, 
Georg  Peele  (vgl.  Jsb.  1913,16,223);  bespr.  von  F.  L.  Schoell, 
Rev.  germ.   10,96—98. 

Phaer.  264.  Schon  früher  verzeichnet:  Ed.  J.  W.  Brenner, 
Thomas  Phaer  (vgl.  Jsb.  1913,16,225);  bespr.  von  R.  Acker- 
mann, Anglia  beibl.   25,47 — 49  und  Er.  Jung,  Litbl.  35,15 — 16. 

Prior.  265.  F.  Bickley,  The  lifo  of  Matthew  Prior. 
London,  J.  Pitman.    1914.     304  s. 

Rieh.  266.  G.  Becker,  'The  adventures  of  Don  Simonides' 
ein  roman  von  Barnabe  Rieh  und  seine  quelle.  Archiv  131,64 — 80. 
—  vf.  hat  von  diesem  in  den  jähren  1581  (1.  teil)  und  1584 
(2.  teil)  erschienenen  englischen  roman  die  exx.  des  British  museum 
und  der  Bodleyana  verglichen,  die  inhaltlich  im  wesentlichen  über- 
einstimmen, der  inhalt  der  beiden  teile  wird  erzählt  und  den 
quellen  des  romans  (Selva  de  aventuras  von  Jerönimo  Contreras 
und  kleinere  für  mehrere  geschichten)  nachgegangen. 

Rymer.  267.  G.  B.  Dutton,  The  French  Aristotelian 
Formalists  and  Thomas  Rymer.     PMLAss.  29,152 — 188. 

Sampson.  268.  Materialien  zur  künde  des  älteren  eng- 
lischen dramas,  hrsg.  von  W.  Bang.  bd.  42:  William  Sampson's 
Vow-Breaker',  hrsg.  von  A.  Wallrath.  58  und  82  s.  Löwen, 
A.  Uystpruyst.    1914. 

Schwankbücher.  269.  Schon  früher  verzeichnet:  E.  Schulz, 
Die  englischen  schwankbücher  (vgl.  Jsb.  1913,16,227);  bespr.  von 
Fr.  Brie,  DLz.  35,1314—1315. 

ShadwelL  270.  Th.  Schenk,  Charles Shadwell.  hiscomedy: 
*The  fair  quaker  of  deal'.  diss.  Bern  1913.  —  bespr.  von 
M.  Förster,  JbdShG.  50,244. 


86  XVI.    Englische  literatur. 

E.  Sharphiisn.  271.  Schon  früher  verzeichnet:  The  fleire, 
hrsg.  H.  Nibbe  (vgl.  Jsb.  1913,16,230);  bespr.  von  B.  JSTeuen- 
dorff,  Cbl.  05,185—186. 

Shirley.  272.  K.  Fröhlich,  Quellenstudien  zu  einigen 
dramen  Shirlej^'s.  diss.  Kiel  1913.  —  bespr.  von  M.  Förster, 
JbdShG.  50,242. 

Spenser  273.  E.  G.  Harm  an,  Edmund  Spenser  and  the 
impersonations  of  Francis  Bacon.     London,   Constable  &  co.  1914. 

—  besprechung  der  gewöhnlich  Spenser,  Shakespeare,  Sidney, 
Bacon,  Webbe  und  andern  Schriftstellern  des  Elisabethanischen 
Zeitalters  zugeschriebenen  werken,  worüber  vf.  seine  eignen  theorien 
in  bezug  auf  die  Verfasserschaft  mitteilt,  historische  parallelen 
werden  vielfach  aufgestellt,  so  z.  b.  verarbeite  Shakespeare  züge 
der  Werbung  Raleigh's  in  seinem  Othello.  —  bespr.  von  B.  Neueii- 
dorff,   Cbl.  65,1498. 

274.  Lilian  Winstantley,  E.  Spenser,  The  fairie  queen, 
book  II.  Cambridge,  Univ.  press.  1914.  LXII  u.  294  s.  —  bespr. 
voa  Fr.   Gschwind,  Anglia  beibl.  25,365. 

275.  P.  W.  Long,  Spenser  and  Sidney.    Anglia  38,173— 192. 

—  vf.  behandelt  die  frage  nach  der  gegenseitigen  literarischen 
abhängigkeit  der  beiden  Schriftsteller,  für  die  es  weder  ent- 
scheidende beweise  noch  gegenbeweise  gäbe. 

276.  E.  Koeppel,  Über  die  echtheit  der  Edmund  Spenser 
zugeschriebenen  'Visions  of  Petrarch'  und  'Vision  of  Bellay'.  ESt, 
48,330—332. 

277.  J.  L.  Lowes,  Spenser  and  the  'Mirror  de  l'Omme'. 
PMLAss.  29,388—452. 

278.  E.  A.  Hall,  Spenser  and  two  old  French  Grail  roraances. 
PMLAss.  28,539—554. 

279.  F.  M.  Padelford,  Spenser  and  the  theology  of  Calvin. 
MPhil.  12,1—18. 

280.  J.  B.  Fletcher,  Spenser's  earliest  translations.  JEGPhil. 
13,305—308. 

281.  Fr.  M.  Padelford,  Spenser's  fowre  hymnes.  JEGPhil. 
13,418—433. 

282.  K.  Brunuer,  Die  dialektwörter  in  Spenser's  'Shepherds' 
Calendar'.  Archiv  132,401  —  404.  —  vgl.  Th.  W.  Hurt,  English 
literary  miscellany,  oben  nr.   13.    11,1 — 2. 

283.  Schon  früher  verzeichnet:  1.  J.  J.  Higginson,  Spen- 
ser's Shepherd's  Calender  (vgl.  Jsb.  1912,16,372);  bespr,  von 
H.  T.  Price,  Anglia  beibl.  25,50—51;  Ch.  Bastide,  Rev.  crit. 
77,95;  B.  Neuendorff,  Cbl.  65,1229;  G.  C.Moore  Smith,  MLR. 
9,394—398  und  Percy  W.  Long,  JEGPhil.  13,344—350.  — 
2.    Ida   Langdon,    Materials    for    a    study    of   fine  art  (vgl.  Jsb. 


XVII.   A.  Volkslied.  87 

1912,16,375);  bespr.  Archiv  132,241.  —  3.  Traug.  Böhme,  Spensers 
literar.  nachleben  (vgl.  Jsb.  1912,16,377);  bespr.  von  R.  Acker- 
mann, DLz.  35,295—296. 

Studley.  284.  Schon  früher  verzeichnet:  Studley's  trans- 
lations  of  Seneca's  Agamemnon  and  Medea,  ed.  by  E  I.  Spea- 
ring  (vgl.  Jsb.  1913,16,228);  bespr.  von  B.  Neuendorff,  Cbl. 
65,185—186. 

Waltou.  285.  R.  Schummer,  John  Waltons  metrische 
Übersetzung  der  Consolatio  philosophiae.  Untersuchung  des  hand- 
schriftenverhältnisses  und  probe  eines  kritischen  textes.  (Bonner 
stud.  z.  engl.  phil.  6.)    Bonn,  P.  Hanstein.   1914.    LXXI  u.  149  s. 

Webster.  286.  H.  Dugdale  Sykes,  Webster;  a  question 
of  authorship.  NQ.  11.  ser.  9,382—384,  404—405,  443—445, 
463—464. 

287.  B.  A.  F.  Bourgeois,  Webster  and  The  'N.  E.  D.' 
NQ.  11.  ser.  9,302—304,  324—325,  343—344. 

288.  B.  A.  E.  Bourgeois,  John  Webster,  a  contributor  to 
Sir  Thomas  Overbury's  'Characters'.  NQ.  11.  ser.,  bd.  10,3—6. 
23—24. 

289.  B.  A.  E.  Bourgeois,  John  Webster:  The  probable 
date  of  'The  Devil's  Law  Gase'.     NQ.   11.  ser.,  bd.   10,41—42. 

290.  Schon  früher  verzeichnet:  Fr.  E.  Pierce,  The  colla- 
boration  of  Webster  and  Dekker  (vgl.  Jsb.  1912,16,305);  bespr. 
von  E,.  Ackermann,  Litbl.  35,59 — 60. 

Wiat.  291.  A.  R.  Fox  well,  Poems  of  Sir  Thomas  Wiat, 
ed.  from  the  mss.  and  early  editions,  2  voll.  London,  Hodder  &  sons. 
1914. 

(begonnen  von)  Richard  Röhmer 
(fortgeführt  und  abgeschlossen  von)  Sigmund  Feist. 


XVn.   Volksdichtung. 

A.  Volkslied.  1.  Deutsch:  allgemeines,  Sammlungen,  balladen  und  liebes- 
lieder,  Standes-  vmd  festlieder,  kinderlieder,  historische,  volkstümliche 
lieder.  2.  Niederländisch.  3.  Englisch.  4.  Skandinavisch.  —  B.  Volks- 
schauspiel.   —  C.  Spruch  und  Sprichwort.   —  D.   Eätsel   und  volkswitz. 

A.   Volkslied. 

1.    Deutsche  Volkslieder. 
1.     A.   Abt,    Die    volkskundliche    literatur    des   Jahres    1911 
(Leipzig,  Teubner.    1912)  s.   70 — 83:    Volksdichtung  (allgemeines, 
Sprichwort,  rätsei,  volks-  und  kinderlied,  schwanke  und  neckereien, 
Schauspiel). 


88  XVII.    Volksdichtung. 

2.  J.  W.  Bruiuier,  Das  deutsche  Volkslied,  über  wesen 
und  werden  des  deutschen  volksgesanges.  5.  umgearbeitete  aufläge. 
Leipzig,  Teubner.  VI,  137  s.  1  m.  (Aus  natur  und  geistes- 
weit 7.)  —  rec.  J.  W.  B.,  GRMon.  6,595. 

3.  A.  Götze,  Der  begriff  des  Volksliedes,  ein  wort  zur  Ver- 
ständigung. ZfdU.  28,577—592.  —  G.  verteidigt  seine  1912  auf- 
gestellte definition  des  Volksliedes  als  'eines  liedes,  das  im  gesang 
der  unterschiebt  eines  kulturvolkes  in  längerer  gedächtnismäßiger 
Überlieferung  und  in  ihrem  stil  derart  eingebürgert  ist  oder  war, 
daß,  wer  es  singt,  vom  individuellen  anrecht  eines  Urhebers  an 
wort  und  weise  nichts  empfindet',  gegen  Pommer  und  Jungbaur, 
die  das  in  den  volksgesang  übergegangene  kunstlied  ausschließen, 
die  berücksichtigung  des  letzteren  ist  aber  schon  deshalb  zweck- 
mäßig, weil  der  Sammler  oft  gar  nicht  das  kunstlied  heraus  er- 
kennt, weil  ferner  kunst-  und  Volkslieder  in  der  Überlieferung  die- 
selben Veränderungen  (kürzung,  Umstellung)  erleiden  und  beide  die 
kraft  besitzen,  neue  dichtung  anzuregen. 

4.  A.  Götze,  Der  stil  des  Volkslieds,  ebd.  28,241 — 260.  — 
das  von  Herder  und  Goethe  bewunderte  sprunghafte  und  dunkele 
der  balladen  entstammt  der  mündlichen  Überlieferung,  die  nur  die 
höhepunkte  der  handlung  festhält  und  subjektive  eigenart  des 
dichters  tilgt,  eigentümlichkeiten  des  mündlichen  Vortrags  sind 
die  formelhaften  Wendungen,  die  natursymbolik  u,  a.,  während  der 
vor  400  jähren  aufgekommene  lesestil  sich  vom  gesange  abge- 
kehrt hat.  volkläufig  sind  zumeist  dichtungen  ohne  ausgeprägte 
sonderart  geworden,  meist  werden  kunstlieder  stark  zersungen; 
keine  adoption  ohne  adaption. 

5.  K.  Kronfuß,  Das  deutsche  Volkslied,  dessen  Verbreitung 
und  pflege  in  Niederösterreich.  DdVl.  16,2 — 5.  25—28.  49—51 
(Schluß  zu  Jsb,   1913,17,5). 

6.  J.  E.  Wackernell,  Der  Tiroler  bauerndichter  Christian 
Dandler  (1853—1894).  DdVl.  16,185—188.  205—210.  225—229. 
—  J.  Gollob,  Wie  Volkslieder  entstehen  (über  den  Kühhalter 
Irgl  in  Graz),  ebd.  16,97 — 100.  —  Th.  Ebner,  Allerlei  gedanken 
über  das  Volkslied,     ebd.  16,117 — 122. 

7.  E.  Lerch,  Wie  entsteht  ein  Volkslied?  Voss.  ztg.  1914, 
6.  nov.     nr.  565. 

8.  R.  Wohlers,  Wandervogel,  Volkslied  und  heimat.  Hanno ver- 
land  8,55—57. 

9.  Ph.  Barry,  The  transmission  of  folk-song.  Journal  of 
american  folklore  27,67 — 76  (mit  lehrreichen  beispielen).  —  The 
collection  of  folk-song.     ebd.  27,77  f.  (drei  melodien  aus  Canada). 

9  a.  M.  Steidel,  Die  zech  er-  und  schlemmerlieder.  oben. 
9,137. 


XVII.   A.  Volkslied.  8& 

10.  H.  Dübi,  Die  Verdienste  der  Berner  um  die  Volkskunde 

im  18.  jährt.  Schweiz,  archiv  18,57 — 77.  —  von  S.  Studer  hatte 
F.  V.  d.  Hagen  1802  die  Schweizer  Volkslieder  erhalten,  die  er 
1807  in  seinen  Deutschen  Volksliedern  herausgab,  seine  texte 
zeigen  im  vergleich  zu  den  Kühreihen  von  F.  S.  v.  Wagner  (1805), 
Kuhn  und  Wyß  eine  ursprünglichere  gestalt. 

10a.  F.  Naumann,  Matthias  Claudius  und  das  Volkslied, 
diss.     Greifswald.     94  s. 

11.  G.  Brügel,  Kritische  mitteilungeu  zu  Silchers  Volks- 
liedern, zugleich  ein  beitrag  zur  volksliedforschung.  Sammelbände 
d'^r  internat.  musikges.  15,439 — 457.  —  eine  dankenswerte  biblio- 
graphie  von  Silchers  hauptwerk  'Volkslieder  für  vier  männer- 
stimmen'  (12  hefte  1826 — 1860)  mit  berücksichtigung  der  andern 
werke  Silchers  und  genauen  quellenangaben. 

12.  0.  Hieß,  Joh.  Abr.  Peter  Schulz'  leben  (1747—1800). 
ebd.   15,169—170. 

12a.  D.  F.  Heilmann,  Mörikes  lyrik  und  das  Volkslied. 
Berlin,  Ehering.  1913.  VIII,133  s.  4  m.  —  s.  1—93  als  Mar- 
burger diss. 

18.  S.  Ankenbrand,  Die  gärtnersfrau,  ein  kunstlied  [von 
L.  Dreves  1836]  im  volksmunde.     Hess.  bl.   13,145 — 153. 

13a.  0.  Stückrath,  Drei  kunstlieder  im  volksmunde.  ZfVk. 
24,315—317.  —  1.  Döring,  Der  sternlein  beer  (1780).  G.  Leon, 
Holde  sittsamkeit  (1778).     3.  Seyd  fröhlich  (1824). 

14.  J.  Bolte,  M.  Friedlaender,  John  Meier,  M.  E.oe- 
diger,  Aufruf  zur  Sammlung  deutscher  Volkslieder,  vom  volks- 
liedausschuß  des  Verbandes  deutscher  vereine  für  Volkskunde. 
Hess.  bl.  f.  volksk.   13,206—208  =  ZfrheinVk.   11,302—304. 

15.  Ankenbrand,  Bericht  über  die  fränkische  Volkslieder- 
sammlung.    Blätter  zur  bayr.  volksk.  3, VI  f. 

16.  C.  Rotter,  Das  Volkslied  in  Österreich,  arbeitsgebiet 
Salzburg.  Anleitung  zum  sammeln  und  aufzeichnen.  Wien  o.  j. 
44  s.  8°.  —  das  büchlein  schließt  sich  an  den  entwurf  J.  Pom- 
mers  v.  j.  1904  an,  führt  jedoch  die  musikalische  seite  der  sammel- 
arbeit  näher  aus. 

17.  J.  Pommer,  Über  die  beste  anläge  eines  melodien- 
registers.     DdVl.   16,37— 40.  —  nach  H.  Rietsch,  AfdA.  36,153. 

18.  E,.  Zoder,  Die  melodisch-stichische  anordnungvon  ländler- 
melodien.     DdVl.  16,87—89.  106—108.  128—130.   159—162. 

19.  G.  Brandsch,  Noch  ein  verschlag  zur  lexikalischen 
anordnung  von  volksmelodien.     ZfVk,  24,196 — 199. 

20.  0.  Bö  ekel,  Die  auf  Zeichnung  der  deutschen  volkslied- 
weisen.    Deutscher  voLkswart  1,58 — 62. 


90  XYII.    Volksdichtung. 

21.  Plass,  Sammlung  alter  ortseigentümlicher  weisen.  AUg. 
musikztg.  41,23. 

22.  K.  Wehrhan,  Zur  erforschung  des  deutschen  Volks- 
liedes.    Geisteswiss.   1,1044  f. 

33.  Zack,  Das  Volkslied  in  Steiermark.  Dt.  sängerbundes- 
zeitung  5,18. 

24.  R au sse,  Neue  Volkslieder.  Köln,  volksztg.  1913,  7.  august. 

25.  Metz,  Das  entartete  Volkslied,  Musikal.  rundschau 
1,11 — 12.  —  Riemann,  Das  Volkslied  in  der gesellschaft.    ebd.  1,5. 

26.  Singer,  Vom  Schema  des  gassenhauers,  Allg.  musikztg. 
40,49. 

27.  A.  Biese,  Die  poesie  des  krieges  uud  der  krieg  in  der 
poesie.     Konservative  mtschr.   72,1,61 — 69.    117 — 128, 

28.  M,  Pines,  Die  geschichte  der  jüdisch-deutschen  lite- 
ratur,  nach  dem  französischen  original  bearbeitet  von  G,  Hecht. 
Leipzig,  G,  Engel,  1913,  253  s.  4,50  m.  —  s,  30—37  Die 
Volkslieder  (über  die  Sammlung  von  Günzburg  und  Marek  1901). 
—  rec.  K,  Wehrhan,  ZfrheinVk.   11,159. 

Sammlimgeu.  29.  Das  deutsche  Volkslied,  Zeitschrift  für 
seine  kenntnis  und  pflege,  unter  der  leitung  von  J.  Pommer, 
H.  Praungruber,  K.  Kronfuß  hrsg.  16.  jahrg.  Wien  XVIII, 
Exnerg,  4.  240  s.  in  10  nummern,  5  m.  —  15  Sitzung  des 
redaktionsausschusses  für  die  publikation  'Das  Volkslied  in  Öster- 
reich', 94  arbeitsausschuß  für  Kärnten.  131 — 134.  164 — 171 
hauptausschuß,  134 — 139.  171 — 181  arbeitsausschuß  für  Böhmen, 
Oberösterreich,  Steiermark.  —  29  f.  78  f.  100  f.  122  f.  188  f. 
231  Th.  Berger,  Singweisen  zu  oberösterreichischen  krippelliedern 
VII— XVII.  213  Wänns  heumahn  so  lusti  wa.  216  Glocken- 
sprache. 236  Hiaslund  Jägl.  —  58  H.  Commenda,  Zwei  schaukel- 
liedchen  aus  Linz.  59  Ruf  der  rettich  verkaufenden  buben. 
82  Hiwaskorn,  häwaskorn.  105  f.  Neckverse.  —  7 — 9  0.  Eber- 
hard, Streit  zwischen  Jäger  und  wildschütz.  151  f.  s  händwerk- 
gsäng.  —  57  K.  Eckl,  Wenn  ne  af  Paschläwitz  gäih.  236  f. 
Vierzeiler  aus  Deutschbohmen.  —  31  J.  Pischinger  und  L.  Raab, 
Singweise  zum  binderlied.  —  28  A  Prank,  Hirtenlied.  55  f.  Zwei 
ansinglieder  aus  Gommersdorf.  145 — 149  Volksliedvergewaltigung 
und  Vernichtung  durch  gebildete  auf  dem  lande.  189  Ulingerlied. 
231  Graf  und  nonne.  —  59  H,  Priedl,  Schnaderhüpflweise. 
214  Waberl  wiar!  Ei  was  rumpelt  am  bodn?  237  f.  Kinderlied- 
chen  aus  dem  oberen  Mühlviertel.  —  51  f.  A.  Gaertner,  0  himm- 
lischer väda.  —  217  A.  L.  Gaßmann,  Dr  Habsburger,  —  9  f. 
J.  Gaub}^,  Meini  fadH  sein  älls  zaundürr.  80  Vor  unserm  herr- 
gott  sind  wir  alle   gleich.  —  36.  A.  Gerlach,    Altes   nachtgebet. 


XVII.   A.  Volkslied.  91' 

100 Regina.  —  238  f.  J.  Götz,  Die  drossel.  —  60  L.  Hartenstein, 
Der  totenkopf.  85  f.  240  Alte  tanzweisen  3 — 4:  walzer.  —  5  H. 
Herbst,  Adam  und  Eva.  —  33.  F.  Jugl,  Schenkenlied.  —  73 — 76 
E.    Jungwirth,    Kinderreime.       126    Der    mai    sei    willekommen. 

191  Vogelnest  ausnehmen.  216  Anszählreime.  —  11  f.  H.  Kell- 
ner, Bastlösereim.  82  Kreislied  aus  Hauskirchen.  152  f.  Kreis- 
lied aus  Meidling.  —  35  K.  Klier,  Schnäderhüpfelweise  aus  Perch- 
toldsdorf.  104  Bauer  und  dirn.  156  f.  Vierzeilige  aus  Perch- 
toldsdorf.  216  Kohlbauernbuam.  232  f.  Der  Blankenstein-husar. 
—  59  G.  V.  Kotek,  Der  Preiner  Jodler.  149  K.  Kronfuß, 
Das  totenkopflied.  —  5  M,  Kuck  ei,  Preußisch-Eylau  ist  eine 
wunderschöne  stadt.  11  Pingerspiele.  54  Soldatenlieder  aus 
Schleswig-Holstein  (1864).  192  Kniereiterliedchen.  —  58  M.  v. 
Kurz,  Aufn  untern  grias.  —  77  £.  K.  Liebleitner,  Dräust  auf 
da  grean  beiden.  125  f.  Ja  die  bedlleit.  —  13.  35  f.  84.  105. 
127.  159.  193.  217  E.  Lohwag  u.  J.  Götz,  Nachahmungen  von 
vogel-  und  tierstimmen  (3 — 14).  —  127  H.  Lobitzer,  Schups  auf 
d  höh!  237  Einstimmiger  jodler  aus  Eisenerz.  —  125  R.  Maier, 
Rögg  n'r  außr  dei  handli  unts  schlüssale  mit.  —  33  S.  Mathieu, 
Zeppelinlied  aus  Eschweiler.  79  f.  Lieder,  die  ich  von  meinen 
Schulkindern  gehört  habe.  —  216  A.  Matosch,  Schnaderhüpfel. 
- —  40  f.  218  K.  Mautner,  Nachträge  zum  13.  und  14.  Jahrgang. 
80  Da  fruahling.  157^/„  auf  ^j^.  212  Bauer  und  dirn.  —  215 
L.  Pirkl,  Staudinger  lieder.  —  6.  30  f.  56.  81.  103.   124  f.  150 f. 

192  f.  233  f.  J.  Pommer,  Tiroler  aufzeichnungen  (14—22). 
12  Ein  zweistimmiger  vom  Grundlsee,  Ein  juchzer.  Ein  steirischer. 
32  Kimp  schon  mehr  die  samstagsnächt.  35  Der  Meran  ludler. 
60  Es  fuhr  ein  bauer  ins  holz.  83  f.  Lackners  preisjodler. 
104.  Schnäderhüpfelweise.  105  Der  bohnhalmer.  108  f.  A  wunda- 
scheans  jargale.  155  f.  Das  Amerikalied.  159  f.  Ein  juchezer. 
190  f.  Steirerlieder:  Springt  der  hirsch  übern  bach.  216  Napoleon- 
schnad erhüpf el.  217.  Juchezer.  219  AVie  Blattl-lieder  wandern. 
238  Diholli  äi  äli  ä.  Eine  musikalische  knacknuß.  —  235  F.  Pöschl, 
Die  faule  senndrin.  —  11  M.  Rödl,  Sprücheln  aus  Leifers,  Süd- 
tirol. —  33  f.  H.  Ruhe,  Zu  'Ein  Schneider  fing  ne  maus'. 
153 — 155  Schäfer  und  edelmann.  —  190  J.  Schallaudek,  Schön 
und  lustig  häts  bei  uns  da  jagersbua.  —  52  P.  Schaller,  Krippen- 
lieder aus  Oberösterreich  1.  234  f.  Steirer  schützenlied.  —  156 
P.  Schreiber,  Kettenreim  aus  Schlesien.  —  158  f.  M.  Seifert- 
Kuntner,  Zwei  alte  Neuwaldegger  tanze.  —  10  A.  Stahl, 
s  gamserl  is  schon  gfälln.  —  101 — 103  J.  Weber,  s  vögei.  — 
53  f.  K.  AVieser,  Altes  jägerlied.  —  123  f.  W.  de  Witt,  Schön 
ist  die  Jugend.  212  Ich  wand  mir  einst  einen  veilchenkranz. 
213  Hallo  wir  wolln  nach  hause  gehn. 


92  XVII.    Volksdichtung. 

30.  K.  Henniger,  Neues  wunderhorn.  3.  aufl.  München, 
Holbeinverlag.     VII,23G  s. 

31.  0.  Meisinger,  Das  Volkslied  im  badischen  Oberland. 
Mein  heimatland,  bad.   blätter  1,24 — 26. 

32.  0.  Meisinger,  Oberländer  volksliederbuch,  im  auftrage 
des  Vereins  Badische  heimat  hrsg.  Heidelberg,  Winter.  VIII, 
167  s.  0,60  m.  —  162  nr.  mit  melodien,  ein  handlicher  auszug 
aus  den  1913  erschienenen  trefflichen  'Volksliedern  aus  dem  badi- 
schen Oberlande'.  —  rec.  R.  Kapff,  ZfdMa.  1914,285. 

33.  Kettnacker  und  Sänger,  Lieder  und  volkssprüche 
aus  der  Umgebung  von  Kandern.     Alem.  42,44 — 49. 

34.  E.  Fehrle,  Zwei  Volkslieder  aus  Aasen  (Mein  schätz 
der  will  wandern.  Macht  man  im  leben  kaum).  Mein  heimatland 
1,51—54. 

35.  Fränkische  Volkslieder.  Heimatbilder  aus  Oberfrankeu 
3,47.  —  Altes  rockenstubenlied.  ebd.  3,46.  —  Kriegszeitliche  aus- 
zählsprüchlein.     ebd.  3,80. 

36.  R.  Bauer,  Zur  Sammlung  der  Volkslieder.  Mitt.  f. 
Sachs,  volksk.  6,206 — 208.  —  F.  Hälsig,  Volkskundliches  aus 
dem  Vogtlande,     ebd.  6,178—191. 

37.  K.  Brügmann  und  W.  Rittinghaus,  Westfälisches 
liederblatt,  2.  heft.  Osnabrück,  Wandervogel.  61  s.  —  rec. 
K.  Wehrhan,  ZfrheinVk.  11,237.  W.  Heidemann,  Ravens- 
berger  bl.   1914,4. 

Balladen  nnd  liebeslieder.  38.  J.  Vollschwitz,  Die 
frau  von  der  Weißenburg,  das  lied  und  die  sage.  Straßburg,  Trübner, 
VIII,  144  s.,  3  taf.  4  m.  (Freie  forschungen  zur  dt.  litgesch.  1.) 
—  s.  1 — 57  erschienen  als  Straßburger  diss.  V.  sucht  die  urform 
der  in  sieben  fassungen  des  16. — 19.  jahrh.  vorliegenden  ballade 
zu  ermitteln  und  vergleicht  sie  mit  den  berichten  der  um  1150 
abgefaßten  Gosecker  chronik  (MGr.  scr.  10,140)  und  der  wohl  eine 
um  1200  geschriebene  erzählung  benutzenden  Reinhardsbrunner 
chronik  (MG.  scr.  30,1,522).  nach  jener  ließ  graf  Ludwig  von 
Thüringen  1085  den  sächsischen  pfalzgrafen  Friedrich  durch  drei 
ritter  auf  der  jagd  töten  und  heiratete  seine  witwe  Adelheid;  nach 
dieser  tötete  ihn  Ludwig  selber  bei  Zscheiplitz,  nachdem  Adelheid 
ihren  badenden  gatten  gereizt  hatte,  dem  unberechtigt  in  der  nähe 
jagenden  grafen  nachzueilen,  die  Spielmannsdichtung,  welche  der 
Gosecker  chronik  näher  steht,  mag  im  13.  Jahrhundert  abgefaßt 
sein;  an  die  stelle  der  Weißenburg  trat  später  die  Luxemburg, 
die  Löwenburg  im  Siebengebirge,  das  Steinathal  im  Schwarzwald 
oder  das  Simmental  in  der  Schweiz. 

39.  K.  Gusinde,  Bruchstück  eines  Blaubartliedes  (Ulinger). 
MSchlesVk.   16,94. 


XVIT.  A.  Volkslied.  93 

40.  R.  Stammerjohann,  Zu  dem  Volkslied  31,48.  71  (Die 
treulose  braut.     Erk-Böhme  1,62.5).     Nd.  kbl.   34,46  f. 

41.  H.  Ruhe,  Zum  'breiten  stein'  (Erk-Böhme  1,146  'Als 
die  wunderschöne  Anna').  Nd.  kbl.  34,37 — 46.  —  dazu  Ph.  Strauch, 
ebd.   34,63. 

42.  E.  Egbring,  Der  fähnrich  zog  zum  kriege,  emsländisches 
Volkslied.     Hanno verland  8,251. 

43.  H.  Deiter,  Von  pasters  sine  kauh.  Nd.  kbl.  34,34  f. 
—  Volksdichtung  in  Mecklenburg  1 — 4,     ebd.  34,36  f. 

Standes-  und  festlieder.  44.  G.  Christ  und  F.  W.  Utsch, 
Der  Jäger  aus  Kurpfalz.  Mannheimer  geschichtsblätter  14,229 — 235. 
15,3—15.  —  vgl.  Jsb.   1913,17,47. 

45.  J.  Keiper,  Ein  Jäger  aus  Kurpfalz.  Pfalz,  museum 
1914(1).  —  vgl.  Mannh.  geschichtsblätter  14,259  f. 

46.  Gaß,  Ein  unbekanntes  lied  aus  dem  dreißigjährigen 
kriege.     Caecilia  31,1. 

47.  Martell,  Über  soemannslieder.   Dt.  sängerbundsztg.  5,41. 

48.  P.  Heidelbach,  Das  volkstümlichste  deutsche  Soldaten- 
lied im  Weltkrieg  1914  (Heimat,  ach  heimat,  ich  muß  dich  ver- 
lassen).    Hessenland  28,325 — 327. 

49.  W.  Heinz,  Das  bergmannslied.  diss.  Greifswald  1913. 
97  s. 

50.  E.  Fehrle,  Waffentänze.     Badische  heimat  1,160—180. 

51.  H.  Tardel,  Zwei  liedstudien  nr.  2.  Das  Lammerstraten- 
lied.     progr.     Bremen  (1914,  nr.   1040).     s.  30—70. 

52.  L.  Riemann,  Das  ehestandslied  (Mir  gefällt  das  eh- 
standsleben).     ZfrheinVk.   11,58—60. 

53.  M.  Helf ,  Das  faule- weib-singen  zu  Mareit  im  Ridnaun- 
tal,  Tirol.  ZföVk.  20,169  f.  —  spottlied  auf  ein  hochzeitspaar 
(10  Str.).     vgl.  Jsb.  1913,17,50. 

54.  K.  A.  Mai  er,  Das  maifest  in  Knielingen.  Badische 
heimat  1,117—119. 

55.  H.  Treseburg,  Gebräuche  zu  Martini  im  und  am  Harz. 
Niedersachsen  19,68.  —  H.  Severin,  Sitten,  gebrauche  und  be- 
lustigungen  im  Sauerlande.  ebd.  19,125 — 128  (lied  auf  einen 
Wilddieb,  auf  dreikönigstag).  —  H.  v.  Lüneburg-Uetze,  Die 
lustigen  Hänigser  (nd.  trinklieder).  ebd.  19,80.  —  Köhlerlied  auf 
einer  hillebüle.  ebd.  19,375.  —  KegeUieder.  ebd.  19,239  (Gloria 
victoria,  alle  neune  liegen  da).     398. 

56.  Jos.  Müller,  Der  stoppelhahn.  Der  kirchturmhahn. 
ZfrheinVk.   11,297. 

57.  W.  Schremmer,  Schlesische  dreschreime.  MSchlesVk. 
16,102  f.   —  F.  Graebisch,   Besenbinderlied.     ebd.  16,99—102. 


94  XVII.   Yolksdichtung. 

58.  A.  S.,  Alte  weihnachtslieder.  Schweizer  Volkskunde  4, 
81 — 90.  —  9  nr.,  zum  teil  mit  melodie. 

59.  Klingemann,  Deutsche  osterlieder  an  der  Sprach- 
grenze und  in  den  Sprachinseln.  Mtschr.  f.  gottesdienst  19, 
121—125.  154—157.  185—191.  219—211. 

60.  D.  Bollinger-Frey,  Was  die  marktfrauen  aus  Blotz- 
heim  bei  jedem  stundenschlage  beten.  Schweizer  Volkskunde  4,5. 
—  J.  Müller,  Stundengebet,  ebd.  4,26  f.  —  Abend-  und  morgen- 
gebete.     ebd.  4,27—31. 

61.  E.  Egbring,  Zwei  niederdeutsche  gebete  (das  zweite: 
14  engel).     Nd.  kbl.  34,89  f.  =  ZfrheinVk.  11,294  f. 

Kinderlieder.  62.  J.  Lewalter,  Deutsche  kinderlieder  in 
Hessen  aus  kindermund  in  wort  und  weise  gesammelt  und  hrsg. 
mit  einer  wissenschaftlichen  abhandlung  von  G.  Schläger,  heft  8. 
Cassel,  Victor.  s.  393 — 464.  0,75  m.  —  das  hiermit  abge- 
schlossene werk,  das  1911  begonnen  wurde,  ist  die  umfänglichste 
provinzialsammlung  deutscher  kinderlieder  und  übertrifft  durch 
die  den  1000  nummern  folgenden  vortrefflichen  anmerkungen 
(s.  263 — 429)  und  die  beiden  register  auch  Böhmes  größeres  werk 
y.  j.  1897,  bei  welchem  Lewalter  einer  der  eifrigsten  mitarbeiter 
war.  Schläger  hat  in  den  anmerkungen  an  die  stelle  der  beliebten 
raschen  deutung  auf  altgermanische  mythologie  geduldige  ver- 
gleichung  der  vielfältigen,  oft  verworrenen  Überlieferung  der  kinder- 
reime  und  methodische  ermittlung  der  urform  gesetzt  und  eine 
reihe  von  sichren  entlehnungen  aus  balladen,  liebesliedern,  rätseln, 
gesellschaftspielen  der  erwachsenen  nachgewiesen,  die  auf  dem 
titel  angekündigte  abhandlung  soll  später  als  ein  besonderes  büch- 
lein  erscheinen.   —  rec.  A.  Abt,  Litbl.   1914,329  f. 

63.  J.  Götz,  Kindervolkslieder,  eine  Sammlung  echter  Volks- 
lieder.    Wien,  Schulbücherverlag.     VI,54  s.      1,10  kr. 

64.  Gertrud  Meyer,  Tanzspiele  und  singtänze.  6.  aufl. 
Leipzig,  Teubner.     VIII, 63  s.     1  m. 

65.  G.  Meyer,  Tanzspiele  und  Volkstänze,  neue  folge.  Leipzig, 
Teubner.     57   s."^    1,20  m. 

66.  K.  Henniger,  Ringel-ringel-reihen,  100  kinderspiele  mit 
singweisen.  Köln,  Schaffstein.  1913.  82  s.  0,30  m.  (Blaue 
bändchen  51.)  —  rec.  H.  Ruhe,  DdVl.   16,162  f. 

67.  K.  Dienel,  Reigen  und  spinnstubenlieder.  Berlin, 
CoUignon.     0,80  m. 

68.  R.  Heller,  Kinderlieder  und  spiele  aus  Hallatatt.  ZföVk. 
20,49  f. 

69.  F.  Graebisch,  Kinderspiele  aus  Deutsch-Böhmen. 
MSchlesVk.  16,95—98. 


XVII.   A.  Volkslied.  95 

70.  H.  Deiter,  Das  laternenlied  in  Mecklenburg.  Nd.  kbl, 
34,35  f.  78. 

71.  E.  Möller,  Altes  Wiegenlied.     Heimat  (Kiel)  24,119. 

72.  F.  Krön  ig,  Kinderlieder  am  Südharze.  Niedersachsen 
19,341  f.  —  Bastlösereime,  ebd.  19,308.  —  Abzählreime,  ebd. 
19,504.  —  Wiegenlied,  ebd.  19,39.  —  Weihnacbtskinderreim. 
ebd.  19,119.  —  Lied  beim  einsammeln  für  das  osterfeuer.  ebd. 
19,285.  —  Martinslied.  ebd.  19,80.  —  T.  Jode,  Hamburger 
kinderspiele.     ebd.   19,298.  504. 

73.  A.  Götze,  Das  weinscbröterlied  des  Wunderborns. 
Badische  heimat  1,181 — 183. 

74.  J.  Müller,    Handkitzelverse.     ZfrheinVk.   11,144—147. 

—  Pingerspiel,     ebd.   11,153. 

75.  P.  Henke,  Wiegenliedchen  aus  Geseke.  ebd.  11,154. 
233.  —  Knabenspiele  und  lieder  aus  Geseke.     ebd.   11,213 — 219. 

—  Ein  melklied.     ebd.  11,295. 

76.  K.  Prüm  er.  Einige  alte  Dortmunder  kinderspiele  (hink- 
hüuschen;  Jakob  wo  bist  du;  ball;  bickeln;  müttken  driven; 
dütschen;  külken  oder  kalütkeu;  knicker).    ZfrheinVk.  11,147 — 152. 

—  E.  Arens,    Ein    kinderspiel.     ebd.   11,292  f.    —    H.   B eisen- 
herz, Das  düppenschloen.     ebd.   11,293  f. 

77.  Prigyes  Schwarz,  A  Soproni  nemet  gyermekdal  [Das 
Oedenburger  kindeidied].  Budapest,  Pfeiffer.  1913.  130s.  4,50  kr. 
(Nemet  philologiai  dolgozatok  szerkesztik  G.  Petz,  J.  Bleyer. 
H.  Schmidt  7.)  —  rec.  Archiv  131,246.  K.  Helm,  Hess.  bl.  f. 
volksk.  13,140.     ZfrheinVk.   12,75. 

77  a.  J.  E.  und  P.  S.,  Volkslieder  und  kinderreime  aus  den 
Wolgakolonien,  gesammelt  und  mit  einem  anhang  von  rätseln  zum 
150jährigen  Jubiläum  der  Wolgakolonien  hrsg.  Ssaratow,  buch- 
druckerei Energie.  XXVIII, 256  s.  —  die  280  lieder  und  reime 
sind  teils  aus  der  hessischen  (?)  heimat  mitgebracht,  teils  später 
durch  gedruckte  liederbücher  eingeführt,  nur  wenige  nummern 
(113.  160.  177.  191)  sind  in  Rußland  selber  entstanden,  ganz 
selten  ist  ein  russisches  wort  eingedrungen,  seit  der  russifizierung 
der  dorfschulen  bildet  neben  der  deutschen  predigt  das  Volkslied 
den  rettungsanker  für  das  Volkstum  der  kolonisten.  beigegeben 
sind  gute  verweise  auf  neuere  literatur,  wie  Erk-Böhmes  lieder- 
hort,  sowie  200  rätsei. 

Historische  yolkslieder.  78.  F.  Jacobsohn,  Der  dar- 
stellungsstil  der  historischen  Volkslieder  des  14.  und  15.  jahrh. 
und  die  lieder  von  der  schlacht  bei  Sempach.  diss.  Berlin. 
Rostock,  Hinstorff.      115  s. 


96  XVn.    Volksdichtung. 

79.  A.  Bernoulli,  Noch  ein  lied  vom  bauernkrieg  (1525). 
Alem.  42,51—53. 

79a.  H.  Deiter,  Ein  lied  auf  die  niederlage  des  herzogs 
Heinrich  von  Braunschweig  i.  j.  1545.  Zs.  f.  niedersächs.  kg. 
18,237—240. 

80.  K.  H.  Wels,  Zur  Volksdichtung  über  die  Schlacht  bei 
Wimpfen  (1622),  die  echtheit  der  'Zwey  gantz  newen  liedlein'. 
ZfGeschdOberrheins  29,130 — 144.  —  die  echtheit  der  beiden  bei 
Ditfurth,  Volkslieder  des  dreißigjährigen  krieges  1882,  s.  61  ab- 
gedruckten lieder  bezweifelte  schon  der  herausgeber  Bartsch  s.  IV. 
W.  dagegen  glaubt,  daß  sie  um  1650  metrisch  überarbeitet  und  daß 
erst  im  19.  jahrh.  die  beiden  letzten  strophen  angeflickt  wurden, 
die  den  tod  Deimlings  und  der  400  Pforzheimer  erwähnen. 

81.  Irma  Hift,  Das  alte  lied  vom  prinzen  Eugen.  ZföVk. 
20,157 — 160.  —  das  lied  reiht  an  die  am  18.  august  1717  er- 
folgte eroberung  von  Belgrad  den  tod  des  1683  bei  Petronell  ge- 
fallenen prinzen  Ludwig  an,  was  Kralik  ebd.  1,53  (1895)  durch 
eine  zusammenfügung  mehrerer  lieder  erklären  wollte.  Stratils 
angebliche  entdeckung  (1904)  wird  mit  recht  als  unglaubwürdig 
bezeichnet. 

82.  E.  Hoffmann-Krayer,  Zu  Straßburg  auf  der  schanz. 
Schweiz,  volksk.  4,14. 

83.  Napoleonlieder.    Niedersachsen  19,37.  58.  160.  182.  240. 
83a.     A.  Schmidt,  Kriegsgesang  aus  der  zeit  der  befreiungs- 

kriege.     Ravensberger  blätter  1914,46. 

84.  R.  Wielandt,  Ein  lustiges  spottlied  v.  j.  1849  aus  dem 
Eggener  tal.     Alem.  42,120—124. 

85.  J.  Bolte,  Nochmals  das  Soldatenlied  'Hurra,  die  schanze 
vier'.  ZfVk.  24,319.  —  vgl.  Jsb.  1912,17,90.  von  landwehrleutnant 
Bernau  1864  gedichtet. 

85a,  F.  Lorentzen,  Soldatenlieder  vom  Düppelsturm  1864. 
Heimat  (Kiel)  24,89.  100—102. 

86.  P.  Heidelbach,  Die  Hessen  und  das  Soldatenlied 
1870/71.  Hessenland  28,373— 375.  —  O.  Gerland,  Schmalkalder 
kriegslied  von  1870/71  (Wir  sitzen  so  fröhlich),  ebd.  28,296.  — 
H.  Bertelmann,  Kriegslied  von  1870/71  (Napoleon  du  schuster- 
geselle),    ebd.  28,309  f. 

87.  Ein  Hamburger  moritatenlied  (0  wie  tut  das  herz  mir 
bluten).     Schweizer  volksk.  4,7.  47  f. 

88.  E.  Fehrle,  Eine  Wandlung  des  liedes  vom  eisenbahn- 
unglück.     Alem.  42,49—51.  —  vgl.  33,49. 

Volkstümliche  lieder.  89.  R.  Michaelis,  Der  gesang- 
freund, ein  liederschatz  des  deutschen  volkes.  Leipzig,  A.  Michaelis. 
48  8.     0,25  m. 


XVII.   A.  Volkslied.  97 

90.  Der  ußtig,  schweizerisches  taschenliederbuch  hrsg.  von 
der  Schweizerischen  gesellschaft  für  Volkskunde.  Bern,  A.  Francke. 
15G  s.  8".  1,35  fr.  —  die  herausgeber  H.  Bächtold  und 
W.  Merian  liefern  in  alphabetischer  folge  eine  auswahl  von 
93  liedern,  'die  in  der  Schweiz  von  allen  ständen  gern  und  viel 
gesungen  werden',  in  guten  texten  und  melodien,  indem  sie  soviel 
als  möglich  die  im  volk  eingebürgerte  form  berücksichtigen,  neben 
den  Volksliedern  sind  auch  volkstümliche  lieder  aufgenommen, 
angehängt  sind  sorgfältige  notizen  über    dichter  und  komponisten. 

—  rec.  E.  Hoffmann-Kraver,  Schweizer,  archiv  18,120.    J.  Pom- 
mer,  DdVl.  1G,1G4. 

91.  A.  L.  Gaßmann,  Juhui!  volksliedbüchlein  der  Schweizer- 
jugend, GO  echte  Volkslieder,  jodel  und  gsätzli  für  eine  vor-  und 
nachstimme.  Zürich,  Gebr.  Hug  &  co.  IV,  108  s.  8^.  —  die  aus 
dem  allgemeinen  deutschen  liederschatze,  wie  aus  der  Schweiz  und 
aus  Tiroler  aufgenommenen  lieder  sind  zweistimmig  gesetzt  und 
für  alle  klassen  der  Volksschule  neben  den  vorgeschriebenen  schul- 
gesangbüchern  zu  verwenden,    gelobt  von  J.  Pommer,  DdVl.  16,196. 

92.  W.  Wer  ckm  eist  er,  Wandervogel-liederborn  für  die 
deutsche  Jugend.  2.  aufl.  Halle  a.  S.,  Gebauer-Schwetschke.  [1914]. 
VIII,  427  s.     2,50  m.  —  548  nr.  mit  melodien. 

93.  W.  Wer  ckm  eist  er,  Deutsches  lautenlied.  Berlin-Pankow, 
Köster. 

94.  W.  Je  cht  und  K.  Walter,  Oberlausitzer  liederblatt, 
1.  heft.  2.  aufl.  See  b.  Niesky,  Oberlausitzer  landbuchh.  48  s. 
0,60  m. 

95.  E.  Günther,  Turnliederbuch  der  Niedersachsen  und 
Friesen.     Crefeld,  Hohns.     1G8  s.     geb.  0,50  m. 

96.  H.  Böhm,  Volkslieder  für  heim  und  Wanderung,  im  auf- 
trage der  Zentralstelle  für  die  arbeitende  Jugend  Deutschlands  hrsg. 
Berlin,  Vorwärts.     XI,280  s.      geb.   1,50  m. 

97.  R.  Umbreit,  Arbeiterliederbuch  für  massengesang.  Dort- 
mund, Gerisch  &  co.     0,05  m. 

98.  J.  Pommer,  Liedei'buch  für  die  Deutschen  in  Oster- 
reich.    5.  aufl.     Wien,  Pichlers  witwe.    1905.     VIII,408  s.    2  m. 

—  vgl.  DdVl.  16,194—196. 

99.  R.  Preiß,  Unsere  lieder,  singbuch  für  Österreichs  Wander- 
vögel.    Leipzig,    F.  Hofmeister  0.  j.   [1913?].     280  s.    geb.  2  kr. 

—  rec.  DdVl.  16,131.  222. 

100.  Neues  Wiener  volksliederbuch  für  alle  geselligen  kreise, 
gesammelt  von  freunden  des  volksgesanges.  2.  aufl.  Wien,  Hart- 
leben.    XV,304  s.     geb.  2  m. 

Jahresbericht  für  germanische  philologie.   XXXVI.    (1914.)    II.  Teil.        7 


98  XVII.   Volksdichtung. 

101.  Turner-  und  Wanderlieder  für  die  Jugend.  Wien,  Wiener 
volksbuchh.      16  s.     0,10  m. 

102.  Harzmann,  Alte  kommersbücher,  ein  bibliographisclies 
Verzeichnis.     Burschenschaf tl.  blätter  27,5. 

103.  Alpers,  Der  Student  im  volksliede.  Kartellzeitung 
(Hannover)  30,17. 

104.  C.  Hartenstein,  Schulliederbuch,  echte  deutsche  Volks- 
lieder und  volkstümliche  lieder.  3,  heft:  Oberstufe.  Gera  1913. 
0,80  m.  —  rec.  DdVl.  16,130  f. 

105.  E.  Wißkott,  Jung-Schlesiens  lieder.  Langensalza, 
J.  Beltz.      176  s.     0,40  m. 

106.  Koldewey  und  H.  Sil  ex,  Jungdeutschland,  taschen- 
liederbuch.     Braunschweig,  Appelhans.      79  s.     0,10  m. 

107.  Soldatenliederbuch,  ausgegeben  vom  kgl.  preußischen 
kriegsministerium.  einstimmige  gesänge.  ausgäbe  für  die  kaiserl. 
marine,  vermehrt  durch  einen  3.  teil:  Lieder  für  seeleute.  Berlin, 
Mittler  u.  söhn.  XX,386  s.  8^  kart.  1,25  m.  —  159  -j-  61  nr., 
meist  mit  melodien. 

108.  Kriegsliederbuch  für  das  deutsche  beer  1914.  hrsg. 
von  der  kommission  für  das  kaiserliche  volksliederbuch.  Berlin, 
Trowitzsch  &  söhn.     40  s.     0,15  s.  —  52  nr. 

109.  F.  Jode,  Musketier  seins  lustge  brüder.  alte  liebe 
Soldatenlieder.     Jena,  Diederichs.     31   s.     0,25  m. 

110.  G.  E,.  Kruse,  Kriegslieder,  gesammelt  u.  hrsg.  Leipzig, 
Eeclam.     96  s.     0,20  m.     (Uuiversalbibl.  nr.  5711.) 

111.  F,  Ludwig,  33  Soldatenlieder.  Regensburg,  Habbel. 
48  s.     0,10  m. 

112.  J.  Manitius,  Jung  Deutschland  voran!  2.  aufl.  Leipzig, 
Jansa.  48  s.  0,15  m.  —  100  volks-  und  vaterlandslieder.  2.  aufl. 
ebd.     48  s.     0,15  m. 

118.  F.  Müller,  Vaterlands-  und  Soldatenlieder.  2.  aufl. 
Halle,  A.  H.  Müller.     VI,98  s.     0,60  m. 

114.  E.  Neubert,  Kleines  taschenliederbuch  für  den  deut- 
schen Soldaten.     8.  aufl.     Dresden,  C.  Heinrich.      110  s.    0,20  m. 

115.  C.  V.  Richthofen,  Soldatenlieder  gesammelt  im  1.  kriegs- 
monat  1914.     Breslau.     28  s.     0,15  m. 

116.  F.  Rumpf,  Wenns  die  Soldaten  durch  die  stadt 
marschieren.  Soldatenlieder  gesammelt  und  mit  bildern  versehen. 
Berlin,  E.  Reiß.     104  s.     geb.   2,80  m. 

117.  H.  Scherrer,  Deutsche  Soldatenlieder  mit  gitarre- 
begleitung.     Leipzig,  Hofmeister.     VI,289  s.     geb.  4,50  m. 


XVII.  A.  Volkslied.  99 

118.  F.  Schloemp,  Liebe  und  trompetenblasen,  lustige 
Soldaten-  und  kriegslieder  aus  alter  und  neuester  zeit,  mit  bildern 
von  F.  Wolff.     München,  G.  Müller.      134  s.     2  m. 

119.  D.  Schrutz,  Die  schönsten  lieder  für  Deutschlands 
Soldaten,  gesammelt.     Bonn,  Heidelmann.      32  s.     0,10  m. 

120.  Stein,  Etwas  vom  soldatensang.  Dt.  sängerbundes- 
zeitung  5,28. 

121.  M.  Walter,  Neues  armeeliederbuch,  225  lieder  mit 
20  abbildungeu  von  ß,  Knötel.    Oldenburg,  Stelling.    4  bl.    144  s. 

122.  F.  Weber,  Des  deutschen  kriegers  liederbuch.  Breslau, 
Goerlich.     78  s.     0,10  m. 

123.  Lieder  unserer  Soldaten  im  kriegsjahr  1914,  mit  Zeich- 
nungen von  H.  Rosenberg.  Berlin,  A.  Juncker.  63  s.  kart.  1  m. 
(Orplid-bücher  11.)  —  Deutsche  kriegslieder.  Leipzig,  Inselverlag. 
0,50  m.  —  Deutsche  vaterlandslieder.  ebd.  0,50  m.  —  Kriegs- 
und siegeslieder,  dem  Vaterland  und  seiner  wehr  zu  rühm  und  ehr. 
Kempten,  Kösel.  64  s.  0,15  m.  —  Kriegs-  und  vaterlandslieder. 
Berlin,  Weichert.  64  s.  0,10  m.  —  Unsere  vaterlandslieder  zum 
mitsingen.  Berlin,  Schlesinger.  Wien,  Haslinger.  32  s.  0,10  m. 
(36  nr.)  —  Vaterlandslieder  und  andere,  mit  noten  für  gesang  und 
klavierbegleitung.  Berlin,  E.  Litfaß.  32  s.  0,20  m.  (37  nr.  mit 
melodien.)  —  Deutsche  Soldaten-  und  Volkslieder.  Berlin  u.  Wien, 
Ullstein  &  co.  62  s.  0,25  m.  (=  Kriegstaschenbücher  4).  (51  nr. 
mit  melodien.)  —  Alte  und  neue  Soldatenlieder,  hrsg.  im  kriegs- 
jahre  1914.  München,  Seyfried  &  co.  32  s.  —  Sammlung  vater- 
ländischer lieder,  veranstaltet  im  auftrage  des  rates  zu  Dresden. 
Dresden,  Adler.  24  s.  0,15  m.  —  Deutsches  kriegsliederbuch, 
dargeboten  vom  christlichen  soldatenbund  im  königreich  Sachsen. 
Dresden,  Verbandsbuchh.  59  s.  0,15  m.  —  Gott  mit  uns!  vater- 
ländische und  religiöse  lieder  für  unsre  kiieger.  Stuttgart,  Ev.  ge- 
sellschaft.  0,15  m.  —  0  Deutschland  hoch  in  ehren!  die  be- 
liebtesten Soldatenlieder  nach  schriftlicher  und  mündlicher  Über- 
lieferung. Stuttgart,  A.  Auer.  112  s.  0,40  m.  —  Haltet  aus 
im  sturmgebraus.  kriegsliederbuch  und  sämtliche  militärsignale. 
Dresden,  Mignon.  64  s.  0,10  m.  —  Kriegs-  und  Soldatenlieder, 
6.  aufl.  Karlsruhe,  Gutsch.  20  s.  0,15  m.  —  Marschlieder- 
buch für  unsre  truppen.  Wiesbaden,  Bechtold  &  co.  42  s. 
0,15  m.  —  Singbüchlein  für  Soldaten,  heer  und  flotte  gewidmet 
vom  Dürerbund.  München,  Callwey.  32  s.  0,10  m.  —  Soldaten- 
marschlieder  (46  nr,).  Köln,  Tonger.  0,10  m.  —  Deutsche  kriegs- 
und  Soldatenlieder.  Lübeck,  Wessel.  64  s.  0,10  m.  —  Auf  der 
wacht,  100  kriegs-  und  heimatslieder.  Leipzig,  Zschocher.  64  s. 
0,10  m.  —  Feinde  ringsum!     Vater   ich   rufe  dich!     50  soldaten- 

7* 


100  XVII.    Volksdichtung. 

lieder.  Halle,  Waisenhaus.  23  s.  0,10  m.  —  Deutschland  über 
alles!  Braunschweiger  soldatenliederbuch  für  den  tornister.  Braun- 
schweig, Appelhans,  48  s.  0,10  m.  —  Kriegsliederbuch.  Mit 
gott  für  kaiser  und  reich.  Leipzig,  Winter.  32  s.  0,10  m.  — 
Krieger-  und  Soldatenlieder  nebst  Vaterlands-  und  Volksliedern, 
hrsg.  von  M.  B.  Stuttgart,  Mähler.  59  s.  0,20  m.  —  2.  aufl. 
63  s.  —  Kleines  Soldaten-  und  kriegerliederbuch.  ebd.  32  s. 
0,15  m.  —  Soldaten-  und  vaterlandslieder.  Reutlingen,  Enßlin 
und  Laiblin.  64  s.  0,10  m.  —  Deutsches  soldatenliederbuch, 
eine  Sammlung  von  kriegs-  und  vaterlandsliedern.  Eßlingen,  Lang- 
guth.     32  s.     0,10  m. 

124.  Kammerer,  Zu  Mantua  in  banden.  DdVl.  16,241.  — 
Die  weise  von  Mosens  gedieht  soll  angeblich  von  dem  Kloster- 
neuburger   Sänger   Leop.   Knebelsberger    (1814 — 1869)    herrühren. 

125.  0.  Gerland,  Die  wacht  am  Rhein.    Hessenland  28,251. 

126.  Friedr.  Wilhelm  fürst  zu  Ysenburg,  Die  deutsche 
nationalhymne.     Hessenland  28,261. 

127.  Hüsing,  Doi  clan,  doi  clan  diebe  rahales.  Mtschr.  f. 
gottesdienst  [?]  9,2. 

128.  Schollenberger,  Eine  neue  schweizerische  national- 
hj^mne.     Schweiz,  musikztg.  54,1.  8.  —  Appia,   ebd.   54,12. 

129.  Besprechungen  früher  verzeichneter  Schriften:  1.  0. 
Böckel,  Psychologie  der  Volksdichtung  1913,17,2.  F.  B.,  ZfVk. 
24,218.  E.  Ebner,  BZfRw.  1914,81.  A.  Becker,  BfGw.  50,449. 
Bertsche,  ZSprV.  29,388  f.  K.  Helm,  Hess.  bl.  f.  volksk.  13, 
204  f.  ZfrheinVk.  11,69.  —  2.  P.  Geiger,  Volksliedinteresse  in 
der  Schweiz  1911,17,2.  E.  Panzer,  DLz.  1914,2608  f.  — 
3.  G.  Jungbauer,  Bibliographie  des  Volksliedes  in  Böhmen 
1913,17,6.  H.  Commenda,  DdVl.  16,91—93.  J.  Blau,  ZföVk. 
20,59  f.  —  4.  C.  Rotter,  Der  schnaderhüpfel-rhythmus  1912, 
17,12.  A.  Webinger,  Zbl.  1914,304—306  und  ZföVk.  20, 
144—152.  Auguste  Müller,  ZfdPh.  46,324—326.  —  5.  W.  Uhl, 
Winüiod,  Supplement  1913,17,13.  K.  Helm,  Litbl.  1914,379  f. 
K.  Euling,  ZfdPh.  46,459—465.  Uhl  selber,  Zbl.  1914,86  und 
GRMon.  6,365.  —  6.  F.  Arnold,  Das  deutsche  Volkslied  1912, 
17.15.  A.  Biese,  Mtschr.  13,30.  —  7.  K.  Rattay,  Die  Ostracher 
liederhandschrift  1911,17,20.  H.  Rietsch,  AfdA.  36,152—159. 
K.  Helm,  Litbl.  1914,278  f.  —  8.  0.  Meisinger,  Volkslieder 
aus  dem  badischen  Oberlande  1913,17,28.  R.  Kapff,  ZfdMa. 
9.285.  0.  M.,  GRMon.  6,191  f.  —  9.  C.  Köhler  und  L.  Rie- 
mann.  Die  spinnstube  1913,17,29.  J.  Pommer,  DdVl.  16,14. 
66  f.  K.  Wehrhan,  ZfrheinVk.  11,237.  —  10.  W.  Schremmer 
und    E.  Schönbrunn,    Volkslieder    aus    dem   Eulengebirge    1913, 


XVII.   A.  Volkslied.  101 

17,31.  G.  Jungbauer,  DdVl.  16,61  f.  —  11.  E.  Roese,  Lebende 
spinnstubenlieder  1911,17,31.  W.  Ziesemer,  Hess.  bl.  f.  volksk. 
13,135.  K.  Wehrhan,  ZfrheinVk.  11,238.  —  12.  M.  Kuckei 
xmd  M.  Ruhe  Volkslieder  aus  Schleswig-Holstein  1^13,17,37. 
Köhler,  ZfrheinVk.  11,80.  —  13.  R.  Thietz,  Die  l  ade  vom 
grafen  und  der  magd  1913,17,40.     G.  Jungbauer,    DdVl.  16,62. 

—  14.  G.  J.  Kuhn,  VolksHeder  1913,17,92.  E.  Schröder,  AfdA. 
37,61. 

2.    Niederländische  Volkslieder. 

130.  H.  F.  Wirth,  Der  Untergang  des  niederländischen 
Volksliedes  1911,17,84.  rec.  E.  Schnitze,  Zs.  f.  sozialwiss.  n.  f. 
5(11). 

131.  G.  J.  Boekenoogen,  Een  Antwerpsch  driekoningenlied 
uit  de  17.  eeuw  en  andere  parodieen  van  het  sterrelied.  Volks- 
kunde 25,24 — 36.  —  M.  Sabbe,  Nog  het  driekoningenlied.  ebd. 
25,138  f. 

132.  Th,  Peeters,  Oude  Kempische  liederen  nr.  27 — 28. 
Volkskunde  25,64  f.  134—138. 

133.  D.  F.  Scheurleer,  Onze  mannen  ter  zee  in  dicht  en 
beeld.  gedichten,  portretten,  penningen  en  grafmonumenten  door 
tijdgenooten,  verzameld,  1.  deel:  1572 — 1654,  2.  deel:  1655 — 1678. 
3.  deel:  1679—1800.  's-Gravenhage,  M.  Nijhoff.  1912—1914. 
XXIV,209.     XVI,270.     XVI,268  s.      4"    mit    vielen    abbildungen. 

—  enthält  neben  vielen  kunstdichtungen  auch  Volkslieder  auf  see- 
helden  und  seeleben. 

134.  D.  F.  Scheurleer,  Van  varen  en  van  vechten.  verzen 
van  tijdgenooten  op  onze  zeehelden  en  zeeslagen,  lof  -en  schimp- 
dichten,  verzameld.  's-Gravenhage,  M.  Nijhoff.  1914.  bd.  1  —  3. 
XIV,467.  XI,564.  X,642  s.  8°.  16  m.  —  eine  kleinere  text- 
ausgabe  der  vorigen  nummer  ohne  abbildungen. 

135.  Das  Geusenlied,  hrsg.  von  Muck.  Leipzig,  C.  Matthes. 
13  s.     0,20  m. 

3.    Englische  Volkslieder. 

136.  A.  Wirth,  Tod  und  grab  in  der  schottisch-englischen 
volksballade.  eine  studio  zum  Volkslied,  progr.  Bernburg  (nr.  982). 
48  s.  4".  —  behandelt  die  motive:  todesursachen,  Vorzeichen, 
Scheintod,  tod  und  trauer,  geisterleben,  grab,  räche  in  Childs 
großer  Sammlung.  —  rec.  ZfVk.  24,221. 

137.  0.  Sauer,  Die  quellen  der  Chevy-chase-balladen.  diss. 
Halle  1913.     40  s.  —  rec.  Archiv  132,240. 

138.  K.  Ehrke,  Das  geistermotiv  in  der  schottisch-englischen 
volksballade,    ein   beitrag   zur  geschichte  der  Volksdichtung,     diss. 


102  XVII.    Volksdichtung. 

Marburg.      119  s.    —    rec.    A.    Ludwig,    LE.    16,1648.      Archiv 
132,240. 

139.  H.  Tardel,  Zwei  liedstudien,  1.  Die  englisch-schottische 
rabenballade.     progr.     Bremen.     70  s, 

140.  M.  Dametz,  Englische  Volkslieder  und  morisken tanze, 
progr.  der  staatsrealschule  Wien  1912.  —  rec.  A.  Eichler,  ZföG-. 
64,1148. 

141.  W.  Bolle,  Porbes'  'Songs  and  fancies',  das  erste  in 
Schottland  gedruckte  liederbuch.  Archiv  131,320 — 333.  132,36—65. 

142.  B.  Neuendorf  f.  Nachklänge  des  'nußbraunen  mädchens' 
(in  dramen  des   16.  jahrh.).     Archiv   132,139 — 141. 

143.  H.  Spies,  Posies,  ein  beitrag  zur  englischen  Volks- 
kunde. Festschrift  zum  16.  neuphilogentag  in  Bremen  (Heidel- 
berg, Winter)  s.  45 — 69.  —  proben  aus  der  1624  gedruckten 
Sammlung  von  ringsprüchen :  'Loues  garland,  or  Posies  for  rings, 
handkerchers  and  gloues'  und  einigen  ähnlichen  werken  des 
17.— 18.  jahrh. 

144.  J.  Pulver,  The  dances  of  Shakespeare's  England. 
Sammelbde.  der  Internat,  musikges.   15,99 — 102. 

145.  0.  Elek,  Über  die  schottischen  volksballaden  (unga- 
risch).    Egyetemes  philologiai  közlöny  38,31 — 39.  90 — 105. 

146.  H.  Rhyn,  Die  balladendichtung  Th.  Fontanes  mit  be- 
sondrer berücksichtigung  seiner  bearbeitungen  altenglischer  und 
altschottischer  balladen  aus  den  Sammlungen  von  Percy  und  Scott. 
Bern,  Franke.     208  s.     4,80  m. 

147.  English  and  scottish  populär  ballads,  edited  from  the 
collection  of  F.  J.  Child  and  others.  Cambridge  edition.  London, 
Nutt.      12/6. 

148.  E,.  Smith,  The  traditional  ballad  in  the  South.  J.  of 
american  folklore  27,55 — 66.  —  statistische  übersieht  der  Ver- 
breitung englischer  balladen  in  Amerika. 

149.  Evelyn  E.  Gardner,  Ballads  (Lady  Isabel  and  the 
elf-knight.     Jenny  Troy).     ebd.  27,90—93. 

4.    Skandinavische  Volkslieder. 

150.  H.  Grüner  Nielsen,  Danske  viser  fra  adelsviseböger 
of  flyveblad  1530—1630  udgivne,  2.  bd.  K0benhavn,  Gyldendal. 
280  s.  —  nr.  37 — 114,  epische  und  moralisierende  stücke,  darunter 
aus  dem  deutschen  nr.  59  'Mester  Hildebrand',  60  'Danyser', 
61  'Ridderen  af  Steiermark',  62  'Skomageren  og  edelmanden', 
63  'Kongedatteren  og  l0ven',  64  'Jomfruen  og  dvsergen'.  —  rec. 
Beets,  Museum  20(1.  9).  —  vgl.  Jsb.   1912,17,115. 


XVII.   B.  Volksschauspifcl.  103 

151.  J.  Bolte,  Aus  Hermann  Kestners  volksliedersamm- 
lung  1.  Vogel  im  käfig  (übersetzt  aus  Berggreen,  Folkesange  1^, 
200).     ZfVk.  24,424. 

152.  Tb.  Laub  og  C.  Ellin g,  Omkvsede-rytmen,  Danske 
studier  1914,94  f. 

153.  C.  Elling,  Vore  kjsempeviser  belyst  fra  musikalsk 
synspunkt.  Kristiania,  Dybwad,  (Videnskabs  selskabets  skrifter, 
bist,  filos.  klasse  1918,  nr,  4.)  —  reo.  H.  Grüner  Nielsen, 
Danske  studier  1914,188—193. 

154.  J.  C.  H.  R.  Steenstrup,  The  medieeval  populär  ballad 
transl.  by  E.  Gr.  Cox.     Boston  u.  New  York,  Ginn  &  co. 

155.  C.  W.  V.  Sydow,  Folkminnena  och  deras  insamling, 
räd  och  anvisningar.  Eolkminnen  och  folktankar  1,177 — 216.  — 
s.  205 — 213  über  lieder,  melodien,  tanze,  rätsei,  Sprichwörter. 

156.  0.  Christofferson,  Majfirandet  i  Fru  Alstad  är  1861. 
Folkminnen  och  folktankar  1,25 — 28.  —  S.  Andersson,  Maj- 
och  pingstfirandet  vid  Alnarp  pä  1850-talet.  ebd.  1,29 — 34.  — 
E.  Sjöberg,  Majvisa  frän  Blekinge.     ebd.   1,35  £. 

157.  J.  Andersson,  Nägra  kontradanser  frän  1700-talet. 
ebd.  1,96—100. 

B.   Yolksscliaiispiel. 

158.  J.  Bolte,  Das  Görlitzer  weihnachtspiel  von  1667.  Mitt. 
der  schles.  GfVk.  16,249 — 258.  —  die  in  alexandrin ern  und  trochäi- 
schen Versen  abgefaßte  schulkomödie,  die  der  aus  Altenburg  nach 
Görlitz  gekommene  rektor  Chr.  Funke  dort  aufführte,  verbindet 
die  Verkündigung  auf  dem  felde  und  die  anbetung  der  hirten  mit 
einer  christbescherung  und  einem  von  gottvater  abgehaltenen 
examen  der  kinder;  Nicolaus  und  Petrus  treten  als  ankläger, 
Maria  und  Joseph  als  fürbitter  auf.  ein  repertorium  des  Görlitzer 
Schultheaters  bis   1695  ist  beigefügt. 

159.  P.  Stöbe,  Zu  den  Zittauer  weihnachtspielen  III.  Zs. 
f.  gottesdienst  19,24 — 28.  —  Die  weisen  aus  dem  morgenlande 
und  der  tod  des  Herodes.     vgl.  Jsb.   1913,17,131. 

160.  F.  Vogt,  Weihnachtspiele  des  schlesischen  volkes,  ge- 
sammelt und  für  die  aufführung  wieder  eingerichtet.  Leipzig, 
Teubner.  IV, 44  s.  1  m.  —  drei  spieltexte,  aus  Vogts  Schlesi- 
schen weihnachtsspielen  (1900)  abgedruckt.  —  rec.  F.  B.,  ZfVk. 
24,436.     K.  Helm,  Hess.  bl.  f.  volksk.  13,201  f. 

161.  Elsa  Richar,  Die  geburt  Christi  und  der  Bethlehe- 
mitische  kindermord,  ein  spiel  aus  Gmünd  in  Kärnten.  DdVl. 
16,210  f.   229  f. 


104  XVII.    Volksdichtung. 

162.  D.  8tratil,  Weibnachtslieder  aus  Mähren  (zwei  advent- 
spiele).    ZfVk.  24,188—190. 

163.  H.  Reutter,  Südmährische  weihnachtspiele.  Zs.  f.  d. 
gesch.  Mährens  18,138 — 152.  —  ein  weihnachts])iel  aus  Zlabings 
und  ein  adventspiel  aus  Frainersdorf. 

164.  Das  Puppenspiel  vom  doktor  Faust.  Leipzig,  Inscl- 
verlag.     74  s.     0,50  m. 

C.   Spruch  und  spriclnvort. 

165.  H.  Müller,  Hochzeitseinladung  aus  dem  kirchspiel 
Sottrum.     Hannoverland  8,116  f. 

166.  H.  Deiter,  Zwei  priameln  des  15.  jahrh.    Nd.  jb.  40,47. 

167.  0.  Goebel,  Stammbuch  Pilaumbaum  1736—1740. 
Niedersachsen  19,143  f. 

168.  E.  Richar,  Zwei  grabschriften  aus  Kärnten.  DdVl. 
16,193.  —  K.  Wurdack,  Zwei  marterin.  ebd.  16,36.  —  Wohn- 
hausinschriften aus  Sachsen,     ebd.   16,86  f.   57. 

169.  J.  Rest,  Alte  inschriften  in  Münchweier  und  Etten- 
heimmünster.     Die  Ortenau  5,108 — 110. 

170.  A.  Andrae,  Hausinschriftcu  aus  Nord-  und  Mittel- 
deutschland (66  nr.).     ZfVk.  24,31—47. 

171.  Hausinschrift  in  Uhrn.  Niedersachsen  19,97.  160.  — 
Neckvers.  ebd.  19,142.  —  Gottstreu.  ebd.  19,307.  —  Menden, 
ebd.  19,444.  —  Hameln,  ebd.  19,504,  —  Glockeniuschrift.  ebd. 
19,238.   —  R.  Mielke,    Der   neidkopf.      ebd.   19,407—410.   466. 

172.  H.  Kühn,  Kulturgeschichtliche  bilder  aus  Thüringen 
(Leipzig,  Weicher)  s.  308 — 314:  Hausinschriftcu  aus  dem  -herzog- 
tum  Altenburg. 

173.  Schmöckel,  Siegerländer  haussprüche.  Siegerland 
2,181. 

174.  F.  Waters,  Niederrheinische  glockeniuschi'iften.  Der 
Niederrhein  1914,  heft  12.  —  Volkstümliche  inschriften.  ebd. 
1914,64. 

175.  J.  Pommer,  Kellerauf  schritt:  wein  trinken  und  gott 
lieben.     DdVl.   16,239. 

176.  R.  Schlegel,  Uhrumschriften,  gesammelt  und  hrsg. 
Berlin,  B.  Poetschki.  1913.  22  s.  0,80  m.  —  rec.  F.  B.,  ZfVk. 
^4,104. 

177.  K.  P.,  Inschrift  auf  einem  deckelglas,    ZfrheinVk.  1 1,58. 

178.  D.  Steilen,  Inschriften  auf  pfeifenköpfen,  tassen, 
tellem,  wockenblättern.     Hanno verland  8.115  f. 

179.  M.  Sooder,  Sprüche  auf  Berner  bauerngeschirr  (80  nr.). 
Schweizer,  archiv  18,188—191. 


XVII.    C.  Spruch  und  Sprichwort.  105 

180.  K.  Hof'facker,  Sprüche  und  Inschriften  auf  alten 
töpfereien.     Badische  heimat   1,184 — 198. 

181.  E.  Landes,  Biedermeierpoesie  auf  Mosbacher  schützen- 
scheiben.     Mein  heimatland   1,110 — 113. 

182.  Keck,  Eigentumsverraerke.      ZfrheinVk.   11,156. 

183.  F.  Weik,  Kinderreime,  merkverse,  Sprüche,  Wetter- 
regeln und  rätsei  aus  ßheinbischofsheim.     ZfdMa.  9,254 — 260. 

184.  A.  Hilka,  Beiträge  zur  fabel-  und  sprichwörterliteratur 
des  mittelalters.  Breslau,  Aderholz.  38  s.  1  m.  (aus  Jsb.  der 
schles.  ges.  f.  vaterld.  kultur.) 

185.  C.  Weyman,  Randbemerkungen  zu  den  lateinischen 
Sprichwörtern  und  Sinnsprüchen  des  mittelalters  (ed.  J.  Wex'ner 
1912).     Münchener  museum  2,117 — 145. 

186.  E.  Höfer,  Der  volksmund.  sprichwörtliche  redens- 
arten  neu  hrsg.  von  M.  Bruns.  Minden  i.  W.,  Bruns.  XXXII, 
202  s.  geb.  2  m.  —  Höfers  Sammlung  apologischer  Sprichwörter 
erschien  zuerst  1859  u.  d.  t.  'Wie  das  volk  spricht'  und  brachte 
eine  fülle  derben,  vor  unflätereien  nicht  zurückschreckenden  volks- 
witzes  zum  Vorschein.  die  neue  ausgäbe  verzichtet  auf  eine 
numerierung,  fügt  einige  neue  stücke  und  erklärungen  hinzu 
und  versucht   im   Vorwort  eine  sachliche  gruppierung  herzustellen. 

187.  Lippische  Sinnsprüche  und  geflügelte  werte.  Nieder- 
sachsen 19,59.  —  Sprichwort,  ebd.  19,308.  —  Kortenspälen.  ebd. 
19,182. 

188.  K.  Prümer,  Tod  und  teufel  im  volksmunde  der  west- 
fälischen Mark.  ZfrheinVk.  11,204—206.  —  W.  Sieben,  Bibli- 
sches im  volksmund  zu  Kempen,  ebd.  11,284 — 287.  —  J.  Klein, 
Oberbergische  redensarten  und  reime  aus  Brück,    ebd.  11,287 — 290. 

189.  M.  Schollen,  Aachener  Sprichwörter  und  redensarten, 
gesammelt  und  erläutert.  2.  aufläge.  Aachen,  La  Ruelle.  1913. 
XII,228  s.     4  m.—  rec.  A.  Wrede,  ZfrheinVk.   11,75. 

190.  J.  H.  Schwalm,  'Schwälmer  wees'  (weizen).  das 
Schwälmerleben  im  eigenen  Sprichwort.  Kassel,  F.  Scheel.  1913, 
€6  s.      1,20  m.  —  rec.  F.  B.,  ZfVk.  24,104. 

191.  F.  Gregorius,  Volkstümliches  aus  Hörn  bei  Simmern. 
ZfrheinVk.   11,207 — 212.  —  rätseln,  bauernregeln,  Sprüche. 

192.  E.  Gregorius,  Sprichwörterund  redensarten  aus  Hörn 
bei  Simmern  (Hunsrück).     ZfdMa.  9,265—276.  327—334. 

193.  K.  Prümer,  Schelte-,  spott-  und  Scherznamen  aus  der 
westfälischen  Mark.  ZfrheinVk,  11,42 — 54.  —  A.  Alt  haus, 
Redensarten  aus  Coesfeld.  Kinderspottruf.  ebd.  11,156.  Josef 
Müller,  Thomasesel  und  Pfingstfuchs.     ebd.   11,133—141. 


106  XVII.   Volksdichtung. 

194.  P.  Benndorf,  Volkstümlicher  humor  und  andere  redens- 
arten.     Mitt.   f.  säclis.  volksk.  6,205  f. 

195.  Tb.  Baader,  Zu  den  Posener  Sprichwörtern  (33,69). 
Nd.  kbl.  34,75. 

196.  A.  de  Cock,  Spreekwoorden,  zegswijzen  en  uitdruk- 
kingen  op  volksgeloof  berustend  nr.  235 — 246.  Volkskunde  25, 
128—134. 

197.  C.  W.  V.  S3rdow,  Nägra  ordspräk  frän  Smäland,  Folk- 
minnen  och  folktankar   1,41  f. 

D.   Rätsel  lind  yolkswitz. 

198.  E,.  Lehmann-Nitsche,  Volksrätsel  aus  dem  La  Plata- 
gebiete.  ZfVk.  24,240 — 255.  —  berichtet  über  die  seiner  spanischen 
Sammlung  'Adivinanzas  Rioplatenses'  (Buenos  Aires  1911)  zugrunde 
gelegte  Systematik:  biomorphe,  zoomorphe,  anthropomorphe,  phyto- 
morphe,  poikilomorphe,  vergleichende,  beschreibende,  erzählende, 
arithmetische,  verwandtschal'ts-,  kryptomorphe,  homonyme,  scherz-, 
doktrinäre,  künstliche  und  erotische  gruppe. 

199.  P.  Bender,  Biblische  rätsei  als  hausinschriften  an 
hessischen  bauernhäusern.     ZfdU.   28,834 — 837. 

200.  K.  Klier,  Rätsel  aus  Perchtoldsdorf.  DdVl.  16,86.  — 
E.  Jungwirth,  ebd.   16,239. 

201.  Rätsel.  Niedersachsen  19,240.  —  Wibbe,  Ein  gesell- 
Schaftsspiel  aus  der  großeitern  tagen  (rätsei  von  wolf,  ziege,  kohl- 
kopf;  vgl.  ZfVk.  13,95.  311.  —  15  Christen  und  15  Türken^ 
vgl.  Euph.  3,360.     AKultG.   11,129).     ebd.  19,503. 

202.  Th.  Imme,  Volksrätsel.  Nachr.  des  ver.  der  Krupp- 
schen beamten   1914,  nr.   12 — 15. 

203.  A.  Witt,  Doppeldeutige  volksrätsel  aus  Schleswig- 
Holstein  (10  nr.).     ZiVk.  24,194  f. 

204.  E.  T.  Kristensen,  Danske  folkegaader,  efter  trykte 
og  utrykte  kilder,  samlede.  Struer,  M.  Christensens  bogtrykkeri. 
320  s.  2  kr.  —  von  den  rund  4000  rätseln  hat  K.  mehr  als  ein, 
viertel  zum  ersten  male  aufgezeichnet,  die  erste  abteilung  ist 
alphabetisch  nach  den  lösungen  geordnet,  die  zweite  umfaßt 
21   sachlich  verschiedene  gruppen.     ein  register  fehlt  leider. 

205.  H.  Mai  an  der,  Skänska  gator.  Eolkminnen  och  folk- 
tankar 1,43  f. 

206.  P.  Geiger,  Schweizerische  kiltsprüche.  Schweizer, 
archiv  18,121 — 149.  —  eine  gereimte  hausratsaufzählung  und 
fünf    prosaische    lügenerzählungen,     die    der    bursche    nachts    vor 


XVII.    D.  Eätsel  und  volkswitz.  107 

dem  fenster  des  mädchens  aufsagt,  um  dieses  zu  necken  oder  sich 
einlaß  zu  verschaffen. 

207.  J.  Müller,  Glockeustimmen,  vogelstimmen,  ausdrücke 
beim  kartenspiel.  Schweizer.  Volkskunde  4,31  f.  —  C.  Flubacher, 
Ausdrücke  beim  kartenspiel.     ebd.  4,46  f. 

208.  W.  Brinckhoff,  Vogelstimmen.    ZfrheinVk.  11,153  f. 

209.  Sinn  und  bedeutung  von  naturklängen.  Niedersachsen 
19,19.  96.   160.  181.  238.  420.  —  Glockensprachen,    ebd.  19,308. 

210.  G.  F.  Meyer,  Glockensprache.  Heimat  (Kiel)  24,119. 
—  W.  Ehlers,  Topographischer  volkshumor.  ebd.  24,119.  — 
A.  Ladenburg,   Neckreime,     ebd.   24,119. 

211.  M.  Nerese-Wietholz,  Das  dorf gedieht.  Niedersachsen 
19,179.  —  Dorfreime,  ebd.  19,39.  221.  376.  —  Neckreime,  ebd. 
19,376.  504. 

212.  Gurt  Müller,  Nachbarrreime  aus  Obersachsen.  ZfVk. 
24,90—94.   183—188.  —  74  nr. 

213.  Gurt  Müller,  Namenverachten  (vornamen  mit  reim- 
zusatz).     Mitt.  f.  Sachs,  volksk.   6,163—172.   191—195. 

214.  W.  Brinckhoff,  Vornamenscherze.    ZfrheinVk.  11,234. 

215.  Jos.  Müller,  Rheinische  fastnachtsrufe.  ZfrheinVk. 
11,271  —  276. 

216.  A.  Keller,  Die  handwerker  im  volkshumor  1911, 
17,162.  —  rec.  A.  Abt,  Hess.  bl.  f.  volksk.   13,134. 

217.  A.  Hoursch,  Kölsche  krätzscher,  gesammelt.  9.  bdch« 
Köln,  Hoursch  u.  Bechstedt.     40  s.     0,50  m. 

218.  P.  Arras,  Äußerungen  von  soldatenernst  und  soldaten- 
humor.     Bautzen,   Weller.      16  s.     0,20  m. 

219.  K.  Ahnert,  Fröhliche  heerfahrt.  heitere  soldaten- 
gedichte  an  eisenbahnwagen,  gesammelt.  1. — 3.  folge.  Nürnberg, 
Ahnert.     je  24  s.      16^     0,10  m.    —    vgl   F.  B.,    ZfVk.   24,431. 

220.  Carl  Müller,  Deutsche  soldatenart,  gekennzeichnet  in 
Sprüchen  und  versen.     Altenburg,  Bonde.      16  s.     0,20  m. 

221.  Kriegshumor  1914.     Berlin,  Litfaß  erben.     0,20  m. 

222.  TonyMarkolf,  Deutscher kriegshumor  1914  gesammelt. 
Köln,  Hoursch  u.  Bechstedt.     0,60  m. 

223.  H.  Grimme,  Mit  ernst  und  scherz  in  den  krieg,  eisen- 
bahnaufschriften  gesammelt.     Münster,  Aschendorff.    40  s.    0,30  m. 

224.  Deutscher  humor  im  weitkrieg  1914.  Wien,  J.  Heine. 
32  s.     0,30  m. 

J.  Holte. 


108  XVm.   Mythologie  und  sagenkunde. 


XVIII.   Mythologie  und  sagenkunde. 

A.  Mythologie.  —   B.  Sagenkunde.      1.  Heldensage.     2.   Mittelalterliche 
sagen  und  legenden.     3.  Yolkssagen.     4.  Märchen. 

A,   Mythologie. 

1.  Andreas  Heusler,  Die  altgermauische  religion.  die  kultur 
der  gegenwart  hrsg.  von  Paul  Hinneberg  1,3,1.  die  religionen 
des  Orients  und  die  altgermanische  religion.  2.  vermehrta  und 
verbesserte  aufläge.  Berlin  und  Leipzig,  B.  G.  Teubner.  1913. 
s.  258—271. 

2.  Wolfgang  Golther,  Germanische  mj'^thologie.  Geistes- 
wissenschaften 1,460 — 463. 

3.  Finnur  Jonsson,  Godafroedi  nordmanna  og  islendinga 
eftir  heimildum.     Reykjavik.     IV, 159  s. 

4.  Albrecht  Dieterich,  Mutter  erde,  ein  versuch  über  volks- 
religion.  2.  aufläge  bearbeitet  von  Richard  Wünsch.  Leipzig 
«nd  Berlin,  B.  G.  Teubner.     138  s. 

5.  Just  Bing,  Germanische  religion  der  älteren  bronzezeit. 
Studien  über  skandinavische  felsenzeichnungen.  Mannus  6,149 — 180. 
mit  33  abbildungen.  —  deutsche  beai'beitung  des  artikels  Helle- 
ristningsstudier  in  Oldtiden.  hrsg.  von  A.  W.  Brögger.  bd.  3, 
77 — 116,  erweitert  und  verbessert  von  Gustav  Kossinna. 

6.  Just  Bing,  Der  götterwagen.  Mannus  6,261  —  282.  mit 
15  textabbildungen. 

7.  W.  Schulz,  Deutungsversuche  einer  felsenzeichnung. 
Mannus  6,324 — 325.  —  eine  felsenzeichnung  von  Bohuslän  wird 
als  Thor  gedeutet,  der  einen  enthaupteten  riesen  und  eine  Jung- 
frau vor  sich  habe,  das  schiff  über  dem  riesen  bedeutet,  daß  der 
held  und  sein  begleiter  über  see  gekommen  sind. 

Zauber.  8.  Julius  Schwietering,  Der  erste  Merseburger 
Zauberspruch.  ZfdA.  55,148 — 156.  —  die  idisi,  auf  welche  die 
schon  von  Jakob  Grimm  herangezogene  lateinische  beschwörungs- 
formel  aus  Marcellus  übertragen  ist,  werden  auf  die  drei  Marien 
zurückgeführt  und  darauf  hingewiesen,  daß  in  der  kirchlichen 
literatur  die  leichentücher  Christi  SA'mbolisch  auf  die  sündenfesseln 
gedeutet  werden,  die  durch  die  auferstehung  gelöst  sind,  wie  im 
volkstümlichen  Zauberspruch  die  Marieen  Christi  wunden  heilen, 
so  sollen  sie  auch  als  löserinnen  dieser  bände  aufgefaßt  worden  sein. 

9.  Eugen  Fehrle,  Deutsche  segen  und  beschwörungen. 
Mein  heimatland,  badische  blätter  für  Volkskunde   1,1. 


XVIIT.   A.  Mythologie.  109 

10.  Gerhard  Gesemann, Regenzauber  in  Deutschland.  Kieler 
diss.     1913.     96  s. 

11.  H.  Berkusky,  Regenzauber.  Mitteilungen  der  anthro- 
pologischen gesellschaft  in  Wien  33,6. 

Naturverehriing.  12.  Karl  Knortz,  Die  vögel  in  ge- 
schichte,  sage,  brauch  und  literatur.  mit  buchschmuck  von  Hans 
Berthold.  München,  Fr.  Seybold.  296  s.  —  die  neun  kapitel 
des  hübsch  ausgestatteten  buches  tragen  unter  anführung  der  be- 
nutzten literatur  reichen  stoff  an  abergläubischen  Vorstellungen, 
mythologischen  beziehungen,  sagen  und  liedern  zusammen,  der 
sich  gruppiert  um:  gans;  ente  und  schwan;  storch  und  schwalbe; 
rabe;  unglücksvögel  (eule,  kuckuck);  adler,  Zaunkönig,  kolibri; 
hahn;  huhn  und  taube;  Sperling,  lerche,  nachtigall,  elster,  falke, 
rotkehlchen  usw. 

13.  Heinrich  März  eil.  Volkskundliches  aus  den  kräuter- 
büchern  des  16.  jahrhs.     ZfVk.  24,1—19. 

14.  Otto  Lauf f  er,  Der  kometim  Volksglauben.  Kbl.Ges.Ver. 
62,6.  7. 

15.  L.  Ft.  Läffler,  Det  evigt  grönskande  trädet  i  den 
fornnordiska  mytologien  och  det  fno.  ordet  barr,  fish  barr,  nägra 
ord  tili  försvar.     Arkiv  30,112—123. 

16.  Hjalmar  Lindroth,  Yggdrasils  'barr'  och  eviga  grönska. 
en  replik.     Arkiv  30,218—226. 

Seelenglaube.  17.  A.  Ackermann,  Der  seelenglaube  bei 
Shakespeare.  eine  mythologisch-literarwissenschaftliche  abhand- 
lung.     Frauenfeld,  Huber  u.   Co.     VI,151   s. 

18.  Jan  Petersen,  Overtro  fra  gravhaug.  Maal  og  minne 
1914,106 — 109.  —  in  gräbern  der  Wikingerzeit  und  nach  einem 
bericht  der  Gislasaga  wird  dem  im  boot  begrabenen  toten  zur 
Verhinderung  schädigenden  umgehens  ein  schwerer  stein  beigegeben. 

19.  G.  S.,   Folketro  om  gravhauger,    Maal  og  minne  1914,45. 

20.  Birger  Norman,  Konung  Ragnvald  i  Ynglingatal.  Maal 
og  minne  1914,65 — 75.  —  der  mit  dem  Wiedergeburtsglauben  zu- 
sammenhängende brauch,  kinder  nach  jüngst  verstorbenen  ver- 
wandten zu  nennen,  läßt  sich  genau  nachweisen  in  der  namen- 
gebung  des  Ynglingergeschlechts  von  Ingjaldr  illrädi  ab  und  in 
den  namen  von  Haraldr  härfagris  söhnen,  daraus,  daß  einer  von 
diesen  E,Qgnvaldr  heißt,  ist  zu  schließen,  daß  der  im  Ynglingatal 
genannte  könig  ßQgnvaldr  eine  historische  persönlichkeit  war  und 
nicht  nach  875  gestorben  sein  kann. 

Dämonische  wesen.  21.  Georg  Sverdrup,  Kamp  mellem 
Vaetter.     Maal  og  minne  1914,24 — 31. 

22.  Just  Bing,  Tilf0ielse  (zu  Elverskud  og  Elverh0j,  vgl. 
1913,18,23).     Maal  og  minne   1914,47. 


110  XVIII.    Mythologie  und  sagenkunde. 

23.  E.  Havekost,  Die  Vampirsage  in  England,  diss. 
Halle.     101   s. 

24.  Reidar  Th.  Christiansen,  Met  Maren.  Maal  og  minne 
1914,44. 

25.  Eilert  Mo,  Drakjinn.     Maal  og  minne  1914,45. 

26.  K.  Spiegel,  Hexenprozesse  und  Volkskunde.  Blätter 
zur  bayrischen  Volkskunde,     zweite  reihe.     Würzburg  1913. 

27.  Viktor  Waschnitius,  Perht,  Holda  und  verwandte  ge- 
stalten, ein  beitrag  zur  deutschen  religionsgeschichte.  Sitzungs- 
berichte der  kaiserlichen  akademie  der  Wissenschaften  in  Wien. 
Phil.-hist.  klasse.  band  174,  abhandlung  2.  Wien,  A.  Holder. 
184  s.  —  der  erste  teil  der  abhandlung  bringt  eine  reichhaltige 
geographisch  geordnete  Zusammenstellung  der  sagen,  mythischen 
motive  und  gebrauche,  die  sich  auf  oberdeutschem  boden  an  die 
Perht,  im  fränkischen  und  nd.  gebiet  an  Holda,  Fru  Frie,  Harke, 
Gode  u.  a.,  sowie  auf  skandinavischem,  nd.  und  md.  boden  an  das 
volk  der  huldrer,  holden  usw.  knüpfen,  wertvoll  ist  die  fest- 
stellung,  daß  die  bei  Burchard  von  Worms  neben  Holda  vor- 
kommende lesart  friga  Jiolda,  als  striga  holda  aufgefaßt,  durch  das 
vorkommen  von  Strigholden  im  steyrischen  Volksglauben  bestätigt 
wird  (s.  84  f.).  Perht  als  führei'in  von  kinderseelen  wird  direkt 
aus  dem  seelenglauben,  ihr  name,  wenigstens  vorläufig,  aus  dem 
Perht entag  hergeleitet;  auf  seelenkult  weisen  die  ihr  dargebrachten 
Speiseopfer  und  der  Perhtenlauf  'ein  bewegungsritus,  verbunden 
mit  einer  mimischen  darstellung  des  umziehenden  seelenheeres  zur 
förderung  der  animalischen  und  vegetabilischen  fruchtbarkeit'.  die 
holden  und  holda  werden  für  elbische  vegetationsdämonen  erklärt, 
ihr  name  vom  adjektivum  hold,  nord.  huldr  dagegen  von  helan  ab- 
geleitet. 

Götter.  28.  Tor  E.  Karsten,  Tiwaz.  nordiska  ortnamn. 
hyllningsskrift  tillägnad  Adolf  Noi'een  pä  sextioarsdagen  av  vänner 
och  lärjungar,  utgiven  genom  Namn  och  bj'gd.  s.  195 — 204.  — 
der  name  der  finnischen  roggengottheit  Runkoteivas  und  der  pferde- 
gottheit  rukotivo  werden  als  Zusammensetzung  von  germ.  tiwaz 
(älter  teiwaz),  acc.  tlwo(m)  mit  finnisch  runko  'baumstumpf  aufge- 
faßt und  sein  kult  mit  der  auch  in  Finnland  nachweisbai"en  Ver- 
ehrung von  holzidolen  zusammengestellt.  der  name  Tiwaz  be- 
gegnet in  der  Stammform  auch  in  einem  finnisch-schwedischen 
Ortsnamen,  dementsprechend  darf  man  schwedisch  Tived  auch  als 
derartige  Zusammensetzung  ansehen,  eine  korrekturnote  weist  auch 
auf  eine  dem  vf.  noch  nicht  zugängliche  schrift  von  C.  Marstrander 
hin,  worin  tived  als  identisch  mit  irisch  deßd  'heiliger  wald'  er- 
wiesen wird. 


XVIII.   A.  Mythologie.  111 

29.  R.  Classen,  Der  dienst  der  Nerthus.  Die  älteste  ge- 
schichtliche künde  aus  Holstein,  Kbl.  f.  Anthr.  1914,80 — 85.  — 
die  von  Tacitus  erwähnten  Völkerschaften,  bei  denen  der  kult  der 
Nerthus  zuhause  war,  wohnten  in  einem  gebiete,  dessen  mittelpunkt 
das  land  Oldenburg  in  Holstein  mit  der  insel  Fehmarn  bildete, 
ersteres  war  früher  auch  eine  insel.  der  Nerthussee  ist  der  ehe- 
malige Siggener  see;  der  name  lautete  früher  Siggheme  (Zyggehme) 
nnd  klingt  nicht  wendisch  wie  viele  namen  dieser  gegend.  er  ist 
al.io  älter  als  die  wendische  besiedlung. 

Ortsnameil.  30.  Magnus  Olsen,  Hedenske  kultminder  i 
norske  stedsnavne  I  (med  3  karter  i  teksten  og  1  st0rre  kart).  Skrif ter 
utgit  av  videnskapsselskapet  i  Kristiania  1914.  II.  hist.-filos. 
klasse.  2.  bind.  315  s.  Kristiania,  Jacob  Dybwad.  1915.  — 
seinen  verschiedenen  einzeluntersuchungen  über  Mythologisches  in 
nordischen  Ortsnamen  läßt  Olsen  nunmehr  eine  zusammenfassende 
behandlung  dieses  themas  für  ganz  Norwegen  folgen,  von  der  hier 
der  erste  teil  vorliegt,  vorangestellt  wird  eine  tabellarische  Über- 
sicht sämtlicher  in  betracht  kommenden  namen  (kap.  2,  auch 
s.  73  ff.),  unter  den  mit  r'r0y  zusammengesetzten  namen,  die  an 
und  für  sich  mehrdeutig  sind,  werden  zunächst  diejenigen  ausge- 
scfiieden,  die  kaum  etwas  mit  kult  zu  tun  haben  (übersieht  s.  45  f.); 
die  übrigen  erweisen  sich  als  Zusammensetzungen  mit  dem  namen 
Freya;  der  name  Nj(jrdr  begegnet  in  Njarcl0y  und  Njardvik  in  der 
Stammform,  nicht  wie  sonst  im  genetiv,  wodurch  hier  der  gott 
mehr  als  schutzherr,  dem  die  statte  geweiht  ist,  und  nicht  wie 
gewöhnlich  als  rechtlicher  eigentümer  der  örtlichkeit  bezeichnet  ist 
(kap.  3).  als  hauptgebiete  für  den  kult  bestimmter  gottheiten 
kommen  in  betracht:  das  Drontheimische  für  Freyr  (ziemlich  spät 
von  Schweden  eingeführt),  Westnorwegen  für  Nj^rdr  (Zusammen- 
hang mit  Dänemark),  die  Upplande  (Südostnorwegen)  für  Uliin  und 
die  disar  (kap.  4).  die  mit  -vin  zusammengesetzten  namen  werden 
in  Verbindung  gebracht  mit  einer  von  dem  botaniker  Sernander 
nachgewiesenen  temperaturmindei'ung  in  der  zweiten  hälfte  des 
ersten  vorchristlichen  Jahrtausends,  infolge  deren  die  schon  vorher 
bestehende  ackerwirtschaft  im  Norden  großenteils  wieder  zur  Weide- 
wirtschaft herabgesunken  sei,  eine  annähme,  die  auch  für  die  auf- 
fassung  der  urnordischen  Sprachverhältnisse  und  der  Völkerwande- 
rung wichtig  ist  (kap.  6).  das  einfache  Vin  scheint  in  einzelnen 
gegenden  (Heidm(;)rk)  allein  schon  die  bedeutung  versammlungs- 
und  kultstätte  angenommen  zu  haben,  ebenso  unzusammengesetztes 
Äkr  (kap.  18);  dasselbe  gilt  in  einer  etwas  späteren  zeit  für  Vangr, 
das  selbständig  und  in  Zusammensetzungen  für  das  innere  Nor- 
wegens im  gegensatz  zum  küstenrande  charakteristisch  ist  und 
noch  später  wiederum  von  vqllr  abgelöst  wird  (kap.  9.  10).    natürlich 


112  XVIII.    Mythologie  und  sagenkunde. 

bezeichnen  die  namen  auf  -vin  und  -akr  eine  primitivere  stufe  des 
kultus  (kap.  17)  als  die  Zusammensetzungen  mit  -hof  und  der  ein- 
fache name  Hof;  letzterer  gehört  mehr  in  abgelegene  gegenden, 
^vo  die  bezeichnung  'der  tempel'  schlechthin  nur  auf  ein  bestimmtes 
einzelnes  heiligtum  bezogen  werden  konnte,  Zusammensetzungen 
mit  götternamen  dagegen  in  mehr  oder  weniger  ausgedehnte  ver- 
kehrsgemeinschaften  (kap.  12).  eine  sehr  alte  bezeichnung  ist 
hi^rgr  (steinaltar);  es  hat  sich  in  Südostnorwegen  (H^rgvin)  und 
Schweden  als  benennung  öffentlicher  kultstätten  noch  in  die  zeit 
des  hof  hinein  gehalten,  während  es  in  Westnorwegen  und  auf 
Island  nur  als  bezeichnung  privater  heiligtümer  fortlebte  (kap.  25). 
die  bedeutung  'heiligtum'  wird  schließlich  auf  grund  der  läge  damit 
bezeichneter  örtlichkeiten  (drontheimisch  Elgissetr,  ostnorw.  Elg- 
jartün)  und  der  etymologie  {*algiö  neben  alhs,  das  selbst  in 
Aelin  =  alh-vin  begegnet)  auch  dem  namensgliede  Elgjar-  und 
Elgl-  zugesprochen  (kap.  23).  dagegen  bezeichnet  das  in  ver- 
schiedenen gegenden  vorkommende  lygi-  nach  läge  und  wort- 
bedeutug  (got.  lüigan,  ahd.  urliugi)  wohl  eine  unter  göttlichem 
frieden  stehende  Thingstätte  (kap.  9).  —  ausführliche  religions- 
geschichtliche einzeluntersuchungen  werden  in  diesem  bände  zunächst 
den  kultverhältnissen  der  Upplande  gewidmet,  als  ein  hauptgott 
dieses  gebietes  erscheint  Ullin,  den  seine  aus  den  Ortsnamen  er- 
kennbaren beziehungen  zu  andern  gottheiten  als  identisch  mit 
Ullr  erweisen  (kap.  13).  heiligtümer  namens  Ullinshof  liegen  an 
späteren  kirchlichen  mittelpunkten  in  Eaumariki  und  HeidmQrk 
(kap.  11).  |>6rr,  der  eine  ähnlich  bedeutsame  Stellung  einnimmt, 
gehört  offenbar  einer  späteren  zeit  an;  sein  name  erscheint  nicht 
wie  der  des  Ullin-Ullr  in  den  altertümlichen  Zusammensetzungen 
mit  -akr  und  -vin  (kap.  5,  s.  89  ff.).  Verwandtschaft  mit  förr, 
seinem  Stiefvater  in  der  nordischen  mythologie,  zeigt  Ullr  auch 
darin,  daß  die  heiligtümer  beider  mehrfach  in  der  nachbarschaft 
von  kultstätten  der  disar  erscheinen:  in  den  Upplanden  neben 
höfen  namens  Disin  (dtsvin,  vgl.  idisiaviso  nahe  dem  Herkules- 
walde an  der  Weser),  bei  Uppsala:  Ulleräker,  Ulltuna  sowie  der 
an  die  eddischen  Ydalir  erinnernde  heilige  Eibenbaum  neben  dem 
Markt  Disting  (kap.  14,  16).  in  Schweden  zeigen  Ortsnamen 
den  kult  des  Ullr  und  vielleicht  des  |>örr  auch  in  Verbindung  mit 
dem  der  göttin  Harn,  die  Olsen  im  anschluß  an  Sperber  nunmehr 
als  flachsgöttin  auffaßt  (kap.  15).  auf  beinamen  des  Ullr  werden 
zurückgeführt  die  namen  zweier  scheinbaren  hauptkultstätten  in 
HeidmQrk:  Hringisakr  (Hringir,  vgl.  Ullar  hringr)  und  Skjaldarakr; 
für  den  letzeren  wird  aus  der  schildkenning  'Ullrs  schiff  gefolgert, 
daß  auf  Ullr  die  Vorstellung  von  dem  auf  einem  schilde  segelnden 
Korndämon   (Scyld  Scefing)   übertragen   worden   sei   (kap.   19).  — 


XVIII.   A.  Mythologie.  113 

die  weitgehendsten  kombinationen  knüpfen  sich  an  das  Verhältnis 
des  Ullr  zu  Freyr:  einander  eng  benachbarte  gleichartige  kult- 
stätten  beider  —  zweimal  Ullinsakr  und  Fr0y8akr,  einmal  ÜUinsin 
und  Fillinsin  (nach  einem  vom  werte  'Feld'  abgeleiteten  beinamen 
des  Freyr,  der  aus  dem  finnischen  namen  Pellonpecko  'Feld-Pecko' 
für  Byggvir,  den  diener  des  Frej^r,  gefolgert  wird),  einmal  Ullarin 
und  Fr0ysin  (vgl.  Ullvättern  und  Frövättern  im  schwedischen 
Värmland)  —  deuten  auf  einen  gemeinsamen  kult  beider  als  'männ- 
liches götterpaar'  (kap.  7.  8.  20).  innerhalb  des  kultgebietes  dieses 
götterpaars  begegnet  nun  in  Hallingdal  und  Raumariki  der  ge- 
schlechtsname  Haddingjar  (kap.  22),  und  der  Verfasser  kombiniert 
dies  mit  den  teilweise  gleichfalls  diesem  gebiet  angehörigen  namen 
auf  Lygi-  und  alh-,  -elgi-  dahin,  daß  in  Raumariki  sich  derselbe 
kultische  namenskreis  zusammenfindet  wie  bei  Tacitus'  Lugiem 
(lug-j  leiig-),  wo  die  priesterlich-königlichen  Asdingi  (Haddingjar) 
ein  männliches  götterpaar  Alcis  (alh-)  verehren,  als  dessen  namen 
Raus  und  Rafts  angesetzt  werden  ('stab'  und'  querbalken',  wie  in 
dem  lappischen  gemeinsamen  kult  von  fruchtbarkeits-  und  donner- 
gott  hölzernes  götterbild  und  erhöhtes  altargestell  nebeneinander 
stehen,  kap.  21).  auf  grund  dieser  gleichsetzung  wird  für  die 
Lugier  skandinavische  herkunft  vermutet  (kap.  24). 

81.  Erik  Noreen,  Quadhovi.  Nordiska  ortnamn  (vgl.  28), 
s.  121 — 126.  —  der  name  wird  mit  kväda  'harz'  zusammengestellt 
und  auf  die  rolle  hingewiesen,  die  das  harz  in  kult  und  Volks- 
medizin spielt. 

32.  Hjalmar  Lindroth,  En  nordisk  gudagestalt  i  ny  belys- 
ning  genom  ortnamn.  Antikvarisk  tidskrift  för  Sverige  20.  —  be- 
handelt die  gottheit  Skadi,  deren  name  in  dem  mehrfach  vor- 
kommenden norwegischen  Ortsnamen  Skedjuhof  die  form  Skedja  zeigt. 

33.  Oluf  Kolsrud,  To  hittil  ukjendte  hov  i  L0ten.  Maal 
og  minne  1914,95 — 100. 

34.  Erik  Brate,  Vanerna,  en  mytologisk  undersökning, 
Svenska  humanistiska  förbundets  skrifter  21. 

35.  Helge  Ros6n,  Phallosguden  i  norden.  Antikvarisk  tid- 
skrift för  Sverige  20,2.  24  s.  —  zunächst  wird  der  aus  dem  Frey- 
kult entlehnte  Phalluskult  eines  unter  verschiedenen  namen  auf- 
tretenden lappischen  gottes  besprochen,  primitivere  formen  der  nordi- 
schen Phallusverehrung  bezeugen  der  V9lsaJ)4ttr  und  eine  strophe 
der  Morkinskinna  (s.  28:  görpi  eigi  sa  garcl  um  hestrePr  seni  Sigurdr  syr 
sa  var  pinn  fapir).  die  steinzeichnungen  älterer  zeit  lehren  eine 
gottheit  kennen,  die  Hammer  und  Phallus  als  Symbole  führt. 

36.  Helge  Rosen,  Freykult  och  djurkult.  Fornvännen  1913, 
213—244. 

Jahresbericht  für  germanische  philologie.  XXXVI.   (1914.)  II.  Teil.         8 


114  XVIII.   M3'tliologie  und  sagenkunde. 

37.  Rudolf  Much,  Vagdavercustis.     ZfdA.  55,284—296. 

38.  J.  (x,  Frazer,  Balder  the  beautiful,  the  fire-festivals 
ot'  Eui-ope  and  the  doctrine  of  the  external  soul.  the  golden 
bough:  a  stud}-  in  magic  aud  religion.  part.  VII.  2  bde.  London, 
Macmillan. 

39.  G.  S.,  Lokes  arvtager?    Maal  og  minne  1914,45 — 46. 

40.  E.  N.  8etälä,  Väinämöinen  und  Joukahainen.  eine  wort- 
und  m3^thengeschichtliche  Studie.  Memoires  de  la  societe  finno- 
ougrienne.      Helsingfors    1914.      Leipzig,    0.   Harrassowitz.      48  s. 

41.  Erik  Brate,  Voluspa.     Arkiv  30,43—61. 

42.  Alfred  W.  Johnston,  Ragnarök  and  Orkney.  The 
scottisli  bist,  review  9,148 — 158. 

Feste.  43.  Martin  Nilsson,  Die  volkstümlichen  feste  des 
Jahres.  Religionsgeschichtliche  Volksbücher  für  die  deutsche  gegen- 
wart,  hrsg.  von  Friedrich  Michael  Schiele.  3.  reihe,  heft  17.  18. 
Tübingen.  Mohr.      76  s. 

44.  Rudolf  Meringer,  Der  name  des  julfestes.  WS.  5, 
184—194. 

45.  Hugo  Jungner,  Om  kung  Orre.  Maal  og  minne  1914, 
123 — 146.  —  Kung  Orre  und  sein  diener  Buske  Josse,  die  zum 
abschluß  der  julzeit  vertrieben  werden,  sind  herzuleiten  von  könig 
Erich  und  seinem  vogt  Josse  Eriksson,  die  durch  die  erhebung 
der  schwedischen  bauern  verjagt  wurden. 

46.  E.  Hoff  mann-Krayer,  Feste  und  brauche  des  Schweizer- 
volkes.    Zürich,  Schultheß  u.   co.    1913. 

47.  Hilding  Geländer,  Loke-problemet.  ett  genmäle  och 
en  efterskrift.  Danske  studier  1914,65 — 88  mit  einer  nachschrift 
von  Axel  Olrik,   s.  88—93. 

48.  D.  von  Hansemann,  Der  aberglaube  in  der  medizin 
und  seine  gefahr  für  gesundheit  und  leben.  2.  aufl.  Aus  natur 
und  geistesweit  83.     Leipzig  u.  Berlin,  B.  G.  Toubner.    IV,  116  s. 

49.  Eva  Wigström,  Folktro  och  sägner,  Svenska  lands- 
mäl   1914. 

50.  Lind  st  am,  Folktro  och  annat  frän  Bohuslän.  Svenska 
landsmäl  1914. 

51.  Hans  Eber,  Der  Franken wald  und  das  Vogtland,  kultur- 
\ind  heimatbilder.  München,  Bayerland-verlag.  178  s.  —  bringt 
8.  161 — 173  sagen  und  Volksglauben  aus  dem  Vogtland  und  dem 
Frankenwaldgebiet. 

52.  Heinrich  Carstens,  Volksglauben  und  Volksmeinungen 
aus  Schleswig-Holstein.     ZfVk.  24,55—62. 

53.  H.  Franz,  Die  ungebornen  und  der  neugeborne  mensch 
im  hessischen  Volksglauben.     Hessenland  28,9. 


XVIII.  B.  Sagenkunde.  115 

54.  Th.  Imme,  Geburt  und  kindheit  in  sitte  und  Volks- 
glauben Altessens.     ZfrhwV.   10,4. 

55.  H.  Clauß,  Volksmedizinisches  und  abergläubisches  aus 
Franken  und  Schwaben.  Bll.  zur  bayr.  volksk.  2.  reihe.  Jahr- 
buch des  ver.  f.  bayr.  volksk.  und  mundartenforschung.  Würz- 
burg 1913. 

56.  A.  Stölzel,  Ein  streifzug  in  die  Volksetymologie  und 
Volksmythologie.     Grenzboten  72,49.   73,6. 

57.  Altjungfernschicksal  nach  dem  tod  in  sage  und  Volks- 
glauben des  Elsaß.     Elsässische  monatsschrift   1913,  dez. 

58.  Besprechungen  früher  verzeichneter  Schriften.  l.A.Zehme, 
Göttersage  1913,18,2.  P.Kolb,  Cbl.  f.  die  höheren  schulen  Württ. 
21,38.-2.  Karl  Helm,  Religionsgeschichte  1912,18,2.  F.  Piquet, 
Rev.  germ.  10,226.  Fr.  Neklapil,  Allg.  litbl.  23,330.  C.  C.  Uhlen- 
beck,  Museum  21,268 — 269.  —  3.  Eugen  Mogk,  Menschenopfer 
1909,18,12.  Hjalmar  Lindroth,  Idg.  anz.  32,38—40.  —  4.  Andreas 
Heusler,  Altgermauische  religion  1914,18,1.  S.  Levi,  Rev.  crit. 
77,21.  —  5.  E.  Hoffmann-Krayer,  Feste  und  brauche  1914, 
18,46.  Hanns  Bächthold,  DLz.  35,118—119.  —  6.  Wolf  von 
Unwerth,  Odinn Verehrung  1911,18,43.  Elof  Hellquist,  Arkiv 
30,124—128.  —  7.  von  Hansemann,  Aberglaube  1914,18,48. 
A.  Eulenburg,  DLz.  35,2747.  —  8.  Dieterich,  Mutter  erde 
1914,18,4.  W.  Kroll,  DLz.  35,2641— 2642.  — 9.  Erich  Klingner, 
Luther  1912,18,20.  MSchlesVk.  16,263—264.  —  10.  August  Lüt- 
jens,  Zwerg  1911,18,42a.  Karl  Helm,  Litbl.  35,196.  —  11.  Karl 
Knortz,  Hexen  1913,18,26.  R.  T.  House,  MLN.  29,122—123. 
—  12.  Ernst  Böklen,  Unglückszahl  1913,18,58.  Kurt  Latte, 
DLz.  35,1939—1940.  —  13.  Ackermann,  Seelenglaube  bei 
Shakespeare  1914,18,17.     M.  J.  W ,  Cbl.  65,1057. 

B.   Sagenkunde. 

1.   Heldensage. 

59.  Hugo  Gering,  ßeowulf  nebst  dem  Finnsburg-bruchstttck, 
übersetzt  und  erläutert.      2.   aufl.    Heidelberg,  Karl  Winter.     2  m. 

60.  Fr.  Klaeber,  Das  Grändelsmor  —  eine  frage.  Archiv 
131,427. 

61.  C.  W.  von  Sydow,  Grendel  i  anglosaxiska  ortnamn. 
Nordiska  ortnamn.     (vgl.  nr.  28)  s.   160 — 164. 

62.  Hans  Grüner,  Die  Riganusschlacht  in  den  Vitae  duorum 
Offarum  des  Matthseus  Variscensis  (saec.  XIII).  ein  beitrag  zur 
bibel-  und  legendenkunde  des  mittelalters  wie  zur  geschichte  der 
älteren  heldensage.    progr.  der  Oberrealschule  zu  Eimsbüttel.    26  s. 


116  XYIII.    Mythologie  und  sagenkunde. 

63.  Axel  Olrik,  Brävellir.  Nordiska  ortnamn  (vgl.  nr.  28) 
8.  297 — 312.  —  die  Bravallaschlacht  hat  in  der  fruchtbaren  ost- 
götischen  ebene  an  der  Brävik  (Saxo  nennt  Brävik  und  Vata, 
d.  h.  den  heut  dort  mündenden  Vadsbäck)  stattgefunden,  wo  heut 
Bräbo  härad  liegt,  der  name  des  königs  Hringr  lebt  in  dem  früher 
bedeutsamen  Ringstad  fort,  der  flotten  an  griff  des  Dänenkönigs 
auf  Gautland  ist  zusammenzustellen  mit  Jordanes'  bericht,  daß 
diese  reichen  gegenden  häufig  den  angriffen  anderer  stamme  aus- 
gesetzt seien  und  mit  der  archäologisch  erwiesenen  tatsache,  daß 
im  Gautenreich  in  jener  zeit  steinburgen  gegen  angriffe  von  der 
see  aus  angelegt  worden  sind,  die  sage  bewahrt  also  die  er- 
innerung  an  die  niederlage  eines  Dänenkönigs,  die  dieser  bei  einem 
eroberungszuge  gegen  das  Gautenreich  um  ca.  550  erlitten  haben 
wird,  noch  bevor  dieses  seinem  anderen  hauptgegner,  dem  nörd- 
lichen Schwedenreiche,  endgültig  unterlag. 

64.  Alexander  Bugge,  Amor  jarlaskald  og  det  forste  kvad 
om  Helge  Hundingsbane.     Edda  1,2. 

65.  Helmut  de  Boor,  Das  schwert  Maering.  ZfdPh.  45, 
292—297. 

Walther.  66.  L.  Simons,  Waltharius  en  de  Walthersage. 
Lier,  Jozef  van  In  u.  co.  Leipzig,  Harrassowitz.  340  s.  (auch 
als  L.  Simons,  W.  en  de  W.  I.  II.  Leuvensche  bijdr.  11,149 — 246. 
12,1—132.) 

67.  Wilhelm  Tavernier,  Waltharius,  Carmen  de  prodicione 
Guenonis  und  Rolandsepos.     Zs.  f.  frz.  spr.  u.  lit.  42,41 — 81. 

Nibelungen.  68.  Georg  Holz,  Der  Sagenkreis  der  Nibe- 
lungen. 2.  aufl.  Wissenschaft  und  bildung.  bd.  6.  Leipzig, 
QueUe  &  Meyer.     Vn,142  s. 

69.  Hermann  Patzig,  Die  Verbindung  der  Sigfrids-  und  der 
Burgundensage.  Dortmund,  Fr.  Wilhelm  Ruhfus.  49  s.  —  die 
Ortsnamen  in  den  Helgi-  und  Sigfridsdichtungen  werden  mit 
heutigen  namen  im  gebiet  der  unteren  Weser  und  Elbe  gleich- 
gesetzt und  die  sage  von  den  Weisungen  und  Hundingen  hierhin 
verlegt.  Helgis  kämpf  am  Frekastein  gilt  als  erinnerung  an  einen 
ca.  880  erfolgten  Normanneneinfall;  auf  den  dänischen  Wikiog 
Helgi  wurden  züge  der  Sigfridsage  übertragen.  —  die  Sigfrid- 
Brynhild-  und  die  Etzel-Kriemhildsage  sind  nord-  und  süddeutsche 
Varianten  der  Hildesage,  auf  die  ausgestaltung  der  durch  Ver- 
bindung norddeutscher  und  süddeutscher  elemente  gebildeten  Sig- 
frid-Burgundensage  übte  die  Welsungenaage  bedeutsamen  einfluß. 
—  Nibelunge  ist  urspr.  stammname  der  Umwohner  des  alemanni- 
schen flusses  Nibel. 

70.  Andreas  Heusler,  Die  heldenrollen  im  Burgunden unter- 
gang.    Sitzungsber.  d.  kgl.  preuß.  akad.  d.  wiss.  XLVn,1114 — 1143. 


XVIII.   ß.  Sagenkunde.  117 

—  die  mannigfachen  Verschiebungen  und  bereicherungen  in  den 
rollen  der  mitkämpfer  beim  Burgundenuntergang  haben  sich  auf 
folgenden  stufen  der  dichterischen  eutwicklung  vollzogen:  alt- 
fränkisches lied  (vgl.  Atlakvida),  baiwarisches  lied  (einführung 
der  gotischen  Etzelgestalt),  älteres  bairisches  epos  (luu  1160), 
Nibelungenlied,  die  Nifluugasaga  beruht  auf  dem  älteren  bairi- 
schen  epos,  ihre  gewährsmänner  aber  fügten  in  dessen  erzählung 
elemente  einer  iid.  tradition  ein  (Soest;  Osid  =  Hosed,  vgL  nr.  78; 
beseitigung  der  Horterfragungsszene  zugunsten  der  geschichte  von 
Etzels  Tod  und  vom  Schlangenturm). 

71.  Karl  Christ,  Der  augebliche  Brunholdisstuhl  und  andre 
Irrtümer.     Mannheimer  geschichtsbll.   15,1. 

72.  Christian  Böhm,  Nochmals  der  Brunholdisstuhl.  Mann- 
heimer geschichtsbll.   15,2. 

73.  Karl  Christ,  Die  beziehungen  der  Nibelungen  zum 
E.hein  und  zum  Odenwald.     Mannheimer  geschichtsbll.   15,4. 

74.  Scheidweiler,  Die  entstehung  und  gagengeschichtliche 
bedeutung  des  Seifridsliedes.     progr.     Neuwied.     42  s. 

ßüedeger,  75.  Rudolf  Much,  Rüdiger  von  Pechlarn.  ver- 
trag.    Wien,  A.  Holder.    1913.     18  s. 

76.  S.  Friedmann,  Rüdiger  e  Terdiad  e  di  un  preteso 
rapporto  di  Ferdiad  con  Siegfrid.  s.-a.  aus  Pubblicazioni  della 
R.  Accademia  scientifico-ietteraria,  facoltä,  universitaria  di  filosofia 
e  storia.     Milano,  Hoepli. 

Dietrichssage.  77.  Hans  Friese,  Thidrekssaga  \ind  Diet- 
richsepos. Untersuchungen  zur  inneren  und  äußeren  form.  Palasstra 
CXXVIII.  Berlin,  Mayer  u.  Müller.  VIII,185  s.  —  bei  der  be- 
urteilung  der  Überlieferung  wird  Berteisens  theorie  zugrunde  ge- 
legt, sodann  wird  gezeigt,  wie  in  der  saga  die  verschiedenen 
Stoffgruppen  chronologisch,  genealogisch  und  ursächlich  zusammen- 
gearbeitet sind,  der  vf.  führt  aus,  wie  die  Schilderung  von  be- 
waffnung  und  kleidung,  die  einführung  nordisch  aussehender  ele- 
mente, die  form  der  Charakteristik,  bestimmte  lieblingssituationen 
und  formein  sich  durch  die  ganze  saga  hindurchziehen,  doch  wird 
die  Scheidung  von  deutschen  und  nordischen  bestandteilen  und 
damit  von  quelle  und  eigner  arbeit  des  sagaschreibers  nicht  auf 
eine  tiefer  greifende  Stilunterscheidung  zwischen  den  in  frage 
kommenden  deutschen  und  nordischen  literaturgattungen  aufgebaut. 

—  der  zweite  hauptabschnitt  bringt  eine  ausführliche  sachliche 
und  wörtliche  vergleichung  der  den  volksepen  und  der  saga  ge- 
meinsamen erzählungen  und  Situationen :  Hildegrim,  Ecke  und 
Fasold,  Sintram,  Zwölfkampf  (der  sagaschreiber  benutzte  ein 
tendenziöses  gegenstück  der  Rosengartendichtuug),  Dietrichs  flucht 
und  erste  rückkehr  (Wegeners   Scheidung   verschiedener  schichten 


118  XVIII.    Mj'thologie  und  sagenkunde. 

innerhalb  von  Dietrichs  flucht  uud  rabenschlacht  wird  mehrfach 
bestätigt  und  weitergeführt),  Dietrichs  endgültige  heimkehr.  schließ- 
lich wird  die  deutsche  auffassung  von  Dietrichs  persönlichkeit  der 
des  Sagaschreibers  gegenübergestellt. 

78.  Waldemar  Haupt,  Zur  niederdeutschen  Dietrichssage. 
Paljestra  CXXIX.  Berlin,  Maj-er  u.  Müller.  294  s.  —  werden 
in  der  soeben  genannten  arbeit  von  Friese  als  quellen  der  Thidreks- 
saga  ohne  nähere  begründung  niederdeutsche  dichtungen  angesetzt, 
so  sucht  Haupt  die  entwicklung  von  Dietrichssage  und  Dietrichs- 
dichtung auf  nd.  boden  ausführlich  darzustellen,  die  jugendaben- 
teuer  Dietleibs  werden  zweifellos  mit  recht  in  Zusammenhang  ge- 
bracht mit  den  russischen  Volksliedern  über  den  beiden  Ilja. 
seine  sage  gelangte  durch  lübischen  handelsverkehr  nach  Xord- 
albingien,  der  heimat  Dietleibs  von  Stire  (d.  i,  von  der  Störe), 
in  derselben  gegend  erhielt  auch  die  sage  von  Dietleibs  kämpf 
gegen  Hertnit,  als  deren  grundlage  die  im  heidnischen  Dänemark 
entstandene  dichtung  von  Helgi  und  Kära  angesehen  wird,  ihre 
deutsche  gestalt.  die  Wilzen-  und  Russenkämpfe  der  saga  werden 
mit  den  Slavenkämpfen  der  Sachsen  um  1090 — 1140  verglichen, 
von  denen  Helmold  und  der  Annalista  Saxo  berichten;  graf  Rodolf 
ist  eine  historische  persönlichkeit  dieser  zeit,  Osid  dagegen  ein 
Slavenkämpfer  des  10  Jahrhunderts,  weitere  Stoffe  spiegeln  andre 
historische  Schicksale  des  Sachsenstammes  wieder:  Samsons  kämpf 
gegen  Rodgeir  von  Salerno  gleicht  kaiser  Lothars  zug  gegen  Roger 
von  Unteritalien;  die  Schlacht  bei  Gronsport  ist  die  schlacht  an 
der  Grone-Furt  (1080),  wo  Rudolf  von  Schwaben  fiel;  Dietrichs 
heimkehr  und  sieg  über  Sifka  entspricht  Lothars  kaiserkrönung 
und  Unterwerfung  Friedrichs  von  Staufen;  Rienolt  von  Meilan  ist 
Reinald  von  Dassel,  das  letzte  kapitel  bringt  eine  zusammen- 
fassende geschichte  der  Dietrichsdichtung.  im  eingang  stehen 
zwei  gotische  lieder:  1.  Dietrichs  Vertreibung  und  siegreiche  rück- 
kehr  mit  Rabenschlacht.  2.  Der  kämpf  Witeges  mit  den  Etzel- 
söhnen.  ein  nd.  Spielmannsepos,  die  quelle  der  saga,  nahm  die 
fabel  des  zweiten  liedes  als  episode  in  die  des  ersten  auf  und 
und  fügte  die  friedliche  heimkehr  an.  in  Oberdeutschland  hielten 
sich  neben  schwacher  einwirkung  des  nd.  epos  die  beiden  alten 
liedfabeln  getrennt  als  Vorstufe  von  Dietrichs  flucht  und  Raben- 
schlacht. 

79.  Wolf  von  Unwerth,  Ostacia  und  Kdra.  Beitr.  40, 
160 — 163.  —  bemerkungen  zum  ersten  abschnitt  von  Haupts 
Dietrichssage  (nr.  78). 

80.  R.  Hünnerkopf,  Beiträge  zur  deskriptiven  poetik  in 
den  mhd.  volksepen  und  in  der  Thidrekssaga.  diss.  Heidel- 
berg.    70  s. 


XVIII.  B.  Sugenkunde.  119 

81.  Elemer  Moor,  A  Toldimonda  es  nemet  kapesolatai  (die 
ungarische  Toldisage  iind  ihre  zusammenhänge  mit  der  deutschen 
sage).  Nemet  philologiai  dolgozatok  XIII  (Arbeiten  zur  deutschen 
Philologie,  hrsg.  von  G.  Petz,  J.  Bleyer,  H.  Schmidt).  Buda- 
pest, Ferdinand  Pfeifer.  84  s.  • —  avis  den  ungarischen  bezeich- 
nungen  für  die  mittelalterlichen  spielleute  und  ihr  handwerk  geht 
hervor,  daß  diese  stark  unter  dem  einfluß  ihrer  deutschen  kunst- 
genossen standen.  deutsche  spielleute  haben  sich  auch  nach- 
weislich in  Ungarn  aufgehalten.  Stoffe  der  deutschen  volksepik 
finden  sich  daher  in  der  ungarischen  Toldisage,  die  in  einer 
bearbeitung  des  16.  jahrhs.  erhalten  ist:  die  Jugendgeschichte  des 
beiden  erinnert  an  die  märchen  vom  Starken  Hans  und  Goldener; 
seine  späteren  Schicksale  berühren  sich  mit  der  Rosengarten- 
dichtung und  den  erzählungen  von  Heimes  und  Ilsans  Kloster- 
leben, mit  rücksicht  auf  die  mehrzahl  seiner  wissenschaftlichen 
beni;tzer  verdiente  das  buch  eine  deutsche  Übersetzung. 

82.  Heinrich  Hempel,  Untersuchungen  zum  Wunderer,  diss. 
Halle  101   s. 

83.  J.  Bedier,  Les  legendes  epiques.  recherches  sur  la 
formation  des  chansons  de  geste.  t.  3.  4.  Paris,  Champion. 
1912,1913. 

84.  G.  Brockstedt,  L'origine  frani^aise  des  epopees  popu- 
laires  du  moyen-haut-allemaud.     ßev.  germ.   10,273 — 293. 

85.  Besprechungen  früher  verzeichneter  Schriften:  1.  Fried 
rieh  Panzer,  Sigfrid  1912,18,96.  G.  Binz,  Anglia  beibl.  25 
142—158.  —  2.  W.  Benary,  Ermanarichsage  1912,18,98 
F.  Piquet,  Rev.  crit.  78,21 — 22.  —  J.  Bedier,  Legendes  epi 
ques  1914,18,83.  G.  Huet,  Moyen-age  26,427—433.  —  4.  Fried 
rieh  Panzer,  Beowulf  1910,18,58.  G.  Binz,  Angl.  beibl.  24 
321—337.-5.  Georg  Holz,  Nibelungen  1914,18,68.  H.  Jantzen 
LE.  17,182—183.  —  6.  R.  W.  Chambers,  Widsith  1912,18,88 
Walther  A.  Berendsohn,  Litbl.  35,384—386.  —  7.  R.  C.  Boer 
Methodologische  bemerkungen  1911,18,61.  Leon  Polak,  ZfdPh 
45,522—530.-8.  Hermann  Schneider,  Wolfdietrich  1913,18,75 
Archiv  131,486—487.  W.  Benary,  ZfromPh.  38,500—509.  Wolf 
von  Unwerth,  ZfdPh.  46,115— 119.  F.  Piquet,  Rev.  crit.  76,512 
—  9.  R.  C.  Boer,  Beowulf  1912,18,86.  Barnouw,  Museum  1913 
11.12.  Walther  A.  Berendsohn,  Litbl.  35,152— 154.  —  10.  E.  N 
Setälä,  Kullervo-Hamlet  1912,18,91.  Otto  L.  Jiriczek,  DLz 
35,476—481. 

2.    Mittelalterliche  sagen  und  legenden. 
Artus.     86.     K.  Meyer,  Eine  verschollene  Artursage.    fest- 
echrift  Ernst  Windisch  zum  70.  geburtstag  dargebracht.     Leipzig, 


120  XVIII.    Mj-thologie  und  sagenkunde. 

0.  Harrassowitz.  1914.  s.  63 — 67.  —  der  älteste  beleg  für  das 
vorkommen  des  sagenhaften  Ärtur  bei  den  Iren  stammt  aus  dem 
anfang  des  9.  jabrh.  (vgl.  vf.  Sitz.-ber.  Berl.  akad.  d.  wiss.  1912, 
1156).  doch  der  name  ist  schon  aus  dem  jähre  697  belegt,  in 
der  Cäin  Adamnäin  (ed.  K,  Mej-er),  s.  16,  z.  30  wird  ein  geist- 
licher Feradach  höa  Ärtur  genannt,  zu  derselben  zeit  kommt  der 
name  auch  bei  den  Südbriten  vor  (Zimmer,  Nennius  Vindicatus, 
8.  283).  eine  liste  irischer  sagen  aus  dem  ende  des  10.  jahrhs. 
erwähnt  eine  solche:  äigidechf  Ärtüir  'bewirtung  Arturs',  ver- 
mutlich trat  in  dieser  sage  Arthur  als  kühner  Jäger  und  vertilger 
wilder  tiere  auf  (besonders  auf  der  eberjagd),  verirrte  sich  im 
walde  und  entdeckte  ein  einsames  haus,  wo  sich  nun  das  eigent- 
liche abenteuer  abspielte,  ähnliche  Situationen  gehören  zu  den  ge- 
meinplätzen  irischer  sagenerzähluug.  vielleicht  tritt  der  text  der 
sage  noch  einmal  irgendwo  zutage. 

87.  Leo  Landau,  Hebrew-German  romances  and  tales  and 
their  relation  to  the  romantic  literature  of  the  middle  ages.  part.  I: 
Arthui'ian  legends.     Teutonia.     Leipzig,  Avenarius.     1912. 

Oral.  88.  Josef  Dostal-Winkler,  Die  heimat  der  Gral- 
sage. Stellungnahme  zu  den  hypothesen  der  jähre  1909/11  vom 
Standpunkt  der  Völkerpsychologie.  1.  heft.  Kremsier,  H.  Gusek. 
25  s.  —  bespricht  im  anschluß  an  die  arbeiten  von  L.  von  Schroe- 
der,  Junk,  Wundt  das  bretonische  märchen  von  Peronnik, 
das  er  inzwischen  auch  in  freier  nachdichtung  herausgegeben  hat 
(Theo  Arthur  Talwinkler,  Wunschland.  Leipzig,  Xenien-verlag), 
und  andre  Überlieferungen,  die  als  arische  mythen  von  der  ge- 
winnung der  sonne,  des  mondes  und  der  donnerwaffe  betrachtet 
werden. 

89.  Lotus  P^ralte,  L'esoterisme  de  Parsifal.  l'esoterisme 
de  la  vieille  legende  celtique  du  cj'^cle  d'Artus.  suivi  d'une 
tradition  litt^rale  de  Parsifal  de  Richard  Wagner.  Paris,  Perrin 
u.  CO.     219  8. 

Tristan.  90.  J.  J.  Meyer,  Isoldes  gottesurteil  in  seiner 
erotischen  bedeutung.  ein  beitrag  zur  vgl.  Literaturgeschichte,  mit 
einleitendem  Vorwort  von  Richard  Schmidt.  Berlin,  Hermann 
Barsdorf.  290  s.  —  die  grundlage  der  erzählung  ist  eine  wohl 
aus  Indien  stammende,  namentlich  im  Orient  weit  verbreitete  ge- 
schichte,  nach  der  eine  ehebrecherin  sich  durch  einen  zweideutigen 
eid  reinigt,  nachdem  sie  zuvor  ihren  als  narren  verkleideten  lieb- 
haber  umarmt  hat. 

91.  J.  J.  Meyer,  Zur  aufklärung  über  'Isoldes  gottesurteil'. 
MPhil.  12,129—132. 

92.  Pio  Rajna,  Intorno  a  due  antiche  coperte  con  figurazioni 
tratte  dalle  storie  di  Tristane.     Romania  42,617 — 519. 


XVIII.   B.  Sagenkunde.  121 

93.  Wilhelm  Gaede,  Die  bearbeitungen  von  Clirestiens  Erec 
und  die  Mabinogionfrage.     diss.     Münster.     56  s. 

94.  H.  Steinberger,  Untersuchungen  zur  entstehung  der 
sage  von  Hirlanda  von  Bretagne  sowie  zu  den  ihr  am  nächsten 
verwandten  sagen,     progr.     München.     33  s. 

95.  Joseph  Klapper,  Der  zauberer  von  Magdeburg,  ein 
beitrag  zur  erforschung  der  mittelalterlichen  wandersage.  MSchlesVk. 
16,49—63. 

96.  Friedrich  Wilhelm,  Zur  dreikönigslegende.  Münchener 
museum  f.  philologie  des  mittelalters  und  der  renaissance  2,2. 

97.  Fr.  Bär,  Die  Marienlegenden  der  Straßburger  hdschr. 
Mscr.  Germ.  863  und  ihr  literarhistorischer  Zusammenhang,  diss. 
Straßburg.     217  8. 

Armer  Heinrich.  98.  Joseph  Klapper,  Die  legende  vom 
Armen  Heinrich.  Wissenschaftliche  beilage  zum  bericht  der  Ober- 
realschule ZU  Breslau,     ostern  1914.  —  vgl.  auch  1913,18,85. 

99.  A.  V.  Ow,  Die  Arme  Heinrich-sage.  Hist.-polit.  bll. 
151,169—181.  287—300. 

100.  Th.  II  gen,  Die  legende  der  11000  Jungfrauen.  Westd.  zs. 
30,141—296. 

101.  Besprechungen  früher  verzeichneter  Schriften :  1.  Lotus 
Peralte,  Parsifal  1914,18,89.  Julius  Pokorny,  DLz.  35, 
2076—2077.  —  2.  Leo  Landau,  Arthurian  legends  1914,18,87. 
Kobert  Petsch,  Archiv  132,175—181.  F.  Piquet,  Rev.  crit. 
77,313—314.  —  3.  ^^.  Lewis  Jones,  King  Arthur  1911,18,81. 
M.  Krummacher,  NSpr.  22,418.  —  4.  Th.  Ilgen,  11000  Jung- 
frauen 1914,18,100.  A.  Hofmeister,  Neues  arch.  d.  ges.  für 
alt.  deutsche  geschichtsk.  38,333 — 337.  —  5.  H.  Steinberger, 
Hirlanda  von  Bretagne  1914,18,94.  A.  Wallensköld,  Neuphil, 
mitteil.  1914,23—24.  —  6.  R.  J.  Peebles,  Longinus  1912,18,119. 
Gertrud  Schoepperle,  JEGPhil.  13,350—355.  —  7.  J.  J.  Meyer, 
Isoldes  gottesurteil  1914,18,90.  Wolfgang  Goltber,  DLz.  35, 
673 — 674.  —  8.  Joseph  Klapper,  Erzählungen  des  mittelalters 
1913,18,85.  H.,  MÖchlesVk.  16,259—260.  —  9.  Leopold  von 
Schroeder,  Gral  1910,18,71.  HansHessen,  DLz.  35,1689— 1691. 
—  10.  Viktor  Junk,  Gralsage  1911,18,76.  Paul  Hagen,  ZfdPh. 
46,109—114.  Poirot,  Neuphilol.  mitteil.  1914,141—143.  — 
11.  Gertrud  Schoepperle,  Tristan  1913,18,87.  William  A.  Nitze, 
JEGPhil.  13,444—449.  Wolfgang  Golther,  DLz.  35,669—673. 
Lot,  Romania43,l.  —  12.  Joseph  Klapper,  Exempla  1911,18,138. 
Kruitwagen, -Museum  sept.   1913. 


122  XVIII.   Mythologie  und  eagenkunde. 

3.    Volkssagen. 

102.  Friedrich  Ranke,  Sage  und  erlebnis.  Bayerische  hefte 
für  Volkskunde,  hrsg.  vom  Bayr.  verein  für  Volkskunst  und  Volks- 
kunde (schriftleitung  Adolf  Spam  er  und  Friedrich  von  der  Leyen) 
1,40 — 51.  —  erzählungen  von  der  entrückung  einzelner  laute 
durch  das  wilde  heer  werden  überzeugend  auf  tatsächliche  er- 
lebnisse  epileptischer  zurückgeführt,  die  gelegentlich  im  dämmer- 
zustand  weite  Wanderungen  unternehmen. 

103.  H.  Schneider,  Die  deutschen  sagen  der  brüder  Grimm^ 
hrsg.,  mit  einleitungen  und  anmerkungen  versehen.  Berlin,  Bong  u.  co. 
Goldne  klassikerbibliothek. 

104.  Geza  Roh  ei  m,  Nachtrag  zu  den  Igelsagen.  ZfVk.  24,94 
(vgl.   1913,18,102). 

105.  J.  Vollschwitz,  Die  frau  von  der  Weißenburg.  Das 
lied  und  die  sage.     Straßburg,   C.  J.  Trübner. 

106.  Georg  Graber,  Sagen  aus  Kärnten.  Leipzig,  Diete- 
richsche  Verlagsbuchhandlung,  Theodor  Weicher.  XL,458  s.  — 
die  Sammlung  bietet  nur  zum  kleinsten  teil  wie  Rappolds  'Sagen 
aus  Kärnten'  stücke,  die  der  älteren  literatur  entnommen  sind 
(Quellenverzeichnis  s.  457  f.).  die  masse  der  erzählungen  ist  aus 
der  noch  lebendigen  Volksüberlieferung  geschöpft  und  mit  angäbe  der 
aufzeichnungsorte  (Ortsregister  s.  449  ff.)  versehen,  der  stoff  stammt 
teils  von  der  deutschen,  teils  von  der  slavischen  bevölkerung  des 
landes.  eine  einführung  charakterisiert  kurz  die  verschiedenen 
gattungen   der   sagen,     auch   legenden   haben    aufnähme  gefunden. 

107.  K.  Spiegel,  Nachtrag  zu  den  Überfahrtssagen  am 
Main.  Bll.  zur  bayrischen  Volkskunde.  2.  reihe.  Jb.  des  Vereins 
f.  bayr.  Volkskunde  und  mundartenforschung.     Wtirzburg   1913. 

108.  Wassersagen  am  Oberrhein.  Elsässische  mtschr.  f.  gesch. 
u.  volksk.  4,10. 

Rübezahl.  109.  Paul  Regell,  Zur  geschichte  der  Rübe- 
zahlsage.    MSchlesVk.   16,1—48. 

110.  Wolf  von  Unwerth,  Christian  Weises  dramen  Regnerus 
und  Ulvilda  nebst  einer  abhandlung  zur  deutschen  und  schwedi- 
schen literaturgeschichte.  Germanistische  abhandlungen 46.  Breslau, 
Marcus.  VIII,296  s.  —  enthält  s.  161  ff.  ein  neues  zeugnis  für 
den  Rübezahlglauben  und  in  den  anmerkungen  s.  216  ff.  weitere 
beitrage  zur  Volkskunde. 

111.  Georg  Hü  sing,  Zum  Rübenzagel.    ZfVk.  24,320— 326. 

112.  Georg  Seh oppe,  Zeugnisse  zur  volkskun'de.  MSchlesVk. 
16,244—247.  —  Rübezahl  u.  a.  m. 


XVIII.   B.  Sagenkunde.  123 

113.  0.  Schütte,  Braunschweigische  sagen,  ZfVk.  24, 
414—420. 

114.  P.  Graffunder,  Nachtrag  zu  den  sagen  der  Mark 
Brandenburg,  progr.  des  Prinz-Heinrich-Gymnasiums  zu  Berlin- 
Schöneberg  1914. 

115.  A.  Haas,  Eine  alte  Greifs  walder  lokalsage.  ZfVk.  24, 
256—264. 

116.  Pritz  B ehrend,  Aus  den  reiseberichten  des  freiherra 
Augustin  von  Mörsperg.  1.  Vom  Rattenfänger  zu  Hameln.  ZfVk. 
24,77—79. 

117.  Peter  Lunde,  Segner  fraa  S0gne.  bidrag  til  Agders 
historie   1.     udg.   av  Agders  historielag   1914. 

118.  H.  Güntert,  Über  altisländische  Berserkergeschichten, 
progr.  des  Heidelberger  gymnasiums  1912.  Heidelberg,  Univ.- 
buchdruckerei  J.  Hörning.     33  s. 

119.  Besprechungen  früher  verzeichneter  Schriften :  1 .  V.  Z  u  c- 
camaglio,  Sagen  von  Jülich  usw.  1912,18,180.  J.  Götzen, 
Annalen  d.  bist.  ver.  f.  d.  Niederrh.  96,175—176.  —  2.  P.  Graf- 
funder, Sagen  der  Mark  1914,18,114.  Heinrich  Lohre,  ZfVk. 
24,219.  —  3.  Pr.  G.  Schultheiß,  Kaiser  Friedrich  II.  1911,18,96. 
Er.  W.  Taube,  Mitt.  a.  d.  bist.  lit.  41,386-387.-4.  R.  Kühnau, 
Schlesische  sagen  3.  4.  1913,18,137.  H.  Gürtler,  Preuß.  jbb. 
155,542—546.  Kosch,  Allg.  litbl.  23,249—250.  —  5.  Otto 
Dähnhardt,  Natursagen  bd.  4.  1912,18,124.  M.  D.,  Pev.  crit. 
76,488  —  489.  bd.  3.  4.  1910,18,93.  Archiv  131,482—483.  — 
6.  Georg  Graber,  Sagen  aus  Kärnten  1914,18,106.  Johannes 
Bolte,  ZfVk.  24,327—332.  von  Geramb,  Zs.  bist.  ver.  f.  Steierm. 
12,218—220.  A.  Bechtel,  ZfRw  39,488.  —  7.  Otto  Knoop, 
Sagen  der  provinz  Posen  1913,18,143.  H.  Jantzen,  MSchlesVk. 
15,291 — 292.  —  8.  H.  Schneider,  Grimms  deutsche  sagen  1914, 
18,103.  A.Götze,NJb.  33,295— 296.  —9.  H.  Güntert,  Berserker- 
geschichten  1914,18,118.     W.  Panisch,  DLz.  35,1765—1766. 

4.    Märchen. 

120.  Antti  Aarne,  Leitfaden  für  die  vergleichende  märchen- 
forsch ung.  Folklore  fellows  Communications  13.  Hamina  1913.  — ■ 
Geschichte  der  märchenforschung;  Entwicklungsgesetze  des  mär- 
chens;  die  historisch-geographische  methode;  Technik  der  märchen- 
forschung. 

121.  Antti  Aarne,  Übersicht  der  märchenliteratur.  Folk- 
lore fellows  Communications   14.     Hamina   1914. 

122.  Antti  Aarne,  Der  tiersprachige  mann  und  seine  neu- 
gierige frau,  eine  vergleichende  märchenstudie.  Folklore  fellows 
Communications   15.     Hamina  1914. 


124;  XVIII.    Mythologia  und  sagenkande. 

123.  Friedrieb  von  der  Leyeu,  Neuere  arbeiten  zur  märcben- 
forscbung.  Bayer,  befte  f.  volksk.  (oben  nr.  102)  1,52 — 61.  — 
bringt  bedeutsame  bemerkungen  über  märchenmotive  im  Gilgamesch- 
epos,  über  abbängigkeit  der  iuder  von  hellenistischer  und  alt- 
orientalischer erzählungskuust,  über  Amor  und  Psyche. 

124.  Alfred  Lehmann,  Dreiheit  und  dreifache  Wieder- 
holung im  deutschen  Volksmärchen,  ein  beitrag  zur  technik  des 
märchens  überhaupt.     Leipziger  diss.     54  s. 

125.  Erich  Schmidt,  Aus  der  jüngeren  romantik  11:  Glrimms 
märchen.     Jb.  d.  fr.  dtsch.  höchst.   1913,136 — 154. 

126.  Paul  Zaunert,  Deutsche  märchen  seit  Grimm.  Jena, 
Diederichs.    1912.     (vgl.  unten  nr.   130.) 

127.  H.  Däumling,  Studie  über  den  typus  des  'Mädchens 
ohne  bände' innerhalb  des  Konstanzezyklus,    diss.    München.    114  s. 

128.  Samuel  Graf,  Hianzische  märchen.    ZfVk.   24,20—81. 

129.  Blätter  zur  bayrischen  Volkskunde,  hrsg.  von  Otto 
Brenner.     3.  reihe.  —  30  bayrische  märchen. 

130.  Wilhelm  "Wisser,  Plattdeutsche  Volksmärchen,  die 
märchen  der  Weltliteratur,  hrsg.  von  Friedrich  von  der  Leyen 
und  Paul  Zaunert.     Jena,  E.  Diederichs.     323  s. 

131.  Johannes  Skar,  Reven  og  Bj0rnen.  seventyr  fra  Saetes- 
dal.     Maal  og  minne   1914,57 — 58. 

132.  Asbj0rnsen,  Norskefolkeseventyr.  Ny  saml.  3.  vidg.  h.  1. 

133.  Anathon  Aall,  Eventyr  og  dr0m.  en  literaturpsykologisk 
hypotese.     Maal  og  minne  1914,59 — 64. 

134.  Otto  Knoop,  Die  kluge  königstochter,  ein  polnisches 
märchen.     ZfVk.  24,191  —  192. 

135.  Besprechungen  früher  verzeichneter  Schriften:  1.  Hans 
Siuts,  Jenseitsmotive  1912,18,192.  H.  Gürtler,  Preuß.  jbb.  151, 
372—374.  Karl  Helm,  Litbl.  35,148.  —  2.  Wilhelm  Wisser, 
Plattdeutsche  märchen  1914,18,130.  H.  Gürtler,  Preuß.  jbb.  157, 
352 — 356.  —  3.  Friedrich  Panzer,  Grimms  märchen  1913,18,158. 
H.  Gürtler,  Preuß.  jbb.  157,352—356.  E.  T.,  Rev.  germ.  10, 
101 — 102.  —  4.  Johannes  Bolte  und  Georg  Polivka,  An- 
merkungen zu  Grimms  märchen  1913,18,156.  Friedrich  von  der 
Leyen,  ZfVk.  24,425—427.  F.  Piquet,  Rev.  germ  10,123. 
Jobs.  Hertel,  Cbl.  64,1731.  —  5.  Märchen  der  Weltliteratur  1914, 
18,126.  130.  H.  Gürtler,  Preuß.  jbb.  157,352—356.  —  6.  Paul 
Zaunert,  Märchen  seit  Grimm  1914,18,126.  H.  Gürtler,  Preuß. 
jbb.  151,370 — 372.  —  7.  Friedrich  von  der  Leyen,  Das  märchen 
1911,18,127.  Friedrich  Panzer,  DLz.  35,2302—2306.  —  8.  Ernst 
Böklen,  Sneewittchen  1910,18,138.  Friedrich  Panzer,  DLz. 
35,2303 — 2306. —  9.  Antti  Aarne,  Leitfaden  d.  märchenforschung 


XIX.    A.  Ennenkunde.  125 

1914,18,120.  Johannes  Bolte,  ZfVk.  24,330—332.  —  10.  Antti 
Aarne,  Märchenliteratur  1914,18,121.  Johannes  Bolte,  ZfVk. 
24,330 — 382.  —  11.  Antti  Aarne,  Tiere  auf  der  Wanderschaft 
1913,18,167.  Johannes  Bolte,  ZfVk.  24,330—332.  —  12.  Antti 
Aarne,  Der  tiersprachige  mann  1914,18,122.  Johannes  Bolte, 
ZfVk.  24,380—332. 

Wolf  von  ünwerth. 


XIX.   A.  Runenkunde. 

1.  Oskar  Almgren,  Det  runristade  guldhornets  datering. 
ett  bidrag  tili  -inge-mmnenä  kronologie :  Nordiska  ortnamn.  hyllnings- 
skrift  tillägnad  Adolf  Noreen.  Uppsala  1914.  s.  217 — 225  mit 
6  figuren.  —  die  Inschrift  des  heute  nicht  mehr  bestehenden 
goldenen  hornes  von  Gallehus  ist  mit  den  Ornamenten  desselben 
gleichzeitig  und  rührt  von  dem  ursprünglichen  verfertiger  her.  die 
figuralen  Ornamente  des  hornes  in  relief  waren  jeweils  für  sich 
gegossen  und  aufgelötet,  diese  herstellung  des  reliefs  sowie  die 
eingestempelten  Ornamente,  i.  b.  das  fischornament  und  das  stern- 
förmige Ornament,  verbinden  das  hörn  mit  zwei  aufeinander  folgen- 
den gruppen  von  altsachen,  die  der  eng  begrenzten  zeit  der  Unter- 
brechung des  goldmünzenzuflusses  nach  dem  norden  durch  die 
Hunnen  im  letzten  viertel  des  4.  jahrhs.  und  des  neuen  zuströmens 
nach  dem  stürze  derselben  i.  j.  453  angehören,  für  die  Ornamentik 
des  goldenen  hornes  und  die  der  beiden  Vergleichsgruppen  läßt 
sich  demnach  das  erste  viertel  des  5.  jahrhs.  als  höhepunkt  er- 
mitteln, jedenfalls  kann  das  hörn  nach  dem  jähre  450  schwerlich 
mehr  angefertigt  sein,  da  eben  zu  dieser  zeit  in  Dänemark  und 
in  den  benachbarten  ländern  eine  neue  stilart  in  erster  blute  steht. 
der  lebendige  gebrauch  der  patronymica  auf  -ing  sei  im  norden 
für  den  beginn  des  5.  jahrhs.  anzusetzen.  die  besonders  zahl- 
reichen -ingen-namen  im  alemannischen  hauptlande  in  Süddeutsch- 
land gehörten  wohl  einer  noch  früheren  zeit  an,  etwa  dem  letzten 
drittel  des  3.  jahrhs.,  und  ungefähr  gleichzeitig  mit  diesen  sei  ver- 
mutlich das  speerblatt  von  Övre  Stabn  in  Norwegen  mit  der 
runeninschrift  ranninga  .... 

2.  T.  J.  Arne,  Ein  archäologischer  beitrag  zur  bestimmung 
des  alters  von  der  stadt  Sigtuna:  Tornvännen  1911.  s.  306.  — 
deutsche  inhaltsangabe  des  ebenda  s.  203 — 204  vorfindlichen 
Originalaufsatzes,     vgl.  nr.  3. 

3.  T.  J.  Arne,  Ett  arkeologiskt  bidrag  tili  bestämmandet  af 
Sigtuna  Stada  älder,  meddelande :  Fornvännen  1911.    s.  203 — 204. — 


126  XIX.   A.  Runenkunde. 

die  imgefähr  der  zeit  von  1025 — 1050  angehörige,  mit  runen  be- 
schriebene kupferdose  von  Sigtuna  ein  zeugnis  für  das  bestehen 
dieser  stadt  in  der  ersten  hälfte  des  11.  jahrhs.  vgl.  Jsb.  1911, 
19A,7  u.  32;   1912,19A,7  und  oben  nr.  i. 

4.  T.  J.  Arne,  Die  gewich tsdose  von  Sigtuna:  Fornvännen 
1913.  s.  238 — 239.  —  deutsche  inhaltsangabe  des  ebenda  1912, 
s.   64 — ^&  stehenden  Originalaufsatzes,     vgl.  nr.   5. 

5.  T.  J.  Arne,  Viktdosan  frän  Sigtuna:  Tornvännen  1912, 
ö.  64 — 66.  —  derartige  verwahrungsdosen  für  wagen  waren  den 
archäologen  schon  früher  bekannt,  das  aussehen  der  nicht  mehr  vor- 
handenen wagschalen  der  dose  von  Sigtuna  ist  nach  den  zahlreichen 
funden  von  zusammenlegbaren  wagen  leicht  zu  beurteilen,  das 
Verbreitungsgebiet  der  funde  umfaßt  Schweden,  Norwegen,  Däne- 
mark, Mecklenburg,  Schlesien,  Ostpreußen,  von  woher  auch  der 
samländische  Spender  der  dose  von  Sigtuna  stammt,  ferner  Estland, 
Livland  und  Kurland,     vgl.  nr.  4. 

6.  Helmut  de  Boor,  Das  schwert  Maering:  ZfdPh.  45, 
292 — 297.  —  der  vermeintliche  schwertname  Mceringr  in  der 
lausovisa  des  Bi^rn  Hitdcßlakappi,  eigentlich  ein  mannsname,  ge- 
hört zu  der  gruppe  appellativisch  gewordener  völkernamen  wie 
Gotar,  Gautr,  Danr  und  stellt  sich  zu  den  frühe  vergessenen  volks- 
uamen,  der  durch  skati  Marika,  runenstein  von  Rök,  für  den  norden 
bezeugt  ist  und  in  ags.  Mmringa  hurg,  Deor,  ahd.  12.  jahrh. 
Regensburger  glosse  Goti  Meranare,  sowie  in  dem  Meran  der  mhd. 
epik  steckt,  und  der  eine  andere  bezeichnnng  für  Goten  gewesen 
zu  sein  scheint. 

7.  Erik  Brate,  Möjebro-stenen:  Arkiv  31,227 — 235;  vgl. 
Jsb.  1900,11,68  u.  IV,129;  1913,19A,4.  —  die  siebente  rune  in 
dem  komplexe  slaginaR  nach  den  lesungen  Wimmer's,  v.  Friesen's, 
Xoreen's,  Pipping's  und  seiner  eigenen  sicher  ^,  nicht  I ;  die  deut- 
lichen punkte  in  der  oberen  und  unteren  Öffnung  des  X  entweder 
zufällig  oder  eine  ornamentierung  des  Zeichens,  an  stelle  der  8, 
ihrem  wesentlichen  inhalte  nach  mitgeteilten  auffassungen  des  in- 
schriftlichen textes  von  Bugge,  Hempl,  v.  Friesen,  0.  F.  Hultman 
und  V.  Grienberger  empfiehlt  vf, :  FräwarädaR  ana  Haha  is  sla- 
ginaR, übersetzt  'Frawarad  zu  Hag  ist  erschlagen',  wobei  'der 
Charakter  der  Inschrift  als  solcher  eines  bautasteines  gewahrt 
bleibt,  nur  daß  der  name  des  errichters  des  denkmales  nicht  ge- 
nannt ist.  hierbei  wird  got.  ana,  an.  ä  <Ci  ein,  auch  für  das  urnord. 
beansprucht,  das  inlautende  li  in  haha  als  g,  gesprochen  gr/i,  erklärt 
und  *Haga,  eigentlich  *Hagan,  als  ältere  form  des  namens  des 
kirchspiels  Haghy,  in  dem  Möjebro  gelegen  ist,  angesehen,  der 
Ortsname  Haga  und  Hagen  ist  in  Schweden  reichlich  bezeugt,  der 
li-verlust,  auch  in  der  form  der  Inschrift,  sei  als  erscheinung  jüngerer 


XIX.   A.  Runenkunde.  127 

zeit,  oder  als  dialektische  eigentümlichkeit,  gegenüber  den  sonstigen 
urnord.  dativen  sing,  von  maskulinen  ?t-stämmen  auf  -an  zu  ver- 
stehen. 

8.  Erik  Brate,  Pireus-lejonets  runinskrift,  särtryck  ur  Antik- 
varisk  tidskrift  för  Sverige  del  20,  48  ss..  —  antiker  marmor- 
löwe,  ursprünglich  in  dem,  nach  ihm  später  Porto  Leone  genannten 
hafen  Piraeus  von  Athen,  1687  von  Francisco  Morosini  nach 
Vrnedig  gebracht,  im  11.  jahrh.,  um  1070,  von  schwedischer  band 
ni ii  einer runeninschrift  versehen,  dierunen  als  solche  seit  1797 — 1799 
durch  den  schwedischen  diplomaten  Akerblad  bekannt,  in  4  Vari- 
anten gelesen  von  C.  C.  Rafn,  H.  Kempff,  F.  Sander,  8.  Bugge; 
am  originale  neu  untersucht  und  in  allen  einzelheiten  festgestellt 
von  E.  Brate  den  2.,  3.  ixnd  5.  juli  1913.  die  inschrift  betrifft 
nach  Brate's  entdeckung  denselben  mann  wie  die  des  bekannten, 
gleichfalls  um  das  jähr  1070  zu  datierenden  steines  von  Ulunda 
(Bautil  632,  Liljegren  729,  D3^beck  1,96),  der  nach  seiner  und  von 
Friesens  ansieht  von  dem  Uppländer  Balle  oder  seiner  schule  her- 
rührt, sie  gliedert  sich  in  6  abschnitte  und  lautet  mit  aus- 
gleichung  der  von  Brate  typographisch  zum  ausdruck  gebrachten 
Unterscheidung  der  unzweifelhaften  (fett),  der  unsicheren  (kursiv) 
und  der  bloß  vermuteten  runen  (stehende  antiqua)  in  translitte- 
rierung  und  Übersetzung:  A.  die  schlinge  auf  der  linken  seite  des 
Vorderbeines  von  oben  abwärts  und  der  Vorderseite  des  beines  von 
unten  und  aufwärts:  hiuku  pir  Jiüfniks  milum  hna:  en  i  hafn  pesi 
pir  min  eoku  riinar  at  haursa  huta  kiipan  a  nah  'es  hieben  für  ihn 
die  in  der  mitte  der  heerschar;  aber  in  diesem  hafen  hieben  die 
männer  rixnen  nach  Horse,  einen  guten  landmann,  an  der  meeres- 
bucht'.  B.  runenzeile  ohne  einfassungslinie  von  der  nähe  des 
höchsten  punktes  der  vorhergehenden  schlinge  schräg  die  linke 
seite  des  löwen  hinab,  a)  die  obere  reihe:  ripu  suiar  pita  linii 
'das  brachten  Schweden  auf  den  löwen  an',  b)  die  untere  reihe: 
furapum  {r  haplographisch !)  kul  uan  farin  'er  gieng  mit  klugheit 
zu  werke,  gold  gewann  er  auf  seiner  fahrt'.  C.  die  Bertouch'sche 
schlinge  am  oberen  rande  des  linken  hinterschenkels  des  löwen 
ohne  einfassungslinie:  trikiar  istii  (das  zweite  r  haplographisch!) 
runar  [a  rikan  strinjk  hiuku  'krieger  ritzten  die  runen,  [auf  reich 
verzierter  schlinge]  hieben  sie  sie'.  IL  rechte  seite  des  löwen. 
A.  die  hauptschlinge  auf  dem  leibe  des  drachen  vom  ausgangs- 
punkte  des  beines:  X  J>air  X  isk  .  .  .  rlifr  litu  auka  X  uil  .  .  .  roprs 
X  lauti  X  b  a  X  sun  ink  X  runar  pisar  'die  Äskil  (u.  a.  und  [To])rler 
ließen  hauen  wol,  die  in  Rodrsland  (ßoslagen,  seeküste)  wohnten. 
N.  N.  söhn  des  N.  N.  hieb  diese  runen'.  B.  die  inschiüft  das  bein 
des  drachen  hinan  mit  fortsetzung:  ufr  uk  .  . .  ü  sii  .  .  .  a  .  .  .  uan 


128  XIX.  A.  Eunenkunde. 

fmii  X  'ülr  nach  N.  N.  malten  [nach  Horse  (?)-gold]  gewann  er  auf 
seiner  fahrt',  mit  einem  exkurs  'über  aschwed.  *h(elfningr,  isl. 
helfningr,  helmingr  'kriegerschar'  s.  44 — 48. 

9.  Alexander  Bugge,  Paavirkning  fra  norr0n  paa  vest- 
fransk  sjöret  i  middelalderen:  Forhandlinger  i  Videnskapsselskapet 
i  Kristiania  aar  1912.  Kristiania,  1913,  abhandlung  nr  5,  15  ss. 
—  8.  9 — 10  der  ausdruck  fe'lagi  in  historischer  zeit  'eine  art 
handelsgenosse  zur  see'  findet  sich  auf  einer  reihe  von  dänischen 
und  schwedischen  runensteinen  der  Wikingerzeit  ausschließlich  in 
der  bedeutung  'kriegskamerad,  gefährte',  mit  inschriftlichen  bei- 
spielen  erläutert. 

10.  Sigmund  Feist,  Erwiderung:  Cbl.  65,  col.  319.  vgl. 
Jsb.  1912,19A,9;  1013,19A,1.  —  der  finder  der  in  frage  stehen- 
den (Weimarer)  stücke  sei  ein  maurermeister  in  Weimar  und  nie- 
mand habe  zwischen  diesem  und  dem  entdecker  und  veröffentHcher 
der  runeninschriften  A.  Götze  (1912)  dieselben  in  bänden  gehabt, 
die  authenticität  der  inschriften  zu  bezweifeln  sei  nicht  berechtigt. 
die  deutschen  runeninschriften  seien  von  wandernden  gotischen 
händlern  ausgeführt,  Hub  könne  also  eine  gelegentliche  got.  form 
sein.     s.  auch  nr.   11,   18,   19,   24. 

11.  Sigmund  Feist,  Nochmals  zu  den  Weimarer  runen:  Cbl. 
65,  col.  422 — 423.  —  die  konstruktion  eines  gegensatzes  zwischen 
den  Weimarer  und  anderen  runenfunden  sei  nicht  erklärlich,  die 
Weimarer  inschriften,  vor  12  jähren  entdeckt,  aber  erst  1912 — 1913 
der  öffentlichkeit  zugänglich  gemacht,  seien  im  gegensatze  zu  den 
anderen  durchweg  leicht  deutbar  und  allerdings,  vielleicht  nur  mit 
einer  ausnähme,  nur  namen,  die  sich  auch  wiederholen,  dieselben 
stehen  ferner  nicht  nur  auf  dem  bügel,  sondern  auf  den  knöpfen 
der  Spangen,  aber  es  sei  doch  die  frage,  ob  diese  inschriften  alle 
nach  einem  von  den  runologen  vorausgesetzten  Schema  geritzt  sein 
müssen,     s.  auch  nr.   10,   18,   19,  24. 

12.  Otto  von  Friesen,  Gursten,  en  runsten  och  ett  gärd- 
namn:  Nordiska  Ortnamn,  hyllningsskrift  tillägnad  Adolf  Noreen. 
Uppsala,  1914,  s.  1 — 17.  —  der  stein,  heute  auf  dem  baugrunde 
der  Volkshochschule  in  Gamleby  aufgestellt,  1.20  m  über  der 
erde;  die  3  beschriebenen  Seiten  0.25,  0.43,  0.35  m  breit,  die  in- 
schrift  translitteriert :  kuPaskakifapi  ||  uifrPaRfsJun  .  •  •  ||  su- 
nuRna  \  utsmip  \  akata,  in  aisl.  Umsetzung:  Göda-Skeggi  fddi 
Vefr{i)dar  sun[ar].  Sunr  naut  smida  Kata.  übersetzt:  'Skägge  der 
söhn  des  Gode  Vifredsson  führte  (die  inschrift)  aus.  der  söhn 
erhielt  (von  dem  vater)  die  von  Kate  verfertigten  gerate',  wobei 
an  Waffen,  schwert,  axt,  spieß,  heim,  schildbeschläge,  von  einem 
berühmten  schmied  Kate  herrührend,  zu  denken  sei.  der  stein, 
ein  bautastein,    gleich  dem   ostgötländischen  Bobergssteine:    ikuar 


XIX.    A.  Eunenkunde.  129 

satt  stain  eigentlich  nur  mit  dem  namen  des  errichtenden  versehen, 
doch  im  gegebenen  falle  so,  daß  der  name  des  abgeschiedenen 
aus  der  den  widmenden  betreffenden  namenkombination  erschließbar 
ist  und  sich  die  absieht  des  Steines  aus  dem  das  erbe  an  waffen 
betreffenden  beisatze  ergibt,  wie  der  urnord.  stein  von  Rävsae, 
Bohuslän  (ende  des  8.  jahrhs.),  nebst  einem  oder  mehreren  anderen 
Harhculfs  staüiaR  heißt,  oder  wie  sich  der  dänische  stein  von 
Kallrup  (beginn  des  9.  jahrhs.)  selbst  Hornhora  stceinn  .  .  .  oder 
der  von  Snoldelev:  Gunnvaldsstoeinn  .  .  .  nennt,  kann  auch  der  in 
rede  stehende  ^' Göpastmnn  genannt  worden  sein  und  ist  als  ältere 
gestalt  des  heutigen  hof namens  Gursten,  urkundl.  1383  Godhasten, 
1544   Gadestenn,   1575   Gicderstenn  zu  betrachten. 

13.  Otto  von  Friesen,  Die  runeninschriften  an  einer  kupfernen 
dose,  im  august  1911  in  Sigtuna  gefunden:  Fornvännen  1913. 
s.  234 — 235.  —  deutsche  inhaltsangabe  des  ebenda  1912.  s.  6 — 19 
abgedruckten  Originalaufsatzes,     vgl.  Jsb.   1912, 19A, 7. 

14.  Otto  von  Friesen,  Historische  runeninschriften;  III.  die 
Lingsbergssteine  im  kirchspiel  Wallentuna  Uppland,  IV.  der  Bjäl- 
bostein  inÖstergötland:  Fornvännen  1911.  s.  298 — 299.  —  deutsche 
inhaltsangabe  des  ebenda  s.  105 — 125  veröffentlichten  original- 
aufsatzes.     vgl.  Jsb.   1911,19A,8. 

15.  Otto  von  Friesen,  Gotische  schrift:  Reallexikon  der 
germanischen  altertumskunde,  hrsg.  von  .Johannes  Hoops  11,3(1914), 
s.  306 — 310.  —  das  runenalphabet  neben  dem  griechischen  und 
lateinischen  zur  zeit  der  entstehung  des  got.  alphabets  im  4.  jahrh., 
u.  z.  in  den  ländern  um  die  untere  Donau  und  das  Schwarze  Meer 
bekannt,  das  armenische  aiphabet  erst  im  5.  jahrh.  entstanden; 
(wegen  S.  Bugge  NIndskrifter  .  .  .  indledning  kap.  6 — 9.  vgl. 
Jsb.  1913,19A,9).  von  den  got.  zeichen  u  =  10  [Tl]  und  o  =  800  [X\ 
nimmt  man  allgemein  an,  daß  sie  aus  der  runenschrift  [Pl  und  ^.] 
herstammen,  die  rune  ^  ist  die  kursive,  das  got.  {)  [ifi]  die  lite- 
rarische (unziale)  form  des  griechischen  g)  [CD],  got.  /=  60  [C]  niuß 
man  aus  der  rune  j:  ^  herleiten,  got.  w^  400  [F]  hat  dieselbe 
form  und  denselben  platz  wie  griech.  v  =  400  [/],  während  sein  laut- 
wert sich  aus  der  rune  tv  p"  erklärt,  das  got.  h  [h]  stamme  direkt 
von  den  runen  und  gehe  indirekt  auf  das  lateinische  aiphabet 
zurück,  auch  got.  /"  [j^]  trage  spuren,  daß  es  das  runenalphabet 
passiert  habe,  bevor  es  unter  die  got.  schriftzeichen  aufgenommen 
worden  sei,  insofern  nämlich  beim  lat.  f  [f]  der  oberen  seitenast 
von  der  spitze  des  hauptstabes  ausgehe,  bei  der  rune  und  beim 
got.  f  aber  unterhalb  der  spitze,  die  rune  entsprechend  dem  W,  am 
Schwarzen  Meere  =  Jis,  nicht  in  das  got.  aiphabet  aufgenommen, 
wo  sie  überflüssig  war.  auch  die  den  lateinischen  formen  ent- 
Jahresbericht für  germanische  philologie.   XXXVI.   (1914.)   II.  Teil.       9 


130  XIX.   A.  Eunenkunde. 

sprechenden  got.buchstaben/i  =  8;  r=100[j(,];  s  =  200  [S] ;  /"^ÖOO 
stammen  am  ehesten  aus  den  runen.  es  sieht  fast  so  aus,  als  ob 
Wulfila  das  lat.  aiphabet  gar  nicht  gekannt  habe,  wenigstens  zur 
zeit  als  er  seine  schrift  bildete,  es  sind  somit  die  runen  und  das 
griech,  aiphabet  die  quellen  des  gotischen  alphabets.  die  runen 
werden  als  Zahlzeichen  nicht  verwendet:  Wulfila  aber  bedurfte  der 
Zahlzeichen,  ein  grund  für  die  wesentliche  bevorzugung  des  griech. 
alphabets  für  seine  got.  schrift.  die  reihe  von  24  runen  geht  mit 
ausnähme  von  4  zeichen  genau  im  got.  aiphabet  auf.  eine  be- 
stätigung  der  art  der  tätigkeit  Wulfila's  als  Schriftreformator  ist, 
daß  die  got.  buchstaben  —  wie  aus  dem  Cod.  Salisburgensis  hervor- 
geht —  die  namen  der  runen  oder  nach  analogie  dieser  gebildete 
namen  tragen. 

16.  Theodor  von  Grienberger,  Bemerkungen  zum  Beowulf : 
Beitr.  36,77 — 101.  —  s.  98:  der  plural  rünstafas  'die  buchstaben' 
im  passus  1695 — 1698  verhält  sich  zum  sing,  rünstcef  'der  mit 
schriftzeichen  bedeckte  stab'  wie  lat.  litterae  zu  littera  (ursprüng- 
lich bezeichnung  des  beschreibstoffes). 

17.  Theodor  von  Grienberger,  Die  deutschen  bestandteile 
der  lex  Baiuvariorum  von  Dietrich  von  Kralik  ...  1913,  rezension 
in  den  Mitteilungen  des  instit.  für  österr.  geschichtsforschung  35. 

—  s.  161:  der  abair.  rechtsausdruck  stapsaken  bedeutet  das  her- 
sagen althergebrachter  formein;  die  materielle  grundlage  für  stap 
im  sinne  einer  formel  ist  der  mit  derselben  beschriebene  holzstab. 

18.  Theodor  von  Grienberger,  Erklärung:  Cbl,  65,  col.  279. 

—  beugt  der  möglichen  auffassung  vor,  daß  er  S.  Feist  in  der 
Überzeugung  von  der  echtheit  der  thüringischen  runeninschriften 
bestärkt  habe  und  lehnt  die  meinungen  ab,  daß  das  wort  leub  der 
Spange  von  Engers  auf  der  einen  thüringischen  fibel  zugleich  als 
leoh  und  Hub  erscheinen  könne,  daß  es  möglich  sei  das  runische 
zeichen  für  iv  an  stelle  von  \>  zu  gebrauchen,  daß  Böso,  Frei- 
laubersheim,  ein  got.  frauenname  und  daß  der  wirkliche  frauen- 
name  dieser  Inschrift  Dalina  [recte  *Dallena:  ags.  deall  adj.]  kel- 
tisch sei.     s.  auch  nr.   10,   11,   19,   24. 

19.  Theodor  von  Grienberger,  Die  Weimarer  runen:  Cbl. 
65,  col.  391 — 392.  —  die  frage  der  authentizität  aufzuwerfen,  sei 
im  gegebenen  falle  ganz  besonders  angebracht,  da  diese  inschriften 
sich  von  den  bisher  bekannten  deutschen  spangeninschriften  durch- 
aus entfernen  und  durch  ihre  anhäufung  von  bloßen  namen  ohne 
manifesten,  verbindenden  text,  durch  mehrfache  Wiederholung  ein 
und  desselben  namens,  durch  anbringung  von  runischen  komplexen 
;.n  ungewöhnlichen  stellen  (spangenknöpfen!)  überraschen  und  im 
ganzen  genommen  die  für  die  ersten  deutschen  spangeninschriften 


XIX.   A.  Runenkunde.  131 

charakteristische,    historische    patina    vermissen    lassen,      s.    auch 
nr.  10,   11,   18,   24. 

20.  Theodor  von  Grienberger,  Topisches  aus  den  ur- 
nordischen inschriften:  Nordiska  Ortnamn,  hyllningsskrift  tillägnad 
Adolf  Noreen.  Uppsala,  1914,  s.  63 — 68.  —  1.  die  inschrift 
der  Spange  aus  dem  Vier  moore  translitteriert:  laasauwija  |  aada- 
gasu  gelesen  und  ergänzt:  *Laasamvija  AadagasfsJufnuR],  erklärt 
als  kombination:  persönlicher,  maskuliner  name,  auf"  einem  Orts- 
namen *Läsaiüi  (ags.  löes,  abair.  caläsneo,  aisl.  lesi)  'waldinsel'  be- 
ruhend, mehr  einem  patronymikon  *AdagassunuR,  von  einem  männ- 
lichen Personennamen  *AdagaR  ausgehend,  der  gleich  urnord. 
*GödagaR,  WllagaR,  HhclgaR  ein  adj.  mit  ^-suffix  darstellt,  die 
grundlage  dieses  adjektivischen  beinamens  kann  auch  in  ahd.  ÄtOy 
Aata,  skir.  Edica  gelegen  und  dementsprechend  die  inschrift  des 
schwertchens  von  Arum  ein  zusammengesetzter  afries.  mask.  per- 
sonenname  *Edoel)oda  sein.  2.  der  passus  in  der  legende  des  brak- 
teaten  von  Tjurkö  an.  '^  Walhakurne  wahrscheinlich  örtlich  zu  ver- 
stehen und  etymologisch  nicht  icälha-kürne,  sondern  wälh-dkurne 
aufzulösen,  der  zweite  teil  dieses  kompositums,  nom.  *akurna,  eine 
-öja-ableitung  aus  urnord.  *akraR^  got.  akrs,  ahd.  achar  in  orts- 
bezeichnungen  bekannt.  *akurna  aus  *akrina,  verhalte  sich  wie 
ags.  easterne  gegen  an.  austrcenn,  ahd.  üströni. 

21,  Lis  Jacobsen,  Nyfundne  runeindskrifter  i  Danmark: 
Aarb0ger  for  nordisk  oldkyndighed  og  historie  .  .  .  Kj0benhavn 
1913,  III.  rsekke,  3.  bind,  s.  106 — 168.  —  1.  der  stein  von  Hurup, 
großer  block,  lichtgrauer  granit,  fragmentiert,  gefunden  1910.  in- 
schrift in  5  reihen,  in  adän.  Umsetzung:  pörmödr  respi  kuml  pccsi 
ceftiR  .  .  .  hrödiir  sinn,  göOr  drmngR.  mit  einem  exkurs  über  den 
verlorenen  stein  Flarup,  zuerst  erwähnt  bei  Pontoppidan,  Marmora 
Danica  1739,  s.  349.  nach  S0ren  Abildgaards  Zeichnung  v.  j.  1767 
gelesen,  in  adän.  sprachform:  pörgtsl  satti  d  we  Suna  steh  oft 
Gerle'fa  ||  Jyiga  i  stad  pemsi.  2.  der  sein  von  Randers,  rötlich 
grauer  granit,  gefunden  1910,  5  zeilen,  zwischen  1000  und  1025 
in  adän.  sprachform:  Töki  rcspi  sten  paunnsi  ceft  pörsten  sinn  brödur 
Ciuk  .  .  .  sinn  fadur.  3.  der  stein  von  S0nder  Vilstrup,  graulicher 
granit  gefunden  1910,  fragment  des  Steines  von  Landerup.  die 
inschrift  des  steines  um  das  jähr  1000  nach  Worm,  Monumenta 
Danica  s.  445  und  Abildgaards  Zeichnung  in  adän.  spräche  versuchs- 
weise ergänzt:  [Swenn  konungR]  le't  kumhl  plsi  [gjörwa,  Harald[s 
Gojrmfs  sunaR  sunr,  aß]  Sig[rid  .  .  .].  4.  der  stein  von  Aas0, 
grobkörniger  granit,  gefunden  1910,  4  zeilen,  adän.  umgesetzt  und 
ergänzt:  *Gnypli  (oder  Sturla)  gcerdi  stcein  at  Ma  .  .  .  u  Ncefa, 
harda  gödan  pegn.  5.  der  stein  von  Bodilsker,  Bornholm,  fein- 
körniger grauer  granit,  gefunden   1911.    inschrift  in  aschwedischer 


132  2[II.    A.  Eunenkunde. 

Umsetzung:  Äshiarn  let  retta  stcein  ceftiR  Bötirdu  kunu  (oder  konu) 
siita.  Giid  Utin  and  (e),  nach  ant  ein  punkt  und  ein  l-strich,  der 
vielleicht  nur  dekorativ  ist,  so  daß  c  entfällt.  6.  der  sockelstein 
iu  der  kirche  von  S0ndbjiBrg,  granit,  entdeckt  1909,  inschrift 
transliteriert:  ihi  okulus  :  Jakop  :  nnlce  •  Skialm  :  gurdoe  :  uhi 
ara.  die  mittelpartie,  in  der  tmlce  =  an.  olli  oder  volU  ist,  bau- 
inschrift,  übersetzt  'Jakob  waltete  (d.  h.  war  baiiherr  der  kirche), 
Skjalm  führte  aus  (erbaute)',  die  beiden  außenpartien  eine  sentenz: 
'////  oadus  uhi  ara.  7.  kalkritzungen  in  der  kirche  von  Tornby, 
gefunden  1908.  a)  eine  lange  zeile  in  aon.  sprachform:  porstcein 
Brceidi  reeist  rünar  dessar  d  plkiz  dagum  (zu  pfingsten!)  .  .  .  mikit 
gaman  af  Jöannom  um  morginin  doßr.  zu  beachten  die  besondere 
form  des  jp:  K-  ferner  b)  die  runischen  komplexe  porstce  und 
pceR  unter  anderen  wandkritzeleien.  8.  die  kalkritzungen  in  der 
kirche  von  Asmin  drup  vom  ende  des  13,  oder  beginn  des 
14.  Jahrhunderts,  gefunden  1909.  a)  in  Umschrift:  Töki  ristcedoi 
mik  pd  Ulsmissudag  von  der  inschrift  gesagt,  wozu  parallel  eine 
wandritziuig  in  der  kii-che  zu  Drontheim:  Ämunde  han  riste  mik. 
Giid  signi!  außerdem  b)  drei  kleinere  inschriften:  Töki  tök  silf  at 
Idni  af  Bcegnildu,  ferner  mit  einer  pferdezeichnung  verbunden  atcßl, 
^^elleicht  name  des  pferdes,  und  drceJigs  möglicherweise  in  '^Ariv 
li(agg).     Gfud)  s(igncej  aufzulösen,     (vgl.  auch  nr.  41.) 

22.  Axel  Kock,  Zur  frage  nach  dem  suffix  der  partizipia 
passivi  altnordischer  starker  verba:  Idg.  forsch.  33(1914),337 — 350. 
—  enthält  s.  337 — 350  als  abschnitt  III  einen  exkurs  über  das 
wort  slaginaR,  'die  runenkombination  slaxinaR',  und  behauptet, 
daß  dieselbe  für  sprachwissenschaftliche  Untersuchungen  keinen 
wert  habe  und,  implicite,  einen  ablaiitenden  Wechsel  von  -ina  mit 
-ana  im  suffixe  des  part.  pass.  der  starken  verba  nicht  erweisen 
könne,  die  lesung  g  sei  unsicher,  da  das  zeichen  nicht  unbe- 
deutend kleiner  als  die  übrigen  und  mit  punkten  versehen  sei, 
die  lesung  der  vorletzten  rune  sei  noch  vor  nicht  langer  zeit  um- 
stritten gewesen  und  die  wortgemäße  abteilung  des  komplexes  sei 
nicht  einhellig  anerkannt. 

23.  R.  Kögel  und  W.  Brückner,  Ahd.  und  andd.  literatur: 
Grundriß  der  germanischen  philologie  11,1,  Straßburg  1901 — 1909, 
s.  46.  —  angeführt  als  frühestes  beispiel  einer  metrischen  in- 
schrift auf  einem  gerate  Ek  Hlewagastiz  Höltlngaz  hörnä  tdividö. 
die  bewertung  der  auslaute  der  beiden  namen  als  z  ist  jedoch 
nicht  zutreffend;  es  muß  vielmehr  in  beiden  fällen  B  gelesen 
werden. 

24.  Konstantin  Koenen,  Die  altthüringischen  funde  bei 
Weimar,  hrsg.  von  A.  Götze.  Berlin,  1912:  Cbl.  65,  col.  375—378; 


XIX.   A.  Runenkuncle.  133 

besprechung.  —  im  jähre  1894  nahm  G.  die  erste  fachmännische 
Untersuchung  (des  gräberfeldes)  vor  und  setzte  sie  in  den  jähren 
1899 — 1900  fort.  1895 — 1902  hatte  der  maurermeister  0.  Götze 
den  erfolg  eine  große  anzahl  weiterer  gräber  des  totenackers  zu 
leeren,  wichtig  sei  das  vorkommen  von  namen  und  anderen  be- 
zeichnungen,  wie  eines  silberlöffels  mit  der  aufschrift  Basenne. 
G.  verweist  mit  recht  auf  die  bei  Gregor  von  Tours  11,12  genannte 
Thüringer  königin  Basina.     s.  auch  nr.   10,   11,   18,   19. 

25.  Sune  Lindqvist,  Ramsundsbron  vid  Sigurdsristningen  och 
en  storbonde  släkt  frän  missionstiden :  Fornvännen  1914,  s.  203 — 230. 

—  die  ritzung  am  Ramsundsfelsen  um  1050  mit  szenen  aus 
der  sage  von  Sigurd  Fafnesbane  abgebildet  am  köpfe  der  seite  203. 
im  Schriftbande:  siripr  :  kiarpi :  tur  :  pqsirmupiB  :  alriks  : 
iutirR  :  urms  :  für  :  saln  :  hulmkirs  :  fapiir  :  snltrupar  huata- 
sis.  zu  deutsch:  'Si(g)rid,  Alriks  mutter  und  Orns  tochter,  erbaute 
diese  brücke  für  Holmgers,  Sigröds  vaters  und  ihres  ehegemahles 
seele'.  hur  Schreibfehler  für  hrü,  schwed,  hrö,  worunter  eine  wirk- 
liche, 75  m  lange  brücke  über  ein  3  m  tiefes  wasser  zu  verstehen 
ist.  aus  6  weiteren  Inschriften  in  Kjula,  der  kirche  von  Sundby, 
Bro  im  Uppland  und  Hillersjö  im  kirchspiel  Färentuna  schließt  vf. 
auf  ein  großbauerngeschlecht  des  11.  jahrhs.  in  Rekarne,  dessen 
familienstand  und  besitzverhältnisse  entworfen  werden. 

26.  8une  Lindqvist,  DiQ  Ramsundsbrücke  an  der  Sigurds- 
ritzung  und  ein  großbauerngeschlecht  aus  der  missionszeit:  Forn- 
vännen 1914,  s.  290 — 293.  —  deutsche  Inhaltsangabe  des  ebenda 
s.  203 — 230  erscheinenden  Originalaufsatzes. 

27.  Oskar  Montelius,  Schwedische  runensteine  über  fahrten 
im  Osten,  ein  beitrag  zur  geschichte  der  Vikingerzeit:  Fornvännen 
1914,  s.  286 — 287.  —  deutsche  Inhaltsangabe  des  ebenda  s.  81 — 124 
vorfindlichen  Originalaufsatzes,     vgl.  nr.  28. 

28.  Oskar  Montelius,  Svenska  runstenar  om  färder  österut. 
ett  bidrag  tili  vikingatidens  historia:  Fornvännen  1914,  s.  81 — 124. 

—  enthält  u.  a.  den  Kjälfvesten-stein  in  Östergötland  (L.  1173^) 
Stikur  karpi  kühl  pan  aft  Äuinf  sunn  sin  sa  fial  austr,  der  dem  be- 
ginne des  10.  jahrhs.  angehört,  und  gruppiert  in  zusammen- 
hängender darstellung  die  Inhalte  anderer,  dem  folgenden  jahrh, 
angehöriger  runensteine,  die  von  nach  osten  gezogenen  oder  im 
osten  verstorbenen  leuteu  sprechen,  entweder  ganz  im  allgemeinen 
oder  mit  genauerer  angäbe  des  bezüglichen  landes:  Finnland, 
Tavastland,  Ösel,  Estland,  Rußland  (loc.  Gardum),  Livland,  Sem- 
gallen oder  der  bezüglichen  örtlichkeit:  Dünamünde,  Windau, 
Nowgorod  (Hulmgard).  hierzu  kommen  noch  andere  geographische 
beziehungen:  der  name  eines  Dnjeprkataraktes  Aifur  (vermutlich 
'der  nicht   fahrbare'),    der   ausdruck  Asfare    'der   Asienfahrer',    die 


134  XIX.    A.  Runenkunde. 

nenuung  des  asiatischen  Arabiens  unter  der  bezeichnung  Serklant. 
nicht  wenige  steine  gedenken  'Ingvars  des  weitgereisten',  vgl.  Jsb. 
1910,19A,9.  zahlreiche  schwedische  runensteine  sprechen  von  leuten, 
die  nach  Griechenland  fuhren,  wofür  auch  die  schwedische  in- 
schrift  des  Piraeuslöwen  ein  zengnis  ablegt  (vgl.  nr.  10).  außer- 
dem werden  genannt  die  Rumänen  als  Blakumen  und  Süditalien 
unter  dem  namen  Langbanlaland.  die  meisten  dieser  steine  ge- 
hören einer  ganz  kurzen  zeit  an,  einigen  Jahrzehnten  des  11.  jahrhs., 
während  ja  allerdings  die  ostfahrten  eine  sehr  viel  längere  zeit 
umfassen,  und  finden  sich  zuvörderst  in  Uppland  und  Söderman- 
land,  einige  aber  auch  in  Westschweden,  ebenso  ergibt  es  sich 
■aus  den  inschriften,  daß  die  zahlreichen  Schweden,  die  an  den 
Wikingerfahrten  nach  westen  teilgenommen  haben,  nicht  bloß  aus 
dem  w^estlichen,  sondei'n  auch  aus  dem  östlichen  Schweden  stammten. 
vgl.  nr.  27. 

29.  Johannes  Müller,  Das  kulturbild  des  Beowulfepos 
(=  Studien  i;ur  engl,  philologie  hrsg.  von  Lorenz  Morsbach  53), 
Halle  a.  S.,  1914.  —  s.  56:  der  griff  (?)  des  riesenschwertes  in 
der  Grendelwohnung  trägt  eine  runeninschrift,  die  über  seine  her- 
kunft  berichtet. 

80.  Moderne  plastik  eines  isl.  künstlers:  Leipziger  ill.  ztg. 
vom  27.  nov.  1910,  nr.  3517.  —  statue  benannt  'der  friedlose', 
mann  mit  kind  auf  dem  arme  und  hund  am  boden  zu  seiner 
rechten  seite.  am  fuße  die  inschrift  in  geminaten  runen  an- 
scheinend utilegumapr.  vgl.  Jsb.  1910,19A,20:  runen  in  legenden 
modei'ner  kunsterzeugnisse. 

31.  Wolf  gang  Schlüter,  Kurze  mitteilung  zu  einem  runen- 
kalender:  Sitzungsberichte  der  gelehrten  estnischen  gesellschaft 
1908,  Jurjev-Dorpat  1909,  s.  XII  (und  X).  —  der  dem  museum 
von  pastor  Embeck  zu  Emmast  auf  Dago  geschenkte  runen- 
kalender,  13  täf eichen,  stammt  laut  schreiben  des  Spenders  von 
einem  Dagö'schen  bauern,  in  dessen  familie  er  von  geschlecht  zu 
geschlecht  vererbt  war.  ein  zweites  exemplar  eines  solchen 
kalenders  friimid)  dürfte  auf  Dago  schwedisch  anzutreffen  sein. 

32.  Ph(ilipp)  Stauff,  Haussymbolik  und  fach  werkbau:  Über 
land  und  meer  56,297 — 298.  —  enthält  eine  Zusammenstellung 
von  30  runen  der  älteren  und  jüngeren  nordischen  reihe  sowie 
von  anderen  zeichen  mit  zum  teil  nordischen,  zum  teil  deutschen, 
zum  teil  willkürlich  erfundenen  oder  umgestalteten  namen  und 
deutungen  nach  art  der  egyptischen  traumbücher,  wie  z.  b.  'yr- 
rune:  irren',  'hamar,  hammer:  heimrecht'  usw.,  bestimmt  die  angeb- 
lichen 'runengeheimnisse  unserer  alten  riegelf achbauten'  zu  er- 
läutern,    bloße  einbildungen  und  willkürliche  erfindungen! 


XIX.   A.  Runenkunde.  135 

33.  Statens  historiska  Museum  och  kgl.  myntkabinettet ;  till- 
växten  under  är  1911,  Fornvännen  1911,  s.  205 — 290.  —  enthält 
s.  242,  inv.  14392,  Västergötland,  Kinnefjerdings  härad,  Säfvare 
socken,  Grumpan:  3  brakteaten,  worunter  einer  mit  runen  [älteres 
rnnenfupark  in  3  reihen!]  abgebildet,  fig.  32  in  \.  v;;!.  nr.  36. 
s.  274 — 275,  inv.  14533,  Öland,  Repplinge  kyrka:  graustein  mit 
dreiflächiger  in  runen  geritzter  oberseite;  Resmo  kyrka:  unvoll- 
ständiger bildstein  aus  kalkstein  mit  runeninschrift  fig.  126.  är 
1913,  Fornvännen  1913,  s.  245—290.  enthält  s.  267,  inv.  14926, 
Svarta  jorden,  Björkö,  Adelsö  sn.,  Färentuna  hd.,  Uppland:  2  runen- 
steinfragmente  aus  rotem  Sandstein. 

34.  (Alf)  Torp,  En  bemerkning  til  indskriften  paa  Rök- 
stenen:  Forhandlinger  i  Videnskapsselskapet  i  Kristiania;  Oversigt 
over  Videnskapsselskapts  m0ter  i  1912.  Kristiania,  1913,  s.  11 — 12, 
Vortrag.  —  neue  deutung  des  abschnittes  über  Theodorik,  durch 
die  bewiesen  werden  soll,  daß  alles,  was  in  dieser  Inschrift  nach 
der  eigentlichen  grabschrift  folge,  mit  dieser  in  keinerlei  Ver- 
bindung stehe. 

35.  Moritz  Trautmann,  Sprachschatz  der  ags.  dichter  von 
C.  W.  M.  Grein  .  .  .  neu  hrsg.  von  J.  J.  Köhler,  1912.  rezension: 
Beiblatt  zur  Anglia  24.  —  s.  41 :  in  rätsei  22  (Grein  25)  steht 
in  vers  8,  rune  F^  ce  für  e,  wonach  liigore  (nicht  -a)  zu  lesen  ist. 
s.  42:  llc-fcet  'leib,  körper'  [findet]  sich  auch  Jul.  708  durch  die 
ranen    T  und  j?  angedeutet. 

36.  Ludwig  Wilser,  Der  brakteat  von  Grumpan  und  die 
runenfrage:  Mannus  6,  s.  103 — 106  mit  1  tafel.  —  im  vorigen 
jähre  seien  nur  3  denkmäler  bekannt  gewesen,  aus  deren  ver- 
gleichung  sich  der  gesamtbestand  des  als  gemeingermanisch  zu 
betrachtenden,  in  3  geschlechter  mit  je  8  zeichen  geordneten 
fuj>arks  erschließen  ließ:  der  1774  bei  Vadstena  gefundene  gold- 
brakteat,  die  1857  einem  burgundischen  grabe  entnommene  spange 
von  Charnay  und  das  im  gleichen  jähre  aus  dem  flußbette  der 
Themse  gehobene  hiebmesser.  dazu  seien  1905  eine  felsinschrift 
bei  Kylfver  auf  Gotland  und  1911  der  brakteat  von  Grumpan, 
kirchspiel  Säfvare  in  Västergötland  gekommen,  der  verfertiger 
des  letzteren  sei  jedoch,  wie  aus  mehrfachen  Verwechslungen  und 
versehen  geschlossen  werden  könne,  nur  ein  nachahmer  gewesen, 
im  ersten  geschlechte  fehle  das  k  und  das  3.  und  7.  zeichen  p 
und  w  seien  vertauscht,  schwieriger  seien  die  eigenheiten  des 
mittleren,  nur  aus  6  zeichen  bestehenden  geschlechtes  zu  deuten; 
im  dritten  weise  das  6.  zeichen  eine  auffallende  bildung  für 
ng  und  die  zeichen  für  m  und  d  seien  wegen  ihrer  ähnlichkeit 
wieder  verwechselt;  vgl.  Jsb.  1912, 19A, 8.  [hierzu  nach  2  mir  von 
r.  Läffler  zur  Verfügung  gestellten  Photographien  des  brakteaten: 


136  XIX.    A.  Eunenkunde. 

die  erste  und  die  dritte  reihe  haben  je  8  runen,  das  k  in  der 
ersten  fehlt  keineswegs  und  die  buchstaben  p  und  w  sind  nicht 
vertauscht,  auch  in  der  dritten  reihe  sind  die  buchstaben  m  und  ä 
nicht  verwechselt,  sondern  nur  in  der  ausführung  einander  ge- 
nähert, am  sechsten  platze  dieser  reihe  steht  nicht  ng,  sondern  i?, 
die  zweite  reihe  dürfte  nur  7  zeichen  enthalten  haben,  ferner  als 
bemerkungen  v.  Priesens  mitgeteilt  von  F.  Läffler  13,  9,  15: 
in  der  zweiten  reihe  liest  man  h  n  l  j  e  p  lil,  wovon  e  und  j> 
noch  ziemlich  deutlich  seien,  das  zeichen  für  j  erscheine  zu- 
sammengepreßt, die  runen  7  und  8  der  2.  reihe  seien  durch  die 
hitze  beim  anlöten  des  henkeis  zerstört  worden.] 

37.  Ludv.  F.  A.  Wimmer,  De  danske  runemindesmserker,. 
haandudgave  ved  Lis  Jacobsen.  K0benhavn  og  Kristiania^ 
Cryldendalske  boghandel,  Nordisk  forlag.  1914,  263  ss.  1  karten 
berichtigung.  —  enthält  s.  5 — 48  a)  vorwort  und  inhaltsverzeichnis. 
b)  einleitung.  1.  bestimmung  und  platz  der  runensteine.  2.  an- 
ordnung  der  inschriften.  3.  form  der  runen.  4.  lautwert  der  runen, 
5.  Sprache  der  inschriften.  6.  inhalt,  form  und  alter  der  inschriften 
s.  49 — 207.  die  runeninschrifton,  266  nummern.  s.  209 — 257. 
wertschätz,  a)  der  allgemeine  wortvorrat.  b)  eigennamen.  1.  per- 
sonennamen.  2,  orts-  und  völkernamen.  3.  lateinische  Wörter. 
s.  258 — 263.  alphabetisches  Verzeichnis  der  runeninschrif ten :  261 
nach  den  orten  geordnete  nachweise,  die  handausgabe  enthält  alle 
in  Wimmers  werke  De  danske  runemindesmserker  behandelten 
runeninschrifton  mit  weglassung  von  6  steinen  ohne  runen  sowie 
der  nicht  dänischen,  sondern  gotländischen  Inschrift  des  tauf- 
beckens  von  Aakirkeby,  die  von  Wimmer  in  einem  anhange  zur 
einleitung  mitgeteilt  wurde,  dazu  kommen  16  neugefundene  runen- 
inschrifton aus  Dänemark  und  Schonen  (vgl.  auch  nr.  24).  jede 
Inschrift  wird  in  3  Versionen:  transliterierung,  text  in  adän.  sprach- 
form, neudän.  Übersetzung  verzeichnet,  ferner  wird  die  mutmaß- 
liche abfassungszeit  mitgeteilt,  sowie  auch  Wimmers  angaben,  wo 
eine  Inschrift  zum  ersten  male  genannt  ist  und  wo  sich  dieselbe 
heute  vorfindet,  in  beigefügten  noten  werden  zweideutige  lesungen, 
erklärungen  und  ausführungen,  die  im  wertschätze  keine  stelle 
haben,  behandelt,  alle  Zeichnungen  in  dem  werke  Wimmers  sind 
in  die  handausgabe,  auf  */„  der  große  reduziert,  aufgenommen, 
der  ganze  stock  der  runeninschrifton  ist  nach  landschaftlichen 
und  gegenständlichen  gesichtspunkten  in  folgende  gruppen  unter- 
geteilt: 1.  Nordjütland.  2.  Südjütland.  3.  runensteine  von  den 
inseln  mit  ausnähme  Bornholms.  4.  runensteine  in  Schonen. 
5.  runensteine  auf  Bornholm.  6.  runengrabsteine.  7.  zu  kirchen 
gehörige  denkmäler.  a)  taufbecken.  b)  räuchergefäße.  c)  andere 
kirchliche  gegenstände,    d)  zu  kirchen  gehörige  runensteine.    8,  däni- 


XIX.   B.  Schriftkunde.  —  XX.   Latein.  137 

sehe  mnendenkmäler  außerhalb  Dänemarks.  9.  fremde  nmendenk- 
mäler  in  Dänemark.  10.  zugäbe:  neugefundene  runeninschriften. 
der  wortvorrat  ist  vollständig  verzeichnet,  die  Stichwörter,  auch 
der  eigennamen,  sind  in  adän.  form  herausgesetzt,  die  belege 
hierzu  in  der  bezüglichen  form  der  inschriften  mit  beigesetzter, 
die  nummer  der  ausgäbe  bezeichnender  zahl,  ebenso  sind  die 
lemmata  des  kleinen  latein.  glossares  in  korrektes  Latein,  verba 
im  infinitiv,  nomina  in  der  1.  sing.!  —  umgeschrieben,  das  buch, 
mit  aller  Sorgfalt  und  umsieht  gemacht,  vermittelt  in  bequemer 
form  den  gesamten  ertrag  des  großen  inschriftenwerkes  L.  F.  A, 
Wimmer's  ohne  dasselbe  ersetzen  zu  wollen  und,  namentlich  in 
illustrativer  hinsieht,  ersetzen  zu  können. 

38.  Besprechungen  von  in  früheren  Jahrgängen  verzeichneten 
werken:  1.  Otto  von  Friesen,  Om  runskriftens  härkomst  1904, 
4,121;  1906,4,68;  1909,2B,6:  Wolfgang  Schlüter,  Sitzungs- 
berichte der  gelehrten  estnischen  gesellschaft  1907,  Jurjev-Dorpat 
1908,  s.  80 — 87.  —  2.  Magnus  Olsen,  Om  sproget  i  de  manske 
runeindskrifter  1909,2B,24:  August  Gebhardt  (flS.  okt.  1915), 
Litbl.  35,  col.  113. 

Tb.  von  Grienberger. 

XIX.   B,  Schriftkunde. 

1.  E.  Hänisch,  Die  deutsche  schrift  als  deutscher  kultur- 
träger  im  ausländ,  die  deutsche  und  die  'englische'  schrift.  Leipzig, 
K.  F.  Koehler.    1914.     16  s. 

2.  Jos.  Müller,  Die  schrift  im  anfangsunterricht.  (die  fibel- 
frage.) mit  einem  vorwort  des  schriftbundes  deutscher  hochschul- 
lehrer.     Leipzig,  K.  F.  Koehler.    1914.     38  s. 

Sigmund  Feist. 

XX.   Latein. 

A.  Mittellatein.   1.  Allgemeines.    2.  Einzelne  autoren.  —  B.  Humanismus. 
1.  Allgemeines.     2.  Einzelne  autoren. 

A.  Mittellatein. 

1.    Allgemeines. 

Handschriften.  1.  G.  Es  au,  Glossae  ad  rem  librariam  et 
institutionem  scholasticam  pertinentes.     Marburg,    diss.    VIII,  126  s. 

2.  E.  A.  Loew,  The  Bonaventan  script,  a  history  of  the 
south  italian  minuscula.  Oxford,  Clarendon  press.  XX, 384  s.  — 
sehr  anerkennend  bespr.  E.  v.  Ottenthai,  Mitt.  f.  österr.  ge- 
schichteforßchung  36,204—213. 


138  XX.    Latein. 

3.  Beauvais.  Henri  Om out,  Recherches  sur  la  bibliotlieqne 
de  l'eglise  cathedrale  de  Beauvais.  s.-a.  aus  M^moires  de  l'acad. 
d.  inscript.  tome40.  Paris,  C.  Klincksieck.  —  bespr.  P.  Deschamps, 
Moyen  äge  16,286—287. 

4.  Berlin.  Mitteilungen  aus  der  k.  bibliothek.  II.  Neue 
erw'erbungen  der  handschriftenabteilung.  1.  Lateinische  und  deut- 
sche  hand Schriften,    erworben    1911.     Berlin,    Weidmann.      121   8. 

5.  Cambridge.  M.  R.  James,  Supplement  to  the  cata- 
logue  of  manuscripts  in  the  library  of  Gonville  and  Cains  College. 
Cambridge,  Univers,  press.     56  s. 

6.  Dublin,  Tom.  Ant.  O'Reilly,  Manuscripta  Pranciscana 
archivi  conventus  Dublinensis.      Arch.  Pranc.  hist.   7,749 — 759. 

7.  Grünberg  und  Corbach.  Wilh.  Dersch,  Die  bücher- 
verzeichnisse  der  Pranziskanerklöster  Grünberg  und  Corbach. 
Pranziskan.  Studien  1,438 — 478.  —  der  Grünberger  katalog,  wohl 
kurz  vor  aufhebung  des  klosters  1527  aufgestellt,  zählt  ca.  500, 
der  Corbacher  ca.   130  hss. 

8.  Karlsruhe.  Alf.  Holder,  Die  Reichenauer  handschriften, 
beschrieben  und  erläutert.  2.  band.  Die  papierhandschriften.  frag- 
menta.  nachtrage.  Leipzig,  Teubner.  VI, 6 84  s.  10  taf.  =  Die 
handschriften  d.  großherzogl.  badischen  hof-  und  landesbibliothek 
in  Karlsruhe. 

9.  Lüttich.  Hugo  Lippens,  Descriptio  codicum  Francis- 
canorum  bibliothecae  maioris  seminarii  Leodiensis.  Arch.  Pranc. 
bist.  7,122—131;  341—346;  527—532;  739—748. 

10.  Rom.  Marc.  Vattasso  et  Henr.  Carusi,  Codices  Vati- 
cani  latini  IV.  Codices  9852 — 10300.  Romae,  typ.  Vatican. 
XII,800  s. 

11.  Toledo.  Ach.  Lopez  et  Luc.  M.  Nunez,  Descriptio 
codicum  Pranciscanorum  bibliothecae  ecclesiae  primitialis  Toletanae. 
Archive  Ibero-Americano  369—390,   542—563. 

12.  Trier.  M.  Keuffer,  Beschreibendes  Verzeichnis  der 
handschriften  der  stadtbibliothek  zu  Trier.  8.  heft.  Verzeichnis 
der  handschriften  des  historischen  archivs  von  Max  Keuffer  und 
Gottfried  Kentenich.     Trier,  P.  Lintz.     351   s, 

BibeL  13.  Bibliorum  sacrorum  iuxta  vulgatam  Giemen tinam 
nova  editio.  curavit  A.  Grammati  ca.  Mediolani,  U.  Hoepli. 
XII,1152  und  24  s.  —  bespr.  H.  Vogels,  Hist.  jb.  35,409—410. 

14.  Collectanea  biblica  latina.  vol.  3.  Codex  Vercellensis 
iamdudum  ab  Irico  et  Bianchino  bis  editus,  denuo  cum  manu  scripto 
collatus,  in  lucem  profertur  curante  Aidano  Gasquet.  Roma, 
Pustet,     pars  prior:  XXIV,242  s.     pars  altera:  242  s. 

15.  J.  B.  Nisius,  Schlußergebnisse  der  forschung  und  kontro- 
verse  über   die   vulgata   Sixtina.      Zs.  f.  kath.  theol.  38,183 — 266. 


XX.    A.  Mittellatein.  I39 

16.  n  salterio  latino  in  Africa.  Civiltä  cattol.  1914,  3  bd. 
468—473. 

17.  Alb.  Maichle,  Das  dekret  'De  editione  et  usu  sacrorum. 
librorum',  seine  entstehung  und  erklärung.  =  Freiburger  theol. 
Studien.     15.  heft.     Freiburg,  Herder.     XVI,118  s. 

Hymnologie.  18.  Ul,  Chevalier,  Repertorium  hymno- 
logicum.     addenda  et  corrigenda.     Analecta  Bolland.  83,177 — 224. 

19.  Friedr.  Wolters,  Hymnen  und  Sequenzen  übersetzt. 
Berlin,  v.  Holten.  207  s.  4,50  m.  =  Übertragungen  aus  den 
lateinischen  dichtem  der  kirche  vom  4. — 15.  Jahrhundert.  —  bespr. 
M.  M.,  Cbl.  65,1004—1005;  K.  Hildebrandt,  Preuß.  jb.  157, 
385—396. 

Dichtung.  20.  Karl  Borinski,  Die  antike  in  poetik  und 
kunsttheorie  von  ausgang  des  klassischen  altertums  bis  auf  Goethe 
und  Wilhelm  von  Humboldt,  I.  mittelalter,  renaissance,  barock. 
Leipzig,  Diederich.  XII,324  s.  =  Das  erbe  der  alten,  9.  heft.  — 
bespr.  W.  Schonack,  Cbl.  65,1547—1558. 

21.  Poetae  latini  medii  aevi.  tomi  IV.  pars  11,1.  Berlin, 
Weidmann,  s.  445 — 900,  4  taf.  20  m.  =  Monumenta  Grermaniae 
histor.  poetae  latini  aevi  Carolini  IV,2.  —  bespr,  C.  Weyman, 
Hist.  jb.  36,449. 

22.  Erzählungen  des  mittelalters  in  deutscher  Übersetzung 
und  lateinischem  urtext  hrsg.  von  Joseph  Klapper.  Breslau, 
Marcus.  474  s.  =  Wort  und  brauch,  volkskundliche  arbeiten. 
12.  heft. 

23.  J.  Th.  Welter,  Un  recueil  d'exempla  du  13.  siecle. 
Etudes  francisc.  1914. 

24.  C.  Weyman,  Lesefrüchte.  Münchener  mus.  2,334 — 342. 
—  1.  Gregorius  Dialogos.  2.  Zu  Gildas.  3.  Zu  Apollinaris  Sidonius. 
4.  Zu  den  Psotiusakten.  5.  Zur  Vita  s.  Genovefae.  6.  Zu  den 
randbemerkungen  Münchener  mus.  2,117.  7.  Zu  den  gedichten 
des  Ascanio  Grimaldo. 

25.  M.  M.  Manitius,  Zur  poetischen  literatur  aus  Bruxellensis 
30615—10729.  NA.  39,153—175.  —  Wiederabdruck  des  Carmen 
Winrici,  der  gedichte  des  Theodericus,  des  martyrologium  Wandal- 
berts,  der  visio  Wettini  Walahfrids,  zweier  anonymen  gedichte  und 
eines  epigramms  des  Ausonius. 

26.  J.  M.  Rudwin,  Zum  Verhältnis  des  religiösen  dramas 
zur  liturgie  der  kirche.     MLN.  29,108—109. 

27.  N.  C.  Brooks,  Osterfeiern  aus  Bamberger  und  Wolfen- 
büttler  handschriften.     ZfdA.   55,52 — 61. 

28.  L.  Laurand,  Le  cursus  dans  le  sacramentaire  leonien. 
Bev.  hist.  eccles.   14, 


140  XX.    Latein. 

29.  Franc,  di  Capua,  II  cursus  nel  De  consolatione  philo- 
sophiae  e  nei  trattati  theologici  di  Severino  Boezio.  Didaskaleion 
3,269—304. 

Sprachliches.  30.  Remigio  Sabbadini,  L'elemento  vol- 
gare  uelle  grammatiche  latine  del  medio  evo.    Athenaeum  3,464 — 465. 

31.  Gius.  Manacorda,  Un  testo  di  grammatica  latino-veneta 
del  secolo   13.     Atti  d,  accad.   di  Torino.    vol.  49,231 — 239. 

32.  P.  Rossi,  Claudio  Tolomei  e  il  latino  dei  giuristi.  Studi 
Senesi  29,5. 

33.  Otto  Funke,  Die  gelehrten  lateinischen  lehn-  und  fremd- 
Wörter  in  der  altenglischen  literatur  von  der  mitte  des  10.  Jahr- 
hunderts bis  um  das  jähr  1066.  nebst  einer  einleitenden  abhand- 
lung  über  die  'quaestiones  grammaticales'  des  Abbo  Floriacensis. 
Halle,  Niemeyer.     XVIII,210  s. 

34.  Albert  B.  White,  Early  uses  of  'parliamentum'.  MLR. 
9,92 — 93.  —  das  wort  erscheint  in  England  zum  erstenmal  in  den 
Worcester  annalen  zum  j.  1223. 

35.  J.  J.  Mikkola,  Ein  unbeachtet  gebliebenes  vulgär- 
lateinisches wort.  Neuph.  mitteil.  16,4.  —  sculca  —  custodia, 
deverbale  ableitung  von  excollocare. 

36.  Jos.  de  Ghellinck,  Note  sur  l'expression  Geminae  Gigas 
substantiae.     Rech,  de  science  i-elig.  5,416 — 421. 

37.  Herrn.  Kalbfuß,  Eine  Bologneser  Ars  dictandi  de» 
12.  Jahrhunderts.     QF.  aus  ital.  archiv.   16,1 — 35. 

Literaturgeschichte.  38.  M.  Schanz,  Geschichte  der  römi- 
schen literatur  bis  zum  gesetzgebungswerk  des  kaisers  Justinian. 
4.  teil,  die  römische  literatur  von  Constantin  bis  zum  gesetz- 
gebungswerk Justinians.  1.  hälfte.  die  literatur  des  4.  Jahrhunderts, 
2.  vermehrte  aufläge,  mit  alphabetischem  register.  München,  Beck. 
XVI, 572  s.  10  m.  =  Handbuch  der  klassischen  altertumswissen- 
ßchaft  8.  band,  4.  teil,  1.  hälfte.  —  bespr.  C.  Weyman,  Hist.  jb. 
35,462—463. 

39.  Paul  Lehmann,  Vom  mittelalter  und  der  lateinischen 
philol.  5.  band,  1.  heft.  —  bespr.  C.  Weyman,  Hist.  jb.  35,956 — 957. 
—  Huemer,  ZföG.  60,902—904. 

40.  J.  de  Ghellinck,  Le  mouvement theologique du  12.  sifecle. 
^fetudes,  recherches  et  documents.  Paris,  Lecoffre.  X,410  s.  6  m.  = 
Etudes  d'histoire  des  dogmes  vol.  5.  —  ausgezeichnete  darstellung, 
in  deren  mittelpunkt  Petrus  Lombardus  steht. 

41.  M.  Jansen  und  L.  Schmitz-Kallenberg,  Historio- 
graphie und  quellen  der  deutschen  geschichte  bis  1500.  2.  aufl.  = 
Grundriß  der  geschichtswissenschaft.     Leipzig,  Teubner.    IV,130  s. 


XX.    A.  Mittellatein.  141 

42.  Gl.  Bäumker,  Zur  rezeption  des  Aristoteles  im  latei- 
nischen mittelalter.     Philos.  jb.   27,478 — 487. 

43.  Gl.  Bäumker,  Lateinische  Übersetzungen  der  Aristote- 
lischen analytica  posteriora.     Philos.  jb.  28,320 — 326. 

44.  W.  Ganzenmiiller,  Die  empfindsame  naturbetrachtung 
im  mittelalter.     AKultG.   12,195—228. 

45.  Fritz  Knopp,  Die  libri  Carolin!  und  die  epistola  Hadriani 
papae  de  imaginibus  als  quellen  für  das  Verhältnis  Karls  d.  gr. 
zum  griechischen  kaiser  und  römischen  papst  auf  grund  der  augusti- 
nisch-eschatologischen  anschauungen.     diss.     Greifswald.     54  s. 

46.  H.  Hintz,  Mittelalterliche  geschichtsanschauung  und 
eschatologie  in  einem  apokalipsekommentar  aus  dem  13.  jahrh. 
Scriptum  super  apocalypsim.  cod.  Prag.  ed.  1873.  diss,  Greifs- 
wald.    94  s. 

47.  Max  Jos.  Metzger,  Zwei  karolingische  pontifikalien  vom 
Oberrhein,  hrsg.  und  auf  ihre  Stellung  in  der  liturgischen  Literatur 
untersucht,  mit  geschichtlichen  Studien  über  die  entstehung  der 
pontifikalien,  über  die  riten  der  Ordinationen,  der  dedicatio  eccle- 
siae  und  des  ordo  baptismi.  =  Studien,  Freiburger  theol.  17.  heft. 
Freiburg  i.  B.,  Herder.     XV,190,115  s. 

48.  Georg  Heinr.  Hörle,  Frühmittelalterliche  mönchs-  und 
klerikerbildung  in  Italien,  geschichtliche  bildungsideale  und  bildungs- 
einrichtungen  vom  6.  bis  zum  9.  Jahrhundert.  =  Freiburger  theolog, 
Studien,  13.  heft.  Freiburg  i,  B.,  Herder.  XII,87  s.  2  m.  — 
die  beiden  großen  bildungskreise,  der  römische  und  der  nord- 
italienisch-langobardische  lassen  eich  in  diesen  Jahrhunderten  noch 
deutlich  getrennt  voneinander  erkennen;  in  Rom  waren  alle  reste 
weltlicher  macht  und  heidnischer  bildung  vor  dem  papsttum  ge- 
schwunden, große  brennpunkte  geistiger  bildung  fehlen,  die  zahl 
der  schulen  ist  gering,  ebenso  die  berühmter  lehrer.  —  bespr. 
K,  Heinr.  Schäfer,  DLz.  36,493—496. 

49.  Apollonia  Koperska,  Die  Stellung  der  religiösen  orden 
zu  den  profan  Wissenschaften  im  12.  und  13.  Jahrhundert,  diss. 
Freiburg  i.  Schw.     XVI,211  s. 

50.  F.  Schulze,  Geschichte  der  hauptlaster-  und  haupt- 
tugendlehre  von  Gregor  dem  großen  bis  Petrus  Lombardus  und 
ihr  einfluß  auf  die  frühdeutsche  literatur.     Greifswald.      125  s. 

51.  Rob.  Kopp,  Vaterland  und  Vaterlandsliebe  nach  der 
chiistlichen  moral  mit  besonderer  berücksichtigung  des  hl.  Thomas. 
Divus  Thomas  1,89—107;   160—199;  297—332. 

52.  H.  0.  Taylor,  The  medieval  mind,  a  history  of  the 
development  of  thought  and  emotion  in  the  middle  ages.  2.  edition. 
London,  Macmillan.     2  bde.     622,  628  s. 


142  XX.   Latein. 

53.  B.  Jarrett,  S.  Antonio  and mediaeval economies.  London, 
Herder.     130  s.      1   sh. 

54.  A.  d'Ales,  L'edit  de  Calliste.  Etudes  sur  les  origines 
de  la  penitence  chretienne.     Paris,  Beauchesne.     VIII,484  s. 

Sammelwerke.  55.  G.  Rauschen,  Florilegium  patristicum. 
fasciculus  9.  textus  antinicaeni  ad  primatum  Romanum  spectantes. 
Bonn,  Hanstein.     VI,60  s. 

56.  Rieh.  Scholz,  Unbekannte  kirchenpolitische  Streitschriften 
aus  der  zeit  Ludwigs  des  Bayern  1327 — 1354.  2.  teil,  texte. 
Rom,  Loescher.  X,611  s.  21  m,  =  Bibliothek  d.  preuß.  histor. 
Instituts.  10.  band.  —  eine  reihe  unbekannter  und  wichtiger  stücke 
von  Peter  von  Kaiserslautern,  Hermann  von  Schilditz,  Konrad 
von  Megenberg,  Occam  und  Alvarius  Pelagius  u.  a.  werden  abge- 
druckt. —  bespr.  Joh.  Hof  er,  Pranziskan.  Studien  1,491 — 505. 

57.  C.  R.  Paste,  Tre  scritti  apocalittici  medievali  del 
codice  CXCI  dell'  archivio  capitolare.  Archivio  d.  soc.  Vercellese 
di  storia  6.  —  Prophezeiungen  von  Sibilla  und  Merlin. 

58.  Andre  Wilmart,  Benedictiones  Bobienses.  Bullet, 
d'ancienne  litter.  14,176 — 187.  —  Aus  kod.  Gr.  V.  26  der  national- 
bibliothek  Turin  s.   7. 

59.  Bibliotheca  juridica  medii  aevi.  Bologna,  Beltrami  di 
Capali.     vol.  1.     48  m. 

2.    Einzelne  autoren. 

Adam  von  Bremen.  60.  Bemh.  Schmeidler,  Neuere  lite- 
ratur  über  Adam  von  Bremen.    Zs.  f.  Lübeck,  gesch.  16,111 — 120. 

Afralegende.  61.  Andr.  Bigelmeier,  Zur  Afralegende. 
Hist.  polit.  blätter  154,624 — 630.  1 

Anges  YOn  Prag.  62.  Walt.  W.  Seton,  Some  new  somes 
for  the  life  of  blessed  Agnes  of  Prag  including  some  chronological 
notes  and  a  new  text  of  the  benediction  of  saint  Cläre.  Arch. 
Franc,  hist.  7,185—197. 

Albertus  Magnus.  63.  Mart.  Grab  mann.  Das  Albertus- 
autograph in  der  k.  k.  hofbibliothek  zu  Wien.  Hist.  jb.  35, 
352—356.  Kod.  273,  bl.  65 — 168  enthält  einen  kleinen  teil  von 
Alberts  kommentar  zur  aristotelischen  physik  vom  2.  kapitel  des 
8.  buchs  an,  seinen  kommentar  zu  den  4  büchern  de  coelo  et  mundo 
und  seine  Schriften  de  natura  locorum  und  de  12  causis  proprie- 
tatum  elementorum. 

64.  Georg  v.  Hertling,  Albertus  Magnus,  beitrage  zu 
seiner  Würdigung.  2.  aufläge.  =  Beiträge  z.  gesch.  der  philosophie 
d.  mittelalters,   14.  bd.,  heft  6  und  6.     VIII,  183  s. 


XX.   A.  Mittellatein.  143 

Aldhelmus.  65.  Aldhelmi  opera  ed.  R.  Ehwald.  fasc.  2. 
Berlin,  Weidmann,  s.  325 — 554.  3  taf.  =  Monumenta  Germaniae 
hist.  Auetores  antiquiss.  XV,  pars  2.  —  bespr.  C.  Weyman, 
Hist.  jb.  36,448—449. 

66.  Donato  Mazzini,  Note  Aldelmiane.  Didaskaleion  3, 
165  —  172. 

S.  Aldrich.  67.  Max  Buchner,  Zur  biographie  des  hl. 
Aldrich,  abtes  von  Ferneres  und  erzbischofs  von  Sens  829 — 836, 
zugleich  ein  beitrag  zur  entstehungszeit  der  sog.  formelsammlung 
von  St.  Denis.  Stud.  u.  mitteilgn.  GBenediktinerord.  n.  f.  4,201 — 215. 
—  die  Sammlung  ist  nicht  vor  829  abgeschlossen  worden,  der 
24.  brief  ist  eigentum  des  hl.  Alderich  aus  dem  juni  829;  ein 
weiterer  brief  bei  Zeuner,  Pormulae  508  ist  ein  schreiben  der 
mönche  von  Ferrieres  an  Aldrich. 

Alexandersage.  68.  E.  Faral,  Une  source  latine  de  l'histoire 
d' Alexandre   sur   les   merveilles   de  l'Inde.     Romania  43,199 — 215, 

Ambrosiaster.  69.  G.  Morin,  Qui  est  Ambrosiaster?  Solu- 
tion nouvelle.  Revue  Bened.  31,1 — 34.  —  Ambrosiaster  ist  Euagrius 
von  Antiochia. 

AmbrosiliS.  70.  Des  heiligen  kirchenlehrers  Ambrosius  von 
Mailand  ausgewählte  Schriften  aus  dem  lateinischen  übersetzt. 
1.  band.  Exameron  erstmals  übersetzt  von  J.  E.  Niederhuber. 
nebst  einer  allgemeinen  einleitung  über  des  hl.  Ambrosius  leben, 
Schriften  und  theologie.  Kempten,  Kösel.  CXXIV,294  s.  =  Biblio- 
thek der  kirchenväter  bd.   17. 

Andreas  de  S.  cruce.  71.  Ubaldo  Mannucci,  Andreae 
de  Sanctacruce,  patritii  romani,  apostolici  consistorii  advocati, 
dialogus  de  ecclesiae  primatu  in  Ludovicum  Pontanum  nunc  primum 
in  lucem  editus.     Bessarione  30,153 — 194. 

Anualen.  72.  Hermann  Steinberge r.  Zu  dem  berichte 
der  Altaicher  annalen  über  die  eroberung  Englands  durch  die  Nor- 
mannen.    Hist.  jb.  35,349 — 352. 

73.  Wendel  Schlachter,  Beiträge  zur  latinität  der  annales 
Fuldenses.     838—887.     diss.     Greifswald.     125  s. 

74.  F.  Kurze,  Die  annales  Laubacenses  und  ihre  nähere 
Verwandtschaft.     NA.  39,13 — 41. 

75.  Joh.  Haller,  Zu  den  Marbacher  annalen.  Hist.  Viertjs, 
17,343—360. 

Anselm  yon  Canterbury.  76.  E.  Lohmeyer,  Die  lehre 
vom  willen  bei  Anselm  von  Canterbury.  Leipzig,  Deichert.  avich 
diss.     Erlangen.     111,74  s. 

S.  Antonius.  77.  A.  Wilmart,  Une  Version  latine  ine- 
dite  de  la  yie  de  saint  Antoine.     Revue  Bened.  31,163 — 173. 


1 44  XX.    Latein. 

Apollonius  TOn  Tyrus.  78.  Franz  Garin,  De  historia 
Ai)ollonii  Tyrii.  Muemosyne  n.  s.  42,198 — 212,  —  der  griechische 
text  ist  nicht  vor  230  n.  Chr.  abgefaßt,  bald  darauf  entstand  die 
lateinische  Übersetzung. 

Arsitor.  79.  Alfr.  Ansorg e.  De  Aratore,  veterum  poetarum 
latinoiiiin  imitatore.     diss.     Breslau.     82  s. 

Archipoeta.     80.     Max  Herrn.  Jellinek,  Archipoeta.    ZfdA. 

55,156- 

81.  Wilh.  Meyer,  Der  Kölner  archipoeta.  CrgA.  geschäftl. 
mitteilgn.  99 — 114.  —  feine  Charakteristik. 

AthenasillS.  82.  Rieh.  Reitzensein,  Des  Athenasius  werk 
über  das  leben  des  Antonius,  ein  philologischer  beitrag  zur  ge- 
schichte  des  mönchtums  =  Sitzungsberichte  der  Heidelberger  akad. 
philos.  klasse.     8.  abhandlung.     Heidelberg,  Winter.     68  s. 

S.  Augustinus.  83.  Les  confessions  de  saint  Augustin. 
traduction  nouvelle  par  L.  Moreau.     Paris,  Flammarion.    1912. 

84.  Des  hl.  kirchenvaters  Aurelius  Augustinus  22  bücher 
über  den  gottesstaat  aus  dem  lateinischen  übersetzt  von  A.  Schrö- 
der. 2,  bd.  buch  9 — 16.  Kempten,  Kösel.  512  s.  5  m.  = 
Bibliothek  der  kirchenväter  bd.   16. 

85.  Des  hl.  kirchenvaters  Aurelius  Augustinus  ausgewählte 
Schriften,  aus  dem  lateinischen  übersetzt.  7.  bd.  bekenntnisse. 
aus  dem  lateinischen  übersetzt  von  A.  Hoffmann.  Kempten, 
Kösel.  X,380  s.  4  m.  =  Bibliothek  der  kirchenväter  bd.  18.  — 
bespr.  C.  Weyman,  Hist.  jb.   35,914. 

86.  G.  Moriu,  Les  tractatus  s.  Augustini  du  ms.  4096  de 
Wolfenbüttel.     Revue  Bened.  31,117  —  155. 

87.  H.  T.  Karsten,  Een  commentaar  op  Augustinus  De 
civitate  dei.  Kieuwe  theolog.  tijdschr.  3,64 — 74.  —  eingehende 
besprechung  des  werkes  von  H.  Scholz,  Glaube  und  Unglaube  in 
der  Weltgeschichte. 

88.  G.  Morin,  Une  compilation  antiarienne  inedite  sous  le 
nom  de  s.  Augustin  issue  du  milieu  de  Cassiodore.  Revue  Ben6d. 
31,237—243. 

89.  H.  Lesetre,  Une  conversion  classique,  saint  Augustin. 
RPA.  17,561—582. 

90.  Friedr.  Hünermann,  Die  bußlehre  des  hl.  Augustinus.  = 
Forschungen  zur  christl.  literatur-  u.  dogmengesch.  12  bd.,  1.  heft. 
Paderborn,  Schöningh.  Xn,159  s.  5  m.  —  bespr.  Th.  Specht, 
DLz.  35,1493—1495. 

91.  Friedr.  Hünermann,  Zur  bußlehre  des  hl.  Augustinus. 
Theologie  u.  glaube  6,191—200. 


XX.   A.  Mittellatein.  I45 

92.  0hl,  Augustins  lehre  über  die  lügenden  der  heiden, 
kirchengeschichtlich  und  biblisch  beleuchtet.  Neue  kirchl.  zs.  25, 
413—448. 

93.  Franz  Offergelt,  Die  Staatslehre  des  hl.  Augustinus 
nach  seinen  sämtlichen  werken.  Bonn,  Hanstein.  VIII, 8 6  s.  1,50  m. 
—  bespr.  Sänge,  Cbl.  66,522. 

94.  W.  Schulz,  Der  einfluß  der  gedanken  Augustins  über 
das  Verhältnis  von  ratio  und  fides  im  11.  Jahrhundert.  Zs.  f. 
kirchengesch.  35,9 — 39. 

95.  H.  T.  Karsten,  Augustinus  over  het  godsrijk.  Haarlem, 
Willink.  —  sehr  anerkennend  bespr.  von  J.  S.  in  Onze  eeuw,  1914, 
4.  bd.     159. 

96.  Pierre  Bernard,  S.  Augustin  et  les  juifs.  These,  Lyon. 
VIII,87  y. 

Roger  Bacoil.  97.  John  Henry  Bridges,  The  life  and 
work  of  Roger  Bacon  being  an  introduction  to  the  opus  majus. 
edited  by  H.  Gordon  Jones.     London,  Williams.     174  s.     3  sh. 

98.  Roger  Bacon.  Essays  contributed  by  various  writers 
on  the  occasion  of  the  commemoration  of  the  seventh  centenary 
of  his  birth  collected  and  edited  by  A.  G.  Little.  Oxford, 
Clarendon  press.     VII,425  s. 

99.  Franc.  Picaret,  Roger  Bacon.  La  formation  intellec- 
tuelle  d'un  homme  de  genie  au  13.  siecle.  Revue  des  deux  mondes 
36,643—674. 

100.  Lynn  Thorndike,  Roger  Bacon  and  the  experimental 
method  in  the  ages.      The  philosophic.  review  23,270 — 298. 

101.  J.  E.  Sandys,  Roger  Bacon.  published  for  the  British 
academy  by  H.  Milford.  =  Proceedings  of  the  Brit.  academy 
vol.  6.     18  s. 

Benediktinerregel.  102.  Die  klosterregel  des  hl.  Benedikt 
übersetzt  von  P.  Edm.  Schmidt.  4.  neu  bearbeitete  aufl.  Regens- 
burg, Pustet.     159  s. 

103.  P.  Delatte,  Commentaire  sur  la  regle  de  saint  Benoit. 
Paris,  Plon-Nourrit.  VII,569  s.  10  f.  —  bespr.  H.  Vogels, 
Hist.  jb.  35,655. 

104.  Alb.  Viehbacher,  Ein  gang  durch  die  geschichte  der 
deutschen  Benediktinerregel.  Studien  u.  mitt.  z.  gesch.  Bene- 
diktinerordens 35,525 — 529. 

105.  Fr.  Stabile,  Studi  sul  testo  e  la  lingua  della  regola 
di  s.  Benedetto.     Rivista  di  filologia  class. 

106.  Edm.  Schmidt,  Einige  bemerkungen  zur  jüngsten  aus- 
gäbe der  Benediktinerregel.  Studien  u.  mitt.  z.  gesch.  Benediktiner- 
ordens 35,130-— 137. 

Jahresbericht  für  germanische  philologie.    XXXVI.    (1914.)   II.  Teil.      10 


146  XX.   Latein. 

Beiiedictus  Levita.  107.  Emil  Esckel,  Studien  zu  Bene- 
dictus  Levita.     VIIL     1.  teil.     NA.  39,327—431. 

S.  Bernardiuo.  108.  Massim.  Bontempelli,  S.  Bernardino 
da  Siena.     Genova,  Formiggini.     72  s.  =  Profili,  nr.  34. 

S.  BeruardllS.  109.  Jos  Guillermin,  Le  grand  s.  Bernard. 
Etudes  138,286—320;  450—474. 

Bernardus  Compostellanus.  110.  Heinr.  Singer,  Die 
dekretalensammlung  des  Bernardus  Compostellanus  antiquus.  mit 
benutzung  der  in  Friedr.  Maassens  nachlasse  enthaltenen  vorar- 
beiten. 120  s.  =  SB.  Wiener  akademie,  philos.  kl.  171  bd.  2. 
abhandlung. 

BoiiayeuturJl.  lll.  G.  Israel,  Die  tugendlehre  Bonaven- 
turas,    diss.     Berlin.     77  s. 

112.  M.  Deanesly,  The  'incendium  amoris'  of  Richard  Rolle 
and  s.  Bonaventura.     The  engl,  histor,  review  29,98 — 101. 

113.  Rem.  Boving,  St.  Bonaventura  und  der  grundgedankc 
der  disputa  Raffaels.     Franziskan.  Studien  1,1 — 17. 

S.  Boilifaz.  114.  M.  R.  James,  St.  Boniface's  poem  to 
Nithardus.  The  engl.  hist.  review  29,94.  —  Wiederherstellung  des 
in  dem  gedichte  enthaltenen  akrostichs:    Nithardus  vive  felix. 

Cassiodor.  115.  Paul  Lehmannn,  Cassiodorstudien.  Philo- 
logus  73,  n.  f.  27,253—273. 

Chrodegang.  116.  Otto  Hanemann,  Die  kanonikerregeln 
Chrodegangs  von  Metz  und  der  Aachener  synode  von  816  und  das 
Verhältnis  Gregors  VII.  dazu.     Greifswald.     diss.     86  s. 

Chroniken.  117.  P.  Silva,  Questioni  e  ricerche  di  cro- 
nistica  Pisana.    Archivio  Murator.  2,1 — 67.  —  vgl.  dazu  NA.  39,562. 

S.  Clara.  118.  Mich.  Bihl,  Tres  legendae  minores  sanctae 
Clarae  Assisinensis.     Franc,  hist.  7,32 — 54. 

Claudianus  ManiertuS.  119.  Frz.  Zimmermann,  Des 
Claudianus  Mamertus  schrift  'de  statu  animae  libri  tres'.  Divus 
Thomas  1,238—256;   332—368. 

Commodianus.  120.  Pier  Luigi  Ciceri^  Le  'instructiones' 
Commodiane  e  la  tradizione  bibüca.  Atti  e  memorie  accad.  Padova 
30,233—252. 

121.  S.  Cucco,  La  grammatica  di  Commodiauo.  Didaskaleion 
3,183—220. 

CorMnian.  122.  G.  Morin,  A  propos  des  preliminaires  de 
B.  Krusch  ä  la  vita  Corbiniani,  Revue  Bened.  31,178 — 184.  — 
vgl.  dazu  Krusch,  NA.  39,550 — 552. 

Cosmas.  123.  Joh.  Paul  Czumpelik,  Eine  anmerkung  zur 
kritik  des  Cosmas.  Mitt.  d.  ver.  f.  d.  gesch  d.  Deutschen  i.  Böhmen 
52.358—364. 


XX.   A.  Mittellatein.  147 

S.  Cyprian.  124.  P.  Monceaux,  Saint  Cyprien  210 — 258. 
Paris,  Gabarda.  200  s.  2  f.  —  s.-a.  aus  Histoire  litter.  de  l'Afrique 
cliretieiine. 

125.  G.  Morin,  Une  liste  des  traites  de  saint  Cyprien  dans 
un  sermon  inedit  de  saint  Justin.    Bullet,  d'ancienne  litter.  4,16 — 22. 

126.  P.  Corssen,  Das  martyrium  des  bischofs  Cyprian. 
Zs.  f.  ueutestament.  wissensch.   15,221 — 233. 

127.  K.  H.  Mengis,  Ein  beitrag  zur  Cyprianforschung. 
Zs,  f.  neutestamentl.  wissensch.   15,274 — 279. 

üares  und  Dictys.  128.  R.  T.  Clark,  Notes  on  Dares 
and  Dictys.     Classic,  phil.  8,17 — 20. 

Dietrich  von  Freiberg:.  129.  Dietrich  von  Freiberg  über 
den  regenbogen  und  die  durch  strahlen  erzeugten  eindrücke,  zum 
erstenmale  nach  den  handschriften  hrsg.  und  mit  einer  einleitung 
versehen  von  Joseph  Würschmidt.  Münster,  Aschendorf  f.  XV, 
205  s.  =  Beiträge  z.  gesch.  d.  philosophie  d.  mittelalters  12  bd., 
heft  5  u.  6.  —  bespr.  E.  Krebs,  DLz.  36,678— 679.  —  Cbl.  G6, 
145—146. 

S.  Dominicus.  130.  L.  Claudio,  S.  Domenico  e  la  sua 
leggenda  in  rapporto  a  Dante.     Molfetta,  Panunzio.     XVIII, 144  s. 

DracontillS.  131.  Dracontii  de  laudibus  dei;  satisf actio; 
Romulea;  Orest's  tragoedia;  fragmenta;  incerti  aegritudo  Perdicae. 
Leipzig,  Teubner.  VIII,268  s.  4,40  m.  =  Poetae  latinis  minores 
post  Aemilium  Baehrens  iterum  recensuit  Fridericus  Vollmers, 
vol.  5.  —  bespr.  C.  W— n,  Cbl.  66,296—297. 

Dunchad.  132.  Mar.  Esposito,  Sur  le  pretendu  commen- 
taire  de  Dunchad   sur  Marcien  Capella.     Didaskaieion  3,173 — 182. 

Duns  Scotus.  133.  Donato  Zuccharelli,  II  problema 
cristeriologico  nel  pensiero  del  Giovanni  Duns  Scotus.  Studi 
Francesc.   1,201—211. 

134.  Jos.  Klein,  Zur  Sittenlehre  des  Johannes  Duns  Scotus. 
Franziskan.  Studien   1,401 — 437. 

135.  Agost.  Fioravanti,  La  distinzione  tra  l'anima  e  le  sue 
facoltä   nella   dottrina   del   D.  Scoto.     Studi  Francesc.  1,235 — 244. 

Ermoldus  Nigellus.  136.  Max  Buchner,  Ein  brief  des 
Ermoldus  Nigellus  an  Pippin  I.  von  Aquitanien.    Hist.  jb.  35,1 — 25. 

S.  Elirosia.  137.  E.  A.  Stückelberg,  Eine  apokryphe 
heilige  des  späten  mittelalters.    Archiv  f.  religionswiss.  17,159 — 164. 

Ferreto  de  Ferreti.  138.  Le  opere  di  Ferreto  de'  Ferreti 
Vicentino  a  cura  di  Carlo  Cipolla.  vol.  2.  Roma,  istituto  stör, 
ital.  298  s.  2  tal  =  Fonti  per  la  storia  ital.  scrittori,  sec.  14.  — 
enthält  die  historia  rerum  in  Italia  gestarum  ab  anno  1250 — 1318. 

10* 


148  ^^-   Latein. 

Firmat.  139.  G.  Moriu,  Un  trait6  inedit  de  Guillaume 
Firmat  sur  l'amour  du  cloitre  et  les  saintes  lectures.  Revue  Ben6d. 
31,244—240. 

S.  FraiiziskllS.  140.  Sacrum  commercium,  les  noces  mysti- 
ques  du  bienheureux  Fran^ois  d'Assise  avec  madame  la  pauvrete 
1227.  premiere  traduction  francaise  par  Ubald  d'Alencon.  Paris, 
librair.  s.  Fran^ois.  XXII,83  s.  1  f.  =  Nouvelle  bibliotheque 
Franciscaine  2.  ser.     tome  11, 

141.  A.  G.  Little,  M.  R.  James  and  H.  Bannister, 
Collectanea  Franciscana  I.  =  British  society  of  Franciscan  studies 
vol.  5.     Aberdeen.     163  s. 

142.  Cuthbert,  Life  of  s.  Francis  of  Assisi.  New  York. 
13,536  s.     13  taf. 

143.  A.  Verger,  Vie  des. Francois  d'Assise.  Tours,  A.  Marne 
et  fils.     144  s. 

144.  A.  Groeteken,  Die  goldene  legende.  Franziskus  von 
Assisi  in  der  poesie  der  Völker.    M.-Gladbach,  Kuelilen,    1913.    191s. 

145.  Hans  Brosius,  Franziskus  von  Assisi  und  moderne 
lebensideale,     progr.     Bamberger  gymn. 

146.  Heinr.  Tilemann,  Studien  zur  individualität  des  Fran- 
ziskus von  Assisi.  Leipzig,  Teubner.  228  s.  8  m.  ^  Beiträge 
z.  kulturgescli.  mittelalter.  bd.  20.  —  bespr.  G.  Kr.,  Cbl.  66,626  : 
feinfühlige  Untersuchungen.  —  F.  X.  Seppelt,  DLz.  39,1980—1981. 

147.  P,  Cesaire,  La  perfection  seraphique  d'apres  s.  Fran- 
pois.     Etudes  Francisc. 

148.  Beda  Kleinschmidt,  Der  hl.  Franziskus  in  der  elfen- 
beinplastik.     Franziskan.  Studien  1,86 — 96. 

Ganfred.  149.  Paul  Lehmann,  Disputatio  Ganfredi  et 
Aprilis  de  statu  curiae  Romanae.     Hist.  Viertjs.  26,86 — 94. 

S.  Gaudentius.  150.  C.  R.  Norcock,  St.  Gaudentius  of 
Brescia  and  the  Tome  of  st.  Leo.  The  Journal  of  theolog.  studies 
15,593—596. 

S.  GenOTefa.  151.  E.  Vacandard,  La  vie  de  sainte  Gene- 
vieve.     Revue  du  clerge  fran9,  78,412 — 426. 

S.  Gerard  yon  Czanad.  152.  Emer.  Mardzsar,  Die  legende 
des  hl.  Gerhard.     Ungar,  revue  1914,288—297. 

Gesta  Herwardi.  153.  Georg  Noack,  Sagenhistorische 
Untersuchungen  zu  den  Gesta  Herwardi.     diss.     Halle.     59  s. 

S.  Godescalcus.  154.  A.  Zak,  De  b.  Godescalco,  primo 
abbate  Siloensi  eiusque  alumno  charissimo  b.  Gerlaco,  postea  primo 
abbate  Miloviciensi.     Analectes  de  l'ordre  Premontre   10,  nr.   1. 

Gratian.  155.  A.  Debil,  La  premiere  distinction  du  'De 
paenitentia'  de  Gratien.     Revue  d'hist.  ecclesiast.  15,251 — 273. 


XX.    A.  MitteUatein.  149 

Gregor  d.  gr.  156.  A.  Mercati,  L'autore  della  expositio 
in  VII  ps.  poenitentiales  fra  le  opere  di  s.  Gregorio  Magno.  Revue 
Bened.  31,250—257. 

S.  (Jueiioliu.  157.  R.  Latouche,  Melanges  d'liistoire  de 
Cornouaille.  —  s.  24  f.  behandelt  die  vita  Guenolins,  die  aus  dem 
9.  jahrh.  stammt  und  keinen  wert  für  das  leben  des  heiligen  be- 
sitzt. —  vgl.  NA.  39,547. 

Guido  d'Arezzo.  158.  Cölestin  Vivell,  Ein  anonymer 
kommentar  zum  mikrologus  des  Guido  d'Arezzo,  Studien  u.  mitt. 
z.  gesch.  d.  Benediktinerordens  35,56 — 80.  —  aus  Cod.  Vindob. 
2502,  s.  11 — 12;  der  vf.  war  vielleicht  ein  Benediktinermönch  der 
abtei  s.  Jakob  in  Lüttich. 

Heinrich  TOn  Freimar.  159.  Winfried  Hümpfner,  Hein- 
rich  von   Freimar,     Zs.  d.  ver.  f.  thüring.  gesch.  n.  f.   22,49 — 64. 

Hero  lind  Leander.  160.  E.  Wink  1er,  Eine  mittelalterlich- 
kirchliche fassung  der  sage  von  Hero  und  Leander.  Archiv  132, 
405 — 408.  —  aus  cod.  638  Admont  s.  12. 

S.  Hieronymus.  161.  Des  hl,  kirchenvaters  Eusebius  Hiero- 
nymus  ausgewählte  Schriften.  1.  bd.  ausgewählte  historische,  homi- 
letische, dogmatische  Schriften,  aus  dem  lateinischen  übersetzt  von 
L.  Schade.  Kempten,  Kösel.  LXXVI,500  s.  5  m.  =  Bibliothek 
der  kirchenväter  15.  bd.  —  bespr.  C.  Weyman,  Hist.  jb.  35,417. 

162.  E.  Wutz,  Onomastica  sacra.  Untersuchungen  zum  Hb  er 
interpretationis  nominum  hebraicorum  des  hl.  Hieronymus.  1.  hälfte, 
quellen  und  system  der  onomastica.  Leipzig,  Hinrichs,  672  s. 
21  m,  =  Texte  und  Untersuchungen  z.  gesch.  d.  altchristl.  literat. 
3.  reihe,   11.  bd,,  1,  hälfte, 

163.  De  Bruync,  Une  nouvelle  preface  de  la  traduction 
hexaplaire  de  s.  Jerome.     Rev.  Bened.  31,229 — 236, 

164.  Gonzague  Menneson,  L'amitie  chez  s.  Jerome,  Etudes 
140,5—27, 

Historia  Septem  sapientum.  165,  Er.  Moldenhauer, 
Verzeichnis  der  drucke  der  historia  Septem  sapientum  Rome.  Zs,  f. 
bücherfr,  n,  f,   6,11,226—231, 

Honorius.  166.  Erz.  Bäumker,  Das  Inevitabile  des  Hono- 
rius  Augustodunensis  und  dessen  lehre  über  das  zusammenwirken 
von  Wille  und  gnade.  Münster,  Aschendorff.  93  s.  =  Beiträge  z. 
gesch.  d,  Philosophie  d.  mittelalters  13,  bd,,  6.  heft.  —  es  existiert 
in  zwei  textredaktionen,  die  beide  von  Honorius  herrühren;  in  der 
älteren  ist  Honorius  reiner  Augustinianer,  in  der  jüngeren  zeigt  sich 
eine  synthese  von  Augustin  und  Anselm. 

Honorat  TOn  Lerins.  167.  Four.  Bonnard,  S.  Honorat 
de  Lerins.     Tours,  Mame.     189  s. 


150  31X.    Latein. 

Hrabauus  Maiirus.  168.  C.  Landi,  Per  un'  allusione  di 
Rabauo  Maiiro.  Athenaeum  2,214 — 217.  —  das  gedieht  salve  fidus 
amor  enthält  anspielungen  auf  Lucan  und  Juvenal. 

Hugo  V.  S.  Yictor.  169.  J.  de  Ghellinck,  A  propos  d'un 
catalogue  des  oeuvres  de  Hugues  de  Saint- Victor.  Revue  neo-scolast. 
21,86 — 88.  —  ergänzungen  zu  dem  artikel  desselben  Verfassers 
über  diesen  gegenständ  in  der  Revue  20,226  ff. 

Hugo  VOU  Trimberg.  170.  Hugo  von  Trimbergs  latei- 
nische werke,  hrsg.  von  E,  Seemann.  I.  das  solsequium.  München, 
Callwej*.     78  s.  =  Münchener   texte   hrsg.   v.   Wilhelm,    9.   heft. 

Jakob  von  Jtiterbock.  171.  Schillmann,  Neue  beitrage 
zu  Jakob  von  Jüterbock.    Zs.  f.  kirchengesch.  35,64 — 76;  363 — 371. 

Jakob  von  Titry.  172.  Goswin  Franken,  Die  exempla 
des  Jakob  von  Vitry,  ein  beitrag  zur  geschichte  der  erzählungs- 
literatur  des  mittelalters.  München,  Beck.  154  s.  =  Quellen  und 
Untersuchungen  zur  latein.  literatur  des  mittelalters  5.  bd.,  1.  heft. 
—  bespr.  E,  Slijper,  Museum  23,107 — 110;  J.  Huemer,  ZföG. 
65,902—904;  Hans  Naumann,  DLz.  36,1683  —  1685. 

173.  Die  exempla  aus  den  sermones  feriales  et  communes  des 
Jakob  von  Vitry,  .hrsg.  von  Jos.  Greven.  Heidelberg,  Winter. 
XVin,65  s.  =  Sammlung  mittellatein.  texte  9.  heft. 

Jacopoue  da  Todi.  174.  J.  Pacheu,  Jacopone  da  Todi 
frere  mineur  del  saint  Francois,  auteur  presume  du  Stabat  mater. 
Paris,   Tralin.  —  abfällig  bespr.  E.  Bouvy,  Bullet,  ital.   14,26. 

S.  lUuminata.  175.  Ant.  Maturo,  Gli  acta  di  s.  Illuminata. 
Roma  e  l'Oriente  7,101 — 118.  —  abdruck  des  textes  nach  einer 
hs.  von  Monte  Cassino  und  3  codd.  Alexandrini. 

Johannes  Damascenus.  176.  P.  Minges,  Zum  gebrauch 
der  Schrift  'De  fide  orthodoxa'  des  Johannes  Damascenus  in  der 
Scholastik.     Theol.   quartalschrift  96,  225 — 246. 

Johannes  von  Erfurt.  177.  Bertrand  Kurtscheid,  Die 
tabula  utriusque  juris  des  Johann  von  Erfurt.  Franziskan.  Studien 
1,269 — 290.  —  ist  1285  entstanden,  nachweis  der  verschiedenen 
redaktionen. 

Johannes  de  Keading.  178.  Chronica  Johannis  de  Reading 
et  anonymi  Cantuariensis  (1346 — 1367).  edited  with  introduction 
and  notes  by  James  Tait.  Manchester,  Univ.  press.  X,394  s.  = 
Publications  of  the  university  of  Manchester,  hist.  ser.  nr.  20. 

Johannes  de  Rupella.  179.  P.  Minges,  Zur  erkenntnis- 
lehre des  Franziskaners  Johannes  von  Rupella.  Philos.  jb.  d.  Görres- 
gesellsch.  27,461—477. 

Johannes  Scotus  Eriugena.  180.  J.  Dräseke,  Zu  Johannes 
Scotus  Erigena.     AG.  philos.  27,428 — 448. 


XX.    A.  Mittellatein.  151 

Jordanes.  181.  Tb.  v.  Grlenberger,  Ostgermanische  fluß- 
namen  bei  Jordanes.     ZfdA.  35,41 — 51.    (vgl.  abt.  4,12.) 

Jourdain  Fantosme.  182.  Friedr.  Willi e Im,  Ein  rhythmus 
des  Jourdain  Fantosme  und  ein  conflictus  rationis  et  fidei.  Mün- 
chener  museum  2,230 — 238. 

Isidor  von  Sevilla.  183.  A.  Schmekel,  Die  positive  philo- 
sopMe  in  ihrer  geschichtlichen  entwicklung.  forschungen.  2.  bd. 
Isidor  von  Sevilla,  sein  system  und  seine  quelle.    Berlin.    X,291  s. 

184.  0.  Probst,  Isidors  schrift  'De  medicina'.  Etymol. 
lib.  IV.     Leipzig,  Barth.      17  s.     s.-a.  aus  AG.  medizin  bd.  8. 

185.  S.  G.  Oliphant,  The  story  of  the  staix:  Isidorus  and 
the  glossographers.  =  Transactions  and  proceedings  of  the  Americ. 
philol.  assoc.  vol.  45. 

Konrad  von  Oelnliausen.  186.  David  C.  CuUey,  Konrad 
von  Gelnhausen,  sein  leben,  seine  werke  und  seine  quellen,  diss. 
Leipzig  1913.     104  s.  —  wertvolle  Untersuchung. 

Konrad  von  Megenberg.  187.  Richard  Salomon,  Zur 
oeconomie  des  Konrad  von  Megenberg,     NA,  39,190 — 200. 

188.  Herm.  Meyer,  Lacrima  ecclesiae.  neue  forschungen  zu 
den  Schriften  Konrads  von  Megenberg.     NA.  39,469 — 503. 

S.  Lanrenz.  189.  Charles  Plummer,  Vie  et  miracles  de 
s.   Laurent   archeveque   de   Dublin.     Annal.   BoUand.  33,121 — 187. 

Legenden.  190.  Th.  Pelizaeus,  Beiträge  zur  geschichte 
der  legende  vom  Judenknaben,     Halle,     diss,     93  s. 

191.  Friedr,  Wilhelm,  Zur  dreikönigslegende.  Münchener 
museum  2,146 — 190. 

Liber  Lombardae.  192,  Alfonso  Gallo,  Un  ignoto  fram- 
mento  palimseste  del  'liber  Lombardae'  nota.  Rendiconti  istit, 
Lombardo  47,257—269, 

Liebeskonzil  in  Remiremont.  193,  Wilh.  Meyer,  Das 
liebeskonzil  in  Remiremont  neu  hrsg.     GgA.  phil,  kl.   1  — 19. 

Ligurinus.  194.  Otto  Drinkweide r,  Ist  Günther  von 
Pairis  der  Verfasser  des  Ligurinus?  Studien  u,  mitt.  z.  gesch,  d. 
Benediktinerord.  35,671 — 683.  —  alle  inneren  kriterien  sprechen  für 
die  Identität  Günthers  und  des  dichters  von  Solimarius  und  Ligurinus ; 
das  letzte  wort  wird  die  stilkritik  zu  sprechen  haben. 

Ludwig  von  Preußen.  195.  Parth.  Minges,  Das  trilogium 
des  Ludwig  von  Preußen.  Franziskan,  Studien  1,291 — 311,  — 
wurde  1498  in  Nürnberg  gedruckt  und  war  eine  enzyklopädie  des 
Wissens  für  junge  franziskanerkleriker. 

Ludus  de  Antichristo.  196.  Ferd.  Vetter,  Das  Tegern- 
seer  spiel  vom  deutschen  kaisertum  und  Antichrist.  Münchener 
mus.  2,279—333. 


152  ^^-    Latein. 

x\Iauegol(l  von  Lauterbach.  197.  M.  T.  Stead,  Manegold 
of  Lauterbacb.     Tlie  engl,  liist.  i-eview  29,1  — 15. 

Tres  Mariae.  198.  G-.  Pesenti,  Epigrammi  'de  tribus 
Mariis'.     Didaskaleion  4,333—338. 

S.  MarillUS.  199.  Ludwig  St^inberger,  Zum  drittenmal 
die  legende  des  hl.  Marinus  und  Annian.  Studien  u.  mitt.  z.  gesch, 
d.  Benediktinerord.  35,293—312. 

Marsilius  YOll  Padlia.  200.  Rieh.  Scholz,  Marsilius  von 
Padua  defensor  pacis.  Leipzig,  Tcubner.  VII,137  s.  =  Quellen- 
sammlug z.  deutsch,  geschichte. 

201.  Pasqu.  Villari,  Storia,  politica  e  istruzione.  saggi 
critici.  Milano,  Hoepli.  440  s.  —  darin  s.  3 — 32:  Marsilio  di 
Padova  e  il  defensor  pacis. 

202.  Leop.  Stieglitz,  Die  staatstheorie  des  Marsilius  von 
Padua.  ein  beitrag  zur  Staatslehre  im  mittelalter.  Leipzig,  Teubnei'. 
IV, 56  s.  =  Beiträge  z.  kulturgesch.  d.  mittelalters.     bd.   19. 

Mattheus  Yariscensis.  203.  Hans  Grüner,  Die  Riganus- 
schlacht  in  den  vitae  duorum  offarum  des  Matthaeus  Variscensis 
saec.  XIII.  ein  beitrag  zur  bibel-  und  legendenkunde  des  mittel- 
alters wie  zur  altenglischen  heldensage.  Einsbüttel,  reasch.  progr. 
26  s. 

Metellus  von  Tegernsee.  204.  P.  Peters,  Die  quirinalien 
des  Metell  von  Tegernsee,  mit  ausnähme  der  eklogen  auf  die 
quellen  hin  untersucht  und  herausgegeben.  Greifswald.  diss.  178  s. 
—  bespr.  C.  Weyman,  Hist.  jb.  36,450. 

Mimicius  Felix.  205.  C.  Synnerberg,  Die  neuesten  bei- 
trage zur  Minuciusliteratur.  Berlin,  Mayer  u,  Müller.  27  s.  — 
s.  a.  aus  Oefersigt  af  Pinska  vetenskaps  societ.  förhandlingar. 

206.  S.  Colombo,  Osservazioni  sulla  composizione  letteraria 
e  sulle  fonti  dell'  Octavius  di  M.  Minucio  Felice.  Didaskaleion 
3,79—122. 

207.  Blaz.  Blajer,  Dyalog  Minucyusza  Eelixa  p.  t.  Octavus. 
Przeglad  powszechny  123,174 — 212. 

Nikolaus.  208.  Ernst  Per  eis,  Die  briefe  papst  Nikolaus  I. 
NA.  39,43—152. 

Notker  Balbulus.  209.  Notker  der  stammler,  die  ge- 
schichten  von  Karl  d.  gr.     Leipzig,  Inselverlag. 

Odo  de  Castro.  210.  P.  Gratien,  Sermons  fransciscains 
du  cardinal  Eudes  de  Chateauroux  (f  1273).  Paris,  Libr.  s.  Eran- 
f;ois.  92  s.  —  ausgäbe  der  predigten  des  Odo  de  Castro  Radulpi, 
kanzlers  der  Universität  Paris. 

Paulus  Diaconus.  211.  Pauli  diaconi  historia  Romana  a 
cura  di  Amadeo  Crivelluci.  con  5  tavole.  Roma,  istituto  storico 
ital.  =  Fonti  per  la  storia  d'Italia,  nr.  51.     LI,305  s. 


XX.   A.  Mittellatein.  153 

Petrus  Dresdensis.  212.  Matth.  Uhllrz,  Petrus  von 
Dresden,  ein  beitrag  zur  geschichte  des  laienkelclis.  Zs,  f.  d. 
gesch.  Mährens  u.  Schlesiens  18,227 — 2.38.  —  Petrus  von  Dresden 
ist  eine  historische  persönlichkeit;  er  war  in  Prag  und  Dresden 
tätig  und  gehörte  zu  den  deutschen  anhängern  Wiclifs. 

Praecepta  vivendi.  213.  Adam  Streib,  Wer  ist  der  Ver- 
fasser der  praecepta  vivendi?  Münchener  museum  2,343 — 464.  — 
der  Verfasser  weist  die  schrift  Alcuin  zu. 

Preces.  214.  Wilh.  Meyer,  Die  preces  der  mosarabischen 
liturgie.  Berlin,  Weidmann.  119  s.  8  m.  =  Abhandlungen  d.  k. 
gesellschaft  der  wissensch.  Göttingen,  n.  f.  15.  philos.  hist.  klasse. 
—  bespr.  M.  M.,  Cbl.  66,175;  J.  Werner,  DLz!  86,2691—2696. 

Prudeiltius.  215.  Gr.  L.  Bisoffi,  In  contra  Symmachum 
di  Aurelio  Prudenzio  demente.  Treviso,  Zoppel.  XII, 204  s.  4  1. 
das  werk,  ende  402  oder  anfang  403  entstanden,  fällt  in  die  zeit 
seines  römischen  aufenthaltes.  —  bespr.  C.  Weyman,  Hist.  jb. 
36,171—172. 

216.  Pilippo  E  r  m  i  n  i ,  Peristephanon,  studi  Prudenziani.  Roma, 
Loescher.     262  s. 

Pseudocyprian.  217.  R.  Reitzenstein,  Ein  donatistisches 
corpus  Cj'prianischer  Schriften.    Gg.  nachrichten,  philos.  kl.  85 — 92. 

218.  R.  Reitzenstein,  Eine  frühchristliche  schrift  von  den 
dreierlei  fruchten  des  christlichen  lebens.  Zs.  f.  neutestamentliche 
Wissenschaft  15,60 — 90.  —  bespr.  M.  Heer,  LitRundschau  40, 
261—263. 

219.  Michael  Heer,  Pseudocyprian  vom  lohn  der  frommen 
und  das  evangelium  Justins.     Rom.  quartalschrift  28,97  — 186. 

220.  G.  Wohlenberg,  Eine  pseudocyprianische  schrift  über 
dreifach  verschiedenen  lohn.  Theol.  litbl.  35,169 — 175,  193 — 198, 
217—219. 

221.  E.  Seeberg,  Eine  neugefundene  lateinische  predigt  aus 
dem  3.  Jahrhundert,  bemerkungen  zu  der  von  R.  Reitzenstein 
edierten  frühchristlichen  schrift  'von  den  dreierlei  fruchten  des 
christlichen  lebens.'     Neue  kirchl.  zs.  25,472 — 544. 

222.  M.  Heer,  Cyprian  und  der  primat.  LitRundschau  40, 
357—362,  409—414. 

Pseudofredegar.  223.  F.  Lot,  Encore  la  chronique  du 
Pseudo-Fredegaire.  Revue  hist.  115,305 — 337.  vgl.  dazu  B.  Kr. 
in  NA.  39,548—549. 

Radbert  von  Corbie.  224.  M.  Jaquin,  Le  'de  corpore  et 
sanguine  domini'  de  Pascase  Radbert.  Revue  d.  sciences  phil.  et 
theol.  8,81—103. 


154  XX.    Latein. 

S.  Radegund.  225.  G.  Kurth,  Sainte  Radegonde  et  Samuel. 
Revue  d'hist.  eccl^s.  15,246 — 250.  —  der  hier  auftretende  kleriker 
Samuel  ist  der  prophet  Samuel. 

Raimund  Frousiacus.  226.  L.  Öliger,  De  novo  codice 
collectionis  actuum  fr.  Raymundi  Fronsiaci,  ordinis  procuratoris. 
Arch.  Francisc.  hist.  7,159—160. 

Raimuudus  LulluS.  227.  J.  H.  Probst,  La  mystique  de 
Ramou  Lull  et  l'art  de  contemplacio.  etude  philosopliique  suivie 
de  la  publication  du  texte  Catalan  retabli  d'apres  le  ms.  nr.  67 
de  la  königliche  hof-  und  Staatsbibliothek  in  München.  Münster, 
Aschendorf  f.  YIII,126  s.  =  Beiträge  z.  gesch.  d.  philosophie  des 
mittelalters  13.  bd.,  2.  u.  3.  heft. 

228.  Neue  literatur  zu  Ramon  Lull,  Franziskan.  Studien 
1,506—512. 

Raiimindus  Parthenopaeiis.  229.  Alex.  Gal,  Die  Staats- 
lehre des  Ra}Tnundus  Parthenopeus.  Österr.  zs.  f.  öffentl.  recht 
1,66—83. 

Rhythmus.  229a.  Jak.  Werner,  Ein  satyrischer  rhythmus 
des  13.  Jahrhunderts,     festgabe  für  Hugo  Blümner.     Zürich  1914, 

Robert  von  Melun.  230.  Die  handschriften  der  summa 
trinitatis  des  Robert  von  Melun.  Der  katholik  94,267 — 270.  — 
die  hs.  der  Brügger  stadtbibl.  191  ist  älter  als  die  beiden  hss.  der 
Pariser  nat.-bibl.  14885  und  14522;  letztere  sind  ein  wahrschein- 
lich von  Robert  selbst  herrührender  auszug  aus  dem  längeren 
Brügger  urtypus. 

RufiiS.  231.  A.  Wilmart,  Le  commentaire  sur  les  psaumes 
imprimes  sous  le  nom  de  Rufus.     Rev.  Benedict.  31,258 — 276. 

Salomon  und  Marcolfus.  232.  Salomon  und  Marcolfus. 
kritischer  text  und  einleitung,  anmerkungen,  übersieht  über  die 
Sprüche,  namen  und  Wörterverzeichnis,  hrsg.  von  Walter  Benary. 
Heidelberg,  Winter,  XL,56  s.  =^  Sammlung  mittellateinischer  texte, 
heft  8. 

Sigihert.  233.  P.  Kath,  Sigiberti  continuatio  Aquicinctina. 
eine  quellenkritische  Untersuchung.  Bulletin  de  la  commiss.  royale 
d'hist.     BruxeUes  83,1—122. 

Speculum  laicorum.  234.  J.  Th.  Welt  er,  Le  -Speculum 
laicorum':  edition  d'une  collection  d'exempla,  composee  en  Angle- 
terre  ä  la  fin  du  13.  siecle.  Paris,  Picard.  XLIV,170  s.  —  bespr, 
A,  M.,  Giorn.  stör,  letteratura  ital.  65,129 — 131. 

Sprichwörter.  235.  Fr.  Seiler,  Deutsche  Sprichwörter  in 
mittelalterlicher  lateinischer  fassung.     ZfdPh.  45.236 — 291. 

Statins.  236.  Carlo  Landi,  D'un  commento  medievale  ine- 
dito  delle  'Tebaide'  di  Stazio,  —  Atti  e  memorie  d.  accademia 
Padova,  n,  s.  30,315—344. 


XX.   A.  Mittellatein.  I55 

Tertullian.  237.  C.  Callemaert,  La  valeur  du  codex 
Fuldensis  pour  le  retablissement  du  texte  de  l'apologeticum  de 
Tertullien.  extrait  des  melanges  Ch.  Moeller.  Universite  catliol. 
de  Louvain.  recueil  de  travaux,  fasc.  40 — 41.  14  s.  —  Der 
Fuldensis,  der  nicht  überarbeitet  wurde,  muß  jeder  textausgabe 
zugrunde  gelegt  werden, 

238.  F.  di  Capua,  Osservazioni  criticlie  sul  testo  dell' 
apologetico    di   Tertulliano.     Bollettino  di  filol.  class.  20,161 — 192. 

239.  H.  Schrörs,  Zur  textgeschichte  und  erklärung  von 
Tertullians  apologeticum.  Leipzig,  Hinrichs.  III,  VI,125  s.  4,50  m. 
=r  Texte  u.  Untersuchungen  z.  gesch.  d.  altchristl.  literatur.  10.  bd., 
4.  heft.  —  bespr.  C.  Weyman,  Hist.  jb.  35,912—913;  G.  Kr., 
Cbl.  66,89—91;  H.  Jordan,  Theol.  litbl.  35,612—613. 

240.  Gerh.  Rauschen,  Prof.  Heinr.  Schrörs  und  meine  aus- 
gäbe von  Tertullians  apologeticum.  Bonn,  Hanstein.  VII,  136  s. 
—  bespr.  G.  Kr.,  Cbl.  66,89—91. 

241.  P.  de  Labriole,  Tertullien  a-t-il  connu  une  version 
latine  de  la  bible?  Bulletin  d'ancienne  literat.  4,210 — 213. 

242.  Adolf  H  a  r  n  a  c  k,  Tertullians  bibliothek  christlicher  Schriften. 
SB.  preuß.  akad.  303—334. 

243.  Hugo  Koch,  Tertullians  laienstand.  Zs,  f.  kirchengesch. 
35,1—8. 

244.  Gerh.  Esser,  Der  adressat  der  schrift  Tertullians  'De 
pudicitia'  und  der  Verfasser  des  römischen  bußediktes.  Bonn,  Han- 
stein. 46  s.  —  der  adressat  ist  der  bischof  von  Karthago,  der 
Verfasser  papst  Zephirinus.  —  bespr.  E.  Preusch,  DLz.  36, 
1340—1341. 

245.  Nikol.  Geiselhart,  Beiträge  zur  politischen  und  kultur- 
geschichte  aus  Tertullian  mit  einer  einleitung  über  Tertullian. 
progr.     Ravensburg,  gymn.     34  s. 

Thomas  von  Aquiuo.  246.  Summa  theologica  of  s.  Thomas 
Aquinas.  the  part  3.  Literally  translated  by  fathers  of  the  Eng- 
lish  Dominican  province.     Lund,  Washourne. 

247.  Emile  Brunetau,  De  ente  et  essen tia  divi  Thomae. 
texte  latin  precede  d'une  introduction  accompagne  d'une  traduction 
et  d'un  double  commentaire  historique  et  philosophique.  Paris, 
Bloud  &  Gay.     160  s. 

248.  J.  H.  E.  J.  Hoogveld,  Thomas  van  Aqmno.  inleiding 
tot  leven  en  leer,  naar  M.  Grabmann  bewerkt.  Utrecht,  Rossum. 
XII,250  s. 

249.  M.  Chassat,  Saint  Thomas  d'Aquine  et  Siger  de  Brabant. 
Revue  de  philosoph. 


156  ^^-   Latein. 

250.  Die  wichtigsten  leitsätze  der  philosopie  des  hl.  Thomas 
von  Thomas.     Der  katholik,  4.  folge   13. 

251.  Chr.  Pesch,  Die  summa  theologica  des  hl.  Thomas  von 
Aquin  als  schulbuch.     Stimmen  der  zeit  88. 

252.  Domen.  Facchini.  L'eucaristia  nelle  opere  di  s.  Tom- 
maso  d'Aquino.     Bessarione  30,42—54;  202—212;  384—395. 

253.  Joh.  Chr.  Gspann,  Des  hl.  Thomas  'Summa  contra 
gentiles'  als  predigtquelle.  Der  katholik,  4.  folge  13,64 — 69; 
281—286. 

254.  P.  A.  M.  Orlich,  L'uso  dei  beni  nella  morale  di  san 
Tommaso.     Monza,  Artigianelli. 

255.  Louis  Richard,  D'un  desaccord  entre  s.  Thomas  poete 
et  s.  Thomas  theologien.      Recherches  de  science  religieuse   5,162. 

256.  R.  Welschen,  Le  concept  de  personne  selon  s.  Thomas. 
Revue  Thomiste  22,129—140. 

257.  Chr.  Schreiber,  Die  erkenntnislehre  des  hl.  Thomas 
und  die  moderne  erkenntniskritik.     Philos.  jb.  27,482 — 520. 

258.  J.  Bittremieux,  Die  lehre  des  hl.  Thomas  über  das 
heil  der  ungläubigen.     Theologie  und  glaube  6,375 — 387. 

259.  Winkler,  Die  tugendlehre  des  hl.  Thomas  von  Aquin 
nach  ihren  aristotelischen,  plotinischen  und  christlichen  bestand- 
t eilen.     Erlangen,     diss.     178  s. 

260.  F.  Beemelmans,  Zeit  und  ewigkeit  nach  Thomas  von 
Aquino.  Münster,  Aschendorff.  64  s.  =  Beiträge  z.  gesch.  d. 
Philosophie  d.  mittelalters.  XVII.  bd.,  1.  heft.  —  bespr.  Math. 
Meier,  Philos.  jb.  27,530 — 532:  reiches  wissen  und  selbständiges 
urteil. 

261.  D.  Roland  Gosselin,  Ce  que  s.  Thomas  pense  de  la 
Sensation  immediate  et  de  son  Organe.  Revue  d.  sciences  philos.  et 
theol.  8,104—105. 

262.  S.  Tommaso  maestro  nelle  scuole  teologiche.  Civiltä 
cattolica  1914,  vol.  4,16—32. 

Thomas  TOn  Kempen.  263.  Thomas  von  Kempen,  die  nach- 
folge Christi,  hrsg.  von  Franz  Blei.     München,  Müller. 

ljl)ertinilS  TOn  Casale.  264.  Amicetus  Chiappini,  Commu- 
nitatis  responsio  'religiosi  viri'  ad  rotulum  fratris  Ubertini  de  Casali. 
Arch.  Franc,  hist.  7,654 — 675. 

Tiiicenz  von  Beaiivais.  265.  Parthenius  Minges,  Excerpte 
aus  Alexander  von  Haies  bei  Vincenz  von  Beauvais.  Franziskan. 
Studien  1,52 — 64.  der  hauptteil  der  kapitel  12—51  seines  speculum 
naturale  ist  Alexander  von  Haies  entnommen. 

Tirgil  von  Salzburg.  266.  H.  van  der  Linden,  Virgile 
de  Salzbourg  et  les  theories  cosmographiques  au  8.  siecle.    Bulletin 


XX.   B.  Humanismus.  157 

de  l'acad.  de  Belgique,  classe  des  beaux  arts  163 — 487.  —  die 
theorie  Virgils  bezeiclinet  nicht  eine  aera  des  fortschritts  in  den 
kosmograpliischen  Studien,  sondern  ist  einer  der  letzten  refiexe  der 
klassischen  kultur  vor  der  nacht  des   10.  jahrhs. 

Wilhelm  von  Paris.  267.  Jos,  de  C-fuibert,  Le  texte  de 
Guillaume  de  Paris  sur  l'essence  au  sacrament  de  mariage.  Kecherches 
d.  Sciences  relig.  5,422 — 427. 

B.   Humanismus. 

1.    Allgemeines. 

268.  Beiträge  zur  österreichischen  erziehungs-  und  schul- 
geschichte.  Wien,  Fromme.  14.  heft.  darin:  Ludw.  Koller, 
Deutsch-österreichisches  Schulwesen  vor  der  reformation. 

269.  Max  Herrmann,  Forschungen  zur  deutschen  theater- 
geschichte  des  mittelalters  und  der  renaissance.  Berlin,  Weidmann. 
XV,541   s. 

270.  Konrad  Burdach,  Über  den  Ursprung  des  humanismus. 
Deutsche  rundschau  158,161—190;  159,66—83.  —  stimmt  Thode 
in  der  auffassung  bei,  daß  Franz  von  Assisi  eine  der  hauptqaellen 
des  humanismus  gewesen  sei.  'die  Stimmung  der  renaissance,  die 
grenzenlose  Sehnsucht  nach  neuem  leben,  nach  Vereinfachung,  er- 
warmung  und  reinigung  der  in  künstlichkeit  und  formelkram  er- 
starrenden kultur  ist  durch  die  aufwühlende,  die  ganze  nation  er- 
fassende franziskanische  Strömung  und  gerade  auch  durch  die  zelan- 
tische  der  auf  Joachim  von  Fiore  sich  berufenden  spiritualen  zwar 
nicht  hervorgebracht,  aber  mächtig  gefördert  worden.'  wichtige 
aufschlüsse  über  die  anfange  des  humanismus,  namentlich  in  Böhmen: 
Ackermann  aus  Böhmen. 

271.  R.  F.  Arnold,  Die  kultur  der  renaissance.  gesittung, 
forschung,  dichtung.  2.  neu  bearbeitete  und  vermehrte  aufläge. 
Berlin,  Göschen.     136  s.  =  Sammlung  Göschen  nr.  189. 

272.  Walter  Goetz,  Renaissance  und  antike.  Hist.  zs.  113, 
237 — 259.  —  'die  Verehrung  für  die  antike  war  der  feste  rückhalt 
für  eine  summe  von  neuen  gedanken,  die  der  mittelalterlichen  weit 
kaum  erträglich  gewesen  wären.' 

273.  J.  Schairer,  Das  religiöse  Volksleben  am  ausgange  des 
mittelalters.  nach  Augsburger  quellen.  —  Leipzig,  Teubner.  VII, 
136  s.  =  Beiträge  z.  kulturgesch.  des  mittelalters  heft  13. 

274.  Wilhelm  Germ  an,  Der  buchhändler  Johannes  Rynmann 
von  Ohringen  1160 — 1522.  Württemberg,  vierteljahrshefte  n.  f. 
23,155 — 194.  —  druckte  bis  1501  nur  lateinische  werke.  Geltes 
widmet  ihm  ein  epigramm  am  schloß  eines  verlagsverzeichnisses 
seiner  werke. 


158  ^2i..    Latein. 

275.  Hehle,  Zwei  bibliothekstiftungen  in  Ehingen  a.  D.  von 
1475  und  1508  sowie  die  späteren  Schicksale  und  die  noch  er- 
haltenen Überreste  der  beiden  aus  Inkunabeln,  teilweise  auch  aus 
handschriften  bestehenden  bibliotheken.  Württemberg,  vierteljahrs- 
hefte  n.  f.   23,279—287. 

276.  W.  Dilthej^s  Schriften.  Leipzig,  Teubner.  2.  bd. 
Weltanschauung  und  analyse  des  menschen  seit  renaissance  und  re- 
formation.     XI, 528  s. 

277.  Baccio  Ziliotti,  La  cultura  letteraria  di  Trieste  e 
deir  Istria.  parte  I.  Dali'  antichitä  all'  umanesimo.  Trieste, 
Uram.  1913.  196  s.  —  bespr.  R.  Sabbadini,  Giornale  stör, 
della  letteratura  ital.  64,405 — 407. 

2.    Einzelne  autoren. 

Beatus  Rhenanus.  278.  K.  Stenzel,  Beatus  Ehenanus 
und  Johann  von  Botzheim.  Zs.  f.  gesch.  d,  Oberrheins  29,120 — 129. 
—   mit  2  briefen  der  beiden  männer  aneinander. 

Cusa.  279.  Della  dotta  ignoranza  di  Niccolö  Cusano.  testo 
latino  con  uote  di  Paolo  Rotta.     Bari,  Laterza.    1913. 

280.  J.  Zibermayr,  Die  legation  des  kardinals  Nicolaus 
Cusanus  und  die  ordensreform  in  der  kirchenprovinz  Salzburg. 
Münster,  Aschendorff.  XX,  128  s.  =  Reformationsgeschichtliche 
Studien  u.  texte.  29.  heft.  —  bespr.  F.  X.  Seppelt,  Hist.  jb. 
36,175—176. 

Johann  Eck.  281.  Joseph  Schlecht,  Johann  Ecks  an- 
fange.    Hist.  jb.  36,1—36. 

Erasnms.  282.  P.  C.  Allen,  The  age  of  Erasmus.  lectures 
delivered  in  the  universities  of  Oxford  and  London.  Oxford, 
Clarendon  press.     303  s. 

Felix  Fabri.  283.  Max  Häußler,  Felix  Fabri  aus  Ulm 
und  seine  Stellung  zum  geistigen  leben  seiner  zeit.  Leipzig,  Teubner. 
VII,119  s.  =  Beiträge  z.  kulturgesch.  des  mittelalters  15.  bd. 

Ulrich  von  Hütten.  284.  D.  F.  Strauß,  Ulrich  von 
Hütten,  neu  hrsg.  von  Otto  Giemen.  Leipzig,  Inselverlag.  327  s. 
35  taf. 

285.  G.  Eskuche,  Rachelieder  Ulrichs  von  Hütten  gegen 
den  Greif swalder  bürgermeister  Lotze  und  dessen  söhn.  Hessen- 
land 28. 

286.  Laurent  Tailhade,  Ulrich  von  Hütten,  chevalier  de 
Franconie  et  precurseur  de  la  reforme.  Mercure  de  France  108, 
689—716. 

Simon  Lemnius.  287.  Janett  Michel,  Die  quellen  zur 
Raeteis  des  Simon  Lemnius.    diss.  =  Jsb.  d.  hist,  antiquar.  gesellsch. 


XX.    B.  Humanismus.  159 

Graubünden  1912  und  1913.  Chur,  VIII,233  s.  —  bespr.  Herm. 
Michel,  DLz.  35,2502—2504. 

Johann  May.  288.  G.  Mehring,  Die  schrift  des  Johann 
May  übei'  eine  lauwarme  quelle  in  Calw  von  ca.  1470.  Württem- 
bergischen vierteljahrshefte  n.  f.  23,394 — 404.  —  Aus  clm.  339; 
der  vf.  war  leibarzt  Ulrichs  des  vielgeliebten;  1477  wurde  er  von 
Eberhard  im  bart  zum  1.  Ordinarius  der  medizin  an  der  Universität 
Tübingen  ernannt. 

Konrad  Peutinger.  289.  E.  König,  Peutingerstudien.  Erei- 
burg,  Herder.  177  s.  =  Studien  und  darstellungen  a.  d.  gebiete 
der  geschichte  9.  bd.,  heft  1  und  2.  —  anerkennend  bespr.  von 
Steinlein,  Theol.  litbl.  35,23. 

Piccolomini.  290.  Aeneas  öylvius:  Eurialus  und  Lukretia. 
übersetzt  von  Octavien  de  Saint-Gelais.  nebst  bruchstücken  der 
Anthitus-übersetzung.  mit  einleitung,  anmerkungen  und  glossar 
von  Elise  Richter.     Halle  a.  S,,  Niemeyer.     LXIII,189  s. 

291.  W.  Schürmeyer,  Das  kardinalkollegium  unter  Pius  IL 
Berlin,    Ebering.     VIII,139  s.     4  m.  =  Histor.  Studien  122.  heft. 

292.  G.  B.  Picotti,  La  pubblicazione  e  i  primi  effetti  della 
'Execrabilis'  di  Pio  IL  Archivio  d.  societä  Romana  di  storia  patria 
37,5—56. 

Protasius  Yon  Czernahora.  293.  Ant.  Prochaska,  Prota- 
zego  biskupa  poselstwo  do  Polski  r.  1471.  Rozprawy  akad. 
umijgtnosci  wydz.  historiczno-filozof.  ser.  2,  tom.  31,1 — 14. 

SteinhöweL  294.  Walter  Borvitz,  Übersetzungstechnik 
Heinrich  Steinhöwels,  dargestellt  auf  grund  seiner  Verdeutschung 
des  speculum  vitae  humanae  von  Rodericus  Zamorensis.  Halle,  Nie- 
meyer.     XI, 159  s.  =  Hermaea  13.  bd. 

Wimpheling.  295.  Er.  Pfaff,  Hans  Michel  Moscherosch's 
vorrede  zu  Jakob  Wimpheling  Germania.     Alemannia  42. 

Niklas  von  Wyle.  296.  Rud.  Wolkan,  Neue  briefe  von 
und  an  Niklas  von  Wyle.  Beitr.  39,524 — 538.  —  briefe  an 
Fei.  Hemmerlin,  Erh.  Sachs,  Joh.  Kerer,  Eneas  Silvius,  Ulrich 
Weltzli,  Joh.  Oehem,  Joh.  Zeller,  Konr.  Schatz,  Ludw.  Rad,  Kil. 
Wolff,  Joh.  Harscher,  Mich.  Cristan,  Mart.  Mair,  Bernh.  Schöfferlin, 
Barthol.  Leplin,  Joh.  Krumwiser  und  Jak.  Warrenburg. 

297.  Besprechungen  von  in  früheren  Jahrgängen  verzeichneten 
werken:  1.  Ch.  H.  Beeson,  Isidorstudien  1913,20,284;  P.  de  L., 
Rev.  crit.  77,311;  A.  Hofmeister,  Cbl.  65,984—985;  C.  Wey- 
man,  Hist.  jb.  35,247;  Jan  van  Wageningen,  Museum  22,74; 
K.  Reinwald,  BfGw.  50,460.  —  2.  A.  Bockhoff  u.  S.  Singer, 
Heinrichs  von  Neustadt  Apollonius  von  Tyrland  1911,7,56;  A.  L. 
Stiefel,  ZfromPh.  37,381-383.-3.  Brock,  Hygins  fabeln  1913, 
5,76;    A.  Hausrath,    Berl.  ph. wschr.  34,1394—1396.    —    4.   Jos. 


160  ^^-    Latein. 

Bruch,  Der  einfluß  der  germanischen  sprachen  auf  das  Yulgär- 
hitein  1913,20,58;  K.  v.  Ettmayer,  Idg.  anz.  33,59—62.  —  Cbl. 
G5,760 — 7G1.  —  5.  K.  Burdach,  Der  briefwechsel  des  Cola 
Rienzi  1913,20,393;  Pietro  Fedeli,  Giorn.  stör,  letterat.  ital.  64, 
386—405;  G.  Moyen  äge  18,163—165;  R.  S.,  NA.  38,387—389. 

—  6.  A.  Dürrwächter,  Jakob  Gretser  1912;  W.  Stammler, 
ZfdU.  28,131—132;  E.  L.  Stahl,  Cbl.  65,1120—1121;  A.  Wei- 
len, DLz.  35,610—611;  Gg.  Lurz,  BfGw.  50,61;  K.  Schotten- 
loher,  LitRundschau  40,338 — 339.  —  7.  E.  Faral,  Recherches 
sur  les  sources  latines  1913,20,95;  J.  J.  Salverda  de  Grave, 
Museum  22,422 — 423;  A.  Guesson,  Moyen  äge  26,423 — 426; 
F.  M.  Warren,  MLN.  29,168—173;  E.  Piquet,  Rev.  germ.  10, 
251—253.  —  8.  M.  Geiger,  Die  visio  Philiberti  1912,20,160; 
K.  Helm,  Litbl.  34,362—364.  —  9.  M.  Grabmann,  Thomas  von 
Aquino   1912,20,241;    J.  A.  Endres,  LitRundschau  40,172—173. 

—  10.  Hefele,  ßernardino  von  Siena  1912,20,96;  E.  Do  eile, 
Eranziskan.  Studien  1,106 — 108. —  11.  A.Hilkau.  W.  Söderhjelm, 
Disciplina  clericalis  1913,20,436;  E.  Hoepffner,  ZfromPhii.  38, 
233 — 239.  —  12.  A.  Hilka,  Neue  beitrage  zur  erzählung  der 
literatur  des  mittelalters  1913,20,90;  R.  Bitschofsky,  Berl.  ph. 
wschr.  54,680 — 681.  —  13.  A.  Hilka,  Historia  Septem  sapien- 
tum  1912,20,169;  J.  Bolte,  ZfVk.  24,101;  H.  W.  Rev.  crit.  76, 
489—490;  Fr.  Pfister,  ZffrzSpr.  41,171—172;  R.  Bitschofsky, 
Berl. ph. wschr.  31,574 — 577.  —  14.  Höpfl,  Beiträge  zur  vulgata 
1913,20,38;  F.  Aman,  LitRundschau  40,169 — 171.  —  15.  Mich. 
Huber,  Johannes  monachus  liber  de  miraculis  1913,20,276;  Fr, 
Pfister,  ZffrzSpr.  42,9—12;  H.  Vanman,  DLz.  35,1308—1309; 
C.  Weyman,  Wschr.  31,578—579;  C.  Weyman,  Hist.  jb.  35,196. 

—  16.  Imelmann,  Johannes  Bramis  historia  regis  Waldei  1912, 
20,102;  J.  Delcourt,  Rev.  germ.  10,507 — 508.  —  17.  Paul  Leh- 
mann, Johannes  Sichardus  1912,20,309;  A,  Hofmeister,  Cbl. 
65^69 — 70.  —  18.  Loe,  Alberti  M.  commentarii  in  librum  Boethii 
1913,20,110;  Leop.  Gaul,  Phil.  jb.  27,222—223.  —  19.  E.  Löf- 
stedt,  Philol.  kommentar  zur  peregrinatio  Aetheriae  1911,20,112; 
W.  Kroll,  Glotta  5,360—362.  —  20.  M.  Manitius,  Die  ge- 
dichte  des  archipoeta  1913,20,136;  Fr.  Pfister,  ZffrzSpr.  41, 
169—170;  H.  W.,  Rev.  crit.  66,489—490;  Er.  Heußner,  Sokrates 
2,298—299.  —  21.  Lucius,  Pius  IL  und  Ludwig  XL  1913,20,430; 
F. X.  Seppelt,  Hist.  jb.  36,176— 177.  —  22.  J.Medert,  Quaestiones 
criticae  ad  gynaecia  Mustionis  1911,20,106;  W.  Kroll,  Glotta  5, 
363^  —  23.  E.  Müller-Marquardt,  Die  spräche  der  alten  vita 
Wandregiseli  1912,20,260;  W.  Meyer-Lübke,  ZffrzSpr.  42, 
125 — 131.  —  24.  Niessen,  Mariologie  des  h.  Hieronymus  1913, 
20,262;B.  Bartmann,  LitRundschau  40,229— 230.  — 25.  H.  Peter, 


XX.   B.  Humanismus.  161 

Die  Schrift  origo  gentis  Romanae  1912,20,208;  K.  Hönn,  Cbl.  65, 
793 — 794.  _  26.  M.  Petschenig,  Ambrosii  opera  1913,20,125; 
G.  Landgraf,  Cbl.  65,1301.  —  27.  Fr.  Pfister,  Der  Alexander- 
roman des  arcliipresbyter  Leo  1913,20,298;  R.  Bitschofsky,  Berl. 
ph.  wschr.  34,952—654;  C.  Weyman,  Wschr.  31,574—578.  — 
28.  J.  Pirson,  Merowingische  und  karolingische  formulare  1913; 
P.  Grillet,  Rev.  crit.  77,233—234;  E.  Slijper,  Museum  21, 
411—412;  C.  Weyman,  Wscbr.  31,1574;  C.  Weyman,  Hist.  jb. 
35,481;  Fr.  Pfister,  ZffrzSpr.  43,1—3.  —  29.  0.  Riedner,  Der 
geschichtliche  wert  der  Afralegende  1913,20,107;  Andr.  Bigel- 
mair,  DLz.  35,2110—2112.  —  30.  J.  A.  Rüegg,  Heinr.  Gundel- 
fingen  1910,29,65;  P.  Joachimsen,  Hist.  Viertjs.  16,449.  — 
31.  Schottenloher,  Jakob  Ziegler  1910,20,81;  A.  Bigelmair, 
Hist.  jb.  35,238—240.  —  32.  Th.  Steinbuchel,  Zweckgedanke 
bei  Thomas  von  Aquino  1912,20,243;  A.  Humbert,  Moyen  äge 
18,153—157.  —  33.  Jos.  Sturm,  Der  Ligurinus  1911,20,104; 
B.  Schmeidler,  Hist.  Viertjs.  26,105—106;  B.  Lundius,  ZfdPh. 
46,101 — 109.  —  34.  Vollert,  Lateinische  facetiensammlungen 
1912,20,280;  A.  L.  Stiefel,  ZfdPh.  45,504-508.  —  35.  J.  Wer- 
ner, Sprichwörter  und  Sinnsprüche  des  mittelalters  1912,20,229; 
Pr.  Pfister,  ZffrzSpr.  41,170— 171 ;  H.  W.,  Rev.  crit.  76,489—490. 
—  36.  P.  V.  Winterfeld,  Deutsche  dichter  des  lateinischen  mittel- 
alters 1913,20,51;  E.  Ebner,  BZfRw.  1914,84;  A.  Patin,  BfGw. 
50,461—462;  F.  Piquet,  Rev.  germ.  10.251;  J.  Stach,  ZfBücherfr. 
n.  f.  6,11,375—376. 

Rudolf  Wolkan. 


Jahresbericht  für  germanische  Philologie.   XXXVI.   (1914.)   II.  Teil.       H 


Autorenregister 


A.all,  A.  Eventyr  og 
drem  18,  \53. 

Aarne,  A.  Märclienfor- 
schung  18,  ^20.  Mär- 
chenliteratur 18,  \2\. 
Tiersprachiger     mann 

18,  ^22. 

Abel,  O.  Kosenamen  8, 
<k9'    10,  29. 

Aber,  A.  Musikwiss. 
vortrage  5B,28. 

Aberg,  N.  Kalmar  läns 
stenälder  14,  289. 

Abt,  A.  Volksdichtung 
17,  \.    rec.  17,  62.  2\6. 

Ach  er,  J.     anz.  3,  28. 

Ackermann,  A.  Seelen- 
glaube 18,  \7.  rec.  16, 
72,^.  25^,2.  258.  26'\. 
283,3.   290. 

Adams,  J.  Qu.  jr.  'A 
warning  for  fair  wo- 
men'  16,  229.  Henry 
Glapthorne  16,  23". 
John  Mason's  Türke. 
16,259.  rec.16,54^.  25^,^. 

Adrian.  Nibelungen- 
lied 7,  76. 

Ahner t,  K.  Heerfahrt 
17,  2^9. 

Almquist,  Joh.  A. 
Gustaf  I.  registratur 
14,  223. 

Almstedt,H.  rec.l4,^9'^. 

Ahrendts,  fr.  Siede- 
lungen der  Vorzeit  2,  6. 

Akerblom,  A.  Ordet 
bonet  14,  83. 


Akerlund,  A.  Passive 
definite  tenses  15,  98. 

Ä.lbrecht,  O.  Luthers 
werke  9,  7^.  Luthers 
handexemplar  des  N.  T. 
9,  95.  rec.  9,  7^  76.  87. 
89.  90. 

Alden,  ß,  M.  Comic 
material  in  the  tragedy 
16,  7\. 

Alen9on,  U.  d'.  Sacrum 
commercium  2o,  ^'^o. 

Ales,  A.  d'.  L'edit  de 
Calliste  20,  5^. 

Alexander,  H.  Place 
of  Oxfordshire  15,  35. 
anz.  3,  22. 

Allen,  P.  C.  The  age 
of  Erasmus  20,  282. 

Allot,  Eob.  England's 
Parnassus  16,  \9^. 

Almgren,  O.  Eisenzeit 
Gotlands  2,  7^^.  Under- 
sökningarna  2,  ^2. 
Runristade  guldhor- 
nets  datering  14,  95. 
19A,i.  Svensk-finska 
stenäldersproblem  14, 
275.  Ältere  eisenzeit 
Gotlands  14,  276.  Sve- 
riges  älsta  bebyggelse 
14,  277. 

Alpers.  Student  17,  ^03. 

Alphen,  J.  van.  Yraag- 
zin  12,  ^2. 

Althaus,  A.  Redens- 
arten 17,  ^93. 

Altrichter,  A.  Dorf- 
namen 8, 79,5.  Schnada- 
hüpfeln 10,  8^. 


Alvin,  E.  Abraham 
Sahlstedt  14,  2\7. 

Aman,  F.  rec. 20, 298, \^. 

Ammann,  H.  Sprach- 
verhältnisse des  Bern  er 
Jura  10,  \o. 

Ammon,  G.     rec.  8,  3. 

Amsdorff,J.  rec.  14,238. 

Andersen,  E.E.  Nomi- 
nativ und  akkusativ 
3,  50. 

Andersen,  V.  Kritik 
14,  5^;^. 

Andersson.J.  Kontra- 
dauser  14,  250.  17,  ^5^. 

Andersson,  S.  Maj- 
tirandetl7,  ^56.  'Dyng- 
dausen'  14,  257. 

Andrae,  A.  Hausin- 
schriften 17,  ^70 

Andrews,  Cl.E.  Richard 
Brome  16,  203. 

Andrews,  Le  Roy.  A. 
Old  norse  notes  14,  7^. 
^95.  FornaWars.  Nodr- 
landa  14, 2  ^0.  Halfssaga 
14,  238. 

Angus,  J.  S.  Shetland 
dialect  15,  5\. 

Ankenbrand,  S.  Gärt- 
nersfrau 17,  ^3.  Bericht 
17,  \5. 

Anrieh,  G.  Bucer  9,  ^3. 

Ansorge,  A.  De  Ara- 
tore  20,  79. 

Anscombe,A.  Widsith 
16,  ^26.  (27. 

Anthes.  Sigillata  2, 156. 
Römischer   glasbecher 

2,   (57. 


Anz,H.rec.7,33,^  U6,5.6. 

Appia.  Nationalhymne 
17,  \28. 

Arens,  E.  Kinderspiel 
17,  76. 

Arentz,  F.  PalieolitMc 
chronology  2, 2  ^.  Anti- 
diluvian  man  2, 22.  Pa- 
leolithic  period  ofScan- 
dinavia  2,  i\i{. 

Armitage,  L.  Ahd. 
gramm.  6,  \5,[. 

Arne,  T.  J.  La  Suede  et 
rOrient  2,  \\5.  14,278. 
Archäol.  beitrag  19A,2. 
Arkeol.  bidrag  19A,3. 
Gewichtsdose  von  Sig- 
tuna  19A,^.  Viktdosan 
frän  Sigtuna  19A,5. 

Arnold,  E.  V.  On  Syn- 
tax 3,  58. 

Arnold,   F.     Volkslied 

17,  129- 

Arnold,  Eobert  F.  Mi- 
nor 1,  60.  Kultur  der 
renaissance  20,  27 ^. 

Aronstein,Th.  rec.l6,^ 
^9^^;.  202.  203.  2'^2.  25^,^. 

Arras.P.  Soldatenhumor 

17,218. 

Aron,A.  W.  Progressive 

formen  im  MM.   5,  5. 

7,^. 
Asbjernsen.       Norske 

teventyr  18,  \32. 
Aschauer,    E.      Engl.- 

franz.lautstudien  15,62. 
Aspelin,  J.  B,.   rec.  14, 

302. 
Avebury,    Lord.     Pre- 
historic  times  2,  n^. 

Baader,  Tli.  Sprich- 
wörter 17,  195. 

B  ab  in  g  er,  J.Faust  9,22. 

Bachmann,  A.  Schwei- 
zerisches Idiotikon  (13) 
10,  7.  \2.  Schweizer- 
deutsche grammatik 
10,  \5.   \6. 

Bächtold,  H.  Schwei- 
zer hochzeiten  9,  4:1. 
Schweizerische  volks- 
kundeliteratur       1913 


Aall— Baur. 

10,  6.      Ußtig    17,  90. 

rec.  18,  58,5. 
Bacon,R.  Essaysl6, 195. 
Bacon,S.  A.   Source  of 

Willehalm  7,  102,2. 
Baddeley,  W.  St.  Clair. 

Place-names   of   Glou- 

cestershire  15,  50. 
Baesecke,  Georg,    rec. 

7,  10'^,22.   26. 

Bagge,  Lilian  Mary, 
anz.  3,  {0^. 

Bahder,  K.  von.  Deut- 
scheswörterbuch 1,103. 
Laiebuch  9,56.  rec.  8,6. 

Bähnisch,A.  Deutsche 
Personennamen  8,  ^7. 

Bake,  C.  Ndl.  Wortfor- 
schung 12,  35. 

B  a  k  e  r ,  E .  A.  Historical 
fiction  16,  37. 

Baker,  G.  H.  Dramatic 
technique  in  Marlow 
16,  251. 

Babcock,  C.  F.  The 
inflectional  e  InMiddle- 
English  15,  121. 

Baldensperger,  F.  La 
litterature  3,  172. 

Baldes,  H.  Birkenfeld 
2,97.  Eingfeldaufdem 
Elsenfels 2, 98.  Gladius 
und  Henkelkrug  2, 120. 

Baldwin,  Ch.  English 
literature  16,  10. 

Ballschmiede,     H. 
Sachs,  weltchronik  11, 
58. 

Bally,   Ch.    Pens6e   et 

formes  linguistiques  3, 
61.   Langage  et  vie  3, 
71.   Ferd.  de  Saussure 
3,  80. 
Bang,  W.   Engl,  drama 

16,  22^.   225. 

Bannister,  H.  Collec- 
tanea  Franciscana  20, 

Bär, Fr.  Marienlegenden 

7,  8.    18,  97. 
Baranowski,    S.      Lu- 
thers lehre  von  der  ehe 

9,  87. 


163 

B  a  r  g  e,  H .  Luthers  werke 
9,  66. 

Barnouw,A.  J.  Anglo- 
Saxon  poetry  16,  9.  rec. 
18,  85,9. 

Barry,  Ph.  Folk-song 
17,9. 

Bartels,  A.  Nationale 
oder  universale  lit.- 
wissenschaft  3,  17;^. 
Weltliteratur  3,  173— 
175.   178,1. 

Bartels,  L.  Layamon's 
Brut  16,  180. 

Barth,  Br.  Liebe  und 
ehe  7,  33,5. 

Barth,  H.  Epitheton 
15,  115.     anz.  3,  5. 

Bartholin,  R.  Danske 
sprog  14,  150. 

Bartmann,  B.  rec.  20, 
298,24[:. 

Baskervill,  C.  E.  Jon- 
son's  Early  comedy  16, 
251,2.     rec.  16,  251,1. 

Bas  1er,  0.  Sprache  des 
arbeiters  8,  ^o. 

Bastiaanse,  F.  Ndl, 
letterkunde  12,  38. 

Bastide,  Ch.  rec.  3,  170. 
15,  29.  16,  1.   231.  283,1. 

Bauer,  Karl.  Luther  u. 
Loyola  9,  81. 

Baumann, G.  Ursprung 
der  spräche  3,  71. 

Baumgarten,  A.  Welt- 
literatur 3,  188,2. 

Bäumker,  Cl.  Zur  re- 
zeption  des  Aristoteles 
20,  12.  Latein.  Über- 
setzungen der  Aristo- 
telisch, analyticaposte- 
riora  20,  13.  Inevita- 
bile  d.  Honor.  Augusto- 
dunensis  20,  166. 

Bäumker,  W.  Kirchen- 
lied 9,  152. 

Bauer,  ß.  Volkslieder 
17,  36. 

Bauermeister,  Karl, 
rec.  1,  23. 

Baur,  A.    rec.  9,  150. 
11* 


164 


Autorenregister. 


Bayer.  J.  Diluviale  kul- 
turell 2,  58.  Jahresbe- 
richt 2,  87. 

Bechler,  K.  Sprache 
des  Sports  8,  '^5. 

B  echte  I.A.  reo.  18,  U9.6- 

Bechtel,  Fr.  Namen  des 
menschlichen  körpers 
3,  HO.  8,  82. 

Beck,  Chr.  Neuere  spra- 
chen in  Nürnberg  l,i  28. 

Becker,  A.  Straßburger 
hss.  7,  5^.  Sprache 
Friedrichs  von  Spee  8, 
39.  Faust  9,  25.  rec. 
3,  \:o.    17,  129. 

B  e  c  k  e  r ,  G.  ' Adventures 
of  Don  Simonides'.  16, 
266. 

Becker,  M.  Nieder- 
rheinische Windmühle 

10.  75. 
Beckman,  N.  Randan- 

märkningar  om  västg. 
ortnamn  14,  96.  Kri- 
tiska  strövläg  14,  \5\. 
Alf raedi  Islenzk  14,  2  U- 

Beckwith,  E.  G.  A. 
Military  expressions 
15,  ^5. 

B edier.  J.  Legendes epi- 
ques  18,  83. 

Beelmans,  F.  Zeit  u. 
ewigkeit  nach  Thomas 
Aquino  20,  260. 

Beer,  A.  Futurum  im 
Deutschen  und  Slavi- 
schen  3,  (32.  Fiskja 
nuta  4,  9. 

Beets,  A.  rec.  12,  25. 
17,  ^50. 

Behaghel,  0.  Fach- 
wörter zur  Sprachlehre 
3,  70.  8.  [6.  Deutsche 
Sprache  5,  8,1.  Binde- 
wörter 8,  H  •  Missingsch 

11,  {2.  rec.  3,  170.  6, 
15,3.  7,  5,^.  10^^,7. 
102,1.  154,*.  8.  96,'^. 
9,  68.  (13)  10,  85.  93. 
11,5. 

Behn,  S.  Der  deutsche 
rhythmus  3,  7i.    5,  51. 


B ehrend,  F.  Spangen- 
berg 'J,  \2^.  ßatten- 
fänger  18,  \\6.  rec.  7, 
104,19- 

Behrens,  G.  Birken- 
feld 2,  97.  Zur  rotbe- 
malten wäre  2,  ^54. 

Bein.L.  Haus- u.  acker- 
gerät  10,  50. 

Beisenherz,  H.  Düp- 
penschloen  17,  76. 

Belitz,  E.     rec.  10,  2. 

Beltz-Schwerin,  R. 
Fibeln  2,  65. 

Benary,  W.  Salomon 
und  Marcolfus  20,  252. 
rec.  18,  85,8. 

Bender,  P.     Rätsel  17, 

199- 
Benediktsson,  E.  Vee- 

ringjar  14,  29. 
Benndorf,   P.     Humor 

17,  \9'k. 

Benson,   Ch.    H.     anz. 

3,  ^04. 

Benz,  R.     Volksbücher 

7,  28. 
Benziger,  K.  J.    Parzi- 

val  7,  97. 
Benzmann,  H.   Ballade 

5,  58. 
Berendsohn,     W.     A. 

rec.  16,  \7,\.  105,4.  128. 

18,  85,6.  9. 

Berg,  G:son,  R.  Duala 
Substantiv  14,  75.  Ort- 
b'gatendensnamnl4,97. 

Bergeder,  F.  Periphr. 
verb  im  Engl.  15,  84. 

ß erger,  J.  Maa.  des 
St.  Galler  Rheintals 
(13)  10,  \5. 

Berg  er,  Th.  Krippel- 
lieder  17,  29. 

Bergmann,  E.  rec. 7, 76. 

Bergmann,  K.  Sprach- 
wissenschaft u.  kultur- 
geschichte3,  {2\.  8,  ;o6. 
Beziehungen  des  Deut- 
schen, Englischen  und 
Französischen  3,  (54. 
^70.  Deutscher  Wort- 
schatz 8,  96,3. 


Bergroth,  H.     Tillägg 

och  randanmärkningar 

t.  SAOB.  14,  56. 
Bergsson,  ]).     Hreedan 

14,  29. 
Bergström,  G.  A.  Poe- 

tic  licence  15,  ^25. 
Berkhoff,  A.     Apollo- 

nius  7,  ;o4,;2. 
Berkusky,  H.    Regen- 
zauber 18,  [[. 
Berli,  H.   Gabriel  Har- 

vey  16,  242. 
Bernard, P.S.  Augustin 

et  les  juifs  20,  96. 
Bernhart,   J.     Meister 

Eckhart  7,  122. 
BernouUi,  A.    Stumpf 

9,  ^50.  Bauernkrieg  17, 

79. 
Bernt,  A.     Ign.  Peters 

1,  66. 

Bersu,  G.   Hausbau  der 

Steinzeit  2,  50- 
Bertelsmann,     H. 

Kriegslied  17,  86. 
Berthelsen,    H.      anz. 

3,45. 
Bertoni,    Giulio.     Ele- 

mentogermanico3,  ^58. 
Bertrand,      J.     J.     A. 

L.  Tieck  1,  90. 
Bertsche.  K.   rec.  8,  22. 

17,  \2<). 
Beschorner,    H.      rec. 

2,  \28. 

Bess.     rec.  9,  49.  150. 

Bethge,  0.  Fränkische 
Siedelungen  8,  72. 

Bettelheim,  A.  Bio- 
graph. Jahrbuch  1,  i,. 

Beutner,  H.  Lydgate's 
testament  16,  ^82. 

Bezzenberger,     A. 
Bronzezeit  2,  67. 

Bickley,  F.  Matthew 
Prior  16,  265. 

Bieber,  H.    rec.  7,  33, ^ 

Biese,  A.  P.  v.  Winter- 
feld 1,  99.  Poesie  des 
krieges    17,   27.      rec. 

3,  ^88,6.  5,  ^o,4.  7,  33,^ 
17,  129. 


Bigelmeier,    A.      Zur 
Afralegende  29,  6 \.  rec. 

20,  298,31. 

Bilil,  M.   Tres  legendae 

minores  20,  U8. 
Bihlmeyer,    K.       rec. 

9,  68.   79. 
Bings,  J.  Holbergs  'Vir 

perillustris'      14,     235. 

Felsenzeichnungen  18, 

5.     Götterwagen  18,  6. 

Tilfoielse  18,  22. 
Binz,   G.     rec.  8,   )108,H. 

18,  85, ^  'k- 
Björkmann,E.  Fester- 

men    Aelfrics    1,    U2. 

16,  \5,H.  Orrms  doppel- 

konsonanten     15,     6I. 

Merc.  onsien  15,  38.  rec. 

15,  35.   88.    \\\. 
Björkman,  E.    rec.  16, 

^09.    \85. 
Birkner,  F.  Der  paläo- 

litMsche  menscli  2,  3^^. 
Bisoffi,G. L.   In  contra 

Symmachvini  20,  2^5. 
Bitschofsky,   E.     rec. 

20,  298,12.  113,27. 
Bittremieux,    J.     Hl. 

Thomas  über  das  heil 

der  ungläubigen  20,258. 
B ladin,  V.    Denomina- 
tive verbs  15,  88. 
Blajer,  B.    Dyalog  Mi- 

nucyuszaFelixa  20,207. 
Blanc,  F.    Tumulus  du 

premierägedufer  2,7  2. 

Deux  tumuli  ä  Uerzli- 

kon  2,  73. 
Blanche,   C.  Williams, 

Poetry  in  Anglo-Saxon 

16,  35. 
Blankenstein,  M.  van. 

anz.  3,  7^.  \0H. 

Blaß,  J.  Gedungener 
mörder  16,  69. 

Blau,  J.     rec.  17,  ^29. 

Blei,  Fr.  Thomas  von 
Kempen  20,  263. 

Bleyer,  J.  Frdr.  Schle- 
gel 1,  78. 

Block,  B,.  Rechtschrei- 
bung 8,  '{. 


Bayer — Borbein. 

Bloomfield,  L.  Study 
of  language  3,  29.  15, 2. 
anz.  3,  XZik- 

Blöte,  D.  rec.  7,  \02,2. 
12,  69. 

ßlount,  Alma.  Ameri- 
can literature  16,  2*^. 

Blume,  E,.  Faust  9,  2^. 

Blümel,ß.  Syntax3,59. 
8, 9.  Wortstellung  8,  \0. 
Syntaktische  beziehun- 
gen  8,  U-  Nhd.  modus 
8,  ^2.  Appositionsgrup- 
pen 8,  20,  \.  rec.  6,  32,2. 

Bo dtker,  A.  Trampe, 
rec.  15,  77. 

Bö  ekel,  O.  Volkslied- 
weisen 17,  20.  Psycho- 
logie 17,  \29. 

Bodenheim.  Gesetzes- 
sprache 8,  'k'k. 

Boehm,  F.  rec.  9,  19. 
rec.  10,  ^^7.  (13)  10,  ^8. 
14,  295. 

Boekenoogen,  G.  J. 
Driekoningenlied  17, 
\5\. 

Boethius,  J.  Sägner  fr. 
Orsa  14,  258. 

Boer,  R.  C.  Wulfstän 
1,  ^3.  Stadet  i  dansk 
14,  H60.  Ae.  helden- 
dichtung  16,  ^03,'J;.  rec. 
6,  H5,2.   14,  238. 

Boerner,  O.  Lange  e- 
vokale  1,  U2.  ßeim- 
untersuchung  16,15,U. 

Bögholm,  N.  Present 
Day  English  15,  39- 

Böhm ,  Chr.  Brunholdis- 
stuhl  18,  72. 

Böhm,  F.     rec.  8,  7^,^. 

Böhm,  H.  Volkslieder 
17,  96. 

Böhme,  Traug.  Spen- 
sers  literar,  nachleben 
16,  283,3. 

Böhmer,  H.  Luther  in 
der  neueren  forschung 
9, 59.  76.  Handschriften 
von  und  über  Luther 
9,  80.  Luthers  Rom- 
fahrt 9,  92. 


165 

Bohndorf,R.  Persönl. 
geschlecht  unpersönl. 
subst.    bei  Th.  Moore 

15,  82. 

Bohnenberger,  K. 
Mundart  der  deutschen 
Walliser  (13)  10,  \6. 
Auflösung  des  71  vor 
reibelaut  10,  {5.  rec. 
(13)  10,  85. 

Böhringer,  A.  Volks- 
tümliche pflanzen  des 
Egerlandes  10,  39.  (18) 
10,  '^O. 

Brillioth,  B.  Dialect 
of  Lorton  15,  58. 

B  0  j  u  n  g  a ,  Kl.  Deutscher 
Unterricht  1,  \2(k.  Cauer 
u.d.DGV.l,]l 2^.  Deut- 
sche fachwörter  3,  70. 
8,  ^5.     rec.  1,  ;25. 

Böklen,  E.  TJnglücks- 
zahl  18,  A:7. 

Bolle,  W.  Songs  and 
fancies    16,    G,\   u.    62. 

17,  u\- 
Bollinger-Frey,    D. 

Stundenschlag  17,  60. 
Bolte,  J.  Volkslieder  17, 
XU..  Schanze  vier  17,  89- 
Kestners  Sammlung  17, 
\5\.  Görlitzer  wei h- 
nachtspiel  17,  H58.  rec. 

18,  U9,6-  U5,9.  \o.  \\. 

\2.    20,  298,13. 

Bonnard,  F.  St.  Hono- 
rat  de  Lerins  20,  167. 

Bonneil,  J.  K.  'Pro- 
phets  play'  16,  171. 

Bonner, J.R.  anz. 3, 104;. 

Bontempelli,  M.  S. 
Bernardino  da  Siena 
20,  108. 

Book,  F.  Samlade  skn'f- 
ter  ad  Stagnelius  14, 
14,231. 

Booker,  J.  M.  Frerjch 
■iss  and  the  French  ir- 
konjugationl5,88.  Eng- 
lish bibliography  16,23. 

Boor,  H.  de.  Schwert 
Msering  18,  65.    19A,6. 

Borbein,  0.  Lit.-ges>  h. 
5,  59. 


166 


Autorenregister. 


Borchers,  K.  Roman- 
zen 16,  72,3. 

Borchling,  C.  Chr. 
Walther  1,  95.  Mnd. 
hss.  11,  ^5.  rec.  7,  '^'^,3. 
[ö^,{.     9,  152. 

Borcherdt.  H.  H.  Lu- 
thers werke  9,  66. 

Borinski,  K.  Die  an- 
tike poetik  u.  kunstlit. 
3,  {8\.    20,  20. 

B  o  r  n ,  M.  Nachträge  zum 
Oxford    English    dict. 

Borvitz,  W.  Uber- 
setzungstechnik  Stein- 
höwels  7,  ^55.  8,  5\. 
9,  129.    20,  29^^. 

Bessert,  G.  Vallensia 
9,99.  Melanchthoniana 
9,  ^02.  rec.  9,  3.  '^o.  U". 
\52. 

Bossen,  O.  E.  Slang 
and  cant  in  Jerome 
15,  58. 

Bourciez,E.  rec.  2,  ^76. 
3,  \56. 

Bourier,H.  rec.  8,28,1. 

Bourgeois,  B.  A.  F. 
Webster  16,  287.    289. 

Bourgeois,  H.  Langue 
judeo-allemande  10,  82. 

Bouvy,  E.  rec.  2o,  [7^. 

B  oving,  ß.  S.  Bonaven- 
tura und  die  disputa 
Saffael.s  20,  \\5. 

Boynton,  P.  H.  Lon- 
don 16,  86. 

Boysen,  J.  L.  Genetiv 
bei  Wolfram  7,  ^02,1. 

Brahm,  0.  Schriften 
1,  6.  104. 

Brandes,  H.  Ghetelens 
narrenschiff  11.  56. 

Brandl,W.  Wild5B,^5. 
9,  \'k5. 

Brandsch,  G.  Anord- 
nung 17,  19. 

Brandstetter,  E.  Ar- 
tikel im  Indonesischen 
und  Idg.  3,  79. 

Brandt,  A.  Eck  9,  17. 

Brans,  Eob.  ßeiche- 
nauer  glossen  6,  19. 


B  r  a  t  e ,  E.    En  f orntida  0 

14,99.  Vanerna  14,  279. 

18,  3"^.    Voluspa  18,  ti:\. 

Möjebrostenen     19A,7. 

Pireus-lejonets   runin- 

skrift  19A,8. 
Braungart,    R.      Süd- 

gerraanen  2,  U9.  3,  U'^- 
Breal,  M.   Semantique " 

3,  55. 
B r oh m, Helene.   Namen 

aus  Hessenland  8,  65. 
Breier,  W.   Konjunktiv 

in  Eule   u.   nachtigall 

I,  \\2.    Synthesis  und 
analysis  16,  ^5,8. 

Bremer,     0.        Plattd. 

rechtschreibung  11,  7. 
Brenner,  E.  Grabfunde 

aus  Westfalen  2,  ^72. 
Brenner,  Ed.  J.W.  Tho- 
mas Phaer  16,  26'^. 
Brenner,    O.      Un.sere 

rechtschreibung    8,  3. 

Luthers    werke    9,  6^. 

rec.    3.  32.    8,   29.   37. 

9,  90.  10,  85.  (13)  10,  85. 

93. 
Breth,    E.     Der    Kleo- 

madesstoff  in  der  welt- 

lit.  3,  177. 
Bretholz,  B.    Akad.  d. 

wiss.  in  Wien  1,  ^29. 
Brettschneider,  E. 

Deutsche       erzählung 

8,  27. 
B  r  e  u  1  s,  C.  Maastrichtsch 

dialect  12,  \^. 
Bridges,  J.  H.     Roger 

Bacon  16,  ^96.    20,  97. 
Bridges,  B/.    Engl,  pro- 

nunciation  15,  77. 
Brie,  Fr.  William  Bald- 

win  16,  198.  ;99.    rec. 

16,  ^9.  2';^.  2'i2.  269. 
Brietzmann,   Fr.     Die 

bösefrau  3, 178.  7,33,6. 
Briggs,  W.  D.    Studies 

in  Ben  Jonson  16,  2'^6. 

21^7.     2118.      Mario  we's 

Edward  IL  16,  253. 
Brill,  E.  Predigtmärlein 

II,  59. 
Brinckhoff,  W.Vogel- 


Stimmen  17,  208.  Vor- 
namenscherze 17,  2\H. 

Brix,  H.  Joh.  Ewald 
14,  236. 

Broberg,  A.  Gren.  G. 
Cederschiölds  biblio- 
grafi  14,  38. 

Broch,  0.  Eytmennor- 
men  1,  Wk. 

Brock,  J.  Hygins fabeln 
3,  ^88,3. 

Brockstedt,  G.  Mhd. 
volksepos  7,  {2.  L'ori- 
gine  fran^aise  18,  8i\. 

Broens,0.  Paul,  Wundt 
und  Marty  3,  3^ 

Bromm,  E.  Dialektgeo- 
graphie der  kreise  Mar- 
burg, Kirchhain,  Fran- 
kenberg 10,  52.  53. 

Bröndal,  Viggo.  Notes 
d'etymologie     romane 

3,  \57. 

Brandum-Nielsen,  J. 
Sproglig  forfatterbe- 
stemmelse  14,  ^79.   rec. 

14    238. 

Brooks,  N.C.  Mittelall. 
rel.  drama  7, 20.  Oster- 
f eiern  7,  ^^i.  20,  27.  rec. 
7,  33,U.    U8,l. 

Brosius,  H.  Franz.  v. 
Assisi  20,  {1(5. 

Brotanek,  E.  Engl. 
hexameter5B,'t6.  Texte 
zurae.literatur  16,92,2. 

Brown,  C.  'Sir  Isum- 
bras' 16,^77.  rec.16,25. 

Brown,  G.  B.  Anglo- 
Saxon  art  16,  88. 

Bruch,  J.  Vulgärlatein 
3,  ^70. 

Brücker,  Fr.  Findlinge 
11,  20. 

Bruchmann,  K.  an/,. 
3,  39.  '^o.  ^^.  7\. 

Brückner,  A.  Buchen- 
benennung 3,  U8. 
Schimpf  worte  aus  Orts- 
namen 8,  75. 

Brückner,  Joh.  Pfaffe 
Amis  7,  6H. 

Brückner,  W.  Ahd. 
und  andd.  literatur  19A, 
25.    rec.  3,  ^58.  11,  72. 


Borchers — Cheffand. 


167 


Brögel,  G.  Silcherl7,u. 

Brugmann,  K.  Grund- 
riß 2,  ö,\.  3,  ^0'^.  Hia- 
tische  vokal  Verbindun- 
gen 3,  87.  Nominale 
Stammbildung  d.  germ. 
sprachen  3,  \28. 

Brugmann,  K.  Lieder- 
blatt 17,  37. 

Bruinier,  J.  W.  Minne- 
sang 7,  33,8.  Zu  Wal- 
ther  7,  U'^-  Volkslied 
17,2. 

Brüll.  H.  Untergegan- 
gene franz.  worte  im 
Englischen  3,  \  70. 15,29. 

Brun,L.  Schweizerdeut- 
sches lehngut  im  Eo- 
montschen  10,  \5. 

Brunetati,  E.  De  ente 
et  essentia  20,  246. 

E runner,  K.  Hs.  Brit. 
mus.  add.  31042  16, 
;3^  Me.  versroman  16, 
^93.  Dialekt  Wörter  in 
'Spenser's  Shepherds' 
Calendar  16,  282.  rec. 
10,  93.  16,  u-   187. 

ßruns,  K.  Das  dativ -e 

8,  ^7.     rec.  8,  ';^3. 
Bruync,    De.     Traduc- 

tion  de  s.  Jerome  20, 

163. 
Bryant,  Fr.  E.  English 

balladry  16,  55. 
Buchner,  M.    Zur  bio- 

graphie  des  hl.  Aldrich 

20,  67.   Brief  des  Erm. 

Nigellus  20,  ^36. 
Buchwald,  G.    Luther 

9,59.78.  Luthers  werke 

9,66.  7  ^  rec.  9, 65.  82.  86. 
Buchwald,    E.     Lyrik 

9,  \.    rec.  9,  3^.  '^O. 

Bück,  C.  D.  anz.  3,  ^0^;^. 

Bückmannn,  W.  Her- 
stellung der  "Wendel- 
ringe 2,  ^77. 

Bugge,  A.  0en  Man  1, 
U^.  Amor  Jarlaskold 
og  det  forste  kvad  om 
Helge  Hundingsbane 
14,  \98.  18, 61^.  Paavirk- 
ning  fra  norren  paa 
vestfransk  si0retl9A,9. 


Bülbring,K.  D.  Mittel- 
engl.  metrik  1,  ^2.  16, 

^5,^5. 

Bulthaupt,  F.  Genesis 
u.  Exodus  7,  \0<k,7. 

Bumpers,  J.  S.  Eccle- 
siastical  terms  15,  \6. 

Burchardt,K.  Frauen- 
treue  7,  [0i\,6. 

Burckhardt,  F.  rec.  7, 

^o'^,^9. 

Burdach,  K.  Deutsche 
kommission  1,  ;o3.Nhd. 
sprach-  und  bildungs- 
gesch.  1,  ^03.  Hum- 
boldts Schriften  1,  ^07. 
Deutsche  erziehung  1, 
;25.     Humanismus    7, 

127.     20,  270. 

Bürger,  E.  Ebert  1,  n. 

anz.  3,  ^39. 
Burgsdorf f,    W.    von. 

Briefe     an    Humboldt 

1,  -^0. 
Bxirnham,  J.  M.     Con- 

cessive     constructions 

in  Old  Engl,  prose  15, 

U\. 
Burton,  E.    Essays  in 

literature  16,  7. 
Buske,  W.     Eädlein  7, 

^o^,^6. 

Busse,  E.  K.  Ulrich  v. 

Türheim  7,  ^0-^,28. 
Byskov,   J.      Begrebet 

grundled  14,  ^78. 

Cahen,  M.  rec.  14,  ^-^9. 
^9^.   308. 

Cairus,  Will.  B.  Ame- 
rican literature  16,  27. 

Callaway,  M.  Infini- 
tive in  Anglo-Saxon 
15,  \\\. 

Callemaert,  C.  Codex 
Fuldensis  20,  237. 

Campbell,  G.  H.  Chau- 
cer's  prophecy  16,  ;'^3. 

Campbell,  O.  J.  Come- 
dies  of  Holberg  14, 257. 

Campion,  John  L.  Ul- 
rich Lanzelet  7,  90.  Sir 
Perceval  16,  \30. 


Capesius,  B.  rec.(13)10, 

85.    (14)  10,  93. 
Capua,  F.  di.    TL  cursus 

20,  29.      Testo    apolo- 

getico    di    Tertuliiano 

20,  238. 
Carlowitz-Hartitzsch, 

8,  28,^.2.   79,2. 

Carpenter,  C.  H.  A. 
Deklination  in  d.  nord- 
humb.  evangelienüber- 
setzung  15,  88. 

Castelain,  M.    rec.  16, 

25^,2. 

Carstens,  H.  Vorbil- 
dung der  deutschlehrer 
1,  \2<\.  Volksglauben 
18,  52. 

Carusi.H.  Codices  Vati- 
cani  latini  20,  no. 

Cascorbi,  P.  rec.  7,  32. 
rec.  (13)  lo,  85. 

Caspar,  C.  N.  Techni- 
cal dictionary  15,  ^7. 

Castle,  Ed.    Stil  3,  62. 

8,2^. 

Cederschiöld,G.Fresta 
duger  14,  ^52.  Nybild- 
ningar  av  skolpojkar 
14,  ^75.  Var  brändes 
Olav  Trätälja  14,  280. 

Celander,H.  Danismer 
hos  Snoilsky  14,  85. 
Lokeproblemet  14,  2'^5. 

Cesaire,  P.  Perfection 
seraphique  20,  ^'^7. 

Chadwick,  H.  M.  Ger- 
manriver-names3,  ^4t^. 

Chambers.  Engl,  dic- 
tionary 15,  6. 

Chambers,  E.  K.  rec 
16,  2^o. 

Chambers,  E.W.Wid- 
sith  16,  ^28.  rec.  16, 
12^^,2. 

Charpentier,  Jarl.  Zur 
aind.  etymologie  3,  98. 

Chaslin,Ph.  anz.  3,  ^^5. 

Chassat.M.  Saint  Tho- 
mas d'Aquine  20,  2'^9. 

Chavon,  A.  Ehythmus 
5B,23. 

Chef  fand,  P.  H.  Georg 
Peele  16,  262. 


168 

Chevalier,  U.  Reper- 
torium  h3'mnoloo;icum 
20,  ^8. 

Chew,  S.  C.  rec.  16,  30. 

34.1-  -■  36. 

Chiappini,  A.  Commu- 
nitatis  responsio  reli- 
giös! viri  20,  26^^. 

Chislett,  Wm.  'ßalph 
Eoister  Doister'  16, 228. 

Chlumsky,  J.  Cordes 
vocales  3,  8.  Hauteur 
musicale  3,  ;3.  anz. 
3,  7.   28. 

Christ,  G.  Jäger  aus 
Kurpfalz  17,  i^^. 

Christ,K.  Grenzmarken 
6,  26.  Nibelungen  und 
Odenwald  7,  94^.  Brun- 
holdisstuhl  18, 7 ; .  Nibe- 
lungen 18,  73. 

Christensen,  Chr.  rec. 
14,  237. 

Christiansen,  B,.  Tb. 
Maren  18,  2^^. 

Christof  ferson,O.Maj- 
firandet  17,  ^56. 

Ciceri,  P.  L.  Instruc- 
tiones  Commodiane  20, 
120. 

Cipolla,  C.  Opere  di 
Ferreto  de  Ferreti  20, 
^38. 

Clark,  E.  F.  Frosch  und 
maus  9,  U2. 

Clark,  J.M.  Periphrasti- 
sche konjugation  5,  ^. 

Clark,  R.  T.  Dares  and 
Dictus  20,  ^28. 

Classe,  K.  Gust.  Frey- 
tag 1,  19. 

Classen,  E.  Vowel  al- 
literation  3,  ^70.  5,  3^ 

Classen,  R.  Nerthus 
18,  29. 

Claudio,  L.  S.  Dome- 
nico 20,  ^30. 

Clauß,H.  Volksmedizi- 
nisches 18,  55. 

Claussen,  B,  Gesang- 
buch 9,  5^. 

Claussen,  Th,  Zum 
schlesw.-holst.  Wörter- 
buch 11,  32, 


Autorenregister. 

Clemen,  O.    Seh erf lein 

8,  \04:.     Hütten  9,  '{b. 

Lieder   9,  50.     Refor- 

mationsgeschichte9, 5  8 . 

Luthers    werke  9,  59. 

6^^.  68.  Vallensia  9,  98. 

Melanchthon9,\03.  ^52. 

rec.  9,  3.    \0a.    ^3.    20. 

33.  65.   \{6.   \ö2. 
Clement,  A.    Sort  salt 

14,  29^ 
Clodius.    rec.  15,  \\\. 
Cock,    A.  de.     Spreek- 

woorden  12,  5^.  17,  ^96. 

rec.  12,  69. 
Cohn,G.  Sachsenspiegel 

1,  H35. 

Cohn,  H.  A.  William 
Heming  16,  2i\5. 

Cohrs,  F.  Luther  9,  \. 
Luther  u.  d.  reforma- 
tion  9,  60.  Luthers 
werke  9,  ö'^.  rec.  9,  65. 

68. 

Colliander,  S.  Paralle- 
lismus 11,  72. 

Collijn,  J.  Breviarium 
Nidros  14,  -^o.  Katol. 
d.  inkun.  d.  kgl.  biblio- 
thek  in  Sthlm.  14,  '^^. 

Collins,  A.  J.  F.  Dry- 
den  16,  233. 

Collitz,H.  Zumschwa- 
chen  Präteritum  3,  \5{. 
Schwaches  präteritum 
3,  ^70. 

Colombo,  S.  Octavius 
di  M.  Minucio   Feiice 

20,  206. 

Colze,  L.    Sachs  9,  \\o. 

Commenda,  H.  Volks- 
lied 17,  29.  rec.  17,  ^29. 

Cor  eil,  H.  Dialektgeo- 
graphie von  Ziegen- 
hain (14)  10,  51. 

Corl,  R.  P.  Poetry  in 
England  16,  77. 

Cornelius,  H.  Engl. 
Ortsnamen  1,  ^2.    16, 

\5,\2. 

Cornelius,  K.  Leit- 
faden d.  litgesch.  5,  59. 

Cornick,  W.  S.  rec.  16, 
139- 


Corssen,     P.      Bischof 

Cyprian  20,  ^26. 
Cox,   E.   G.     Bailad  17, 

Cox,  E.  M.  Browne's 
'Britannia's  Pastorais ' 
16,  20*^. 

Craig,H.  Corpus  Christi 
play  16,  ^^6. 

Craigie,  W.  A.  Icel. 
sagas  14,  238. 

Cr  am  er,  Fr.  Römisch- 
germanische     Studien 

2,  \29.  Ortsnamenfor- 
schung 8,  57.  Namen 
Münsters  8,  70. 

Crane,  R.  S.   rec.  16,  ^9. 

Creck,  H.  L.  'Havelock 
the  Dane'  16,  176. 

Creizenach,W.  Drama 
9,  ^ 

Crivellucci,  A.  Pauli 
diaconi  historia  Ro- 
mana 20,  2\\. 

Crome,B.  D.W.  lO.bd., 

3.  abt.,  1.  lief.  8,  3\. 
Engl,  misterien  16,  4:9- 

Cruse,  A.  Engl.lit.  16,3. 
Cucco,  S.    Grammatica 

di  Commodiane  20,  ^2 1,. 
Culley,  D.  C.    Konrad 

von  Gelnhausen 20, ;86. 
Cunliffe,  J.  W.    Engl. 

classical  tragedies   16, 

226,^. 

Cuny,  A.    anz.  3,  ^o^^. 

Curdy,  G.  Gr.  Man  of 
Piltdown  2,  0,2.  Man 
from  Ehringsdorf  2,  '^3. 

Curme,  G.  0.  Group 
stress  3,  ^30.  Verbal 
Compounds  3,  133.  Ge- 
rund in  Old  Engl.  15, 
103.  Split  Infinitive  15, 
\\o.    rec.  3,  59.  12,  69. 

Cuthbert.  Francis  of 
Assisi  20,  U2. 

Cutting,  St.  W.  Wal- 
ther V.  d.  Vogelweide 
7,  U3. 

Czerny,J.  Die  deutsche 
dichtung  5,  59.  rec.  3, 
188,6. 


I 
I 


Czinkotzky,  E.  Os- 
wald d.  Schreiber  7.  78. 

Czumpelik,  J.  P.  Kri- 
tik des  Cosmas  20,  ^:5. 

öahl.B.  T.    Danskord- 

bog    14.   61.     Sprogh'g 

skiftedrift  in.  dansk  og 

svensk  14,  86. 
Dahlerup,    V.       basse- 

ralle  1,  ijö. 
Dahlgren.  F.A.Glossa- 
rium 14,  57. 
Dale,    van.     Woorden- 

boek  12,  25. 
Dahlstedt,  A.    Modern 

English  word-order  15, 

96. 
Dametz,  M.  Volkslieder 

17,  1,^0. 
Danchin,  F.  C.  Christo- 

pber  Marlowe  16,  256. 

rec.  16,  \. 
Danielsson,    E.      Ma- 

trosslang  14,  70. 
Däumling,    H.      Mäd- 

clien   ohne   bände    18, 

Dauzat,A.  Philosophie 
du  langage  3,  7^.  anz. 
3,  IX. 

D  a  V 1  d ,  H.  Adnominaler 
genitiv  Ib,  \\\. 

Deanesly,  M.  Incen- 
dium  amoris  of  R.  Rolle 
20,  \\2. 

Debil,  A.  De  Paeaiten- 
tia  de  Gratien  20,  155. 

Dechelette,  J.  Archeo- 
logie  prehistorique  2,  J,. 

Degen,  A.    rec.  3,  ^88, 6. 

Deibel,  0.  Th.  Smith 
15,  ^3.     rec.  15,  4;8. 

Deiter.  H.  Gebete  11, 
b\.  Priameln  11,  53. 
17,  \k>6.  Zu  Statwed 
11,  5  7.  Gelegenheits- 
gedichte 11,  60.  Volks- 
dichtung 17,  ^^3.  La- 
ternenlied 17,  70.  Hein- 
rich von  Braunschweig 
17,  79. 

Delatte,  P.  Regle  de 
s.  Benoit  20,  1,03. 


Chevalier— Dutton. 

Delattre,  Fr.  rec.16,29. 

34,2.    76. 
Delcourt,    J.     Langue 
de  Sir  Th.  Morus  15,  ^^o. 
Medicina    de    quadru- 
pedibus    16,  ^85.     rec. 
16,  \\\.    20.  298, \6. 
Dellit,  0.  Mundart  von 
Kleinschmalkalden  (14) 
10,  3\. 
Delmer,    F.    S.      Engl. 

literature  16,  2. 
Demeter,  K.    arichsteti 

6,  8. 
Deneke,  O.     kazungali 

6,  \s. 
Depken,  Fr.  rec.  15,  77. 
DerschjW.  Bücherver- 
zeichnisse   von   Grün- 
berg u.  Corbach  20,  7. 
I  Deschamps,P.rec.20,j. 
IDetlefsen,  H.  Namen- 
i      gebung  in  den  dramen 
der  vorl.  Shakespeares 
16,  70. 
Deutschbein,  M.  Beo- 
wulf   1,  \\2.    16,  \5,^0. 
\oo. 
Dibelius,  W.  Engl,  be- 
richte   über  Hamburg 
j      16,  90. 

,  Dieff enbacher.      anz. 
!      3,  ^i. 

I  D  i  e  1  s ,  P.  Idg.  passivum 
1      3,  9^.     Luthers  werke 
1      9,  6^.     Spontane  nasa- 
!      lierung  (13)  10,  ^. 
I  Dienel,K.  Reigenl7,67. 
I  Dieterich,  A.     Mutter 
I     erde  18,  ^, 
Dietl,  H.  Ergänzungen 
zu    Schmellers   Bayer, 
wtb.  (13)  10,  32. 
Dietterle.     rec.  9,  ^52. 
Dietz,     C.       Deutscher 

Unterricht  1,  ^24:. 
Dilthey,  W.    Schriften 

1,  \5.    ^06.  20,  276. 
Dinges,     G.        Donau- 
eschinger    passion     7, 
U8,2.   9,  ^52. 

Di t trieb,  Br.  Gestalten 
im  Tristan  7,  5^. 


169 

Dodd,  W.  G.  Chaucer 
and  Gower  16,  [i^2. 

Dodds,  M.  H.  -Ludus 
conventrae'  16,  \72. 

Doelle,  F.  rec. 20, 298,^0. 

Dohse,  R.  Brinckmau 
11,  69. 

Dolch,  W.  Miniaturen- 
hss.  7,  36. 

DoUmayr,  V.Deutsches 
Wörterbuch  1,  ^03.  rec. 
7,  35, ^ 

D  0  r  e  n ,  C.  van.  rec.  16,  \ . 

Dostal- Winkler,  J. 
Gralsage  7,  \oo.  18,  88. 

Doutrepont,  A.  anz. 
3,  ^55. 

Draat,  P.  F.van.  Cursus 
in  Old  Engl.  15,  ^26. 

Dräseke,  J.  Johannes 
Scotus  20,  ^80. 

Drechsler,  P.  rec.  (13) 
10,  85. 

Drees,  H.  Familien- 
namen 8,  53. 

Drennan,C.  M.  Chau- 
cer 16,  \58. 

Drescher,  K.  Luthers 
werke  9,  e-i. 

Drexel,  F.     rec.  2,  \5ü. 

Dreyhaus,  H.  Niebuhr 
u.  Arnim  1,  3. 

Drinkwelder,  0.  Se- 
quentiar  5B,'^'^.  Ligu- 
rinus.  20,  \C)<\. 

Dronke.     rec.  8,  \ß^. 

Druve,  H.  Absol.  In- 
finitiv 15,  \\\. 

Dübi,  H.  Berner  17,  \o. 

Dudley,  Louise.  -The 
Grave'  16,  t  \2. 

Dunlagis,  K.  Time 
and  rhythm  5B,\4;. 

Dunstan,  A.  C.  Eng!, 
phonetik  15,  7  7. 

Duriez,  G.  Theologie 
dans  le  drame  rel.  7' 
22.  Apokryphes  d.  1. 
dr.  rel.  7,  23. 

D Uschi,  J.  Sprichwort 
bei  Lydgate  16,  I83. 

Dutton,  G.B.  Drama-ic 
fashions  16,  ^0.  Tho- 
mas Rymer  16,  26^. 


170 


Autorenresrister. 


D\-boski,    M.     rec.   16, 

Dyrlund.  F.  Christia- 
n(us):  Kristjar  usw.  14, 

S8. 

Eber,  H.  Frankenwald 
18.51. 

Eberhard.  O.  Volks- 
lied 17,  29. 

Ebermann,  O.  rec.  (13) 
10.  85. 

Ebner,  E.  rec.  3,  ^88. 
20.  208,56. 

Ebner,   Th.     Volkslied 

17,  6. 
Eck,  jr.  P.  L.  van.    rec. 

12,  6q. 
Eckl,  K.Volkslied  17,29. 
Eckholt,  H.A.  Eoman- 

technik  Keuters  11,  6^. 
Eckinger,  Th.  Panvon 

Viudouissa  2,  ^58. 
Egan,  A.   German  pho- 

netic  reader  3,  25.  8.  2. 
Egbring,  E.  Der  fähn- 

rich    17,  ^2.       Gebete 

17.  6\.    rec.  11.  50. 
Egg.  W.  rec.  5.  8.5.  (14) 

10,  95. 
Egger,  A.     Ansiedlung 

von  Stufeis  2,  88. 
Egli,  E.  Zwingli  9,  ^^9. 
Ehrismann,  Gust.  rec. 

7,  ^-^,6.     \o\,{.   \5.  25. 

U6,*. 
Ehrke,K.  Geistermotiv 

16,  59. 

Ehrlich,     H.      Biblio- 
graphie 3,  {. 
Ehlers. W.  Volkshumor 

17.  2\0. 

E  h  r  k  e .  K.  Geistermotiv 
17.  XZ8. 

Ehrling.S.  Grammatik 
og  logik  3,  40.  14.  (57. 

Ehwald,  R.  Aldhelmi 
opera  20,  65. 

pjichler.  A.  ed.  But- 
lers grammar  15,  4^. 
Schriftbild  u.  lautwert 
in  Butlers  grammar 
15,  "^5.  rec.  15.  56.  7?. 
•T,  HO. 


Eimer,  M.   rec.  16,  2(0. 

Eineukel,E.  Engl,  ge- 
ruudium  15,  (00.  \0[. 
(02.  A  good  oue  15, 
\0^.     rec.  15,  {[[. 

Eitel, K.  Zum  siebenb.- 
sächs.  wtb.  (14)  10,  9(. 

Eitle,  H.  Satzverknüp- 
fung b.  Chaucer  15,  93. 

16,  (65. 

Ek,  S.  Hercules  14,2(8. 

Ekhoff,    E.     Gotlands- 

kj-rkornas  krouologi  2, 

(75. 

Ekwall,  E.  Nord,  ord 
i  engelska  ortnamn  14, 
(00.  Engl,  sprachge- 
geschichtel5,  (.  Histor. 
neueugl.  lautlehre  15, 
66.  s-less  genetive  15, 
79.  rec.  14,  (^9.  15, 
55.   88. 

Elek,  0.  Volksballaden 

17,  H5. 

EUing,  E.  Vore  kj?em- 
peviser  14,  252.  17,(55. 
Omkvaede  17,  (53. 

Ellinger,  J.  rec.  15,  57. 
16,  72,2.' 

Elster.  E.  Vorbildung 
f.  d.  d.  Unterricht  1,  (25. 
Prinzipien  3,  (88,5. 

Elster,  H.  M.  Grund- 
züge einer  literatur- 
beurteilung  3,  (75. 

Emerson,  0.  F.  Parle- 
ment  of  foules  16,  (60. 
'Patience'  16,  (89.  rec. 
16,  (59. 

Endepols,  J.  Tondalus 
12,  55. 

Enders,  C.  Frdr.  Schle- 
gel 1,  77. 

Enders,  L.  Luthers 
Briefwechsel  9,  7^.  Me- 
lanchthon  9,  (0(. 

Endres,  J.  A.  rec.  20, 
298,9. 

Eneström,  F.  J.  E. 
Finvedbornas  seder  14, 

259- 

Engel,  E.  Ge.sch.  d.  d. 
lit.  5,  60,  (.     Deutsche 

Stilkunst  8,  22. 


Engelberg,  Br.  Adjek- 
tiv b.  Otfrid  6,  32,2. 

Englmann,  L.  Mhd. 
lesebuch  7,  i\^,z. 

Euvall,P.Gi\rdsnamneu 
i  Enviken  14,  (^9. 

Erichsen,  E.  Biblio- 
graphie 14,  '{ö. 

Ericsson,  T.  Söder- 
manlands  folkemäl  14. 
(87. 

Erixon,  S.  Stenäldern 
i  Blekinge  2,  59. 

Er  mini,  F.  Peristepha- 
non  20,  2(6. 

Ernst,  P.  Dramatischer 
und  lyrischer  vers  5B. 
(8. 

Esau,    G.     Glossae    ad 

rem  librariam  20,  (. 
Esdaile,Ad.  Engl.tales 

16,  (9. 

Es  ekel,  E.  Benedictus 
Levita  20,  (07. 

Eskeland,  S.  Laerebok 
i  gammeln  14,  (58. 

Eskuche,  G.  Hütten 
9,  '^^.  20,  285. 

EspositOjM.  Commen- 
taire  de  Dunchad  20. 
(32. 

Esser,  G.  Tertullian  de 
pudicitia  20,  2't4. 

Ettlinger,  F.  E.  Be- 
schummeln, beschuppen 
3,  (^^2. 

Ettlinger-Linde- 
mann,  M.  Gesch.  d.  d. 
lit.  5,  55. 

Ettmayer,  K.  v.  Des- 
kriptive granunatik  3, 
48.  Sprachen  Verteilung 
inTirol(13)10,  3(.  rec. 
3,  (70.  20,  298,4. 

Eulenburg,  A.  rec.  18, 

58,7. 

Euling,  K.  Deutsches 
Wörterbuch  1,  (03. 
11.  bd.,  3  abt.,  3.  lief. 
8,9(.  rec. 7, 33,5. (04,24. 

17,  (29. 

Eyser,  J.  Thomsen- 
bibliografi  1,  ((3. 


Fabricius,  E.   Pfahl  8, 

100. 
Facchiui,  D.   Opere  di 

s.   Tommaso   d'Aquino 

20,  252. 
Falk,     Hj.       Begravel- 

seterminologien  1,  u^- 

Altnordische     waffen- 

kunde  2,  \7ö.  Vorefor- 

f8edresh0eropstillingl4, 

292. 
F ansier,  D.  Sp.    Chau- 

cer  16.  ^6^. 
Faral,   E.    Une  source 

latine  20,  68. 
Fastlinger,  M.  Hosi  = 

Osi  2,  ^58. 
Fauth,  G.    Wickram  9, 

Fay,  E.  W.  "Word-studies 
3.99.  Idg.  Verbalflexion 

3,  ;o^. 

Fedde,  K.  rec.  8,  79,5. 

Fiideli,P.  reo.  20,298,5. 

Fahr.  B.  Hirtenbriefe 
Aelfrics  16,  95.  rec.  15, 
29.  5().   Ul-'16,  95. 

Fehrle,  E.  Flurnamen 
vonAasen8,79,6.  Volks- 
lieder 17,  3^.  Waffen- 
tänze 17,  50.  Eisen- 
bahnunglück 17,  88. 
Segen  und  beschwö- 
rungen  18.  0. 

Feichtlbauer,  M.  rec. 
5,  60,^. 

Feilberg,  H. F.  Ordbog 
over  jyske  almuesmäl 
14,62.  Stedsnavne  som 
appellativer  14,  \o\. 
Sjaeletro  14,  260. 

F  e  i  s  t ,  S.  Indogermanen 
und  Germanen  3,  \08. 
109.  Sprachliches  neu- 
land3,  U"-  Erwiderung 
19A,io.  Weimarer  ru- 
nen  19A,u.  rec.  2,  60. 
(07.    U8.    128.     3,   ^70. 

4,  \^,2.  8,  56.5.    96,1.  3. 
Feller,   0.    Fürwort  in 

der  mda.  von  Gerolz- 
hofen  (14)  10,  53. 

Fernald,  J.  S.  Dictio- 
nary  15,  12. 

Ferrand,  G.   rec.  3,  79. 


Dyboski — Franke. 

Feuillerat,  A.  Mora- 
lity  play  16,  \73.    rec. 

16^  226.  r 

Feuk,  M.    Frödings  Co- 

rydon  14,  219- 
Fickel,  M.    Unsere  ge- 

setzessprache  8,  42. 
Ficker,    G.    rec.  9,  lOa. 
Ficker,  J.    Bildnisse  9, 

[5.  Hohenlohe  9,  i^o. 
Fierens,  A.  rec.  12,  39. 
Filzi,  M.    Sprachproben 

aus   dem    Unterinntal 

(13)  jO,  5i. 
Findeis,  R.   rec.  3,  ^o^. 

14,  306. 
Finke.    H.     Eömischer 

meilenstein  2,  ^39.  Eö- 

merstraßen  von  Trier 

nach  Metz  2,  1 4 1 .  Mer- 

curstein  aus  Spachbuch 

2,  150. 
Finnbogason,G.Kved- 

jur  14,  29. 
Finsler,  G.   Zwingli  9, 

Fioravanti,A.L'anima 
e  le  sue  facoltä  20,  135. 

Fischer,  F.  Fünf  ge- 
schickten aus  d.  westl. 
Nordland  14,  2i3a. 

Fischer,  F.H.  rec.  12,69- 

Fischer,  H.  Entst.  d. 
Nibelungenliedes  7,  72. 
Schwäbisches  Wörter- 
buch (1.3)  10,  22.  (14) 
10,  H-  Schwäbischer 
Wortschatz  (14)  10,  ^6. 
rec.  (13)  10,  (5.  {6. 

Fischer,   0.    rec.  1,  78. 

Fischer,  W.  Deutsche 
spräche  5,  3. 

Fischinger.  J.  Kinder- 
lied 17,  29. 

Fitger,  E.  rec.  2,  {[6. 

Fitzhugh,  Th.  Origin 
of  verse  oB.^i.  Indo- 
europeanrhythm5B,5i. 

Flemming,  F.  Vallen- 
sia  9,  99.    rec.  9,  152. 

Fletcher,  J.  B.  Spenser 
16,  280. 

Fletcher,  E.  H.  Com- 
position  and  literature 
15,  Uöa. 


171 

Florer,W.  W.  Luther".^ 
use  of  the  prelutheriaM 
versions  of  the  bible 
9,96. 

Flubacher,  C.  Karten- 
spiel 17,  207. 

Flügel,  E.  Chaucer 
dictionary  15,  8. 

Foerster,W.  Feuertod 
als  strafe  16,  15,  3. 

Fokker,  A.  A.  Papia- 
mentoe  12,  23. 

Förstemann,  E.  F. 
Ernst  Wilh.  Förste- 
mann 1,  \7.  Altdeut- 
deutsches namenbuch 
8,  5^,2. 

Förster, A.  Ostfrk.mda. 
der  Stadt  Neustadt  (13) 

10,  39. 

Förster,  M.  Vercelli- 
codex    CXVII    1,    \\2. 

16,  15,2.  20.  Altengl. 
lesebuch  16, 92,^.  Lam- 
beth-psalter  16,  {\ö. 
Chauceriana  I  16,  152. 
rec.  15,  36.  16,  -^i.  72,3. 
190.  193.  19^^.  202.  205. 
206.  211—219.  222. 
226,2.  227.  230,1.  231- 
23^.  235.  2'^'!.  21:5.  219. 
251,4.   270.   272. 

Forsythe,  E.  S.  Popu- 
lär bailad  16,60. 

F oster,  F.  A.  Northern 
passion  16,  I69. 

Foulet,  L.  rec.  3,  \8. 

Foxweil,  A.  E.  Poems 
of  Thomas  Wiat  16,291. 

Fraenkel,E.  Frdr.Leo 
1,  52.     rec.  3,  124. 

F  r  a  h  m,L. Plantennamen 

11,  32a. 
FranckjJ.  GeTva.b,d,g 

3,  125.  (13)10,3.  Altfr. 
gramm.  6,  15,3.    rec.  6, 
15,8.  11,  72.  12,  6H. 
Frank,    A.       Volkslied 

17,  29. 

Frank,  J.     rec.  9,  78. 

Franke,  C.  Schriftspra- 
che Luthers  8, 29.  9,90. 
Luthers  Schöpfung  8, 
30.  Luther  u.  d.  nhd. 
Schriftsprache  9,  93. 


172 

Franken,  G.  Jak.  von 
Vitry  20,  \72. 

Frantzen,  A.  A.  rec. 
7,  5,2.  ^^,'k.  10^,18. 
15<^,3.  ^. 

Franz,  A.    rec.  3,  60. 

Franz,  H.  Volksglauben 
18,  55. 

Franz,  W.  rec.  1,  \\8. 
rec.  15,  5.  77.   92.    \\\. 

FraunÄruber,H.  Volks- 
lied 17,  29. 

Frazer,  J.  G.  Balder 
18,  38. 

Fredenhagen,  H.  Mo- 
natsnamen 1,  ^22.  8,8-1;. 

Frederking.A.  Luthers 
tischreden  9,  75. 

Fridjönsson,  G.  Visur 
tu   Vseringjans  14,  29. 

Freiling,  P.  Dialekt- 
geographie des  hessi- 
schen Odenwaldes  (14) 
10,  50. 

Freitag,  A.  Luthers 
werke  9,  6^. 

Freudenthal,  G.  Half- 
vordssous  upptecknin- 
gar  14,  261. 

Frickhinger,  E.  Mero- 
vingischereihengräber 

2,  ;70. 
Friedemann,   T.     rec. 

3,  \2\. 
Friedensburg,     W. 

Karlstadt  9,  ^6.  Refor- 
mationsgesch.    9,  62  f. 
;Melanchthoniana9,  ^02. 
rec.  9,  \52. 
Friedl,    H.      Volkslied 

17,  29. 

Friedl  an  der,  M.Volks- 
lieder 17,  \^. 

Friedli,  Em.  Bärn- 
dütsch  als  Spiegel  ber- 
nischen Volkstums  IV 
(14)  10,  9. 

Friedmann,  S.  Rüdi- 
ger 18,  76. 

Friedwagner,  M.  rec. 
3,  32. 

F  r  i  e  s  e ,  H.  Thidrekssaga 

18,  77. 


Autorenregister. 

Friesen,  O.  v.  Gursten 
14,  102.  19A,\2.  Svens- 
ka  spräkets  historia  14, 
\53.  Fornsvenska  para- 
digm  14,  ^76.  (Hvem 
var)  Skogikär  Bärgbo? 
14,  220.  ßosenhanes 
Respublica  glacialis  14, 
293.  Runeninschriften 
an  einer  kupfernen  dose 
19A,\3.  Historische  ru- 
nen  Inschriften  III,  IV 
IBAj^i^. Gotische  Schrift 
19A,\5.  vgl.  auch  19A, 
36.  Om  runskriftens 
härkomst  19A,38. 

Frings,  Th.  Tonlange 
vokale  bB,\2.  Dialekt- 
geographie des  JSIieder- 
rheinszwischenDüssel- 
dorf  und  Aachen  (13) 

10,  64.  Das  alter  der 
Benrather  Knie  (14)  10, 
7\.     Tonlange    vokale 

11,  8.  Christ  and  Satan 
16,  \0<k.  rec.  7,  33,9. 
8,  56,3.  (13)  10,  85. 

Fritz,    J.     Faust  9,  2^ 

Wagnervolksbuch  9,  ^  33. 

Fröhlich,  K.  Shirley's 

dramen  16,  272. 
Fuchs,     A.      Keltische 

Vogesensiedlungen    2, 

78. 
Fuckel,A.  Schmakaller 

qnielerborn  (13)  10,  68. 

rec.  (13)  10,  ({'k- 
Funk,     Fr.     Hannibal- 

dramatisierung  16,  67. 
Funke,    0.     Lat.   lehn- 

wörter  im  altengl.15,2'^. 

20,  33. 
Furrer,    A.     Römische 

bauten  2,  ^3^;^. 
Für  st,  CM.  Skelettfynd 

2,  58.     14,  281. 

Gäbert,  C.  Altsteinzeit- 
liche fundstelle  Mark- 
kleeberg 2,  35. 

Gabrielson,  A.  Modern 
English  ijr  -\-  cons.  15, 
70. 

G  a  e  d  e ,  W.  Mabinogion 
18,  93. 


Gaertner,A.  Volkslied 
17,  29. 

Gagel,  C.  Altsteinzeit- 
liche fundstelle  Mark- 
kleeberg 2,  36. 

Gailey,  Ch.  M.  Beau- 
mont  16,  200.  English 
comedies  16,  22\.  222. 

Gailliard,  E.  Kalen- 
ders 12,29-  Ndl.  Wort- 
forschung 12,  35. 

Gal,  A.  Staatslehre  des 
Raymundus  Partheno- 
paeus  20,  229. 

Gallo,  A.  Liber  Lom- 
bardae  20,  ^92. 

Gamillschegg,E.La-jt- 
substitution3,  i^Oi^.  Ko- 
manische elemente  der 
mundart  von  Luseru 
3,  \70.  (13)  10,  28.  rec. 
3,  \56.  (13)  10,  u. 

Ganter,  F.  L.  Römi- 
sche Moselbrücke  2,^45- 

Ganzenmüller,W.  Ka- 
turbetrachtung    7,   50. 

8,  \07.   20,  ^n. 
Gardner,  E.  E.  Ballads 

17,  1*9- 

Gar  in,  F.  Historia  Apol- 
lonii  Tyrii  20,  78. 

Gasquet,A.  CoUectanea 
biblica  vol.  3  20,  \^. 

Gaßmann,A.  L.  Volks- 
lied 17, 29.  Juhui  17,91 . 

Gauby,  J.  Volkslied  17, 
29. 

Gauby,   L.     Kurzmann 

9,  55. 

Gauchat,  L.  Sprach- 
quellen 1,  H35.  3,  38. 
rec.  3,  4;8.  HO'^. 

Gaul,  L.   rec.  20,  298,(8. 

Gauthiot,  R.  La  fin 
de  mot  3,  lO'^. 

Gebhardt,  A.  St.  Mar- 
tins freuden  7.  ^08.  9, 
^39.  Diemeringen  1,15\. 
rec.  2,  U6.  3,  ^^5.    (13) 

10,  85.  (14)  10,  93.  14, 
53.  ^'^9.  1(9'*.  238.  290. 
19A,38. 

Gehre,  M.     rec.  8,  79,5. 


Frankea-  Graebisch. 


173 


Geiger,  M.  Visio  Phili- 

berti  7,  ^0^,^'^.    Volks- 

liedinteresse     17,    {2^. 

Kiltsprüche  17,  206. 
Geijer,  H.     En   gosses 

upplevelser  14,  262. 
Geiselhart,  N.  Tertul- 

lian  20,  245. 
Geist,  H.     Eeuters  be- 

ziehungeu  zu  Dickens 

11,  65. 
Genest,  0.    rec.  2,  \28. 
G^eramb,  von.     rec.  18, 

U9,6- 
Gerbet,  E.  Das  West- 
erzgeb  irdische  usw.(13) 
10,  "0.  Das  erzgebir- 
gische  und  Vogtland i- 
sche  (14)  10,  78.  Nach- 
lese aus  Westsachsen 
zum  Obers,  wtb.  (14) 
10,  ?9.   rec.  (14)  10,  93. 

Gercke,  A.  Altertums- 
wissenschaft 3,  ^O'^. 

Gerdelius,  E.  Artikel- 
böjning  med  n  och  t 
14,  ^77.  Satskommate- 
ring  14.  ISO. 

Gering,  H.  Eqgnwaldr 
u.  Ermingerdr  14,  205. 
Beowulf  16,  98.  18,  59. 

Gerlach,  A.  Volkslied 
17,  29. 

Gerland,  0.  Kriegslied 
17,86.  WachtamEhein 
17,  \25. 

German,  W.  Joh.  ßyn- 
mann  von  Ohringen 
20,  2?-^. 

Gesemann,  G.  Begen- 
zauber  18,  ^0. 

Getzuhn,K.  Sprachge- 
orauch  d.  klage  7,  67. 

Ghellinck,  J.  de.  L'ex- 
pression  Geminae  Gi- 
gas  substantiae  20,  36. 
Le  mouvement  theo- 
logique  20,  «^O.  Cata- 
logue  des  oeuvres  de 
Hugues  de  S.  Victor  20, 

169- 

Gherphal,  J.  Zwei  ro- 
manische Wörter  deut- 
scher abstammung  3, 
159. 


Gierach,  E.  Armer 
Heinrich  7,  58.  HO'^,9. 
rec.  7,  \o^,5.  28. 

Gjerdman,  0.  Över- 
gäng  av  p,  t,  k  tili 
b,  d,  g  före  omedelb. 
följ.  h,  d,  g  U,  \G\. 

Gillieron,  J.  Geogra- 
phie liuguistique  3,  7\. 

Gilow,  H.  Berlinische 
ges.  f.  deutsche  spräche 
1,  \2\.     rec.  1,  \36. 

Ginneken,  J.  van. 
Handboek  12,  5. 

Gislason,p.  Island  1913. 

14,  29. 
Glöckner,    K.      Mund- 
arten   der    Rhön    (18) 
10,  ^^7.     rec.  6,  ^5,5. 

Glöde,    O.    rec.  3,  \20. 

15,  29.      16,    57.     ^67,'^. 
208.   2'^2. 

Göbel,  M.  Höh.  lied  7, 
\\.  Nd.  gedieht  auf 
könig  Georg  11,  62; 
Schlacht  an  Conzer 
brücke  11,  6^. 

Goebel,  J.  Rud.  Hilde- 
brand 1,  3-^.  7,  \\2. 

Goebel,  O.  Stammbuch 
17,  \67. 

Goetz,  W.  Eenaissance 
und  antike  20,  272. 

Goetze,  E.  Puschmann 
9,  ^08.     Sachs  9,  ^09. 

Gogala  di  Leesthal, 
Olga.  Zu  Veldeckes 
Eneide  7,  6"^. 

G  0 1  d  e  n  e  r,  H.  Die  verbal- 
flexion  (14)  10,  6. 

Goldingham,C.  S.  Na- 
val  terms  15,  ^8. 

Goldscheider,  P.  rec. 
3,  ^88,6. 

Goldschmidt,  M.  Bre- 
mer   neuphilologentag 

1,  U7. 

Gollancz,  J.  Sir  Ga- 
wayneie,  ;7^.  English 
poems  16,  ;87. 

Golling,  J.    rec.  3,  32. 

Gollob,  J.  Volkslieder 
17,  6. 


Golther,  W.  Deutsche 
dichtung  7,  33, ^  Germ, 
mythologie  18,  2.    rec. 

3,  ^80.    7,  52.  ^04,8.   16. 

\90.    18,  10\,7.  u- 

Gordon,  G.  S.  Engl, 
literature  16,  75, \. 

Gosselin,D.  R.  S.Tho- 
mas et  la  Sensation 
immediate  20,  26  \. 

Gütlind,  J.  Poesi  eller 
prosa  14,  239. 

G  ottschick,  Johannes. 
Luthers  theologie  9, 86. 

Gottwald,  A.  Pred- 
historiske  nälezy  2,  91. 

Götz,  J.  Volkslied  17, 29' 
Kindervolkslieder  17' 
63. 

Götze,  A.  D.W.  14.  bd.. 
1.  abt.,  3.  lief.  8,  91. 
Frühnhd.glossar  8,96,'};. 
Volkslied  17, 3.  t{.  Wein- 
schröterlied 17,  73.  rec. 
7,  ;5^,5.  18,  U9-8. 

Götzen,  J.  rec.  (14)  10. 
93.    18,  \\%\. 

Goudsmit,A.  rec.  12,69. 

Govaert,  W.  Reynaert 
12, '^ 6.  DircvanHerxen 
12,51. 

Graber,  G.  Sagen  aus 
Kärnten  18,  ^06. 

Grabinski,  B.   Wie  ist 
Luther  gestorben?    9, 
59. 
Grabmann,  M.   Albert- 

autograph  20,  63. 
Graebisch,  F.  Schle- 
sische  mda.  des  Eulen- 
gebirges (13)  10, 2^.  Aus 
einem  unbekannten 
dorfe  (13)  10,  75.  Kin- 
derspiele aus  der  graf- 
schaft  Glatz  (14)  10, 
8  ( .  Kinderspiele  aus 
Deutsch-Böhmen  (14) 
10,  82.  17,  69.  Verbrei- 
tung und  kennzeich  en 
der  glätzischen  mda. 
(14)  10, 8  7.  Besenbinder- 
lied 17,  57. 


174 


Autorenregister 


Graebner,    F.     rec.   8, 

56,3. 
Graf  ,S.  Hianzische mär- 

chen  (14)10, -^3.  18,128. 
Graffurder,  P.    Sagen 

der  Mark  18,  U4. 
Grammatica,  A.  Biblio- 

rum  sacrorum  no  va  edi- 

tio  20,  [5. 
Grammont,  M.  Phon6- 

tique  historique  et  ex- 
perimentale  3,  28. 
Grant,  W.    Pronuncia- 

tion     of    English     in 

Scotland  15,  55. 
Grape,     A.       Bröderna 

Satan    14,    ^5.       'Bua- 

haiti'  14,  {o3.  Inlanade 

porsonnamn     14,    xt^^. 

Ynglingatal     14,    202. 

Byar    och     bönder    i 

Alunda  14,  298. 
Grasserie,  de  la.     Du 

verbe  3,  92. 
GrauertjH.  Gürresl,25. 

Magister    Heinrich    7, 

U6,7. 
Gratien,     P.       Cardin. 

Eudes  de  Chateauroux 

20,  2;o. 
Grattan,  J.  H.  G.    rec. 

16,  \87. 
Grave,  J.  J.  Salverda 

de.     12,  \o. 
Graves,  Th.  Sh.     Lon- 
don theatres  16,  5\. 
Graves,    T.  S.     Sitting 

on  the  stage  16, 52.  Use 

of  the  stage  16,  53. 
G  r  e  b ,  J.   Schlesisch  und 

Oberzipsisch  (13)  10,  so. 
Green,    A.      Dative    of 

agency  3,  \0^.    15,  93. 

The  analytic  agent  in 

Germ.   3,  ^35.     rec.  6, 

\5,\. 
Greg,    W.  W.     Twelve 

early  English  mss.  16, 

22.  Engl,  miracle  circles 

16,  48.    25^,  3. 

Gregorius,  F.  Sprich- 
wörter und  redensarten 
(14)  10,  68.  17,  ;92. 
Volkstümliches  (14)10, 
69.    17,  \9\. 


Grein,  C.W.  M.  Sprach- 
schatz 15,  ^9.    16,  91. 

19A,35. 

Greulich, Laura.  Reim- 
studien  5B,22.  7,  96. 

Greven,  J.  Sermones 
f  eriales  des  Jak.  v.  Vitry 
20,  173. 

Grienberger,  Th.  v. 
Ostgerm,  flußnamen  4, 
\2.  Leudus  6,  U-  To- 
pisches aus  urn.  in- 
schriften  14,  \47.  Be- 
merkungen zum  Bco- 
wulf  19A,16.  LexBaiu- 
variorum  19A,17.  Er- 
klärung 19A,18.  Wei- 
marer runen  19A,19. 
Topisches  aus  den  ur- 
nord.  inschriften  19A, 
20.  Ostgermanische 
flußnamen  20,  \8\.  rec. 

Grierson,  H.  J.  C. 
Poems  of  John  Donne 

16,  210. 

Grießmann,  Johann. 
Fremdwörter  8,  95. 

Grill  et,P.  rec.  20,298,28. 

Grimm,  J.  u.  W.  Deut- 
sches wörterbuch'.8,  9  \. 

Grimme,  H.  Ernst  u. 
scherz  17,  223. 

Grisar,H.  Luther  9, 79. 

Groeteken,A.  Goldene 
legende  20,  1^4. 

Gröger,  0.  Kompo- 
sitionsfuge 3,  170.  6, 
15,1^.  Schweizerisches 
Idiotikon  (13)  10,  12. 
(14)  10,  7.  Schweizer 
mundarten  (14)  10,  8. 
rec.  (13)10,  17. 

Grohmann,  W.  Vers 
oder  prosa?  5B,16.  15, 
121. 

Gromaire,  G.  rec.  7, 
33,1-    104,19-' 

Granbech,  W.  Reli- 
gionsskiftet  14,  29^. 
Vor  folkeset  14,  305. 

Grootaers,  L.  rec.  (13) 
10,  12.  85.  12,  25. 


Groth,  Klaus.  Briefe 
über  hd.  u.  ndd.  11,  ns. 

Gruaz,  J.  Cimetiere 
Gaulois  2,  76. 

Grüner,  H.  Eiganus- 
schlacht  18,  62.  20,  203. 
Danske  viser  17,  150. 
rec.  17,  153. 

Grüninger,  H.  Wie 
stellt  der  dichter  die 
außenweit  dar?  3,  185. 

Grünwald,  Fr.  Got. 
Synonymik  4,  7. 

Grupp.  rec.  2,  128.  3. 
12-^. 

Gschwind,  Frank,  rec. 
16,  208.   27^1;. 

Gspann,  J.  Chr.  Des 
heil.  Thema  summa 
contra  gentiles  20,  253. 

Guesson,  A.  rec.  20, 
298,7, 

Guibert,  J.  de.  Guill. 
de  Paris  sur  le  sacra- 
ment  de  mariage  20, 2  6  7 . 

Guillerm  in,  J.  Legrand 
s.  Bernard  20,  109. 

Gülzow,  E.  Stilk.  Hein- 
richs V.  d.  Türlin  7,  63. 

Güntert,H.  Eeimwort- 
bildungen  3,  81.  rec. 
3, 104.  Altisl.berserker- 
geschichten  14,  238. 18, 
118. 

Günther, A.  Germanen- 
statuette aus  t^rmitz 
2,  121. 

Günther,E,  Turnlieder- 
buch 17,  95. 

Günther,  J.  H.  A.  rec. 
15,  91. 

Günther,  H.  L.  Tieck 
1,  89. 

Günther,  L.  Speise- 
karte des  landstrei- 
chers  8,  4i. 

Günther,  0.  Hasen- 
tödter  9,  38. 

Gürtler,  H.  rec.  4,  1^,2. 
:  18,119,'^.  145,1.2.3.5.6. 
I  Gusinde,  K.  Blaubart- 
lied 17,  39.  rec.  (14)  10, 
i      93- 


Graebncr — Häusler. 


175 


Guth,  G.    Alexander  7. 

Gutmacher,  E.  Wort- 
kunde 6,  n.   8,  97. 

Gutmann,  J.  Dram. 
einheiten  bei  Ben  Jon- 
son  16,  2'^9. 

Guttmann,  A.  Klang- 
liche konstanten  3,  26. 
5B,3\.  33.  36. 

Gutzmann,  H.  Ge- 
wöhnung und  gewohn- 
heit  3,  6.  Wesen  der 
nasalität  3,  7. 

H  a ap  e ,  W.  Beiträge  aus 
dermundart(13)10,  ^9. 

Haas,  A.  Greif swalder 
sage  18,  \{5. 

Haas,  J.  Frz.  syntax 
3,  60. 

Haas,  L.  J.  rec.  7,  33,U- 

Häberlandt,  M.  rec. 
3,  \o^. 

Häberle,  D.  Badische 
kolonien  in  Südrußland 
(14)  10,  39. 

Habermann,  P.  rec. 
9,  3^. 

Hackler,  F.  Konsonan- 
tismus der  Wittgen- 
steiner ma.  (14)  10,  53. 

Hadlich,  Marie.  Be- 
deutungswandel 3,  5'^. 

'ladow,  G.  E.  Chaucer 
16,  \58.    rec.  16,  27. 

Haeberlin,K.F.  Briefe 
an  Klüber  1,  ^3^^. 

Hafstein,  H.  1  hafis- 
num  14,  29. 

Hagen,  J.  Akk.  c.  inf. 
8,  ^8. 

Hagen,  von.  Die  Indo- 
germanen  3,  ^05.  rec. 
15,  2^^. 

Hagen,  P.  rec.  7,  \o\. 
18,  ^on.^o. 

Hagenbring,P.  Ehyth- 
mus,klangfarbe,sprach- 
melodie  5B, H5. 

H  se  g  s  t  a  d  t,Marius.  Kyn- 
lause  pronomen  1,  U'';- 

Hahn,  Ph.  Maria.  Bert. 
Kiehl  1,  67. 


Hahn,  ß.  Fund  mittel- 
alterlicher   gefäße     2, 

\67. 

Hall,  E.  A.   Spenser  16, 

278. 
Hall  er,    J.     Marbacher 

annalen  20,  75. 
Hälsig,  F.   Volkskund- 
liches 17,  36. 
Halter,    E.      Deutsche 

spräche  5,  6. 
Hamdorf,   G.     Beuters 

Kapteihn  11,  66. 
Hamel,  A.  G.  van.  rec. 

11,  5.   56. 
Hammer,    H.       Dansk 

ordbog  14,  6^ 
Hammond,El.Pr.  'Fall 

of  princes"  16,  isi-.  rec. 

16, 167, ^ 

Handeck,  Joh.  Egerer 
Urkunde  7,  \^6. 

Hanemann,  O.  Kano- 
nikerregeln Chrode- 
gangs  20,  \\6. 

Hanenberg,  Alb.  Nie- 
derrh.  dialektgeogr.  11, 
22. 

Hanke,  L.  Wortstellung 
im  schlesischen  (13)  10, 
72. 

Hankel,  C.  Sprach- 
grenzen im  nördlichen 
Thüringen  (13)  10,  67. 

Hannaas,  T.  Maaltere; 
Eobyggjalaget  14,  ^9^. 

Hannesson,  G.  TJnga 
folkid  14,29. 

Hannink,  Osk.  IJlr.  v. 
Zatzichoven  7,  89. 

Hansemann,  D.  von. 
Aberglaube  18,  ^8. 

Hansen,    A.       Ags. 
Schmucksachen  15,  21. 

Hansen,  ß.   Aug.  Sach 

1,  68. 

Hantschel,F,   Ign  .Pe- 
ters 1,  66. 
Härder,  F.     rec.  3,  ^05. 
Harling,  O.  v.     rec.  7,. 

Harmann,  E.  G.  Ed- 
mund Spenser  16,  275. 


Harnack,A.  TertuUians 
bibliothek  20,  2^2. 

Härtel,  M.  H.  Meier 
Helmbrecht  7,  93. 

Hartenstein,  C.  Schul- 
liederbuch 17,  {O'k. 

Hartenstein, L.  17,29. 

Hartmann,  J.  Uhlands 
brief  wechseil, 92.  Sachs 
9,  ^52. 

Hartmann,  J.  W.  Gon- 
gu-Hrolfs  saga  14,  2'58. 

Hartmann,  K,  rec.  3, 
^88,6. 

Hartranft,     C.     D. 
Schwenkfeld  9,  U9- 

Hartwig,  H.  rec.8,79,^. 

Harzmann.  Kommers- 
bücher 17,  ^02. 

Hasenclever,  A.     rec. 

9,  H6.    ^^7. 

Hassink,  Bog.  Bijm- 
bijbel    van     Maerlant 

12,  ^4. 
Haßmann,  Hub.    Mda. 
des  Egerlandes  (14)  10, 

Hastenpflug,  Fr.  Di- 
minutiv 7,  5. 

Hathaway ,  Ch.M.  New 
Engl,  dictionary  15,  5. 

Hauber,  A.  Hss,  in 
frauenklöstern  7,  27. 

Haubold,  Fr.  Original- 
drucke und  druck- 
manuskripte     Luthers 

9,91. 

Hauch,  J.  C.  Svissarin 
14,  29. 

Hau.g.  Römische  In- 
schriften 2,  ^^^9. 

Haupt,W.  Dietrichsage 
11,  ^7.    18,  78. 

Hauschild,  0.  Kauf- 
männische   Schreibart 

1,  \:2. 

Hausen  blas,  Ad.  Gram- 
matik der  nordwest- 
bühmischen   mda.  (14) 

10,  80. 

Hauser,  A.  rec.  3,  \88,7. 

Häusler,    B.      „Iteste 

ppuren  vom  menschen 

2,  30.     Ausgrabungen 
i       2,  86. 


176 


Autorenregister. 


Hausrath,  A.     Luther 

9,  59.  :t    20,  2<18,5. 
Häußler.M.  Fabri9.  20. 

20.  283. 
H^^vekost,  E.  Vainpyr- 

-age  18.  25. 
Haynel,  "W.    rec.  5.  59. 

60.5. 
Hebier,E.  Kinderlieder 

17,  68. 

Hecht,  G.  Jüdisch- 
deutsch  17,  28. 

Hecht,  H.  Deacon  Bro- 
die  16,  \5.5. 

Hedblom,  S.  Ord  och 
uttrjxk  14,  71. 

II  e  er ,  M.  Pseudocyprian 
20.  2^9.  Cj'prian  und 
der  primat  20,  222.  rec. 
20.  2(8. 

11  e  g  i.  Fr.  Gesellennamen 

8,  +8. 
Hehle.  Zwei  bibliotheks- 

Stiftungen  in  Ehingen 

20.  275. 
Öei'delbach,    P.      Sol- 
datenlied 17,  i\S.  86. 
Heidemann,    "W.    rec. 

17,  57. 
Heiermeier,  B.    Land- 

wirtsch.  fachausdrücke 

11,  24. 
Keigl.    F.    Dram.    ein- 

heiten  bei  Dryden  16, 

Heilig,  0.  ZfdMa.  (13) 
10,  i.  Niederalemanni- 
sche mda.  von  Otters- 
dorf il4)  10,  22.  Aus 
badischen  mundarten 
<14)  10.  25. 

Heilmann,  D.  F.  Mö- 
rike  17,  ^2a. 

H  e  i  m  s,  W.  Alliterations- 
vers 5B,26. 

Heinertz,  Js.  0.  Nhd. 
felberS,  I05.  Ndl.  Wort- 
forschung 12,  55.  Seg- 
helyn  12,  55. 

Heinrich,  A.  Franz. 
Wörter  im  Engl.  15,  26. 

Heinrich,  G.Faust  9,26. 

Heinsius.     rec.   3,  170. 

Heintze,  A.  Deutsche 
familiennameu  8,  ^6. 


Heinz.  AV.   Bergmanns- 
lied 17,  ^9. 
Heitz,  Paul.    Stilkunst 

Seuses  7,  \ö^. 
Helf,  M.     'Faules  weih' 

17,  55. 
Helldorf.     Therese    v. 

Kuno  Fischer  1,  ^5. 
Hellquist,  E.  Svenska 

dryckestermer    14,   76. 

Ljudhärmande    fägel- 

namn  14,  m.    rec.  14, 

2^9.    18,  58,6. 
Helm,    K.     Ahd.   evan- 

geljo    6,    9.        Keron. 

glossar  6,  2\.   Beitr.  z. 

Wiener  Oswald  7,  77. 

rec.  3,  170.     6,  15,-^.  7. 

7,  35,1.   5.  'k.    \0.    102,2. 

^0^,3. '^.  6.  U-  {2.  \5.\^. 

20.    U6>2.    U8,2.  9,  152. 

(14)  10,  95.    17,  77.   ^29. 

^60.      18,   58,10.      HöfX. 

20,  298,8. 
Hempel,  H.  Wunderer 

7,  103.     18,  82. 

Henke.  P.  Wiegenlied- 
chen 17,  75. 

Hennig,  B.   rec.  9,  152. 

Henniger,  K.  Wunder- 
horn  17,  50.  Ringel- 
reihen 17,  66. 

Henning,   H.     Wulfila 

4,  {. 
Henrici,    E.     Barbaro- 

lexis  3,  139.  7,  6.  9, 1*1. 
Henz,  W.    Stimme  und 

spräche  3,  5. 
Henze,  H.  Allegorie  9, 

152. 

Herbst,  H.    17,  29. 
Herlenius,E.  Blakulla- 

färder  14,  265. 
Herlet.     rec.  3,  170. 
Hermann,    P.      Gesch. 

vom  st.  Grettir  14, 2 1 3a. 
Hermannson.H.  Islan- 

dica  III,  IV,  VI  14,  53. 

Story    of    Griselda    in 

Iceland  14,  203. 
Herold,  R.  Vorgeschich- 
te Erlangens  2,  96. 
Herr,  E.    'Elsaß'  8,  62. 

rec.  2,  128.    7,  -i^jS.    9, 

loa.  68. 


Herre,  P.  Die  kultur 
im  mittelalter  7,  29. 

Herrmann,  M. Theater- 
geschichte 9,  117.  20, 
269. 

Herrmann,  P.  Island 
14,  295.    rec.  14,  39. 

HerteLJ.  rec.  18,  i^^Sjf^. 

HerteljV.  rec.9,i7.  152. 

Hertling,G.v.  Albertu.^; 
Magnus  20,  6^. 

Hesseling,D.C.  Neger- 
holländisch 12.  22.  rec. 
12,  21. 

Hesselman,  B.  När. 
Närke  14,  lo^.  Tvä 
vältnamn  14,  i^*.  Sam- 
lade  skrif  ter  av  0.  Petri, 
hrsg.  14,  230.  Swänska 
Argus  14,  252. 

Hessen,  H.    rec.  3,  170. 

8,  56,2.  5.    18,  101,9. 

Hettich,  L.  Jambus 
bei  Goethe  5B,51. 

Heuberg  er,  S.  Gra- 
bungen in  Vindonissa 

2,   157. 

Heuf  t,  J.  Sprichwörter 
undredensarten  in  Mai- 
felder mda.  (\i)  10,  67. 

Heuser,  W.  Alt-London 
u.altlond.dialektlö,  55. 

Heusler,  A.  Deutsche 
kommissionl,  i03.Aisl. 
elementarbuch  14,  {^^. 
Geschichte  vom  weisen 
Njal  14,  21, 3a.  Straf - 
recht  der  isländersagas 
14,  308.  Altgerm,  re- 
ligion  18, 1 .  Burgundeii 
Untergang  18,  70. 

Heußner,Fr.  rec.3, 104. 
20,  298,20. 

H  e  y  c  k ,  Ed.  Volksname 
'Germanen'  3,  U3. 

Heyden  reich,  Aug.  An 
dree  1,  2. 

Heydt,D.v.  D. Kirchen 
lied  9,  -^8. 

Heymann,  Ernst,  rec. 
1,93. 

Heymann,  P.  Heil, 
kreuz  7,  10<^,15. 


Hausrath— Hübner, 


177 


Heyne,  M.  Beowulf  16, 

103,2. 

Heyse,  J.  Chr.  A.  Deut- 
sche grammatik  8,  7. 

H  j  ärn  e,  E.  Ordförklarin- 
garur'Spec.  vitae  hum.' 
14,  59. 

Hjelmqvist,  Th.  Ort- 
namn  med  sekundär 
användning  14,  \05. 

Hift,   J.     Eugen  17,  8^. 

Hildebrand,  K.  Lieder 
d.  alt.  Edda  14,  238. 

Hildebrandt,  K.  rec. 
20,  19. 

Hilka,  A.  Fabelliteratur 
17,  ^8^. 

Hilm  er,  H.  Schallnach- 
ahmung, Wortschöp- 
fung und  bedeutungs- 
wandel  3,  53.    15,  25. 

nintner,F.Sachs9,  Wk. 

Hintz,  H.  Mittelalterl. 
geschichtsanschauung 
20,  -^6. 

Hippe,  M.  Wort  und 
brauch  (13)  10,  72. 

Hoch,  W.  Lehre  vom 
satz  8,  H9. 

H o  ck ,  Gr.  Frühhallstatt- 
zeit 2,  71. 

Hodler,  W.  Schweize- 
risches Idiotikon  (13) 
10,  \2.  (14)  10,  7. 

Hoepfner,  E.  rec.  20, 
298,u. 

Hoernes,  M.  Gräber- 
funde 2,  69.  rec.  2,^^.60. 
6\.  U3.  \\8. 

Höfer,  A.  Die  nassau- 
ische spräche  (13)  10, 56. 

Höfer,  E.  Volksmund 
17,  180. 

Hofer,  J.    rec.  20,  56. 

Hof  er,  St.  rec.  1,7^;^.  90. 

Hoffacker,K.  Sprüche 
17,  180. 

Hoffmann,  A.  Straßen- 
namen 8,  77.  Hl.  Au- 
gustinus 20,  85. 

Hoffmann,  P.  F.  L. 
Wörterbuch  der  deut- 
schen spräche  8,  9*^. 


Hof f mann-Kra3'er,  E. 
Schweizerische  volks- 
kundeliteratur  des  Jah- 
res 1913  (14)  10,  6.  Zu 
Straßburg  17, 82.  Feste 
und  brauche  18,  '{6,  rec. 
(14)  10,  93.  17,  90. 

Hofker,  C.  F.  Fost- 
broedrasaga  14,  238. 

Hofmann,  H.  Enchiri- 
dion  9,  '{O). 

Hofmeister,  A.  rec. 
18,  \0\,^.    20,  298,1.  17. 

Hofstädter,  F.  Zum 
(sieb.-sächs.)  wtb.  (13) 

10,  62.    rec.  (13)  10,  85. 
Hof  staetter,  W.  Gym- 
nasialunterricht 1,  12')^. 

Hohberger,  C.  ß.  Wag- 
ners Parsifal  7,  99. 

Hohn  baum,W.  Sünden- 
fall 11,  55. 

Holder,  A.  Reich enauer 
handschriften  20,  8. 

Hollenberg,  A.Woord- 
geslacht  12,  \5. 

H  o  1  m ,  P.  Svensk  spräk- 
rensning  14,  87. 

Holsten,  R.    Coccinella 

11,  4:0.       Sprache  des 
Weizackers  11,  39. 

Holtermann,  K,  Welt- 
lit.  3,  188,6. 

Holthausen,  F.  Fest- 
schrift für  Morsbach 
1,  112.  Altengl.  reim- 
liedl,  U2.16,  15,^^.  (25. 
Wortmischungen  3,  97. 
Ältere  Genesis  16,  ;07. 
Ae.  rätsei  16,  u 9.  Sir 
Perceval  16,  190. 

Holwerda,  J.  H.  Stein- 
grab bei  Emmen  2,  5^. 

Holz,   G.      Nibelungen 

18,  68. 

Holzträger,    F.     Zum 

(sieb.-sächs.)  wtb.  (18) 

10,  62. 
Hommel,  Fr.    Zum  na- 

menderPlejaden3, 100. 
Hönn,K.  rec.  20, 298,25. 
Hoogveld,  J.  H.  E.  J. 

Thomas    van    Aquino 

20,  2^8. 


Jahresbericht  für  germanische  philologie.    XXXVI.    (1914 


Hoogvliet,  J.  M.  Die 
geschlechter  im  Indo- 
europäischen 3,  90. 

Hoops,  .T.  Swinburnes 
Tale  of  Baien  1,  i  \8. 
Virginien  zur  kolonial- 
zeit  16,  IS,!'^.  Eeal- 
lexikon  der  germ.  alter- 
tumskvinde  2,U5.  19 A, 
15. 

Hopf,  W.   Vilmar  1,  93. 

Höpfner,  B.  Inus- 
brucker  osterspiel  7, 
U8,l. 

Hörburger,  Fr.  Adjek- 
tivflexion  7, 1.(14)10,12. 

Hörle,  G.  H.  Früh- 
mittelalterl.  mönchs-u. 
klerikerbildung  20,  -^8. 

Hörlen,  M.  Seder  och 
brnk  fr.  s.  Ingelstadt 
14,  26'5-. 

Hörstel,W.  Devitsches 
Volkstum  in  den  ita- 
lienischen alpen  (13) 
10,  35. 

Horten,  F.  Sprache  De- 
foes  15,  38. 

Hört  er,  P.  Basaltlava- 
industrie 2,  101. 

Hotz,  W.  Flurnamen 
der  grafschaft  Schlitz 
8,  79,'^. 

Hotzy,  Fr.  Gebetslite- 
ratur 7,  37. 

Hoursch,  A.  Kölsche 
krätzscher  17,  217. 

House,   R.  T.    rec.  18, 

58,U. 

Hoverka,v.   rec.  2,  u 8. 

Hovgaard,  William. 
Voyages  of  the  Nor- 
semen   to   America  2, 

Howells,  W.  D.    Lau- 

rence  Dunbar  16,  236. 
Hub  er.  Fr.  Wortbestand 

badischer     maa.     (13) 

10,  18. 
Huber,   P.    rec.  2,  180. 
Hübner,  A.  D.W.4.bd., 

1.  abt,  6.  teil,  1.  lief. 

8,91.  rec.7, U6,3.  8,3ci. 
)    II.  Teil.         12 


178 


Autorenregister. 


Hückel,G.A.  rec.3,  ^24;. 
Huet,  Q.  rec.  18,  85,3. 
HulbertjJ.  E.  Chaucer 

16,  ^67, 3. 
Hüllen,Ferd.Friedricli- 

Wilhelms-gymn.        in 

Trier  1,  ^37. 
Hultin,  A.    Litteratur- 

ocli  lärdomsliistorien  i 

Finlaud  14,  22 ^ 
Hultman,  0.  F.    Upp- 

komsten     av     bildade 

talsvenskan  i  Finland 

14,  \5^. 
Humbert,    A.     rec.  20, 

298,32. 

H  u  m  b  0 1  d  t ,  W.y .  Schrif- 
ten 1,  ^\.  \08. 

Huemer,  J.   rec.  20,  39. 

^72. 

Hümpfner,  W.  Hein- 
rich von  Freimar  20, 
159. 

Hünnerkopf,  ß.  De- 
scriptive  poetik  3,  183. 
7,  ^3.  Thidrekssaga  18, 
80. 

Hünermann,  Fr.  Buß- 
lehre des  hl.  Augustin 
20,  90.  91- 

Hunt,  Th.  W.  Engl, 
literary  miscellany  16, 
\5. 

Hüsing.G.  Doiclan  17, 
27.  Eübenzagell8,  Ul- 

Huß,  E.  Az  erdelyi  ne- 
met  nyelvjärästanul- 
mänyozäs  mai  älläsa 
(l3)10,-^6.Zunnsiebeab.- 
.sächs.)  wtb.  (13)  10,  62. 
Siebenbürgisch  -  deut- 
scher Sprachatlas  (14) 
10,  90.    rec.  (13)  10,  85. 

Hüttmann,  E.  Part, 
präsentis    b.    Lydgate 

15,  95. 

Ihmels,  L.  Dogma  Lu- 
thers 9,  88. 

Ilgen,  Th.  11000  Jung- 
frauen 18,  100. 

Imelmann,  E.  Chau- 
cer's    House   of  Farne 

16,  ;63.   rec.  16,  [.  193. 


Imme,  Th.  Orts-  und 
flurnamen  8,  "8.  Volks- 
rätsel 17,  202.  Geburt 
u.  kindheit  18,  5'^;. 

In  gl,   F.    Schenkenlied 

17,  29. 
Intekof  er,E.  rec.3,  {21^. 
Israel,  G.   Tugendlehre 

Bonaventuras  20,  \\\. 
Iversen,ßagnvald.  Sjo- 

mandssprog  1,  U'^-  J^^c. 

14,  H52. 
Iwer,  Joh.    Modaslchre 

des  Renners  7,  65. 

Jacob,  K.  H.  Altstein- 
zeitliche fundstelle 
Markkleeberg 2,35.  Hü- 
gelgräber 2,  \oo.  rec. 
2,  60. 

Jacobi,  H.    Sigillata  2, 

Jacobson,  Lis.  Spro- 
gets  forandring  3,  7\. 
14,  x^/k-  Grosch  9,  32. 
PederPalladius  danske 
skrifter  14,  238.  Ny- 
fundne  runeinskrifter 
i  Danmark  19A,2i.  L.F. 
"Wimmer  de  danske  ru- 
nemindesmserker  19A, 
37. 

Jacobsohn, F.  Schlacht 
bei  Sempach  7,  ^9. 
Histor.  Volkslieder  17, 
78. 

Jacoby,  A.  Bamberger 
blutsegen  7,  \\5. 

Jag  er,  Th.de.  Mnl.  lied 
lied  12,  52. 

Jakobs,  H.  Namen  der 
wohngebäude  15,  29. 

James,  M.R.  Catalogue 
of  Gonville  and  Cains 
College  20,  5.  St.  Boni- 
face's  poem  to  Nithar- 
dus  20,  U'^-  Collectanea 
Franciscana  20,  \^\. 

Janko,  J.  Nibelungen- 
lied 1,7\.    rec.  3,  170. 

8,  96,2. 
Jansen,    M.     Historio- 
graphie der  deutschen 
geschieh te  20,  m. 


J  a  n  t  z  e  n ,  H.  Got.  Sprach- 
denkmäler 4,  2.  rec. 
3,  188,2.  15,  77.  18,85,5. 
U9,'Z- 

Jaquin,  M.  Le  Pascase 
Eadbert  20,  2211. 

Jarrett,  B.  S.  Antonio 
and  medieval  econo- 
mics  20,  53. 

Je  cht,  R.    Hussitenzug 

1,  \5{. 

Jecht,  W.  Lieder blatt 
17,9'!. 

Jecklin,  F.  Urbar  v. 
St.  Peter  7,  i^o. 

Jef  f  erson,B.  L.  Queen 
Anne  16,  157. 

Jelinek,  F.  Wörter- 
buch 7,  5,2. 

Jellinek,  M.  H.  Minne- 
sangs frühling  7,  106. 
Nhd.  grammatik  8,  6. 
Archipoeta  20.  80.  rec. 
5,  8,'!. 

Jensen,  A.  rec.  3,  71. 
14,  19-^. 

Jensen,  J.  S.  Crone. 
rec.  3,  ^5. 

Jensen,  K.  S.  Calques 
linguistiques  1,  1 13. 
Sprogvidenskaben3,7 1. 

Jespersen,  O.  Lehr- 
buch der  phonetik  3. 
28.  8,  1.  Elementar- 
buch 3,  28.  Sprogets 
logik  3,  15.  Energetik 
der  spräche  3,  19.  Tid 
og  tempus  3,  93.  En- 
gelsk  fonetik  15,  77. 
Modern  syntax  15,  90. 
Engl,  language  15,  3. 
rec.  3,  71.  15,  77. 

Jessen,  E.  Notitser  14, 

77. 
Jiriczek,  O.  L.    Armi- 
niuslieder  bei  Tacitus 

2,  12^^.    rec.  18,  85, lo. 
Joachimsen,    P.     rec. 

20,  298,30. 
Jode,    F.     Kinderspiele 

17, 72.  Musketier  17, 109. 
Johansson,  K.  F.  Ono- 

matologiska  bidrag  14, 

106. 


Hückel— Keller. 


179 


Johnson,  0.  Indef.  re- 
latives in  Old  Engl.  15, 
104:.  Oldengl.  adverbs 
and  conjunctions  of 
timo  15,  \08. 

Johnsson,  P.  Sägner 
frän  Skäne  14,  265. 

Johnston,  A.  W.  Kag- 
narök  18,  ^^2. 

Johnstou.H.  Phonetic 
spelling  3,  22. 

J  6  a  a  s  s  o  n ,  J.  Um  p jöd- 
trü  Dg  pjodsidi  Islen- 
dinga  14,  266. 

J  0  n  e  s ,  D.  Phonetic  dic- 
tionary  15,  77. 

Jones,  H.  S.  V.  Piers 
Plowman  16,  ^9^. 

Jönsson,  P.  Aefisaga 
min  14,  29. 

Jönsson.  F.  Lexicon 
poeticuml4,63.  Oldisl. 
ordsprog  14,  6'^.  Is- 
landske  elvenavne  14, 
(07.  Norsk-isl.  skjalde- 
digtningll.  bd.  14,200. 
Norsk  isl.  skjaldedigt- 
ningl4, 238.  Godafrsedi 
Nordmanna  14,  2^9.  Is- 
landske  folkeviser  14, 
253.  Godafroedi  18,  3. 
rec.  14,  {ik^.  238.  290. 

Jönsson,  Finn.  Lögberg 
hid  forna  14,  282. 

Jönsson,  J.  Vikinga- 
saga  um  herferetir  vi- 
kinga  14,  2\5.  Aett 
Haralds  hildit  14,  2(5. 

Jön§son,  M.  Saga  Is- 
lands 14,  29. 

Jönsson,  P.  Hsed  Islen- 
dinga  14,  24. 

Jordan,  H.  rec.  20,  239. 

Jordan,  R.   rec.  15,  36. 

^8. 
J o  r  6 1 ,  Ch.  Noms  de  lieu 

2,  (76. 
Jostes,Frz.  Entstehung 

des  Heiland  11,  72. 
Joung,  K.    Easter  play 

8,  (68. 
Joyce,  P.W.  Irish place 
names  15,  32.- 


Jud,  ,J.    Mots  allemands 

d'origineromaneS,  (60. 

rec.  3,  (0-^. 
Juethe,    Er.      Hiltbold 

7,  ((6,3. 
Junck,  V.    Gralsage  7, 

(0(.     rec.  7,  33,2. 
Jung,    F.     rec.  15,  ((6. 

16,  72,2.   80.   26'^. 
Jungbauer,  G.   Biblio- 
graphie  17,  (29.     rec. 

17,  (29. 
Jungner, H.  KungOrre 

14,  89.    18,  -^5. 
JungwirthjE.  Kinder- 
reime 17,  29.  Rätsel  17, 
200. 

Kabilinski,     F.      Jak. 

Grimm  1,  29. 
Kade,  R.  Scandellus  9, 

Kaemmel,0.  rec.  1,  20. 

KalbfußjH.  Bologneser 
ars  dictandi  20,  37. 

Kalbow.W.  Germ.  Per- 
sonennamen 3,  (6(.  8, 
5^,3. 

Kaiinka,  E.  rec.  3,  (O'^. 

Kalff,  G.  Inleiding  to 
de  Studie  der  lit.-ge- 
schiedenis  3,  (86.  Over 
Marnix  12,  59.  rec.  12, 
39. 

Kalkoff,    P.      Luthers       kalden  (14)  10,  32 
röm.  prozeß  9,59.  Lu-|Kawerau,     G.      Buch- 
thers werke  9,  6ö.  1      holzer  9,  29.     Luthers 

Kailiefe,  H.  Hohen-  werke  9,  6^.  Luthers 
salza  2,  65.  Hügelgrab  briefwechsel  9,  7^.  Me- 
von  Schedboiewitz  2,  lanchthon  9,  (0(.  rec. 
^08.  77.   78.   82.  96. 

Kallstenius,  G.     Fik-p^e.^?®^/ /\    ^^"^^  ^"^ 
tiva   ortnamn  i  Gösta'      ^.^'"P*^^^  1^' '^S. 
Berlingssaga  14,  (08.      B:eiper,Ph.  Ortsnamen 

Kalund,    Kr.      Alfraedi 

Islenzk  14,  2('^. 


Karlfeldt,  E.  A.  Luci- 
dor  14,  222. 

Karsten,  H.  T.  Com- 
mentaar  op  Augustinus 
de  civitate  dei  20,  87. 
Augustinus  over  het 
godsrijk  20,  95. 

Karsten,  T.  E.  Sven- 
skarnas  Bosättningar 
iFiuland2,  ((<^.  3,  (63. 
14,  283.  Ein  europäi- 
scher verwandtschafts- 
name  3,  (0(.  Germ, 
lehn  Wörter  im  Finni- 
schen 3,  (6-^.  Tillägg 
14,  (09.  Harjavalta  och 
Raitio  14,  (09.     Tiwaz 

14,  ((0.     18,  28. 

Kassel.  Sprüche  im  el- 
sässischen  volksmund 
(13)10,  2 (. 

Kastner,  L.  E.  Will. 
Drummond  16,  23 (. 

Kat  Pzn.  P.  Klank  en 
symbool  12,  6. 

Kath,  P.  Sigiberti  con- 
tinuatio  Aquicinctina 
20,  233. 

Kauff mann,  Fr.  Deut- 
sche altertumskunde 
2,  (28.     rec.  2,  ((6. 

Katifmann,     G.       rec. 

1,  (3(.    (32. 

Kaupert,  E.  Mundart 
der  herrschaft  Schmal- 


Kamban,P.    Fasil4,29.  | 
Kammerer.  ZuMantua 
17,  (2^. 

I  Kamp,  A.    Altengl.  ge- 

j      nesis  15,  76. 
Kapff ,  R.    rec.  (13)  10, 

I       22.   85.      17,  32.    (29. 


in  Goethes  'Götz  von 
Berlichingen'  8,  73. 
Pfälzer  appellativna- 
men  (13)  10,  w. 
K  e  1 1  e  r ,  A.  Handwerker 
17,  2(6. 

Keller,  J.  Reden  1,  1^3. 

(09. 
Keller,  K.     Gregor ius- 

legende  16,  (75. 
12* 


ISO 

Keller,  ß.  A.  Univer- 
sität Heidelberg  1.  \5{. 

Kellner,  H.  Bastlöse- 
reim 17,  29. 

Kempeneers,  A.  Yel- 
deke  12,  45. 

Kentenich,  G.  Hand- 
schriften der  Stadt- 
bibliothek Trier  20,  \2. 

Ken  von,  J.  S.  Ye  and 
Yo'u  15,  80.  reo.  15,  Ul- 

Ker,  W.  P.  Engl,  lite- 
rature  16,  ;7.2. 

Kern,  Fritz.  K.  Zeumer 

1,  \o\. 

Kern.  J.  H.  Ae.  Christ 
—  ne.  Oven  15,  28.  Lei- 
dener rätsei  16,  ;20. 
rec.  15,  88. 

Kerrl,  A.  Satzschluß  u. 
versschluß  15,  122. 

Keßler,  F.  Morsheim  9, 
104. 

Keßler,  H.  Fünffüßiger 
Jambus  bei  Grabbe  5B, 
2^. 

Kettnacker.  Lieder  17, 
33. 

Keuffer,  M.  Hand- 
schriften der  stadt- 
bibliothek  Trier  20,  \2. 

Kjaer,  A.  Gaardnavne  i 
Bratsberg  14,98.  Gaard- 
navnet  Jarleif  14,  \\\. 
Sted&navne  14,  \  \2.  rec. 
3,  \2\. 

Kieckers,  E.  Sclialte- 
sätze  8,  \5. 

Kiekebusch,  A.  Bücher 
funde  2,  ^05.  Siedlung 
von     Lagardesmühlen 

2,  i  22.  Wendisches  dorf 
Clößnitz  2,  ;78. 

Kinateder,    G.      Mhd. 

lesebuch   7,  <l;'k,2.     rec. 

2,  t28. 
Kirchberger,  J.  Eger- 

länder    Wortforschung 

(13)  10,  35.  42. 
Kirchhoff,    J.     Karls- 
sage 16,  65. 

Kirchner,  G.  Abgren- 
zung des  Zentralthü- 
rrngischen   (13)  10,  66. 

(14)  10,  75. 


Autorenregister. 

Kirfel,  W.  Schlegels 
u.  Lassensbxief  Wechsel 

1,-2. 

Kirtlan,  E.  J.  B.    Beo- 

wulf  16,  99.  ;o2. 
Kisch,  G.     Zum  (sieb.- 

sächs.)  wtb.  (13)  10,  62. 
Klaatsch,    H.     Paläo- 

lithische     skelettreste 

2,  26. 

Klaeber,  Fr.  Jüngere 
genesis  16.  ^08.  Later 
genesis  16,  H09.  Grän- 
delsmor    18,  60.      rec. 

3,  170.      16,  92,^.    96. 

^03, 3. 

Klapper,  J.Armer  Hein- 
rich 7,  59.  Privatgebet 
9, 6.  Zauberer  V.  Magde- 
burg 18,  95.  Erzäh- 
lungen des  mittelalters 
20,  22.    rec.  (14)  10,  93. 

Klee,  Fr.  Enjambement 
bei  Chaucer  15,  ^25. 
Chaucer  16,  ^66. 

Klee,  G.  Die  alten  Deut- 
schon 2,  H60.  Grund- 
züge d.  d.  litg.  5,  59. 

Klein,  J.  Oberbergische 
redensarten  (14)  10,  70. 
17,  ;88.  Sittenlehre  des 
D.  Scotus  20,  \5^. 

Klein,  W.  Dialekt  von 
Stokesley  15,  50. 

Kleinmayr,  H.  von. 
Bleyers  Schlegel  1,  79. 

Kleinpaul,  E.  Länder- 
u.  Völkernamen  8,  79, \. 
Ortsnamen  im  Deut- 
schen 8,  79,2. 

Kleinschmidt,  B.  Der 
hl.  Franziskus  20,  {i^e. 

Kleinstück,  H.  Waldis 
5B,5^    9,  ^52. 

Kleukens,C.H.  Wick- 
ram 9,  ^'^'^. 

Kleyntjen,J.  rec.  15,77. 

Klier,  K.  Volkslied  17, 
29.     Eätsel  17,  200. 

Klingemann.  Oster- 
lieder  17,  59. 

Klinghardt,  H.  ArK- 
kulations-  und  hör- 
übungen    3,  9.      Aus- 


.sprache  der  Deutschen 

3,19- 

Klipstein,  W.  Vergl. 
Syntax  3,  \5<{. 

Klockhof f,  O.  )ndreks 
saga  af  Bern    14,  2^. 

Kloeke,  Ges.  Ma.  von 
Finken wärder  11,  06. 

Kloos,   W.     rec.  12,  62. 

Kluckhohn,  P.  Minne- 
sang als  Staudesdich- 
tung 7,  ^6. 

Kluge,     Fr.  Unser 

Deutsch  1,'^5.  uo  Kul- 
turwerte der  spräche 
1,  ^2'^:.  Etymologisches 
Wörterbuchs,  \38.8,92. 
Urgermanisch  3,  J;70. 
Elemente  des  Got.  4, 
Hjl.  Deutsche  wortbil- 
dungslehre5,8,'^.  Wort- 
forschung 8,  90. 

Kluyver,  A.  Histo- 
rische Studie  der  syn- 
taxis3,56.  Lapsitexillis 
7,  ^o^a.     rec.  12,  69. 

Knauer,  F.    Zur  Rust- 

frage  3,  U9• 
Knoop,0.  Kluge  königs- 
tochter  18,  m. 

Knopp,  Fr.  Die  libri 
Carolin!  20,  45. 

Knortz,  Karl.  Vögel 
18,  H2. 

Knudsen,  G.  Sydsjael- 
lansk  navneskik  14, 
U3. 

Knudsen,  J.  rec.l2,29a. 

Kober,  A.  Marien  dich - 
tung  6,  ^4.  7,  7.   9,  5. 

Koblischke,  J.  Orts- 
namenkunde 8,  60. 

Koch,  E.  A.    Merlin  16, 

^86. 

Koch,  H.  Tertullians 
laienstand  20,  243. 

Koch,  J.  Chaucer-lite- 
ratur  16,  139.  {^0.  H48. 
^5^.  Canterbury  tales 
16,  167, ^  rec.  15,  93. 
16,  ^67,3.  5. 

Koch,P.  Arische  grün d- 
lagen  der  bibel  3,  ^23. 

Koch,  W.    rec.  9,  85. 


Keller— Kronfuß. 


181 


K  o  c  k ,  A.  Belysning  av 
ett  g.  i  lagt.  möt.  ord. 
14,  66.  Nord,  ord  och 
uttryck  14,  ^i^9.  Um- 
laut u.  brechung  14, 
1 62.Brytningen  i  f  ornn. 
spräk  14,  ^63.  Till  Ar- 
kiv  XXVI,  339  ff.  14, 
^63a,  Part.  pass.  altn. 
öt.  ve^bal4,^72.  Svensk 
ljudli.II14,\9^.  Suffix 
der  part.  pass.  9A,22. 

Kock.  Eigentumsver- 
raerke  17,  ^82. 

Koenen,  K.  altthürin- 
2;ische  funde  19A,2^. 

Koepp,  Fr.    rec.  2,  \2^. 

Koeppel,  E.  Amor  u. 
Psyche  in  England  16, 
68.    Edmund   Spenser 

16,  276. 

Koerth,  A.  Eogasener 
ma.  11,  tj^\. 

Köferl,  Jos.  Eigen- 
schaftswort im  eger- 
ländischen  dialekt  (13) 
10,  ^\. 

Koffmane,  G.  Luthers 
werke  9,  6-^. 

K  3  g  e  1 ,  E..  Ahd.  a.  andd. 
Hteratur  19A,23. 

Kögler,  H.   Brant9,  ^2. 

Kohfeldt,  Gr.  Epos, 
didaktik  9,  \. 

Köhler,  C.   Spinnstube 

17,  \2^.    rec.  17,  ^29. 
Köhler,    Fr.      Tatian- 

glossar  6,  29. 
Köhler,  J.     rec.  3,  ^2'^. 
Köhler,   W.     Eeforma- 

tionsgeschichte    9,   58. 

59.  Zwingli  9,  ^'^9.  rec. 

9,  68.   76.   77.   78.   79. 
Koht,  H.    Setningslsere 

1,   w^.     Historieskriv- 

ning  under  kong  S  verre 

14,  206.    Norw.  könig- 

sagas  14,  207. 
Kolb,    P.     rec.  8,  28,2. 

18,  58, ^ 

Kolbe,  P.  R.  Variation 

6,  25. 
Kolbe,Th.  Konjugation 

d.  Lindisf.  ev.   15,  88. 


Koldewey.      Jung- 
deutschland 17,  \06. 

Koller,  L.  Deutsch- 
österr.  Schulwesen  20. 
268. 

KolsrudjO.  Navneskik 
paa  Hedmarken  14,  \\i\. 
Ukjendte  hov  i  Leten 
14,  28-1;.     18,  33. 

Kolsrud,S.  Heidmarks- 
brev  14,  ^89. 

Kolsryd,  S.  Biskops 
Nilss0ns  visitatsbeker 
14,  \8\. 

König,  E.  Peutinger- 
studien  20,  289. 

König,  H.  rec.  3,  ^88,2. 
6,  \5,2.  7,  5,3.    ^0^,9.  26. 

Konow,  Sten.  Indiske 
sprogverden  1,  { H4;. 

Kon r ad,  K.  Studenten- 
schaft 9,  152. 

Koopmans,  J.  rec.  12, 
69. 

Koperska,A.  Religiöse 
Orden  u.  profanwissen- 
schaften  20,  ^9. 

Kopp,  ß.  Vaterland  u. 
Vaterlandsliebe  20,  51. 

Kopperschmidt,  H. 
Hildesh.  Urkunden  7,^6. 
11,  29. 

Kör  her,  K.  Eömische 
Inschrift  2,  n^^s. 

Körner,  E.  Alberus  9, 
\0. 

Körner,  J.  A.W.Schle- 
gel 1,  73.  Briefe  von 
A.  W.  u.  Frdr.  Schlegel 

1,  75.  Nibelungen  7, 
10'J:,20.    rec.  1,80.  5,57. 

Kosch.     rec.  18,  U9,'^- 
Kossinna,     G.       Paul 
Höfer  1,  36.  Goldreich- 
tum 2,  60.    Goldgefäße 

2,  62.  Depotfund  2,  66. 
Herkunft  der  Germa- 
nen 3,  X2'\. 

Kostial.J.  Deutschruth 

(13)  10,'  36. 
Kotek,    G.    V.     Jodler 

17,  29. 
Kövi,   E.    Eedensarten 

aus  Zipsen  (13)  10,  78. 


Die  Zipser  mundart 
(13)  10,  79.  's  Pisen- 
stetzchen  (14)  10,  92. 

Krabbo,  H.  Urkunden 
d.  markgr.  v.  Branden- 
burg 7,  152. 

Krage,  Fr.  Immessen 
11,  5^^.   72. 

Kralik,  D.  von.  Deut- 
sches Wörterbuch  1,103. 
Neitharts  tanzlieder  7, 
X\\.  Die  deutschen  be- 
standteüe  19A,17.   rec. 

6,  15,6.    8,  56,1. 
Kramiär,   K.    Die  Ger- 
manen des  Tacitus  2' 

123.    3,  111. 
Kr  am  er.     Spät-Latöne- 

siedelung  2,  82. 
Kraus,    C.    von.     Mhd. 

Übungsbuch      7,    'k'kjX. 

Konr.    V.    Heimesfurt 

7,  68.  Wigalois  7,  95. 
Reinbot  7,  10^,21. 

Krauß,  E.     rec.  1,  92. 
Krebs,  E.    rec.  20,  129. 
Kr  eil,   L.     Sprache  Fi- 

scharts  8,  38. 
Kremser,    "W.       V.    v. 

Scheffel  1,  71. 
Krieg,  E.    Mülverstedt 

1,  65. 
K  r  i  n  g  s ,  T .  Fremdwörter 

aus  der  Mitteleifel  (13) 

10,  59. 
Kristensen,  E.  T.  Fol- 

kegaarder  17,  20'^. 
Kristensen,  M.     Syd- 

slesvigske  landsbynav- 

nel4,  ii5.TilEvaldsor- 

logssangl4,2l;3  .Danske 

viser  f ra  adelsvisbeger 

14,251. 
Kr  oh,  W.    Nassauische 

dialektgeographie  (13) 

10,  57.    rec.  (13)  10,  85. 
Krohn,  E.     Schwaches 

adjektiv  b.  Alfred  15,9^^. 
Kroll,  W.  rec.  18,58,8. 

20,  298,19.   22. 
Krömer,     G.       Präpo- 
sitionen  i.   d.  genesis 

7,  ^^9- 
Kronfuß,  K.    Volkslied 
17,  5.  29. 


182 


Autoreurearister. 


Krönig,  F.  Kinderlieder 

17,  72. 
Kropatscliek,  H.    reo. 

9, '^S. 
Kr  öS,     E.        Hamburg. 

haussprache  1,  \22.  11, 

55. 
Krüer,  F.     Bindevokal 

6,  2. 
Krüger,  Chr.    Quellen- 

forschungen  zu  Eeuter 

11,  67. 

Krüger,  G.  Engl.  Syn- 
tax 15,  92.  Schwierig- 
keiten des  Engl.  II,  1 
15,  m.  Sinnverwandte 
Wörter  des  Engl.  15, 
^ 2.  Synonymik  15,  U6- 

Krüger,  Johanna.  Frdr. 
Schlegel  1,  80. 

Krüger,  V.  A.  D.  lit.- 
lexikon  5,  57. 

Kruisinga,E.  Genitief 
meervoud  12,  \\.     rec. 

3,  28.     12,  69. 

Kruitwagen,  B.  Wijn- 
gaert  van  S.Franciscus 

12,  66.    rec.  18,  ^0^,^2. 
Krummacher,  M.   rec. 

15,  ^^2.      88.      \\\.     \\6. 

18,  \0\,3. 

Kruse,  G.  E.  Kriegs- 
lieder 17,  \\o. 

Küchler,  C,  Ein  ver- 
gessenes Germanen- 
volk 2,  \63. 

Kück,Ed.  betest  11,  ^3. 

Kuck  ei,  M.  Volkslied 
17,  29.  Volkslieder  17, 
129. 

Kühl,  E.  P.  Friends  of 
Chaucer  16,  m. 

Kuhn,  E.  Kommission 
für  Wörterbücher  baye- 
rischer maa.  (14)  10,  26. 

Kuhn,G.  J.  Volkslieder 
17,  ;29. 

Kühn,  H.  Kulturge- 
schichtl.  bilder17,  ^2. 

Kühn,  J.  Luther  und 
Worms  9,  83. 

Kühnau,B,.  Weiße frau 
1,  ^07. 


Kühnemann,  E.    Her- 
der 1,  33. 
Kummer,  K.  F.  v.    rec. 

2,  ^28.    3,  :^88,5.    5,  8,\. 

8,  28,2. 
Kummerfeld.  Sla- 

wische spuren   11,  5\. 
Kurth,  G.  Sainte  Rade- 

gonde  20,  225. 
Kurtscheid,   B.     Joh. 

von  Erfurt  20,  ^77. 
Kurz,  M.  V.     Volkslied 

17,  29. 
Kurze,  F.  Annales  Lau- 

bacenses  20,  71^. 
Kyrie,  E.  Prähist.  funde 

2,  70. 

Labriole,  P.  de.  Ter- 
tuUien  et  la  version 
latine  de  la  bible  20, 2^^  \ . 

Ladenburg,  A.  Neck- 
reime 17,  2^0.  .. 

Läf fler,L.  Fr.  Öknamn 
14,  9;.  ünderarter  av 
Ijödahattr  14,2^^  ^ .  Evigt 
grönskande  trädet  18, 
\5.    rec.  19A,36. 

Laing,  G.  J.  rec.  3,  {O^. 

Lambel,  H.  Deutsch- 
böhmische maa.  II  (14) 
10,  80. 

Lambertz,  P.  Fünf- 
füßiger Jambus  bei 
Halm  5B,25. 

Lamm,  M.  Swänska  Ar- 
gus 14,  232. 

Lampa,  S.  Grävsnäs 
historia  14,  \\6. 

Lampert.  Prähistor. 
fischerei  2,  ^5. 

Lampp,Fr.  Dieschwan- 
rittersage  in  der  lit.  3, 

^79. 

Landau,  A.  Russisch- 
jüdische  Sprache  (13) 
10,  83. 

Landau,  H.  Zweig- 
verein Hamburg  des 
ADSprV.  1,  ^22. 

Landau,  L.  Arthurian 
legends  18,  87. 

L  a  n  d  e  s ,  F.  Biedermeier- 
poesie 17,  16[. 


Landgraf,  G.     rec.  20, 

298,26. 

L  a  n  d  i ,  C.  Rabano  Mauro 
20,  ^68.  Commento  me- 
dievale  delle  Tebaide 
di  Stazio  20,  236. 

Landwehr,  M.  rec.  7, 29. 

Lang,A.  Zwingli9,  ^50. 

Langdon,  J.  Study  of 
fine  art  16,  283,2. 

Lange,  H.  Me.  rosen- 
romanfragment  16,  ^62. 

Langer,  Ed.  Deutsche 
Volkskunde  aus  Böh- 
men (13)  10,  77. 

Langer,  0.    rec.  8,  3. 

Larsen,A.  B.  Betoning 
1,  U-^;.  Vokalforlseii- 
gelser  i  norske  bygde- 
maall4,  {öt^.  Detrondh- 
jemske  dial.  apokope 
14,  ^88.  Bergensbymal 
14,  \o)q..    rec.  14,  :^55. 

Larsson,L.  En  gransk- 
ning  14,  65.  Runstenen 
i  Växjö  domkyrka-ock 
Gröpe?  14,  296. 

Lasch,  Ag.  Mnd.  gram- 
matik  11,  5.  Tonlange 
vokale  11, 72.  rec.  11, 56. 

Lassen,  Chr.  Brief- 
wechsel mit  Schlegel 
1,  72. 

Laßmann,  H.  rec.3,  \2^. 

Latouche,  R.  Melanges 
d'histoire  de  Cornoua- 
ille  20,  ^57. 

Latte,  K.  rec.  18,  58,12. 

Laub,    Th.      Omkvtede 

17,  \52. 

Lauffer,0.  Komet9.50. 

18,  \^. 

Laurand,  L.  Le  cursus 

dans  le  sacramenta  ire 

leonien  20,  28. 
Lawrence,  J.     Autho- 

rities  in  Engl,  pronun- 

ciation  15,  68. 
Lawrence,  W.J.  Eliza- 

bethan   playhouse   16, 

Lawrence,  W.  W.  rec. 
16,  1109. 


Krönig — Little. 


183 


Lawson,     A.        King's 

Quair  16,  \78. 
Lazarus,  M.  Jugend  1, 

L  a  z  a  r  u  s,Nahida.  Moritz 
Lazarus  1,  '^9. 

Leersum,  E.  C.  van. 
12,  6^. 

Lehmann,  A.  Dreiheit 
im  märchen  18,  \2i\. 

Lehmann,  P.  Huma- 
nisten 9,  n.  Vommittel- 
alter20,39.  Disputatio 
Ganfredi  et  Aprilis  20, 
^'^9.  Cassiodorstudien 
20,  X\5. 

Lehmann,  ß.  Deutsche 
poetik  5,  H3a. 

Lehmann-Nitsche,  E. 
Volkrätsel  17,  ;98. 

Leib  lein,  E.  Stabreim 
bei  W.  Morris  15,  U9. 

Leibniz.  Ausgabel,  5\, 

Leitzmann,  A.    Klein. 

ahd.   denkmäler  6,  \7. 

Isidor  6,  2'^.     Luthers 

werke9, 68.  rec. 7,^02,2. 
Leopold,  M.  Deutsches 

wörterbuchl,  ^03.  D.  W. 

12.  bd.,  1.  abt.,  11.  lief. 

8,  n- 

L  e  r  ch ,  E.  Grammatische 
terminologie  3,  68.  Ak- 
kusativ 11, 9.  Volkslied 
17,  7.  rec.  3,  59.  60. 
\7\.  8,6.  9. 

Lerche,   0.    rec.  9,  35. 

Lesetre,  H.  Une  con- 
version  classique20, 89. 

Lessiak,  P.  Deutsche 
Sprachinseln  (14)  10,  ^^  < . 
rec.  (12)  10,  85.  (14)  10, 
93. 

Leumann,  E.  Gr.  avv 
und  lat.  cum  3,  95. 

Leuthold,   H.     Ulfila. 

4,3. 
Levy,  P.     Die  maa.  im 

Deutschunterrichte(14) 

10,  20. 
Levi,  S.    rec.  18,  58,';^. 
L  e  w  a  r  k ,  H.  Windberger 

psalmen  7,  H32. 


Lewalter,  J.  Kinder- 
lieder 17,  62. 

Lewenhaupt,  E.  Ernst 
Meyer  1,  58. 

Lewy,  Ernst.  Sprach- 
mischung 1,  \07. 

Leyen,vonder.  Merseb. 
zauberspr.  6,  3\.  Mär- 
chenforschung 18,  \2ö. 
rec.  18,  X'k^j'k. 

Leyhausen,  W.  ßutz- 
sche  theorie  3,  25. 

Lichtenberg, von.  rec. 

3,  m. 

L  i  d  e  n ,  E.  Fornsvenska 
bidrag  14,  78.  Frsen- 
fjordens  namn  14,  \\7. 

Liebenau  ,  Th.  V.  Mur- 
ner 9,  ^52. 

Liebleitner,K.  Volks- 
lied 17,  29. 

Liederwald,  C.  edel 
bei  Goethe  8,  \o\. 

Liehl,  ß.   Mittel  vokale 

6,  \5,5. 

Lienan,  M.  M.  Mega- 
lithgräber 2,  \07. 

Lienhard,  A.  Butzer 
9,  {^. 

Lienhard,  Fr.     Tauler 

7,  ^37. 

Liestel,  K.  Lserebok 
i  gammelnorsk  14,  ^58. 
Sogegrunnlaget  for  ei 
isl.  folkevise  14,  25'^. 

Liljegren,  S.  B.  'Pa- 
tience' 16,  ^88. 

Lillehei,J.  Land.smaal 
movement  in  Norway 
14,  \9\. 

Lind,  E.  H.  Norsk-is- 
ländska  dopnamn  14, 
90.  Till  namnförkla- 
ringar  14,  U8. 

Lindau,  G.    rec.  8,  56,3. 

Lindeboom,  J.  Anna 
Bijns  12,  57. 

Lindelöf,  U.  Altnhbr. 
gimungo  'hochzeit'  15, 
28.  Geschichte  der 
engl,  spräche  15,  ^^2. 
Lambeth  -  psalter  16, 
WH.    rec.  3,  28.  15,  z'k- 

Lindemann,  J.  Allite- 
ration   als    kunstform 


5B,50.    Alliteration  im 
volksepos  7,  ^<j;. 

Lindemann,  Th.  For- 
meulehre des  Hürnen 
Seyfrid  8,  37.    9,  \2\. 

Lindem  ann-Ettlin- 
ger,  W.    Gesch.  d.  d. 
lit.  5,  55. 

L  i  n  d  e  n ,  H.  van  der.  Vir- 
gile  de  Salzbourg  20, 
266. 

LindkvistjH.  Middle- 
engl.  place  names  14, 
t'^9.  15,  35.  Scandina- 
vian  deposits  in  Middle 
Engl.  15,  27. 

Lindqvist,  A.  Nhd. 
schwanen  8,  99. 

Lindqvist,  S.  Ram- 
sundsbron  vid  Sigurds- 
ristningen  14,297.  19  A, 
25.  Die  ßamsunds- 
brücke  19A,26. 

Lindroth,  H.  Onödiga 
skiljaktigheter  mellan 
skrift-  och  talspräk  14, 
182.  Gottland  14,  U9. 
Een  omdebatterad  ö- 
namnsgrupp  14,  H20. 
Stiernhielms  Hercules 
14, 22*;^.  Iggdrasils harr 
18,  ;6.  Nordisk  guda- 
gestalt  18,  32.    rec.  18, 

58,3. 
Linschmann,  Th.    rec. 

3,  7{. 
Lindstam.    Folktro  18, 

50.  14,  267. 
Ling-Lander,  Y.     Ad- 

yerbiell    placering    av 

attribut  14,  24;0. 
Linnebank,    H.       rec. 

12,  62. 
Lippens,H.  Codd.Fran- 

ciscan.        bibliothecae 

Leodiensis  20,  9. 
Lippert,  E.     Deutsche 

dichtung  5,  59. 
Lithberg,     N.        Got- 

länska  sögner  14,  268. 

Gotlands  stenälder  14, 

285. 

Little,  A.  G.  Eoger 
Bacon  20,  98.  Coli. 
Franciscana  20,  \\[. 


184 


Autoreareeister. 


Ljemgren,  E.  Ord  och 
uttryck  14,  72. 

Ljunggren,  E.    Mejeri 

14,  8+. 
Lobitzer.H.  Volkslied 

17,  29- 
Lochner,  J.  Deutsches 

Wörterbuch  1,  (03. 
Loega,    G.   T.     Dictio- 

uary  of    old  icelandic 

Loesche,  G.  Vallensia 
9,  99. 

Loeschke,  S.  Muschel- 
verzierung 2,  ^^o. 

Loewe,  B.  Germ,  pflan- 
zennamen3,  ^70.  8,5S;3. 
Deutsches  Wörterbuch 

8,  96,2.     rec.  2,  ^80. 
Lrewenthal,    J.     Drei 

götternamen  14,  92. 
Löffler,  H.     Weingar- 
tener hss.  7,  35.     Ha- 
melmann9,  33.  Oester- 
reicher  9,  ^06.     Tappe 

9,  ;3;. 
Logemann, H.  Christo- 
pher  Mario we's   Mur- 
derer  16,  252. 

Lohmeyer,  E.  Ans.  v. 
Canterbury  20,  76. 

Lehre,  H.  rec.  18,  U9,2. 

Lohse,  A.  Aussprache 
in  Niedersachsen  11, 28. 

Lohß,  M.  Landwirt- 
schaftlicher Wortschatz 
i-ies  Schwäbisch- Würt- 
tembergischen (13)  10, 
2^. 

Lohwag,  E.  Vogel- 
stimmen 17,  29. 

Lommel,  H.  rec.  3,  {O'k- 

Long,  P.  W.  Spenser 
and  Sidney  16,275.  rec. 

16,  285,^ 

Lopez,  A.  Codd.  Fran- 
cisc.  bibliothecae  Tole- 
tanae  20,  {\. 

Lorentzen.F.  Soldaten- 
lieder 17,  85a. 

Lorentzen,  Th.  Flug- 
.^chriften  9,  27. 


Lorentz,  P.  52.  Philo- 
logen Versammlung  1, 
\\6. 

Lorenz,  K.  Fritz  Sta- 
venhagen  1,  ^22. 

Lot,  F.  Pseudo-Frede- 
gaire  20,  223.    rec.  18, 

Loew,  E.  A.  The  Bona- 
ventan  script  20,  2. 

Löwenthal,  F.  German. 
rätsei  7.  ^7. 

Löwenthal,  J.  Drei 
götternamen  3,  ^4:3. 

Lowes,  J.  L.  'Curoners 
two'.  16,  ^55.  Maladye 
of  Heroesl6,  ^79.  Spen- 
ser 16,  277. 

Lucas,  W.  Adj.  b.  Ulr. 
V.  Lichtenstein  7,  88. 

Lucerna,  C.  Paum- 
gartner  9,  107. 

L  ü  c  k ,  R.  Vorbildung 
f. d.d. Unterricht  1,  \25. 

Lüders,H.  Literarische 
funde  vonOstturkistan 
3,  U6- 

Ludwig,  A.  rec.  17,  ^38. 

Ludwig,  F.  Soldaten- 
lieder 17,  {[{. 

Luebke,  W.  F.  Lan- 
g^age  of  Berthold  von 
Chiemsee  8,  32. 

Luick,    K.     Mittelengl. 
Verslehre  5,  20.  15,  127.  j 
Hist.    gramm.    15,  36. 
A  good  one  15,  ;oö. 

Lundberg,  0.  Ort- 
nammsbibiiogr.  14,  '^7. 
Kanteborg  och  Gass- 
Ijunga  14,  \2[.  Här- 
nevi  14,  ^'^9.  Byaroch 
bönder  i  Alunda  14,  29s. 

Lunde,  P.  Segner  fraa 
Sogne  18,  u?- 

Lundell,  J.  A.  Ui^p- 
teckning  av  folkmäl 
14,  192.  1500-  och  1600 
talensvi.sböckerl4,256. 

Lundius,  B.  rec.  20, 
298.33. 

Lüneburg-Uetze,  H.  V, 
Hänigser  17,  55. 


Lunzer,  J.  Dietrich  u. 
Wenezlan  7,  1^7. 

Lurz,  G.   rec.  20,  298,6. 

Lustig,  W.  Paläolithi- 
sche  Skelettreste  2,  26. 

Lütcke,  H.  Meister- 
singer 7,  33, \o.   9,  \52. 

Luther,  J.  Titelein- 
fassungen 9, 8.  Witten- 
berger buchdrucker  9,9. 
M.  Luthers  werke  ü, 
6*^.  Wittenberger  buch- 
druckerpressen  9,  92. 

Luther,  Martin.  Werke 
9,  58  ff. 

Lütjens,  A.    Zwerg  7, 

SS,'^.    rec.  11,  72. 
Luijk,  P.  van.    rec.  12, 

62. 
L  y  0  n ,  0 .  Deutsche  gr  am- 

matik  5,  8,  3. 
Lyttkens,  J.  A.    Sven- 

ska  växtnamn  14,  \H5. 

Svensk  ordlista  14,  n^. 

M  a  a  s ,  H.  Spätmittelen  gl. 

texte  1,  \\8. 
Macaulay,  G.  C.    'An- 

cren  Riwle  16,  9-^.   rec. 

16,  223. 
MacCracken,     H.     N, 

Chaucer  16,  1^6.   Lj^d- 

gatiana  16,  \8\. 
MacDonagh,  Th.  Tho- 
mas Campion  16,  76. 
Mackaye,   P.     Chaucer 

16,  W. 
Mackenzie,  W.B..  Eng- 

lish  moralities  16,  ^5. 

MedwaU's  'Nature'  16, 

26\. 

MacKnight,G.  H.  Hu 
morous  tales  16,  [2^. 

Macmillan,  M.  Bruce 
of  Bannockburnl6,  \55. 

Magne vill,  A.  Bjursäs- 
mäletsordförrädl4,  ^86. 

Mahr,  A.  Prähist. Samm- 
lungen 2,  93. 

M  a h  r ,  S.  Besiedlung  des 
Linzer  bodens  2,  89. 

Mai,  E.   Mönch  Felix  7, 


Ljemgren — Meiler. 


185 


Maiander,    H.      Gätor 

17,  205. 
Maiclile,  A.   Dekret  de 

editione  et  usu  sacro- 

rum  librorum  20,  ^7. 
Maier,    K.  A.     Maifest 

17,  5^. 
Maier,  E.  Volkslied  17, 

29. 
Mair,  G.  H.    Engl,  lite- 

rature  16,  ^2. 
Malisch,  K.     Phonetik 

3,  [-. 
Manacorda,  G.   Gram- 

maticalatino-veneta20, 

5{. 
Mangold,    H.  W.    Te- 

renz  9,  [52. 
Manitias,    J.      Lieder 

17,  U2. 
Manitius,  M.  Zur  poe- 
tischen literatur  20,  25. 
Jilanly,    J.    M.     Parle- 

ment  of  Foules  1,  \\2. 

16,  ^5,9.    ^59. 
Mann,    G.      Ehythmus 

06,-^9. 
Mannucci,  U.  Andreae 

de  sancta  cruce  dialo- 

gus  20,  71. 
Mansion,    Jos.     Finale 

indo-europeenne  3,  86. 

Oudgermanisch      mis- 

cellanea   3,    \i;i\.     Ori- 

gines  du  Christianisme 

4,  5.  Ahd.  lesebuch  6, 
\5,2.  reo.  3,  \2*.  155. 
12,  69. 

Mardzsar,  E.  Legende 
des  h.  Gerhard  20,  \d2. 

Marik,  J.  Me.  g  in 
Schott,  mundarten  15, 
5".     reo.   15,  29.  \{[. 

Markolf,  T.  Kriegs- 
humor 17,  222. 

Markstaller.  Einwan- 
derung der  Bayern  2, 
;68. 

Marquart,  J.  Widsid 
1,  U3.  Herkunft  der 
aussen  3,  120. 

Marstrander,  C.  Iri- 
sche beitrage  1,  [['j(. 


Mar  teil.  Seemannslie- 
der 17,  ^7. 

Marti,  Maria.  Goethes 
Zukunft  7,  10^^,13. 

Martin,  M.  Frz.  Wörter 
im  JRheinhessischan 
(U)  10,  52. 

Martin,  E.  Untersu- 
chungen zur  rhein.- 
moselfrk. dialektgrenze 
(14)  10,  ^7. 

Marzell,  H.  Tiere  in 
deutschen  pflanzen- 
namen  8,  56,2.    (14)  10, 

4.  Pflanzennamen  aus 
Schwaben  (14)  10,  19. 
Kräuterbücher  18,  \5. 
rec.  3,  170.  8,  56,3. 

M  a  s  i  n  g ,  0 .  Quellenbuch 

5,  59. 

Massey,  Isabella.  Sie- 
ben weise  meister  7, 83. 

Mathieu,  P.  Zeppelin- 
lied 17,  29. 

Matosch,  A.  Schnader- 
hüpfel  17,  29. 

Matthaei,  Ad.  rec.  8, 
90. 

Matthaei,  K.  Minne- 
reden 7,  ^n,5.  rec.  3, 71. 

Matthews,  Br.  Ameri- 
kanische literatur  16, 
25. 

Matthias,  A.  rec.  8,  6. 

96,5. 

Matthias,  W.  Geogr. 
nomenklatur  7,  33,5. 

Maturo,  O.  Acta  di  s. 
Illuminata  20,  175. 

Matzerath,  J.  Altengl. 
geldwerte,  maße  und 
gewichte  15,  22. 

Matzura,  Kl.  Deutscher 
Sprachgebrauch  8,  25. 

Mauermann,  S.  Büh- 
nenanweisungen 9, 152. 

Maurmann,  E.  Geo- 
graphie der  deutschen 
mundarten  (13)  10,  51. 

Maus,  Th.  rec.  9,  152. 

Mauthner,  Fr.  Kritik 
der  Sprache  3,71.  Die 
spräche  3,  71. 


Mautner,  K.  Volkslied 
17,  29. 

Mawer,  A.  Engl,  place- 
namesl5, 3^^.  rec.  3. 170. 

Maximilianus.  Boec 
van  den  houte  12,  15. 
Jonitas  en  Eosafiere 
12,  50. 

Mayer,  A.  Ehythmus 
in  Goethes  Heiderös- 
lein  5B,21. 

Maync,  H.  Tirol  und 
Fridebrant  7,  101,26. 

Mazzini,D.  NoteAldel- 
miane  20,  66. 

Mead,  W.  E.  American 
dialect  dictionary  15, 
52. 

Mechel,  K.  Vier  kauf- 
männer  9,  39. 

Meer,  M.  J.  van  der. 
Gotica  4,  8. 

M  e  h  1  i  s,  0.  Vorgeschicht- 
liche befestigung  2,  99. 

Mehring,  G.  Job.  May 
über  eine  quelle  bei 
Calw  20,  288. 

Meier,  A.  Eömischer 
meilenstein  2,  117. 

Meier,  J.  Volkslieder 
17,  11. 

Meier,  M.    rec.  20,  260. 

Meillet,  A.  Genitif 
indo-europeen  1,  113. 
Parente  des  langues 
3,  72.  rec.  3,  15.  79.  81. 
101.    155.  (13)  10,  85. 

Meinhold,  P.  rec.  9,  78. 

Meisinger,  O.  Volks- 
lied 17,  31.  Volksliäder- 
buch  17, 32.  Volkslieder 
17,  129.  rec.  (14)  10, 
9.  93. 

Meißner,  E.  Deutsches 
Wörterbuch  1, 103  idrei- 
ga,  idreigön4:,  \  \.  Leute 
aus  dem  Lachswasser- 
tal 14,  213a.  238. 

Melber,  J.    rec.  2,  180. 

Meli,  A.  Steir.  gerichts- 
beschreibungen  7,  ii5. 

Meiler,  E-  Deutsche 
namenabstammung   8, 

80. 


186 


Autorenregister. 


Meltzer,  II.    rec.  3,  90. 

Mendelsohu,  E.  von. 
Grönl.  uud  Far.  ge- 
schichte  14,  238. 

Menghin  ,0.  Diluvialer 
mensch  in  Österreich 
2,  5\.  Latene-pfahlbau 
2,  81.  Ansiedlurg  von 
Stuf  eis  2,  88. 

M  e  n  g  i  s ,  K.  H.  Cy prian- 
forschung  20,  ^27. 

MennesoHjG.  L'amitie 
chez  s.  Jerome  20,  \6^. 

Meunicken,  Franz  Jo- 
seph. Friedrich-Wii- 
hems-gymu.    in    Trier 

1,  \57. 

Mensin g,0.  Nachträge 

zu  Schütze  11,  33. 
Mente,    H.     Depotfund 

2,  66. 

Mentz,  F.  Der  name 
Elsaß  8,  63. 

Menzel,  H.  Postglazial- 
zeit 2,  ^0.  Diluvial- 
mensch  2,  l^X-  Burg- 
wall bei  Cratzig  2,  \\\. 

Menzerath,  P.    rec.  3, 

Mercati,  A.  L'autore 
della  expositio  in  VII 
ps.  20,  \ö6. 

Merian,  W.  Ußtig  17, 
90. 

Meringer,  R.  "OfjupaXoq 

3,  JO*.    Nachtrag  dazu 
3,  H02.     Julfest  18,  ^4;. 

Merke  r,P.  Tischzuchten 

7,  33,7.    9,  7. 
Mertz,  Chr.   Eond  Vel- 

deken  12,  42. 
Mertz,    R.     Athis    und 

Prophilias  7,  45. 
Metz,  Fr.     Der  Kraich- 

gau  2, 9^^.  Volkslied  17, 

25. 
Metzger,    M.  J.    Zwei 

karoling.  pontifikalien 

20,  ^7. 
Metzner,  J.  Nhd  0  fürt* 

(13j  10,  5.    rec.  8,  20,^. 
Meyer,   A.     Venloosch 

dialect  12,  20. 


Meyer,  E.  Chaucer  16, 
^67,^.     rec.  16,  ^39. 

Meyer,  Gertrud.  Tanz- 
spiele 17,  6^^.  65. 

Meyer,  G.  F.  Glocken- 
sprache 17,  2\o. 

Meyer,  H.  Lacrimae 
ecclesiae7,  \2Q.  20,  \88. 

Meyer,  J.  (Göttingen). 
Luthers  Großer  kate- 
chismus  9,  7\. 

Meyer,  J.  J.  Isoldes 
gottesurteil  3,  \m.  7, 
52  f.    18,  90.  9t. 

Meyer,  K.  Artursage 
1,  U5.    18.  86. 

Meyer,  R.  M.  Deutsch- 
humanistisch 1,  \2'k. 
Kürenberger  wise  5B, 
38.  7,  \09.  Deutsche 
Stilistik  8,  28,2. 

Meyer,  Th.  rec.  9,  \52. 

Meyer,  W.  Der  Kölner 
archipoeta  20,  Q\.  Lie- 
beskonzil in  Remire- 
mont  20,  \^7>.  Preces 
der  mosarabischen  li- 
turgie  20,  2\'k. 

Meyer  vonKnonau,G. 
Zwingli  9,  \b\. 

Meyer-Lübke,  W.  Ro- 
man, etymologisches 
Wörterbuch  3,  ^70.  rec. 
3,  H6t.  8, 5'^,3.  20,298,23. 

Meyerhof,  E.  Verbal- 
üexion  15,  86. 

Meyers,  H.  Mda.  der 
Schnee-Eifel(13)10,58. 

Meyn,  H.  Beteurungen 
und  Verwünschungen 
15,  23.     16,  257. 

Michaelis, H.  Phonetic 
dictionary  15,  77. 

Michaelis,  R.  Gesang- 
freund 17,  89. 

Michel,  H.  rec.  8,  ^08,;. 
20,  287. 

Michel,  J.  Lat6ne-grä- 
berfeld  2,  83.  Simon 
Lemnius  20,  287. 

Michels,  V.  Mhd.  ele- 
mentarbuch 7,  5,t. 

Michiels,H.  Engl.be- 
standteile  altd.  glossen 
15,  29. 


Michiels,    L.    C.     rec. 

12,  ^3. 
Miedel,  J.    Bayerische 

Ortsnamen  8,  6t.     reo. 

8,76.  79,'^.  6.  (14)10,93. 
Mielke,    R.      Neidkopf 

17,  \7\.  (13)10,85. 
Mikkola,  J.  J.  Altgerm. 

lehn  Wörter! ,  \  1 3.  Germ. 

lehnwort    im    JKsl.    3, 

1 65 .  Vulgärlateinisches 

wort  20,  35. 
Millardet,G.  rec. 3,  \Q\. 
Miller,    G.    M.      Engl. 

literary  criticism  16,  80- 
Minges,    P.      De     iide 

orthodoxa  20,  \1Q.  Joh. 

V.     Rupella     20,     \79. 

Ludwig  V.  Preußen  20, 

t95.      Alex.    V.    Haies 

bei  Vincenz  von  Beau- 

vais  20,  265. 
Mjöberg,     J.      Nutida 

sven.sk  rimkonst  14,2  4:2 . 
Mitzka,  "W.     Ostpreuß. 

ndd.  11,  <\ik. 
M-nd-r.     rec.  14,  27*. 
Mo,  E.    Drakjinn  18.  25. 
Moeller,  H.    Parentela 

delle  lingue  3,  73.    In- 

doeuropaeisk-semitiske 

misceller3,76.  rec.3,\70. 
Mogk,  E.  rec.  14,  238. 
Mol  dehn,   A.     Luthers 

pädagog.  Schriften  9,69. 
Moldenhauer,F.  Histo- 

ria  7  sapientum  20,  t65. 
Moller,  H.W.E.  Ruus- 

broec  12,  62. 
Möller,  E.   Wiegenlied 

17,  7\. 
Monceaux,   P.  S.     Cy- 

prien  20,  12'^. 
Montelius,  O.    Järn  2, 

68.     Boning,  grav  och 

tempel  14,  286.  Schwe- 

sche  runensteine  19A, 

27.    Svenska  runstenar 

14,  299.   19A,28. 
Montgomery,  M.    rec. 

3,2t.   23.  28.    15,  77. 

Moog,   W.    rec.  9,  t52. 
M  0  6  r ,  E.  Toldisage  18,8  \ 


Meltzer— Naumann. 


187 


Moore,  J.  E.  English 
balladsl6,58.01dEngl. 
Christ  16,  ^05.  Pier 
the  Plowman   16,  \92. 

Mordhorst,  O.  Egen 
V.  Bamberg  7,  ^O't,'^. 

Moreau,L.  Confessions 
de  s.  Augustin  20,  83. 

Morf,  H.     rec.  3,  7^ 

Morgan,  B.  Q.  Natur 
in  mhd.  lyrik  7,  33,9. 
rec.  3,  ^70.    7,  ^%\. 

Morgenroth, K.  Wort- 
bildung 3,  37.  rec.  o, 
60.   7^    155. 

Morin,  G.  Qui  est  Am- 
brosiaster? 20,  69.  Les 
tractatus  s.  Augustini 
20,  86.  Une  compilation 
antiarienne  inedite  20, 
88.  Preliminaires  de 
B.  Krusch  ä  la  vita 
Corbiniani  20,  \22. 
Trait6  inedit  de  Firmat 
20,  \39. 

Morris, ß.  SirGawayne 
16,  \H. 

Morsbach,  L.  Univer- 
sität u.  schule  1,  \26. 
Gramm,  und  psychol. 
geschlecht  15,  m.  Stu- 
dien zur  engl,  philol. 
19A,29. 

Mosapp,H.  Weitbrecht 

1,  96. 

Moser,  H.  J.  Obertöne 
3,  \^. 

Moser,  V.  Lautlehre 
Spees  8,  33.  Sprache 
und  Orthographie  Fi- 
scharts  8,  3'^.  rec.  5, 
8,2.  8,  39.  (13)  10,  85. 
(14)  10,  93. 

M  o  s  s  e ,  F.  Laxdaelasaga, 
übertragen  14,  20^^. 

Mötefindt,  H.  Paul 
Höfer  1,  37.  Neander- 
talers  von   La    Quina 

2,  27.  Diebeshöhle  bei 
TJftrungen  2,  ^03.  Thü- 
ringisch-sächsische pri- 
vatsammlungen  2,  ^o*. 
Funde  aus  provinzial- 
römischer  zeit  2,  )152. 


Moulton,  J.  H.    Notes 

on    Iranian    ethnogra- 

phy  3,  U5. 
Much,     B,      Vagdaver- 

custis  3,   U5.     18,   37. 

Rüdiger  7,  75.  18,  75. 
Muck.     Geusenlied   17, 

135. 

Mühe,  Th.  Über  die  liebe 

16,  ^5,7. 
Mühleisen,Fr.  W.  Bar- 

bour's  Bruce  16,  ^32. 

Mühlhausen,  L.  Lehn- 
wörter 1,  U5.   3,  ^62. 

Mulert,  H.  Lagarde  1, 
^8. 

Müller,  A.  V.  Luthers 
theolog.  quellen  9,  85. 

Müller,   Auguste,     rec. 

17,  1=9- 

Müller,  V.    rec.  1,  20. 

Müller,  C.  Altgerm, 
meeresherrschaft  2,  u  6. 
Ulfilas  ende  4,^.  Nach- 
barreime aus  Ober- 
sachsen (14)  10,77.  Sol- 
datenart 17,  220. 

Müller,  Gurt.  Nachbar- 
reime 17,  2^2.  Namen- 
verachten 17,  2^3. 

Müller,  Engelb.  Engl, 
lautlehre  nach  Elphin- 
ston  15,  »^6. 

Müller,  Ernst.  Herrn. 
Kurz  1,  ^^7. 

Müller,  F.  Vaterlands- 
lieder 17,  U3- 

M  Uli  er,  H.  Hochzeits- 
einladung 17,  ^65. 

Müller,  J.  B,heinisches 
Wörterbuch  1,  ^03.  Der 
apfel  im  Spiegel  rhei- 
nischer mda.  (14)10,  56 
Die  bohne  in  rheini- 
scher spräche  und  sitte 
(14)10,5  7.  Rheinisches 
wtb.  (14)  10,  58.  Rhei- 
nische fastnachtsrufe 
(14)  10,59.  17,  2^5.  Die 
butterhexe  (14)  10,  60. 
Thomasesel  u.  pfingst- 
fuchs(14)10,6^  17,^93. 
Handkitzelverse  (14)  10, 
62. 17,74;.Beowulf  16,84^. 


19A,29.  Stoppelhahnl7, 
56.6ebetl  7,60.  Glocken- 
stimmea  17,  207. 
Müller,  K.  0.  Schweiz. 
Ordeuskommenden  7, 
\39.  Elsäss.  Ordens- 
kommenden 7,  HI- 
Müller,  M.  Mod.  lang, 
association  of  America 

I,  \20. 

Müller,  V.  Deutsche 
rechtochreibung    8,   5. 

Müller,  W.  "Wormser 
zolle  7,   H8. 

MüUer-Fraureuth,  K. 
Wörterbuch  der  ober- 
sächsischen und  erzge- 
birgischen   mundarten 

(13)  10,  69.    (14)  10,  76. 
Müller-Freienfels,  R. 

Poetik  3,  ^82.  Psycho- 
logische    grundfragen 
der  metrik  06,19. 
Müller-Schlösser,    H. 
Niederrhein,     dialekte 

II,  2  ^ 
Mummenhoff, E.  Sac^s 

Munro,   J.     History  of 

Jason  16,  ^36. 
Müntzer,     D.       Neues 

Elsässer     schatzkästel 

(14)  10,  2  U 
Musehold,  A.    Akustik 

3,  28. 
Mutschmann,H.  Place 
names  of  Nottingham- 
shire  15,  35.   rec.  3,  28. 
15,  55.   58. 

Nadler,    J.     Litg.  d.  ä. 

stamme  5,  60, \. 
NagljJ.  W.  Mundarten 

Wörterbuch  (13)  10,  25. 

Sonderbare   ausdrücke 

(13)  10,  26. 
Nathansk}',  A.    rec.  1, 

33.    7,  33,2. 
Naumann,  F.   Claudius 

17,  ^Oa. 
Naumann,   H.     Biblio- 
graphie    3,    3.      Aiid. 

gramm.     6,    {.       Ahd. 

lesebuchG,  ne.Boethius 


188 


Autorenregrister. 


6,  32,  U     Altn.  nameu- 
studiea  14,  ^■^9.   rec.  9, 

152.     14,  238.     20,   172. 

Naumann,  L.  Predigten 
Taulers  7,  {06. 

Neckel,  G.  Edda  14, 
^96.  Zur  Eddakritik  I 
14,  \<)7.  Ostland-fami- 
lien  14,  2^3a.  rec.  14, 
53.   258. 

Neklapil,  Fr.     rec.  18, 

58.2. 

Nelson,  A.  Svensklitte- 
raturk.  bibliogr.  14,  ^^9. 
Bidrag  tili  0.  Magnus' 
bibliogr.  14,  00.  Ärs- 
katalog  14,  52. 

Nerese-Wietholz,  M. 
Dorfgedicbt  17,  2^. 

Kerman,  B.  Konung 
Eagnvald  14,93.  Adils- 
strofen  äkthet  14,  201. 
Ynglingatal  14,  202. 
Svärgesälste  konunga- 
längder  14,  287. 

Nestle,  Eberhard.  Lu- 
thers werke  9,  6^. 

Nestle,  Erwin.  Luthers 
werke  9,  6^. 

Neubauer,  E.  Luthers 
werke  9,  67. 

Neubaur,L.  Ahas  verus 
9,  19- 

Neubert,  E.  Taschen- 
liederbuch 17,  u^. 

Neuendorff,  B.  'Nuß- 
braunes mädchen'  16, 
6^.  17.  \^2.  rec.  16, 
92,2.  250,^  2.  2'^'^.  Z'tS. 
259.  27\.  273.  283,^ 
284. 

Neumann,  Fr.  Nhd. 
reim  5B,42. 

Neumann,  R.  Flur- 
namen 8,  66. 

Neupert,  A.  Plauische 
Urkunde  7,  ^50. 

Neuse,H.  Niederrhein, 
dialektgeogr.  11,  25. 

Nibbe.  H.  The  fleire 
16,  271. 

Niblett,  A.  E.  Osnabr. 
iria.  11.  30. 


Nickel,  W.  rec.  5.  8,3. 
7,  104,26. 

Nicklas,  Anna.  Termi- 
nologie  Seuses  7,  \33. 

Niebergall,  F.    rec.  1, 

Niederhuber.J.E.  Am- 
brosius  v.  Mailand  20, 

70. 

Niedermann,   M.     rec. 

Niedner,  F.  Vier  skal- 
dengesch.  14,  2^3a.  Is- 
lands kultur  14,  506. 

Nieländer,  F.  Luthers 
thesen  9,  72. 

Nielsen,  H.  G.  Danske 
viser  14,  25  ^. 

Nielsen,  K.  Lappiske 
0navn  1,  \\n.  3,  ^66. 

Niewöhner,  H.  Sper- 
ber 7,  ^0-4,23. 

Nilsson,  M.  Aarets 
folkel.  fester  14,  300. 
Feste  des  jahres  18,  ^^3. 

Nilsson,   M.  P.    rec.  3, 

Nisius,  J.  B.     Yulgata 

Sixtina  20,  ^5. 
Nithack-Stahn,"W.rec. 

7,  22.  24. 
Nitze,   W.   A.      rec.    7, 

^0^,8.   18,   \0\,\\. 

Noack,  G.     Gesta  Her- 

wardi  20,  ^53. 
Noch,  C.    rec.  1,  7^ 
Nohle,  C.    rec.  1,  78. 
Norcock,C.ß.  St.  Gau- 

dentius  20,  ^50. 
Nordal,    S.      Olof    den 

helliges  saga    14,  2O8. 

Orkneyinga    saga    14, 

209.     rec.  14,  238. 
Nordberg,   OLson  Stig. 

Akut  och  grav  14,  {65. 
Norden,  E.   Altertums- 
wissenschaft 3,  104. 
Nordenstam,    E.     Da- 

larnes  fornminnesföre- 

ning  14,  (93. 
Nordlander,  J.    Ortn.- 

förklaringar  14,  ^22. 
Nordmeyer,      H.     W. 

Schallanalj-tisches  bei 


Gottfried  5B,^o.  Gott- 
frieds Vierzeiler  7,  55. 

Nordström,  J.  Bröllops 
Beswärs  Ihogkommel- 
se  14,  225,  Vär  älsta 
hexameterdikt  14,  226. 

Noreen,  A.  Folketymo- 
logier  14,  79.  Vart 
spräk  14, 159.  \94;.  Ge- 
schichte d.  nord.   spr. 

14,  \9^.  1500- och  1600- 
talensvisböckerl4,256. 
Nordiska  ortnamnl9A, 
\.  [2.  20.  Quadhovi  14, 
123.  18,  5\.  'Sju  vise 
mästare'  14,  227.  rec. 
3,  ^70. 

Norlind,  T.  Svenska 
allmogens  lif  14,  27'^. 

Nörrenberg,  C.  Ahd.  v 
6,3. 

Nunez,  L.  M.  Codd. 
Francisc.  bibliothecae 
Toletanae  20,  U- 

Nußberger,  M.  W.  v. 
d.  Vogel  weide  7,  \\6,6. 

Nusser,  0.  Disjunktiv- 
konstruktion im  Engl. 

15,  \\\. 
Nygren,E.    Värmlands 

stenalder  2,  57. 

Obermaier,  H.  Dilu- 
viales aus  Österreich 
2,29. 

Ochsenbein,  B,.  Aus- 
burgerrodel 7,  \m. 

O'Donoghue,  D.  J.  Po- 
ets  of  Ireland  16,  26. 

Oechsler,  E.  St.  Mar- 
tins freuden  7,  108.    9, 

Oettli,  P.  Familien- 
namen (13)  10,  [[. 

Offergelt,  Fr.  Staats- 
lehre des  hl.  Augustin 
20,  93. 

Offner,  M.    rec.  3,  \[. 

0  hl.  Angustins  lehre 
überd.  tugenden20,92. 

Ohmann.  Melodie  und 
akzent  5B,35. 

Ohnesorge,  W.  Name 
'Lübeck'  8,  79,3. 


Naumann — Petersen. 


189 


OjansuUjHeikki.  Finn. 

tnalja  3,  ^67. 
Ölason,P.  E.  rec.14,53. 
Oldenberg.H.  rec.1,72. 
Öliger,  L.   Eaymundus 

Fronsiacus  20,  226. 
Oliphant,  S.  G.    Story 

o£  the  staix  20,  \8ö. 
Olivero,    F.     Saggi    di 

letteratura  inglesel6,8. 
Olrik,  A.    Brävellir  14, 

\2H.  18,  63.  Tilföjelser 

14,  l2^a.  Asgardl4, 125. 

rec.  16,  ^03,2.  3.  ;28. 
Olsen,  B.M.    Eddakva- 

dene  II  14,  ^99. 
Olsen,    G.     Skoklefald 

14,  ^26. 

Olsen,  M.  Runenin- 
schriften  1,  \\5.  Edda- 
digte  1,  u^-  Sproglig 
fra  de  laveste  sam-  1 
fundslag  14,  73.  Skje-  ! 
bergl4,  t27.Stednavne- 
studier  14,  n^.  Bidrag 
tu  nord.  filologi  14, 
\8^.  Til  Bjarnasona- 
kvsedi  14,  255.  Kult- 
minder  i  stedsnavne 
18,  30.  Manske  runeind- 
skriften  19A,38. 

Olson,  E.  Samnordisk 
förlust  av  w  14,  \66. 
ITrg.  hw  i  nord.  sprak 
14,  \67.  Konsonant- 
f örlängning  14,  ^  68.  Än- 
delsevokalernas  väx- 
ling  i  östgötalagen  14, 
H69.  Ynvarssaga  vid- 
forla  14,  238.  rec.  14, 
35.   ^9^. 

Olson,  0.  L.    Beowulf 

16,  ^o^. 

Olsson,  Eskil.  ^Farte 
f  ornlämningar  i  Anger- 
manland  14,  287. 

Omont,H.  Bibliotheque 
de  Beauvais  20,  5. 

Oncken,  H.    rec.  1,  20. 

Onions,  C.  T.  Engl, 
gerund  15,  ;o9. 

Onnes,  Helena.  Her- 
mann Damen  7,  U6)2. 


O'Eeilly,    T.    A.     Ma- 

nuscripta  Franciscana 

20,  6. 
Orlich,   P.  A.  M.    Mo- 

rale  di  s.  Tommaso  20, 

25'^. 
O'Sheridan,  P.   Tenta- 

tive  de  B,uusbroec  12, 

63. 

Osten-Sacken,  W.  v.  d. 

Idg.  cs-stämme  3,  89. 
Österberg,  K.  L.  Ord- 

bok  över  Ovikens  byg- 

demäl  14,  60.  ^90. 
Ottenthal,   E.  v.    rec. 

20,  2. 
Otto,  E.    Was  ist  stil? 

3,  63.    XSik. 

Overdiep,  G.  S.  Aoris- 
tiscb  praeritum   12,  7. 

Ow,  A.  von.  Armer  Hein- 
rich 18,  99. 

Pacheu,    J.      Jacopone 

da  Todi  20,  [H. 
Padberg,J.  rec.  12,  69- 
Padelford,  F. M.  Spen- 

ser  16,  279.    28^.     rec. 

16,  28. 
Paetzel,W.  Variationen 

6,  ^5,8.    rec.  4,  \^,\. 

Palliardi,  J.  Chrono- 
logie der  jüngeren 
Steinzeit  2,  92. 

Palmer,  J.  Tolkning 
av  äldre  nysv.  ord  14, 

80. 

Palmer,  J.  Comedy  of 
manners  16,  '^l.  ^2. 

Panconcelli-Calzia,G. 
Sprachmelodie  3,  28. 
Phonetik  5B,37.  15,  7^^. 

Panzer,  F.     rec,  7,  5,2. 

17,  ^29.  18,  ^45,7. 

Päpke,    M.     Schweizer 

"Werner  7,  I0'^,29. 
Parker,    H.     Idiomatic 

and  slang  expressions 

15,  Wk. 
Parrott,  Th.  M,  George 

Chapman  16,  205. 
Pasche,  F.   St.  Michael 

14,  216. 


P  a  s  s  y ,  P.  Phonetic  asso- 
ciation  3,  2;.  Petita 
phonetique''  3,  28. 

Paste,  CR.  Tre  scritti 
apocalittici  20.  57. 

Patin,  A.  rec.  20,298.56. 

Patterson,  Fr.  A.  Eng- 
lish  lyrics  16,  28. 

Patzig,  H.  Sigfrid- und 
Burgundensage  7.  75. 
18,  69. 

Paul,  H.  Ulrich  von 
Eschenbach  7,  86  f. 

Paulus,  M.  Friedrich- 
Wilhelms  -  gymn.  in 
Trier  1,  \37. 

Paulus,   N.     rec.  9,  65. 

Paulussen,  H.  Sechs- 
füßiger Jambus  5B,5^. 

Peck,H.  T.  Dictionary 
15,  u. 

Peeters,  Th.  Liederen 
17,  ;32. 

Pelizaeus,Th.  Legende 
vom  Judenknaben  20, 
190. 

Peralte,  L.  Par.sif al  18, 
89. 

Pereis,  E.  Papst  Niko- 
laus I  20,  208. 

Perlbach,  M.  rec.  7, 
^30. 

Pernot,  H.  rec.  3,  'i. 

Persson,  P.  Beiträge 
zur  idg.  Wortforschung 
3,  \on.  Tibble  och 
Tybble  14,  ;28. 

P  e  s  c  h ,  Chr.  Summa 
theologica  des  hl.  Tho- 
mas 20,  25 ^ 

Pesenti.G.  Epigrammi 
de  tribusMariis20,  \^8. 

Petak,  A.    reo.  (13)  10, 

85. 

Peters,  P.    Metell  von 

Tegernsee  20,  20"^. 
Petersen,  J.  Litgesch. 

als  Wissenschaft  3,  \7\. 

Overtro  fra  gravhaug 

14,  270.    18,  ^8. 
Petersen,  0.    Greene's 

Friar    Bacon    16,   239. 

Mario  wes  Doctor  Fau?-- 

tus  16,  255. 


190 

Petersen,  \V.   Exozen- 

trika  3,  9^. 
Petersson,    H.      Tier- 

namen  3,  H6.    6,  7.  lö. 

14,  1^2.  Ahd.  thcesben 
3,  H7.    6.  12. 

Petry,  L.     rec.  15,  rr. 
Petsch,  K.   Lercheimer 

9,  25.     rec.  18,  ^0^,2. 
Pettengill,  E.  W.    Zu 

Heinr.  v.  Neustadt  7, 

<J2. 

Pf  äff,  F.  Heidelb.  lie- 
derhs.  7,  ^^n^fi.  Die  ale- 
mannische   mda.    (14) 

10,  \7.  Hans  Michel 
Moscherosch's  vorrede 
zu  Jak.  Wimpheling 
Germania  20,  295. 

Pfalz,  A.  rec.  6,  52, ^ 
Aufruf  (13)  10,  27. 
Mundart  des  March- 
feldes  (13)  10,  29.  rec. 
(13)  10,  39. 

Pfalz,  J.  Volksname 
der  Bayern  8,  8^. 

Pfannmüller,  L.  Nu 
zuo  des  der  neve  si  7, 
9^.  Heidin  7,  \0H,\\. 
Frauenlobs  Marien- 
ieich 7,  \\6,\.  rec.  7, 
55,6.    ^0'^,27. 

Pfaundler,  R.  v.  Das 
deutsche  Sprachgebiet 
in  Südungarn  (14)  10, 
36.  Volkszählung  im 
deutsch.  Westungarn 
:  14)  10,  57.  Voikszäh- 
zählucgan  derdeutsch- 
ital.  .«prachgrenze  (14) 
10,  38. 

Pfeiffer,  Fr.  Deutsche 
mystiker  7,  ^2^. 

Pfeiffer,  R.  Spreng 9, 
?27.    (14)   10,  ^8. 

Pfister,rTec.20,298,t3. 

15.  20.  28.  35. 
Pfleger,    L.      Predigt- 
wesen 9,  1:. 

Pflug,  E.  Suchensinn 
7,  U6,4.  rec.  (14)  10,  93. 

Pf  lugk-Har  tung,  von. 
rec.  7.   [H2. 

Philipp,  0.  rec.  (13)10, 
S5.    (14)  10,  ^4. 


Autorenregister. 

Phillpotts,  B.  S.  Kin- 
dred and  Clan  2,  ^79. 

Phythe,  W.H.P.  Words 
mispronounced   15,  72. 

Picaret,  F.  Roger  Ba- 
con  20,  99. 

Pick,  A.  Sprachstörun- 
gen 3,  '^3. 

Picotti,  G.  B.  Execra- 
bilis  di  Pio  II.  20,  292. 

Pierquin,  H.  Beowulf 
16,  ^03,u 

Pierre,  Fr.  E.  Webster 
and  Dekker  16,  290. 

Pietsch,  P.  Deutsche 
frauennamen  8,5\.  rec. 
(13)  10,  85. 

Pilcz.     rec.  3,  ^^3. 

Pin  es,  M.  Jüdisch- 
deutsch 17,  28. 

Pippin^,  H.  Fornsv. 
lagsprnk  14,  67.  Väst- 
iiamnet  kampe  14,  ^1^5. 
Schwund  des  h  14,  ^70. 

Piquet,  F.  rec  2,  ^76. 
3,  7\.  5,  60,2.  7,  33,U- 
'^'^,5.  ^0^,2.  5.  9.  {\6,\. 
[\8,\.  8,  29.  5-^,3.  (14) 
10,  76.  15,  77.  \l\.  18, 
58,2.85,2.8.  ^0^,2.  l'kö,^. 
20,  298,7.  56. 

Pirchegger,  H.  Steir. 
geschichtsbeschreibun- 
gen  7  ,^'^5. 

Pirkl,  L.  Lieder  17,  29. 

PI  aß,  J.  An  die  deut- 
sche nation  9,  53.  Wei- 
sen 17,  2\. 

Plaut,J.  Personif.  sub- 
stantiva  b.  Tennyson 
15,  8^. 

Plenio,  K.  Frauenlobs 
Marienieich 7,  ^05.  Mur- 
ner 9,  105. 

Plummer,  Ch.  Vie  et 
miracles  de  s.  Laurent 
20,  189- 

Poestion,  J.  C.  Lehr- 
buch der  norw.  spr. 
14,  155.     rec.  14,  238. 

Pogatscher,  F.  König 
Eother5B,5l.  7,  I0'l:,22. 

Pohl,  J.     rec.  5,  60,2. 

Pohlenz,  M.  Frdr.  Leo 
1,  53. 


Poirot,  J.  Questions  de 
technique  et  de  m6- 
thode   3,   ^o.     rec.    18, 

10(,10. 

Pokorny,  J.  Eisen  3, 
^^^8.     rec.  18,  \o\,\. 

Polak,  L.    reo.  18,  85,7. 

Polheim, K,  Altd.prosa 
7,  26. 

PoUak,  W.  Phono- 
grammarchiv  3,  \5. 
5B,u.  (13)10,  9.  (14), 
10,  28.    rec.  (13)  10,  85. 

Polzer-van-Kol,  H. 
Priester  Arnold  7,  ^  0*^,  2. 

Pommer,  J.  Melodien- 
register 7,  \7.  Volks- 
lied 17,  29.  Liederbuch 
17,  98.  Kelleraufschrift 
17,  ^75.  rec.  17,  90.  91. 
129. 

Poppel,  A.  van.  rec. 
12,  ^3. 

Poppelreuter.       In- 
schriftenbruchstück 2, 

^5^. 

Poppen,   H.     Hartliebs 

Alexander  7,  ^25.  9,  37. 
Posch  1,    F.       Seundrin 

17,  29. 
Pott,  L.  Gesch.  d.  d.  lit. 

5,  52. 
Pound,L.  Elends  15, 78. 
Poutsma,  H.  A.   Gram- 

mar  of  modern  English 

15,91. 
Preiß,  E.  Lieder  17,  99. 
Premerstein,    A.  von. 

rec.  2,  ^50. 
Preskott,   H.  W.     rec. 

3,  10^. 
Preusch,E.  rec.20,2'^'^. 
Preuß,  H.    Lutherbild- 
nisse 9,  66.     rec.   9,  3. 

^3.   ^5.  82.   86. 
Price,    Ed.    D.      Engl. 

dictionary  15,  u.  Histo- 

ry  of  ablaut  15,  88.  rec. 

15,    88.      16,    89.     167,2. 

283, H. 
Priebsch,    E.     Heilige 

regel  7,  15^,3. 


Petersen— Ries. 


191 


Prick  van  Wely,  F.  P. 

H.    Etymol.  12,  50. 
Prinsen,     J.    Lzn.,    J. 

Handboek  ndl.  letterk. 

12,  37. 
Prior,   Oliver  H.     Cax- 

ton's   Mirrour  16,  ;35. 
Probst,  J.H.   Mystique 

de  Eamon  Lull  20,  227. 
P  r  o  b  s  t,0 .  Isidors  schrif  t 

Dö  medicina  20,  ye^k- 
Prochaska,  A.    Prota- 

zego      poselstwo      do 

Polski  20,  293. 
Procksch,    A.      Wort- 
schatz Th.Storms  3,  5  ^ 
Prokoscb,    E.      Germ. 

konsonantensystem   3, 

^27. 

Protscli,  E.  Kirmes  im 

Hunsrück  (13)  10,  60. 
Prümer,    K.      Schelte- 

namen  11,  25.    17,  \93. 

Tod  und  teufel  11,  26. 

17,  188.     Kinderspiele 

17,  76. 
Pschmadt,C.  Jescbute 

7,98. 
Pulver,  J.     Dances  17, 

Puttkamer,  Wanda  v. 
Supban  1,  87. 

Puyvelde,L. van.  Schil- 
derkunst en  tooneel- 
vertooningen  12,  39. 

Quente,  P.  Steinzeit- 
liche ackerbaugeräte 
2,52. 

Rajna,  P.    Tristane  18, 

92. 
E.Hmbeau,A.  rec.15,77. 
Eanisch,    W.    rec.   14, 

238.    18,  U9,9- 
Ranke,  Fr.     Gottfrieds 

Tristan  7,  5^    Wälsch. 

gast  7,  ;0'^,25.  Sage  u. 

erlebnis  18,  102.     rec. 

7,  U6,5. 
Rasmussen,K.H.  Spra- 
che John  Andelays  15, 

65. 
Rattay,   K.     Ostracher 

liederhs.  17,  ^29. 


Raudnitzky,  H.  Bell 
Sweet  schule  15,  77. 

Rauschen,  G.  Flori- 
legium  patristicum  20, 
55.  Meine  ausgäbe  von 
TertuUians  apologeti- 
cum  20,  2^^^ 

R  au s s  e ,  H.  Volkslieder 
17,  2^. 

Read,  AV.  A.  Vernerian 
sound  change  15,  67. 

Rebbe,  C.  Passivbild- 
ningarnas  användning 

14,  182. 

Reber,  P.  Villages  pre- 
bistoriques  2,  S'^.  Fou- 
illes    ä    Geneve   2,  85. 

Reber,  F.  von.  Bert. 
Riehl  1,  67. 

Redslob,  W.  mn  11,  x^. 
plilrr  usw.  11,  \5. 

Reed,  E.  B.  English 
poetry  16,  3'^,2. 

Regell,  P.  Rübezahl- 
sage 18,  109. 

Reiche,  H.  von.  Arznei- 
mittel 1,  122.    8,  83. 

Reich el,  E.  Gottsched 
1,  27  f.  Quelle  fürs 
deutsche  Wörterbuch  8, 

88. 

Reichert,  H.  Ma.  von 
Mönchzell  (14)  10,  -^6. 

Reichert,  0.  Luthers 
werke  9,  6^5:. 

Rein,  W.  Maß- und  ge- 
wichtsbezeichnungen 

15,  29- 
Reinecke,  P.    Ausgra- 
bungen 2,  95.    Kastell 
Eining  2,  \i\8. 

Reinhardt,  L.  Der 
mensch  zur  eiszeit  in 
Europa  2,  2. 

Reinius,  J.  English 
pronouns  15,  \  [Oa.. 

Reinwald,  K.  rec.  20, 
298,1. 

Reissenberger,K.  Vä- 
terbuch 7,  91. 

Reissinger,  K.  Deut- 
sche Sprachlehre  8,  8. 

Reiterer,  K.  Ennstale- 
risch  (13)  10,  30. 


Reitzenstein,R.  Atha- 
nasius  über  das  leben 
des  Antonius  20,  82. 
Donatistisches  corpus 
Cyprianischer  Schrif- 
ten 20,  217.  Dreierlei 
fruchte  des  christlichen 
lebens  20,  218. 

Renner,  A.  Unsere  ge- 
setzessprache  8,  42. 

Rest,  J.  Inschriften  17, 
169. 

Reuschel-Schultz,  K. 
Gesch.  d.   d.  lit.  5,  53. 

Reutter,  H.  Weih- 
nachtsspiele 17,  165. 

Revilliod,  P.  Präbist, 
ansiedlung  2,  80. 

Reypens,L.  rec.  12,  63. 

Rhyn,  H.    Fontane  17, 

Rhys,  E.    Lyric  poetry 

16,  30. 

Rieh,  F.  rec.  3,  170. 
(14)  10,  93. 

Richar,  E.  Geburt 
Christi  17,  161.  Grab- 
schriften 17,  168. 

Richard,  L.S.  Thomas 
poete  et  theologien  20, 

255. 

Richter, E.  Aeneas  Syl- 

vius  20,  290. 
Richter,  Elise,    rec.  8, 

131.  170. 
Richter,  G.     Witzel  9, 

116.    117. 
Richter,  W.  rec.  7,  33,6. 

101,16.23.28.31.    151,2. 

9,  152. 
Richters,     F.      Paläo- 

lithische  artef  akte  2,28. 
Richthofen,  C.  v.  Sol- 
datenlieder 17,  115. 
Riegel,     Jos.      Salomo 

von  Konstanz  6,  28. 
Riemann,  L.   Volkslied 

17,  25.  Ehestaiidslied 
17,  52.  Spinnstube  17, 
129- 

Riemer,  G.  Wörterbuch 
z.  arm.  Heinr.  7,  101,10. 

Ries,  J.  rec.  8,  20,1. 
14,  238. 


192 

Kiese,  A.  Das  rheini- 
sche Germanien  2,  1,30. 

Rieß,  0.    Schulz  17,  \2. 

Rietsch.H.  Frauenlob, 
Reinmar  von  Zweter 
und  Alexander  5B,5^ 
rec.  17,  \2^. 

Riehemann,  Jos.    rec. 

11,  ^9. 
Riezler,  S.    rec.  2,  ;80. 
Rijn,    C.  J.  van.     Afri- 

kaans  12,  2\. 
Ringeling,G.H.  Babst 

11,  63. 
Risch,    A.       Deutsche 

bibelsprache  9,  9^^.  rec. 

9,  loa. 
Rischen,    K.       Flecks 

Floire  7,  \0^,5. 
Rittler,  P.Leibniz  1,50. 
Rittinghaus,  W.   Lie- 
derblatt 17,  37.^ 
Ritzen,  N.  E.    Adalens 

folklif  14,  27  \. 
Roberts,  R.  G.    Place- 

names  of  Surrey  15, 3 1 . 
Robinson,  Eloise.    Jo- 
seph Beaumont  16,  20  \ , 
Rochowanski,  L.   W. 

Hämetgsang  (13)  10,  7 1 . 
Rödl,  M.  Sprücheln  17, 

29. 
Roder,  P.    Schuldrama 

in  Trier  1,  \5'. 
Roeder,Fr.  Ags.jugend 

16,    \5.    \6. 

Roediger,  M.  Höfler  1, 
58.    Volklieder  17,  \^. 

Roese,  E.  Spinnstuben- 
lieder 17,  129. 

Roessingh,  A.  L.  A. 
De  vrouw  bij  dietsche 
moralisten  12,  40. 

Roethe,  G.  Deutsche 
kommission  1,  \03.  Vo- 
gel 9,  132. 

Rohde,  R.  Marlowes 
Faustusl,  U2.  16,  )15,6. 

R 6 heim,  Geza.  Igel- 
sagen 18,  (0-^. 

Rühl,  H.  Gesch.  d.  d. 
dicht.  5,  60,3. 


Autorenregister. 

Bonjat,  J.  Langaged'un 
enfant  bilingue  3,  ~\. 
rec.  3,  7\.  ^6^.   8,  s-^jS. 

Roof,  R.  K.  rec.  16,  \5<). 

Boop,  Tb.  Colley  Cib- 
ber s  'The  Rival  Fools' 
16,  207. 

EoqueSjM.  Geographie 
linguistique  3,  7^.  rec. 
3,  \0^. 

Rösemeier,E.  Sprache 
ae.  denkmäler  15,  ^\. 

Ros6n,H.  Phalloskulten 
i  Norden  14,  30  \.  Phal- 
losguden  18,  35.  Frey- 
kuit  18,  36. 

Rosenhagen,  G.  Wort 
u.  gedanke  1, 122.  Mhd. 
erzählungen  7,  '{%'^. 
Charakteristik  Hart- 
manns 7,  56.  Zobel  V, 
Connelant  7,  57.  D.W. 
16.  bd.,  1.  lief.  8,  91- 
rec.  7,  10^,2^. 

R Osler,  Margarete.  Er- 
ziehung in  England  IC, 
85. 

Rossi,P.  Claudio  Tolo- 

mei  20,  32. 
Roth,  F.    Spangenberg 

9,  122. 
Roth,    J.     Zum    (sieb.- 

sächs.)wtb.  (13)10,  62. 
Roth,P.  Zeitungen 9, 28. 
Roth,W.  Wortstellung 

im  ags.  15,  96. 
Roth  er,  K.   Worttypus 

faulenzen     (13)    10,   6. 

Fremdwörter    in     der 

schlesischen    mundart 

(13)  10,  76.    Ein  schles. 

wtb.  von  Hoffmann  von 

Fallersleben  (14)  10, 8^. 
Rotta,  P.     Niccolo  Cu- 

sano  20,  279. 
Rotter,    C.     Schnader- 

hüpfl   5B,5^     17,  \29. 

Volkslied  17,  ^6. 
Routh,   J.    English  lit. 

criticism  16,  87. 
Routledge.  Newdictio- 

nary  15,  9. 
Royen,    G.      Woordge- 

slacht  12,  H- 


Rozniecki,  Stan.  Va- 
reegiske  minder  14,  302. 

Rozwadowski,  J.  v. 
rec.  3,  7\. 

Rubel,  K.  Fränkische 
Siedelungen  2,  ;62. 

R  ü  b  e  1 ,  R.  Sprachstörun- 
gen 3,  ^^2. 

Rubinyi,  M.  Problem 
der  lautnachahmung 
(13)  10,  8. 

Ruckmich,C.A.  Biblio- 
graphy  of  rhythm  3, 
65.  Kinsesthesis  and 
rhythm  3,  66. 

Rudberg,  G.  Enhärads- 
gräns  14,  \2^. 

Rudwin,J.  M.  Teufels- 
szenen 1,  2\.  Drama 
u.  liturgie  7,  2^.  20,  26. 
Prophetensprüche  7, 
33,U- 

Ruhe,  H.  Breiter  stein 
11,  \5a.  17,  i{\.  Volks- 
lied 17,  29.  Volkslieder 
17,  ^29. 

Rühlemann,  C.  Span- 
genberg 9,  (23. 

Rühlemann,  M.  Harle- 
qtiin  3,  ;70. 

Rumpf,  F.  Soldaten- 
lieder 17,  \\6. 

Ruschke,  Frz.  rec.  8,  3. 

Ruth,W.  rec.  (14)10,93. 

Rutz,  0.  Musik,  wort 
und  körper  5B,30. 

Rygh,  0.  Gaardnavne 
i  Bratsberg  14,  98. 

Sabbadini,  R.  L'ele- 
mento  volgare  nelle 
grammatiche  latine  20. 
30.     reo.  20,  277. 

Sabbe,M.Driekoningen- 
lied  17,  {5\. 

Sabersky,  H.  Altfran- 
zösisches in  der  schle- 
sischen mda  (14)  10, 85. 
Dictionary  15,  \5. 

Sachsse,  C  Hubmaier 
9,^3, 

Saxen,  E.  Nyländska 
byanamn  14,  ^3^. 


Sahlgren,  J.  Locke, 
Läckered  og  Lacktorp 
14,  ^30. 

Sahr,  J.  Brant  9,  ^52. 

Saintsbury,  G.  Eng- 
lish  lyric  16,  29.  Eng- 
lish  novel  16,  36. 

Salomon,  R.  K.  Zeu- 
merl,\o^  Konrad  von 
Megenberg  7,  ^29.    20, 

^87. 

Salverda  de  Grave, 
J.  J.  La  langue  fran- 
(jaise  en  Hollande  3, 
\55.  rec.3,  7{.  20,298,7. 

S  a  1  z  e  r ,  A.  Illustr.  litg. 
5,  60,^^. 

Samuelsson,K.  J.  Sam- 
mansättningarmed  -lös 
och  -fri  14,  ;^73. 

Sandison,  H.  E.  'Chan- 
son d'aventure'  16,  \  \. 

Sandkühler,  K.  Dra- 
chenkopf des  hl.  Georg 
16,  66. 

Sandström,  J.  Gille- 
urkund  frän  medel- 
tiden  14,  303. 

Sandwall,  F.  Ändelse- 
vokalernas  växling  i 
östgötalagra  14,  ^7H. 
Samlade  dikter  av  Lu- 
cidor  14,  229. 

Sandys,  J.  E.  Eoger 
Bacon  16,  \()7.  20,  \o\. 

Sänge,    rec.  20,  93. 

Sänger.     Lieder  17,  33. 

Sarauw,  G.F.L.  Magie- 
mose 2,  55.  Rentier  in 
Europa  2,  ^27. 

Sarrazin,  Gr.   Kädmon 

16,  \7,\. 
Sarrazin,    0.      Luther 

und  der  Sarrazinismus 

9,  97.     Hans  Delbrück 

u.  d.  ADSprY.  9,  97. 

Sauer,  A.    Minor  1,  6^ 

Sauer,  0.    Chevy-chase 

17,  ^37. 
Schaaffs,  G.    Misel  bei 

Goethe  10,  5. 
Schacherl,  A.    Flachs- 
bau (13)  10,  33. 


Eiese  -  Schmeck. 

Schaching,  0.  v.  Eu- 
lenspiegei  9,   \8. 

Schade, L.  Hieronymus 
ausgewählte  Schriften 
20,  ^6^. 

Schädel,    B.     rec.  3,  9. 

Schaefer,  H.  Waffen- 
studien 14,  290. 

Schäfer,  D.  Deutsch- 
französische  Sprach- 
grenze (14)  10,  2. 

Schäfer,  K.  H.  rec.  20, 

Schagen,  A.  Görres  1, 
26. 

Schairer,  J.  Religiöses 
Volksleben  1,  5\.  9,  3. 
20,  273. 

Schallaudek,  J.  Volks- 
lied 17,  29. 

Schaller,  F.  Krippen- 
lieder 17,  29. 

Schanz,  M.  Eömische 
literatur  20,  38. 

Schatz,  J.  Bruchst.  von 
Eudolfs  weltchronik  7, 

Scheel,  0.  rec.  9,  68. 
79.  88. 

Scheepstra,  T.  J.  A. 
Drie  coninghen  12,65. 

Scheftelowitz,J.  Laut- 
gruppe zg  3,  88. 

Scheidweiler.  Sei- 

fridslied  9,  ;^20.  18,  7*^. 

Scheiner,A.  Ein  mittel- 
fränkisch es  akzentge- 
setz  (14)  10,  89. 

Schell,  O.  Eheinisch- 
westfälische  Volkskun- 
de i.  j.  1913  (14)  10,  5^. 

Schelling,  F.  E.  Eng- 
lish  lyric  16,  3^^,  ^  Eng- 
lish  drama  16,  39.  223. 

Schenk,  Th.  Charles 
Shadwell  16,  270. 

Scherer,  H.  Tale  of  a 
tub  16,  230,  ^. 

Scherer,  W.  Gesch.  d. 
d.  lit.  5,  5^. 

Scherrer,  H.  Soldaten- 
lieder 17,  \\7. 

Scheurleer,  D.F.  Man- 
nen ter  zee  17,  \55.  Ya- 
ren  en  vechten  17,  ^3';^. 


Jahresbericht  für  germanische  philologie.    XXXVI.    (1914 


193 

Schiemann,  Th.  Victor 
Hehn  1,  32. 

Schill  mann,  Fr.  Württ. 
Urkunden  7,  ^4^3. 

Schillmann.  Jak.  von 
Jüterbock  20,  ^7^. 

Schissel  v.  Fleschen- 
berg,  0.    rec.  6,  ^5,7. 

Schi  ach  ter,W.  Annales 
Fuldenses  20,  73. 

Schläger,  G.  Kinder- 
Heder  16,  62. 

Schlecht,  J.  Joh.  Ecks 
anfange  20,  28 ^ 

Schlegel,  A.  W.  von. 
Briefwechsel  mit  Las- 
sen 1,  72.    Briefe  1,  75. 

Schlegel,  Caroline. 
Briefe  1,  8^. 

Schlegel,  Dorothea. 
Briefe  1,  8^. 

Schlegel,  Friedrich. 
Briefe  1,  75. 

Schlegel,  E.  Uhrum- 
schriften 17,  ^76. 

Schlemilch,  W.  Spät- 
engl.  Sprachdenkmäler 
15,  59. 

Schienther, P.Brahms 
Schriften  1,  {O'k. 

Schlessing,  A.  Deut- 
scher Wortschatz  8,  93. 

Schliz,A.  Steinzeitliche 
wirtsch  af  tsf  ormen2,'(;  6 . 
Nordeuropäische  schä- 
delbildung  2,  ^7. 

Schloemp,F.  Soldaten- 
lieder 17,  U8. 

Schlosser,  H.  rec.  9, 
^Oa. 

Schlupkoten,  P.  Her- 
mann Damen  7,  ^07. 

Schlüter,  O.  rec.  2,  ^62. 

Schlüter,  W.  Eunen- 
kalender  19A,3\.  rec. 
19A,38. 

Schlutter,  0.  B.  Ahd. 
glossen6,22.  Ae.  apru- 
ten  15,  28.  Ae.  Wort- 
forschung 15,  28.  Er- 
furter glossar  16,  \\i. 
Eobert  Brunne  16,  \5^. 

Schmeck,  A.  Kirchen- 
lied 9,^7.  rec.  7,  ^0'^;,29. 

)    n.  Teil.  13 


1LJ4 


Autorenrcarister. 


Schmeidler,  B.  Adam 
von  Bremen  2Ü,  60.  rec. 
20,  298,55. 

Schmekel,  A.  Positive 
Philosophie  20,  ;85. 

Schmidt,  A.  Kriegs- 
gesang 17,  85a. 

Schmidt,  Benno.  Frank- 
furt er    Zunfturkunden 

7,  U9- 

Schmidt,  Bernhard. 
Gajtz  3,  H9-   8.  98. 

Schmidt,  E.  Grimms 
märchen  18,  \2ö. 

Schmidt,  Fr.  ludef.  ar- 
ticle  15,  107. 

Schmidt,  Heinr.  Deut- 
sche maa.  in  Südungarn 
(14)  10,  88. 

Schmidt,  K.  W.  F.  rec. 
3,  170. 

Schmidt, L.  Fränkisch- 
alamannische  grenze  2, 
\6[.  Reiche  der  völker- 
wanderuag2,\6'^.  Deut- 
sche Stämme  2,  ^80. 

Schmidt,  Leonh.  Gu- 
drun 7,  70.  rec.  2,  ^28. 

129- 

Schmidt,  Martin.  Kon- 
sonantismus derBonn- 
läuder  mda.  (13)  10,  55. 

Schmidt, P.E.  Kloster- 
regel des  hl.  Benedikt 
20,  ^02.  Ausgabe  der 
Benediktinerregel  20, 
106. 

Schmitz,  K.  Der  hand- 
webstuhl  in  der  Kre- 
felder mda.  (13)  10,  65. 

Schmitz-Kallenberg, 
L.  Historiographie  d. 
deutschen  geschichte 
20,  n- 

Schmöckel.  Haussprü- 
che 17,  ^75. 

Schneider, Franz.  Uni- 
versität Heidelberg  1, 
^52.  Universität  Helm- 
stedt 1,  \5^.  Briefe 
Haeberlins  1,  {ZU. 

Schneide  r,Heinr.  Wolf- 
dieterich  7,  \0't,50. 
Grimms  dt.  sagen  18, 
105.     rec.  8,  96,3. 


Schneider,  K.  Ausge- 
staltuug  der  deutschen 
spräche  8,  35. 

Schneide  r.Peter.  Wort- 
schatz der  Bamberger 
mda.  (1.3)  10,  58. 

Schneider,  ß.  Ae.  rät- 
sei   des    Exeterbuches 

16,  \\6. 
Schneegans,  H.    Gust. 

Gröber  1,  30. 

Schnetz,  J.  Das  Lur- 
problem  8,  76.  (13)  10, 
57. 

Schnorf,  K.  'Schweize- 
risch' oder  'Schweizer'? 
(13)  10,  ^0. 

SchnuckjM.  rec.5,60,3. 

Schoell,  Fr.  L.  'Sir 
Gyles  Goosecappe'  16, 
238.     rec.  16,  262. 

Schoepperle,  G.  rec. 
18,  \0\,6. 

Schofield,  W.H.  Engl, 
literature  16, 7  2,  ^ .  Chau- 
cer's  Legend  of  Cleo- 
patra 16,  ^56. 

Scholl,  K.  Maa.  des 
kreises  Ottweiler  (13) 
10,  ^5. 

Schollen,  M.  Aachener 
Sprichwörter  (13)  10, 63. 

17,  ^89- 
Schollenberger.     Na- 
tionalhymne 17,  ^28. 

Schölte,  J.H.  rec.  7,5, ^ 

H'^,,\.   11,  72. 

Scholz,  B,.  Elirchen- 
politische  Streitschrif- 
ten 20,  56.  Marsilius 
von  Padua  defensor 
pacis  20,  200. 

Schön,  F.  Eheinf rän- 
kische madichtung  I 
(13)  10,  48.  Lina  Som- 
mer (14j  10,  'k'k.  Stadt- 
gespenster 10,  66. 

Schonack.  W.  rec.  1, 
72.    ^36.     20,  20. 

Schönbrunn,  E.  Volks- 
lieder 17,  ^29. 

Schönfeld,  M.  Alt- 
germ. Personennamen 
3,  170.  8,  5'k,\.  rec.  3, 
170.  8,  56,3.  14,  H9- 


Schönhoff,  H.  Westf. 
dialektliteratur  11,  <^9, 

Schon ing,  O.  Sprog- 
forskningens  vilde 
skudd.  3,  52.  rec.  3,  7{. 

Schoof,  W.  Der  name 
'Altkönig'  8,  6^.  Hessi- 
sche Ortsnamenkunde 
8,67.68.  (13)10,50.  (14) 
10,  ^9.  Volkstümliche 
namenkunde  8,  7/^. 
Schwälmer  mundart 
(13)  10,  49.  (14)  10,  ^8. 
Fuldaer  namenkunde 
(13)  10,  51.  Kanzleistil 
u.  flurnamenforschung 

(13)  10,  52.     Hundrück 

(14)  10,  6^. 
Schopen,  E.     Centum- 

völker  3,  122 

Schoppe,Gg.  Geschich- 
te der  fremdwörtor  8, 
89.  Volkskunde  18,  U 2. 

Schopper,  F.  Niobe- 
mythus  in  der  d.  lit. 
3,  U6. 

Schöpperle,  Gertrud. 
Tristan  7,  ^0^,8. 

Schornbaum,  K.  Me- 
lanchthon  9,  ^oo. 

Schottenloher,K.  rec. 
20,  298,6. 

Sehr ader,  0.  Germanen 
und  Indogermanen  3, 
^07.  Herkunft  der  Ger- 
manen 3,  \\0.  Indo- 
germanen 3,  ^2^^.  Viktor 
Hehn  und  die  Sprach- 
wissenschaft 3,  ^2'^. 

Schrader,  W.   for-  and 
fore  -  Verbalkomposita 
im  Engl.  1.5,  85. 

Schramm,  F.  Schlag- 
worte der  Alamodezeit 
8,  H05. 

Schrank,  W.  Luther- 
buch 9,  70. 

Schreiber,  Ch.  Er- 
kenntnislehre des  hl. 
Thomas  20,  257. 

Schreiber,  F.  Ketten- 
reim 17,  29. 

Schreibmüller,  H.  rec. 
2,  \6<k. 


Schmeidler — Sechehaye. 


195 


Sclireiner,  A.  Mfrk. 
akzentgesetz  5B,\7. 

Schremnie  r.W.  Dresch- 
reime (14)10,83.  17,  57. 
Volkslieder  17,  ^29. 

Schreuer,  H.  Altgerm, 
sakralrecht  2,  \2ö. 

Schröder,  A.  Augusti 
nus  über  den  gottes- 
staat  20,  8*. 

Schröder, E.  Wilmanns 
1,9?.  Otfrid  8,27.  Ezzo 
7,  ^^8.  Altd.  schwanke 
7,  10-^,27.  rec.  7,  33,U- 
11,  5.  17,  U9- 

Schroeder,  Fr.  Fried- 
rich -  Wilhelms -gymn. 
in  Trier  1,  \57. 

Schroeder,  L. von.  Alfr. 
Ludwig  1,  57. 

Schroeder,  O.  Papier- 
ner Stil  8,  28,V 

Schröer,  A.  Engl,  aus- 
sprachewörterbuch  15, 
77.  Engl,  literaturge- 
schichte  16,  6.    rec.  15, 

19.  36.  !\5.  '{ö.  50.  58.  77. 
Schrörs,H.  Tertullians 

apologeticum  20,  239 
Schrutz,   n.    Lieder  17, 

U9- 

SchuberthjH.  von.  Lu- 
thers leben  9,  77. 

Schuchardt,  H.  Nu- 
bisch  und  Baskisch  3, 
10^.  Deutsche  schmer- 
zen 3,  \37.  Negerhollän- 
disch 12,  22.  rec.  3,  ^5. 

Seh  uchhardt,  C.  Liss- 
dorf  2,  5\.  Goldfund 
bei  Eberswalde  2,  6^. 

Schuck,  H.  Svensk 
litteraturhistoria  14, 
23.'>. 

Schuhmache r,K.  Stab- 
reim 56,^^8. 

Schullerus,Ad.  Sieben- 
bürgisch  -  sächsisches 
Wörterbuch  (13)  10,6t. 
Zum  (sieb.-sächs.)  wtb. 
(13)  10,  62. 

Schulte,  F  Lamb.  An- 
gebliche altfranzösi- 
sche Ortsnamen  in 
Schlesien  10,  86. 


Schulthess,  O.  In- 
schriften aus  der 
Schweiz  2,  ^33.  Römi- 
sche augenarztstompel 

2,  \35. 

Schultz,    V.      Unpers. 

subst.   bei  Spensor  15, 

83. 
Schultz-Gerhard,    S. 

Schwenkfeld  9,  \[<). 
Schult  z- J  o  h  n  s  o  n,E.E. 

Schwenkfeld  9,  U9- 
Schultz-Reaschel,  E. 

Ge«ch.  d.  d.  lit.  5,  53. 
Schultze,E.  rec.l7,  t30. 
Schnitze,    Fr.     rec.    5, 

60,2. 
Schnitze,  M.  Frühneo- 

lithische  jagdgeräte  2, 

Schulz,  E.  Englische 
schwaukbücher  16, 269. 

Schulz,  H.  Deutsche 
gramraatik  5,  {.  Deut- 
sches fremd  Wörterbuch 
8,  96,5. 

Schulz,  W.  Felsenzeich- 
nung 18,7.     rec.  2,  60. 

Schulz,  W.  Augustinus 
über  d.  Verhältnis  von 
ratio  und  fides  20,  9'^^. 

Schulz-Gora,    0.     rec. 

3,  170. 

Schulze,     B.        Exmor 

Scolding  15,  58. 
Schulze,  E.  Die  d.  lit. 

5,5^. 
Schulze,  F.  Geschichte 

derhauptlasterlehre20, 

50. 

Schulz,  K.  Zu  Halls 
Satiren  16,2'^0. 

Schulze,  Rud.  Niederd. 
schriittum  11, 50.  Ndd. 
austandsbuch  11,  58a. 

Schulze,  Werner.  G. 
Schwab  1,  86.  Ahd. 
hnegen  6,  \o. 

Schumacher,  K.  Neo- 
lithische  depotfunde  2, 
4:9.  Galliscüe  stamme 
2,  79.     rec.  2,  ?28. 

Schumacher,  K.  Stab- 
reim im  Mittelengl.  15, 
U7. 


Schumann,  M.  Luthers 
werke  9,  66. 

Schummer,  R.  John 
Walton  16,  285. 

Schuppe,  E.  Grego'ius 
Peccator  7,  60. 

S  chürmeyer,  W.  Kar- 
dinalkollegium unter 
Pius  IL  20,  291. 

Schütte,  G.  Ptolemy's 
atlas2, 131.  Ptolemäus- 
karten  2.  132.  Hof-  og 
statskalender  14,  9^^. 

Schütte,  0.  Verdrän- 
gung des  ndd.  11,  2. 
Zum  mnd.  wörterbuche 
11,  16.  zubuttern  11,  17. 
Braunschweigische  sa- 
gen 18,  113. 

Schwab,  F.  Forster  9, 
136. 

Schwaller,  J.  Spangen- 
berg 9,  125. 

Schwalm,  J.  H.  Schwäl- 
mer  wees  17,  190. 

Seh  wantes, G.Deutsch- 
lands Urgeschichte  2, 
117. 

Schwartz,E.  A  räbala- 
pinesközi  nyclvjäräs 
hangtana  (14)  10,  ^^0. 

Schwartz,  W.  A.  W. 
Schlegel  1,  IH'. 

Schwarz,  Fr.  Kinder- 
lied 17,  77. 

Schwarz,K.  Intervoka- 
lisches  -g-  im  fränki- 
schen (14)  10,  63. 

Seh  wer  in,  Gl.  V.  Rechts- 
geschichte 2,  126. 

Schwietering, J.  Mer- 
seb.  zauberspr.  6,  30. 
18,  8. 

Schwyzer,  E.  Sprach- 
verwandtschaft 1,  135. 
3,  7'^.  Schweizerisches 
Idiotikon  (13)  10,  12. 
(14)  10,  7. 

Scott,  Elliot,  G.  F.  Pre- 
historic  man.  2,  5. 

Sechehaye,  A.  La 
grammaire  et  Ja  vie 
du  langage  S,  ^i^. 


196 


Autorenregister. 


Sedgefield,W.J.  Beo- 
wulf  16,  96. 

Seeberg, E.  Lateinische 
predigt  aus  dem  3.  Jahr- 
hundert 20,  221- 

Seedorf,  H.  Deutsches 
Wi.rterbuch  1,  \03. 

Seeh  ausen.W.  Wyssen- 
heni  7,  10"^, 31-  9,  \52. 

Seemann, E.  Hugo  von 
Trimberg  7,  66.  20,  ;70. 

Seemann,  Marg.  Sir 
John  Davies  16,  208. 

Seemüller,  J.  Kom- 
mission für  das  Baj'e- 
risch-üsterr.  wtb.  (i4) 
10,  27. 

Sedgef  ield,W.J.  Place- 
name 'Haie' 15, 33.  reo. 
15,  35.   58. 

Seger.  Urgeschichts- 
forschung  in  Schlesien 
2,  uo. 

Seiberth,  Ph.  Lin- 
guistic  change  3,  35. 

Seifert-Kuntner,  M. 
Tänze  17,  29. 

Seiffert,  F.  Genesis  A 
und  Beowulf  15,  60. 

Seiler,  Frz.  Deutsche 
kultur  8,  ^08,\.  Deut- 
sche Sprichwörter  in 
latein.  fassung  20,  235. 

Seip,     D.     A.        Storm 
Munchs  Saga  1,  Wk. 
Norsk  sproghistorie  14, 
156.  Sproget  hos  Wer- 
geland  14,  {8^. 

Seppelt,  F.  X.  Hed- 
wigslegenden 7,  9.  rec. 

20,  ^^6.  280.  293,2;. 

Setälä,  E.  N.  Entleh- 
nung und  Urverwandt- 
schaft 3,  75.  Germ,  be- 
standteile  im  Ostsee- 
finnischen 3,  ^70.  Väi- 
nämöinen  18,  ^{0. 

Seton,  W.  W.  Life  of 
Agnes  of  Prag  20,  62. 

Settegast,F.  Deutsche 
volksnamen  im  franz. 
volksepos  8,  59. 

Setterwall, K.  Sv.hist. 
bibliogr.  14,  37. 


Seuffert,  B.  Wieland- 
aui^gabe  1.  ;03. 

Severin,  H.  Sauerland 
17,  55. 

Shorey,  P.    rec.  3,  {O^k- 

Sieben,  W.  Biblisches 
17,  188. 

Siebourg,  M.  rec.  2, 
;30. 

Siebs,  Th.  Dahn  und 
Scheffel  1,  U-  '0.  Hu- 
manist, und  deutsche 
bildung  1,  ^2'^.  Wort 
und  brauch  (13)  10,  72. 
Schlesische  Volkskunde 

(13)  10,  73.   rec.  8,  56, ;. 

(14)  10,  93. 

Sieper,  E.  Altengl.  ele- 

gie  16,  32. 
Sievers,  E.     Die  Butz- 

schen  reaktionen  5B,3  2, 

3'^.   Technik  d.  wortst. 

in  d.  Eddal.  14,  238. 
Sievers,H  Stapelholmer 

ma.  11,  38. 
Sijmons,B.   Kudrun  7, 

69. 
Silex,  H.   Jangdeutsch- 

land  17,  H06. 
Silva,  P.   Cronistica  Pi- 

sana  20,  U7. 
Simek,  E.  Vorgeschichte 

Böhmens  2,  90. 
Simon,  W.    Brahm  1,  5. 
Simons,   L.      Walther- 
sage 18,  65. 
Simonsen,  C.   Brandes 

1,7. 
Singer,  H.     Bernardus 

Compostellanus     anti- 

quus  20,  uo. 
Singer,  S.    Aufsätze  7, 

33,2.        ApoUonius    7, 

\oi^.{2.       Gassenhauer 

17,  26. 
SjöbergjF.  Majvisa  17, 

;56. 
Sjöberg,L.  Odensägen 

fr.  Blekinge  14,  2'?;6. 
Sisam,   K.     Epenthesis 

in  sl,  sn  15,  69. 
Sixt.  Eömische  Inschrif- 
ten 2,  ;'^9- 


Sixtus,  G.  Dialekt- 
schriftsteller Frank  ßo 
binson  15.  58. 

Skar,  J.  RevenogBjer- 
nen  18,  ;3;. 

Shearin,  H.  G.  That- 
clause  15,  \  \  \. 

Skeat,  W.  W.  Glossary 
of  Tudor  and  Stuart 
words  15,  7.  Engl,  ety- 
mology  15,28.  Chaucer 
16,  ;67,2. 

Skemp,  A.  R.     rec.  16, 

Skulerud,O.Nyenorske 

ord  1,  U'^- 
Slijper,  E.    rec.  20,  ^72. 

298,28. 
Smith,  A.  H.    Wester- 

woldsche  dialecten  12, 

18. 

Smith,  G.  CM.  rec.  16. 
23 ;.  Gabriel  Harvey 
16,  2^\.    rec.  16,  283, ;. 

Smith.  R.  Balladl7,  U8. 

Soames,  Laura.  Tea- 
cher's  manual  3,  28. 15, 
77. 

Sobolewski,  A.  J. 
Wohlklang  3,  83. 

Söderwall,  K  F.  Ord- 
bok  14,  58.  Rättsut- 
tryck  14,  68. 

Sohm,  W.     rec.  9,  76. 

Sommer,  F.  Konträr- 
bildungen 3,  85. 

Sommerfeldt,  W.  P. 
Kunsthist.  -  archäolog. 
bibliogr.  1913  14,  ;9- 

Sonnenschein,  A.  Re- 
form in  gramm.  nomen- 
clature  3,  69. 

Sonnleithner,  R.  Wie- 
ner neuphüol.  verein 
1,  U9- 

Sooder,  M.  Sprüche  17, 

Spaar,  0.  Mittelalter- 
liches engl,  drama  16, 

Spahn,  M.    rec.  9,  28. 


Spalding, Mary C.  Char- 
ters  of  Christ  16,  (37. 

Spanier,  M.  rec.  9,  (52. 

Sparmberg,  P.  Stein- 
höwel  9,  (28. 

Specht,  Th.  rec.  20,80. 

Sperber,  H.  Sprachver- 
änderung  3,  39.  Germ, 
wortkunde  3,  (50.  6,  6. 
Djurnamnl4,  (32.  Här- 
nevi  14,  (^9. 

Speyer,  J.S.  rec.  3,  (O^^. 

Spiegel,  K.  Hexen- 
prozesse 18,  26.  Über- 
fahrtssagen 18,  (07. 

Spies.  H.  Festschrift 
für  Morsbach  1,  ((2. 
Chaucer's  religiöse 
grundstimmuug  1,  ((2. 
Posies  1,  ((8.  17,  x^Z. 
Chaucer  16,  (5.  (7. 
(67,5. 

Spiller,  R.  rec.  (13)  10, 
85. 

Spingarn,  J.  E.  Dra- 
matic  criticism  16,  78. 

Spira,  Th.  Engl,  laut- 
entwicklung  15,  ^8. 

Spitta,  F.  Blaurer9,  ((. 
Hubert  9,  ^(2.  Ein  feste 
bürg  9,  52.  Sattler  9, 
((5.  Weisse  9,  (35. 
Kirchenlied  9,  (52.  rec. 
9,  (52. 

Spitzer, L.  rec.3,7(.  (70. 
(14)  10,  93. 

Sprengel,  J.  G.  DGV. 
1,  (2';^-    rec.  5,  57. 

Stabile,  Fr.  Eegola  di 
s.  Benedetto  20,  (05. 

Stach,  J.  rec.  20,  298,36. 

Stahl,  A.  Volkslied  17, 
29. 

Stahl,  E.  L.  rec.  20, 
298,6. 

Stählin,  W.  Sprach- 
psychologie 3,  36.  Me- 
taphern 3,  'liO. 

Staiger.E.  Watt 9,  (34;. 

St  alz  er,  Jos.  Glossar  Ic 
6,  20. 

Stammerjohann,  ß. 
Idiotismen  11,  34;.  37. 
Volkslied  17,  ^0. 


Sedgefield — Stratil. 

Stamm-Heyne.  Ulfilas 

4,  (4,2. 
Stammler,  W.  Luthers 

werke  9,  66.  rec.  5,  56. 
7,  33,8.     16,   75,2.     20, 
298,6. 
Stärk,  J.     Rückumlaut 

5,  8,2. 

Staub,  F.  Schweize- 
risches idiotikon  (13) 
10,  (2.  (14)  10,  7. 

Stauff,  Ph.  Haussym- 
bolik 19A,32. 

Stead,  M.  T.  Manegold 
of  Lauterbach  20,  (97. 

Steenstrup,  J.  Sles- 
vigske  stednavne  14, 
(33.    Ballad  17,  (54. 

Stefanovic,   S.     'Deor' 

16,  (06. 

Steffen,  E.     Name  der 

Germanen  3,  ((2. 
Stehle,  Br.  rec.  (14)  10, 

2(. 

Stehlin,  H.  G.  Prähist. 
ansiedlung  2,  80. 

Stehmann, W.  Studen- 
tenabenteuer 7,  (04,2^^. 

Steidel,R.  Zecherlieder 

9,  (37. 

St  elf  f.  Württ.  literatur 
vom    jähre    1911    (13) 

10,  23. 

Steiger,  A.  Spitteler 
und  das  fremdwort 
(13)10,  ((. 

Steilen,  D.  Inschriften 

17,  (78. 

Stein.  Soldatensang  17, 

(20. 

Steinberg,  H.  Reyen 
bei  Gryphius  5B,27. 

Steinberger,  H.  Hir- 
landa  18,  94.  Altaiche 
annalen  20,  72. 

Steinberger,  L.  Hl. 
Marinus  u.  Annian  20, 
(99. 

Steiner,  P.  Römische 
mosaiken  2,  (44. 

St  einhausen,Gg.  Deut- 
sche kultur  8,  (08,2. 

Steinhauser,  W.  Ko- 
kein (14)  10,  3.  rec.  (13) 
10,  29.  (14)  10,  93. 


197 

Steinke,    Fl.      Sprach- 
proben 11,  ^2. 
Steinlein.     rec.  9,87. 
Steinmeyer,    E.    von. 

A.  E.  Schönbach  1,  8'^, 
Stellhorn,  F.  W.    rec. 

7,  33,1  (. 
Stellwagen,  A.  W.  rec. 

12,  25. 
Stempel,  B.  v.  d.  Rid- 

dere    wetter    mouwen 

12,  54.    rec.  12,  69. 
Stemplinger.     rec.   3, 

(04. 
Stenzel,K.  BeatusRhe- 

nanus  20,  278. 
Stephan,  H.  rec.  1,  93. 
Stern,  J.   Goethe,  welt- 

lit.   u.   Berteis    3,  (74. 

rec.  3,(88,3.  4.  6.  5,60,2. 
Sternberg,     L.        Die 

nassauische   lit.  5,  56. 
Stiefel,   A.  L.    rec.  7, 

(04,(2.   20,  298,2.  34;. 

Stjerna,   K.      Beowulf 

16,  (03,3. 

Stieglitz,  L.  Marsilius 
von  Padua  20,  202. 

Stiller,  0.  Luther  u. 
Zwingli  9,  59. 

Stimming,  R.  Fibel- 
formen 2,  (06. 

Stöbe,  P.  Weihnachts- 
spiele 17,  (59. 

Stoll,  J.  Schreibfehler 
3,41- 

Stoltz,  G.  Bergens  by- 
mäl  14,  (94. 

Stolze,  W.     Jsb.  9,  (. 

Stölzel,A.  Volksmytho- 
logie 3,  64.  18,  56. 

Stop  es,  Ch.  C.  English 
stage  16,  50. 

Storme,  J.  Bronnen 
van  Kiliaan  12,  27. 

Stracke,  D.  A.  Hade- 
wych  12,  48.  Beatrys 
12,  49.  Horoscopen 
15.  eeuw  12,  67.  rec. 
12,  69. 

S  t  r  a  t  i  1 ,  D .  Weihnachts- 
lieder 17,  (62. 


198 

Strauch,  Ph.  Eckart- 
probleme 7. 15^,2.  Brei- 
ter stein  17,  ■^\.  rec. 
9,90. 

Strauß,  Br.  Niclas  von 
Wyle  7,  15^,5. 

Strauß,   D.  F.     Hütten 

9,  ^5.  20,  28^. 

S treib,   A.      Praecepta 

vivendi  20,  2^3. 
Streicher,    O.     rec.   1, 

\2\.  8,  93. 
Streitberg,     W.      Zur 

got.  grammatik  1,  ^5. 

Zu  Graßmanns  gesetz 

3,  8\.   Grot.  grammatik 

4,  6.    Metrik  5B,9. 
Strohecker,  Fr.     Dop- 
pelformen 15,  \\6. 

Stückelberg,  E.  A. 
Apokryphe  heilige  20, 

^37. 
Stucki,    K.     Schweize- 
risches   Idiotikon    (14) 

10,  7. 
Stuckmann,    A.      Prä- 
historische gräber2, 53. 

Stückrath,  O.  Drei 
kunstlieder  17,  ^3a. 

Stuhl,  K.  Hundrück 
oder  Hunsding  (14)  10, 
65. 

Stumme,    H.     Harff  9, 

Stur,  J.     Slaw.  sprach- 

elemente  8,  58. 
Stütz,    F.      Reimpaare 

öBj-^i.    Gengen bach  9, 

Sudhoff,  K.   rec.  11,  72. 

Sundström,  E.  Studier 
Ö.  Skogekär  Bärgbo  14, 
228. 

Suolathi,  H.  Germ, 
namen  für  körperteile 
im  Finnischen  3,  ^68. 
Französisches  suf  fix  im 
Mhd.3,  ^69.  7,2.  Vogel- 
namen 6,  ^5,6.  8,  56, ^ 
rec.  3,  ^70. 

Sütt  erlin,  L.Deutsches 
Wörterbuch  1,  ^03.  Wer- 
den und  wesen  der 
spräche  3,  7^. 


Autorenregister. 

Sverdrup,  G.  Kamp 
mellem  Vsetterl4,  272. 
18,21. 

Sverdrup,  J.  Aksent- 
veksel  1,  U4-  3,  ^26. 

Swaen.  A.  E.  H.  How 
a  man  may  chuse  a 
good  wife  from  a  bad 
16,  250,2. 

S  w  e  n  u  i  u  g ,  J.  Argbigga 
14,  81. 

Sweet,  A.  Collectedpa- 
pers  15,  75. 

Svvoboda,  AI.  Wort- 
sammlung aus  der  Ta- 
chauer  gegend  (13)  10, 

Sydow,  C.  W.  V.  Gren- 
del i  angs.  ortnamn 
14,  \3a:.  18,  6^.  Hymes 
bägare  14,  2'^7.  Folk- 
miunena  17,  \55.  Ord- 
spräk  17,  ^97. 

Sykes,  H.    'Webster  16 

286. 

Sylwan,  0.  Studier  i 
svensk  vers  14,  2^-^ 
Fj^rtiotalets  Student  14 

504:- 
Synnerberg,  C.  Minu 

ciusliteratur  20,  205. 
Syrett,  Notta.    Miracle 

plays  16,  4;  4. 

Tailhade,L.  Ulrich  von 

Hütten  20,  286. 
Tait,    J.     Chronica  Jo- 

hannis  de  Reading  20, 

\78. 

Tapp  an,  E.  M.  English 
literature  16,  '^. 

Tappolet,  E.  Haustier- 
namen 3,96.  Alemanni- 
sche lehnwörter  3,  ][56. 
(14)  10,  1  \. 

Tarbeil,   F.  B.     rec.  3, 

Tardel,  H.  Liedstudien 

17,51.  139- 
Tatarinoff,   E.     6.  be- 

richt  d.  Schweizer  ges. 

f.  urgesch.  2,  18. 
Tatlock,  S.  J.  P.   Chau- 

cer  16,  H5.    147.    150. 

IM- 


Taube,  Fr.  W.    rec.  18, 

U9,5. 
Tavernier,W.  Waltha- 

rius  18,  67. 
Taylor,  H.  0.  The  me- 

dieval  mind.  20,  52. 
Taylor,    E.       Political 

prophecv  16,  89. 
Tegner,  E.    Plister  14, 

Tejessy,  F.  Lieder  7, 
^0.  9,  {iko. 

Tertsch,  H.  rec.  2,  U7. 

Teuchert,  H.  Job. 
Franckl.  ^8.  Chr.  Wal- 
ther 1,  95.  ZfdMa.  (13) 
10,  \.  rec.  (13)  10,  22. 
(14)  10,  93.   11,  72. 

Teuf  fei.  Dername 'Teu- 
fel' 8,  52. 

Thedieck.  rec. 7,  ^0^,\7. 

Theobald,  L.  rec. 9,  \7. 

Thiele,  E.  Luthers 
werke  9,  64;. 

Thietz,  ß.  Ballade  17, 
129- 

T  h  o  d e,H.  Luthers  werke 
9,  66.  Luther  und  die 
deutsche  kultur  9,  89. 

Thomas,  S.  Pantzer- 
hjelm.  Wortgeschichtl. 
kleinigkeiten  1,  Wk. 

Thommen,  E.  Univer- 
sität Basel  1,  H30. 

Thorndike,  L.  E.  Ba- 
con  and  the  experi- 
mental  method  20,  ^00. 

Thulin,  J.  Ortnamns- 
undersökningarnas  ka- 
merala    betydelse    14, 

^35. 

Thumb,  A.  Satzrhyth- 
mus 5B,29.   rec.  3,  (2^^. 

Tieck,  L.    Briefe  1,  89. 

Tiede,  J.  Persönl.  gn- 
schlecht  15,  87. 

Tieje,  A.  J.  Critical 
heritage  of  fiction  16, 
79.    rec.  16,  75,3. 

Tilemann,  H.  Franzis- 
kus V.  Assisi  20,  H6. 

Tinbergen,  D.  C.  rec. 
12,  69. 


Strauch — Vogt. 


199 


Tobler,  L.  Schweize- 
risches idiotikon  (13) 
10,^2.  (U)10,  7. 

Tomsa,  A.  Dalimilsche 
reimchronik  7,  79. 

Torf,  A.    brente  1,  \\5. 

Torp,  A.  Ordförklarin- 
gar  14,  82.  Indskriften 
paaRök-stenen  igAjS^^, 

Torrens,  R.  K.  Eng- 
lish  idiomatic  expres- 
sions  15,  Wk. 

Trapp.  W.  Vers  im 
Kynewulf  15,  ^20. 

Trautmann,  M.  Wül- 
fing  1,  \oo.  Altengl. 
rätsei  5B,'^7.  Kl.  iaut- 
lehre  15,  73.  Sprach- 
schatz 19A,35.  Ae.  rät- 
sei 16,  U7.  \\8.  \2\. 
^22.    ^23.    \2%\. 

Trautmann,  E,.  rec. 
3,  \2^.  Got.  mag  und 
slav.  mogq  4,  \o. 

Travnik,E.  Hartlieb  7, 
^2«^.    9,  36. 

Tröcsänyi,  D.  Hum- 
boldts sprachphiloso- 
phie  3,  30. 

Trench,  W.  F.  Inau- 
gural  lecture  16,  73. 

Trenkel,  P.  Vülkerbe- 
wegungen  2.  ^59. 

Treseburg,H.  Martini 

17,  55. 

Tschinkel,  H.  Bedeu- 
tungswandels, ^36.  5,7. 

Tschirch,  0.  Görres 
1,  Z'k. 

Tunberg,  S.  Sveriges 
medeltidskällor  14,  {56. 

T  Upper,  Fr.  Exeter 
bock  16,  H2'^,2.  Chau- 
cerl6,  H-^^  Pardoner's 
Tavern  16,  \53. 

porsteinsson,  H.  Sy- 
slumannasefir  14,  307. 

Uhl,W.Winiliod6,  \5,7. 
17,  ^29. 

Uhland.  Briefwechsel 
1,  92. 

Uhlenbeck,C.  C.  Bas- 
kisch und  Indogerma- 
nisch3,78.  rec.  18,58,2. 


Uhlirz,  M.  Petrus  von 
Dresden  20,  2^2. 

Uhlmann,  J.  Görres 
1,23. 

Ulbrich,  H.  Zu  Krü- 
gers sjoionymik  15,  \\5. 

Ulm,  D.     Joh.  Hartlieb 

7,  ^26.    9,  35. 

Ulrich,  0.  Beaumonts 
dramen  16,  202. 

Umbreit,  E,.  Arbeiter- 
liederbuch 17,  97. 

Unwerth,  AV.  v.  Mogk 
1,  62.  Namengebung 
1,  ^07.  Schlesische  ma. 
(13)10,  73.  As.hirll,^. 
Nord.  ortsnamenfor- 
schung  14,  WS.  Odinn 
und  Rota  14,  2'^B.  To- 
tenkult u.  Odinnver- 
ehruug  14,  2'^9.  Osta- 
cia  und  Kära  18,  79. 
Regnerus  nnd  Ulvilda 
18,  \\0.  rec.  7,  ^0'^:,30. 
(14)  10,  93.  18,  85,8. 

Uppström,  A.  Indo- 
europeiska  och  semi- 
tiska  spraken  3,  7^. 

Usbeck,  C.  Namen  in 
Niederzwehren  8,  50. 

Ussing,  H.  rec.  14,  2'^9. 
29'J;.   305. 

Utsch,  F.W.  Jäger  aus 

Kur pf alz  17,  ^t^. 

Tacandard,  E.    La  vie 

de  s.  Genevieve20,  \5\. 
Valk,  J.  V.  d.  Brief  van 

Marnix  12,  68. 
Valkhoff,P.  rec.  12, 69. 
Vangensten,   0.  C.  L. 

Leonardo  da  Vinci  og 

fonetiken  3,  U• 
Vanman,    H.     rec.    20, 

298, \5. 

Vasters,  P.  Jupiter- 
pfeiler 2,  ^^1^6. 

Vatasso,  M.  Codices 
Vaticani  latini   20,  \0. 

Veit,  F.  Ahd.  a  und  e 
in  der  mda.  von  Ost- 
dorf (14)  10,  ^5. 

Veiten,  R.  Gesell- 
schaftslied 9,  ^38. 


Vercoulie,  J.  Jakken 
en  jassen  (usw.)  12,  32. 

Verdam,  J.  Mnl.  wtb. 
12,  26.  Het  ndl.  wdb. 
12,  28.  Spiegel  smen- 
schen  behondenisse  12, 

56. 

Verdeyen,R.  Tondalus 

12,  53. 
Verger,   A.    Vie  de  s. 

Fran9ois    d'Assise   20, 

Verrall,  A.  W.  Lec- 
turesonDrydenl6, 232. 

Verwey,  A.  rec.  12,  69. 

Vetsch,  J.  Schweize- 
risches idiotikon  (13) 
10,  H2.    (14)  10,  7. 

Vetter,  F.  Tegernseer 
antichrist  7,  U7.  Pre- 
digten Taulers  7,  \5'\,'i(. 
Manuel  9,  98.  Lautver- 
wachsung und  laut- 
abtrennung  (13)  10,  {<{. 
Tegernseerspiel20,\96. 

Viebacher,  A.  Deutsche 
Benediktinerregel  20, 
;o^. 

Vietor,  W.  Kongreß  für 
experimentelle  phone- 
tik  3,  \2.  Elemente  der 
phonetik^  3,  27. 

Villari,  P.  Storia,  poli- 
tica  e  istruzione  20, 20  \ . 

Vincent,  A.  Hadewige 
12,  ^7. 

Viollier,  D.  Untumu- 
lus  de  l'äge  du  fer 
2,  72.  Deux  tumuli  k 
Uerzlikon  2,  73.  Les 
Ceites  2,  77. 

Virchüw,  H.  Unter- 
kiefer von  Ehringsdorf 
2,37. 

V  i  V  e  1 1,C.  Guido  d' Arezzo 

20,  ^58. 

Vitzetelly,  F.  H.  De- 
velopment of  dictio- 
nary  15,  u. 

Vogels,  H.  rec.  20,  ^3. 
H03. 

Vogt,  E.  Drohbrief  7, 
U9.    Mainz  u.  Hessen 

7,  ^^7. 


200 


Autorjüregister. 


Vogt,  F.  MSF.  7,  30. 
Weihnachtspiele      17, 

\hO. 

Vogt,  W.H.  Fünfgesch, 
aus  (1.  westl.  Nordland 
14,  2;3a.     rec.    14,  238. 

Voigt,  A.    Brandes  1,  T. 

Völker,  K.  Beforma- 
tionsgeschichte  9,  58. 

Vollmer,  F.  Bibelge- 
schichte 7,  ^^,0.  Adam- 
buch 7,  \5^,\.  Histo- 
rieubibeln  9,  ^Oa. 

Vollmer,  Vera,  triuive 
und  staete  7,  I8. 

Vollmers,  F.  Di-acontii 
delaudibus  dei  20,  \3^. 

Vollschwitz,  J.  Frau 
von  der  Weißenburg 
17,  58.    18.  ^05. 

Vooys,C.  G.  N.de.  All- 
gemeen  beschaafd  12, 8. 
Anglicismen  12,  \5.rec. 
12,  59.  ^5.  53.  54;.  62. 
65.   69. 

Voretzsch,  K.  Eefor- 
mationsschauspiel  9, 
\\6. 

Vos,  B.  J.  rec.  7,  ^o*,^o. 

V  0  ß  1  e  r ,  K.  System  der 
grpmmatik  B,  ^7. 

Vouga,  P.  La  Teno  2, 75. 

Voynich,Wiefrid.  Eng- 
lish  literature  16,  ^8. 

Vreese,  W.  de.  Die 
ouüt  wijsman  9,  7.  Ka- 
lenders 12,  29.  Lied 
des   16.  jahrhs.  12,  6^ 

Vries,  Harm.  de.  Mar- 
lowe's  Doctor  Faustus 

16,  258. 
Vries,    W.    de.     Typen 
der  mededeeling  12,  9. 
Etyai.  aant.  12,  33. 

Wackerneil,  J.E.  Dand- 

1er  17,  6.    rec.  9,  \52. 
Wadstein, E.  Eriksgata 

14,  69.  Biika  och  Björ- 

köarätt  14,  ^37. 
Wagen  in  gen,    J.  van. 

rec.  20,  298,  {. 
Wagner,  A.M.  lö.jahrh. 

9,  2.     rec.  8,  29.    96,';. 

9.  ^52. 


AVagner,  E.  Prähist. 
gräberfeld  2,  6^.  Ala- 
mannische  gräber2,  {7\. 

Wagner,  F.  Namen- 
gebung  7,  32. 

Wagner,  R.  Suffix  des 
Superlativs 3, 170.  Deut- 
.=;cho  spräche  5,  2. 

W  ahm  er,  E.  Spracher- 
lernung und  Sprach- 
wissenschaft 3,  33. 

Walde,A.  rec. 3, 90.  [0^. 

Wallace,  Ch.  W.  First 
London  theatre  16,  a;3. 

Wallensköld,  A.  rec. 
18,  101,5. 

Waller,  A.  R.  English 
literature  16,  ^. 

Wallner,  A.  Thomas 
von  Britannien  7,  6^ 
Böse  frp.u  7,  85.     rec. 

7,  33,^.   -^4,2.    [0^,\^. 
Walsch,    A.     Präf.    ge- 
b.  K.    v.  Würzburg  7, 

^o^,^7. 

W  a  1 1  e  r ,  J.  von.  Luther 
9,81. 

Walter,  K.  Liederblatt 
17,  9'^- 

Walter,M.  Armeelieder- 
buch 17,  \2\. 

Walz,  J.  A.  ReilS,  ^02. 

Walzel,  0.  Goethe  und 
die  Schlegel  1,76.  Caro- 
line und  Bettine  1,  82. 
Kunst  der  prosa  8,  23. 

Warburg,  K.  Svensk 
litteraturhist.    14,  233. 

Ward,  A.  W.  English 
literature  16,  ^. 

Warren,  F.  M.  Roland 
miracle  16,  ^70.  rec. 
20,  298,7. 

Waschnitius,V.  Perht, 
Holdais,  27.  rec.  2,  U6. 

Wassen,  E.  Germ,  n- 
deklination  3,  \2<). 

Waterhouse,  G.  Lite- 
rary  relations  16,  7'^. 

Waters,  F.  Glocken- 
inschriften 17,  ^74. 

Wawra,  F.    rec.  15,  62. 

Weatherley,  C.  Dic- 
tionary  15,  \o. 


Weber,  F.    Liederbuch 

17,  ^22. 

Weber,  J.  Volkslied  17, 
29. 

Webinger,  A.  rec.  17, 
\2<). 

Werk,  H.  Sprache  im 
deutschen  recht  8,  1^3. 

Weekley,E.  Romance 
of  names  15,  20.  Ety- 
mologies  15,  28. 

Weeks,  R.  Bibliogra- 
phie 3.  2. 

Wegner,  0.  Reimwör- 
terbuch 5B,43.  7,  82. 

Wehrhan,  K.  Volks- 
lied 17,  22.  rec.  17,  28. 
37.    129. 

Wehrmann,  M.  rec. 
1,  \57. 

Weidenmüller,  Otto. 
rec.  3,  82. 

Weidling,F.  Schaiden- 
reisser  9,  ;52. 

Weidmann,  K.  Fi- 
scharts  wortschatz8.36. 

Weigand,  Hirt.  Deut- 
sches   Wörterbuch    8, 

96,1- 

Weihrauch,  M.  rec. 
3,  33. 

Weik,  F.  Fremdwörter 
in  der  ma.  von  Rhein- 
bischof sheim  (13)  10, 20. 
Kinderreime  usw.  aus 
Rheinbischof  sheim  (^  1 4) 
10,  25.    17,  ^83. 

Weilen,    A.  v.    rec.  9, 

^52.  20, 298,6. 

W  ei  man,  Th.  Jan  v. 
d.  Noot  12,  58. 

Weinkopf,  E.  rec.  (13) 
10,  29. 

Weise,G.  Die  Sebastian- 
kirche  2,  (69. 

Weise,  O.  Literaturbe- 
richt 3,  4.  Mundart- 
liches im  jähre  1912 
(13)  10,  2.  Mundart- 
liches bei  Goethe  (13) 
10,  7-  Niederdeutsches 
in  Thüringen(14)  10,7^^. 
Das  niederdeutsche  11, 
6.  Streckformen  11,  ^o. 


Vogt — Wilmart. 


201 


rec.  8,  ö.  20,  ^  29.  0:2. 
56,2.  5.  108,1.  (13)10,38. 
85.   (14)10,31.    "ö. 

Weisleder,  Otto.    Kg. 

Eother  7,  80. 
Weiß,  J.    rec.  2,  ^80. 
Weiß,    K.     Vom    reim 

und  refrain  5B,39. 
Weißbrodt,  Ernst. 

Ndd.-lat. glossen  11,  ^  ^. 
Weißenberg,    S.     Die 

Klesmersprache  (13)  10, 

8^. 

Weitnauer,  K.   rec.  3, 

28.   7\.    15,  77. 

Weiland  er,  E.  Partikel 
ab  7,  5,5.  Om  ellips  i 
svenska  sjönamn  14, 
;38. 

Well  er,  A.  Frühmhd. 
Genesis  7,  50. 

Wels,  K.  H.    Wimpfen 

17,  80. 

Welschen,  E.  Le  con- 
cept  de  personne  selon 
s.  Thomas  20,  256. 

Welt  er,  J.  Tb.  Un  re- 
cueil  d'exempla  20,  23. 
Le  specuium  laicorum 
20,  25^. 

Weltzien,  O.  Aus  nd. 
liederbornen  11,  52. 
Reuters  freundeskreis 
11,68.  Kasper-Ohm  11, 
70.  Brinckmanbuchll, 

Wendland,  P.  Frdr. 
Leo  1,  5/^;. 

Wendt,  G.  Engl.  Syn- 
tax II  15,  89.  \\\. 

Wentzcke,  P.     Görres 

1,25. 

Wenz,G.  Die Fridpjöfs- 
saga  übertr.  14,  2^2. 

WenZjS.  Triererzauber- 
nagel2,  \'^2.  rec.  2,  ^  30. 

Wenzer,  G.  Th.  Fon- 
tane 8,  26. 

Werckmeister,  W. 
Wandervogel  17,  92. 
Lautenlied  17,  93. 

Werner,H.  Litertg,5,59. 

AVerner,  J.  Satyrischer 
rhythmus  des  13.  jhs. 
20,  230.     rec.  20,  2\<{. 


Wernicke,  S.  Sachs  9, 
U3. 

W  e  r  t  h ,  E .  Magdalenien 
am  Bodensee  2,  32. 

W  er  th,  G.  Uferterrassen 
des  Bodensees  2,  33. 

Wessen,  E.  Germ,  n- 
deklination  14,  \Tk. 

Weston,  JessieL.  Eng- 
lish  poems  16.  ;50. 

Weyh,  Wilh.   rec.  3,  7^. 

Weyman,  C.  Sprich- 
wörter 17,  ^85.  Lese- 
früchte 20,  2ik.  —  rec. 
15,  27.  28.  20,  2\.  38. 
39.  65.  85.  ^6^  2]i5. 
239.   2984. 

Weynand,  E.  rec.2,  ^29. 

Weyrauch,  M.  Unter- 
richt in  den  neueren 
sprachen  1,  ^27.  rec. 
15,  ^9. 

White,  A.  B.  Parlia- 
mentum  15,  28.  20,  d^k- 

Wibbe.  Gesellschafts- 
spiel 17,  20^. 

Wichmann,  L.    rec.  3, 

Wiegand,  F.  Vilmar 
1,9^. 

Wiegers,  Fr.  Diluvial- 
mensch 2,  23.  2^.  Dilu- 
viale kunst  2,  25.  Dilu- 
vialfundstätten 2,  39. 

Wiegler,  P.  Weltlit. 
3,  ^88,7. 

Wielaiidt,E.  Spottlied 
17,  8CI.. 

Wieneke,  E.  Carol.  u. 
Dor.  Schlegel  1,  8^. 

Wiener,  L.  Philological 
fallacies  4,  ^5. 

Wieners,  E.  Metrik  d. 
codex  Junius  15,  U8. 
Cod.  Junius  XL  16,  2\. 

Wies  er,  K.  Jägerlied 
17,  29. 

Wiesotzky,  Br.  Buch 
d.  rügen  7,  {O'k,^- 

Wiget,  W.  Schweize- 
risches Idiotikon  (13) 
10,  {2. 

Wijk,  N.  van.  Ameise 
3,  \03. 


Wigström,  E.  Folktro 
18,  '^9- 

Wiklund,K.B.Urnord. 
ortnamn  14,  139. 

Wilcke,  G.  Steinerne 
armschutzplatte  2,  ^02. 
Gräberfeld  in  Wil- 
helmshöhe 2,  ^09. 

Wilcke,  M.     Fundeaus 
provinzialrömischer 
zeit  2,  ^52. 

Wilde,  A.  Sounds  and 
sigus  15,  70. 

Wildhagen,  K.  Psal- 
terium  Eomanum  1, 
U2.  16,  \5,\5.  uo.  rec. 

15,  88.    \\\. 
Wildmann.  F.  E.    rec. 

3,  188,^. 

Wilhelm,  Fr.  Drel- 
königslegende  7,  \o. 
18,  96.  20,  ^9^  Deut- 
sche prosa  7,  ^^2.  Medi- 
zinisches 7, 1^3.  St.Lam- 
brechter  gebete  7,  ^25. 
Urkunden  7,  \38.  Ser- 
vatus  12,  4;  2.  Rhyth- 
mus 20,  ^82. 

Wilke,  E.  Deutsche 
Wortkunde  8,  87. 

Wilken,  E.   Pros.  Edda 

14,  238. 
Willecke,  Frz.   Donel- 

dey  11,  72. 
Wille,  J.  Gottfried  Nad- 

1er  (14)  10,  '^s. 
W^illiams,  C.  A.    Wil- 

helmuslied  12,  60. 
Williams,©.  T.  aiund 

ei  in  middle  Scotch  15, 

63. 
Williams,     T.     H.    P. 

WelshandBriton  15,58. 
Williams,  W.  H.    'Pa- 

lamon  and  Arcite'  16, 

Wilm,  Elise.  Sprach- 
vergleichein derschule 

3,  82. 

Wilmart,  A.  Benedic- 
tiones  Eobbienses  20, 
58.  Version  latine  de 
la  vie  de  s.  Antoine 
20,77.  Le  commentaire 
sur  les  psaumes  20,  23 1 . 


202 

^\'  i  1  s  e  r ,  L.  Germanen 
2,  \\8.  Brakteat  von 
Grumpan  19A,56. 

Wilson,  F.  P.  rec.  16, 
:2,5. 

Wilson,  J.  Dialect  of 
New  Forest.  15,  5^. 

Wim  m  e  r,L.F.  A.  Danske 
runemindesma^rker 
19A,57. 

Winkel,  J.  te.  Out- 
wikkelingsgang  12,  36. 
De  kwakzalver  op  ons 
tooneel  12,  -^^ 

Winkler.  Tugendlehre 
des  hl.  Thomas  20,  259. 
Sage  von  Hero  u.  Lean- 
der 20,  \60. 

Winstantley,  Lilian. 
E.  Spenser  16,  ZT-^. 

Winter,   G.     rec.  \,  28. 

Wippermann,  F.  Eng- 
lisch und  plattdeutsch 
11,  3. 

Wirl,  Jul.  Orpheus  16, 
72,2. 

Wirth,A.  Rasse u.  Volk 
2,3. 

Wirth,  A.  Schottisch- 
engl.volksballadel6,57. 
Tod  u.  grab  17,  \36. 

Wirth,  H.  F.  Nid. Volks- 
lied 17,  ^3o. 

Wisser,  W.  Plattdeut- 
deutsche märchen  18, 
\30. 

Wißkott,  E.  Lieder  17, 
105. 

Wissowa.G.  rec. 3,  lOfi^. 

Witt,  A.  Volksrätsel  17, 
203. 

Witt,  W.  de.  Croissant 
16,206.  Volkslied  17,29. 

Witte,  H.  Nationali- 
tätenforschung 2,  ^65. 
rec.2,  ^29.  3,  ^56.  8,5^^,2. 
(14)10,U. 

Wix,  Hans.  Westf.  dia- 
lektgeogr.  11,  27. 

Wodick.  W.  Jakob 
Ayrers  dramen  16,  75,2. 

Wohlenberg,G.  P.seu- 
docyprianische  Schrift 
20,  220. 


Autorenregister. 

Wohlers,  R.  Wander- 
vogel 17,  8. 

Wolf, J.  Musikgeschich- 
te 5B,\o. 

Wolff,  Eug.  Aus  der 
hs.  des  Quickborn  11, 
63a. 

Wolff,  E.      rec-  2,  {60. 

16,  75,\. 

Wolff,  G.  rec.  2,  ^07. 
129. 

Wolff,  Joh.  Siebenbür- 
gisch-sächsisches  Wör- 
terbuch (13j  10,  6  ^ 

Wolff,  K.  F.  Urheimat 
der  Idg.  3,  ^06. 

Wolff,  L.  S.  Greek  ro- 
mances  16,  75,3. 

Wolkan,R.  Wyle7,  \53. 

9,  ^'^8.  20, 297. 

Wolters,  Fr.  Hymnen 
und  Sequenzen  20,  ^9. 

Wolthuis,  J.  Amster- 
damer woorden  12,  \6. 
\7. 

Wood,  F.  A.  Etymolo- 
gical  notes  3,  ^5^.  Ger- 
manic  etymologies  3, 
^52.  ^53.  6,  5.  Hilde- 
brandslied 6,  23.  Pa- 
rallel formations  15,  88. 

Wrangel,  E.  Staffan 
stalledräng  14,  23'^. 

Wrede,  A.  Historischer 
Kölner  Sprachschatz 
(14)  10,  72.    Kokein  (14) 

10,  3.     rec.  (13)  10,  85. 

17,  189. 

Wrede,  F.  Hessen- 
Nassauisches  Wörter- 
buch 1,  ^03.  (14)  10,  5ik- 
Deutsche  dialektgeo- 
graphie  (13),  10,  Qf^. 

AVright,  E.  M.  Rustic 
Speech  15,  ^<). 

Wright,  Th.  British 
hymn-writers  16,  33. 

Wulff,  F.  A.  Svensk 
ordhi.sta  14,  ^^9.  Un- 
danhällna  ords  behand- 
ling  14,  ^85. 

Wunderlich,  H.  Deut- 
sches Wörterbuch  1 ,  ^  0  3 . 


D.   W.   4.  bd.,   1.  abt., 
4.  teil,    3.  lief.   8,  91. 

(14)10,76. 
Wurdack,  K.  Marterln 

17,  \68. 
Würschmidt,  J.   Diet- 
rich v.  Freiberg  20,  ^29. 
Wurth,  L,     rec.  3,  32. 
Wüst,P.  Lilie  7,  \0'^,\8. 
Wustmann,  R.    W.  v. 

d.  Vogel  weide  7,  ^6,5. 
Wutz,    0.     Onomastica 

Sacra  20,  ^62. 
Wyatt,  A.  J.    Beowulf 

16,  97.   English  riddles 

16,  \2%\. 

Wyczoikowska,        A. 

Mechanism  of   speech 

3,3^. 
Wyld,   H.    C.     History 

of  English  15,  37.   rec. 

15,  77. 
Wyneken,F.  A.  Ewald 

Flügel  1,  ^6. 
Wyplel,  L.     Wirklich- 
keit und  spräche  3,  32. 

rec.  3,  71. 

y  o  u  n  g ,  K.   Easter  Play 

7,  25. 
Young,  W.  T.   English 

literature  16,  5. 
Ysenburg,    F.  W.  zu. 

Nationalhymne  17,  H26. 
Yvon,  H.    rec.  3,  60. 

Zachrissen,  R.  E.  Eng- 
lish place-names  1 5, 3'^a. 
Early  English  and 
French  grammars  15, 
^^7.  Northern  English 
15,  56.  Engl,  vowels 
15,  6-^. 

Zack,  V.    Volkslied  17, 

23. 

Zahn,  J.  Kirchenge- 
sänge 9,  5'^. 

Zak,  A.  De  b.  Gode- 
scalco  20,  \5H. 

Zanetto,  Fr.  Introdu- 
zione  allo  studio  di  lett. 

3,  187. 


Wilser— Zwierzina. 


203 


Zaunert,  P.  Märchen 
seit  Grimm  18,  \26. 

Zeiger.  Grammatische 
bezeichnungen  3.  67. 

Zeitlin,  J.    rec.  15,  Ul- 

Zeller,  J.    Speratus  9. 

\26. 

Zenke,  W.  Verb  im 
Orrmulum  15,  \{\. 

Zibermayr,  J.  Niko- 
laus 20,  280. 

Ziehen,  Th.    rec.  3,  l^ö. 

Ziesemer,  W.  Preuß. 
wörterbuchl,  \03. 11,^5. 
Marien  burger        kon- 


ventsbuch  7,  I50.    rec. 

7,  ^0'^,3.    17,  ^29. 
Zilcken,  F.  Ludw.  Salo- 

mon  1,  69. 
Ziliotti,  B.    Cultura  di 

Trieste   e    dell'   Istria 

20,  277. 
Zimmermann, Fr.  Clau- 

dianus    Mamertus    20, 

U9- 

Zimmermann,  P.  Uni- 
versität Helmstedt  1, 
\33. 

Zimmermann,      W. 
Pflanzennamen   8,   55. 


(14),  10,  2^^.  rec.  8, 56,2. 
(14)  10,  'k. 

Zingerle,  O.  v.  Frei- 
danks grabmal  7,  92. 

Zink,  Th.  Pfälzer  ap- 
pellativnamen  (1^)  10, 

'k'k- 
Zoder,  R.     Anordnung 

17,  ^8. 
Zopf ,  L.  Margar.  Ebner 

7,  ^2o. 

Zuccharelli,D.  II  Pro- 
blema  cristeriologico 
20,  \55. 

Zwierzina,  K.  Lupoid 
Homburg  7,  {{0. 


Sachregister. 


A. 

Abbo  Floriacensis  20,  33. 

Aelfric  16,  95. 

Akademie  der  Wissen- 
schaften Wien  1,  ^29. 

Alberus  E.  9,  \o. 

Allgemeiner  deutscher 
Sprachverein  \,  ^22. 

Alliteration  als  kunst- 
form im  Volks-  und 
spielmannsepos  5B,50. 

Altjungfernschicksal  18, 

57. 

Alvarius  Pelagius  20,  56. 
Amerik.  dialekte  15,  52. 
Andree  1,  2. 
Augeis.  dichter  14,  \^. 
Apollinarius  Sidonius  20, 

24-. 

Arme    Heinrichsage    18, 

98  f. 
Arnam.   haandskrift  81a 

fol.   14,  258. 
Arnim  1,  5. 
Artus  18,  86  f. 
Ausonius  20,  25. 
Aussprache,  nhd.  8,  i  ff. 

B. 

Balladen,   engl.  16,  55  ff. 

Bayrische  märchen  18, 
129. 

Beauchet  1,  4. 

Bedeutungslehre,  nordi- 
sche 14,  54  ff. 

Beowulf  16,  96  ff. 

Berlinische  gesellschaft 
für  deutsche  spräche 
1,  121. 

Berufs-  u.  fachsprache  im 
nordischen  14,  66  ff. 


Bibel.  20,  \ö—\7. 
Bibliographie,    engl.   16, 

Bibliographie,  nordische 

14,  36 — 55. 

Biographie  1,  ^  ff. 
Biographie,  nordische  14, 

Blaurer,  A.  9,  u. 
Bonde,  C.    Carlsson  14,  \. 
Brahm  1,  5.   \on. 
Brandes  1,  7. 
Brant  S.    9,  \2. 
Brief,  mhd.  7,  ^9. 
Bronzezeit  2,  60  ff. 
Brunner,  Heinr.  1,  s. 
Bucer,  M.  9,  ;5. 

C. 

Carmen  Winrici  20,  25. 

Catechismo,  Dar  klöane 
C.  vor  de  Siben  Ka- 
meün  (14)  10,  ^^2. 

Cederschiöld  1,  9.   ^05. 

Chaucer  16,  t38  ff. 

Chaucer,  C.  Canterbury 
tales  16,  ^^9  ff. 

Clara  S.  20,  62. 

Columbus  S.  14,  9. 

D. 

Dahn  1,  ;o. 

Dämonische  wesen  18, 
21  ff. 

Dekker,  Thom.  Satiro- 
mastix  16,  251,^. 

Denkmäler  ae.  16,  9;  ff. 

Denkmäler,  me.  16,  ^29  ff. 

Denkmäler,  ne.  16,  [<)n  ff. 

Deutsche  (Dialektgeogra- 
phie (13)  10,  6\. 


Deutsche  erziehung  1 ,  \  2  3. 
Deutsche  kommission  1, 

^03. 
Deutsche  philologen  und 

Schulmänner  1,  ^^6. 
Deutsche  texte  des  mittel- 

alters  1,  )[03. 
Deutscher    germanisten- 

verband  1,  ^2';^. 
Deutscher   Unterricht  1, 

^25. 

Deutsches  Wörterbuch  1, 

103.    8,  9^ 
Deutsche  Volkskunde  aus 

dem  östlichen  Böhmen 

(13)  10,  77. 
Dichtung,  lateinische  20, 

20—29. 
Dietrichssage  18,  77  ff. 
Dilthey  1,  \2.  ^06. 
Diplomat,      norwegicum 

14,  3\0. 
Diplomat,  islandicum  14, 

309. 
Drama,    engl.    16,   39  ff. 

^68ff.  2u  ff. 

Drama,     mhd,     7,    20  ff. 

33,U-    U^ff- 
Dryden,  J.  16,  23'^. 
Dürer,  A.  9,  ^6. 

E. 

Ebert  1,  \n. 
Eck,  J.  9,  [7. 
Eckhart  7,  12^  f. 
Eddalieder  14,  195— ^  99- 
Engl,  etymologien  15,  28. 

29. 
Engl,  flexion  15,  65.   66. 

79— S'^.   86—88. 


Abbo  Floriacensis — Literaturgescliichte,  nordische. 


201 


Engl,  dialekte  15,'»;9— 5 ^. 

53—55.   57.   58. 
Engl,      namenforscliung 

15,  30—35. 
Engl,     orthoepisten     15, 

Engl.lautlelirel5, 59 — 6". 

69—77. 
Engl,  lexikalische  artikel 

15,  28.   29. 
Engl.metrikl5,  \;7— ^25. 
Engl,    phonetik    15,   68. 

71—75.   77. 
Engl.  Schrift  15,  7 ^.  77. 
Engl.  Schriftsprache  15, 

56. 

Engl.     Sprachgeschichte 

15,  {.   2.   3.   36.    37.    38. 

39.   '^O.   tky.  "^2. 
Engl.   Stilistik  15,  UZ- 
Engl.  Syntax  15,  89—  \\\. 
Engl,  synonjnnik  15,  \\2. 

U3-  U5. 
Engl.  Wortbildung  15,  78. 

85.   88. 
Engl.    Wörterbücher   15, 

Engl.  Wortforschung  15, 
20—28. 

Epos,  mhd.  7,  '^s  ff. 
Etymologie,  nordische  14, 

7-^  ff. 
Euagrius  von  Antiochia 

20,  69. 
Eulenspiegel  9,  \8 
Ewiger  Jude  9,  \% 

F. 

Fabri,  F.  9,  20. 
Faustbach  9,  2^. 
Feste  18,  -^3  ff. 
Fischer,  Kuno  1,  15. 
Flügel,  Ewald  1,  ^6. 
Flugschriften  9,  27. 
FluJÖnamen,  ostgerm.   4, 

12. 
Fomaldarsaga  14,  2^0  ff. 
Förstemann  1,  U- 
Franck,    Joh.   1,  \6.  \05. 
Fremd-   und  lehnwörter 

im  Nordischen  14,  8'^ff. 
Freytag,  Gust.  1,  \9. 
Friedii  ch-Wilhelms- 

gymnasium  Trier  ^ , ;  3  7 . 


G. 

Gebete  7,  37.  123. 
Gelehrtes  altisl.  Schrift- 
tum 14,  2\1(. 
Gen6e  1,  2\. 
Gengenbach,  P.  9,  5X. 
Germanen  2,  U^Ö. 
Glossen,  ahd.  6,  19  ff. 
Glossen,  ae.  16, uo — \\\- 
Goedeke  1,  22. 
Görres  1,  23. 
Gotisch  4,  \  ff. 
Götter  18,  28  ff. 
Götter-  und   heldensage 

14,  2'15  ff. 
Gottfried    v.    Straßburg 

7,  51  ff. 
Gottsched  1,  27. 
Gral  18,  88  f. 
Grammatik,  nordische  14, 

157-159. 
Grammatik,   deutsche  5, 

Iff. 
Grammatik,    ahd.  6,  1  ff. 
Grammatik,  mhd.  7,  1  ff. 
Grammatik,   nhd.  8,  6  ff. 
Gregorius  Dialogos  20,21. 
Grimm,  Jak.  1,  29. 
Gröber  1,  30. 
Grosch,  J.  9,  32. 

H. 

Hallstattzeit  2,  68  ff. 

Hamelmann,  H.  9,  33. 

Handschriften,  mhd.  7, 
S'^ff. 

Handschriften  20,  1—12. 

Harff,  A.  v.  9,  31. 

Harnack,  Otto  1,  31. 

Hartlieb,  J.  9,  35. 

Hartmann  v.  Aue  7,  56  ff. 

Hasentödter,  J.  9,  38. 

Hehn  1,  32. 

Herder  1,  33. 

Hermann  von  Schilditz 
20,  56. 

Hessen-nassauisches  Wör- 
terbuch 1,  103. 

Hildebrand,  Eud.  1,  3^. 

Hillebrandt,  Alfr.  1,  35. 
107. 

Hildebrandslied  6,  23. 

Historie  von  vier  kauf- 
männern  9,  39- 

Höfer,  Paul  1,  36. 


Höfler  1,  38. 
Hohenlohe,  S.  v.  9, 10. 
Holder-Egger  1,  39, 
Hörttner,  J.  9,  H. 
Hubert  9, 12. 
Hubmaier,  B.  9, 13. 
Humanismus     20,   268 — 

297. 
Humboldt  1, 10.  108. 
Hütten,  U.  V.  9,11. 
Hymnologie  20,  18.  19. 

J. 

Jonson,   Ben   16,  216  ff. 

251,1.  3.1. 
Justi  1,  12. 

K. 

Karlstadt  9,  16. 
Keller,  Jul.  1,  15.  109. 
Kettner  1,  n. 
Kirchenlied  9,  17. 
Kluge,  Frdr.  1,  15.  uo. 
Kluge,  Herrn.  1,  16. 
Konrad   von  Megenberg 

20,  56. 
Konungasaga  14,  205  ff. 
Kritik,  lit.  16,  78—80. 
Kulturgeschichtliches  16, 

81  ff. 

Kulturgeschichte,  nordi- 
sche 14,  291  ff. 
Kurz,  Herrn.  1,  17. 
Kurzmann,  A.  9,  55. 

L. 

Lagarde  1,  18. 
Laiebuch  9,  56. 
Latenezeit  2,  75  ff. 
Lautlehre,  nordische  14, 

160-171. 

Lazarus,  Mor.  1,  19. 

Leibniz  1,  50.  m. 

Legenden,  mhd.  7,  8  ff. 

Leo,  Frdr.  1,  52. 

Lichtenberger,  1,  55. 

Liliencron,  ßoch.  v.  1, 56. 

Literaturgeschichte,    dä- 
nische 14,  235  ff. 

Literaturgeschichte,  eng 
lische  16,  1  ff. 

Literaturgeschichte,    la- 
teinische 20,  38 — 59. 

Literaturgeschichte, 
mhd.  7,  6  ff. 


206 


Sachregister. 


Literaturgeschichte,  nor- 
dische 14,  ^95  ff. 

Literaturgeschichte, 
schwedische  14,  217  ff. 

Ludwig,  Alfr.  1,  57. 

Luisenstädt.  gymnasium 
Berlin  1.  \56. 

Lundstedt.Bernhärd  14,2. 

Luther,  Martin  9,  58  ff. 

L^-rik,  engl.  16,  28  ff. 

M. 

Manuel,  N.  9,  98. 
Mariendichtung  9,  5. 
Mario we  16,  252  ff. 
Mathesius  J.  9,  99. 
Melanchthon  9,  ^00. 
Metrik  5B,9 — äx. 
Meyer,  Ernst  1,  58. 
Meyer,  E.  14,  3. 
Meyer,  Eich.  M.  1,  59. 
Minnesang,  mhd.  7,  \6t. 

33,8.  39.  \0ö  ff. 
Minor  1,  60. 

Mittelalter,  frühes  2,  ^  58ff . 
Mittellatein  20,  1—277.: 
Modern    language    asso- 

ciation  America  1,  \20. 
Moe,  J.  M.  14,  ik. 
Mogk  1,  62. 
Morsbach  1,  63.  \\2. 
Morsheim,  J.  v.  9,  ^c^. 
Müller,  Mich.  1,  6^. 
Mülverstedt,  G-.  A.v.  1,65. 
Mundarten,  nordische  14, 

186—195. 
Mumer,  Th.  9,  {05. 
Musikgeschichte  des  mit- 

telalters  5B,^o. 

N. 
Namenforschung,    deut- 
sche 8,  4;6  ff. 

Namengebung  7,  32. 

Namenkunde,    nordische 
14,  88  ff. 

Naturbetrachtung   7,  50, 
33,9. 

Naturverehrung  18,  ^  2  ff. 

Neolithikum  2,  '^e  ff. 

Neuere  sprachen  in  Nürn- 
berg 1,  128. 

Neuhohchdeutsche 
sprach-  und  bildungs- 
geschichte  1,  \03. 


Neuphilologen  Wien  1, 
U9. 

Neuphilologentag  Bre- 
men  \\7. 

Nibelungenlied  7,  7  ^  ff. 

Nibelungensage  18,  68  ff. 

Notker  6,  5\,\. 

Novellen  und  schwanke, 
mhd.  7,  8^.  85.  {0^,16. 
23.   27. 

0. 

Occam,  20.  56. 
Oesterreicher,  H.  9,^06. 
Ortsnamen,    deutsche  8, 

57  ff. 
Ortsnamen  18,  30  ff. 
Otfrid  6,  27. 

P. 

Paläolithikum  2,  2;  ff. 

Paumgartner,  U.  9,   ^07. 

Personennamen, deutsche 
8,  ^6  ff. 

Personennamen,  nordi- 
sche 14,  88 — 9^^. 

Peter  v.  Kaiserslautern 
20,  56. 

Peters,  Ign.  1,  66. 

Petursson,  Hallgrimur 
14,8. 

Predigt  9,  4^. 

Preußisches  Wörterbuch 
1,  ;o3. 

Prosa,  mhd.  7,  26.  ^2.  U9. 

Privatgebet  9,  6. 

Psalmen,  ae.l6,  \  ^'^ — ^5. 

Psotiusakten  20,  2'{. 

Puschmann,  A.  9,  ^08. 

B. 

Balph  Doister  B.oister 
16,  227. 

Eätsel,  mhd.  7,  ^7. 

Rätsel,  ae.  16,  {\6  ff. 

Eechtschreibung,  nhd. 
8,1  ff. 

Eechtsgeschichte,  nordi- 
sche 14,  308. 

Eheinisches  Wörterbuch 
1,  103. 

Eiehl,  Bert.  1,  67. 

Eoman,  engl.  16,  36 — 37. 

Eömisch-germanlsches  2, 
129  ff. 


Roß,  Hans  14,  5. 
Rübezahl  18,  ^09  ff. 
Eüedeger  18,  75  f. 
Runius  14,  ^o. 
Rutzsche  theorie  5B,30 — 
5<k.   36. 

s, 

Sach,  Aug.  1,  68. 

Sachs,  H.  9,  H09. 

Saga,   altnord.  14,  203  ff. 

Salomon,  Ludw.  1,  69. 

Sammelwerke,  lateini- 
sche 20,  55—59. 

Sattler,  M.  9,  U5. 

Satzbildung,  nordische 
14,  ^78  ff'. 

Satzton,nordischerl4,^85. 

Schauspiel  des  16.  jahrh. 

9,  US. 

Scheffel,  Jos.  1,  \{.  70. 

Scheffel  1,  72. 

Schmeltzl,  W.  9,  U8. 

Schmidt,  Erich  1,  85. 

Schönbach,  A.  E.  v.  1,  6^. 

Schriftkunde  19B,^— 2. 

Schriftsprache,  nhd.  8, 
29  ff. 

Schuchardt,  Hugo  1,  85. 

Schwab,  Gust.  1,  86. 

Schwäbisches  Wörter- 
buch (13)  10,22.  (14)10, 

Schwanke,  mhd. 

Schweizerisches  Idioti- 
kon (13)  10, ;  2.  (14)10,  7. 

Schwenkfeld  D.  9,  U9. 

Seelenglaube  18,  ;7ff. 

Seifriedslied  9,  ^20. 

Sequentiar,  deutsches  des 
12.  jahrhs.  öB,'^'^, 

Seuse  7,  ^33f. 

Siebenbürgisch  -  sächsi- 
sches Wörterbuch  (13) 

10,  6^. 

Skar,  Job.  14,  6. 

Spangenberg  C.  und  W. 
9,  ^22. 

Sparre,  E.  14,  7. 

Spenser  16,  273  ff. 

Speratus,  P.  9,  ^26. 

Sprachgeschichte,  nordi- 
sche 14,  150  ff. 

Sprachliches  20,  30—37. 


Litcraturgescliiclite,  nordische — Zwingli. 


207 


Sprechen,  singen,  musik 
5B,\3. 

Spreng,  J.  9,  \27. 

Stammbilduug,  nordi- 
sche 14,  (72  — ^7'^. 

Standessprachen  8,  '^o  ff. 

Steinhöwel,  H.  9,  128. 

Stil,  mhd.  7,63.  lO'^,'^.  \5i{. 

Stilistik,  nhd.  8,  2  (  ff. 

Stumpf  9,  ^30. 

Sturlunga.saga  14,  238. 

Suphan,  Bernh.  1,  87. 

T. 

Tappe,  E.  9,  ^3^. 
Theatergeschichte,  engl. 

16,  50  ff. 
Theodoricus  20,  25. 
Thomsen,  Vilh.  1,88.  {\5. 
Tischzucht  7,  33,7.  9,  7. 
Tieck  1,  89- 
Tier-  u.  flanzennamen  im 

nordischenl4,  ^^;  ^  —  \  ^^s. 
Tillväxten  (Statenshisto- 

riska    Museum)    1911, 

1913  19A,33. 
Tolff  sibyllers  spädomar 

14,  273. 
Torp,  Alf  1,9^   u^- 
Tristan  18,  90  ff. 

U. 

IJhland  1,  92. 

ülfila  4,  3.  ^. 

Universität  Basel  1,  ^30. 
Heidelbergl  ,{5[.  Helm- 
stedt 1,  (35.  Zürich 
1,  (35. 

Universität  und  schule 
1,  {26. 


Unterricht  in  d.  neueren 

sprachen    sprachen    1, 

(27. 
Urgeschichte  und  alter- 

tumskunde,    nordische 

14,  275  ff. 
Urkunden  7,  (38  ff. 

V. 

Versammlungsberichte, 

vorgesch.  2,  7  ff. 
Verslehre,   nordische  14, 

239— 2'^'1:. 
Verwaltungsgeschichte, 

nordische  14,  307. 
Vilmar  1,  93. 
Vita  s.  Genovefae  20,  2^^. 
Vogel,  J.  9,  (32. 
Völker-  und  Ortsnamen, 

im      nordischen       14, 

95— (40. 
Voiksepos,  mhd.  7,  (2  ff. 

53,4. 
Volkskunde,  nordischel4, 

257  ff. 

Volkslied  7,  (9.  no.   (08. 
Volkslied,  nordisches  14, 

250—256. 
Vorgeschichte  2,  (  &. 

W, 

Wagner  Volksbuch  9,  (33. 
Walther,  Chr.  1,  95. 
Walthersage  18,  66  f. 
Walther  v.  d.  Vogelweide 

7,  U2ff. 
Wandelbert,    Martyrolo- 

gium  20,  25. 
Wassersagen  18,  (08. 
Watt,  B.  V.  9,  (3^^. 
Webster  16,  286  ff. 


Weisse,  M.  9,  (55. 

Weitbrecht,   Eich.  1,  96. 

Weltliches  lied  des  16.  jh. 
9,  (36. 

Wickram,  J.  9,  c^s. 

Wielaudausgabe  1,  I03. 

Wild,  S.  9,  (45. 

Wilmanns,  Wilh.  1,  97. 

Windisch, Ernst  1,98.  ((5. 

Winterfeld,  P.  v.  1,  99. 

Witzel,  G.  9,  (46. 

Wolfram  v.  Eschenbach 
7,  97  ff. 

Wortbeugung,  nordische 
14,  (75— (77. 

Wörterbücher,nhd.  8,9  (ff. 

Wörterbücher  nordi- 
scher sprachen  14, 54  ff. 

Wortforschung  aud.  6, 
4  ff.   mhd.  7,  2  ff. 

Wortforschung,    nhd.  8, 

85  ff. 

Wortforschung,      nordi- 
sche 14,  74  ff. 
Wülfing,  E.  1,  (00. 
Wyle,N.v.  9,(48.20,297. 

Z. 

Zauber  18,  8  ff. 
Zaubersprüche,  ahd.  und 

mhd.  6,  30.  7,  ((5. 
Zeitschriften,    nordische 

14,  (3  ff. 
Zeitschriften,    vorgesch. 

2,  7  ff. 
Zeitschrift  für  deutsche 

mundarten   (13)  10,   (. 

(14)  10,  (. 
Zeumer  Karl  1,  (0(. 
Zingerie,  O.  v.  1,  (02. 
Zwingli,  H.  9,  (49. 


aBBesuBB  *  BCBBAim,  Liaetia. 


Terlag  von  0.  B.  Reisland  in  Leipzig. 


Soeben  erschienen: 

Die 

Geschichte  der  Erziehung 

in  soziologischer  nnd  geistes- 
gescMchtlicher  Beleuchtung. 

Von 

Dr,  Psiul  Barth, 

».  0.  Professor  der  Philosophie  und  der  Pädagogik  an  der  Universität 
zu  Leipzig. 

Das  Schulwesen  ist  vielleicht  der  stärkste 
und  wirksamste  aller  sozialen  Hebel. 

H.  Taine. 

Zweite,  durchgesehene  und  erweiterte  Auflage. 

1916.    47 Vj  Bogen.    Preis  M.  12.—,  geb.  M.  13.50. 


Der  Wert  des  Lebens. 

Eine  Denkerbetrachtung 
im  Sinne  heroischer  Lebensauffassung. 

Von 

Dr.  E.  Dühring. 

Siebente,  wiederum  durchgearbeitete  Auflage. 

1916.    32»/4  Bogen  gr.  8°.    M.  7.—,  geb.  M.  8.—. 

iBtaalt:  Aufkomman  lebensfeindlicher  Weltansichten.  —  Der  Materialismus  als  bloßei 
Fußpunkt  höherer  humanitärer  Lebensschätzung.  —  Das  Leben  als  Inbegriff  von  Empftndungei 
und  Gemütsbewegungen.  —  Der  Verlauf  eines  Menschenlebens.  —  Liebe  und  Geschlechts 
leben.  —  Der  Tod.  —  Die  physischen  und  moralischen  Übel  —  Das  Los  der  Frauen.  —  Wissens 
macht,  Einzelschicksal  und  Denkergesinnung.  —  Ausgleichung  mit  der  Weltordnung  in  Ge 
sinnung  und  Tat. 


Z  Jahresbericht  über  die 

7037  Erscheinungen  auf  dem 

J25  Gebiete  der  germanischen 

Jhgo6        Philologie 


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